| 2003-03-09 |
| Recep Tayyip Erdogan ist in einer Nachwahl zum Abgeordneten des Parlaments der Türkei gewählt, so dass er Ministerpräsident werden kann. |
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| 2003-03-08 |
| Die Mehrheit der stimmberechtigten Bevölkerung Maltas stimmt dem Beitritt zur Europäischen Union zu. |
| Nach Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine Vorlage zwecks Prüfung der Verfassungsmäßigkeit einer Rechtsvorschrift (z. B. über die Verfassungsmäßigkeit der Restschuldbefreiung) nur zulässig, wenn das vorlegende Gericht ohne bloßen Verweis auf die Akten ausführt, inwiefern seine Entscheidung von der Gültigkeit der zur Prüfung gestellten Rechtsvorschrift abhängt (1 BvL 11/2002 3. Februar 2003 u. a.). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der Eröffnungsbeschluss, der den Schuldner durch Bezugnahme auf ein Blatt der Akten bezeichnet, trotz Fehlerhaftigkeit wirksam, wenn der Schuldner aus der Verweisung eindeutig zu entnehmen ist (IX ZR 85/2002 9. Januar 2003). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands liegt ein Umpacken von Arzneimitteln auch vor, wenn in eine eingeführte Originalpackung eine neue Gebrauchsinformation eingefügt und die Beschriftung der Verpackung durch aufgeklebte Etiketten oder Schwärzungen verändert wird (I ZR 123/2000 12. Dezember 2002). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann die Rechtsbeschwerde im Verfahren über die Bewilligung von Prozesskostenhilfe nur wegen solcher Fragen zugelassen werden, die das Verfahren oder die persönlichen Voraussetzungen betreffen, und ist Prozesskostenhilfe zu bewilligen, wenn die beabsichtigte Rechtsverfolgung oder Rechtsverteidigung grundsätzliche Bedeutung hat oder einer Klärung durch höchstrichterliche Entscheidung bedürftige Fragen aufwirft (V ZB 40/2002 21. November 2002). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist ein ausländischer Arbeitnehmer dann nicht zur vorübergehenden Dienstleistung ins Inland entsandt, wenn er im Rahmen eines Konzerns für eine inländische Tochtergesellschaft in der Rechtsform einer juristischen Person tätig ist, in den Betrieb eingegliedert ist und die Tochtergesellschaft das Arbeitsentgelt zahlt (VIII R 67/1999 30. Oktober 2002). |
| Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts ist für die Frage der Erwirtschaftbarkeit eines erheblichen Teils eines Familieneinkommens aus einem landwirtschaftlichen Betrieb auf den Bedarf einer bäuerlichen Durchschnittsfamilie abzustellen (3 ZBR 197/2002 8. Januar 2003). |
| Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz genügt für die Rückfestsetzung gezahlter Kosten nach Änderung der Kostengrundentscheidung, dass der ursprüngliche Gläubiger die vom Antragsteller behauptete Zahlung nicht bestreitet (14 W 35/2002 17. Januar 2003). |
| Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Grimma hat bei einer ganz ungewöhnlichen Flut der Mieter ein Minderungsrecht von 100 Prozent und unter Umständen auch ein fristloses Kündigungsrecht (2 C 0983/2002 22. Januar 2003). |
| Vertragsrecht und AGB-Klauselwerke, hg. v. Westphalen, Friedrich Graf von, 2003 |
| Westphalen, Friedrich Graf von, Allgemeine Verkaufsbedingungen nach neuem Recht, 5. A. 2003 |
| Neues Schuldrecht und Bankgeschäfte – Wissenszurechnung bei Kreditinstituten, 2003 |
| Weis, Ditmar, Die Bank in Krise und Insolvenz des Bauträgers, 2003 |
| Scheffen, Erika/Pardey, Frank, Schadensersatz bei Unfällen mit Minderjährigen, 2. A. 2003 |
| Kommentar zum europäischen Wettbewerbsrecht, hg. v. Schröter, Helmuth/Thinam, Jakob/Mederer, Wolfgang, 2003 |
| Wiedmann, Harald, Bilanzrecht, 2. A. 2003 |
| Kommentar zur Charta der Grundrechte der Europäischen Union, hg. v. Meyer, Jürgen, 2003 |
| Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen Teile A und B Kommentar, hg. v. Kapellmann, Dieter/Messerschmidt, Burckhard, 2003 |
| Handbuch Erbschaftsteuer und Bewertung 2003, 2003 |
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| 2003-03-07 |
| Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bamberg wird eine Versicherung nicht dadurch von ihrer Leistungsverpflichtung frei, dass ein Versicherungsnehmer zunächst falsche Angaben macht, diese dann aber unverzüglich und freiwillig berichtigt (1 U 85/2002 9. Januar 2003). |
| Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Niedersachsen dürfen (auch in anderen Bundesländern erlaubte) Oddsetsportwetten in Niedersachsen nicht von privaten Gewerbetreibenden betrieben oder vermittelt werden (11 ME 420/2002 4. März 2003). |
| Nach einer Entscheidung des Landgerichts Coburg haftet ein Erbauer einer provisorischen Absturzsicherung nicht für Schäden eines die provisorische Absturzsicherung als Arbeitsgerüst benutzenden nachfolgenden Unternehmers (32 S 155/2002 21. Februar 2003). |
| Nach einer Entscheidung des Landgerichts Osnabrück ist das Land Niedersachsen einem eine ausreichend beleuchtete Verkehrsinsel überfahrenden Kraftfahrzeuglenker nicht zu Schadensersatz wegen Kraftfahrzeugschäden verpflichtet (1 O 2821/2002 24. Februar 2003). |
| Nach einer Entscheidung des Landgerichts Trier hat ein infolge augenblicklicher Überforderung bei Rotlicht in eine Straßenkreuzung einfahrender Kraftfahrzeughalter keinen Anspruch auf Schadensersatz durch seine Kaskoversicherung (6 O 296/2002 6. Februar 2003). |
| Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Oldenburg kann der Beginn von Umbauarbeiten zur Dorferneuerung vor Bekanntgabe eines Bewilligungsbescheids die Ablehnung eines Antrags auf Mittelzuwendung begründen (12 A 1781/2001 18. Februar 2003). |
| Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Kiel ist Joachim Lohmann wegen Betrugs durch Verschweigen von Beraterhonoraren nach dem Ausscheiden als Finanzstaatssekretär Schleswig Holsteins zu rund 20000 Euro Geldstrafe verurteilt. |
| Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Frankfurt am Main sind die Warnstreiks bei der Deutschen Bahn AG (bisher) rechtmäßig (7 Ga 51-53/2003). |
| Der deutsche Aktienindex sinkt zeitweise auf 2398 Punkte. |
| Hermann Mennacher 2. Juni 1910-Deisenhofen 7. März 2003. |
| Peter Pfeiffer 13. Mai 1922-7. März 2003. |
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| 2003-03-06 |
| Nach Entscheidungen des Gerichts erster Instanz der europäischen Gemeinschaften ist die verdeckte Beihilfe Nordrhein-Westfalens an die Westdeutsche Landesbank durch Übertragung der Wohnbauförderungsanstalt europarechtswidrig, muss aber wegen ungenügender Begründung der Höhe (808 Millionen Euro) vorerst nicht zurückgezahlt werden (T-228/1999, T-233/1999). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands entsteht bei mündlicher Verhandlung über den Antrag auf Erlass eines Arrests oder einer einstweiligen Verfügung im Beschwerdeverfahren ein Anspruch (nur) auf eine 5/10 Gebühr (I ZB 34/2002 16. Januar 2003). |
| Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist die Vereinbarung in einem Gewerbemietvertrag, dass sämtliche anfallenden Nebenkosten anteilig zu Lasten des Mieters gehen, bei fehlender Bestimmtheit der von ihr erfassten Kostenarbeiten unwirksam (10 U 170/2001 26. September 2002). |
| Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf kann ein Vermieter bei einer Vereinbarung der Kostenerstattung vom Mieter die Erstattung von Kosten für Instandhaltung erst nach tatsächlicher Durchführung der Instandhaltungsarbeiten verlangen (10 U 150/2001 5. September 2002). |
| Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf bewirken vorbehaltlose Nachzahlungen des Mieters auf Mietzins dann keine Verwirkung von Mangelgewährleistungsansprüchen, wenn sie nicht eindeutig die Tilgung des bisher geminderten Teils der Miete bezwecken (24 U 200/2001 30. Juli 2001). |
| Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main haftet das Deutsche Olympische Komitee wegen Vermögensübernahme für die Sportlern der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik durch gezieltes Doping entstandenen Schäden (8 W 27/2002 17. Februar 2003). |
| Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen ist der Planfeststellungsbeschluss zum Weiterbau der Autobahn Kassel-Eisenach rechtmäßig (2 A 1158/2003 5. März 2003). |
| Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Niedersachsen wird durch Unterrichtsinhalte wie fächerübergreifende Sexualerziehung und praktizierte Entspannungsübungen nicht in das Elternrecht eingegriffen, so dass Siebentertagadventisten deswegen nicht die Befreiung ihrer Kinder von der Schulpflicht zwecks häuslicher Unterrichtung verlangen können (13 LB 4075/2001 5. März 2003). |
| Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen scheidet bei Nichtbeweisbarkeit eines vorsätzlichen rechtswidrigen Angriffs (z. B. einer Brandursache) ein Versorgungsanspruch nach dem Opferentschädigungsgesetz aus (L 7 VG 44/2000 16. Januar 2003). |
| Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg ist die in einem Gewerbemietvertrag enthaltene Angabe, dass die Nutzfläche 190 Quadratmeter betrage, nicht maßgeblich, wenn die tatsächliche Mietfläche 230 Quadratmeter beträgt (334 O 154/2001 16. Mai 2002). |
| Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Mainz hat eine voll verschleierte Frau wegen Unvermittelbarkeit auf dem Arbeitsmarkt keinen Anspruch auf Sozialhilfe (1 L 98/2003). |
| Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen sind die Aufwendungen für die Tilgung von Schulden eines Ehegatten aus einer früheren Ehe grundsätzlich keine außergewöhnliche Belastung (3 K 508/2000 3. Dezember 2002). |
| Die Europäische Zentralbank senkt den Leitzins von 2,75 Punkten auf 2,5 Punkte. |
| Nach einer Mehrheitsentscheidung des Supreme Court der Vereinigten Staaten von Amerika sind sehr harte Strafen für Wiederholungstäter rechtmäßig. |
| Die Zahl der Arbeitslosen Deutschlands steigt auf 4,7 Millionen. |
| Slowenien lässt den Erwerb von Grundstückseigentum in Slowenien durch Bürger der Mitgliedstaaten der Europäischen Union zu. |
| Nach einer Entscheidung des obersten Gerichtshofs Argentiniens ist die im Januar 2002 von der Regierung festgesetzte Zwangsumwandlung von Dollarbankeinlagen in Pesos rechtswidrig. |
| Der internationale Radsportverband entzieht Team Coast die Lizenz wegen Nichtzahlung von Fahrergehältern. |
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| 2003-03-05 |
| Nach einer Entscheidung des Gerichts erster Instanz der Europäischen Gemeinschaften ist eine Erzeugnisse zwecks Verwendung im Rahmen nichtwirtschaftlicher Tätigkeiten erwerbende Einrichtung (z. B. Sistema Nacional de Salud in Spanien) kein Unternehmen im Sinne des europäischen Wettbewerbsrechts, so dass ein wettbewerbender Verband (z. B. Medizingerätebranchenverband FENIN) nicht den Missbrauch einer beherrschenden Stellung beanstanden kann (T-319/1999 4. März 2003). |