| 2019-08-12 |
| Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin muss ein Gericht einem trotz Räumungsurteils eine Wohnung rechtswidrig benutzenden Mieter bei Zahlungsverzug nach Erlass des Räumungsurteils grundsätzlich keine Räumungsfrist gewähren, selbst wenn dem Mieter deswegen Obdachlosigkeit droht (67 T 69/2019 9. Juli 2019). |
| Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Münster muss bei der Haltung von Rindern in einem Liegeboxenstall grundsätzlich mindestens ein Liegeplatz für jedes Rind vorhanden sein (11 L 469/2019 9. August 2019). |
| Sozialkassen und andere Sicherungssysteme haben in Deutschland 2018 rund 996 Milliarden Euro und damit 29,4 Prozent der Wirtschaftsleistung für Sozialleistungen ausgegeben, davon die Sozialversicherungen 599 Milliarden (um 9. August 2019). |
| Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Österreichs ist ein vierzigjähriger Rumäne wegen versuchter Vergewaltigung einer neunzigjährigen Nachbarin zu zwei Jahren Haft verurteilt (um 9. August 2019). |
| Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Österreichs ist eine Frau aus Nigeria wegen zweier gefälschter Pässe zu einer zu der Hälfte bedingten Geldstrafe von 800 Euro verurteilt, wobei die Pässe zu Schulungszwecken eingezogen wurden (um 9. August 2019). |
| Nach einer die Vorentscheidung bestätigenden Entscheidung des zuständigen Gerichts Schwedens ist ein Angeklagter wegen Diebstahls kostbarer Kronjuwelen aus dem Dom zu Strängnäs zu drei Jahren Haft verurteilt (9. August 2019). |
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| 2019-08-11 |
| 2019-08-11 Nach einer Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union ist eine nationale Regelung etwa Griechenlands rechtswidrig, wonach es einem Rechtsanwalt, der Mönch ist und bei der zuständigen Stelle des Herkunftsstaats wie beispielsweise Zyperns als Rechtsanwalt eingetragen ist, auf Grund der nach dieser Regelung vorgesehenen Unvereinbarkeit zwischen der Eigenschaft als Mönch und der Ausübung des Rechtsanwaltsberufs verboten ist, sich bei der zuständigen Stelle des Aufnahmestaats eintragen zu lassen, um dort seinen Beruf unter der ursprünglichen Berufsbezeichnung auszuüben (C-431/2017 7. Mai 2019). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine unzulässige Vorwegnahme der Hauptsache anzunehmen, wenn der beantragte Inhalt der einstweiligen Anordnung und das Rechtsschutzziel in der Hauptsache zumindest vergleichbar sind, so dass der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung, der sich auf die vorläufige Aufhebung eines rechtskräftigen Zuschlagsbeschlusses in dem Zwangsversteigerungsverfahren richtet, unzulässig ist (2 BvQ 41/2019 8. Mai 2019). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann auch bei Änderung einzelner Vertragsbedingungen nicht davon ausgegangen werden, dass eine damit nicht zusammenhängende Klausel ernsthaft zu der Disposition gestellt wurde (XI ZR 9/2018 19. März 2019). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands findet das erleichterte Beweismaß des § 287 ZPO Anwendung, soweit es um die Frage geht, ob eine haftungsbegründende Primärverletzung weitere von dem Kläger geltend gemachte Gesundheitsbeeinträchtigungen zu der Folge hatte, doch unterfallen weitere unfallursächliche Primärverletzungen dem Beweismaß des § 286 ZPO (VI ZR 113/2017 29. Januar 2019). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann in dem arbeitsgerichtlichen Verfahren die erstmals in der Revisionsinstanz erhobene Einrede der Verjährung zuzulassen sein, wenn der Rechtsstreit nach § 563 I 1 ZPO an das Landesarbeitsgericht zurückzuverweisen ist (10 AZR 23372018 19. Dezember 2018). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands erzielt der Insolvenzschuldner die Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, wenn der Insolvenzverwalter die von dem Schuldner als Vermieter begründeten Mietverträge erfüllt (IX R2172017 2. April 2019). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind auf der Grundlage eines Transferarbeitsverhältnisses und mit Rücksicht auf dieses von der Transfergesellschaft geleistete Aufstockungsbeträge zu dem Transferkurzarbeitergeld regelmäßig keine Entschädigung gemäß den §§ 24 Nr. Buchstabe a, 34 II Nr. 2 EStG, sondern laufender Arbeitslohn gemäß § 19 EStG (IX R 4472017 12. März 2019). |
| Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Baden-Württemberg, werden zu den Amtsinhabern, bei denen in der Regel die Besorgnis der Befangenheit besteht, wenn der Verfahrensgegenstand die Zuständigkeit ihrer Behörde berührt, bei den obersten Landesbehörden jedenfalls in der Regel die Abteilungsleiter gehören, die innerhalb des Ministeriums eine hervorgehobene Führungsverantwortung haben (1 VB 64/2017 11. März 2019). |
| Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Sachsen erscheint die Auffassung, in analoger Anwendung des § 6 I Nr. 2 StrEG könne ein Anspruch auf Entschädigung nach rechtswidriger Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus auch in den Fällen versagt werden, in denen eine Verurteilung in dem Rahmen eines Wiederaufnahmeverfahrens nur wegen des Verschlechterungsverbots nicht möglich ist, verfassungsrechtlich vertretbar (59-IV-2018 29. November 2018). |
| Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin steht die Einrede des nichterfüllten Vertrags wegen vorhandener Sachmängel dem Besteller grundsätzlich auch dann zu, wenn er die verlangte Bauhandwerkersicherung nicht leistet, und hindern (noch) unbekannte Mängel den Eintritt einer Abnahmefiktion nicht (8 U 55/2017 21. Dezember 2018). |
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| 2019-08-10 |
| 2019-08-10 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands beginnt die Verjährung von Schadensersatzansprüchen eines Anlegers wegen Aufklärungspflichtverletzung oder Beratungspflichtverletzung bei dem Erwerb einer Beteiligung an einer Fondsgesellschaft gemäß § 199 III 1 Nr. 1 BGB frühestens mit dem Zustandekommen des Beteiligungsvertrags (II ZR 340/2018 21. Mai 2019). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands besteht kein Grund, die Ersatzfähigkeit von Schockschäden bei einem ärztlichen Behandlungsfehler stärker einzuschränken als bei einem Unfallereignis (VI ZR 299/2017 21. Mai 2019). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands müssen der Rechtsbeschwerde unterliegende Beschlüsse den maßgeblichen Sachverhalt, den Streitgegenstand und die Anträge in beiden Instanzen erkennen lassen und sind andernfalls wegen eines von Amts wegen zu berücksichtigenden Verfahrensmangels aufzuheben (VI ZB 48/2018 30. April 2019). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands gehört die mit dem nachehezeitliche eingetretenen Versorgungsfall einhergehende Unverfallbarkeit der auf der allgemeinen Lohnentwicklung beruhenden Anwartschaftsdynamik einer endgehaltsbezogenen betrieblichen Altersversorgung zu den auf den Ehezeitanteil zurückwirkenden tatsächlichen Änderungen, die in dem Zeitpunkt der letzten Tatsachenentscheidung über den Wertausgleich bei der Ehescheidung zu berücksichtigen sind (XII ZB 185/2016 24. April 2019). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist § 613a I 2 BGB auch bei mehreren aufeinander folgenden Betriebsübergängen anzuwenden (1 AZR 154/2017 12. Juni 2019). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann der Arbeitgeber eine versprochene Sachleistung dahingehend ausgestalten, dass der Versorgungsempfänger nur die Leistung beanspruchen kann, die bei Eintritt des Versorgungsfalls einem aktiven Arbeitnehmer zustand (5 AZR 442/2017 30. Januar 2019). |
| Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands ist einem in Vollzeit erwerbstätigen schwerstpflegebedürftigen Empfänger von Leistungen der Hilfe zu der Pflege von seinem aus dem Erwerbseinkommen angesparten Vermögen ein Freibetrag zu belassen, der dem eines erwerbsfähigen Hilfsbedürftigen nach dem SGB II entspricht (8 SO 1/2017 R 28. August 2018). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands gilt die Rechtsprechung, nach der gewinnabhängige oder umsatzabhängige Kaufpreisforderungen erst in dem Zeitpunkt ihrer Verwirklichung zu einem Veräußerungsgewinn führen, auch für Veräußerungsgewinne nach § 8b II KStG (I R 71/2016 19. Dezember 2018) |
| Nach einer Entscheidung des Obersten Landesgerichts Bayern kommt eine Bestimmung des zuständigen Gerichts gemäß § 36 I Nr. 3 ZPO in Betracht, wenn ein Streitgenosse keine Stellungnahme zu dem Verfahren abgibt, das angerufene Gericht aber unter Hinweis auf seine fehlende örtliche Zuständigkeit auf einen Streitgenossen sich außer Stande sieht, gegen diesen ein Versäumnisurteil zu erlassen (1 AR 62/2019 12. Juni 2019). |
| Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin Berlin kann ein bedingter Unterhaltsverzicht in einem gerichtlichen Vergleich eine Einigungsgebühr auslösen (19 WF 14/2019 8. Mai 2019). |
| *Mietrecht, hg. v. Gsell/Krüger/Lorenz/Reymann, 2019 |
| *Reinfeld, Roland, Das neue Gesetz zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen, 2019 |
| *Jürgens, A., Betreuungsrecht, 6. A. 2019 |
| *Aktien- und GmbH-Konzernrecht, hg. v. Emmerich/Habersack, 9. A. 2019 |
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| 2019-08-09 |
| 2019-08-09 Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin wird durch den ungebräuchlichen Hinweis „gew.“ einem gerichtlichen Verbot, in Immobilienanzeigen den Hinweis auf deren Gewerblichkeit zu unterlassen, nicht Genüge getan (5 W 167/2018 29. Januar 2019). |
| Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle kann das sich aus § 18 VIII StVO ergebende Halteverbot auf Autobahnen bei einem Schutzplankenschaden der Annahme einer Verletzung der Aufklärungsobliegenheit aus E. 1.1.3 AKB 2015 entgegenstehen (8 U 210/2018 25. April 2019). |
| Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist ein Vertrag über die Planung, die Anfertigung und den Einbau einer Haustreppenanlage aus Stahl und Holz ein Werkvertrag und kommt in der vorbehaltlosen uneingeschränkten Feststellung einer Werklohnforderung zu der Insolvenztabelle auch eine Abnahme der Werkleistung zu dem Ausdruck (29 U 81/2018 25. Februar 2019). |
| Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm kann ein Anspruch auf Rückzahlung amtspflichtwidrig entstandener Notarkosten nur in dem Beschwerdeverfahren gemäß den §§ 127ff. GNotKG geltend gemacht werden (11 U 137/2018 27. März 2019). |
| Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist eine einen Versand einer Kündigung durch eingeschriebenen Brief verlangende Vertragsbestimmung dahingehend auszulegen, dass der Zugang auch anderweitig nachgewiesen werden kann und die Versandart keine ausschließende Bedeutung hat (1 U 82/2018 12. April 2019). |
| Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg kann ein Erbscheinsantrag auch in Form einer elektronisch beglaubigten Abschrift bei dem Nachlassgericht eingereicht werden (3 W 12/2019 NL 28. Februar 2019). |
| Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Hamburg kann ein das öffentliche Interesse an dem Erhalt der Wohnnutzung überwiegendes schutzwürdiges Interesse an einer Zweckentfremdung von Wohnraum nur dann angenommen werden, wenn durch die Versagung der beantragten Zweckentfremdungsgenehmigung die Existenz des Antragstellers vernichtet oder ernsthaft gefährdet wird oder es ein überwiegendes öffentliches Interesse an der zweckfremden Nutzung gibt (4 Bf 139/2016 Z 7. Mai 2019). |
| Nach einer Entscheidung des Landgerichts Düsseldorf ist ein Anspruch auf Architektenhonorar nicht schlüssig dargetan, wenn der Architekt nach einer Kündigung des Auftraggebers auf der Grundlage der Kostenschätzung abrechnet, obwohl die Erstellung der Kostenberechnung vor der Kündigung möglich gewesen wäre (16 O 274/2017 25. Januar 2019). |
| Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Siegburg berechtigt der in einer Eigenkündigung eines Arbeitnehmers mit längerer Kündigungsfrist liegende Abkehrwille von dem Arbeitsverhältnis nicht ohne weiteres zu einer Kündigung des Arbeitgebers mit der kürzestmöglichen Kündigungsfrist (3 Ca 500/2019 17. Juli 2019). |
| Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Essen sind zwei mit einem Lamborghini und einem Ferrari ein rechtswidriges Autorennen ausführende Kraftfahrzeugführer zu Geldstrafen verurteilt und ist die Einziehung ihrer beiden Kraftfahrzeuge angeordnet (um 9. August 2019). |
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| 2019-08-08 |
| 2019-08-08 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine Verfassungsbeschwerde der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands gegen § 31b PartG, nach dem die Partei wegen unrichtiger Angaben in ihrem Rechenschaftsbericht Strafzahlungen von 1,27 Millionen Euro leisten muss, auf Grund der Verfassungsgemäßheit der Vorschrift nicht zu einer Entscheidung angenommen (2 BvR 547/2013 9. Juli 2019). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind die Kosten einer zehnjährigen Aufbewahrung von Mandantendaten und Handakten in dem DATEV-Rechenzentrum bei einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und Steuerberatungsgesellschaft nicht rückstellungsfähig, weil keine öffentlichrechtliche oder zivilrechtliche Verpflichtung zu der Datenaufbewahrung besteht (XI R 42/2017 13. Februar 2019). |
| Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München muss die Generaliversicherung einem mit mehr als 140 Stundenkilometern in einer auf 70 Stundenkilometer beschränkten Rechtskurve bei Neunkirchen-Seelscheid von der Fahrbahn abkommenden und einen Verkehrsunfall verursachenden Kraftfahrzeugführer den Totalschaden seines Porsche Carrera 911 in Höhe von mehr als 82000 Euro ersetzen (2. August 2019). |
| Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart können auch Fälle so genannter Polizeiflucht verbotene Kraftfahrzeugrennen sein (4 Rv 28 Ss 103/2019 4. Juli 2019). |
| Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin liegt eine Modernisierung einer Wohnung vor, wenn die Investitionen mindestens ein Drittel der Kosten eines Neubaus ausmachen und Bereiche wie Sanitär, Heizung, Elektroinstallation, Fenster und Fußboden oder energetische Eigenschaften verbessert werden (65 S 25/2018). |
| Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Göttingen ist der Universität Göttingen auf Grund einer Konkurrentenklage die Stelle des Universitätspräsidenten vorläufig nicht mit Sascha Spoun besetzen (8. August 2019). |
| Nach einer Mitteilung der Bundesregierung Deutschlands ist die Infrastrukturabgabe (Personenkraftwagenmaut) in der in den deutschen Gesetzen vorgesehenen Form von dem Tisch, doch wird die unersättliche Jagd nach neuen Einkünften zwecks Klientelbefriedigung zu Lasten der Steuerzahler vermutlich immer wieder zu neuen Ideen für Einkünfte führen (um 8. August 2019). |
| Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von Amerika darf Harvey Weinstein vor Beginn des Verfahrens wegen Vergewaltigung und sexuellen Missbrauchs nicht nach Italien und Spanien reisen (um 8. August 2019). |
| Die Metropolitan Opera New York und der frühere Dirigent James Levine haben ihren Streit über sexuellen Missbrauch einvernehmlich ohne Bekanntgabe von Einzelheiten beendet (um 8. August 2019). |
| Mit 94 gegen 23 Stimmen beschließt das Parlament Neuseelands in erster Lesung eine Liberalisierung des Abtreibungsrechts (8. August 2019). |