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Räte und Beamte in der frühen Neuzeit - Lehren und Schriften = Conseilliers et agents du pouvoir aux temps modernes - doctrines et écrits = Councillors and officials in the Early Modern Period - theories and writings, verantwortlicher Herausgeber für den Themenschwerpunkt Weber, Wolfgang E. J. (= Jahrbuch für europäische Verwaltungsgeschichte 19). Nomos, Baden-Baden 2007. XI, 372 S. Besprochen von Gerhard Köbler. IT

Räte und Beamte in der frühen Neuzeit - Lehren und Schriften = Conseilliers et agents du pouvoir aux temps modernes - doctrines et écrits = Councillors and officials in the Early Modern Period - theories and writings, verantwortlicher Herausgeber für den Themenschwerpunkt Weber, Wolfgang E. J. (= Jahrbuch für europäische Verwaltungsgeschichte 19). Nomos, Baden-Baden 2007. XI, 372 S. Besprochen von Gerhard Köbler.

 

Am Übergang vom Spätmittelalter zur frühen Neuzeit gewannen Beamte und Räte im entstehenden modernen Staat erheblich an Gewicht. Dieser Vorgang ist in der geschichtlichen Literatur bereits vielfach behandelt. Eine systematische Erschließung und Auswertung des zeitgenössischen begleitenden Diskurses steht trotz des von Wolfgang Reinhard 1996 veröffentlichten Werkes über Power Elites and State Building und des von Michael Kaiser und Andreas Pecar 2003 herausgegebenen Sammelbandes über den zweiten Mann im Staat noch aus, so dass ein weiterer Versuch der Schließung einer Lücke sehr verdienstvoll ist.

 

Unter der Federführung Wolfgang E. J. Webers wird dies in insgesamt sieben Beiträgen versucht. In ihnen befasst sich beispielsweise Cornel Zwierlein mit der Transformation der Lehren von Rat, Ratgeben und Ratgebern in Italien. Andere Untersuchungen betreffen Althusius, Philippe de Béthunes /1632), Veit Ludwig von Seckendorff (1656), Trauertexte zwischen 1700 und 1750, Kant oder das späte Portugal.

 

Losgelöst vom Mittelpunkt der Thematik behandelt Erk Volkmar Heyen unter Einfügung von 15 Abbildungen Buch und Schreibtisch im Amtswalterporträt der frühen Neuzeit. Sieben Stellungnahmen im Forum bemühen sich zusätzlich um punktuelle Literaturübersichten. Insgesamt wird auf diese Weise eine Fülle von interessanten Einzelergebnissen in dem leider eines Registers entbehrenden Zeitschriftenband zusammengetragen, deren Einarbeitung in ein Gesamtbild sehr wünschenswert wäre.

 

Innsbruck                                                        Gerhard Köbler