2009-01-01
Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine Nachforderung (z. B. eines
Architekten) nach einer Schlussrechnung unzumutbar, wenn die dadurch
entstehende zusätzliche Belastung unter Berücksichtigung aller Umstände des
Einzelfalls für den Auftraggeber eine besondere Härte bedeutet (VII ZR 105/2007
23. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hemmt die
Zustellung eines einen Teilbetrag aus mehreren Einzelforderungen geltend machenden
Mahnbescheids die Verjährung nicht, wenn eine genaue Aufschlüsselung der
Einzelforderungen unterblieben ist und die Individualisierung erst nach Ablauf
der Verjährungsfrist im anschließenden Streitverfahren nachgeholt wird (XI ZR
466/2007 21. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Schleswig-Holstein hat der
Betriebsrat ein Zustimmungsverweigerungsrecht, wenn der Arbeitgeber trotz eines
Aufstockungsantrags eines teilzeitbeschäftigten Arbeitnehmers einen
entsprechenden Vollzeitarbeitsplatz mit einem betriebsfremden Bewerber besetzen
will (5 TaBV 18/2008 26. August 2008).
Tschechien übernimmt die Präsidentschaft der Europäischen Union.
Der Euro hat einen Wert von 1,4151 Dollar.
Die Slowakei ersetzt die Krone im Verhältnis 30,1260 zu eins durch den Euro, so
dass der Euro jetzt in 16 Mitgliedstaaten mit 329 Millionen Einwohnern gilt.
Die Notenbank der Vereinigten Staaten von Amerika wird in der ersten Hälfte des
Jahres 2009 Hypothekenpapiere im Wert von 500 Milliarden Dollar kaufen.
HTP-Investments übernehmen den insolventen Wohnmobilhersteller Knaus Tabbert.
Russland stellt Gaslieferungen an die Ukraine nach Nichteinigung über den Preis
ein.
Die Türkei ersetzt die 2005 eingeführte Neue Türkische Lira durch die (alte)
Türkische Lira.
Nach 24 anderen Städten in Deutschland richten auch Bremen, Augsburg,
Heilbronn, Karlsruhe, Ulm, Pforzheim, Mühlacker und Herrenberg Umweltzonen mit
Fahrverboten für Fahrzeuge mit hohem Feinstaubausstoß ein.
Österreich ist für zwei Jahre nichtständiges Mitglied des Weltsicherheitsrats.
Der Wissenschaftsminister Österreichs unterzeichnet die Studienbeiträge
(Studiengebühren) weitgehend abschaffende Studienbeitragsverordnung.
Mit Hilfe einer großzügigen Privatspende können die deutschen Ausgrabungen in
Troja fortgesetzt werden.
Im Vatikan gelten nun Gesetze Italiens nur noch kraft ausdrücklicher Übernahme.
2009-01-02 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands findet § 357
StPO in Zusammenhang mit der Kompensation rechtsstaatswidriger
Verfahrensverzögerungen nach dem so genannten Vollstreckungsmodell keine
Anwendung (4 StR 364/2008 21. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist das
Versteigerungsverfahren auch dann von Amts wegen einzustellen, wenn ein
berechtigter Dritter den Nachweis der Zahlung des zur Befriedigung und zur
Deckung der Kosten erforderlichen Betrags an die Gerichtskasse im
Versteigerungstermin vorlegt (V ZB 48/2008 16. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kommt bei
Erledigung der Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus und noch zu
verbüßender Freiheitsstrafe eine nachträgliche Anordnung der Unterbringung in
der Sicherungsverwahrung nach § 66b I 1 oder II StGB in Betracht (GSSt 1/2008
7. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss, wenn ein
Ehegatte während der Ehezeit vorzeitig Altersrente in Anspruch genommen hat,
der bis zum Ende der Ehezeit nach § 77 II Nr. 2a SGB VI geminderte
Zugangsfaktor in verfassungskonformer Auslegung des § 1587a II Nr. 2 BGB im
Versorgungsausgleich berücksichtigt werden (XII ZB 34/2008 1. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind in einer
Zuschlagsbeschwerde konkrete Darlegungen dazu erforderlich, dass und aus
welchen Gründen der Zuschlagsbeschluss die Selbsttötungsgefahr des Schuldners
hervorgerufen oder verstärkt hat (V ZB 22/2008 18. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands verletzt ein
Erlebnisparkbetreiber nicht seine Verkehrssicherungspflicht, wenn er für das
Fahren mit einem Quad keinen Integralhelm verwenden lässt und eine Verletzung
an der Nase durch einen offenen Schutzhelm nicht verhindert worden wäre (VI ZR
279/2006 9. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands verletzt der
Betreiber einer Freizeitanlage seine Verkehrssicherungspflicht, wenn er es
unterlässt, auf die möglichen Folgen schwieriger Sprünge bei der Benutzung
einer Trampolinanlage hinzuweisen (VI ZR 223/2007 3. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands begründen
wechselnde Arbeitsschichten und zu bestimmten Zeiten Bereitschaftsdienste eine
Wechselschichtzulage nach § 8 V TVöD nicht (10 AZR 770/2007 24. September
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands verstößt die so
genannte Wegzugsteuer weder gegen Gemeinschaftsrecht noch gegen
Verfassungsrecht (I B 92/2008 23. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands unterfallen
ursprünglich einbringungsgeborene Anteile an einer Gesellschaft mit
beschränkter Haftung, die durch einen Antrag nach § 21 II 1 Nr. 1 UmwStG
entstrickt wurden, der Besteuerung nach § 17 I EStG (IX R 58/2005 24. Juni
2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm ist der Scheidungsverbund
grundsätzlich nicht disponibel, so dass eine einverständliche Abtrennung einer
Ehescheidungsfolgesache im Rechtsmittelverfahren voll überprüft werden kann (4
UF 67/2008 20. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Rostock begründet ein nach
Buchung einer Kreuzfahrt vom Reiseveranstalter bestimmtes Rauchverbot in den
Kabinen ein kostenfreies Rücktrittsrecht (1 U 183/2008 27. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Regensburg ist das Verbot einer
Kundgebung in Passau aufgehoben.
In Deutschland sind 40,35 Millionen Menschen erwerbstätig.
2009-01-03 Nach einer Entscheidung des
Verfassungsgerichtshofs Berlin erfordert das Grundrecht eines Studienbewerbers
auf freie Wahl der Ausbildungsstätte eine eingehende fachgerichtliche
Überprüfung normierter Kapazitätsbeschränkungen auch dann, wenn ein Studiengang
an einem anderen Ort zulassungsfrei ist (VerfGH 81/2008 16. September 2008 u.
a.).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen ist ein näheres Eingehen
auf den Inhalt von Einzelzeugnissen im Vorbereitungsdienst nicht in jeder
Begründung einer Hebungsentscheidung bei einer Benotung erforderlich (8 ZU
1815/2007 10. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Bayern ist die Arbeitsgerichtsbarkeit
nicht zuständig für eine Klage eines Universitätsprofessors auf Entschädigung
wegen Nichtberücksichtigung bei einer Stellenbesetzung infolge
Altersdiskriminierung (3 Ta 467/2008).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Hessen ist eine fristlose
Kündigung eines Betriebsratsmitglieds wegen schwerer Vorwürfe des wiederholten
sexuellen Missbrauchs am Arbeitsplatz unwirksam, wenn in dem Anhörungsschreiben
des Arbeitnehmers an den Betriebsrat der Zeitpunkt der Kenntnis von den Vorwürfen
nicht mitgeteilt ist (AZ 20 TaBV 244/2007).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz muss ein
Arbeitgeber nicht über die Folgen einer vom Arbeitnehmer beantragten
Arbeitszeitänderung (z. B. Verringerung des Beihilfeanspruchs im
Krankheitsfall) unterrichten (13 Sa 64/2008).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Sachsen-Anhalt ist ein
Promotionsstipendium keine dem Grunde nach förderungsfähige Ausbildung im Sinne
des § 7 V SGB II, weil es nicht zu einem berufsqualifizierenden Abschluss führt
(2 AS 71/2006 3. Aprile 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz kann ein
Gemeinderatsmitglied (z. B. in Pottum) wegen Befangenheit von einer Abstimmung
über Flächenplanungen (z. B. Erweiterung eines Golfplatzes) ausgeschlossen
werden, wenn es Pächter von Grundstücken im Planungsgebiet ist (1 K 922/2008).
*Schwab, Dieter, Familienrecht, 16. A. 2008
*Dütz, Wilhelm, Arbeitsrecht, 14. A. 2008
*Jung, Peter, Handelsrecht, 7. A. 2008
*Emmerich, Volker/Habersack, Mathias, Konzernrecht, 9. A. 2008
*Kilian, Wolfgang, Europäisches Wirtschaftsrecht, 3. A: 2008
*Frister, Helmut, Strafrecht, Allgemeiner Teil, 3. A. 2008
*Ambos, Kai, Internationales Strafrecht, 2. A. 2008
*Bohnert, Joachim, Ordnungswidrigkeitenrecht, 3. A. 2008
2009-01-04 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein den Ehemann für den Fall der
Ehescheidung durch Unterhaltszahlung (z. B. 650 Euro bei einem Gesamtverdienst
von 1050 Euro) zu sehr belastender Ehevertrag sittenwidrig.
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine
Verfassungsbeschwerde gegen eine Entscheidung des Kammergerichts Berlin auf
Unzulässigkeit der Verwendung der Amtsbezeichnung Notar auf dem Geschäftsschild
der Zweigstelle einer von einem Rechtsanwalt und Notar betriebenen
Rechtsanwaltskanzlei nicht zur Entscheidung angenommen (1 BvR 623/2008 19.
August 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschland kann eine
Rechtsanwaltskammer bei Vorliegen einer rechtskräftigen Versagungsbescheids
über die Zulassung als Rechtsanwalt einen erneuten Antrag nicht erneut prüfen
(AnwZ [B] 4/2007 21. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist einem
Arbeitnehmer die Versäumung der Kündigungsschutzklagenfrist durch seinen
Rechtsanwalt anzurechnen (2 AZR 4727/2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann der Zuschlag für
den Weg zur Arbeit mit einem Arbeitnehmerdienstwagen von 0,03 Prozent je
Kilometer als zu versteuernder geldwerter Vorteil entfallen, wenn der
Arbeitnehmer eine auf seinen Namen ausgestellte Jahreskarte für öffentliche
Verkehrsmittel vorlegt (VI R 52/2007 28. August 2008).
Nach Entscheidungen des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist bei
Tätigwerden eines Rechtsanwalts im vergaberechtlichen Beschwerdeverfahren vor
dem Vergabesenat eine vor der Vergabekammer angefallene Geschäftsgebühr nicht
nach Vorb. 3 IV VV RVG anzurechnen (11 Verg 3/2007 4. Juni 2008 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart ist bei
ausschließlichem Streit um den Zeitpunkt der Wirksamkeit einer Kündigung für
den Streitwert nur der Mietwert der streitigen Zeit maßgebend (5 W 48/2008 9.
Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Köln ist ein Arbeitszimmer in einem
Dreifamilienhaus bei eigenem Eingang im Treppenhaus eines anderen Stockwerks
ein außerhäusliches Arbeitszimmer (10 K 939/2004 29. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Landshut ist strafbare Beihilfe zu
unerlaubtem Aufenthalt nicht erfüllt, wenn Lebensgemeinschaft bezweckt wird,
nicht dagegen das Bewahren vor Strafverfolgung und Abschiebung (4 Qs 196/2008
24. Juni 2008).
Faßbender, Bardo wechselt von der Universität München an die Universität der
Bundeswehr München.
Fischer-Lescano, Andreas wechselt von der Universität Frankfurt am Main auf
eine W2-Professur in Bremen.
Gruber, Peter wechselt von Halle-Wittenberg nach Mainz.
Weller, Marc-Philippe wechselt von Köln nach Mannheim.
Im Jahr 2007 lehrten in Deutschland 23596 Professoren, von denen jeder
durchschnittlich 57 Studierende betreute.
Im Jahr 2007 wurden in Deutschland 179043 Universitätsabschlussprüfungen
durchgeführt, 23843 Promotionen und 1818 Habilitationen abgeschlossen.
In Deutschland verblieben im 20. Jahrhundert (1925, 1954, 1983, 1987) rund zwei
Drittel der Universitätsprofessoren auf ihrer ersten Professur.
2009-01-05 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein Gericht bei berechtigten Zweifeln an
der Eignung einer Schätzungsgrundlage (z. B. Schwackeliste 2006) diese ablehnen
und eine andere als geeignet angesehene Schätzungsgrundlage (z. B.
Schwackeliste 2003) verwenden (VI ZR 308/2007 14. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei einem
gemeinsamen Irrtum des Geschädigten und des Haftpflichtversicherers über
wesentliche Vertragsgrundlagen eine Anpassung einer umfassenden
Abfindungsvereinbarung möglich (VI ZR 296/2007 16. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle kann ein Angebot
ausnahmsweise nicht wegen Fehlens von Preisen ausgeschlossen werden, wenn die
Unvollständigkeit (z. B. Nichtaufschlüsselung nach Lohnkosten und
Materialkosten in 0,0001 Prozent der Gesamtangebotssumme) ganz unbedeutend ist
(13 Verg 4/2008 2. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf kann der Erbe seine
Ausschlagung nicht wegen Irrtums über den Wert (z. B. Reinnachlass von 128000
Euro entgegen Vermutung der Überschuldung) des Nachlasses anfechten (3 Wx
123/2008 5. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Jena verletzt das Telefonieren
mit einem Handy bei laufendem Motor auf dem Seitenstreifen einer Autobahn § 23
I a StVO (2 Ss [OWi] 84, 39/2008 3. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Jena ist ein zwischen Vater und
Mutter vereinbarte Freistellung des Vaters vom Barkindesunterhalt durch die
Mutter eine Erfüllungsübernahme, die für den Vater einen Befreiungsanspruch
begründet und einer Klage der Mutter entgegengehalten werden kann (1 UF
141/2008 3. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Göttingen steht einem Ehemann bei
einer Zusammenveranlagung kein Anteil an dem Steuerstattungsbetrag zu, wenn er
nur Einkünfte unterhalb des einkommensteuerrechtlichen Grundbetrags hat und
außerdem keine Steuerbeträge abgeführt hat (6 S 64/2007 18. April 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Göttingen hat der Scheinvater gegen
den trotz Kenntnis seiner biologischen Vaterschaft die Vaterschaft des
Scheinvaters nicht anfechtenden und seine eigene Vaterschaft nicht anerkennenden
leiblichen Vater keinen Schadensersatzanspruch (9 O 320/2007 15. April 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Göttingen müssen bei einem
erschließungsrechtlichen Vertrag über die Übernahme der Verkehrsanlagen durch
eine Gemeinde nach Fertigstellung und bautechnischer Übernahme alle
Vertragsbestimmungen, die zur Konkretisierung der zu übertragenden Grundstücke
erforderlich sind, notariell beurkundet werden (3 A 339/2006 8. September
2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Neustadt an der Weinstraße kann
ein zur Duldung der Beseitigung der vom Nießbraucher rechtswidrig errichteten
baulichen Anlagen verpflichteter Grundstückseigentümer nicht mit den Kosten der
Ersatzvornahme belastet werden (4 K 454/2008 4. September 2008).
2009-01-06 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands darf gegen einen Insolvenzverwalter, der nach
Anzeige der Masseunzulänglichkeit glaubhaft macht, dass eine als
Neumasseverbindlichkeit einzustufende Kostenerstattungsforderung aus der Masse
nicht befriedigt werden kann, kein Kostenfestsetzungsbeschluss ergehen (IX ZB
129/2007 9. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands haftet eine das
Unternehmen einer anderen Gesellschaft allmählich unter Beibehaltung prägender
Firmenbestandteile fortführende Gesellschaft nach § 25 I 1 HGB für die im
Betrieb des Geschäfts begründeten Verbindlichkeiten der früheren Inhaberin
(VIII ZR 192/2006 24. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands wird auch das
Verfahren über eine Vollstreckungsabwehrklage gemäß § 240 ZPO durch die
Eröffnung eines Insolvenzverfahrens bzw. durch den Übergang der
Verwaltungsbefugnis und Verfügungsbefugnis auf einen vorläufigen starken
Verwalter unterbrochen (VII ZB 3/2008 14. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin erhält, wenn im schriftlichen
Vorverfahren ein Versäumnisurteil ergeht, der Rechtsanwalt des Klägers auch
dann eine 0,5 Terminsgebühr, wenn er keinen Antrag auf Erlass eines
Versäumnisurteils gestellt hat (1 W 332/2006 11. März 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle wird wegen des Rechts auf
Firmenfortführung der Zusatz „& Partner“ einer Partnerschaft nicht dadurch
rechtswidrig, dass der einzige nicht namengebende Partner ausscheidet (9 W
82/2008 11. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle ist der Antrag eines
Wahlrechtsanwalts auf Festsetzung einer Pauschgebühr nach § 42 RVG bereits dann
unzulässig, wenn er einen Kostenfestsetzungsantrag gestellt hat (1 ARs 46/2008
29. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf sind die Grundsätze
der verdeckten Sacheinlage auch dann anwendbar, wenn die Gegenleistung für die
Aktiven bei wirtschaftlicher Betrachtung in nicht sacheinlagefähigen
Dienstleistungen bestehen (18 U 25/2008 25. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln sind bei einer im
Widerspruch zur Vinkulierung von Geschäftsanteilen einer Gesellschaft mit
beschränkter Haftung stehenden Treuhandabrede in der Gesellschafterversammlung
weder Treugeber noch Treuhänder stimmberechtigt (18 U 7/2007 26. März 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen bezieht sich die
Verschwiegenheitspflicht eines Rechtsanwalts grundsätzlich auch auf eine
Treuhandtätigkeit (6 B 815/2008 14. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Krefeld hat ein Bewerber keinen
Anspruch auf Entschädigung wegen Altersdiskriminierung, wenn er die Stelle
nicht wirklich will oder nicht geeignet ist und er sich nur bewirbt, um
Entschädigungsansprüche zu erwerben (4 Ca 1686/2008).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Stuttgart entsteht, wenn wegen einer
Tat ermittelt wird, die nach dem Bußgeldkatalog mit einem Bußgeld von mehr als
40 Euro bedroht ist, im Verfahren vor der Verwaltungsbehörde die
Verfahrensgebühr auch dann aus dem Rahmen der Nr. 5103 VV RVG, wenn das
Verfahren mit einer gebührenfreien Verwarnung endet (1 C 3415/2008 14. August
2008).
Russland schränkt wegen seines Streites mit der Ukraine seine Gaslieferungen
unerwartet ein.
Der Pharmamilliardär Adolf Merckle begeht wegen der Finanzkrise Selbstmord.
2009-01-07
Nach einer Entscheidung des europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte hat
Russland durch die dreijährige Untersuchungshaft Wassili Alexanjan die
Menschenrechte verletzt, so dass er entlassen werden muss (46468/2006).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist durch
das Betriebsprämiendurchführungsgesetz der Gleichheitsgrundsatz nicht (z. B. zu
Lasten des Saarlands) verletzt (1 BvF 4/2005 14. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein
Rechtsanwalt seinem Mandanten den Schaden ersetzen der infolge der durch
Einschlafenlassen von Verhandlungen eintretenden Beendigung der Hemmung der
Verjährung eintritt (IX ZR 158/2007 6. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist Revision nur
zulässig, wenn die betroffene Rechtsvorschrift (z. B. Gewohnheitsrecht im
Fehngebiet im Oberlandesgerichtsbezirk Oldenburg)über den Zuständigkeitsbezirks
eines Oberlandesgerichts hinausreicht (V ZR 35/2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist die Veränderung
der Besteuerung der Alterseinkünfte zum System der nachgelagerten Besteuerung
verfassungsgemäß, doch darf das Verbot der Doppelbesteuerung nicht verletzt
werden (X R 15/2007 26. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe muss die Deutsche
Bausparkasse Badenia wegen vorvertraglichen Aufklärungsverschulden über
Verwaltungskosten an einen Anleger Schadensersatz leisten (17 U 197/2008 28.
Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe muss die Deutsche
Bausparkasse Badenia einem Anleger nicht Schadensersatz leisten, wenn dieser
seine Behauptungen nicht substantiiert genug vorträgt (17 U 201/2008 16.
Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern darf die
Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten in Bayern durch private
Veranstalter, die keine in Bayern gültige Erlaubnis haben, untersagt werden (10
BV 558/2007 18. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz muss ein ehemaliger
Beamter des Bundesamts für Wehrtechnik und Beschaffung wegen Unterschlagung von
Druckerpatronen 491 Euro zurückzahlen (2 K 525/2008 16. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz muss ein
Kraftfahrzeughalter, der seinen rechtswidrig abgestellten Kraftwagen vor
Ausführung eines begonnenen Abschleppvorgangs wegfährt, die Kosten der
erfolglosen Abschleppung tragen (3 K 416/2008 10. November 2008).
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft Bielefeld sind die
Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung zweier Säuglinge und
fahrlässiger Körperverletzung 30er Säuglinge in Israel durch Erzeugnisse des
Milchverarbeiters Humana gegen Zahlung rund 50000 Euro an Unicef durch vier
Mitarbeiter eingestellt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Estlands sind vier Russoesten
vom Vorwurf der Anstiftung von Krawallen nach Versetzung eines Kriegerdenkmals
in Tallinn freigesprochen.
Nach einem Vergleich zahlt Axa Art an die Klassik Stiftung wegen der
Beschädigung der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar (für 50000
verbrannte Bücher, 34 verbrannte Gemälde und 62000 beschädigte Bücher statt
geforderter 20 Millionen Euro) 5 Millionen Euro Versicherungsleistung.
Ergo übernimmt die Karstadt-Quelle Versicherungen.
Lyondell-Basell beantragt Gläubigerschutz.
George Walker Bush erklärt 500000 Quadratkilometer im Pazifik zum
Meeresschutzgebiet.
† Wollenschläger, Michael Mosbach/Baden 11. 03. 1946-Würzburg 30. 12. 2008
(nach langem Leiden).
2009-01-08
Nach einer Entscheidung des europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ist
Griechenland wegen eines tödlichen Schusses eines Polizisten auf einen
Jugendlichen verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs hat ein Ehegatte (z. B.
Deniz Sahim) eines Staatsbürgers eines Mitgliedstaats (z. B. Österreich) der
Europäischen Union einen Anspruch auf einen Daueraufenthalt in der Europäischen
Union.
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine
Verfassungsbeschwerde eines evangelischen Pfarrers im Rheinland gegen die
Versetzung in den Ruhestand und die Festsetzung des Ruhegehalts mangels
Zulässigkeit infolge des Selbstbestimmungsrechts der Kirche nicht zur Entscheidung
angenommen (2 BvR 717/2008 5. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln darf Henryk M. Broder in
sachlichem Zusammenhang behaupten, Evelyn Hecht-Galinski gebe antisemitische
Statements ab (15 U 174/2008 6. Januar 2008).
Nach einer Eilentscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen darf der
Planfeststellungsbeschluss für den Ausbau des Flughafens Frankfurt am Main
weiter vollzogen werden (11 B 368/2008 2. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz muss ein
Rentenversicherungsträger eine Weiterbildung zur Ergotherapeutin nicht
finanzieren, wenn die Versicherte aus gesundheitlichen Gründen nur Teilbereiche
des angestrebten Berufs ausüben kann (2 ER 260/2008 27. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Münster kann eine nach einem
Hochschulstudium erfolgte Traineeanstellung zum Bezug von Kindergeld
berechtigen (4 K 4113/2007 30. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I muss die Universität München
wegen einer rechtswidrigen Kindesmisshandlungsdiagnose den Eltern für den
Entzug des Kindes 20000 Euro Schmerzensgeld zahlen (9 O 20622/2006 7. Januar
2009).
Das Oberlandesgericht Hamm veröffentlicht seine neuen Leitlinien zum
Unterhaltsrecht (7. Januar 2008).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Innsbruck ist die Entlassung Martin
Hirners als Direktor der Arbeiterkammer unwirksam.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Italiens ist Luciano Moggi
wegen Einschüchterung von Fußballspielern und Verletzung von Wettbewerbsregeln
zu 18 Monaten Haft verurteilt, Alessandro Moggi zu 14 Monaten.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Senegals sind neun Männer
wegen Homosexualität zu je acht Jahren Haft verurteilt.
Die Bundesrepublik Deutschland beteiligt sich unter Zahlung von 10 Milliarden
Euro mit einer Sperrminorität von 25 Prozent an der Commerzbank.
Pentz, Vera von, Seiters, Stephan und König, Peter sind neue Richter am
Bundesgerichtshof.
2009-01-09 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Verurteilung eines 35jährigen
Sexualverbrechers zu lebenslanger Haft und anschließender Sicherungsverwahrung
durch das Landgericht Aachen rechtmäßig (2 StR 425/2008 8. Januar 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann das Stellen
eines Beweisantrags nach Ablauf einer gesetzten Frist ein Indiz für die innere
Tatsache einer Verschleppungsabsicht sein (1 StR 484/2008 23. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands kann ein
nach dem Blockmodell teilzeitbeschäftigter Beamter Nordrhein-Westfalens
regelmäßig die Änderung des Umfangs der gewährten Teilzeit verlangen, wenn er
langfristig erkrankt ist und damit das bereits durch eine Besoldungskürzung
vorfinanzierte Freistellungsjahr in wesentlichem Umfang entwertet wird und
dienstliche Belange nicht entgegenstehen (2 C 15/2007 16. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm sind die Verhaltensregeln
des Internationalen Skiverbandes auf Skipisten wirksam, so dass eine verletzte
Skifahrerin auf Grund der Regelverletzung eines anderen Skifahrers von diesem
Ersatz ihres Schadens verlangen kann (I-13 U 81/2008 5. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Aachen ist ein mutmaßlicher 87jähriger
Kriegsverbrecher verhandlungsunfähig (52 Ks 3/2008 7. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Koblenz darf die Lottogesellschaft
Rheinland-Pfalz nicht mehr mit bereits erzielten Gewinnen für die Lotterie 6
aus 49 werben und darf nur noch Werbetafeln veröffentlichen, die auf die
Suchtgefahr und das Teilnahmeverbot Minderjähriger hinweisen (4 HK.O 133/2008
23. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln kann Ines Ponto wegen der
Kunstfreiheit nicht die Veröffentlichung des Films der Baader Meinhof Komplex
verhindern.
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Speyer ist eine Teilnahme an dem
Projekt Integration statt Arbeitslosengeld II in Frankenthal keine
sozialversicherungspflichtige Tätigkeit, weil das Praktikum kein Arbeitsplatz
ist (10 AL 389/2007 29. Oktober 2008).
Rosenthal ist zahlungsunfähig und beantragt die Eröffnung eines
Insolvenzverfahrens.
In den Vereinigten Staaten verlangt ein Chirurg die von ihm seiner Frau
gespendete Niere wegen Undanks zurück.
2009-01-10 Nach einer Entscheidung des Europäischen
Gerichtshofs sind die Mitgliedstaaten (z. B. Finnland) nicht verpflichtet,
einem Arbeitnehmer gegen einen Unternehmenserwerber einen Anspruch auf eine
finanzielle Entschädigung zu denselben Bedingungen zu garantieren, wie sie für
den Anspruch gelten, der dem Arbeitnehmer zusteht, wenn sein Arbeitgeber den
Arbeitsvertrag oder das Arbeitsverhältnis rechtswidrig beendet, doch müssen die
normalen Folgen der Beendigung des Arbeitsvertrags oder Arbeitsverhältnisses
durch den Arbeitgeber beachtet werden (C-396/2007 27. 11. 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hemmt die
Zustellung eines Mahnbescheids, mit dem ein Teilbetrag aus mehreren
Einzelforderungen geltend gemacht wird, die Verjährung nicht, wenn eine genaue
Aufschlüsselung der Einzelforderungen unterblieben ist und die
Individualisierung erst nach Ablauf der Verjährungsfrist im anschließenden
Streitverfahren nachgeholt wird (XI ZR 466/2007 21. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist es einem Notar
haftungsrechtlich zuzurechnen, wenn sich ein Risiko verwirklicht, dass sich aus
einer amtspflichtwidrigen Ausführung eines Betreuungsauftrags bezüglich eines
Entwurfs eines privatschriftlichen Vertrags ergibt (III ZR 15/2008 16. Oktober
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ohne sachlichem
Zusammenhang zwischen elterlicher Sorge und Kindesunterhalt bzw.
Betreuungsunterhalt ein den Unterhalt betreffender Abtrennungsantrag von dem
Zweck des § 623 II 3 ZPO nicht gedeckt und läuft dem Schutzzweck des
Scheidungsverbunds und § 628 S. 1 Nr. 4 ZPO zuwider (XII UR 172/2006 1. Oktober
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands löst die Zustellung
einer bloßen Mitteilung der Geschäftsstelle über die vom Vorsitzenden der
Berufungskammer gesetzte Frist zur Berufungserwiderung nicht die Frist des §
524 II 2 ZPO für die Einlegung der Anschlussberufung aus, wofür die Zustellung
einer beglaubigten Abschrift der richterlichen Verfügung erforderlich ist (VIII
ZR 85/2008 23. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands begründet der
arbeitsrechtliche Gleichbehandlungsgrundsatz keinen Anspruch eines
Arbeitnehmers auf Verlängerung eines sachgrundlos befristeten Arbeitsvertrags
(7 AZR 513/2007 13. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg ist eine schwere
Depression durch Trennungskonflikt allein keine besondere Härte (9 UF 50/2008
6. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main gilt bei einem
Teppichverkauf dann, wenn der Verkäufer im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses
seinen gewöhnlichen Aufenthalt in der Türkei hat, das Recht der Türkei (9 U
12/2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz muss auch bei einem
Verkauf eines angeblich lammfrommen, tatsächlich aber nervösen Pferdes vor
Rücktritt eine Nachfrist zur Nacherfüllung (/. Z. B. durch Nachschulung)
gesetzt werden (5 U 900/2008 5 U 900/2008 13. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Saarbrücken ist ein
Parkplatzbetreiber nicht verpflichtet, eine Böschung, die sich an die mit 16 cm
hohen Randsteinen abgegrenzte Parkbucht anschließt, von Hindernissen
freizuhalten, um den parkenden Fahrzeugen ein gefahrloses Überfahren der
markierten Parkfläche zu ermöglichen (4 U 114/2008 9. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Bremen sind mehrere,
einander widersprechende Rechtsfolgenbelehrungen keine ordnungsgemäße Belehrung
über die Rechtsfolgen (2 B 458/2008 10. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München kann ein Urlauber
Schadensersatz von der Reisekrankenversicherung verlangen, wenn diese
rechtswidrig den Rücktransport (z. B. eines HIV-Infizierten) ablehnt (6 S
20960/2006).
† Cramer, Peter 01. 01. 2009
*Wolf, Manfred/Wellenhofer, Martina, Sachenrecht, 24. A. 2008
*Hoeren, Thomas, Allgemeine Geschäftsbedingungen bei Internet- und
Softwareverträgen, 2009
*Bunte, Hermann-Josef, AGB-Banken, 2. A. 2009
*Arndt, Jan-Holger/Voß, Thorsten, Verkaufsprospektgesetz, 2008
*Griebel, Jörn, Internationales Investitionsrecht, 2008
2009-01-11 Nach einer Entscheidung des Europäischen
Gerichtshofs ist es für Art. 8a der Richtlinie 80/987/EWG nicht erforderlich,
dass ein in einem Mitgliedstaat ansässiges Unternehmen über eine
Zweigniederlassung oder eine feste Niederlassung in einem anderen Mitgliedstaat
verfügt, damit es als im Hoheitsgebiet eines anderen Mitgliedstaats tätig
angesehen wird, doch genügt für eine feste wirtschaftliche Präsenz nicht, dass
ein Arbeitnehmer Warenlieferungen von dem Mitgliedstaat in den anderen
Mitgliedstaat durchführt (C-310/2007 16. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein an das
Landgericht teilrückabgeordneter vorsitzender Richter am Oberlandesgericht
Vorsitzender eines Spruchkörpers bei dem Landgericht sein und kann die
gesonderte Feststellung von Besteuerungsgrundlagen nach § 180 I Nr. 2a AO ein
nicht gerechtfertigter Steuervorteil im Sinne von § 370 I AO sein (1 StR
322/2008 10. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist auch bei Fehlen
eines Rechtsträgers die Haftung eines vollmachtlosen Vertreters ausgeschlossen,
wenn der Vertragspartner das Fehlen der Vertretungsmacht kennt (VIII ZR
170/2007 12. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands benachteiligt ein
formularmäßig erklärter, einseitiger Verzicht des Mieters von Wohnraum auf sein
ordentliches Kündigungsrecht den Mieter nicht unangemessen, wenn er mit
Staffelmiete verbunden ist und nicht länger als vier Jahre währt (VIII ZR
270/2007 12. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann die
Rechtsausübungssperre des § 1600d IV BGB im Regressverfahren des Scheinvaters
gegen den mutmaßlichen Erzeuger des Kindes in besonders gelagerten Einzelfällen
(z. B. Ablehnung oder Nichtgebrauchmachung von einer Vaterschaftsfeststellungsklage
durch die Klagebefugten) mit der Folge durchbrochen werden, dass die
Vaterschaft des Beklagten inzidenter festgestellt werden kann (XII ZR 46/2007
22. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann im eröffneten
Insolvenzverfahren dem Schuldner, der eine natürliche Person ist, bei
Vollstreckungsmaßnahmen des Insolvenzverwalters nach § 148 II InsO auf Antrag
Vollstreckungsschutz nach § 765a ZPO gewährt werden, soweit dies zur Erhaltung
von Leben und Gesundheit des Schuldners erforderlich ist (IX ZB 77/2008 16.
Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann eine Umbuchung
aller Passagiere eines Fluges wegen technischer Schwierigkeiten je nach der Art
der Mitteilung an die Fluggäste nach Feststellung des Defekts eine Annullierung
oder eine Verspätung des Fluges sein (X ZR 15/2008 14. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann es, wenn der
ein Ablehnungsgesuch anbringenden Partei bekannt ist, dass die Gewinnung des
Sachverständigen wegen der Besonderheiten des Falls außergewöhnliche
Schwierigkeiten bereitet, die Prozessförderungspflicht ausnahmsweise gebieten,
frühzeitig zumutbare Nachforschungen darüber anzustellen, ob ein Ablehnungsgrund
in Betracht kommt (X ZR 135/2004 23. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands können
Informationen über eine zulässige Vorbereitungshandlung nicht die Tatsachen
sein, nach deren Kenntnis ein Arbeitgeber zuverlässig beurteilen kann, ob ihm
die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses mit dem Gekündigten zumutbar ist (2
AZR 190/2007 26. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle ist eine juristische
Person als Geschädigte im Sinne des Art. 11 II i. V: m. Art. 9 I lit. b EuGVVO
gegenüber einem Versicherungsunternehmen die schwächere Partei, so dass ihr der
Gerichtsstand des Art. 9 I lit. b EuGVVO an ihrem Sitz zu eröffnen ist (14 U
211/2006 27. Februar 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg kommt nach mehrfachen
Verletzungshandlungen ein generelles Verbot in Betracht, das Kind eines
Prominenten (z. B. des Sportlers F.) in Zeitschriften abzubilden (7 U 38/2008
24. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin findet gegen die Bestellung
eines Ersatzzustellungsvertreters durch das Gericht nach § 45 III WEG die
Beschwerde nicht statt (85 T 103/2008 15. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Hamburg ist die
Fahrerlaubnisbehörde befugt, eine an einem anderen Prüfort (z. B. Kleinstadt)
als dem Ort der Hauptwohnung (z. B. Großstadt) und damit rechtswidrig erteilte
Fahrerlaubnis nach den allgemeinen gesetzlichen Bestimmungen über die Rücknahme
rechtswidriger Verwaltungsakte zurückzunehmen (3 Bf 246/2007 10. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Bingen sind bei fristgerechter
Anfechtung eines Beschlusses einer Wohnungseigentümerversammlung durch alle
Wohnungseigentümer die Verfahren miteinander zu verbinden mit der Folge, dass
das dann zu führende Verfahren in der Hauptsache wegen des Verbots des
Insichprozesses bei Kostenaufhebung von selbst endet (3 C 399/2007 12.
September 2007).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Dortmund hat das Gericht für eine
gegen die Wiederwahl des amtierenden Verwalters gerichtete
Beschlussanfechtungsklage einen Ersatzzustellungsvertreter zu bestellen (512 C
39/2008 26. Oktober 2008).
2009-01-12
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln kann der Sohn Harald
Reinls als Erbe des Regisseurs Schadensersatz von einem Filme rechtswidrig
verwertenden DVD-Betreiber verlangen (6 U 86/2008 9. Januar 2009).
Nach Entscheidungen des Oberverwaltungsgerichts Berlin sind Sportwetten
privater Anbieter in Berlin weiter verboten (1 S 203/2007 u. a. 27. November
2008).
Nach einer Entscheidung des
Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz ist eine Kündigung auch dann zugegangen,
wenn sie von dem Empfänger im Umschlag übersehen wird (2 Sa 357/2007).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz mindern
Verluste aus Vermietung das auf eine Rente wegen Erwerbsminderung anzurechnende
Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit nicht (4 R 288/2008 31. Oktober
2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin dürfen Fotos Christian Klars
vor dem Berliner Ensemble nicht (gegen seinen Willen) veröffentlicht werden.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Kassel ist ein Neunzehnjähriger wegen
gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung zu 27 Monaten Haft
verurteilt.
Vor dem Landgericht Düsseldorf ist die Schadensersatzklage des ehemaligen
Leibwächters gegen Verona Pooth zurückgezogen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Spaniens ist das Verfahren
gegen Juan José Ibarretxe wegen Friedensgesprächen im Baskenland eingestellt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika bleibt die Haftverschonung Bernard Madoffs unter Verschärfung der
Kautionsauflagen bestehen.
Der Verwaltungsrat Alitalias stimmt dem Erwerb eines Viertels der Anteile durch
Air France für 322 Millionen Euro zu.
Nach einer Entscheidung des zuständigen
Gerichts der Vereinigten Staaten von Amerika ist Charles Taylor jr. (Liberia)
wegen Menschenrechtsverletzungen zu 97 Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von Amerika
ist Lillo Brancato wegen versuchten Raubes von Rauschgift zu zehn Jahren Haft
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Südafrikas ist ein
Einspruch gegen die Einstellung des Verfahrens gegen Jacob Zuma zulässig.
Vor den Gerichten des Vatikan fanden
2008 549 Zivilprozesse und 486 Strafprozesse (meist gegen ausländische
Taschendiebe) statt.
M. DuMont Schauberg kauft von Mecom (Montgomery) den Berliner Verlag
(Berliner Zeitung u. a.).
2009-01-14
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine
individuell im Wohnungsübergabeprotokoll vereinbarte Endrenovierungsklausel
trotz einer unwirksamen allgemeinen Schönheitsreparaturbestimmung wirksam (VIII
ZR 71/2008 14. Januar 2009).
Nach Entscheidungen des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind zwei Freisprüche
des Landgerichts Münster im Fall der Rekrutenmisshandlung von Coesfeld
aufgehoben und unterfällt der Irrtum eines Untergebenen in der Bundeswehr, sein
Verhalten sei durch gesetzliche Bestimungen, Dienstvorschriften oder einen
rechtmäßigen Befehl gerechtfertigt, dem besonderen Schuldausschließungsgrund
des § 5 I WStG (1 StR 158/2008 14. Januar 2009 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands besteht bei
entsprechender Zusage einer Hinterbliebenenrente für Ehegatten aus Gründen der
Gleichbehandlung auch für Überlebende einer eingetragenen Lebenspartnerschaft
ein Anspruch auf betriebliche Hinterbliebenenrente (3 AZR 20/2007 14. Januar
2009).
Nach einer Entscheidung des
Bundesarbeitsgerichts Deutschlands wird die Beschwerde der Volkswagen AG gegen
die Nichtzulassung der Revision im Verfahren Volkswagen AG gegen Holger
Sprenger kostenpflichtig als unzulässig verworfen (9 AZN 777/2008 12. Dezember
2008).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster darf bei
mangelnder Fahreignung eine später in einem anderen Mitgliedstaat der
Europäischen Union erteilte Fahrerlaubnis auch dann eingezogen werden, wenn im
Führerschein offenkundig ein ausländischer Wohnsitz nur zum Schein eingetragen
ist (16 B 1610/2008 12. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Köln muss ein Finanzamt einen
Steuerpflichtigen auf offenkundige Fehler der Steuererklärung (z. B.
Nichtgeltendmachung erkennbarer Versicherungsbeiträge) hinweisen (15 K
928/2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Coburg berechtigt ein bei einem Cabrio
der Luxusklasse bei geschlossenem Verdeck bestehendes Pfeifgeräusch den Käufer
zum Rücktritt (22 O 513/2007 18. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Detmold muss eine gesetzliche
Krankenkasse einem Blinden eine als Produkterkennungsgerät wirkende digitale
Einkaufshilfe (z. B. Einkaufsfuchs) bezahlen (5 KR 207/2007 3. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Hannover hat ein Reisender einen
Anspruch auf Schadensersatz wegen vertanen Urlaubs, wenn der Veranstalter als
Ersatz für eine noch nicht fertiggestellte Unterkunft keine gleichwertige
Unterkunft anbietet (514 C 17158/2007).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Offenbach hat ein im Treppenhaus zu
einem Außenpool ausrutschender Urlauber keinen Anspruch auf Schadensersatz
wegen seiner Verletzungen, weil er mit feuchtem Boden hätte rechnen müssen, so
dass eine Verletzung der Sorgfaltspflicht des Reiseveranstalters nicht vorliegt
(36 C 477/2007).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Frankreichs sind sechs wegen
des Tods von mehr als 100 Creutzfeldt-Jakob-Kranken vor 20 Jahren Angeklagte
freigesprochen, weil die Gefahren der damaligen Behandlung in der
Behandlungszeit unbekannt waren.
Nach einer Entscheidung des Kassationsgerichtshofs Italiens ist Deutschland den
Hinterbliebenen vonOpfern deutscher Truppen in Arezzo zu Entschädigung
verpflichtet.
Der Landtag Niedersachsens hebt die Immunität der Abgeordneten Humke-Focks
wegen der angeblichen Bezeichnung eines Polizisten als Penner auf.
Die Deutsche Bank erwirtschaftet 2008 rund 3,9 Milliarden Euro Verlust.
Der Gartengerätehersteller Wolf beantragt die Eröffnung eines
Insolvenzverfahrens.
Im Jahre 2007 gab es in Deutschland etwa 15000 eingetragene
Lebenspartnerschaften.
2009-01-13 Nach einer Entscheidung
des Europäischen Gerichtshofs liegt keine rechtswidrige Doppelbesteuerung vor,
wenn Grunderwerbsteuer bei einem Kauf eines noch unbebauten Grundstücks
zusätzlich für die Tätigkeit des Bauunternehmens fällig wird, wenn Verkäufer
und Bauunternehmen mit einander verflochten sind (C-156/2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind die mangels
Beweises freisprechenden Urteile des Landgerichts Saarbrücken im Fall des
spurlos verschwundenen fünfjährigen Pascal bestätigt (4 StR 301/2008 13. August
2009).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz hat SAT.1 ein
Programm mit der Darstellung von Waren, Marken usw. in werblicher Absicht
verbunden und damit rechtswidrige Schleichwerbung betrieben, woran auch die Einbeziehung
Dritter in die Gestaltung des Programms nichts ändert (2 A 10327/2008 17.
Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Düsseldorf ist der Hinweis
auf bevorzugtes Interesse an Bewerberinnen in einer Stellenausschreibung für den
öffentlichen Dienst keine unzulässige Diskriminierung von Männern (12 Sa
1102/2008).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts München ist eine krass von den
tatsächlichen Verhältnissen abweichende, keinen Realitätsbezug aufweisende, die
Abgabe einer Steuererklärung erzwingen wollende Steuerschätzung
(Strafschätzung) willkürlich, rechtswidrig und nichtig (2 K 1865/2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Potsdam verletzt, wer ein Gebäude
gewerblich fotografiert (z. B. Fotoagentur Ostkreuz), das Eigentum (z. B. der
Stiftung Preußische Schlösser und Gärten) (1 O 175/2008).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Kiel hat ein „Praktikant“ bei
Bestehen eines Arbeitsverhältnisses infolge Überwiegens der für das Unternehmen
erbrachten Arbeitsleistung gegenüber der Gewinnung von Erfahrung einen Anspruch
auf Lohn bzw. Lohnnachzahlung (4 Ca 1187d/2008).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Detmold muss ein
Sozialhilfeempfänger nicht das von ihm bewohnte, angemessene Hausgrundstück
verwerten, wohl aber einen Eigentumsanteil an einem Mehrfamilienhaus einer
Großfamilie (6 SO 62/2007 26. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Heilbronn ist ein
Sechsundsechzigjähriger aus Lauterbach wegen versuchter räuberischer Erpressung
Lidls zu 35 Monaten Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist ein seine Mutter wegen Wegnahme eines Videospiels erschießender
Siebzehnjähriger des Mordes schuldig.
Nach einer Entscheidung der Bundesnetzagentur Deutschlands muss die DB Netz AG
ein Anreizsystem gemäß § 21 I EIBV anwenden.
Die Bundesregierung Deutschlands beschließt im Wahlkampfjahr ein
Konjunkturpaket II (z. B. Kinderbonus, 2500 Euro Abwrackprämie für mindestens 9
Jahre alte Autos) mit sehr hoher Neuverschuldung.
Die Bundesregierung Deutschlands beschließt einen Mindestlohn für die
Zeitarbeitsbranche, dessen Höhe von den Tarifparteien festgelegt wird.
Im Jahr 2008 gab es in Deutschland 22085 Asylbewerber (vor allem aus dem Irak,
der Türkei und Vietnam).
Der Senat Hamburgs beschließt eine Neufassung des Beamtengesetzes mit einer
Ruhestandsgrenze von 67 Jahren.
In elf von 16 Bundesländern Deutschlands besteht keine Sargpflicht mehr.
Die Deutsche Bank wird den Kaufpreis für die Postbank mit neuen Aktien
bezahlen, so dass die Deutsche Post (zumindest zeitweise) Aktionär der
Deutschen Bank wird.
Der staatliche Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung verlängert den zugesagten
Finanzrahmen der Hypo Real Estate von 30 Milliarden Euro bis 15. April 2009.
Die für die Ergreifung der Polizistenmörderin in Heilbronn ausgesetzte
Belohnung ist auf 300000 Euro erhöht.
2009-01-15
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands soll der
Europäische Gerichtshof klären, ob § 439 III BGB europarechtsgemäß ist (VIII ZR
70/2008 14. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind die
Freisprüche des Landgerichts Trier wegen Verarbeitung von Risikomaterial der
Tierkörperbeseitigungsanstalt Rivenich wegen Lücken und Widersprüchen in der
Beweiswürdigung aufgehoben (2 StR 516/2008 14. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist eine
Änderungskündigung (z. B. eines Leiharbeitnehmers) unwirksam, wenn der
Arbeitnehmer dem Änderungsangebot nicht entnehmen kann, welcher Vertragsinhalt
künftig gilt (2 AZR 641/2007 15. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands hat ein
versorgungsberechtigter Arbeitnehmer bei Erteilung einer Versorgungszusage nach
§ 30f I 1 Halbsatz 2 BetrAVG eine unverfallbare Versorgungsanwartschaft mit dem
31. Dezember erlangt, wenn er zu diesem Zeitpunkt das 30. Lebensjahr vollendet
hat (3 AZR 529/2007 14. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist eine
Rückzahlungsklausel für Fortbildungskosten eines Arbeitnehmers bei einer
Bindungsdauer von fünf Jahren unwirksam (3 AZR 900/2007 14. Januar 2009).
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichtshofs Hessen darf die Erweiterung des
Flughafens Frankfurt am Main fortgeführt werden (11 B 2754/2007.T 15. Januar
2009 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Düsseldorf kann eine haushaltsnahe
Dienstleistung nur bei Überweisung steuerlich abgesetzt werden (15 K 3449/2006
E).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz kann ein
Steuerberater nicht die Bezeichnung Sachberater für Sanierung und
Insolvenzverwaltung führen (2 K 1569/2008 12. November 2009).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Burmas ist Bo Min Yu Ko (Phyo
Gyi) wegen politischer Aktivitäten zu 104 Jahren Haft verurteilt.
Der Landtag des Saarlands erlaubt Rauchergaststätten unter 75 Quadratmetern.
Die Europäische Zentralbank senkt den Leitzins auf 2 Prozent.
Ara kauft die Schuhmarke Salamander.
Cornelia Rudloff-Schäffer ist als Nachfolgerin Jürgen Schades seit 1. Januar
2009 Präsidentin des deutschen Patent- und Markenamts.
2009-01-16 Nach Entscheidungen des Bundesgerichtshofs
Deutschlands ist die Verurteilung zweier Weißrussen wegen Entführung eines
Sohnes einer Professorin in Berlin zu elf Jahren Haft rechtmäßig (5 StR
490/2008 7. Januar 2009 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands steht dem
Auftraggeber ein Anspruch auf Ersatz der Fremdnachbesserungskosten auch ohne
Entziehung des Auftrags zu, wenn der Auftragnehmer die vertragsgemäße
Fertigstellung endgültig verweigert, und genügt das Mangelbeseitigungsverlangen
den Anforderungen durch Bezugnahme auf die Mangelerscheinungen in einem dem
Auftragnehmer bekannten Gutachten (VII ZR 80/2007 9. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind, wenn der
Berufungsbeklagte nach Einlegung und Begründung des Rechtsmittels dessen
Zurückweisung beantragt, die dadurch entstehenden Anwaltsgebühren auch dann
notwendige Kosten der Rechtsverteidigung, wenn der Berufungsbeklagte sich mit
der Berufungsbegründung nicht inhaltlich auseinandersetzt (I ZB 111/2007 2.
Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts ist eine Anhörungsrüge
gegen die Zurückweisung einer Nichtzulassungsbeschwerde unzulässig, wenn sie
sich darauf beschränkt, eine der Vorinstanz unterlaufene Verletzung des
rechtlichen Gehörs (erneut) geltend zu machen (7 BN 5/2008 3 B 101/2008 28.
November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands wird die
Rücknahme einer persönlich eingelegten Beschwerde nicht vom Vertretungszwang
umfasst (3 B 101/2008 27. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist eine
Vergütung nicht immer bereits dann nicht unverhältnismäßig gering, wenn sie
mehr als 75 Prozent der üblichen Vergütung beträgt (10 AZR 703/2007 22. Oktober
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann im Rahmen
der Nichtzulassungsbeschwerde die Entscheidung des Berufungsgerichts über ein
Ablehnungsgesuch nicht inzident geprüft werden und können Verletzungen des
Anspruchs auf rechtliches Gehör bei der Prüfung eines Ablehnungsgesuchs mit der
Anhörungsrüge nach § 78a ArbGG geltend gemacht werden (6 AZN 84/2008 23.
September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhof Deutschlands können trotz
gleichartiger Tätigkeit vom Unternehmensinhaber betreute Aufträge der
freiberuflichen Tätigkeit zuzuordnen sein und vom Angestellten betreute
Aufträge zu gewerblichen Einkünften führen (VIII R 53/2007 8. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist der Verkauf der
Hochbausparte und der Ingenieurbausparte der Strabag AG Köln an die Ed. Züblin
AG im Februar 2006 entgegen der Entscheidung der Vorinstanz rechtmäßig (18 U
205/2007 15. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Hessen hat ein im Ausland
erkrankter Arbeitnehmer Anspruch auf Krankengeld nur bei Einhaltung des
Meldeverfahrens (z. B. spätestens drei Tage nach Beginn der Arbeitsunfähigkeit
Vorlage der ärztlichen Krankschreibung) (8 KR 169/2006 27. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Arnsberg kann eine dreitägige
Unterbrechung der Beamtenstellung durch Dienstverhältniswechsel eine Minderung
der monatlichen Versorgungsbezüge um 70 Euro begründen (2 K 1445/2007 10.
Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Großbritanniens ist Boy George
zu 15 Monaten Gefängnis verurteilt.
Claudia Bandion-Ortner wird als Justizministerin Österreichs vereidigt (15.
Januar 2009).
Die Europäische Zentralbank senkt den Leitzins auf 2 Prozent.
2009-01-17 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Versagung einer Strafmilderung wegen
verschuldeten Affekts nur dann rechtsfehlerfrei, wenn der Täter unter den
konkreten Umständen den Affektaufbau verhindern und die Folgen des
Affektdurchbruchs vorhersehen konnte (2 StR 349/2008 29. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands setzt sich eine
Alleinvertretungsbefugnis eines Geschäftsführers einer Gesellschaft mit
beschränkter Haftung nach Eintritt der Liquidation nicht als
Alleinvertretungsberechtigung bei Vorhandensein mehrerer Liquidatoren fort (II
ZR 255/2007 27. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind bei der
Abweichung vom Regelwert für die Beglaubigung der Unterschriften unter einen
Beschluss über die Bestellung eines Verwalters einer
Wohnungseigentümergemeinschaft nach § 30 II KostO die Umstände des Einzelfalls,
darunter insbesondere die wirtschaftliche Bedeutung des Geschäfts für die
Beteiligten, zu berücksichtigen (V ZB 89/2008 23. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der
Berechtigte in entsprechender Anwendung von § 16 X 3 i. V. m. V 4 VermG vom
Verfügungsberechtigten (und damit nicht vom Erwerber) vollständige Befreiung
von einem zur Durchführung von Baumaßnahmen eines Erwerbers auf dem Grundstück
aufgenommenen Darlehen und den zu seiner Sicherung bestellten Grundpfandrechten
verlangen, wenn er den Wert der Baumaßnahmen nach § 7 III 2, 3 GVO dem
Verfügungsberechtigten zu ersetzen hat (V ZR 31/2008 17. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat ein Unternehmen
keinen Anspruch auf Ersatz der Kosten des Einsatzes eines Ersatzfahrers für
einen verletzten Fahrer aus § 823 BGB, sondern nur einen übergegangenen
Anspruch des Fahrers, den es aber geltend machen muss (VI ZR 36/2008 14.
Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz kann eine
offensichtlich fehlerhafte Kostenentscheidung der Erstinstanz für die
Ermittlung des Wertes des Beschwerdegegenstands nicht herangezogen werden (1 Ta
181/2008 1. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main ist die Aussage
„solle man sich halt bescheißen lassen“ rechtswidrig, die Aussage „dann lassen
Sie sich halt verarschen“ dagegen nicht (3-11 O 63/2005 26. September 2008).
*Haunhorst, Karl-Heinz/Schmidt, Christian, Die GmbH, 14. A. 2009
*Wagner, Heidemarie/Rux, Hans Joachim, Die GmbH & Co. KG, 11. A. 2009
*Rehm, Rolf/Frömel, Dieter, ABN/ABU Kommentar zur Bauleistungsversicherung, 3.
A. 2009
*Kraßer, Rudolf, Patentrecht, 6. A. 2009
*Gewerbeordnung, hg. v. Pielow, Johann Christian, 2009
*Handbuch des gesamten Rechts der freiwilligen Gerichtsbarkeit, hg. v.
Jurgeleit, Andreas, 2009
2009-01-18 Christlich Demokratische Union und Freie
Demokratische Partei erringen bei den Landtagswahlen in Hessen eine bürgerliche
Mehrheit von etwa 53 Prozent der Stimmen, worauf Andrea Ypsilanti als
Parteivorsitzende und Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokratischen Partei
Deutschlands in Hessen zurücktritt.
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands steht der
Anspruch auf rechtliches Gehör jedem zu, dem gegenüber die gerichtliche
Entscheidung materiell-rechtliche wirkt und der deshalb von dem Verfahren
rechtlich unmittelbar betroffen wird (z. B. bei einer Adoption die Kinder des
Annehmenden) (1 BvR 291/2006 20. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
Rechtsschutzgleichheit nicht dadurch verletzt, dass die Zurückweisung einer
Berufung durch Beschluss unanfechtbar ist, dagegen ein die Revision nicht
zulassendes Urteil im Fall einer über 20000 Euro hinausgehenden Beschwer im
Wege einer erfolgreichen Nichtzulassungsbeschwerde angegriffen werden kann (1
BvR 1525/2008 30. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Verurteilung Lydia L.s (schwarze Witwe) zu lebenslanger Haft wegen vierfachen
Mordes an älteren Männern (durch das Landgericht Göttingen) bestätigt.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands findet die
Bestimmung des § 346 II 2 BGB, nach der bei der Berechnung des Wertersatzes die
im Vertrag bestimmte Gegenleistung zu Grunde zu legen ist, auch im Falle des
Rücktritts wegen Zahlungsverzugs des Schuldners Anwendung (VIII ZR 311/2007 19.
November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands wird, wenn der
Geschädigte den Fahrzeugschaden, der über dem Wiederbeschaffungswert, aber
innerhalb der 130 %-Grenze liegt, vollständig und fachgerecht reparieren lässt,
der Anspruch auf Ersatz der den Wiederbeschaffungsaufwand übersteigenden
Reparaturkosten im Regelfall nicht erst sechs Monate nach dem Unfall fällig (VI
ZB 22/2008 18. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein Anspruch
auf Erstattung von Kosten eines vorprozessual beauftragten
Privatsachverständigen auch dann bestehen, wenn bei Erteilung des
Gutachtenauftrags ausreichende Anhaltspunkte für einen versuchten
Versicherungsbetrug gegeben waren und das im Einzelnen nicht angegriffene Gutachten
aufzeigt, dass Ersatz von Schäden begehrt wurde, die durch den Unfall nicht
entstanden sein können (VI ZB 24/2008 18. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss, wenn ein
Ehegatte während der Ehezeit vorzeitig Altersrente in Anspruch genommen hat,
der bis zum Ende der Ehezeit nach § 77 II Nr. 2a SGB VI geminderte
Zugangsfaktor in verfassungskonformer Auslegung des § 1587 a II Nr. 2 BGB im
Versorgungsausgleich berücksichtigt werden, weswegen der Barwert einer nicht
volldynamischen Anwartschaft im Versorgungsausgleich regelmäßig nach der
Barwert-Verordnung zu ermitteln ist (XII ZB 69/2008 29. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Sachsen-Anhalt setzt die
Übermittlung eines Beschlusses durch Telefax die Frist des § 147 I VwGO nur in
Lauf, wenn sie gegen Empfangsbekenntnis erfolgt (2 M 103/2008 18. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Marl kann die Mehrwertsteuer auch elf
Monate nach einem Verkehrsunfall verlangt werden, wenn und soweit sie zur
Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands durch Reparatur oder
Ersatzbeschaffung tatsächlich anfällt (3 C 120/2008 26. Juni 2009.
Israel verkündet zwei Tage vor der Amtseinführung des neuen Präsidenten der
Vereinigten Staaten von Amerika nach weitgehender Erreichung seiner Ziele im
Gaza-Streifen durch Luftangriffe mit rund 1000 Toten einen einseitigen
Waffenstillstand, den die den Gaza-Streifen politisch beherrschende,
militärisch stark geschwächte Hamas-Bewegung bis zum vollständigen Rückzug der
Truppen Israels und der Aufhebung der Grenzblockaden ablehnt.
Russland will nach Einigung mit der Ukraine seine Gaslieferungen in den Westen
wieder aufnehmen.
2009-01-19 Nach einer Entscheidung des Internationalen
Gerichtshofs in Den Haag haben die Vereinigten Staaten von Amerika durch
Hinrichtung eines Mexikaners und Verhängung von Todesurteilen gegen 50 andere
Mexikaner das Völkerrecht verletzt.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss sich ein
Schuldner bei Herkunft einer Schadensursache (z. B. Brand) aus seinem
Obhutsbereich und Gefahrenbereich hinsichtlich der subjektiven Seite und der
objektiven Pflichtwidrigkeit seines Verhaltens entlasten und kann ein
Stellplatzmietvertrag (z. B. für Kraftfahrzeuge in einer Scheune) Schutzwirkung
für Dritte (z. B. Eigentümer der vom Stellplatzmieter eingestellten Oldtimer)
haben (XII ZR 148/2006 22. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands setzt der
Ausgleichsanspruch nach § 24 II BBodSchG grundsätzlich keine behördliche
Inanspruchnahme des Anspruchstellers voraus und unterliegt nicht der kurzen
Verjährung nach § 548 BGB (XII ZR 52/2007 1. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands tritt bei
Verbraucherinsolvenzverfahren, Restschuldbefreiungsantrag und Abtretung der
pfändbaren Forderungen aus einem Arbeitsverhältnis an den Treuhänder dieser
nach § 398 S. 2 BGB als neuer Gläubiger der pfändbaren Forderungen aus dem
Arbeitsverhältnis an die Stelle des Arbeitnehmers (10 AZR 459/2007 30. Juli
2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands gelten für die
Berechnung der für die Zulässigkeit der Berufung notwendigen Beschwer von mehr
als 600 Euro die in der Zivilprozessordnung enthaltenen Regeln über die
Wertberechnung, nicht die Vorschriften des Gerichtskostengesetzes (3 AZB
37/2008 4. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz kann bei Vereinbarung
eines nur einjährigen Leasingvertrags und Bestellung eines Leasingfahrzeugs
nach Ablauf der Leasingzeit ein Kaufvertrag anzunehmen sein (6 U 1424/2007 19.
Juni 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg besteht
für die Einlegung der vom Verwaltungsgericht zugelassenen Berufung Vertretungszwang
und hat die Berichtigung eines Urteils auf den Beginn und Lauf der
Berufungsfrist grundsätzlich keinen Einfluss (11 S 2915/2007 8. Februar 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern gehört zu einer
ordnungsgemäßen Ausgangskontrolle fristgebundener Schriftsätze auch die
Dokumentation ihrer Versendung im Fristenkalender (9 CE 2116/2008 2. Oktober
2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen muss ein
Rechtsanwalt bei Vorlage von Akten in Zusammenhang mit einer fristgebundenen
Prozesshandlung (z. B. Rechtsmittelbegründung) in jedem Fall den Ablauf von
Rechtsmittelbegründungsfristen eigenverantwortlich prüfen (5 A 1486/2008 24.
September 2008).
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Innsbruck tragen sitzende
Linienbuspassagiere keine Mitverantwortung an den ihnen bei einer plötzlichen
Bremsung entstehenden Schäden.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Frankreichs muss Google zwei
Reiseveranstaltern wegen Weiterleitung von Kunden auf Wettbewerber 350000 Euro
Schadensersatz zahlen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Thailands ist Harry Nicolaides
wegen Majestätsbeleidigung zu drei Jahren Haft verurteilt.
Kärnten verzichtet gegenüber den Erben Jörg Haiders auf einen Ersatz des durch
den verschuldeten Verkehrsunfall Jörg Haiders entstandenen
Kraftfahrzeugschadens, wobei das Bündnis für die Zukunft Österreichs das
totalgeschädigte Kraftfahrzeug für 40000 Euro erwerben will.
2009-01-20
Nach Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs ist ein wegen Krankheit nicht
nehmbarer bezahlter Jahresurlaub eines Arbeitnehmers vom Arbeitgeber in Geld
abzugelten (C-350/2006 20. Januar 2009 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist das
Grundreinigen eines Teppichbodens bei einem Gewerberaum Teil der übernommenen
Pflicht zur ordnungsgemäß gereinigten Rückgabe des Mietraums (XII ZR 15/2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist eine
Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern aufgehoben, mit der eine aus
Tschetschenien stammende Russin mit Blick auf das Fehlen einer dringend
erforderlichen medizinischen Behandlung bei einer Rückkehr nach Russland als
Flüchtling anerkannt wurde ( (10 C 52/2007 19.Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz muss eine
Krankentagegeldversicherung (nach sieben Jahren Leistung) kein Krankentagegeld
mehr bezahlen, wenn (nach sieben Jahren Krankheit) der Verdacht der
Berufsunfähigkeit besteht (10 U 618/2009).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Bayern beträgt der Streitwert
eines Statusaufklärungsverfahrens zur beitragspflichtigen Beschäftigung eines
Geschäftsführers und Gesellschafters einer Gesellschaft mit beschränkter
Haftung 18000 Euro (5 B 914/2008 R 15. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz muss der
Träger der Grundsicherung die Kosten einer Gleitsichtbrille nicht tragen, weil
sie keine Eingliederungsleistungen sind und die Gleitsichtbrille ein Gegenstand
des täglichen Gebrauchs ist (5 B 422/2008 16. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg sind die
Vergütungen selbständig tätiger Regisseure umsatzsteuerlich begünstigt (7 K
2310/2006 B 4. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg können die
Verluste eines an der eigenen Aktiengesellschaft beteiligten Vorstandsmitglieds
infolge Eröffnung eines Insolvenzverfahrens nicht steuerlich als Werbungskosten
geltend gemacht werden (1 K 6139/2005 B 22. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Coburg muss ein Hundehalter wegen des
Bisses eines angeketteten Hundes 1500 Euro Schmerzensgeld zahlen (11 O 660/2007
10. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Kiel ist Gerhard Schmid (Mobilcom)
wegen vorsätzlichen Bankrotts zu 21 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt (19.
Januar 2009).
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Stuttgart können, wenn sich die
Täter von aus einer Gruppe von Schülern begangenen Tätlichkeiten nicht
bestimmen lassen, Schüler allein wegen ihrer Zugehörigkeit zu der Gruppe aus
dem Unterricht ausgeschlossen werden (10 K 4801/2008 13. Januar 2008 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Karlsruhe ist Martin Lüttke wegen
grober und schwerwiegender Herabsetzung Dietrich Bonhoeffers als gewöhnlicher
Landesverräter zu 3000 Euro Geldstrafe verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Münster ist ein rechtswidrig sechs
Millionen Datensätze verkaufender früherer Mitarbeiter eines Callcenters zu 900
Euro Geldstrafe verurteilt.
Ab dem 19. Januar in einem Mitgliedstaat der europäischen Union oder des
Europäischen Wirtschaftsraums ausgestellte Fahrerlaubnisse werden in
Deutschland nicht mehr anerkannt, wenn ihrem Inhaber zuvor in Deutschland die
Fahrerlaubnis wegen eines schweren Verkehrsdelikts entzogen wurde.
Die Regierung Bayerns beschließt eine Erlaubnis zum Rauchen in kleinen
Einraumgaststätten, in Nebenräumen und in Festzelten.
Fiat übernimmt 35 Prozent Chryslers.
Der Ölpreis fällt unter 33 Dollar je Fass.
2009-01-21
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss die
Betriebskostenabrechnung des Vermieters dem Mieter innerhalb der
Abrechnungsfrist zugegangen sein, was durch den Postversand innerhalb der Frist
nicht erwiesen ist, weil der Vermieter die Gefahr des Postverlusts tragen muss
(VIII ZR 107/2008 21. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind gesetzliche
Bestimmungen über den Mantelkauf im Körperschaftsteuergesetz möglicherweise
verfassungswidrig (I R 95/2004 21. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Niedersachsen ist einem
wegen sexueller Handlungen an Patientinnen verurteilten Arzt die Approbation zu
entziehen (8 LA 88/2008 13. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Deutschlands ist ein eine
Jugendliche aus Verärgerung vor eine herannahende Untergrundbahn schubsender
Rentner zu 3 Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Österreichs ist die
Selbstbewirtschaftungspflicht für Bauernhöfe nach dem Grundverkehrsgesetz
Tirols als verfassungswidrig aufgehoben.
Der neue Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika weist
Militärstaatsanwälte an, die Aussetzung vierzehner laufender Verfahren vor
Militärtribunalen für Gefangene von Guantánamo für 120 Tage zu beantragen.
Die Bundesregierung Deutschlands beschließt eine Verbesserung des
Kinderschutzes.
Die Bundesregierung Deutschlands beschließt die gesetzliche Regelung der
Absprachen in Strafverfahren.
Hypo Real Estate benötigt weitere Bürgschaften in Höhe von 12 Milliarden Euro.
Google beendet wegen Erfolglosigkeit den vor zwei Jahren begonnenen Versuch
Anzeigenplätze in den Druckausgaben von 8oo amerikanischen Zeitungen über
Internetaktionen zu verkaufen.
Der deutsche Aktienindex erreicht 4261 Punkte.
† Kropholler, Jan 16. Januar 2009.
2009-01-22
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands setzt eine
Entscheidung über eine Gegenvorstellung vor einem Fachgericht (z. B.
Anwaltsgericht) die Monatsfrist für die Einlegung einer Verfassungsbeschwerde
nicht erneut in Gang (1 BvR 848/2007 25. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die kostenlosen
Empfang von Bezahlfernsehsendungen ermöglichende Peer-to-Peer (P2P) Fernsehsoftware
Cybersky-TV rechtswidrig (I ZR 57/2007).
Nach Entscheidungen den Bundesgerichtshofs Deutschlands verletzt eine
Verwendung von Marken als Schlüsselwörter für AdWord-Werbung bei Google die
Rechte der Markeninhaber nicht (I ZR 139/2007 22. Januar 2009 pcb, I ZR 30/2007
22. Januar 2009 Beta Layout), nach einer anderen Entscheidung möglicherweise
doch (I ZR 125/2007 22. Januar 2009 bananababy).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands muss ein
Arbeitnehmer eine Tätigkeit als ehrenamtlicher Richter so weit wie möglich
außerhalb der Arbeitszeit und damit möglicherweise in Gleitzeit ohne
Stundenausgleich durch den Arbeitgeber wahrnehmen (6 AZR 78/2008 22. Januar
2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands hat ein
unzulässig benachteiligter Arbeitnehmer Anspruch auf angemessene
Geldentschädigung für eine nicht ausreichend begründete Zuordnung Beschäftigter
einer bestimmten Altersgruppe in einen Personalüberhang-Stellenpool (8 AZR
906/2007 22. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands darf sich eine
tarifzuständige Gewerkschaft an Arbeitnehmer über deren betriebliche
e-mail-Adressen mit Werbung und Nachrichten wenden, obwohl der Arbeitgeber den
Gebrauch der Adressen zu privaten Zwecken untersagt hat (1 AZR 515/2008/2008
20. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind die einem
angestellten Croupier aus dem Spielbanktronc der Spielbank gezahlten Gelder
keine steuerfreien Trinkgelder (VI R 49/2006 18. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands muss der
Kindergeldanspruch einer in Deutschland lebenden Mutter möglicherweise gekürzt
werden, wenn der in der Schweiz arbeitende geschiedene Ehemann vorsätzlich
keine Kindergeldzulage beantragt (III R 92/2007 30. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands wird ein
Promotionsberater nicht freiberuflich sondern gewerblich tätig (VIII R 74/2005
8. Oktober 2008).
Nach Entscheidungen des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen ist ein
Steuerklassenwechsel zwecks höheren Elterngelds kein Rechtsmissbrauch (13 EG
40/2008 12. Dezember 2008 u. a.).
Nach einer Eilentscheidung des Landgerichts Dortmund darf Springreiter Daniel
Deußer trotz Pferdedopings vor zwei Jahren und deswegen verhängter
Lizenzverweigerung bei Turnieren starten.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Göttingen ist ein (z. B. Diego
erleichtert einen Führerschein beschaffender) Fahrlehrer wegen Bestechung und
Urkundenfälschung zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München II ist ein Kirchenmusiker
wegen Ermordung seiner Ehefrau zu lebenslanger Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Wuppertal ist eine Pflegemutter wegen
Körperverletzung mit Todesfolge und Missbrauch von Schutzbefohlenen zu 8 Jahren
Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Österreichs ist Susanne Winter
(FPÖ) wegen Verhetzung (Mohammed wäre nach heutigem Verständnis ein
Kinderschänder) zu drei Monaten bedingter Haft und 24000 Euro Geldbuße
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Chinas sind drei Männer wegen
Beimischung von Melamin in Milchpulver zum Tode verurteilt, andere zu Haft.
Die Bundesgesundheitsministerin Deutschlands verbietet die unerlaubte
Herstellung, den Handel und besitz von CP-47,497 und JWH-018 (Spice).
Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika verfügt die Schließung des
Guantánamo-Lagers binnen Jahresfrist und das Verbot rechtswidriger Verhörmethoden.
Die Bundesregierung Deutschlands beschließt eine neue Laufbahnverordnung.
Der Bundestag Deutschlands beschließt Mindestlöhne für Altenpflege,
Sicherheitsgewerbe, Abfallwirtschaft, Großwäscherein, Bergbauspezialdienste und
Weiterbildungseinrichtungen.
Die Europäische Kommission genehmigt eine Garantie des deutschen
Bankenrettungsfonds Soffin von 6,7 Milliarden Euro für die
Sicherungseinrichtungsgesellschaft deutscher Banken (zwecks Entschädigung der
Kunden von Lehman Brothers).
Tarfusser, Cuno (Bozen) ist zum Richter am Internationalen Strafgerichtshof in
Den Haag gewählt.
2009-01-23 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine Betriebskostenabrechnung formell
wirksam, wenn der durchschnittliche Mieter in der Lage ist, die Art des
Verteilerschlüssels der einzelnen Kostenpositionen zu erkennen und den auf ihn
entfallenden Anteil an den Gesamtkosten rechnerisch nachzuprüfen, und
inhaltlich richtig, wenn die abgerechneten Positionen dem Ansatz und der Höhe
nach zu Recht bestehen und keine sonstigen Mängel vorliegen, wobei allgemeine
Verteilungsmaßstäbe keiner Erläuterung bedürfen (VIII ZR 295/2007 19. November
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Zulassungsbescheinigung Teil I (früher Fahrzeugschein) auch hinsichtlich der
Identität eines zum Straßenverkehr zugelassenen Fahrzeugs eine öffentliche
Urkunde gemäß § 271 StGB (3 StR 156/2008 30. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist, wenn
der Inhaber einer Fahrerlaubnis einen Punktestand erreicht hat, der nach § 4
III 1 Nr. 3 StVG die mangelnde Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen zur Folge
hat, eine danach eintretende Tilgung von Punkten im Verkehrszentralregister für
die Rechtmäßigkeit der Fahrerlaubnisentziehung ohne Bedeutung (3 C 21/2007 25.
September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist der Entfall
von Ortszuschlag dann, wenn der Beschäftigte mit einer Person verheiratet ist,
die nach beamtenrechtlichen Grundsätzen einen Familienzuschlag erhält,
rechtmäßig (6 AZR 682/2007 30. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist auf
arbeitsvertragliche Klauseln, die auf ein Tarifwerk Bezug nehmen, die
Unklarheitenregelung des § 305c II BGB nicht anwendbar (6 AZR 76/2007 24. September
2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg kann ein
Werkunternehmer Abschlagszahlungen bei einem bürgerlichrechtlichen Bauvertrag
nur fordern, wenn er beweist, dass seine Leistungen keine erheblichen Mängel
aufweist (was z. B. bei Absacken einer Pflasterung grundsätzlich nicht der Fall
ist) (4 U 58/2008 26. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Dresden kann der als Beistand
nach § 68b StPO bestellte Rechtsanwalt grundsätzlich die Grundgebühr nach Nr.
4100 VV RVG und bei Teilnahme an der Hauptverhandlung auch die Terminsgebühr
nach Teil 1 Abschnitt 1 Unterabschnitt 3 VV RVG verlangen (2 Ws 103/2008 6.
November 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm kommt Akteneinsicht in eine
Sorgerechtsakte bzw. Amtshilfe durch Übersendung der Akte in einem
Strafverfahren nur in Betracht, wenn sie dem Schutz des Kindes dient oder wenn
die Kenntnisnahme vom Akteninhalt zum Schutz hochrangiger Rechtsgüter zwingend
erforderlich ist (15 VA 7-9/2008 7. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg genügt es
für eine Ausnahmegenehmigung für die Erteilung der Fahrerlaubnis vor Vollendung
des 18. Lebensjahrs nicht, dass der Minderjährige bereits im Rahmen des Modells
begleitetes Fahren mit 17 Jahren Kraftfahrzeuge ohne Beanstandungen geführt hat
(10 S 2012/2008 7. Oktober 2008).
Qimonda beantragt vor dem Amtsgericht München die Eröffnung des
Insolvenzverfahrens.
Der deutsche Aktienindex fällt auf 4159 Punkte.
Die Landesbank Bayern erleidet 2008 einen Verlust von etwa 5 Milliarden Euro.
2009-01-24 Nach einer Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands sind das in § 9a II 3, § 6 I, II, III
AtG geregelte Konzept der dezentralen Zwischenlagerung von Kernbrennstoffen und
die Zuständigkeitsvorschrift des § 23 I Nr. 4 AtG verfassungsgemäß (1 BvR
2456/2006 12. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands wahrt ein
elektronisches Dokument (z. B. e-mail) nicht die für bestimmende Schriftsätze
vorgeschriebene Schriftform (IX ZB 41/2008 4. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine
Publikumswerbung für Arzneimittel mit Äußerungen Dritter oder mit Hinweisen auf
solche Äußerungen nur verboten, wenn sie eine Genesungsbescheinigung in Form
eines Hinweises enthält, dass die Verwendung des Mittels zur Wiederherstellung
der Gesundheit eines an einer bestimmten Krankheit oder an bestimmten
Gesundheitsstörungen Leidenden führt, und wenn dieser Hinweis außerdem in
missbräuchlicher, abstoßender und irreführender Weise erfolgt (I ZR 94/2002 20.
November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Zwangsverwaltung eines mit einem Einfamilienhaus bebauten Grundstücks
unzulässig, wenn sie nur dazu dient, dem im Haus wohnenden Schuldner den Bezug
von Sozialleistungen zu ermöglichen, damit er an den Zwangsverwalter ein
Entgelt für die Nutzung der Räume entrichten kann, die ihm nach § 149 I ZVG zu
belassen sind (V ZB 31/2008 20. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine
Regulierungszusage eines Haftpflichtversicherers gegenüber dem Geschädigten ein
den Versicherer und den Versicherungsnehmer verpflichtendes deklaratorisches
(kausales) Anerkenntnis des Haftpflichtanspruchs gegenüber dem Geschädigten (IV
ZR 293/2005 19. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist in einer
Widerrufsbelehrung nach dem Haustürwiderrufsgesetz der Zusatz zulässig, dass im
Falle des Widerrufs des Kreditvertrags auch die finanzierten verbundenen
Geschäfte nicht wirksam zustande gekommen sind, wobei es auf die genaue
rechtliche Qualifikation und Bezeichnung des verbundenen Anlagegeschäfts nicht
entscheidend ankommt (XI ZR 269/2006 11. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann eine
Unterhaltsvereinbarung sittenwidrig sein, wenn sie bewirkt, dass der über den
gesetzlichen Unterhalt hinaus zahlungspflichtige Ehegatte finanziell nicht mehr
in der Lage ist, seine eigene Existenz zu sichern und deshalb ergänzender
Sozialleistungen bedarf (XII ZR 157/2006 5. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main verliert, wer
die Obliegenheit der zielstrebigen Durchführung der Ausbildung nicht erfüllt,
seinen Unterhaltsanspruch gegen die Eltern (5 UF 46/2008 30. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm haben, sofern in einem
Verfahren in einer niedrigeren Instanz ein rechtskräftiges Urteil vorliegt, die
nachfolgenden Instanzen von einem von Amts wegen zu beachtenden
Prozesshindernis auszugehen (2 Ss 190/2008 2. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln fällt bei Verzicht auf die
Durchführung des Versorgungsausgleichs durch Vergleich die Einigungsgebühr an,
wenn die Person des Ausgleichsberechtigten noch nicht feststand (10 WF 90/2008
14. Mai 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern ist ein
rechtsgeschäftlich vereinbartes Klagerücknahmeversprechen wie ein
rechtsgeschäftlich vereinbarter Rechtsschutzverzicht statthaft und auf Einrede
zu berücksichtigen (1 B 3320/2004 22. April 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin unterliegt eine nur von
einem Polizeibeamten angeordnete Blutentnahme im Fahrerlaubnisrecht keinem
Beweisverwertungsverbot (11 A 453/2008 12. September 2008).
*Münchener Anwalts-Handbuch Arbeitsrecht, hg. v. Moll, Wilhelm, 2. A. 2009
*Sodan, Helge, Grundgesetz, 2009
*Bergschneider, Ludwig, Richterliche Inhaltskontrolle von Eheverträgen und
Scheidungsvereinbarungen, 2008
*Lindloh, Klaus, Der Handelsrichter und sein Amt, 5. A. 2008
*Beck’sches Notar-Handbuch, 5. A. 2009
2009-01-25 Nach einer Entscheidung des Europäischen
Gerichtshofs ist es einem Mitgliedstaat nicht verwehrt, es abzulehnen, die
Gültigkeit eines von einem anderen Mitgliedstaat ausgestellten Führerscheins
anzuerkennen, wenn sein Inhaber im ersten Mitgliedstaat zum Zeitpunkt dieser
Ausstellung einer Sperrfrist für die Neuerteilung einer Fahrerlaubnis unterlag
(C-225/2007 3. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands muss ein
Rechtsanwalt die Einhaltung der Begründungsfrist für eine Verfassungsbeschwerde
dadurch sicherstellen, dass er dem mit der Angelegenheit befassten Büropersonal
die Anweisung erteilt, gefertigte und als Anlagen der Verfassungsbeschwerde
beigefügte Kopien von Gerichtsentscheidungen, welche die eigenen Ausführungen
des Bevollmächtigten nicht nur ergänzen, sondern teilweise ersetzen, durch
Vergleich mit den Kopiervorlagen auf ihre Vollständigkeit zu überprüfen (2 BvR
2147/2008 23. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat der
Auftragnehmer nach Wegfall des Sicherungszwecks gegen den Auftraggeber gemäß §
17 Nr. 8 S. 1 VOB/B (1998) einen Anspruch auf Herausgabe einer
Bürgschaftsurkunde an sich selbst (VII ZR 227/2007 9. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands gilt gegenüber der
Gesellschaft der als Gesellschafter (der Gesellschaft mit beschränkter
Haftung), dessen Anteilserwerb unter einem überzeugenden Nachweis des Übergangs
bei der Gesellschaft angemeldet ist (II ZR 76/2007 13. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist, wenn in einem
Verfahren die Klage eines Gesellschafters mit der allgemeinen
Feststellungsklage eines Dritten auf Feststellung der Nichtigkeit eines
Gesellschafterbeschlusses verbunden ist, ein Teilurteil über die
Feststellungsklage des Dritten unzulässig (II ZR 112/2007 13. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands können eine
Verfahrensgebühr nach RVG VV Nr. 3101 Nr. 2 und eine Terminsgebühr nach RVG VV
Vorbemerkung 3 III i. V. m. Nr. 3104 im Verfahren nach den §§ 103f. ZPO nur
festgesetzt werden, wenn der betreffende Gegenstand rechtshängig war (VII ZB
43/2008 9. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist, wenn der
persönlich haftende Gesellschafter vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens über
das Vermögen der Gesellschaft Leistungen an einen Gesellschaftsgläubiger
erbracht hat, grundsätzlich der Insolvenzverwalter über das Vermögen der
Gesellschaft zur Anfechtung berechtigt, und steht im Falle der Doppelinsolvenz
von Gesellschaft und Gesellschafter das Recht zur Insolvenzanfechtung dem
Insolvenzverwalter über das Vermögen des Gesellschafters zu, der von dem
Gesellschaftsgläubiger in Anspruch genommen worden ist, wobei der
Anfechtungszeitraum sich nach dem früher gestellten Antrag richtet (IX ZR
138/2006 9. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands wird zur Bestimmung
des Gegenstandswerts einer rechtsanwaltlichen Tätigkeit der Wert einer nicht
beschiedenen Hilfsaufrechnung dem Wert der Klageforderung nicht hinzugerechnet
(VII ZB 99/2007 25. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann sich in
Ausnahmefällen die übereinstimmende Erledigungserklärung beider Parteien allein
auf das gesamte Rechtsmittelverfahren beziehen (IV ZB 17/2008 17. September
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands verletzt der
Ausspruch einer rechtsunwirksamen betriebsbedingten Kündigung durch den
Arbeitgeber das Persönlichkeitsrecht des Arbeitnehmers grundsätzlich nicht und
verursacht der die rechtsunwirksame Kündigung zurücknehmende und dem
Arbeitnehmer neue Tätigkeiten zuweisende Arbeitgeber den vom Arbeitnehmer
danach verübten Selbstmord nicht adäquat kausal (8 AZR 347/2007 24. April
2008).
2009-01-26
Nach einer (rechtskräftigen) Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts
Deutschlands ist das religiös motivierte Tragen eines Kopftuchs durch eine Lehrerin
im Unterricht rechtswidrig und kann verboten werden (2 B 46/2008 16. Dezember
2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe muss ein
Geschäftsführer eines Unternehmens die rechtswidrige Verwendung geschützter
Programme durch Mitarbeiter verhindern (6 U 180/2006).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz muss das Lotto
Rheinland-Pfalz auf Grund der Dienstleistungsfreiheit bis auf Weiteres
Lottotipps des Online-Anbieters Tipp24 annehmen (1 W 6/2009 20. Januar 2009).
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg kann vom
Veranstalter einer Demonstration auch eine Gebühr für einen Verbotsbescheid
erhoben werden (1 S 1709/2007 26. Januar 2009 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Hessen ist das Sozialgeld für
Familien möglicherweise zu gering (6 AS 336/2007).
Nach einer rechtskräftigen Entscheidung des Landgerichts Bochum ist Klaus
Zumwinkel wegen Steuerhinterziehung zu zwei Jahren Haft auf Bewährung und einer
Geldbuße von einer Million Euro verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I ist der Illustrator der
Wilden Kerle (Leon, Felix & Co.) nicht Miturheber, weswegen der Verfasser
weitgehend ohne den Zeichner handeln darf (21 O 13662/2007 23. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Rostock sind drei Erpresser der
liechtensteinischen Landesbank zu Haft zwischen 63 und 18 Monaten auf Bewährung
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart benötigt ein mit
Gewinnerzielungsabsicht handelnder, seine Schankräume jedermann öffnender
Raucherverein eine Gaststättenerlaubnis (4 K 4570/2008 12. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin ist die Erhöhung einer
Straßensondernutzungsgebühr um das Neunfache während eines Jahres (z. B. für
einen Kiosk) unverhältnismäßig und rechtswidrig (1 A 209/2007 18. Dezember
2008).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Gummersbach ist das Strafverfahren in
der Lustreisensache gegen zehn der 14 Angeklagten gegen Zahlung einer Geldauflage
eingestellt.
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Innsbruck ist ein alkoholisiert
einen Rentner tötender Kraftfahrzeugführer zu 18 Monaten haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Spaniens sind drei Vertraute
des verstorbenen Bürgermeisters Marbellas wegen Veruntreuung von 23 Millionen
Euro zu Haft und Bußgeldern verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Sportgerichts des deutschen Fußballbunds sind Ivica
Olic und Carlos Eduardo wegen einer Rauferei für je zwei Bundesligaspiele
gesperrt.
In Island zerbricht als Folge der Finanzkrise die Regierungskoalition.
Bayern beschlagnahmt die Nachdrucke nationalsozialistischer Zeitungen durch das
Projekt Zeitzeugen.
Die Europäische Kommission betreibt das Vertragsverletzungsverfahren gegen
Deutschland wegen des Volkswagengesetzes weiter.
Die Privatuniversität Witten-Herdecke sichert vorläufig den Weiterbestand.
In Deutschland kostet der Liter Heizöl derzeit etwa 58 Cent.
2009-01-27
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs dürfen Spenden an
gemeinnützige Einrichtungen nicht nur dann (z. B. in Deutschland) steuerlich
abzugsfähig sein, wenn die Einrichtungen ihren Sitz im Inland haben (C-318/2007
27. Januar 2008 Hein Persche/Finanzamt Lüdenscheid wegen Spende an Einrichtung
in Portugal).
Nach einer Entscheidung des europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte muss
Georgien wegen erniedrigender Behandlung zweier Angeklagter (in streng
bewachten Metallkäfigen) den Betroffenen je 6000 Euro Schadensersatz zahlen.
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine
Verfassungsbeschwerde gegen ein Bußgeld und ein Fahrverbot nicht zur
Entscheidung angenommen und der Beschwerdeführer wegen für jedermann
erkennbarer Aussichtslosigkeit mit einer Missbrauchsgebühr von 500 Euro belegt
worden (2 BvR 2487/2008 15. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann eine aus einer
Buchstabenverbindung ohne Wortsinn bestehende Firma (z. B. HM & A GmbH Co.
KG) in das Handelsregister eingetragen werden (II ZB 46/2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist die
Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Niedersachsen aufgehoben, dass Ahmet
S. die Voraussetzungen für ein Bleiberecht nicht erfüllt, weil seine Eltern
(1985) das Recht durch falsche Angaben über ihre Staatsangehörigkeit erlangt
hatten.
Nach Entscheidungen des Bundessozialgerichts Deutschlands ist die dem
abgesenkten Sozialgeld für Kinder unter vierzehn Jahren (211 Euro monatlich)
zugrundeliegende Vorschrift des § 28 I 3 Nr. 1 SGB II (möglicherweise)
verfassungswidrig (B 14/11b AS 9/2007 27. Januar 2009 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann die Erhöhung des
Altersbezugs eines eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung beherrschenden
Geschäftsführers nur dann von der Körperschaftsteuer abgesetzt werden, wenn
zwischen der Zusage des Pensionsanspruchs bzw. der Erhöhung und dem geplanten
Eintritt in den Ruhestand mindestens zehn Jahre liegen (I R 62/2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main kann ein
Aktionär wegen einer missbräuchlich erhobenen Anfechtungsklage gegen einen
Hauptversammlungsbeschluss schadensersatzpflichtig sein (5 U 183/2007 13.
Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München müssen Vorstand und
Aufsichtsrat einer Gesellschaft auf eine Änderung ihrer Verwendung des
Deutschen Corporate Governance Kodexes (z. B. künftige Nichtanwendung trotz
früherer Entsprechenserklärung) hinweisen (7 U 5628/2007).
Nach einer Entscheidung des Landesozialgerichts Baden-Württemberg ist die von
der Allgemeinen Ortskrankenkasse vorgenommene Einteilung eines ausgeschriebenen
Auftrages in Fachlose (Wirkstoff) und Gebietslose (Regionen, für die ein
Rabattvertrag gelten soll) rechtmäßig (11 WB 597/2008 23. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Thüringen muss ein
Sozialhilfeträger einem behinderten Sozialhilfeempfänger jährlich sechs
bezahlte Taxifahrten zu Kulturveranstaltungen und Sportveranstaltungen zahlen,
nicht aber die Kosten von Hausbesuchen Prostituierter (1 SO 619/2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Mannheim ist die Zurückweisung eines
in Robe, aber ohne Krawatte (Langbinder) auftretenden Rechtsanwalts durch das
Amtsgericht Mannheim wegen nur geringer Störung der Verhandlungsordnung
unverhältnismäßig (4 Qs 52/2008 27. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Mönchengladbach sind drei einen
Vierundfünfzigjährigen erstechende Jugendliche zu Jugendstrafe zwischen 6,5 und
9 Jahren verurteilt und ist eine vierte Angeklagte in die Psychiatrie
eingewiesen.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Bremen ist Jan Timke (Bürger in Wut)
vom Vorwurf der Wahlfälschung (durch Angabe eines falschen Hauptwohnsitzes) aus
Mangel an Beweisen freigesprochen.
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Korneuburg ist ein vier
Familienmitglieder erschießender Siebenundsechzigjähriger zu 20 Jahren Haft,
ein weiterer Angeklagter zu 12 Jahren Haft verurteilt.
Die Außenminister der Mitgliedstaaten der Europäischen Union streichen die
Volksmudschaheddin des Iran von einer Liste der Terrororganisationen.
2009-01-28
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine
Verfassungsbeschwerde des in Frankreich wegen Schmiergeldzahlungen zu 15
Monaten Haft verurteilten Lobbyisten Dieter Holzer gegen die Nichtaussetzung
der Vollstreckung der Strafe in Deutschland mangels Verletzung des
Freiheitsgrundrechts des Beschwerdeführers nicht zur Entscheidung angenommen (2
BvR 1492/2008 14. Januar 2009).
Nach Entscheidungen des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein
Grundstückseigentümer (z. B. am Philosophenweg in Heidelberg) Wohnungsmietern
kündigen, wenn Abriss und Neubau eines Hauses vom Mietertrag her günstiger sind
als die Sanierung (VIII ZR 7/2008 28. Januar 2009, VIII ZR 8/2008 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist eine den durch
die Tötung eines Ehegatten eingetretenen materiellen Unterhaltsschaden
ausgleichende Schadensersatzrente nach § 844 II BGB nicht der
Einkommensteuerpflicht unterworfen, weil sie kein Ersatz für entgangene oder
entgehende Einnahmen ist, sondern nur eine wirtschaftliche Absicherung
wiederherstellt (X R 31/2007 26. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands bewirkt nicht die
Einräumung einer Aktienkaufsoption durch den Arbeitgeber einen geldwerten
Vorteil des Arbeitnehmers, sondern erst der vergünstigte Erwerb von Aktien (VI
R 25/2005 20. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann aus
Billigkeitsgründen die Steuerfreiheit für Ausfuhrlieferungen zu gewähren sein,
wenn der Steuerpflichtige das Fehlen der Voraussetzungen auch unter Beachtung
der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns nicht erkennen konnte, weil die vom
Abnehmer vorgelegten Ausfuhrnachweise gefälscht waren (V R 7/2003 30. Juli
2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle setzt Erschleichen von
Leistungen nach § 265a I StGB nicht voraus, dass der Täter seinen fehlenden
Willen, für eine Beförderung zu bezahlen, auch nach außen sichtbar macht (32 Ss
159/2008 27. Januar 2009).
Nach Entscheidungen des Oberverwaltungsgerichts Saarlouis dürfen deutsche
Führerscheinbehörden einer EU-Fahrerlaubnis, die der Inhaber nach Entziehung
seiner deutschen Fahrerlaubnis in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen
Union erworben hat, nicht die Gültigkeit in Deutschland aberkennen (1 B
378/2008 23. Januar 2009 23. Januar 2009 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Hessen darf eine Krankenkasse
den Verzicht auf medizinische Leistungen nicht mit einer Gesundheitsprämie
belohnen (1 KR 150/2008 KL).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln muss ein Reisender bei einer
Flugverspätung wegen Nebels dem Reiseveranstalter Gelegenheit zu einer Nachbesserung
geben, ehe er für 7800 Euro ein Privatflugzeug und für 250 Euro ein Taxi nimmt,
um rechtzeitig zum Ausgangspunkt einer Kreuzfahrt zu kommen (15 O 356/2007).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Düsseldorf soll ein pauschaler Hinweis
auf unhaltbare Zustände in einem Hotel in Verbindung mit Fotos nicht als
schriftliche Anzeige von Reisemängeln ausreichen (38 C 9737/2008).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Köln muss ein den örtlichen
Reiseleiter nicht im Hotel antreffender Reisender Mängel telefonisch bei der
Zentrale der Reiseleitung oder bei dem Reiseveranstalter anzeigen (134 C
348/2008).
Im Jahr 2020 werden voraussichtlich jährlich 175 Milliarden Euro erforderlich
sein, um den Klimawandel aufzuhalten.
Die Deutsche Bahn AG hat 2002 und 2003 zwecks Aufdeckung von Korruption
(Wolfgang Schaupensteiner) Daten von 173000 Mitarbeitern durch Datenabgleich
überprüft.
Der Landtag Mecklenburg-Vorpommerns beschließt ein neues Schulgesetz.
2009-01-29
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs darf die Richtlinie zur
Anerkennung von Diplomen nicht zur Umgehung von strengeren
Zugangsvoraussetzungen zu einem Beruf in einem Mitgliedstaat (z. B. durch Marco
Cavallera) führen (C-311/2006 29. Januar 2009).
Nach Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands haben Gerichte
den drittschützenden Charakter der atomrechtlichen Beförderungsgenehmigungen
gemäß § 4 II Nr. 4 und 5 AtG vorschnell verneint (1 BvR 2524/2006 21. Januar
2009 u. s.).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist die
Regulierung des Marktes für Bitstromzugang durch die Bundesnetzagentur
Deutschlands teilweise rechtswidrig, weil sei möglicherweise auch mit die
Deutsche Telekom weniger belastenden Maßnahmen hätte erreicht werden können (C.
39/2007 28. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands sind
Reinigungsarbeiten in einem Pflegeheim (z. B. in Frankfurt am Main) nicht in
jedem Fall einfachste, mit der niedrigsten Vergütungsgruppe zu entlohnende
Arbeiten (4 ABR 92/2007 28. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg ist die
Straßenreinigungsgebührensatzung Potsdams nichtig (9 A 1/2007 28. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Lübeck ist der Einbrecher in die Villa
Dieter Bohlens zu153 Monaten Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des internationalen Sportgerichtshofs in Lausanne sind
die Sperren der gedopten Fußballspieler Daniele Mannini und Davide Possanzini
von 15 Tagen auf ein Jahr verlängert.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist der Freilassungsantrag des für die Taliban (angeblich) nur kochenden
Ghaleb Nassar Al-Bihani in Guantánamo mit der Begründung abgelehnt, dass schon
Napoleon geäußert habe, dass die Verpflegung das A und O für das Heer sei.
In Deutschland ist die Eigentümerquote zwischen 1950 und 2006 nur von 39 auf 45
Prozent gestiegen, so dass in Europa nur die Schweiz eine noch höhere
Mieterquote hat.
In Deutschland gaben Aktionäre zwischen Juli und September 2008 rund neun
Milliarden Aktien ab und hatten die privaten Haushalte am Ende des Monats
September 2008 rund 1535 Milliarden Euro Schulden.
In Deutschland wurden en 2008 rund 2,5 Millionen herkömmliche Telefonanschlüsse
der Deutschen Telekom gekündigt, während das Unternehmen auf einen Anteil von
45 Prozent aller neu geschalteten Breitbandanschlüsse kam.
2009-01-29
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs darf die Richtlinie zur
Anerkennung von Diplomen nicht zur Umgehung von strengeren
Zugangsvoraussetzungen (z. B. Staatsexamen in Italien) zu einem Beruf (z. B.
als Ingenieur) in einem Mitgliedstaat (z. B. durch Marco Cavallera nach
Anerkennung seines italienischen Diploms in Spanien) führen, weil den Neuzugang
zu einem Beruf jeder Mitgliedstaat selbst festlegen darf (C-311/2006 29. Januar
2009).
Nach Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands haben Gerichte
den drittschützenden Charakter der atomrechtlichen Beförderungsgenehmigungen
gemäß § 4 II Nr. 4 und 5 AtG vorschnell verneint (1 BvR 2524/2006 21. Januar
2009 u. s.).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist die
Regulierung des Marktes für Bitstromzugang durch die Bundesnetzagentur
Deutschlands teilweise rechtswidrig, weil sei möglicherweise auch mit die
Deutsche Telekom weniger belastenden Maßnahmen hätte erreicht werden können (C.
39/2007 28. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands sind
Reinigungsarbeiten in einem Pflegeheim nicht in jedem Fall einfachste, mit der
niedrigsten Vergütungsgruppe zu entlohnende Arbeiten (4 ABR 92/2007 28. Januar
2009).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg ist die
Straßenreinigungsgebührensatzung Potsdams nichtig (9 A 1/2007 28. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Lübeck ist der Einbrecher in die Villa
Dieter Bohlens zu153 Monaten Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des internationalen Sportgerichtshofs in Lausanne sind
die Sperren der gedopten Fußballspieler Daniele Mannini und Davide Possanzini
von 15 Tagen auf ein Jahr verlängert.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist der Freilassungantrag des für die Taliban (angeblich) nur kochenden
Ghaleb Nassar Al-Bihani in Guantánamo mit der Begründung abgelehnt, dass schon
Napoleon geäußert habe, dass die Verpflegung das A und O für das Heer sei.
In Deutschland ist die Eigentümerquote zwischen 1950 und 2006 nur von 39 auf 45
Prozent gestiegen, so dass in Europa nur die Schweiz eine noch höhere
Mieterquote hat.
In Deutschland gaben Aktionäre zwischen Juli und September 2008 rund neun
Milliarden Aktien ab und hatten die privaten Haushalte am Ende des Monats
Semtember 2008 rund 1535 Milliarden Euro Schulden.
In Deutschland wurden en 2008 rund 2,5 Millionen herkömmliche Telefonanschlüsse
der Deutschen Telekom gekündigt, während das Unternehmen auf einen Anteil von
45 Prozent aller neu geschalteten Breitbandanschlüsse kam.
2009-01-30 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands hat das Gericht auch in Fällen einer
obligatorischen Sicherungseinziehung nach § 74b II StGB (ohne Möglichkeit einer
Ermessensausübung) anzuordnen, dass die Einziehung (nur) vorbehalten bleibt,
und eine weniger einschneidende Maßnahme zu treffen, wenn durch diese der
Sicherungszweck der Einziehung erreicht werden kann (2 StR 501/2008 28.
November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann die
Aufrechnung nur mit dem Zeitpunkt zurückwirken, in dem für den Aufrechnenden
eine Aufrechungslage entstand, wozu die eigene Forderung aus § 717 II ZPO nicht
nur entstanden, sondern (z. B. ab Erlass eines Berufungsurteils) auch
durchsetzbar sein muss (IX ZR 139/2007 20. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann bei
Wirksamkeit einer trotz Abtretungsverbots erfolgten Abtretung nach § 354a S. 1
HGB der Schuldner in Kenntnis der Abtretung mit dem Zedenten keinen Vergleich
schließen, nach dem die Forderung ganz oder teilweise nicht mehr geltend
gemacht werden kann (VII ZR 188/2007 13. November 2008).
Nach Entscheidungen des Bundessozialgerichts Deutschlands ist die
leistungsgerechte Vergütung von Pflegeheimen mit Hilfe einer
Plausibilitätsprüfung und eines externen Vergleichs (zweistufig) zu ermitteln
(3 P 6/2008 29. Januar 2009 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Landesverfassungsgerichts Mecklenburg-Vorpommern
ist der Ausschluss des Abgeordneten Borrmann (NPD) von einer Sitzung des
Landtags wegen Unverhältnismäßigkeit verfassungswidrig (5/2008 29. Januar
2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg darf Haribo (gegen eine
Klage Katjes’) seine Fruchtgummis Yoghurt Gums nennen (3 U 44/2007 29. Januar
2009).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster erfasst die
Gleichstellung von Kammerrechtsbeiständen mit Rechtsanwälten nach § 3 I Nr. 5
RDGEG nicht den Fall der notwendigen Vertretung vor dem Oberverwaltungsgericht
nach § 67 IV 1 VwGO (20 A 2504/2008 7. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster kann
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand auch dann zu gewähren sein, wenn eine
Telefaxübertragungsstörung nicht im Verantwortungsbereich eines Gerichts liegt,
sofern der Prozessbeteiligte die ihm obliegende Sorgfaltspflicht nicht verletzt
hat (13 A 3248/2006 19. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Sachsen liegt ein
Personalabbau gemäß § 4 I TV Soziale Absicherung jedenfalls dann vor, wenn eine
Mehrzahl von Arbeitnehmern aus betriebsbedingten Gründen auf Grund von
Arbeitgeberkündigungen oder Auflösungsvereinbarungen aus dem Arbeitsverhältnis
ausscheidet (6 AZR 738/2007 30. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg sind Eckhard Spoerr und Axel
Krieger (Freenet) wegen Insiderhandels zu je 300 Tagessätzen Geldstrafe und
Gewinnabführung von je rund 700000 Euro verurteilt.
2009-01-31 Nach einer Entscheidung des Europäischen
Gerichtshofs steht Art. 29 einer Regelung eines Mitgliedstaats der Europäischen
Union nicht entgegen, die es dem Lieferanten bei einem Fernabsatz untersagt,
vom Verbraucher vor Ablauf der Rücktrittsfrist eine Anzahlung oder Zahlung zu
verlangen, wohl aber einem aus der Anwendung nach dieser Regelung
resultierenden Verbot, vom Verbraucher vor Ablauf dieser Frist die Nummer
seiner Kreditkarte zu verlangen (C-205/2007 16. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands folgt aus
dem grundgesetzlichen Schutz von Ehe und Familie kein Recht auf Beendigung der
ehelichen Gemeinschaft durch Suizid eines Ehepartners und kann eine
Verfassungsbeschwerde vom Ehepartner nicht in zulässiger Weise als
Rechtsnachfolger zur Durchsetzung des Schutzes der Menschenwürde und
höchstpersönlicher Rechte des verstorbenen Ehepartners fortgeführt oder erhoben
werden (1 BvR 1832/2007 4. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands verstoßen im
Hinblick auf die erhöhten Anforderungen an die Prüfung der Verhältnismäßigkeit
der Durchsuchung der Kanzleiräume eines (nicht beschuldigten) Rechtsanwalts und
der Beschlagnahme einer Verfahrenshandakte entsprechende Anordnungen gegen Art.
13 I, II, 14 I GG, wenn lediglich die nicht näher begründete Möglichkeit
besteht, dass die Handakte neue verfahrenserhebliche Erkenntnisse enthalten
würde, die Vernehmung von Mitarbeitern des Mandanten des Rechtsanwalts als
Zeugen sowie die Anfertigung von Kopien der Handakte in Betracht kommen und
sich das Gericht nicht mit der Schwere der aufzuklärenden Straftat
auseinandersetzt (2 BvR 2016/2006 11. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands steht dem
Insolvenzverwalter der auf eine Anfechtung unentgeltlicher Leistungen gestützte
Rückgewährsanspruch auch dann zu, wenn der daneben bestehende
Bereicherungsanspruch der Masse nur an der Kenntnis des Schuldners von der
Nichtschuld der Leistung scheitert und dem Anfechtungsgegner vorkonkursliche
Schadensersatzansprüche gegen den Schuldner zustehen (IX ZR 195/2007 11.
Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands besteht eine vor
dem 1. Juli 2006 begründete Zuständigkeit des Patentgerichts für die Entscheidung
über den Einspruch auch nach der Aufhebung des § 147 III PatG fort (X ZB 6/2008
9. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands braucht der Notar
beim Verkauf einer Eigentumswohnung grundsätzlich nicht in die Grundakten
Einsicht zu nehmen (III ZR 51/2008 4. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Kaiserslautern führt die so genannte
Benzinklausel (Allgemeine Vertragsbestimmungen BBR 3.1) nicht zum
Haftungsausschluss des Haftpflichtversicherers, wenn der Führer eines
Personenkraftwagens zum Verlassen eines Wildgeheges von innen das Außentor
öffnet und nach Durchfahren zu schließen vergisst, so dass mehrere Stück
Damwild aus dem Gehege entlaufen (1 S 16/2008 14. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Freiburg im Breisgau kann, wenn
das zu einem Drogenmissbrauch des Fahrerlaubnisinhabers führende krisenhafte
Geschehen beendet ist, im Einzelfall eine bedingte Fahreignung wiedererlangt
sein, wobei eine intensive verkehrspsychologische Aufarbeitung des
Persönlichkeitsproblems zur Auflage gemacht werden kann (1 K 1008/2008 19. Juni
2008).
† Flume Werner 28. Januar 2009.
*Grüneberg, Christian, Haftungsquoten bei Verkehrsunfällen, 11. A. 2008
*Budewig/Gehrlein/Leipold, Der Unfall im Straßenverkehr, 2008
*Just, Clemens, Die englische Limited in der Praxis, 3. A. 2009
*Fezer, Karl-Heinz, Markenrecht, 4. A. 2009
*Hefermehl, Wolfgang/Köhler, Helmut/Bornkamm, J., Gesetz gegen den unlauteren
Wettbewerb, 27. A. 2009
*Harte-Bavendamm/Henning-Bodewig, UWG, 2. A. 2009
*Stüer, Bernhard, Handbuch des Bau- und Fachplanungsrechts, 4. A: 2009
*Zimmermann, Walter, Das neue FamFG, 2009
2009-02-01
Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands bleibt, wenn ein Ergänzungsurteil nach Ablauf
der Berufungsfrist, aber vor Ablauf der Berufungsbegründungsfrist gegen das
ursprüngliche Urteil ergeht, für den Lauf der Berufungsbegründungsfrist die
Zustellung des Ursprungsurteils maßgeblich und kann eine unzulässige
Hauptberufung in eine zulässige Anschlussberufung umgedeutet werden (III ZB
41/2008 30. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands führt das
Nichtabführen von Arbeitnehmeranteilen zur Sozialversicherung in der
Insolvenzreife einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung zu einem Schadensersatzanspruch
der Einzugsstelle gegen den Geschäftsführer, wenn dieser an andere
Gesellschaftsgläubiger trotz der Insolvenzreife Zahlungen leistet, die nicht
mit der Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmann vereinbar sind (II ZR
162/2007 29. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs steht die Beteiligung eines
Angeklagten bei der Anbahnung des Gesamtgeschäfts einer mehrtatigen
Steuerhinterziehung der Annahme von mehreren im Verhältnis der Tatmehrheit
zueinander stehenden Taten der Beihilfe zur Steuerhinterziehung nicht entgegen
(1 StR 323/2008 22. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist gegen die
Zurückweisung eines Antrags nach § 10 II FreihEntzG die sofortige Beschwerde
gegeben und kann eine Aufhebung der Haft für die Zukunft nach § 10 II
FreihEntzG nicht nur auf neue Umstände, sondern auch auf Einwände gegen ihre
Anordnung gestützt werden (V ZB 129/2008 18. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands setzt die Anwendung
des Art. 15 I lit. c EUGVVO voraus, dass die auf den Mitgliedstaat
ausgerichtete Tätigkeit für den konkreten Vertragsschluss ursächlich war (III
ZR 71/2008 17. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands sind tarifliche
Normen unwirksam, wenn sie zu einer Gruppenbildung führen, welche die durch
Art. 6 I GG geschützten Belange von Ehe und Familie gleichheitswidrig oder
sonst sachwidrig außer Betracht lässt (6 AZR 712/2007 30. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind Aufwendungen
eines Zeitsoldaten für den Erwerb eines Verkehrsflugzeugführerscheins im Rahmen
einer Fachausbildung vorab entstandene Werbungskosten bei den Einkünften aus
nichtslebständiger Arbeit (VI R 4/2007 30. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist ein verbleibender
Verlustvortrag auch dann erstmals nach § 10 d IV 1 EStG gesondert
festzustellen, wenn der Einkommensteuerbescheid für das Verlustentstehungsjahr
zwar bestandskräftig ist, darin aber keine nicht ausgeglichenen negativen
Einkünfte berücksichtigt worden sind (IX R 70/2006 17. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle verliert der wegen
Unverhältnismäßigkeit (z. B. des Einbaus anderer Fenster als der bestellten)
nicht leistende Werkunternehmer den Anspruch auf Werklohn nach § 326 I 1.
Halbs. BGB (6 U 102/2008 27. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle steht das Vertrauen eines
geschiedenen Ehegatten auf die Gewährung des vereinbarten nachehelichen
Unterhalts einem Wegfall des Unterhaltsanspruchs alsbald nach Inkrafttreten der
Unterhaltsreform jedenfalls dann entgegen, wenn die Ehe von langer Dauer war,
der unterhaltsberechtigte Ehegatte nach der Scheidung noch 11 Jahre gemeinsame
minderjährige Kinder betreut und auf Grund seines Alters und seiner fehlenden
Berufsausbildung und Berufserfahrung nur geringe Möglichkeiten auf dem
Arbeitsmarkt hat (10 WF 350/2008 27. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist die
Verweigerung der Aufnahme weiterer Punkte auf die Tagesordnung der
Wohnungseigentümerversammlung durch den Verwalter pflichtwidrig, wenn eine
ordnungsgemäße Verwaltung die Aufnahme erfordert (20 W 426/2005 18. August
2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen trifft die
Entscheidung, ob und wie ein Autobahnabschnitt für eine Versammlung (z. B.
Fahrraddemonstration) frei gegeben wird, die Versammlungsbehörde nach § 15
VersG nach Beteiligung der für die Erlaubnis einer Sondernutzungserlaubnis
zuständigen Behörde (6 B 1629/2008 31. Juli 2008).
Der Senat von Lllinois enthebt Rod Blagojevich wegendes versuchten Verkaufs des
Senatssitzes Barack Obamas einstimmig seines Amtes als Gouverneur.
2009-02-02
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe darf ein Sportverband
auf Grund der Meinungsfreiheit auf seiner Internetseite Übersichten über
gesperrte Spieler unter Namensnennung veröffentlichen (14 U 131/2008 30. Januar
2009).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz ist die Klage eines
Mitbewerbers (Hans-Josef Graefen) gegen die Besetzung der Stelle des
Präsidenten des Oberlandesgerichts (mit Ralf Bartz) wegen Unzulässigkeit
abgewiesen (10 A 10805/2008 30. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Düsseldorf erwirbt auch ein
während des ganzen Jahres krankgeschriebener Arbeitnehmer den gesetzlichen
Anspruch auf Erholungsurlaub von vier Wochen (12 Sa 486/2006 2. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz muss ein
krank geschriebener, aber tatsächlich (z. B. als Briefzusteller) arbeitender
Mitarbeiter dem Arbeitgeber die Kosten des für die Aufdeckung der Tätigkeit
erforderlichen Privatermittlers ersetzen (7 Sa 197/2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Stuttgart ist das
Selbstablehnungsgesuch eines Notars begründet, wenn er als Grundbuchrichter
seine eigene Handlungsweise und rechtliche Einschätzung der Geschäftsfähigkeit
des Veräußerers eines Grundstücks bei der Beurkundung des Kaufvertrags
rechtlich zu würdigen hätte (1 AR 1/2009 26. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Dresden bestimmt sich der
Umfang der Räumpflicht und Streupflicht einer Gemeinde nach ihrer
Leistungsfähigkeit, so dass eine Sackgasse in einem verkehrsberuhigten Bereich
ausgespart sein kann (3 K 1922/2008 29. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main ist die eine
Mischkalkulation für verschiedene Friedhöfe verwendende Bestattungs- und
Gebührensatzung Frankfurts am Main rechtmäßig (10 E 3692/2007 [3]).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Neustadt an der Weinstraße
besteht auch ein berechtigtes Interesse an der Haltung eines gefährlichen
Hundes, wenn dieser aus einem Tierheim eines anderen Bundeslandes (z. B.
Baden-Württemberg) stammt (5 L 1418/2008 22. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Trier besteht für Druckwerke
auf Anforderung mit einer zu erwartenden Stückzahl von weniger als zehn keine
Ablieferungspflicht eines Pflichtexemplar, aber auch kein
Entschädigungsanspruch für ein abgeliefertes Exemplar (5 K 698/2008 21. Januar
2009).
Die Änderungen des Bundeselterngesetzes sind zum 1. Februar 2009 in Kraft
getreten (Möglichkeit der Großelternzeit, einmalige Änderungsmöglichkeit der
Elterngeldbezugszeit, Mindestbezugszeit von 2 Monaten pro Elter).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Italiens sind vier Angeklagte
wegen Beteiligung an der Ermordung des Politikers Francesco Fortugno zu
lebenslanger Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von Amerika
ist Rapper DMX (Earl Simmons) wegen Tierquälerei, Rauschgiftvergehens und
Diebstahls zu drei Monaten Haft und 18 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Militärgerichts der Vereinigten Staaten
von Amerika wird ein Verfahren gegen Abd al Rahim al Nashiri wegen des
Anschlags auf das Kriegsschiff USS Cole in Aden im Jahr 2000 nicht ausgesetzt.
Madonna darf Sohn Rocco und Adoptivsohn David in die Vereinigten Staaten von
Amerika holen.
Der Kölner Bürgermeister Josef Müller (CDU) legt wegen eines bekanntgewordenen
Beratervertrags mit der Sparkassen-Kapitalbeteiligungsgesellschaft Düsseldorf
mbH seine politischen Ämter nieder.
Die Polizei Kenias verhaftet George Obama wegen Rauschgiftbesitzes.
Intersport übernimmt 50 Prozent an Sabu-Schuh & Marketing GmbH
(Salamander).
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht befreit Rupert Murdoch von
der Pflicht, den Aktionären Premieres ein Pflichtangebot zu unterbreiten,
sobald seine Beteiligung 30 Prozent überschreitet.
Relia-Star Life zahlt einen Teil der Lebensversicherung von 10 Millionen Dollar
an Heath Ledgers Tochter Matilda Rose.
2009-02-03
Nach einer Entscheidung des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag sind
Rumänien 79,34 Prozent eines zwischen Rumänien und der Ukraine im Schwarzen
Meer umstrittenen, 12000 Quadratkilometer großen Kontinentalplateaus
zugesprochen (3. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
Zwangsabgabe der Bauern an den Absatzfonds der Land- und Ernährungswirtschaft
als unzulässige Sonderabgabe verfassungswidrig (2 BvL 54/2006 3. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands gelten für vor dem
1. November eröffnete Insolvenzverfahren über das Vermögen von Gesellschaften
mit beschränkter Haftung die vor dem 1. November 2008 geltenden Regelen (II ZR
260/2007).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Bayern ist das vom
Deutschen Gewerkschaftsbund angeregtes Volksbegehren eines landesgesetzlichen
Mindestlohns wegen der Zuständigkeit des Bundesgesetzgebers unzulässig.
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Bremen dürfen Kinder der
bekanntesten Homeschooling-Familie Deutschlands nicht zu Hause unterrichtet
werden.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen sind eine
Bebauungsplanänderung und eine Veränderungssperre Hanaus zwecks Verhinderung
der Errichtung eines zweiten Zwischenlagers für Atommüll durch einen
Logistikunternehmer rechtmäßig.
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Niedersachsen muss das Land
Niedersachsen die Kosten für Sondierungsmaßnahmen zum Auffinden von
Kampfmitteln während des Ausbaus des Emdener Hafens zwischen 1996 und 2001
tragen (11 LC 480/2007 29. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Düsseldorf ist Dieter Holzer wegen
Beihilfe zur Steuerhinterziehung zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg muss die Dresdner Bank einem
Algerier im Rentenalter wegen des Verkaufs eines reinen Spekulationspapiers mit
Wettcharakter als Alpha-Zertifikat 12000 Euro Schadensersatz zahlen (318 O
04/2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen ist der eine
Gebührenbefreiung während der Kindererziehung für Studierende eines
Zweitstudiums ausschließende § 3 der Studienbeitrags- und
Hochschulabgabenverordnung Nordrhein-Westfalens nichtig (4 K 1378/2007 28.
Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Handelsgerichts Wien ist eine Klage der
Österreichischen Bundesbahn gegen die Deutsche Bank auf 612 Millionen Euro aus
riskanten Spekulationsgeschäften abgewiesen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Österreichs ist eine
vermögenslose Bedienstete des öffentlichen Dienstes in Graz wegen Strafmandaten
in Höhe von 25000 Euro vor allem wegen rechtswidrigen Parkens zu 500 Tagen
ersatzweiser Haft verurteilt.
Fraport verkauft 65 Prozent des Flughafens Hahn im Hunsrück für einen Euro an
Rheinland-Pfalz.
Der designierte Gesundheitsminister der Vereinigten Staaten von Amerika gibt
wegen hoher Steuerschulden den Kabinettsposten auf.
Der Präsident des Europäischen Parlaments gibt der euroskeptischen Partei Libertas
in Irland 200000 Euro Unterstützung.
Nobbe, Gert (11. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs Deutschlands) ist in den
Ruhestand getreten.
2009-02-04
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein
Berufsfußballspieler der ehemaligen Regionalliga Süd wegen Anstiftung zum
gewerbsmäßigen Bandenbetrug zu einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen verurteilt,
wobei es für die Einordnung der gemäß § 30 30 II StGB beabsichtigten Tat als
Verbrechen oder Vergehen auch in den Fällen des Sich-Bereiterklärens zur
Anstiftung gemäß § 30 II StGB nicht auf die Person des Anstifters, sondern auf
die des Anzustiftenden ankam (2 StR 165/2008 4. Februar 2009). (2 StR 165/2008
4. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind nach ihrer
objektiven Beschaffenheit und Einrichtung nicht für private Zwecke geeignete
Kraftfahrzeuge (z. B. zweisitzige Werkstattwagen) von der so genannten
Ein-Prozent-Regelung für Dienstwagen auszunehmen und kann sich das Finanzamt
für den Nachweis des Einsatzes auch für private Zwecke nicht auf den Beweis des
ersten Anscheins berufen (VI R 34/2007 18. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands hat eine ein Gebäude
zum Teil steuerfrei an einen Arzt vermietende und es im Übrigen den
Gemeinschaftern für private Zwecke überlassende Grundstücksgemeinschaft keinen
Anspruch auf Vorsteuerabzug aus den Herstellungskosten des Gebäudes (XI R
58/2007 8. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin ist der in Köln
ansässige Internetprovider QSC vorläufig von der Pflicht zur Vorratsspeicherung
von Internetdaten ausgenommen.
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Innsbruck ist eine durch eine
Videokamera überführte Sekretärin wegen Verleumdung und Falschaussage zu 1400
Euro Geldstrafe verurteilt.
Märklin beantragt die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.
Nach einem Beschluss des Europäischen Parlaments muss ein rechtswidrig
Arbeitnehmer beschäftigender Arbeitgeber alle Beihilfen des laufenden Jahres
zurückzahlen, Steuern und Abgaben nachzahlen, drei ortsübliche Monatslöhne
auszahlen und eine erforderliche Rückreise sowie eine Geldstrafe bezahlen.
Das Europäische Parlament lehnt einen Aufruf zur Verringerung des
Fleischverbrauchs zwecks Klimaschutzes ab.
Banzer, Jürgen wird Minister für Arbeit, Familie und Gesundheit in Hessen.
† Martini, Eberhard 31. Mai 1935-29. Januar 2009.
2009-02-05
Nach Entscheidungen des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat die
Metro-Unternehmensgruppe als Inhaberin der Marken Metro und Metrorapid keinen
kennzeichenrechtlichen Anspruch auf Nichtverwendung der Bezeichnung Metrobus
durch die Verkehrsbetriebe Berlin, Hamburg und München (I ZR 167/2006 5.
Februar 2009 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein
Mobiltelefonanbieter in einem Katalog erklären, dass Änderungen und Irrtümer
vorbehalten und die Abbildungen (nur) ähnlich sind, so dass die Angaben zu den
Produkten und die Abbildungen insoweit vorläufig und unverbindlich sind, als
die Katalogangaben durch den Anbieter vor oder bei Abschluss noch geändert
werden können (bloße Hinweise ohne eigenständigen Regelungsgehalt) (VIII ZR 32/2008
4. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Verurteilung eines Mieter durch eine Gasexplosion vertreiben wollenden
Mietsgrundstückseigentümers in Düsseldorf zu lebenslanger Haft und
anschließender Sicherungsverwahrung wegen sechsfachen Mordes rechtskräftig (3
StR 511/2008 7. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands dürfen Grundlage
einer Modernisierungsmieterhöhung nur die Kosten notwendiger Arbeiten sein (z.
B. vorgeschriebener Wasserzählereinbau), nicht dagegen alle Kosten tatsächlich
durchgeführter Arbeiten (VIII ZR 41/2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands muss eine
Gemeinde (z. B. Bühl) eine vor 1918 (z. B. 1868) vertraglich vereinbarte Übernahme
einer Kirchenbaulast erfüllen (7 C 11/2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands berühren die
Insolvenz eines Einzelunternehmers des Bauhauptgewerbes für sich allein und die
Einstellung des Geschäftsbetriebs durch den Insolvenzverwalter nicht die
weitere Anwendbarkeit des Tarifvertrags über das Sozialkassenverfahren im
Baugewerbe (bzw. die Ansprüche der Zusatzversorgungskasse auf
Sozialkassenbeiträge) und führt die Freigabe des Betriebsvermögens des
Schuldners nicht zu einem Übergang der Arbeitsverhältnisse auf den Schuldner (6
AZR 110/2008 5. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist eine weniger
als zwölf Stunden dauernde Rufbereitschaft nicht mit der täglichen Pauschale
des § 8 III TVöD zu vergüten, sondern mit der stundenweisen Vergütung (6 AZR
114/2008 5. Februar 2009).
Nach Entscheidungen des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main darf eine
Fehlerfeststellung im Enforcement-Verfahren erfolgen, wenn die geprüfte
Rechnungslegung mindestens einen Verstoß gegen gesetzliche Vorschriften
einschließlich der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung oder den sonst
gesetzlich zugelassenen Rechnungslegungsstandards von insgesamt wesentlicher
Bedeutung aufweist (WpÜG 1/2008 22. Januar 2009 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern ist die
Friedhofssatzung Münchens hinsichtlich der Einschränkung auf
nachgewiesenermaßen ohne ausbeuterische Kinderarbeit hergestellte Grabsteine
wegen Unzuständigkeit unwirksam (4 N 7789/4. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Mecklenburg-Vorpommern darf
bwin e. K. auf Grund einer in der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik
erteilten Erlaubnis in Mecklenburg-Vorpommern weiter Sportwetten über das
Internet anbieten und dafür werben.
Nach einer Eilentscheidung des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen ist
die in der allgemeinen Verwaltungsgebührenordnung Nordrhein-Westfalens
vorgesehene Gebühr von 1000 bis 10000 Euro für die Untersagung der Vermittlung
unerlaubten Glücksspiels (voraussichtlich) wegen Verletzung höherrangigen
Rechts nichtig (9 B 1788/2008 2. Februar 2009).
Nach Entscheidungen des Landesarbeitsgerichts Baden-Württemberg hat der
Betriebsrat kein Mitbestimmungsrecht bei Einführung des Entgeltrahmen-Tarifvertrags
zwischen IG Metall und Südwestmetall e. V. (5 TaBV 2/2008 16. Januar 2009 u.
a.).
In den Vereinigten Staaten von Amerika wird ein Gesetz beschlossen, nach dem
vier Millionen Kinder zusätzlich (zum Preis von etwa 6 Milliarden Dollar jährlich)
krankenversichert sind.
2009-02-06 Nach einer Entscheidung des
Oberlandesgerichts Brandenburg muss der Verwender von Produktfotos bei
fehlender Zustimmung des Herstellers (z. B. eines Navigationsgeräts) nach
Abmahnung Schadensersatz zahlen (z. B. 140 Euro) und Verfahrenskosten tragen (6
U 58/2008 3. Februar 2008).
Nach einer Entscheidung des
Oberlandesgerichts Saarbrücken ist der wegen eines Sachmangels Nachbesserung
wählende Käufer (z. B. eines Personenkraftwagens zum Preis von 107178 Euro)
nicht zum Rücktritt vom Kaufvertrag ohne vorherige Fristsetzung wegen
Fehlschlagens der Nachbesserung berechtigt, wenn er den Rücktritt erklärt, ohne
den Erfolg eines dem Verkäufer zuvor eingeräumten Nachbesserungsversuchs
abzuwarten (8 U 494/2007 29. Mai 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg erstreckt
sich die Beweiskraft der schriftlichen Anzeige der Rundfunkteilnahme nicht auf
die inhaltliche Richtigkeit der beurkundeten Erklärung (2 S 1084/2007 21.
August 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg kommt
die Bewilligung von Prozesskostenhilfe für die Fahrtkosten zur Teilnahme an
einer mündlichen Verhandlung für den unbemittelten Prozessbeteiligten nur bei
hinreichender Erfolgsaussicht in Betracht (3 M 52/2008 11. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern ist die
Aufhebung des Diplomstudiengangs Volkswirtschaftslehre durch Satzungen zur
Änderung der Prüfungsordnung und der Studienordnung an der Universität München
unwirksam (7 N 1140/2008 21. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen ist das vom Vogelsbergkreis
wegen Verhaltensstörungen infolge wahrscheinlicher Gehirnmutationen erlassene
Verbot der Züchtung von Landenten mit Federhauben rechtmäßig (8 A 1194/2006 5.
Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen sind die Stellungnahmen
der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern zu Fragen der
Bildungspolitik und Umweltpolitik mangels Zuständigkeit teilweise rechtswidrig
(8 A 1559/2007 5. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Niedersachsen ist eine
briefliche Aufforderung eines ehrenamtlichen Bürgermeisters gegenüber
Erstwählern zur Wahlbeteiligung rechtmäßig (10 LA 316/2008 29. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart darf eine
alleinstehende Frau mit vier minderjährigen Kindern aus der Volksgruppe der
Ashkali nicht in den Kosovo abgeschoben werden (A 11 K 6398/2007 3. November
2008).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München begründen Portraits Adolf
Hitlers und Fotos von Nationalsozialisten in Uniformen mit Hakenkreuzen im Flur
eines vermieteten Einfamilienhauses keine außerordentliche Kündigung durch den
Vermieter (424 C 18547/2008).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Frankreichs ist Christian
Ganczarski wegen Beteiligung an einem Attentat auf Djerba zu 18 Jahren Haft
verurteilt.
Jörg-Uwe Hahn ist neuer Justizminister Hessens, Jürgen Banzer neuer Minister
für Arbeit, Familie und Gesundheit, der bisherige Justizstaatssekretär Thomas
Schäfer Finanzstaatssekretär.
2009-02-07 Nach einer Entscheidung des Gerichts erster
Instanz der europäischen Gemeinschaften kann eine Warenform (z. B. roter
Lego-Stein mit kreiszylindrischen Noppen) auch dann technisch „erforderlich“
sein, wenn mit anderen Gestaltungen dieselbe technische Wirkung erzielt werden
kann, wobei hinsichtlich der technischen Bedingtheit wesentlicher Merkmale auf
die Sicht der Technik abzustellen ist (T-270/2006 12. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist es
verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, wenn bei der
Gerichtsstandsbestimmung gemäß § 36 I Nr. 3 ZPO berücksichtigt wird, dass für
einzelne Verfahrensbeteiligte bereits ein ausschließlicher Gerichtsstand
begründet ist, dass bereits Parallelverfahren anhängig sind und wo
Bevollmächtigte einiger Prozessbeteiligter ihren Kanzleisitz haben (1 BvR
2788/2008 12. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands gebietet die
bis zur rechtskräftigen Verurteilung zu Gunsten eines Angeklagten sprechende
Unschuldsvermutung (z. B. im Holzklotzwerferprozess) eine zurückhaltende,
ausgewogene Berichterstattung durch die Medien (1 BvQ 46/2008 27. November
2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main bleibt offen,
ob die Angemessenheitsvermutung bei einem übernahmerechtlichen Squeeze-out in §
39a III WpÜG eine Fiktion, eine unwiderlegliche Vermutung oder widerleglich ist
(Wp ÜG 2/2008 9. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main kann nach
Zurückweisung eines unbegründeten Terminverlegungsantrags ein auf diese Entscheidung
gestützter Befangenheitsantrag wegen Rechtsmissbräuchlichkeit als unzulässig
zurückgewiesen werden (2 U 155/2008 24. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm muss sich der Geschädigte
auf seinen Ersatzanspruch ein im Vergleich zum regionalen Markt wesentlich
höheres Internet-Restwertangebot dann schadensmindernd anrechnen lassen, wenn
es ihm sofort risikolos zugriffsfähig vorliegt (9 U 48/2008 31. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Jena tritt bei der Bestellung
eines Verteidigers der Gesichtspunkt der Ortsnähe im Rahmen der gebotenen
Interessenabwägung grundsätzlich gegenüber dem besonderen Vertrauensverhältnis
zurück (1 Ws 497/2008 26. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe ist einem den
notariell vereinbarten Ehegattenunterhalt zahlenden Ehemann das Berufen auf den
Verwirkungseinwand des § 1579 Nr. 2 BGB nicht verwehrt (2 UF 21/2008 30.
September 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Saarbrücken hat ein den Gebrauch
seines Kraftfahrzeugs trotz Erkenntnis der Mangelhaftigkeit der Bremsen
fortsetzender Kunde eines Autohauses keinen Anspruch gegen das eine Fahrt bis
zur nächsten Werkstatt nicht ausschließende Autohaus (4 U 129/2008 22. Juli
2008).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Niedersachsen gilt der
Vertretungszwang des § 67 IV 1 VwGO n. F. auch für die Anbringung eines
Ablehnungsgesuchs (5 LA 104/2005 28. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Hessen ist die fristlose
Entlassung eines Angestellten eines Supermarktkettenbetreibers wegen
Missbrauchs von Bonusgutscheinen (durch Nichtvernichtung nach Einkauf)
rechtswidrig, wenn der Arbeitgeber in anderen Fällen den Missbrauch duldet (6
Sa 384/2008).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen muss die
Deutsche Rentenversicherung in einem Prozess über die Zahlbarmachung von
Rentenansprüchen aus Beschäftigungen in einem Ghetto (vor dem deutschen
Gericht) in Tel Aviv (z. B. durch Vertreter) erscheinen, während einem
Ghettoüberlebenden das Erscheinen im Land der Täter unmöglich sein kann, so
dass gegen eine Beklagte ein Ordnungsgeld von 1000 Euro verhängt werden kann (8
R 239/2007 3. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Nürnberg-Fürth verletzt der
Beschlussanfechtungskläger nach dem Wohnungseigentumsgesetz grundsätzlich seine
prozessuale Mitwirkungspflicht, wenn er den Kostenvorschuss nach Anforderung
des Gerichts nicht binnen 14 Tagen einzahlt (14 S 4986/2008 1. Oktober 2008).
*Hübner, Heinrich, Erbschaftsteuerreform 2009, 2009
*Müller, Klaus J., The GmbH, 2. A. 2009
*Bechtold/Bosch/Brinker/Hirsbrunner, EG-Kartellrecht, 2. A. 2009
2009-02-08 Nach einer Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands geben weder der Plenumsbeschluss des
Bundesverfassungsgerichts noch das Gemeinschaftsrecht vor, den Maßstab der
Willkürkontrolle in der Frage der Vorlagepflichtverletzung zu verschärfen (2
BvR 2419/2006 6. Mai 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands vermindert die
Verletztenrente aus der Unfallversicherung infolge der Kongruenz mit dem
Erwerbsschaden des Verletzten den Anspruch des Arbeitgebers auf Ersatz wegen
unfallbedingter Arbeitsunfähigkeit geleisteter Lohnfortzahlungen (VI ZR
312/2007 2. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann die
Ausarbeitung des Entwurfs eines danach abgeschlossenen Vertrags eine Mitwirkung
beim Abschluss eines Einigungsvertrags gemäß Nr. 10000 RVG VV sein (IX ZR
186/2007 20. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands genügt eine
Erörterung von Verfahrensfragen zur Fristwahrung jedenfalls dann, wenn der
Sitzungstag nicht von vornherein als so genannter Schiebetermin eingeplant war
(1 StR 583/2008 5. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann bei
vertraglichem Ausschluss des Versorgungsausgleichs das Familiengericht
aussprechen, dass eine Entscheidung über den Versorgungsausgleich nicht
stattfindet, wogegen die befristete Beschwerde zulässig ist (XII ZB 110/2006
22. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands bezeichnet die
feste Altersgrenze den Zeitpunkt, zu dem grundsätzlich mit einer
Inanspruchnahme der Betriebsrente und dem altersbedingten Ausscheiden aus dem
Berufsleben zu rechnen ist, ohne dass das Ende des Arbeitsverhältnisses bindend
festgelegt sein muss (3 AZR 865/2006 17. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kommt ein
Wiedereinstellungsanspruch eines wirksam gekündigten Arbeitnehmers dann in
Betracht, wenn nach Ablauf der Kündigungsfrist auf Grund eines
Betriebsübergangs eine Weiterbeschäftigungsmöglichkeit für den Arbeitnehmer
besteht, wobei der gekündigte Arbeitnehmer seinen Anspruch innerhalb eines
Monats nach Kenntnis vom Betriebsübergang geltend machen muss (8 AZR 201/2007
21. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands liegt, wenn der
Ehegatte des Steuerpflichtigen als Schuldner ein Darlehen aufnimmt, um dem
Steuerpflichtigen Mittel zum Erwerb einer Rentenversicherung gegen
Einmalzahlung zuzuwenden, und er gegenüber der Bank die Schuldenzinsen trägt,
eigener Aufwand des Steuerpflichtigen vor, wenn der Steuerpflichtige im
Innenverhältnis verpflichtet ist, den Ehegatten von der Verpflichtung zur
Zinszahlung und Tilgungszahlung freizustellen (X R 36/2005 25. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bamberg ist die bloße Duldung
einer Kontoüberziehung mangels eines vertraglichen Anspruchs auf
Kreditauszahlung keine pfändbare Forderung und liegt bei Verschweigen eines
überzogenen Girokontos keine falsche Versicherung an Eides Statt vor (3 Ss
106/2008 29. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bremen ist nach einer
Ehescheidung dem Unterhaltsberechtigten eine Übergangszeit einzuräumen, weil er
nach der Ehescheidung Zeit benötigt, um sich auf die Kürzung des
eheangemessenen Unterhalts einzustellen (5 WF 62/2008 12. September 2008).
Bei einer Volksabstimmung in der Schweiz stimmen 59,6 Prozent der
Stimmberechtigten für eine Fortsetzung des freien Personenverkehrs mit der
Europäischen Union und die Ausdehnung auf Rumänien und Bulgarien.
Bei den Wahlen in Liechtenstein gewinnt die Vaterländische Union Klaus
Tschütschers 47,6 Prozent der Stimmen der 18500 Wahlberechtigten während die
Fortschrittliche Bürgerpartei des bisherigen Ministerpräsidenten Otmar Hasler
auf 43,5 Prozent zurückfällt.
2009-02-09
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist das vom
Landgericht Mannheim gegen die Verteidigerin Ernst Zündels (und Lebensgefährtin
Horst Mahlers) verhängte Berufsverbot rechtskräftig, doch muss über die
Freiheitsstrafe von 42 Monaten neu verhandelt werden (3 StR 203/2008).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen darf ein
von einem Verwandten (z. B. Onkel) gewährtes zinsloses Darlehen nicht auf die
Grundsicherungsleistungen nach Hartz IV angerechnet werden, so dass deswegen
Leistungen des Arbeitslosengelds II von einem Empfänger nicht herausverlangt
werden können (7 AS 62/2008).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Saarland dürfen sich Eheleute
gegenseitig Aktien zu einem symbolischen Preis verkaufen, um bei einem
Finanzamt Verluste geltend machen zu können (2 K 1179/2004).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Coburg kann ein
Gaststättenpachtvertrag nach einer kurzen Mängelbeseitigungsfrist wegen
Verschmutzung bei Pachtbeginn fristlos gekündigt werden (12 O 111/2008 2. Juli
2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln darf eine Tochtergesellschaft der
DEKRA nicht mit einer Zertifizierungen von Rechtsanwälten werben (33 O 353/2008
3. Februar 2009).
Nach einer (weiteren) Entscheidung des Landgerichts Mannheim muss ein
Rechtsanwalt nicht grundsätzlich eine Krawatte tragen (6. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des
Verwaltungsgerichts Hamburg darf Roger Kusch wegen sozial unwertiger und
gemeinschaftsschädlicher Tätigkeit bzw. Gefährdung der öffentlichen Sicherheit
(durch Geschäftemacherei) vorläufig keine Sterhilfe leisten.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Dorsten ist Gerald Asamoah wegen
Geschwindigkeitsüberschreitung (auf dem Weg zur Entbindungsklinik) zu einer
Geldbuße von 1000 Euro und einem Fahrverbot von einem Monat verurteilt.
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft Düsseldorf sind die Ermittlungen
gegen 33 in Lybien Sicherheitspersonal schulende Polizeibeamte
Nordrhein-Westfalens wegen Nichtnachweisbarkeit des Verdachts des
Geheimnisverrats eingestellt.
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Österreichs verletzt die
derzeitige Abstandsmessung des Kraftfahrzeugverkehrs (z. B. eines deutschen
Kraftfahrzeugführers auf einer Autobahn) den Datenschutz.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Österreichs ist ein
mittelloser Hauskäufer zu zwei Jahren teilbedingter Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen
Gerichts der Vereinigten Staaten von Amerika ist Eddie Murphy der Vater einer
Tochter Melanie B.s und muss 40000 Dollar monatlichen Unterhalt zahlen.
Nach einer Entscheidung des obersten Gerichts Pakistans ist Abdul Qadir Khan
vom Hausarrest wegen rechtswidriger Weiterverbreitung von Nuklearmaterial
mangels substantiierter Vorwürfe befreit.
Nach einem Gutachten eines Sachverständigen könnte der Tod der slowenischen
Skifahrerin Beata Christandl an der Kreuzung zweier Abfahrten durch einen
Fahrfehler des Ministerpräsidenten Dieter Althaus verursacht sein.
Susan Crawford zieht die Anklage gegen Abd al-Rahim al-Nashiri in Guantánamo
zurück.
Der Einlagensicherungsfonds der deutschen Banken beginnt mit der Auszahlung von
Entschädigungsleistungen für Einlagen bei der insolventen deutschen
Tochtergesellschaft von Lehman Brothers (6,7 Milliarden Euro).
Der Beschluss des Präsidiums des Europäischen Parlaments über Wahlkampfhilfe
für Libertas ist ausgesetzt.
Schiesser in Radolfzell beantragt die Eröffnung eines
Insolvenzverfahrens.
Karl-Theodor von Guttenberg wird als Nachfolger des zurückgetretenen Michael
Glos neuer Wirtschaftsminister Deutschlands.
Deutsche Bank und Parmalat einigen sich über streitige Forderungen unter Zahlung
von 64 Millionen Euro seitens der Deutschen Bank.
Ein wahrscheinlich um 750 (714-768) in Trier geprägter, 1,18 Gramm schwerer
Denar wird für 34000 Euro verkauft.
2009-02-10
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs kann es ein Gericht eines
Mitgliedstaats der Europäischen Union (z. B. Großbritannien) einer Person nicht
verbieten, einen Zivilprozess vor einem Gericht eines andern Mitgliedstaats (z.
B. Italien) einzuleiten oder fortzuführen, selbst wenn der Prozess
möglicherweise einer Schiedsvereinbarung widerspricht (C-185/2007 10. Februar
2009).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs durfte die Richtlinie
über die Vorratsdatenspeicherung (2006/24/EG) entgegen der Ansicht Irlands auf
der Grundlage des Art. 95 EG-Vertrag erlassen werden, weil sie überwiegend das
Funktionieren des Binnenmarkts betrifft (C-301/2006 10. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Gerichts erster Instanz der europäischen
Gemeinschaften ist die Entscheidung der Europäischen Kommission, einer
Kapitalzuführung in Höhe von 297,5 Millionen Euro zu Gunsten der Post Belgiens
zuzustimmen, nichtig, weil auf Grund der möglichen Auswirkungen auf den
gemeinsamen Markt in einem förmlichen Prüfungsverfahren der Deutschen Post AG
und DHL International die Möglichkeit einer Stellungnahme gewährt werden hätte
müssen (T-388/2003 10. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein
Steuerberater den durch eine telefonische Auskunft (unentgeltlicher
Auskunftsvertrag) entstehenden Schaden ersetzen (IX ZR 12/2005 18. Dezember
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kommt es bei der
Anpassung einer Betriebsrente grundsätzlich nur auf die wirtschaftliche Lage
des die betriebliche Altersversorgung schuldenden Arbeitgebers an, nicht auf
die wirtschaftliche Lage des umschließenden Gesamtkonzerns (3 AZR 727/2007 10.
Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern ist die
Sicherstellung eines Motorrads bei bestimmten Geschwindigkeitsüberschreitungen
am Kesselberg zwischen Kochelsee und Walchensee rechtswidrig (10 BV 1422/2008
26. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz mindern die
nach einer Gehaltsumwandlung durch den Arbeitgeber im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung
an eine Pensionskasse geleisteten Zahlungen die Hilfsbedürftigkeit eines
Empfängers von Arbeitslosengeld II nicht (3 AS 118/2007 24. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Köln kann ein Freiberufler nicht
sein Wertpapierdepot als Betriebsvermögen behandeln und Verluste daraus
steuermindernd geltend machen, weil für die negativen Einnahmen ein
betrieblicher Veranlassungszusammenhang fehlt, da die Wertpapiere nicht zum
Einsatz in der freiberuflichen Praxis (z. B. eines Orthopäden) bestimmt waren
(15 K 125/2004).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin muss das Deutsche Historische
Museum das von Thomas Theodor Heine für den Simplizissimus entworfene Plakat
Dogge an den Sohn des jüdischen Sammlers Hans Sachs herausgeben, das Filmplakat
Blonde Venus wegen Nachweis eines anderen Eigentümers nicht, wobei die
Gegenklage des Museums auf Feststellung seiner Eigentumsrechte an der
Plakatsammlung abgewiesen wurde (O 116/2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz braucht auch ein seine
eigenen Tiere über mehr als 65 Kilometer befördernder Landwirt (z. B.
Landwirtschaftsmeister) eine Transportgenehmigung (2 K 498/2008 20. Januar
2009).
Der Senat der Vereinigten Staaten von Amerika beschießt ein Konjunkturpaket in
Höhe von 838 Milliarden Dollar.
Die Großbank UBS der Schweiz erleidet 2008 einen Verlust von rund 13 Milliarden
Euro.
2009-02-11 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands verletzen die langfristigen (mehr als vier
Jahre geltenden) Gaslieferverträge großer Gasversorgungsunternehmen deutsches
und europäisches Kartellrecht (KVR 67/2007 10. Februar 2009).
Nach Entscheidungen des Bundesfinanzhofs Deutschlands muss ein Leistungen aus
einer durch Beiträge seines Arbeitgebers finanzierten Gruppenunfallversicherung
ohne eigenen Rechtsanspruch erhaltender Arbeitnehmer im Zeitpunkt der
Versicherungsleistung die bis dahin entrichteten, auf seinen
Versicherungsschutz entfallenden Beiträge begrenzt auf die ausbezahlte
Versicherungsleistung als Arbeitslohn versteuern (VI R 9/2005 11. Februar 2009
u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands schließt die Barzahlung
einer Rechnung aus der Inanspruchnahme von Handerkerleistungen für
Renovierungsmaßnahmen, Erhaltungsmaßnahmen und Modernisierungsmaßnahmen die
entsprechenden Aufwendungen von der Steuerermäßigung nach § 35a EStG aus (VI R
14/2008 20. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands schließt die
Barzahlung einer Rechnung aus der Inanspruchnahme haushaltsnaher
Dienstleistungen die entsprechenden Aufwendungen von der Steuerermäßigung nach
§ 35a EStG aus (VI R 22/2008 20. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Zweibrücken muss ein
Grundstückseigentümer Prostitution trotz des Prostitutionsgesetzes auch nicht
in einem teils gewerblich genutzten Gebäude in einem Gewerbegebiet dulden.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I darf ein Unternehmen (z. B.
Brauerei Kaiser Bräu) in Werbetexten nicht ohne Zustimmung den Namen Klinsmann
verwenden (9 O 16992/2008 11. Februar 2009).
Nach Entscheidungen von Gerichten Chinas sind 76 Menschen wegen der
Unruhen in Tibet (mehr als 200 Tote) verurteilt.
In Luxemburg scheitert eine Initiative für ein Referendum gegen eine die Rechte
des Großherzogs einschränkende Verfassungsänderung.
Wittke, Oliver (CDU) tritt wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung (109
Stundenkilometer in geschlossener Ortschaft) als Verkehrsminister
Nordrhein-Westfalens zurück.
Die Aktionäre von Fortis lehnen mit knapper Mehrheit den Verkauf an BNP Paribas
ab.
Credit Suisse erleidet 2008 einen höheren Verlust als die Deutsche Bank.
Hypo Real Estate benötigt weitere 10 Milliarden Euro Unterstützung (insgesamt
102 Milliarden).
In Deutschland gibt es nach 1020 Neugründungen (2008) 16406 rechtsfähige
Stiftungen.
2009-02-12
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands darf ein Antrag
auf eine Rente (z. B. einer tschechischen Jüdin) für Arbeit in einem Ghetto (z.
B. Theresienstadt) nicht deswegen abgelehnt werden, weil die Zeit der
Verfolgung bereits von einer ausländischen Rentenversicherung (ohne Auswirkung
auf die Rente) anerkannt worden ist (5 R 70/2006 R).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe handeln für den Erwerb
preisgebundener Arzneimittel einen Bonustaler gewährende Apotheker
wettbewerbswidrig (4 U 160/2007 12. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen darf
die A 40 in Bochum bei zusätzlichen Lärmschutzmaßnahmen sechsspurig ausgebaut
werden (11 D 45/2006.AK).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Berlin ist eine
Marketmanagerin bei Sony BMG nicht wegen Schwangerschaft nachweislich
diskriminiert (2 Sa 2070/2008).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Hamm darf eine Kommune einen
wegen gemeinschaftlicher Zuhälterei und Körperverletzung zu einer
Bewährungsstrafe verurteilten Arbeitnehmer ordentlich verhaltensbedingt kündigen
(17 Sa 1567/2008 12. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Landshut ist Horst Mahler in
Bestätigung eines Urteils des Amtsgerichts Erding wegen Volksverhetzung zu zehn
Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Dresden ist das Verfahren des
Freistaats Sachsen zur Eintragung der Leipziger Musikbibliothek Peters in das
Verzeichnis national wertvoller Kulturgüter nach dem Kulturgutschutzgesetz
rechtmäßig (5 K 1837/2005 5. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundeskartellamts Deutschalands darf M. DuMont
Schauberg den Berliner Verlag übernehmen.
Der Bundestag Deutschlands beschließt, dass ab 1. September 2009 bei einer
Ehescheidung jeder Ehegatte gegen jeden Versorgungsträger einen Anspruch auf
den jeweiligen halben Versorgungsanspruch erhält.
Bayern München nimmt in der Umsatzliste der Fußballvereine Europas den vierten
Platz ein (295,3 Millionen Euro, Real Madrid 365,8 Millionen).
Der deutsche Aktienindex erreicht 4408 Punkte.
2009-02-13 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands steht die gefährliche Körperverletzung in der
Form der lebensgefährdenden Behandlung in Tateinheit mit der durch die
Tathandlung verursachten schweren Körperverletzung (3 StR 408/2008 21. Oktober
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands begründet die
individualrechtliche Bezugnahme eines Tarifvertrags nicht dessen
tarifrechtliche Geltung, so dass die Bestimmungen eines vertraglich in Bezug
genommenen Tarifvertrags nicht im Wege der Auflösung einer Tarifpluralität nach
dem tarifrechtlichen Spezialitätsgrundsatz verdrängt werden können (4 AZR 784/2007
22. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands wird bei
Übersehen eines Hinweises auf eine Schwerbehinderteneigenschaft in einer
Bewerbung eine Benachteiligung wegen einer Behinderung vermutet, ohne dass es
auf ein Verschulden der handelnden Menschen ankommt (9 AZR 791/2007 16.
September 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München ist die Verfügung eines
Betreuers eines Erben nach österreichischem Recht über Wertpapiere aus dem
Nachlass auch vor ausstehender Einantwortung genehmigungsbedürftig nach den §§
1812, 1908i I BGB (33 Wx 266/2008 5. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle gehören zu den einem
Zeugen wegen Ausbleibens in einem Beweisaufnahmetermin auferlegten Kosten alle
Kosten, die durch die Anberaumung eines neuen Beweisaufnahmetermins entstehen
(Reisekosten der Partei, ihres Prozessbevollmächtigten, Entschädigung für
Zeitversäumnis der Partei, Tagegeld und Abwesenheitsgeld, nicht dagegen der
Verdienstausfall für den Prozessbevollmächtigten (2 W 271/2008 11. Dezember
2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle sind Reisekosten eines
auswärtigen Rechtsanwalts nicht erstattungsfähig, wenn die schriftliche
Information eines bei dem Protzessgericht ansässigen Rechtsanwalts ausreichend
und zumutbar war (2 W 216/2008 24. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Düsseldorf ist Rainer Witzel von der
landeseigenen nordrhein-westfälischen Landesentwicklungsgesellschaft wegen
Untreue zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt (12. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main ist die allgemeine
Kriminalität in einem Zielgebiet (z. B. Brasilien) kein Reisemangel und muss
der Reiseveranstalter auf dieses allgemeine Lebensrisiko nicht besonders
hinweisen (2/19 O 105/2008 12. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg ist der seine sechzehnjährige
Schwester Morsal O mit 23 Messerstichen tötende Afghanodeutsche Ahmad-Sodiar O.
wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt (621 Ks 17/2008 13. Februar 2009).
Der Bundesrat Deutschlands billigt den Staatsvertrag zur Querung des
Fehmarnbelts.
2009-02-14 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands kommt bei Erfüllung der gesetzlichen
Anforderungen an eine Berufungsschrift oder eine Berufungsbegründungsschrift
die Deutung, dass ein Schriftsatz (z. B. Prozesskostenhilfeantrag) nicht als
zugleich eingelegte Berufung oder Berufungsbegründung bestimmt war, nur in
Betracht, wenn sich dies aus den Begleitumständen mit einer jeden vernünftigen
Zweifel ausschließenden Deutlichkeit ergibt (XII ZB 185/2008 17. Dezember
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann das Rechtsschutzbedürfnis
für einen wiederholten Antrag auf Prozesskostenhilfe nur bei Missbrauch des
Rechts zur Stellung eines erneuten Antrags verneint werden (VIII ZB 78/2006 16.
Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands liegt ein
Nährstoffbedarf auch vor, wenn durch die Nährstoffzufuhr ernährungsbedingten
Erkrankungen entgegengewirkt werden soll und können auch für den Hersteller
genehmigungsbedürftige Erzeugnisse Bestandteil einer normalen Ernährung sein (I
ZR 100/2006 4. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands erfolgt die
Zwangsvollstreckung zwecks Herausgabe eines grundbuchmäßig hinreichend
bestimmten Grundstücks grundsätzlich durch Räumung und Besitzeinweisung bzw.
bei Brachliegen durch Besitzeinweisung in einer Protokollerklärung, auch wenn
in Ermangelung von Grenzsteinen oder Ähnlichem die genauen Grenzen des
Grundstücks an Ort und Stelle nicht zu bestimmen sind (I ZB 120/2005 4.
Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein durch
Krankheit an der Wahrnehmung eines Termins zur mündlichen Verhandlung
gehinderter Prozessbevollmächtigter alle erforderlichen und zumutbaren
Maßnahmen ergreifen, um das Gericht rechtzeitig von der Verhinderung zu
unterrichten (VI ZR 317/2007 25. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss dem
Unterhaltspflichtigen gegenüber dem Ehegattenunterhalt wie dem
Betreuungsunterhalt grundsätzlich ein Selbstbehalt verbleiben, der den
notwendigen Selbstbehalt gegenüber einem Unterhaltsanspruch minderjähriger
Kinder (§ 1603 II BGB) übersteigt und zwischen diesem und dem angemessenen
Selbstbehalt (§ 1603 I BGB) liegt (XII ZR 51/2008 19. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm ist die Eintragung im
Verkehrszentralregister keine mit einem Fahrverbot vergleichbare Nebenfolge,
die neben der Geldbuße als zusätzliche Sanktion verhängt werden kann (2 Ss OWi
803/2008 27. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen ist ein
aus psychischen Gründen nicht mehr vor Gericht auftreten und nicht mit mehr als
zwei Gesprächspartner gleichzeitig kommunizieren könnender Rechtsanwalt nicht
ohne Weiteres Berufsunfähig (5 A 2437/200630. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I ist die Bezeichnung eines
Menschen als Ndrangethista in einem Buch nur unter den Voraussetzungen einer
zulässigen Verdachtsberichterstattung rechtmäßig (9 O 1961/2008 15. Dezember
2008).
*Schmittat, Karl-Oskar, Einführung in die Vertragsgestaltung, 3. A. 2009
*Grundgesetz, hg. v. Sachs, Michael, 5. A: 2009
*Unternehmensbesteuerung und Rechtsform, hg. v. Jacobs, Otto H., 4. A. 2009
*Besteuerung privater Kapitalanlagen, hg. v. Feyerabande, Hans-Jürgen A., 2009
*Anwalts-Handbuch Einstweiliger Rechtsschutz , hg. v. Klevemann, Dirk, 2008
*Hartmann, Peter, Kostengesetze, 39. A. 2009
2009-02-15 Nach einer Entscheidung des Europäischen
Gerichtshofs müssen Erben unter bestimmten Umständen damit rechnen, in zwei
verschiedenen Mitgliedstaaten zweimal Erbschaftsteuer zahlen zu müssen, weil
die Mitgliedstaaten (z. B. Deutschland, Spanien) nicht zur Rechtsangleichung
oder zu Doppelbesteuerungsabkommen verpflichtet sind (C-67/2008 12. Februar
2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands wird das
Elternrecht des rechtlichen Vaters verletzt, wenn ein Gericht die
Erforderlichkeit der Klärung der Abstammung im Anfechtungsverfahren maßgeblich
mit dem Interesse des Kindes an der Abstammung begründet und dabei unter
Verkennung des Elternrechts des rechtlichen Vaters dessen Interesse und das
Interesse des Kindes am Erhalt der zwischen ihnen bestehenden rechtlichen Bindung
und sozialen Beziehung nicht hinreichend würdigt (1 BvR 1192/2008 13. November
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands gibt es,
wenn ein Kind einem Vater rechtlich zugeordnet ist und einem, Mann, der davon
ausgeht, der biologische Vater des Kindes zu sein, aus verfassungsrechtlich
nicht zu beanstandenden Gründen nicht das Recht zur Anfechtung der bestehenden
rechtlichen Vaterschaft eingeräumt ist, kein von der Verfassung geschütztes
Interesse, die biologische Vaterschaft ohne elterliche Verantwortung neben der
rechtlichen Vaterschaft festgestellt zu erhalten (1 BvR 1548/2003 13. Oktober
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands muss ein
Gerichtsvollzieher nicht eine dauerhafte Überlastung auf sich nehmen, sondern
ist es Aufgabe des Dienstherrn dafür Sorge zu tragen, dass in ausreichendem
Maße Personal und sachliche Mittel zur Verfügung stehen (2 BvR 263/2007 11.
März 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands müssen Banken
offenlegen, wenn sie für eine Geldanlage Rückvergütungen (Kickback-Zahlungen)
von Emittenten (z. B. Commerzbank bei CFB-Medienfonds) erhalten (XI ZR 510/2007
20. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands richtet sich die
Höhe des Innenausgleichs zwischen Mitbürgen und Grundschuldbestellern im
Zweifel nach dem Verhältnis der gegenüber dem Gläubiger übernommenen
Haftungsrisiken (XI ZR 588/2007 9. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands können Parteien
durch einvernehmliche Invollzugsetzung eines nicht beurkundeten Vertrags (z. B.
formbedürftigen Mietvertrags) zu erkennen geben, dass der Vertrag ohne
Rücksicht auf die nicht eingehaltene Schriftform wirksam werden soll (XII ZR
66/2006 8. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands begründet die
Abgabe einer Vertragserklärung eines Verbrauchers in einer Privatwohnung noch
kein Widerrufsrecht und ist die Erstellung einer Auseinandersetzungsbilanz
einer Gesellschaft eine vertretbare Handlung (II ZR 257/2007 22. September
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann im Rahmen der
Bewilligung von Prozesskostenhilfe der bedürftigen Partei eine
Rechtsanwaltssozietät beigeordnet werden (IV ZR 343/2007 17. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin kann sich der Empfänger einer
unberechtigt (überhöht) festgesetzten Pauschvergütung nicht auf den Wegfall der
Bereicherung berufen (1 Ws 47/2007 22. April 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg ist der nacheheliche
Aufstockungsunterhalt bei kinderloser Ehe von 20 Jahren auf vier Jahre zu
befristen, wenn keine ehebedingten Nachteile vorliegen (10 UF 15/2008 23.
September 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Rostock bezieht sich bei einem
Betrieb eines Baumarkts das Schriftformgebot des § 550 BGB auch auf Parkplätze,
Zufahrten und Anlieferungsflächen (3 U 108/2007 10. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Anwaltsgerichtshofs Nordrhein-Westfalen verlängert
sich die Dreijahresfrist des § 5 S. 1 FAO um die gesetzlichen
Mutterschutzzeiten (1 AGH 39/2008 22. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Niedersachsen begründen
Gespräche über die Art und Weise der formellen Erledigung des Rechtsstreits
keine Terminsgebühr oder Erledigungsgebühr (2 OA 338/2008 4. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Bochum sind zwei Manager der
Phenomedia AG (Moorhuhn) wegen Betrugs, Bilanzfälschung und Untreue zu 46 bzw.
36 Monaten Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Türkei ist der Direktor
des Museums von Usak wegen Diebstahls einer Münze und eines Anhängers aus dem
Schatz des Krösus zu 13 Jahren Haft verurteilt.
Bei einer Volksabstimmung in Venezuela entscheidet sich die Mehrheit für die
Aufhebung der Begrenzung der Amtszeit des Präsidenten (z. B. Hugo Chávez).
Metro verkauft 120 Modemärkte (Adler) an Bluo.
Deutschland stützt die Aareal Bank mit mehr als 4 Milliarden Euro.
Nach dem vom Bundesrat Deutschlands gebilligten Personalausweisgesetz dürfen
Künstlernamen und Ordensnamen wieder in Pässe und Personalausweise eingetragen
werde, was im November 2007 ausgeschlossen worden war.
2009-02-16
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Entlastung
des Vorstands und des Aufsichtsrats der Deutschen Bank für das Jahr 2002 durch
die Hauptversammlung wegen (allerdings nachholbarer) Nichtoffenlegung einer
Interessenkollision Rolf Breuers nichtig (II ZR 185/2007 16. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln darf die Möbeldiscountkette
Roller nicht eine dem Markenzeichen „Deutschland sucht den Superstar“
nachgebildete Suche wie „Roller sucht Deutschlands hässlichstes Jugendzimmer“
oder „Roller sucht Deutschlands hässlichstes Wohnzimmer“ durchführen (6 U
147/2008 6. Februar 2009).
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg ist die
Erhebung von Studiengebühren durch die Hochschulen Baden-Württembergs
verfassungsgemäß (2 S 1855/2007 16. Februar 2009 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen ist die
Klage des Präsidenten des Landgerichts Wuppertal gegen die Ernennung des
Ministerialdirigenten Johannes Keders zum Präsidenten des Oberlandesgerichts
Hamm abgewiesen, weil die Begründung für die Auswahl ermessensfehlerfrei und
beurteilungsfehlerfrei ist (1 B 1918/2008).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Düsseldorf kann auch ein
alleinstehender Arbeitnehmer Kosten einer doppelten Haushaltsführung (z. B.
Fahrtkosten) steuerlich geltend machen, wenn er am vom Arbeitsort verschiedenen
Heimatort eine selbständige Wohnung (z. B. im Haus der Eltern selbständig)
nutzt (7 K 1976/2005 E).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankenthal sind ein ehemaliger V-Mann
des Landeskriminalamts Rheinland-Pfalzs und ein Somalier wegen Ermordung dreier
Georgier zu lebenslanger Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main müssen
Blumenbar-Verlag und Olaf Krämer den Roman Ende einer Nacht über den Tod Romy
Schneiders wegen der Persönlichkeitsrechte des dritten Ehemanns der Mutter Romy
Schneiders mit geschwärzten Textstücken veröffentlichen (2-3 O 478/2008 13.
Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundeskartellamts Deutschlands muss das Druck- und
Verlagshaus Frankfurt am Main (Frankfurter Rundschau) 4,13 Millionen Euro
Bußgeld wegen Erwerb der Frankfurter Stadtanzeiger GmbH ohne Anmeldung zahlen.
Nach einer Entscheidung des Bundeskartellamt Deutschlands müssen Etex und ein
Mitarbeiter Bußgeld bezahlen, weil sie Kartellabsprachen von Tochtergesellschaften
nicht verhindert haben.
Nach einer Entscheidung des Staatsrats Frankreichs trägt Frankreich
Verantwortung für die Verfolgung von Juden unter dem Vichy-Regime, hat aber
bereits alle Entschädigungsansprüche soweit möglich beglichen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Schwedens ist die Studentin
Christine S. wegen Mordes (an zwei Klinkindern ihres früheren Freundes) und
versuchten Mordes (an der Mutter) zu lebenslanger Haft (in Deutschland)
verurteilt.
Die Bürger der Stadt Welzow in Brandenburg wählen ihren Bürgermeister
mehrheitlich ab.
Der Insolvenzverwalter der Philipp Holzmann AG zahlt nach sieben Jahren 5
Prozent der Gläubigerforderungen aus.
Baden-Württemberg kauft zur Vermeidung eines Rechtsstreits Schloss Salem von den
Großherzögen von Baden für geschätzte 60 Millionen Euro.
Die Bundesregierung Deutschlands schlägt Juliane Kokott für eine weitere
Amtszeit als Generalanwältin bei dem Europäischen Gerichtshof vor.
Die Staatsanwaltschaft Leoben hält eine Vernehmung Dieter Althaus’ wegen seines
Skiunfalls nicht für nötig.
Manager der Air Berlin verzichten auf einen Teil ihrer Bonuszahlungen für das
Jahr 2008.
Klaus Zumwinkel meldet sich in Köln ab, um an den Gardasee zu ziehen.
2009-02-17
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs haben Bürger der
Europäischen Union ein Recht gegenüber Behörden auf Auskunft über den Standort
von Genpflanzungen, ohne dass der Schutz der öffentlichen Ordnung zur
Verweigerung der Auskunft berechtigt (C-552/2007 17. Februar 2007).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs müssen Flüchtlinge desto
weniger eine persönliche Bedrohung belegen, je größer das Ausmaß allgemeiner
willkürlicher Gewalt in einem Land (z. B. Irak) ist (und umgekehrt) (C-465/2007
17. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands haben Prominente
(z. B. Sabine Christiansen) ein Recht auf Schutz ihrer privaten Lebensvorgänge
in der Öffentlichkeit, sofern das Informationsinteresse der Öffentlichkeit
nicht vorgeht (VI ZR 75/2008 17. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Verurteilung der Bickendorf Gangsters rechtmäßig (2 StR 558/2008 11. Februar
2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands darf ein
Arbeitgeber von einem unter der Pfändungsgrenze liegenden Nettogehalt eines
Arbeitnehmers keine Kostenpauschale für Arbeitskleidung einbehalten (9 AZR
676/2007 17. Februar 2009)
Nach einer Entscheidung des Bundespatentgerichts Deutschlands dürfen auch
Metzger außerhalb Münchens Weißwurst herstellen und sie als Münchner Weißwurst
verkaufen (30 W [pat] 22/2006).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen ist die
Beobachtung des Bundestagsabgeordneten Bodo Ramelow (Linkspartei) durch den
Verfassungsschutz rechtswidrig (16 A 845/2006 13. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg darf der ehemalige
Bundesanwalt Klaus Pflieger unter Anderem nicht mehr behaupten, Stefan Aust
habe die Vermutung geäußert, die Stammheimer Häftlinge seien von staatlicher
Seite ermordet worden (324 O 828/2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I ist ein einen Fahrgast nach
Hinweis auf das Rauchverbot anspuckender und verletzender Immobilienkaufmann
wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung zu vier Jahren Haft
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I darf ein Hauptinvestor in
einer Hauptversammlung einen Antrag auf Squeezeout von Minderheitsaktionären
auch stellen, wenn seine Aktien verpfändet sind, weil die Verpfändung nicht zum
Übergang der Mitgliedschaft auf den Pfandgläubiger führt (5 HKO 2522/2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Nürnberg-Fürth sind sechs ehemalige
Friedhofsbedienstete wegen Diebstahls von Zahngold im Krematorium im Wert von
135000 Euro zu Bewährungsstrafen zwischen sechs und 12 Monaten verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Mainz ist die fristlose Kündigung
eines den beamtenrechtlichen Vorschriften unterstellten Dienstverhältnisses (z.
B. des Leiters einer Einrichtung des Gemeinde- und Städtebunds) wegen
umfangreicher, die Vorschriften verletzender Nebentätigkeiten rechtmäßig (4 Ca
1795/2008 19. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Italiens ist der für
Falschaussagen zu Gunsten Silvio Berlusconis 600000 Dollar annehmende
Rechtsanwalt David Mills zu 56 Monaten Haft verurteilt.
Nach einer Mehrheitsentscheidung des Verfassungsgerichtshofs Albaniens darf ein
Gesetz über den Zugang zu Geheimdossiers aus der Zeit der kommunistischen
Diktatur vorläufig nicht angewendet werden.
Nach einer Wahlniederlage in Sardinien tritt Walter Veltroni als Führer der
Opposition Italiens zurück.
Der Bundestag Deutschlands beschließt als Voraussetzung zur Zulassung eines
Rechtsanwalts zur Fachprüfung für Notare eine mindestens dreijährige Zulassung
als Rechtsanwalt.
Wiechers, Ulrich ist Nachfolger Gerd Nobbes als Vorsitzender des Bankensenats
des Bundesgerichtshofs Deutschlands.
2009-02-18
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands darf ein
nicht mehr bekennender Professor der Theologie (z. B. Gerd Lüdemann) aus der bekenntnisgebundenen
Theologieausbildung (z. B. Neues Testament [in Göttingen]) abgezogen werden und
einem anderen Fach (z. B. Geschichte und Literatur des frühen Christentums oder
Frühchristliche Studien) zugeteilt werden, weil das kirchliche Selbstbestimmungsrecht
der Wissenschaftsfreiheit vorgeht (1 BvR 462/2006 28. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist die
Umsatzsteuerpflicht sonstiger Glücksspiele mit Geldeinsatz möglicherweise
europarechtswidrig (XI R 79/2007 17. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands darf ein freiwillig
in einer gesetzlichen Krankenkasse bezogenes Krankengeld eines Versicherten in
den Progressionsvorbehalt einbezogen werden (X R 53/2006 26. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Nordrhein Westfalen darf
die Kommunalwahl in Nordrehein-Westfalen nicht auf den 7. Juni 2009 (Tag der
Europawahl) vorgezogen werden (VerfGH 24/2008 18. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz steht einem Beamten
Rheinland-Pfalzs kein Anspruch auf Beihilfe zu den Kosten der Impfungen seiner
bereits 19 bzw. 21 Jahre alten Töchter gegen Gebärmutterhalskrebs zu, weil die
Impfung nur für Mädchen zwischen 12 und 17 empfohlen ist (2 A 11125/2008 9.
Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main muss sich der
Pauschalreisende bei einem Reisemangel an den Reiseveranstalter wenden, nicht
an das vermittelnde Reisebüro (2-24 S 64/2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main muss ein das Zeichen
Do not disturb an der Zimmertüre anbringender Reisender damit rechnen, dass das
Hotelpersonal die Türe auch dann nicht öffnet, wenn er zufällig in eine
hilflose Lage (z. B. Nierenversagen) gerät (2-19 O 153/2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main ist der
Widerruf der Anerkennung einer 37jährigen Bauchtänzerin aus dem Iran als
Flüchtling wegen geänderter Rechtslage rechtswidrig, weil nach wie vor eine
Verfolgungsgefahr besteht (7 K649/2008 F. A[1]).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Trier unterliegt eine
Veranstaltung von Pokerturnieren mit Sachpreisen von geringem Wert und bloßem
Unkostenbeitrag nicht dem Glücksspielstaatsvertrag, sondern dem gewerblichen
Spielrecht (1 K 592/2008 3. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Leipzig kann eine Reisende
grundsätzlich verlangen, dass statt des plötzlich erkrankten Ehemannes eine
Freundin an der Reise teilnehmen darf, weil der Reisevertrag nicht höchstpersönlicher
Natur ist (109 C 6537/2006).
Nach einer Berufungsentscheidung des Oberlandesgerichts Innsbruck ist die
Teilbedingtheit der Haftstrafe gegen einen unter Alkoholeinfluss drei Fußgänger
tötenden neunzehnjährigen Kraftfahrzeuglenkers aufgehoben.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist der Antrag Roman Polanskis auf Einstellung des seit 1977 gegen ihn
laufenden Sexualstrafverfahrens trotz Unterstützung des verzeihenden Opfers
abgewiesen, weil er sich seitdem auf der Flucht befindet.
Der deutsche Aktienindex erreicht 4205 Punkte.
Die Europäische Union eröffnet Defizitverfahren gegen Frankreich, Spanien,
Griechenland und Irland.
2009-02-19
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs darf von türkischen
Staatsangehörigen, die in einen Mitgliedstaat der Europäischen Union (z. B.
Deutschland) einreisen wollen, um dort Dienstleistungen für ein in der Türkei
ansässiges Unternehmen zu erbringen (z. B. Fernfahrer), auf Grund der
Dienstleistungsfreiheit kein Visum verlangt werden, wenn ein Visum bei
Inkrafttreten des Zusatzprotokolls zum Assoziierungsabkommen zwischen der
Türkei und der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft am 1. Januar 1973 nicht
verlangt wurde (C-228/2006).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshof ist eine dem Mieter zum
Außenanstrich von Türen und Fenstern verpflichtende allgemeine
Mietvertragsbedingung mit Wirkung für den gesamten Mietvertrag unwirksam (VIII
ZR 210/2008 18. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine den Mieter
während der Mietzeit zu Renovierung der Mieträume mit bestimmten Farben
zwingende allgemeine Mietvertragsbedingung ebenso unwirksam wie eine nicht am
Dekorationsbedarf ausgerichtete Endrenovierungsklausel (VIII ZR 166/2008 18.
Februar 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands haben Empfänger
von Arbeitslosengeld II keinen Anspruch auf Übernahme der Kosten für einen
Kabelanschluss, wenn sie Fernsehsender über eine Gemeinschaftsantenne empfangen
können (4 AS 48/2008 19. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart ist Thomas K.
(Revolutionäre Zellen) wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen
Vereinigung zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Deutschlands ist Katrin
Zimmermann (Krabbe) wegen Steuerhinterziehung zu einer Geldstrafe, ihr Ehemann
zu einer Strafe auf Bewährung verurteilt, woraufhin das Ehepaar Antrag auf
Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellte.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Russlands sind die wegen
Beihilfe zur Ermordung Anna Politkowskajas Angeklagten (Tschetschenen) wegen
Mangels an Beweisen freigesprochen.
Nach einer Entscheidung der Antidopingagentur Frankreichs ist Stefan Schumacher
wegen Dopings für zwei Jahre gesperrt.
Die Umweltminister der Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen einigen sich auf
ein Verbot von Quecksilber ab 2011.
Die UBS Bank in der Schweiz wird an die Finanzbehörden der Vereinigten Staaten
von Amerika Daten von 250 bis 300 Kunden übermitteln, die große Steuervergehen
begangen haben sollen.
Wegen Sanierung des Gerichtsgebäudes zieht das Bundesverfassungsgericht 2011
für drei Jahre in eine Kaserne am Stadtrand Karlsruhes.
In Deutschland sind 13 Regionalsprachen gefährdet (u. a. Nordfriesisch,
Saterfriesisch, Alemannisch, Ostfränkisch, Niedersächsisch, Jiddisch, Kölsch,
Bairisch, Ostfriesisch [1000 Sprecher] und Sorbisch [20000 Sprecher]).
2009-02-20 Nach einer Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist ein Eilantrag eines Betreibers von Biogasanlagen
bzw. einer Biogasanlage gegen die tatsächliche Kürzung der Einspeisevergütung
bei nebeneinander errichteten Biogasmeilern seit Jahresanfang 2009 abgelehnt (1
BvR 3076/20008 18. Februar 2009).
Nach Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands sind
verschiedene beamtenrechtliche Regelungen Nordrhein-Westfalens (z. B.
Höchstaltersgrenze von 35 Jahren für Verbeamtung von Lehrern, unzureichende
Berücksichtigung von Kindererziehungszeiten, Grundwehrdienstzeiten und
Schwerbehinderungen) rechtswidrig, doch werden Altersgrenzen für die
Einstellung oder Übernahme in eine Beamtenlaufbahn nicht durch das allgemeine
Gleichbehandlungsgesetz ausgeschlossen (2 C 18/2007 19. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands kann der zu
vertretende Bezug von Sozialhilfe nach acht Jahren nicht mehr als
Einbürgerungshindernis verwendet werden (5 C 22/2008 19. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands gibt es keinen
Rechtsgrundsatz wonach über eine Rüge der Verletzung des Anspruchs auf
rechtliches Gehör nach § 78a ArbGG möglichst die selben Richter entscheiden
sollen, die auch an der angegriffenen Entscheidung mitgewirkt haben, und
verpflichtet § 9 V ArbGG nicht zur Belehrung über die Voraussetzungen einer
Nichtzulassungsbeschwerde oder einer Rüge der Verletzung des Anspruchs auf
rechtliches Gehör (3 AZN 584/2008 22. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands muss ein
Empfänger von Arbeitslosengeld in München nicht deswegen eine kleinere Wohnung
bewohnen als anderswo, weil in München die Mieten höher sind als anderswo (4 AS
30/2008 R 19. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist eine tatsächliche
Verständigung im Steuerfestsetzungsverfahren nicht schon deshalb unwirksam,
weil sie zu einer von einem Beteiligten nicht vorhergesehenen Besteuerungsfolge
führt (I R 63/2007 8. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg erfüllt ein ohne
übermittelten Namenszug als Berufung eingelegtes Fax dann nicht die
inhaltlichen Anforderungen an eine Berufungsschrift, wenn in ihm keine
Bezugnahme auf ein Urteil enthalten ist und der Text nur aus dem Wort Berufung
besteht, und kann durch ein unsigniertes e-mail eine Berufung nicht formwirksam
eingelegt werden (1 Ws 465/2008 14. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Krefeld muss die über Akteneinsicht
nach § 406e StPO entscheidende Stelle die gegenläufigen Interessen abwägen und
bei einem Eingriff in Grundrechte eines Betroffenen diesen regelmäßig anhören
(21 AR 2/2008 1. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Anwaltsgerichts Köln besteht gegen ein Mitglied
einer Kammer des Anwaltsgerichts nicht bereits deswegen die Besorgnis der
Befangenheit, weil der Richter über eine disziplinarrechtliche Maßnahme der
Rechtsanwaltskammer zu entscheiden hat, an der als Vorstandsmitglied der
Rechtsanwaltskammer zuvor ein Sozius seiner Kanzlei mitgewirkt hat (10 EV
202/2008 20. Oktober 2008).
Der Bundesrat Deutschlands billigt den Nachtragshaushalt 2009.
Der deutsche Aktienindex erreicht 4039 Punkte.
2009-02-21 Nach einer Entscheidung des europäischen
Gerichtshofs für Menschenrechte verpflichtet die europäische
Menschenrechtskonvention Deutschland nicht dazu, Unrecht und Schäden wieder
gutzumachen, die das Deutsche Reich vor der Ratifizierung der Konvention
verursacht hat, und besteht bei einer freiwilligen Wiedergutmachung ein weiter
Ermessensspielraum, wobei allerdings Art. 6 EMRK keine Anwendung findet, wenn
ein Beschwerdeführer keinen Entschädigungsanspruch geltend machen kann
(45563/2004 4. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind im Verfahren
der Vollstreckbarerklärung eines ausländischen Unterhaltstitels Rückstände aus
der Zeit nach dessen Erlass nicht dem Streitwert hinzuzurechnen (XII ZB
195/2007 19. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands können
Schadensersatzansprüche gegen einen Anlageberater oder Anlagevermittler wegen
Verletzung der Pflichten aus einem Anlageberatungsvertrag oder einem
Auskunftsvertrag nicht Gegenstand eines Musterfeststellungsverfahrens sein,
auch wenn dem Anleger ein (fehlerhafter) Prospekt ausgehändigt wurde, der eine
wesentliche Grundlage für die Anlageentscheidung war (III ZB 92/2007 30.
Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist, wenn ein Notar
einen Serienentwurf erstellt, der Geschäftswert mit der Summe der Einzelwerte
der in Aussicht genommenen Verträge zu bemessen (V ZB 36/2008 25. September
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands gehören die Kosten
eines außergerichtlichen Vergleichs nur dann zu den zu erstattenden Kosten des
Rechtsstreits, wenn die Parteien dies vereinbart haben (V ZB 66/2008 25.
September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist anwaltliche
Werbung welche die Bereitschaft erkennen lässt, für die prozessuale Tätigkeit
eines Rechtsanwalts die gesetzlichen Gebühren zu unterschreiten, unsachlich und
damit unzulässig (AnwSt [R] 5/2005 9. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands kann die
Berufung auch dann bis zur Stellung der Anträge in der mündlichen Verhandlung
einwilligungsfrei zurückgenommen werden, wenn die Beteiligten ihr
Einverständnis mit einer Entscheidung des Gerichts ohne mündliche Verhandlung
erklärt haben, das Gericht aber eine mündliche Verhandlung durchführt (4 C
8/2007 20. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands hat ein
Arbeitnehmer Anspruch auf Entfernung einer dienstlichen Beurteilung aus seiner
Personalakte, wenn sich ein Fehler im Beurteilungsverfahren auf das
Beurteilungsverfahren auswirken kann (9 AZR 865/2007 18. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands begründet eine
fehlerhafte Berücksichtigung der vorgetragenen Tatsachen nicht die Zulassung
der Revision nach § 72a III 2 Nr. 3 Alt. 2 ArbGG wegen Verletzung des Anspruchs
auf rechtliches Gehör (9 AZN 836/2008 18. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann eine die
Rechtsnormen eines nachwirkenden Tarifvertrags ersetzen sollende andere
Abmachung gemäß § 4 V TVG auch schon vor Eintritt der Nachwirkung abgeschlossen
werden (4 AZR 789/2007 22. Oktober 2008).
*Rüthers, Bernd, Rechtstheorie, 4. A. 2008
*Koch, Frank A., Computer-Vertragsrecht, 7. A. 2009
*Bruck/Möller, Großkommentar zum Versicherungsvertragsgesetz, hg. v. Baumann,
Horst u. a., Bd. 1ff. 2008ff.
*Familienverfahrensrecht, hg. v. Friederici, P./Kemper, R., 2009
*Göhler, E., Ordnungswidrigkeitengesetz, 15. A. 2009
*Herdegen, Matthias, Europarecht, 11. A. 2009
*Herdegen, Matthias, Völkerrecht, 8. A. 2009
2009-02-22 Nach einer Entscheidung des europäischen
Gerichtshofs für Menschenrechte kann eine Beschwerde nach Art. 35 III EMRK als
missbräuchlich zurückgewiesen werden, wenn sie bewusst auf unrichtige Angaben
gestützt wird (z. B. Vorlage einer gefälschten Vollmacht) und hat das
Stiftungsgesetz bei dem Eingriff in das Eigentum im Rahmen der Gesamtregelung
der Entschädigung für Zwangsarbeit während der nationalsozialistischen Zeit den
erforderlichen gerechten Ausgleich hergestellt (25101/2005 3. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist in einem
Ehescheidungsverfahren eine Streitwertfestsetzung eines die Einkommensverhältnisse
und Vermögensverhältnisse sowie die Bedeutung der Sache im konkreten Fall als
durchschnittlich einstufenden Oberlandesgerichts auf 2500 Euro bei einem
Nettogehalt der Parteien von 2840 Euro willkürlich (1 BvR 177/2008 17. Dezember
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands verletzt die
Auffassung, dass ein Formwechsel von einer Kapitalgesellschaft in eine
Personengesellschaft ein Vermögensübergang ist und eine Gewerbesteuerpflicht
bei Veräußerung von Anteilen begründet wird, nicht gegen den Gleichheitssatz,
wobei bei der Berechnung des Gewinns die stillen Reserven im Zeitpunkt der
Veräußerung berücksichtigt werden dürfen (1 BvR 2360/2007 6. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Verwendung
eines Musikwerks als Klingelton eine Beeinträchtigung des Werks und ist § 6
lit. a II des GEMA-Berechtigungsvertrags in der Fassung des Jahres 1996 wegen
unangemessener Benachteiligung der Berechtigten unwirksam (I ZR 23/2006 18. Dezember
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands richtet sich, wenn
der Mieter in Ausübung seines Vorkaufsrechts nach § 577 I BGB in den vom
Vermieter als Eigentümer geschlossenen Kaufvertrag über einen unter
Zwangsverwaltung stehenden Mietgegenstand eintritt, der
Eigentumsverschaffungsanspruch des Mieters gegen den Vermieter, nicht gegen den
Zwangsverwalter (VIII ZR 13/2008 17. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind für den
Unterhalt eines geschiedenen Ehegatten nur die Steigerungen des verfügbaren
Einkommens zu berücksichtigen, die schon in der Ehe absehbar waren und sind neu
hinzugekommene Unterhaltspflichten regelmäßig auch bei der Bemessung der
ehelichen Lebensverhältnisse der geschiedenen Ehe zu berücksichtigen (XII ZR
9/2007 17. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann Darlehensgeber
nach § 491 I BGB (Verbraucherdarlehen) auch ein sonstiger Unternehmer sein, der
gelegentlich seiner gewerblichen Tätigkeit erstmals ein Darlehen vergibt (XI ZR
513/2007 9. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind die §§ 3 und 7
MaBV Schutzgesetze im Sinne des § 823 II BGB und sichert eine Bürgschaft gemäß
§ 7 MABV auch den Anspruch auf Verschaffung des Eigentums an dem verkauften
Grundstück (V ZR 144/2007 5. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschland ist die Lieferung
von Gegenständen an einen Abnehmer im übrigen Gemeinschaftsgebiet keine
steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung nach § 6a UStG, wenn der
inländische Unternehmer die Lieferung an einen Zwischenhändler vortäuscht, um
in kollusivem Zusammenwirken dem Abnehmer die Hinterziehung von Steuern zu
ermöglichen (1 StR 354/2008 20. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein einseitiger
Kündigungsausschluss zu Lasten des Mieters, der nicht in Zusammenhang mit einer
Staffelmiete vereinbart wird, in einer allgemeinen Mietvertragsbedingung wegen
unangemessener Benachteiligung des Mieters unwirksam (VIII ZR 30/2008 19.
November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands verletzt ein nach
einem Teilurteil einen Berechnungsmethodenwechsel vornehmendes Berufungsgericht
§ 301 ZPO (VIII ZR 47/2007 19. November 2009).
Nach einer Entscheidung des obersten Gerichtshofs Österreichs ist das Abstellen
von Schuhen im gemeinschaftlichen Flur durch einen Wohnungseigentümer
rechtswidrig.
Nach Entscheidungen der zuständigen Gerichte Chinas sind vier demonstrierende
Tibeter zu Haft zwischen drei und zehn Jahren verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Kartellgerichts Österreichs ist der
Zusammenschluss der Innsbrucker Kommunalbetriebe und des Unternehmens Daka im
Bereich der Kanalreinigung rechtmäßig.
2009-02-23 Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs
Deutschlands bestimmt sich der Beginn der Feststellungsfrist für einen
Verlustfeststellungsbescheid nach § 10d EStG nach den §§ 170 II 1 Nr. 1, 181 I
1 AO (IX R 90/2007 10. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin kann eine amtswegige
Verweisung von der Kammer für Handelssachen an die Zivilkammer gemäß § 97 II 1
GVG auch auf der Grundlage ergehen, dass der Beklagte nicht in das
Handelsregister eingetragen ist (2 AR 50/2008 6. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle geht, wenn der
Unterhaltsberechtigte vollständig an einer Erwerbstätigkeit gehindert ist, sein
Anspruch auf nachehelichen Krankheitsunterhalt nach § 1572 BGB auch dann auf
den vollen Unterhalt nach den ehelichen Lebensverhältnissen, wenn der
Berechtigte eine Rente wegen Erwerbsminderung bezieht, und rechtfertigt die
Betreuung zweier 16,5jähriger Zwillingskinder neben einer vollschichtigen
Erwerbstätigkeit grundsätzlich keinen Betreuungsbonus mehr für den
Unterhaltspflichtigen (17 UF 97/2008 2. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe kommt eine Absenkung
des Unterhalts unter den gegenüber Ehegatten geltenden Selbstbehalt in der
Regel nicht in Betracht (2 UF 5/2002 30. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München sind gemäß § 7 I 1
KapMuG auch Verfahren gegen Anlagenberater und Anlagenvermittler von Amtswegen
auszusetzen, wenn deren Entscheidung von einer im Musterverfahren zu treffenden
Feststellung oder einer im Musterverfahren zu klärenden Rechtsfrage abhängt (19
U 3510/2008 30. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg kann, wenn der
Angeklagte eine von ihm begangene schwere Körperverletzung auf eine
unwillkürliche Reflexhandlung zurückführt, das Fehlen eines wahrhaftigen
Bedauerns nicht strafschärfend berücksichtigt werden, weil durch ein Bedauern
möglicherweise das Verteidigungsvorbringen des Angeklagten beeinträchtigt
worden wäre (Ss 455/2008 11. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts der Schweiz ist die
(teilweise bereits erfolgte) Weitergabe von Kundendaten durch die UBS an
Behörden der Verei9nigten Staaten von Amerika rechtswidrig.
Binyam Mohamed aus Äthiopien wird in Guantánamo entlassen und nach
Großbritannien ausgeflogen.
Die Justizminister Deutschlands und der Türkei unterzeichnen ein
Arbeitsprogramm für deutsch-türkische justizielle Zusammenarbeit.
Baden-Württemberg lässt Raucherkneipen zu.
Der deutsche Aktienindex fällt auf 3913 Punkte.
2009-02-24
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein Inhaber
einer Domain (z. B. ahd.de ) unter dem Domainnamen keine das Kennzeichenrecht
eines Dritten (z. B. ARGE Hellweg Data) verletzende Handlung vornehmen, doch
verletzt das Halten einer Domain als solches keine Kennzeichenrechte, so dass
ein Anspruch auf Löschung der Domain gegenüber dem Domaininhaber nicht besteht
(I ZR 135/2006 19. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands umfasst der Schaden
bei Zerstörung eines Datenbestands (z. B. durch den ein Computerspiel
installierenden zwölfjährigen Sohn eines Mitarbeiters eines Ingenieurbüros)
nicht nur die Kosten der Festplatte, sondern auch die Kosten der dadurch
verursachten Störungen im Betriebsablauf (VI ZR 173/2007 9. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Berlin darf eine
möglicherweise Pfandbons im Wert von 1,20 Euro unterschlagende Kassiererin
eines Supermarkts (z. B. Kaiser’s) fristlos gekündigt werden.
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen können
Finanzierungskosten für Aktienkäufe am neuen Markt (z. B. für Aktien von
Metabox) nicht als Werbungskosten von den Einkünften aus Kapitalvermögen
abgesetzt werden (2 K 644/2004).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Nordrhein-Westfalen ist ein
Diebstahlsverlust keine außergewöhnliche Belastung, wenn der Bestohlene sich
nicht ausreichend versichert und mit der Versicherung einen Vergleich schließt
(3 K 3072/2006 E).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt hat der Mitteldeutsche
Rundfunk gegen frühere leitende Mitarbeiter des Energieleisters Techem keine
Schadensersatzansprüche wegen an den Sportchef Wilfried Mohren gezahlter
Schmiergelder in Höhe von 81000 Euro bzw. zur Aufdeckung an eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
gezahlter Gelder.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Karlsruhe haben homosexuelle
Beamte (z. B. Wolfgang Erichson als Bürgermeister für Integration und
Chancengleichheit in Heidelberg) keinen Anspruch auf Ehegattenzuschlag für
ihren gleichgeschlechtlichen Lebenspartner (5 K 1406/2008 10. Februar 2009).
Manfred Lüttke zieht seinen Einspruch gegen den Strafbefehl des Amtsgerichts
Karlsruhe über 3000 Euro wegen Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener
(Dietrich Bonhoeffer) zurück.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika muss John Thain (Merrill Lynch) zusätzliche Fragen zu Bonuszahlungen
gegenüber dem Generalstaatsanwalt beantworten.
Die American International Group verliert im vierten Quartal 2008 rund 60
Milliarden Dollar.
Die 15 Allgemeinen Ortskrankenkassen Deutschlands erwirtschaften bei etwa 24
Millionen Versicherten 2008 rund 811 Millionen Euro Überschuss.
Die Bundeswehr Deutschlands erhält aus Konjunkturstützungsmitteln 500 Millionen
Euro zum Kauf von Panzern und Aufklärungsgeräten.
Hamburg und Schleswig-Holstein wollen der HSH Nordbank drei Milliarden Euro
Eigenkapital und 10 Milliarden Euro Bürgschaften gewähren.
In Deutschland werden Reparaturarbeiten und Haushaltshilfestellungen oft
unversteuert ausgeführt.
Der deutsche Aktienindex erreicht 3896 Punkte.
2009-02-25 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein Untersuchungsausschuss einem von einem
Viertel der Mitglieder gestellten Beweisantrag nach § 17 II PUAG mehrheitlich
zustimmen (I ARs 3/2008 20. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist die
Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Oberverwaltungsgerichts
Koblenz auf Abweisung von Klagen gegen den Ausbau des Flugplatzes Ramstein in
der Pfalz zurückgewiesen (4 B 45/2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands können bei einem
Antrag eines technischen Angestellten auf eine höhere Vergütung, für die eine
achtjährige Bewährung in einer bestimmten Fallgruppe der einschlägigen
Vergütungsgruppe vorausgesetzt wird, Bewährungszeiten in einer anderen
Fallgruppe derselben Vergütungsgruppe nur angerechnet werden, wenn dies im
Tarifvertrag ausdrücklich vorgesehen ist (4 AZR 19/2008 25. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind die Kosten eines
Arbeitnehmers für die Fahrten zwischen Wohnung und ständig wechselnden
Tätigkeitsstätten ab dem ersten Kilometer in tatsächlicher Höhe als
Werbungskosten zu berücksichtigen, so dass der Ansatz einer
Entfernungspauschale zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte
ausscheidet (VI R 39/2007 18. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist für ein über 21
Jahre altes behindertes, und auch deswegen arbeitsloses und nicht selbst für
seinen Lebensunterhalt sorgen könnendes Kind Kindergeld zu gewähren (III R
105/2007 19. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands bewirkt die
mittelbare Beteiligung eines Berufsfremden an einer aus Freiberuflern
bestehenden Personengesellschaft, dass die Gesellschaft insgesamt gewerbliche,
steuerpflichtige Einkünfte bezieht (VIII R 69/2006 28. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands hat eine als Holding
fungierende, lediglich geschäftsleitend wirkende Obergesellschaft keine
freiberuflichen, sondern gewerbesteuerpflichtige Einkünfte (VIII R 73/2006 28.
Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg darf ein
Rauchverbotsschilder anbringender und Aschenbecher entfernender Gastwirt nicht
wegen Verletzung des Rauchverbots in seinen Räumen durch Gäste mit einem
Bußgeld von 120 Euro belegt werden (Ss 426/2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg darf Random House das Buch der
Gerichtsreporterin Gisela Friedrichsen über den Fall Pascal wegen verletzter
Persönlichkeitsrechte nicht ausliefern.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I ist ein einen Tischnachbarn
mit einem Bierkrug auf den Kopf schlagender 68jähriger Gast des Hofbräuhauses
wegen versuchten Totschlags zu 54 Monaten Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München II ist Horst Mahler wegen
Volksverhetzung zu 6 Jahren haft verurteilt.
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Arnsberg müssen der Landrat des
Landkreises Siegen/Wittgenstein und eine kreiseigene Beteiligungsgesellschaft
einem Journalisten Auskunft über die vom Landkreis gehaltenen Aktien der RWE
AG, über Verkäufe entsprechender Aktien und über entsprechende Planungen
erteilen (12 K 136/2008 30. Januar 2009 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Neustadt an der Weinstraße ist
die Versagung der Erteilung einer Baugenehmigung für ein Spielcenter im
Gewerbegebiet an der Auestraße in Speyer durch die Stadt wegen der Größe des
geplanten Spielcenters und der deswegen möglichen Gebietsabwertung rechtmäßig
(4 K 1199/2008 9. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart ist der Eilantrag
einer während eines Bewerbungsverfahrens zur Aufnahme in den
Polizeivollzugsdienst in einer Bar in Stiefeln und Bikini tanzenden, Fotos
davon im Internet veröffentlichenden und sich als Polizeimeisteranwärterin
bezeichnenden Frau abgelehnt (9 K 384/2009 18. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart hat ein in einer
eingetragenen gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft lebender Beamter wie
ein verheirateter Beamter Anspruch auf Familienzuschlag (4 K 1604/2006 5.
Februar 2009).
Nach einer Eilentscheidung des Verwaltungsgerichts Wiesbaden darf nur das
Bundeskriminalamt Daten (z. B. ein Einreiseverbot eines Guatemalesen) in das
Schengener Informationssystem eintragen (6 L 93/2009 13. Februar 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Würzburg ist ein
internetfähiger Personal Computer auch dann rundfunkgebührenpflichtig, wenn
keine Soundkarte und keine Programme zur Aufzeichnung von Rundfunksendungen
installiert sind und der Computer nur beruflich genutzt wird, es sei denn, dass
der Betreiber bereits Gebühren für normale Rundfunkgeräte bezahlt (1 K
1886/2008 27. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Frankreichs ist die Entlassung
des Satirikers Siné wegen eines Artikels über den Sohn des Staatspräsidenten
rechtswidrig.
Nach einer Entscheidung eines
Militärgerichts der Vereinigten Staaten von Amerika in Vilseck ist ein
Feldwebel wegen Ermordung vierer Gefangener im Irak zu lebenslanger Haft
verurteilt.
Nach einer Entscheidung der Bundesnetzagentur Deutschlands ist die
Gasfernleitung OPAL für 22 Jahre ab Inbetriebnahme weitestgehend von der
Netzzugangsregelung und der Entgeltregelung ausgenommen, während die
entsprechenden Anträge für die Gasfernleitung NEL abgelehnt wurden.
Der Senat der Stadt Hamburg erkennt die Bucerius Law School endgültig als
Hochschule staatlich an und genehmigt die Entwicklung weiterer Studiengänge.
Die Europäische Kommission genehmigt den Ausbau des Flughafens Kassel-Calden
mit öffentlichen Geldern.
2009-02-26
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine
Anusinspektion eines Untersuchungshäftlings nur bei konkreten Verdachtsmomenten
für das Einbringen verbotener Gegenstände rechtmäßig (2 BvR 455/2008 4. Februar
2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands werden nur in einem
nur bei Buchung der Reise einsehbaren Katalog abgedruckte allgemeine
Reisevertragsbedingungen nicht Inhalt des Reisevertrags und ist eine die
Verkürzung der gesetzlichen Verjährungsfrist für alle vertraglichen Schadensersatzansprüche
vorsehende allgemeine Reisevertragsbedingung unwirksam (Xa ZR 141/2007 26.
Febuar 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der
Insolvenzplan des Insolvenzverwalters Frank Schmitt für Phoenix Kapitaldienst
(Auszahlung von 200 Millionen Euro) abgelehnt.
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist bei
(nahezu) täglichem Gebrauch von Cannabis die Fahrerlaubnis wegen fehlender
Fahreignung zu entziehen, ohne dass es einer vorherigen medizinisch-psychologischen
Untersuchung bedarf (3 C 1/2008 26. Februar 2008).
Nach Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist die
Filmabgabe in der derzeit erhobenen Form wegen verletzter Abgabengerechtigkeit
vielleicht verfassungswidrig (6 C 47/2007 25. Februar 2009 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main darf der
evangelische Pressedienst auf Grund der Meinungsfreiheit die Wochenzeitung
Junge Freiheit als (von der Jugendorganisation der Nationaldemokratischen Partei
Deutschlands) gelenkt bezeichnen (keine Tatsachenbehauptung, sondern bloße
Meinungsäußerung).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz ist die Berufung der
Lufthansa gegen das klageabweisende Urteil des Landgerichts Bad Kreuznach im Auskunftsverfahren
gegen die Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH im Streit um Beihilfen für Ryanair
zurückgewiesen (4 U 759/2007 25. Februar 2009).
Nach einer Eilentscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg ist
das staatliche Sportwettenmonopol rechtmäßig (6 S 3328/2008 11. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg kann ein
ausländischer Analphabet mangels Kenntnis der deutschen Sprache in Deutschland
nicht eingebürgert werden (13 S 729/2008 22. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Niedersachsen-Bremen ist ein
Schüler während der Betreuung in einer Horteinrichtung auch bei dem Essen
gesetzlich unfallversichert (9 U 41/2006 24. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Nordrhein-Westfalen ist die
Kindergeldberechtigung unter den besonderen Voraussetzungen des § 62 II Nr. 3
EStG für lediglich gestattete bzw. geduldete Ausländer verfassungsgemäß (10 K
30/2008 Kg 22. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Nordrhein-Westfalen hat ein
(privatrechtlicher) Verein islamischer Kultusgemeinden keinen Anspruch auf
Befreiung von der Grundsteuer für die der Religionsausübung dienenden
Räumlichkeiten (11 K 4225/2007 14. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Fulda muss Patrik Sinkiewitz wegen
Dopings rund 100000 Euro an seinen Sponsor (Förstina) zahlen.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Tübingen muss die Bundeswehr
Deutschlands den Erben eines an Prostatakrebs verstorbenen Fernmelderadartechnikers
jenseits von 264000 Euro Wehrdienstentschädigung mangels Schädigungsvorsatzes
keinen weiteren Schadensersatz zahlen.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin ist die Beanstandung der
Ausstrahlung einer Folge von Sex and the City vor 20 Uhr durch ProSieben
rechtmäßig (27 A 61/2007 28. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Duisburg wird ein vorangehendes
Praktikum nicht auf eine (viermonatige) Probezeit angerechnet, da ein Praktikum
einen anderen Inhalt als ein Ausbildungsverhältnis hat, so dass dieses bis zum
letzten Tag der Probezeit gekündigt werden kann (1 Ca 3082/2008 19. Februar
2009).
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft Lübeck sind die Ermittlungen
gegen den Bundestagsabgeordneten Lutz Heilmann wegen Nötigung auf Grund
Geringfügigkeit eingestellt.
Nach einer Entscheidung des internationalen Kriegsverbrechertribunals für das
ehemalige Jugoslawien ist der ehemalige Präsident Serbiens Milan Milutinovic
vom Vorwurf der Kriegsverbrechen während des Kosovokonflikts freigesprochen,
während fünf andere Angeklagte zu Haftstrafen zwischen 15 und 22 Jahren
verurteilt sind.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Tschechiens ist der Staat
wegen rechtswidriger Verfolgung zur Zahlung von rund 7000 Euro Schadensersatz
an Vladimir Hučin verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Estlands ist der frühere
Leiter der Sicherheitsabteilung des Verteidigungsministeriums wegen Spionage
für Russland und Landesverrats zu 12,5 Jahren Haft und etwa 1,3 Millionen Euro
Schadensersatz verurteilt.
General Motors haben 2008 rund 30 Milliarden Dollar Verlust erwirtschaftet.
Nach einem Vorschlag der Europäischen Kommission sollen (mehr als 5 Millionen)
kleine Betriebe künftig keinen Jahresabschluss nach den Bilanzierungsregeln der
Europäischen Union erstellen müssen, wenn das jeweilige Mitgliedsland eine
entsprechende Regelung trifft.
2009-02-27 Nach einer Eilentscheidung des Bundesverfassungsgerichts
Deutschlands ist das Versammlungsgesetz Bayerns teilweise bis zu einer
Entscheidung in der Hauptsache außer Kraft gesetzt (1 BvR 2492/2008 17. Februar
2009)
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands hat ein aus
Aserbeidschan wegen Verletzung der Meldepflicht Ausgebürgerter keinen Anspruch
auf Anerkennung in Deutschland als Flüchtling (10 C 50/2007 26. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf haftet eBay nicht als
Störer bei Auktionen mit gefälschter Ware (z. B. des Unternehmens Rolex S. A.),
wenn es nach der erfolgten Anzeige von Verstößen nicht mehr zu gleichartigen
Markenverletzungen kommt (I-20 U 204/2002 24. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe verbietet das
Verbotszeichen 260 der Straßenverkehrsordnung nicht das Schieben und Parken von
Krafträdern (1 Ws 65/2008 23. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe kann gegen einen
Anspruch auf Schadensersatz wegen menschenunwürdiger Unterbringung eines
Gefangenen nicht mit offenen Gerichtskosten aufgerechnet werden (12 U 39/2008
16. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz kann ein Versicherer für
Krankheitskosten und Pflegekosten beide Versicherungsverträge wegen
Leistungserschleichung kündigen, wenn der Versicherungsnehmer Leistungen aus
der Pflegeversicherung durch bewusste Vortäuschung von Demenz in Anspruch
genommen hat (10 U 592/2007 14. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München ist die Umschreibung des
Grundstückseigentums eines Menschen auf dessen Ehegatten und Abkömmlinge als
Gesellschafter nicht nach § 60 II KostO gebührenermäßigt (34 Wx 67/2008 24.
Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München begründet die
unzutreffende Einordnung von Äußerungen in einem Roman als Verleumdung keinen
Anspruch auf Rückzahlung gezahlten Rechtsanwaltshonorars, wenn der deshalb
beauftragte Rechtsanwalt wegen einer möglichen Einordnung der Äußerungen als
Beleidigung von der Veröffentlichung abraten durfte (15 U 2967/2008 22. Oktober
2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Saarbrücken ist die Abfassung
eines Haftbefehls in internationaler Form durch den hierfür zuständigen
Haftrichter (im Gegensatz zur Fertigung eines europäischen Haftbefehls durch
den Staatsanwalt) zur Unterbrechung der Verjährung geeignet (1 Ws 84/2008 14.
Mai 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Niedersachsen muss ein
einen elektronischen Fristenkalender verwendender Rechtsanwalt im Hinblick auf
die besonderen Fehlermöglichkeiten bei der Dateneingabe Kontrollen einrichten,
um eine fehlerhafte Eingabe rechtzeitig zu erkennen (4 LC 234/2007 4. November
2008).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz hat ein
Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts erhaltender Schüler Anspruch auf
Übernahme der Kosten für Schulbücher gegen den Träger der Sozialhilfe (3 AS
76/2007 25. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Hamburg ist die Vereinbarung von
Sonderzahlungen (z. B. Erholungsbeihilfe) an Gewerkschaftsmitglieder in
Tarifverträgen (z. B. zwischen Hamburger Hafen und Logistik AG und ver.di)
rechtmäßig (15 Ca 18872008 26. Februar 2009).
2009-02-28 Nach einer Entscheidung des Europäischen
Gerichtshof kann nach einer mitgliedstaatlichen Regelung ein die Umsetzung der
Richtlinie 1991/533/EWG in das mitgliedstaatliche Recht sicherstellender
Tarifvertrag auf einen Arbeitnehmer anwendbar sein, obwohl dieser keiner an dem
betreffenden Tarifvertrag beteiligten Gewerkschaft angehört (C-306/2007 18.
Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands hindert § 80
I VwGO die Aufrechenbarkeit einer Gegenforderung einer Behörde, deren Bestand
und/oder Fälligkeit einen Verwaltungsakt voraussetzt, sofern und solange Widerspruch
und Anfechtungsklage gegen diesen Verwaltungsakt aufschiebende Wirkung haben (3
C 13/2008 20. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann eine
Ausgleichsklausel in einem Aufhebungsvertrag auf „Abgeltung aller
beiderseitiger Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis“ auch ein nachträgliches
Wettbewerbsverbot und eine Karenzentschädigung umfassen (10 AZR 617/2007 22.
Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist der
Arbeitgeber zu weitergehenden Auskünften verpflichtet, wenn die Angaben in
einer Entgeltliste nicht ausreichen, um den Betriebsrat im erforderlichen
Umfang zu unterrichten (1 ABR 54/2007 30. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands wird ein
Begabungsanalysen erstellender, bei Finden eines Dissertationsthemas,
Vermittlung eines Betreuers, Erstellung einer Gliederung, Einweisung in die
wissenschaftliche Methodik und begleitenden Literaturrecherchen behilflicher
Promotionsberater nicht selbst wissenschaftlich, sondern gewerblich und damit
steuerpflichtig tätig (VIII R 74/2005 8. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist die Abfindung der
Unterhaltsansprüche des geschiedenen oder getrennt lebenden Ehegatten ein
typischer Unterhaltsbedarf, der nur nach § 33a I EStG (und nicht nach § 33
EStG) abgezogen werden kann (III R 57/2005 19. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind
Unterhaltsleistungen eines Steuerpflichtigen an seine mit ihm in einer
Haushaltsgemeinschaft lebende, mittellose Lebenspartnerin ohne Berücksichtigung
der so genannten Opfergrenze als außergewöhnliche Belastung nach § 33a I 2 EStG
von den Einkünften abziehbar (III R 23/2007 29. Mai 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle kann eine im
Scheidungsverbund ergangene Entscheidung, dass der Versorgungsausgleich auf
Grund einer entsprechenden ehevertraglichen Regelung nicht stattfindet, einem
späteren isolierten Versorgungsausgleichsverfahren entgegenstehen (15 UF
185/2007 13. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist für den
nachehelichen Unterhalt eine pauschalierende Beurteilung an Hand des Alters
eines zu betreuenden Kindes zulässig (7 UF 119/2008 16. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Jena kann ein Anspruch auf
Ausbildungsunterhalt auch dann noch bestehen, wenn zwischen Schulabbruch (z. B.
Nichtbestehen des Abiturs) und Aufnahme der Ausbildung (nach einem
Ausbildungswechsel) vier Jahre liegen, wenn der Unterhaltsberechtigte
inzwischen ein Jahr krank war und während eines weiteren Jahres einen
Realschulabschluss nachgeholt hat (1 UF 245/2008 8. Januar 2009).
*Stoffels, Markus, ABG-Recht, 2. A. 2009
*Rowedder/Schmidt-Leithoff, GmbHG, 5. A: 2009
*Just/Voß/Ritz/Zeising, Wertpapierhandelsgesetz, 2009
*Jarasss, H./Pieroth, B., Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, 10.
A:, 2009
*Schmidt, Ludwig, Einkommensteuergesetz, 28. A: 2009
2009-03-01 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands
gefährdet der Vorname Kiran das Wohl eines Kindes nicht (1 BvR 576/2007 5.
Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands richtet sich die
Beschwer des zu einer Unterlassung verurteilten Beklagten nach den Nachteilen, die
aus der Erfüllung des Unterlassungsanspruchs entstehen, nicht nach dem im Falle
einer Zuwiderhandlung festzusetzenden Ordnungsgeld (IX ZR 107/2008 8. Januar
2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein
Kautionsgelder für einen Untersuchungshäftling einwerbender Rechtsanwalt die
ihm zu diesem Zweck zur Verfügung gestellten Mittel nicht anderweitig
verwenden, doch treffen ihn weitere Verpflichtungen in der Regel nicht (IX UR
229/2007 8. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands wird eine
Beförderungsleistung erschlichen, wenn der Täter ein Beförderungsmittel
unberechtigt benutzt und sich dabei allgemein mit dem Anschein umgibt, er
erfülle die nach den allgemeinen Geschäftsbedingungen des Betreibers
erforderlichen Voraussetzungen (4 StR 117/2008 8. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Feststellungsklage des Gläubigers zur Beseitigung eines Widerspruchs des
Schuldners gegen die Anmeldung einer Forderung auf Grund einer vorsätzlich
begangenen unerlaubten Handlung nicht an eine Klagefrist gebunden (IX ZR
124/2008 18. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss bei einer
Hinzuverbindung einer weiteren Anklage gegen denselben Angeklagten in einer
laufenden Verhandlung zur gemeinsamen Verhandlung und Entscheidung mit der
Hauptverhandlung neu begonnen werden, wenn nicht die Voraussetzungen des § 266
StPO vorliegen (4 StR 318/2008 11. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann die
Gesellschaft bürgerlichen Rechts unter der Bezeichnung in das Grundbuch
eingetragen werden, die ihre Gesellschafter im Gesellschaftsvertrag für sie
vorgesehen haben (hilfsweise unter Gesellschaft des bürgerlichen Rechts
bestehend aus ….) (V ZB 74/2008 4. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein Gläubiger
aus einem den Schuldner zur Beseitigung einer baulichen Anlage verpflichtenden
Vollstreckungstitel nicht verlangen, dass der Schuldner die Namen und
Anschriften der Mieter des Gebäudes bekannt gibt, so dass gegen den Schuldner
kein Zwangsmittel nach § 888 I ZPO festgesetzt werden kann (I ZB 46/2008 27.
November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss der den
bauaufsichtführenden Architekten wegen eines übersehenen Planungsmangels in
Anspruch nehmende Bauherr sich das Verschulden des von ihm eingesetzten Planers
zurechnen lassen (VII ZR 206/2006 27. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands wird die bei
stufenweiser Beauftragung des Architekten schriftlich getroffene
Honorarvereinbarung über später zu erbringende Leistungen mit dem Abruf dieser
Leistungen wirksam und ist bei Auftragserteilung getroffen, wobei ein
vereinbarter Umbauzuschlag einvernehmlich schriftlich geändert werden kann (VII
ZR 211/2007 27. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Sportgerichts des deutschen Fußballbunds ist
Eintracht Frankfurt wegen Ausschreitungen von Zuschauern zur Zahlung von 40000
Euro verurteilt.
Die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika erhöht ihre Beteiligung an
Citigroup auf bis zu 36 Prozent.
Jörg Haiders Bündnis für die Zukunft Österreichs erreicht bei den
Landtagswahlen Kärntens mehr als 45 Prozent der Stimmen.
Die Tarifparteien des öffentlichen Dienstes Deutschlands einigen sich auf eine
Lohnerhöhung von insgesamt 5,8 Prozent bei einer Laufzeit von 22 Monaten.
2009-03-02 Nach Entscheidungen des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands sind die Eilbeschlüsse des
Verwaltungsgerichtshofs Hessen zum Ausbau des Flughafens Frankfurt am Main
verfassungsgemäß (1 BvR 165/2009 24. Februar 2009 u. a.).
Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands setzt eine unbillige Härte nach § 1587h Nr. 1
BGB auf Seiten des wertausgleichspflichtigen Ehegatten voraus, dass dessen
angemessener Bedarf sowie der Bedarf der ihm gegenüber neben dem
Wertausgleichsberechtigten mindestens gleichrangig Unterhaltsberechtigten
gefährdet ist (XII ZB 217/2004 5. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands trifft eine Bank
als Bürgschaftsgläubiger nach Fälligkeit der Bürgschaftsforderung die
Obliegenheit, die ihr bei Abschluss des Bürgschaftsvertrags angegebene
Anschrift des Bürgen zeitnah auf ihre Richtigkeit zu überprüfen (XI ZR 395/2007
23. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln muss ein Betreiber
einer Indoorspielhalle einem nach einem missglückten Salto auf einem Trampolin
Querschnittsgelähmten 70 Prozent des Schadens ersetzen (20 U 175/2006 27.
Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München hat ein durch
Radarstrahlen geschädigter Bundeswehrsoldat keinen Anspruch auf Ersatz der
Strahlenschäden, weil die Bundeswehr Schutzmaßnahmen nicht vorsätzlich
unterlassen hat (1 U 3355/2008 26. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern darf die Versammlung
Gedenken an den alliierten Bombenholocaust vom Februar 1944 in Augsburg
entgegen einer Untersagungsverfügung durch die Stadt Augsburg stattfinden (10
CS 457/2009 26. Februar 2009).
Nach Entscheidungen des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen müssen die
Anwohner der Paragon-Arena die Beeinträchtigungen durch Heimspiele des SC
Paderborn zumindest bis zur Entscheidung in der Hauptsache dulden (7 B
1647/2008 27. Februar 2009 u. a.).
Nach einer Unterscheidung des Landessozialgerichts Berlin-Brandenburg kann bei
Vermengung von Werbung und Programm einer Praxissoftware für Ärzte die
Zertifizierung von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung abgelehnt werden (7 B
115/2008 KA ER 17. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Nordrhein-Westfalen sind
Aufwendungen für die Umrüstung eines Fahrzeugs von Benzinbetrieb auf
Flüssiggasbetrieb als Kosten einer Sonderausstattung in die Bemessungsgrundlage
für die so genannte Ein-Prozent-Regelung bei privater Kraftfahrzeugnutzung des
Arbeitnehmers einzubeziehen (10 K 1666/2007 L 23. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Düsseldorf ist die Finanzverwaltung
bei einem bloßen Verdacht des Erhalts anfechtbarer Zahlungen eines Schuldners
nicht zu Auskunft an den Insolvenzverwalter verpflichtet (4 K 242/2007 AO 14.
Mai 2009).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Düsseldorf ist Franjo Pooth wegen
fahrlässiger Insolvenzverschleppung, Untreue, Bestechung und Vorteilsgewährung
in Zusammenhang mit der Insolvenz Maxfields zu einem Jahr Haft auf Bewährung
und Zahlung von 100000 Euro an den Insolvenzverwalter verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichts des deutschen Fußballbundes muss
Felix Magath wegen unsportlichen Verhaltens (statt 10000 nur) 7500 Euro zahlen.
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft Leoben wird gegen Dieter Althaus
Anklage wegen fahrlässiger Tötung erhoben.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Kroatiens ist der von
Österreich ausgelieferte ehemalige Vizeverteidigungsminister Vladimir Zagorec
wegen Amtsmissbrauchs und Veruntreuung (von Edelsteinen) verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Iraks ist der ehemalige
Außenminister Tarik Asis vom Vorwurf der Beteiligung an der Niederschlagung
eines Aufstands von Schiiten freigesprochen.
Die Umweltminister der Mitgliedstaaten der Europäischen Union beschließen die
Zulässigkeit mitgliedstaatlicher Verbote des Anbaus gentechnisch veränderter
Maissorten (z. B. durch Österreich und Ungarn).
American International Group (AIG) erwirtschaftet 2008 einen Verlust von 99,3
Milliarden Dollar.
† Benda Ernst Karlsruhe 2. März 2009.
2009-03-03 Nach Entscheidungen des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands war der Einsatz von Wahlcomputern bei
der Bundestagswahl 2005 wegen Verletzung des Öffentlichkeitsgrundsatzes der
Wahl (die wesentlichen Schritte der Wahlhandlung und der Ergebniserstellung
müssen vom Bürger zuverlässig und ohne besondere Sachkenntnis überprüft werden
können) verfassungswidrig, doch überwiegt der Bestandsschutz das Gewicht der
Fehler ( 2 BvC 3/2007 3. März 2009 3. März 2009 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Verurteilung zweier Polizeibeamter wegen Aussetzung mit Todesfolge bzw.
fahrlässiger Tötung eines betrunkenen Schülers zu 21 bzw. 9 Monaten Haft auf
Bewährung rechtmäßig.
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands darf eine
Krankenkasse (z. B. Barmer Ersatzkasse) nicht 100 Millionen Euro ihrer
Betriebsmittel in Sechs-Monats-Geld anlegen, wenn sie deswegen selbst
kurzfristig Kredit aufnehmen muss (1 A 1/2008 R 3. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands ist § 27a SGB V,
nach dem Frauen über 40 Jahren keinen Anspruch auf Übernahme der Kosten einer
künstlichen Befruchtung haben, verfassungsgemäß (1 KR 12/2008 R 3. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands kann einem
erwerbsfähigen Hilfsbedürftigen auch dann ein Mehrbedarf für Alleinerziehende
zustehen, wenn er sich in der Betreuung eines Kindes mit dem geschiedenen
Ehepartner abwechselt (4 AS 50/2007 R 3. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands ist eine in einem
arbeitsgerichtlichen Vergleich vereinbarte Abfindung bei dem Arbeitslosengeld
II als Einkommen leistungsmindernd zu berücksichtigen (4 AS 47/2008 3. März
2009).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg sind die
Umzugskosten eines Geschäftsführers einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung
bei gleichzeitigem Umzug der Gesellschaft nicht in jedem Fall (z. B. bei
gleichzeitiger Kündigung wegen Eigenbedarfs) beruflich veranlasst und
steuerlich als Werbungskosten absetzbar (6 K 272/2006 C 18. November 3008).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz sind die Regeln für
die Absetzbarkeit häuslicher Arbeitszuimmer noch verfassungsgemäß (3 K
1132/2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin darf das Bezirksamt
Charlottenburg-Wilmersdorf wegen des Rechts auf freie Ausübung der
Weltanschauung nicht durch ein Plakat vor der Scientology Kirche e. V. warnen
(27 L 41/2009 27. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bezirksgerichts Irdning als des zuständigen
Gerichts Österreichs ist Dieter Althaus wegen fahrlässiger Tötung zu 33000 Euro
Geldstrafe und 5000 Schmerzensgeld verurteilt.
Pohland GmbH & Co. KG beantragen vor dem Amtsgericht Köln die Eröffnung
eines Insolvenzverfahrens.
Die Bundesgesundheitsbehörde der Vereinigten Staaten von Amerika schreibt vor
der Zulassung des Krebsmittels Erbitux weitere Tierversuche vor.
2009-03-04 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein Mieter auf Grund einer behördlichen
Anordnung oder rechtlichen Verpflichtung vom Vermieter auszuführende bauliche
Maßnahmen dulden (VIII ZR 110/2008 4. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Notwendigkeit von Fahrten zwecks Reinigung eines Partikelfilters eines im
Kurzstreckenbetrieb verwendeten Dieselkraftfahrzeugs kein Sachmangel (VIII ZR
160/2008 4. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands muss bei ringweiser
Vermittlung von Lebensversicherungen durch mehrere Personen und jeweiliger
Weitergabe der dafür erhaltenen Provision an den Versicherungsnehmer die
Provision von jedem Empfänger versteuert werden (IX R 34/2007 20. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist (außer bei
Rechnungen über Anzahlungen oder Vorauszahlungen) in einer Rechnung der
Zeitpunkt der Lieferung nach § 14 IV 1 Nr. 6 UStG 2005 auch bei Identität mit
dem Ausstellungsdatum zwingend anzugeben (XI R 62/2007 17. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin muss ein nach der
Ehescheidung ein gemeinsames achtjähriges Kind betreuender Elter nicht das Kind
in eine ganztägige Fremdbetreuung geben, um einer vollschichtigen
Erwerbstätigkeit nachgehen zu können (16 UF 149/2008 8. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern verliert ein
Privatpilot eine zeitlich befristete Fluglizenz nicht durch Nichtbeantragung
der Zuverlässigkeitsüberprüfung nach dem Luftsicherheitsgesetz (8 BV 496/2007
3. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern ist eine einem
Anlagenbetreiber (z. B. einer Asphaltmischanlage) eine Eigenüberwachung mittels
turnusmäßiger Überprüfung des laufenden Betriebs an Hand sämtlicher rechtlicher
Anforderungen durch einen externen privaten sachverständigen auferlegende
immissionsschutzrechtliche Nebenbestimmung rechtswidrig (22 BV 1164/2008 19.
Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg können
Flugausbildungskosten nur im Rahmen eines Dienstverhältnisses steuerlich als
vorab entstandene Werbungskosten geltend gemacht werden (8 K 6331/2006 17.
Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Düsseldorf ist eine stille
Mitarbeiterbeteiligung eines Arbeitnehmers zum Ausgleich für eine verzögerte
Auszahlung eine Einnahme aus nichtselbständiger Arbeit im Zeitpunkt der
Gutschrift (7 K 1270/2006 7. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Zwickau ist eine Mutter wegen
zweifachen Totschlags durch Unterlassen zu acht Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Spaniens ist die Entfernung
der Reiterstatue General Francos rechtswidrig, aber eine Wiederaufstellung
praktisch zwecklos.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts in Albanien ist ein Albaner
wegen Kriegsverbrechens zu 17 Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Unterhauses Großbritanniens muss Caroline Spelan
wegen Verwendung von Parlamentsgeldern für eine Haushaltshilfe 10000 Euro
zurückzahlen.
Der Internationale Gerichtshof in Den Haag erlässt einen Haftbefehl gegen den
Staatspräsidenten des Sudan wegen Völkermords.
Das Stadtarchiv Kölns stürzt vermutlich wegen Arbeiten an einer Untergrundbahn
vollständig in sich zusammen.
Am 1. Januar 2009 waren in Deutschland 150375 Rechtsanwälte zugelassen.
*Beurkundungsgesetz, begr. v. Huhn, Dieter/Schuckmann, Hans-Joachim von, 5. A:
2008
*Esch, Günter/Baumann, Wolfgang/Schulze zur Wiesche, Dieter, Handbuch der
Vermögensnachfolge, 7. A. 2009
*Heussen, Benno, Anwaltsunternehmen führen, 2009
2009-03-05 Nach einer Entscheidung des
europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte hat Frankreich die Menschenrechte
nicht durch Verurteilung zweier Verlage wegen mittelbarer Werbung für Tabakerzeugnisse
(Abbildung von Tabakwerbung tragenden Rennfahrern) verletzt.
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs kann ein Mitgliedstaat
(z. B. Spanien) Fernsehveranstalter verpflichten, einen Teil ihrer
Betriebseinnahmen für die Finanzierung europäischer Filme in einer der
Amtssprachen zu verwenden (C-222/2007 5. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist eine
Berufsgenossenschaft kein Unternehmen, sondern nimmt eine Aufgabe rein sozialer
Natur wahr, und verletzt die Zwangsmitgliedschaft der Unternehmer in der
Berufsgenossenschaft zwecks gesetzlicher Unfallversicherung nicht die
Dienstleistungsfreiheit (C-350/2007 5. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs darf ein Mitgliedstaat
eine aus Gründen des Alters vorgenommene Ungleichbehandlung bei Entlassungen
vorsehen, wenn sie ein verhältnismäßiges Mittel zur Erreichung eines
rechtmäßigen sozialpolitischen Zieles aus den Bereichen Beschäftigungspolitik,
Arbeitsmarkt oder berufliche Bildung ist (C-388/2007 5. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs Deutschlands zur Frage der
„Rügeverkümmerung“ durch nachträgliche Berichtigung des Protokolls im
Strafverfahren verfassungsgemäß (2 BvR 2044/2007 15. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf die Deutsche
Lufthansa AG Kreditkartenunternehmen nicht die Erlaubnis verweigern, in
Kartenabrechnungen die Umsatzsteuer auf ihre Flugleistungen auszuweisen (KZR
82/2007 3. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist die
Ablehnung des Asylantrags einer evangelischen Christin aus China aufgehoben (10
C 51/2007).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands kann bei
drohender Insolvenz des Arbeitgebers eine tarifliche Lohnverzichtsvereinbarung
mit der Wirkung gekündigt werden, dass die bis dahin durch den Verzicht
aufgelaufenen Lohnbestandteile unter bestimmten Voraussetzungen für die
Berechnung von Insolvenzgeld von Bedeutung sein können, und sind tariflich
verzichtete Lohnbestandteile bei der Berechnung des Insolvenzgelds nur zu
berücksichtigen, wenn sie im Insolvenzgeldzeitraum erarbeitet worden sind (B 11
AL 8/2008 R 4. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Zweibrücken kann ein während
einer Ehe ein Liebesverhältnis mit einem Dritten beginnender Ehegatte den
Anspruch auf Trennungsunterhalt wegen grober Unbilligkeit verlieren.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Mannheim ist dem Handyhersteller HTC
aus Taiwan der Vertrieb von Handys mit Nutzung bestimmter Patente zur
UMTS-Funktechnik untersagt (7 O 94/2008).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Großbritanniens ist der Mörder
des Schauspielers Robert Knox (eines Harry Potter-Films) zu lebenslanger Haft
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Tschechiens hat die
katholische Kirche keinen Anspruch auf Rückgabe des Veitsdomes gegen den Staat.
Dieter Holzer hat seine Haftstrafe angetreten.
Die Europäische Zentralbank senkt den Leitzins auf 1,5 Prozent.
Der Mensch verwendet vielleicht seit 5500 Jahren (in Kasachstan) das Pferd als
Haustier.
2009-03-06 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Verurteilung eines Kroaten wegen der Ermordung Stjepan Durkovics zu
lebenslanger Haft rechtmäßig (3 StR 546/2008 10. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands soll der
Europäische Gerichtshof die Voraussetzungen für Flüchtlingsschutz wegen
religiöser Verfolgung klären (10 C 51/2007 5. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München kommt eine Anrechnung
der Geschäftsgebühr auf die nachfolgende Verfahrensgebühr nach der Vorbemerkung
3 IV RVG VV nach einem Rechtsanwaltswechsel nach Beendigung der
außergerichtlichen Tätigkeit nicht in Betracht (11 W 2558/2008 25. November
2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Schleswig trägt die Darlegungs-
und Beweislast für die Voraussetzungen des § 1578b BGB der
Unterhaltsverpflichtete (13 UF 100/2008 22. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart können früher mögliche
Befristungen in einem nach dem 1. Januar 2008 eingeleiteten
Abänderungsverfahren trotz § 36 Nr. 2. EGZPO präkludiert sein (16 UF 204/2008
8. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen können
Umweltorganisationen möglicherweise aus europäischem Recht Klagen auf
Verletzung nicht drittschützender Vorschriften stützen (8 D 58/2008 AK 5. März
2009).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz begründet
der einmalig festgestellte Besitz von Cannabis für sich allein nicht die
Anordnung der Beibringung eines ärztlichen Gutachtens gemäß § 14 I 1 Nr. 2 FeV
(10 B 11149/2008 21. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalens sind die
höheren gesetzlichen Anforderungen an den Elterngeldbezug humanitärer
Flüchtlinge verfassungsgemäß (13 EG 67/2008 27. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Kleve können Rechtsanwälte bei
Unterbevollmächtigung die Gebühren beliebig untereinander aufteilen, sodass der
Vorschlag der Halbierung nicht standeswidrig oder wettbewerbswidrig ist (X R
31/2007 26. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Stuttgart haftet der
Haftpflichtversicherer für den Schaden, der durch einen bei ihm versicherten
Kraftfahrzeuganhänger entsteht, wenn dieser durch den Entleiher des Anhängers
auf der Straße trotz Sturmwarnung nur leicht gesichert stehen bleibt und durch
den Sturm gegen das Kraftfahrzeug eines Dritten gedrückt wird und dieses
beschädigt (4 S 255/2007 19. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Leipzig können die Kosten eines
Feuerwehreinsatzes nach Brandstiftung an einem Kraftfahrzeug durch einen
Dritten nicht dem Kraftfahrzeughalter auferlegt werden (3 K 626/2008 20.
November 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Mainz ist die Nichtanerkennung
eines Meisterbriefs als Fahrzeugklempner in Polen durch Deutschland rechtmäßig
(6 K 678/2008 16. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Dänemarks ist ein deutscher Taxifahrer
vom Vorwurf des Menschenschmuggels freigesprochen.
2009-03-07 Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs regelt die
Richtlinie 2006/24/EG Tätigkeiten, die unabhängig von der Durchführung jeder
eventuellen Maßnahme polizeilicher oder justizieller Zusammenarbeit sind, und
war auf der Grundlage des Art. 95 EG zu erlassen (C-301/2006 10. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands steht der
Gegenpartei gegen die Gewährung der Wiedereinsetzung die Gehörsrüge zu und muss
der Prozessbevollmächtigte bei der Vorlage der Handakten zur Einlegung der
Berufung die Berechnung der Berufungsbegründungsfrist kontrollieren (Xa ZB
34/2008 20. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei
Unterbleiben einer qualifizierten Belehrung eines Tatverdächtigen nach einer
Zeugenaussage die Aussage nur nach den Umständen des Einzelfalls verwertbar (4
StR 455/2008 18. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann jeder
Eigentümer eines mit einer zur Eigentümergesamtgrundschuld gewordenen
Gesamtsicherungshypothek belasteten Grundstücks von dem Hypothekengläubiger die
Löschung des Grundpfandsrechts auf seinem Grundstück verlangen, wenn er von den
Eigentümern der anderen gesamtbelasteten Grundstücke eine entsprechende
Auseinandersetzung der Gemeinschaft an der Eigentümergrundschuld verlangen
kann, und erlischt die in einer Inhaberschuldverschreibung verbriefte Forderung
nicht nach § 801 I 1 BGB, wenn sie in der Vorlegungsfrist einmal vorgelegt
worden ist (V ZR 49/2008 12. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind die in einem
Auftrag enthaltenen Leistungen eines Ingenieurs für eine Anlage des
Straßenverkehrs gemeinsam abzurechnen (VII ZR 235/2006 11. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine
Verpflichtung von Franchisenehmern, die sortimentstypische Ware allein vom
Franchisegeber zu beziehen, im Regelfall keine unbillige Behinderung im Sinne
des § 20 GWB (KVR 17/2008 11. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands muss ein
Arbeitnehmer sich bei einem jährlich ohne Rechtsanspruch gezahlten
Weihnachtsgeld im Zeitpunkt der Festlegung noch im Arbeitsverhältnis befinden
(10 AZR 15/2008 10. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands tritt bei einem
Übergang eines Betriebs während eines arbeitsgerichtlichen Beschlussverfahrens
unter Wahrung seiner Identität gemäß § 613a I 1 BGB der Erwerber von selbst in
die prozessuale Rechtsstellung des bisherigen Arbeitgebers ein (1 ABR 75/2007
9. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin sind Enkel keine
mitversicherten Personen in einer Kinder einschließenden Personen-, Familien-
und Verkehrsrechtschutz mit Vertragsschutz einschließenden
Rechtsschutzversicherung (6 U 175/2008 9. Dezember 2008).
*Horst, Hans Reinhold, Praxis des Mietrechts, 2. A. 2009
*Beck’sches Handbuch der Genossenschaft, 2009
*Berlit, Wolfgang, Wettbewerbsrecht, 7. A: 2009
*Wanckel, Foto- und Bildrecht, 3. A. 2009
*Prozesse in Familiensachen, hg. v. Garbe, Roland/Ullrich, Christopf, 2. A.
2009
*Dierck/Morvillius/Vollkommer, Handbuch des Zwangsvollstreckungsrechts, 2009
2009-03-08 Nach einer Entscheidung des europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte
müssen bei verbundenen Beschwerden mehrerer (z. B. gegen Griechenland) die Zahl
der Beteiligten und die Höhe der ihnen insgesamt gewährten Entschädigung
berücksichtigt werden (38111/2002 15. Februar 2008).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs steht der Anwendung des
Abkommens über die Auslieferung zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen
Union von 2002 nicht entgegen, dass das Übereinkommen erst nach dem 1. Januar
2004 in einem Mitgliedstaat anwendbar geworden ist (C-296/2008 12. August
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands regelt § 7 II
HeizkostenVO abschließend, welche Kosten des Betriebs der zentralen
Heizungsanlage nach Maßgabe von § 7 I HeizkostenVO umlagefähig sind (z. B.
nicht Leasingkosten für Brenner, Öltank und Verbindungsleitungen (VIII ZR
92/2008 17. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands müssen bei Änderung
von Erbbauzinsen nach Wegfall der hierfür vertraglich vorgesehenen
statistischen Werte neben den Lebenshaltungskosten auch die
Einkommensverhältnisse berücksichtigt werden (V ZR 71/2008 31. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann eine unter
eine als solche wirksame Mehrheitsklausel fallende Mehrheitsentscheidung im
Einzelfall wegen Verstoßes gegen die gesellschafterliche Treuepflicht unwirksam
sein (II ZR 116/2008 24. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist in die
Totalüberschussprognose das zu erwartende Ruhegehalt des Steuerpflichtigen und
eine etwaige Hinterbliebenenversorgung seines Ehegatten mit den nach der
aktuellen Sterbetafel des statistischen Bundesamts zu bestimmenden und nicht
abzuzinsenden Verkehrswerten einer lebenslänglichen Leistung einzubeziehen (VI
R 50/2006 28. August 2008).
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg kann eine
Fahrerlaubnis eines anderen Mitgliedstaats der europäischen Union bei Vorliegen
bestimmter Voraussetzungen entzogen werden (10 S 994/2007 9. September 2009, 10
S 2925/2006 16. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalzs kann
ausnahmsweise ein Anspruch auf Teilhabe auf eine verkehrsrechtliche
Hinweisbeschilderung auf Autobahnen (z. B. für einen Autohof) bestehen (7 A
10419/2008 7. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln darf Vizepräsidentin Pau
nicht mehr behaupten, die Berliner Initiative Pro Reli wolle das Pflichtfach
Ethik abschaffen.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Oldenburg ist ein überschuldeter
ehemaliger Richter des Oberlandesgerichts Oldenburg wegen versuchter Erpressung
von 5000 Euro gegen Einstellung eines Strafverfahrens zu einem Jahr Haft auf
Bewährung verurteilt.
Nach einer Entscheidung des
Verwaltungsgerichts Stade kann ein Anlieger auch einen Anspruch auf Anfechtung
verkehrsbehördlicher Maßnahmen haben (1 A 610/2007 24. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Frankreichs muss Graham
Moore wegen Gebrauches eines B18OUS in BISOUS (Küsschen) ändernden
Kraftfahrzeugkennzeichens 150 Euro Geldstrafe zahlen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Polens sind die Ansprüche
Agnes Trawnys wegen Enteignung ihres Grundstücks in Narthen bei Aussiedlung
nicht verjährt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Chinas ist Yuan Xianchen wegen
Anstiftung zur Untergrabung der Staatsgewalt zu vier Jahren Haft verurteilt.
Das Urteil gegen Dieter Althaus wegen fahrlässiger Tötung einer Skifahrerin ist
rechtskräftig.
Plastal GmbH in Weißenburg beantragt die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.
Daimler muss wegen Leasinggeschäften 700 Millionen Steuern an die
Steuerbehörden der Vereinigten Staaten von Amerika zurückzahlen.
Der internationale Radsportverband sperrt Stefan Schumacher wegen Dopings für
zwei Jahre.
2009-03-09 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands hat die Familie Jahr als
Minderheitsgesellschafter der Gruner+Jahr AG (25,1 Prozent) kein Vetorecht in
der Frage, ob der jeweilige Vorstandsvorsitzende des Zeitschriftenverlags
zugleich auch in den Vorstand der Bertelsmann AG (Mehrheitsaktionär 74,9
Prozent) rücken darf.
Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei Unstreitigkeit der Verjährungsumstände
die erstmals in der Berufungsinstanz eines Rechtsanwaltshaftungsprozesses
erhobene Verjährungseinrede auch dann zuzulassen, wenn zur Frage der
Sekundärhaftung weitere Feststellungen erforderlich sind (IX ZB 135/2007 16.
Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann das Bewerfen
mit Schneebällen durch Schüler in hundert Metern Entfernung von der Schule
schulbezogen sein, so dass ein Übergang von Forderungen des Geschädigten auf
den Schulversicherungsträger ausscheidet (VI ZR 212/2007 15. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist die Ungewissheit
über die Einkünfteerzielungsabsicht beseitigt, wenn die maßgeblichen
Hilfstatsachen festgestellt werden können und das Finanzamt davon positive
Kenntnis hat (IV R 1/2007 4. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Jena fehlt die internationale
Zuständigkeit eines deutschen Gerichts für eine zur Aufrechung gestellte
Forderung, wenn deutsche Gerichte für die klageweise Geltendmachung dieser
Forderung international nicht zuständig wären (2 U 672/2006 27. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Zweibrücken muss die
alleinerziehende Mutter eines achtjährigen Grundschülers nicht voll
erwerbstätig sein (2 UF 99/2008).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz kann ein Ausländer
auch nach langem Aufenthalt in Deutschland wegen Verurteilung zu mehr als fünf
Jahren Haft ausgewiesen werden (7 B 11328/2008 19. Februar 2009).
Nach Entscheidungen des Landessozialgerichts Bayern ist für die Rückabwicklung
des Sozialversicherungsverhältnisses eines jahrelang als Arbeitnehmer Geführten
der Nachweis des Unternehmertums erforderlich (4 KR 55/2007 11. Dezember 2008
u. a.).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I ist Helg Sgarbi wegen
Erpressung (reicher Frauen wie Susanne Klatten) zu sechs Jahren Haft
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin kann die Fahrerlaubnis
trotz der Behauptung passiven Kokainkonsums durch Hautkontakt entzogen werden
(11 A 778/2008 26. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund muss ein Sozialhilfeträger
Heimpflegekosten nicht tragen, wenn der Pflegebedürftige einen Bestattungsvertrag
mit unangemessen hoher Treuhandeinzahlung abschließt (47 SO 188/2006 13.
Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Berlin-Tiergarten ist Reinhard Schultz
(SPD) vom Verdacht des Betrugs freigesprochen, weil er eine Reise zu einem
Gerichtstermin als Mandatsträger und damit nicht als Privatperson ausgeführt
hat.
Nach einer Entscheidung der Europäischen Kommission muss E.on sein deutsches
Höchstspannungsnetz und Kraftwerkskapazitäten von 5000 Megawatt veräußern.
Barack Obama hebt Beschränkungen für die Stammzellenforschung auf.
Merck & Co. übernehmen Schering-Plough für 41,1 Milliarden Dollar.
Island verstaatlicht die (letzte unabhängige) Großbank Straumur Burdaras.
Lauffenmühle GmbH & Co. KG beantragt die Eröffnung eines
Insolvenzverfahrens.
Der deutsche Aktienindex erreicht 3692 Punkte.
2009-03-10 Nach einer Entscheidung des
Europäischen Gerichtshofs kann eine nicht im Amtsblatt der Europäischen Union
veröffentlichte Verordnung mit einer Liste von im Handgepäck verbotenen
Gegenständen (z. B. Tennisschläger) einem Flugpassagier nicht entgegengehalten
werden (C-345/2006 10. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs verletzt die von
Österreich angeordnete Bedarfsprüfung für Diskontzahnkliniken (Hartlauers) die
Niederlassungsfreiheit (C-169/2007 10. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Verurteilung fünfer ehemaliger Vorstandsmitglieder der Berlin-Hannoverschen
Hypothekenbank AG (u. a. Klaus-Rüdiger Landowsky) wegen Untreue zu
Freiheitsstrafen auf Bewährung rechtskräftig (5 StR 260/2008 4. 2. 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine lange
Standzeit eines stillgelegten Gebrauchtwagens nur dann ein Sachmangel, wenn das
Kraftfahrzeug standzeitbedingte Mängel aufweist (VIII ZR 34/2008 10. März
2009).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg können Unterhaltsaufwendungen
für im Ausland lebende Angehörige nur dann steuerlich abgesetzt werden, wenn
konkret nachgewiesen ist, dass die Angehörigen sich nicht selbst unterhalten
können (13 K 13009/2008 6. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg ist der
Gleichheitsgrundsatz nicht dadurch verletzt, dass Finanzämter im Schriftverkehr
den Ehemann zuerst und die Ehefrau danach nennen (3 K 1147/2006 B 14. Januar
2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin darf für Lotto mit Leuchtreklame
nur geworben werden, wenn gleichwertig auf Gefahren hingewiesen wird (102 O
273/2008 3. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Oldenburg muss ein Betreiber
einer Windenergieanlage den Lärmrichtwert auch auf einem eigenen benachbarten
Wohngrundstück einhalten (5 A 4836/2006 26. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Dortmund ist Westermanns Kündigung
zweier ihre gekauften Semmeln mit Brotaufstrich des Arbeitgebers versehender
Bäcker unwirksam.
Die New York Times Company verkauft ihren Anteil an dem sie beherbergenden
Hochhaus in Manhattan für 225 Millionen Dollar an W. P. Carey & Co.
Die Finanzminister der Mitgliedstaaten der Europäischen Union beschließen die
Möglichkeit niedrigerer Mehrwertsteuersätze für arbeitsintensive
Dienstleistungen (z. B. Frisöre, Gastwirte) in einzelnen Mitgliedstaaten.
Der Justizminister Rheinland-Pfalzs befürwortet in einem Gespräch mit den
Vorsitzenden der Rechtsanwaltsverbands zwecks
Arbeitsmarktsgegebenheitenrechnungstragung juristische
Kurzschnellbachelorstudiengänge.
Die CDU Landtagsfraktion nominiert Bundespräsidenten Horst Köhler als Wähler
für die Wahl des Bundespräsidenten (Sicher ist sicher oder doppelt genäht hält
besser).
Im Innern eines rund 300 Millionen Jahre alten versteinerten Fisches in
Frankreich haben Forscher die bislang ältesten Überreste eines
Wirbeltiergehirns entdeckt.
2009-03-11 Nach einer Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist das Gebot effektiven Rechtsschutzes
verletzt, wenn ein Sozialgericht (z. B. Duisburg) in einem Verfahren auf
einstweiligen Rechtsschutz ein Beweisangebot einer fast vollständig gelähmten
Frau für die Notwendigkeit eines Spezialrollstuhls nicht annimmt (1 BvR
120/2009 25. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss sich der
Inhaber eines eBay-Accounts (Mitgliedskontos) bei nicht hinreichender Sicherung
vor fremdem Zugriff im Zusammenhang mit Schutzrechtsverletzungen oder
Wettbewerbsverstößen des tatsächlichen Nutzers (z. B. ausländische Ehefrau
gegenüber Cartier mit der Wendung SSSuper … Tolle … Halzband Cartier Art . mit
kl. Pantere, tupische simwol for Cartier Haus) so behandeln lassen, wie wenn er
selbst gehandelt hätte (I ZR 114/2006 11. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat Superillu durch
Abbildung eines Fotos ohne Sachzusammenhang die Persönlichkeitsrechte Günter
Jauchs verletzt (I ZR 8/2007 11. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist für ein
ordnungsgemäßes Mieterhöhungsverlangen die Beifügung eines Mietspiegels nicht
erforderlich, wenn dieser im Kundencenter des Vermieters eingesehen werden
kann(VIII ZR 74/2008 11. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands gelangen die
Sperrfristen des § 577a BGB nach einer Wohnungsumwandlung nicht zur Anwendung,
wenn die Kündigung eines Wohnraummietverhältnisses erfolgt, weil die Wohnung
für eine Betreuungsperson benötigt wird, die nicht dem Haushalt des Vermieters
angehört, so dass keine Kündigung wegen Eigenbedarfs vorliegt (VIII ZR 127/2008
11. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs
Deutschlands kann ein Notfallarzt Verrichtungsgehilfe eines niedergelassenen
Arztes sein (VI ZR 39/2008 10. März 2009).
Nach einer Vorentscheidungen aufhebenden Entscheidung des Bundesgerichtshofs
Deutschlands ist eine Klage eines Enkels Fürst Rainiers von Monaco (Andrea
Casiraghis) gegen die erneute Veröffentlichung von Teilen ein es am 17. April
2005 bundesweit ausgestrahlten Fernsehbeitrags wegen Zusammenhangs mit einem
zeitgeschichtlichen Ereignis und fehlender Verletzung des Persönlichkeitsrechts
abgewiesen (VI ZR 261/2007 10. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist ein
Globalantrag eines Betriebsrats, mit dem dieser die Mitbestimmungspflichtigkeit
jeglichen Verlangens nach der Abgabe inhaltlich gleichlautender
Schweigeverpflichtungen festgestellt wissen will, abgelehnt (1 ABR 87/2007 10.
März 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln verletzt die
Veröffentlichung eines Hochzeitsfotos Günther Jauchs die Persönlichkeitsrechte
der Ehefrau Thea Sihler-Jauch, so dass der Burda Senator Verlag 15000 Euro
Schadensersatz leisten muss (15 U 163/2008 10. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Potsdam ist Horst Mahler wegen
Volksverhetzung zu 62 Monaten Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München ist Haftbefehl gegen John
Demjanuk wegen Beteiligung an Ermordungen in Sobibor erlassen.
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft Hannover ist ein
Ermittlungsverfahren gegen einen Stimmenimitator wegen eines behaupteten Anrufs
Franz Münteferings bei Andrea Ypsilanti eingestellt.
Nach einer Entscheidung des obersten Gerichtshofs Österreichs sind zwölf
allgemeine Geschäftsbedingungen der Visa-Service-Kreditkarten-AG rechtswidrig.
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Innsbruck ist ein Küchenhelfer aus
Pakistan wegen achter Sexualstraftaten zu acht Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts des Irak sind zwei Halbbrüder
Saddam Husseins zum Tode, Tarik Asis und Ali Hassan al Madschid zu 15 Jahren
Haft verurteilt.
Das Bundeskartellamt Deutschlands genehmigt den Verkauf von Salamander durch
den Insolvenzverwalter Egana Goldpfeil Europes an die Aragruppe aus Langenfeld.
Frankreich will zur Vollmitgliedschaft in der NATO zurückkehren.
Continental gibt die Fertigung von Lastkraftwagenreifen in Hannover auf.
In Gießen geht eine Sechsundzwanzigjährige mit einem Nackten auf allen Vieren
durch die Straße (Gassi).
2009-03-12 Nach einer Entscheidung des
Gerichts erster Instanz der europäischen Gemeinschaften ist das Rundfunkgebührensystem
Frankreich eine europarechtsgemäße staatliche Beihilfe (T-354/2005 11. März
2009).
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichtshofs Hessen dürfen der
Gemeindevorstand Egelsbachs und der Magistrat Langens nicht vor dem 19. März
2009 eine Entscheidung über den Verkauf von Geschäftsanteilen an der Hessischen
Flugplatz GmbH und über die Entwicklung und den Ausbau des Flugplatzes
Frankfurt-Egelsbach herbeiführen (8B 528/2009 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Heilbronn dürfen Bausparkassen (z. B.
Schwäbisch Hall) eine Abschlussgebühr für Bausparverträge verlangen, die sie
mit den ersten Sparraten einkassieren und bei Kündigung nicht zurückzahlen.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Münster müssen auch Empfänger
von Arbeitslosengeld II für Kampfhunde einen erhöhten Hundesteuersatz zahlen
(1240/2005).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Kroatiens sind 13 Serben wegen
Kriegsverbrechen in Kroatien zu Haft zwischen fünf und zwanzig Jahren
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Iraks ist Muntassar al-Saidi
wegen Schuhwerfens auf George Walker Bush zu drei Jahren Haft verurteilt.
Das Europäische Parlament billigt einen Vorschlag der Europäischen Kommission
für ein Statut einer europäischen Privatgesellschaft (Societas Privata Europaea
– SPE) ohne Stammkapital.
Liechtenstein will zur Sicherung eines Restbankgeheimnisses interessierten
Staaten Abkommen über eine Zusammenarbeit bei Steuerbetrug und
Steuerhinterziehung anbieten.
Landwirte müssen erst ab 1. Juli 2010 Schutzmaßnahmen gegen Bodenerosion als
Voraussetzung für Direktzahlungen der Europäischen Union durchführen.
Im Jahre 2010 werden 10 der 16 Staaten des Euroraums die Neuverschuldungsgrenze
von 3 Prozent der Wirtschaftsleistung überschreiten.
2009-03-13 Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann ein
schriftlich außerordentlich kündigender Arbeitnehmer regelmäßig nicht die
Unwirksamkeit der Kündigung geltend machen (2 AZR 894/2007 12. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bamberg ist allein eine von der
Justiz zu verantwortende Verfahrensverzögerung von sieben Monaten regelmäßig
kein zur Abkürzung oder zum Wegfall eines verwirkten Fahrverbots, zur Ermäßigung
des festgesetzten Bußgeldes oder zu einer Einstellung des Verfahrens zwingender
Verstoß gegen Art. 6 I 1 MRK (3 Ss OWi 1386/2008 4. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg kann das Wenden auf
Straßenbahnschienen bei möglicher herannahender Straßenbahn einen
Schadensersatzanspruch begründen (12 U 145/2008 26. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg ist einer in
Vollzeit berufstätigen Verkäuferin grundsätzlich die Aufnahme einer Nebentätigkeit
zwecks Erfüllung einer Unterhaltspflicht nicht zumutbar (13 WF 128/2008 14.
Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist die Verurteilung
des in einem Schließfach des Hauptbahnhofs in Düsseldorf übernachtenden Mannes
zu 9 Monaten Haft wegen 36fachen Hausfriedensbruchs rechtswidrig (III-5 Ss
7/2009-21/2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main findet § 9 S.
2 ZPO auch bei bestimmter Bezugsdauer eines Rechtes auf wiederkehrende
Leistungen nach seinem Zweck keine Anwendung auf eine negative
Feststellungsklage, die sich gegen die Berechtigung der künftigen Leistungen
richtet (4 W 36&2008 14. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln muss die Stadt Köln dem von
ihr zu einem Zweitwohnsitz in Köln gedrängten Dirigenten James Conlon die ihm
dadurch entstandenen Steuerverpflichtungen ersetzen (20 U 128/2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München kann der Nachweis der
Zustellung eines Vollstreckungstitels in der Zwangsvollstreckung gegenüber dem
Grundbuchamt in aller Regel nur durch die Vorlage der Zustellungsurkunde
erbracht werden (34 Wx 116/2008 29. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München kann die Frage, ob ein
stillschweigendes Ersuchen des Erblassers zur Ernennung eines
Testamentsvollstreckers in einer letztwilligen Verfügung enthalten ist, im
Erbscheinsverfahren grundsätzlich auch dann in der Beschwerdeinstanz überprüft
werden, wenn zwischenzeitlich die Ernennungsverfügung rechtskräftig ist (31 Wx
116/2008 23. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart erhöht der mit einem
Leistungsantrag verbundene zusätzliche Antrag auf Feststellung, dass der
Beklagte dem Kläger aus einer vorsätzlich begangenen unerlaubten Handlung zu
Schadensersatz verpflichtet ist, den Streitwert regelmäßig nicht (7 W 79/2008
16. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern bestehen Räumpflicht
und Streupflicht im Winter nur, wenn auch die betroffene Straße sich innerhalb
der geschlossenen Ortschaft befindet (8 B197/2007 25. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen können
Kosten für die Anreise zu einem Termin zur mündlichen Verhandlung als
Parteiauslage im Weg eines Reisekostenvorschusses nur bei hinreichender
Erfolgsaussicht oder bei besonderen Anknüpfungspunkten übernommen werden (20
E1289/2007 26. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Mainz verpflichtet eine
berufliche Vorbildung zur Frisörmeisterin und Maskenbildnerin die Universität
Mainz (noch) nicht zur Zulassung zum Probestudium der Kunstgeschichte und
Archäologie (6 L 102/2009 3. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Neustadt an der Weinstraße muss
ein Betreiber einer auf dem Dach eines Wohnhauses angebrachten
Photovoltaikanlage keine Gewerbeabfallgebühr bezahlten, weil kein Gewerbeabfall
anfällt (4 K 1029/2008 5. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Berlin-Tiergarten ist ein vor einem
Jahr mit einem Amoklauf an seiner ehemaligen Schule Drohender zu einer Woche
Jugendarrest verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Halberstadt ist ein mit einem Amoklauf
drohender Zweiundzwanzigjähriger zu fünf Monaten Haft auf Bewährung verurteilt
(12. März 2009).
Österreich, Luxemburg und die Schweiz wollen zur Wahrung des
Restbankgeheimnisses bei Steuerhinterziehung Amtshilfe leisten.
2009-03-14 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands sind
Eigentum und darauf gegründeter effektiver Rechtsschutz verletzt, wenn ein
Gericht bei Räumung einer Wohnung im Rahmen der Zwangsvollstreckung nicht eine
Gefährdung des Grundstücksertrags im Sinne des § 149 II ZVG annimmt, ohne die
Grundlage für diese Feststellung umfassend darzutun, insbesondere ohne sich mit
strittigem Vorbringen hinreichend auseinanderzusetzen und erforderliche Beweise
zu erheben (1 BvR 312/2008 7. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands steht, wenn der
Vermieter anlässlich der Erneuerung (Novation) eines langjährigen Mietvertrags
nicht auf einen möglichen Eigenbedarf für seine heranwachsende Tochter
hinweist, einer (zweiten) Kündigung des Vermieters zum Ablauf von rund vier
Jahren nach der Erneuerung nicht der Einwand rechtsmissbräuchlichen Verhaltens
entgegen (VIII ZR 62/2008 21. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf bei einer
Abweisung einer Anfechtungsklage nach § 46 I WEG nicht offen gelassen werden,
ob die Klage als unzulässig oder als unbegründet abgewiesen wird, und muss der
Kläger Anfechtungsgründe innerhalb der Begründungsfrist zumindest in ihrem
wesentlichen Kern in den fristgerecht eingelangten Schriftsätzen vortragen, da
ein Nachschieben neuer Gründe ausgeschlossen ist (V ZR 74/2008 16. Januar
2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist für die
hinreichende Unterscheidungskraft eines Zeichens (z. B. Wortmarke für
Sportbekleidung und Sportschuhe) das Verkehrsverständnis im Zeitpunkt der
Entscheidung über den Antrag auf Eintragung des Zeichens als Marke zu Grunde zu
legen (I ZB 30/2006 15. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands dient die Pflicht
eines Rechtsanwalts, seinen Mandanten über den Inhalt eines möglichen
Vergleichsaufzuklären, auch dem Schutz der ohne den Vergleich bestehenden
Rechtsposition des Mandanten (IX ZR 166/2007 15. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands bestimmt sich die
aus § 396 I 2 i. V. m. § 366 II BGB ergebende Tilgungsreihenfolge bei mehreren
im Prozess zur Hilfsaufrechung gestellten Gegenforderungen nach dem Sachstand
im Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung in der Tatsacheninstanz (XII ZR
123/2007 19. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands haben bei einem
nachgereichten Schriftsatz in einem arbeitsgerichtlichen Verfahren die
ehrenamtlichen Richter an der Entscheidung über eine Wiedereröffnung der
mündlichen Verhandlung mitzuwirken (6 AZN 646/2008 18. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist die
anspruchsmindernde Berücksichtigung der Möglichkeit des vorzeitigen Bezugs
einer Altersrente bei der Bemessung von Sozialplanabfindungen durch
Betriebsparteien nicht rechtswidrig (1 AZR 684/2007 30. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind, wenn der
Berichterstatter ausdrücklich auch im Namen seiner Senatskollegen im Rahmen
mehrerer eingehend begründeter Berichterstatterschreiben erklärt, die Klage
werde Erfolg haben, rechtliches Gehör und faires Verfahren verletzt, wenn das Finanzgericht
die Klage nach einem Wechsel des Berichterstatters ohne einen entsprechenden
Hinweis an den Kläger abweist (IX R 14/2007 11. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin müssen unwidersprochene,
durch bloße Übernahme zur Grundlage einer eigenen Äußerung (auf einer Homepage)
gemachte (und nicht bere4its als unwahr erkannte) Presseberichte (z. B. der
Westdeutschen Allgemeinen Zeitung) nicht eigens auf ihren Wahrheitsgehalt
überprüft werden (10 W 73/2008 29. Januar 2009).
*Börstinghaus, Ulf P., Miethöhe-Handbuch, 2009
*Dau, Klaus, Wehrbeschwerdeordnung, 5. A. 2009
*Dau, Klaus, Wehrdisziplinarordnung, 5. A. 2009
*Völkers/Weinmann/Jordan, Erbschaft- und Schenkungsteuerrecht, 3. A. 2009
*Weber, Klaus, Betäubungsmittelgesetz, 3. A. 2009
*Göbel, Klaus, Strafprozess, 7. A. 2009
2009-03-15 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist
die Bezeichnung Dummschwätzer nicht in jedem Fall eine Schmähkritik, so dass
vor einer strafrechtlichen Verurteilung eine Abwägung zwischen Meinungsfreiheit
und Ehre unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls erforderlich ist
(1 BvR 1318/2007 5. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands gehört (zur
gegenüber der Presse wie z. B. der Neuen Revue geschützten) Privatsphäre auch
einer Person des öffentlichen Interesses grundsätzlich die eigene Erkrankung
(z. B. Prinz Ernst Augusts von Hannover), doch kann davon bei wichtigen
Politikern, Wirtschaftsführern oder Staatsoberhäuptern eine Ausnahme bestehen
(VI ZR 272/2006 14. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands rechtfertigt die
Sicherstellung des Aktualitätsbezugs des Sprachunterrichts nicht die Befristung
eines Arbeitsvertrags mit einem Lektor (z. B. aus Taiwan im ostasiatischen
Seminar der Universität Köln) nach § 14 I 2 Nr. 4 TzBfG (7 AZR 85/2007 16.
April 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind Aufwendungen für
Mahlzeiten für Arbeitnehmer während einer Auswärtstätigkeit
(Fortbildungsveranstaltungen) mit den tatsächlichen Werten und nicht mit den
Werten der Sachbezugsverordnung anzusetzen (VI R 80/2006) 19. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg hat der durch
rechtswidrige Verbreitung seines Bildes Verletzte (z. B. Sohn einer Schwester
des amtierenden Fürsten von Monaco) gegen den Verbreiter einen Anspruch auf
Unterlassung einer erneuten Verbreitung des Bildes schlechthin (7 U 21/2008 22.
Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Naumburg ist ein Vertrag zur
Erstellung einer Biografie des Auftraggebers ein Werkvertrag gemäß § 631 BGB),
bei dem sich der Vergütungsanspruch bei fristgemäßer Kündigung (z. B. wegen
Mitgliedschaft in der S-Bewegung) nach den Grundsätzen der ergänzenden
Vertragsauslegung richtet (2 U 9/2008 8. Mai 2008).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Nürnberg indiziert eine
Stellenausschreibung für einen Kraftfahrzeugmechaniker im Kleinbetrieb mit den
Eigenschaften „flexibel und belastbar“ keine Nachteile für behinderte Bewerber
(6 Sa 675/2007 19. Februar 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin ist ein Buchhändler ohne Anlass
nicht verpflichtet, ein erschienenes Buch auf eine mögliche
Urheberrechtsverletzung (durch Übernahme von Textpassagen einer Dissertation)
hin zu überprüfen (15 O 120/2008 14. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main muss die Deutsche
Telekom den früheren durch Verschmelzung ausgeschlossenen Aktionären von
T-Online 1,15 Euro je Anteil nebst Zinsen zahlen und die Prozesskosten
erstatten (13. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Hamburg hat ein Theaterbesucher keinen
Anspruch auf Erstattung des Eintrittspreises, wenn eine Inszenierung nicht den
vom Autor vorgegebenen und von dem Besucher erwarteten Verlauf nimmt (4 C
370/2007 15. April 2008).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Münster ist der Vertrag eines
Konzertveranstalters mit einem Sänger über eine solistische Gesangseinlage ein
Dienstvertrag, dessen fristlose Kündigung unzulässig ist, weil eine einmalig
ausgeübte Gesangsdarbietung kein Dienst höherer Art im Sinne des § 627 BGB ist
(60 C 4365/2007).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Afghanistans ist Sayed Parwis
Kambaksch wegen Blasphemie zu 20 Jahren Haft verurteilt.
Kampa AG (Fertighäuser) beantragt die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens vor
dem Amtsgericht Aalen.
Auch Monaco erklärt sich zu Gesprächen über Steuerfragen bereit und will einen
Informationstausch zwischen Steuerbehörden in Erwägung ziehen.
Der deutsche Aktienindex erreicht 3953 Punkte.
2009-03-16 Nach einer Entscheidung des
Finanzgerichts Rheinland-Pfalz kann ein Bereichsleiter Aufwendungen für die
Bewirtung seiner Mitarbeiter in einer Jahresabschlussfeier als Werbungskosten
bei den Einkünften aus nichtselbständiger Tätigkeit geltend machen (4 K
1666/2008 19. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Coburg hat ein Untreue zu Lasten des
Nachlasses begehender Nachlasspfleger keinen Anspruch auf Vergütung für seine
Tätigkeit (41 T 6/2009 6. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Regensburg muss ein Professor die
Bewertung seiner Person durch Studierende auf der Internetseite Mein Prof e. V.
auf Grund der Meinungsfreiheit hinnehmen.
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Aachen ist die Besteuerung von
Geldspielautomaten mit Gewinnmöglichkeit nach dem Einsatz des Spielers
rechtmäßig (4 K 1077/2007 12. Februar 2009 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin darf eine Behörde (z. B.
Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf) in einer allgemeinen Geschäftsbedingung eines
Mietvertrags die Nutzung der Mieträume zu verfassungswidrigen (z. B.
rechtsextremen, rassistischen, antisemitischen oder antidemokratischen) Zwecken
(z. B. durch die Nationaldemokratische Partei Deutschlands) ausschließen (2 L
32/2009 13. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Wiesbaden ist die Richtlinie
zur Vorratsdatenspeicherung wegen Verletzung des
Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes rechtswidrig (6 K 1045/2008 16. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Sportgerichts des deutschen Fußballbunds muss 1899
Hoffenheim 75000 Euro wegen des verspäteten Erscheinens zweier Spieler zu einer
Dopingkontrolle zahlen.
Prevent DEV GmbH kauft den insolventen Autozulieferer Eybl in Österreich.
Praktiker erfüllt die Voraussetzungen für konjunkturell bedingte Kurzarbeit.
Die Software AG Stiftung in Darmstadt sichert den Fortbestand der rund 1200
Studierende zählenden Privatuniversität Witten/Herdecke.
Etwa 43 Prozent der Haushalte Deutschlands leben in einem Eigenheim oder einer
Eigentumswohnung.
Der deutsche Aktienindex erreicht 4044 Punkte.
2009-03-17 Nach einer Entscheidung des
Landgerichts Aachen ist die Klage eines afrikanischstämmigen Paares auf Schadensersatz
wegen Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt abgewiesen, weil sie gegen die
Hausverwaltung und nicht gegen den Hauseigentümer gerichtet war.
Nach einer Entscheidung des Berufungsgerichts des Kriegsverbrechertribunals für
das frühere Jugoslawien ist die Haftstrafe für Momcilo Krajisnik von 27 Jahren
auf 20 Jahre vermindert.
Nach einer Entscheidung des internationalen Sportgerichtshofs Cas ist die
Dopingsperre Riccardo Riccos von 24 auf 20 Monate vermindert.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gremiums ist der italienische
Marathonläufer Alberico di Cecco wegen Dopings zwei Jahre gesperrt.
Der Haushaltsausschuss des Europäischen Parlaments verschiebt die Zustimmung
zum Haushalt des Ministerrats der Europäischen Union.
Im Jahr 2008 wurden in Berlin mehr als eine Millionen Telefongespräche
überwacht.
Google zeigt auf Grund einer Vereinbarung mit der European Pressphoto die
Artikel der Nachrichtenagenturen EFE, Lusa, Belga, APA, mti, Keystone, PAP und
ANA, während Verhandlungen mit der dpa noch nicht abgeschlossen sind.
Das zwecks Verhinderung eines Verkaufs an Jürgen Rieger (NPD) von Bürgern
erworbene Hotel am Stadtpark in Delmenhorst wird mangels Nutzungsmöglichkeit
abgerissen und das Grundstück in eine Grünfläche verwandelt.
Helg Sgarbi verzichtet auf eine Revision gegen seine Verurteilung zu sechs
Jahren Haft wegen gewerbsmäßigen Betrugs und versuchter gewerbsmäßiger
Erpressung (Susanne Klattens u. a.).
Barack Obama schafft die Bezeichnung feindlicher Kämpfer für Häftlinge in
Guantánamo ab.
2009-03-18 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands besteht ein Betreuungsunterhaltsanspruch eines
erziehenden ehemaligen Ehegatten nach drei Jahren nur dann, wenn dies im
Einzelfall billig ist (XII ZR 74/2008 18. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann eine
Differenzierungsklausel, welche die Gewerkschaftszugehörigkeit eines
Arbeitnehmers zwar zur Voraussetzung für einen bestimmten materiellen Anspruch
macht, aber keine rechtlichen Schranken dafür aufstellt, dass der Arbeitgeber
auf individualvertraglicher Ebene die tariflich vorgesehene Ungleichbehandlung
beseitigen kann, wirksam sein (4 AZR 64/2008 18. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands hat eine
teilzeitbeschäftigte Kassiererin Anspruch auf eine tariflich vereinbarte
Funktionszulage für die Monate, in denen sie auf Anweisung der Geschäftsleitung
zu mehr als 24/38 ihrer Arbeitszeit an einer Ausgangskasse tätig war (10 AZR
338/2008 18. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist die Schenkung
eines zum Teil von der Familie selbst bewohnten Hauses in Bezug auf diesen Teil
schenkungsteuerfrei, wenn ein Ehegatte dem anderen Ehegatten seinen
Miteigentumsanteil an dem Grundstück schenkt (II R 69/2006 26. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands darf trotz des
Bankgeheimnisses anlässlich einer Bankprüfung mit Bezug auf
legitimationsgeprüfte Guthabenkonten oder Depots eine Kontrollmitteilung an die
Steuerbehörde erfolgen (VII R 47/2007 9. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm muss Nordrhein-Westfalen
einem ehemaligen Häftling wegen menschenunwürdiger Unterbringung vierer
Häftlinge auf 18 Quadratmetern für jeden Hafttag zehn Euro Schadensersatz
leisten (11 U 88/2008).
Nach Entscheidungen des Landesarbeitsgerichts Hamm ist ein Stundenlohn von 5,20
Euro für einen Verkäufer im Einzelhandel sittenwidrig und muss auf 8,21 Euro
erhöht werden (6 Sa 1284/2008, 6 Sa 1321/2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main muss die Deutsche
Bank einem Pflanzenschutzmittelhersteller aus Niedersachsen 904000 Euro
Schadensersatz wegen mangelhafter Beratung über die Gefahren eines
Spread-Ladder-Swaps zahlen (2-19 O 235/2008).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Berufungsgerichts darf HTC entgegen der
Vorentscheidung des Landgerichts Mannheim seine Smartphones in Deutschland
vorläufig weiter verkaufen.
In Berlin muss ein Haftbefehl gegen Hassan und Abbas O. wegen Einbruchs im
Kaufhaus KaDeWe aufgehoben werden, weil nicht feststellbar ist, welcher der
beiden Zwillinge beteiligt gewesen sein könnte.
Die Europäische Kommission stellt das Kartellverfahren gegen RWE ein und
verpflichtet den Konzern zum Verkauf seines Gasnetzes.
In Deutschland muss nach einem Gesetzesentwurf der Mindestinhalt einer
Kleinverkaufspackung Zigaretten künftig mindestens 19 Zigaretten betragen.
Der Internationale Währungsfonds gewährt Rumänien einen Kredit von 18 bis 20
Milliarden Euro.
2009-03-19 Der Bundestag Deutschlands
beschließt auf Druck der Allgemeinheit die Wiedereinführung der abgeschafften
Entfernungspauschale von 30 Cent pro Kilometer zwischen Wohnung und
Arbeitsstätte.
Nach einer Entscheidung des Schwurgerichts Sankt Pölten ist Josef Fritzl wegen
Mordes durch Unterlassen, Sklaverei, Vergewaltigung und anderer Verbrechen zu
lebenslanger Haft mit anschließender Unterbringung in einer geschlossenen
Anstalt für abnorme Rechtsbrecher verurteilt.
Nach einer Entscheidung des europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte hat
Österreich die Menschenrechte (Religionsfreiheit, Diskriminierungsverbot) durch
Einberufung eines Seelsorgers der Zeugen Jehovas zum Heeresdienst verletzt und
muss 13000 Euro Entschädigung zahlen.
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine
Verfassungsbeschwerde gegen § 27a III 3 SGB V, nach dem die Kostenerstattung
durch eine Krankenkasse bei künstlicher Befruchtung auf 50 Prozent begrenzt
ist, nicht zur Entscheidung angenommen (1 BvR 2982/2007 27. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands können durch
Gesetz Arbeitsverhältnisse auf einen neuen Rechtsträger übergeleitet werden,
doch ist der Gleichheitsgrundsatz verletzt, wenn ein Arbeitnehmer ohne
wissenschaftliche Tätigkeit übergeleitet wird, andere Arbeitnehmer mit
vergleichbaren Tätigkeiten aber als wissenschaftliche Beschäftigte nicht
überleitet werden (8 AZR 689/2007 19. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist ein Vertrag
über den Erlass rückständiger Vergütung für den Fall eines Betriebsübergangs
auf einen Dritten wegen Gesetzesverstoßes nichtig (8 AZR 722/2007 19. März
2009).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Hamm ist die Gewerkschaft für
Kunststoffgewerbe und Holzverarbeitung (GKH) im Christlichen Gewerkschaftsbund
tariffähig (10 TaBV 89/2008 13. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Augsburg ist ein 58jähriger Professor
wegen Bestechlichkeit zu einer Geldstrafe von 8000 Euro verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs Österreichs ist die
Nichtigkeitsbeschwerde Helmut O.s gegen seine Verurteilung zu 20 Jahren Haft
wegen versuchten Mordes an Hannes Hirtzberger verworfen und auf Grund der
Berufung der Staatsanwaltschaft eine lebenslange Haftstrafe verhängt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Österreichs ist ein einen den
Kaufpreis nicht rechtzeitig vollständig zahlenden Autokäufer der Untreue
beschuldigender Autoverkäufer wegen Verleumdung zu 600 Euro Geldstrafe
verurteilt.
In Großbritannien ist Sean Hodgson wegen erwiesener Unschuld an einem
gestandenen Mord an einer Barfrau in Southampton nach 27 Jahren aus der Haft
entlassen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Kaliforniens ist ein den Tod
fünfer Feuerwehrmänner verursachender Brandstifter zu lebenslanger Haft
verurteilt.
Nach einer Entscheidung der Polizeipräsidentin Hannovers ist eine Demonstration
in Hannover am 1. Mai 2009 wegen der Gefahr der Störung der öffentlichen
Ordnung verboten.
Der Bruttoverdienst der Arbeitnehmer in Deutschland betrug 2008 rund 27750
Euro.
Im November 2008 hatten am Browsermarkt Internet Explorer einen Marktanteil von
59,5 Prozent, Mozilla Firefox von 31,1 Prozent, Opera 5,1 Prozent, Google
Chrome 1,1 Prozent, Netscape 0,6 Prozent und andere o,1 Prozent.
2009-03-20 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist
eine Verfassungsbeschwerde eines Rentners gegen die mehrfache vorgezogene
Anhebung der für die Berechnung der Abschläge maßgeblichen Altersgrenzen nicht
zur Entscheidung angenommen (1 BvR 1631/2004 5. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss der Inhaber
eines Kopierladens die urheberrechtliche Vergütung für das Betreiben von
Fotokopiergeräten auch dann in voller Höhe zahlen, wenn er eine Selbstbedienung
durch Kunden ausgeschlossen und seine Angestellten angewiesen hat, nur
urheberrechtlich nicht geschützte Werke zu vervielfältigen (I ZR 62/2006 20.
November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist eine nach
dem 31. Dezember 2001 einzelvertraglich vereinbarte dynamische Bezugnahme auf
einen bestimmten Tarifvertrag jedenfalls dann, wenn eine Tarifgebundenheit des
Arbeitgebers an den im Arbeitsvertrag genannten Tarifvertrag nicht in einer für
den Arbeitnehmer erkennbaren Weise zur auflösenden Bedingung der Vereinbarung
gemacht worden ist, eine konstitutive Verweisungsklausel, die durch einen
Verbandsaustritt des Arbeitgebers oder einen sonstigen Wegfall seiner
Tarifgebundenheit nicht berührt wird (4 AZR 793/2007 22. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands schuldet der
Arbeitgeber bei arbeitsvertraglich vereinbartem variablem Bruttogehalt bei
Erreichung gemeinsam vereinbarter Ziele Schadensersatz, wenn aus seinem
Verschulden Zielvereinbarungen nicht zustandekommen (10 AZR 889/2007 10. Dezember
2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg haften die
Mitglieder eines fakultativen Aufsichtsrats einer Gesellschaft mir beschränkter
Haftung bei Verletzung ihrer Pflicht zur Überwachung der Geschäftsführung für
den entstehenden Schaden (6 U 102/2007 17. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle gehören die Kosten der im
Parteibetrieb erfolgten Zustellung einer einstweiligen Verfügung, die auf die
Eintragung eines Widerspruchs im Grundbuch gerichtet ist, zu den
Vollstreckungskosten gemäß § 788 I 2 ZPO, so dass sie nur durch das
Vollstreckungsgericht festgesetzt werden können, während die Kosten für die
Eintragung eines Widerspruchs im Grundbuch nicht zu den Kosten des
Rechtsstreits im Sinne von § 91 ZPO gehören (2 W 281/2008 23. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Schleswig ist bei einem etwa 33
Monate zugelassenen Cabrio mit einem Kilometerstand von 19500 Kilometern eine
Standzeit von 14 Monaten zwischen Herstellungsdatum und Erstzulassung noch kein
Mangel (3 U 39/2007 25. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart darf das
Internetportal hartplatzhelden.de Fußballspiele nicht gegen den Willen des
Fußballverbandes im Internet sichtbar machen (2 U 47/2008 19. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg sind
Physiotherapeuten zur selbständigen Berufsausübung auch ohne ärztliche
Verordnung befugt, können eine Heilpraktikererlaubnis aber nur nach Ablegung
der vorgeschriebenen Prüfung erlangen (9 S 1413/2008 19. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln wird durch Fotografien eines
Saunabereichs von einer Dachterrasse aus und durch die Veröffentlichung der
Bilder in einer Wohnungseigentümerversammlung das Persönlichkeitsrecht des
Betroffenen verletzt (29 S 67/2008 8. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Leipzig sind zwei Männer nach Werfen
von Steinen auf die Autobahn wegen gemeinschaftlichen versuchten Mordes und
gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr zu 100 Monaten bzw. 93 Monaten
Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Mainz begründet die Möglichkeit
eines unbefristeten Arbeitsvertrags nach einem befristeten Arbeitsvertrag keine
Zurückstellung vom Zivildienst (6 L 109/2009 26. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Wiesbaden kann ein Versicherter den
Umfang der Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenkasse gegenüber dem
Leistungserbringer nicht gerichtlich klären lassen (17 KR 16/2009 ER 6. März
2009).
Der Bundestag Deutschland beschließt eine Erhöhung des Tageshöchstsatzes der
Geldstrafe auf 30000 Euro.
2009-03-21 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands
gebietet es Art. 6 V GG, die vor dem 1. Juli 1949 nichtehelich geborenen Kinder
auch dann erbrechtlich wie eheliche Kinder zu behandeln, wenn ihre Eltern erst
nach dem 30. 6. 1998 miteinander die Ehe geschlossen haben (1 BvR 755/2008 8.
Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist gegen die
Entscheidung des Revisionsgerichts über einen Befangenheitsantrag nur die
(befristete) Anhörungsrüge nach § 356a StPO statthaft (1 StR 541/2008 6.
Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der
Zwangsverwalter allen Personen verantwortlich, gegenüber denen ihm das
Zwangsversteigerungsgesetz besondere Pflichten auferlegt und kann die
Wohnungseigentümergemeinschaft Beteiligte im Sinne von § 154 S. 1 ZVG sein (IX
ZR 21/2007 5. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist § 815 III ZPO
auf freiwillige Zahlungen des Schuldners an den Gerichtsvollzieher entsprechend
anwendbar (III ZR 115/2008 29. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf, wenn die von
Amts wegen vorzunehmende Prüfung eines von der Partei nicht begründeten
Prozesskostenhilfeantrags für eine Nichtzulassungsbeschwerde ergibt, dass der
Antragsteller eine gemäß § 26 Nr. 8 EGZPO zulässige Beschwerde erheben könnte,
diese jedoch nur mit einem Wert unterhalb des Beschwerdewerts des § 26 Nr. 8
EGZPO Aussichten auf Erfolg hat, Prozesskostenhilfe nicht mit der Erwägung
versagt werden, die dann durchgeführte Nichtzulassungsbeschwerde sei unzulässig
(VII ZR 187/2008 29. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind neu hinzu
gekommene Unterhaltspflichten regelmäßig auch bei der Bemessung der ehelichen
Lebensverhältnisse einer geschiedenen Ehe zu berücksichtigen, ist das aus einem
nachehelichen Karrieresprung nur einen neu hinzugetretenen Unterhaltsbedarf
auffangendes Einkommen in die Unterhaltsbemessung einzubeziehen und ist in
Fällen einer Verurteilung zu künftig fälligen Leistungen die Anschließung an
eine gegnerische Berufung bis zum Schluss der letzten mündlichen Verhandlung
möglich (XII ZR 119/2007 28. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann über die Klage
eines Mieters auf Feststellung, dass sein Mietverhältnis durch fristlose
Kündigung aus wichtigem Grund beendet worden ist, nicht durch Teilurteil
entschieden werden, wenn der Vermieter widerklagend Mietzins für die Zeit vor
oder nach dem angeblichen Beendigungstermin begehrt (XII ZR 21/2007 21. Januar
2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann jedenfalls bei
einem Seltenheitswert im Millionenbereich das Ergebnis der DNA-Analyse für die
Überzeugungsbildung des Tatrichters dahin ausreichen, dass die gesicherte
Tatortspur vom Angeklagten herrührt (1 StR 722/2008 21. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat die in einem
Darlehensvertrag entgegen § 4 I 4 Nr. 1b VerbrKrG fehlende Gesamtbetragsangabe
bei vereinbarungsgemäßer Auszahlung der Darlehensvaluta nur zur Folge, dass der
Darlehensnehmer die Neuberechung der monatlichen Leistungsraten unter
Berücksichtigung der auf den gesetzlichen Zinssatz verminderten Zinsen und
gemäß § 812 I 1 Alt. 1 BGB die Rückzahlung überzahlter Zinsen verlangen kann
(XI ZR 504/2007 20. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein vom
Geschädigten mit der Schadensschätzung beauftragter Sachverständiger bei der
Ermittlung des Fahrzeugrestwerts grundsätzlich nur solche Angebote einbeziehen,
die auch der Geschädigte berücksichtigen müsste (VI ZR 205/2008 13. Januar
2009).
*Beurkundungsgesetz, begr. v. Huhn, Dieter/Schuckmann, Hans-Joachim von,
5. A: 2008
*Esch, Günter/Baumann, Wolfgang/Schulze zur Wiesche, Dieter, Handbuch der
Vermögensnachfolge, 7. A. 2009
*Sarres, Ernst, Vermächtnis, 2009
*Beck’sches Handbuch der Personengesellschaften, 3. A. 2009
*Beck’sches Handbuch der AG, 2. A. 2009
*Loewenheim/Meessen/Riesenkampff, Kartellrecht Europäisches und deutsches
Recht, 2. A. 2009
*Reich, Andreas, Beamtenstatusgesetz, 2009
*Münchener Anwaltshandbuch Sozialrecht, hg. v. Plagemann, Hermann, 3. A. 2009
*Kommentar zum Sozialrecht, hg. v. Kreikebohm/Spellbrink/Waltermann, 2009
*Heussen, Benno, Anwaltsunternehmen führen, 2009
2009-03-22 Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs kann ein
Angehöriger eines Mitgliedstaats der Europäischen Union zwei gültige
Führerscheine gleichzeitig haben (C-321/2007 19. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
Einschränkung der Anhörungsrüge in § 321a I 2 ZPO auf solche
Zwischenentscheidungen zu begrenzen, die im Hinblick auf mögliche Gehörsverletzungen
im weiteren fachgerichtlichen Verfahren noch überprüft und korrigiert werden
können (1 BvR 3113/2008 12. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der Vermieter
bei einer Modernisierung der Wohnung die Miete nur insoweit erhöhen als die
aufgewendeten Kosten notwendig (und die Maßnahmen nicht unnötig, unzweckmäßig
oder überhöht) waren (VIII ZR 41/2008 17. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Gewährung
eines unbesicherten, kurzfristig rückforderbaren upstream-Darlehens durch eine
abhängige Aktiengesellschaft an ihre Mehrheitsaktionärin kein grundsätzlich
nachteiliges Rechtsgeschäft nach § 311 AktG (II ZR 102/2007 1. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands erfordert
die Beurteilung der Gleichwertigkeit des Ausbildungsstands einer im Ausland (z.
B. Russland) abgeschlossenen Ausbildung als Arzt neben einem objektiven
Vergleich der Ausbildungsgänge bei einem Staatsangehörigen eines Mitgliedstaats
der Europäischen Union eine Berücksichtigung der individuellen Qualifikation
und Berufserfahrung (3 C 33/2007 11. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands muss der
Arbeitgeber, wenn er im Einzelfall bestimmte Mitglieder einer grundsätzlich
begünstigten Gruppe von Leistungen der betrieblichen Altersversorgung ausnehmen
will, die Voraussetzungen in einer allgemeinen, nach sachgerechten und
objektiven Merkmalen bestimmten Ordnung festlegen (3 AZR 194/2007 19. August
2008).
Nach einer Entscheidung des Anwaltsgerichtshofs Baden-Württemberg können für
die Qualifikation zum Fachanwalt für Versicherungsrecht nicht gewonnene
praktische Erfahrungen nicht durch ein erfolgreiches Fachgespräch ersetzt
werden (AnwGH Baden-Württemberg 14/2008 8. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe kann sich ein Ehemann
trotz Zahlung eines notariell vereinbarten Ehegattenunterhalts während fünfer
Jahren auf Verwirkung wegen einer festen, aber (zunächst) nicht zweifelhaft
feststehenden Beziehung der Ehefrau mit einem anderen Mann berufen (2 UF
21/2008 30. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg ist das nach § 72 II
GVG bestimmte Landgericht auch für die Zwangsvollstreckungsverfahren in
Wohnungseigentumssachen zuständig (5 AR 41/2008 17. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster können
Parteiauslagen betreffend die Gewährung eines Reisekostenvorschusses für eine
Anreise zu einem Termin zur mündlichen Herhandlung grundsätzlich nur im Fall
hinreichender Erfolgsaussicht übernommen werden (20 E 1289/2007 26. November
2008).
2009-03-23 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine
Schadensersatzklage des Werhahn-Konzerns gegen Haarmann Hemmelrath &
Partner (in Liquidation) wegen fehlerhafter steuerrechtlicher Beratung bei dem
als steuerfrei geplanten, von den Finanzbehörden aber als steuerpflichtig
eingestuften Verkauf der AKB-Bank abgewiesen (IX ZR 214/2007 19. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands beginnt bei
Beantragung nur von Prozesskostenhilfe innerhalb der Berufungsfrist die
14tägige Wiedereinsetzungsfrist der §§ 234 I 1, 236 II 2 ZPO spätestens mit
Zugang der gerichtlichen Entscheidung über diesen Antrag (XII ZB 102/2008 19.
November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind auf den
Tatbestand des Handelstreibens mit Betäubungsmitteln die allgemeinen Regeln zur
Abgrenzung von Täterschaft und Beihilfe anzuwenden (3 StR 397/2008 30. Oktober
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein den
Vortrag des Berufungsführers zur Eintragung der Berufungs- und der
Berufungsbegründungsfrist im Fristenkalender als wahr unterstellendes
Berufungsgericht nicht zugleich den Vortrag als unsubstantiiert beanstanden (VI
ZB 23/2008 14. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Bayern kann ein Finanzamt
Steuervorteile wegen Gestaltungsmissbrauchs (z. B. Vermietung von Räumen durch
eine Grundstücksgemeinschaft an die beteiligten Eheleute zur Nutzung als
Arbeitszimmer und Werkstattraum) verwehren (10 K 1573/2007).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Frankfurt am Main darf ein
Arbeitgeber (z. B. Lufthansa) einen Mitarbeiter (z. B. einen japanischen, mit
einem minderjährigen Freund rechtswidrig in einem Vertragshotel übernachtenden
Flugbegleiter) zur Begrenzung von Imageschaden fristlos ohne Abmahnung
entlassen (1 Ca 7751/2008).
Der frühere Wiener Bürgermeister Helmut Zilk soll nach Presseberichten für den
Geheimdienst Tschechiens tätig gewesen sein.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Spaniens war das Abschleppen
des beschädigten Öltankers Prestige von der Küste Spaniens auf die hohe See
vernünftig und klug und nicht rechtswidrig.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Jemens ist ein Mann wegen
eines per e-mail an den Geheimdienst Israels wegen Tätigkeit als Informant
gesendeten Angebots zum Tod verurteilt, während zwei andere Angeklagte zu Haft
von drei bzw. fünf Jahren verurteilt sind.
Der vor 16 Monaten entlassene oberste Richter Pakistans Iftikhar Chaudhry ist
auf Druck der Opposition wieder oberster Richter.
Island hat nahezu alle Banken verstaatlicht.
Im Jahre 2008 sind weltweit 2390 Hinrichtungen bekannt geworden, davon
mindestens 1718 in China.
Die Investmentgesellschaft Aabar aus Abu Dhabi erwirbt über eine
Kapitalerhöhung für 1,95 Milliarden Euro 9,1 Prozent des Kapitals der Daimler
AG.
Suncor Energy kauft für etwa 15 Millionen Dollar Petro-Canada.
Die katholische Kirche Deutschlands erzielte 2008 rund 5,1 Milliarden Einnahmen
an Kirchensteuer.
2009-03-24 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein Großaktionär (z. B. der Lindner
Holding) mit Hilfe geliehener Aktien den Zwangsausschluss restlicher
Anteilsinhaber bewirken.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der Hinweis
einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft auf Korruption Fraports auf den
Philippinen durch das Grundrecht der Meinungsfreiheit geschützt (VI ZR 36/2007
3. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands darf ein
Arbeitnehmer seinen Urlaubsanspruch nicht wegen langer Krankheit verlieren,
sondern muss selbst bei Überschreitung der Übertragungsfrist des
Urlaubsanspruchs ins nächste Kalenderjahr den Urlaub nachträglich gewährt oder
ausgezahlt bekommen (9 AZR 983/2007 24. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist die
Vermittlung von Flugtickets durch screen-scraping der Internetseiten von
Flugunternehmen rechtmäßig (6 U 221/2008 5. März 2009).
Nach Entscheidungen des Landgerichts Kiel ist die Schadensersatzklage der
Millenium GmbH und ihrer Geschäftsführerin Sybille Sindram-Schmid gegen France
Télécom wegen Ausstiegs aus dem UMTS-Geschäft abgewiesen (14 O 195/2005 23.
März 2009 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main muss der
Planungsverband Ballungsraum Frankfurt/Rhein dem Main-Taunus-Kreis anteilig
Versorgungsbezüge für einen früher bei ihm tätigen Beamten erstatten (9 K
3249/2008.
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Speyer erlischt der Anspruch auf
Arbeitslosengeld bei Mitteilung einer kurzfristigen Zwischenbeschäftigung nicht
(10 AL 220/2007 3. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Österreichs ist eine
Beschwerde Kitzbühels gegen die Schließung seines Krankenhauses abgewiesen.
Theis Kaltwalzwerke in Hagen beantragen die Eröffnung eines
Insolvenzverfahrens.
Kroymans Corporation B. V., eines der zehn größten Autohäuser Europas,
beantragt Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.
In Tschechien (derzeit Präsidialmacht der Europäischen Union) erhält die
Regierung bei einem Misstrauensvotum nicht die erforderliche Mehrheit der 200
Abgeordneten.
Frankreich will Strahlenschäden aus früheren Atomversuchen ersetzen.
2009-03-25 Nach einer Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine Verfassungsbeschwerde eines
Reiseunternehmers gegen die Heranziehung zur Insolvenzgeldumlage nicht zur
Entscheidung angenommen (1 BvR 2553/2008 2. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands darf auch eine
Kirche einen Arbeitsvertrag ohne sachlichen Grund nur bis zur Dauer von zwei
Jahren befristen (7 AZR 710/2007 25. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands muss das Finanzamt
die Kosten des Verfahrens zur Pendlerpauschale vor dem Bundesverfassungsgericht
tragen (VI R 17/2007 26. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist eine nur
Führungskräften eines Unternehmens vorbehaltene und damit nicht offene
Abendveranstaltung keine zur pauschalen Besteuerung des geldwerten Vorteils
berechtigende Betriebsveranstaltung (VI R 22/2006 15. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands werden
Holding-Kapitalgesellschaften einem Finanzunternehmen gleichgestellt, so dass
sich Gewinne und Verluste aus den Beteiligungsgesellschaften auf die
Körperschaftsteuer auswirken (I R 35/2008 14. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands konnten vor 2008
Abschreibungen auf so genannte kapitalersetzende Darlehen steuermindernd
vorgenommen werden (I R 52/2008 14. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg sind Erben von
Neusiedlern mit ihrem Antrag auf Klageerzwingung wegen Untreue im Rechtsstreit
um die unrechtmäßige Enteignung im Zusammenhang mit der Bodenreform gescheitert
(1 Ws 4/2009 23. März 2009).
Nach einer die Vorentscheidung aufhebenden Entscheidung des
Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg darf eine Universität grundsätzlich
selbst entscheiden, ob sie z. B. bei sehr guter Studienleistung eine
Gebührenbefreiung erteilt (2 S 1229/2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I darf die Wochenzeitung
Zeitungszeugen auch nationalsozialistische Zeitungen bis 31. 12. 1938 kostenlos
beilegen, weil das entsprechende Urheberrecht des Freistaats Bayern durch
Zeitablauf erloschen ist.
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Köln sind zwei Verfahren gegen
Einberufung wegen möglicher Verletzung der Wehrgerechtigkeit ausgesetzt (8 K
15/2005 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Speyer ist ein an Diabetes mellitus
Erkrankter trotz intensiver Insulintherapie kein Schwerbehinderter (5 SB
114/2007 11. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Waldkirch ist ein angeklagter
Verkehrsteilnehmer mit einem Tetrahydrocannabinol-Blutwert (Cannabis) von 1,1
ng/ml freigesprochen (2 OWI 540 Js 17544/2008).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Dänemarks sind sechs
Angeklagte wegen Terrorunterstützung zu Haft auf Bewährung zwischen zwei und
sechs Monaten verurteilt.
Singapur beschließt in Ergänzung eines Verbots des kommerziellen Organhandels
ein Recht auf finanzielle Entschädigung für Organspender.
Der deutsche Aktienindex steigt auf 4223 Punkte.
2009-03-26 Nach einer Entscheidung des
Gerichts erster Instanz der europäischen Gemeinschaften ist Budweiser keine für
Anheuser-Busch eintragungsfähige Gemeinschaftsmarke, weil Budweiser in
Deutschland und Österreich bereits eine eingetragene Marke für Budejovicky
Budvar ist (T-191/2007 25. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands darf eine
auf einem Vergleich mit dem Holocaust aufbauende Werbemaßnahme (z. B.
Tierschutzkampagne der weltweiten Tierschutzorganisation P. Der Holocaust auf
Ihrem Teller) wegen des Persönlichkeitsrechts von heute in Deutschland lebenden
Juden gerichtlich verboten werden (1 BvR 2266/2004 u. a. 22. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm hat ein Häftling wegen der
dadurch gegebenen Missbrauchsmöglichkeiten keinen Anspruch auf Aushändigung
eines Flachbildschirms (2 Ws 360/2008 3. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz muss ein
Rechtsanwalt für einen beruflich genutzten Personal Computer mit Internetzugang
grundsätzlich Rundfunkgebühren zahlen, sofern er nicht bereits für ein
beruflich (7 A 10959/2008 12. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Hessen ist ein einen
Pflegebedürftigen in seiner häuslichen Umgebung Pflegender unter bestimmten
Voraussetzungen pflichtversichert (8 P 13/2007).
Der des Besitzes von Kinderpornographie verdächtige Bundestagsabgeordnete Jörg
Tauss kandidiert nicht mehr für die Bundestagswahl.
Auf eine Serientäterin gedeutete DNA-Spuren könnten angeblich von beim Verpacken
verunreinigten Wattestäbchen stammen.
Dieter von Holtzbrinck übernimmt von Stefan von Holtzbrinck zum 1. Juni 2009
das Handelsblatt, die Wirtschaftswoche, den Tagesspiegel und 50 Prozent der
ZEIT.
Österreich erlaubt ab 26. März Abstandsmessungen im Straßenverkehr,
Frontalfotografien von Kraftfahrzeugführern und Rotlichtverstöße aufzeichnende
Kameras.
Österreich nimmt ab 29. März bei Beantragung eines neuen Passes Fingerabdrücke
auf.
2009-03-27 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein
Verkäufer eines Hausgrundstücks bei Verschweigen von Asbestplattenverwendung
die Sanierungskosten ersetzen müssen (V ZR 30/2008 27. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands durfte der
Pharmakonzern Pfizer zur Verteidigung gegen Vorwürfe des
Bundesgesundheitsministeriums eine Anzeige für seinen Cholesterinsenker Sortis
schalten, ohne das Heilmittelwerbegesetz zu verletzen (I ZR 213/2006 26. März
2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die in den §§
78, 79 I 1 VBL-Satzung i. V. mit § 18 II BetrAVG enthaltene Übergangsregelung
für rentenferne Versicherte unwirksam (XII ZB 53/2006 5. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands gilt das
Erfordernis der zeitnahen Geltendmachung von zusätzlichen Ansprüchen auch für
Ansprüche auf der Grundlage der Vollstreckungsanordnung des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands im Beschluss vom 24. November 1998 (2 C
28/2007 17. Dezember 2008).
Nach Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands dürfen
Reststrommengen aus dem Kontingent des Atomkraftwerks Mülheim-Kärlich nicht auf
die Kernkraftwerke Brunsbüttel und Biblis A übertragen werden (7 C 8/2008 26. März
2009 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands erfordert
die Anwendung eines im öffentlichen Dienst geltenden Tarifvertrags oder eines
Tarifvertrags wesentlich gleichen Inhalts durch einen sonstigen Arbeitgeber,
dass ein solcher Tarifvertrag besteht und der Arbeitsvertrag sich dessen
Regelungen ausdrücklich unterwirft (2 C 51/2007 17. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands hindert ein
Hinweis auf Freiwilligkeit und Nichtentstehung eines Rechtsanspruchs in einem
Formulararbeitsvertrag das Entstehen eines Anspruchs des Arbeitnehmers auf
Zahlung von Weihnachtsgeld aus betrieblicher Übung (10 AZR 219/2008 21. Januar
2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann ein Verstoß
einer ordentlichen Kündigung gegen Diskriminierungsverbote des AGG zur
Sozialwidrigkeit der Kündigung nach § 1 KSchG führen (2 AZR 523/2007 6.
November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands fehlt es, wenn Eltern
Teile ihrer Beteiligungen an einer gewerblich geprägten Personengesellschaft
unentgeltlich ihren Kindern zuwenden und sich dabei den lebenslangen Nießbrauch
vorbehalten, den Kindern an der für die Anwendung des § 13a ErbStG
erforderlichen Mitunternehmerinitiative, wenn vereinbart wird, dass die
Nießbraucher die Gesellschafterrechte der Kinder wahrnehmen und die Kinder den
Eltern vorsorglich Stimmrechtsvollmacht erteilen (II R 34/2007 10. Dezember
2008).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Sachsen-Anhalt ist der auf
Aufforderung der Bundesagentur für Arbeit sich (möglicherweise erfolglos) bei
einem möglichen Arbeitgeber vorstellende Arbeitslose auf diesem Weg gesetzlich
unfallversichert (6 U 31/2005 21. Februar 2009).
2009-03-28 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts
Deutschlands muss ein wegen eines Bußgeldbescheids über fünf Euro wegen
Falschparkens das Bundesverfassungsgericht ohne Darlegung möglicher
Grundrechtsverletzungen anrufender Beschwerdeführer zu 200 Euro
Missbrauchsgebühr verurteilt (2 BvR 161/2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein Verteidiger
strafbar, wenn er in einem Brief an den Angeklagten den zuständigen Richter
unfähig und faul nennt, und dürfen die diesbezüglichen Schreiben des
Verteidigers an seinen Mandanten beschlagnahmt und verwertet werden (2 StR
302/2008 27. März 2009).
Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands benachteiligt die allgemeine Telefonfestnetzanschlussvertragsbestimmung
„Das Vertragsverhältnis ist für beide Vertragspartner zum Schluss eines jeden
Werktags kündbar und die Kündigung muss der zuständigen Niederlassung des
Anbieters oder dem Kunden mindestens sechs Werktage vor dem Tag ihrer Wirksamkeit
zugehen, wobei der Samstag nicht als Werktag gilt“ Kunden nicht unangemessen
(III ZR 28/2008, III ZR 179/2008 12. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der durch eine
fehlerhafte Anlageberatung Geschädigte seinen im Abschluss eines notariellen
Kaufvertrags über eine Immobilie mit einem Dritten bestehenden Schaden auch
gegenüber dem beratenden Unternehmen in der Weise geltend machen, dass er die
Erstattung des gezahlten Kaufpreises Zug-um-Zug gegen Übereignung der
erworbenen Kapitalanlage nach dem Grundsatz des Vorteilsausgleichs verlangt
(III ZR 28/2008 15. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss bei sich
widersprechenden Gutachten über den Anteil von Diabetes an einem Unfallschaden
die Beweiswürdigung des Gerichts erkennen lassen, dass die widersprechenden
Ansichten gegeneinander abgewogen worden sind und dass sich nach Herausarbeiten
der abweichenden Standpunkte keine weiteren Aufklärungsmöglichkeiten ergeben
haben (IV ZR 20/2006 3. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg sind in einer
Bedarfsgemeinschaft lebende minderjährige Kinder Empfänger der auf sie
entfallenden Leistungen und geht der auf das Kind entfallende Teil der
Gesamtleistung nach § 33 II 1 SGB II auf den Leistungsträger über, soweit ein
Anspruch des minderjährigen Kindes gemäß den §§ 1601ff. BGB besteht (10 UF
129/2008 16. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist eine Verbreitung
einer Zeitschrift ins Ausland nur gegeben, wenn die Zeitschrift geplant und
nicht nur zufällig zur Kenntnis gebracht wird, wobei im Bereich der
Informationsverbreitung durch elektronische Medien auch hinsichtlich einer
Persönlichkeitsrechtsverletzung eine internationale Zuständigkeit deutscher
Gerichte nur gegeben ist, wenn sich das Angebot gezielt bzw. bestimmungsgemäß
auch an den deutschen Markt richtet (15 U 17/2008 30. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main beginnt die
Publizitätspflicht dann, wenn der Bereich interner Willensbildung sich zu einer
konkreten Tatsache verdichtet hat und das Ergebnis dieses
Willensbildungsprozesses gegenüber einem Entscheidungsträger des Unternehmens
als konkrete Tatsache objektiv nach außen zu Tage tritt (2 Ss-OWi 514/2008 12.
Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe begeht, wer unter
Benutzung eines ihm zugeteilten Passworts im Internet in der Absicht, das
Entgelt nicht zu bezahlen, Leistungen über ein vollautomatisch ablaufendes
Computerprogramm in dem Wissen bestellt, dass dies keine Bonitätsprüfung
umfasst, keinen Betrug gemäß § 263 StGB, keinen Computerbetrug nach § 263a StGB
und keine Leistungserschleichung nach § 265a StGB (2 Ss 155/2008 21. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Naumburg muss ein
Unterhaltsverpflichteter, wenn seine derzeit von ihm ausgeübte Tätigkeit nicht
seinem Ausbildungsstand entspricht, sich bundesweit um eine besser (als mit 7-8
Euro für einen Tischlermeister) bezahlte Stelle und eventuell um eine
Nebentätigkeit bemühen (3 UF 39/2008 11. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg
darf das Gelände (Bombodrom) in der Kyritz-Ruppiner Heide bei Wittstock mangels
ausreichender planerischer Gesamtabwägung der Interessen aller Beteiligter
nicht als Luft-Boden-Schießplatz der Bundeswehr genutzt werden.
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz wird die vor
einer Übernahme als Mitarbeiter ausgübte Tätigkeit als Leiharbeiter auf Zeit
nicht auf die für die Anwendbarkeit des Kündigungsschutzgesetzes erforderliche
Mindestarbeitszeit von 6 Monaten angerechnet (10 Sa 486/2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Gießen sind die Eltern eines
verhungerten Mädchens wegen Mordes durch Unterlassen zu lebenslanger Haft
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des
Amtsgerichts Nürtingen verletzt die Installation einer Videokamera im
gemeinschaftlichen Zufahrtsbereich zwischen Reihenhäusern angesichts der
ständigen Bewegungsüberwachung das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Nachbarn
und ist deshalb grundsätzlich zu unterlassen (10 C 1850/2008 5. Januar 2009).
Theo Zwanziger und Jens Weinreich legen ihre Rechtsstreitigkeiten wegen
der Bezeichnung Theo Zwanzigers als unglaublicher Demagoge durch Jens Weinreich
durch Vergleich unter Tragung der jeweiligen eigenen Kosten bei.
Nach einer Entscheidung der Finanzmarktaufsicht Ungarns ist Soros Funds
Management LLC wegen eines Angriffs auf die Bank OTP zu 1,6 Millionen Euro
Geldbuße verurteilt.Ein Drittel der rund 10000 Inschriften in den maurischen
Palästen der Alhambra in Granada ist entschlüsselt (meist Gedichte und
Lobreden).
200000 Unternehmen haben die Bilanzen für 2007 nicht rechtzeitig eingereicht.
† Hoffmann, Gerhard, Weißenfels an der Saale 21. 06. 1917-Marburg an der Lahn
26. 03. 2009
† Floretta, Hans, Ende März 2009.
*Langenberg, Hans, Betriebskostenrecht
der Wohn- und Gewerberaummiete, 5. A. 2009
*Semler, Johannes/Schenck, Kersten von, Arbeitshandbuch für Aufsichtsratsmitglieder,
3. A. 2009
*Battis/Krautzberger/Löhr, Baugesetzbuch, 11. A. 2009
*Zivilprozessordnung, hg. v. Saenger, Ingo, 3. A. 2009
*Keidel, FamFG. 16. A. 2009
*Hilpert, Horst, Das Fußballstrafrecht des Deutschen Fußball-Bundes, 2009
2009-03-29 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands bemisst sich
der Streitwert einer Klage, mit der die Feststellung begehrt wird, eine
angemeldete Forderung beruhe auf einer vorsätzlich begangenen unerlaubten
Handlung, nicht nach dem Nennwert der Forderung, sondern nach den späteren
Vollstreckungsaussichten (IX ZR 235/2008 22. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Bestimmung
des Vorsitzenden einer großen Strafkammer auch nach der Neufassung des § 21g
GVG Teil der vorschriftsmäßigen Besetzung im Sinne des § 338 Nr. 1 StPO (5 StR
537/2008 8. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands wird auch für das
Zwangsvollstreckungsverfahren nicht am Fortsetzungszusammenhang festgehalten,
so dass mehrere Einzelakte, mit denen ein Schuldner gegen ein tituliertes
Unterlassungsgebot verstößt, nicht als fortgesetzte Handlung zu einer
einheitlichen Tat zusammengefasst werden können (I ZB 32/2006 18. Dezember
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands dürfen aus einer
komplexen Äußerung nicht einzelne Sätze mit tatsächlichem Gehalt abgetrennt und
als üble Nachrede verboten werden, obwohl diesen Sätzen an sich ein solcher
Inhalt nicht beigelegt werden kann und die Meldung des Presseorgans im Übrigen
nicht angegriffen ist (VI ZR 219/2006 2. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands beanspruchen die
Regelungen des internationalen Privatrechts einschließlich der einschlägigen
Normen des europäischen Gemeinschaftsrechts und der von Deutschland
ratifizierten kollisionsrechtlichen Staatsverträge allgemeine Verbindlichkeit,
ohne dass es darauf ankäme, ob sich eine der Parteien auf die Anwendung
ausländischen Rechts beruft, und lassen die Vorschriften der EWG-Verordnung
1408/1971 grundsätzlich sozialversicherungsrechtliche Leistungsansprüche unberührt,
die nach dem nationalen Recht eines anderen Mitgliedstaats als demjenigen des
Beschäftigungsstaats bereits begründet sind, dessen Rechtsvorschriften der
Versicherte nach Art. 13ff. der Verordnung unterliegt (VI ZR 105/2007 15. Juli
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist gegen die
Entscheidung des Arbeitsgerichts oder des Landesarbeitsgerichts über einen
gegen einen Sachverständigen gerichteten Befangenheitsantrag in entsprechender
Anwendung der für die Entscheidung über Ablehnungsgesuche gegen Richter
geltenden Regeln kein Rechtsmittel gegeben, was verfassungsrechtlich nicht zu
beanstanden ist (3 AZB 26/2008 22. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands geht bei
gleichzeitigem gesetzlichem Unfallversicherungsschutz einer Verrichtung als
Beschäftigung und als Nothilfe die Beschäftigungsversicherung vor (2 U 12/2007
18. März 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm berechtigt die vertragliche
Verpflichtung des Wohnungseigentumsverwalters zur Betreibung rückständiger
Wohngeldzahlungen zu Gunsten der Gemeinschaft den Verwalter zur gerichtlichen
Geltendmachung rückständiger Zahlungen auf bestandskräftig beschlossene
Sonderumlagen im Wege gewillkürter Prozessstandschaft (15 Wx 43/2008 29. Mai
2008).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster kommt es für die
anwaltliche Vergütung nicht auf den Zeitpunkt der Auftragserteilung, sondern
auf die Fälligkeit an, wobei ab 1. Januar 2007 der Umsatzsteuersatz von 19 Prozent
gilt (19 E 504/2007 23. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main ist vor der
Auferlegung von Prozesskosten nach § 49 II WEG einem Verwalter rechtliches
Gehör zur beabsichtigten Kostenentscheidung zu gewähren (2/13 T 33/2008 3.
November 2008).
2009-03-30 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist neben
der Amtshaftung des Gerichtsvollziehers als Vollstreckungsorgan kein Raum für
eine Haftung als Verrichtungsgehilfe des Gläubigers für Begleitschäden einer
Räumungsvollstreckung (IX ZR 36/2008 5. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands schließt § 576 II
ZPO eine Prüfung der örtlichen Zuständigkeit des Gerichts des ersten Rechtszugs
im Rahmen eines Rechtsbeschwerdeverfahrens aus (VII ZB 79/2008 29. Januar
2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Adword-Werbung eines Suchmaschinenbetreibers möglicherweise europarechtswidrig
(I ZR 125/2007 22. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands umfasst der
Schutzzweck der Amtspflicht des Versteigerungsgerichts zur Einhaltung der
gesetzlichen Vorschriften im Zwangsversteigerungsverfahren zu Gunsten des
Vollstreckungsgläubigers auch den Verlust, der dadurch eintritt, dass der
Zuschlagsbeschluss wegen eines Zustellungsfehlers wieder aufgehoben und in
einem nachfolgenden Versteigerungstermin ein geringerer Erlös erzielt wird (III
ZR 172/2008 22. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann bei Rücktritt
des den Kaufpreis zahlenden, durch eine Vormerkung gesicherten
Grundstückskäufers wegen eines Rechtsmangels und anschließender Eröffnung eines
Insolvenzverfahrens über das Vermögen des Verkäufers der Insolvenzverwalter von
dem Käufer Bewilligung der Löschung der Vormerkung verlangen, ohne an ihn den Kaufpreis
aus der Masse erstatten zu müssen (IX ZR 66/2007 22. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann ein
wirksam schriftlich bestellter Betriebsbeauftragter für Abfall nur aus
wichtigem Grund gekündigt werden (2 AZR 633/2007 26. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist eine
schriftliche, nach islamischem Brauch in der Türkei abgeschlossene Vereinbarung
zwischen einer Braut und ihrem Schwiegervater über eine Zahlung bei Scheidung
(von beispielsweise 30000 Euro) in Deutschland wirksam (1-5 U 88/2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München ist eine Anklage gegen
Saeed Sadeghi E. wegen Agententätigkeit und Verletzung des
Außenwirtschaftsgesetzes abgelehnt.
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Köln kann der (mehrfache)
Verstoß (z. B. eines Lagerarbeiters) gegen ein betriebliches Rauchverbot eine
ordentliche Kündigung begründen (4 Sa 590/2008 1. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main ist die
geringere Vergütung für Mehrarbeit bei einer Teilzeitbeschäftigung im Vergleich
zur Vergütung für Vollzeitbeschäftigung rechtswidrig (9 K 199/2008 F [1]).
Gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Dresden zur Waldschlösschenbrücke bei
Dresden ist Berufung eingelegt.
Nach einer Entscheidung der Schiedskommission Wetterau der Sozialdemokratischen
Partei Deutschlands sind die Mitgliedschaftsrechte Jürgen Walters für zwei
Jahre eingeschränkt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Spaniens sind wegen
Zwangsverheiratung einer14jährigen mauretanischen Muslimin der Ehemann zu 17
Jahren, die Mutter zu sieben Jahren und der Vater zu 1,5 Jahren Haft
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von Amerika
ist Rapper T. I. wegen rechtswidrigen Besitzes zweier Maschinengewehre und
versuchten rechtswidrigen Waffenkaufs zu 366 Tagen Haft verurteilt.
Deutschlands staatlicher Bankenrettungsfonds Soffin will für 60 Millionen Euro
8,7 Prozent der Aktien der Hypo Real Estate erwerben.
RWE Innogy kauft für 7,5 Millionen Euro eine Minderheitenbeteiligung an Quiet
Revolution Ltd. London, die für rund 40000 Euro ein 5 Meter hohes
Windkleinkraftrad zur Stromerzeugung für ein Zweifamilienhaus herstellen will.
Die Rückzahlung von Steuern wegen Anerkennung der Pendlerpauschale ist in Höhe
von rund 2 Milliarden Euro erfolgt.
Das Bundesamt Deutschlands für Finanzdienstleistungsaufsicht verlängert das
Verbot der Leerverkäufe bis Ende Mai.
ÖMV erkauft ihre Minderheitsbeteiligung an MOL für 1,4 Milliarden Euro an
Surgutneftegas.
Fast 40 Prozent der Deutschen im Osten würden dem Sozialismus eine zweite
Chance geben.
2009-03-31 Nach einer eine
Verfassungsbeschwerde nicht annehmenden Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts Deutschland hat Sarah Wiener wegen ungenehmigter
Verwendung ihres Bildes in der Dosensuppenwerbung eines Supermarkts (statt
verlangter 100000 Euro) gemäß § 287 I ZPO (nur) Anspruch auf 5000 Euro
Schadensersatz (1 BvR 127/2009 5. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Verurteilung eines Angeklagten wegen schweren sexuellen Missbrauchs
kambodschanischer Kinder in vier Fällen zu 78 Monaten Haft durch das
Landgericht Kiel rechtmäßig (3 StR 18/2009 17. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein
Steuerberater den durch einen Beratungsfehler entstanden Schaden eines Kunden
nur ersetzen, wenn der Beratungsfehler für die Entscheidung des Kunden
ursächlich war, und gilt eine Beweiserleichterung für den Mandanten nicht
gnerell (IX ZR 6/2006 5. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Essen ist der siebenundzwanzigjährige
Christian G. wegen Mords und Körperverletzung mit Todesfolge zu lebenslanger
Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I hat die Kirch Group
Litigation Pool GmbH keinen Schadensersatzanspruch gegen die Deutsche Bank und
Rolf Breuer (auf 2 Milliarden Euro) wegen der Äußerungen Breuers über die
Kreditwürdigkeit Leo Kirchs (33 O 25598/2005 31. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Stendal ist ein wegen fahrlässiger
Tötung eines Obergefreiten auf der Elbe angeklagter Soldat freigesprochen.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Wuppertal trifft die Commerzbank ein
Organisationsverschulden wegen fehlender Aufklärung über VIP 3 und 4
Medienfonds (hinsichtlich von Provisionsrückvergütungen).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Trier ist ein Diplomstudium
nach einem abgeschlossenen Bachelorstudium ein gebührenpflichtiges Zweitstudium
(5 K 849/2008 19. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dresden hat eine mit einer anderen
Frau um die Mutterschaft eines Kindes streitende Portugiesin bis zur Klärung
Anspruch auf Arbeitslosengeld II und darf das Land nicht mit dem Kind verlassen
(38 AS 915/2009 ER 19. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Delmenhorst ist eine Neunzehnjährige
wegen Androhung eines Amoklaufs zu vier Wochen Jugendarrest verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Meiningen ist ein Vierzehnjähriger
wegen Androhung eines Amoklaufs zu Jugendarrest verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Oldenburg ist ein durch Betrug zu
einer Anstellung als Rechtsreferendar in Niedersachsen gelangter
Vierundvierzigjähriger zu sieben Monaten Haft auf Bewährung und 80 Stunden
gemeinnütziger Arbeit verurteilt.
Vermieter und Mieter des Thor-Steinar-Ladens in Leipzig einigen sich in einem
Vergleich auf eine Räumung zum 30. Juni 2009.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika muss Rod Shene das 1945 von John Doty gestohlene Augsburger
Geschlechterbuch des 16. Jahrhunderts im Wert von 600000 Dollar an die
Staatsgalerie in Stuttgart zurückgeben.
Der Bundesinnenminister Deutschlands verbietet die Heimattreue Deutsche Jugend.
Der Marktanteil der Deutschen Telekom bei Festnetztelefonanschlüssen ist von
1998 (40,7 Millionen) bis 2008 (36,8 Millionen) von 100 Prozent auf etwa 80
Prozent (28,8 Millionen) gesunken.
2009-04-01 Nach einer Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine Verfassungsbeschwerde der
Eltern dreier Kinder gegen den Grundsteuerbescheid der Gemeinde für das selbst
genutzte Hausgrundstück nicht zur Entscheidung angenommen (1 BvR 1334/2007 18.
Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands sind die
Anträge auf Zulassung der Revision gegen die Entscheidung des
Verwaltungsgerichthofs Hessen auf Ausbau des Regionalflughafens Kassel-Caldern
zurückgewiesen.
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann auch der
Bewohner eines Wohnstifts die Steuerermäßigung für vom Betreiber des Stifts
erbrachte Leistungen in Anspruch nehmen, wenn er eine Rechnung vorlegen kann,
aus der sich Erbringer und Empfänger der haushaltsnahen Dienstleistung, Art,
Zeitpunkt und Inhalt der Dienstleistung sowie die dafür vom Steuerpflichtigen
jeweils geschuldeten Entgelte entnehmen lassen (VI R 28/2008 29. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist der Verfall eines
nicht ausgenutzten Steuerermäßigungsbetrags für Handwerkerleistungen nach § 35a
EStG verfassungsgemäß und ist aus Gleichheitsgründen eine Möglichkeit des
Rücktrags oder Vortrags nicht geboten (VI R 44/2008 29. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands können
Betreuungsleistungen durch einen Vereinsbetreuer entgegen § 4 Nr. 18 Satz 1c
UStG 1993/1999 nach Art. 13 Teil A Abs. 2 Buchstabe a 3. Gedankenstrich der
Richtlinie 1977/288/EWG unmittelbar umsatzsteuerfrei sein (XI R 67/2006 17.
Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann der
Vorsteuerabzug aus der Anschaffung eines Blockheizkraftwerks bei teilweiser
Einspeisung des entstandenen Stromes unter den allgemeinen Voraussetzungen des
§ 15 UStG zu gewähren sein (V R 80/2007 18. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg ist das
Aufenthaltsbestimmungsrecht für ein einhalbjähriges Kind der Mutter nicht
deswegen abzuerkennen, weil sie ihre Berufstätigkeit wieder aufnimmt und das
Kind zeitweise in einer Kindertagesstätte oder bei einer Tagesmutter betreuen
lässt (10 UF 204/2008 9. März 2008).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Hamburg ist Eva Herman keine
Arbeitnehmerin, sondern freie Mitarbeiterin.
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Nordrhein-Westfalen müssen kleine
und mittlere Unternehmen mangels einer Rechtsgrundlage nicht das Formular EÜR
für ihre Einnahme-Überschuss-Rechnung verwenden (X R 18/2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin hat die
Nationaldemokratische Partei Deutschlands einen Anspruch auf Überlassung des
Ernst-Reuter-Saales im Rathaus Reinickendorf zwecks Durchführung ihres
Bundesparteitags am 4. und 5. April 2009 (2 L 38/2009 31. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz hat ein beamteter
Studiendirektor Anspruch auf Beihilfe für die Versorgung seiner Ehefrau mit
einer computergesteuerten Beinprothese (C-Leg-Prothese) (6 K 1128/2008 17. März
2009).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Berlin ist die niedrige Löhne für
Leiharbeiter aushandelnde Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für
Zeitarbeit und Personalserviceagenturen (CGZP) mangels Sozialmächtigkeit nicht
tariffähig (35 BV 17008/2008).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Freudenstadt ist der den Bürgermeister
Loßburgs wegen seines Hundes bedrohende Hundhalter Manfred K. zu vier Monaten
Haft auf Bewährung verurteilt, muss den Hund in Wohngebieten anleinen und darf
sich den Wohnhäusern der Rathausmitarbeiter nur bis auf 100 Meter nähern.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München ist die Erklärung „sofort
urlaubsklar“ für ein gebrauchtes Wohnmobil kein Garantieversprechen, weshalb
der bei einem Schaden dem Verkäufer nicht die Möglichkeit der Mängelbeseitigung
eröffnende Käufer keinen Schadensersatzanspruch hat (264 C 1007/2008 30. März
2009).
Das Amtsgericht München eröffnet das Insolvenzverfahren über das Vermögen
Qimondas.
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft Essen sind die Ermittlungen
gegen Mißfelder wegen des Verdachts der Volksverhetzung und Verleumdung wegen
der Aussage, dass die Erhöhung der Hartz-IV-Leistungen ein Anschub für die
Tabak- und Spirituosenindustrie seien, eingestellt.
Infolge Rücknahme der Berufung von Direktbanken vor dem Oberlandesgericht
Naumburg kann die Sparkasse Mansfeld-Südharz den Kunden von Banken weiterhin
die Nutzung ihrer Geldautomaten verweigern (Landgericht Halle 8 O 1495/2008).
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Innsbruck ist ein Tiroler wegen
schwerer Körperverletzung durch eine Kopfnuss mit Nasenbeinbruch und
Rissquetschwunden zu 900 Euro Geldstrafe verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika muss das die Gefahren des Rauchens verharmlosende Unternehmen Philip
Morris Mayola Williams wegen des Todes ihres Mannes durch Lungenkrebs 150
Millionen Dollar Schadensersatz zahlen.
Albanien und Kroatien werden als 27. und 28. Mitglied in die NATO aufgenommen.
Der Zusammenschluss der Zentralbanken DZ und WGZ Bank zur drittgrößten Bank
Deutschlands scheitert.
Die Kaimaninseln erklären sich Deutschland gegenüber zu einem gewissen
Auskunftsaustausch in Steuerangelegenheiten bereit.
Österreich gewährt eine Abwrackprämie von 1500 Euro für die Verschrottung von
Altautos.
2009-04-02 Nach einer Entscheidung des
Europäischen Gerichtshofs muss France Télécom 10,3 Millionen Euro Bußgeld wegen
Missbrauchs einer beherrschenden Stellung auf dem französischen Markt für den
Internetzugang bezahlen (C-202/2007 2. April 2009).
Nach Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die im
Rahmen eines strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens erfolgende Einstellung von
Kreditkartendaten in einen maschinellen Suchlauf kein Eingriff in das Recht der
betroffenen Kreditkarteninhaber auf informationelle Selbstbestimmung (2 BvR
1372/2007 17. Februar 2009 u. a.).
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichtshofs Hessen sind Auskünfte des
Bundeskriminalamts für eine Presseakkreditierung bei der NATO für die
Gipfelkonferenz vom 3. und 4. April 2009 nicht zurückzunehmen, weil die NATO
die bereits erteilten Auskünfte nicht unbeachtet lassen wird (8 B 1041/2009 2.
April 2009).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Düsseldorf kann ein durch
anonymisierte Bargeldtransfers und Wertpapiertransfers Beihilfe zur
Steuerhinterziehung seiner Kunden leistender Bankmitarbeiter für noch nicht
aufgedeckte Steuerschulden als Haftender in Anspruch genommen werden (8 V
2459/2008 [H] 10. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Koblenz ist es unzulässige
Rechtsausübung, wenn ein wegen eines Eingabefehlers einen fast neuwertigen
Porsche für 5,50 Euro ersteigernder Käufer einen Schadensersatzanspruch über
75000 Euro wegen Nichterfüllung des Kaufvertrags durchsetzen will (18. März
2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Baden-Baden darf die in
Baden-Baden für den 3. April 2009 geplante Demonstration Kein Frieden mit der
NATO unter Auflagen stattfinden (3 K 776/2009 1. April 2009).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika muss die Regierung alle notwendigen und angemessenen Schritte zur
Ermöglichung der Freilassung Yasin Muhammed Basardhs in Guantánamo einleiten.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist BMW Oracle Racing der rechtmäßige Herausforderer im America’s Cup
der Segler.
Nach einer Entscheidung des internationalen Sportgerichtshofs in Lausanne ist
die Dopingsperre Christian Ahlmanns von vier auf acht Monate erhöht.
Genevieve Jeanson ist wegen Epo-Dopings für 10 Jahre gesperrt, ihre Betreuer
auf Lebenszeit.
Die Europäische Zentralbank senkt den Leitzins von 1,5 Punkten auf 1,25 Punkte.
Die Bundestagsverwaltung Deutschlands verlangt von der Nationaldemokratischen
Partei rund 2,2 Millionen Euro zurück.
Die OECD veröffentlicht eine schwarze Liste der Steueroasen (Costa Rica,
Malaysia, Philippinen, Uruguay), eine Liste 42 anderer Finanzzentren
(Österreich, Schweiz, Luxemburg) und nennt andere problematische Fälle
(Vereinigte Staaten von Amerika, Großbritannien mit Kanalinseln) nicht.
2009-04-03 Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs fällt ein
Tankstellenvertrag mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren nicht unter die
Gruppenfreistellung, wenn der Lieferant dem Wiederverkäufer die Tankstelle
vermietet oder verpachtet ohne Eigentümer der Tankstelle und des Grundstücks zu
sein (C-260/2007 2. April 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
Verfassungsbeschwerde eines Aktionärs einer deutschen Großbank gegen das
Finanzmarktstabilisierungsgesetz wegen Nichterschöpfung des Rechtswegs
(zivilprozessualer Klagemöglichkeiten) nicht zur Entscheidung angenommen (1 BvR
119/2009 26. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist dem Versicherer
das Wissen des mit der Erstellung eines ärztlichen Zeugnisses beauftragten
Arztes nur insoweit zuzurechnen, als dieser es durch den Antragsteller im
Rahmen der „Erklärung vor dem Arzt“ erlangt hat, nicht dagegen soweit sich für
den Arzt Wissen aus früheren Untersuchungen oder Behandlungen ergeben hat (IV
ZR 26/2006 11. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kommt es für die
Einordnung der gemäß § 30 StGB beabsichtigten Tat als Verbrechen oder Vergehen
auch in Fällen des Sich-Bereiterklärens zur Anstiftung nach § 30 II StGB nicht
auf die Person des Anstifters, sondern auf die des Anzustiftenden an (2 StR
165/2008 4. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein nach
Eröffnung eines Insolvenzverfahrens ergangener, auf eine Leistung gerichteter
Schiedsspruch als bloße Feststellung zur Insolvenztabelle auszulegen sein, wenn
auf Grund der Entscheidungsgründe feststeht, dass die zuerkannte Forderung nur
ein Recht auf insolvenzmäßige Befriedigung verschaffen sollte und es sich bei
ihr nicht um eine Masseforderung handeln kann (III ZB 88/2007 29. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann, wenn ein mit
einem fremden Unternehmenskennzeichen übereinstimmender Begriff bei einer
Internetsuchmaschine als Schlüsselwort (Keyword) angemeldet wird, eine Verwechslungsgefahr
zwischen dem Schlüsselwort und dem geschützten Kennzeichen zu verneinen sein,
wenn bei Eingabe des Begriffs durch einen Internetnutzer auf der dann
erscheinenden Internetseite rechts neben der Trefferliste unter einer Rubrik
mit der Überschrift Anzeigen eine Werbeanzeige des Anmelders des Schlüsselworts
eingeblendet wird, in der das geschützte Zeichen selbst nicht verwendet wird (I
ZR 30/2007 22. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist, wenn bei einer
Internetsuchmaschine eine Bezeichnung, die von den angesprochenen
Verkehrskreisen als eine beschreibende Angabe über Merkmale und Eigenschaften
von Waren verstanden wird (z. B. pcb = printed circuit board), als so genanntes
Schlüsselwort (Keyword) angemeldet wird, eine kennzeichenmäßige Verwendung zu
verneinen, wenn bei Eingabe einer als Marke geschützten Bezeichnung durch einen
Internetnutzer (z. B. pcb-pool) auf der dann erscheinenden Internetseite rechts
neben der Trefferliste unter einer Rubrik mit der Überschrift Anzeigen eine
Werbeanzeige des Anmelders des Schlüsselworts eingeblendet wird, in der das
geschützte Zeichen selbst nicht verwendet wird (I ZR 139/2007 22. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine Klage
nicht demnächst zugestellt, wenn das Gericht einen Kostenvorschuss unter einer
falschen Anschrift anforderte, der Prozessbevollmächtigte aber 6 Monate
zuwartete (III ZR 132/2008 18. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist der
Nichtzulassungsbeschwerde gegen die Einkommensteuerpflichtigkeit von Zinsen aus
Kapitallebensversicherungen stattgegeben (VIII R 7/2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen ist ein aus
Afghanistan stammender Flüchtling hinduistischen Glaubens als Flüchtling
anerkannt (8 A 1132&`/2007 2. April 2009).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika können Terrorverdächtige in Gefängnissen der Vereinigten Staaten von
Amerika in Afghanistan ihre Haft vor Gerichten der Vereinigten Staaten von
Amerika anfechten.
2009-04-04 Nach einer Entscheidung des europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte
hat Großbritannien durch Verwaltungsregelungen das Recht eines lebenslänglich
Verurteilten und seiner Frau auf Privat- und Familienleben mittels Ermöglichung
einer künstlichen Befruchtung verletzt (44362/2004 4. Dezember 2007).
Nach Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands sind weder Art.
14 I GG noch Art. 2 I GG dadurch verletzt, dass die in der gesetzlichen
Kranken- und Pflegeversicherung pflichtversicherten Rentner seit dem 1. April
2004 mit dem vollen - statt wie bisher mit dem halben - nach der Rente zu
bemessenden Beitrag zur sozialen Pflegeversicherung belastet werden (1 BvR
2995/2006 u. a. 7. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands verbleibt es, wenn
die Sache nicht an das Prozessgericht abgegeben worden ist, für die
nachträgliche Titulierung nicht in den Vollstreckungsbescheid aufgenommener
Kosten des Verfahrens bei der Zuständigkeit des Mahngerichts, das den
Vollstreckungsbescheid entsprechend zu ergänzen hat (Xa ARZ 197/2008 25.
Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln sind Geldbeträge, diee
Eltern einem Kind zur Finanzierung des im hälftigen Miteigentum der Eheleute
stehenden Hausbaus zur Verfügung gestellt haben, nur zur Hälfte dem
Anfangsvermögen des Kindes zuzurechnen, während die andere Hälfte im
Anfangsvermögen des Schwiegerkinds unberücksichtigt bleibt und auch finanzielle
Zuwendungen durch nahe Angehörige zwecks Verbrauchs beim Anfangsvermögen außer
Betracht bleiben (4 UF 38/2008 26. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg ist allein in der
Drohung, einem anderen Menschen das Leben zu nehmen, noch nicht dessen
Missachtung oder Nichtachtung enthalten (Sss 412/2008 6. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Hamburg ist die Beiordnung
eines Rechtsanwalts nach den §§ 166 VwGO, 121 II ZPO nicht deswegen nicht
erforderlich, weil dieser bereits zum Betreuer des Beteiligten mit einem in dem
Rechtsstreit einschlägigen Aufgabenkreis bestellt ist (3 K 4280/2006 3.
November 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg hindert
die Teilrechtsfähigkeit der Wohnungseigentümergemeinschaft die Geltung einer im
kommunalen Abgabenrecht statuierten gesamtschuldnerischen Haftung der einzelnen
Wohnungseigentümer für Grundbesitzabgaben nicht (2 S 1500/2006 26. September
2009).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Niedersachsen verlangt die
Beseitigung der rechtlichen Folgen im Rahmen eines Wiederaufnahmeverfahrens
nicht zwingend die Beurteilung, als habe die frühere, zunächst rechtskräftige
strafgerichtliche Entscheidung nicht bestanden (12 ME 316/2008 26. Januar
2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankenthal entfallen
Schadensersatzansprüche wegen Reisemängeln bei einem Gastschulaufenthalt im
Ausland wegen Verletzung einer Anzeigeobligation, wenn die Reisenden oder ihre
Eltern die einfach darzustellenden Beschwerden nicht rechtzeitig vorbringen (2
S 295/2008 11. Februar 2009).
*Backmeister, Thomas/Trittin, Wolfgang/Mayer, Udo, Kündigungsschutzgesetz, 4.
A. 2009
*Verkehrsrecht, hg. v. Roth, A., 2009
*Kauch, Petra, Gentechnikrecht, 2009
2009-04-05 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Vorschrift des § 53 X 5 BRAO grundsätzlich entsprechend auf den Fall
anzuwenden, dass die mit dem vertretenen Rechtsanwalt vereinbarte Vergütung
nicht bezahlt wird und auch nicht aus dem Gebührenaufkommen zu erlangen ist
(Anw Z [B] 78/2007 15. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands zieht das
Schwangerschaftskonfliktgesetz des Bundes einer über die durch § 4 II und III
KSchG gebotene öffentliche Förderung hinausgehenden, zusätzlichen kommunalen
Förderung von Konfliktberatungsstellen nur insofern Grenzen, als diese die
Sicherstellung eines ausreichenden Angebots an wohnortnahen pluralen
Beratungsstellen nicht vereiteln darf (3 B 88/2008 7. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlandes sind wegen des
Grundsatzes der Rechtsmittelklarheit außerordentliche, nicht im Gesetz
vorgesehene Beschwerden nicht statthaft (3 AZB 101/2008 3. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann bei einem
Gespräch unter Parteien die für den Inhalt beweisbelastete Partei den Beweis
antreten, indem sie ihre eigene Anhörung oder Vernehmung beantragt (10 AZR
671/2007 19. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin verlangt § 302 II StPO
grundsätzlich im Rahmen der Ermächtigung des Verteidigers für die Zurücknahme
eines Rechtsmittels oder den Verzicht auf ein Rechtsmittel eine genaue
Bezeichnung des in Bezug zu nehmenden Rechtsmittels (3 Ws 474/2008 19. Januar
2009).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin kann ein Gericht einem
Antragsteller in einem Verfahren der Anerkennung einer ausländischen Adoption
für die Beibringung einer notwendigen Urkunde eine (angemessene, bei Bedarf
mehrfach zu verlängernde) Frist setzen (1 W 100/2008 2. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin dürfen Eintragungen im
Verkehrszentralregister, die gemäß § 29 I Nr. 2 lit. a in Verbindung mit Nr. 3
StVG einer Tilgungsfrist von zehn Jahren unterliegen, gemäß § 29 VIII 1 und 2
StVG bereits nach Ablauf einer fünfjährigen Tilgungsfrist in einem
Bußgeldverfahren wegen Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit bei
der Rechtsfolgenentscheidung nicht mehr verwertet werden (3 Ws [B] 106/2008 29.
Mai 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München gilt die
Zuständigkeitskonzentration für inländische Adoptionsverfahren, in denen
ausländische Sachvorschriften zur Anwendung kommen, nicht für Verfahren, in
denen der Anzunehmende (z. B. Südafrikaner) zur Zeit der Annahme das 18.
Lebensjahr vollendet hat (, aber z. B. nach dem Recht seines Heimatstaats noch
minderjährig ist) (31 AR 35/2009 3. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main erbringt ein
einem Anlageinteressenten die Gelegenheit zum Eintritt in Vertragsverhandlungen
über ein inhaltlich völlig offenes Investment in Bezug auf ein Grundstück, das
der Anlageinteressent später erwirbt, nachweist, nicht im Sinne des § 652 I BGB
einen Nachweis und hat deswegen keinen Anspruch auf Maklerlohn (19 W 87/2008
16. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt ist ein Urlaub des
Prozessbevollmächtigten zur Vorbereitung seiner Geburtstagsfeier kein
hinreichender Grund für eine Terminsverlegung und kann ein nach Zurückweisung
eines unbegründeten Terminsverlegungsantrags auf diese Entscheidung gestützter
Befangenheitsantrag vom erkennenden Gericht als wegen Rechtsmissbrauchs
unzulässig zurückgewiesen werden (2 U 155/2008 24. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm ist ein Anspruch auf eine
Geschäftsgebühr im Rahmen der Beratungshilfe ausgeschlossen, weil der
Rechtsanwalt für die Tätigkeit im Rahmen der Beratungshilfe ausschließlich eine
Vergütung nach dem Beratungshilfegesetz erhält, so dass eine Anrechnung der
Geschäftsgebühr auf die Beratungsgebühr ausscheidet (II 6 WF 428/2008 28.
Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm sind im selbständigen Beweisverfahren
Gegenanträge, die nur dazu dienen sollen, die Verantwortlichkeit des
Antragsgegners im Verhältnis zu einem in keiner unmittelbaren Beziehung zum
Antragsteller stehenden Dritten abzuklären, unzulässig (19 W 28/2008 4.
November 2008).
2009-04-06 Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist die
Herabsetzung der Abgabe für UMTS-Lizenzen durch Frankreich wegen schwachen
Angebots keine staatliche Beihilfe und keine Diskriminierung (C-431/2007 2.
April 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf die TNT Post
Holding GmbH gegen den Widerstand der Deutschen Post AG die Bezeichnung EP
Europost verwenden (I ZR 79/2006).
Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands steht die unterbliebene Belehrung über das
Recht zur Stellung eines Einstellungsantrags nach § 30a ZVG der Erteilung des
Zuschlags grundsätzlich nicht entgegen (V ZB 118/2008 19. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hemmt ein als
besondere Ausgestaltung des gerichtlichen Güteverfahrens durchgeführtes Mediationsverfahren
nicht den Lauf der Berufungsbegründungsfrist, obwohl auf Antrag eine
Verlängerung möglich ist (VII ZB 76/2007 12. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands wird ein
Zurechnungszusammenhang zwischen einem fehlenden Hinweis eines Berufungsanwalts
auf ein die Rechtsauffassung des Mandanten stützendes Urteil des
Bundesgerichtshofs und dem dadurch entstandenen Schaden nicht deshalb
unterbrochen, weil auch das Gericht die Entscheidung des Bundesgerichtshofs
übersehen hat (IX ZR 179/2007 18. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein zum
Heilbehandlungsarzt der Berufsgenossenschaften bestellter Arzt nur bei den in §
35 des Vertrags Ärzte/Unfallversicherungsträger 2001 im Einzelnen aufgeführten
Verletzungen über die Einleitung der besonderen berufsgenossenschaftlichen
Heilbehandlung entscheiden (VI ZR 277/2007 9. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann einer
juristischen Person wegen der Teilnahme ihres Geschäftsführers an einem
Gerichtstermin ein Anspruch auf Verdienstausfall zustehen (VI ZB 63/2007 2.
Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kommt es für die
Abgrenzung von Krankheitsunterhalt nach § 1572 BGB und Aufstockungsunterhalt
nach § 1573 II BGB darauf an, ob wegen eines Erwerbshindernisses eine
Erwerbstätigkeit vollständig oder nur teilsweise ausgeschlossen ist (XII ZR
131/2007 26. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg
hat(te) die Nationaldemokratische Partei Deutschlands Anspruch auf Überlassung
des Ernst-Reuter-Saales des Rathauses Reinickendorf für ihren Bundesparteitag
am 4./5. April 2009 (3 S 36/2009 3. April 2009).
Nach Entscheidungen des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen ist der
Krankenhaussanierungsbeitrag (Kürzung der vertraglich ausgehandelten Ansprüche
um 0,5 Prozent) der Krankenhäuser seit 2007 im Grundsatz verfassungsgemäß (16
KR 87/2008 26. März 2009 u. a.).
Nach einer Eilentscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin hat die
Nationaldemokratische Partei Deutschlands einen Anspruch auf Auszahlung der
ersten Abschlagszahlung aus der staatlichen Parteienfinanzierung für 2009 in
Höhe von rund 305000 Euro.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz ist es Dienstpflicht
eines Polizeibeamten, dass er eine Streitigkeit (z. B. Nachbarschaftsstreit) in
den dafür vorgesehenen gerichtlichen Verfahren austrägt (6 K 582/2008 17. März
2009).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund begründet die Ablehnung
eines Stundenlohns von 4,50 Euro nicht eine Kürzung des Arbeitslosengelds II
(31 AS 317/2007 2. Februar 2009).
Nach einer Rechtsmittelentscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten
Staaten von Amerika darf John Demjanuk (89) doch an Deutschland ausgeliefert
werden.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika wird John Demjanuk (89) derzeit nicht nach Deutschlands abgeschoben.
Nach einer Entscheidung des Generalstaatsanwalts Südafrikas sind die Verfahren
gegen Jacob Zuma wegen Korruption, Steuerhinterziehung, Betrug und Geldwäsche
eingestellt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika dürfen 2000 Erinnerungsstücke Michael Jacksons versteigert werden.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Thailands ist ein eine
angeblich beleidigende Abbildung des Königs ins Internet stellender Mann zu
zehn Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung der Nationalen Dopingagentur Österreichs ist Lisa
Hütthaler wegen Dopings für 18 Monate gesperrt.
Baden-Württemberg kauft Schloss Salem und andere Kunstschätze von den
Markgrafen von Baden für 57,8 Millionen Euro, zu denen Folgekosten von 47
Millionen Euro für Salem kommen.
Das Amtsgericht Aachen eröffnet das Insolvenzverfahren über das Vermögen von
Adessa Moden.
Auf dem Weltmarkt für Server haben IBM 31,9 Prozent, Hewlett-Packard 29,5, Dell
11,6 und Sun Microsystems 10,1 Prozent.
Rob Wainwright wird als Nachfolger Max-Peter Ratzels Direktor Europols.
Nach einer Entscheidung der zuständigen Aufsichtsbehörde Großbritanniens muss
BBC wegen anzüglicher Nachrichten Jonathan Ross’ und Russel Brands auf dem
Anrufbeantworter Andrews Sachs’ 150000 Euro Bußgeld zahlen.
Der Galopprennen in Baden-Baden veranstaltende Internationale Club beantragt
die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.
Die Nürnberg Ice Tigers können mit Hilfe von Investoren den Zwangsabstieg aus
der Deutschen Eishockey Liga abwenden.
Der Bankier Julius Meinl V. ist gegen eine von der Liechtensteiner Centrum Bank
überwiesene Kaution von 100 Millionen Euro aus der Haft entlassen.
Nach einer Entscheidung der Wettbewerbsaufsicht Italiens müssen die vier großen
Mobilfunkanbieter wegen undurchsichtiger Verkaufspraktiken zwischen 155000 und
640000 Euro Geldstrafe zahlen.
2009-04-07 Nach einer Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine Verfassungsbeschwerde eines
Vermittlers gewerblicher Sportwetten gegen eine Eilentscheidung eines
Oberverwaltungsgerichts auf Untersagung des Betriebs nicht zur Entscheidung
angenommen, weil die sofortige Vollziehung einer Untersagung auf Grund der
grundsätzlich konsistenten rechtlichen und tatsächlichen Ausgestaltung des
staatlichen Sportwettmonopols einstweilen zumutbar ist (1 BvR 2410/2008 20.
März 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands muss ein
Gericht Aufnahmen vom Geschehen in einem Sitzungssaal in Anwesenheit aller
Verfahrensbeteiligten ermöglichen, muss den (z. B. wegen Wetttrinkens)
Angeklagten aber nicht strafprozessual vor die Presse zwingen ( 3. April
20092009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind
Beschlussmängelstreitigkeiten im Recht der Gesellschaft mit beschränkter
Haftung kraft privatautonomer Gestaltung der Gesellschafter grundsätzlich
schiedsfähig (II ZR 255/2008 6. April 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein Käufer die
Gefahr einer Schädigung eines Zahns durch Beißen auf einen in einem Gebäckstück
(Kirschtaler) befindlichen Kirschkern als allgemeines Lebensrisiko tragen, weil
er nicht Kirschen ohne irgendwelche Kirschkerne erwarten kann (VI ZR 176/2008
17. März 2009).
Nach Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands darf ein Kind
nur dann zu einem in Deutschland lebenden Elter ziehen, wenn dieser das
alleinige Sorgerecht hat (1 C 17/2008 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Anwaltsgerichtshofs Schleswig-Holsteins ist die
Bezeichnung Rechtanwalt für Arbeitsrecht irreführend, wenn der Rechtsanwalt
kein Fachanwalt oder Spezialist für Arbeitsrecht ist (2 AGH 6/2007 5. Februar
2009).
Nach Entscheidungen des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz dürfen
alkoholische Getränke an Reisende außerhalb der allgemeinen Ladenöffnungszeiten
an Tankstellen in Frankenthal nur in begrenzten Mengen verkauft werden (6 A
11324/2008 19. März 2009 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I muss Leo Kirch nicht fünf
Millionen Euro an den Insolvenzverwalter der Kirch Gruppe zurückzahlen, die ihm
zur Zeit der Solvenz der Gruppe ausgezahlt worden sind (13 HKO 25090/2004 7.
April 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln darf Wahlwerbung im
Straßenraum mit Dreieckständern (z. B. der Bürgerliste Leverkusen e. V.)
zeitlich auf drei Monate beschränkt werden (18 K 5663/2007 3. April 2009).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Düsseldorf darf eine Nachzahlung von
Arbeitslosenhilfe als zweckbestimmte Einnahme bzw. geschütztes Vermögen nicht
als Einkommen oder Vermögen auf einen Anspruch auf Arbeitslosengeld II
angerechnet werden (35 AS 12/2007 9. März 2009).
Nach Entscheidungen des zuständigen Gerichts Frankreichs sind drei NATO-Gegner
aus Deutschland wegen der Krawalle in Straßburg zu Haft zwischen drei und sechs
Monaten verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Perus ist Alberto Fujimori
wegen des Einsatzes von Todesschwadronen zu 25 Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Iraks ist die Strafe des
Schuhwerfers von Bagdad auf George Walker Bush von drei Jahren auf ein Jahr
Haft verringert.
Malaysia, Uruguay, die Philippinen und Costa Rica kündigen Befolgung der
OECD-Standards zum Informationsaustausch an, so dass es keine Liste so
genannter schwarzer Staaten mehr gibt, sondern nur noch graue Staaten wie
Österreich, Schweiz, Liechtenstein oder Luxemburg, die zu eigenen Gunsten und
fremden Lasten so viel Vorteile für sich wahren wollen, wie die Benachteiligten
gerade noch zulassen.
2009-04-08 Nach einer Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands darf ein Fernsehsender (z. B. Rundfunk
Berlin-Brandenburg von einem Prozess gegen einen Gastwirt wegen Wetttrinkens
Jugendlicher (Komasaufen) bildberichterstatten unter Verfremdung des Gesichts
des Angeklagten (1 C 17/2008 7. April 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der wegen
Vortäuschung von Eigenbedarf des Vermieters ausziehende Mieter auch bei formal
unwirksamer Kündigung Anspruch auf Schadensersatz haben (VIII ZR 231/2007 8.
April 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine Beschwerde
zweier Mitglieder des Untersuchungsausschusses des Bundestags Deutschlands zum
Bundesnachrichtendienst zurückgewiesen, weil sie kein Beweisantrag sei, sondern
ein Begehren auf Vervollständigung eines bereits bearbeiteten Antrags.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann nur das
Bundesverfassungsgericht klären, ob die teilweise Unleserlichmachung
(Schwärzung) der von der Bundesregierung dem Untersuchungsausschuss des
Bundestags Deutschlands zum Irak zur Verfügung gestellten Akten rechtmäßig
war(3 ARs 6/2009 26. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands können von einem
Strafgericht zur Wiedergutmachung dem steuerpflichtigen Täter auferlegte
Ausgleichszahlungen an das geschädigte Tatopfer als Betriebsausgaben oder
Werbungskosten von der Einkommensteuer abzugsfähig sein(VI R 37/2006 15. Januar
2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Coburg muss eine Gemeinde den durch
leere Metallhülsen in einem geteerten Weg Fußgängern entstehender Schaden von
der ausführenden Gemeinde ersetzt werden (22 O 588/2008 30. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Frankfurt am Main muss Claude-Oliver
Rudolph für seinen Sohn Maximilian Dorian monatlich 343 Euro Unterhalt zahlen.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichts der Schweiz darf der
Sterbehilfeverein Dignitas das tödliche Mittel Natrium-Pentobarbital nicht
lagern.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Schweiz sind vier ihre
Fahrten im Internet veröffentlichende Raser zu Geldstrafen zwischen 460 und
1000 Euro verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Schwedens ist die Berufung der
wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilten Christine S. zurückgewiesen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Argentiniens ist der ehemalige
Präsident Fernando de la Rúa von dem Vorwurf freigesprochen, für den Tod fünfer
Demonstranten verantwortlich zu sein.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Chinas sind zwei Tibeter wegen
Brandstiftung zum Tode, zwei zum Tode mit Aussetzung und einer zu lebenslanger
Haft verurteilt.
Das Parlament Vermonts beschließt mit Zweidrittelmehrheit die Zulassung der
Eheschließung unter gleichgeschlechtlichen Menschen.
Karmann beantragt die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.
Fünf Abgeordnete Sinn Feins nehmen zwar nie an Sitzungen des Parlaments
Großbritanniens teil, beanspruchen aber 110000 Euro für Unterbringungskosten am
Zweitwohnsitz.
2009-04-09 Nach Entscheidungen des
Oberlandesgerichts Frankfurt am Main war ein allgemeines Rauchverbot in allen
Räumen einer Maßregelvollzugsanstalt mangels gesetzlicher Grundlage
rechtswidrig (3 Ws 841/2008 7. April 2009 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg muss
eine Gemeinde rechtswidrig erhobene Abgaben trotz fehlender Haushaltsmittel
zurückzahlen (9 L 29/2009 7. April 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin wird ein in Bademantel und
Badehose einen Busfahrer zu einer Fahrt von Berlin nach Usedom anweisender
Fahrgast wegen Schuldunfähigkeit in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen.
Nach Entscheidungen des Landgerichts Bonn waren eine Durchsuchung der
Geschäftsräume des deutschen Fußballbunds am 26. Februar 2008 und
Beschlagnahmen von Akten rechtmäßig (27 QS 49/2008 7. April 2009 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Duisburg ist ein zwei Holzlatten auf
die Autobahn werfender Einundzwanzigjähriger zu sieben Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I darf der Bayerische
Hausärzteverband eine zum Wechsel zur Allgemeinen Ortskrankenkasse aufrufende
Patienteninformation nicht verteilen (11 HK O 6351/2009 7. April 2009).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Aschaffenburg kann ein Reisender
grundsätzlich nicht Minderung des Reisepreises wegen des Lärms durch Feiern der
einheimischen Bevölkerung am Strand von Mauritius verlangen (13 C 3517/1995).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Duisburg muss ein den Ausfall der im
Katalog zugesicherten Klimaanlage bemängelnder Reisender nicht die tatsächlich
herrschenden Raumtemperaturen messen (33 C 1392/2008).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika muss Microsoft wegen Patenrechtsverletzung 388 Millionen Dollar an
Uniloc zahlen.
Nach einer Entscheidung des Bundeskartellamts Deutschlands muss Microsoft wegen
wettbewerbswidriger Beeinflussung des Preises von Office Home & Student
2007 9 Millionen Euro Bußgeld zahlen.
2009-04-10
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands darf ein
Aufwand für eine Zweitwohnung besteuert werden und darf die
Zweitwohnungssteuerpflicht an die melderechtlichen Verhältnisse anknüpfen (9 C
17/2007 17. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist ein Mitbewerber
blockierender Mietvertrag eines in den Räumen der örtlichen
Kraftfahrzeugzulassungsstelle untergebrachten Schilderprägers wegen
Rechtsmissbrauchs mit Wirkung ex nunc unwirksam (U [Kart] 15/2008 17. Dezember
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist eine
Rückzahlungsverpflichtung von Studiengebühren auch für den Fall, dass der
potenzielle Arbeitgeber dem potenziellen Arbeitnehmer keinen
ausbildungsadäquaten Arbeitsplatz anbieten kann oder will, in der Regel eine
unangemessene Benachteiligung (3 AZR 192/2007 18. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm besteht kein
nachbarrechtlicher Ausgleichsanspruch wegen des Laubabwurfs und Astabwurfs
ortssatzungsmäßig geschützter Grenzbäume (5 U 161/2008 1. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm kann eine Anordnung des
persönlichen Erscheinens eines im Ausland lebenden ausländischen Staatsbürgers
(z. B. Niederländers) als Partei vor einem deutschen Gericht nicht durch
Ordnungsmaßnahmen durchgesetzt werden (19 W 21/2008 2. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg muss ein
Berufungsgericht auf ein etwaiges späteres Erscheinen eines mit einer völlig
unzureichenden Entschuldigung der Verhandlung ferngebliebenen Angeklagten
grundsätzlich nicht warten (Ss 472/2008 26. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart ist eine
Kraftfahrzeugherstellergarantie gegen Durchrostung erst bedeutsam, wenn die
Korrosion ein solches Ausmaß erreicht hat, dass aus technischen Gründen
Maßnahmen erforderlich sind, um eine unmittelbar bevorstehende vollständige
Furchrostung zu verhindern oder die Verkehrssicherheit des Kraftfahrzeugs nicht
zu gefährden (1 U 74/2008 14. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Sachsen-Anhalt kann ein
Rechtsanwalt, der sich erfolglos um eine Vertretung bemüht hat, mit Hinweis
darauf einen abgelehnten Terminsverlegungsantrag wiederholen (2 L 86/2008 24.
September 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main muss ein
(gekündigter) Mieter nicht aus Kostengründen von der Beauftragung eines
Rechtsanwalts absehen (2-29 T 27/2009 13. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main ist ein
Reiseveranstalter für Schäden eines Reisenden aus einem Ausflug (infolge von
Schnitten an Korallen bei einem notwendigen Schwimmen) verantwortlich, wenn er
im Katalog und durch die örtliche Reiseleiterin dafür wirbt und bei sich buchen
und bezahlen lässt (2-24 S 205/2008).
Nach einer Entscheidung des Berufungsausschusses der Einwanderungsbehörde der
Vereinigten Staaten von Amerika kann John Demjanjuk an die Bundesrepublik
Deutschland ausgeliefert werden.
Frohe Ostern.
2009-04-11
(Sa) Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist die in Art. 27 III
lit. c des Rahmenbeschlusses 2002/584/JI vorgesehene Ausnahme dahin auszulegen,
dass bei einer anderen Handlung als derjenigen, die der Übergabe zu Grunde
liegt, nach Art. 27 IV des Rahmenbeschlusses um Zustimmung ersucht werden und
diese Zustimmung eingegangen sein muss, wenn eine Freiheitsstrafe oder
freiheitsentziehende Maßnahme zu vollstrecken ist (C-388/2008 1. Dezember
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss eine Partei,
die in Kenntnis eines bereits ergangenen Urteils eine Reise antritt, noch vor
der Abreise Kontakt mit ihrem Prozessbevollmächtigten aufnehmen, ihn über die
bevorstehende Abwesenheit unterrichten und sicherstellen, dass rechtzeitig vor
Ablauf der Rechtsmittelfrist zumindest telefonisch eine Entscheidung über die -
gegebenenfalls vorsorgliche - Einlegung des Rechtsmittels getroffen werden kann
(IV ZR 193/2007 18. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands umfasst, wenn
eine im Manteltarifvertrag geregelte Ausschlussfrist die Geltendmachung der
Ansprüche auf Zahlung von Gehalt oder Lohn verlangt, dies mangels
entgegenstehender Anhaltspunkte nicht nur Ansprüche aus dem Gehalts- oder
Lohntarifvertrag, sondern auch Entgeltansprüche aus dem Manteltarifvertrag (5
AZR 246&2008 14. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist für einen
Kindergeldanspruch entscheidend, ob sich das Kind im konkreten Fall tatsächlich
bei der Arbeitsvermittlung als Arbeitsuchender gemeldet bzw. die Meldung
jeweils nach drei Monaten erneuert hat (III R 91/2007 25. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg ist, wenn ein
Ehegatte nach der Trennung mit nichtprägenden Mitteln ein Haus erworben hat,
der entsprechende Wohnvorteil nicht eheprägend, kann von einem ein
Kindergartenkind betreuenden Elter in der Regel keine Ganztagsbeschäftigung
verlangt werden und gilt § 1578b BGB nur für den nachehelichen Unterhalt, nicht
für den Trennungsunterhalt (10 UF 65/2008 10. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Limburg kann sich ein Vermieter nicht
darauf verlassen, dass ein Handwerker einen Nachtspeicherofen fachgerecht
einbaut, und muss deswegen einen Schaden ersetzen, wenn der Nachtspeicherofen
wegen Fehlens zweier Sicherungsketten auf Kinder umkippt (1 O 445/2005 13.
Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Münster kann der Verkäufer eines
Grundstücks den Käufer im Rahmen einer Finanzierungsvollmacht bevollmächtigen,
das Grundstück bereits vor Eigentumsumschreibung mit einer Grundschuld zu
belasten und der sofortigen Zwangsvollstreckung zu unterwerfen (5 T 798/2008 5.
Dezember 2008).
Abgesehen von Wein und Spirituosen können Packungsgrößen für alle Erzeugnisse
in Fertigpackungen in der Europäischen Union frei gewählt werden.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika sind Schadensersatzklagen von Opfern der Apartheidsregierung Südafrikas
gegen Unternehmer (z. B. Daimler, Rheinmetall, IBM, Ford oder General Motors)
zulässig (gegen UBS und Barclays nicht).
*Emmerich, Volker, Unlauterer Wettbewerb, 8. A: 2009
*Junker, Abbo, Grundkurs Arbeitsrecht, 8. A: 2009
*Wagner, Alois, Strafvollstreckung, 2. A. 2009
*Link, Christoph, Kirchliche Rechtsgeschichte, 2009
*Bu, Yuanshi, Einführung in das Recht Chinas, 2009
2009-04-12
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei einem
betrügerisch veranlassten Eingehen eines Risikogeschäfts mit einer nicht mehr
vertragsimmanenten Verlustgefahr zur Feststellung des Schadens auf den
unmittelbar mit der Vermögensverfügung des Geschädigten eingetretenen
Vermögensnachteil abzustellen (1 StR 731/2008 18. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Abrede,
dass als Gegenleistung für die Übertragung eines Hausgrundstücks vereinbarte
Versorgungsleistungen nur so lange geschuldet sein sollen, wie sie von dem
Verpflichteten in dem übernommenen Haus erbracht werden können, nicht ohne
weiteres sittenwidrig, so dass sich ein überleitender Sozialhilfetträger nicht
auf die Sittenwidrigkeit berufen kann (V ZR 130/2008 6. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands tritt, wenn die
Sache nach Erhebung des Widerspruchs gegen einen Mahnbescheid nicht alsbald an
das zur Durchführung des streitigen Verfahrens zuständige Gericht abgegeben
wird, die Rechtshängigkeit mit Eingang der Akten bei dem Prozessgericht ein
(III ZR 164/2008 5. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine Bank nicht
berechtigt, auf der Grundlage eines nach Insolvenzeröffnung abgeschlossenen und
deshalb unwirksamen Überweisungsvertrags das Konto des Schuldners zu belasten
(IX ZR 78/2007 5. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss, wenn die
mündlich erteilte Einzelweisung eines Rechtsanwalts die Notierung einer
Berufungs- oder Berufungsbegründungsfrist betrifft, in der Rechtsanwaltskanzlei
ausreichende organisatorische Vorkehrung dagegen getroffen sein, dass eine
solche nur mündlich erteilte Weisung in Vergessenheit gerät und die Eintragung
der Frist unterbleibt (II ZB 6/2008 26. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands leistet ein einen
ihm von der Gesellschaft aus einem eigenkapitalersetzenden Darlehen zur
Verfügung gestellten Betrag umgehend zur Erfüllung einer Einlageschuld aus
einer Kapitalerhöhung an die Gesellschaft zurückzahlender Gesellschafter einer
Gesellschaft mit beschränkter Haftung nicht die geschuldete Einlage, sondern
erfüllt seine Erstattungspflicht nach § 31 I GmbHG (II ZR 217/2007 26. Januar
2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands haftet ein vor
einem Lastkraftwagen links in einen Waldweg abbiegender Kraftfahrzeugführerin
der Regel allein für die Folgen eines Zusammenstoßes mit einem den
Lastkraftwagen überholenden nachfolgenden Fahrzeugführer, muss ein im
abbiegenden Kraftfahrzeug befindlicher Insasse keine Mitverursachung auf sich
nehmen und haften für seinen Schaden die beteiligten Halter oder Fahrzeugführer
als Gesamtschuldner (6 U 106/2008 12. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann die Einordnung
einer Einbauküche als Zubehör möglicherweise regional unterschiedlich erfolgen
(IX ZR 180/2007 20. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands muss der
Dienstherr vor einer Beförderung eines Beamten weitere Beförderungsbewerber
rechtzeitig über seine Beförderungsabsicht in Kenntnis setzen (2 A 7/2006 11.
Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands beurteilt
sich die Frage, ob eine in der Probezeitbeurteilung erreichte Gesamtnote eine
erheblich über dem Durchschnitt liegende Leistung im Sinne von § 7 VI BLV ist,
nach den Beurteilungsbestimmungen des Dienstherrn (2 A 10/2007 22. Januar
2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Rostock hat der wegen Mordes zu
lebenslanger Haft verurteilte Frank Schmökel keinen Anspruch auf Rente nach dem
Opferentschädigungsgesetz wegen Verurteilung zu zehn Monaten Haft wegen
versuchten ungesetzlichen Grenzübertritts in der ehemaligen Deutschen
Demokratischen Republik im Jahre 1981, weil er in der lebenslangen Haft des
Geldes nicht bedarf.
Bei der Europawahl in Deutschland am 07. 06. 2009 können 32 Parteien und
sonstige politische Vereinigungen antreten.
2009-04-13
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Dresden ist die Verurteilung des
Landtagsabgeordneten Klaus-Jürgen Menzel (früher NPD) zu 9 Monaten Haft durach
das Amtsgericht Dresden wegen unerlaubten Besitzes und Führens einer Waffe
aufgehoben.
Nach einer Eilentscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern ist die
Versetzung Thomas Grubers von der 13. Strafkammer des Landgerichts
Nürnberg-Fürth zu einer Zivilkammer wegen rechtswidriger Verfahrensverzögerung
vorläufig wirksam.
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichts Moldawiens müssen die Stimmen
der Parlamentswahl neu ausgezählt werden.
Franz Müntefering (SPD) fordert einen Mindestlohn von 7,50 Euro.
Engländer, Armin wechselt von Mainz nach Passau.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Ansbach verletzt eine
Solaranlage auf dem Dach der Pfarrkirche Heilige Familie in Reichelsdorf
Belange des Denkmalschutzes.
Fleischer, Holger wechselt von Bonn an das Max-Planck-Institut für
ausländisches und internationales Privatrecht in Hamburg.
Hörnle, Tanja wechselt von Bochum nach Berlin (HU).
Knops, Kai-Oliver wechselt von Bremen nach Hamburg (W2).
Neubacher, Frank wechselt von Jena nach Köln.
Stamm, Jürgen wechselt von Tübingen nach Erlangen-Nürnberg.
Herrmann, Christoph wird in München für Staatsrecht, Verwaltungsrecht,
Völkerrecht, Europarecht, europäisches Wirtschaftsrecht und internationales
Wirtschaftsrecht habilitiert.
Kirchhof, Gregor wird in Bonn für öffentliches Recht, Steuerrecht und Europarecht
habilitiert.
Winkler, Markus wird in Mainz für öffentliches Recht, Rechtstheorie und
Verfassungsgeschichte habilitiert.
2009-04-14 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine von den Eltern vereinbarte Begrenzung
des Kindesunterhalts mangels Beteiligung der betroffenen Kinder für diese ohne
Wirkung und auch kein konkludentes Freistellungsversprechen der die Kinder
betreuenden Mutter zu Gunsten des Vaters über den Unterschied zum gesetzlichen
Unterhaltsanspruch (XII ZR 18/2008 4. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Marke
Kinder für Ferrero rechtswirksam eingetragen (I ZB 94/2006 2. April 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf der
Insolvenzverwalter eines Psychiaters Daten von Privatpatienten verlangen (IX ZB
85/2008 5. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main müssen
aufklärende Zusätze in der Werbung für Ökostromtarife leicht erkennbar und deutlich
lesbar oder sonst gut wahrnehmbar sein (11 U 2/2009 [Kart] 31. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe hat ein den Sänger der
Band Reamonn von seinem Auftrittsort wegschickender Kellner wegen Verletzung
seines Persönlichkeitsrechts durch Veröffentlichung seines Bildes ohne seine
Zustimmung einen Anspruch auf 2000 Euro Schmerzensgeld, weil er keine relative
Person der Zeitgeschichte ist (6 U 209/2007 8. April 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Niedersachsen muss auch ein
Messiekranker (z. B. in Northeim) seinen Abfall ordnungsgemäß entsorgen (7 LA
13/2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln darf Pro Köln die
Demonstration Nein zur Islamisierung Europas nicht unmittelbar am Dom durchführen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist Musikproduzent Phil Spector wegen Mordes und Waffenvergehen zu
mindestens 18 Jahren Haft verurteilt.
Der Bundeslandwirtschaftsminister Deutschlands verbietet den Anbau und den
Verkauf der Genmaissorte MON 810 wegen der Gefahren für andere Lebewesen (z. B.
Marienkäfer) als den Maisrüsselkäfer.
Woolworth Deutschland beantragt die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.
Der Ölpreis der Vereinigten Staaten von Amerika fällt zeitweise unter 50 Dollar
pro Fass.
2009-04-15 Nach einer Entscheidung des
Landgerichts Coburg ist ein Sturz auf dem Weg zu einem Skilift in einem
Skigebiet wegen Eisglätte Teil des allgemeinen Lebensrisikos, so dass der
Geschädigte nicht Schadensersatz von der Gemeine wegen Verletzung der
Streupflicht verlangen kann (22 O 858/2006).
Nach Entscheidungen der Landgerichte Frankfurt am Main und Frankfurt an der
Oder sind Zwangsvollstreckungen der Corealcredit Bank und der Westend Olympic
GmbH auf von der Hypo Real Estate gekauften Darlehen rechtswidrig (17 O 71/2009
u. a.).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I muss es ein inoffizieller
Mitarbeiter (der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik wie z. B. Herbert
G. alias Schubert in Erfurt) zur Bearbeitung im Verdacht der Feindtätigkeiten
stehender Personen hinnehmen, dass über ihn im Zusammenhang mit einem
historischen Ereignis durch entsprechendes Bildmaterial und unter Namensnennung
(z. B. auf der Internetseite www.stasi-in-erfurt) berichtet wird (9 O 1277/2009
15. April 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Dresden dürfen die von
Recyclingunternehmern an Haushalte in Dresden verteilten blauen Tonnen für
Altpapierentsorgung auch am Entleerungstag nicht erlaubnisfrei im öffentlichen
Straßenraum abgestellt werden (3 K 1901/2008 9. April 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Karlsruhe ist nur eine
Gleichstellungsbeauftragte für neun Verwaltungsstellen und zwei Direktionen der
Berufsgenossenschaft Handel- und Warendistribution zu wenig, weil die
Verwaltungsstellen mit mehr als 100 Beschäftigten als eigene Dienststellen im
Sinne des Bundesgleichstellungsgesetzes anzusehen sind (11 K 2143/2008 17. März
2009).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Speyer sind ehrenamtliche Helfer (z.
Busfahrer für Kinderhilfe Shitkowitschi) auch im Ausland (z. B. Weißrussland)
gesetzlich unfallversichert (1 U 341/2003 18. Mai 2004).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Italiens ist die Umgehung der
Zusatzabgabe im Rahmen der Milchquotenregelung Betrug.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist die Abschiebung John Demjanjuks nach Deutschland rechtswidrig.
Nach einer Entscheidung des Bundeskartellamts Deutschlands müssen Westfalen AG
und Propan Rheingas GmbH & Co. KG wegen Kartellabsprachen von 1997 bis 2005
insgesamt 41,4 Millionen Euro Bußgeld zahlen.
Nach einer Entscheidung des internationalen Automobilverbands ist der Auftrieb
erhöhende so genannte (Doppel-)Diffusor an Rennautomobilen (z. B. Brawn GP,
Toyota) rechtmäßig.
Der deutsche Aktienindex hat einen Stand von 4549 Punkten.
2009-04-16 Nach einer Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands darf übergangsweise eine
Verfahrensverzögerung bei der Strafzumessung statt bei der Strafvollstreckung
berücksichtigt werden (2 BvR 49/2009 10. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands findet entgegen
einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg im Verfahren der Klauselerinnerung
keine Prüfung der Unterwerfungserklärung eines Kreditnehmers unter die
sofortige Zwangsvollstreckung hinsichtlich der Rechtmäßigkeit allgemeiner
Geschäftsbedingungen statt (VII ZB 62/2008 16. April 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Verurteilung
eines kurdischen Angeklagten zur 13 Jahren Haft wegen versuchten Ermordung
seiner ehemaligen Ehefrau in Tateinheit mit schwerer Körperverletzung
rechtmäßig (1 StR 50/2009 18. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Münster handelt eine Hochschule
nicht als Unternehmer und unterliegt nicht der Umsatzsteuer mit pauschalierten
Einnahmen, die sie dadurch erzielt, dass sie Räumlichkeiten und Einrichtungen
Hochschulbediensteten überlässt oder einem Unternehmen die Aufstellung von
Automaten erlaubt (5 K 6658/2003 U 11. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin ist Winfried Hermanns Äußerung
über Burckhard Bremer (schon in den heißen Zeiten des Dopings in dieser
Position) auf Grund der Meinungsfreiheit rechtmäßig.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin dürfen Mobilcom,
Debitel, Klarmobil und Callmobile vorläufig nicht zur Speicherung von
Verbindungsdaten der Nutzer gezwungen werden.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika in Vilseck/Oberpfalz ist ein Hauptfeldwebel wegen Ermordung vierer
Iraker zu lebenslanger Haft verurteilt.
Verdi verkauft seine Wohnungsbaugesellschaft Deutsche Angestellten Wohnungsbau
AG mit 6000 Wohnungen an Meravis Hannoversche Wohnungsbau und Immobilien GmbH.
Die Katz Group, der Marktführer für die Herstellung von (jährlich 6 Milliarden)
Bieruntersetzern, beantragt die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.
CDU und SPD erhalten für 2008 je 43 Millionen aus der staatlichen
Parteienfinanzierung.
Monika Lüke wird Generalsekretärin von Amnesty International Deutschland.
2009-04-17 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine
Schadensersatzklage über mindestens 114 Millionen Euro gegen sechs führende
deutsche Zementhersteller zulässig (KZR 42/2008 4. April 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg hat, wenn das
Kindeswohl gefährdet ist, das Gericht die zu treffenden Maßnahmen unter
Beachtung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit zu treffen und dabei
insbesondere zu prüfen, ob der Entzug von Teilbereichen der elterlichen Sorge
ausreicht (10 UF 188/2008 27. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg darf eine
Gemeinde Kampfhunde nach einer Hunderassenliste höher besteuern (2 S 1619/2008
26. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern ist das Verbot der
Heidenspaß-Party in München am Karfreitag rechtmäßig (10 BV 1494/2008 7. April
2009).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Hamburg ist der Antrag auf
Zulassung der Berufung schriftlich zu stellen und § 81 I 2 VwGO auf den
Zulassungsantrag nicht anzuwenden, so dass der Antrag auch von einem
Rechtsanwalt nicht zur Niederschrift des Urkundsbeamten der Geschäftsstelle des
Verwaltungsgerichts gestellt werden kann (5 Bf 402/2008 10. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen ist die Entziehung
der Fahrerlaubnis auch auf den Fall des vorausgehenden Verzichts auf die
Fahrerlaubnis gemäß § 3a I 6 StVG anzuwenden (2 B 2277/2008 18. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Niedersachsen ist ein
Arbeitgeber erst dann, wenn objektiv eindeutig erkennbar ist oder der Arbeitnehmer
dem Arbeitgeberdeutlich zu erkennen gibt, dass er auf Grund einer Behinderung
nicht in der Lage ist, die geschuldete durchschnittliche Arbeitsleistung zu
erbringen, verpflichtet, dem Arbeitnehmer einen leidensgerechten Arbeitsplatz
anzubieten, wenn ein solcher vorhanden ist (7 Sa 608/2008 11. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main ist bei durch den
Reiseveranstalter zu vertretendem Ausfall zweier Tage einer Rundreise der
Minderungsbetrag von zwei Tagesreisepreisen aus dem Teil eines Gesamtpreises
einer aus einer Rundreise und einem Badeaufenthalt bestehenden Reise, der auf
die Rundreise entfällt, sowie den Flugkosten der gesamten Reise und den
Transferkosten zu ermitteln (2-24 S 106/2008 26. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg ist der Ausschluss des
Provisionsanspruchs des Maklers nach § 2 II Nr. 2 WoVermG gerechtfertigt, wenn
der Makler mit dem Verwalter der streitgegenständlichen Wohnung wirtschaftlich
verflochten ist (320 S 89/2008 27. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Schwedens sind vier Betreiber
der Internettauschbörse The Pirate Bay wegen Urheberrechtsverletzung zu einem
Jahr Haft und 2,7 Millionen Euro Schadensersatz verurteilt.
Die Zahl der Bundesgesetze und Bundesverordnungen Deutschlands ist durch
Rechtsbereinigung von etwa 5200 auf etwa 4400 verringert.
2009-04-18 Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs erlaubt Art. 17 II
a der Richtlinie 1986/653/EWG vom 18. Dezember 1986 nicht, dass der
Ausgleichsanspruch des Handelsvertreters von vornherein durch seine
Provisionsverluste infolge der Beendigung des Vertragsverhältnisses begrenzt
wird, auch wenn die dem Unternehmer verbleibenden Vorteile höher zu bewerten
sind, und bestimmt, dass, falls der Unternehmer einem Konzern angehört, die den
Konzerngesellschaften zufließenden Vorteile grundsätzlich nicht zu den
Vorteilen des Unternehmers gehören und damit bei der Berechnung des
Ausgleichsanspruchs des Handelsvertreters nicht notwendig zu berücksichtigen
sind (C-348/2007 26. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands haben ein
hohes, gegen die Aufenthaltsbeendigung des ausländischen Vaters eines Kindes
sprechendes Gewicht die Folgen einer vorübergehenden Trennung insbesondere,
wenn ein noch sehr kleines Kind betroffen ist, das den nur vorübergehenden
Charakter einer räumlichen Trennung möglicherweise nicht begreifen kann und
diese rasch als endgültigen Verlust erfährt (2 BvR 1064/2008 9. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands fallen die Prozesskosten
für eine Drittschuldner-Einziehungsklage nicht unter die
Risikobegrenzungsklausel des § 2 III lit. b ARB 75 und erfasst der Ausschluss
einer Wahrnehmung rechtlicher Interessen aus Ansprüchen Dritter, die vom
Versicherungsnehmer im eigenen Namen geltend gemacht werden (§ 4 II lit. c. ARB
75) seinem Sinn und Zweck nach die Einziehungsklage des
Pfändungspfandgläubigers gegen den Drittschuldner nicht (IV ZR 128/2007 29.
Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands scheitert, wenn
ein Landesarbeitsgericht, nachdem es zu Unrecht die Statthaftigkeit einer
sofortigen Beschwerde angenommen hat, die Rechtsbeschwerde zulässt, die
Zulässigkeit der Rechtsbeschwerde nicht an der Unstatthaftigkeit der sofortigen
Beschwerde und kann sich gegenüber einem protokollierten gerichtlichen
Vergleichstext das tatsächlich Gewollte durchsetzen (3 AZB 64/2008 25. November
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist es
rechtmäßig, wenn die Mitgliedschaft in einem Versicherungsverein auf
Gegenseitigkeit endet, sobald der Arbeitnehmer aus dem aktiven
Arbeitsverhältnis ausscheidet und Betriebsrentner wird, doch gilt der
mitgliedschaftsrechtliche Gleichbehandlungsgrundsatz auch im Verhältnis
zwischen aktiven und auf Grund des Versorgungsausfalls ausgeschiedenen
Mitgliedern (3 AZR 970/2006 18. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist, wenn die im
ausländischen Wohnsitzstaat (z. B. Österreich) erzielten Einkünfte bei einer
Ermittlung nach deutschem Recht die absolute Wesentlichkeitsgrenze
überschreiten, eine Zusammenveranlagung zur Einkommensteuer auch dann
ausgeschlossen, wenn die ausländischen Einkünfte nach dem Recht des
Wohnsitzstaats ermittelt unterhalb der absoluten Wesentlichkeitsgrenze liegen (
I R 78/2007 20. August 2008).
*Richardi, Reinhard, Arbeitsrecht in der Kirche, 5. A: 2009
*Meincke, Jens Peter, Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz, 2009
*Zivilprozessordnung - Kommentiertes Prozessformularbuch, hg. v. Saenger,
Ingo/Ullrich, Christoph/Siebert, Oliver, 2009
*Stöber, K., Zwangsversteigerungsgesetz, 19. A: 2009
*Rohe, Mathias, Das islamische Recht, 2009
2009-04-19 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist
es rechtswidrig, von einem (abzulehnenden) Wechsel des Vormunds auszugehen, obwohl
bisher nur eine vorläufige Entziehung der elterlichen Sorge vorliegt, und trotz
Fehlens gesicherter Erkenntnisse über die Erziehungsfähigkeit der Großeltern
auf die Einholung eines Sachverständigengutachtens zu verzichten (1 BvR
2604/2006 18. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands beginnt, wenn der
letzte Tag einer ursprünglichen Berufungsbegründungsfrist auf einen Samstag,
Sonntag oder Feiertag fällt, der verlängerte Teil der Frist erst mit dem Ablauf
des nächstfolgenden Werktags (VII ZB 87/2008 10. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist, wenn eine
Vollstreckungsgegenklage wegen Präklusion des Aufrechnungseinwands abgewiesen
ist, eine Klage auf Feststellung, dass die titulierte Forderung durch dieselbe
Aufrechnung erloschen sei, unzulässig (IX ZR 141/2007 5. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind der sofortigen
Beschwerde unterliegende Beschlüsse über die Aufstellung oder die Ausführung
des Teilungsplans den Beteiligten zuzustellen, wobei die Frist zur Einlegung
der sofortigen Beschwerde mit der Zustellung beginnt (V ZB 54/2008 19. Februar
2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Bundesanstalt für Immobilienaufgaben von der Zahlung der Gerichtskosten nicht
befreit und kommt ihr die Kostenfreiheit des Bundes auch nicht in den von ihr
als Partei im Interesse des Bundes geführten Rechtsstreitigkeiten zugute (V ZR
172/2008 19. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands wird mit der
Vollstreckungsabwehrklage nicht das Verfahren fortgesetzt, das zu dem Erlass
des Vollstreckungstitels geführt hat, sondern ein eigenständiger neuer
Rechtsstreit eingeleitet (V ZB 188/2008 19. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands rechtfertigt das
Wissen des in der Krise noch rückständige Lohnzahlungen erhaltenden
Arbeitnehmers von weiteren Lohnschulden des Arbeitgebers nicht die Schluss auf
die Zahlungsunfähigkeit oder Zahlungseinstellung des Arbeitgebers und trifft
den keinen Einblick in die Liquiditätslage oder Zahlungslage habenden
Arbeitnehmer in der ihm bekannten Krise keine Erkundigungspflicht (IX ZR
62/2008 19. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der Grundsatz
der Unabänderlichkeit der mit der Eröffnung der Hauptverfahren getroffenen
Entscheidungen über eine Besetzungsreduktion nach § 33b II 1 JGG oder 76 II 1
GVG unter engen Voraussetzungen durchbrochen werden (3 StR 567/2008 29. Januar
2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands finden die
Grundsätze der verdeckten Sacheinlage (§ 19 IV GmbHG) auf Dienstleistungen, die
ein Gesellschafter einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach Leistung
einer Bareinlage entgeltlich erbringen soll, keine Anwendung, doch können
stehen gelassene Vergütungsansprüche eigenkapitalersetzenden Charakter erlangen
(II ZR 120/2007 16. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands steht wegen der
Abfindung, die der Erblasser für den Verzicht eines Abkömmlings auf das
gesetzliche Erbrecht leistet, einem weiteren Abkömmling ein
Pflichtteilsergänzungsanspruch im Hinblick auf die Erhöhung seiner
Pflichtteilsquote nach § 2310 S. 2 BGB grundsätzlich nicht zu (IV ZR 58/2007 3.
Dezember 2008).
2009-04-20 Allen Weggefährten vielen Dank für 25568 gute, reiche, frohe, schöne
Tage, in denen mir 1300 bzw. 4700 wissenschaftliche Veröffentlichungen gelungen
sind.
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin hat die Schriftgröße einer
Gegendarstellung grundsätzlich der Schriftgröße der Darstellung zu entsprechen,
ist stets eine Überschrift Gegendarstellung aufzunehmen und ist der Name des
Betroffenen drucktechnisch hervorzuheben, doch ist die durch Art. 5 I 2 GG
geschützte redaktionelle Gestaltungsfreiheit zu beachten (9 U 188/2008 18.
Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bamberg führt eine unberechtigte
Inanspruchnahme der Eilanordnungskompetenz des § 81a II StPO nur dann zu einem
Beweisverwertungsverbot, wenn nach den Umständen des Einzelfalls die
Voraussetzungen von Gefahr im Verzug willkürlich angenommen werden, der
Richtervorbehalt bewusst und gezielt umgangen bzw. ignoriert wird oder wenn die
den Richtervorbehalt begründende Rechtslage in gleichgewichtiger Weise gröblich
verkannt bzw. fehlerhaft beurteilt wird (2 Ss 15/2009 19. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Dessau-Roßlau sind zwei Männer wegen
Ermordung eines Obdachlosen zu lebenslanger Haft bzw. zwölf Jahren Haft und
Unterbringung in einer Entzugsanstalt verurtielt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg ist Rüdiger Beuttenmüller
wegen Betrugs zu 66 Monaten Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Münster hat ein in einer 8,4
Quadratmeter großen Zelle mit einem Mithäftling untergebrachter Häftling einen
Anspruch auf rund 2400 Euro Schadensersatz wegen Menschenrechtsverletzung.
Nach einer Entscheidung des obersten Gerichtshofs Österreichs darf der
Österreichische Rundfunk ORF Tirol die Bezeichnung Jukebox wegen der
Markenrechte einer Band nicht verwenden.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Italiens ist Mario Cipollini
wegen Steuerhinterziehung durch Angabe eines Wohnsitzes in Monte Carlo zu 22
Monaten Haft verurteilt, fällt aber unter eine Amnestie.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Irans ist Roxana Sebari wegen
Spionage zu acht Jahren Haft verurteilt.
Der Internationale Währungsfonds vergibt an Mexiko einen Kredit von 47 Milliarden
Dollar.
*Bartels, Klaus wird in Hamburg für
bürgerliches Recht, Zivilprozessrecht, Handelsrecht und Gesellschaftsrecht
habilitiert.
*Callies, Christian wird Professor in Berlin (FU).
*Dederer, Jans Georg wechselt von Bonn nach Passau.
*Deckert, Petra wird Professor (W2) für bürgerliches Recht, Gesellschaftsrecht
und Wettbewerbsrecht in Kassel.
*Haertlein, Lutz wird Professor in Leipzig.
*Hufeld, Ulrich wechselt von Heidelberg an die Universität der Bundeswehr in
Hamburg.
*Löhnig, Martin wechselt von Konstanz nach Regensburg zurück.
*Kersten, Jens wechselt von Bayreuth nach München.
*Lehmann, Matthias wird in Bayreuth für bürgerliches Recht, Handelsrecht,
Gesellschaftsrecht, internationales Privatrecht, Zivilprozessrecht und
Rechtsvergleichung habilitiert.
*Metzger, Axel wird Professor in Hannover.
*Schall, Alexander wird in Hamburg für bürgerliches Recht, Handelsrecht,
Gesellschaftsrecht, internationales Privatrecht, internationales Prozessrecht,
Rechtsvergleichung und ökonomische Analyse des Rechts habilitiert.
*Schenke, Ralf Peter wird Professor in Münster.
*Schlachter, Monika wechselt von Regensburg nach Trier.
*Seher, Gerhard wechselt von Jena an die private Hanseuniversität Rostock.
*Spranger, Tade Matthias wird in Bonn für öffentliches Recht, Europarecht,
Recht der Biotechnologie und internationales Wirtschaftsrecht habilitiert.
*Stuckenberg, Carl-Friedrich wechselt von Bonn nach Saarbrücken.
*Weyer, Hartmut wechselt von der Bundesnetzagentur an die Technische
Universität Clausthal.
*Wilhelmi, Rüdiger wird in Tübingen für bürgerliches Recht, Handelsrecht,
Gesellschaftsrecht, Wirtschaftsrecht und Rechtsvergleichung habilitiert.
*Windthorst, Kai wird in Köln vor Staatsrecht, Verwaltungsrecht,
Telekommunikationsrecht, Europarecht, Rechtsvergleichung, Rechtstheorie und
Sozialrecht habilitiert.
*Wißmann, Hinnerk wechselt von Augsburg nach Bayreuth.
2009-04-21 Nach Entscheidungen des
Bundesgerichtshofs Deutschlands dürfen Banken eine Nr. 17 II 1 der allgemeinen
Geschäftsbedingungen der Sparkassen nachgebildete allgemeine Geschäftsbedingung
nicht verwenden, weil Entgelte für gesetzlich vorgeschriebene Leistungen, ein
einseitiges Preisänderungsrecht sowie ein einseitiges Zinsanpassungsrecht von
den Verbrauchern nicht hingenommen werden müssen (XI ZR 55/2008 21. April
2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist eine
Anerkennung eines Irakers als Flüchtling wegen mangelnder Prüfung der konkreten
Gefahr aufgehoben (10 C 11/2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann eine
Arbeitnehmerin Elternzeit wegen der Geburt eines weiteren Kindes vorzeitig
beenden, wobei der Arbeitgeber bei seiner Entscheidung über die Zustimmung zur
Übertragung des verbleibenden Restes auf die spätere zulässige Zeit billiges
Ermessen ausüben muss (9 AZR 391/2008 21. April 2009).
Nach einer Entscheidung des Landesverfassungsgerichts Sachsen-Anhalt ist die
Gemeindereform (mit mindestens 10000 Einwohnern umfassenden Einheitsgemeinden)
rechtmäßig (21. April 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs München ist ein gewählter
Gemeinderat in Waltenhofen nichtwählbar, weil er seinen Lebensmittelpunkt in
der Nachbargemeinde hatte (4 ZB 3237/2009 7. April 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Niedersachsen ist ein
Polizeianwärter wegen (antisemitischer) Menschenrechtsverletzung einer
(türkischen) Kollegin entlassen.
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Baden-Württemberg ist die
Herabstufung der Führungskräfte der Daimler AG von Ebene 4 auf
Sachbearbeiterebene rechtswidrig (4 Sa 4/2009 20. April 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I darf die ifap
Service-Institut für Ärzte und Apotheker GmbH ihre Arzneimitteldatenbank ifap
praxisCenter nicht kostenlos anbieten, ankündigen oder gewähren (15. April
2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München ist der Jürgen Klinsmann
betreffende Ostertitel der taz rechtmäßig.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Hannover ist die von der Stadt
festgelegte Umweltzone zur Verringerung gesundheitsschädlicher Abgase geeignet.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz muss ein
Kraftfahrzeughalter ein selbstklebendes, nicht den amtlichen Anforderungen
entsprechendes Kennzeichen entfernen (3 K 904/2008 6. April 2009).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Frankreichs muss eine Leichenschau
in Paris wegen Angriffs auf die Würde der Toten binnen 24 Stunden geschlossen
werden.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Südkoreas ist der arbeitslose
Park Daesung alias Minerva vom Verdacht der Verbreitung falscher Informationen
und der Schädigung des Rufes des Landes mangels Schädigungsabsicht
freigesprochen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Chinas ist ein Tibeter wegen
Brandstiftung zum Tode, ein zweiter zu lebenslanger Haft und ein dritter zu 10
Jahren Haft verurteilt.
Sun soll für 7,4 Milliarden Dollar an Oracle verkauft werden.
2009-04-22 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands ist das Angebot internetbasierter Videorecorder
auf zeitversetzten Abruf von Fernsehsendungen wegen der möglichen Verletzung
von Leistungsschutzrechten grundsätzlich unzulässig (I ZR 216/2006 22. April
2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands können
Schadensersatzansprüche gegen einen nichtehelichen, in häuslicher Gemeinschaft
lebenden Lebensgefährten analog § 67 II VVG a. F. nicht auf einen
Kraftfahrzeugkaskoversicherer übergehen (IV ZR 160/2007 22. April 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der Vermieter
die Grundfläche einer Dachterrasse bei einer Wohnflächenberechnung nach der
zweiten Berechnungsverordnung für die Zeit vor 2004 gegenüber dem Mieter
grundsätzlich bis zur Hälfte des normalen Quadratmetermietpreises der Wohnung
anrechnen (VIII ZR 86/20089 22. April 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands sind lückenhaft
gewordene Versorgungsordnungen entsprechend dem ursprünglichen Regelungsplan
dahin zu ergänzen, dass sich die Betriebsrente ohne Berücksichtigung der
außerordentlichen Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze im Jahre 2003 zu
berechnen und von diesem Ergebnis der Betrag in Abzug zu bringen ist, um den
sich die gesetzliche Rente infolge höherer Beitragszahlungen erhöht hat (3 AZR
695/2008 21. April 2009).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Nordrhein-Westfalen haftet ein einem
Kunden bei einer Steuerhinterziehung helfender Bankmitarbeiter dem Finanzamt
persönlich für die Steuerschulden (8 V 2459/Ö2008 A [H]).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Wiesbaden darf Hessen Daten von
Agrarsubventionsempfängern der Europäischen Union vorläufig nicht im Internet
veröffentlichen (6 L 359/2009 27. Februar 2009).
Nach einem Vergleich vor dem Oberlandesgericht Hamburg muss Tschibo bei
bestimmten Kaffeeerzeugnissen auf den Zusatz von Karamell durch die Angabe
Röstkaffee mit Karamell hinweisen (3 U 1717/2007 31. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart haben Kleinaktionäre
der Daimler AG keine Schadensersatzansprüche wegen des Zeitpunkts der
Bekanntgabe des vorzeitigen Rücktritts Jürgen Schrempps (20 Kap 1/2008 22.
April 200).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg dürfen
die jungen Nationaldemokraten in Ulm am 1. Mai 2009 demonstrieren.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin darf ein Schreibwarenhändler
Schulranzen der Marke Scout auf der Internetauktionsplattform Ebay verkaufen
(16O 729/2007 Kart 21.04. 2009).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Duisburg ist Rapper Massiv wegen
gefährlicher Körperverletzung zu acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist ein unter Verfolgungsdruck im Deutschen Reich 1937 (z. B. von Max
Stern in Düsseldorf) durch ein Auktionshaus veräußertes Gemälde (Porträt eines
Dudelsackspielers eines unbekannten flämischen Meisters) wie ein gestohlenes
Gemälde anzusehen und zurückzugeben.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Türkei ist Osman Baydemir
wegen Verbreitung von Propaganda für die verbotene Kurdische Arbeiterpartei zu
zehn Monaten Haft verurteilt.
Die Anleger beschließen die Auflösung der Meinl International Power und der
Mein Airports International.
Der Stadtrat München beschließt den Bebauungsplan für eine Moschee.
Maria Berger soll Richterin Österreichs am Europäischen Gerichtshof werden.
2009-04-23 Nach einer Entscheidung des
Europäischen Gerichtshofs hat der Verbraucher bei Nichterfüllung der
Verpflichtungen durch den Lieferanten ein Recht auf Auflösung des
Kreditvertrags auch dann, wenn zwischen dem Verkäufer und dem Kreditgeber keine
Ausschließlichkeitsbeziehung besteht (C-509/2007 23. April 2009).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs darf sich der Inhaber
einer Marke (z. B. Christian Dior) dem Weiterverkauf seiner Waren durch
Discounter (z. B. Copad) widersetzen, wenn ein solcher Verkauf den
Prestigecharakter schädigt, der diesen Waren eine luxuriöse Ausstrahlung
verleiht (C-59/2008 23. April 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands muss ein
Beschwerdeführer wegen erkennbarer Aussichtlosigkeit seiner
Verfassungsbeschwerde 500 Euro Missbrauchsgebühr zahlen (2 BvR 532/2009 1.
April 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die GEMA von
ihrer Pflicht, nach § 11 I UrhWG auf Grund der von ihr wahrgenommenen Rechte
(z. B. Xavier Naidoos) jedermann (z. B. der früheren Plattenfirma Xavier
Naidoos) auf Verlangen zu angemessenen Bedingungen (gegen den Willen des
Betroffenen) Nutzungsrechte einzuräumen, in Ausnahmefällen (z. B. bei
Sittenwidrigkeit des den Künstler übervorteilenden Vertrags mit dem
Produzenten) befreit (I ZR 5/2007 22. April 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands darf die Aussage
eines ohne Einverständnis des Gesprächspartners (z. B. durch Hinhalten des
Hörers) bewusst zum Mithörer eines Telefongesprächs gemachten Dritten wegen
Verletzung des Persönlichkeitsrechts nicht verwertet werden (6 AZR 189/2009 23.
April 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist eine
Kündigung innerhalb der Probezeit wegen unzureichender Arbeitsleistung nicht
deswegen unwirksam, weil dem Betriebsrat nicht das Lebensalter und die dem
Arbeitgeber bekannten Unterhaltspflichten des Betroffenen mitgeteilt werden (6
AZR 516/2008 23. April 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist nach § 99
BetrVG der Betriebsrat bei der Überleitung von Beschäftigten zu den
Entgeltgruppen und den Stufen der Entgelttabelle des Tarifvertrags für den
öffentlichen Dienst zu beteiligen (4 ABR 14/2008 22. April 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands muss, wenn ein
Arbeitgeberverband eine Mitgliedschaft mit Tarifbindung und eine Mitgliedschaft
ohne Tarifbindung vorsieht, durch die Satzung gewährleistet sein, dass
nichttarifgebundene Mitlieder keinen maßgeblichen Einfluss auf tarifpolitische
Entscheidungen (z. B. Verwendung des Arbeitskampffonds) haben können (4 AZR
111/2008 22. April 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands muss der
Arbeitgeber das Saisonkurzarbeitergeld im Baugewerbe in der gesetzlichen Höhe
unabhängig davon zahlen, ob die persönlichen Bewilligungsvoraussetzungen gemäß
den §§ 169, 172 SGB III erfüllt sind (5 AZR 310/2008 22. April 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann eine zunächst
zulässige Vergütung durch das Ansteigen des Tariflohns infolge relativen
Sinkens unter zwei Drittel des Tariflohns wucherisch werden (5 AZR 436/2008 22.
April 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Postdam ist Rechnungshofvizepräsident
Arnulf Hülsmann wegen vorsätzlich falscher Angaben in Reisekostenabrechnungen
zu 80 Tagessätzen zu 110 Euro Geldstrafe verurteilt (und damit nicht
vorbestraft).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Karlsruhe ist der vollständige
Ausschluss zweier in Pforzheim einmal antisemitische Parolen skandierender
Schüler von einer Schule unverhältnismäßig.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Österreichs ist
einigermaßen frischer Schnee in nicht zu großen Mengen kein Abfall und darf
entgegen der Meinung von Fischern (z. B. in Lienz) im Fluss entsorgt werden.
2009-04-24 Nach Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs darf ein Mitgliedstaat
der Europäischen Union (z. B. Belgien) zur Verhinderung von Verbraucher an
einen Verkäufer binden sollenden Geschäftspraktiken (Koppelungsangeboten) keine
Regelungen erlassen, die strenger sind als das europäische Gemeinschaftsrecht,
auch wenn er damit ein höheres Verbraucherschutzniveau erreichen will
(C-216/2007 23. April 2009 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist eine Regelung eines
Mitgliedstaats (z. B. Polens), die nur an Versicherungsträger des eigenen
Staates (z. B. Polens) entrichtete Krankenversicherungsbeiträge (z. B. eines
deutschen nach Polen gezogenen Rentners) steuerlich berücksichtigen will,
gemeinschaftsrechtswidrig (C-544/2007 23. April 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist eine
Ausweisung eines Dorfgebiets in einem Bebauungsplan nur zulässig, wenn in ihm
auch landwirtschaftliche oder forstwirtschaftliche Betriebe untergebracht
werden können (4 CN 5/2007 23, April 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands kann ein an einer
Impfstudie Teilnehmender und in der Folge einen Impfschaden Erleidender (z. B.
ein Säugling) unter Umständen einen Anspruch gegen den Staat aus
Rechtscheinhaftung (wegen öffentlicher Impfempfehlung) haben(9 VJ 1/2008 R 23.
April 2009).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Thüringens sind die
Neuregelungen des Kommunalabgabengesetzes Thüringens im Bereich der
Abwasserversorgung (§§ 7 VII S. 2-6, 21a IV) wegen Verletzung des
Selbstverwaltungsrechts der Gemeinden verfassungswidrig (32/2005 23. April
2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Saarbrücken muss ein
Unterhaltspflichtiger im Rahmen seiner gesteigerten Verpflichtung zur
Ausnutzung seiner Arbeitskraft eine weitere Beschäftigung suchen oder sich
notfalls wegen Obliegenheitsverletzung so behandeln lassen, als ob er über das
entsprechende Einkommen verfügt (9 WF 115/2008 20. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Niedersachsen hängt die
Anrechnung der hälftigen Geschäftsgebühr auf die Verfahrensgebühr nach
Vorbemerkung 3 IV 1 VV RVG im Rahmen des Vergütungsfestsetzungsverfahrens nach
§ 55 RVG nicht davon ab, dass die Geschäftsgebühr vom Mandanten an den
Rechtsanwalt tatsächlich bezahlt wurde (13 OA 190/2008 27. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz ist gegenüber
Maßnahmen von Kirchen und Religionsgemeinschaften auf dem Gebiet des
kirchlichen Dienstrechts gemäß § 40 I VwGO in Verbindung mit dem staatlichen
Justizgewährleistungsanspruch der Rechtsweg zu den staatlichen
Verwaltungsgerichten gegeben und nur der Umfang der Überprüfung durch das
kirchliche Selbstbestimmungsrecht eingeschränkt (2 A 10495/2008 28. November
2008).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Bremen sind die allgemeinen
Geschäftsbedingungen Premieres unwirksam, soweit sie vorsehen, dass ein
Abonnent auch nach Entzug der Sehberechtigung die vereinbarten Gebühren weiter
bezahlen muss, und kann ein Anspruch dadurch verwirkt werden, dass ein
Gläubiger ein Mahnverfahren nach dem Widerspruch des Schuldners drei Jahre
nicht betreibt (8 C 4/2008 23. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Landshut kann ein Beworbener die
Zahlung des Entgelts für eine Werbeleistung (z. B. eines Werbeverlags aus
Tschechien) verweigern, wenn der Werbeunternehmer keinen angemessenen
Werbeaufwand treibt (10 C 1809/2008 13. März 2009).
2009-04-25 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kommt, wenn
dem Geschädigten nach einem Unfall über den vom Sachverständigen veranschlagten
Zeitraum für die Ersatzbeschaffung eines Fahrzeugs hinaus bis zur Lieferung des
bereits vor dem Unfall bestellten Fahrzeugs bei der gebotenen wirtschaftlichen
Betrachtungsweise keine weitere Nutzungsausfallentschädigung zusteht, auch ein
auf die fiktiven Kosten für die Anschaffung eines Interimsfahrzeugs begrenzter
Anspruch auf Nutzungsersatz nicht in Betracht (VI ZR 211/2008 10. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann das für ein
verwaltetes Grundstück Energie und Wasser liefernde Versorgungsunternehmen
Beteiligter nach § 154 S. 1 ZVG sein und gehören zu den vorweg zu
berichtigenden Ausgaben der Verwaltung Kosten für Energie und Wasser auf Grund
abgeschlossener oder fortgesetzter Lieferungsverträge (IX ZR 15/2008 5. März
2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann ein
tarifgebundener, auf die Arbeitsverhältnisse der Arbeitnehmer unabhängig von
deren Tarifbindung den einschlägigen Vergütungstarif anwendender Arbeitgeber
von dieser Regel nicht ohne Sachgrund hinsichtlich der nicht tarifgebundenen
Angehörigen einer einzelnen Arbeitnehmergruppe abweichen (1 ABR 68/2007 22.
November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgericht Deutschlands kann ein Anspruch
auf Leistungen für einen zusätzlichen Lagerraum bestehen, wenn der angemietete
Wohnraum zur angemessenen Unterbringung persönlicher Gegenstände des
Hilfebedürftigen nicht ausreicht (B 4 AS 1/2008 R 16. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist die Übernahme der
Beiträge für die Mitgliedschaft einer angestellten Rechtsanwältin im Deutschen
Anwaltverein Arbeitslohn, wenn der Arbeitgeber nicht im überwiegend
eigenbetrieblichen Interesse handelt (VI R 32/2008 12. Februar 2009).
Nach Entscheidungen des Kammergerichts Berlin darf ein Bevollmächtigter, dessen
Vorsorgevollmacht von dem dazu befugten Betreuer widerrufen wird, weder im
eigenen Namen noch im Namen des Betroffenen Rechtsmittel gegen die Bestellung
des Betreuers erheben (1 W 530/2007 3. Februar 2009 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle zählen die Terminsgebühren
gemäß Vorbemerkung 3 III Teil 3 RVG VV, die dadurch entstehen, dass die
Parteien im Rahmen einer Güteverhandlung Einigungsgespräche vor einem
Richtermediator durchführen, jedenfalls dann zu den Kosten des Rechtsstreits,
wenn der Richtermediator auf Grund eines gerichtlichen Beschlusses gemäß § 278
V ZPO zum ersuchten Richter für die Güteverhandlung bestimmt worden ist (2 W
261/2008 5. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz verbietet es sich die festgestellten
grenzwertunterschreitenden Werte von Betäubungsmitteln mit unterschiedlichen
Wirkungsqualitäten zu addieren, doch kann eine Beeinträchtigung der
Fahruntüchtigkeit auch auf andere Weise festgestellt werden (1 Ss Bs 19/2008
25. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist vergleichende Werbung
auch ohne Namensnennung des Verglichenen vergleichende Werbung und bezieht sich
nicht auf nachprüfbare Eigenschaften, wenn keine Stelle angegeben ist, wo
Informationen über die Modalitäten des durchgeführten Vergleichs zu erhalten
sind (6 W 5/2009 6. Februar 2009).
*Spiegelberger, Sebastian, Unternehmensnachfolge, 2. A. 2009
*Diem, Andreas, Akquisitionsfinanzierungen, 2. A. 2009
*Templin, Wolf, Recht der Konzessionsverträge, 2009
*Schaub/Koch, Arbeitsrecht von A-Z, 18. A. 2009
*Patzak, Jörn/Bohnen, Wolfgang, Betäubungsmittelrecht, 2009
*Fichtner, Otto/Wenzel, Gerd, SGB XII - Sozialhilfe mit AsylbG, 4. A. 2009
*Wallenhorst/Halaczinsky, Die Besteuerung gemeinnütziger Vereine, Stiftungen
und der juristischen Personen des öffentlichen Rechts, 6. A: 2009
*Münchener Prozessformularbuch, Privates Baurecht, hg. v. Koeble, Wolfgang, 3.
A. 2009
*Münchner Prozessformularbuch Verwaltungsrecht, hg. v. Johlen, Heribert, 3. A.
2009
*Bumiller/Harders, FamFG Freiwillige Gerichtsbarkeit, 9. A. 2009
2009-04-26 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs hat ein Regressgericht
einer anderen Gerichtsbarkeit bei der Beurteilung rechtlicher Streitfragen der
jeweiligen höchstrichterlichen Rechtsprechung der Fachgerichtsbarkeit zu folgen
(IX ZR 90/2006 5. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands stammt bei der
Bestechung nach § 334 StGB als Vortat auch das vom Bestechenden gezahlte
Bestechungsgeld aus der Tat und kommt es für die Frage einer Strafbarkeit nach
§ 261 IX 2 StGB allein auf das deutsche Recht an (1 StR 4/2009 18. Februar
2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands wird eine
Aktiengesellschaft in einem Prozess mit einem Vorstandsmitglied durch den
Aufsichtsrat vertreten, der die bisherige Prozessführung des Vorstands auch
schlüssig genehmigen kann (II ZR 282/2007 16. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein
Pflichtteilsanspruch vor vertraglicher Anerkennung oder Rechtshängigkeit als in
seiner zwangsweisen Verwertbarkeit aufschiebend bedingter Anspruch gepfändet
werden, doch darf der gepfändete Pflichtteilsanspruch dem Gläubiger erst zur
Einziehung überweisen werden, wenn die Voraussetzungen des § 852 I ZPO
vorliegen (VII ZB 30/2008 26. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands unterliegt ein von
den Ermittlungsbehörden für Betäubungsmitteleinkäufe eingesetzte Kaufgeld dem
Wertersatzverfall, wenn es nicht sichergestellt wurde (2 StR 504/2008 4.
Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die in einem
zwischen Unternehmern geschlossenen Grundstückskaufvertrag enthaltene Klausel,
in der sich der Käufer verpflichtet, die seitens des Verkäufers einem - mit
diesem gesellschaftsrechtlich verflochtenen - Dritten auf Grund eines
selbständigen Provisionsversprechens geschuldete Vergütung zu zahlen, wirksam,
wenn die Verflechtung dem Käufer bekannt ist (III ZR 60/2008 20. November
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands handelt es sich,
wenn der Einwand der hypothetischen Einwilligung erst im zweiten Rechtszug
erhoben wird, grundsätzlich um ein neues Verteidigungsmittel im Sinne des § 531
II ZPO (VI ZR 198/2007 18. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands greift die
Vorschrift des § 437 HGB grundsätzlich nur ein, wenn auf den Hauptfrachtvertrag
deutsches Recht zur Anwendung kommt, da sich die Ersatzpflicht des ausführenden
Frachtführers am Verhältnis zwischen dem Absender und dem vertraglichen
Hauptfrachtführer und nicht an den vertraglichen Beziehungen des
Hauptfrachtführers zum ausführenden Frachtführer ausrichtet (I ZR 12/2006 30.
Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist
Bereitschaftsdienst nach § 3 III 1 der Erschwerniszulagenverordnung wie
Volldienst zulagefähig (2 C 90/2007 22. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands setzt die Mitbestimmung
des Betriebsrats bei einer Sozialeinrichtung voraus, dass der Wirkungsbereich
der Einrichtung auf den Betrieb, das Unternehmen oder zumindest den Konzern des
Arbeitgebers beschränkt und nicht einem unbestimmten Personenkreis zugänglich
ist (1 ABTR 94/2007 10. Februar 2009).
2009-04-27 Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln liegt eine
unzulässige Schmähkritik nicht vor, wenn die Äußerung einen sachlichen Bezug zu
einer die Öffentlichkeit wesentlich berührenden Frage erkennen lässt, auch wenn
sich der Sachbezug nicht schon aus der Äußerung selbst ergibt (15 U 174/2008 6.
Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg darf der
Senat Berlins nicht unter Einsatz staatlicher Mittel für ein bestimmtes
Stimmverhalten bei dem Volksentscheid über Religion als Schulfach am 26. April
2009 werben.
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen dürfen
Empfängername, Wohnort und Höhe einer Subvention der Europäischen Union in
Deutschland im Internet veröffentlicht werden (16 B 485/2009 24. April 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I darf die Redezeit in einer
Hauptversammlung nicht bereits bei Beginn auf fünf Minuten begrenzt werden (5
HK O 15201/2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin hat ein Somalier im
Piratenprozess in Kenia keinen Anspruch gegen Deutschland auf Übernahme der
Kosten eines deutschen Verteidigers und auf konsularischen oder diplomatischen
Beistand (34 L 130/2009 24. April 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz ist es
verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, dass Beamte und Richter in
Spitzenfunktionen in den ersten zwei Jahren ihrer Amtszeit geringere Bezüge
erhalten (6 K 772/2008 17. März 2007).
Nach einer Entscheidung des Straflandesgerichts Wien ist Gerd Honsik wegen
nationalsozialistischer Wiederbetätigung zu fünf Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart ist das Verbot eines
Bordells in Bad Mergentheim rechtmäßig (1 K 1721/2008).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Berlin Tiergarten ist der Vorsitzende
der NPD Voigt wegen Volksverhetzung zu sieben Monaten Haft auf Bewährung
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Seeamts Deutschlands ist der Kapitän des
Hochgeschwindigkeitskatamarans Polarstern wegen eines von ihm verschuldeten
Unfalls (außer zu 6300 Euro Geldstrafe durch das Amtsgericht Kiel) zu drei
Monaten Fahrverbot verurteilt.
Das Bundeslandwirtschaftsministerium Deutschlands erlaubt den versuchsweisen
Anbau der gentechnisch veränderten Kartoffelsorte Amflora.
Der deutsche Aktienindex erreicht 4694 Punkte.
2009-04-28 Nach einer Entscheidung des
Europäischen Gerichtshofs müssen Mitgliedstaaten der Europäischen Union ein
Urteil eines Gerichts der Republik Zypern anerkennen und vollstrecken, auch
wenn es ein in Nordzypern gelegenes Grundstück betrifft (C-420/2007 28. April
2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist der
Stückzahlmaßstab für die Besteuerung von Geldgewinnspielautomaten nach § 4 I
des bis 1. Oktober 2005 geltenden Spielgerätesteuergesetzes Hamburgs wegen
Verletzung des Gleichheitsgrundsatzes verfassungswidrig (1 BvL 8/2005 4.
Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Sachsen-Anhalt ist die fiktive
Einbeziehung in die Altersversorgung der Intelligenz der ehemaligen Deutschen
Demokratischen Republik ohne Beitragszahlung bzw. ohne Beweisurkunde
rechtswidrig (1 R 91/2006 19. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Kassel ist die Klage des
Senatsvorsitzenden des Bundessozialgerichts Wolfgang Meyer gegen seine
Versetzung unzulässig (28. April 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main hat ein Kunde der
Bank 1822direkt wegen eines Beratungsfehlers (bezüglich Lehman Brothers) einen
Anspruch auf 50000 Euro Schadensersatz.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Karlsruhe muss Baden-Württemberg
Michael Csaszkóczy rund 33000 Euro Schadensersatz wegen Nichteinstellung als
Lehrer auf Grund von Zweifeln an der Verfassungstreue (Berufsverbots) zahlen.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Nürnberg-Fürth ist ein seine Freundin
mit einem Hammer erschlagender Berufssoldat zu lebenslanger Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Gummersbach sind ein Politiker, ein
Beamter und zwei Manager wegen Lustreisen zu Geldstrafen zwischen 9000 und
36000 Euro verurteilt (27. April 2009).
Nach einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs Österreichs ist die Lieferung
von Billigholz durch die Staatsforstverwaltung Bayerns an die
Klausner-Sägewerk-Gruppe wettbewerbswidrig.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Österreichs müssen in
Dokumenten ihr Geschlecht ändern wollende Transsexuelle keine medizinische
Geschlechtsumwandlung vornehmen lassen.
Der Bundestag Deutschlands beschließt eine teilweise Anrechnung der
Geschäftsgebühr von Rechtsanwälten auf die Verfahrensgebühr und die
Zulässigkeit dreier Fachanwaltstitel.
Die katholischen Diözesen Deutschlands verzichten derzeit wegen des schwierigen
wirtschaftlichen Umfelds auf die Veräußerung der Verlagsgruppe Weltbild GmbH,
geben aber die Anteile an bol.com (NL) an Cyrte Investments ab.
Albanien beantragt die Mitgliedschaft in der Europäischen Union.
Senator Arlen Specter (79) aus Pennsylvania tritt von den Republikanern zu den
Demokraten über.
2009-04-29 Nach Entscheidungen des
Gerichts erster Instanz der europäischen Gemeinschaften ist die Übermittlung
der im Verlauf einer internen Untersuchung bei der Europäischen Kommission
gewonnenen Informationen an nationale Justizbehörden durch die europäische
Betrugsbehörde OLAF eine beschwerende Maßnahme, wegen der die Europäische
Kommission zu Schadensersatz an jeden der im entschiedenen Fall betroffenen
Beamten verpflichtet ist (F-5/2005 28. April 2009 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine den
für die Berechtigung zum Bezug von Kindergeld maßgeblichen starren Grenzwert
ohne Härtefallregelung für den Einzelfall in § 32 IV 2 EStG angreifende
Verfassungsbeschwerde einer Mutter wegen Begründungsmängeln nicht zur
Entscheidung angenommen(2 BvR 1874/2008 6. April 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind Mieter zur
fristlosen Kündigung eines Wohnraummietvertrags berechtigt, wenn sie (z. B.
nach zwei Jahren) feststellen, dass die tatsächliche Mietfläche erheblich (z.
B. um 22 von 100 Quadratmetern) von der vereinbarten Mietfläche abweicht (VIII
ZR 142/2008 29. April 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein heimlich
und unerwartet abgehörtes Gespräch (z. B. eines Angeklagten mit seiner Ehefrau)
im Besucherraum einer Justizvollzugsanstalt wegen Verletzung des Grundsatzes
des fairen Verfahrens nicht als Beweismittel verwertet werden (1 StR 701/2008
29. April 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands sind die
Studienbeiträge Nordrhein-Westfalens rechtmäßig (6 C16/2008 29. April 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands hat ein ein gemischt
genutztes Gebäude zum Teil für steuerfreie Umsätze als Arzt und zum Teil für
private Wohnzwecke verwendender Unternehmer auch für die Zeit nach dem 1. April
1999 keinen Anspruch auf Vorsteuerabzug aus den Anschaffungskosten des Gebäudes
(XI R 69/2007 11. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind Zinsen für ein
Darlehen zur Finanzierung der Beiträge für eine Kapitallebensversicherung dann
als Werbungskosten von der Steuer abziehbar, wenn die Versicherung als
Bestandteil eines einheitlichen Gesamtkonzepts zur Finanzierung der
Anschaffungskosten von Mietgrundstücken dient, für deren Erwerb Darlehen
aufgenommen wurden (IX R 62/2007 25. Februar 2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg war die
Kündigung einer Berufungsvereinbarung des Landes mit dem Leiter der
Unfallchirurgie des Universitätsklinikums Freiburg im Breisgau Hans Peter
Friedl wegen erheblicher Straftaten zu Lasten von Patienten (Vergessen von
Tupfern, Nichtbehandlung von Infektionen) rechtmäßig.
Nach einer Eilentscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg sind
die Sprachanforderungen des Aufenthaltsgesetzes gegenüber nachziehenden
ausländischen Ehegatten verfassungsgemäß (2 B 6/2008 28. April 2009).
Nach einer Eilentscheidung des Oberverwaltungsgerichts Sachsen-Anhalt hat der
Ausschuss für Angelegenheiten der psychiatrischen Krankenversorgung kein
Kontrollbesuchsrecht von Altenheimen und Pflegeheimen (3 M 433/2008).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Hessen ist eine Fahrt eines
Arbeitnehmers mit einem Dienstwagen von einer Dienstwohnung mit Büroräumen zum
Betriebssitz des Arbeitgebers eine Fahrt zwischen Wohnung und Arbeitsstätte,
bei welcher der geldwerte Vorteil bei nur gelegentlicher Nutzung durch eine
Einzelbewertung der tatsächlich durchgeführten Fahrten zu ermitteln ist (11 K
3700/2005 16. März 2009).