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o. Univ.-Prof. Dr. Gerhard Köbler |
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Universität Innsbruck |
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Tel. +43/512/507/8050 Fax +43/512/507/2826‚ 2840 |
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Gerhard.Koebler@uibk.ac.at |
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OLAF ist einsame Spitze im Kampf gegen arme Lügner, dumme Schmierer, üble Fälscher, arge Betrüger und ihr kollusives Umfeld.
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Im Milleniumsspiel lautet die Millionenfrage
… … … .. ……..?
und die Tausendeurofrage
Warum
gibt es nicht mehr solche Professoren?
2010-03-15 Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Bremen muss die Ausländerbehörde Bremens zwei
als Ausländer nur geduldeten Schülern zwecks Teilnahme einer Klassenfahrt in
die Türkei einen Notreiseausweis ausstellen (1 B 60/2010 10. März 2010).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Köln sind die für einen Antrag auf
Steueramnestie anfallenden Beraterkosten nicht steuermindernd absetzbar (1 K
3559/2006 22. Dezember 2009 22. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Münster darf, wer einem
Steuerschuldner ein Konto zur Einziehung betrieblicher Forderungen überlässt,
für Steuerrückstände im Wege des Wertersatzes durch Anfechtungs- und
Duldungsbescheid gemäß § 191 AO in Anspruch genommen werden (6 K 4276/2006 22.
Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Münster kann ein elektronisch geführtes
Fahrtenbuch für Zwecke der Ermittlung der privat veranlassten Fahrten
steuerlich nur anerkannt werden, wenn nachträgliche Veränderungen der
aufgezeichneten steuerlich relevanten Daten ausgeschlossen sind (5 K 5046/2007
E, U 4. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Memmingen ist ein ehemaliger
Kühlhausbetreiberwegen Betrugs durch Verkauf verdorbenen Fleisches als Fleisch
zu drei Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts
München I muss der Finanzdienstleister AWD einem Anleger wegen
verschwiegener Provision Schadensersatz leisten (22 O 1797/2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Weimar ist die Vermittlung von
Sportwetten durch einen privaten Anbieter unerlaubtes Glücksspiel (5 K
1191/2006 W 4. März 2010).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Aachen haben gesetzlich
Krankenversicherte mit feuchter altersbedingter Makuladegeneration Anspruch auf
Versorgung mit dem für diese Erkrankung zugelassenen Arzneimittel Lucentis (2
[159 KR 115/2008 KN 11. März 2010).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Bonn ist eine Abiturarbeiten selbst
verbessernde Studienrätin wegen (schwerer) Urkundenfälschung zu 1800 Euro
Geldbuße verurteilt (12. März 2010).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Mainz ist Markus Hebgen (CDU) wegen
Untreue und Betrug zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika sind die Worte a nation under God und in God we trust in traditionellen
Formeln in den Vereinigten Staaten von Amerika nur patriotisch und deshalb
nicht religiös und nicht verfassungswidrig.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Brasiliens ist Air France
wegen des Todes einer Staatsanwältin bei dem Absturz einer Maschine auf dem
Flug von Brasilien nach Paris im Juni 2009 zur Zahlung von rund 825000 Euro
verurteilt.
Nach einem Vergleich vor dem Landgericht München erhält Marita Krauss als
finanzielle Anerkennung für ihre wissenschaftlich-publizistische Leistung für
den Film Dr. Hope von Hofmann & Voges 15000 Euro und nimmt dafür den
Vorwurf des Plagiats zurück.
Die Bundesanwaltschaft Deutschlands darf Akten des Bundesamts für
Verfassungsschutz im Prozess gegen Verena Becker jetzt doch in
gerichtsverwertbarer Form nutzen.
Nach einer Entscheidung einer Schiedskommission der SPD Berlins wird Thilo
Sarrazin nicht ausgeschlossen.
Nach einer außergerichtlichen Einigung sollen rund 10000 geschädigte Helfer des
Attentats vom 11. September 2001 rund 477 Millionen Euro Ersatz erhalten.
Phillips-Van Heusen zahlen an Apax Partners 3 Milliarden Dollar für die
Modemarke Tommy Hilfiger.
Im Justizzentrum Düsseldorf soll doch ein Kreuz angebracht werden, aber
außerhalb eines Gerichtssaals.
Ǻrhus will sich wegen des Internet in Aarhus umbenennen.
2010-03-14 Nach einer Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands folgt aus dem verfassungsrechtlichen
Gebot der Beachtung der sich aus dem Freiheitsentziehungsgesetz ergebenden
freiheitsschützenden Formvorschriften, dass § 6 I i. V. m. § 11 II 1 FreihEntzG
eine Verfahrensgarantie enthält, deren Beachtung Art. 104 I 1 GG fordert und
mit verfassungsrechtlichem Schutz versieht, und verfehlt eine gerichtliche
Feststellung, eine richterliche Anordnung könne auch mündlich ergehen, den
Inhalt der gesetzlichen Formvorschriften des § 6 I i. V. m. § 11II 1 FreihEntzG
(2 BvR 1195/2008 25. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands führt das
Nichtabführen von Arbeitnehmeranteilen zur Sozialversicherung im Stadium der
Insolvenzreife einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung zu einem
Schadensersatzanspruch der Einzugsstelle gegen den Geschäftsführer aus § 823 II
BGB i. V. m. § 266a StGB, wenn dieser an andere Gesellschaftsgläubiger trotz
der Insolvenzreife Zahlungen geleistet hat, die nicht mit der Sorgfalt eines
ordentlichen Geschäftsmanns vereinbar waren (II ZA 4/2009 18. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands wird, wenn ein
Nachunternehmer noch ausstehende Teile seiner dem Hauptunternehmer geschuldeten
Leistung auf Grund eines gesonderten Vertrags unmittelbar dem Auftraggeber
erbringt, die Leistungserbringung gegenüber dem Hauptunternehmer regelmäßig
unmöglich, weshalb sich der Vergütungsanspruch wie der Vergütungsanspruch aus
einem gekündigten Werkvertrag berechnet (VI ZR 106/2008 14. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands haftet, wenn
Vergütung und Auslagen eines Zwangsverwalters aus der Insolvenzmasse nicht
(voll) erfüllt werden können, der Insolvenzverwalter dem Zwangsverwalter
hierfür nicht deswegen, weil er die Zwangsverwaltung beantragt hatte (IX ZR
220/2008 10. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands findet bei einer
Kraftfahrzeugmiete mit entgeltlicher Haftungsbefreiung bei Selbstbeteiligung
die Rechtsprechung zum Quotenvorrecht entsprechende Anwendung (XII ZR 211/2008
25. November 2009).
Nach einer Entscheidung des
Oberlandesgerichts Karlsruhe kann die Entscheidung über die Entlassung
eines Testamentsvollstreckers nicht einem Schiedsgericht übertragen werden (11
Wx 94/2007 28. Juli 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München kann die
Ausschlagung der Erbschaft nicht deshalb angefochten werden, weil das mit ihr
erstrebte Ziel - z. B. Alleinerbenstellung der Ehefrau auf Grund gesetzlicher
Erbfolge - wegen der Unwirksamkeit der Erklärung eines Miterben nicht erreicht
wird (31 Wx 60/2009 4. August 2009).
Nach einer Entscheidung des
Oberlandesgerichts München kann ein Nottestament vor drei Zeugen nur dann
wirksam errichtet werden, wenn die nahe Todesgefahr oder Testierunfähigkeit objektiv
vorlag oder diese subjektiv nach der Überzeugung aller drei Testamentszeugen besteht
(31 Wx 141/2008 14. Juli 2009).
Nach einer Entscheidung des
Oberverwaltungsgerichts Hamburg steht die Rücknahme einer Klage der
nachträglichen Gewährung von Prozesskostenhilfe nicht entgegen, wenn der
Prozesskostenhilfeantrag vor der Rücknahme bereits entscheidungsreif war (5 So
178/2009 26. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Dresden sind die Kosten privater Ermittlungen,
insbesondere die Einholung eines Privatgutachtens, im Strafverfahren wie im Bußgeldverfahren
(nur) dann erstattungsfähig, wenn sie ex ante notwendig waren oder sich (ex
post) entscheidungserheblich zu Gunsten des Angeklagten/Betroffenen auswirkten
(5 Qs 50/2007 7. Oktober 2009).
2010-03-13 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands wird bei Übertragung
eines Grundstücks gegen Übernahme der Pflege nach Umzug des Übergebers in ein
Pflegeheim nicht angenommen werden dürfen, dass an die Stelle des ersparten
Zeitaufwands ein Zahlungsanspruch des Übergebers treten soll (V ZR 132/2009 29.
Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der Vermieter
von Geschäftsräumen zur Abrechnung über die Nebenkosten, auf die der Mieter
Vorauszahlungen geleistet hat, innerhalb einer angemessenen Frist (von etwa
einem Jahr nach Ende des Abrechnungszeitraums) verpflichtet (XII ZR 22/2007 27.
Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Feststellung, dass der unterhaltsberechtigte Ehegatte seiner
Erwerbsobliegenheit genügt hat, auch im Abänderungsverfahren maßgebend, sofern
nicht der Unterhaltsverpflichtete eine wesentliche Veränderung der Verhältnisse
dartut (XII ZR 100/2008 27. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des
Bundessozialgerichts Deutschlands ist ein Rechtsbeistand vor dem
Bundessozialgericht auch dann nicht postulationsfähig, wenn er Mitglied einer
Rechtsanwaltskammer ist (1 KR 111/2009 B 18. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands berechtigt allein die
Änderung eines Einkommensteuerbescheids wegen eines den Vorwegabzug
betreffenden rückwirkenden Ereignisses, das die Verhältnisse nur eines
Ehegatten berührt, nicht zur Korrektur eines Fehlers, der die steuerlichen
Verhältnisse des anderen Ehegatten berührt, und kommt eine Änderung wegen einer
nachträglich bekannt gewordenen Tatsache nicht in Betracht, wenn sich diese
Tatsache zunächst wegen Zusammenveranlagung nicht ausgewirkt hatte (X R 14/2008
14. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshof Berlin verpflichtet
das allgemeine Persönlichkeitsrecht der Minderjährigen aus Art. 7 i. V. m. Art.
6 BerlVerf die Gerichte, eine Begrenzung der Minderjährigenhaftung zu prüfen
(VerfGH 31/2009 14. Dezember 2010).
Nach einer Entscheidung des
Oberlandesgerichts Düsseldorf kann eine Fotomontage trotz objektiven
Beleidigungscharakters als Meinungsäußerung gerechtfertigt sein (III-4 RVs
193/2009 19. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des
Oberlandesgerichts Nürnberg kann die Wegnahme des Zahngolds Verstorbener
nach deren Einäscherung als Verwahrungsbruch nach § 133 I StGB strafbar sein
und ist das Zahngold eines Verstorbenen nach der Einäscherung keine Asche gemäß
§ 168l StGB (1 St Ss 163/2009 20. November 2009).
Nach einer Entscheidung des
Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg setzt ein Rechtsanwaltswechsel
im Rahmen der Beiordnung einen triftigen Grund voraus, der auch einen
verständigen vermögenden Beteiligten veranlasst hätte, einen Anwaltswechsel
vorzunehmen und die dadurch entstehenden Mehrkosten zu tragen (10 B 4/2009 22. Dezember
2009).
Nach einer Entscheidung des
Amtsgerichts Berlin-Mitte kann bei der missbräuchlichen Verwendung einer
gestohlenen EC-Karte nicht geschlossen werden, dass die zur Karte gehörende
Personal Identification Number auf ihr vermerkt oder zusammen mit ihr verwahrt
war (21 C 442/2008 25. November 2009).
*Krug, Walter, Erbrecht, 4. A: 2010
*Kössinger, Reinhard, Das Testament Alleinstehender, 4. A. 2010
*Raiser, Thomas/Veil, Recht der Kapitalgesellschaften, 5. A. 2010
*Däubler, Wolfgang, Gewerkschaftsrecht im Betrieb, 11. A. 2009
*Rosenberg, Leo/Schwab, Karl Heinz/Gottwald, Peter, Zivilprozessrecht,
17. A. 2010
*Stöber, Kurt, Forderungspfändung, 15. A. 2010
2010-03-12 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs
Deutschlands ist ein über eine Preissuchmaschine werbender Händler
verpflichtet, den Preis erst dann tatsächlich umzustellen, wenn die Änderung in
der Suchmaschine (zeitverzögert) umgestellt wird 8 I ZR 123/2008 11. März
2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss sich der großen
Schadensersatz verlangende Erwerber einer Immobilie die im Zusammenhang mit dem
Erwerb empfangene Eigenheimzulage nicht im Wege der Vorteilsausgleichung
anrechnen lassen (VII ZR 233/2008 12. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann der für
eine Betriebsratswahl gebildete Wahlvorstand einen Rechtsanwalt hinzuziehen,
dessen Kosten der Arbeitgeber aber nur bei Einverständnis tragen muss (7 ABR
26/2008 11. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands sind mehrere
gleichzeitige unterschiedliche Änderungskündigungen des Arbeitgebers im Zweifel
nicht hinreichend bestimmt (2 AZR 822/2007 10. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind Aufwendungen im
Zusammenhang mit der Anschaffung eines Gebäudes nicht als Erhaltungsaufwand
sofort abziehbar, wenn sie im Rahmen einheitlich zu würdigender
Instandsetzungsmaßnahmen und Modernisierungsmaßnahmen i. S. des § 6 I Nr. 1a S.
1 EStG anfallen (IX R 20/2008 25. August 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg ist die
Berufung des ehemaligen Bürgermeisters von Zell im Wiesental gegen die
Verpflichtung zur Ablieferung von 22455,06 Euro Nebentätigkeitsvergütung
zugelassen (4 S 2261/2008 1. März 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Niedersachsen ist das bloße
Aufstellen fertiger Grabmale auf Friedhöfen nicht den in die Handwerksrolle
eingetragenen Steinmetzen oder Steinbildhauern vorbehalten (8 LB 9/2008 11.
März 2010).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts
Essen ist der frühere, freiwillige Spenden von Krebsopfern für
frühzeitige und persönliche Behandlung fordernde Essener Chirurg Christoph
Broelsch (Leibarzt Johannes Raus) wegen Betrugs zu drei Jahren Haft verurteilt
(12. März 2010).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Limburg ist ein ehemals leitender Mitarbeiter
des Bistums Limburg wegen Veruntreuung von 4,8 Millionen Euro zzu 39 Monaten
Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart ist die Klage einer
Trägerin beruflicher Ersatzschulen auf Genehmigung eines Berufskollegs wegen
Verletzung des verfassungsrechtlichen Sonderungsverbots des Art. 7 IV 3 GG
zurückgewiesen (13 K 3238/2009 2. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Gelesenkirchen gilt die im
Beamtengesetz Nordrhein-Westfalens vorgesehene Regelaltersgrenze von 65 Jahren
auch für Universitätsprofessoren (12 K 1310/2008 19. Februar 2010).
Österreich will die
elektronische Fußfessel einführen.
† Laurien, Hanna-Renate.
2010-03-11 Nach einer Entscheidung des Gerichtshofs der
Europäischen Union verbieten weder die Rahmenrichtlinie 2002/21/EG noch die
Universaldienstrichtlinie 2002/22/EG ein mitgliedstaatliches Verbot, den
Abschluss eines Vertrag über die Erbringung von Telekommunikationsdiensten
davon abhängig zu machen, dass der Endnutzer einen Vertrag über die Erbringung
weiterer Dienste schließt, doch kommt unter bestimmten Umständen ein Verstoß
gegen die Richtlinie über unlautere Geschäftspraktiken 2005/29/EG in Betracht
(C-522/2008 11. März 2010).’
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands über die Entschädigung
eines Eigentümers eines in der Einflugschneise des Flughafens Berlin-Schönefeld
liegenden Grundstücks verfassungswidrig (1 BvR 2736/2008 23. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg darf eine
Gemeinde bei der Berechnung der Abwassergebühren für die Ableitung von
Schmutzwasser und Niederschlagswasser nicht den Frischwassermaßstab zu Grunde
legen (2 S 2938/2008 11. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts besteht in Nigeria keine Gefahr
der Verfolgung als Zwilling (mehr), weil Zwillinge als Glücksbringer angesehen
werden, so dass der Asylantrag einer Frau aus Nigeria offensichtlich
unbegründet ist (6 L 105/2010 2. März 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Trier darf ein Notfalltransport
oder Krankentransport, für den eine ausländische Krankentransportgenehmigung
vorliegt, aber eine inländische Krankentransportgenehmigung fehlt, untersagt
werden (1 K 624/2009 23. Februar 2010).
Die Urteile im so genannten Sauerlandprozess sind durch Ablauf der
Rechtsmittelfrist rechtskräftig geworden.
Nach einer Entscheidung des High Court Großbritanniens darf EMI Alben Pink
Floyds nicht zerstückeln.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Großbritanniens ist Ejup
Ganić gegen Zahlung von 330000 Euro Kaution ais der Untersuchungshaft
gegen Auflagen vorläufig entlassen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Schwedens darf Anders Högström
wegen des Verdachts des Diebstahls des Schriftzugs Arbeit macht frei in
Auschwitz am 18. Dezember 2009 an Polen ausgeliefert werden.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Tadschikistans sind 56
Mitglieder der Vereinigung Tablighi Jamaat (Gemeinschaft der Verkündigung und
Mission) wegen Bildung einer extremistischen Vereinigung zu Haft bis zu sechs
Jahren oder Geldstrafe verurteilt.
Der Senat Italiens stimmt dem von Silvio Berlusconi gewünschten Gesetz über die
gerechtfertige Abwesenheit in Rechtsstreitigkeiten zu.
2010-03-10 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs
Deutschlands begründet ca. bei einer Wohnflächenangabe keine Einschränkung der
Mietminderung wegen Wohnflächenunterschreitung (VIII ZR 144/2009 10. März
2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss der Käufer dem
Verkäufer bei Geltendmachung von Sachmängeln eine Untersuchung der Sache
ermöglichen (VIII ZR 310/2008 10. März 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands berechtigt eine im
Risikobereich des Unterlassungsschuldners liegende Änderung der Beurteilung der
tatsächlichen Verhältnisse nicht zur Kündigung eines presserechtlichen
Unterlassungsvertrags (VI ZR 52/2009 9. März 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands haben
Nachbargemeinden eines Flughafens auch dann keinen Anspruch auf einen Teil der
Gewerbesteuer des Flughafenbetreibers, wenn auf ihrem Gebiet für den Betrieb
des Flughafens unerlässliche Lärmmessstationen eingerichtet sind (I R 56/2008
16. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands soll der
Finanzsenator Hamburgs dem Verfahren über die Verfassungsmäßigkeit der
Zweitwohnungsteuer Hamburgs beitreten (II R 67/2008 16. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf sind heimliche
Filmaufnahmen in einer Arztpraxis nicht stets verboten, sondern in bestimmten
Fällen erlaubt (8. März 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf darf auf Grund der
Meinungsfreiheit das Theaterstück Ehrensache Lutz Hübners in Hagen wieder
aufgeführt werden, weil das gegenteilige Urteil des Landgerichts Hagen nicht
vollstreckt werden darf (3 U 106/2009).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Baden-Württemberg darf die
Betriebsratswahl bei Daimler in Stuttgart am 10. März 2010 entgegen der
Entscheidung der Vorinstanz stattfinden(15 TABVGa 1/2010 9. März 2010).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Schweinfurt ist ein Dönerverkäufer
wegen Ermordung seiner Tochter zu lebenslanger Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Braunschweig sind die
Abwassergebühren Braunschweigs (für 2005 und 2006) rechtmäßig (8 A 62/2007 8.
März 2010 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Mainz darf einem
Kraftfahrzeugführer die Fahrerlaubnis sofort entzogen werden, wenn man bei ihm
Amphetamin findet und er ein deswegen angeordnetes Drogenscreening verweigert
(3 L 69/2010 25. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist Rodney Alcala zum dritten Male wegen Mordes zum Tode verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist Robert Halderman wegen versuchter Erpressung David Lettermans zu
sechs Monaten Haft und 1000 Sozialstunden verurteilt.
Das Europäische Parlament beschließt die 5,3 Millionen Unternehmen betreffende
Möglichkeit, Kleinunternehmer von der Pflicht der Erstellung eines
Jahresabschlusses zu befreien, von der Deutschland Gebrauch machen will.
Deutschland schließt mit Liechtenstein ein neues Steuerabkommen mit der
Möglichkeit der Amtshilfe ab.
2010-03-09 Nach einer Entscheidung des Gerichtshofs der
Europäischen Union darf bei Betreibern von verschmutzenden Anlagen in der Nähe
eines verschmutzten Gebiets vermutet werden, dass ihr Betrieb für die
Verschmutzung ursächlich ist, und dürfen die Mitgliedstaatsbehörden die Nutzung
der Grundstücke der Betreiber von geforderten Umweltsanierungsarbeiten abhängig
machen (C-378/2008 9. März 2010 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs hat Deutschland dadurch
europäisches Recht verletzt, dass es die Datenschutzbeauftragten der Bundesländer
staatlicher Aufsicht unterstellt hat.
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine
Verfassungsbeschwerde gegen Versuchsreihen mit dem Teilchenbeschleuniger LHC am
europäischen Kernforschungszentrum CERN bei Genf mangels Zulässigkeit nicht zur
Entscheidung angenommen, weil die Beschwerdeführerin nicht schlüssig dargelegt
habe, dass durch die Versuche die von ihr befürchtete Zerstörung der Erde
eintreten werde (2 BvR 2502/2008 18. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die eine
nachträgliche Anordnung der Sicherungsverwahrung bei einer Verurteilung nach
Jugendstrafrecht zulassende Vorschrift des § 7 II Nr. 1 JGG verfassungsgemäß
und verletzt weder das Rückwirkungsverbot noch das Doppelbestrafungsverbot (1
StR 554/2009 9. März 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat eine deutsche
Anlegerin wegen Verlusten aus Optionsgeschäften an Börsen der Vereinigten
Staaten von Amerika einen Schadensersatzanspruch gegen ein Brokerunternehmen
mit Sitz in New Jersey aus dessen Beteiligung an einem sittenwidrigen Geschäft
(XI ZR 93/2009 9. März 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein
Strafverteidiger unter Umständen mehr als das Fünffache der gesetzlich
vorgesehenen Gebühren verlangen (z. B. 860000 Euro bei einem durch Einstellung
ohne höhere Auflagen endenden Strafverfahren wegen Subventionsbetrugs in
Millionenhöhe) (IX ZR 18/2009).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands kann ein als
Existenzgründer als Vorstand einer Aktiengesellschaft Tätiger (z. B. Chemiker)
sich nicht freiwillig in der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung versichern
(12 AL 1/2009 R).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Jena läuft die Frist von zwei
Wochen für eine außerordentliche Kündigung eines Geschäftsführers einer
Gesellschaft mit beschränkter Haftung erst von der Kenntnis der maßgeblichen
Tatsachen seitens aller Mitglieder des für eine Beschlussfassung zuständigen
Gremiums an (7 U 224/2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München muss ein Ausländer aus
einem Staat außerhalb der Europäischen Union nicht über eine Einreiseerlaubnis
und Arbeitserlaubnis verfügen, wenn er als Geschäftsführer einer Gesellschaft
mit beschränkter Haftung eingetragen werden will (31 Wx 142/2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern waren die
Verfügungen der Polizei gegen das in München 2006 am Christopher-Street-Day
mitgeführte Papamobil mit Kritik am Papst wegen der Meinungsfreiheit der Kläger
rechtswidrig (10 B 1102/2009 8. März 2010 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen muss die
Bundesagentur für Finanzdienstleistungen einer einem
Finanzdienstleistungsinstitut Spekulationsgeschäfte zu ihren Lasten
vorwerfenden Privatperson die amtliche Informationen über ein von ihr
beaufsichtigtes Finanzdienstleistungsinstitut enthaltenden Unterlagen vorlegen
(6 A 1684/2008 2. März 2010).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Düsseldorf müssen Bewirtungsbelege
nicht stets vollständig (z. B.
hinsichtlich des Bewirtenden oder des Rechnungsadressaten) ausgefüllt sein (11
K 1093/2007 E).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hildesheim ist Prinz Ernst August von
Hannover wegen (einfacher) vorsätzlicher Körperverletzung Josef Brunlehners
durch zwei Ohrfeigen im Jahre 2000 zu 200000 Euro Geldstrafe verurteilt (, so
dass er als nicht vorbestraft gelten soll).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Düsseldorf ist die
Pensionierungsgrenze für Richter von 65 Jahren durch das Ziel einer
angemessenen Altersstruktur und einer hinreichenden Vorhersehbarkeit der
Personalplanung gerechtfertigt (13 K 6883/2009 8. März 2010).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts
Dortmund ist die Bezirksregierung Münster seit 1. Januar 2008 auch für
die Entscheidung über Widersprüche im Schwerbehindertenrecht zuständig (51 [3]
SB 205/2008 12. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Kirchheim unter Teck ist ein
Sechsundzwanzigjähriger wegen versuchter Erpressung Cindy Crawfords zu zwei
Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München darf die Miete einer mit einem
Luftgewehr beschossenen Loggia für eine vorübergehende Zeit der
wahrscheinlichen Gefahr gemindert werden, doch ist dann eine gleichzeitige
zusätzliche Minderung wegen Verschmutzung mit Taubenkot ausgeschlossen (412 C
32850/2008 23. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Sportgerichts des Deutschen Fußballbunds muss der
Vfl Wolfsburg wegen unsportlichen Verhaltens (durch Zünden eines
Feuerwerkskörpers seitens eines Zuschauers) 5000 Euro zahlen.
Auf Antrag Janine Schlemmers als Antragstellerin ist das Verfahren der
Versteigerung des Oskar-Schlemmer-Hauses in Badenweiler eingestellt.
In Deutschland tritt am 10. März 2010 die zweite Mindestlohnverordnung für die
Branche der Gebäudereinigung in Kraft, die bis 31. Dezember 2011 läuft.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Italiens bleibt trotz eines
Regierungsdekrets die Liste Volk der Freiheit (Silvio Berlusconis) von den
Regionalwahlen in Latium und Rom ausgeschlossen.
2010-03-08 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts
Deutschlands ist eine Verfassungsbeschwerde gegen die gesetzliche Lockerung des
Schornsteinfegermonopols nicht zur Entscheidung angenommen (1 BvR 2514/2009 4.
Februar 2010 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist eine allgemeine
Rechtsanwaltsvertragsbedingung mit einer Vergütung im 15-Minuten-Takt wegen
unangemessener Benachteiligung des Mandanten unwirksam (24 U 183/2005 18.
Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist Adem
Yilmaz wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung zu neun Monaten
Haft auf Bewährung und 150 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main sind die Klaus-Peter
Müller und Martin Blessing für 2008 entlastenden
Hauptversammlungsbeschlüsse der Commerzbank aufgehoben.
Nach einer Entscheidung des
Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz kann eine ohne Erlaubnis eines
Richters entnommene Blutprobe im Rahmen eines
Fahrerlaubnisentziehungsverfahrens wegen Drogengebrauchs verwertet werden (10 B
11226/2009 29. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des
Finanzgerichts Rheinland-Pfalz hat ein Insolvenzverwalter in einem
Steuerverwaltungsverfahren ein Recht auf Akteneinsicht nur bezüglich einzelner
anfechtungsrelevanter Sachverhalte (1 K 1752/2007 24. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz muss ein unmittelbar an
ein Wohngebäude grenzendes Bäckereiunternehmen Anordnungen zum Schutz gegen
Lärm hinnehmen, auch wenn sie Auswirkungen auf den Betrieb haben (1 L 123/2010
22. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln ist ein Eilantrag der
Kabel Baden-Württemberg GmbH & Co. KG auf Aussetzung der geplanten
Versteigerung von Frequenzen für den Mobilfunk im Bereich von 800 Mhz abgelehnt
(21 L 1851/2009).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dessau-Roßlau kann eine gesetzliche
Krankenkasse einen sich bei einem Verkehrsunfall unter Alkoholeinfluss selbst
verletzenden Kraftfahrzeugführer mit 20 Prozent an den Wiederherstellungskosten
beteiligen (4 KR 38/2008).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichts der Türkei ist die
Zuständigkeit von ordentlichen Gerichten für Militärangehörige
verfassungswidrig.
Nach Ansicht des Bundesversicherungsamts Deutschlands sind Krankenkassen bei
der Festsetzung von Zusatzbeiträgen kartellrechtlich nicht wie Unternehmer zu
behandeln.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Österreichs ist das Verbot
der Verteilung von Werbezetteln eines Bestattungsunternehmers in Innsbruck
durch die Stadt mangels einer Rechtsgrundlage rechtswidrig.
In Island stimmen 93,5 der Stimmberechtigten gegen eine Kreditvereinbarung der
Regierung mit Großbritannien und den Niederlanden über Entschädigung für 3,9
von diesen Ländern an durch eine isländische Bank (Icesave) geschädigte Kunden
gezahlte Euro.
Daimler gibt seine Beteiligung an Tata Motors/Indien auf.
American International Group Inc. verkauft American Life Insurance Co. für 15,5
Milliarden Dollar an Met Life Inc.
2010-03-07 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein den Schuldner
nach einer ersten ohne Reaktion gebliebenen Abmahnung ein zweites Mal durch
einen Rechtsanwalt abmahnen lassender Wettbewerbsverband die Kosten der zweiten
Abmahnung nicht erstattet verlangen (I ZR 47/2009 21. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein Vertrag
über die Prüfung eines Jahresabschlusses nicht schon deswegen nichtig, weil der
Abschlussprüfer den Jahresabschluss entgegen dem Verbot des § 319 HGB nach
Vertragsabschluss selbst teilweise neu erstellt und prüft (Xa ZR 175/2007 21.
Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands handelt ein nach
Abschluss eines selbständigen Beweisverfahrens mit seinem Antrag auf Erhebung
der Klage bis zur Verjährung des etwaigen Anspruchs des Antragstellers ohne
triftigen Grund wartender Antragsgegner rechtsmissbräuchlich (VII ZB 56/2007
14. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der
Auftragnehmer einen an den Auftraggeber gezahlten Vorschuss auf die
Mängelbeseitigungskosten zurückfordern, wenn feststeht, dass die
Mängelbeseitigung nicht mehr durchgeführt wird (VII ZR 108/2008 14. Januar
2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands verjährt der
Anspruch des Unternehmers auf Rückzahlung des Vorschusses auf
Mängelbeseitigungskosten in der regelmäßigen Verjährungsfrist von drei Jahren
(VII ZR 213/2007 14. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands richtet sich bei
der Verabredung mehrerer Verbrechen gemäß § 30 II StGB die Beurteilung der
Konkurrenz nach dem Konkurrenzverhältnis der vereinbarten und später zu
begehenden Taten (2 StR 439/2009 13. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands erlischt das einem
Darlehensnehmer nach dem Haustürwiderrufsgesetz zustehende Widerrufsrecht nicht
gemäß § 2 I 4 HWiG, wenn die vollständige Ablösung des Darlehens erst ab dem 1.
Januar 2003 erfolgt ist (XI ZR 260/2008 24. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann im Falle eines
wirtschaftlichen Totalschadens der ein Sachverständigengutachten mit drei
Angeboten einholende und im Vertrauen daarauf sein Fahrzeug reparieren lassende
und weiterbenutzende Geschädigte seiner Schadensberchnung grundsätzlich diesen
Restwertbetrag zu Grunde legen (VI ZR 318/2008 13. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss bei
Gewinnspielen der Verbraucher Gelegenheit haben, sich vor seiner
Teilnahmehandlung umfassend über die Teilnahmebedingung zu informieren und
müssen überraschende Teilnahmebedingungen schon in der Werbung offenbart werden
(I ZR 64/2007 9. Juli 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands umfasst der Begriff
der Bedingung in § 4 Nr. 4 UWG alle aus der Sicht des Verbrauchers nicht ohne
Weiteres zu erwartenden Umstände, welche die Möglichkeit einschränken, in den
Genuss der Vergünstigung zu gelangen, und muss bei einer Zugabe (z. B. Tasche
bei Kauf von Parfümen) die bereit gehaltene Menge in einem angemessenen
Verhältnis zur erwarteten Nachfrage stehen (I ZR 224/2006 18. Juni 2009).
2010-03-06 Nach einer Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist es verfassungsrechtlich nicht zu
beanstanden, die Reichweite des freien Verteidigerverkehrs nach § 148 I StPO
dahingehend zu begrenzen, dass der unkontrollierte Verkehr nur in der Weise
ausgeübt werden darf, als er unmittelbar der Vorbereitung der Verteidigung
dient, mithin nur die unmittelbar das Strafverfahren betreffenden Schriftstücke
umfasst (2 BvR 256/2009 13. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kommt im Verfahren
der Vollstreckbarerklärung eines ausländischen Titels eine Erledigung der
Hauptsache allenfalls in Betracht, wenn sich das erledigende Ereignis erst im
Beschwerderechtszug verwirklicht und scheidet eine Vollstreckbarerklärung auf
der Grundlage der EuGVVO aus, wenn eine Bestätigung als europäischer
Vollstreckungstitel vorliegt (IX ZB 57/2009 4. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann einer
Schadensersatzklage des Mieters gegen den Vermieter auf Wiedereinräumung der
Besitzrechte und Mietrechte an der ehemaligen Wohnung, die der Mieter nach
einer Eigenbedarfskündigung des Vermieters geräumt hat, nach Veräußerung der
Wohnung durch den Vermieter nicht stattgegeben werden, ohne dass geklärt wird,
ob dem Vermieter die Wiedereinräumung dieser Rechte noch möglich ist (VIII ZR
313/2008 16. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist bei
Betriebsübergang der neue Betriebsinhaber bis zu einer rechtmäßigen Änderung
zur Fortführung der im Betrieb bestehenden Vergütungsordnung verpflichtet (1
ABR 66/2008 8. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands wird der
Gleichheitssatz nicht dadurch verletzt, dass ein Sozialplan für einen durch
Vermittlung des Arbeitgebers einen neuen Arbeitsplatz findenden Arbeitnehmer
keine Abfindung vorsieht (1 AZR 801/2008 8. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des
Oberlandesgerichts Brandenburg ist ein Härtegrund im Sinne des § 1587c
Nr. 1 BGB gegeben, wenn der Versorgungsausgleich einen erheblichen
Versorgungsdifferenzbetrag zu Lasten des ausgleichspflichtigen Ehegatten zur
Folge hätte (z. B. wenn bei einem Ausgleichsbetrag von 250 Euro der
ausgleichspflichtigen Ehefrau 1000 Euro verblieben, dem Ehemann dagegen 1400
Euro) (10 UF 138/2007 30. November 2009).
Nach einer Entscheidung des
Oberlandesgerichts Düsseldorf umfasst eine für eine Stufenklage
unbeschränkt bewilligte Prozesskostenhilfe jedenfalls für den Mindestunterhalt
minderjähriger Kinder auch die Leistungsstufe, ohne dass es insoweit einer
weiteren Entscheidung bedarf (8 WF 216/2009 18. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des
Oberverwaltungsgerichts Niedersachsen kann der Insolvenzverwalter durch
Freigabe von Abfallgegenständen aus der Masse von der Entsorgungspflicht
befreit werden (7 ME 55/2009 3. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Ulm liegt Raub (und nicht
Trickdiebstahl) vor, wenn ein hausratsversicherter Kraftfahrzeugführer wegen
Stehenbleibens eines vorausfahrenden Mopeds anhalten muss und der Soziusfahrer
des Mopeds die Fahrzeugtüre aufreißt und mit zwei Taschen des
Versicherungsnehmers entkommt (1 S 129/2009 4. November 2010).
*Strohal, Friedrich, Unterhaltsrechtlich relevantes Einkommen bei
Selbständigen, 4. A: 2010
*Hüffer, U.,
Aktiengesetz, 9. A: 2010
*Emmerich, Volker/Habersack, Mathias, Aktien- und GmbH-Konzernrecht, 6. A. 2010
*Marko, Volker, Private Krankenversicherung, 2. A. 2010
*Huster, Stefan/Kaltenborn, Markus, Krenkenhausrecht, 2010*Schmidt, Ludwig, Einkommensteuergesetz,
29. A. 2010
*Pahlke, A./Franz, W., Grunderwerbsteuergesetz, 4. A. 2010
*Rösch, Bernd, Das Urteil in Straf- und Bußgeldsachen, 2. A. 2010
*Europarecht. Handbuch für die deutsche Rechtspraxis, hg. v. Schulze,
Reiner/Zuleeg, Manfred/Kadelbach, Stefan, 2. A. 2010
*Principles of European Constitutional Law, hg. v. Bogdandy, Armin von/Bast,
Jürgen, 2. A. 2010
*Gerhardt, Rudolf, Der Triumph der Gerechtigkeit, 2009
2010-03-05 Nach
einer Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union hat Italien seine
europarechtlichen Verpflichtungen aus der Abfallrichtlinie 2006/12/Europäische
Gemeinschaft verletzt und nicht alle erforderlichen Maßnahmen zur Beseitigung
der Abfälle in der Region Campania ergriffen (C-297/2008 4. März 2010).
Nach einer Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die Verurteilung von
Mitgliedern des Augsburger Bündnisses wegen Volksverhetzung auf Grund des
Grundrechts der Meinungsfreiheit aufgehoben (1 BvR 369/2004 4. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Vorschrift
des § 4 Nr. 4 UWG mit der Richtlinie 2005/29/EG über unlautere
Geschäftspraktiken vereinbar und wird die von einem Wettbewerbsverband geltend
gemachte Kostenpauschale auch für eine nur teilweise berechtigte Abmahnung
geschuldet (I ZR 194/2006 11. März 2009).
Nach einer Entscheidung des
Oberlandesgerichts Hamm ist im selbständigen Beweisverfahren der Antrag
auf Einholung eines zweiten Ergänzungsgutachtens, der auf eine dem
Hauptsacheverfahren vorbehaltene richterliche Beweiswürdigung abzielt,
unbegründet (19 W 31/2009 20. November 2009).
Nach einer Entscheidung des
Oberverwaltungsgerichts Niedersachsen darf die Fahrerlaubnisbehörde
mangels einer entgegenstehenden gesetzlichen Regelung in einem auf Entziehung
der Fahrerlaubnis gerichteten Verwaltungsverfahren auch ein unter Verstoß gegen
den Richtervorbehalt des § 81a StPO gewonnenes Ergebnis einer
Blutprobenuntersuchung berücksichtigen, wenn aus diesem ohne Weiteres eine
fehlende Kraftfahreignung des Betroffenen hervorgeht (12 ME 234/2009 16.
Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund hat die Witwe keinen
Anspruch auf Opferentschädigung, wenn der Hauseigentümer nach einem Einbruch
ohne unmittelbaren Kontakt mit dem Einbrecher an den Folgen eines Schlaganfalls
stirbt (18 VG 18/2009 29. Oktober 2009).
Der Bundesrat Deutschlands beschließt den Gesetzesentwurf zur Stärkung der
Täterverantwortung.
Der Haushaltsausschuss des Bundestags Deutschlands beschließt den Bundeshalt
2010.
Der Wahlausschuss des Bundestags Deutschlands wählt Andreas Voßkuhle zum
Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts.
Ferdinand Kirchhof wird Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts
Deutschlands.
2010-03-04 Nach Entscheidungen des Gerichtshofs der Europäischen Union
sind die Kleinverkaufsmindestpreise Frankreichs, Österreichs und Irlands für
Zigaretten europarechtswidrig (C-197/2008 4. März 2010 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist der
Mindeststeuerhebesatz der Gewerbesteuer (200 Prozent) verfassungsgemäß (2 BvR
2185/2004 27. Januar 2010 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf sind die fünf
Angeklagten des so genannten Sauerlandprozesses zu Haft zwischen fünf und 12
Jahren verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main macht die
systembedingte Unmöglichkeit der nachträglichen Überprüfung einer
Geschwindigkeitsmessung durch das Lasermesssystem PoliScan Speed für sich
genommen die Messung nicht unbrauchbar ( (2 Ss-OWi 577/2009 1. März 2010).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Hessen werden Hartz
IV-Leistungen trotz Bedürftigkeit nicht für die Zeit vor Antragstellung
(Folgeantragsstellung) gewährt (7 AS 413/2009 18. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Dresden ist die in Königswartha
im Juni 2008 durchgeführte Bürgermeisterwahl ungültig (7 K 1019/20090 2. März
2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz wird durch eine
gemeinsame Grabeinfassung zweier Reihengräber kein durch die Friedhofssatzung
der Gemeinde Mörlen untersagtes Doppelgrab (1 K 1260/2009 18. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Hamburg ist die Musterklage eines
Flughafensicherheitsassistenten (auf höheres Einkommen und Beschäftigung bei
der Bundespolizei) wegen möglicher verdeckter Zeitarbeit abgewiesen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Ägyptens sind die Todesurteile
gegen Talaat Mustafa und Mohsen al-Sukhari wegen Tötung der Popsängerin Suzan
Tamim aufgehoben.
Neuer Wehrbeauftragter des Bundestags soll Hellmut Königshaus (FDP) werden.
2010-03-03 Nach einer Entscheidung des Gerichtshofs der
Europäischen Union erlischt die Flüchtlingseigenschaft eines Menschen, wenn die
die Verfolgungsfurcht begründenden Umstände im Drittland nicht nur
vorübergehend erheblich weggefallen sind und der Betroffene auch nicht aus
anderen Gründen Furcht vor Verfolgung haben muss (C-175/2008 2. März 2010).
Nach einer Entscheidung des Gerichts erster Instanz der Europäischen Union war
die Übertragung zweier Sondervermögen durch das Land Hessen auf die Landesbank
Hessen-Thüringen rechtmäßig (T-163/2005 3. März 2010 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Gerichts erster Instanz der Europäischen Union ist
die Nichtigkeitsklage Arcelors gegen eine Richtlinie über das System für den
Handel mit Treibhausgasemissionszertifikaten wegen fehlender unmittelbarer und
individueller Betroffenheit (als) unzulässig (verworfen) (T-16/2004 2. März
2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind
Schadenszahlungen und Regulierungskosten, die ein Versicherungsnehmer in der
Kraftfahrthaftpflichtversicherung vereinbarungsgemäß selbst trägt, mangels
getragenen Wagnisses kein Versicherungsentgelt und deshalb nicht
versicherungsteuerpflichtig (II R 44/2007 16. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg muss ein 14jähriges,
die Schnüre eines Heuballens in einer Scheune zwecks Befreiung eines
asthmakranken Spielkameraden mit einem Feuerzeug durchbrennendes Mädchen das verbrannte
Heu ersetzen (12 U 123/2009 25. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart muss die Deutsche Bank
wegen ungenügender Beratung einer Kundin 1,5 Millionen Euro Schaden aus
Zinsswap-Verträgen (zur Zinsoptimierung) ersetzen (9 U 164/2008 26. Februar
2010).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts
Niedersachsen kann eine deutsche Muttergesellschaft so genannte
definitive Verluste ihrer in anderen Staaten der Europäischen Union ansässigen
Tochtergesellschaften grundsätzlich von ihrem Einkommen abziehen, wenn sie sich
zur Übernahme der Verluste verpflichtet hat (6 K406/2008 11. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Mainz darf ein
Personalratsmitglied auch ohne Zustimmung des Personalrats wegen Anrufen mit
dem Diensttelefon bei 0900-Nummern gekündigt werden (5 K 1390/2009 2. Februar
2010).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Bielefeld dürfen Beschäftigte
kirchlicher Einrichtungen nicht streiken.
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft München muss Heinrich von Pierer
(Siemens) wegen Verletzung von Aufsichtspflichten ein Bußgeld in sechsstelliger
Höhe zahlen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Spaniens istArnaldo Otegi
(Batasuna) wegen Verherrlichung des Terrorismus zu zwei Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Präsidenten des Europäischen Parlaments verliert
Nigel Farage wegen abfälliger Äußerungen über Herman von Rompuy zehn Tagegelder
(2980 Euro).
Der staatliche Fernsehsender TRT der Türkei muss an die Familie Hrant Dinks
eine Entschädigung zahlen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Irans ist Mohammad-Amin Walin
wegen Kriegführung gegen Gott durch Werfen von Steinen gegen Sicherheitskräfte
zum Tode verurteilt.
2010-03-02 Nach einer Entscheidung des Gerichtshofs der
Europäischen Union darf ein Mitgliedstaat eine durch Täuschung erlangte
Einbürgerung auch dann zurücknehmen, wenn der Betroffene dadurch keine
Staatsbürgerschaft eines Mitgliedstaats mehr hat, muss aber bei seiner
Entscheidung den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit beachten (C-135/2008 2. März 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
Vorratsdatenspeicherung in Deutschland in ihrer jetzigen Gestaltung wegen
Unverhältnismäßigkeit verfassungswidrig, so dass alle bisher gespeicherten
Daten sofort zu löschen sind (1 BvR 256/2008 2. März 2010 u. a.), doch ist
Vorratsdatenspeicherung nicht schlechthin verfassungswidrig.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein Eilantrag
der Deutschen Industriebank AG gegen die Bestellung eines Sonderprüfers durch
das Landgericht Düsseldorf als unzulässig verworfen (II ZB 1/2010 1. März
2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind Gerichte
Deutschlands (z. B. Landgericht Düsseldorf) auch für Klagen gegen
Internetauftritte ausländischer Unternehmen (z. B. New York Times) zuständig,
wenn diese einen deutlichen Bezug (z. B. Erfolgsort) zu Deutschland haben (z.
B. betroffener, der Nähe zur russischen Mafia bezichtigter Unternehmer lebt in
Deutschland) (VI ZR 23/2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss der Schuldner
im Insolvenzverfahren von sich aus wahrheitsgemäße umfassende Angaben machen
(IX ZB 126/2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine Abtretung
von Provisionsansprüchen durch einen Vermittler (Versicherungsvertreter) von
Personenversicherungen wegen Verletzung der Verschwiegenheitspflicht nichtig
(VIII ZR 53/2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands muss sich ein
Steuerpflichtiger einen Fehler seines Steuerberaters (Nichtgeltendmachung hoher
Zahnarztkosten infolge Nichtwissens) zurechnen lassen (VI R 58/2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern ist die Umbenennung
der Meiserstraße in München in Katharina-von-Bora-Straße wegen Unzulässigkeit
der Anfechtungsklage des Enkels Hans Meisers rechtmäßig.
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Berlin-Brandenburg hat ein
durch eine Selbsttötung traumatisierter Untergrundbahnfahrer in Berlin einen
Anspruch auf psychotherapeutische Behandlung gegen den Träger der
Unfallversicherung (2 U 1014/2005 17. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Berlin-Brandenburg ist der
Rechtsstreit um die Zahlung einer Verletztenrente aus der gesetzlichen
Unfallversicherung nach Heranziehung von Unterlagen des ehemaligen
Staatssicherheitsdiensts der Deutschen Demokratischen Republik wegen dadurch
nachgewiesener Berufskrankheit zu Gunsten eines ehemaligen, durch Chlor
erheblich gefährdeten, inzwischen verstorbenen Arbeiters im Chemiekombinat
Bitterfeld entschieden (2 U 293/2008 21. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz sind Poller im
befahrbaren öffentlichen Straßenraum wegen der von ihnen für den
Fahrzeugverkehr ausgehenden Gefahren und Erschwernissen nicht mehr zulässig (4
K 774/2009 22. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Sportgerichts des Deutschen Fußballbundes muss der
VfL Bochum wegen unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger 8000 Euro Geldstrafe
zahlen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten haben
weder der ehemalige Manager O. J. Simpson noch der Vater des getöteten Ron
Goldman einen Anspruch auf den von O. J. Simpson am Tage seines Freispruchs vom
Mordvorwurf getragenen Anzug.
Nach einer Entscheidung des Bundeskartellamts Deutschlands müssen Unternehmen
des Baustofffachhandels wegen verbotener Preisabsprachen (bei Stellgebühr für
Silos) 13,36 Millionen Euro Geldbuße zahlen.
Nach einer Entscheidung der Europäischen Kommission ist der Anbau der
gentechnisch veränderten, industriell (z. B. für Papier) verwertbaren
Kartoffelsorte Amflora unter Auflagen erlaubt.
Österreich verbietet die Aufnahme neuer Kredite in Fremdwährung (z. B. Franken
oder Yen).
Der Sinn für Gerechtigkeit soll im Wesentlichen vom Belohnungssystem des
Gehirns gesteuert werden und nicht nur ein Produkt der Kultur sein.
2010-03-01 Nach
einer Entscheidung des Landesverfassungsgerichts Schleswig-Holstein ist die
gesetzliche Regelung der Zusammensetzung der Amtsausschüsse in den Ämtern nicht
(mehr) verfassungsgemäß (1/2009 26. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des
Oberlandesgerichts Saarbrücken ist bei Unterliegen des Klägers gegenüber
dem Haftpflichtversicherer mangels Beweises auch der gesamtschuldnerisch
mitverklagte Fahrer von Ersatzansprüchen des Klägers frei (4 U 244/2009 17.
November 2009.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin ist ein Schönheitschirurg nach
dem Tod einer Patientin nach einer Bauchstraffung wegen Körperverletzung mit
Todesfolge und versuchten Totschlags zu54 Monaten Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Ravensburg sind zwei Jugendliche wegen
Ermordung einer ihren Einbruch entdeckenden Nachbarin zu zehn und sieben Jahren
Jugendstrafe verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Saarbrücken muss bei einer
Beweisaufnahme zur Ermittlung eines Erben die dadurch verursachten Kosten
tragen, wer den Antrag auf Erteilung des Erbscheins gestellt hat (5 T 227/2009
30. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Göttingen darf ein Repetitor
nicht in der Universität für seine Kurse werben (4 B 10/2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Trier hat ein gewähltes, zur
Zeit der Wahl in der Freistellungsphase der Altersteilzeit befindliches
Ratsmitglied (z. B. der Verbandsgemeinde Manderscheid) Anspruch auf
Verpflichtung als Ratsmitglied durch den Bürgermeister (1 K 666/2009 23.
Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München ist ein volljähriger
Nachhilfeschüler grundsätzlich Vertragspartner des Nachhilfevertrags (171 C
19789/2008 17. Juli 2009).
Nach einer Entscheidung des zuständigen
Gerichts Italiens ist die Annahme von 440000 Euro für falsche Aussagen
in Strafverfahren gegen Silvio Berlusconi durch Rechtsanwalt David Mills
(passive Bestechung) verjährt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen
Gerichts Ungarns ist István Halaász (Bürgermeister Kunbajas in
Südungarn) wegen rechtswidriger Einfuhr von Müll aus Deutschland zu 18 Monaten
Haft und 5000 Euro Geldstrafe verurteilt, seine Ehefrau zu zehn Monaten Haft
auf Bewährung und 5000 Euro Geldstrafe.
Nach einer Entscheidung des zuständigen
Gerichts Thailands ist der frühere Premierminister Thaksin Shinawatra
des Amtsmissbrauchs schuldig.
Nach einer Entscheidung des zuständigen
Gerichts Burmas ist die Verurteilung Aung San Suu Kyis zu Hausarrest
rechtmäßig.
Zum 1. März 2010 treten vier Umweltgesetze in Deutschland in Kraft.
Nach Ansicht des
Direktors der Porzellansammlung der staatlichen Kunstsammlungen Dresden sind
die drei Vasen in Burghley House aus mit Emailfarbe bemaltem weißem Ton aus
China hergestellt, nicht aus (europäischem) Porzellan.
2010-02-28 Nach
einer Entscheidung des europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ist der
allgemeine Ausschluss einer gerichtlichen Überprüfung der ursprünglichen
Übertragung der Sorge allein auf die Mutter nicht verhältnismäßig (22028/2004
3. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des
Europäischen Gerichtshofs ist die Beschränkung einer kostenlosen
Jahresvignette auf Behinderte, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt
in dem betroffenen Mitgliedstaat (z. B. Österreich) haben, sowie diejenigen,
die sich aus beruflichen oder persönlichen Gründen regelmäßig in diesen Staat
begeben, nicht europarechtswidrig (C-103/2008 1. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands kann der Gesetzgeber den typischen
Bedarf zur Sicherung des menschenwürdigen Existenzminimums durch einen
monatlichen Festbetrag decken, muss aber für einen darüber hinausgehenden
unabweisbaren, laufenden, nicht nur einmaligen, besonderen Bedarf einen
zusätzlichen Leistungsanspruch einräumen (1 BvL 172009 9. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann auch
ein vorübergehendes Leistungshindernis auf Seiten des Vorleistungsberechtigten
ein Leistungsverweigerungsrecht des Vorleistungsverpflichteten gemäß § 321 I 1
BGB begründen (V ZR 217/2008 11. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands ergibt sich aus den §§ 80a, 246a StPO oder aus
verfassungsrechtlichen Grundsätzen keine selbständige Verpflichtung des
Gerichts, in Fällen der möglichen Anordnung einer Maßregel gemäß § 66 StGB von
dem zu vernehmenden Sachverständigen stets die Vorlage eines vorbereitenden
schriftlichen Gutachtens zu verlangen (2 StR 205/2009 14. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands setzt ein
Schadensersatzanspruch wegen Verstoßes des öffentlichen Arbeitgebers gegen Art,
33 II GG voraus, dass der nichtberücksichtigte Bewerber darlegt, er hätte
richtigerweise an Stelle des eingestellten Bewerbers die Stelle übertragen
werden müssen (8 AZR 636/2008 24. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands liegen allgemeine Geschäftsbedingungen auch
vor, wenn der Arbeitgeber von Dritten erstellte Formulare verwendet und kann
eine unangemessene Bindungsdauer des Arbeitnehmers zur Unwirksamkeit einer
Rückzahlungsklausel von Ausbildungskosten führen (3 AZR 173/2008 15. September
2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bremen bedarf eine Bestellung
eines weiteren Geschäftsführers keiner Änderung des Gesellschaftsvertrags (2 W
61/2009 15. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm kann Verfahrenskostenhilfe
einem Antragsteller im Hauptsacheverfahren nach den §§ 1, 2 GewSchG nicht schon
deshalb verweigert werden, weil er gleichzeitig ein Verfahren auf Erlass einer
einstweiligen Anordnung eingeleitet hat (10 WF 274/2009 9. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Saarbrücken ist der Erlass eines
Sicherungshaftbefehls gegen einen dauernd im Ausland lebenden Angeklagten
zulässig, wenn in der dafür erforderlichen ordnungsgemäßen Ladung zur
Hauptverhandlung die Androhung von Zwangsmitteln für den Fall es
unentschuldigten Ausbleibens in der Weise eingeschränkt wird, dass diese
lediglich im Inland vollstreckt werden können, wobei die Androhung in einer dem
Angeschuldigten verständlichen Sprache erfolgen muss (1 WS 207/2009 13.
November 2009).
2010-02-27 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands müssen bestimmende
Schriftsätze nach § 130a I 2 ZPO mit einer qualifizierten elektronischen
Signatur versehen sein (VII ZB 112/2008 14. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands richtet sich bei
Verabredung mehrerer Verbrechen gemäß § 30 II StGB die Beurteilung der
Konkurrenz nach dem Konkurrenzverhältnis der vereinbarten und später zu
begehenden Taten (2 StRR 439/2009 13. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands gilt die für die
Gesellschaftsschuld maßgebliche Verjährung grundsätzlich auch für die
akzessorische Haftung des Gesellschafters (analog) § 128 HGB (XI ZR 37/2009 12.
Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann sich der vom
Auftraggeber mit dem von ihm beauftragten Tiefbauunternehmer vereinbarte
Haftungsausschluss für Beschädigungen von Fremdleitungen auf den mit der
Einweisung des Tiefbauunternehmers beauftragten Bauleiter erstrecken (VII ZR
172/2008 17. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei der
Ermittlung der Wohnfläche einer Maisonettewohnung die Fläche des zu Wohnzwecken
mitvermieteten Galeriegeschosses unabhängig davon zu berücksichtigen, ob die
Räume des Galeriegeschosses nach bauordnungsrechtlichen Vorschriften deswegen
nicht zur Wohnfläche zu rechnen sind, weil sie zu weniger als der Hälfte der
Grundfläche eine lichte Höhe von mehr als 2,20 Metern aufweisen und deshalb
nicht als Aufenthaltsräume gelten (VIII ZR 39/2009 16. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands gilt, wenn eine
Abgabenforderung als Grundstückslast vorrangig zu befriedigen ist, dies auch
für einen darauf entfallenden Säumniszuschlag (IX ZR 24/2009 19. November
2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss sich der bloße
Fahrer eines Kraftfahrzeugs die einfache Betriebsgefahr des Fahrzeugs nur dann
zurechnen lassen, wenn er seinerseits für Verschulden gemäß § 823 BGB oder für
vermutetes Verschulden gemäß § 18 StVG haftet (VI ZR 64/2008 17. November
2009).
Nach einer Entscheidung des
Bundessozialgerichts Deutschlands sind Arbeitgeber in
sozialgerichtlichen Streitigkeiten über ihre Umlagepflicht nach dem
Aufwendungsausgleichsgesetz als Versicherte kostenprivilegiert (1 KR 12/009 R
27. Oktober 2010).
Nach einer Entscheidung des
Oberlandesgerichts Hamm kann die rechtswidrige Ablehnung eines Antrags
auf Entbindung von einem persönlichen Erscheinen in der Hauptverhandlung in
einer Bußgeldsache eine Versagung des rechtlichen Gehörs sein (5. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des
Oberlandesgerichts München kommt hinsichtlich eines von der Mutter des
Ehemanns übertragenen Grundstücks bei (falscher) Eintragung beider Ehegatten in
Gütergemeinschaft als neue Eigentümer eine Grundbuchberichtigung dahingehend,
dass der Ehemann wegen des zutreffenden Güterstands der Zugewinngemeinschaft
als Alleineigentümer eingetragen wird, nur bei entsprechendem Nachweis in
Betracht (34 Wx 108/2009 20. November 2009).
*Alpmann Brockhaus Studienlexikon 3. A. 2010
*Eisenberg, Ulrich, Jugendgerichtsgesetz, 14. A. 2010
*Praxis der Insolvenz, hg. v. Beck, Siegfried/Depré, Peter, 2. A. 2010
2010-02-26 Nach
einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands kann ein
Zeckenbiss (mit anschließender Borrelioseinfektion) als Dienstunfall eingestuft
werden, wenn er sich zeitlich und örtlich mit einer Dienstausübung verbinden
lässt (2 C 81/2008 25. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des
Oberlandesgerichts Hamm haftet ein Lebensversicherer bei fehlender
rechtzeitiger Zusendung eines Antrags durch seine Erfüllungsgehilfen auf
Schadensersatz, doch kann den Begünstigten ein Mitverschulden treffen, wenn er
den Erfüllungsgehilfen nicht an die rechtzeitige Übersendung des versprochenen
Antrags erinnert (20 U 40/2008 14. November 2010).
Nach einer Entscheidung des
Oberlandesgerichts Jena gibt es keine Gründe für eine sofortige Herabsetzung
mit Beginn des Unterhalts ab Rechtskraft der Ehescheidung, wenn die Parteien
lange verheiratet waren, ein Kind aus der Ehe haben und die Antragsgegnerin
kein vorwerfbares Verhalten trifft (1 UF 58/2009 19. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des
Oberlandesgerichts Koblenz kann auch bei Überschreitung der
Deckungsgrenze für Mietausfallschäden dessen weitergehender Ersatz vom
Versicherer als Verzugsschadensersatz geschuldet sein und ist der Mieter bei
Nichtausschließbarkeit von Fremdbrandstiftung nicht zur Fortzahlung der Miete
verpflichtet (10 U 1497/2008 30. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des
Oberlandesgerichts Köln schließt der Umstand, dass das fremde
Sendematerial (über einen Zusammenbruch eines Kandidaten in der Sendereihe
Deutschland sucht den Superstar) zeitlich mehr als die Hälfte eines Berichts
ausmacht, die Zulässigkeit seiner Verwendung in einem Bericht über ein
Tagesereignis nicht aus (6 U 100/2009 30. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des
Oberlandesgerichts München muss der Verkäufer eines Wohnhauses nicht
offenbaren, dass bei Errichtung ein asbesthaltiges Kleinteil im Innern eines
Elektrospeicherheizgeräts verwendet wurde, von dem aus Asbest nicht in den
Luftstrom gelangen kann und mit dem der Bewohner weder bei Gebrauch noch im
Rahmen erwartbarer Reparaturarbeiten in Berührung kommt (5 U 1743/2009 1.
Dezember 200).
Nach einer Entscheidung des
Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz muss ein Veranstalter einer
Demonstration nur bei wahrscheinlicher unmittelbarer Gefahr für die öffentliche
Sicherheit und Ordnung Ordner stellen (7 A11095/2009 10. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des
Landessozialgerichts Baden-Württemberg muss ein Arbeitsloser
rechtswidrig erhaltenes Arbeitslosengeld nicht zurückzahlen, denn die auszahlende
Behörde mangels Vorlage der maßgeblichen Bescheide den Verschuldensvorwurf
gegenüber dem Arbeitslosen nicht belegen kann (8 AL 66/2008 5. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin können zwei in der Ausstellung
Schätze des Alten Syrien in Stuttgart befindliche Kunstgegenstände nicht wegen
Schmerzensgeldansprüchen gegen Syrien aus einem Anschlag des Jahres 1983
gepfändet werden (13 O 48/2010 4. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dresden muss eine Krankenkasse einem
Schwerbehinderten einen Elektrorollstuhl auch dann bezahlen, wenn der
Schwerbehinderte ständig auf eine Begleitperson angewiesen ist(, und den
Rollstuhl sicher im Straßenverkehr führen kann) (25 KR 365/2008 20. Januar
2010).
2010-02-25 Nach einer Entscheidung des Gerichtshofs der
Europäischen Union besteht für Erzeugnisse aus den besetzten palästinischen
Gebieten keine Zollfreiheit für Einfuhren in die Europäische Union auf Grund
des Assoziierungsabkommens zwischen der Europäischen Union und Israel (3-386/2008
25. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands dürfen die
deutschen Fahrerlaubnisbehörden dem Inhaber eines ausländischen
EU-Führerscheins das Recht entziehen, von dieser Fahrerlaubnis im Bundesgebiet
Gebrauch zu machen, wenn der Fahrerlaubnisinhaber zum Zeitpunkt der Erteilung
dieses Führerscheins seinen ordentlichen Wohnsitz nicht im
Ausstellermitgliedstaat hatte (3 C 15/2009 25. Februar 2010 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands soll der
Gerichtshof der Europäischen Union klären, ob das Verbot eines Fernsehsenders
im europäischen Ausland (z. B. in Dänemark) durch eine deutsche Behörde
europarechtsgemäß ist (6 A 6/2008 24. Februar 2010 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands wird der
kinderbezogene Ortszuschlag eines im Geltungsbereich des BAT-O
teilzeitbeschäftigten Angestellten nach der Überleitung seines
vollbeschäftigten Ehegatten in den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes nicht
nach § 34 I BAT-O zeitanteilig gekürzt (6 AZR 809/2008 25. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist die
Beschränkung eines Angebots von Aufhebungsverträgen auf jüngere Arbeitnehmer
keine Altersdiskriminierung (6 AZR 911/2008 25. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands kann der Kläger bei
erfolgreicher Tätigkeit eines Rechtsanwalts im Verwaltungsverfahren und im
Widerspruchsverfahren von der beklagten Behörde nur eine gekürzte Geschäftsgebühr
erstattet verlangen (11 AL 24/2008 25.
Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz ist die Lieferung einer
bestellten Ware nach fristgemäßem Widerruf wettbewerbswidrig (9 U 20/2009 17.
Juni 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg müssen
Betreiber von Multiplex-Filmtheatern auf Grund des Gleichheitsgrundsatzes
vorerst keine Filmabgabe nach dem Filmförderungsgesetz zahlen (10 S 37/2009 22.
Februar 2010 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Köln besteht kein Anspruch auf
Prozesskostenhilfe für eine Schadensersatzklage wegen Altersdiskriminierung,
wenn der abgelehnte Kläger (als Selbständiger ohne Personalverantwortung)
offensichtlich für die ausgeschriebene Stelle (z. B. als Leiter einer Abteilung
mit 15 Mitarbeitern) ungeeignet ist (5 Ta 408/2009 10. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Augsburg darf eine für den 27.
Februar 2010 angemeldete Versammlung zum Gedenken an den alliierten Bombenholocaust
vom Februar 1944 in Augsburg nicht verboten werden (1 S 10/287 24. Februar
2010).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Hamburg darf ein Unternehmen der
Postbranche einen Bewerber (z. B. aus der Elfenbeinküste) um eine Stelle als
Postzusteller nicht deshalb ablehnen, weil er sich nach Meinung des
Unternehmens bei einem telefonischen Erstkontakt nicht ansprechend klar und
deutlich verständigt hat.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Hannover schließt das Tragen eines
T-Shirts mit der Aufschrift Ich fahre schwarz eine Bestrafung wegen
Beförderungserschleichung nicht aus (24. Februar 2010).
Paulus, Andreas (Universität Göttingen) soll Bundesverfassungsrichter (FDP)
werden.
Die 1975 gegründete Elektrohandelskette Cosmos wird geschlossen.
2010-02-24 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs
Deutschlands gilt für eine Pferdeauktion durch einen öffentlich bestellten
Versteigerer nicht das Verbrauchsgüterkaufvertragsrecht der §§ 474ff. BGB (VIII
ZR 71/2009 24. Februar. 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann eine
dynamische Verweisung auf nach Übergang vereinbarte Tarifvertragsinhalte auch
bei einem nicht tarifgebundenen Betriebserwerber fortgelten, wenn kein
abweichender Vertragswille erkennbar ist (4 AZR 691/2008 24. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands soll der Europäische
Gerichtshof die Umsatzsteuerpflicht bei einem Verkauf einer zahlungsgestörten
Forderung (non-performing loan) klären (V R 18/2008 10. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands muss ein deutscher
Händler bei Lieferung unversteuerten Mineralöls an einen Nichtberechtigten
Mineralölsteuer zahlen (VII R 39/2008 10. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm darf das Theaterstück
Ehrensache wegen Unzulässigkeit der Vollstreckung eines im Januar 2007
ergangenen Verbotsurteils auf Grund der Kunstfreiheit auch in Hagen aufgeführt
werden (3 U 106/2009 17. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz hat ein bei
seiner sorgeberechtigten deutschen Mutter in Mallorca lebendes Kind gegenüber
der zuständigen Behörde keinen Anspruch auf einen Unterhaltsvorschuss, weil
dieser sich nach den wirtschaftlichen und sozialen Verhältnissen in Deutschland
richtet (7 A 10994/2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin muss die Muttergesellschaft
Sapinda International Limited der insolventen Vatas Holding GmbH für eine
Forderung der Norddeutschen Landesbank gegen die Vatas Holding GmbH aus
Aktiengeschäften (z. B. in Höhe von einer Million Euro) einstehen (C-64/2008
23. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Osnabrück muss ein angestellter
Krankenhausarzt nicht für einen Fehler einer Hebamme einstehen, weil sie nicht
sein Erfüllungsgehilfe oder Verrichtungsgehilfe ist (2 O 3935/2004 22. Februar
2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts begründen falsche Angaben eines
geduldeten Ausländers (z. B. Chinesen) zu seiner Person (z. B. Geburtsdatum)
den Verlust der Aufenthaltserlaubnis (4 L 1443/2009).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Italiens sind drei Mitarbeiter
Googles wegen Diffamierung und Verletzung der Privatsphäre durch
Nichtverhinderung der Ausstrahlung eines Videos zu sechs Monaten haft auf
Bewährung verurteilt.
Die Europäische Kommission empfiehlt die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen
mit Island.
2010-02-23 Nach einer Entscheidung des europäischen Gerichtshofs
für Menschenrechte ist die Türkei wegen Misshandlungen verurteilt bzw. zu 12000
Euro Schmerzensgeld verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Gerichtshofs der europäischen Union hat ein die
elterliche Sorge für ein Kind eines Wanderarbeitnehmers wahrnehmender Elter ein
Aufenthaltsrecht in Aufnahmemitgliedstaat des seine Ausbildung fortsetzenden
Kindes auch ohne ausreichende Existenzmittel (C-310/2008 23. Februar 2010 u.
a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine
Verfassungsbeschwerde gegen die Einstellung eines staatsanwaltschaftlichen
Ermittlungsverfahrens im Falle eines überfahrenen und dadurch zu Tode
gekommenen Studenten nicht zur Entscheidung angenommen (2 BvR 2307/2006 4.
Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein
Kreditinstitut nicht verpflichtet, sein Preisverzeichnis und
Leistungsverzeichnis einem Verbraucherschutzverband zur Verfügung zu stellen
(XI ZR 186/2009 23. Februar 2010 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Verurteilung Eckhard Spoerrs und seines Finanzchefs (freenet) wegen
Insidergeschäften rechtmäßig, doch kann die Strafe auf Grund richtigerer
Berechnung milder ausfallen (5 StR 224/2008 27. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist die
Versetzung einer Tageszeitungsredakteurin in eine Entwicklungsabteilung ohne
Tageszeitungsveröffentlichungen rechtswidrig (9 AZR3/2009 23. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf hat das
Bundeskartellamt Deutschlands möglicherweise jahrelang Bußgelder bei
Kartellordnungswidrigkeiten zu hoch angesetzt (29. Juni 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist eine Klage
von Kommunen und Mittelständlern gegen Geldinstitute wegen komplexer
Zinsaustauschgeschäfte (CMS-Spread-Ladder-Swap) wegen ausreichender Beratung
abgewiesen (23 U 24/2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen sind für den Bau der
A 380-Wartungshalle in Frankfurt am Main keine zusätzlichen Lärmschutzauflagen
erforderlich (11 C 3933/2004 T 23. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Sachsen-Anhalt ist das Sportwettenmonopol
Sachsen-Anhalts rechtmäßig (3 L 6/2008 17. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Gießen muss die Stadtsparkasse Gießen
einer Erwerberin eines Twin-Win-Zertifikats der Lehmann Brothers wegen
unzureichender Aufklärung 17000 Euro Schadensersatz zahlen (2 O 468/2009).
Die Europäische Kommission stimmt der Fusion von Otto mit Quelle unter Auflagen
zu.
2010-02-22 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs
Deutschlands ist ungeklärt, wer Eigentümer bzw. Pfandrechtsinhaber
fünfundzwanziger früher in der Bundesrepublik Deutschland gelagerter Zylinder
mit Uranbrennstoff ist (II ZR 287/2007 22. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat Günther Jauch
keinen Anspruch auf fiktive Lizenzgebühr (130000 Euro) gegen Welt und Berliner
Morgenpost wegen der Veröffentlichung zweier Bilder seiner Hochzeit.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein für
Ehegatten des Schuldners beruflich notwendiges Kraftfahrzeug unpfändbar (VII ZB
16/2009 28. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin darf nicht gegen Masern
geimpften Kindern der Besuch einer Schule mit an Masern erkrankten Schülern (z.
B. Waldorfschule Berlin-Steglitz-Zehlendorf) untersagt werden (3 L 35/2010 18.
Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin ist die Nutzung eines
bereits fertiggestellten Gebäudes in Berlin-Pankow zu Wohnzwecken in
unmittelbarer Nachbarschaft der Diskothek Knaack-Club (derzeit) unzulässig (13
L 219/2009 12. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts
München kann ein Kraftfahrzeughaftpflichtversicherer bei ordnungsgemäßer
Ausübung des in den allgemeinen
Kraftfahrzeughaftpflichtversicherungsbedingungen eingeräumten Ermessens einen
Schaden auch ohne Einwilligung des Versicherungsnehmers ersetzen (343 C
27107/2009 27. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft Berlin ist das Strafverfahren
gegen vier Mitarbeiter der VZnet-Netzwerke wegen des Todes eines rechtswidrig
Nutzerdaten der Plattform sammelnden Zwanzigjährigen mangels Anfangsverdachts
einer Straftat eingestellt.
Nach einer Entscheidung des internationalen Sportgerichtshofs in Lausanne darf
Claudia Pechstein in Vancouver bei den Olympischen Spielen nicht starten.
Nach einer Entscheidung des zuständigen
Gerichts Österreichs ist die Klage Stefan Petzners gegen den Roman Weiße
Nacht David Schalkos wegen Persönlichkeitsrechtsverletzung (eines
Lebensmenschen eines verstorbenen österreichischen Politikers) auf Grund der
Freiheit der Kunst abgewiesen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen
Gerichts Frankreichs ist der ehemalige Auktionator Jacques Tajan wegen
schweren Vertrauensmissbrauchs und Urkundenfälschung zu zwei Jahren Haft mit
Bewährung, 300000 Euro Geldstrafe und 66000 Euro Schadensersatz verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen
Gerichts der Vereinigten Staaten von Amerika ist der ehemalige
Polizeipräsident New Yorks wegen Korruption und Betrugs zu vier Jahren Haft
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Ägyptens sind vier Muslime vom
Vorwurf der Ermordung eines Kopten mangels Beweises freigesprochen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen
Gerichts Burmas ist der Mönch Gaw Thita wegen Verletzung der
Einreisebestimmungen und wegen anderer Straftaten zu sieben Jahren Haft
verurteilt.
Ab 1. März 2010 darf in Baden-Württemberg außerhalb von Gaststätten zwischen 22
Uhr und 5 Uhr kein Alkohol mehr verkauft werden.
Der Wahlkampfmanager der Christlich Demokratischen Union Nordrhein-Westfalens
tritt zurück, weil Unternehmern gegen Spenden Einzelgesprächstermine mit dem
Ministerpräsidenten (in den letzten zwei Jahren) angeboten wurden.
Ralf Stegner zahlt von der HSH Nordbank erhaltene Aufsichtsratstantiemen
zurück.
Der wegen versuchten Betrugs durch Pfändung des Internetauftritts der taz zu
sechs Monaten Haft ohne Bewährung verurteilte Abmahnrechtsanwalt Günter
Freiherr von Gravenreuth nimmt sich das Leben.
Bei einer Beteiligung von 81,61 Prozent sprechen sich 90,14 Prozent der
Abstimmungsberechtigten in Eberau gegen ein vom Innenminister geplantes
(drittes) Asylerstaufnahmezentrum Österreichs in Eberau aus.
2010-02-21 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein auf Ausgleich
nach § 426 I 1 BGB in Anspruch genommener Gesamtschuldner dem nicht
entgegenhalten, der ausgleichsberechtigte Gesamtschuldner hätte mit Erfolg die
Einrede der Verjährung gegenüber dem Gläubiger erheben können (IV ZR 70/2005
25. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann das Fehlen
einer Geschäftsgrundlage in einem pauschalen Unterhaltsvergleich für einen
Ausschluss der Anpassung an die abweichenden tatsächlichen Verhältnisse bei
Vertragsschluss sprechen, doch ist dadurch eine Abänderbarkeit wegen Änderung
der Geschäftsgrundlage gemäß § 313 BGB regelmäßig nicht ausgeschlossen (XII ZR
8/2008 25. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist Voraussetzung
der Anbringung einer Parabolantenne an einem einer
Wohnungseigentümergemeinschaft gehörenden Haus die Zustimmung der
Wohnungseigentümergemeinschaft, die auch das Recht der Bestimmung des Ortes der
Anbringung hat (V ZR 10/2009 13. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann die Klagefrist
nach § 46 I 2 WEG auch durch eine Klage gegen die
Wohnungseigentümergemeinschaft gewahrt werden, wenn innerhalb der Klagefrist
der Verwalter angegeben und die namentliche Bezeichnung der richtigerweise zu
verklagenden übrigen Mitglieder der Gemeinschaft bis zum Schluss der mündlichen
Verhandlung nachgeholt wird (V ZR 73/2009 6. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands übersteigt das
Informationsinteresse türkischer Mieter kurdischer Sprache an kurdischen
Sendeinhalten grundsätzlich das Interesse eines vermietenden Eigentümers am
parabolantennenfreien Erhalt seines Grundstücks und muss der Vermieter
rechtswidrige Ausstrahlungen des gewünschten Senders notfalls nachweisen (VIII
ZR 67/2008 16. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann die
Rückdatierung eines Altersteilzeitvertrags durch die Fiktion des § 894 S. 1 ZPO
nicht herbeigeführt werden (9 AZR 608/2008 15. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands fehlt dem Antrag
eines Betriebsrats auf Feststellung der Tarifgebundenheit des Arbeitgebers in
der Regel das Rechtsschutzinteresse, wenn der Betriebsrat sich nicht auf
ein konkret betroffenes betriebsverfassungsrechtlichen Rechtsverhältnis bezieht
(4 ABR 21/2008 10. Juni 2009).
Nach einer Entscheidung des
Bundessozialgerichts Deutschlands müssen mehrfach jährlich ausgeschüttete Boni,
Umsatzbeteiligungen und Prämien bei der Berechnung des Alterngelds
berücksichtigt we3rden (10 EG 3/2009).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands ist das
Nutzungsentgelt für eine Kücheneinrichtung im Rahmen der angemessenen Kosten
der Unterkunft zu übernehmen, wenn die Wohnung nur mit dem Küchenmöbelzuschlag
anmietbar ist (B 14 AS 14/2008 R 7. Mai 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe hat der
auskunftsberechtigte Ehegatte die Kosten zu tragen, die durch die erforderliche
Beauftragung eines Sachverständigen bei Ermittlung des Wertes des Endvermögens
entstehen (20 UF 105/2009 22. September 2009).
DrJK30
2010-02-20 Nach einer Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist es bei einer nicht zur Entscheidung
angenommenen Verfassungsbeschwerde in der Regel nicht gerechtfertigt, einen den
gesetzlichen Mindestwert von 4000 Euro überschreitenden Gegenstandswert
anzunehmen (2 BvR 31/2008 16. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands können die dem
Gläubiger in Vorbereitung eines nicht von vornherein aussichtslosen
Drittschuldnerprozesses entstandenen notwendigen Kosten, soweit sie bei dem
Drittschuldner nicht beigetrieben werden können, im Verfahren nach § 788 ZPO
festgesetzt werden (VII ZB 79/2009 14. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands richtet sich der
Streitwert der Vollstreckbarerklärung einer ausländischen Entscheidung im
Rechtsbeschwerdeverfahren nach dem Wechselkurs bei Eingang der Rechtsbeschwerde
(XII ZB 12/2005 13. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf der
Rechtsanwalt das Empfangsbekenntnis nur unterzeichnen und zurückgeben, wenn
sichergestellt ist, dass in den Handakten die Rechtsmittelfrist festgehalten
und vermerkt ist, dass die Frist im Fristenkalender notiert worden ist (VI ZB
64/2009 12. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands tritt, wenn durch
die Zustellung einer Streitverkündung die Verjährung gehemmt werden soll, diese
Wirkung auch dann bereits mit dem Eingang der Streitverkündungsschrift bei
Gericht ein, wenn der Anspruch zum Zeitpunkt der demnächst erfolgten Zustellung
noch nicht verjährt war (IX ZR 4/2008 17. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kommt, wenn ein
Ausländer ohne gültigen Reisepass in Deutschland eingereist ist, ein
Aufenthaltsrecht nach dem Assoziationsabkommen EWG/Türkei oder einer daraufhin
vereinbarten Stillhalteklausel nicht in Betracht (V ZB 148/2009 16. Dezember
2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die eine
Führungsaufsicht nach § 68f StGB überwachende Strafvollstreckungskammer auch
für die Nachtragsentscheidungen zuständig, die sich auf Strafaussetzungen zur
Bewährung aus anderen Verfahren gegen den Verurteilten beziehen (2 ARs 424/2009
16. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands rechtfertigt der
Umstand, dass dem Schuldner im Falle der Abgabe der eidesstattlichen
Versicherung nach § 14 II Nr. 7 BRAO der Widerruf seiner Zulassung zur
Rechtsanwaltschaft droht, nicht ohne Weiteres die Annahme einer mit den guten
Sitten unvereinbaren Härte im Sinne von § 765a I 1 ZPO (I ZB 36/2009 10.
Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands steht, wenn
der spätere Insolvenzschuldner künftige Forderungen unter der aufschiebenden
Bedingung des Ankaufs der jeweiligen Forderung durch den Abtretungsempfänger
abtritt, die Anordnung eines Zustimmungsvorbehalts der Wirksamkeit der
Abtretung nicht entgegen (IX ZR 1/2009 10. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der Schuldner
nach Ablauf der Sperrfrist von drei Jahren einen erneuten Insolvenz-,
Stundungs- und Restschuldbefreiungsantrag unabhängig davon stellen, ob und in
welcher Höhe neue Forderungen gegen ihn begründet worden sind (IX ZB 89/2009 3.
Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des
Oberlandesgerichts Celle ist bei der Beiordnung eines Rechtsanwalts für
Umgangsrechtsverfahren zwecks Verwirklichung des aus dem Sozialstaatsprinzip
und dem Rechtsstaatsprinzip folgenden Grundsatzes der Gleichstellung von
Bemittelten und Unbemittelten für die Schwierigkeit der Sachlage und Rechtslage
(weiterhin auch) auf subjektive Kriterien abzustellen (17 WF 131/2009 11.
November 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist in selbständigen
Sorgerechtssachen dem Gesetz ein Regel-Ausnahme-Verhältnis für die Beiordnung
eines Rechtsanwalts nicht zu entnehmen und reicht es für die Beiordnung nach §
78 II FamFG aus, dass die Sachlage oder die Rechtslage Schwierigkeiten aufweist
(8 WF 204/2009 10. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des
Oberlandesgerichts München wird eine verfahrensfehlerhaft ohne vorherige
Anhörung des Beschuldigten erfolgte Beiordnung eines Pflichtverteidigers durch
vertrauensvolle Zusammenarbeit geheilt, so dass eine Abberufung nicht mehr
unter Berufung auf die verfahrensfehlerhafte Bestellung verlangt werden kann (2
Ws 1101/2009 17. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts
München muss der Streupflichtige für den seltenen Fall außergewöhnlicher
Umstände (z. B. Blitzeis) kein zusätzliches Personal vorhalten, sondern nur die
vorhandenen persönlichen Mittel möglichst zielgerichtet und planmäßig
einsetzen, so dass der Verkehrssicherungspflichtige in Bayern zwischen 6 und 22
Uhr Gehwege nicht uneingeschränkt von Schneeglätte und Eisglätte freizuhalten
hat (1 U 3243/2009 1. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des
Amtsgerichts Trier kann ein Kraftfahrzeugeigentümer von einem
Golfplatzbetreiber nicht Ersatz des durch einen verirrten Golfball an seinem
trotz Warnhinweisen abgestellten Kraftfahrzeug entstandenen Glasschaden
verlangen (32 C 308/2009 18. September 2009).
*Ek, Ralf, Praxisleitfaden für die Hauptversammlung, 2. A. 2010
2010-02-19 Nach einer Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands sind die Regeln für den Übergang vom
Anrechnungsverfahren zum Halbeinkünfteverfahren bei der Körperschaftsteuer
verfassungswidrig (1 BvR 2192/2005 17. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Deutsche Lufthansa (Condor Flugdienst GmbH) wegen großer Verspätung (z. B. 25
Stunden) eines Fluges (z. B. nach Toronto) zu Ausgleichszahlungen verpflichtet
(Xa ZR 95/2006 18. Februar 2010 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands sind die für
den Vollzug der §§ 5, 5 des Treibhausgasemissionshandelsgesetzes zuständigen
Landesbehörden zur Überprüfung und notfalls Genehmigung der von den betroffenen
Unternehmen erstellten Monitoringkonzepte verpflichtet (7 C 10/2009 18. Februar
2010).
Nach einer Entscheidung des
Bundessozialgerichts Deutschlands kann die Eigenheimzulage den tatsächlichen
Wohnbedarf für Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II senken, wenn sie zu
einer Minderung der Schuldzinsen führt (14 AS 74/2008 R 18. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Landesverfassungsgerichts Sachsen-Anhalt ist
die Privilegierung übergroßer Grundstücke mit nicht mehr als fünf Wohneinheiten
bei der Erhebung von Ausbaubeiträgen verfassungswidrig (10/2009 16. Februar
2010).
Nach einer Entscheidung des
Oberverwaltungsgerichts Lüneburg verletzen die Spiele Paintball und
Reball nicht die Menschenwürde (1 LC 244/2007 18. Februar 2010 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Landesverfassungsgerichts Sachsen-Anhalt ist die
interkommunale Finanzausgleichsumlage in § 19a Finanzausgleichsgesetz
verfassungswidrig (9/2008 16. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des
Oberlandesgerichts Karlsruhe kann bei außerordentlich schwer wiegender
Unfallschuld eines Unfallverursachers das im Nichtanlegen eines
Sicherheitsgurts bestehende Mitverursachen des Verletzten zurücktreten (14 U
42/2008 6. November 209).
Nach einer Entscheidung des
Oberverwaltungsgerichts Koblenz ist die Ablehnung eine privaten
Bestattungsplatzes auf dem eigenen Grundstück durch eine Kreisverwaltung
rechtmäßig (7 A 11390/2009 4. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des
Finanzgerichts Düsseldorf sind im Zusammenhang mit der Einbringung von
Kapitalgesellschaftsanteilen anfallende Grunderwerbsteuern als
Anschaffungskosten der erworbenen Anteile zu behandeln, nicht als
Betriebsaugaben (6 K 4720/2007 K, F 8. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des
Verwaltungsgerichts Arnsberg hat ein bei einer Gefährderansprache einen
potentiellen Täter vergeblich von einer Straftat abhalten wollender und später
psychisch erkrankter Polizeibeamter keinen Anspruch darauf, dass die
Gefährderansprache und eine nachfolgende Dienstbesprechung als Dienstunfall
anerkannt werden (2 K 833/2007 20. Januar 2010).
Monsanto beantragt das Ruhen seiner Anfechtungsklage gegen das Genmaisverbot
vor dem Verwaltungsgericht Braunschweig.
Europäische Kommission und Vereinigte Staaten von Amerika billigen die
Kooperation von Yahoo und Microsoft.
Afrikaner unterschiedlicher Stämme unterscheiden sich von einander genetisch
stärker als Asiaten und Europäer.
2010-02-18 Nach einer Entscheidung des europäischen Gerichtshofs
für Menschenrechte muss Russland den Familien zweier verschwundener
Tschetschenen 120000 Euro Schmerzensgeld zahlen (35869/2005 18. Februar 2010 u.
a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Lieferung
eines andersfarbigen Kraftfahrzeugs ein erheblicher Sachmangel und eine
erhebliche Pflichtverletzung (VIII ZR 70/2007 17. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann ein
Arbeitgeber im Einzelfall verpflichtet sein, einen Jugend- und
Auszubildendenvertreter nach erfolgreicher Ausbildung in ein unbefristetes
Arbeitsverhältnis zu übernehmen, wenn es im Betrieb einen ausbildungsadäquaten,
mit einem Leiharbeitnehmer besetzten Arbeitsplatz gibt (7 AVR 89/2008 17.
Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands liegt auch dann eine
Bedarfsgemeinschaft vor und kann das Einkommen eines Ehepartners bei der
Berechnung von SGB II-Leistungen berücksichtigt werden, wenn beide Eheleute
bereits bei der Eheschließung vereinbart hatten, eine Ehe ohne gemeinsame
Wohnung zu führen (4 AS 49/2009 R 18. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands dürfen die
Grundsicherungsleistungen eines Hartz-IV-Empfängers wegen einer
Pflichtverletzung nur dann nach § 31 I SGB II gekürzt werden, wenn er zuvor
konkret, verständlich, richtig und vollständig über die Rechtsfolgen der
Pflichtverletzung belehrt wurde (14 AS 53/2008 R 18. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands muss eine Krankenkasse die
Kosten einer auch in Deutschland möglichen, aber im Ausland (z. B. England) durchgeführten
(Herz-)Operation nur in Höhe der in Deutschland entstehenden Kosten zahlen (1
KR 14/2009 R 17. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands ist eine Krankenkasse nicht zur
vollen Ausschöpfung des gesetzlichen Sollfördervolumens für ambulante
Sterbebegleitung verpflichtet, so dass bei Unterschreitung des Finanzvolumens
kein Anspruch auf höhere Förderung besteht (1 KR 15/2009 R 17. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin muss das Deutsche Historische
Museum die rund 4260 im Jahre 1938 im Auftrag des Reichspropagandaministeriums
dem Sammler Dr. Hans Sachs weggenommenen Plakate (Besitz wegen Verwirkung)
nicht an die Erben herausgeben (8 U 56/2009 28. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg darf die Stiftung
Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg keine Gebühren für
geschäftlich genutzte Fotographien ihrer Parkanlagen und Gebäude erheben, weil
es kein Vorrecht des Eigentümers gibt, das Bild seines Eigentums zu verwerten
(5 U 12/2009 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg darf ein
Staatsbürger der Vereinigten Staaten von Amerika doch abgeschoben werden (2 S
18/2010 18. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Hessen ist bei der Berechnung von Hartz
IV-Leistungen die Abwrackprämie nicht als Einkommen anzurechnen (6 AS 515/2009
B ER 16. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Düsseldorf kann auch ein während der
Elternzeit in das EU-Ausland ziehender Elter Anspruch auf deutsches Kindergeld
haben (3 K 3986/2008 Kg 18. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz kann die von 600 auf
1200 Euro erhöhte Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen nicht für im Jahre
2008 bereits erbrachte Handwerkerleistungen angesetzt werden (3 K 2002/2009 26.
Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin muss die
Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen einem geschädigten
Anleger der insolventen Phoenix Kapitaldienst GmbH die gesetzliche
Höchstentschädigung von 20000 Euro in voller Höhe zahlen und darf nicht einen
Teil zurückbehalten.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart muss eine 14jährige
türkische Staatsangehörige trotz Fortbestehens ihrer türkischen
Staatsangehörigkeit eingebürgert werden, wenn es ihr nicht möglich ist, in
zumutbarer Weise aus der türkischen Staatsangehörigkeit entlassen zu werden (11
K 3612/2009 21. September 2009).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Sportgerichts der Schweiz ist das
Dopingverfahren gegen Jan Ullrich eingestellt.
In Burghley House in Lincolnshire/Großbritannien aufbewahrte, bereits 1683
verzeichnete Gefäße sind als Porzellan erwiesen, so dass das Material Porzellan
nicht erst im 18. Jahrhundert von Friedrich Böttger in Meißen erfunden wurde.
2010-02-17 Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind von Dritten (z. B.
Verlagen, Versicherungen, Verbänden, Internet) stammende, von einer Partei
vorgelegte Vertragsformulare (z. B. für Gebrauchtwagenverkauf), auf deren
Verwendung sich die Vertragsparteien einigen, keine allgemeinen
Geschäftsbedingungen (VIII ZR 67/2009 17. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein Anspruch des
Mieters auf Beseitigung von Mängeln der Mietsache während der Mietzeit nicht
verjähren, sondern entsteht beständig neu (VIII ZR 104/2009 17. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Verurteilung eines Mannes zu lebenslanger Haft wegen Verdeckungsmordes an einer
Rentnerin rechtmäßig (5 StR 535/2009 3. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine vom
Landgericht Hannover angeordnete nachträgliche Sicherungsverwahrung eines Doppelmörders
aufgehoben (3 StR 439/2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands begründet eine
vom Arbeitgeber seinen Betriebsrentnern während dreier Jahre vorbehaltlos in
gleicher Höhe gezahlte Weihnachtsgratifikation eine zur Zahlung auch in den
folgenden Jahren verpflichtende betriebliche Übung (3 AZR 123/2008 16. Februar
2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands dürfen Arbeiter
und Angestellte bei der betrieblichen Altersvorsorge grundsätzlich nicht verschieden
behandelt werden (3 AZR 216/2009 16. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands können Eltern die für
ein Hochschulstudium ihres Kindes geleisteten Gebühren nicht als
außergewöhnliche Belastung von der Einkommensteuer absetzen, weil der übliche
Ausbildungsbedarf in erster Linie durch Kindergeld und Kinderfreibetrag
abgegolten wird (VI R 63/2008 17. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands darf ein Finanzamt
von einem Rechtsanwalt und Steuerberater im Rahmen einer ihn persönlich
betreffenden Außenprüfung die Vorlage von mandantenbezogenen Unterlagen in
neutralisierter Form verlangen (VIII R 78/2005 28. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main muss die
Frankfurter Sparkasse einem Rechtsanwalt wegen ungenügender Beratung bei dem
Erwerb von Zertifikaten der Lehman Brothers 7000 Euro Schadensersatz zahlen.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin muss Sapinda (Lars Windhorst)
an die Nord LB 1,1 Millionen Euro Schadensersatz zahlen.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Dresden darf Hedwig Richter in ihrer
Dissertation Christian W. als Informanten der Staatssicherheit bezeichnen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Tschechiens ist die
Arbeiterpartei verboten und aufgelöst.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Ukraine ist die Veröffentlichung der
Entscheidung der zentralen Wahlkommission über das Ergebnis der kürzlichen
Präsidentenwahl verschoben.
Nach einem Vergleich erhält der rechtswidrig wegen angeblichen Mordes zu
lebenslänglicher Haft verurteilte Tim Masters für zehn Jahre Haft mehr als vier
Millionen Dollar.
Der Presserat der Schweiz rügt den Blick wegen Veröffentlichung eines Bildes
vom Grab des Sohnes des Schriftstellers Martin Suter.
DNA-Untersuchungen erweisen den
ägyptischen Pharao Tutanchamun als Sohn Echnatons und seiner Schwester.
Spenden über 50000 Euro kommen in Deutschland hauptsächlich der Christlich
Demokratischen Union zugute.
2010-02-16 Der
Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika sagt einem Energieversorger einen
Kredit von etwa acht Milliarden Dollar für den Bau eines neuen Atomkraftwerks
in Georgia zu.
Nach einer Entscheidung des europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ist
die Untätigkeitsbeschwerde eines eine Beihilfe für Magnesiumtabletten in Höhe
von 7,99 Euro beantragenden, 4500 Euro monatlich verdienenden Beamten aus
Frankfurt an der Oder wegen Missbrauchs des Beschwerderechts abgewiesen.
Nach einer Entscheidung des
Europäischen Gerichtshofs hat Deutschland durch verspätete Umsetzung der
Berufsqualifikationsrichtlinie 2005/36/EG vom 7. September 2005 europäisches
Recht verletzt (C-505/2008 17. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine unmittelbar gegen § 158 VII
FamFG (Fallpauschalen als Vergütung der berufsmäßig tätigen
Verfahrensbeistände) erhobene Verfassungsbeschwerde wegen Subsidiarität
unzulässig (1 BvR 2146/2009 9. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands besteht für einen
Anspruch auf Zugewinnausgleich (gegen den früheren Ehegatten) ein Anspruch auf
Prozesskostenvorschuss gegen den neuen Ehegatten (XII ZB 46/2009 25. November
2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann eine Partei
sich ein Bestreiten nicht dadurch für das Berufungsverfahren vorbehalten, dass
sie einen Sachverhalt nur für die erste Instanz unstreitig stellt (VII ZR
31/2009 24. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der
Unterhaltsbedarf des geschiedenen Ehegatten bei Wiederverheiratung des
unterhaltspflichtigen Ehegatten zur gleichmäßigen Aufteilung des Einkommens der
Beteiligten nach der so genannten Drittelmethode zu bemessen (XII ZR 65/2009
18. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands erleichtert die
tatsächliche Vermutung, nach der (z. B. bei einem Wohnungseigentumskauf) von
einem groben Missverhältnis von Leistung und Gegenleistung auf die verwerfliche
Gesinnung des hiervon begünstigten Vertragsteils zu schließen ist, der davon
nachteilig betroffenen Partei zwar die Darlegung und die Beweisführung für das
Vorliegen des subjektiven Merkmals eines wucherähnlichen Rechtsgeschäfts,
befreit sie aber nicht von ihrer Behauptungslast (V ZR 178/2008 9. Oktober
2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist einem
Steuerberater Aufmerksamkeitswerbung (nur) verboten, wenn dadurch Belange des
Allgemeinwohls (z. B. durch pauschale Herabsetzung der Preiswürdigkeit und
Qualität von Wettbewerbern) beeinträchtigt werden (I ZR 77/2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands kann auch
einem an Kriegsverbrechen gegen Soldaten beteiligten Asylantragsteller (z. B.
einem seinen Bruder aus russischer Haft frei pressen wollenden Tschetschenen)
das Asyl versagt werden (10 C 7/2009).
Nach einer Entscheidung des
Bundesfinanzhofs Deutschlands genügt für die Anerkennung einer gewerblichen
Verpachtung die Verpachtung der wesentlichen, dem Betrieb das Gepräge gebenden
Betriebsgegenstände, zu denen bei einem Handwerksbetrieb das jederzeit
wiederbeschaffbare Werkstattinventar nicht gehört (X R 20/2006 18. August
2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Zweibrücken gelten nach Art. 4
IX ERVGBG, Art. 229 § 21 EGBGB die §§ 899a, 47 II 2 GBO auch dann, wenn die
Eintragung vor dem Zeitpunkt des Inkrafttretens des ERVGBG gemäß Art. 5 II
ERVGBG erfolgt ist (3 W 116/2009 20. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Schleswig-Holstein sind die
Kosten von Privatgutachten nur in Ausnahmefällen als außergerichtliche Kosten
erstattungsfähig und kann eine planende Gemeinde Fragen der
Einzelhandelsentwicklung im Ortszentrum aus eigener Ortskenntnis und unter
Berücksichtigung eines zuvor erarbeiteten Einzelhandelskonzepts beantworten ( 1 O 24/2009 15. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Halle ist Gabor S. wegen Mordes
an einem Arzt und einer Rentnerin zu lebenslanger Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts darf Hannover der Weisung des
Umweltministers Niedersachsen, das Fahrverbot für Dieselfahrzeuge mit gelber
Plakette aufzuheben, wegen ungenügender Beteiligung der Bürger nicht folgen.
Nach einer Entscheidung des
Amtsgerichts Meldorf bleibt ein vor dem 1. September 2009 abgeschlossener
Erwerbsakt nach dem damaligen § 1370 BGB auch nach Aufhebung der Vorschrift
bestehen (81 C 33/2009 10. November 2009).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Burmas sind fünf Männer
(als Dissidenten) wegen öffentlicher Ruhestörung zu zwei Jahren Haft
verurteilt.
Karl-Heinz Gonschorowski (Kago) aus (Stendal bzw.) Postbauer-Heng beantragt die
Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.
2010-02-15 Nach einer Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands gibt es keinen Verfassungsrechtssatz,
der besagt, dass bei Verwendung von Aussagen nicht konfrontativ befragter
Zeugen die Beweiswürdigung des Strafrichters in jedem Fall auch dann Bestand
haben muss, wenn die Aussage des nicht konfrontierten Belastungszeugen hinweggedacht
wird (2 BvR 547/2008 8. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands begründet eine
Tätigkeit eines Richters zur Erprobung bei einem Oberlandesgericht nicht die
Besorgnis der Befangenheit in einem gegen den Dienstherrn gerichteten
Amtshaftungsprozess (III ZB 55/2009 17. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind bei einem auf
die einzelnen Wohnungseigentümer lautenden Vollstreckungstitel nur diese zur
Vollstreckung aus dem Titel berechtigt (VII ZB 88/2008 10. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine die Umlage
von Kosten der kaufmännischen und technischen Hausverwaltung in einem
Mietvertrag über Geschäftsräume vorsehende allgemeine Geschäftsbedingung
rechtmäßig (XII ZR 109/2008 9. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands können
Reparaturkosten in den Fällen, in denen der Reparaturaufwand bis zu 30 Prozent
über dem Wiederbeschaffungswert des unfallgeschädigten Kraftfahrzeugs liegt,
nur bei konkreter Schadensabrechnung ersetzt werden (VI ZR 119/2009 8. Dezember
2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands werden einzelne
Handlungen eines Stalkers, die erst in ihrer Gesamtheit zu der erforderlichen
Beeinträchtigung des Opfers führen, zu einer tatbestandlichen Handlungseinheit
zusammengefasst, wenn sie einen ausreichenden räumlichen und zeitlichen
Zusammenhang aufweisen und von einem fortbestehenden einheitlichen Willen des
Täters getragen sind (3 StR 244/2009 19. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands besteht bei so
genannter starker Adoption eines volljährigen Stiefkinds durch den Ehegatten
seines überlebenden Elters das Verwandtschaftsverhältnis zur Familie seines
vorverstorbenen Elters nach § 1772 I i. V. m. 1756 II BGB fort, wenn der
vorverstorbene Elter bei Eintritt des Kindes oder bei vorherigem Versterben die
elterliche Sorge hatte (XII ZR 210/2008 11. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands liegt eine
versicherte Tätigkeit während des Schulbesuchs vor, wenn es sich um eine
Veranstaltung unter Mitverantwortung der Schule handelt und das Verhalten des
Schülers im Unfallzeitpunkt als Veranstaltungsteilnahme anzusehen ist (2 U
19/2008 R 30. Juni 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands ist es mit dem
Grundgesetz vereinbar, dass Elternzeit ohne Elterngeldbezug bei der Bestimmung
der zwölf Kalendermonate vor der Geburt, die bei der Bemessung des Elterngelds
für ein weiteres Kind der Einkommensermittlung zu Grunde zu legen sind, nicht
unberücksichtigt bleibt (10 EG 8/2008 R 25. Juni 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg ist bereits das
vorsätzliche Laden und Betrachten kinderpornographischer Internetseitenstrafbar
(15. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des
Oberlandesgerichts Hamm kann ein bereits angenommenes Kind von dem
eingetragenen Lebenspartner des Annehmenden gemäß den §§ 1742 BGB, 9 VII LPartG
nicht ein weiteres Mal angenommen werden (15 Wx 236/2009 1. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe ist der Beitritt zu
einem selbständigen Beweisverfahren bedingungsfeindlich (7 W 34/2009 1.
Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Saarbrücken haftet der Halter
eines als Getränkeausschank konstruierten Anhängers aus
straßenverkehrsrechtlicher Gefährdungshaftung einem im Bereich eines
Volksfestes gegen die ausgestellte Klappe stoßenden Kraftfahrzeugführer nur, wenn
der Anhänger oder seine Aufbauten im Zeitpunkt des Anstoßes in den öffentlichen
Verkehrsraum hineinragten (4 U 238-09/64 3. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg
ist die geplante Abschiebung eines amerikanischen, wegen sexuellen Missbrauchs
eines Kindes verurteilten Staatsbürgers vorläufig ausgesetzt (2 S 18/2010 11.
Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz ist das
Land nicht verpflichtet, der jüdischen Gemeinde Speyer e. V. staatliche Mittel
auszuzahlen, die für jüdische Gemeinden vorgesehen sind (6 B 10003/2010 10.
Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Düsseldorf ist eine vom Unternehmen
bezahlte Vorsorgeuntersuchung eines leitenden Angestellten kein von ihm zu
versteuernder geldlicher Vorteil, sondern dient hauptsächlich den Interessen
des Unternehmens (15 K 2727/2008).
Nach einer Entscheidung des
Landgerichts Köln ist ein die medizinische Versorgung seiner im Koma liegenden,
wenige Tage später an Lungenentzündung versterbenden Schwiegermutter für Sekunden unterbrechender
Mann wegen versuchten Totschlags in einem minder schweren Fall zu zwei Jahren
haft auf Bewährung verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Neubrandenburg kann bei einem
unverdächtigen Insolvenzverwalter nur mit äußerster Zurückhaltung eine
Durchsuchung nach bestimmten, als Beweismittel dienenden Gegenständen
angeordnet werden (8 Qs 190/2009 9. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Münster war eine Schule
nicht verpflichtet einen Siebtklässler, dessen Eltern Zeugen Jehovas sind, während des schulischen Unterrichts durch
Besuch des Filmes Krabat von der Unterrichtspflicht zu befreien (1 K 528/2009
12. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts
München muss ein rechtsabbiegender, mit einem auf der Vorfahrtsstraße in
verkehrter Richtung den Radweg benutzenden Fahrradfahrer zustammenstoßender
Kraftfahrzeugeigentümer zwei Drittel seines Schadens selbst tragen (343 C
5058/2009 5. Juni 2009).
Nach einer Entscheidung des
Amtsgerichts Tettnang ist eine die Unterschrift unter einem Versicherungsantrag
als Bestätigung des Erhalts der Versicherungsbedingungen ansehende allgemeine
Versicherungsvertragsbedingung unwirksam (8 C 998/2008 24. September 2009).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Spaniens ist Roberto Flórez
wegen Spionage für Russland zu zwölf Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Russlands ist ein
früherer Offizier wegen Erpressung eines Zeugen im Fall Anna Politkowskaja zu
acht Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Australiens sind fünf wegen
der Planung von Terroranschlägen Angeklagte zu Haft zwischen 23 und 28 Jahren
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen
Gerichts Pakistans ist die Ernennung zweier Richter durch Präsident Asif Ali
Zardari abgelehnt.
Weltweit sind zur Zeit 437 Atomkraftwerke in
Betrieb (Vereinigte Staaten von Amerika 104, Frankreich 59, Japan 54, Russland
31, Südkorea 20, Großbritannien 19, Indien 18, Deutschland 17).
*Wörle-Himmel, C.,
Vereine gründen und erfolgreich führen, 12. A. 2010
*Sauer, O./Luger, F., Vereine und Steuern, 6. A. 2010
*Gestaltung von Arbeitsverträgen, hg. v. Hümmerich, Klaus/Reufels, Martin, 2.
A. 2010
*Schapp, Jan/Schur, Wolfgang, Sachenrecht, 2010
2010-02-14 Nach einer Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine Beweisantizipation im
Prozesskostenhilfeverfahren verfassungsgemäß, wenn die negative Beweisprognose
damit begründet wird, dass der Zeuge den vom Betroffenen genannten Sachverhalt
in früheren Zeugenaussagen bereits zweimal bestritten hat und angebliche
Widersprüche in den früheren Sachverhaltsdarstellungen nicht substanziiert
dargetan werden (1 BvR 2237/2009 29. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands schützt das
Grundgesetz Beschuldigte nicht vor der Verwertung der Ergebnisse heimlicher
Ermittlungsmaßnahmen gegen Angehörige (2 BvR 2438/2008 15. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands unterliegt ein
Bereicherungsanspruch auf Rückzahlung einer wegen Verstoßes gegen das
Koppelungsverbot unzulässigen Zahlung nicht der Verjährung nach § 196 BGB (V ZR
54/2009 29. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der
Versicherer sich bei Feststellung einer arglistigen Täuschung seitens des
Versicherten ganz vom Versicherungsvertrag lösen (IV ZR 140/2008 28. Oktober
2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist auch bei einem
vermieteten Einfamilienhaus mit Garten eine Wohnflächenabweichung um mehr als
10 Prozent nach unten ein zur Mietminderung berechtigender Sachmangel (VIII ZR
164/2008 28. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist Mietraumfläche
in einer allgemeinen Geschäftsbedingung eines Wohnungsmietvertrags über eine
Dachgeschosswohnung mit Dachschrägen die Wohnfläche, nicht die Grundfläche
(VIII ZR 244/2008 21. Oktober 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine Klausel in
der Neuwertversicherung, nach welcher der Versicherungswert der Zeitwert der
versicherten Sache (z. B. Dosierladewagen) ist, wenn er weniger als 40 Prozent
des Neuwerts beträgt, wirksam (IV ZR 47/2009 30. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann eine
dienstliche Beurteilung der Verhandlungsführung eines Richters die richterliche
Unabhängigkeit des Beurteilten beeinträchtigen ((RiZ [R] 5/2008 4. Juni 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein in die
Regierung eines anderen Landes eintretender Präsident eines Landesrechnungshofs
aus seinem bisherigen Dienstverhältnis grundsätzlich zu entlassen (RiZ [R]
4/2008 7. Mai 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist für den
Status eines leitenden Angestellten nach § 5 III 2 Nr. 2 BetrVG neben der
Verleihung der Prokura erforderlich, dass der Angestellte unternehmerische
Führungsaufgaben wahrnimmt, die regelmäßig einem Prokuristen vorbehalten sind
(7 ABR 2/2008 25. März 2009).
2010-02-13 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands erstreckt sich eine für
Werklohnforderungen aus einem Bauvertrag übernommene Bürgschaft nicht auf
Entgeltforderungen aus später vom Auftragsgeber verlangten
Auftragserweiterungen nach VOB, selbst wenn für den Bürgen die Geltung der VOB
erkennbar war (XI ZR 107/2008 15. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands besteht für eine
auf einen Wettbewerbsverstoß oder eine unerlaubte Handlung nach den §§ 823ff.
BGB gestützte Klage auf Unterlassung oder Beseitigung von als herabsetzend
beanstandeten Äußerungen in einer Beschreibung eines Patents kein
Rechtsschutzbedürfnis (I ZR 46/2007 10. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kommt die
Anrechnung einer Geschäftsgebühr nach den Nummern 2300 bis 2303 RVG VV auf die
Verfahrensgebühr des gerichtlichen Verfahrens nicht in Betracht, wenn beide
Gebühren von verschiedenen Rechtsanwälten verdient worden sind (VII ZB 42/2009
10. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann bei
Verweigerung einer vor Ausspruch einer Probezeitkündigung erforderlichen
Zustimmung des Personalrats die Kündigung auch dann erst nach Ablauf der
gesetzlichen Äußerungsfrist wirksam erfolgen, wenn die für die
Zustimmungsverweigerung angeführten Gründe rechtlich unbeachtlich sind (6 AZR
800/2008 19. 11. 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist eine von
mehreren Prozessbevollmächtigten gegen ein Urteil eingelegte Berufung dasselbe
Rechtsmittel, über das einheitlich zu entscheiden ist (5 AZR 41/2009 18.
November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann für einen betrieblichen,
auch privat genutzten Personenkraftwagen die Absicht der fast ausschließlich
betrieblichen Nutzung des Personenkraftwagens dadurch dargelegt werden, dass
der Steuerpflichtige geltend macht, den betrieblichen Nutzungsanteil mittels
eines Fahrtenbuchs zu dokumentieren (VIII B 190/2009 26. November 2009).
Nach einer Entscheidung des
Oberlandesgerichts Koblenz ist das zweimalige Beobachten eines Menschen
mittels eines Fernglases über 500 Meter (einschließlich eines breiten Flusses) kein
wiederholtes Nachstellen, wenn der Täter seinerseits nur mittels eines
Fernglases erkannt werden kann (13 WF 1002/2009 29. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des
Oberlandesgerichts Oldenburg bedarf es, wenn Eltern als Beteiligte in einem die
Person eines minderjährigen Kindes betreffenden Verfahrens als gesetzliche
Vertreter nach den §§ 1629 II, 1795, 1796 BGB ausgeschlossen sind, der
Bestellung eines Ergänzungspflegers und ist der Verfahrensbeistand nicht
gesetzlicher Vertreter (14 UF 149/2009 26. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Heidelberg kann das
Rechtsanwaltshonorar für die Vertretung nach § 9 BerHG als Verzugsschaden gegen
den getrennt lebenden Ehepartner durch den Rechtsanwalt des
unterhaltsberechtigten Ehepartners geltend gemacht werden, wenn der
Unterhaltspflichtige sich bei Mandatserteilung im Verzug mit der
Unterhaltsleistung befand (2 S 33/2009 15. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Saarbrücken muss ein 9jähriger
Fahrradfahrer den bei Auffahren auf ein verkehrswidrig links geparktes
Kraftfahrzeug entstehenden Schaden nicht ersetzen (13 S 133/2009 20. November
2009).
*Besgen, Krankenhaus-Arbeitsrecht, 2010*Jarass, Hans D.,
Bundesimmissionsschutzgesetz 8. A. 2010
*Leßmann, Herbert/Würtenberger, Gert, Deutsches und europäisches
Sortenschutzrecht, 2. A. 2009
*Stephan/Riedel, Insolvenzrechtliche Vergütungsverordnung, 2010
2010-02-12 Nach einer Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine gegen § 97a II UrhG (Deckelung
der Abmahnkosten in einfachen Fällen auf 100 Euro) gerichtete
Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung angenommen (1 BvR 2062/2009 20.
Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein
Rechtsanwalt grundsätzlich nicht verpflichtet, sich über die Ausführung einer
an eine zuverlässige Büroangestellte schriftlich erteilten konkreten
Einzelanweisung zu vergewissern (XII ZB 154/2009 9. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
identitätswahrende Umwandlung einer Gesellschaft des bürgerlichen Rechts in
eine offene Handelsgesellschaft und danach in eine Gesellschaft mit
beschränkter Haftung keine Überlassung der von ihrer Seite gepachteten
Pachtsache an einen Dritten (LwZR 15/2009 27. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei
Code-Sharing mehrerer Luftfahrtunternehmen nur das den betreffenden Flug
ausführende Luftfahrtunternehmen ausführendes Luftfahrtunternehmen und
gegebenenfalls zu Leistungen verpflichtet (XA ZR 132/2008 26. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands entfällt, wenn
einer gemeinschaftsbezogenen Zuwendung in einer nichtehelichen
Lebensgemeinschaft die Vorstellung oder Erwartung zu Grunde liegt, die
betreffende Lebensgemeinschaft werde Bestand haben, die Geschäftsgrundlage
nicht dadurch, dass die Lebensgemeinschaft durch den Tod des Zuwendenden ein
natürliches Ende gefunden hat (XII ZR 92/2006 25. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands kann eine
Subvention unter dem Vorbehalt einer späteren endgültigen Entscheidung
bewilligt werden, wenn und soweit eine bestehende Ungewissheit hierfür einen
sachlichen Grund gibt (3 C 7/2009 19. November 2009).
Nach einer Entscheidung des
Oberlandesgerichts Celle ist ein norddeutscher Verlag entgegen der Entscheidung
der Vorinstanz nicht verpflichtet, einen in dieser Region tätigen Zeitungs- und
Zeitschriftenvertrieb (Pressegrossisten) ausschließlich mit Presseerzeugnissen
zu beliefern (13 U 92/2009 [Kart] 11. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München ist das Registergericht
nicht verpflichtet, Gesellschafterlisten aufzunehmen, die keine (bereits
wirksamen) Veränderungen hinsichtlich der Personen der Gesellschafter oder des
Umfangs ihrer Beteiligungen ausweisen, und dürfen die Beteiligten wegen des
Grundsatzes der Klarheit des Registers den Inhalt der von ihnen eingereichten
Gesellschafterlisten nicht abweichend von den gesetzlichen Bestimmungen
ergänzen (11 WX 82/2009 8. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Niedersachsen ist
Voraussetzung für eine Inobhutnahme nach § 43 II SGB
VIII die Bitte des Kindes oder Jugendlichen um Obhut (4 LA 706/2007 18.
September 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Freiburg im Breisgau darf sich
die katholische Kirche entgegen einem Antrag der Glaubensgemeinschaft das
universelle Leben aller Kulturen weltweit weiter als christlich bezeichnen (2 K
1700/2009 10. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Mainz kann ein Wahlbewerber die
Verbandsgemeinde Bodenheim nicht zum Entfernen von trotz einer
Sondernutzungserlaubnis nur für Wahlplakate bis DIN A1 aufgestellten
Wahlplakaten der Größe DIN A0 eines Wahlbewerbers verpflichten, wenn
nachträglich für jeden Wahlbewerber Wahlplakate bis DIN A0 genehmigt wurden (6
L 29/2010 9. Februar 2010).
2010-02-11 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs
Deutschlands ist das Urteil gegen einen einen vermeintlichen Falschparker mit
einer Machete schwer verletzenden Mann wegen fehlerhafter Bewertung der
Tatbestandsmerkmale Heimtücke und niedrige Beweggründe aufgehoben (2 StR
391/2009 10. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle ist die Rechtsbeschwerde
Felix Magaths gegen seine Verurteilung wegen zu schnellen Fahrens verworfen
(322 SsBs 347/2009 4. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg darf eine
Meeresfrüchtemischung mit 20 Prozent Surimi nicht als Surimi verkauft werden,
sondern nur als Meeresfrüchtemischung mit Surimi, doch liegt keine strafbare
Täuschung vor, wenn die Bestandteile des falsch bezeichneten Lebensmittels im
Zutatenverzeichnis ordnungsgemäß bezeichnet sind (9 S 1130/2008 11. Februar
2010).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Sachsen darf die
angemeldete Demonstration in Dresden am 13. Februar stattfinden.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin hat ein wegen
Beteiligung an Völkermord in Ruanda mit internationalem Haftbefehl gesuchter
Ausländer keinen Anspruch auf Befreiung von der aufenthaltsrechtlichen
Passpflicht in Deutschland oder auf Ausstellung eines Reiseausweises für
Ausländer (15 K 77/2009 27. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main ist die Klage
Talanx’ auf Errichtung eines Girokontos bei der Deutschen Bundesbank abgewiesen
(1 K 2319/2009 22. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Oldenburg darf Delmenhorst die
Sammlung von Altpapier durch einen privaten Unternehmer untersagen (5 B
3188/2009 9. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Uruguays ist der ehemalige
Diktator Juan Maria Bordaberry wegen seines Putschs des Jahres 1973 zu 30
Jahren Haft (in Hausarrest) verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Indonesiens ist Antasari Azhar
(ehemaliger Vorsitzender der Antikorruptionskommission) wegen Mordes zu 18
Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Chinas ist die Verurteilung Liu
Xiaobos zu elf Jahren Haft bestätigt.
Das Europäische Parlament lehnt mehrheitlich das Abkommen über Datenaustausch
von Swiftdaten mit den Vereinigten Staaten von Amerika ab.
Der Landtag des Saarlands beschließt ein allgemeines Rauchverbot in allen Gaststätten.
2010-02-10 Nach einer Entscheidung des Gerichtshofs der
Europäischen Union verletzt Schweden durch Nichtumsetzung der Vorgaben zur
Vorratsspeicherung von Telefondaten und Internetdaten europäisches Recht
(C-185/2009 6. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat ein Mieter
einen Anspruch auf angemessene Elektroausstattung der gemieteten Wohnung, so
dass er im gegenteiligen Fall die Miete mindern darf (VIII ZR 343/2008 10.
Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands entfällt bei
Überentnahmen aus dem Betriebsvermögen zwecks Tilgung von Erbschaft- oder
Schenkungsteuer eine Begünstigung des Betriebsvermögens nach § 13a I, II ErbStG
(II R 63/2008 11. November 2009).
Nach Entscheidungen des Verfassungsgerichtshofs Sachsen dauern in drei Fällen
die gerichtlichen Verfahren zu lang.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf darf der Film
entsorgter Vater Douglas Wolfspergers nur ohne das für zwei Sekunden
eingeblendete Bild seiner Tochter gezeigt werden (9. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen ist die Erweiterung
des Flughafens Frankfurt am Main rechtmäßig, weil betroffene Gemeinden zwar
beschränkt würden, aber nicht unzulässig (11 C 2691/2007 5. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster ist das (zeitlich
und örtlich beschränkte) Glasverbot im Karneval Kölns rechtmäßig (5 B 118/2010
10. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Baden-Württemberg ist die
Kündigung eines Maschinenbedieners wegen der Bezeichnung der Tätigkeit des
Arbeitgebers als Ausbeutung und menschenverachtende Jagd auf Kranke
rechtswidrig, weil die Äußerungen durch das Grundrecht der freien
Meinungsäußerung gedeckt sind (2 Sa 59/2009 10. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Baden-Württemberg ist die
Kündigung eines Müllwerkers wegen Unterschlagung eines Kinderbetts
rechtswidrig.
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz kann der doppelte
Bezug von Kindergeld für ein Kind Steuerhinterziehung sein und kann zehn Jahre
lang zurückgefordert werden (4 K 1507/2009 21. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft Braunschweig ist Helmuth
Schuster (VW) mittels Strafbefehls wegen Untreue, Beihilfe zum Betrug und
Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr (100000 Euro für Lamborghini Gallardo
bei Standortsuche in Indien) bestraft.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Schweiz ist eine
Beschwerde Claudia Pechsteins zurückgewiesen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Italiens ist Antonio Speziale
wegen Totschlags an dem Polizisten Filippo Raciti zu 14 Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Burmas ist der Amerikaner Nyi
Nyi Aung wegen Urkundenfälschung zu drei Jahren Haft verurteilt.
Stefan Mappus ist als Nachfolger Günther Oettingers zum Ministerpräsidenten
Baden-Württembergs gewählt.
Aus vier Haarbüscheln im Permafrost ist nahezu vollständig das Genom eines vor
4000 Jahren auf Grönland lebenden (Saqqaq-)Menschen rekonstruiert.
2010-02-09 Deutschland erwirtschaftet voraussichtlich 2010 ein
Haushaltsdefizit von 5,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands sind die
Vorschriften des Sozialgesetzbuchs II über Regelleistungen wegen Mängeln in der
Ermittlung der Regelsätze verfassungswidrig und müssen bis 31. Dezember 2010
geändert werden.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands durfte Spiegel-Online
im Internet ein Dossier mit Altmeldungen über den Mord an Walter Sedlmayr mit
den Namen der verurteilten Täter und kontextbezogenen Bildern bereithalten (VI
ZR 243/2008 9. Februar 2010 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg sind
Ausnahmen vom gesetzlichen Rauchverbot in Gaststätten nur in den vom Gesetz
ausdrücklich vorgesehenen Fällen zulässig (nicht z. B. in einer Kombination von
Lunge und Gaststätte auf zwei Stockwerken 10 S 2392/2009 28. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg kann ein
Steuerpflichtiger eine Eigenheimzulage nicht beanspruchen, wenn er im
Zusammenhang mit der Überlassung der Wohnung an einen Angehörigen Zahlungen
erhält (11 V 11151/2009 28. August 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln ist die Abbildung ganzer Straßen
durch Google bzw. abracus rechtmäßig, weil jeder sehen kann, was abgebildet
wird (28 O 578/2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt an der Oder muss ein
im Herbst 2009 aus Deutschland nach Griechenland abgeschobener Iraker so
schnell wie möglich wieder nach Deutschland zurückgeholt werden (5 L 314/2009 A
3. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Großbritanniens ist der
Polizist Ali Dizaei wegen Irreführung der Justiz und Falschaussagen zu vier
Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Chinas ist Tan Zuoren wegen
Anstiftung zur Untergrabung der Staatsgewalt zu fünf Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag ist
das Strafverfahren gegen Bahar Idriss Abu Garda aus Darfur aus Mangeln an
Beweisen eingestellt.
Cartel Damage Claims zieht eine Schadensersatzklage vor dem Landgericht
Dortmund gegen Evonik wegen angeblicher Preisabsprachen für das Bleichmittel
Wasserstoffperoxid zurück.
Mundt, Andreas ist neuer Präsident des Bundeskartellamts Deutschlands.
Das Europäische Parlament bestätigt mit deutlicher Mehrheit die neue
Europäische Kommission (mit Günther Oettinger und Johannes Hahn sowie weiteren
24 Kommissaren unter Präsident Barroso).
2010-02-08 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf eine
Hauptversammlung einer Aktiengesellschaft eine den Versammlungsleiter zur
zeitlich angemessenen Beschränkung des Rederechts und Fragerechts der Aktionäre
ermächtigende Satzungsbestimmung beschließen (II ZR 94/2008 8. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Dresden ist eine
Schadenseratzklage eines rechtswidrig bei Vergabe nicht berücksichtigten
Interessenten (auf 900000 Euro) gegen Hoyerswerda abgewiesen (16 U 1373/2009 2.
Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm ist eine
Exklusivitätsvereinbarung eines Beratervertrags eines Profifußballspielers
unwirksam, so dass eine entsprechende Schadensersatzklage abgewiesen ist (12 U
124/2009 8. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts
Berlin-Brandenburg darf ein Hauptzollamt eine Überprüfung von
Beschäftigungsverhältnissen ohne vorherige schriftliche Prüfungsanordnung
durchführen (7 K 7024/2007 4. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Dresden ist die Beschränkung
einer von der Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland für den 13. Februar 2010 in
Dresden angemeldeten Demonstration auf eine stationäre Versammlung
grundgesetzwidrig (6 L 35/2010 5. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz muss ein in
Karnevalsgegenden sein Auto am Zugweg des Karnevalszugs (z. B. am Rosenmontag)
Abstellender die Abschleppkosten zahlen (4 K 536/2009 18. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Trier ist eine
A15-Rektorenstelle einer durch Zusammenlegung entstandenen Realschule plus für
den ehemaligen, nach A14 besoldeten Rektor eine Beförderungsstelle, so dass er
eine Probezeit von 12 Monaten durchlaufen muss, ehe er befördert werden kann (1
K 593/2009 19. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts
Dresden muss die ARGE die Kosten einer neuen Wohnung in voller Höhe
übernehmen, wenn die bisherige Wohnung eines Arbeitslosengeld II-Empfängers
abgerissen wird (23 AS 1952/2009 8. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts
Düsseldorf muss eine gesetzliche Krankenkasse die Kosten multifokaler
Linsen nicht (einmal bis zur Kosten der Höhe monofokaler Linsen) zahlen (9 KR
159/2007 19. Mai 2009).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts
München darf ein Kunde eines Fitnessstudios bei Verweigerung der
Entgegennahme von Bargeld den Fitnessvertrag fristlos kündigen (271 C 1391/2009
4. Juni 200)).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Liechtenstein muss die Fiduco
Treuhand AG einem deutschen Steuerzahler 7,3 Millionen Euro Schadensersatz
zahlen, weil sie ihn zu spät darüber unterrichtet hat, dass seine Daten
entwendet wurden, so dass er nicht mehr rechtzeitig Selbstanzeige erstatten
konnte (8. Februar 2010).
Die Europäische Kommission genehmigt die Übernahme der Transpower
Stromübertragungs GmbH (E.Ons) durch TenneT.
Der Oberbürgermeister Kiels hält die Bundesländer für überflüssig, weil man für
ganz wenig Landesregierungen brauche, außer für sich
selbst.
Die Verlegerfamilie Hagemann und die Werbeagentur Publigroupe verkaufen ihre
Anteile von 63 und 37 Prozent an der Basler Zeitung an Tito Tettamanti (75
Prozent) und Matin Wagner (25 Prozent) (263 Millionen Franken Umsatz, 1200
Mitarbeiter).
2010-02-07 Nach
einer Entscheidung des Landgerichts Coburg ist ein Schadensersatzanspruch einer
über eine quer stehende Rolle eines Rollgitterwagens stürzenden und sich den
Oberschenkelhalsknochen brechenden Kundin eines Supermarkts (über 12000 Euro)
wegen des allgemeinen Lebensrisikos abgewiesen.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Potsdam handelt ein während der Fahrt
sein Navigationsgerät bedienender Kraftfahrzeugführer grob fahrlässig, so dass
seine Kaskoversicherung einen von ihm verursachten Auffahrunfallschaden nicht
bezahlen muss (6 O 32/2009).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Hamburg kann bei einem
Dienstwagenunfall eines Arbeitnehmers der Arbeitgeber die Zahlung der Selbstbeteiligung
bei der Vollkaskoversicherung (z. B. 500 Euro) verlangen (20 Ca 174/2007).
Nach einer Entscheidung der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien kann
eine so genannte Schulhof-CD der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands
nicht verboten werden.
Trainer José Morinho muss wegen Verletzung eines Journalisten 13000 Euro
zahlen, sein Verein Inter Mailand 20000.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist Kunstmäzen Alberto Vilar wegen Veruntreuung von Investorengeldern
zu neun Jahren Haft verurteilt.
Zur Beendigung langjähriger Korruptionsermittlungen zahlen BAE Systems 327
Millionen Euro.
In Bayern haben die CSU 160000, die SPD 69000, die FDP 6729 und die Grünen 6700
Mitglieder.
Die Zahl der Asylbewerber in Deutschland steigt im Januar 2010 auf 2659 (vor allem aus Irak,
Afghanistan, Iran, Türkei, Vietnam, Russland), wobei gleichzeitig 17,8 Prozent
der Asylentscheidungen die Rechtsstellung eines Flüchtlings bejahten.
Die zerstrittenen Parteien des Regionalparlaments Nordirlands einigen sich auf
eine Übertragung von Hoheitsrechten über Polizei und Justiz von Großbritannien
auf Nordirland.
2010-02-06 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine allgemeine Mietvertragsbedingung,
nach der ein Mieter den Außenanstrich von Türen und Fenstern vornehmen und das
Parkett abziehen und versiegeln muss, unwirksam, weil es sich bei den Arbeiten
nicht um die Beseitigung von Gebrauchsspuren, sondern um Instandhaltung der
Mietsache handelt (VIII ZR 48/2009 13. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Jena muss ein über der
Richtgeschwindigkeit von 130 Stundenkilometern auf der Autobahn fahrender
Kraftwagenhalter nicht in jedem Fall (wegen erhöhter Betriebsgefahr) einen Teil
eines entstehenden Verkehrsunfallschadens tragen (5 U 797/2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern ist eine
hochschwangere Frau keine Behinderte und hat deswegen kein Recht auf Nutzung
eines Behindertenparkplatzes, so dass ihr geparkter Personenkraftwagen
kostenpflichtig abgeschleppt werden darf (10 ZB 1052/2009).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika muss Bayer wegen Verunreinigung von Lebensmitteln durch Genreis 1,5
Millionen Dollar Schadensersatz zahlen.
Das Stiftungsvermögen der Yale Universität schrumpft binnen Jahresfrist um 6,5
Milliarden Dollar auf 16,3 Milliarden Dollar, so dass Yale die
Höchstraumtemperatur auf 68 Grad Fahrenheit (20 Grad Celsius) beschränkt.
In Deutschland bestehen rund 13,25 Millionen staatlich geförderte
Riestersparrentenverträge (74 Prozent Versicherungsverträge).
Der Kurs des Euro fällt auf 1,3691 Dollar (Defizitprobleme Griechenlands,
Spaniens, Portugals, Irlands und wohl auch Italiens).
Der deutsche Aktienindex sinkt auf 5434 Punkte.
Facebook hat eine Nutzerzahl von 400 Millionen und vor allem über
Online-Werbung einen Umsatz von 700 Millionen Dollar.
Die Kommission für Biosicherheit Brasiliens genehmigt BASF den kommerziellen
Anbau des Gensojas Cultivance.
† Delp, Ludwig 25. 11. 1921-02. 02. 2010.
2010-02-05 Nach
einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz darf ein Gastwirt keine
vollständige Mahlzeit in einer Rauchergaststätte anbieten (2 SsBs 120/2009 27.
Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Schleswig ist die Kündigung
eines gebietsmonopolistischen Presse-Grosso-Vertriebs zulässig (16 U 55/2009
28. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg darf ein
Landkreis Selbstanlieferern in der Benutzungsordnung für seine Erdaushubdeponie
nicht die Fahrtroute dorthin vorschreiben (10 S 3348/2008 15. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Hamburg kann der
parlamentarische Untersuchungsausschuss HSH-Nordbank den ehemaligen
Kapitalmarktvorstand der Nordbank für die Dauer der Vernehmung von Zeugen über
Beweisthemen, zu denen er später als Betroffener befragt werden soll,
ausschließen (5 Bs 16/2010 3. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts
Berlin-Brandenburg besteht kein uneingeschränktes Recht auf
Akteneinsicht im Besteuerungsverfahren (7 K 1213/2007 25. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Wiesbaden darf auch ein Falkner
verwilderte Stadttauben grundsätzlich nicht töten, weil Tauben nicht
grundsätzlich Schädlinge sind (4 K 1347/2009 20. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Trier muss ein
Fahrzeugeigentümer die Personalkosten für den Polizeieinsatz zur
Gefahrensicherung einer Pannenstelle tragen (1 K 621/2009 19. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts muss eine ARGE einem vor einem
geplanten Selbstmordversuch sine Wohnung auflösenden und die Einrichtung auf
dem Sperrmüll entsorgenden, den Versuch aber überlebenden Hartz IV-Empfänger
einen Zuschuss für neue Einrichtungsgegenstände zahlen (35 AS 206/2007 6.
November 2009).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Australiens müssen
Internetanbieter die Weitergabe rechtswidrig heruntergeladener Filme in
Tauschbörsen nicht verhindern.
Deutschland will für 2,5 Millionen Euro eine Sammlung von Daten von
Steuerhinterziehern in der Schweiz kaufen.
Auf den Andamanen in Indien stirbt mit Boa Sr die
letzte Sprecher des vielleicht 65000 Jahre alten Bo.
2010-02-04 Nach
einer Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union begründet eine
Tätigkeit von 5,5 Arbeitsstunden in der Woche und 175 Euro Monatslohn einer
türkischen Gebäudereinigerin ein Aufenthaltsrecht (z. B. in Deutschland)
C-14/2009 4. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands entfällt das
Einvernehmen bei dem Sichverschaffen der Geldwäsche nicht dadurch, dass der
Wille des Vortäters in deliktischer Weise (z. B. durch Betrug, Nötigung oder
Erpressung) beeinflusst wurde (1 StR 95/2009 4. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind Zuwendungen
von Schwiegereltern an Schwiegerkinder künftig als Schenkungen anzusehen, so
dass mit Scheitern der Ehe (selbst bei Zugewinngemeinschaften) die Geschäftsgrundlage
wegfällt (XII ZR 189/2006 3. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg sind Zahlungen
einer Stiftung an die Begünstigten keine Einkünfte aus Kapitalvermögen (8 K
9250/2007 16. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Lüneburg sind zwei Männer wegen
versuchter schwerer räuberischer Erpressung (Kauflands) zu 45 bzw. 39 Monaten
Haft verurteilt (3. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln ist die sofortige
Vollziehung des Verbots der Mitführung eines Glasbehältnisses in bestimmtem
Teilen Kölns zu bestimmten Faschingszeiten aufgehoben (20 L 88/2010 3. Februar
2010).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund darf Langzeitarbeitslosen
das Arbeitslosengeld II wegen Verstoßes gegen die Eingliederungsvereinbarung
nur nach konkreter Belehrung über die Rechtsfolgen gekürzt werden (22 AS
369/2009 ER 5. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Großbritanniens ist der
Waffenlobbyist Alfons Mensdorff-Pouilly gegen 570000 Euro Kaution, Abgabe
seines Reisepasses und Einverständnis zu einer elektronischen Fußfessel aus der
Untersuchungshaft entlassen.
Schweden beschließt die Aufhebung der Verjährung besonders schwerer Verbrechen
(z. B. Mord [an Olof Palme]).
Das Abgeordnetenhaus Italiens beschließt ein Fernbleibrecht von Politikern (z.
B. Silvio Berlusconi) von Gerichtsverhandlungen.
2010-02-03 Die
Europäische Kommission beschließt eine Stellungnahme zum Stabilitätsprogramm
der Regierung Griechenlands (2010-2013), eine Empfehlung zum Abbau des
übergroßen Defizits und eine Empfehlung zu Strukturreformen.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind eine 36jäjrige
Kanadierin und ihr Lebensgefährte wegen Ermordung und Misshandlung der Tochter
zu lebenslanger Haft verurteilt (2 StR 555/2009 27. Januar 2010).
Nach Entscheidungen des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist entschieden, wann die
Höchstgrenzen für berufsbedingte Nichtrückkehrtage von Grenzgängern in mit der
Schweiz und mit Frankreich durch Dienstreisen der Steuerpflichtigen
überschritten sind (I R 83/2008 11. November 2009 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind verschiedene
ingenieurähnliche Computerdienstleistungen freiberuflich, so dass die Einkünfte
nicht der Gewerbesteuer unterliegen (VIII R 31/2007 22. September 2009, VIII R
63/2006, VIII R 79/2006).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg ist
Kindergeld elterliches Einkommen nach § 93 SGB VIII (12 S 1550/2007 16.
Dezember 2009, 12 S 1603/2007, 12 S 567/2008).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Niedersachsen darf ein
entgeltlich (gegen 20000 Euro) die Hilfe eines gewerblichen Promotionsberaters
in Anspruch nehmender Doktorand auf Grund einer Bestimmung der Promotionsordnung
Hannovers vom Promotionsverfahren ausgeschlossen werden, weil die Regelung der
Promotionsordnung auf vernünftigen Erwägungen des Gemeinwohls beruht.
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz soll das
Bundesverfassungsgericht Deutschlands die Frage klären, ob nach einer
Beförderung in ein höherwertiges Amt sofort die höheren Dienstbezüge zu zahlen
sind oder eine Wartefrist möglich ist (10 A 10507/2009 4. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Hessen kann eine im Inland
erworbene Qualifikation nicht durch eine so genannte
Gleichwertigkeitsanerkennung im Ausland aufgewertet werden, weil sonst die
inländischen Bestimmungen zum Mindestniveau beruflicher Qualifikation umgangen
werden kann (4 KA 6/2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München II ist ein
Haftentlassungsantrag John Demjanjuks abgelehnt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin ist ein
Regierungsdirektor im Auswärtigen Amt kein politischer Beamter, so dass er bei
einem Regierungswechsel nicht in das
Bundskriminalamt zurückversetzt werden kann (7 A 204/2009 26. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des obersten Gerichtshofs Österreich muss der Staat
ortsunübliche geltend gemachte Streusalzschäden an Hausfassaden (z. B. in
Tirol) ersetzen.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichts der Schweiz gehören 4,6 Millionen
Dollar auf Schweizer Konten entgegen einer früheren Entscheidung des
Bundesstrafgerichts Baby Doc Duvalier, doch wird die Regierung das Geld
zurückhalten.
Die überwiegende Zahl der Rechtsanwälte lehnt eine Erweiterung der bestehenden
20 Fachanwaltschaften ab.
In Deutschland verwalten 17372 Stiftungen ein geschätztes Stiftungskapital von
mehr als 100 Milliarden Euro.
Im Jahre 2008 wanderten 55700 Menschen (Deutsche und Ausländer) aus Deutschland
aus und beträgt die Zahl der Ausländer 8,8 Prozent der Bevölkerung (mehr als 33
Prozent EU-Bürger, rund 25 Prozent Türken).
2010-02-02 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands durfte die Landeskartellbehörde
Hessen die enwag Energie und Wassergesellschaft mbH (Wetzlars) verpflichten,
die Wasserpreise um etwa 30 Prozent zu senken (KVR 66/2008 2. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind
Verpflichtungen zu Dienstleistungen (z. B. zur Beratung einer
Aktiengesellschaft) keine Sacheinlage (II ZR 173/2008 1. Februar 2008 Eurobike
AG).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Bayern haben Rechtsmittel bei
Betriebsprüfungen wegen Schwarzarbeit und bei Scheinselbständigkeit keine
aufschiebende Wirkung (5 R 881/2009 B ER 7. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts
Köln ist eine wegen verzögerter Weiterleitung einer
Einspruchsentscheidung eines Finanzamts durch einen Steuerberater verspätet
erhobene Klage unzulässig (12 K 3102/2009 15. Dezember 2010).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Köln mindern Leistungen einer
privaten Pflegezusatzversicherung die steuerlich als außergewöhnliche
Belastungen abzugsfähigen Pflegekosten (12 K 4176/2007 15. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Köln ist eine mittels Computerfax
übersandte Einspruchsentscheidung eines Finanzamts nur mit einer qualifizierten
elektronischen Signatur wirksam (6 K3931/2008 5. November 20099).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main ist die Werbung für
einen Fachanwalt für Markenrecht wettbewerbsrechtswidrig (2 06 O 521/2009 13.
Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Flensburg ist eine Mitarbeiterin eines
Callcenters (professionellen Flirt-SMS-Chats) wegen Beihilfe zum Bandenbetrug
(mehr als 700000 Handynutzer durch veranlassten SMS-Versand um rund 46
Millionen Euro geschädigt) zu einem Jahr Haft mit Bewährung verurteilt
In Zukunft werden Geldbußen von mehr als 70 Euro für Verkehrsordnungswidrigkeiten
Deutscher in einem anderen Mitgliedstaat in Deutschland von den zuständigen
Behörden eingetrieben.
Die 4 Milliarden Euro teuere Verlegung des Hauptbahnhofs Stuttgarts unter die
Erde (Stuttgart 21) hat begonnen.
2010-02-01 Nach
einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Sachsen ist die
Finanzausgleichszulage Sachsens verfassungsgemäß (25-VIII-2009 29. Januar
2010).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz darf sich
eine Gemeinde bei der Aufstellung eines Bebauungsplans auch von den Wünschen
eines Vorhabenbetreibers leiten lassen (8 C 10725/2009 20. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Niedersachsen-Bremen muss eine
gesetzliche Krankenkasse eine Blinde mit einem Barcode-Lesegerät mit digitaler
Sprachausgabe ausstatten (4 KR 17/2008 11. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I ist eine 39jährige
kaufmännische Angestellte wegen Kindstötung und Totschlags zu zehn Jahren Haft
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Stade ist ein Gabelstapelfahrer wegen
Mords an seiner früheren Freundin und Totschlags an deren Bekannten auf einem
Campingplatz in Cuxhaven zu lebenslanger Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des
Verwaltungsgerichts Berlin darf mutmaßlichen Islamisten der Pass
entzogen werden zwecks Verhinderung der Teilnahme an einem ausländischen
Terrorcamp.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz muss das Gewicht des
Inhalts teilweise durchsichtiger Fertiggebäckverpackungen bei mehr als 100
Gramm auf der Packung angegeben sein (1 K 1036/2009 21. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Trier ist die Beitragserhebung
der Industrie- und Handelskammer Trier rechtmäßig (5 K 371/2009 20. Januar
2010).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München ist ein Gewinnversprechen bei
einem Interneträtselspiel eine Auslobung, so dass § 762 BGB nicht anwendbar ist
(222 C 2911/2008 16. April 2010).
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft Bremen ist das Strafverfahren
wegen Untreue gegen Friedrich Hennemann und zwei seiner Kollegen im Vorstand
der früheren Vulkan Werft sechs Jahre nach der Aufhebung einer Verurteilung
durch den Bundesgerichtshof eingestellt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen
Gerichts Spaniens ist Mohammed Belhadsch wegen Mitgliedschaft in einer
terroristischen Vereinigung zu acht Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen
Gerichts der Vereinigten Staaten von Amerika ist Vivendi(-Universal)
wegen falscher Angaben über seine finanzielle Lage zu Schadensersatz in noch zu
berechnender Höhe verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen
Gerichts der Vereinigten Staaten von Amerika ist der Busfahrer Scott
Roeder der Ermordung des Abtreibungsarzts George Tiller (ohne behauptete Notwehr)
schuldig.
Nach einer Entscheidung des zuständigen
Gerichts Libyens ist ein Schweizer Geschäftsmann vom Vorwurf des
illegalen Aufenthalts im Land freigesprochen.
Nach einer Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofs in Lausanne
bleibt Stefan Schumacher zwei Jahre gesperrt, doch werden der Beginn und Ende
der Sperre um vier Monate vorverlegt.
Regina van Dinther (CDU), Edgar Moron (SPD) und Josef Hovenjürgen (CDU)
erhalten 30000, 25000 und 15400 Euro Vergütung für ihre Mitgliedschaft im
zweimal tagenden, aus Steuermitteln finanzierten Regionalrat der Ruhrkohle AG.
Dieter Althaus wechselt zum 1. Februar als Lobbyist zu Magna und gibt sein
Landtagsmandat in Thüringen zum 1. April auf, Volker Hoff wechselt zum 1.
Februar als Lobbyist zu Opel und gibt sein Landtagsmandat in Hessen nach
öffentlichem Druck auf.
Innerhalb der Arbeitnehmer sind Straßenkehrer 35 Tage pro Jahr krank,
Versicherungsangestellte und Krankenpfleger 30 Tage, Telefonisten und
Krankenpfleger 27 Tage, Sozialarbeiter 26 Tage, Gärtner 24 Tage, Frauen 17
Tage, Hochschullehrer und Publizisten 8 Tage, Geisteswissenschaftler und
Maschinenbauer 7 Tage, Elektroingenieure und Juristen 6 Tage sowie
Naturwissenschaftler 5 Tage.
2010-01-31 Nach einer Entscheidung des europäischen
Gerichtshofs für Menschenrechte hat Russland das Recht auf Freiheit und
Sicherheit dadurch verletzt, dass die russischen Gerichte Entscheidungen über
Haftfortdauer nicht durch stichhaltige und ausreichende Gründe untermauert
haben und im Verlaufe des Verfahrens nicht darauf eingegangen sind, inwieweit
diese Gründe weiter gelten (4378/2002 10. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist einem Mitgliedstaat
verwehrt, es abzulehnen, in seinem Hoheitsgebiet die Fahrberechtigung einer
Person anzuerkennen, die sich aus einem später von einem anderen Mitgliedstaat
ausgestellten Führerschein ergibt, wenn auf diese Person zuvor im
Aufnahmemitgliedstaat eine Maßnahme des Entzugs einer früheren Fahrerlaubnis
wegen Trunkenheit im Verkehr angewendet worden ist und wenn dieser zweite
Führerschein außerhalb einer Sperrzeit für die Erteilung eines neuen
Führerscheins erteilt wurde, falls sich herausstellt, dass auf der Grundlage
der Erklärungen und Informationen, die der Inhaber dieses Führerscheins im
Verwaltungsverfahren oder im gerichtlichen Verfahren in Erfüllung einer ihm
nach dem innerstaatlichen Recht des Aufnahmemitgliedstaats auferlegten
Mitwirkungspflicht gegeben hat, die Wohnsitzvoraussetzung vom Mitgliedstaat der
Ausstellung dieses Führerscheins nicht beachtet worden ist oder dass die
Informationen, die bei Ermittlungen der nationalen Behörden und Gerichte des
Aufnahmemitgliedstaats im Ausstellermitgliedstaat gewonnen wurden, keine von
diesem Mitgliedstaat herrührenden unbestreitbaren Informationen sind, die
beweisen, dass der Führerscheininhaber zum Zeitpunkt der Ausstellung eines
Führerscheins durch den Ausstellermitgliedstaat seinen ordentlichen Wohnsitz
nicht in dessen Hoheitsgebiet hatte (C-445/2008 9. Juli 2009).
Nach einer Entscheidung des Europäischen
Gerichtshofs ist eine Regelung, welche die Aufbewahrung der Information
über die Empfänger oder Kategorien der Empfänger der Daten und den Inhalt der
übermittelten Daten und dementsprechend den Zugang zu dieser Information auf
die Dauer eines Jahres begrenzt, während die Basisdaten viel länger aufbewahrt
werden, kein gerechter Ausgleich zwischen Interesse der Bürger und
Verpflichtung der Behörden, sofern nicht nachgewiesen wird, dass eine längere
Aufbewahrung der betreffenden Information den für die Verarbeitung
Verantwortlichen über Gebühr belasten würde, was das nationale Gericht prüfen
muss (C-553/2007 7. Mai 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands gibt ein nur
Teilleistungen auf den geschuldeten Unterhalt erbringender Schuldner auch dann
Veranlassung für eine Klage auf den vollen Unterhalt, wenn er zuvor nicht zur
Titulierung des freiwillig gezahlten Teiles aufgefordert wurde (XII ZB 207/2008
2. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands findet § 196 BGB
weder auf den dinglichen noch auf den schuldrechtlichen Erbbauzinsanspruch
Anwendung (V ZR 18/2009 9. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands steht eine
zwischenzeitlich vorgenommene Umfirmierung einer Firmenfortführung nicht
entgegen, wenn sie nach außen beispielsweise nur zwei Monate in Erscheinung
tritt (VIII ZR 321/2008 16. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands konsumiert § 95 II
2 AufenthG den allgemeinen Tatbestand der mittelbaren Falschbeurkundung (5 StR
266/2009 2. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der Anspruch
auf Abschlagszahlung dann nicht mehr geltend gemacht werden, wenn die
Bauleistung abgenommen ist und der Auftragnehmer die Schlussrechnung gestellt
hat und wird, wenn ein erstinstanzliches Gericht bewusst entscheidet, dass eine
bestimmte Forderung nicht anhängig gemacht worden ist, die möglicherweise
gleichwohl gegebene Anhängigkeit hinfällig, wenn das Urteil insoweit nicht
abgefochten wird, doch kann der Kläger die Sache erneut anhängig machen (VII ZR
205/2007 20. August 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands muss bei der
Unterrichtung nach § 613a V BGB über die
Identität des Betriebserwerbers so unterrichtet werden, dass die unterrichteten
Arbeitnehmer über ihren möglichen neuen Arbeitgeber Erkundigungen einholen
können (8 AZR 538/2008 23. Juli 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands mindern Baukostenzuschüsse
auf Grund von Art. 52 PflegeVG die Anschaffungs- und Herstellungskosten (IX R
7/2008 14. Juli 2009).
2010-01-30 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine gegen
die Versagung des Ersatzes von Verteidigerkosten im Verfahren nach den §§ 10,
13 StrEG erhobene Verfassungsbeschwerde unzulässig, wenn nicht zuvor alle
Möglichkeiten prozessualer Auslagenerstattung ausgeschöpft wurden (1 BvR
3229/2006 16. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ergibt sich
aus dem Rechtspflegergesetz nicht, dass die Verteilung der von den
Rechtspflegern zu erledigenden Geschäfte im Voraus nach einem
abstrakt-generellen Maßstab bestimmt sein muss, so dass die Übertragung
bestimmter Geschäfte durch Anordnung im Einzelfall zulässig ist (V ZB 111/2009
10. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist auch bei der
eingeschränkten pauschalen Bewilligung der Prozesskostenhilfe für die
Zwangsvollstreckung gemäß § 119 II ZPO die Notwendigkeit der Beiordnung eines
Rechtsanwalts in Anwendung des § 121 II ZPO für die jeweilige Maßnahme der
Zwangsvollstreckung zu prüfen (VII ZB 31/2009 10. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der Insolvenzverwalter auf der Grundlage
eines Insolvenzplans nur einen bereits rechtshängigen Anfechtungsstreit
fortsetzen, nicht aber einen neuen Anfechtungsrechtsstreit fortsetzen (IX ZR
206/2008 10. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine allgemeine
Kraftfahrzeugvertragshändlervertragsgeschäftsbedingung über den Rückkauf
fabrikneuer Ersatzteile bei Beendigung des Vertrags dahin auszulegen, dass der
Rückkaufsanspruch entfällt, wenn die Zusammenarbeit auf der Grundlage eines mit
dem beendeten Vertrag im Wesentlichen übereinstimmenden Vertrags fortgesetzt
wird (VIII ZR 92/2008 9. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind Redakteure
öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten Amtsträger im Sinne des § 11 I Nr. 2
lit. c StGB (2 StR 104/2009 27. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der Vermieter
bei der Abrechnung von Wasserkosten mangels entsprechender Vereinbarungen nicht
verpflichtet, verschiedene Nutzergruppen durch jeweils gesonderte Zähler zu
erfassen (VIII ZR 69/2009 25. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands steht bei
gemeinsamem Abschluss einer Kapitallebensversicherung und einer
Berufsunfähigkeitszusatzversicherung die Einheitlichkeit des Vertrags in der
Regel weder der Abtretung von Ansprüchen allein aus der Lebensversicherung noch
einer Übertragung des Kündigungsrechts für die Lebensversicherung entgegen (IV
ZR 39/2008 18. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein Ehegatte
auch dann verpflichtet sein, dem der steuerlichen Entlastung des anderen
Ehegatten dienenden Antrag auf Zusammenveranlagung zur Einkommensteuer
zuzustimmen, wenn er während der Zeit des Zusammenlebens steuerliche Verluste
erwirtschaftet hat, die er im Wege des Verlustvortrags in einem späteren
Veranlagungszeitraum zur Verminderung seiner eigenen Steuerlast einsetzen
könnte, und bei Verweigerung der Zustimmung zur Zusammenveranlagung
schadensersatzpflichtig werden (XII ZR 173/2006 18. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands hat ein bei dem
Entleiher als Maler eingesetzter Leiharbeitnehmer nur dann Anspruch auf den
tariflichen Mindestlohn, wenn der Entleiherbetrieb in den betrieblichen
Geltungsbereich des Tarifvertrags zur Regelung eines Mindestlohns für
gewerbliche Arbeitnehmer im Maler- und Lackiererhandwerk fällt (5 AZR 951/2008
21. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist eine
mindestens 8 Minuten währende, keine Arbeitsleitung erfordernde
Lenkzeitunterbrechung eines Straßenbahnfahrers nicht Arbeitszeit, sondern
Ruhepause (9 AZR 139/2008 13. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin kann, wenn in einer parteipolitischen
Werbung außerhalb des geschäftlichen Verkehrs (unter Verwendung fremder
markenrechtlich geschützter Kennzeichen) der unzutreffende und rufschädigende
Eindruck erweckt wird, eine bekannte Organisation habe den Service bestimmter
Einrichtungen politischer Parteien getestet (und die Einrichtung der werbenden
Partei sie Testsieger), kann analog zu den §§ 824 I, 1004 I BGB ein
Unterlassungsanspruch begründet sein, der bei schwerwiegenden rufschädigenden
Angriffen auf die Marke nicht durch die spezielleren Bestimmungen des
Markengesetzes ausgeschlossen ist (5 W 120/2009 10. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München begründet die
Bezeichnung des Sachvortrags einer Partei als wischiwaschi nicht die Besorgnis
einer Befangenheit im Sinne des § 42 II ZPO (7 W 2449/2009 11. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg ist es keine sexuelle
Handlung nach den §§ 174 I, 176 I StGB, wenn eine nicht mehr stillende Frau
ihren sechsjährigen Sohn oder ihre neunjährige Nichte an ihrer Brust saugen
lässt (1 Ss 210/2009 22. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster sind die Kosten
eines Unterbevollmächtigten regelmäßig nur insoweit erstattungsfähig als sie
die Kosten des urlaubsabwesenden Hauptbevollmächtigten nicht übersteigen (7 D
2/2009 16. November 2009).
*Slizyk, Andreas, Beck’sche Schmerzensgeldtabelle, 6. A: 2010
*Krug/Daragan, Die Immobilie im Erbrecht, 2010
*Hoyenberg, Philipp von, Vorweggenommene Erbfolge, 2010
*Erbrecht, hg. v. Tanck, 2. A. 2010
*Pflichtteilsrecht, hg. v. Dauner-Lieb,
Barbara u. a. 2010
*Patzina, Reinhard/Bank, Stefan/Schimmer, Dieter/Simon-Widmann, Michaele,
Haftung von Unternehmensorganen, 2010
*Schmidt-Kessel, Martin/Leutner, Gerd/Müther, Peter-Hendrik,
Handelsregisterrecht, 2010
*Krafka, Alexander/Willer/Kühn, Ulrich, Registerrecht, 8. A. 2010
*Kalthoener/Büttner/Wrobel-Sachs, Prozess- und Verfahrenskostenhilfe
Beratungshilfe, 5. A: 2010
*Hartmann, Peter, Kostengesetze, 2010
*Eccher, Bernhard/Schurr, Francesco A./Christandl, Gregor, Handbuch
Italienisches Zivilrecht, 2009
2010-01-29 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine drastische Verkürzung der
Gültigkeitsdauer von Bonusmeilen durch eine ihr Flugbonusprogramm einstellende
Fluggesellschaft unbillig, so dass eine dies ermöglichende allgemeine
Geschäftsbedingung unwirksam ist (Xa ZR 37/2009 28. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann ein
Arbeitnehmer ordentlich gekündigt werden, wenn er deutsche Arbeitsanweisungen
nicht lesen kann (2 AZR 764/2008 28. Januar 1010).
Nach einer Entscheidung des
Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist eine mindestens 8 Minuten währende,
keine Arbeitsleitung erfordernde Lenkzeitunterbrechung eines Straßenbahnfahrers
nicht Arbeitszeit, sondern Ruhepause (9 AZR 139/2008 13. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sprechen
Untätigbleiben und Hinnehmen des Leerstands nach langjährigen vergeblichen
Vermietungsbemühungen gegen einen Vermietungsentschluss und gegen eine mögliche
weitere Einkünfteerzielungsabsicht (IX R 54/2008 25. Juni 2009).
Nach einer Entscheidung des
Kammergerichts Berlin kann, wenn in einer parteipolitischen Werbung außerhalb
des geschäftlichen Verkehrs (unter Verwendung fremder markenrechtlich
geschützter Kennzeichen) der unzutreffende und rufschädigende Eindruck erweckt
wird, eine bekannte Organisation habe den Service bestimmter Einrichtungen
politischer Parteien getestet (und die Einrichtung der werbenden Partei sei
Testsieger), analog zu den §§ 824 I, 1004 I BGB ein Unterlassungsanspruch
begründet sein, der bei schwerwiegenden rufschädigenden Angriffen auf die Marke
nicht durch die spezielleren Bestimmungen des Markengesetzes ausgeschlossen ist
(5 W 120/2009 10. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München begründet die
Bezeichnung des Sachvortrags einer Partei als wischiwaschi nicht die Besorgnis
einer Befangenheit im Sinne des § 42 II ZPO (7 W 2449/2009 11. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg ist es keine sexuelle
Handlung nach den §§ 174 I, 176 I StGB, wenn eine nicht mehr stillende Frau
ihren sechsjährigen Sohn oder ihre neunjährige Nichte an ihrer Brust saugen
lässt (1 Ss 210/2009 22. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen ist die Entscheidung
des Präsidenten der Universität Frankfurt am Main, die studentischen Beiträge
für das Sommersemester 2010 in Höhe von 158,50 Euro statt in Höhe von 162,50
Euro zu genehmigen, rechtmäßig (10 B 129/10 27. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster sind die Kosten
eines Unterbevollmächtigten regelmäßig nur insoweit erstattungsfähig, als sie
die Kosten des urlaubsabwesenden Hauptbevollmächtigten nicht übersteigen (7
D2/2009 16. November 2009).
Nach einer Entscheidung des
Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz darf eine einen Strafgefangenen
aus Liebe bei einer Fahrt zur Beschaffung von Drogen begleitende
Strafvollzugsbeamtin aus dem Dienst entfernt werden (3 A 11186/2009 11. Januar
2010).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Münster ist es bei grob fahrlässiger
Herbeiführung des Versicherungsfalls sinnvoll und geboten, einzelne
Quotenstufen von 0, 25, 50, 75 und 100 Prozent festzulegen, innerhalb derer
dann die Quote nach dem Grad des Verschuldens unter Berücksichtigung aller
Umstände des Einzelfalls zu bemessen ist (15 O 141/2009 20. August 2009).
Nach einer Entscheidung des
Verwaltungsgerichts Berlin entfällt bei Diebstahl eines Empfängers für
den digitalen Fernsehempfang die Rundfunkgebührenpflicht nicht, wenn der
Betroffene weiterhin ein Fernsehgerät hat (27 K 200/2009 19. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des
Verwaltungsgerichts Greifswald
sind die Schmutzwasserbeseitigungsbeitragssatzung des Zweckverbands
Wasserversorgung und Abwassergebührensatzungen Rügen und die Trinkwasser- und
Abwassergebührensatzungen des Zweckverbands Festland Wolgast unwirksam (3a
194/2009, 3 A 126/2007 27. Januar 2010).
Die Bundesnetzagentur Deutschlands hat seit Dezember 2009 in neun Verfahren
wegen unerlaubter Telefonwerbung Bußgelder von 500000 Euro verhängt.
2010-01-28 Nach
einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands darf ein
Schlachtbetrieb grundsätzlich auf die Richtigkeit der amtlichen BSE-Tests und
der ihm daraufhin für sein Rindfleisch erteilten (24000)
Tauglichkeitserklärungen vertrauen (3 C 17/2009 28. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands wurden
einzelne Briefdienstleister bei Erlass der am 1. Januar 2008 in Kraft
getretenen Postmindestlohnverordnung des Bundesarbeitsministerium nicht
ausreichend beteiligt (8 C 19/2009 28. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands muss die
Deutsche Telekom AG bei dem VDSL-Ausbau des Teilnehmeranschlussnetzes
Wettbewerbern keinen Zugang zu unbeschalteter Glasfaser zwischen
Kabelverzweigern und Hauptverteilern gewähren, wohl aber den Zugang zu den
Kabelverzweigern und den Kabelkanälen zwischen Kabelverzweigern und Hauptverteilern
(C 6 22/2008 27. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz muss ein privat
versichertes Kind nach der Scheidung der Eltern trotz des entsprechenden
Willens des unterhaltspflichtigen Vaters nicht in die gesetzliche Krankenkasse
wechseln.
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Hessen muss der
Berufungsausschuss für Ärzte bei einer Entscheidung über die Verlängerung der
Abrechnungsermächtigung einer Ärztin berücksichtigen, das Pro-Familia eine
Versorgungslücke bei Randgruppen schließt (4 KA 64/2008 4. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin sind zwei Schüler von der
Anklage des versuchten Mordes an einer unbeteiligten Frau durch Werfen eines
Molotowcocktails aus Mangel an Beweisen freigesprochen.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Münster ist § 6 S. 1 BAföG
wegen Verletzung der Freizügigkeit Auslandsdeutscher europarechtswidrig (6 K
2465/2008 12. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart verletzt die
Berufsschulpflicht nicht das Erziehungsrecht der Eltern (12 K 4611/2009 7.
Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Trier ist die Abhängigkeit
einer Ermäßigung der Hundesteuer für Wachhunde von der Entfernung des zu
bewachenden Gebäudes vom nächsten bewohnten Gebäude rechtmäßig (2 K 574/2009
21. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Frankreichs
ist Dominique de Villepin vom Vorwurf der Verleumdung François Sarkozys
freigesprochen, während ein anderer Angeklagter zu drei Jahren Haft verurteilt
wurde (Clearstream).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Israels findet die vorgesehene
Zwangsöffnung von Schließfächern mit Nachlassstücken Max Brods (derzeit) nicht
statt.
Nach einer Entscheidung des Finanzministeriums der Schweiz muss Viktor
Vekselberg wegen Verletzung des Wechselgesetzes 27 Millionen Euro Buße zahlen.
Behinderte Kinder können in Deutschland auf Grund einer Konvention der
Vereinten Nationen über die Rechte von Behinderten auf Aufnahme in die
Regelschule hoffen.
Ehemalige jüdische Ghetto-Arbeiter können mit Rentennachzahlungen von insgesamt
etwa 500 Millionen Euro rechnen.
Im Iran werden zwei Demonstranten der Unruhen des Jahres 2009 hingerichtet.
2010-01-27 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein Vermieter einem
Mieter wegen Eigenbedarfs auch zu Gunsten von Neffen und Nichten (ohne
besondere persönliche Beziehung) kündigen (VIII ZR 159/2009 27. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein
Gasversorgungsunternehmen in Brandenburg fünf Klauseln in seinen allgemeinen
Geschäftsbedingungen nicht weiter verwenden (VIII ZR 326/2008 27. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands gelten für ein
Arbeitsverhältnis, dessen Parteien nach § 3 I TVG an einen Tarifvertrag
gebunden sind, die den Inhalt, den Abschluss und die Beendigung von
Arbeitsverhältnissen ordnenden Rechtsnormen dieses Tarifvertrags auch dann,
wenn der Arbeitgeber durch seine Mitgliedschaft in einem tarifschließenden
Arbeitgeberverband zugleich an einen mit einer anderen Gewerkschaft für
Arbeitsverhältnisse derselben Art geschlossenen Tarifvertrag unmittelbar
gebunden ist (4 AZR 549/2008 [A] 27. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands soll der Gerichtshof
der Europäischen Union darüber entscheiden, ob ein Reisebüro, wenn es
Opernkarten ohne zusätzliche Leistung verkauft, nur der so genannten
Margenbesteuerung zu unterwerfen ist (XI R 39/2008 10. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands steht, wenn eine
Rechnung den Regelsteuersatz in Höhe von 19 Prozent ausweist, obwohl die
gelieferte Ware nur dem ermäßigten Steuersatz von sieben Prozent unterliegt,
dem Leistungsempfänger der in dem überhöhten Steuerbetrag enthaltene,
gesetzlich geschuldete Betrag als Vorsteuer zu (V R 41/2008 19. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands
muss ein Kreditinstitut eine von einer
Behörde auf ein von dem Kreditinstitut bereits gekündigtes Girokonto
überwiesene, an den Insolvenzverwalter des früheren Kunden ausgezahlte
unberechtigte Steuererstattung nicht zurückerstatten (VII R 6/2009 10. November
2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Dresden sind seit 2005
vorgenommene Gaspreiserhöhungen der Erdgas Südsachsen GmbH mit Ausnahme der
Mehrwertsteuererhöhung unwirksam (14 U 983/2008 26. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist eine
südhessische Erdgas-Vertriebsgesellschaft wegen unzulässiger Preisspaltung
verurteilt, es zu unterlassen, von ihren Kunden Entgelte zu fordern, die um
mehr als fünf Prozent über den relevanten Vergleichspreisen des
Schwesterunternehmens im selben Vertriebsgebiet liegen (u 12/2007 [Kart] 26.
Januar 2020 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist Kadir T.
wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung im Ausland zu einem Jahr
Haft verurteilt (5-2 StE 8/2009 – 5- 12/2009 26. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe muss der Karlsruher SC
auf Grund von Vereinbarungen des Jahres 2000 rund 1,5 Millionen Euro an die MK
Medien Beteiligungs GmbH zahlen (15 U 220/2008 27. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts
Berlin-Brandenburg kann ein Unternehmer die in einem
Grundstückskaufvertrag mit einer Stadt offen ausgewiesene Umsatzsteuer als
Vorsteuer abziehen (5 K 858/2005 1. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts
Hamburg sind die Vertragsklauseln der Iduna Leben über die
Rückkaufswerte einer Lebensversicherung oder Rentenversicherung unwirksam (324
O 1152/2007 22. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Karlsruhe ist die für das
Anlegen und Ablegen der Polizeiuniform erforderliche Zeit kein Teil der
Dienstzeit eines Polizisten (11 K 3998/2008 24. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Trier darf ein Perlwein als
Paradiessecco verkauft werden, weil Prosecco keine Rebsorte und Paradies keine
Herkunftsangabe ist (5 K 640/2009 20. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika sind Vorwürfe von Pensionsfonds gegen die Ratingagenturen Moody’s und
Standard & Poor’s zurückgewiesen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Russlands ist Alexander
Pordrabinek wegen eines kritischen Artikels über Kriegsveteranen zu einer
Geldbuße und zu einem Widerruf verurteilt.
Island senkt den Leitzins auf 9,5 Prozent.
2010-01-26 Nach einer Entscheidung des Gerichtshofs der
Europäischen Union hat Bonn die Dienstleistungsrichtlinie 92/50/EWG 1997 durch
einen Vertrag mit einem Abfallentsorgungsunternehmen über die Entsorgung von
Biomüll und Grünabfällen verletzt (C-17/2009 21. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Jena ist die Kündigung eines
kein ausreichendes Kontrollsystem zur Verhinderung von Scheinbuchungen
einrichtenden Geschäftsführers einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung
rechtmäßig (7 U 244/2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Zweibrücken ist ein
Strafverteidiger wegen des Verdachts der versuchten Strafvereitelung zu Gunsten
seines Mandanten nach § 138a I Nr. 3 StPO aus einem
Betäubungsmittelstrafverfahren ausgeschlossen (2 ARs 6562/2009 14. Januar
2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern ist die
Sperrzeitverordnung der Stadt Augsburg unwirksam, soweit sie den Beginn der
Sperrzeit für die Abgabe von Speisen (Dönern) und nichtalkoholischen Getränkten
über die Straße auf ein Uhr vorverlegt (22 N 1193/2009 25. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern war die Sperrung der
B8 bei Regensburg im Frühjahr 2007 nur teilweise rechtmäßig (11 BV 789/2008 18.
Januar 2009 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen ist es
nach dem 19. Januar 2009 verboten, nach vorheriger Entziehung einer
Fahrerlaubnis in einem anderen Mitgliedstaat der europäischen Union eine neue
Fahrerlaubnis zu erteilen bzw. eine gleichwohl erteilte Fahrerlaubnis
anzuerkennen (16 B 814/2009 20. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Düsseldorf ist eine Lieferung von
Mahlzeiten an ein Altenheim verbunden mit Dienstleistungen mit dem vollen
Umsatzsteuersatz von 19 Prozent zu versteuern (1 K 977/2006).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Düsseldorf ist die Festsetzung von
Nachzahlungszinsen nach § 233a rechtmäßig, wenn der Schuldner der
Steuernachforderung Liquiditätsvorteile hatte, weil er von der Zahlung der
geschuldeten Steuer wegen unzutreffender Steuerfestsetzung vorerst freigestellt
war (4 K 137/2008 9. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin muss ein privater
Kindergarten in Berlin-Mitte wegen Spannungen und Arbeitsbedingungen schließen,
die den Zweck der Betreuung und Erziehung der Kinder in den Hintergrund hätten
treten lassen (18 L 473/2009 22. Januar 2010 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Neustadt an der Weinstraße ist
das Bohren eines Gartenbrunnens meldepflichtig und bei möglicher Gefährdung des
Grundwassers entgeltlich erlaubnispflichtig (4 K 767/2009 16. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Stralsund muss ein ehemaliger
Betreiber einer Pizzeria an die Behörde zur Betreuung von Langzeitarbeitslosen
rund 6600 Euro als Ersatz für Aufstockungsleistungen zu (sittenwidrigen)
Stundenlöhnen von 1,32 Euro zahlen.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichts der Schweiz ist der Antrag Claudia
Pechsteins auf Aussetzung ihrer Dopingsperre während der Olympischen
Winterspiele abgelehnt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Chinas sind vier Uiguren wegen
der Unruhen im Jahre 2009 zum Tode verurteilt.
2010-01-25 Nach
einer Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union hat ein Kind eines
türkischen, seit mindestens drei Jahren in einem Mitgliedstaat ordnungsgemäß
beschäftigten Arbeitnehmers nach Berufsausbildung im Aufnahmemitgliedstaat ein
Recht auf Zugang zum Arbeitsmarkt dieses Staates und damit auch ein
Aufenthaltsrecht (C-462/2008 21. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Nordrhein-Westfalen erzielt ein
Insolvenzverwalter Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit, nicht aus
Gewerbebetrieb (7 K 3041/2007 18. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Düsseldorf ist die Nichtgeltendmachung von
Mietnebenkosten bei Vermietung an Arbeitnehmer durch den Arbeitgeber geldwerter
Vorteil bzw. lohnsteuerpflichtiger Arbeitslohn, wobei eine gleichzeitige
Überlassung an Betriebsfremde zu gleichen Bedingungen erst bedeutsam wird, wenn
sie etwa 25 bis 30 Prozent der Mietwohnungen betrifft (11 K 4662/2006 L 5.
November 2009).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen hat eine
langjährig in Nordrhein-Westfalen geduldete Chinesin Anspruch auf Anerkennung
als Schwerbehinderte (10 SB 450/2008 28. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund darf der Landesverband der
Betriebskrankenkassen Nordrhein-Westfalen einen Transparenzbericht über ein
Pflegeheim in Unna veröffentlichen (39 P 279/2009 11. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund kann eine die
Erwerbsfähigkeit eines Arbeitslosen belegende tatsächliche Arbeitsleistung in
einem Ein-Euro-Job der Gewährung einer Rente wegen Erwerbsminderung
entgegenstehen (26 [1] R 40/2008 17. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin ist ein seine Nicht schwer
verletzender Briefbombenattentäter wegen versuchten Mordes zu lebenslanger Haft
verurteilt (22. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des
Landgerichts Coburg hat eine beim Färben des Haares durch einen Friseur eine 25
Quadratzentimeter große Verätzung an der Kopfhaut erleidende Frau einen
Anspruch auf 5000 Euro Schmerzensgeld (21 O 205/2009).
Nach einer
Entscheidung des Arbeitsgerichts Köln darf eine Rechtsanwaltskanzlei einem Rechtsanwalt
nicht 680 Euro Gehalt für 384 Minuten (krankheitsbedingten) Toilettenbesuch in
19 Tagen abziehen.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München darf ein Mieter
Einsicht in Belege einer Nebenkostenabrechung auch in der Form der Ablichtung
mit technischen Hilfsmitteln (Scanner, Foto) nehmen, sofern dadurch die Belege
nicht beschädigt werden (412 C 34593/2008 21. September 2009).
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft Dresden ist die Internetseite
des Aktionsbündnisses Dresden Nazifrei.de wegen Verletzung des
Versammlungsgesetzes rechtswidrig.
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft Hannover hat Ministerpräsident
Wulff durch Höherstufenlassen während eines Urlaubsflugs keine Vorteilsannahme
begangen.
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Innsbruck hat Markus Wilhelm durch
Veröffentlichung einer Rede Herwig van Staas (Schwein oder Schweigen?) keine
üble Nachrede begangen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen
Gerichts Großbritanniens sind zwei zehn und elf Jahre alte und damit
strafmündige Brüder wegen Überfalls auf zwei Kinder zu mindestens fünf Jahren
Gewahrsam verurteilt.
Beatrix Karl wird als Nachfolgerin Johannes Hahns (EU-Kommission)
Wissenschaftsministerin Österreichs.
Im Irak wird das Todesurteil gegen Ali Hassan al Madschid (Chemie-Ali) durch
den Strang vollzogen.
Israel zahlt aus
Respekt vor den Verlusten der Vereinten Nationen im Gazakrieg an die Vereinten
Nationen etwa 7,5 Millionen Euro.
Prantl, Heribert ist von der juristischen Fakultät der Universität Bielefeld zum
Honorarprofessor ernannt worden.
2010-01-24 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands kann bei Unteilbarkeit der Gläubigerleistung
der Gläubiger auch dann vom ganzen Vertrag zurücktreten, wenn sein eigenes
Interesse an der Teilleistung des Schuldners nicht entfallen ist (V ZR 203/2008
16. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann eine durch
Verwaltungsakt getroffene Nichtsgenehmigungsbedürftigkeitsentscheidung der
zuständigen Behörde einer Genehmigung gleichgestellt werden, wenn der
gesetzliche Genehmigungsvorbehalt nur dem Schutz öffentlicher Interessen dient
(XI ZR 286/2008 22. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann die Zulassung
der Revision auf den Grund eines im Rechtsstreit erhobenen Gegenanspruchs
beschränkt werden und steht bei Rückabwicklung eines Verbrauchsgüterkaufs einem
Anspruch des Verkäufers auf Nutzungsersatz gemäß § 346 I BGB europäisches Recht
nicht entgegen (VIII ZR 243/2008 16. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein nach
Ausschluss eines Beklagten vom Verfahren wegen Missachtung des Gerichts (z. B.
Australiens) und nach Zurückweisung einer hiergegen gerichteten Beschwerde
erlassener Unterhaltstitel wegen Verletzung des verfahrensrechtlichen ordre
public von einer Vollstreckbarkeitserklärung ausgeschlossen sein (XII ZB
50/2006 2. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands liegt, wenn das
schwerverletzte Tatopfer ohne Tötungsvorsatz in klirrender Kälte am Tatort
zurückgelassen wird und der Täter am nächsten Tag mit Tötungsvorsatz die
Unterlassung von Rettungsversuchen beschließt, eine Tat im prozessualen Sinne
jedenfalls dann vor, wenn das Geschehen am Folgetag Gegenstand der Anklage war
(2 StR 85/2009 20. Mai 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands steht dem
Betriebsrat kein allgemeiner, von den Voraussetzungen des § 23 III BetrVG
unabhängiger Unterlassungsanspruch zur Seite, um eine gegen § 99 I BetrVG oder
§ 100 II BetrVG verstoßende personelle Einzelmaßnahme zu verhindern (1 ABR
23/2008 23. Juni 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg setzt im
Verfahren auf Zulassung der Berufung eine Anfechtung der Kostenentscheidung bei
teilweiser Erledigung der Hauptsache voraus, dass hinsichtlich des nicht
erledigten Teiles die Berufung zugelassen wird (6 N 30/2008 19. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Bremen kann ein Hund sichergestellt
werden, wenn er fortdauernd unzumutbare Lärmbeeinträchtigungen verursacht und
nicht ersichtlich ist, wie der Eigentümer für die Zukunft verlässlich weitere
Beeinträchtigungen ausschließen will (1 B 215/2009 3. September 2009 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen steht einem
Folgenbeseitigungsanspruch des Kindes auf Rücknahme einer behördlichen
Vaterschaftsanfechtungsklage entgegen, dass in der Erhebung der Klage gegen die
erfolgte Vaterschaftsanerkennung kein rechtswidriger Eingriff in ein
subjektiv-öffentliches Recht des Kindes liegt, und besteht ein
subjektiv-öffentliches Recht des Kindes auf ermessensfehlerfreie Entscheidung
der zuständigen Behörde über eine Anfechtung einer erfolgten
Vaterschaftsanerkennung nicht (7 D 1536/2009 17. Juni 2009).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist der Antrag Roman Polanskis auf Verurteilung in Abwesenheit wegen
Vergewaltigung abgelehnt.
2010-01-23 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs
Deutschlands ist eine Einstellung der Zwangsvollstreckung im Revisionsverfahren
ohne Sicherheitsleistung nur zulässig, wenn glaubhaft gemacht wird, dass der
Schuldner zur Sicherheitsleistung nicht in der Lage ist (VIII ZR 305/2009 8.
Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist auch die
Fortführung des wesentlichen Kernbereichs eines Unternehmens eine
Unternehmensfortführung nach § 25 I HGB (II ZR 229/2008 7. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss bei
Nichteröffnung des Insolvenzverfahrens der vorläufige Insolvenzverwalter seinen
Vergütungsanspruch gegen den Schuldner im ordentlichen Rechtsweg geltend machen
(VI ZR 219/2008 24. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann die
Staatskasse bei bewilligenden Prozesskostenhilfeentscheidungen nur solche
Beschwerdeanträge stellen, die darauf gerichtet sind, dem Antragsteller die
Leistung von Zahlungen auf die Kosten der Prozessführung aufzuerlegen (VIII ZB
44/2009 17. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands genügt die bloße
Darstellung anderer Rechtsansichten ohne jede Auseinandersetzung mit den
Gründen des Berufungsurteils nicht den Anforderungen an eine ordnungsgemäße
Revisionsbegründung, wobei auf eine Begründung der Nichtzulassungsbeschwerde
nur bei ausdrücklicher oder konkludenter Bezugnahme zurückgegriffen werden kann
(9 AZR 875/2008 13. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg bemisst sich der
Streitwert einer Klage auf Duldung der Wegnahme von Strom-, Gas- und
Wasserzählern danach, welcher Schaden dem Versorger bei Fortsetzung der
Lieferungen in den nächsten sechs Monaten voraussichtlich entstehen wird (5 W
54/2009 22. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Rostock kann ein
Verkehrsunfallschaden nicht auf der Grundlage fiktiver Reparaturkosten
abgerechnet werden, wenn der Eigentümer das Kraftfahrzeug noch vor der
Reparatur abmeldet und nicht wieder anmeldet, so dass keine
Weiterbenutzungsabsicht gegeben ist (5 U 275/2008 23. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg sind Aufwendungen
für ein eingeholtes privates Gutachten eines Sachverständigen nur
erstattungsfähig, wenn das Gutachten erkennbar in den Prozess eingeführt wird
(12 OA 129/2008 2. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts der Schweiz ist der
Datentransfer einer amerikanischen Kundin der Schweizer UBS untersagt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist die Urheberrechtsverletzungschadensersatzstrafe Jammie
Thomas-Rassetts von 1,92 Millionen Dollar auf 54000 Dollar ermäßigt worden.
*Morawietz, Wolfgang, Die Aufhebung des Vorrangs des Geschiedenenunterhalts,
2009
*Wernitznig, Beate, Meine Rechte und Pflichten als Vater, 2010
*Jakob, Wolfgang, Abgabenordnung, 5. A. 2010
*Münchener Prozessformularbuch Verwaltungsrecht, hg. v. Johlen, Heribert, 3. A.
2009
*Wittig, Petra, Wirtschaftsstrafrecht, 2010
2010-01-22 Infolge einer Nachzählung in Husum verlieren
die Regierungsparteien Schleswig-Holsteins ein Abgeordnetenmandat an die Linke.
Nach einer Entscheidung des Gerichts erster Instanz der europäischen
Gemeinschaften haben drei Baumwollentkörnungsunternehmen mangels Kausalität der
Rechtsverletzung für den Schaden keinen Schadensersatzanspruch wegen der 2006
vom Europäischen Gerichtshof ausgesprochenen Nichtigerklärung einer
Beihilferegelung (T-252/2007 20. Januar 2010 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein Vertrag mit
einem Betreiber eines Video-Portals ein Dienstvertrag und ist eine allgemeine
Geschäftsbedingung, wonach bei Kündigung die vertraglich vereinbarte Vergütung
unabhängig von der Erbringung der vertragstypischen Hauptleistung als verdient
gilt, unzulässig (III ZR 93/2009 8. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist eine
Leistungsklage gegen den Insolvenzverwalter auf Zahlung der Abfindung aus einem
nach Anzeige der Masseunzulänglichkeit abgeschlossenen Sozialplan unzulässig (6
AZR 785/2008 21. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf wird im
Strafverfahren gegen die Beteiligten des so genannten Sauerlandverfahrens der
Vorwurf der Mitgliedschaft in einer inländischen Terrorvereinigung nicht weiter
verfolgt (20. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz ist es mit dem
Kindeswohl nicht vereinbar, wenn ein Kind durch ständigen Wechsel des
Aufenthaltsorts bei getrennt lebenden Elternteilen belastet wird und keine
Stabilität erleben kann (11 UF 251/2009 12. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands müssen Wahlvorschläge für die Wahl einer
Schwerbehindertenvertretung mit der erforderlichen Anzahl von
Stützunterschriften im Original bei dem Wahlvorstand eingehen (nicht in
Telekopie) (7 ABR 39/2008 20. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I ist eine allgemeine
Geschäftsbedingung, wonach ein Mieter sich verpflichtet, die
Schönheitsreparaturen „ausführen zu lassen“ unangemessen und begründet die Gesamtunwirksamkeit der
Abwälzungsklausel (15 S 6274/2009 30. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Lüdinghausen ist für das Ausnehmen einer
Fahrzeugart von einer Fahrerlaubnissperre das Vorliegen einer
Gefahrenabschirmung erforderlich (9 Ds-82 Js 5515/2009 8. Dezember 2009).
Microsoft schließt eine (seit Monaten ihm bekannte) Sicherheitslücke im
Internet Explorer.
2010-01-21 Nach
einer Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union sind nach Eröffnung
eines Hauptinsolvenzverfahrens in einem Mitgliedstaat die Behörden aller
anderen Mitgliedstaaten verpflichtet,
alle Entscheidungen in Zusammenhang mit diesem verfahren anzuerkennen und zu
vollstrecken, und dürfen keine Vollstreckungsmaßnahmen in Vermögenswerte des
Schuldners im eigenen Lande anordnen, wenn dies das Recht des Staates der
Verfahrenseröffnung nicht erlaubt (C-444/2007 21. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands haften die
einzelnen Mitglieder einer Wohnungseigentümergemeinschaft grundsätzlich nicht
gesamtschuldnerisch für Schulden aus
einem von der Wohnungseigentümergenossenschaft geschlossenen Vertrag (VIII ZR
329/2008 20. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist der
Planfeststellungsbeschluss für die Ortsumgehung Waake bei Göttingen rechtmäßig
(9 B 26/2009 28. Dezember 2009 u. a.).
Nach einem bindend gewordenen Vergleichsvorschlag des Bundesverwaltungsgerichts
Deutschlands darf der Sacrow-Paretzer-Kanal vertieft, aber nicht verbreitert
werden (7 A 11/2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands darf ein
Arbeitgeber einem Betriebsrat nicht grundlos den Zugang zum Internet verweigern
(7 AB`R 79/2008 20. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I muss eine Bank
Schadensersatz an Anleger eines täuschenden Immobilienfonds zahlen, die ihre
Beteiligungen über die Rechtsvorgängerin der Bank finanziert hatten (28 O
24981/2007 12. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Kiel ist die fristlose Kündigung
des Trainers Falko Götz rechtmäßig.
Nach einer Entscheidung des Sportgerichts des deutschen Fußballbunds muss
Trainer Jürgen Klopp wegen unsportlichen Verhaltens 5000 Euro zahlen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Österreichs sind die fünf
Verurteilungen und die sechs Freisprüche im Finanzskandal Tirols rechtmäßig.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Großbritanniens ist eine ihren
siebenundzwanzigjährigen, schwer hirnverletzten Sohn mit Heroin tötende Mutter
wegen Mordes und vorher versuchten Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Spaniens ist eine Enteignung
eines Grundstückseigentümers durch die Stadt Soria zu Gunsten eines
Gewerbevorhabens nahe der Ausgrabungsstätte Numancia rechtswidrig.
Das Parlament Angolas beschließt die erste Verfassung des Landes.
Die Europäische Kommission billigt die Übernahme Suns
durch Oracle.Talanx verklagt die Bundesbank auf Zurverfügungstellung eines
Girokontos.
Pagenkopf, Martin tritt als Richter des Bundesverwaltungsgerichts in den
Ruhestand.
Schreiber, Karlheinz räumt verschleierte Spenden an die Christlich Soziale
Union Bayerns ein.
2010-01-20 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die Änderung
des Personenbeförderungsgesetzes (§ 45a II 3) wegen Überschreitung der
Zuständigkeit des Vermittlungsausschusses nicht in formell verfassungsmäßiger
Weise (Beteiligung des Bundestags) zustandegekommen (2 BvR 758/2007 8. Dezember
2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands benachteiligt eine
in einem Wohnraummietvertrag enthaltene Farbvorgabe für den Innenanstrich von
Türen und Fenstern den Mieter unangemessen und ist deswegen unwirksam (VIII ZR
50/2009 20. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Verurteilung des Holzklotzwerfers von Oldenburg durch das Landgericht Oldenburg
zu lebenslanger Haft rechtmäßig (4 StR 536/2009 12. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Verurteilung des Kofferbombers von Köln zu lebenslanger Haft durch das
Oberlandesgericht Düsseldorf rechtmäßig (3 StR 327/2009 24. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands hat ein
Pensionssicherungsverein auch für gesetzlich unverfallbare
Betriebsrentenanwartschaften aus früherer Tätigkeit als Mitglied einer
Produktionsgenossenschaft Handwerk einzustehen, weil eine entsprechende
Tätigkeit für ein Unternehmen einem Arbeitsverhältnis gleichsteht (3 AZR
660/2009 19. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands können Arbeitgeber
und Arbeitnehmer den Zufluss einer Abfindung anlässlich der Beendigung eines
Arbeitsverhältnisses in der Weise steuerwirksam gestalten, dass sie die
Fälligkeit der Abfindung vor ihrem Eintritt hinausschieben (IX R 1/2009 11.
November 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin ist der Ausschluss der
Verkehrsgewerkschaft GDBA aus dem Deutschen Beamtenbund rechtswidrig.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main darf der Deutsche
Beamtenbund nicht behaupten die Verkehrsgewerkschaft GDBA habe sich mit der
Gewerkschaft Transnet zusammengeschlossen.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hagen ist ein Einundzwanzigjähriger
wegen Ermordung seiner Cousine zu 14 Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Vietnams sind der
Menschenrechtsanwalt Le Cong Dinh und drei Mitangeklagte wegen versuchten
Sturzes der Regierung zu hohen Haftstrafen verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Chinas ist Zhou Yongjun wegen
Betrugs zu neun Jahren Haft und Zahlung einer Gelstrafe verurteilt.
2010-01-19 Nach
einer Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union ist der die
Nichtberücksichtigung von vor Vollendung des 25. Lebensjahrs liegenden
Beschäftigungszeiten bei der Berechung der Kündigungsfristen nicht
berücksichtigende § 622 II 2 BGB wegen Diskriminierung europarechtswidrig, so
dass er in einem Rechtsstreit nicht angewendet werden darf (C-555/2007 19.
Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss auch in einem
berufsrechtlichen Verfahren (z. B. gegen einen Steuerberater) die Strafe bei
überlanger Verfahrensdauer milder ausfallen (StB [R] 2/2009 7. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Dresden sind
Programmzeitschriftenverlage zur Zahlung von Lizenzgebühren an die VG Media
verpflichtet (14 U 818/2009 15. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln muss ein durch seine
Hausmeisterin ein afrikanisches Ehepaar („Neger“) als Mieter ablehnender
Vermieter wegen Diskriminierung 5000 Euro Schadensersatz zahlen (24 U 51/2009
19. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Bayern ist eine Abwrackprämie
bei Kauf eines Neukraftfahrzeugs durch einen Hartz IV-Empfänger ein nicht
anzurechnendes Einkommen (7 AS 631/2009 B ER 21. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Köln ist ein Gewinn aus der RTL II-Show Big Brother einkommensteuerpflichtig (15 K
2917/2006 29. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg ist Melitta durch eine in
einem Werbespot Kaffee-Partners eine Filtertüte naserümpfend in den Abfall
werfende Schauspielerin nicht in Rechten verletzt (19. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln müssen Betreiber elektronischer
Programmführer und Programmzeitschriften, die auf dem Rechner oder dem
Fernsehempfänger empfangen werden können, für die Nutzung der von den Sendern
bereit gestellten Texte, Bilder, Trailer und Audiosequenzen keine
Lizenzgebühren an die Verwertungsgesellschaft der privaten Sender (VG Media)
zahlen, weil die Rechtewahrnehmung ohne Genehmigung der Europäischen Kommission
unzulässig ist (28 O 479/2008 23. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln kann ein Insolvenzverwalter nicht
die Zahlung des Arbeitnehmeranteils zur Sozialversicherung durch ein
Krisenunternehmen anfechten (13 S 230/2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Gießen muss ein Computernutzer
Gebühren an die Gebühreneinzugszentrale nur zahlen, wenn er tatsächlich
fernsieht oder Radio hört (9 K 305/2009 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Münster darf ein Bericht über eine
Qualitätsprüfung eines Pflegeheims vorerst nicht veröffentlicht werden (6 P
202/2009 ER).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München hat ein direkt vor der
Eingangstüre eines Geschäfts parkender Kraftfahrzeugeigentümer keinen Anspruch
auf Ersatz des von der sich öffnenden
Türe verursachten Schadens (281 C 16247/2009 30. Juli 2009).
Japan Airlines melden Insolvenz an.
Kraft bietet 20 Milliarden Dollar für Cadbury.
Der Abgeordnete Neskovic der Linkspartei ist bei dem zweiten Versuch in das
Parlamentarische Kontrollgremium des Bundestags Deutschlands gewählt.
2010-01-18 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands dürfen die Buchstaben CCCP trotz geschützter Marke grundsätzlich an Kleidungsstücken angebracht werden (I ZR 82/2008 14. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands
dürfen die Buchstaben DDR trotz geschützter Marke grundsätzlich an
Kleidungsstücken angebracht werden (I ZR 92/2008 14. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands verletzen
Spielzeugautos mit Markenzeichen (z. B. Opel-Blitz) nicht die Markenrechte des
Kraftfahrzeugherstellers (I ZR 88/2008 14. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind die Preisanpassungsklauseln
eines Gasversorgers unangemessen (VIII ZR 81/2008 13. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist eine
Steuerveranlagung auf Antrag (Lohnsteuerjahresausgleich) auch dann von den
Finanzämtern für die Jahre vor 2005 zu bearbeiten, wenn über die Veranlagung
bis 28. Dezember 2007 noch nicht bestandskräftig entschieden wurde (VI R 1/2009
12. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm muss Nordrhein-Westfalen
aus Amtshaftung rund 700000 Euro wegen überlanger Dauer eines Zivilprozesses
(18 Jahre) zahlen (11 U 27/2006 8. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz kann eine
Wohnungseigentümergemeinschaft zur Bezahlung der durch den Verbrauch eines
insolventen Wohnungseigentümers angefallenen Heizungskosten verpflichtet sein
(10 U 1164/2008 9. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Schleswig-Holstein darf ein
Arbeitgeber einen ausländischen Arbeitnehmer bei mangelnder Sprachkompetenz zum
Besuch eines Sprachkursus auffordern (6 Sa 158/2009 23. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Bayern genügt eine
unspezifische Aufforderung des Gerichts zum weiteren Betreiben eines in Gang
gesetzten sozialgerichtlichen Verfahrens nicht als Grundlage für die Fiktion
der Klagerücknahme (5 R 884/2009 8. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Spaniens erhält Camilo José
Cela Conde infolge Nichtigkeit von Umgehungsgeschäften 5,2 Millionen Euro aus
dem Erbe des Literaturnobelpreisträgers Camilo José Cela (1916-2002).
Baden-Württemberg schließt mit den israelischen Religionsgemeinschaften einen
Staatsvertrag über die Zahlung von 750 Euro jährlich pro Mitglied.
Die eine Halbierung des Mehrwertsteuersatzes für Übernachtungen erreichende FDP
hat von einem Hotelunternehmen 1,1 Millionen Euro Spenden erhalten, die CSU 820000 Euro.
2010-01-17 Nach einer Entscheidung des
Oberlandesgerichts Düsseldorf darf ein Milcherzeugnishersteller gegenüber der
Grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH nicht pauschal die Lizenzentgelte
kürzen, weil einzelne Verpackungen möglicherweise wegen Diebstahls, Schwund,
Ablauf der Mindesthaltbarkeit oder Beschädigung im Handel verbleiben oder wegen
nicht vollständiger Restentleerung vom Endverbraucher nicht im dualen System
entsorgt werden (30. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichts des Deutschen Fußballbundes ist die Sperre Ranisav Jovanovics
von vier Spielen auf drei Spiele verringert.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Frankreichs muss Aujourd’hui
en France wegen Veröffentlichung von Bildern Roman Polanskis in Gstaad
(Hausarrest) zu 3000 Euro Geldbuße verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts des Irak ist Ali Hassan Al
Majid (Chemie-Ali) wegen des Giftgasangriffs
auf Halabdscha zum Tode verurteilt.
Russland ratifiziert das Protokoll Nr. 14 zur Europäischen
Menschenrechtskonvention, nachdem zugesichert wurde, dass bei Verfahren gegen
Russland ein Vertreter Russlands unter den Richtern sein wird.
Tirol beendet das Experiment der Lawinisierung narkotisierter Schweine unter
dem Druck der öffentlichen Meinung.
Berlin ersetzt die Hauptschule und die Realschule durch Gymnasium
(Primarschule?) und Sekundarschule.
Dieter Bartsch tritt als Geschäftsführer der Linken nicht zur Wiederwahl an.
Der wahrscheinlich zu Beginn des 17. Jahrhunderts in den Minen des Großmoguls
Jahangir entdeckte, über König Philipp IV. von Spanien, die Infantin Margarita
Teresa, Kaiser Leopold I., 1717 durch Heirat an das Haus Wittelsbach gekommene,
1931 zur Versteigerung gegebene, 2008 an Laurence Graff gekommene nach dem
Hope-Diamanten zweitgrößte blaue Diamant der Welt ist von 35,5 Karat auf 31
Karat umgeschliffen worden (Wittelsbach-Graff).
Die Zahl der durch ein Erdbeben auf Haiti Getöteten steigt auf vielleicht mehr
als 140000.
2010-01-16 Nach einer Entscheidung des
Oberlandesgerichts Koblenz hat ein Reisender, der das ständige Zubodenfallen
von Kokosnüssen nicht am Urlaubsort rügt, keinen Anspruch auf Schadensersatz (5
U 766/2009).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Hannover darf ein Reisender ein
Ersatzquartier ablehnen, wenn es entgegen der Vereinbarung nicht über getrennte
Schlafzimmer für Eltern und Kinder verfügt (514 C 17158/2007).
Im Oberlandesgerichtsbezirk Köln können Verfahren auf Wunsch auch in englischer
Sprache durchgeführt werden.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Österreichs darf ein Lokal
in Neustift (Disco Rumpl) vorläufig weiter bis sechs Uhr morgens geöffnet
werden:
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Innsbruck müssen Gemeinden ihre
wichtigsten Straßen ganztägig auf voraussichtliche Vereisung prüfen, um
Verkehrsunfälle möglichst zu verhindern, oder andernfalls den dadurch
entstehenden Schaden ersetzen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Georgiens sind drei Anführer
der Meuterei eines Panzerbataillons zu Haft zwischen 19 und 29 Jahren, 15
weitere Soldaten zu Haft zwischen drei und 15 Jahren verurteilt.
Das Sicherheitsunternehmen Xe (alias Blackwater) der Vereinigten Staaten von
Amerika einigt sich mit den Hinterbliebenen von Opfern einer Schießerei auf
Zahlung von 100000 Dollar pro Toten und 20000 bis 50000 Dollar pro Verletzten.
Im Vatikan kam es bei 490 Staatsbürgern 2009 zu 474 Zivilprozessen und 446
Strafverfahren, an denen aber hauptsächlich Staatsbürger anderer Staaten
beteiligt waren (rund 18 Millionen Pilger und Touristen).
Nach langen Verhandlungen erhält Bremerhaven von Niedersachen 15
Quadratkilometer auf der Luneplate als Ausgleichsfläche für die Erweiterung
eines Containerterminals (183 Jahre nach der Übertragung von 900 Hektar Land
von Hannover an Bremen).
Martinique und Guayana lehnen mehrheitlich eine Erweiterung ihrer Autonomie
gegenüber Frankreich ab.
2010-01-15 Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs
Bayern verliert ein Gemeinderat aus Thurmansbang im Bayerischen Wald sein
Mandat, weil er am Wochenende bei seiner Frau und seinem Wohn in einer anderen
Gemeinde ist (79-VI-2009 11. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf begründet ein
laufendes Ermittlungsverfahren kein umfassendes Aussageverweigerungsrecht (z.
B. eines früheren Abteilungsleiters im Umweltministerium Nordrhein-Westfalens)
vor einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss (III-4 OGs 1/2009 15. Januar
2010).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln ist eine einer Vereinbarung
widersprechende gemeinsame Unterbringung von Eltern und Kindern ein Reisemangel
in Höhe von einem Viertel des Reisepreises (23 O 435/2008).
Nach einer Entscheidung der Datenschutzbehörde Baden-Württemberg muss die
Drogeriemarktkette Müller wegen rechtswidrigen Umgangs mit Gesundheitsdaten
ihrer Mitarbeiter 137500 Euro zahlen.
Die Zahl der gesetzlichen Krankenkassen Deutschlands ist 2009 von 201 (1970
1815) auf 169 zurückgegangen.
Der Bund Deutschlands hat 2009 statt erwarteter 49,1 Milliarden Schulden nur
rund 36 Milliarden neue Schulden gemacht.
Die Frankfurter Sparkasse entschädigt etwa 4600 Inhaber von Zertifikaten von
Lehmann Brothers mit rund 40 Millionen Euro.
Im Jahr 2009 wurden im Euroraum von etwa 13 Milliarden Banknoten etwa eine
Million gefälscht.
Willi Daume († 1996) war Mitglied der Nationalsozialistischen Deutschen
Arbeiterpartei (Nr. 6098980) und Mitarbeiter des Sicherheitsdiensts der
Schutzstaffel (SS).
Nach einem Gutachten des Klagenfurter Phonetikers Franz Dotterweich hat Herwig
von Staa eindeutig Schwein gesagt, doch ist fraglich, ob er damit Joschka
Fischer gemeint hat.
Im Landkreis Uecker Randow können sich Vertriebene, die im Zweiten Weltkrieg
ihre Geburtsurkunde eingebüßt haben, mit ihrem Geburtsort wieder registrieren
lassen.
Der Wert des Euro steigt auf 1,45 Dollar.
Der Ölpreis steigt auf 83 Dollar pro Fass (Anfang 2009 rund 40 Dollar).
Langes Fernsehen
verkürzt das Leben.
2010-01-14 Nach
einer Entscheidung des Gerichtshofs der europäischen Union kann die
Bundesrepublik Deutschland der Aufnahme der Ems zwischen Papenburg und Nordsee
in die Habitat-Richtlinie nur naturschutzfachliche, nicht auch wirtschaftliche
Gründe (z. B. Arbeitsplätze einer Werft in Papenburg) entgegenhalten
(C-226/2008 14. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union ist das
durchgehende Verbot der Koppelung eines Gewinnspiels mit dem Erwerb einer Ware
in Deutschland ohne Berücksichtigung besonderer Einzelumstände
europarechtswidrig (C-304/2008 14. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands muss
Vattenfall Europe eine angeordnete nachträgliche Mehrerlössaldierung
durchführen (1 BvR 2738/2008 21. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist die beschränkte
Abziehbarkeit von Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung, von sonstigen
Vorsorgeaufwendungen und des Grundfreibetrags 2005 verfassungsgemäß (X R
34/2007 18. November 2009 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Schleswig-Holstein kann eine Bedrohung und
Beleidigung von Arbeitskollegen jedenfalls nach einer Abmahnung eine fristlose
Kündigung rechtfertigen (3 Sa 224/2009 21. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts
Düsseldorf war die Notübernahme der Düsseldorfer Hypothekenbank AG
(Wolfgang Schupplis) durch den Einlagensicherungsfonds der deutschen
Privatbanken gegen vier Euro rechtmäßig (13. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin muss die Linke wegen
eines fehlerhaften Rechenschaftsberichts für das Jahr 2006 rund 300000 Euro
Strafe zahlen(2 K 118/2009 14. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Spaniens sind fünf
nordafrikanische Islamisten wegen Unterstützung Al Qaidas zu Haft zwischen fünf
und neun Jahren verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Iraks sind elf Iraker wegen
Beteiligung an Anschlägen auf die Ministerien für Äußeres und Finanzen am 19.
August 2009 zum Tode durch Erhängen verurteilt.
Die Mongolei setzt die Todesstrafe aus.
Durch Versteigerung eines gepfändeten Ohrrings Diego Maradonas in Bozen um
25000 Euro verringert sich Diego Maradonas Steuerschuld in Italien auf 36,875
Millionen Euro.
2010-01-13 Nach
einer Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union ist das Höchstalter
von 30 Jahren für die Einstellung bestimmter Feuerwehrleute (mittlerer
feuerwehrtechnischer Dienst) in Deutschland wegen des damit verbundenen
rechtmäßigen Zieles keine verbotene Diskriminierung wegen des Alters
(C-229/2008 12. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist die Altersgrenze von
68 Jahren für Vertragszahnärzte im Gegensatz zu Zahnärzten ohne Kassenzulassung
in Deutschland möglicherweise wegen Altersdiskriminierung
gemeinschaftsrechtswidrig (C-341/2008 12. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ist
die Befugnis der Polizisten Großbritanniens, in bestimmten Gebieten jedermann
ohne besondere Verdachtsmomente anzuhalten und zu durchsuchen eine Verletzung
der Freiheitsrechte.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann gegen einen
gefährlichen Sittlichkeitsstraftäter keine nachträgliche Sicherungsverwahrung
verhängt werden, wenn keine neuen Tatsachen vorliegen (1 StR 372/2009 13.
Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind die
Preisanpassungsbedingungen der Stadtwerke Essen unangemessen (VIII ZR 81/2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der Freispruch
für einen die eingestürzte Eissporthalle in Bad Reichenhall prüfenden Statiker
durch das Landgericht Traunstein wegen rechtsfehlerhafter Bewertung aufgehoben
(1 StR 272/2009 12. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands muss ein Unternehmer
bei Verlegung seines bisher im Inland ansässigen Betriebs ins Ausland und
dortiger Fortführung die im Betriebsvermögen angesammelten stillen Reserven
nicht wie bei einer Betriebsaufgabe sofort aufdecken und versteuern (I R
99/2008 28. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist die
Hinzurechnungsbesteuerung nach den §§ 7ff. AStG wegen Verletzung der
Niederlassungsfreiheit gemeinschaftsrechtswidrig (I R 114/2008 21. Oktober
2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands können Aufwendungen
für gemischt dienstlich und privat veranlasste Reisen künftig teilweise als
Betriebsausgaben oder Werbungskosten von der Steuer abgesetzt werden (GrS
1/2006 21. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz ist ein
Chevrolet-Van von General Motors kein
Büromobil, sondern ein nach Hubraum zu versteuerndes Kraftfahrzeug (4 K
1195/2009 27. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Osnabrück schließt ein
Abfindungsvergleich über Schadensersatzansprüche eines Kindes wegen Fehlers
eines Arztes bei der Geburt eine Pflicht des Arztes zum Ersatz der Kosten einer
Eingliederungsmaßnahme durch die Bundesagentur für Arbeit nicht aus, wenn
absehbare Ersatzansprüche des Kindes gegen den Arzt bereits bei Geburt auf die
Bundesagentur für Arbeit übergegangen sind (2 O 1097/2009 13. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts
Hannover darf Olav Troim wegen möglichen Interessenkonflikts nicht als
Aufsichtsratsmitglied TUIs in das Handelsregister eingetragen werden.
Der Bundesverband Computerhersteller einigt sich mit der Zentralstelle für
private Überspielrechte auf eine Urheberrechtsabgabe von 13,65 Euro pro PC mit
Brenner und von 12,15 Euro pro PC ohne Brenner ab 1. Januar 2002 (bis 31.
Dezember 2010).
2010-01-12 Nach einer Entscheidung des europäischen
Gerichtshofs für Menschenrechte verletzt die Verfassung Bosniens das Verbot der
Benachteiligung und das Recht auf freie Wahlen.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein
Wirtschaftsprüfer(z. B. einer ein Hotel betreibenden Kommanditgesellschaft) das
geprüfte Unternehmen nicht auf eigene Fehler (z. B. das Übersehen eines
Schwarzgeldkontos des Geschäftsführers) von sich aus hinweisen und kann bei
einer Schadensersatzverpflichtung bei Pflichtverletzung die Mitverursachung
durch den Geschäftsführer geltend machen (VII ZR 42/2008 10. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands unterliegen
Leistungen in Zusammenhang mit einer so genannten Mailing-Aktion insgesamt dem
Regelsteuersatz (XI R 52/2006 15. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz muss ein
Richterablehungsantrag wegen des Verhaltens in einem Erörterungstermin biszum
Ende des Termins vorgetragen werden (1 SF 21/2009 1 SF 21/2009 5. Oktober
2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main darf usedSoft
vorerst nicht mehr mit gebrauchten Adobe-Lizenzen handeln (25. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München müssen die Verkehrsbetriebe
Münchens den Schaden eines kurz nach dem Einstieg durch Vollbremsung des
Staßenbahnführers zu Fall gekommenen Fahrgasts ersetzen (343 C 27136/2008 3.
Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Schwerin ist Boxweltmeister Jürgen
Brähmer wegen Körperverletzung und Beleidigung zu 16 Monaten Haft verurteilt.
Nach Entscheidungen meherer Amtsgerichte Norddeutschlands waren die
Gaspreiserhöhungen E.ON Hanses in den Jahren 2004 und 2005 vielfach
rechtswidrig.
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Innsbruck ist Robert Hochstaffl vom
Vorwurf der Abgabenhinterziehung und Steuerhinterziehung freigesprochen, weil
die Ansicht der Steuerverwaltung Österreichs unrichtig ist, dass Hochstaffl
seine deutsche Geschäftstätigkeit in Österreich hätte versteuern müssen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Italiensist der Vater der
Komapatientin Eluana Englaro nicht des Totschlags durch Abbruch
lebenserhaltender Maßnahmen strafbar, weil sein Verhalten durch den
mutmaßlichen Willen der Verstorbenen gerechtfertigt war.
Rashid Ramzi ist wegen Dopings für zwei Jahre gesperrt.
Unter http://www.justiz-auktion.de
können gepfändete Gegenstände im Internet versteigert werden.
2010-01-11 Nach einer Entscheidung des
Oberlandesgerichts Bamberg ist das Telefonieren eines Fahrlehrers während einer
Ausbildungsfahrt mit dem Handy eine Ordnungswidrigkeit.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln muss der
Internetanschlussinhaber für über seinen Anschluss begangene
Urheberrechtsverletzungen (etwa des Ehemanns oder der Kinder) grundsätzlich
einstehen (6 U 101/2009 23. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des
Landgerichts Halle ist ein Arbeitsloser wegen Böllerwerfens auf einem Schulhof
zu 32 Monaten Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg ist es einem
Konzertveranstalter verboten, Kunden mit günstigen Preisen anzulocken und dann
Vorverkaufsgebühren und Systemgebühren auf Grund kleingedruckter
Vertragsbedingungen zu verlangen (315 O 551/2009 21. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des
Landgerichts Münster begründen schwerste Schädelverletzungen eines neunjährigen
Mädchens ein Schmerzensgeld von 500000 Euro und sind alternative, keinen
Behandlungserfolg erwarten lassende Heilbehandlungsmethoden kein ersatzfähiger
Schaden (16 O 532/2007 17. April 2009).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München darf der Mieter im Rahmen der
Belegeinsicht zur Betriebskostenabrechnung des Vermieters die Belege
abfotografieren (412 C 34593/2008 21. September 2009).
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft Köln beruht das Busunglück von
Radevormwald im September 2009 allein auf Verschulden des tödlich verunglückten
Fahrzeuglenkers.
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts der Schweiz ist die
Verfügung der Finanzmarktaufsicht vom Februar 2009 an die UBS auf Herausgabe
von Daten von Kunden an die Finanzbehörden der Vereinigten Staaten von Amerika
rechtswidrig:
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Burmas sind zwei frühere
Angehörige von Regierung und Militär wegen Weitergabe geheimer Informationen
zum Tode verurteilt und ein weiterer Regierungsvertreter zu 15 Jahren Haft.
Die Richter am Bundesgerichtshof Dr. Schlichting und Asendorf sind zum 31. 12.
2009 in den Ruhestand getreten.
† Brüner, Franz Hermann (OLAF) 10./11. Januar 2010.
2010-01-10 Nach einer Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands begegnet es keinen Bedenken, an die
Zuverlässigkeit von Flugzeugführern strenge Anforderungen zu stellen und schon
bei begründeten Zweifeln zu Lasten des Überprüften zu entscheiden (1 BvR
1726/2009 4. August 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann eine Verfügung
eines Alleingesellschafter-Geschäftsführers einer Gesellschaft mit beschränkter
Haftung über das Vermögen der Gesellschaft nur dann eine Schadensersatzpflicht
nach § 43 II GmbHG auslösen, wenn der Geschäftsführer damit gegen ein Verbot
verstößt, das durch eine Weisung der Gesellschafterversammlung nicht außer
Kraft gesetzt werden kann (II ZR 222/2008 26. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Geschäftsgebühr, die der Rechtsanwalt für seine Tätigkeit im Nachprüfungsverfahren
vor der Vergabekammer erhält, auf die Verfahrensgebühr des Beschwerdeverfahrens
anzurechnen (X ZB 1/2009 29. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands haftet ein
Gesellschafter einer offenen Handelsgesellschaft nicht persönlich für die
Kosten des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Gesellschaft und die von
dem Verwalter in diesem Verfahren begründeten Masseverbindlichkeiten (IX ZR
234/2007 24. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine allgemeine
Ausbildungsvertragsklausel rechtswidrig, die dem Arbeitnehmer ohne Ausnahme für
jeden Fall der vorzeitigen Beendigung des Arbeitsverhältnisses eine
Ausbildungskostenerstattungspflicht auferlegt (III ZR 207/2008 17. September
2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands liegt vollendeter
Betrug beim Tanken eines zahlungsunwilligen Kunden an einer
Selbstbedienungstankstelle nur bei Wahrnehmung des Tankvorgangs durch das
Kassenpersonal vor, andernfalls nur versuchter Betrug (4 StR 254/2009 28. Juli
2009).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands ist ein
Geldinstitut nicht verpflichtet, die für einen Zeitraum nach dem Tod des
Rentenempfängers auf dessen Sparkonto überwiesene Rente zurück zu überweisen,
soweit über den Rentenzahlbetrag durch Vorlage des Sparbuchs vor dem
Rücküberweisungsverlangen verfügt wurde (13 R 87/2008 5. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands führt ein
Veräußerungsgewinn aus einer Kapitalbeteiligung an einem Unternehmen nicht
allein deshalb zur Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit, weil die
Kapitalbeteiligung von einem Arbeitnehmer gehalten und nur Arbeitnehmern
angeboten worden war (VI R 69/2006 17. Juni 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln dürfen die Information,
dass eine bestimmte Person ein früherer eigener Kunde eines Stromversorgers
war, und die Information, zu welchem anderen Anbieter er gewechselt hat, nicht
gemeinsam für ein Werbeschreiben verwendet werden (6 U 70/2009 14. August
2009)..
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg ist, auch wenn der
Beschwerdeführer die Beschwerde nur zur Fristwahrung erhebt und vor Ablauf der
Beschwerdebegründungsfrist zurücknimmt, dem Beschwerdegegner eine zur
Kostenfestsetzung angemeldete halbe Verfahrensgebühr eines zu diesem Zeitpunkt
bereits in der Beschwerdeinstanz beauftragten Rechtsanwalts grundsätzlich zu
erstatten (2 OA 302/2009 11. September 2009).
2010-01-09 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs
Deutschlands kann der Zuschlag auch nach einer rechtsfehlerhaften Fortsetzung
des Verfahrens durch das Vollstreckungsgericht von Amts wegen erteilt werden,
wenn der betreibende Gläubiger bei der Anhörung über den Zuschlag (§ 74 ZVG)
das Verfahren genehmigt (V ZB 118/2009 19. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist das von einem
Schuldner in einer notariellen Grundschuldbestellungsurkunde abgegebene
abstrakte Schuldversprechen mit Vollstreckungsunterwerfung nicht deshalb nach §
812 II BGB herausverlangbar, weil der durch die Grundschuld gesicherte Anspruch
des Gläubigers verjährt ist, und ist § 216 II 1 BGB auf ein solches
Schuldversprechen analog anwendbar (XI ZR 36/2009 17. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf im
Berufungsverfahren bei Unzulässigkeit der Berufung wegen Versäumung der
Berufungsbegründungsfrist ein Anerkenntnisurteil jedenfalls dann nicht ergehen,
wenn das Anerkenntnis nach Versäumung der Berufungsbegründungsfrist erklärt
wurde (XI ZB 15/2009 10. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands tritt der
zivilrechtliche Entschädigungsanspruch nach § 906 II 2 BGB wegen
Lärmbelästigung auch dann hinter die im Planfeststellungsverfahren gegebenen
Rechtsbehelfe zurück, wenn der Vorhabenträger die den Nachbarn schützenden
Planvorgaben nicht einhält (V ZR 17/2009 30. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands bedürfen bei der
Prüfung der Rechtswegzuständigkeit nach § 171 GVG die
zuständigkeitsbegründenden Tatsachen dann keines Beweises, wenn sie
gleichzeitig notwendige Tatbestandsmerkmale des Anspruchs selbst sind,
wohingegen der Kläger andernfalls die für die Begründung der
Rechtswegzuständigkeit maßgeblichen, vom Beklagten bestrittenen Tatsachen
beweisen muss (VIII ZB 42/2008 27. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine das Recht
auf Auskunft über Namen und Anschriften der Mitgesellschafter ausschließende
Regelung eines Gesellschaftsvertrags einer Gesellschaft des bürgerlichen
Rechtes mangels eines schützenswerten Interesses unwirksam (II ZR 264/2008 21.
September 2009).
*Bachmeier, Werner, Verkehrszivilsachen, 2. A. 2010
*Seidl, Helmut, Familienrecht, 7. A. 2010
*Hopt, Klaus/Merkt, Hanno, Bilanzrecht, 2010
*Handbuch des Pharmarechts, hg. v. Dieners/Reese, 2010
*Henssler, M./Prütting, H., Bundesrechtsanwaltsordnung, 3. A. 2010
*Lieber, Helmut/Zimmermann, Axel, Die einstweilige Verfügung im gewerblichen Rechtsschutz,
2010
*Korintenberg u. a., Kostenordnung, 18. A. 2020
*Marberth-Kubicki, Annette, Computer- und Internetstrafrecht, 2. A. 2010
*Ruffert, Matthias/Walter, Christian, Institutionalisiertes Völkerrecht, 2009
*Wörterbuch der Polizei, hg. v. Möllers, M., 2. A. 2010
Vahlens großes Personallexikon, hg.v. Scholz, Christian, 2009
2010-01-08 Nach einer Entscheidung des
Bundesarbeitsgerichts Deutschlands leistet ein Beschäftigter Schichtarbeit im
Sinne von § 7 II TVöD-AT, wenn er nach einem Schichtplan drei Wochen lang
jeweils von Montag bis Freitag von 7.30 Uhr bis 16.00 Uhr und anschließend eine
Woche von Montag bis Freitag von 11.30 Uhr bis 20.00 Uhr sowie am Samstag und
Sonntag von 7.00 Uhr bis 11.30 Uhr arbeitet (10 AZR 70/2009 21. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin kommt nach Beendigung einer
nichtehelichen Lebensgemeinschaft ein Ausgleichsanspruch (z. B. wegen eines
Wohnhauses) nach den Grundsätzen über den Wegfall der Geschäftsgrundlage nach §
313 BGB in Betracht (8 U 196/2007 8. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München sind Beschlüsse einer
Wohnungseigentümergemeinschaft, die auf Grund einer in der Gemeinschaftsordnung
enthaltenen Öffnungsklausel eine Vereinbarung der Wohnungseigentümer abändern,
im Grundbuch weder eintragungsbedürftig noch eintragungsfähig, weil sich ein
Erwerber durch Einsicht in die Beschlusssammlung ausreichend schützen kann (34
Wx 100/2009 13. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg löst die Beratung des
Angeklagten bezüglich eines in der Anklageschrift beantragten Verfalls die
Gebühr nach Nr. 41412 RVG aus, wobei die für die Wertfestsetzung maßgebende
Höhe des Verfalls sich nach den zum Zeitpunkt der Beratung gegebenen
Anhaltspunkten richtet (1 Ws 643/2009 3. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart können
Kostengrundentscheidungen ohne gleichzeitiges Rechtsmittel gegen die Hauptsache
mit der regulären Beschwerde gemäß den §§ 58ff. FamFG angegriffen werden, wenn
die Beschwerdesumme von 600 Euro (§ 61 I FamFG) überschritten wird (18 UF
243/2009 3. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Itzehoe muss die Accessio
Wertpapierhandelshaus AG einer Kundin wegen Falschberatung bei der Geldanlage
den Kaupreis der Wertpapiere und die Verfahrenskosten ersetzen.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Lüneburg kann ein Gericht keine
Dokumentenpauschale für die Übersendung einer noch nicht veröffentlichten
Entscheidung zwecks (gemeinnütziger) Auswertung in einem wissenschaftlichen
Kommentar erheben (9 T 99/2009 21. Oktober 2009).
Nach einer Mitteilung des Bundesfinanzamts Deutschlands gibt es derzeit keinen
Staat und kein Gebiet, das die Voraussetzungen einer Steueroase im Sinne des
Steuerhinterziehungsbekämpfungsgesetzes und der
Steuerhinterziehungsbekämpfungsverordnung erfüllt.
2010-01-07 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der Freispruch eines
Polizisten vom Vorwurf der Körperverletzung mit Todesfolge Oury Jallows durch
das Landgericht Dessau-Roßlau aufgehoben (4 StR 413/2009 7. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann die Strafe
wegen versuchten Mordes, Geiselnahme und Vergewaltigung nicht deswegen
gemildert werden, weil das Opfer nur wegen besonders glücklicher Umstände die
Tat überlebt (5 StR 441/2009 8. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz muss die
Verfüllung von Tagebaugruben auch bei bestandskräftiger behördlicher Zulassung
nach dem jeweils geltenden Umwelt- und Bodenschutzrecht erfolgen (1 A
11222/2009 12. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Trier rechtfertigt der
jahrelange Betrieb einer umfangreichen Pferdezucht ohne
Nebentätigkeitsgenehmigung mit Anhäufung von Steuerschulden die Entfernung
eines Beamten aus dem öffentlichen Dienst (3 K 361/2009 10. November 2009).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Chinas ist Dhondup Wangchen
wegen Spaltung des Vaterlandes (durch einen Film) zu sechs Jahren Haft verurteilt.
Deutschland einigt sich mit dem Hersteller des Impfstoffs gegen die
Schweinegrippe auf teilweise Rücknahme überflüssig gewordener Einheiten.
Die Europäische Kommission vergibt Aufträge für den Bau von 14 Satelliten für
das Satellitennavigationssystem Galileo im Wert von 566 Millionen Euro an die
OHB System AG in Bremen.
Nörr Stiefenhofer Lutz wechseln von einer Partnerschaft zu einer Noerr Limited
Liability Partnership.
Thomas Bellay, Fabian Hoffmann und Dr. Christoph Karczewski sind neue Richter
am Bundesgerichtshof.
2010-01-06 Nach
einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg kann
Christine Lüders wegen Verletzung des Gebotes der Bestenauslese auf unbestimmte
Zeit ihr Amt als Antidiskriminierungsbeauftragte des Bundes nicht antreten (6 S
47/2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hildesheim hat ein Anspruchsteller
seinen Anspruch auf ein Drittel eines Lottogewinns von 1,7 Millionen Euro im
Sommer 2008 nicht nachgewiesen.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz ist eine Klage eines
Winzers gegen die Weinwerbeabgabe des deutschen Weinfonds (67 Cent je 100
Quadratmeter Anbaufläche) abgewiesen 5 K 639/2009).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Frankreichs ist die
lebenslange Sperre Flavio Briatores wegen Anstiftung zu einem absichtlichen
Unfall bei einem Autorennen aufgehoben.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Burmas ist die Journalistin
Hla Hla Win nach dem Besuch eines Klosters in Pakokku zu 20 Jahren Haft
verurteilt, ihr Begleiter zu 26 Jahren Haft.
Nach einer Entscheidung des Bundeskartellamts Deutschlands dürfen die Cabrio
Dachsysteme Edschas durch Webasto übernommen werden.
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzministers Deutschlands ist die Erhöhung
der Vorstandshöchstgehälter der Commerzbank von 500000 Euro auf 750000 Euro
abgelehnt.
Fiat gewann unter den größeren
Kraftfahrzeugherstellern durch die Abwrackprämie Deutschlands 2009 am meisten.
Bisher wurden in Deutschland 20000 Unternehmensgesellschaften
(haftungsbeschränkt) gegründet.
Rund 30 Millionen Bankkarten Gemaltos können das neue Jahr 2010 bisher nicht
verstehen.
China überholt Deutschland als Exporteur.
In den Vereinigten Staaten von Amerika wurden 2009 rund 21 Prozent
Kraftfahrzeuge weniger verkauft als im Vorjahr.
Island will möglicherweise 3,7 Milliarden Euro Schulden an Großbritannien und
die Niederlande doch nicht zurückzahlen.
Der deutsche Aktienindex erreicht 6034 Punkte.
2010-01-05 Nach einer Entscheidung des
Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands kann bei Nichtigkeit eines
städtebaulichen Vertrags der Vertragspartner die von ihm übernommenen
Folgekosten grundsätzlich von der Gemeinde zurückverlangen (4 C 15/2007 29.
Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf kann eine ausländische
Zweigniederlassung eines inländischen Unternehmens nicht in das Handelsregister
in Deutschland eingetragen werden (1-3 Wx 142/2009 26. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist für den
Börsenwert als Untergrenze einer Abfindung in einem squeeze-out-Verfahren auf
den nach Umsätzen gewichteten durchschnittlichen Börsenkurs der drei Monate vor
Bekanntgabe der Maßnahme abzustellen (I-26 W 13/2006 [AktE] 9. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf müssen von einem
Auftraggeber für die Bewertung in einem Vergabeverfahren aufgestellte
Unterkriterien von Wertungskriterien nicht ein bis ins Detail gestaffeltes
Wertungssystem enthalten (VIII-Verg 10/2009 30. Juli 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf umfasst der
Schadensersatzanspruch des Werkvertragsgebers gegen den Unternehmer nach
unterlassener Mangelbeseitigung die Umsatzsteuer auch dann, wenn der Mangel
nicht beseitigt wird (I-21 U 101/2008 25. Juni 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart kann eine Freigabe
einer Eintragung ein Anfechtungskläger nur verhindern, wenn er rechtzeitig
nachweist, dass er seit Bekanntmachung der Einberufung der Hauptversammlung
einen anteiligen Betrag von mindestens 1000 Euro hält (20 AR [Freig.] 1/2009
19. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart muss eine
Bordellbetreiberin nicht von der Gesamtfläche eines Bordells (mit Cafeteria und
Kontakthof) Vergnügungssteuer (z. B. 53000 Euro an Leinfelden-Echterdingen)
zahlen, sondern nur von der Fläche vermieteter Zimmer (8 K 3904/2009).
Im Jahre 2009 ist in Deutschland die Zahl der rechtsextremen Straftaten
zurückgegangen.
Kraft verkauft die Tiefkühlpizzaabteilung an Nestlé.
Raucher haben ein hohes Diabetesrisiko.
2010-01-04 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der Kernbereich
richterlicher Tätigkeit der Dienstaufsicht entzogen (RiZ [R] 5/2008].
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I muss ein Servicetankstellenbetreiber
den Schaden ersetzen, der bei einem Einfahren eines Kraftfahrzeugs in eine
Waschanlage durch eine Kassiererin (ohne Fahrpraxis) infolge Verwechslung des
Gaspedals mit dem Bremspedal entsteht.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist eine Anklage gegen fünf Wachleute des Sicherheitsunternehmens
Blackwater in Bagdad wegen missbräuchlicher Verwendung von Beweismitteln durch
die Staatsanwaltschaft zurückgewiesen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Perus ist die Verurteilung
Alberto Fujimoris zu 25 Jahren Haft rechtmäßig.
Das Parlament Islands beschließt die Rückzahlung von 3,8 Milliarden Schulden an
Großbritannien und die Niederlande.
Die Vereinigten Staaten von Amerika heben ein vor 22 Jahren verhängtes
Einreiseverbot für Aidskranke auf.
Die Zahl der Gemeinden Sachsen-Anhalts wird von 1036 auf 368 verringert.
Madeleine Schickedanz verkauft zwecks Schuldentilgung zwei Villen in der
Schweiz für 47 Millionen Euro.
In Dubai wird ein 828 Meter hoher Turm als höchstes Gebäude der Welt eröffnet.
2010-01-03 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands entsteht, wenn ein befristeter Mietvertrag über
bewegliche Sachen so ausgestaltet ist, dass der Vermieter die wesentlichen
Gegenleistungspflichten für die monatlich fällig werdenden Mietzinsen bereits
zu Beginn des Mietvertrags erbracht hat, der Anspruch auf Zahlung sämtlicher
Mietzinsen als betagte Forderung bereits zu Beginn des Mietvertrags und sind
die Ansprüche auf künftigen Mietzins in diesem besonderen Fall keine
befristeten Forderungen (XII ZR 170/2007 4. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann eine Verfügung
eines Alleingesellschafters-Geschäftsführers einer Gesellschaft mit beschränkter
Haftung über das Vermögen der Gesellschaft nur dann eine Schadensersatzpflicht
nach § 43 II GmbHG auslösen, wenn der Geschäftsführer damit gegen ein Verbot
verstößt, das durch eine Weisung der Gesellschafterversammlung nicht außer
Kraft gesetzt werden kann, wobei ein Verzicht durch Vertrag zu Gunsten Dritter
nicht möglich ist (II ZR 222/2008 26. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann die
Restschuldbefreiung dem Schuldner wegen Nichtzulassung der Mindestvergütung des
Treuhänders versagt werden, wenn der Treuhänder in seiner Zahlungsaufforderung
nicht auf die Möglichkeit der Versagung der Restschuldbefreiung hingewiesen hat
(IX ZB 43/2007 22. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der absolute
Revisionsgrund des § 338 Nr. 5 StPO nicht erfüllt, wenn dem Angeklagten das in
seiner Abwesenheit in Augenschein genommene Objekt bei seiner Unterrichtung
nach § 247 S. 4 StPO gezeigt wird (5 StR 530/2008 11. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands soll der große
Senat für Strafsachen entscheiden, ob die fortdauernde Abwesenheit des nach §
247 StPO während einer Zeugenvernehmung entfernten Angeklagten bei der
Verhandlung über die Entlassung des Zeugen den absoluten Revisionsgrund des §
338 Nr. 5 StPO erfüllt (5 StR 460/2008 11. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands liegt, wenn
das Oberverwaltungsgericht sein Urteil im Sinne des § 138 Nr. 6 VwGO nicht mit
Gründen versehen hat, keine offenbare Unrichtigkeit im Sinne des § 118 I VwGO
vor, die im Wege der Urteilsberichtigung behoben werden könnte, und ist, wenn
das Oberverwaltungsgericht ein Urteil im Wege eines Berichtigungsbeschlusses um
bislang fehlende Entscheidungsgründe ergänzt, einer auf § 138 Nr. 6 VwGO
gestützten Nichtzulassungsbeschwerde das Urteil in seiner unberichtigten
Fassung zu Grunde zu legen (7 B 10/2009 9. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands fehlt, wenn § 171
II SGG eine Befassung des Bundessozialgerichts mit einem während des
Revisionsverfahrens ergangenen, den ursprünglich angefochtenen Verwaltungsakt
ersetzenden oder abändernden Verwaltungsakt ausschließt und für das
Revisionsverfahren keine Streitreste mehr verbleiben, für die Fortführung des
Revisionsverfahrens das Rechtsschutzbedürfnis (13 R 79/2008 R 5. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle kommt bei einer
Honorarvereinbarung mit Abrechnung nach Zeitaufwand eine Sittenwidrigkeit nicht
in Betracht, sofern der Stundensatz (z. B. 150 Euro oder auch 500 Euro) als
solcher angemessen ist (3 U 115/2009 18. November 2009).
2010-01-02 Nach einer Entscheidung des
Oberlandesgerichts Dresden können die von einem Unterhaltspflichtigen für ein
nichteheliches Kind zu zahlenden Kindergartenbeiträge sich als wesentliche
Änderung seines Einkommens darstellen, besteht der Anspruch auf nachehelichen
Unterhalt wegen Krankheit des Berechtigten bei Beginn der Erkrankung in der Ehe
und kann bei einer Ehedauer von 14 Jahren, der Versorgung der gemeinsamen
Tochter durch den Unterhaltsberechtigten in dieser Zeit und Fehlen ehebedingter
Nachteile der Krankheitsunterhalt begrenzt und befristet werden (24 UF 63/2009
18. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf gilt eine Abmahnung
nicht als unverzüglich im Sinne des § 174 BGB zurückgewiesen, wenn die
Zurückweisung erst nach zuvor erfolgter Bitte um Fristverlängerung erfolgt und
genügt für eine Zurückweisung einer Abmahnung nach § 174 BGB die Erkenntnis des
formalen Umstands, dass der Abmahnung das Original einer Vollmacht nicht beilag
(20 U 164/2008 15. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Saarbrücken kann der
Aufstockungsunterhalt bei langer Ehe (z. B. 20 Jahre) und Fehlen fortwirkender
ehebedingter Nachteile befristet werden (z. B. auf fünf Jahre) (6 UF 13/2009
22. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Schleswig führt der Umstand,
dass ein Rechtsmittel erst am 1. September 2009 oder später eingelegt wurde,
nach Art. 111 I 1 FGG-RG nicht dazu, dass für das
Rechtsmittelverfahren bereits neues Recht anzuwenden ist.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Bochum kann der auf Regress in
Anspruch genommene Versicherungsnehmer den Einwand erheben, dass der
Haftpflichtversicherer bei der Schadensregulierung seine Pflichten zur Abwehr
unbegründeter Entschädigungsansprüche schuldhaft verletzt hat und deshalb
seinerseits zum Schadensersatz verpflichtet ist (75 C 46/2009 3. September 2009).
*Küppersbusch, Gerhard, Ersatzansprüche bei Personenschaden, 10. A. 2010
*Heiss/Trümper, Transportversicherungsrecht, 2. A. 2009
*Mengel, Anja, Compliance und Arbeitsrecht, 2009
*Fitting/Engels/Schmidt/Trebinger/Linsenmaier, Betriebsverfassungsgesetz, 25.
A. 2010
*Musielak/Borth, Famileingerichtliches Verfahren, 2009
*Niemöller, Martin/Schlothauer, Reinhold/Welder, Hans-Joachim, Gesetz zur
Verständigung in Strafsachen, 2010
*Kindl, Johann/Meller-Hannich, Caroline/Wolf, Hans-Joachim, Gesamtes Recht der
Zwangsvollstreckung, 2010
*Lackmann, Rolf, Zwangsvollstreckungsrecht, 9. A. 2010
*Gottwald, Uwe, Zwangsvollstreckung, 6. A. 2010
2010-01-01 Nach
einer Entscheidung des Präsidenten des Gerichtshofs der Europäischen Union sind
die Niederlande als Streithelfer bezüglich der Klage der Europäischen
Kommission gegen das sektorale Fahrverbot in Tirol zugelassen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Österreichs ist ein mutmaßlicher
Senfgasgrundstoffschmuggler (des Jahres 1988) aus Deutschland in den Iran trotz
eines Auslieferungsantrags der Vereinigten Staaten von Amerika aus der
Auslieferungshaft entlassen.
Der steuerfreie Grundbetrag für Einkommen in Deutschland steigt zum 1. Januar
2010 von 7834 Euro für Alleinstehende auf 8004 Euro und von 15669 Euro auf
16009 Euro für Ehepaare.
Der Spitzensteuersatz von 42 Prozent beginnt bei 52552 Euro:
Der jährliche Kinderfreibetrag steigt von 6024 Euro auf 7008 Euro.
Das monatliche Kindergeld beträgt für das erste und das zweite Kind 184 Euro,
für das dritte Kind 190 und für jedes weitere Kind auf 215 Euro.
Der Höchstbetrag für abziehbare Unterhaltsleistungen an gesetzlich
Unterhaltsberechtigte und ihnen gleichgestellte Menschen steigt auf 8004 Euro.
Beiträge für eine Kranken- und Pflegeversicherung sowie sonstige
Vorsorgeaufwendungen können bis zu 2800 Euro von der Steuer abgesetzt werden.
Für Übernachtungen im Hotelgewerbe gilt der Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent.
Die Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung und der
Arbeitslosenversicherung steigt auf 66000 Euro im Jahr im Westen und 55800 Euro
im Osten, die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung
und in der Pflegeversicherung auf 3750 Euro.
Ab 1. Februar 2010 sind gendiagnostische Untersuchungen am Arbeitsplatz
grundsätzlich verboten.
Wer drei Jahre lang mehr als 49950 Euro im Jahr verdient hat, kann von der
gesetzlichen Krankenversicherung in die private Krankenversicherung wechseln.
Der Verlauf einer Anlageberatung muss künftig dokumentiert werden.
Ein Erbe kann künftig entweder das Erbe annehmen und einen Zusatzpflichtteil
verlangen oder das Erbe ausschlagen und den Pflichtteil verlangen.
Spanien übernimmt von Schweden den Ratsvorsitz in der europäischen Union.
Kabelnetzbetreiber Tele Columbus wird für 2,5 Millionen Euro verkauft.