o. Univ.-Prof. Dr. Gerhard Köbler
Zentrissimum integrativer europäischer Legistik

Universität Innsbruck
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OLAF ist einsame Spitze im Kampf gegen arme Lügner, dumme Schmierer, üble Fälscher, arge Betrüger und ihr kollusives Umfeld.

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Im Milleniumsspiel lautet die Millionenfrage … … … .. ……..?

und die Tausendeurofrage  Warum gibt es nicht mehr solche Professoren?


2010-03-16 Nach einer Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union kann eine Ausbildungsentschädigung für nach der Ausbildung zu einem anderen Berufsfußballverein wechselnde Nachwuchsfußballspieler mit der Arbeitnehmerfreizügigkeit nach Art. 45 AEUV vereinbar sein (C-325/2008 16. März 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster zum Bebauungsplan der Stadt Datteln - E.ON Kraftwerk infolge Zurückweisung der Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision rechtskräftig (4 BN 66/1009 16. März 2010).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln sind Schadensersatzansprüche geschädigter Leihgeber (Wittgenstein, König, Pearson) gegen die Stadt Köln wegen des Einsturzes des Historischen Archivs mangels Verletzung von Obhutspflichten und Herausgabeansprüche wegen derzeitiger Unzumutbarkeit abgewiesen.
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Magdeburg steht einem Bezieher von Hartz-IV-Leistungen die gesamte Miete zu, wenn er eine angemessene Wohnung allein bewohnt, selbst wenn die Eltern den Mietvertrag mitunterzeichnet haben (11 AS 3600/2009 20. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts  des deutschen Fußballbunds ist Milos Maric wegen Tätlichkeit für drei Spiele gesperrt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Österreich ist der einen vierzehnjährigen Einbrecher in Krems erschießende Polizist wegen fahrlässiger Tötung (rechtskräftig) zu 8 Monaten bedingte Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des internationalen Sportgerichtshofs ist die Sperre Alejandro Valverdes wegen Dopings bis 10. Mai 2011 bestätigt.
Der Ministerrat Österreichs beschließt eine Mindestsicherung von jährlich 12mal 744 Euro, wovon 186 Euro als Ersatz von Wohnkosten gerechnet werden, die teilweise oder ganz wegfallen, wenn das Wohnen weniger oder nichts kostet.
Israels Parlament beschließt die Möglichkeit einer standesamtlichen Eheschließung für nichtreligiöse Staatsbürger.
Michael Jacksons Erben vereinbaren mit Sony Corp. einen Verwertungsvertrag mit mindestens 200 Millionen Dollar Vergütung.
Lehman Brothers sollen in das Restvermögensverwaltungsunternehmen Lamco überführt werden.
Der deutsche Fußballverband belegt mehr als 30 Anhänger des Hamburger Sportvereins mit landesweiten Stadionverboten bis Mai 2012.
Die 4 x
400-Meter-Frauenstaffel der Vereinigten Staaten von Amerika muss die Goldmedaille für den Olympiasieg in Athen 2004 wegen erwiesenen Dopings der Startläuferin Crystal Cox zurückgeben.

2010-03-15 Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts  Bremen muss die Ausländerbehörde Bremens zwei als Ausländer nur geduldeten Schülern zwecks Teilnahme einer Klassenfahrt in die Türkei einen Notreiseausweis ausstellen (1 B 60/2010 10. März 2010).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Köln sind die für einen Antrag auf Steueramnestie anfallenden Beraterkosten nicht steuermindernd absetzbar (1 K 3559/2006 22. Dezember 2009 22. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Münster darf, wer einem Steuerschuldner ein Konto zur Einziehung betrieblicher Forderungen überlässt, für Steuerrückstände im Wege des Wertersatzes durch Anfechtungs- und Duldungsbescheid gemäß § 191 AO in Anspruch genommen werden (6 K 4276/2006 22. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Münster kann ein elektronisch geführtes Fahrtenbuch für Zwecke der Ermittlung der privat veranlassten Fahrten steuerlich nur anerkannt werden, wenn nachträgliche Veränderungen der aufgezeichneten steuerlich relevanten Daten ausgeschlossen sind (5 K 5046/2007 E, U 4. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Memmingen ist ein ehemaliger Kühlhausbetreiberwegen Betrugs durch Verkauf verdorbenen Fleisches als Fleisch zu  drei Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts  München I muss der Finanzdienstleister AWD einem Anleger wegen verschwiegener Provision Schadensersatz leisten (22 O 1797/2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Weimar ist die Vermittlung von Sportwetten durch einen privaten Anbieter unerlaubtes Glücksspiel (5 K 1191/2006 W 4. März 2010).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Aachen haben gesetzlich Krankenversicherte mit feuchter altersbedingter Makuladegeneration Anspruch auf Versorgung mit dem für diese Erkrankung zugelassenen Arzneimittel Lucentis (2 [159 KR 115/2008 KN 11. März 2010).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Bonn ist eine Abiturarbeiten selbst verbessernde Studienrätin wegen (schwerer) Urkundenfälschung zu 1800 Euro Geldbuße verurteilt (12. März 2010).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Mainz ist Markus Hebgen (CDU) wegen Untreue und Betrug zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von Amerika sind die Worte a nation under God und in God we trust in traditionellen Formeln in den Vereinigten Staaten von Amerika nur patriotisch und deshalb nicht religiös und nicht verfassungswidrig.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Brasiliens ist Air France wegen des Todes einer Staatsanwältin bei dem Absturz einer Maschine auf dem Flug von Brasilien nach Paris im Juni 2009 zur Zahlung von rund 825000 Euro verurteilt.
Nach einem Vergleich vor dem Landgericht München erhält Marita Krauss als finanzielle Anerkennung für ihre wissenschaftlich-publizistische Leistung für den Film Dr. Hope von Hofmann & Voges 15000 Euro und nimmt dafür den Vorwurf des Plagiats zurück.
Die Bundesanwaltschaft Deutschlands darf Akten des Bundesamts für Verfassungsschutz im Prozess gegen Verena Becker jetzt doch in gerichtsverwertbarer Form nutzen.
Nach einer Entscheidung einer Schiedskommission der SPD Berlins wird Thilo Sarrazin nicht ausgeschlossen.
Nach einer außergerichtlichen Einigung sollen rund 10000 geschädigte Helfer des Attentats vom 11. September 2001 rund 477 Millionen Euro Ersatz erhalten.
Phillips-Van Heusen zahlen an Apax Partners 3 Milliarden Dollar für die Modemarke Tommy Hilfiger.
Im Justizzentrum Düsseldorf soll doch ein Kreuz angebracht werden, aber außerhalb eines Gerichtssaals.
Ǻrhus will sich wegen des Internet in Aarhus umbenennen.

 

2010-03-14 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands folgt aus dem verfassungsrechtlichen Gebot der Beachtung der sich aus dem Freiheitsentziehungsgesetz ergebenden freiheitsschützenden Formvorschriften, dass § 6 I i. V. m. § 11 II 1 FreihEntzG eine Verfahrensgarantie enthält, deren Beachtung Art. 104 I 1 GG fordert und mit verfassungsrechtlichem Schutz versieht, und verfehlt eine gerichtliche Feststellung, eine richterliche Anordnung könne auch mündlich ergehen, den Inhalt der gesetzlichen Formvorschriften des § 6 I i. V. m. § 11II 1 FreihEntzG (2 BvR 1195/2008 25. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands führt das Nichtabführen von Arbeitnehmeranteilen zur Sozialversicherung im Stadium der Insolvenzreife einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung zu einem Schadensersatzanspruch der Einzugsstelle gegen den Geschäftsführer aus § 823 II BGB i. V. m. § 266a StGB, wenn dieser an andere Gesellschaftsgläubiger trotz der Insolvenzreife Zahlungen geleistet hat, die nicht mit der Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmanns vereinbar waren (II ZA 4/2009 18. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands wird, wenn ein Nachunternehmer noch ausstehende Teile seiner dem Hauptunternehmer geschuldeten Leistung auf Grund eines gesonderten Vertrags unmittelbar dem Auftraggeber erbringt, die Leistungserbringung gegenüber dem Hauptunternehmer regelmäßig unmöglich, weshalb sich der Vergütungsanspruch wie der Vergütungsanspruch aus einem gekündigten Werkvertrag berechnet (VI ZR 106/2008 14. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands haftet, wenn Vergütung und Auslagen eines Zwangsverwalters aus der Insolvenzmasse nicht (voll) erfüllt werden können, der Insolvenzverwalter dem Zwangsverwalter hierfür nicht deswegen, weil er die Zwangsverwaltung beantragt hatte (IX ZR 220/2008 10. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands findet bei einer Kraftfahrzeugmiete mit entgeltlicher Haftungsbefreiung bei Selbstbeteiligung die Rechtsprechung zum Quotenvorrecht entsprechende Anwendung (XII ZR 211/2008 25. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe kann die Entscheidung über die Entlassung eines Testamentsvollstreckers nicht einem Schiedsgericht übertragen werden (11 Wx 94/2007 28. Juli 2009).

Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München kann die Ausschlagung der Erbschaft nicht deshalb angefochten werden, weil das mit ihr erstrebte Ziel - z. B. Alleinerbenstellung der Ehefrau auf Grund gesetzlicher Erbfolge - wegen der Unwirksamkeit der Erklärung eines Miterben nicht erreicht wird (31 Wx 60/2009 4. August 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München kann ein Nottestament vor drei Zeugen nur dann wirksam errichtet werden, wenn die nahe Todesgefahr oder Testierunfähigkeit objektiv vorlag oder diese subjektiv nach der Überzeugung aller drei Testamentszeugen besteht (31 Wx 141/2008 14. Juli 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Hamburg steht die Rücknahme einer Klage der nachträglichen Gewährung von Prozesskostenhilfe nicht entgegen, wenn der Prozesskostenhilfeantrag vor der Rücknahme bereits entscheidungsreif war (5 So 178/2009 26. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Dresden sind die Kosten privater Ermittlungen, insbesondere die Einholung eines Privatgutachtens, im Strafverfahren wie im Bußgeldverfahren (nur) dann erstattungsfähig, wenn sie ex ante notwendig waren oder sich (ex post) entscheidungserheblich zu Gunsten des Angeklagten/Betroffenen auswirkten (5 Qs 50/2007 7. Oktober 2009).

2010-03-13 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands wird bei Übertragung eines Grundstücks gegen Übernahme der Pflege nach Umzug des Übergebers in ein Pflegeheim nicht angenommen werden dürfen, dass an die Stelle des ersparten Zeitaufwands ein Zahlungsanspruch des Übergebers treten soll (V ZR 132/2009 29. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der Vermieter von Geschäftsräumen zur Abrechnung über die Nebenkosten, auf die der Mieter Vorauszahlungen geleistet hat, innerhalb einer angemessenen Frist (von etwa einem Jahr nach Ende des Abrechnungszeitraums) verpflichtet (XII ZR 22/2007 27. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Feststellung, dass der unterhaltsberechtigte Ehegatte seiner Erwerbsobliegenheit genügt hat, auch im Abänderungsverfahren maßgebend, sofern nicht der Unterhaltsverpflichtete eine wesentliche Veränderung der Verhältnisse dartut (XII ZR 100/2008 27. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands ist ein Rechtsbeistand vor dem Bundessozialgericht auch dann nicht postulationsfähig, wenn er Mitglied einer Rechtsanwaltskammer ist (1 KR 111/2009 B 18. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands berechtigt allein die Änderung eines Einkommensteuerbescheids wegen eines den Vorwegabzug betreffenden rückwirkenden Ereignisses, das die Verhältnisse nur eines Ehegatten berührt, nicht zur Korrektur eines Fehlers, der die steuerlichen Verhältnisse des anderen Ehegatten berührt, und kommt eine Änderung wegen einer nachträglich bekannt gewordenen Tatsache nicht in Betracht, wenn sich diese Tatsache zunächst wegen Zusammenveranlagung nicht ausgewirkt hatte (X R 14/2008 14. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshof Berlin verpflichtet das allgemeine Persönlichkeitsrecht der Minderjährigen aus Art. 7 i. V. m. Art. 6 BerlVerf die Gerichte, eine Begrenzung der Minderjährigenhaftung zu prüfen (VerfGH 31/2009 14. Dezember 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf kann eine Fotomontage trotz objektiven Beleidigungscharakters als Meinungsäußerung gerechtfertigt sein (III-4 RVs 193/2009 19. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Nürnberg kann die Wegnahme des Zahngolds Verstorbener nach deren Einäscherung als Verwahrungsbruch nach § 133 I StGB strafbar sein und ist das Zahngold eines Verstorbenen nach der Einäscherung keine Asche gemäß § 168l StGB (1 St Ss 163/2009 20. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg setzt ein Rechtsanwaltswechsel im Rahmen der Beiordnung einen triftigen Grund voraus, der auch einen verständigen vermögenden Beteiligten veranlasst hätte, einen Anwaltswechsel vorzunehmen und die dadurch entstehenden Mehrkosten zu tragen (10 B 4/2009 22. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Berlin-Mitte kann bei der missbräuchlichen Verwendung einer gestohlenen EC-Karte nicht geschlossen werden, dass die zur Karte gehörende Personal Identification Number auf ihr vermerkt oder zusammen mit ihr verwahrt war (21 C 442/2008 25. November 2009).
*Krug, Walter, Erbrecht, 4. A: 2010
*Kössinger, Reinhard, Das Testament Alleinstehender, 4. A. 2010

*Raiser, Thomas/Veil, Recht der Kapitalgesellschaften, 5. A. 2010
*Däubler, Wolfgang, Gewerkschaftsrecht im Betrieb, 11. A. 2009

*Rosenberg, Leo/Schwab, Karl Heinz/Gottwald, Peter, Zivilprozessrecht, 17. A. 2010
*Stöber, Kurt, Forderungspfändung, 15. A. 2010


2010-03-12 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein über eine Preissuchmaschine werbender Händler verpflichtet, den Preis erst dann tatsächlich umzustellen, wenn die Änderung in der Suchmaschine (zeitverzögert) umgestellt wird 8 I ZR 123/2008 11. März 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss sich der großen Schadensersatz verlangende Erwerber einer Immobilie die im Zusammenhang mit dem Erwerb empfangene Eigenheimzulage nicht im Wege der Vorteilsausgleichung anrechnen lassen (VII ZR 233/2008 12. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann der für eine Betriebsratswahl gebildete Wahlvorstand einen Rechtsanwalt hinzuziehen, dessen Kosten der Arbeitgeber aber nur bei Einverständnis tragen muss (7 ABR 26/2008 11. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands sind mehrere gleichzeitige unterschiedliche Änderungskündigungen des Arbeitgebers im Zweifel nicht hinreichend bestimmt (2 AZR 822/2007 10. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind Aufwendungen im Zusammenhang mit der Anschaffung eines Gebäudes nicht als Erhaltungsaufwand sofort abziehbar, wenn sie im Rahmen einheitlich zu würdigender Instandsetzungsmaßnahmen und Modernisierungsmaßnahmen i. S. des § 6 I Nr. 1a S. 1 EStG anfallen (IX R 20/2008 25. August 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg ist die Berufung des ehemaligen Bürgermeisters von Zell im Wiesental gegen die Verpflichtung zur Ablieferung von 22455,06 Euro Nebentätigkeitsvergütung zugelassen (4 S 2261/2008 1. März 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Niedersachsen ist das bloße Aufstellen fertiger Grabmale auf Friedhöfen nicht den in die Handwerksrolle eingetragenen Steinmetzen oder Steinbildhauern vorbehalten (8 LB 9/2008 11. März 2010).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts  Essen ist der frühere, freiwillige Spenden von Krebsopfern für frühzeitige und persönliche Behandlung fordernde Essener Chirurg Christoph Broelsch (Leibarzt Johannes Raus) wegen Betrugs zu drei Jahren Haft verurteilt (12. März 2010).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Limburg ist ein ehemals leitender Mitarbeiter des Bistums Limburg wegen Veruntreuung von 4,8 Millionen Euro zzu 39 Monaten Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart ist die Klage einer Trägerin beruflicher Ersatzschulen auf Genehmigung eines Berufskollegs wegen Verletzung des verfassungsrechtlichen Sonderungsverbots des Art. 7 IV 3 GG zurückgewiesen (13 K 3238/2009 2. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Gelesenkirchen gilt die im Beamtengesetz Nordrhein-Westfalens vorgesehene Regelaltersgrenze von 65 Jahren auch für Universitätsprofessoren (12 K 1310/2008 19. Februar 2010).

Österreich will die elektronische Fußfessel einführen.
† Laurien, Hanna-Renate.

 

2010-03-11 Nach einer Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union verbieten weder die Rahmenrichtlinie 2002/21/EG noch die Universaldienstrichtlinie 2002/22/EG ein mitgliedstaatliches Verbot, den Abschluss eines Vertrag über die Erbringung von Telekommunikationsdiensten davon abhängig zu machen, dass der Endnutzer einen Vertrag über die Erbringung weiterer Dienste schließt, doch kommt unter bestimmten Umständen ein Verstoß gegen die Richtlinie über unlautere Geschäftspraktiken 2005/29/EG in Betracht (C-522/2008 11. März 2010).’
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands über die Entschädigung eines Eigentümers eines in der Einflugschneise des Flughafens Berlin-Schönefeld liegenden Grundstücks verfassungswidrig (1 BvR 2736/2008 23. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg darf eine Gemeinde bei der Berechnung der Abwassergebühren für die Ableitung von Schmutzwasser und Niederschlagswasser nicht den Frischwassermaßstab zu Grunde legen (2 S 2938/2008 11. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts besteht in Nigeria keine Gefahr der Verfolgung als Zwilling (mehr), weil Zwillinge als Glücksbringer angesehen werden, so dass der Asylantrag einer Frau aus Nigeria offensichtlich unbegründet ist (6 L 105/2010 2. März 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Trier darf ein Notfalltransport oder Krankentransport, für den eine ausländische Krankentransportgenehmigung vorliegt, aber eine inländische Krankentransportgenehmigung fehlt, untersagt werden (1 K 624/2009 23. Februar 2010).
Die Urteile im so genannten Sauerlandprozess sind durch Ablauf der Rechtsmittelfrist rechtskräftig geworden.
Nach einer Entscheidung des High Court Großbritanniens darf EMI Alben Pink Floyds nicht zerstückeln.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Großbritanniens ist Ejup Ganić gegen Zahlung von 330000 Euro Kaution ais der Untersuchungshaft gegen Auflagen vorläufig entlassen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Schwedens darf Anders Högström wegen des Verdachts des Diebstahls des Schriftzugs Arbeit macht frei in Auschwitz am 18. Dezember 2009 an Polen ausgeliefert werden.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Tadschikistans sind 56 Mitglieder der Vereinigung Tablighi Jamaat (Gemeinschaft der Verkündigung und Mission) wegen Bildung einer extremistischen Vereinigung zu Haft bis zu sechs Jahren oder Geldstrafe verurteilt.
Der Senat Italiens stimmt dem von Silvio Berlusconi gewünschten Gesetz über die gerechtfertige Abwesenheit in Rechtsstreitigkeiten zu.

2010-03-10 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands begründet ca. bei einer Wohnflächenangabe keine Einschränkung der Mietminderung wegen Wohnflächenunterschreitung (VIII ZR 144/2009 10. März 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss der Käufer dem Verkäufer bei Geltendmachung von Sachmängeln eine Untersuchung der Sache ermöglichen (VIII ZR 310/2008 10. März 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands berechtigt eine im Risikobereich des Unterlassungsschuldners liegende Änderung der Beurteilung der tatsächlichen Verhältnisse nicht zur Kündigung eines presserechtlichen Unterlassungsvertrags (VI ZR 52/2009 9. März 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands haben Nachbargemeinden eines Flughafens auch dann keinen Anspruch auf einen Teil der Gewerbesteuer des Flughafenbetreibers, wenn auf ihrem Gebiet für den Betrieb des Flughafens unerlässliche Lärmmessstationen eingerichtet sind (I R 56/2008 16. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands soll der Finanzsenator Hamburgs dem Verfahren über die Verfassungsmäßigkeit der Zweitwohnungsteuer Hamburgs beitreten (II R 67/2008 16. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf sind heimliche Filmaufnahmen in einer Arztpraxis nicht stets verboten, sondern in bestimmten Fällen erlaubt (8. März 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf darf auf Grund der Meinungsfreiheit das Theaterstück Ehrensache Lutz Hübners in Hagen wieder aufgeführt werden, weil das gegenteilige Urteil des Landgerichts Hagen nicht vollstreckt werden darf (3 U 106/2009).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Baden-Württemberg darf die Betriebsratswahl bei Daimler in Stuttgart am 10. März 2010 entgegen der Entscheidung der Vorinstanz stattfinden(15 TABVGa 1/2010 9. März 2010).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Schweinfurt ist ein Dönerverkäufer wegen Ermordung seiner Tochter zu lebenslanger Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Braunschweig sind die Abwassergebühren Braunschweigs (für 2005 und 2006) rechtmäßig (8 A 62/2007 8. März 2010 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Mainz darf einem Kraftfahrzeugführer die Fahrerlaubnis sofort entzogen werden, wenn man bei ihm Amphetamin findet und er ein deswegen angeordnetes Drogenscreening verweigert (3 L 69/2010 25. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von Amerika ist Rodney Alcala zum dritten Male wegen Mordes zum Tode verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von Amerika ist Robert Halderman wegen versuchter Erpressung David Lettermans zu sechs Monaten Haft und 1000 Sozialstunden verurteilt.
Das Europäische Parlament beschließt die 5,3 Millionen Unternehmen betreffende Möglichkeit, Kleinunternehmer von der Pflicht der Erstellung eines Jahresabschlusses zu befreien, von der Deutschland Gebrauch machen will.
Deutschland schließt mit Liechtenstein ein neues Steuerabkommen mit der Möglichkeit der Amtshilfe ab.

 

2010-03-09 Nach einer Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union darf bei Betreibern von verschmutzenden Anlagen in der Nähe eines verschmutzten Gebiets vermutet werden, dass ihr Betrieb für die Verschmutzung ursächlich ist, und dürfen die Mitgliedstaatsbehörden die Nutzung der Grundstücke der Betreiber von geforderten Umweltsanierungsarbeiten abhängig machen (C-378/2008 9. März 2010 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs hat Deutschland dadurch europäisches Recht verletzt, dass es die Datenschutzbeauftragten der Bundesländer staatlicher Aufsicht unterstellt hat.
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine Verfassungsbeschwerde gegen Versuchsreihen mit dem Teilchenbeschleuniger LHC am europäischen Kernforschungszentrum CERN bei Genf mangels Zulässigkeit nicht zur Entscheidung angenommen, weil die Beschwerdeführerin nicht schlüssig dargelegt habe, dass durch die Versuche die von ihr befürchtete Zerstörung der Erde eintreten werde (2 BvR 2502/2008 18. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die eine nachträgliche Anordnung der Sicherungsverwahrung bei einer Verurteilung nach Jugendstrafrecht zulassende Vorschrift des § 7 II Nr. 1 JGG verfassungsgemäß und verletzt weder das Rückwirkungsverbot noch das Doppelbestrafungsverbot (1 StR 554/2009 9. März 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat eine deutsche Anlegerin wegen Verlusten aus Optionsgeschäften an Börsen der Vereinigten Staaten von Amerika einen Schadensersatzanspruch gegen ein Brokerunternehmen mit Sitz in New Jersey aus dessen Beteiligung an einem sittenwidrigen Geschäft (XI ZR 93/2009 9. März 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein Strafverteidiger unter Umständen mehr als das Fünffache der gesetzlich vorgesehenen Gebühren verlangen (z. B. 860000 Euro bei einem durch Einstellung ohne höhere Auflagen endenden Strafverfahren wegen Subventionsbetrugs in Millionenhöhe) (IX ZR 18/2009).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands kann ein als Existenzgründer als Vorstand einer Aktiengesellschaft Tätiger (z. B. Chemiker) sich nicht freiwillig in der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung versichern (12 AL 1/2009 R).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Jena läuft die Frist von zwei Wochen für eine außerordentliche Kündigung eines Geschäftsführers einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung erst von der Kenntnis der maßgeblichen Tatsachen seitens aller Mitglieder des für eine Beschlussfassung zuständigen Gremiums an (7 U 224/2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München muss ein Ausländer aus einem Staat außerhalb der Europäischen Union nicht über eine Einreiseerlaubnis und Arbeitserlaubnis verfügen, wenn er als Geschäftsführer einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung eingetragen werden will (31 Wx 142/2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern waren die Verfügungen der Polizei gegen das in München 2006 am Christopher-Street-Day mitgeführte Papamobil mit Kritik am Papst wegen der Meinungsfreiheit der Kläger rechtswidrig (10 B 1102/2009 8. März 2010 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen muss die Bundesagentur für Finanzdienstleistungen einer einem Finanzdienstleistungsinstitut Spekulationsgeschäfte zu ihren Lasten vorwerfenden Privatperson die amtliche Informationen über ein von ihr beaufsichtigtes Finanzdienstleistungsinstitut enthaltenden Unterlagen vorlegen (6 A 1684/2008 2. März 2010).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Düsseldorf müssen Bewirtungsbelege nicht stets vollständig  (z. B. hinsichtlich des Bewirtenden oder des Rechnungsadressaten) ausgefüllt sein (11 K 1093/2007 E).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hildesheim ist Prinz Ernst August von Hannover wegen (einfacher) vorsätzlicher Körperverletzung Josef Brunlehners durch zwei Ohrfeigen im Jahre 2000 zu 200000 Euro Geldstrafe verurteilt (, so dass er als nicht vorbestraft gelten soll).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Düsseldorf ist die Pensionierungsgrenze für Richter von 65 Jahren durch das Ziel einer angemessenen Altersstruktur und einer hinreichenden Vorhersehbarkeit der Personalplanung gerechtfertigt (13 K 6883/2009 8. März 2010).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts  Dortmund ist die Bezirksregierung Münster seit 1. Januar 2008 auch für die Entscheidung über Widersprüche im Schwerbehindertenrecht zuständig (51 [3] SB 205/2008 12. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Kirchheim unter Teck ist ein Sechsundzwanzigjähriger wegen versuchter Erpressung Cindy Crawfords zu zwei Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München darf die Miete einer mit einem Luftgewehr beschossenen Loggia für eine vorübergehende Zeit der wahrscheinlichen Gefahr gemindert werden, doch ist dann eine gleichzeitige zusätzliche Minderung wegen Verschmutzung mit Taubenkot ausgeschlossen (412 C 32850/2008 23. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Sportgerichts des Deutschen Fußballbunds muss der Vfl Wolfsburg wegen unsportlichen Verhaltens (durch Zünden eines Feuerwerkskörpers seitens eines Zuschauers) 5000 Euro zahlen.
Auf Antrag Janine Schlemmers als Antragstellerin ist das Verfahren der Versteigerung des Oskar-Schlemmer-Hauses in Badenweiler eingestellt.
In Deutschland tritt am 10. März 2010 die zweite Mindestlohnverordnung für die Branche der Gebäudereinigung in Kraft, die bis 31. Dezember 2011 läuft.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Italiens bleibt trotz eines Regierungsdekrets die Liste Volk der Freiheit (Silvio Berlusconis) von den Regionalwahlen in Latium und Rom ausgeschlossen.

2010-03-08 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine Verfassungsbeschwerde gegen die gesetzliche Lockerung des Schornsteinfegermonopols nicht zur Entscheidung angenommen (1 BvR 2514/2009 4. Februar 2010 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist eine allgemeine Rechtsanwaltsvertragsbedingung mit einer Vergütung im 15-Minuten-Takt wegen unangemessener Benachteiligung des Mandanten unwirksam (24 U 183/2005 18. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist Adem Yilmaz wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung zu neun Monaten Haft auf Bewährung und 150 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main sind die Klaus-Peter Müller und Martin Blessing für 2008 entlastenden Hauptversammlungsbeschlüsse der Commerzbank aufgehoben.
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz kann eine ohne Erlaubnis eines Richters entnommene Blutprobe im Rahmen eines Fahrerlaubnisentziehungsverfahrens wegen Drogengebrauchs verwertet werden (10 B 11226/2009 29. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz hat ein Insolvenzverwalter in einem Steuerverwaltungsverfahren ein Recht auf Akteneinsicht nur bezüglich einzelner anfechtungsrelevanter Sachverhalte (1 K 1752/2007 24. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz muss ein unmittelbar an ein Wohngebäude grenzendes Bäckereiunternehmen Anordnungen zum Schutz gegen Lärm hinnehmen, auch wenn sie Auswirkungen auf den Betrieb haben (1 L 123/2010 22. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln ist ein Eilantrag der Kabel Baden-Württemberg GmbH & Co. KG auf Aussetzung der geplanten Versteigerung von Frequenzen für den Mobilfunk im Bereich von 800 Mhz abgelehnt (21 L 1851/2009).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dessau-Roßlau kann eine gesetzliche Krankenkasse einen sich bei einem Verkehrsunfall unter Alkoholeinfluss selbst verletzenden Kraftfahrzeugführer mit 20 Prozent an den Wiederherstellungskosten beteiligen (4 KR 38/2008).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichts der Türkei ist die Zuständigkeit von ordentlichen Gerichten für Militärangehörige verfassungswidrig.
Nach Ansicht des Bundesversicherungsamts Deutschlands sind Krankenkassen bei der Festsetzung von Zusatzbeiträgen kartellrechtlich nicht wie Unternehmer zu behandeln.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Österreichs ist das Verbot der Verteilung von Werbezetteln eines Bestattungsunternehmers in Innsbruck durch die Stadt mangels einer Rechtsgrundlage rechtswidrig.
In Island stimmen 93,5 der Stimmberechtigten gegen eine Kreditvereinbarung der Regierung mit Großbritannien und den Niederlanden über Entschädigung für 3,9 von diesen Ländern an durch eine isländische Bank (Icesave) geschädigte Kunden gezahlte Euro.
Daimler gibt seine Beteiligung an Tata Motors/Indien auf.
American International Group Inc. verkauft American Life Insurance Co. für 15,5 Milliarden Dollar an Met Life Inc.

 

2010-03-07 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein den Schuldner nach einer ersten ohne Reaktion gebliebenen Abmahnung ein zweites Mal durch einen Rechtsanwalt abmahnen lassender Wettbewerbsverband die Kosten der zweiten Abmahnung nicht erstattet verlangen (I ZR 47/2009 21. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein Vertrag über die Prüfung eines Jahresabschlusses nicht schon deswegen nichtig, weil der Abschlussprüfer den Jahresabschluss entgegen dem Verbot des § 319 HGB nach Vertragsabschluss selbst teilweise neu erstellt und prüft (Xa ZR 175/2007 21. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands handelt ein nach Abschluss eines selbständigen Beweisverfahrens mit seinem Antrag auf Erhebung der Klage bis zur Verjährung des etwaigen Anspruchs des Antragstellers ohne triftigen Grund wartender Antragsgegner rechtsmissbräuchlich (VII ZB 56/2007 14. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der Auftragnehmer einen an den Auftraggeber gezahlten Vorschuss auf die Mängelbeseitigungskosten zurückfordern, wenn feststeht, dass die Mängelbeseitigung nicht mehr durchgeführt wird (VII ZR 108/2008 14. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands verjährt der Anspruch des Unternehmers auf Rückzahlung des Vorschusses auf Mängelbeseitigungskosten in der regelmäßigen Verjährungsfrist von drei Jahren (VII ZR 213/2007 14. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands richtet sich bei der Verabredung mehrerer Verbrechen gemäß § 30 II StGB die Beurteilung der Konkurrenz nach dem Konkurrenzverhältnis der vereinbarten und später zu begehenden Taten (2 StR 439/2009 13. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands erlischt das einem Darlehensnehmer nach dem Haustürwiderrufsgesetz zustehende Widerrufsrecht nicht gemäß § 2 I 4 HWiG, wenn die vollständige Ablösung des Darlehens erst ab dem 1. Januar 2003 erfolgt ist (XI ZR 260/2008 24. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann im Falle eines wirtschaftlichen Totalschadens der ein Sachverständigengutachten mit drei Angeboten einholende und im Vertrauen daarauf sein Fahrzeug reparieren lassende und weiterbenutzende Geschädigte seiner Schadensberchnung grundsätzlich diesen Restwertbetrag zu Grunde legen (VI ZR 318/2008 13. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss bei Gewinnspielen der Verbraucher Gelegenheit haben, sich vor seiner Teilnahmehandlung umfassend über die Teilnahmebedingung zu informieren und müssen überraschende Teilnahmebedingungen schon in der Werbung offenbart werden (I ZR 64/2007 9. Juli 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands umfasst der Begriff der Bedingung in § 4 Nr. 4 UWG alle aus der Sicht des Verbrauchers nicht ohne Weiteres zu erwartenden Umstände, welche die Möglichkeit einschränken, in den Genuss der Vergünstigung zu gelangen, und muss bei einer Zugabe (z. B. Tasche bei Kauf von Parfümen) die bereit gehaltene Menge in einem angemessenen Verhältnis zur erwarteten Nachfrage stehen (I ZR 224/2006 18. Juni 2009).

2010-03-06 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist es verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, die Reichweite des freien Verteidigerverkehrs nach § 148 I StPO dahingehend zu begrenzen, dass der unkontrollierte Verkehr nur in der Weise ausgeübt werden darf, als er unmittelbar der Vorbereitung der Verteidigung dient, mithin nur die unmittelbar das Strafverfahren betreffenden Schriftstücke umfasst (2 BvR 256/2009 13. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kommt im Verfahren der Vollstreckbarerklärung eines ausländischen Titels eine Erledigung der Hauptsache allenfalls in Betracht, wenn sich das erledigende Ereignis erst im Beschwerderechtszug verwirklicht und scheidet eine Vollstreckbarerklärung auf der Grundlage der EuGVVO aus, wenn eine Bestätigung als europäischer Vollstreckungstitel vorliegt (IX ZB 57/2009 4. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann einer Schadensersatzklage des Mieters gegen den Vermieter auf Wiedereinräumung der Besitzrechte und Mietrechte an der ehemaligen Wohnung, die der Mieter nach einer Eigenbedarfskündigung des Vermieters geräumt hat, nach Veräußerung der Wohnung durch den Vermieter nicht stattgegeben werden, ohne dass geklärt wird, ob dem Vermieter die Wiedereinräumung dieser Rechte noch möglich ist (VIII ZR 313/2008 16. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist bei Betriebsübergang der neue Betriebsinhaber bis zu einer rechtmäßigen Änderung zur Fortführung der im Betrieb bestehenden Vergütungsordnung verpflichtet (1 ABR 66/2008 8. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands wird der Gleichheitssatz nicht dadurch verletzt, dass ein Sozialplan für einen durch Vermittlung des Arbeitgebers einen neuen Arbeitsplatz findenden Arbeitnehmer keine Abfindung vorsieht (1 AZR 801/2008 8. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg ist ein Härtegrund im Sinne des § 1587c Nr. 1 BGB gegeben, wenn der Versorgungsausgleich einen erheblichen Versorgungsdifferenzbetrag zu Lasten des ausgleichspflichtigen Ehegatten zur Folge hätte (z. B. wenn bei einem Ausgleichsbetrag von 250 Euro der ausgleichspflichtigen Ehefrau 1000 Euro verblieben, dem Ehemann dagegen 1400 Euro) (10 UF 138/2007 30. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf umfasst eine für eine Stufenklage unbeschränkt bewilligte Prozesskostenhilfe jedenfalls für den Mindestunterhalt minderjähriger Kinder auch die Leistungsstufe, ohne dass es insoweit einer weiteren Entscheidung bedarf (8 WF 216/2009 18. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Niedersachsen kann der Insolvenzverwalter durch Freigabe von Abfallgegenständen aus der Masse von der Entsorgungspflicht befreit werden (7 ME 55/2009 3. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Ulm liegt Raub (und nicht Trickdiebstahl) vor, wenn ein hausratsversicherter Kraftfahrzeugführer wegen Stehenbleibens eines vorausfahrenden Mopeds anhalten muss und der Soziusfahrer des Mopeds die Fahrzeugtüre aufreißt und mit zwei Taschen des Versicherungsnehmers entkommt (1 S 129/2009 4. November 2010).
*Strohal, Friedrich, Unterhaltsrechtlich relevantes Einkommen bei Selbständigen, 4. A: 2010

*Hüffer, U., Aktiengesetz, 9. A: 2010
*Emmerich, Volker/Habersack, Mathias, Aktien- und GmbH-Konzernrecht, 6. A. 2010
*Marko, Volker, Private Krankenversicherung, 2. A. 2010
*Huster, Stefan/Kaltenborn, Markus, Krenkenhausrecht, 2010*Schmidt, Ludwig, Einkommensteuergesetz, 29. A. 2010
*Pahlke, A./Franz, W., Grunderwerbsteuergesetz, 4. A. 2010
*Rösch, Bernd, Das Urteil in Straf- und Bußgeldsachen, 2. A. 2010
*Europarecht. Handbuch für die deutsche Rechtspraxis, hg. v. Schulze, Reiner/Zuleeg, Manfred/Kadelbach, Stefan, 2.
A. 2010
*Principles of European Constitutional Law, hg. v. Bogdandy, Armin von/Bast, Jürgen, 2.
A. 2010
*Gerhardt, Rudolf, Der Triumph der Gerechtigkeit, 2009

2010-03-05 Nach einer Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union hat Italien seine europarechtlichen Verpflichtungen aus der Abfallrichtlinie 2006/12/Europäische Gemeinschaft verletzt und nicht alle erforderlichen Maßnahmen zur Beseitigung der Abfälle in der Region Campania ergriffen (C-297/2008 4. März 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die Verurteilung von Mitgliedern des Augsburger Bündnisses wegen Volksverhetzung auf Grund des Grundrechts der Meinungsfreiheit aufgehoben (1 BvR 369/2004 4. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Vorschrift des § 4 Nr. 4 UWG mit der Richtlinie 2005/29/EG über unlautere Geschäftspraktiken vereinbar und wird die von einem Wettbewerbsverband geltend gemachte Kostenpauschale auch für eine nur teilweise berechtigte Abmahnung geschuldet (I ZR 194/2006 11. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm ist im selbständigen Beweisverfahren der Antrag auf Einholung eines zweiten Ergänzungsgutachtens, der auf eine dem Hauptsacheverfahren vorbehaltene richterliche Beweiswürdigung abzielt, unbegründet (19 W 31/2009 20. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Niedersachsen darf die Fahrerlaubnisbehörde mangels einer entgegenstehenden gesetzlichen Regelung in einem auf Entziehung der Fahrerlaubnis gerichteten Verwaltungsverfahren auch ein unter Verstoß gegen den Richtervorbehalt des § 81a StPO gewonnenes Ergebnis einer Blutprobenuntersuchung berücksichtigen, wenn aus diesem ohne Weiteres eine fehlende Kraftfahreignung des Betroffenen hervorgeht (12 ME 234/2009 16. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund hat die Witwe keinen Anspruch auf Opferentschädigung, wenn der Hauseigentümer nach einem Einbruch ohne unmittelbaren Kontakt mit dem Einbrecher an den Folgen eines Schlaganfalls stirbt (18 VG 18/2009 29. Oktober 2009).
Der Bundesrat Deutschlands beschließt den Gesetzesentwurf zur Stärkung der Täterverantwortung.
Der Haushaltsausschuss des Bundestags Deutschlands beschließt den Bundeshalt 2010.
Der Wahlausschuss des Bundestags Deutschlands wählt Andreas Voßkuhle zum Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts.
Ferdinand Kirchhof wird Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands.

2010-03-04 Nach Entscheidungen des Gerichtshofs der Europäischen Union sind die Kleinverkaufsmindestpreise Frankreichs, Österreichs und Irlands für Zigaretten europarechtswidrig (C-197/2008 4. März 2010 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist der Mindeststeuerhebesatz der Gewerbesteuer (200 Prozent) verfassungsgemäß (2 BvR 2185/2004 27. Januar 2010 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf sind die fünf Angeklagten des so genannten Sauerlandprozesses zu Haft zwischen fünf und 12 Jahren verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main macht die systembedingte Unmöglichkeit der nachträglichen Überprüfung einer Geschwindigkeitsmessung durch das Lasermesssystem PoliScan Speed für sich genommen die Messung nicht unbrauchbar ( (2 Ss-OWi 577/2009 1. März 2010).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Hessen werden Hartz IV-Leistungen trotz Bedürftigkeit nicht für die Zeit vor Antragstellung (Folgeantragsstellung) gewährt (7 AS 413/2009 18. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Dresden ist die in Königswartha im Juni 2008 durchgeführte Bürgermeisterwahl ungültig (7 K 1019/20090 2. März 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz wird durch eine gemeinsame Grabeinfassung zweier Reihengräber kein durch die Friedhofssatzung der Gemeinde Mörlen untersagtes Doppelgrab (1 K 1260/2009 18. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Hamburg ist die Musterklage eines Flughafensicherheitsassistenten (auf höheres Einkommen und Beschäftigung bei der Bundespolizei) wegen möglicher verdeckter Zeitarbeit abgewiesen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Ägyptens sind die Todesurteile gegen Talaat Mustafa und Mohsen al-Sukhari wegen Tötung der Popsängerin Suzan Tamim aufgehoben.
Neuer Wehrbeauftragter des Bundestags soll Hellmut Königshaus (FDP) werden.

2010-03-03 Nach einer Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union erlischt die Flüchtlingseigenschaft eines Menschen, wenn die die Verfolgungsfurcht begründenden Umstände im Drittland nicht nur vorübergehend erheblich weggefallen sind und der Betroffene auch nicht aus anderen Gründen Furcht vor Verfolgung haben muss (C-175/2008 2. März 2010).
Nach einer Entscheidung des Gerichts erster Instanz der Europäischen Union war die Übertragung zweier Sondervermögen durch das Land Hessen auf die Landesbank Hessen-Thüringen rechtmäßig (T-163/2005 3. März 2010 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Gerichts erster Instanz der Europäischen Union ist die Nichtigkeitsklage Arcelors gegen eine Richtlinie über das System für den Handel mit Treibhausgasemissionszertifikaten wegen fehlender unmittelbarer und individueller Betroffenheit (als) unzulässig (verworfen) (T-16/2004 2. März 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind Schadenszahlungen und Regulierungskosten, die ein Versicherungsnehmer in der Kraftfahrthaftpflichtversicherung vereinbarungsgemäß selbst trägt, mangels getragenen Wagnisses kein Versicherungsentgelt und deshalb nicht versicherungsteuerpflichtig (II R 44/2007 16. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg muss ein 14jähriges, die Schnüre eines Heuballens in einer Scheune zwecks Befreiung eines asthmakranken Spielkameraden mit einem Feuerzeug durchbrennendes Mädchen das verbrannte Heu ersetzen (12 U 123/2009 25. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart muss die Deutsche Bank wegen ungenügender Beratung einer Kundin 1,5 Millionen Euro Schaden aus Zinsswap-Verträgen (zur Zinsoptimierung) ersetzen (9 U 164/2008 26. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts  Niedersachsen kann eine deutsche Muttergesellschaft so genannte definitive Verluste ihrer in anderen Staaten der Europäischen Union ansässigen Tochtergesellschaften grundsätzlich von ihrem Einkommen abziehen, wenn sie sich zur Übernahme der Verluste verpflichtet hat (6 K406/2008 11. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Mainz darf ein Personalratsmitglied auch ohne Zustimmung des Personalrats wegen Anrufen mit dem Diensttelefon bei 0900-Nummern gekündigt werden (5 K 1390/2009 2. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Bielefeld dürfen Beschäftigte kirchlicher Einrichtungen nicht streiken.
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft München muss Heinrich von Pierer (Siemens) wegen Verletzung von Aufsichtspflichten ein Bußgeld in sechsstelliger Höhe zahlen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Spaniens istArnaldo Otegi (Batasuna) wegen Verherrlichung des Terrorismus zu zwei Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Präsidenten des Europäischen Parlaments verliert Nigel Farage wegen abfälliger Äußerungen über Herman von Rompuy zehn Tagegelder (2980 Euro).
Der staatliche Fernsehsender TRT der Türkei muss an die Familie Hrant Dinks eine Entschädigung zahlen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Irans ist Mohammad-Amin Walin wegen Kriegführung gegen Gott durch Werfen von Steinen gegen Sicherheitskräfte zum Tode verurteilt.

2010-03-02 Nach einer Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union darf ein Mitgliedstaat eine durch Täuschung erlangte Einbürgerung auch dann zurücknehmen, wenn der Betroffene dadurch keine Staatsbürgerschaft eines Mitgliedstaats mehr hat, muss aber bei seiner Entscheidung den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit beachten  (C-135/2008 2. März 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die Vorratsdatenspeicherung in Deutschland in ihrer jetzigen Gestaltung wegen Unverhältnismäßigkeit verfassungswidrig, so dass alle bisher gespeicherten Daten sofort zu löschen sind (1 BvR 256/2008 2. März 2010 u. a.), doch ist Vorratsdatenspeicherung nicht schlechthin verfassungswidrig.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein Eilantrag der Deutschen Industriebank AG gegen die Bestellung eines Sonderprüfers durch das Landgericht Düsseldorf als unzulässig verworfen (II ZB 1/2010 1. März 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind Gerichte Deutschlands (z. B. Landgericht Düsseldorf) auch für Klagen gegen Internetauftritte ausländischer Unternehmen (z. B. New York Times) zuständig, wenn diese einen deutlichen Bezug (z. B. Erfolgsort) zu Deutschland haben (z. B. betroffener, der Nähe zur russischen Mafia bezichtigter Unternehmer lebt in Deutschland) (VI ZR 23/2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss der Schuldner im Insolvenzverfahren von sich aus wahrheitsgemäße umfassende Angaben machen (IX ZB 126/2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine Abtretung von Provisionsansprüchen durch einen Vermittler (Versicherungsvertreter) von Personenversicherungen wegen Verletzung der Verschwiegenheitspflicht nichtig (VIII ZR 53/2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands muss sich ein Steuerpflichtiger einen Fehler seines Steuerberaters (Nichtgeltendmachung hoher Zahnarztkosten infolge Nichtwissens) zurechnen lassen (VI R 58/2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern ist die Umbenennung der Meiserstraße in München in Katharina-von-Bora-Straße wegen Unzulässigkeit der Anfechtungsklage des Enkels Hans Meisers rechtmäßig.
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Berlin-Brandenburg hat ein durch eine Selbsttötung traumatisierter Untergrundbahnfahrer in Berlin einen Anspruch auf psychotherapeutische Behandlung gegen den Träger der Unfallversicherung (2 U 1014/2005 17. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Berlin-Brandenburg ist der Rechtsstreit um die Zahlung einer Verletztenrente aus der gesetzlichen Unfallversicherung nach Heranziehung von Unterlagen des ehemaligen Staatssicherheitsdiensts der Deutschen Demokratischen Republik wegen dadurch nachgewiesener Berufskrankheit zu Gunsten eines ehemaligen, durch Chlor erheblich gefährdeten, inzwischen verstorbenen Arbeiters im Chemiekombinat Bitterfeld entschieden (2 U 293/2008 21. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz sind Poller im befahrbaren öffentlichen Straßenraum wegen der von ihnen für den Fahrzeugverkehr ausgehenden Gefahren und Erschwernissen nicht mehr zulässig (4 K 774/2009 22. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Sportgerichts des Deutschen Fußballbundes muss der VfL Bochum wegen unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger 8000 Euro Geldstrafe zahlen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten haben weder der ehemalige Manager O. J. Simpson noch der Vater des getöteten Ron Goldman einen Anspruch auf den von O. J. Simpson am Tage seines Freispruchs vom Mordvorwurf getragenen Anzug.
Nach einer Entscheidung des Bundeskartellamts Deutschlands müssen Unternehmen des Baustofffachhandels wegen verbotener Preisabsprachen (bei Stellgebühr für Silos) 13,36 Millionen Euro Geldbuße zahlen.
Nach einer Entscheidung der Europäischen Kommission ist der Anbau der gentechnisch veränderten, industriell (z. B. für Papier) verwertbaren Kartoffelsorte Amflora unter Auflagen erlaubt.
Österreich verbietet die Aufnahme neuer Kredite in Fremdwährung (z. B. Franken oder Yen).
Der Sinn für Gerechtigkeit soll im Wesentlichen vom Belohnungssystem des Gehirns gesteuert werden und nicht nur ein Produkt der Kultur sein.

2010-03-01 Nach einer Entscheidung des Landesverfassungsgerichts Schleswig-Holstein ist die gesetzliche Regelung der Zusammensetzung der Amtsausschüsse in den Ämtern nicht (mehr) verfassungsgemäß (1/2009 26. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Saarbrücken ist bei Unterliegen des Klägers gegenüber dem Haftpflichtversicherer mangels Beweises auch der gesamtschuldnerisch mitverklagte Fahrer von Ersatzansprüchen des Klägers frei (4 U 244/2009 17. November 2009.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin ist ein Schönheitschirurg nach dem Tod einer Patientin nach einer Bauchstraffung wegen Körperverletzung mit Todesfolge und versuchten Totschlags zu54 Monaten Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Ravensburg sind zwei Jugendliche wegen Ermordung einer ihren Einbruch entdeckenden Nachbarin zu zehn und sieben Jahren Jugendstrafe verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Saarbrücken muss bei einer Beweisaufnahme zur Ermittlung eines Erben die dadurch verursachten Kosten tragen, wer den Antrag auf Erteilung des Erbscheins gestellt hat (5 T 227/2009 30. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Göttingen darf ein Repetitor nicht in der Universität für seine Kurse werben (4 B 10/2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Trier hat ein gewähltes, zur Zeit der Wahl in der Freistellungsphase der Altersteilzeit befindliches Ratsmitglied (z. B. der Verbandsgemeinde Manderscheid) Anspruch auf Verpflichtung als Ratsmitglied durch den Bürgermeister (1 K 666/2009 23. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München ist ein volljähriger Nachhilfeschüler grundsätzlich Vertragspartner des Nachhilfevertrags (171 C 19789/2008 17. Juli 2009).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Italiens ist die Annahme von 440000 Euro für falsche Aussagen in Strafverfahren gegen Silvio Berlusconi durch Rechtsanwalt David Mills (passive Bestechung) verjährt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Ungarns ist István Halaász (Bürgermeister Kunbajas in Südungarn) wegen rechtswidriger Einfuhr von Müll aus Deutschland zu 18 Monaten Haft und 5000 Euro Geldstrafe verurteilt, seine Ehefrau zu zehn Monaten Haft auf Bewährung und 5000 Euro Geldstrafe.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Thailands ist der frühere Premierminister Thaksin Shinawatra des Amtsmissbrauchs schuldig.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Burmas ist die Verurteilung Aung San Suu Kyis zu Hausarrest rechtmäßig.
Zum 1. März 2010 treten vier Umweltgesetze in Deutschland in Kraft.

Nach Ansicht des Direktors der Porzellansammlung der staatlichen Kunstsammlungen Dresden sind die drei Vasen in Burghley House aus mit Emailfarbe bemaltem weißem Ton aus China hergestellt, nicht aus (europäischem) Porzellan.

2010-02-28 Nach einer Entscheidung des europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ist der allgemeine Ausschluss einer gerichtlichen Überprüfung der ursprünglichen Übertragung der Sorge allein auf die Mutter nicht verhältnismäßig (22028/2004 3. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist die Beschränkung einer kostenlosen Jahresvignette auf Behinderte, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in dem betroffenen Mitgliedstaat (z. B. Österreich) haben, sowie diejenigen, die sich aus beruflichen oder persönlichen Gründen regelmäßig in diesen Staat begeben, nicht europarechtswidrig (C-103/2008 1. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands kann der Gesetzgeber den typischen Bedarf zur Sicherung des menschenwürdigen Existenzminimums durch einen monatlichen Festbetrag decken, muss aber für einen darüber hinausgehenden unabweisbaren, laufenden, nicht nur einmaligen, besonderen Bedarf einen zusätzlichen Leistungsanspruch einräumen (1 BvL 172009 9. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann auch ein vorübergehendes Leistungshindernis auf Seiten des Vorleistungsberechtigten ein Leistungsverweigerungsrecht des Vorleistungsverpflichteten gemäß § 321 I 1 BGB begründen (V ZR 217/2008 11. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ergibt sich aus den §§ 80a, 246a StPO oder aus verfassungsrechtlichen Grundsätzen keine selbständige Verpflichtung des Gerichts, in Fällen der möglichen Anordnung einer Maßregel gemäß § 66 StGB von dem zu vernehmenden Sachverständigen stets die Vorlage eines vorbereitenden schriftlichen Gutachtens zu verlangen (2 StR 205/2009 14. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands setzt ein Schadensersatzanspruch wegen Verstoßes des öffentlichen Arbeitgebers gegen Art, 33 II GG voraus, dass der nichtberücksichtigte Bewerber darlegt, er hätte richtigerweise an Stelle des eingestellten Bewerbers die Stelle übertragen werden müssen (8 AZR 636/2008 24. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands  liegen allgemeine Geschäftsbedingungen auch vor, wenn der Arbeitgeber von Dritten erstellte Formulare verwendet und kann eine unangemessene Bindungsdauer des Arbeitnehmers zur Unwirksamkeit einer Rückzahlungsklausel von Ausbildungskosten führen (3 AZR 173/2008 15. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bremen bedarf eine Bestellung eines weiteren Geschäftsführers keiner Änderung des Gesellschaftsvertrags (2 W 61/2009 15. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm kann Verfahrenskostenhilfe einem Antragsteller im Hauptsacheverfahren nach den §§ 1, 2 GewSchG nicht schon deshalb verweigert werden, weil er gleichzeitig ein Verfahren auf Erlass einer einstweiligen Anordnung eingeleitet hat (10 WF 274/2009 9. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Saarbrücken ist der Erlass eines Sicherungshaftbefehls gegen einen dauernd im Ausland lebenden Angeklagten zulässig, wenn in der dafür erforderlichen ordnungsgemäßen Ladung zur Hauptverhandlung die Androhung von Zwangsmitteln für den Fall es unentschuldigten Ausbleibens in der Weise eingeschränkt wird, dass diese lediglich im Inland vollstreckt werden können, wobei die Androhung in einer dem Angeschuldigten verständlichen Sprache erfolgen muss (1 WS 207/2009 13. November 2009).


2010-02-27 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands müssen bestimmende Schriftsätze nach § 130a I 2 ZPO mit einer qualifizierten elektronischen Signatur versehen sein (VII ZB 112/2008 14. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands richtet sich bei Verabredung mehrerer Verbrechen gemäß § 30 II StGB die Beurteilung der Konkurrenz nach dem Konkurrenzverhältnis der vereinbarten und später zu begehenden Taten (2 StRR 439/2009 13. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands gilt die für die Gesellschaftsschuld maßgebliche Verjährung grundsätzlich auch für die akzessorische Haftung des Gesellschafters (analog) § 128 HGB (XI ZR 37/2009 12. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann sich der vom Auftraggeber mit dem von ihm beauftragten Tiefbauunternehmer vereinbarte Haftungsausschluss für Beschädigungen von Fremdleitungen auf den mit der Einweisung des Tiefbauunternehmers beauftragten Bauleiter erstrecken (VII ZR 172/2008 17. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei der Ermittlung der Wohnfläche einer Maisonettewohnung die Fläche des zu Wohnzwecken mitvermieteten Galeriegeschosses unabhängig davon zu berücksichtigen, ob die Räume des Galeriegeschosses nach bauordnungsrechtlichen Vorschriften deswegen nicht zur Wohnfläche zu rechnen sind, weil sie zu weniger als der Hälfte der Grundfläche eine lichte Höhe von mehr als 2,20 Metern aufweisen und deshalb nicht als Aufenthaltsräume gelten (VIII ZR 39/2009 16. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands gilt, wenn eine Abgabenforderung als Grundstückslast vorrangig zu befriedigen ist, dies auch für einen darauf entfallenden Säumniszuschlag (IX ZR 24/2009 19. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss sich der bloße Fahrer eines Kraftfahrzeugs die einfache Betriebsgefahr des Fahrzeugs nur dann zurechnen lassen, wenn er seinerseits für Verschulden gemäß § 823 BGB oder für vermutetes Verschulden gemäß § 18 StVG haftet (VI ZR 64/2008 17. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands sind Arbeitgeber in sozialgerichtlichen Streitigkeiten über ihre Umlagepflicht nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz als Versicherte kostenprivilegiert (1 KR 12/009 R 27. Oktober 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm kann die rechtswidrige Ablehnung eines Antrags auf Entbindung von einem persönlichen Erscheinen in der Hauptverhandlung in einer Bußgeldsache eine Versagung des rechtlichen Gehörs sein (5. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München kommt hinsichtlich eines von der Mutter des Ehemanns übertragenen Grundstücks bei (falscher) Eintragung beider Ehegatten in Gütergemeinschaft als neue Eigentümer eine Grundbuchberichtigung dahingehend, dass der Ehemann wegen des zutreffenden Güterstands der Zugewinngemeinschaft als Alleineigentümer eingetragen wird, nur bei entsprechendem Nachweis in Betracht (34 Wx 108/2009 20. November 2009).
*Alpmann Brockhaus Studienlexikon 3. A. 2010
*Eisenberg, Ulrich, Jugendgerichtsgesetz, 14. A. 2010
*Praxis der Insolvenz, hg. v. Beck, Siegfried/Depré, Peter, 2. A. 2010

2010-02-26 Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands kann ein Zeckenbiss (mit anschließender Borrelioseinfektion) als Dienstunfall eingestuft werden, wenn er sich zeitlich und örtlich mit einer Dienstausübung verbinden lässt (2 C 81/2008 25. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm haftet ein Lebensversicherer bei fehlender rechtzeitiger Zusendung eines Antrags durch seine Erfüllungsgehilfen auf Schadensersatz, doch kann den Begünstigten ein Mitverschulden treffen, wenn er den Erfüllungsgehilfen nicht an die rechtzeitige Übersendung des versprochenen Antrags erinnert (20 U 40/2008 14. November 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Jena gibt es keine Gründe für eine sofortige Herabsetzung mit Beginn des Unterhalts ab Rechtskraft der Ehescheidung, wenn die Parteien lange verheiratet waren, ein Kind aus der Ehe haben und die Antragsgegnerin kein vorwerfbares Verhalten trifft (1 UF 58/2009 19. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz kann auch bei Überschreitung der Deckungsgrenze für Mietausfallschäden dessen weitergehender Ersatz vom Versicherer als Verzugsschadensersatz geschuldet sein und ist der Mieter bei Nichtausschließbarkeit von Fremdbrandstiftung nicht zur Fortzahlung der Miete verpflichtet (10 U 1497/2008 30. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln schließt der Umstand, dass das fremde Sendematerial (über einen Zusammenbruch eines Kandidaten in der Sendereihe Deutschland sucht den Superstar) zeitlich mehr als die Hälfte eines Berichts ausmacht, die Zulässigkeit seiner Verwendung in einem Bericht über ein Tagesereignis nicht aus (6 U 100/2009 30. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München muss der Verkäufer eines Wohnhauses nicht offenbaren, dass bei Errichtung ein asbesthaltiges Kleinteil im Innern eines Elektrospeicherheizgeräts verwendet wurde, von dem aus Asbest nicht in den Luftstrom gelangen kann und mit dem der Bewohner weder bei Gebrauch noch im Rahmen erwartbarer Reparaturarbeiten in Berührung kommt (5 U 1743/2009 1. Dezember 200).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz muss ein Veranstalter einer Demonstration nur bei wahrscheinlicher unmittelbarer Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung Ordner stellen (7 A11095/2009 10. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Baden-Württemberg muss ein Arbeitsloser rechtswidrig erhaltenes Arbeitslosengeld nicht zurückzahlen, denn die auszahlende Behörde mangels Vorlage der maßgeblichen Bescheide den Verschuldensvorwurf gegenüber dem Arbeitslosen nicht belegen kann (8 AL 66/2008 5. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin können zwei in der Ausstellung Schätze des Alten Syrien in Stuttgart befindliche Kunstgegenstände nicht wegen Schmerzensgeldansprüchen gegen Syrien aus einem Anschlag des Jahres 1983 gepfändet werden (13 O 48/2010 4. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dresden muss eine Krankenkasse einem Schwerbehinderten einen Elektrorollstuhl auch dann bezahlen, wenn der Schwerbehinderte ständig auf eine Begleitperson angewiesen ist(, und den Rollstuhl sicher im Straßenverkehr führen kann) (25 KR 365/2008 20. Januar 2010).

2010-02-25 Nach einer Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union besteht für Erzeugnisse aus den besetzten palästinischen Gebieten keine Zollfreiheit für Einfuhren in die Europäische Union auf Grund des Assoziierungsabkommens zwischen der Europäischen Union und Israel (3-386/2008 25. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands dürfen die deutschen Fahrerlaubnisbehörden dem Inhaber eines ausländischen EU-Führerscheins das Recht entziehen, von dieser Fahrerlaubnis im Bundesgebiet Gebrauch zu machen, wenn der Fahrerlaubnisinhaber zum Zeitpunkt der Erteilung dieses Führerscheins seinen ordentlichen Wohnsitz nicht im Ausstellermitgliedstaat hatte (3 C 15/2009 25. Februar 2010 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands soll der Gerichtshof der Europäischen Union klären, ob das Verbot eines Fernsehsenders im europäischen Ausland (z. B. in Dänemark) durch eine deutsche Behörde europarechtsgemäß ist (6 A 6/2008 24. Februar 2010 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands wird der kinderbezogene Ortszuschlag eines im Geltungsbereich des BAT-O teilzeitbeschäftigten Angestellten nach der Überleitung seines vollbeschäftigten Ehegatten in den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes nicht nach § 34 I BAT-O zeitanteilig gekürzt (6 AZR 809/2008 25. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist die Beschränkung eines Angebots von Aufhebungsverträgen auf jüngere Arbeitnehmer keine Altersdiskriminierung (6 AZR 911/2008 25. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts  Deutschlands kann der Kläger bei erfolgreicher Tätigkeit eines Rechtsanwalts im Verwaltungsverfahren und im Widerspruchsverfahren von der beklagten Behörde nur eine gekürzte Geschäftsgebühr erstattet verlangen  (11 AL 24/2008 25. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz ist die Lieferung einer bestellten Ware nach fristgemäßem Widerruf wettbewerbswidrig (9 U 20/2009 17. Juni 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg müssen Betreiber von Multiplex-Filmtheatern auf Grund des Gleichheitsgrundsatzes vorerst keine Filmabgabe nach dem Filmförderungsgesetz zahlen (10 S 37/2009 22. Februar 2010 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts  Köln besteht kein Anspruch auf Prozesskostenhilfe für eine Schadensersatzklage wegen Altersdiskriminierung, wenn der abgelehnte Kläger (als Selbständiger ohne Personalverantwortung) offensichtlich für die ausgeschriebene Stelle (z. B. als Leiter einer Abteilung mit 15 Mitarbeitern) ungeeignet ist (5 Ta 408/2009 10. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Augsburg darf eine für den 27. Februar 2010 angemeldete Versammlung zum Gedenken an den alliierten Bombenholocaust vom Februar 1944 in Augsburg nicht verboten werden (1 S 10/287 24. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Hamburg darf ein Unternehmen der Postbranche einen Bewerber (z. B. aus der Elfenbeinküste) um eine Stelle als Postzusteller nicht deshalb ablehnen, weil er sich nach Meinung des Unternehmens bei einem telefonischen Erstkontakt nicht ansprechend klar und deutlich verständigt hat.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Hannover schließt das Tragen eines T-Shirts mit der Aufschrift Ich fahre schwarz eine Bestrafung wegen Beförderungserschleichung nicht aus (24. Februar 2010).
Paulus, Andreas (Universität Göttingen) soll Bundesverfassungsrichter (FDP) werden.
Die 1975 gegründete Elektrohandelskette Cosmos wird geschlossen.

2010-02-24 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands gilt für eine Pferdeauktion durch einen öffentlich bestellten Versteigerer nicht das Verbrauchsgüterkaufvertragsrecht der §§ 474ff. BGB (VIII ZR 71/2009 24. Februar. 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann eine dynamische Verweisung auf nach Übergang vereinbarte Tarifvertragsinhalte auch bei einem nicht tarifgebundenen Betriebserwerber fortgelten, wenn kein abweichender Vertragswille erkennbar ist (4 AZR 691/2008 24. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands soll der Europäische Gerichtshof die Umsatzsteuerpflicht bei einem Verkauf einer zahlungsgestörten Forderung (non-performing loan) klären (V R 18/2008 10. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands muss ein deutscher Händler bei Lieferung unversteuerten Mineralöls an einen Nichtberechtigten Mineralölsteuer zahlen (VII R 39/2008 10. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm darf das Theaterstück Ehrensache wegen Unzulässigkeit der Vollstreckung eines im Januar 2007 ergangenen Verbotsurteils auf Grund der Kunstfreiheit auch in Hagen aufgeführt werden (3 U 106/2009 17. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz hat ein bei seiner sorgeberechtigten deutschen Mutter in Mallorca lebendes Kind gegenüber der zuständigen Behörde keinen Anspruch auf einen Unterhaltsvorschuss, weil dieser sich nach den wirtschaftlichen und sozialen Verhältnissen in Deutschland richtet (7 A 10994/2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin muss die Muttergesellschaft Sapinda International Limited der insolventen Vatas Holding GmbH für eine Forderung der Norddeutschen Landesbank gegen die Vatas Holding GmbH aus Aktiengeschäften (z. B. in Höhe von einer Million Euro) einstehen (C-64/2008 23. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Osnabrück muss ein angestellter Krankenhausarzt nicht für einen Fehler einer Hebamme einstehen, weil sie nicht sein Erfüllungsgehilfe oder Verrichtungsgehilfe ist (2 O 3935/2004 22. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts begründen falsche Angaben eines geduldeten Ausländers (z. B. Chinesen) zu seiner Person (z. B. Geburtsdatum) den Verlust der Aufenthaltserlaubnis (4 L 1443/2009).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Italiens sind drei Mitarbeiter Googles wegen Diffamierung und Verletzung der Privatsphäre durch Nichtverhinderung der Ausstrahlung eines Videos zu sechs Monaten haft auf Bewährung verurteilt.
Die Europäische Kommission empfiehlt die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit Island.

2010-02-23 Nach einer Entscheidung des europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ist die Türkei wegen Misshandlungen verurteilt bzw. zu 12000 Euro Schmerzensgeld verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Gerichtshofs der europäischen Union hat ein die elterliche Sorge für ein Kind eines Wanderarbeitnehmers wahrnehmender Elter ein Aufenthaltsrecht in Aufnahmemitgliedstaat des seine Ausbildung fortsetzenden Kindes auch ohne ausreichende Existenzmittel (C-310/2008 23. Februar 2010 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine Verfassungsbeschwerde gegen die Einstellung eines staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsverfahrens im Falle eines überfahrenen und dadurch zu Tode gekommenen Studenten nicht zur Entscheidung angenommen (2 BvR 2307/2006 4. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein Kreditinstitut nicht verpflichtet, sein Preisverzeichnis und Leistungsverzeichnis einem Verbraucherschutzverband zur Verfügung zu stellen (XI ZR 186/2009 23. Februar 2010 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Verurteilung Eckhard Spoerrs und seines Finanzchefs (freenet) wegen Insidergeschäften rechtmäßig, doch kann die Strafe auf Grund richtigerer Berechnung milder ausfallen (5 StR 224/2008 27. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist die Versetzung einer Tageszeitungsredakteurin in eine Entwicklungsabteilung ohne Tageszeitungsveröffentlichungen rechtswidrig (9 AZR3/2009 23. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf hat das Bundeskartellamt Deutschlands möglicherweise jahrelang Bußgelder bei Kartellordnungswidrigkeiten zu hoch angesetzt (29. Juni 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist eine Klage von Kommunen und Mittelständlern gegen Geldinstitute wegen komplexer Zinsaustauschgeschäfte (CMS-Spread-Ladder-Swap) wegen ausreichender Beratung abgewiesen (23 U 24/2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen sind für den Bau der A 380-Wartungshalle in Frankfurt am Main keine zusätzlichen Lärmschutzauflagen erforderlich (11 C 3933/2004 T 23. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts  Sachsen-Anhalt ist das Sportwettenmonopol Sachsen-Anhalts rechtmäßig (3 L 6/2008 17. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Gießen muss die Stadtsparkasse Gießen einer Erwerberin eines Twin-Win-Zertifikats der Lehmann Brothers wegen unzureichender Aufklärung 17000 Euro Schadensersatz zahlen (2 O 468/2009).
Die Europäische Kommission stimmt der Fusion von Otto mit Quelle unter Auflagen zu.

2010-02-22 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ungeklärt, wer Eigentümer bzw. Pfandrechtsinhaber fünfundzwanziger früher in der Bundesrepublik Deutschland gelagerter Zylinder mit Uranbrennstoff ist (II ZR 287/2007 22. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat Günther Jauch keinen Anspruch auf fiktive Lizenzgebühr (130000 Euro) gegen Welt und Berliner Morgenpost wegen der Veröffentlichung zweier Bilder seiner Hochzeit.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein für Ehegatten des Schuldners beruflich notwendiges Kraftfahrzeug unpfändbar (VII ZB 16/2009 28. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin darf nicht gegen Masern geimpften Kindern der Besuch einer Schule mit an Masern erkrankten Schülern (z. B. Waldorfschule Berlin-Steglitz-Zehlendorf) untersagt werden (3 L 35/2010 18. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin ist die Nutzung eines bereits fertiggestellten Gebäudes in Berlin-Pankow zu Wohnzwecken in unmittelbarer Nachbarschaft der Diskothek Knaack-Club (derzeit) unzulässig (13 L 219/2009 12. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts  München kann ein Kraftfahrzeughaftpflichtversicherer bei ordnungsgemäßer Ausübung des in den allgemeinen Kraftfahrzeughaftpflichtversicherungsbedingungen eingeräumten Ermessens einen Schaden auch ohne Einwilligung des Versicherungsnehmers ersetzen (343 C 27107/2009 27. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft Berlin ist das Strafverfahren gegen vier Mitarbeiter der VZnet-Netzwerke wegen des Todes eines rechtswidrig Nutzerdaten der Plattform sammelnden Zwanzigjährigen mangels Anfangsverdachts einer Straftat eingestellt.
Nach einer Entscheidung des internationalen Sportgerichtshofs in Lausanne darf Claudia Pechstein in Vancouver bei den Olympischen Spielen nicht starten.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Österreichs ist die Klage Stefan Petzners gegen den Roman Weiße Nacht David Schalkos wegen Persönlichkeitsrechtsverletzung (eines Lebensmenschen eines verstorbenen österreichischen Politikers) auf Grund der Freiheit der Kunst abgewiesen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Frankreichs ist der ehemalige Auktionator Jacques Tajan wegen schweren Vertrauensmissbrauchs und Urkundenfälschung zu zwei Jahren Haft mit Bewährung, 300000 Euro Geldstrafe und 66000 Euro Schadensersatz verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von Amerika ist der ehemalige Polizeipräsident New Yorks wegen Korruption und Betrugs zu vier Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Ägyptens sind vier Muslime vom Vorwurf der Ermordung eines Kopten mangels Beweises freigesprochen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Burmas ist der Mönch Gaw Thita wegen Verletzung der Einreisebestimmungen und wegen anderer Straftaten zu sieben Jahren Haft verurteilt.
Ab 1. März 2010 darf in Baden-Württemberg außerhalb von Gaststätten zwischen 22 Uhr und 5 Uhr kein Alkohol mehr verkauft werden.
Der Wahlkampfmanager der Christlich Demokratischen Union Nordrhein-Westfalens tritt zurück, weil Unternehmern gegen Spenden Einzelgesprächstermine mit dem Ministerpräsidenten (in den letzten zwei Jahren) angeboten wurden.
Ralf Stegner zahlt von der HSH Nordbank erhaltene Aufsichtsratstantiemen zurück.
Der wegen versuchten Betrugs durch Pfändung des Internetauftritts der taz zu sechs Monaten Haft ohne Bewährung verurteilte Abmahnrechtsanwalt Günter Freiherr von Gravenreuth nimmt sich das Leben.
Bei einer Beteiligung von 81,61 Prozent sprechen sich 90,14 Prozent der Abstimmungsberechtigten in Eberau gegen ein vom Innenminister geplantes (drittes) Asylerstaufnahmezentrum Österreichs in Eberau aus.

2010-02-21 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein auf Ausgleich nach § 426 I 1 BGB in Anspruch genommener Gesamtschuldner dem nicht entgegenhalten, der ausgleichsberechtigte Gesamtschuldner hätte mit Erfolg die Einrede der Verjährung gegenüber dem Gläubiger erheben können (IV ZR 70/2005 25. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann das Fehlen einer Geschäftsgrundlage in einem pauschalen Unterhaltsvergleich für einen Ausschluss der Anpassung an die abweichenden tatsächlichen Verhältnisse bei Vertragsschluss sprechen, doch ist dadurch eine Abänderbarkeit wegen Änderung der Geschäftsgrundlage gemäß § 313 BGB regelmäßig nicht ausgeschlossen (XII ZR 8/2008 25. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist Voraussetzung der Anbringung einer Parabolantenne an einem einer Wohnungseigentümergemeinschaft gehörenden Haus die Zustimmung der Wohnungseigentümergemeinschaft, die auch das Recht der Bestimmung des Ortes der Anbringung hat (V ZR 10/2009 13. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann die Klagefrist nach § 46 I 2 WEG auch durch eine Klage gegen die Wohnungseigentümergemeinschaft gewahrt werden, wenn innerhalb der Klagefrist der Verwalter angegeben und die namentliche Bezeichnung der richtigerweise zu verklagenden übrigen Mitglieder der Gemeinschaft bis zum Schluss der mündlichen Verhandlung nachgeholt wird (V ZR 73/2009 6. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands übersteigt das Informationsinteresse türkischer Mieter kurdischer Sprache an kurdischen Sendeinhalten grundsätzlich das Interesse eines vermietenden Eigentümers am parabolantennenfreien Erhalt seines Grundstücks und muss der Vermieter rechtswidrige Ausstrahlungen des gewünschten Senders notfalls nachweisen (VIII ZR 67/2008 16. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann die Rückdatierung eines Altersteilzeitvertrags durch die Fiktion des § 894 S. 1 ZPO nicht herbeigeführt werden (9 AZR 608/2008 15. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands fehlt dem Antrag eines Betriebsrats auf Feststellung der Tarifgebundenheit des Arbeitgebers in der Regel das Rechtsschutzinteresse, wenn der
Betriebsrat sich nicht auf ein konkret betroffenes betriebsverfassungsrechtlichen Rechtsverhältnis bezieht (4 ABR 21/2008 10. Juni 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands müssen mehrfach jährlich ausgeschüttete Boni, Umsatzbeteiligungen und Prämien bei der Berechnung des Alterngelds berücksichtigt we3rden (10 EG 3/2009).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands ist das Nutzungsentgelt für eine Kücheneinrichtung im Rahmen der angemessenen Kosten der Unterkunft zu übernehmen, wenn die Wohnung nur mit dem Küchenmöbelzuschlag anmietbar ist (B 14 AS 14/2008 R 7. Mai 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts
Karlsruhe hat der auskunftsberechtigte Ehegatte die Kosten zu tragen, die durch die erforderliche Beauftragung eines Sachverständigen bei Ermittlung des Wertes des Endvermögens entstehen (20 UF 105/2009 22. September 2009).
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2010-02-20 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist es bei einer nicht zur Entscheidung angenommenen Verfassungsbeschwerde in der Regel nicht gerechtfertigt, einen den gesetzlichen Mindestwert von 4000 Euro überschreitenden Gegenstandswert anzunehmen (2 BvR 31/2008 16. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands können die dem Gläubiger in Vorbereitung eines nicht von vornherein aussichtslosen Drittschuldnerprozesses entstandenen notwendigen Kosten, soweit sie bei dem Drittschuldner nicht beigetrieben werden können, im Verfahren nach § 788 ZPO festgesetzt werden (VII ZB 79/2009 14. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands richtet sich der Streitwert der Vollstreckbarerklärung einer ausländischen Entscheidung im Rechtsbeschwerdeverfahren nach dem Wechselkurs bei Eingang der Rechtsbeschwerde (XII ZB 12/2005 13. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf der Rechtsanwalt das Empfangsbekenntnis nur unterzeichnen und zurückgeben, wenn sichergestellt ist, dass in den Handakten die Rechtsmittelfrist festgehalten und vermerkt ist, dass die Frist im Fristenkalender notiert worden ist (VI ZB 64/2009 12. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands tritt, wenn durch die Zustellung einer Streitverkündung die Verjährung gehemmt werden soll, diese Wirkung auch dann bereits mit dem Eingang der Streitverkündungsschrift bei Gericht ein, wenn der Anspruch zum Zeitpunkt der demnächst erfolgten Zustellung noch nicht verjährt war (IX ZR 4/2008 17. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kommt, wenn ein Ausländer ohne gültigen Reisepass in Deutschland eingereist ist, ein Aufenthaltsrecht nach dem Assoziationsabkommen EWG/Türkei oder einer daraufhin vereinbarten Stillhalteklausel nicht in Betracht (V ZB 148/2009 16. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die eine Führungsaufsicht nach § 68f StGB überwachende Strafvollstreckungskammer auch für die Nachtragsentscheidungen zuständig, die sich auf Strafaussetzungen zur Bewährung aus anderen Verfahren gegen den Verurteilten beziehen (2 ARs 424/2009 16. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands rechtfertigt der Umstand, dass dem Schuldner im Falle der Abgabe der eidesstattlichen Versicherung nach § 14 II Nr. 7 BRAO der Widerruf seiner Zulassung zur Rechtsanwaltschaft droht, nicht ohne Weiteres die Annahme einer mit den guten Sitten unvereinbaren Härte im Sinne von § 765a I 1 ZPO (I ZB 36/2009 10. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands steht, wenn der spätere Insolvenzschuldner künftige Forderungen unter der aufschiebenden Bedingung des Ankaufs der jeweiligen Forderung durch den Abtretungsempfänger abtritt, die Anordnung eines Zustimmungsvorbehalts der Wirksamkeit der Abtretung nicht entgegen (IX ZR 1/2009 10. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der Schuldner nach Ablauf der Sperrfrist von drei Jahren einen erneuten Insolvenz-, Stundungs- und Restschuldbefreiungsantrag unabhängig davon stellen, ob und in welcher Höhe neue Forderungen gegen ihn begründet worden sind (IX ZB 89/2009 3. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle ist bei der Beiordnung eines Rechtsanwalts für Umgangsrechtsverfahren zwecks Verwirklichung des aus dem Sozialstaatsprinzip und dem Rechtsstaatsprinzip folgenden Grundsatzes der Gleichstellung von Bemittelten und Unbemittelten für die Schwierigkeit der Sachlage und Rechtslage (weiterhin auch) auf subjektive Kriterien abzustellen (17 WF 131/2009 11. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist in selbständigen Sorgerechtssachen dem Gesetz ein Regel-Ausnahme-Verhältnis für die Beiordnung eines Rechtsanwalts nicht zu entnehmen und reicht es für die Beiordnung nach § 78 II FamFG aus, dass die Sachlage oder die Rechtslage Schwierigkeiten aufweist (8 WF 204/2009 10. Dezember 2009).

Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München wird eine verfahrensfehlerhaft ohne vorherige Anhörung des Beschuldigten erfolgte Beiordnung eines Pflichtverteidigers durch vertrauensvolle Zusammenarbeit geheilt, so dass eine Abberufung nicht mehr unter Berufung auf die verfahrensfehlerhafte Bestellung verlangt werden kann (2 Ws 1101/2009 17. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München muss der Streupflichtige für den seltenen Fall außergewöhnlicher Umstände (z. B. Blitzeis) kein zusätzliches Personal vorhalten, sondern nur die vorhandenen persönlichen Mittel möglichst zielgerichtet und planmäßig einsetzen, so dass der Verkehrssicherungspflichtige in Bayern zwischen 6 und 22 Uhr Gehwege nicht uneingeschränkt von Schneeglätte und Eisglätte freizuhalten hat (1 U 3243/2009 1. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Trier kann ein Kraftfahrzeugeigentümer von einem Golfplatzbetreiber nicht Ersatz des durch einen verirrten Golfball an seinem trotz Warnhinweisen abgestellten Kraftfahrzeug entstandenen Glasschaden verlangen (32 C 308/2009 18. September 2009).
*Ek, Ralf, Praxisleitfaden für die Hauptversammlung, 2. A. 2010


2010-02-19 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands sind die Regeln für den Übergang vom Anrechnungsverfahren zum Halbeinkünfteverfahren bei der Körperschaftsteuer verfassungswidrig (1 BvR 2192/2005 17. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Deutsche Lufthansa (Condor Flugdienst GmbH) wegen großer Verspätung (z. B. 25 Stunden) eines Fluges (z. B. nach Toronto) zu Ausgleichszahlungen verpflichtet (Xa ZR 95/2006 18. Februar 2010 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands sind die für den Vollzug der §§ 5, 5 des Treibhausgasemissionshandelsgesetzes zuständigen Landesbehörden zur Überprüfung und notfalls Genehmigung der von den betroffenen Unternehmen erstellten Monitoringkonzepte verpflichtet (7 C 10/2009 18. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands kann die Eigenheimzulage den tatsächlichen Wohnbedarf für Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II senken, wenn sie zu einer Minderung der Schuldzinsen führt (14 AS 74/2008 R 18. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Landesverfassungsgerichts Sachsen-Anhalt ist die Privilegierung übergroßer Grundstücke mit nicht mehr als fünf Wohneinheiten bei der Erhebung von Ausbaubeiträgen verfassungswidrig (10/2009 16. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg verletzen die Spiele Paintball und Reball nicht die Menschenwürde (1 LC 244/2007 18. Februar 2010 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Landesverfassungsgerichts Sachsen-Anhalt ist die interkommunale Finanzausgleichsumlage in § 19a Finanzausgleichsgesetz verfassungswidrig (9/2008 16. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe kann bei außerordentlich schwer wiegender Unfallschuld eines Unfallverursachers das im Nichtanlegen eines Sicherheitsgurts bestehende Mitverursachen des Verletzten zurücktreten (14 U 42/2008 6. November 209).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz ist die Ablehnung eine privaten Bestattungsplatzes auf dem eigenen Grundstück durch eine Kreisverwaltung rechtmäßig (7 A 11390/2009 4. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Düsseldorf sind im Zusammenhang mit der Einbringung von Kapitalgesellschaftsanteilen anfallende Grunderwerbsteuern als Anschaffungskosten der erworbenen Anteile zu behandeln, nicht als Betriebsaugaben (6 K 4720/2007 K, F 8. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Arnsberg hat ein bei einer Gefährderansprache einen potentiellen Täter vergeblich von einer Straftat abhalten wollender und später psychisch erkrankter Polizeibeamter keinen Anspruch darauf, dass die Gefährderansprache und eine nachfolgende Dienstbesprechung als Dienstunfall anerkannt werden (2 K 833/2007 20. Januar 2010).
Monsanto beantragt das Ruhen seiner Anfechtungsklage gegen das Genmaisverbot vor dem Verwaltungsgericht Braunschweig.
Europäische Kommission und Vereinigte Staaten von Amerika billigen die Kooperation von Yahoo und Microsoft.
Afrikaner unterschiedlicher Stämme unterscheiden sich von einander genetisch stärker als Asiaten und Europäer.

2010-02-18 Nach einer Entscheidung des europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte muss Russland den Familien zweier verschwundener Tschetschenen 120000 Euro Schmerzensgeld zahlen (35869/2005 18. Februar 2010 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Lieferung eines andersfarbigen Kraftfahrzeugs ein erheblicher Sachmangel und eine erhebliche Pflichtverletzung (VIII ZR 70/2007 17. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann ein Arbeitgeber im Einzelfall verpflichtet sein, einen Jugend- und Auszubildendenvertreter nach erfolgreicher Ausbildung in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis zu übernehmen, wenn es im Betrieb einen ausbildungsadäquaten, mit einem Leiharbeitnehmer besetzten Arbeitsplatz gibt (7 AVR 89/2008 17. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts  Deutschlands liegt auch dann eine Bedarfsgemeinschaft vor und kann das Einkommen eines Ehepartners bei der Berechnung von SGB II-Leistungen berücksichtigt werden, wenn beide Eheleute bereits bei der Eheschließung vereinbart hatten, eine Ehe ohne gemeinsame Wohnung zu führen (4 AS 49/2009 R 18. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands dürfen die Grundsicherungsleistungen eines Hartz-IV-Empfängers wegen einer Pflichtverletzung nur dann nach § 31 I SGB II gekürzt werden, wenn er zuvor konkret, verständlich, richtig und vollständig über die Rechtsfolgen der Pflichtverletzung belehrt wurde (14 AS 53/2008 R 18. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts  Deutschlands muss eine Krankenkasse die Kosten einer auch in Deutschland möglichen, aber im Ausland (z. B. England) durchgeführten (Herz-)Operation nur in Höhe der in Deutschland entstehenden Kosten zahlen (1 KR 14/2009 R 17. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts  Deutschlands ist eine Krankenkasse nicht zur vollen Ausschöpfung des gesetzlichen Sollfördervolumens für ambulante Sterbebegleitung verpflichtet, so dass bei Unterschreitung des Finanzvolumens kein Anspruch auf höhere Förderung besteht (1 KR 15/2009 R 17. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin muss das Deutsche Historische Museum die rund 4260 im Jahre 1938 im Auftrag des Reichspropagandaministeriums dem Sammler Dr. Hans Sachs weggenommenen Plakate (Besitz wegen Verwirkung) nicht an die Erben herausgeben (8 U 56/2009 28. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg darf die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg keine Gebühren für geschäftlich genutzte Fotographien ihrer Parkanlagen und Gebäude erheben, weil es kein Vorrecht des Eigentümers gibt, das Bild seines Eigentums zu verwerten (5 U 12/2009 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg darf ein Staatsbürger der Vereinigten Staaten von Amerika doch abgeschoben werden (2 S 18/2010 18. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts  Hessen ist bei der Berechnung von Hartz IV-Leistungen die Abwrackprämie nicht als Einkommen anzurechnen (6 AS 515/2009 B ER 16. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Düsseldorf kann auch ein während der Elternzeit in das EU-Ausland ziehender Elter Anspruch auf deutsches Kindergeld haben (3 K 3986/2008 Kg 18. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz kann die von 600 auf 1200 Euro erhöhte Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen nicht für im Jahre 2008 bereits erbrachte Handwerkerleistungen angesetzt werden (3 K 2002/2009 26. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin muss die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen einem geschädigten Anleger der insolventen Phoenix Kapitaldienst GmbH die gesetzliche Höchstentschädigung von 20000 Euro in voller Höhe zahlen und darf nicht einen Teil zurückbehalten.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart muss eine 14jährige türkische Staatsangehörige trotz Fortbestehens ihrer türkischen Staatsangehörigkeit eingebürgert werden, wenn es ihr nicht möglich ist, in zumutbarer Weise aus der türkischen Staatsangehörigkeit entlassen zu werden (11 K 3612/2009 21. September 2009).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Sportgerichts der Schweiz ist das Dopingverfahren gegen Jan Ullrich eingestellt.
In Burghley House in Lincolnshire/Großbritannien aufbewahrte, bereits 1683 verzeichnete Gefäße sind als Porzellan erwiesen, so dass das Material Porzellan nicht erst im 18. Jahrhundert von Friedrich Böttger in Meißen erfunden wurde.

 2010-02-17 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind von Dritten (z. B. Verlagen, Versicherungen, Verbänden, Internet) stammende, von einer Partei vorgelegte Vertragsformulare (z. B. für Gebrauchtwagenverkauf), auf deren Verwendung sich die Vertragsparteien einigen, keine allgemeinen Geschäftsbedingungen (VIII ZR 67/2009 17. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein Anspruch des Mieters auf Beseitigung von Mängeln der Mietsache während der Mietzeit nicht verjähren, sondern entsteht beständig neu (VIII ZR 104/2009 17. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Verurteilung eines Mannes zu lebenslanger Haft wegen Verdeckungsmordes an einer Rentnerin rechtmäßig (5 StR 535/2009 3. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine vom Landgericht Hannover angeordnete nachträgliche Sicherungsverwahrung eines Doppelmörders aufgehoben (3 StR 439/2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands begründet eine vom Arbeitgeber seinen Betriebsrentnern während dreier Jahre vorbehaltlos in gleicher Höhe gezahlte Weihnachtsgratifikation eine zur Zahlung auch in den folgenden Jahren verpflichtende betriebliche Übung (3 AZR 123/2008 16. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands dürfen Arbeiter und Angestellte bei der betrieblichen Altersvorsorge grundsätzlich nicht verschieden behandelt werden (3 AZR 216/2009 16. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands können Eltern die für ein Hochschulstudium ihres Kindes geleisteten Gebühren nicht als außergewöhnliche Belastung von der Einkommensteuer absetzen, weil der übliche Ausbildungsbedarf in erster Linie durch Kindergeld und Kinderfreibetrag abgegolten wird (VI R 63/2008 17. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands darf ein Finanzamt von einem Rechtsanwalt und Steuerberater im Rahmen einer ihn persönlich betreffenden Außenprüfung die Vorlage von mandantenbezogenen Unterlagen in neutralisierter Form verlangen (VIII R 78/2005 28. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main muss die Frankfurter Sparkasse einem Rechtsanwalt wegen ungenügender Beratung bei dem Erwerb von Zertifikaten der Lehman Brothers 7000 Euro Schadensersatz zahlen.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin muss Sapinda (Lars Windhorst) an die Nord LB 1,1 Millionen Euro Schadensersatz zahlen.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Dresden darf Hedwig Richter in ihrer Dissertation Christian W. als Informanten der Staatssicherheit bezeichnen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Tschechiens ist die Arbeiterpartei verboten und aufgelöst.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts  der Ukraine ist die Veröffentlichung der Entscheidung der zentralen Wahlkommission über das Ergebnis der kürzlichen Präsidentenwahl verschoben.
Nach einem Vergleich erhält der rechtswidrig wegen angeblichen Mordes zu lebenslänglicher Haft verurteilte Tim Masters für zehn Jahre Haft mehr als vier Millionen Dollar.
Der Presserat der Schweiz rügt den Blick wegen Veröffentlichung eines Bildes vom Grab des Sohnes des Schriftstellers Martin Suter.
DNA-Untersuchungen erweisen  den ägyptischen Pharao Tutanchamun als Sohn Echnatons und seiner Schwester.
Spenden über 50000 Euro kommen in Deutschland hauptsächlich der Christlich Demokratischen Union zugute.

2010-02-16 Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika sagt einem Energieversorger einen Kredit von etwa acht Milliarden Dollar für den Bau eines neuen Atomkraftwerks in Georgia zu.
Nach einer Entscheidung des europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ist die Untätigkeitsbeschwerde eines eine Beihilfe für Magnesiumtabletten in Höhe von 7,99 Euro beantragenden, 4500 Euro monatlich verdienenden Beamten aus Frankfurt an der Oder wegen Missbrauchs des Beschwerderechts abgewiesen.
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs hat Deutschland durch verspätete Umsetzung der Berufsqualifikationsrichtlinie 2005/36/EG vom 7. September 2005 europäisches Recht verletzt (C-505/2008 17. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine unmittelbar gegen § 158 VII FamFG (Fallpauschalen als Vergütung der berufsmäßig tätigen Verfahrensbeistände) erhobene Verfassungsbeschwerde wegen Subsidiarität unzulässig (1 BvR 2146/2009 9. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands besteht für einen Anspruch auf Zugewinnausgleich (gegen den früheren Ehegatten) ein Anspruch auf Prozesskostenvorschuss gegen den neuen Ehegatten (XII ZB 46/2009 25. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann eine Partei sich ein Bestreiten nicht dadurch für das Berufungsverfahren vorbehalten, dass sie einen Sachverhalt nur für die erste Instanz unstreitig stellt (VII ZR 31/2009 24. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der Unterhaltsbedarf des geschiedenen Ehegatten bei Wiederverheiratung des unterhaltspflichtigen Ehegatten zur gleichmäßigen Aufteilung des Einkommens der Beteiligten nach der so genannten Drittelmethode zu bemessen (XII ZR 65/2009 18. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands erleichtert die tatsächliche Vermutung, nach der (z. B. bei einem Wohnungseigentumskauf) von einem groben Missverhältnis von Leistung und Gegenleistung auf die verwerfliche Gesinnung des hiervon begünstigten Vertragsteils zu schließen ist, der davon nachteilig betroffenen Partei zwar die Darlegung und die Beweisführung für das Vorliegen des subjektiven Merkmals eines wucherähnlichen Rechtsgeschäfts, befreit sie aber nicht von ihrer Behauptungslast (V ZR 178/2008 9. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist einem Steuerberater Aufmerksamkeitswerbung (nur) verboten, wenn dadurch Belange des Allgemeinwohls (z. B. durch pauschale Herabsetzung der Preiswürdigkeit und Qualität von Wettbewerbern) beeinträchtigt werden (I ZR 77/2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands kann auch einem an Kriegsverbrechen gegen Soldaten beteiligten Asylantragsteller (z. B. einem seinen Bruder aus russischer Haft frei pressen wollenden Tschetschenen) das Asyl versagt werden (10 C 7/2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands genügt für die Anerkennung einer gewerblichen Verpachtung die Verpachtung der wesentlichen, dem Betrieb das Gepräge gebenden Betriebsgegenstände, zu denen bei einem Handwerksbetrieb das jederzeit wiederbeschaffbare Werkstattinventar nicht gehört (X R 20/2006 18. August 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Zweibrücken gelten nach Art. 4 IX ERVGBG, Art. 229 § 21 EGBGB die §§ 899a, 47 II 2 GBO auch dann, wenn die Eintragung vor dem Zeitpunkt des Inkrafttretens des ERVGBG gemäß Art. 5 II ERVGBG erfolgt ist (3 W 116/2009 20. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Schleswig-Holstein sind die Kosten von Privatgutachten nur in Ausnahmefällen als außergerichtliche Kosten erstattungsfähig und kann eine planende Gemeinde Fragen der Einzelhandelsentwicklung im Ortszentrum aus eigener Ortskenntnis und unter Berücksichtigung eines zuvor erarbeiteten Einzelhandelskonzepts beantworten ( 1 O 24/2009 15. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Halle ist Gabor S. wegen Mordes an einem Arzt und einer Rentnerin zu lebenslanger Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts darf Hannover der Weisung des Umweltministers Niedersachsen, das Fahrverbot für Dieselfahrzeuge mit gelber Plakette aufzuheben, wegen ungenügender Beteiligung der Bürger nicht folgen.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Meldorf bleibt ein vor dem 1. September 2009 abgeschlossener Erwerbsakt nach dem damaligen § 1370 BGB auch nach Aufhebung der Vorschrift bestehen (81 C 33/2009 10. November 2009).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Burmas sind fünf Männer (als Dissidenten) wegen öffentlicher Ruhestörung zu zwei Jahren Haft verurteilt.
Karl-Heinz Gonschorowski (Kago) aus (Stendal bzw.) Postbauer-Heng beantragt die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.

 

2010-02-15 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands gibt es keinen Verfassungsrechtssatz, der besagt, dass bei Verwendung von Aussagen nicht konfrontativ befragter Zeugen die Beweiswürdigung des Strafrichters in jedem Fall auch dann Bestand haben muss, wenn die Aussage des nicht konfrontierten Belastungszeugen hinweggedacht wird (2 BvR 547/2008 8. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands begründet eine Tätigkeit eines Richters zur Erprobung bei einem Oberlandesgericht nicht die Besorgnis der Befangenheit in einem gegen den Dienstherrn gerichteten Amtshaftungsprozess (III ZB 55/2009 17. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind bei einem auf die einzelnen Wohnungseigentümer lautenden Vollstreckungstitel nur diese zur Vollstreckung aus dem Titel berechtigt (VII ZB 88/2008 10. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine die Umlage von Kosten der kaufmännischen und technischen Hausverwaltung in einem Mietvertrag über Geschäftsräume vorsehende allgemeine Geschäftsbedingung rechtmäßig (XII ZR 109/2008 9. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands können Reparaturkosten in den Fällen, in denen der Reparaturaufwand bis zu 30 Prozent über dem Wiederbeschaffungswert des unfallgeschädigten Kraftfahrzeugs liegt, nur bei konkreter Schadensabrechnung ersetzt werden (VI ZR 119/2009 8. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands werden einzelne Handlungen eines Stalkers, die erst in ihrer Gesamtheit zu der erforderlichen Beeinträchtigung des Opfers führen, zu einer tatbestandlichen Handlungseinheit zusammengefasst, wenn sie einen ausreichenden räumlichen und zeitlichen Zusammenhang aufweisen und von einem fortbestehenden einheitlichen Willen des Täters getragen sind (3 StR 244/2009 19. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands besteht bei so genannter starker Adoption eines volljährigen Stiefkinds durch den Ehegatten seines überlebenden Elters das Verwandtschaftsverhältnis zur Familie seines vorverstorbenen Elters nach § 1772 I i. V. m. 1756 II BGB fort, wenn der vorverstorbene Elter bei Eintritt des Kindes oder bei vorherigem Versterben die elterliche Sorge hatte (XII ZR 210/2008 11. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands liegt eine versicherte Tätigkeit während des Schulbesuchs vor, wenn es sich um eine Veranstaltung unter Mitverantwortung der Schule handelt und das Verhalten des Schülers im Unfallzeitpunkt als Veranstaltungsteilnahme anzusehen ist (2 U 19/2008 R 30. Juni 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands ist es mit dem Grundgesetz vereinbar, dass Elternzeit ohne Elterngeldbezug bei der Bestimmung der zwölf Kalendermonate vor der Geburt, die bei der Bemessung des Elterngelds für ein weiteres Kind der Einkommensermittlung zu Grunde zu legen sind, nicht unberücksichtigt bleibt (10 EG 8/2008 R 25. Juni 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg ist bereits das vorsätzliche Laden und Betrachten kinderpornographischer Internetseitenstrafbar (15. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm kann ein bereits angenommenes Kind von dem eingetragenen Lebenspartner des Annehmenden gemäß den §§ 1742 BGB, 9 VII LPartG nicht ein weiteres Mal angenommen werden (15 Wx 236/2009 1. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe ist der Beitritt zu einem selbständigen Beweisverfahren bedingungsfeindlich (7 W 34/2009 1. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Saarbrücken haftet der Halter eines als Getränkeausschank konstruierten Anhängers aus straßenverkehrsrechtlicher Gefährdungshaftung einem im Bereich eines Volksfestes gegen die ausgestellte Klappe stoßenden Kraftfahrzeugführer nur, wenn der Anhänger oder seine Aufbauten im Zeitpunkt des Anstoßes in den öffentlichen Verkehrsraum hineinragten (4 U 238-09/64 3. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg ist die geplante Abschiebung eines amerikanischen, wegen sexuellen Missbrauchs eines Kindes verurteilten Staatsbürgers vorläufig ausgesetzt (2 S 18/2010 11. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz ist das Land nicht verpflichtet, der jüdischen Gemeinde Speyer e. V. staatliche Mittel auszuzahlen, die für jüdische Gemeinden vorgesehen sind (6 B 10003/2010 10. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Düsseldorf ist eine vom Unternehmen bezahlte Vorsorgeuntersuchung eines leitenden Angestellten kein von ihm zu versteuernder geldlicher Vorteil, sondern dient hauptsächlich den Interessen des Unternehmens (15 K 2727/2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln ist ein die medizinische Versorgung seiner im Koma liegenden, wenige Tage später an Lungenentzündung versterbenden  Schwiegermutter für Sekunden unterbrechender Mann wegen versuchten Totschlags in einem minder schweren Fall zu zwei Jahren haft auf Bewährung verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Neubrandenburg kann bei einem unverdächtigen Insolvenzverwalter nur mit äußerster Zurückhaltung eine Durchsuchung nach bestimmten, als Beweismittel dienenden Gegenständen angeordnet werden (8 Qs 190/2009 9. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Münster war eine Schule nicht verpflichtet einen Siebtklässler, dessen Eltern Zeugen Jehovas sind,  während des schulischen Unterrichts durch Besuch des Filmes Krabat von der Unterrichtspflicht zu befreien (1 K 528/2009 12. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts  München muss ein rechtsabbiegender, mit einem auf der Vorfahrtsstraße in verkehrter Richtung den Radweg benutzenden Fahrradfahrer zustammenstoßender Kraftfahrzeugeigentümer zwei Drittel seines Schadens selbst tragen (343 C 5058/2009 5. Juni 2009).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Tettnang ist eine die Unterschrift unter einem Versicherungsantrag als Bestätigung des Erhalts der Versicherungsbedingungen ansehende allgemeine Versicherungsvertragsbedingung unwirksam (8 C 998/2008 24. September 2009).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Spaniens ist Roberto Flórez wegen Spionage für Russland zu zwölf Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Russlands ist ein früherer Offizier wegen Erpressung eines Zeugen im Fall Anna Politkowskaja zu acht Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Australiens sind fünf wegen der Planung von Terroranschlägen Angeklagte zu Haft zwischen 23 und 28 Jahren verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Pakistans ist die Ernennung zweier Richter durch Präsident Asif Ali Zardari abgelehnt.
Weltweit sind zur Zeit 437 Atomkraftwerke in Betrieb (Vereinigte Staaten von Amerika 104, Frankreich 59, Japan 54, Russland 31, Südkorea 20, Großbritannien 19, Indien 18, Deutschland 17).
*Wörle-Himmel, C., Vereine gründen und erfolgreich führen, 12. A. 2010
*Sauer, O./Luger, F., Vereine und Steuern, 6. A. 2010
*Gestaltung von Arbeitsverträgen, hg. v. Hümmerich, Klaus/Reufels, Martin, 2. A. 2010
*Schapp, Jan/Schur, Wolfgang, Sachenrecht, 2010


2010-02-14 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine Beweisantizipation im Prozesskostenhilfeverfahren verfassungsgemäß, wenn die negative Beweisprognose damit begründet wird, dass der Zeuge den vom Betroffenen genannten Sachverhalt in früheren Zeugenaussagen bereits zweimal bestritten hat und angebliche Widersprüche in den früheren Sachverhaltsdarstellungen nicht substanziiert dargetan werden (1 BvR 2237/2009 29. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands schützt das Grundgesetz Beschuldigte nicht vor der Verwertung der Ergebnisse heimlicher Ermittlungsmaßnahmen gegen Angehörige (2 BvR 2438/2008 15. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands unterliegt ein Bereicherungsanspruch auf Rückzahlung einer wegen Verstoßes gegen das Koppelungsverbot unzulässigen Zahlung nicht der Verjährung nach § 196 BGB (V ZR 54/2009 29. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der Versicherer sich bei Feststellung einer arglistigen Täuschung seitens des Versicherten ganz vom Versicherungsvertrag lösen (IV ZR 140/2008 28. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist auch bei einem vermieteten Einfamilienhaus mit Garten eine Wohnflächenabweichung um mehr als 10 Prozent nach unten ein zur Mietminderung berechtigender Sachmangel (VIII ZR 164/2008 28. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist Mietraumfläche in einer allgemeinen Geschäftsbedingung eines Wohnungsmietvertrags über eine Dachgeschosswohnung mit Dachschrägen die Wohnfläche, nicht die Grundfläche (VIII ZR 244/2008 21. Oktober 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine Klausel in der Neuwertversicherung, nach welcher der Versicherungswert der Zeitwert der versicherten Sache (z. B. Dosierladewagen) ist, wenn er weniger als 40 Prozent des Neuwerts beträgt, wirksam (IV ZR 47/2009 30. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann eine dienstliche Beurteilung der Verhandlungsführung eines Richters die richterliche Unabhängigkeit des Beurteilten beeinträchtigen ((RiZ [R] 5/2008 4. Juni 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein in die Regierung eines anderen Landes eintretender Präsident eines Landesrechnungshofs aus seinem bisherigen Dienstverhältnis grundsätzlich zu entlassen (RiZ [R] 4/2008 7. Mai 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist für den Status eines leitenden Angestellten nach § 5 III 2 Nr. 2 BetrVG neben der Verleihung der Prokura erforderlich, dass der Angestellte unternehmerische Führungsaufgaben wahrnimmt, die regelmäßig einem Prokuristen vorbehalten sind (7 ABR 2/2008 25. März 2009).

2010-02-13 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands erstreckt sich eine für Werklohnforderungen aus einem Bauvertrag übernommene Bürgschaft nicht auf Entgeltforderungen aus später vom Auftragsgeber verlangten Auftragserweiterungen nach VOB, selbst wenn für den Bürgen die Geltung der VOB erkennbar war (XI ZR 107/2008 15. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands besteht für eine auf einen Wettbewerbsverstoß oder eine unerlaubte Handlung nach den §§ 823ff. BGB gestützte Klage auf Unterlassung oder Beseitigung von als herabsetzend beanstandeten Äußerungen in einer Beschreibung eines Patents kein Rechtsschutzbedürfnis (I ZR 46/2007 10. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kommt die Anrechnung einer Geschäftsgebühr nach den Nummern 2300 bis 2303 RVG VV auf die Verfahrensgebühr des gerichtlichen Verfahrens nicht in Betracht, wenn beide Gebühren von verschiedenen Rechtsanwälten verdient worden sind (VII ZB 42/2009 10. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann bei Verweigerung einer vor Ausspruch einer Probezeitkündigung erforderlichen Zustimmung des Personalrats die Kündigung auch dann erst nach Ablauf der gesetzlichen Äußerungsfrist wirksam erfolgen, wenn die für die Zustimmungsverweigerung angeführten Gründe rechtlich unbeachtlich sind (6 AZR 800/2008 19. 11. 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist eine von mehreren Prozessbevollmächtigten gegen ein Urteil eingelegte Berufung dasselbe Rechtsmittel, über das einheitlich zu entscheiden ist (5 AZR 41/2009 18. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann für einen betrieblichen, auch privat genutzten Personenkraftwagen die Absicht der fast ausschließlich betrieblichen Nutzung des Personenkraftwagens dadurch dargelegt werden, dass der Steuerpflichtige geltend macht, den betrieblichen Nutzungsanteil mittels eines Fahrtenbuchs zu dokumentieren (VIII B 190/2009 26. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz ist das zweimalige Beobachten eines Menschen mittels eines Fernglases über 500 Meter (einschließlich eines breiten Flusses) kein wiederholtes Nachstellen, wenn der Täter seinerseits nur mittels eines Fernglases erkannt werden kann (13 WF 1002/2009 29. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg bedarf es, wenn Eltern als Beteiligte in einem die Person eines minderjährigen Kindes betreffenden Verfahrens als gesetzliche Vertreter nach den §§ 1629 II, 1795, 1796 BGB ausgeschlossen sind, der Bestellung eines Ergänzungspflegers und ist der Verfahrensbeistand nicht gesetzlicher Vertreter (14 UF 149/2009 26. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Heidelberg kann das Rechtsanwaltshonorar für die Vertretung nach § 9 BerHG als Verzugsschaden gegen den getrennt lebenden Ehepartner durch den Rechtsanwalt des unterhaltsberechtigten Ehepartners geltend gemacht werden, wenn der Unterhaltspflichtige sich bei Mandatserteilung im Verzug mit der Unterhaltsleistung befand (2 S 33/2009 15. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Saarbrücken muss ein 9jähriger Fahrradfahrer den bei Auffahren auf ein verkehrswidrig links geparktes Kraftfahrzeug entstehenden Schaden nicht ersetzen (13 S 133/2009 20. November 2009).
*Besgen, Krankenhaus-Arbeitsrecht, 2010*Jarass, Hans D., Bundesimmissionsschutzgesetz 8. A. 2010
*Leßmann, Herbert/Würtenberger, Gert, Deutsches und europäisches Sortenschutzrecht, 2. A. 2009
*Stephan/Riedel, Insolvenzrechtliche Vergütungsverordnung, 2010


2010-02-12 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine gegen § 97a II UrhG (Deckelung der Abmahnkosten in einfachen Fällen auf 100 Euro) gerichtete Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung angenommen (1 BvR 2062/2009 20. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein Rechtsanwalt grundsätzlich nicht verpflichtet, sich über die Ausführung einer an eine zuverlässige Büroangestellte schriftlich erteilten konkreten Einzelanweisung zu vergewissern (XII ZB 154/2009 9. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die identitätswahrende Umwandlung einer Gesellschaft des bürgerlichen Rechts in eine offene Handelsgesellschaft und danach in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung keine Überlassung der von ihrer Seite gepachteten Pachtsache an einen Dritten (LwZR 15/2009 27. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei Code-Sharing mehrerer Luftfahrtunternehmen nur das den betreffenden Flug ausführende Luftfahrtunternehmen ausführendes Luftfahrtunternehmen und gegebenenfalls zu Leistungen verpflichtet (XA ZR 132/2008 26. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands entfällt, wenn einer gemeinschaftsbezogenen Zuwendung in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft die Vorstellung oder Erwartung zu Grunde liegt, die betreffende Lebensgemeinschaft werde Bestand haben, die Geschäftsgrundlage nicht dadurch, dass die Lebensgemeinschaft durch den Tod des Zuwendenden ein natürliches Ende gefunden hat (XII ZR 92/2006 25. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands kann eine Subvention unter dem Vorbehalt einer späteren endgültigen Entscheidung bewilligt werden, wenn und soweit eine bestehende Ungewissheit hierfür einen sachlichen Grund gibt (3 C 7/2009 19. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle ist ein norddeutscher Verlag entgegen der Entscheidung der Vorinstanz nicht verpflichtet, einen in dieser Region tätigen Zeitungs- und Zeitschriftenvertrieb (Pressegrossisten) ausschließlich mit Presseerzeugnissen zu beliefern (13 U 92/2009 [Kart] 11. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München ist das Registergericht nicht verpflichtet, Gesellschafterlisten aufzunehmen, die keine (bereits wirksamen) Veränderungen hinsichtlich der Personen der Gesellschafter oder des Umfangs ihrer Beteiligungen ausweisen, und dürfen die Beteiligten wegen des Grundsatzes der Klarheit des Registers den Inhalt der von ihnen eingereichten Gesellschafterlisten nicht abweichend von den gesetzlichen Bestimmungen ergänzen (11 WX 82/2009 8. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Niedersachsen ist Voraussetzung für eine Inobhutnahme nach § 43 II SGB VIII die Bitte des Kindes oder Jugendlichen um Obhut (4 LA 706/2007 18. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Freiburg im Breisgau darf sich die katholische Kirche entgegen einem Antrag der Glaubensgemeinschaft das universelle Leben aller Kulturen weltweit weiter als christlich bezeichnen (2 K 1700/2009 10. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Mainz kann ein Wahlbewerber die Verbandsgemeinde Bodenheim nicht zum Entfernen von trotz einer Sondernutzungserlaubnis nur für Wahlplakate bis DIN A1 aufgestellten Wahlplakaten der Größe DIN A0 eines Wahlbewerbers verpflichten, wenn nachträglich für jeden Wahlbewerber Wahlplakate bis DIN A0 genehmigt wurden (6 L 29/2010 9. Februar 2010).


2010-02-11 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist das Urteil gegen einen einen vermeintlichen Falschparker mit einer Machete schwer verletzenden Mann wegen fehlerhafter Bewertung der Tatbestandsmerkmale Heimtücke und niedrige Beweggründe aufgehoben (2 StR 391/2009 10. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle ist die Rechtsbeschwerde Felix Magaths gegen seine Verurteilung wegen zu schnellen Fahrens verworfen (322 SsBs 347/2009 4. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg darf eine Meeresfrüchtemischung mit 20 Prozent Surimi nicht als Surimi verkauft werden, sondern nur als Meeresfrüchtemischung mit Surimi, doch liegt keine strafbare Täuschung vor, wenn die Bestandteile des falsch bezeichneten Lebensmittels im Zutatenverzeichnis ordnungsgemäß bezeichnet sind (9 S 1130/2008 11. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Sachsen darf die angemeldete Demonstration in Dresden am 13. Februar stattfinden.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin hat ein wegen Beteiligung an Völkermord in Ruanda mit internationalem Haftbefehl gesuchter Ausländer keinen Anspruch auf Befreiung von der aufenthaltsrechtlichen Passpflicht in Deutschland oder auf Ausstellung eines Reiseausweises für Ausländer (15 K 77/2009 27. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main ist die Klage Talanx’ auf Errichtung eines Girokontos bei der Deutschen Bundesbank abgewiesen (1 K 2319/2009 22. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Oldenburg darf Delmenhorst die Sammlung von Altpapier durch einen privaten Unternehmer untersagen (5 B 3188/2009 9. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Uruguays ist der ehemalige Diktator Juan Maria Bordaberry wegen seines Putschs des Jahres 1973 zu 30 Jahren Haft (in Hausarrest) verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Indonesiens ist Antasari Azhar (ehemaliger Vorsitzender der Antikorruptionskommission) wegen Mordes zu 18 Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Chinas ist die Verurteilung Liu Xiaobos zu elf Jahren Haft bestätigt.
Das Europäische Parlament lehnt mehrheitlich das Abkommen über Datenaustausch von Swiftdaten mit den Vereinigten Staaten von Amerika ab.
Der Landtag des Saarlands beschließt ein allgemeines Rauchverbot in allen Gaststätten.

2010-02-10 Nach einer Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union verletzt Schweden durch Nichtumsetzung der Vorgaben zur Vorratsspeicherung von Telefondaten und Internetdaten europäisches Recht (C-185/2009 6. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat ein Mieter einen Anspruch auf angemessene Elektroausstattung der gemieteten Wohnung, so dass er im gegenteiligen Fall die Miete mindern darf (VIII ZR 343/2008 10. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands entfällt bei Überentnahmen aus dem Betriebsvermögen zwecks Tilgung von Erbschaft- oder Schenkungsteuer eine Begünstigung des Betriebsvermögens nach § 13a I, II ErbStG (II R 63/2008 11. November 2009).
Nach Entscheidungen des Verfassungsgerichtshofs Sachsen dauern in drei Fällen die gerichtlichen Verfahren zu lang.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf darf der Film entsorgter Vater Douglas Wolfspergers nur ohne das für zwei Sekunden eingeblendete Bild seiner Tochter gezeigt werden (9. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen ist die Erweiterung des Flughafens Frankfurt am Main rechtmäßig, weil betroffene Gemeinden zwar beschränkt würden, aber nicht unzulässig (11 C 2691/2007 5. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster ist das (zeitlich und örtlich beschränkte) Glasverbot im Karneval Kölns rechtmäßig (5 B 118/2010 10. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Baden-Württemberg ist die Kündigung eines Maschinenbedieners wegen der Bezeichnung der Tätigkeit des Arbeitgebers als Ausbeutung und menschenverachtende Jagd auf Kranke rechtswidrig, weil die Äußerungen durch das Grundrecht der freien Meinungsäußerung gedeckt sind (2 Sa 59/2009 10. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Baden-Württemberg ist die Kündigung eines Müllwerkers wegen Unterschlagung eines Kinderbetts rechtswidrig.
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz kann der doppelte Bezug von Kindergeld für ein Kind Steuerhinterziehung sein und kann zehn Jahre lang zurückgefordert werden (4 K 1507/2009 21. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft Braunschweig ist Helmuth Schuster (VW) mittels Strafbefehls wegen Untreue, Beihilfe zum Betrug und Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr (100000 Euro für Lamborghini Gallardo bei Standortsuche in Indien) bestraft.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Schweiz ist eine Beschwerde Claudia Pechsteins zurückgewiesen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Italiens ist Antonio Speziale wegen Totschlags an dem Polizisten Filippo Raciti zu 14 Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Burmas ist der Amerikaner Nyi Nyi Aung wegen Urkundenfälschung zu drei Jahren Haft verurteilt.
Stefan Mappus ist als Nachfolger Günther Oettingers zum Ministerpräsidenten Baden-Württembergs gewählt.
Aus vier Haarbüscheln im Permafrost ist nahezu vollständig das Genom eines vor 4000 Jahren auf Grönland lebenden (Saqqaq-)Menschen rekonstruiert.

2010-02-09 Deutschland erwirtschaftet voraussichtlich 2010 ein Haushaltsdefizit von 5,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands sind die Vorschriften des Sozialgesetzbuchs II über Regelleistungen wegen Mängeln in der Ermittlung der Regelsätze verfassungswidrig und müssen bis 31. Dezember 2010 geändert werden.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands durfte Spiegel-Online im Internet ein Dossier mit Altmeldungen über den Mord an Walter Sedlmayr mit den Namen der verurteilten Täter und kontextbezogenen Bildern bereithalten (VI ZR 243/2008 9. Februar 2010 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg sind Ausnahmen vom gesetzlichen Rauchverbot in Gaststätten nur in den vom Gesetz ausdrücklich vorgesehenen Fällen zulässig (nicht z. B. in einer Kombination von Lunge und Gaststätte auf zwei Stockwerken 10 S 2392/2009 28. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg kann ein Steuerpflichtiger eine Eigenheimzulage nicht beanspruchen, wenn er im Zusammenhang mit der Überlassung der Wohnung an einen Angehörigen Zahlungen erhält (11 V 11151/2009 28. August 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln ist die Abbildung ganzer Straßen durch Google bzw. abracus rechtmäßig, weil jeder sehen kann, was abgebildet wird (28 O 578/2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt an der Oder muss ein im Herbst 2009 aus Deutschland nach Griechenland abgeschobener Iraker so schnell wie möglich wieder nach Deutschland zurückgeholt werden (5 L 314/2009 A 3. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Großbritanniens ist der Polizist Ali Dizaei wegen Irreführung der Justiz und Falschaussagen zu vier Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Chinas ist Tan Zuoren wegen Anstiftung zur Untergrabung der Staatsgewalt zu fünf Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag ist das Strafverfahren gegen Bahar Idriss Abu Garda aus Darfur aus Mangeln an Beweisen eingestellt.
Cartel Damage Claims zieht eine Schadensersatzklage vor dem Landgericht Dortmund gegen Evonik wegen angeblicher Preisabsprachen für das Bleichmittel Wasserstoffperoxid zurück.
Mundt, Andreas ist neuer Präsident des Bundeskartellamts Deutschlands.
Das Europäische Parlament bestätigt mit deutlicher Mehrheit die neue Europäische Kommission (mit Günther Oettinger und Johannes Hahn sowie weiteren 24 Kommissaren unter Präsident Barroso).

2010-02-08 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf eine Hauptversammlung einer Aktiengesellschaft eine den Versammlungsleiter zur zeitlich angemessenen Beschränkung des Rederechts und Fragerechts der Aktionäre ermächtigende Satzungsbestimmung beschließen (II ZR 94/2008 8. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Dresden ist eine Schadenseratzklage eines rechtswidrig bei Vergabe nicht berücksichtigten Interessenten (auf 900000 Euro) gegen Hoyerswerda abgewiesen (16 U 1373/2009 2. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm ist eine Exklusivitätsvereinbarung eines Beratervertrags eines Profifußballspielers unwirksam, so dass eine entsprechende Schadensersatzklage abgewiesen ist (12 U 124/2009 8. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts  Berlin-Brandenburg darf ein Hauptzollamt eine Überprüfung von Beschäftigungsverhältnissen ohne vorherige schriftliche Prüfungsanordnung durchführen (7 K 7024/2007 4. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Dresden ist die Beschränkung einer von der Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland für den 13. Februar 2010 in Dresden angemeldeten Demonstration auf eine stationäre Versammlung grundgesetzwidrig (6 L 35/2010 5. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz muss ein in Karnevalsgegenden sein Auto am Zugweg des Karnevalszugs (z. B. am Rosenmontag) Abstellender die Abschleppkosten zahlen (4 K 536/2009 18. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Trier ist eine A15-Rektorenstelle einer durch Zusammenlegung entstandenen Realschule plus für den ehemaligen, nach A14 besoldeten Rektor eine Beförderungsstelle, so dass er eine Probezeit von 12 Monaten durchlaufen muss, ehe er befördert werden kann (1 K 593/2009 19. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts  Dresden muss die ARGE die Kosten einer neuen Wohnung in voller Höhe übernehmen, wenn die bisherige Wohnung eines Arbeitslosengeld II-Empfängers abgerissen wird (23 AS 1952/2009 8. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts  Düsseldorf muss eine gesetzliche Krankenkasse die Kosten multifokaler Linsen nicht (einmal bis zur Kosten der Höhe monofokaler Linsen) zahlen (9 KR 159/2007 19. Mai 2009).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts  München darf ein Kunde eines Fitnessstudios bei Verweigerung der Entgegennahme von Bargeld den Fitnessvertrag fristlos kündigen (271 C 1391/2009 4. Juni 200)).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Liechtenstein muss die Fiduco Treuhand AG einem deutschen Steuerzahler 7,3 Millionen Euro Schadensersatz zahlen, weil sie ihn zu spät darüber unterrichtet hat, dass seine Daten entwendet wurden, so dass er nicht mehr rechtzeitig Selbstanzeige erstatten konnte (8. Februar 2010).
Die Europäische Kommission genehmigt die Übernahme der Transpower Stromübertragungs GmbH (E.Ons) durch TenneT.
Der Oberbürgermeister Kiels hält die Bundesländer für überflüssig, weil man für ganz wenig Landesregierungen brauche, außer für sich selbst.
Die Verlegerfamilie Hagemann und die Werbeagentur Publigroupe verkaufen ihre Anteile von 63 und 37 Prozent an der Basler Zeitung an Tito Tettamanti (75 Prozent) und Matin Wagner (25 Prozent) (263 Millionen Franken Umsatz, 1200 Mitarbeiter).

2010-02-07 Nach einer Entscheidung des Landgerichts Coburg ist ein Schadensersatzanspruch einer über eine quer stehende Rolle eines Rollgitterwagens stürzenden und sich den Oberschenkelhalsknochen brechenden Kundin eines Supermarkts (über 12000 Euro) wegen des allgemeinen Lebensrisikos abgewiesen.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Potsdam handelt ein während der Fahrt sein Navigationsgerät bedienender Kraftfahrzeugführer grob fahrlässig, so dass seine Kaskoversicherung einen von ihm verursachten Auffahrunfallschaden nicht bezahlen muss (6 O 32/2009).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Hamburg kann bei einem Dienstwagenunfall eines Arbeitnehmers der Arbeitgeber die Zahlung der Selbstbeteiligung bei der Vollkaskoversicherung (z. B. 500 Euro) verlangen (20 Ca 174/2007).
Nach einer Entscheidung der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien kann eine so genannte Schulhof-CD der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands nicht verboten werden.
Trainer José Morinho muss wegen Verletzung eines Journalisten 13000 Euro zahlen, sein Verein Inter Mailand 20000.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von Amerika ist Kunstmäzen Alberto Vilar wegen Veruntreuung von Investorengeldern zu neun Jahren Haft verurteilt.
Zur Beendigung langjähriger Korruptionsermittlungen zahlen BAE Systems 327 Millionen Euro.
In Bayern haben die CSU 160000, die SPD 69000, die FDP 6729 und die Grünen 6700 Mitglieder.
Die Zahl der Asylbewerber in Deutschland steigt im  Januar 2010 auf 2659 (vor allem aus Irak, Afghanistan, Iran, Türkei, Vietnam, Russland), wobei gleichzeitig 17,8 Prozent der Asylentscheidungen die Rechtsstellung eines Flüchtlings bejahten.
Die zerstrittenen Parteien des Regionalparlaments Nordirlands einigen sich auf eine Übertragung von Hoheitsrechten über Polizei und Justiz von Großbritannien auf Nordirland.

2010-02-06 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine allgemeine Mietvertragsbedingung, nach der ein Mieter den Außenanstrich von Türen und Fenstern vornehmen und das Parkett abziehen und versiegeln muss, unwirksam, weil es sich bei den Arbeiten nicht um die Beseitigung von Gebrauchsspuren, sondern um Instandhaltung der Mietsache handelt (VIII ZR 48/2009 13. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Jena muss ein über der Richtgeschwindigkeit von 130 Stundenkilometern auf der Autobahn fahrender Kraftwagenhalter nicht in jedem Fall (wegen erhöhter Betriebsgefahr) einen Teil eines entstehenden Verkehrsunfallschadens tragen (5 U 797/2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern ist eine hochschwangere Frau keine Behinderte und hat deswegen kein Recht auf Nutzung eines Behindertenparkplatzes, so dass ihr geparkter Personenkraftwagen kostenpflichtig abgeschleppt werden darf (10 ZB 1052/2009).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von Amerika muss Bayer wegen Verunreinigung von Lebensmitteln durch Genreis 1,5 Millionen Dollar Schadensersatz zahlen.
Das Stiftungsvermögen der Yale Universität schrumpft binnen Jahresfrist um 6,5 Milliarden Dollar auf 16,3 Milliarden Dollar, so dass Yale die Höchstraumtemperatur auf 68 Grad Fahrenheit (20 Grad Celsius) beschränkt.
In Deutschland bestehen rund 13,25 Millionen staatlich geförderte Riestersparrentenverträge (74 Prozent Versicherungsverträge).
Der Kurs des Euro fällt auf 1,3691 Dollar (Defizitprobleme Griechenlands, Spaniens, Portugals, Irlands und wohl auch Italiens).
Der deutsche Aktienindex sinkt auf 5434 Punkte.
Facebook hat eine Nutzerzahl von 400 Millionen und vor allem über Online-Werbung einen Umsatz von 700 Millionen Dollar.
Die Kommission für Biosicherheit Brasiliens genehmigt BASF den kommerziellen Anbau des Gensojas Cultivance.

† Delp, Ludwig 25. 11. 1921-02. 02. 2010.

2010-02-05 Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz darf ein Gastwirt keine vollständige Mahlzeit in einer Rauchergaststätte anbieten (2 SsBs 120/2009 27. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Schleswig ist die Kündigung eines gebietsmonopolistischen Presse-Grosso-Vertriebs zulässig (16 U 55/2009 28. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg darf ein Landkreis Selbstanlieferern in der Benutzungsordnung für seine Erdaushubdeponie nicht die Fahrtroute dorthin vorschreiben (10 S 3348/2008 15. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Hamburg kann der parlamentarische Untersuchungsausschuss HSH-Nordbank den ehemaligen Kapitalmarktvorstand der Nordbank für die Dauer der Vernehmung von Zeugen über Beweisthemen, zu denen er später als Betroffener befragt werden soll, ausschließen (5 Bs 16/2010 3. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts  Berlin-Brandenburg besteht kein uneingeschränktes Recht auf Akteneinsicht im Besteuerungsverfahren (7 K 1213/2007 25. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Wiesbaden darf auch ein Falkner verwilderte Stadttauben grundsätzlich nicht töten, weil Tauben nicht grundsätzlich Schädlinge sind (4 K 1347/2009 20. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Trier muss ein Fahrzeugeigentümer die Personalkosten für den Polizeieinsatz zur Gefahrensicherung einer Pannenstelle tragen (1 K 621/2009 19. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts muss eine ARGE einem vor einem geplanten Selbstmordversuch sine Wohnung auflösenden und die Einrichtung auf dem Sperrmüll entsorgenden, den Versuch aber überlebenden Hartz IV-Empfänger einen Zuschuss für neue Einrichtungsgegenstände zahlen (35 AS 206/2007 6. November 2009).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Australiens müssen Internetanbieter die Weitergabe rechtswidrig heruntergeladener Filme in Tauschbörsen nicht verhindern.
Deutschland will für 2,5 Millionen Euro eine Sammlung von Daten von Steuerhinterziehern in der Schweiz kaufen.
Auf den Andamanen in Indien stirbt mit Boa Sr die letzte Sprecher des vielleicht 65000 Jahre alten Bo.

2010-02-04 Nach einer Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union begründet eine Tätigkeit von 5,5 Arbeitsstunden in der Woche und 175 Euro Monatslohn einer türkischen Gebäudereinigerin ein Aufenthaltsrecht (z. B. in Deutschland) C-14/2009 4. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands entfällt das Einvernehmen bei dem Sichverschaffen der Geldwäsche nicht dadurch, dass der Wille des Vortäters in deliktischer Weise (z. B. durch Betrug, Nötigung oder Erpressung) beeinflusst wurde (1 StR 95/2009 4. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind Zuwendungen von Schwiegereltern an Schwiegerkinder künftig als Schenkungen anzusehen, so dass mit Scheitern der Ehe (selbst bei Zugewinngemeinschaften) die Geschäftsgrundlage wegfällt (XII ZR 189/2006 3. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg sind Zahlungen einer Stiftung an die Begünstigten keine Einkünfte aus Kapitalvermögen (8 K 9250/2007 16. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Lüneburg sind zwei Männer wegen versuchter schwerer räuberischer Erpressung (Kauflands) zu 45 bzw. 39 Monaten Haft verurteilt (3. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln ist die sofortige Vollziehung des Verbots der Mitführung eines Glasbehältnisses in bestimmtem Teilen Kölns zu bestimmten Faschingszeiten aufgehoben (20 L 88/2010 3. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund darf Langzeitarbeitslosen das Arbeitslosengeld II wegen Verstoßes gegen die Eingliederungsvereinbarung nur nach konkreter Belehrung über die Rechtsfolgen gekürzt werden (22 AS 369/2009 ER 5. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Großbritanniens ist der Waffenlobbyist Alfons Mensdorff-Pouilly gegen 570000 Euro Kaution, Abgabe seines Reisepasses und Einverständnis zu einer elektronischen Fußfessel aus der Untersuchungshaft entlassen.
Schweden beschließt die Aufhebung der Verjährung besonders schwerer Verbrechen (z. B. Mord [an Olof Palme]).
Das Abgeordnetenhaus Italiens beschließt ein Fernbleibrecht von Politikern (z. B. Silvio Berlusconi) von Gerichtsverhandlungen.

2010-02-03 Die Europäische Kommission beschließt eine Stellungnahme zum Stabilitätsprogramm der Regierung Griechenlands (2010-2013), eine Empfehlung zum Abbau des übergroßen Defizits und eine Empfehlung zu Strukturreformen.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind eine 36jäjrige Kanadierin und ihr Lebensgefährte wegen Ermordung und Misshandlung der Tochter zu lebenslanger Haft verurteilt (2 StR 555/2009 27. Januar 2010).
Nach Entscheidungen des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist entschieden, wann die Höchstgrenzen für berufsbedingte Nichtrückkehrtage von Grenzgängern in mit der Schweiz und mit Frankreich durch Dienstreisen der Steuerpflichtigen überschritten sind (I R 83/2008 11. November 2009 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind verschiedene ingenieurähnliche Computerdienstleistungen freiberuflich, so dass die Einkünfte nicht der Gewerbesteuer unterliegen (VIII R 31/2007 22. September 2009, VIII R 63/2006, VIII R 79/2006).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg ist Kindergeld elterliches Einkommen nach § 93 SGB VIII (12 S 1550/2007 16. Dezember 2009, 12 S 1603/2007, 12 S 567/2008).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Niedersachsen darf ein entgeltlich (gegen 20000 Euro) die Hilfe eines gewerblichen Promotionsberaters in Anspruch nehmender Doktorand auf Grund einer Bestimmung der Promotionsordnung Hannovers vom Promotionsverfahren ausgeschlossen werden, weil die Regelung der Promotionsordnung auf vernünftigen Erwägungen des Gemeinwohls beruht.
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz soll das Bundesverfassungsgericht Deutschlands die Frage klären, ob nach einer Beförderung in ein höherwertiges Amt sofort die höheren Dienstbezüge zu zahlen sind oder eine Wartefrist möglich ist (10 A 10507/2009 4. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Hessen kann eine im Inland erworbene Qualifikation nicht durch eine so genannte Gleichwertigkeitsanerkennung im Ausland aufgewertet werden, weil sonst die inländischen Bestimmungen zum Mindestniveau beruflicher Qualifikation umgangen werden kann (4 KA 6/2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München II ist ein Haftentlassungsantrag John Demjanjuks abgelehnt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin ist ein Regierungsdirektor im Auswärtigen Amt kein politischer Beamter, so dass er bei einem Regierungswechsel nicht  in das Bundskriminalamt zurückversetzt werden kann (7 A 204/2009 26. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des obersten Gerichtshofs Österreich muss der Staat ortsunübliche geltend gemachte Streusalzschäden an Hausfassaden (z. B. in Tirol) ersetzen.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichts der Schweiz gehören 4,6 Millionen Dollar auf Schweizer Konten entgegen einer früheren Entscheidung des Bundesstrafgerichts Baby Doc Duvalier, doch wird die Regierung das Geld zurückhalten.
Die überwiegende Zahl der Rechtsanwälte lehnt eine Erweiterung der bestehenden 20 Fachanwaltschaften ab.
In Deutschland verwalten 17372 Stiftungen ein geschätztes Stiftungskapital von mehr als 100 Milliarden Euro.
Im Jahre 2008 wanderten 55700 Menschen (Deutsche und Ausländer) aus Deutschland aus und beträgt die Zahl der Ausländer 8,8 Prozent der Bevölkerung (mehr als 33 Prozent EU-Bürger, rund 25 Prozent Türken).

2010-02-02 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands durfte die Landeskartellbehörde Hessen die enwag Energie und Wassergesellschaft mbH (Wetzlars) verpflichten, die Wasserpreise um etwa 30 Prozent zu senken (KVR 66/2008 2. Februar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind Verpflichtungen zu Dienstleistungen (z. B. zur Beratung einer Aktiengesellschaft) keine Sacheinlage (II ZR 173/2008 1. Februar 2008 Eurobike AG).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Bayern haben Rechtsmittel bei Betriebsprüfungen wegen Schwarzarbeit und bei Scheinselbständigkeit keine aufschiebende Wirkung (5 R 881/2009 B ER 7. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts  Köln ist eine wegen verzögerter Weiterleitung einer Einspruchsentscheidung eines Finanzamts durch einen Steuerberater verspätet erhobene Klage unzulässig (12 K 3102/2009 15. Dezember 2010).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Köln mindern Leistungen einer privaten Pflegezusatzversicherung die steuerlich als außergewöhnliche Belastungen abzugsfähigen Pflegekosten (12 K 4176/2007 15. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Köln ist eine mittels Computerfax übersandte Einspruchsentscheidung eines Finanzamts nur mit einer qualifizierten elektronischen Signatur wirksam (6 K3931/2008 5. November 20099).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main ist die Werbung für einen Fachanwalt für Markenrecht wettbewerbsrechtswidrig (2 06 O 521/2009 13. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Flensburg ist eine Mitarbeiterin eines Callcenters (professionellen Flirt-SMS-Chats) wegen Beihilfe zum Bandenbetrug (mehr als 700000 Handynutzer durch veranlassten SMS-Versand um rund 46 Millionen Euro geschädigt) zu einem Jahr Haft mit Bewährung verurteilt
In Zukunft werden Geldbußen von mehr als 70 Euro für Verkehrsordnungswidrigkeiten Deutscher in einem anderen Mitgliedstaat in Deutschland von den zuständigen Behörden eingetrieben.
Die 4 Milliarden Euro teuere Verlegung des Hauptbahnhofs Stuttgarts unter die Erde (Stuttgart 21) hat begonnen.

2010-02-01 Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Sachsen ist die Finanzausgleichszulage Sachsens verfassungsgemäß (25-VIII-2009 29. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz darf sich eine Gemeinde bei der Aufstellung eines Bebauungsplans auch von den Wünschen eines Vorhabenbetreibers leiten lassen (8 C 10725/2009 20. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Niedersachsen-Bremen muss eine gesetzliche Krankenkasse eine Blinde mit einem Barcode-Lesegerät mit digitaler Sprachausgabe ausstatten (4 KR 17/2008 11. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I ist eine 39jährige kaufmännische Angestellte wegen Kindstötung und Totschlags zu zehn Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Stade ist ein Gabelstapelfahrer wegen Mords an seiner früheren Freundin und Totschlags an deren Bekannten auf einem Campingplatz in Cuxhaven zu lebenslanger Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin darf mutmaßlichen Islamisten der Pass entzogen werden zwecks Verhinderung der Teilnahme an einem ausländischen Terrorcamp.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz muss das Gewicht des Inhalts teilweise durchsichtiger Fertiggebäckverpackungen bei mehr als 100 Gramm auf der Packung angegeben sein (1 K 1036/2009 21. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Trier ist die Beitragserhebung der Industrie- und Handelskammer Trier rechtmäßig (5 K 371/2009 20. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München ist ein Gewinnversprechen bei einem Interneträtselspiel eine Auslobung, so dass § 762 BGB nicht anwendbar ist (222 C 2911/2008 16. April 2010).
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft Bremen ist das Strafverfahren wegen Untreue gegen Friedrich Hennemann und zwei seiner Kollegen im Vorstand der früheren Vulkan Werft sechs Jahre nach der Aufhebung einer Verurteilung durch den Bundesgerichtshof eingestellt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Spaniens ist Mohammed Belhadsch wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung zu acht Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von Amerika ist Vivendi(-Universal) wegen falscher Angaben über seine finanzielle Lage zu Schadensersatz in noch zu berechnender Höhe verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von Amerika ist der Busfahrer Scott Roeder der Ermordung des Abtreibungsarzts George Tiller (ohne behauptete Notwehr) schuldig.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Libyens ist ein Schweizer Geschäftsmann vom Vorwurf des illegalen Aufenthalts im Land freigesprochen.
Nach einer Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofs in Lausanne bleibt Stefan Schumacher zwei Jahre gesperrt, doch werden der Beginn und Ende der Sperre um vier Monate vorverlegt.
Regina van Dinther (CDU), Edgar Moron (SPD) und Josef Hovenjürgen (CDU) erhalten 30000, 25000 und 15400 Euro Vergütung für ihre Mitgliedschaft im zweimal tagenden, aus Steuermitteln finanzierten Regionalrat der Ruhrkohle AG.
Dieter Althaus wechselt zum 1. Februar als Lobbyist zu Magna und gibt sein Landtagsmandat in Thüringen zum 1. April auf, Volker Hoff wechselt zum 1. Februar als Lobbyist zu Opel und gibt sein Landtagsmandat in Hessen nach öffentlichem Druck auf.
Innerhalb der Arbeitnehmer sind Straßenkehrer 35 Tage pro Jahr krank, Versicherungsangestellte und Krankenpfleger 30 Tage, Telefonisten und Krankenpfleger 27 Tage, Sozialarbeiter 26 Tage, Gärtner 24 Tage, Frauen 17 Tage, Hochschullehrer und Publizisten 8 Tage, Geisteswissenschaftler und Maschinenbauer 7 Tage, Elektroingenieure und Juristen 6 Tage sowie Naturwissenschaftler 5 Tage.

2010-01-31 Nach einer Entscheidung des europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte hat Russland das Recht auf Freiheit und Sicherheit dadurch verletzt, dass die russischen Gerichte Entscheidungen über Haftfortdauer nicht durch stichhaltige und ausreichende Gründe untermauert haben und im Verlaufe des Verfahrens nicht darauf eingegangen sind, inwieweit diese Gründe weiter gelten (4378/2002 10. März 2009).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist einem Mitgliedstaat verwehrt, es abzulehnen, in seinem Hoheitsgebiet die Fahrberechtigung einer Person anzuerkennen, die sich aus einem später von einem anderen Mitgliedstaat ausgestellten Führerschein ergibt, wenn auf diese Person zuvor im Aufnahmemitgliedstaat eine Maßnahme des Entzugs einer früheren Fahrerlaubnis wegen Trunkenheit im Verkehr angewendet worden ist und wenn dieser zweite Führerschein außerhalb einer Sperrzeit für die Erteilung eines neuen Führerscheins erteilt wurde, falls sich herausstellt, dass auf der Grundlage der Erklärungen und Informationen, die der Inhaber dieses Führerscheins im Verwaltungsverfahren oder im gerichtlichen Verfahren in Erfüllung einer ihm nach dem innerstaatlichen Recht des Aufnahmemitgliedstaats auferlegten Mitwirkungspflicht gegeben hat, die Wohnsitzvoraussetzung vom Mitgliedstaat der Ausstellung dieses Führerscheins nicht beachtet worden ist oder dass die Informationen, die bei Ermittlungen der nationalen Behörden und Gerichte des Aufnahmemitgliedstaats im Ausstellermitgliedstaat gewonnen wurden, keine von diesem Mitgliedstaat herrührenden unbestreitbaren Informationen sind, die beweisen, dass der Führerscheininhaber zum Zeitpunkt der Ausstellung eines Führerscheins durch den Ausstellermitgliedstaat seinen ordentlichen Wohnsitz nicht in dessen Hoheitsgebiet hatte (C-445/2008 9. Juli 2009).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist eine Regelung, welche die Aufbewahrung der Information über die Empfänger oder Kategorien der Empfänger der Daten und den Inhalt der übermittelten Daten und dementsprechend den Zugang zu dieser Information auf die Dauer eines Jahres begrenzt, während die Basisdaten viel länger aufbewahrt werden, kein gerechter Ausgleich zwischen Interesse der Bürger und Verpflichtung der Behörden, sofern nicht nachgewiesen wird, dass eine längere Aufbewahrung der betreffenden Information den für die Verarbeitung Verantwortlichen über Gebühr belasten würde, was das nationale Gericht prüfen muss (C-553/2007 7. Mai 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands gibt ein nur Teilleistungen auf den geschuldeten Unterhalt erbringender Schuldner auch dann Veranlassung für eine Klage auf den vollen Unterhalt, wenn er zuvor nicht zur Titulierung des freiwillig gezahlten Teiles aufgefordert wurde (XII ZB 207/2008 2. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands findet § 196 BGB weder auf den dinglichen noch auf den schuldrechtlichen Erbbauzinsanspruch Anwendung (V ZR 18/2009 9. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands steht eine zwischenzeitlich vorgenommene Umfirmierung einer Firmenfortführung nicht entgegen, wenn sie nach außen beispielsweise nur zwei Monate in Erscheinung tritt (VIII ZR 321/2008 16. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands konsumiert § 95 II 2 AufenthG den allgemeinen Tatbestand der mittelbaren Falschbeurkundung (5 StR 266/2009 2. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der Anspruch auf Abschlagszahlung dann nicht mehr geltend gemacht werden, wenn die Bauleistung abgenommen ist und der Auftragnehmer die Schlussrechnung gestellt hat und wird, wenn ein erstinstanzliches Gericht bewusst entscheidet, dass eine bestimmte Forderung nicht anhängig gemacht worden ist, die möglicherweise gleichwohl gegebene Anhängigkeit hinfällig, wenn das Urteil insoweit nicht abgefochten wird, doch kann der Kläger die Sache erneut anhängig machen (VII ZR 205/2007 20. August 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands muss bei der Unterrichtung nach § 613a V BGB  über die Identität des Betriebserwerbers so unterrichtet werden, dass die unterrichteten Arbeitnehmer über ihren möglichen neuen Arbeitgeber Erkundigungen einholen können (8 AZR 538/2008 23. Juli 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands mindern Baukostenzuschüsse auf Grund von Art. 52 PflegeVG die Anschaffungs- und Herstellungskosten (IX R 7/2008 14. Juli 2009).

2010-01-30 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine gegen die Versagung des Ersatzes von Verteidigerkosten im Verfahren nach den §§ 10, 13 StrEG erhobene Verfassungsbeschwerde unzulässig, wenn nicht zuvor alle Möglichkeiten prozessualer Auslagenerstattung ausgeschöpft wurden (1 BvR 3229/2006 16. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ergibt sich aus dem Rechtspflegergesetz nicht, dass die Verteilung der von den Rechtspflegern zu erledigenden Geschäfte im Voraus nach einem abstrakt-generellen Maßstab bestimmt sein muss, so dass die Übertragung bestimmter Geschäfte durch Anordnung im Einzelfall zulässig ist (V ZB 111/2009 10. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist auch bei der eingeschränkten pauschalen Bewilligung der Prozesskostenhilfe für die Zwangsvollstreckung gemäß § 119 II ZPO die Notwendigkeit der Beiordnung eines Rechtsanwalts in Anwendung des § 121 II ZPO für die jeweilige Maßnahme der Zwangsvollstreckung zu prüfen (VII ZB 31/2009 10. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der Insolvenzverwalter auf der Grundlage eines Insolvenzplans nur einen bereits rechtshängigen Anfechtungsstreit fortsetzen, nicht aber einen neuen Anfechtungsrechtsstreit fortsetzen (IX ZR 206/2008 10. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine allgemeine Kraftfahrzeugvertragshändlervertragsgeschäftsbedingung über den Rückkauf fabrikneuer Ersatzteile bei Beendigung des Vertrags dahin auszulegen, dass der Rückkaufsanspruch entfällt, wenn die Zusammenarbeit auf der Grundlage eines mit dem beendeten Vertrag im Wesentlichen übereinstimmenden Vertrags fortgesetzt wird (VIII ZR 92/2008 9. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind Redakteure öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten Amtsträger im Sinne des § 11 I Nr. 2 lit. c StGB (2 StR 104/2009 27. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der Vermieter bei der Abrechnung von Wasserkosten mangels entsprechender Vereinbarungen nicht verpflichtet, verschiedene Nutzergruppen durch jeweils gesonderte Zähler zu erfassen (VIII ZR 69/2009 25. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands steht bei gemeinsamem Abschluss einer Kapitallebensversicherung und einer Berufsunfähigkeitszusatzversicherung die Einheitlichkeit des Vertrags in der Regel weder der Abtretung von Ansprüchen allein aus der Lebensversicherung noch einer Übertragung des Kündigungsrechts für die Lebensversicherung entgegen (IV ZR 39/2008 18. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein Ehegatte auch dann verpflichtet sein, dem der steuerlichen Entlastung des anderen Ehegatten dienenden Antrag auf Zusammenveranlagung zur Einkommensteuer zuzustimmen, wenn er während der Zeit des Zusammenlebens steuerliche Verluste erwirtschaftet hat, die er im Wege des Verlustvortrags in einem späteren Veranlagungszeitraum zur Verminderung seiner eigenen Steuerlast einsetzen könnte, und bei Verweigerung der Zustimmung zur Zusammenveranlagung schadensersatzpflichtig werden (XII ZR 173/2006 18. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands hat ein bei dem Entleiher als Maler eingesetzter Leiharbeitnehmer nur dann Anspruch auf den tariflichen Mindestlohn, wenn der Entleiherbetrieb in den betrieblichen Geltungsbereich des Tarifvertrags zur Regelung eines Mindestlohns für gewerbliche Arbeitnehmer im Maler- und Lackiererhandwerk fällt (5 AZR 951/2008 21. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist eine mindestens 8 Minuten währende, keine Arbeitsleitung erfordernde Lenkzeitunterbrechung eines Straßenbahnfahrers nicht Arbeitszeit, sondern Ruhepause (9 AZR 139/2008 13. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin kann, wenn in einer parteipolitischen Werbung außerhalb des geschäftlichen Verkehrs (unter Verwendung fremder markenrechtlich geschützter Kennzeichen) der unzutreffende und rufschädigende Eindruck erweckt wird, eine bekannte Organisation habe den Service bestimmter Einrichtungen politischer Parteien getestet (und die Einrichtung der werbenden Partei sie Testsieger), kann analog zu den §§ 824 I, 1004 I BGB ein Unterlassungsanspruch begründet sein, der bei schwerwiegenden rufschädigenden Angriffen auf die Marke nicht durch die spezielleren Bestimmungen des Markengesetzes ausgeschlossen ist (5 W 120/2009 10. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München begründet die Bezeichnung des Sachvortrags einer Partei als wischiwaschi nicht die Besorgnis einer Befangenheit im Sinne des § 42 II ZPO (7 W 2449/2009 11. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg ist es keine sexuelle Handlung nach den §§ 174 I, 176 I StGB, wenn eine nicht mehr stillende Frau ihren sechsjährigen Sohn oder ihre neunjährige Nichte an ihrer Brust saugen lässt (1 Ss 210/2009 22. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster sind die Kosten eines Unterbevollmächtigten regelmäßig nur insoweit erstattungsfähig als sie die Kosten des urlaubsabwesenden Hauptbevollmächtigten nicht übersteigen (7 D 2/2009 16. November 2009).
*Slizyk, Andreas, Beck’sche Schmerzensgeldtabelle, 6. A: 2010
*Krug/Daragan, Die Immobilie im Erbrecht, 2010
*Hoyenberg, Philipp von, Vorweggenommene Erbfolge, 2010
*Erbrecht, hg. v. Tanck, 2. A. 2010
*Pflichtteilsrecht, hg. v.  Dauner-Lieb, Barbara u. a. 2010
*Patzina, Reinhard/Bank, Stefan/Schimmer, Dieter/Simon-Widmann, Michaele, Haftung von Unternehmensorganen, 2010
*Schmidt-Kessel, Martin/Leutner, Gerd/Müther, Peter-Hendrik, Handelsregisterrecht, 2010
*Krafka, Alexander/Willer/Kühn, Ulrich, Registerrecht, 8. A. 2010
*Kalthoener/Büttner/Wrobel-Sachs, Prozess- und Verfahrenskostenhilfe Beratungshilfe, 5. A: 2010
*Hartmann, Peter, Kostengesetze, 2010
*Eccher, Bernhard/Schurr, Francesco A./Christandl, Gregor, Handbuch Italienisches Zivilrecht, 2009

2010-01-29 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine drastische Verkürzung der Gültigkeitsdauer von Bonusmeilen durch eine ihr Flugbonusprogramm einstellende Fluggesellschaft unbillig, so dass eine dies ermöglichende allgemeine Geschäftsbedingung unwirksam ist (Xa ZR 37/2009 28. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann ein Arbeitnehmer ordentlich gekündigt werden, wenn er deutsche Arbeitsanweisungen nicht lesen kann (2 AZR 764/2008 28. Januar 1010).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist eine mindestens 8 Minuten währende, keine Arbeitsleitung erfordernde Lenkzeitunterbrechung eines Straßenbahnfahrers nicht Arbeitszeit, sondern Ruhepause (9 AZR 139/2008 13. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sprechen Untätigbleiben und Hinnehmen des Leerstands nach langjährigen vergeblichen Vermietungsbemühungen gegen einen Vermietungsentschluss und gegen eine mögliche weitere Einkünfteerzielungsabsicht (IX R 54/2008 25. Juni 2009).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin kann, wenn in einer parteipolitischen Werbung außerhalb des geschäftlichen Verkehrs (unter Verwendung fremder markenrechtlich geschützter Kennzeichen) der unzutreffende und rufschädigende Eindruck erweckt wird, eine bekannte Organisation habe den Service bestimmter Einrichtungen politischer Parteien getestet (und die Einrichtung der werbenden Partei sei Testsieger), analog zu den §§ 824 I, 1004 I BGB ein Unterlassungsanspruch begründet sein, der bei schwerwiegenden rufschädigenden Angriffen auf die Marke nicht durch die spezielleren Bestimmungen des Markengesetzes ausgeschlossen ist (5 W 120/2009 10. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München begründet die Bezeichnung des Sachvortrags einer Partei als wischiwaschi nicht die Besorgnis einer Befangenheit im Sinne des § 42 II ZPO (7 W 2449/2009 11. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg ist es keine sexuelle Handlung nach den §§ 174 I, 176 I StGB, wenn eine nicht mehr stillende Frau ihren sechsjährigen Sohn oder ihre neunjährige Nichte an ihrer Brust saugen lässt (1 Ss 210/2009 22. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen ist die Entscheidung des Präsidenten der Universität Frankfurt am Main, die studentischen Beiträge für das Sommersemester 2010 in Höhe von 158,50 Euro statt in Höhe von 162,50 Euro zu genehmigen, rechtmäßig (10 B 129/10 27. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster sind die Kosten eines Unterbevollmächtigten regelmäßig nur insoweit erstattungsfähig, als sie die Kosten des urlaubsabwesenden Hauptbevollmächtigten nicht übersteigen (7 D2/2009 16. November 2009).

Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz darf eine einen Strafgefangenen aus Liebe bei einer Fahrt zur Beschaffung von Drogen begleitende Strafvollzugsbeamtin aus dem Dienst entfernt werden (3 A 11186/2009 11. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Münster ist es bei grob fahrlässiger Herbeiführung des Versicherungsfalls sinnvoll und geboten, einzelne Quotenstufen von 0, 25, 50, 75 und 100 Prozent festzulegen, innerhalb derer dann die Quote nach dem Grad des Verschuldens unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls zu bemessen ist (15 O 141/2009 20. August 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin entfällt bei Diebstahl eines Empfängers für den digitalen Fernsehempfang die Rundfunkgebührenpflicht nicht, wenn der Betroffene weiterhin ein Fernsehgerät hat (27 K 200/2009 19. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts  Greifswald sind die Schmutzwasserbeseitigungsbeitragssatzung des Zweckverbands Wasserversorgung und Abwassergebührensatzungen Rügen und die Trinkwasser- und Abwassergebührensatzungen des Zweckverbands Festland Wolgast unwirksam (3a 194/2009, 3 A 126/2007 27. Januar 2010).
Die Bundesnetzagentur Deutschlands hat seit Dezember 2009 in neun Verfahren wegen unerlaubter Telefonwerbung Bußgelder von 500000 Euro verhängt.

2010-01-28 Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands darf ein Schlachtbetrieb grundsätzlich auf die Richtigkeit der amtlichen BSE-Tests und der ihm daraufhin für sein Rindfleisch erteilten (24000) Tauglichkeitserklärungen vertrauen (3 C 17/2009 28. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands wurden einzelne Briefdienstleister bei Erlass der am 1. Januar 2008 in Kraft getretenen Postmindestlohnverordnung des Bundesarbeitsministerium nicht ausreichend beteiligt (8 C 19/2009 28. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands muss die Deutsche Telekom AG bei dem VDSL-Ausbau des Teilnehmeranschlussnetzes Wettbewerbern keinen Zugang zu unbeschalteter Glasfaser zwischen Kabelverzweigern und Hauptverteilern gewähren, wohl aber den Zugang zu den Kabelverzweigern und den Kabelkanälen zwischen Kabelverzweigern und Hauptverteilern (C 6 22/2008 27. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz muss ein privat versichertes Kind nach der Scheidung der Eltern trotz des entsprechenden Willens des unterhaltspflichtigen Vaters nicht in die gesetzliche Krankenkasse wechseln.
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Hessen muss der Berufungsausschuss für Ärzte bei einer Entscheidung über die Verlängerung der Abrechnungsermächtigung einer Ärztin berücksichtigen, das Pro-Familia eine Versorgungslücke bei Randgruppen schließt (4 KA 64/2008 4. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin sind zwei Schüler von der Anklage des versuchten Mordes an einer unbeteiligten Frau durch Werfen eines Molotowcocktails aus Mangel an Beweisen freigesprochen.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Münster ist § 6 S. 1 BAföG wegen Verletzung der Freizügigkeit Auslandsdeutscher europarechtswidrig (6 K 2465/2008 12. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart verletzt die Berufsschulpflicht nicht das Erziehungsrecht der Eltern (12 K 4611/2009 7. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Trier ist die Abhängigkeit einer Ermäßigung der Hundesteuer für Wachhunde von der Entfernung des zu bewachenden Gebäudes vom nächsten bewohnten Gebäude rechtmäßig (2 K 574/2009 21. Januar 2010).

Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Frankreichs ist Dominique de Villepin vom Vorwurf der Verleumdung François Sarkozys freigesprochen, während ein anderer Angeklagter zu drei Jahren Haft verurteilt wurde (Clearstream).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Israels findet die vorgesehene Zwangsöffnung von Schließfächern mit Nachlassstücken Max Brods (derzeit) nicht statt.
Nach einer Entscheidung des Finanzministeriums der Schweiz muss Viktor Vekselberg wegen Verletzung des Wechselgesetzes 27 Millionen Euro Buße zahlen.
Behinderte Kinder können in Deutschland auf Grund einer Konvention der Vereinten Nationen über die Rechte von Behinderten auf Aufnahme in die Regelschule hoffen.
Ehemalige jüdische Ghetto-Arbeiter können mit Rentennachzahlungen von insgesamt etwa 500 Millionen Euro rechnen.
Im Iran werden zwei Demonstranten der Unruhen des Jahres 2009 hingerichtet.

2010-01-27 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein Vermieter einem Mieter wegen Eigenbedarfs auch zu Gunsten von Neffen und Nichten (ohne besondere persönliche Beziehung) kündigen (VIII ZR 159/2009 27. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein Gasversorgungsunternehmen in Brandenburg fünf Klauseln in seinen allgemeinen Geschäftsbedingungen nicht weiter verwenden (VIII ZR 326/2008 27. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands gelten für ein Arbeitsverhältnis, dessen Parteien nach § 3 I TVG an einen Tarifvertrag gebunden sind, die den Inhalt, den Abschluss und die Beendigung von Arbeitsverhältnissen ordnenden Rechtsnormen dieses Tarifvertrags auch dann, wenn der Arbeitgeber durch seine Mitgliedschaft in einem tarifschließenden Arbeitgeberverband zugleich an einen mit einer anderen Gewerkschaft für Arbeitsverhältnisse derselben Art geschlossenen Tarifvertrag unmittelbar gebunden ist (4 AZR 549/2008 [A] 27. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands soll der Gerichtshof der Europäischen Union darüber entscheiden, ob ein Reisebüro, wenn es Opernkarten ohne zusätzliche Leistung verkauft, nur der so genannten Margenbesteuerung zu unterwerfen ist (XI R 39/2008 10. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands steht, wenn eine Rechnung den Regelsteuersatz in Höhe von 19 Prozent ausweist, obwohl die gelieferte Ware nur dem ermäßigten Steuersatz von sieben Prozent unterliegt, dem Leistungsempfänger der in dem überhöhten Steuerbetrag enthaltene, gesetzlich geschuldete Betrag als Vorsteuer zu (V R 41/2008 19. November 2009).

Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands muss ein Kreditinstitut eine  von einer Behörde auf ein von dem Kreditinstitut bereits gekündigtes Girokonto überwiesene, an den Insolvenzverwalter des früheren Kunden ausgezahlte unberechtigte Steuererstattung nicht zurückerstatten (VII R 6/2009 10. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Dresden sind seit 2005 vorgenommene Gaspreiserhöhungen der Erdgas Südsachsen GmbH mit Ausnahme der Mehrwertsteuererhöhung unwirksam (14 U 983/2008 26. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist eine südhessische Erdgas-Vertriebsgesellschaft wegen unzulässiger Preisspaltung verurteilt, es zu unterlassen, von ihren Kunden Entgelte zu fordern, die um mehr als fünf Prozent über den relevanten Vergleichspreisen des Schwesterunternehmens im selben Vertriebsgebiet liegen (u 12/2007 [Kart] 26. Januar 2020 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist Kadir T. wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung im Ausland zu einem Jahr Haft verurteilt (5-2 StE 8/2009 – 5- 12/2009 26. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe muss der Karlsruher SC auf Grund von Vereinbarungen des Jahres 2000 rund 1,5 Millionen Euro an die MK Medien Beteiligungs GmbH zahlen (15 U 220/2008 27. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts  Berlin-Brandenburg kann ein Unternehmer die in einem Grundstückskaufvertrag mit einer Stadt offen ausgewiesene Umsatzsteuer als Vorsteuer abziehen (5 K 858/2005 1. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts  Hamburg sind die Vertragsklauseln der Iduna Leben über die Rückkaufswerte einer Lebensversicherung oder Rentenversicherung unwirksam (324 O 1152/2007 22. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Karlsruhe ist die für das Anlegen und Ablegen der Polizeiuniform erforderliche Zeit kein Teil der Dienstzeit eines Polizisten (11 K 3998/2008 24. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Trier darf ein Perlwein als Paradiessecco verkauft werden, weil Prosecco keine Rebsorte und Paradies keine Herkunftsangabe ist (5 K 640/2009 20. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von Amerika sind Vorwürfe von Pensionsfonds gegen die Ratingagenturen Moody’s und Standard & Poor’s zurückgewiesen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Russlands ist Alexander Pordrabinek wegen eines kritischen Artikels über Kriegsveteranen zu einer Geldbuße und zu einem Widerruf verurteilt.
Island senkt den Leitzins auf 9,5 Prozent.

2010-01-26 Nach einer Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union hat Bonn die Dienstleistungsrichtlinie 92/50/EWG 1997 durch einen Vertrag mit einem Abfallentsorgungsunternehmen über die Entsorgung von Biomüll und Grünabfällen verletzt (C-17/2009 21. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Jena ist die Kündigung eines kein ausreichendes Kontrollsystem zur Verhinderung von Scheinbuchungen einrichtenden Geschäftsführers einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung rechtmäßig (7 U 244/2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Zweibrücken ist ein Strafverteidiger wegen des Verdachts der versuchten Strafvereitelung zu Gunsten seines Mandanten nach § 138a I Nr. 3 StPO aus einem Betäubungsmittelstrafverfahren ausgeschlossen (2 ARs 6562/2009 14. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern ist die Sperrzeitverordnung der Stadt Augsburg unwirksam, soweit sie den Beginn der Sperrzeit für die Abgabe von Speisen (Dönern) und nichtalkoholischen Getränkten über die Straße auf ein Uhr vorverlegt (22 N 1193/2009 25. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern war die Sperrung der B8 bei Regensburg im Frühjahr 2007 nur teilweise rechtmäßig (11 BV 789/2008 18. Januar 2009 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen ist es nach dem 19. Januar 2009 verboten, nach vorheriger Entziehung einer Fahrerlaubnis in einem anderen Mitgliedstaat der europäischen Union eine neue Fahrerlaubnis zu erteilen bzw. eine gleichwohl erteilte Fahrerlaubnis anzuerkennen (16 B 814/2009 20. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Düsseldorf ist eine Lieferung von Mahlzeiten an ein Altenheim verbunden mit Dienstleistungen mit dem vollen Umsatzsteuersatz von 19 Prozent zu versteuern (1 K 977/2006).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Düsseldorf ist die Festsetzung von Nachzahlungszinsen nach § 233a rechtmäßig, wenn der Schuldner der Steuernachforderung Liquiditätsvorteile hatte, weil er von der Zahlung der geschuldeten Steuer wegen unzutreffender Steuerfestsetzung vorerst freigestellt war (4 K 137/2008 9. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin muss ein privater Kindergarten in Berlin-Mitte wegen Spannungen und Arbeitsbedingungen schließen, die den Zweck der Betreuung und Erziehung der Kinder in den Hintergrund hätten treten lassen (18 L 473/2009 22. Januar 2010 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Neustadt an der Weinstraße ist das Bohren eines Gartenbrunnens meldepflichtig und bei möglicher Gefährdung des Grundwassers entgeltlich erlaubnispflichtig (4 K 767/2009 16. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Stralsund muss ein ehemaliger Betreiber einer Pizzeria an die Behörde zur Betreuung von Langzeitarbeitslosen rund 6600 Euro als Ersatz für Aufstockungsleistungen zu (sittenwidrigen) Stundenlöhnen von 1,32 Euro zahlen.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichts der Schweiz ist der Antrag Claudia Pechsteins auf Aussetzung ihrer Dopingsperre während der Olympischen Winterspiele abgelehnt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Chinas sind vier Uiguren wegen der Unruhen im Jahre 2009 zum Tode verurteilt.

 

2010-01-25 Nach einer Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union hat ein Kind eines türkischen, seit mindestens drei Jahren in einem Mitgliedstaat ordnungsgemäß beschäftigten Arbeitnehmers nach Berufsausbildung im Aufnahmemitgliedstaat ein Recht auf Zugang zum Arbeitsmarkt dieses Staates und damit auch ein Aufenthaltsrecht (C-462/2008 21. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Nordrhein-Westfalen erzielt ein Insolvenzverwalter Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit, nicht aus Gewerbebetrieb (7 K 3041/2007 18. November 2009).

Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts  Düsseldorf ist die Nichtgeltendmachung von Mietnebenkosten bei Vermietung an Arbeitnehmer durch den Arbeitgeber geldwerter Vorteil bzw. lohnsteuerpflichtiger Arbeitslohn, wobei eine gleichzeitige Überlassung an Betriebsfremde zu gleichen Bedingungen erst bedeutsam wird, wenn sie etwa 25 bis 30 Prozent der Mietwohnungen betrifft (11 K 4662/2006 L 5. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen hat eine langjährig in Nordrhein-Westfalen geduldete Chinesin Anspruch auf Anerkennung als Schwerbehinderte (10 SB 450/2008 28. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund darf der Landesverband der Betriebskrankenkassen Nordrhein-Westfalen einen Transparenzbericht über ein Pflegeheim in Unna veröffentlichen (39 P 279/2009 11. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund kann eine die Erwerbsfähigkeit eines Arbeitslosen belegende tatsächliche Arbeitsleistung in einem Ein-Euro-Job der Gewährung einer Rente wegen Erwerbsminderung entgegenstehen (26 [1] R 40/2008 17. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin ist ein seine Nicht schwer verletzender Briefbombenattentäter wegen versuchten Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt (22. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Coburg hat eine beim Färben des Haares durch einen Friseur eine 25 Quadratzentimeter große Verätzung an der Kopfhaut erleidende Frau einen Anspruch auf 5000 Euro Schmerzensgeld (21 O 205/2009).

Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Köln darf eine Rechtsanwaltskanzlei einem Rechtsanwalt nicht 680 Euro Gehalt für 384 Minuten (krankheitsbedingten) Toilettenbesuch in 19 Tagen abziehen.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München darf ein Mieter Einsicht in Belege einer Nebenkostenabrechung auch in der Form der Ablichtung mit technischen Hilfsmitteln (Scanner, Foto) nehmen, sofern dadurch die Belege nicht beschädigt werden (412 C 34593/2008 21. September 2009).
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft Dresden ist die Internetseite des Aktionsbündnisses Dresden Nazifrei.de wegen Verletzung des Versammlungsgesetzes rechtswidrig.
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft Hannover hat Ministerpräsident Wulff durch Höherstufenlassen während eines Urlaubsflugs keine Vorteilsannahme begangen.
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Innsbruck hat Markus Wilhelm durch Veröffentlichung einer Rede Herwig van Staas (Schwein oder Schweigen?) keine üble Nachrede begangen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Großbritanniens sind zwei zehn und elf Jahre alte und damit strafmündige Brüder wegen Überfalls auf zwei Kinder zu mindestens fünf Jahren Gewahrsam verurteilt.
Beatrix Karl wird als Nachfolgerin Johannes Hahns (EU-Kommission) Wissenschaftsministerin Österreichs.
Im Irak wird das Todesurteil gegen Ali Hassan al Madschid (Chemie-Ali) durch den Strang vollzogen.

Israel zahlt aus Respekt vor den Verlusten der Vereinten Nationen im Gazakrieg an die Vereinten Nationen etwa 7,5 Millionen Euro.
Prantl, Heribert ist von der juristischen Fakultät der Universität Bielefeld zum Honorarprofessor ernannt worden.

2010-01-24 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann bei Unteilbarkeit der Gläubigerleistung der Gläubiger auch dann vom ganzen Vertrag zurücktreten, wenn sein eigenes Interesse an der Teilleistung des Schuldners nicht entfallen ist (V ZR 203/2008 16. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann eine durch Verwaltungsakt getroffene Nichtsgenehmigungsbedürftigkeitsentscheidung der zuständigen Behörde einer Genehmigung gleichgestellt werden, wenn der gesetzliche Genehmigungsvorbehalt nur dem Schutz öffentlicher Interessen dient (XI ZR 286/2008 22. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann die Zulassung der Revision auf den Grund eines im Rechtsstreit erhobenen Gegenanspruchs beschränkt werden und steht bei Rückabwicklung eines Verbrauchsgüterkaufs einem Anspruch des Verkäufers auf Nutzungsersatz gemäß § 346 I BGB europäisches Recht nicht entgegen (VIII ZR 243/2008 16. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein nach Ausschluss eines Beklagten vom Verfahren wegen Missachtung des Gerichts (z. B. Australiens) und nach Zurückweisung einer hiergegen gerichteten Beschwerde erlassener Unterhaltstitel wegen Verletzung des verfahrensrechtlichen ordre public von einer Vollstreckbarkeitserklärung ausgeschlossen sein (XII ZB 50/2006 2. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands liegt, wenn das schwerverletzte Tatopfer ohne Tötungsvorsatz in klirrender Kälte am Tatort zurückgelassen wird und der Täter am nächsten Tag mit Tötungsvorsatz die Unterlassung von Rettungsversuchen beschließt, eine Tat im prozessualen Sinne jedenfalls dann vor, wenn das Geschehen am Folgetag Gegenstand der Anklage war (2 StR 85/2009 20. Mai 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands steht dem Betriebsrat kein allgemeiner, von den Voraussetzungen des § 23 III BetrVG unabhängiger Unterlassungsanspruch zur Seite, um eine gegen § 99 I BetrVG oder § 100 II BetrVG verstoßende personelle Einzelmaßnahme zu verhindern (1 ABR 23/2008 23. Juni 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg setzt im Verfahren auf Zulassung der Berufung eine Anfechtung der Kostenentscheidung bei teilweiser Erledigung der Hauptsache voraus, dass hinsichtlich des nicht erledigten Teiles die Berufung zugelassen wird (6 N 30/2008 19. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Bremen kann ein Hund sichergestellt werden, wenn er fortdauernd unzumutbare Lärmbeeinträchtigungen verursacht und nicht ersichtlich ist, wie der Eigentümer für die Zukunft verlässlich weitere Beeinträchtigungen ausschließen will (1 B 215/2009 3. September 2009 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen steht einem Folgenbeseitigungsanspruch des Kindes auf Rücknahme einer behördlichen Vaterschaftsanfechtungsklage entgegen, dass in der Erhebung der Klage gegen die erfolgte Vaterschaftsanerkennung kein rechtswidriger Eingriff in ein subjektiv-öffentliches Recht des Kindes liegt, und besteht ein subjektiv-öffentliches Recht des Kindes auf ermessensfehlerfreie Entscheidung der zuständigen Behörde über eine Anfechtung einer erfolgten Vaterschaftsanerkennung nicht (7 D 1536/2009 17. Juni 2009).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von Amerika ist der Antrag Roman Polanskis auf Verurteilung in Abwesenheit wegen Vergewaltigung abgelehnt.

2010-01-23 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine Einstellung der Zwangsvollstreckung im Revisionsverfahren ohne Sicherheitsleistung nur zulässig, wenn glaubhaft gemacht wird, dass der Schuldner zur Sicherheitsleistung nicht in der Lage ist (VIII ZR 305/2009 8. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist auch die Fortführung des wesentlichen Kernbereichs eines Unternehmens eine Unternehmensfortführung nach § 25 I HGB (II ZR 229/2008 7. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss bei Nichteröffnung des Insolvenzverfahrens der vorläufige Insolvenzverwalter seinen Vergütungsanspruch gegen den Schuldner im ordentlichen Rechtsweg geltend machen (VI ZR 219/2008 24. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann die Staatskasse bei bewilligenden Prozesskostenhilfeentscheidungen nur solche Beschwerdeanträge stellen, die darauf gerichtet sind, dem Antragsteller die Leistung von Zahlungen auf die Kosten der Prozessführung aufzuerlegen (VIII ZB 44/2009 17. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands genügt die bloße Darstellung anderer Rechtsansichten ohne jede Auseinandersetzung mit den Gründen des Berufungsurteils nicht den Anforderungen an eine ordnungsgemäße Revisionsbegründung, wobei auf eine Begründung der Nichtzulassungsbeschwerde nur bei ausdrücklicher oder konkludenter Bezugnahme zurückgegriffen werden kann (9 AZR 875/2008 13. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg bemisst sich der Streitwert einer Klage auf Duldung der Wegnahme von Strom-, Gas- und Wasserzählern danach, welcher Schaden dem Versorger bei Fortsetzung der Lieferungen in den nächsten sechs Monaten voraussichtlich entstehen wird (5 W 54/2009 22. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Rostock kann ein Verkehrsunfallschaden nicht auf der Grundlage fiktiver Reparaturkosten abgerechnet werden, wenn der Eigentümer das Kraftfahrzeug noch vor der Reparatur abmeldet und nicht wieder anmeldet, so dass keine Weiterbenutzungsabsicht gegeben ist (5 U 275/2008 23. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg sind Aufwendungen für ein eingeholtes privates Gutachten eines Sachverständigen nur erstattungsfähig, wenn das Gutachten erkennbar in den Prozess eingeführt wird (12 OA 129/2008 2. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts der Schweiz ist der Datentransfer einer amerikanischen Kundin der Schweizer UBS untersagt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von Amerika ist die Urheberrechtsverletzungschadensersatzstrafe Jammie Thomas-Rassetts von 1,92 Millionen Dollar auf 54000 Dollar ermäßigt worden.
*Morawietz, Wolfgang, Die Aufhebung des Vorrangs des Geschiedenenunterhalts, 2009
*Wernitznig, Beate, Meine Rechte und Pflichten als Vater, 2010
*Jakob, Wolfgang, Abgabenordnung, 5. A. 2010
*Münchener Prozessformularbuch Verwaltungsrecht, hg. v. Johlen, Heribert, 3. A. 2009
*Wittig, Petra, Wirtschaftsstrafrecht, 2010

2010-01-22 Infolge einer Nachzählung in Husum verlieren die Regierungsparteien Schleswig-Holsteins ein Abgeordnetenmandat an die Linke.
Nach einer Entscheidung des Gerichts erster Instanz der europäischen Gemeinschaften haben drei Baumwollentkörnungsunternehmen mangels Kausalität der Rechtsverletzung für den Schaden keinen Schadensersatzanspruch wegen der 2006 vom Europäischen Gerichtshof ausgesprochenen Nichtigerklärung einer Beihilferegelung (T-252/2007 20. Januar 2010 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein Vertrag mit einem Betreiber eines Video-Portals ein Dienstvertrag und ist eine allgemeine Geschäftsbedingung, wonach bei Kündigung die vertraglich vereinbarte Vergütung unabhängig von der Erbringung der vertragstypischen Hauptleistung als verdient gilt, unzulässig (III ZR 93/2009 8. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist eine Leistungsklage gegen den Insolvenzverwalter auf Zahlung der Abfindung aus einem nach Anzeige der Masseunzulänglichkeit abgeschlossenen Sozialplan unzulässig (6 AZR 785/2008 21. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf wird im Strafverfahren gegen die Beteiligten des so genannten Sauerlandverfahrens der Vorwurf der Mitgliedschaft in einer inländischen Terrorvereinigung nicht weiter verfolgt (20. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz ist es mit dem Kindeswohl nicht vereinbar, wenn ein Kind durch ständigen Wechsel des Aufenthaltsorts bei getrennt lebenden Elternteilen belastet wird und keine Stabilität erleben kann (11 UF 251/2009 12. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands  müssen Wahlvorschläge für die Wahl einer Schwerbehindertenvertretung mit der erforderlichen Anzahl von Stützunterschriften im Original bei dem Wahlvorstand eingehen (nicht in Telekopie) (7 ABR 39/2008 20. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I ist eine allgemeine Geschäftsbedingung, wonach ein Mieter sich verpflichtet, die Schönheitsreparaturen „ausführen zu lassen“ unangemessen  und begründet die Gesamtunwirksamkeit der Abwälzungsklausel (15 S 6274/2009 30. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Lüdinghausen ist für das Ausnehmen einer Fahrzeugart von einer Fahrerlaubnissperre das Vorliegen einer Gefahrenabschirmung erforderlich (9 Ds-82 Js 5515/2009 8. Dezember 2009).
Microsoft schließt eine (seit Monaten ihm bekannte) Sicherheitslücke im Internet Explorer.

2010-01-21 Nach einer Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union sind nach Eröffnung eines Hauptinsolvenzverfahrens in einem Mitgliedstaat die Behörden aller anderen Mitgliedstaaten  verpflichtet, alle Entscheidungen in Zusammenhang mit diesem verfahren anzuerkennen und zu vollstrecken, und dürfen keine Vollstreckungsmaßnahmen in Vermögenswerte des Schuldners im eigenen Lande anordnen, wenn dies das Recht des Staates der Verfahrenseröffnung nicht erlaubt (C-444/2007 21. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands haften die einzelnen Mitglieder einer Wohnungseigentümergemeinschaft grundsätzlich nicht gesamtschuldnerisch für Schulden  aus einem von der Wohnungseigentümergenossenschaft geschlossenen Vertrag (VIII ZR 329/2008 20. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist der Planfeststellungsbeschluss für die Ortsumgehung Waake bei Göttingen rechtmäßig (9 B 26/2009 28. Dezember 2009 u. a.).
Nach einem bindend gewordenen Vergleichsvorschlag des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands darf der Sacrow-Paretzer-Kanal vertieft, aber nicht verbreitert werden (7 A 11/2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands darf ein Arbeitgeber einem Betriebsrat nicht grundlos den Zugang zum Internet verweigern (7 AB`R 79/2008 20. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I muss eine Bank Schadensersatz an Anleger eines täuschenden Immobilienfonds zahlen, die ihre Beteiligungen über die Rechtsvorgängerin der Bank finanziert hatten (28 O 24981/2007 12. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Kiel ist die fristlose Kündigung des Trainers Falko Götz rechtmäßig.
Nach einer Entscheidung des Sportgerichts des deutschen Fußballbunds muss Trainer Jürgen Klopp wegen unsportlichen Verhaltens 5000 Euro zahlen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Österreichs sind die fünf Verurteilungen und die sechs Freisprüche im Finanzskandal Tirols rechtmäßig.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Großbritanniens ist eine ihren siebenundzwanzigjährigen, schwer hirnverletzten Sohn mit Heroin tötende Mutter wegen Mordes und vorher versuchten Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Spaniens ist eine Enteignung eines Grundstückseigentümers durch die Stadt Soria zu Gunsten eines Gewerbevorhabens nahe der Ausgrabungsstätte Numancia rechtswidrig.
Das Parlament Angolas beschließt die erste Verfassung des Landes.
Die Europäische Kommission billigt die Übernahme Suns durch Oracle.Talanx verklagt die Bundesbank auf Zurverfügungstellung eines Girokontos.
Pagenkopf, Martin tritt als Richter des Bundesverwaltungsgerichts in den Ruhestand.
Schreiber, Karlheinz räumt verschleierte Spenden an die Christlich Soziale Union Bayerns ein.

2010-01-20 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die Änderung des Personenbeförderungsgesetzes (§ 45a II 3) wegen Überschreitung der Zuständigkeit des Vermittlungsausschusses nicht in formell verfassungsmäßiger Weise (Beteiligung des Bundestags) zustandegekommen (2 BvR 758/2007 8. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands benachteiligt eine in einem Wohnraummietvertrag enthaltene Farbvorgabe für den Innenanstrich von Türen und Fenstern den Mieter unangemessen und ist deswegen unwirksam (VIII ZR 50/2009 20. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Verurteilung des Holzklotzwerfers von Oldenburg durch das Landgericht Oldenburg zu lebenslanger Haft rechtmäßig (4 StR 536/2009 12. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Verurteilung des Kofferbombers von Köln zu lebenslanger Haft durch das Oberlandesgericht Düsseldorf rechtmäßig (3 StR 327/2009 24. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands hat ein Pensionssicherungsverein auch für gesetzlich unverfallbare Betriebsrentenanwartschaften aus früherer Tätigkeit als Mitglied einer Produktionsgenossenschaft Handwerk einzustehen, weil eine entsprechende Tätigkeit für ein Unternehmen einem Arbeitsverhältnis gleichsteht (3 AZR 660/2009 19. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands können Arbeitgeber und Arbeitnehmer den Zufluss einer Abfindung anlässlich der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses in der Weise steuerwirksam gestalten, dass sie die Fälligkeit der Abfindung vor ihrem Eintritt hinausschieben (IX R 1/2009 11. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin ist der Ausschluss der Verkehrsgewerkschaft GDBA aus dem Deutschen Beamtenbund rechtswidrig.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main darf der Deutsche Beamtenbund nicht behaupten die Verkehrsgewerkschaft GDBA habe sich mit der Gewerkschaft Transnet zusammengeschlossen.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hagen ist ein Einundzwanzigjähriger wegen Ermordung seiner Cousine zu 14 Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Vietnams sind der Menschenrechtsanwalt Le Cong Dinh und drei Mitangeklagte wegen versuchten Sturzes der Regierung zu hohen Haftstrafen verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Chinas ist Zhou Yongjun wegen Betrugs zu neun Jahren Haft und Zahlung einer Gelstrafe verurteilt.

2010-01-19 Nach einer Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union ist der die Nichtberücksichtigung von vor Vollendung des 25. Lebensjahrs liegenden Beschäftigungszeiten bei der Berechung der Kündigungsfristen nicht berücksichtigende § 622 II 2 BGB wegen Diskriminierung europarechtswidrig, so dass er in einem Rechtsstreit nicht angewendet werden darf (C-555/2007 19. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss auch in einem berufsrechtlichen Verfahren (z. B. gegen einen Steuerberater) die Strafe bei überlanger Verfahrensdauer milder ausfallen (StB [R] 2/2009 7. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Dresden sind Programmzeitschriftenverlage zur Zahlung von Lizenzgebühren an die VG Media verpflichtet (14 U 818/2009 15. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln muss ein durch seine Hausmeisterin ein afrikanisches Ehepaar („Neger“) als Mieter ablehnender Vermieter wegen Diskriminierung 5000 Euro Schadensersatz zahlen (24 U 51/2009 19. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Bayern ist eine Abwrackprämie bei Kauf eines Neukraftfahrzeugs durch einen Hartz IV-Empfänger ein nicht anzurechnendes Einkommen (7 AS 631/2009 B ER 21. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Köln ist ein Gewinn aus der RTL II-Show Big Brother einkommensteuerpflichtig (15 K 2917/2006 29. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg ist Melitta durch eine in einem Werbespot Kaffee-Partners eine Filtertüte naserümpfend in den Abfall werfende Schauspielerin nicht in Rechten verletzt (19. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln müssen Betreiber elektronischer Programmführer und Programmzeitschriften, die auf dem Rechner oder dem Fernsehempfänger empfangen werden können, für die Nutzung der von den Sendern bereit gestellten Texte, Bilder, Trailer und Audiosequenzen keine Lizenzgebühren an die Verwertungsgesellschaft der privaten Sender (VG Media) zahlen, weil die Rechtewahrnehmung ohne Genehmigung der Europäischen Kommission unzulässig ist (28 O 479/2008 23. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln kann ein Insolvenzverwalter nicht die Zahlung des Arbeitnehmeranteils zur Sozialversicherung durch ein Krisenunternehmen anfechten (13 S 230/2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Gießen muss ein Computernutzer Gebühren an die Gebühreneinzugszentrale nur zahlen, wenn er tatsächlich fernsieht oder Radio hört (9 K 305/2009 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Münster darf ein Bericht über eine Qualitätsprüfung eines Pflegeheims vorerst nicht veröffentlicht werden (6 P 202/2009 ER).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München hat ein direkt vor der Eingangstüre eines Geschäfts parkender Kraftfahrzeugeigentümer keinen Anspruch auf  Ersatz des von der sich öffnenden Türe verursachten Schadens (281 C 16247/2009 30. Juli 2009).
Japan Airlines melden Insolvenz an.
Kraft bietet 20 Milliarden Dollar für Cadbury.
Der Abgeordnete Neskovic der Linkspartei ist bei dem zweiten Versuch in das Parlamentarische Kontrollgremium des Bundestags Deutschlands gewählt.

2010-01-18 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands dürfen die Buchstaben CCCP trotz geschützter Marke grundsätzlich an Kleidungsstücken angebracht werden (I ZR 82/2008 14. Januar 2010).

Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands dürfen die Buchstaben DDR trotz geschützter Marke grundsätzlich an Kleidungsstücken angebracht werden (I ZR 92/2008 14. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands verletzen Spielzeugautos mit Markenzeichen (z. B. Opel-Blitz) nicht die Markenrechte des Kraftfahrzeugherstellers (I ZR 88/2008 14. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind die Preisanpassungsklauseln eines Gasversorgers unangemessen (VIII ZR 81/2008 13. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist eine Steuerveranlagung auf Antrag (Lohnsteuerjahresausgleich) auch dann von den Finanzämtern für die Jahre vor 2005 zu bearbeiten, wenn über die Veranlagung bis 28. Dezember 2007 noch nicht bestandskräftig entschieden wurde (VI R 1/2009 12. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm muss Nordrhein-Westfalen aus Amtshaftung rund 700000 Euro wegen überlanger Dauer eines Zivilprozesses (18 Jahre) zahlen (11 U 27/2006 8. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz kann eine Wohnungseigentümergemeinschaft zur Bezahlung der durch den Verbrauch eines insolventen Wohnungseigentümers angefallenen Heizungskosten verpflichtet sein (10 U 1164/2008 9. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Schleswig-Holstein darf ein Arbeitgeber einen ausländischen Arbeitnehmer bei mangelnder Sprachkompetenz zum Besuch eines Sprachkursus auffordern (6 Sa 158/2009 23. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Bayern genügt eine unspezifische Aufforderung des Gerichts zum weiteren Betreiben eines in Gang gesetzten sozialgerichtlichen Verfahrens nicht als Grundlage für die Fiktion der Klagerücknahme (5 R 884/2009 8. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Spaniens erhält Camilo José Cela Conde infolge Nichtigkeit von Umgehungsgeschäften 5,2 Millionen Euro aus dem Erbe des Literaturnobelpreisträgers Camilo José Cela (1916-2002).
Baden-Württemberg schließt mit den israelischen Religionsgemeinschaften einen Staatsvertrag über die Zahlung von 750 Euro jährlich pro Mitglied.
Die eine Halbierung des Mehrwertsteuersatzes für Übernachtungen erreichende FDP hat von einem Hotelunternehmen 1,1 Millionen Euro  Spenden erhalten, die CSU 820000 Euro.

2010-01-17 Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf darf ein Milcherzeugnishersteller gegenüber der Grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH nicht pauschal die Lizenzentgelte kürzen, weil einzelne Verpackungen möglicherweise wegen Diebstahls, Schwund, Ablauf der Mindesthaltbarkeit oder Beschädigung im Handel verbleiben oder wegen nicht vollständiger Restentleerung vom Endverbraucher nicht im dualen System entsorgt werden (30. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichts des Deutschen Fußballbundes ist die Sperre Ranisav Jovanovics von vier Spielen auf drei Spiele verringert.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Frankreichs muss Aujourd’hui en France wegen Veröffentlichung von Bildern Roman Polanskis in Gstaad (Hausarrest) zu 3000 Euro Geldbuße verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts des Irak ist Ali Hassan Al Majid (Chemie-Ali) wegen des Giftgasangriffs  auf Halabdscha zum Tode verurteilt.
Russland ratifiziert das Protokoll Nr. 14 zur Europäischen Menschenrechtskonvention, nachdem zugesichert wurde, dass bei Verfahren gegen Russland ein Vertreter Russlands unter den Richtern sein wird.
Tirol beendet das Experiment der Lawinisierung narkotisierter Schweine unter dem Druck der öffentlichen Meinung.
Berlin ersetzt die Hauptschule und die Realschule durch Gymnasium (Primarschule?) und Sekundarschule.
Dieter Bartsch tritt als Geschäftsführer der Linken nicht zur Wiederwahl an.
Der wahrscheinlich zu Beginn des 17. Jahrhunderts in den Minen des Großmoguls Jahangir entdeckte, über König Philipp IV. von Spanien, die Infantin Margarita Teresa, Kaiser Leopold I., 1717 durch Heirat an das Haus Wittelsbach gekommene, 1931 zur Versteigerung gegebene, 2008 an Laurence Graff gekommene nach dem Hope-Diamanten zweitgrößte blaue Diamant der Welt ist von 35,5 Karat auf 31 Karat umgeschliffen worden (Wittelsbach-Graff).
Die Zahl der durch ein Erdbeben auf Haiti Getöteten steigt auf vielleicht mehr als 140000.

2010-01-16 Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz hat ein Reisender, der das ständige Zubodenfallen von Kokosnüssen nicht am Urlaubsort rügt, keinen Anspruch auf Schadensersatz (5 U 766/2009).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Hannover darf ein Reisender ein Ersatzquartier ablehnen, wenn es entgegen der Vereinbarung nicht über getrennte Schlafzimmer für Eltern und Kinder verfügt (514 C 17158/2007).
Im Oberlandesgerichtsbezirk Köln können Verfahren auf Wunsch auch in englischer Sprache durchgeführt werden.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Österreichs darf ein Lokal in Neustift (Disco Rumpl) vorläufig weiter bis sechs Uhr morgens geöffnet werden:
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Innsbruck müssen Gemeinden ihre wichtigsten Straßen ganztägig auf voraussichtliche Vereisung prüfen, um Verkehrsunfälle möglichst zu verhindern, oder andernfalls den dadurch entstehenden Schaden ersetzen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Georgiens sind drei Anführer der Meuterei eines Panzerbataillons zu Haft zwischen 19 und 29 Jahren, 15 weitere Soldaten zu Haft zwischen drei und 15 Jahren verurteilt.
Das Sicherheitsunternehmen Xe (alias Blackwater) der Vereinigten Staaten von Amerika einigt sich mit den Hinterbliebenen von Opfern einer Schießerei auf Zahlung von 100000 Dollar pro Toten und 20000 bis 50000 Dollar pro Verletzten.
Im Vatikan kam es bei 490 Staatsbürgern 2009 zu 474 Zivilprozessen und 446 Strafverfahren, an denen aber hauptsächlich Staatsbürger anderer Staaten beteiligt waren (rund 18 Millionen Pilger und Touristen).
Nach langen Verhandlungen erhält Bremerhaven von Niedersachen 15 Quadratkilometer auf der Luneplate als Ausgleichsfläche für die Erweiterung eines Containerterminals (183 Jahre nach der Übertragung von 900 Hektar Land von Hannover an Bremen).
Martinique und Guayana lehnen mehrheitlich eine Erweiterung ihrer Autonomie gegenüber Frankreich ab.

2010-01-15 Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Bayern verliert ein Gemeinderat aus Thurmansbang im Bayerischen Wald sein Mandat, weil er am Wochenende bei seiner Frau und seinem Wohn in einer anderen Gemeinde ist (79-VI-2009 11. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf begründet ein laufendes Ermittlungsverfahren kein umfassendes Aussageverweigerungsrecht (z. B. eines früheren Abteilungsleiters im Umweltministerium Nordrhein-Westfalens) vor einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss (III-4 OGs 1/2009 15. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln ist eine einer Vereinbarung widersprechende gemeinsame Unterbringung von Eltern und Kindern ein Reisemangel in Höhe von einem Viertel des Reisepreises (23 O 435/2008).
Nach einer Entscheidung der Datenschutzbehörde Baden-Württemberg muss die Drogeriemarktkette Müller wegen rechtswidrigen Umgangs mit Gesundheitsdaten ihrer Mitarbeiter 137500 Euro zahlen.
Die Zahl der gesetzlichen Krankenkassen Deutschlands ist 2009 von 201 (1970 1815) auf 169 zurückgegangen.
Der Bund Deutschlands hat 2009 statt erwarteter 49,1 Milliarden Schulden nur rund 36 Milliarden neue Schulden gemacht.
Die Frankfurter Sparkasse entschädigt etwa 4600 Inhaber von Zertifikaten von Lehmann Brothers mit rund 40 Millionen Euro.
Im Jahr 2009 wurden im Euroraum von etwa 13 Milliarden Banknoten etwa eine Million gefälscht.
Willi Daume († 1996) war Mitglied der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (Nr. 6098980) und Mitarbeiter des Sicherheitsdiensts der Schutzstaffel (SS).
Nach einem Gutachten des Klagenfurter Phonetikers Franz Dotterweich hat Herwig von Staa eindeutig Schwein gesagt, doch ist fraglich, ob er damit Joschka Fischer gemeint hat.
Im Landkreis Uecker Randow können sich Vertriebene, die im Zweiten Weltkrieg ihre Geburtsurkunde eingebüßt haben, mit ihrem Geburtsort wieder registrieren lassen.
Der Wert des Euro steigt auf 1,45 Dollar.
Der Ölpreis steigt auf 83 Dollar pro Fass (Anfang 2009 rund 40 Dollar).

Langes Fernsehen verkürzt das Leben.

2010-01-14 Nach einer Entscheidung des Gerichtshofs der europäischen Union kann die Bundesrepublik Deutschland der Aufnahme der Ems zwischen Papenburg und Nordsee in die Habitat-Richtlinie nur naturschutzfachliche, nicht auch wirtschaftliche Gründe (z. B. Arbeitsplätze einer Werft in Papenburg) entgegenhalten (C-226/2008 14. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union ist das durchgehende Verbot der Koppelung eines Gewinnspiels mit dem Erwerb einer Ware in Deutschland ohne Berücksichtigung besonderer Einzelumstände europarechtswidrig (C-304/2008 14. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands muss Vattenfall Europe eine angeordnete nachträgliche Mehrerlössaldierung durchführen (1 BvR 2738/2008 21. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist die beschränkte Abziehbarkeit von Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung, von sonstigen Vorsorgeaufwendungen und des Grundfreibetrags 2005 verfassungsgemäß (X R 34/2007 18. November 2009 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts  Schleswig-Holstein kann eine Bedrohung und Beleidigung von Arbeitskollegen jedenfalls nach einer Abmahnung eine fristlose Kündigung rechtfertigen (3 Sa 224/2009 21. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts  Düsseldorf war die Notübernahme der Düsseldorfer Hypothekenbank AG (Wolfgang Schupplis) durch den Einlagensicherungsfonds der deutschen Privatbanken gegen vier Euro rechtmäßig (13. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin muss die Linke wegen eines fehlerhaften Rechenschaftsberichts für das Jahr 2006 rund 300000 Euro Strafe zahlen(2 K 118/2009 14. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Spaniens sind fünf nordafrikanische Islamisten wegen Unterstützung Al Qaidas zu Haft zwischen fünf und neun Jahren verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Iraks sind elf Iraker wegen Beteiligung an Anschlägen auf die Ministerien für Äußeres und Finanzen am 19. August 2009 zum Tode durch Erhängen verurteilt.
Die Mongolei setzt die Todesstrafe aus.
Durch Versteigerung eines gepfändeten Ohrrings Diego Maradonas in Bozen um 25000 Euro verringert sich Diego Maradonas Steuerschuld in Italien auf 36,875 Millionen Euro.

2010-01-13 Nach einer Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union ist das Höchstalter von 30 Jahren für die Einstellung bestimmter Feuerwehrleute (mittlerer feuerwehrtechnischer Dienst) in Deutschland wegen des damit verbundenen rechtmäßigen Zieles keine verbotene Diskriminierung wegen des Alters (C-229/2008 12. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist die Altersgrenze von 68 Jahren für Vertragszahnärzte im Gegensatz zu Zahnärzten ohne Kassenzulassung in Deutschland möglicherweise wegen Altersdiskriminierung gemeinschaftsrechtswidrig (C-341/2008 12. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ist die Befugnis der Polizisten Großbritanniens, in bestimmten Gebieten jedermann ohne besondere Verdachtsmomente anzuhalten und zu durchsuchen eine Verletzung der Freiheitsrechte.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann gegen einen gefährlichen Sittlichkeitsstraftäter keine nachträgliche Sicherungsverwahrung verhängt werden, wenn keine neuen Tatsachen vorliegen (1 StR 372/2009 13. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind die Preisanpassungsbedingungen der Stadtwerke Essen unangemessen (VIII ZR 81/2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der Freispruch für einen die eingestürzte Eissporthalle in Bad Reichenhall prüfenden Statiker durch das Landgericht Traunstein wegen rechtsfehlerhafter Bewertung aufgehoben (1 StR 272/2009 12. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands muss ein Unternehmer bei Verlegung seines bisher im Inland ansässigen Betriebs ins Ausland und dortiger Fortführung die im Betriebsvermögen angesammelten stillen Reserven nicht wie bei einer Betriebsaufgabe sofort aufdecken und versteuern (I R 99/2008 28. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist die Hinzurechnungsbesteuerung nach den §§ 7ff. AStG wegen Verletzung der Niederlassungsfreiheit gemeinschaftsrechtswidrig (I R 114/2008 21. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands können Aufwendungen für gemischt dienstlich und privat veranlasste Reisen künftig teilweise als Betriebsausgaben oder Werbungskosten von der Steuer abgesetzt werden (GrS 1/2006 21. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz ist ein Chevrolet-Van von General Motors kein  Büromobil, sondern ein nach Hubraum zu versteuerndes Kraftfahrzeug (4 K 1195/2009 27. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Osnabrück schließt ein Abfindungsvergleich über Schadensersatzansprüche eines Kindes wegen Fehlers eines Arztes bei der Geburt eine Pflicht des Arztes zum Ersatz der Kosten einer Eingliederungsmaßnahme durch die Bundesagentur für Arbeit nicht aus, wenn absehbare Ersatzansprüche des Kindes gegen den Arzt bereits bei Geburt auf die Bundesagentur für Arbeit übergegangen sind (2 O 1097/2009 13. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts  Hannover darf Olav Troim wegen möglichen Interessenkonflikts nicht als Aufsichtsratsmitglied TUIs in das Handelsregister eingetragen werden.
Der Bundesverband Computerhersteller einigt sich mit der Zentralstelle für private Überspielrechte auf eine Urheberrechtsabgabe von 13,65 Euro pro PC mit Brenner und von 12,15 Euro pro PC ohne Brenner ab 1. Januar 2002 (bis 31. Dezember 2010).­

2010-01-12 Nach einer Entscheidung des europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte verletzt die Verfassung Bosniens das Verbot der Benachteiligung und das Recht auf freie Wahlen.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein Wirtschaftsprüfer(z. B. einer ein Hotel betreibenden Kommanditgesellschaft) das geprüfte Unternehmen nicht auf eigene Fehler (z. B. das Übersehen eines Schwarzgeldkontos des Geschäftsführers) von sich aus hinweisen und kann bei einer Schadensersatzverpflichtung bei Pflichtverletzung die Mitverursachung durch den Geschäftsführer geltend machen (VII ZR 42/2008 10. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands unterliegen Leistungen in Zusammenhang mit einer so genannten Mailing-Aktion insgesamt dem Regelsteuersatz (XI R 52/2006 15. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz muss ein Richterablehungsantrag wegen des Verhaltens in einem Erörterungstermin biszum Ende des Termins vorgetragen werden (1 SF 21/2009 1 SF 21/2009 5. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main darf usedSoft vorerst nicht mehr mit gebrauchten Adobe-Lizenzen handeln (25. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München müssen die Verkehrsbetriebe Münchens den Schaden eines kurz nach dem Einstieg durch Vollbremsung des Staßenbahnführers zu Fall gekommenen Fahrgasts ersetzen (343 C 27136/2008 3. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Schwerin ist Boxweltmeister Jürgen Brähmer wegen Körperverletzung und Beleidigung zu 16 Monaten Haft verurteilt.
Nach Entscheidungen meherer Amtsgerichte Norddeutschlands waren die Gaspreiserhöhungen E.ON Hanses in den Jahren 2004 und 2005 vielfach rechtswidrig.
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Innsbruck ist Robert Hochstaffl vom Vorwurf der Abgabenhinterziehung und Steuerhinterziehung freigesprochen, weil die Ansicht der Steuerverwaltung Österreichs unrichtig ist, dass Hochstaffl seine deutsche Geschäftstätigkeit in Österreich hätte versteuern müssen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Italiensist der Vater der Komapatientin Eluana Englaro nicht des Totschlags durch Abbruch lebenserhaltender Maßnahmen strafbar, weil sein Verhalten durch den mutmaßlichen Willen der Verstorbenen gerechtfertigt war.
Rashid Ramzi ist wegen Dopings für zwei Jahre gesperrt.
Unter http://www.justiz-auktion.de können gepfändete Gegenstände im Internet versteigert werden.

2010-01-11 Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bamberg ist das Telefonieren eines Fahrlehrers während einer Ausbildungsfahrt mit dem Handy eine Ordnungswidrigkeit.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln muss der Internetanschlussinhaber für über seinen Anschluss begangene Urheberrechtsverletzungen (etwa des Ehemanns oder der Kinder) grundsätzlich einstehen (6 U 101/2009 23. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Halle ist ein Arbeitsloser wegen Böllerwerfens auf einem Schulhof zu 32 Monaten Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg ist es einem Konzertveranstalter verboten, Kunden mit günstigen Preisen anzulocken und dann Vorverkaufsgebühren und Systemgebühren auf Grund kleingedruckter Vertragsbedingungen zu verlangen (315 O 551/2009 21. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Münster begründen schwerste Schädelverletzungen eines neunjährigen Mädchens ein Schmerzensgeld von 500000 Euro und sind alternative, keinen Behandlungserfolg erwarten lassende Heilbehandlungsmethoden kein ersatzfähiger Schaden (16 O 532/2007 17. April 2009).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München darf der Mieter im Rahmen der Belegeinsicht zur Betriebskostenabrechnung des Vermieters die Belege abfotografieren (412 C 34593/2008 21. September 2009).
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft Köln beruht das Busunglück von Radevormwald im September 2009 allein auf Verschulden des tödlich verunglückten Fahrzeuglenkers.
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts der Schweiz ist die Verfügung der Finanzmarktaufsicht vom Februar 2009 an die UBS auf Herausgabe von Daten von Kunden an die Finanzbehörden der Vereinigten Staaten von Amerika rechtswidrig:
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Burmas sind zwei frühere Angehörige von Regierung und Militär wegen Weitergabe geheimer Informationen zum Tode verurteilt und ein weiterer Regierungsvertreter zu 15 Jahren Haft.
Die Richter am Bundesgerichtshof Dr. Schlichting und Asendorf sind zum 31. 12. 2009 in den Ruhestand getreten.
† Brüner, Franz Hermann (OLAF) 10./11. Januar 2010.

2010-01-10 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands begegnet es keinen Bedenken, an die Zuverlässigkeit von Flugzeugführern strenge Anforderungen zu stellen und schon bei begründeten Zweifeln zu Lasten des Überprüften zu entscheiden (1 BvR 1726/2009 4. August 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann eine Verfügung eines Alleingesellschafter-Geschäftsführers einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung über das Vermögen der Gesellschaft nur dann eine Schadensersatzpflicht nach § 43 II GmbHG auslösen, wenn der Geschäftsführer damit gegen ein Verbot verstößt, das durch eine Weisung der Gesellschafterversammlung nicht außer Kraft gesetzt werden kann (II ZR 222/2008 26. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Geschäftsgebühr, die der Rechtsanwalt für seine Tätigkeit im Nachprüfungsverfahren vor der Vergabekammer erhält, auf die Verfahrensgebühr des Beschwerdeverfahrens anzurechnen (X ZB 1/2009 29. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands haftet ein Gesellschafter einer offenen Handelsgesellschaft nicht persönlich für die Kosten des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Gesellschaft und die von dem Verwalter in diesem Verfahren begründeten Masseverbindlichkeiten (IX ZR 234/2007 24. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine allgemeine Ausbildungsvertragsklausel rechtswidrig, die dem Arbeitnehmer ohne Ausnahme für jeden Fall der vorzeitigen Beendigung des Arbeitsverhältnisses eine Ausbildungskostenerstattungspflicht auferlegt (III ZR 207/2008 17. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands liegt vollendeter Betrug beim Tanken eines zahlungsunwilligen Kunden an einer Selbstbedienungstankstelle nur bei Wahrnehmung des Tankvorgangs durch das Kassenpersonal vor, andernfalls nur versuchter Betrug (4 StR 254/2009 28. Juli 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands ist ein Geldinstitut nicht verpflichtet, die für einen Zeitraum nach dem Tod des Rentenempfängers auf dessen Sparkonto überwiesene Rente zurück zu überweisen, soweit über den Rentenzahlbetrag durch Vorlage des Sparbuchs vor dem Rücküberweisungsverlangen verfügt wurde (13 R 87/2008 5. Februar 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands führt ein Veräußerungsgewinn aus einer Kapitalbeteiligung an einem Unternehmen nicht allein deshalb zur Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit, weil die Kapitalbeteiligung von einem Arbeitnehmer gehalten und nur Arbeitnehmern angeboten worden war (VI R 69/2006 17. Juni 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln dürfen die Information, dass eine bestimmte Person ein früherer eigener Kunde eines Stromversorgers war, und die Information, zu welchem anderen Anbieter er gewechselt hat, nicht gemeinsam für ein Werbeschreiben verwendet werden (6 U 70/2009 14. August 2009)..
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg ist, auch wenn der Beschwerdeführer die Beschwerde nur zur Fristwahrung erhebt und vor Ablauf der Beschwerdebegründungsfrist zurücknimmt, dem Beschwerdegegner eine zur Kostenfestsetzung angemeldete halbe Verfahrensgebühr eines zu diesem Zeitpunkt bereits in der Beschwerdeinstanz beauftragten Rechtsanwalts grundsätzlich zu erstatten (2 OA 302/2009 11. September 2009).

2010-01-09 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der Zuschlag auch nach einer rechtsfehlerhaften Fortsetzung des Verfahrens durch das Vollstreckungsgericht von Amts wegen erteilt werden, wenn der betreibende Gläubiger bei der Anhörung über den Zuschlag (§ 74 ZVG) das Verfahren genehmigt (V ZB 118/2009 19. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist das von einem Schuldner in einer notariellen Grundschuldbestellungsurkunde abgegebene abstrakte Schuldversprechen mit Vollstreckungsunterwerfung nicht deshalb nach § 812 II BGB herausverlangbar, weil der durch die Grundschuld gesicherte Anspruch des Gläubigers verjährt ist, und ist § 216 II 1 BGB auf ein solches Schuldversprechen analog anwendbar (XI ZR 36/2009 17. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf im Berufungsverfahren bei Unzulässigkeit der Berufung wegen Versäumung der Berufungsbegründungsfrist ein Anerkenntnisurteil jedenfalls dann nicht ergehen, wenn das Anerkenntnis nach Versäumung der Berufungsbegründungsfrist erklärt wurde (XI ZB 15/2009 10. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands tritt der zivilrechtliche Entschädigungsanspruch nach § 906 II 2 BGB wegen Lärmbelästigung auch dann hinter die im Planfeststellungsverfahren gegebenen Rechtsbehelfe zurück, wenn der Vorhabenträger die den Nachbarn schützenden Planvorgaben nicht einhält (V ZR 17/2009 30. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands bedürfen bei der Prüfung der Rechtswegzuständigkeit nach § 171 GVG die zuständigkeitsbegründenden Tatsachen dann keines Beweises, wenn sie gleichzeitig notwendige Tatbestandsmerkmale des Anspruchs selbst sind, wohingegen der Kläger andernfalls die für die Begründung der Rechtswegzuständigkeit maßgeblichen, vom Beklagten bestrittenen Tatsachen beweisen muss (VIII ZB 42/2008 27. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine das Recht auf Auskunft über Namen und Anschriften der Mitgesellschafter ausschließende Regelung eines Gesellschaftsvertrags einer Gesellschaft des bürgerlichen Rechtes mangels eines schützenswerten Interesses unwirksam (II ZR 264/2008 21. September 2009).
*Bachmeier, Werner, Verkehrszivilsachen, 2. A. 2010
*Seidl, Helmut, Familienrecht, 7. A. 2010
*Hopt, Klaus/Merkt, Hanno, Bilanzrecht, 2010
*Handbuch des Pharmarechts, hg. v. Dieners/Reese, 2010
*Henssler, M./Prütting, H., Bundesrechtsanwaltsordnung, 3. A. 2010
*Lieber, Helmut/Zimmermann, Axel, Die einstweilige Verfügung im gewerblichen Rechtsschutz, 2010
*Korintenberg u. a., Kostenordnung, 18. A. 2020
*Marberth-Kubicki, Annette, Computer- und Internetstrafrecht, 2. A. 2010
*Ruffert, Matthias/Walter, Christian, Institutionalisiertes Völkerrecht, 2009
*Wörterbuch der Polizei, hg. v. Möllers, M., 2. A. 2010
Vahlens großes Personallexikon, hg.v. Scholz, Christian, 2009

2010-01-08 Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands leistet ein Beschäftigter Schichtarbeit im Sinne von § 7 II TVöD-AT, wenn er nach einem Schichtplan drei Wochen lang jeweils von Montag bis Freitag von 7.30 Uhr bis 16.00 Uhr und anschließend eine Woche von Montag bis Freitag von 11.30 Uhr bis 20.00 Uhr sowie am Samstag und Sonntag von 7.00 Uhr bis 11.30 Uhr arbeitet (10 AZR 70/2009 21. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin kommt nach Beendigung einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft ein Ausgleichsanspruch (z. B. wegen eines Wohnhauses) nach den Grundsätzen über den Wegfall der Geschäftsgrundlage nach § 313 BGB in Betracht (8 U 196/2007 8. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München sind Beschlüsse einer Wohnungseigentümergemeinschaft, die auf Grund einer in der Gemeinschaftsordnung enthaltenen Öffnungsklausel eine Vereinbarung der Wohnungseigentümer abändern, im Grundbuch weder eintragungsbedürftig noch eintragungsfähig, weil sich ein Erwerber durch Einsicht in die Beschlusssammlung ausreichend schützen kann (34 Wx 100/2009 13. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg löst die Beratung des Angeklagten bezüglich eines in der Anklageschrift beantragten Verfalls die Gebühr nach Nr. 41412 RVG aus, wobei die für die Wertfestsetzung maßgebende Höhe des Verfalls sich nach den zum Zeitpunkt der Beratung gegebenen Anhaltspunkten richtet (1 Ws 643/2009 3. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart können Kostengrundentscheidungen ohne gleichzeitiges Rechtsmittel gegen die Hauptsache mit der regulären Beschwerde gemäß den §§ 58ff. FamFG angegriffen werden, wenn die Beschwerdesumme von 600 Euro (§ 61 I FamFG) überschritten wird (18 UF 243/2009 3. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Itzehoe muss die Accessio Wertpapierhandelshaus AG einer Kundin wegen Falschberatung bei der Geldanlage den Kaupreis der Wertpapiere und die Verfahrenskosten ersetzen.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Lüneburg kann ein Gericht keine Dokumentenpauschale für die Übersendung einer noch nicht veröffentlichten Entscheidung zwecks (gemeinnütziger) Auswertung in einem wissenschaftlichen Kommentar erheben (9 T 99/2009 21. Oktober 2009).
Nach einer Mitteilung des Bundesfinanzamts Deutschlands gibt es derzeit keinen Staat und kein Gebiet, das die Voraussetzungen einer Steueroase im Sinne des Steuerhinterziehungsbekämpfungsgesetzes und der Steuerhinterziehungsbekämpfungsverordnung erfüllt.

2010-01-07 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der Freispruch eines Polizisten vom Vorwurf der Körperverletzung mit Todesfolge Oury Jallows durch das Landgericht Dessau-Roßlau aufgehoben (4 StR 413/2009 7. Januar 2010).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann die Strafe wegen versuchten Mordes, Geiselnahme und Vergewaltigung nicht deswegen gemildert werden, weil das Opfer nur wegen besonders glücklicher Umstände die Tat überlebt (5 StR 441/2009 8. Dezember 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz muss die Verfüllung von Tagebaugruben auch bei bestandskräftiger behördlicher Zulassung nach dem jeweils geltenden Umwelt- und Bodenschutzrecht erfolgen (1 A 11222/2009 12. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Trier rechtfertigt der jahrelange Betrieb einer umfangreichen Pferdezucht ohne Nebentätigkeitsgenehmigung mit Anhäufung von Steuerschulden die Entfernung eines Beamten aus dem öffentlichen Dienst (3 K 361/2009 10. November 2009).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Chinas ist Dhondup Wangchen wegen Spaltung des Vaterlandes (durch einen Film) zu sechs Jahren Haft verurteilt.
Deutschland einigt sich mit dem Hersteller des Impfstoffs gegen die Schweinegrippe auf teilweise Rücknahme überflüssig gewordener Einheiten.
Die Europäische Kommission vergibt Aufträge für den Bau von 14 Satelliten für das Satellitennavigationssystem Galileo im Wert von 566 Millionen Euro an die OHB System AG in Bremen.
Nörr Stiefenhofer Lutz wechseln von einer Partnerschaft zu einer Noerr Limited Liability Partnership.
Thomas Bellay, Fabian Hoffmann und Dr. Christoph Karczewski sind neue Richter am Bundesgerichtshof.

2010-01-06 Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg kann Christine Lüders wegen Verletzung des Gebotes der Bestenauslese auf unbestimmte Zeit ihr Amt als Antidiskriminierungsbeauftragte des Bundes nicht antreten (6 S 47/2009).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hildesheim hat ein Anspruchsteller seinen Anspruch auf ein Drittel eines Lottogewinns von 1,7 Millionen Euro im Sommer 2008 nicht nachgewiesen.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz ist eine Klage eines Winzers gegen die Weinwerbeabgabe des deutschen Weinfonds (67 Cent je 100 Quadratmeter Anbaufläche) abgewiesen 5 K 639/2009).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Frankreichs ist die lebenslange Sperre Flavio Briatores wegen Anstiftung zu einem absichtlichen Unfall bei einem Autorennen aufgehoben.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Burmas ist die Journalistin Hla Hla Win nach dem Besuch eines Klosters in Pakokku zu 20 Jahren Haft verurteilt, ihr Begleiter zu 26 Jahren Haft.
Nach einer Entscheidung des Bundeskartellamts Deutschlands dürfen die Cabrio Dachsysteme Edschas durch Webasto übernommen werden.
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzministers Deutschlands ist die Erhöhung der Vorstandshöchstgehälter der Commerzbank von 500000 Euro auf 750000 Euro abgelehnt.
Fiat gewann unter den größeren Kraftfahrzeugherstellern durch die Abwrackprämie Deutschlands 2009 am meisten.
Bisher wurden in Deutschland 20000 Unternehmensgesellschaften (haftungsbeschränkt) gegründet.
Rund 30 Millionen Bankkarten Gemaltos können das neue Jahr 2010 bisher nicht verstehen.
China überholt Deutschland als Exporteur.
In den Vereinigten Staaten von Amerika wurden 2009 rund 21 Prozent Kraftfahrzeuge weniger verkauft als im Vorjahr.
Island will möglicherweise 3,7 Milliarden Euro Schulden an Großbritannien und die Niederlande doch nicht zurückzahlen.
Der deutsche Aktienindex erreicht 6034 Punkte.

2010-01-05 Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands kann bei Nichtigkeit eines städtebaulichen Vertrags der Vertragspartner die von ihm übernommenen Folgekosten grundsätzlich von der Gemeinde zurückverlangen (4 C 15/2007 29. Januar 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf kann eine ausländische Zweigniederlassung eines inländischen Unternehmens nicht in das Handelsregister in Deutschland eingetragen werden (1-3 Wx 142/2009 26. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist für den Börsenwert als Untergrenze einer Abfindung in einem squeeze-out-Verfahren auf den nach Umsätzen gewichteten durchschnittlichen Börsenkurs der drei Monate vor Bekanntgabe der Maßnahme abzustellen (I-26 W 13/2006 [AktE] 9. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf müssen von einem Auftraggeber für die Bewertung in einem Vergabeverfahren aufgestellte Unterkriterien von Wertungskriterien nicht ein bis ins Detail gestaffeltes Wertungssystem enthalten (VIII-Verg 10/2009 30. Juli 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf umfasst der Schadensersatzanspruch des Werkvertragsgebers gegen den Unternehmer nach unterlassener Mangelbeseitigung die Umsatzsteuer auch dann, wenn der Mangel nicht beseitigt wird (I-21 U 101/2008 25. Juni 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart kann eine Freigabe einer Eintragung ein Anfechtungskläger nur verhindern, wenn er rechtzeitig nachweist, dass er seit Bekanntmachung der Einberufung der Hauptversammlung einen anteiligen Betrag von mindestens 1000 Euro hält (20 AR [Freig.] 1/2009 19. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart muss eine Bordellbetreiberin nicht von der Gesamtfläche eines Bordells (mit Cafeteria und Kontakthof) Vergnügungssteuer (z. B. 53000 Euro an Leinfelden-Echterdingen) zahlen, sondern nur von der Fläche vermieteter Zimmer (8 K 3904/2009).
Im Jahre 2009 ist in Deutschland die Zahl der rechtsextremen Straftaten zurückgegangen.
Kraft verkauft die Tiefkühlpizzaabteilung an Nestlé.
Raucher haben ein hohes Diabetesrisiko.

2010-01-04 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der Kernbereich richterlicher Tätigkeit der Dienstaufsicht entzogen (RiZ [R] 5/2008].
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I muss ein Servicetankstellenbetreiber den Schaden ersetzen, der bei einem Einfahren eines Kraftfahrzeugs in eine Waschanlage durch eine Kassiererin (ohne Fahrpraxis) infolge Verwechslung des Gaspedals mit dem Bremspedal entsteht.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von Amerika ist eine Anklage gegen fünf Wachleute des Sicherheitsunternehmens Blackwater in Bagdad wegen missbräuchlicher Verwendung von Beweismitteln durch die Staatsanwaltschaft zurückgewiesen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Perus ist die Verurteilung Alberto Fujimoris zu 25 Jahren Haft rechtmäßig.
Das Parlament Islands beschließt die Rückzahlung von 3,8 Milliarden Schulden an Großbritannien und die Niederlande.
Die Vereinigten Staaten von Amerika heben ein vor 22 Jahren verhängtes Einreiseverbot für Aidskranke auf.
Die Zahl der Gemeinden Sachsen-Anhalts wird von 1036 auf 368 verringert.
Madeleine Schickedanz verkauft zwecks Schuldentilgung zwei Villen in der Schweiz für 47 Millionen Euro.
In Dubai wird ein 828 Meter hoher Turm als höchstes Gebäude der Welt eröffnet.

 

2010-01-03 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands entsteht, wenn ein befristeter Mietvertrag über bewegliche Sachen so ausgestaltet ist, dass der Vermieter die wesentlichen Gegenleistungspflichten für die monatlich fällig werdenden Mietzinsen bereits zu Beginn des Mietvertrags erbracht hat, der Anspruch auf Zahlung sämtlicher Mietzinsen als betagte Forderung bereits zu Beginn des Mietvertrags und sind die Ansprüche auf künftigen Mietzins in diesem besonderen Fall keine befristeten Forderungen (XII ZR 170/2007 4. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann eine Verfügung eines Alleingesellschafters-Geschäftsführers einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung über das Vermögen der Gesellschaft nur dann eine Schadensersatzpflicht nach § 43 II GmbHG auslösen, wenn der Geschäftsführer damit gegen ein Verbot verstößt, das durch eine Weisung der Gesellschafterversammlung nicht außer Kraft gesetzt werden kann, wobei ein Verzicht durch Vertrag zu Gunsten Dritter nicht möglich ist (II ZR 222/2008 26. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann die Restschuldbefreiung dem Schuldner wegen Nichtzulassung der Mindestvergütung des Treuhänders versagt werden, wenn der Treuhänder in seiner Zahlungsaufforderung nicht auf die Möglichkeit der Versagung der Restschuldbefreiung hingewiesen hat (IX ZB 43/2007 22. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der absolute Revisionsgrund des § 338 Nr. 5 StPO nicht erfüllt, wenn dem Angeklagten das in seiner Abwesenheit in Augenschein genommene Objekt bei seiner Unterrichtung nach § 247 S. 4 StPO gezeigt wird (5 StR 530/2008 11. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands soll der große Senat für Strafsachen entscheiden, ob die fortdauernde Abwesenheit des nach § 247 StPO während einer Zeugenvernehmung entfernten Angeklagten bei der Verhandlung über die Entlassung des Zeugen den absoluten Revisionsgrund des § 338 Nr. 5 StPO erfüllt (5 StR 460/2008 11. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands liegt, wenn das Oberverwaltungsgericht sein Urteil im Sinne des § 138 Nr. 6 VwGO nicht mit Gründen versehen hat, keine offenbare Unrichtigkeit im Sinne des § 118 I VwGO vor, die im Wege der Urteilsberichtigung behoben werden könnte, und ist, wenn das Oberverwaltungsgericht ein Urteil im Wege eines Berichtigungsbeschlusses um bislang fehlende Entscheidungsgründe ergänzt, einer auf § 138 Nr. 6 VwGO gestützten Nichtzulassungsbeschwerde das Urteil in seiner unberichtigten Fassung zu Grunde zu legen (7 B 10/2009 9. November 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands fehlt, wenn § 171 II SGG eine Befassung des Bundessozialgerichts mit einem während des Revisionsverfahrens ergangenen, den ursprünglich angefochtenen Verwaltungsakt ersetzenden oder abändernden Verwaltungsakt ausschließt und für das Revisionsverfahren keine Streitreste mehr verbleiben, für die Fortführung des Revisionsverfahrens das Rechtsschutzbedürfnis (13 R 79/2008 R 5. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle kommt bei einer Honorarvereinbarung mit Abrechnung nach Zeitaufwand eine Sittenwidrigkeit nicht in Betracht, sofern der Stundensatz (z. B. 150 Euro oder auch 500 Euro) als solcher angemessen ist (3 U 115/2009 18. November 2009).

2010-01-02 Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Dresden können die von einem Unterhaltspflichtigen für ein nichteheliches Kind zu zahlenden Kindergartenbeiträge sich als wesentliche Änderung seines Einkommens darstellen, besteht der Anspruch auf nachehelichen Unterhalt wegen Krankheit des Berechtigten bei Beginn der Erkrankung in der Ehe und kann bei einer Ehedauer von 14 Jahren, der Versorgung der gemeinsamen Tochter durch den Unterhaltsberechtigten in dieser Zeit und Fehlen ehebedingter Nachteile der Krankheitsunterhalt begrenzt und befristet werden (24 UF 63/2009 18. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf gilt eine Abmahnung nicht als unverzüglich im Sinne des § 174 BGB zurückgewiesen, wenn die Zurückweisung erst nach zuvor erfolgter Bitte um Fristverlängerung erfolgt und genügt für eine Zurückweisung einer Abmahnung nach § 174 BGB die Erkenntnis des formalen Umstands, dass der Abmahnung das Original einer Vollmacht nicht beilag (20 U 164/2008 15. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Saarbrücken kann der Aufstockungsunterhalt bei langer Ehe (z. B. 20 Jahre) und Fehlen fortwirkender ehebedingter Nachteile befristet werden (z. B. auf fünf Jahre) (6 UF 13/2009 22. Oktober 2009).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Schleswig führt der Umstand, dass ein Rechtsmittel erst am 1. September 2009 oder später eingelegt wurde, nach Art. 111 I 1 FGG-RG nicht dazu, dass für das Rechtsmittelverfahren bereits neues Recht anzuwenden ist.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Bochum kann der auf Regress in Anspruch genommene Versicherungsnehmer den Einwand erheben, dass der Haftpflichtversicherer bei der Schadensregulierung seine Pflichten zur Abwehr unbegründeter Entschädigungsansprüche schuldhaft verletzt hat und deshalb seinerseits zum Schadensersatz verpflichtet ist (75 C 46/2009 3. September 2009).
*Küppersbusch, Gerhard, Ersatzansprüche bei Personenschaden, 10. A. 2010
*Heiss/Trümper, Transportversicherungsrecht, 2. A. 2009
*Mengel, Anja, Compliance und Arbeitsrecht, 2009
*Fitting/Engels/Schmidt/Trebinger/Linsenmaier, Betriebsverfassungsgesetz, 25. A. 2010
*Musielak/Borth, Famileingerichtliches Verfahren, 2009
*Niemöller, Martin/Schlothauer, Reinhold/Welder, Hans-Joachim, Gesetz zur Verständigung in Strafsachen, 2010
*Kindl, Johann/Meller-Hannich, Caroline/Wolf, Hans-Joachim, Gesamtes Recht der Zwangsvollstreckung, 2010
*Lackmann, Rolf, Zwangsvollstreckungsrecht, 9. A. 2010
*Gottwald, Uwe, Zwangsvollstreckung, 6. A. 2010

2010-01-01 Nach einer Entscheidung des Präsidenten des Gerichtshofs der Europäischen Union sind die Niederlande als Streithelfer bezüglich der Klage der Europäischen Kommission gegen das sektorale Fahrverbot in Tirol zugelassen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts  Österreichs ist ein mutmaßlicher Senfgasgrundstoffschmuggler (des Jahres 1988) aus Deutschland in den Iran trotz eines Auslieferungsantrags der Vereinigten Staaten von Amerika aus der Auslieferungshaft entlassen.
Der steuerfreie Grundbetrag für Einkommen in Deutschland steigt zum 1. Januar 2010 von 7834 Euro für Alleinstehende auf 8004 Euro und von 15669 Euro auf 16009 Euro für Ehepaare.
Der Spitzensteuersatz von 42 Prozent beginnt bei 52552 Euro:
Der jährliche Kinderfreibetrag steigt von 6024 Euro auf 7008 Euro.
Das monatliche Kindergeld beträgt für das erste und das zweite Kind 184 Euro, für das dritte Kind 190 und für jedes weitere Kind auf 215 Euro.
Der Höchstbetrag für abziehbare Unterhaltsleistungen an gesetzlich Unterhaltsberechtigte und ihnen gleichgestellte Menschen steigt auf 8004 Euro.
Beiträge für eine Kranken- und Pflegeversicherung sowie sonstige Vorsorgeaufwendungen können bis zu 2800 Euro von der Steuer abgesetzt werden.
Für Übernachtungen im Hotelgewerbe gilt der Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent.
Die Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung und der Arbeitslosenversicherung steigt auf 66000 Euro im Jahr im Westen und 55800 Euro im Osten, die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung und in der Pflegeversicherung auf 3750 Euro.
Ab 1. Februar 2010 sind gendiagnostische Untersuchungen am Arbeitsplatz grundsätzlich verboten.
Wer drei Jahre lang mehr als 49950 Euro im Jahr verdient hat, kann von der gesetzlichen Krankenversicherung in die private Krankenversicherung wechseln.
Der Verlauf einer Anlageberatung muss künftig dokumentiert werden.
Ein Erbe kann künftig entweder das Erbe annehmen und einen Zusatzpflichtteil verlangen oder das Erbe ausschlagen und den Pflichtteil verlangen.
Spanien übernimmt von Schweden den Ratsvorsitz in der europäischen Union.
Kabelnetzbetreiber Tele Columbus wird für 2,5 Millionen Euro verkauft.