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em. o. Univ.-Prof. Dr. Gerhard Köbler |
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Universität Innsbruck |
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Tel. +43/512/507/8050 Fax +43/512/507/2826‚ 2840 |
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Gerhard.Koebler@uibk.ac.at |
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OLAF ist gegen Kollusion, Erpressung, Betrug, Raub, Treubruch eins: Spitze!
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Im Milleniumsspiel lautet die Millionenfrage … … … ..
……..?
und die Tausendeurofrage Warum gibt es
nicht mehr solche Professoren?
2008-12-31 Nach einer Entscheidung des Europäischen
Gerichtshofs darf eine mitgliedstaatliche Regelung ungewöhnlich niedrige
Angebote aus einem Vergabeverfahren nur unter besonderen Umständen ausschließen
(C-147/2006 15. Mai 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands werden die
Art. 14 I, 20 III GG nicht dadurch verletzt, dass der Bundesgerichtshof
Deutschlands für den Eintritt der Verjährungshemmung etwa im Fall von § 204 I
Nrn. 1, 4 und 11 BGB die Vornahme einer formell ordnungsgemäßen Rechtshandlung
(z. B. Einreichen eines Güteantrags) verlangt (1 BvR 1217/2008 22. Oktober
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist der
Ausschluss des Meistbegünstigungsprinzips des § 4 III OWiG durch § 8 III
Fahrpersonalgesetz nicht verfassungswidrig (2 BvR 1817/2008 18. September
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein
Besetzungsmangel eines Gerichts nicht mit Hilfe eines Ablehnungsgesuchs gerügt
werden und ist für die ordnungsgemäße Besetzung eines Berufungsgerichts der
Zeitpunkt der den Rechtsmittelführer beschwerenden Sachentscheidung maßgeblich
(IX ZB 231/2007 13. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann bei einem
Gesamtausgebot in der Grundstücksversteigerung von einem Einzelausgebot nur
abgesehen werden, wenn die in § 63 IV 1 ZVG genannten Beteiligten hierauf
verzichten (V ZB 41/2008 30. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Nürnberg-Fürth hat ein vier Jahre nach
Beendigung einer zweijährigen Behandlung abrechnender und seine Forderungen
drei Jahre später gerichtlich geltend machender Arzt (z. B. Zahnarzt) seine
Ansprüche verwirkt (13 O 1808/2006 25. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Hamburg begründet ein bloß unbekannter
Aufenthalt des organschaftlichen Vertreters (z. B. des Geschäftsführers einer
Gesellschaft mit beschränkter Haftung) nicht eine Führungslosigkeit im Sinne
des § 15 I 2 InsO (67c IN 478/2008 27. November 2008).
Nach einer Entscheidung der Verbraucherschutzorganisation der Vereinigten
Staaten von Amerika muss Sony BMG für die bewusste rechtswidrige Sammlung,
Speicherung und Verbreitung minderjähriger Internetnutzer unter zwölf Jahren
eine Million Euro zahlen.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands entfällt die
Insolvenzantragspflicht des Schuldners nicht schon, wenn ein Gläubiger
Involvenzantrag gestellt hat, und ist ein Liquidator nicht nach § 84 I Nr. 2
GmbHG strafbar, wenn er nach Ablehnung der Eröffnung des Insolvenzverfahrens
mangels Masse die Stellung eines Insolvenzantrags unterlässt, obwohl der in
Liquidation befindlichen Gesellschaft inzwischen neue Vermögenswerte zugefallen
sind, die allerdings zur Beseitigung der Insolvenzlage nicht ausreichen (5 StR
166/2008 28. Oktober 2008).
2008-12-30
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs müssen
Luftfahrtunternehmen (z. B. Alitalia) bei einer Annullierung eines Fluges wegen
technischer Probleme grundsätzlich Schadensersatz leisten (C-549/2007 22.
November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist
Dummschwätzer nur dann eine Beleidigung, wenn das Wort (z. B. von einem in
seiner Schulbildung angegriffenen Kommunalpolitiker in einem Stadtrat) nicht
zwecks Auseinandersetzung in der Sache, sondern zwecks Diffamierung gebraucht
wird (1 BvR 1318/2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein
Steuerberater nur dann einen Einspruch gegen einen Steuerbescheid wegen
möglicher Verfassungswidrigkeit vorschlagen, wenn es einen starken Hinweis auf
dessen Verfassungswidrigkeit gibt (IX ZR 140/2007 6. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein Urteil
nicht rechtmäßig ergangen, wenn der Berichterstatter mit den Laienrichtern über
einen letzten Schriftsatz des Klägers telefoniert und die Richter dann getrennt
voneinander abstimmen (LwZR 4/2008 28. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands fließt der geldwerte
Vorteil aus einem Aktienoptionsprogramm bei der Umwandlung zu, auch wenn der
Begünstigte die Anteile noch nicht verkaufen darf (VI R 67/2005).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Celle ist für das Vermögen des
Autozulieferers Stankiewicz ein Insolvenzverfahren eröffnet.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Stralsund ist über das Vermögen der
Heringsdorfer Korb GmbH ein Insolvenzverfahren eröffnet.
In Xanten werden auf Grund von Luftbildern vier Pfeilerfundamente eines
Aquädukts der Colonia Ulpia Traiana entdeckt.
Das Deutsche Jugendherbergswerk wird 2009 100 Jahre alt.
Herman van Rompuy wird Ministerpräsident Belgiens.
Saudi-Arabien, die vereinigten arabischen Emirate, Kuweit, Qatar, Oman und
Bahrein vereinbaren Chalidschi (Al Chalid = Golf) als gemeinsame
Währungseinheit.
Im Jahr 2008 sind die Preise in Deutschland um 2,6 Prozent gestiegen.
Vor 50 Jahren stürzte Fidel Castro in Kuba Fulgencio Batista.
2008-12-29
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München begründet das Auftreten von
Chikungunyafieber in Mauritius nicht den Rücktritt von einer Reise (222 C
20175/2006).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Rostock begründet ein unzutreffendes
Katalogfoto eines Schiffskabinenausblicks eine Reisepreisminderung um fünf
Prozent (41 C 190/2008).
Nach einer Entscheidung des obersten Gerichtshofs Serbiens sind die Haftstrafen
zwischen acht und 40 Jahren Haft der Mörder Zoran Djindjics im Wesentlichen
bestätigt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika muss ein fahrlässig ein Unfallopfer bergender Unfallhelfer Ersatz des
dadurch verursachten Schadens (z. B. Querschnittslähmung) zahlen.
Der Bundespräsident Deutschlands unterzeichnet das Gesetz zur Reform der
Erbschaftsteuer und das Gesetz über das Bundeskriminalamt.
Sachsen-Anhalt schließt die Amtsgerichte Osterburg und Hettstedt und das
Verwaltungsgericht Dessau-Roßlau sowie das Arbeitsgericht Naumburg.
Der Automobilzulieferer Eybl Austria meldet bei dem Landesgericht Krems den
Ausgleich (Insolvenz) an.
Die Wettbewerbsaufsicht Großbritanniens hält die geplante
Video-on-Demand-Website Kangaroo BBC-Worldwides, Channels 4s und ITVs in Teilen
für bedenklich.
Ricardo Fuller (Stoke Citiy) muss 20500 Euro für Ohrfeigung Andy Griffins
zahlen.
Dirk Nowitzki (Dallas Mavericks) muss 164344 Dollar für Ohrfeigung Matt
Harpings zahlen.
Die lutherischen Kirchen in Thüringen und Sachsen schließen sich zur
evangelischen Kirche in Mitteldeutschland zusammen.
Der deutsche Aktienindex liegt bei 4705 Punkten.
In der Silvesternacht werden die Funkuhren nach 0:59:59 eine Schaltsekunde
angehalten, um Unregelmäßigkeiten der Erdbewegung auszugleichen.
2008-12-28 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands verpflichtet ein Fehler eines Abschlussprüfers
gegenüber einer geprüften Gesellschaft nicht zu Schadensersatz gegenüber Anteilseignern und sonstigen
Gläubigern der Gesellschaft (III ZR 307/2007 30. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands liegt keine
besondere Härte bei einer Verfallsentscheidung vor, wenn dem Betroffenen noch
ein Restvermögen von 10000 Euro verbleiben würde (4 StR 153/2008 2. Oktober
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands bezieht sich die
Pflicht des Insolvenzverwalters, sich zu vergewissern, ob er bei normalem
Geschäftsablauf die von ihm begründeten Verbindlichkeiten aus der Masse
erfüllen kann, nur auf die primären Erfüllungsansprüche, nicht auch auf die
Sekundäransprüche (IX ZR 235/2007 25. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann bei
Nichtwehrung eines Arbeitnehmers gegenüber einer Kündigung des
Betriebserwerbers eine Verwirkung des Widerspruchsrechts gegen einen
Betriebsübergang vorliegen (8 AZR 175/2007 24. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin ist bei Verurteilung zur
Zahlung von Werklohn Zug um Zug gegen Mangelbeseitigung und Annahmeverzug des
Auftraggebers der Auftragnehmer zu einer Feststellungsklage berechtigt (27 U
153/2008 2. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg ist eine zwar dem
Leistungsverzeichnis entsprechende, aber § 12 II EnEV verletzende
Fußbodenheizung mangelhaft (12 U 92/2008 2. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz muss ein Zahnarzt wegen
eines grob fahrlässigen Behandlungsfehlers (ungenügende Aufklärung, kein
geeignetes Röntgenbild, unzureichende Nachsorge) 6000 Euro Schmerzensgeld
zahlen (5 U 707/2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München ist der nach § 147 II
AktG bestellte besondere Vertreter im Rahmen einer Anfechtungsklage gegen den
Hauptversammlungsbeschluss einer Aktiengesellschaft auch dann nicht zum
Beitritt als Nebenintervenient berechtigt, wenn der angefochtene Beschluss in
sachlichem Zusammenhang mit den Ansprüchen der Gesellschaft steht, zu deren
Geltendmachung der besondere Vertreter bestellt ist (7 W 1034/2008 7. Oktober
2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Naumburg umfasst die Anforderung
einer rechtsverbindlichen Unterschrift in einem Vergabeverfahren nicht die
Pflicht eines Bieters zur Vorlage einer Vollmacht (1 Verg 10(2008 13. Oktober
2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg muss ein Gericht bei
Einfuhr von Betäubungsmitteln zum Eigenverbrauch in geringer Menge stets die
Möglichkeit der Verfahrenseinstellung prüfen (Ss 355/2008 21. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg ist bei sexueller
Nötigung einer früheren Lebensgefährtin eine Identitätsfeststellung nach § 81 g
StPO nicht begründet (1 Ws 622/2008 21. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Frankreichs ist eine Klage ges
Prinzen Charles-Emmanuel de Bourbon-Parme gegen eine Ausstellung von Kitsch in
Versailles abgewiesen.
Schleswig-Holstein schafft die unmittelbare Wahl der Landräte durch die Wähler
ab.
Wal-Mart zahlt zur vergleichsweisen Beilegung von Streitigkeiten mit
Mitarbeitern mindestens 352 Millionen Dollar und 640 Millionen Dollar.
George Walker Bush nimmt eine Begnadigung nach Bekanntwerden einer Zahlung an
die Republikanische Partei in Höhe von 28500 Dollar zurück.
2008-12-27 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands umfasst § 287 I ZPO neben einer festgestellten
oder unstreitigen Verletzung des Körpers gemäß § 823 I BGB entstehende weitere
Körperschäden aus derselben Schädigungsursache (VI ZR 7/2008 14. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der
Auftraggeber bei endgültiger Verweigerung der Mängelbeseitigung durch den
Auftragnehmer auch ohne vorherige
Kündigung des Vertrags zur Ersatzvornahme berechtigt (VII ZR 80/2007 9. Oktober
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat ein Vertrag
zwischen Architekt und Bauträger Schutzwirkung zu Gunsten des Erwerbers, so
dass der Erwerber bei einer Leistung an den Bauträger auf Grund einer
fehlerhaften Mitteilung des Architekten über den Baufortschritt an den
Bauträger einen unmittelbaren Schadensersatzanspruch gegen den Architekten hat
(VII ZR 35/2007 25. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin ist bei Beitritt des
Kraftfahrzeughaftpflichtversicherers als Streithelfer dessen
Prozesskostenhilfeantrag für die Verteidigung gegen die Berufung des Klägers
mangels Rechtsschutzbedürfnis abzulehnen (12 U 115/2008 12. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle rechtfertigt die Prüfung
eines einmonatigen Fahrverbots nicht die Anordnung des persönlichen Erscheinens
des Betroffenen (322 Ss Bs 187/2008 20. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf liegt bei Vorbehalt
der Rückübereignung eines geschenkten Grundstücks für den Fall der Veräußerung
oder Belastung ohne Zustimmung des Schenkers trotz Umschreibung im Grundbuch
keine Leistung des Schenkers und damit kein Fristbeginn nach § 2325 III BGB vor
(7 U 70/2007 11. April 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe können mit der
Umwandlung von Unternehmen Rechtsstellungen (z. B. bei einem Mietvertrag)
entfallen (1 U 108/2008 16. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz kann der Erbe bei
Untätigkeit des Testamentsvollstreckers einen Rechtsanwalt beauftragen und die
dadurch anfallenden Gebühren als Schaden nach § 2219 BGB gegen den
Testamentsvollstrecker geltend machen (2 U 1620/2006 29. Mai 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Nürnberg kann bei einem an einem
fabrikneuen Kraftfahrzeug eintretenden, durch bloßes Auswechseln von Teilen
nicht folgenlos beseitigbaren Schaden auf Neuwagenbasis abgerechnet werden (5 U
29/2008 15. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Düsseldorf darf ein zur
Einstellung eines Hausmeisters berechtigter Verwalter einer
Wohnungseigentümergemeinschaft ihn im Zweifel auch kündigen (3 Ta 93/2008 18.
März 2008).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz ist eine
kürzerer Kündigungsfrist für jüngere Arbeitnehmer (u. a. Nichtberücksichtigung
von Arbeitszeiten vor dem 25. Lebensjahr) rechtmäßig (10 Sa 295/2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Karlsruhe dürfen in
Wohngebieten keine Großtiere (z. B. Kühe) gehalten werden, auch wenn (z. B. in
Maulbronn) auf einem verbleibenden Hof sehr lange Landwirtschaft betrieben
wurde (9 K 1660/2007 6. November 2008).
*Moench, D./Albrecht, G., Erbschaftsteuer, 2. A. 2009
*Dreier, G./Schulze, G., Urheberrechtsgesetz, 3. A. 2008
*Groß, Wolfgang, Kapitalmarktrecht, 4. A. 2009
*Sodan, Helge/Ziekow, Jan, Grundkurs öffentliches Recht, 3. A. 2008
*Prozesse in Mietsachen, hg. v. Deppen, Michael/Heilmann, Beate, 2008
*Unseld, Julia/Degen, Thomas A., Rechtsdienstleistungsgesetz, 2009
2008-12-26 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands besteht bei einem wettbewerbsrechtlichen
Unterlassungsantrag die begehrte Rechtsfolge in dem Verbot der bestimmten, als
rechtswidrig angegriffenen Verhaltensweise, die der Kläger in seinem Antrag und
seiner zur Antragsauslegung heranzuziehenden Antragsauslegung festgelegt hat (I
ZR 189/2005 29. Mai 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands verletzt ein
Nichtberechtigter, für den ein Zeichen als Domainname unter der in Deutschland
üblichen Top-Level-Domain de registriert ist, grundsätzlich das Namens- oder
Kennzeichenrecht dessen, der an einem identischen Zeichen ein (älteres) Namens-
oder Kennzeichenrecht hat (I ZR 15)/2005 24. April 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands hat der Einnahmen aus
nichtselbständiger Arbeit erzielende Steuerpflichtige einen Rechtsanspruch auf
den Ansatz des ungekürzten Arbeitnehmerpauschbetrags, selbst wenn feststeht,
dass keine oder nur geringe Werbungskosten angefallen sind, und kann ein Steuerpflichtiger nicht einen Arbeitnehmerpauschbetrag
geltend machen und sämtliche nachgewiesenen Aufwendungen als Betriebsausgaben
geltend machen (VIII R 76/2005 10. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg kann bei
Nichtvorliegen ehebedingter Nachteile bei einer Ehedauer von mehr als fünf
Jahren der nacheheliche Unterhalt bis zur Vollendung des 10. Lebensjahrs des
gemeinsamen Kindes befristet werden (10 UF 3/2008 7. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz sind die Kosten für eine
berufsbedingte Nutzung eines Kraftfahrzeugs auch bei einer Entfernung von mehr
als 30 Kilometern zwischen Wohnung und Arbeitsstätte nicht pauschal zu
begrenzen und kann über eine Befristung oder Herabsetzung des nachehelichen
Unterhalts nach § 1578b BGB erst entscheiden werden, wenn das Einkommen des
Unterhaltsberechtigten nachhaltig gesichert ist (9 UF 31/2008 11. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Bautzen ist ein Anspruch
auf Leistungen zum Unterhalt eines Kindes in Vollzeitpflege ein Annex-Anspruch
zum Anspruch auf Hilfe zur Erziehung, der deshalb nur dem
Personensorgeberechtigten zusteht, und darf die Gewährung von Hilfe zur
Erziehung nach § 27 SGB VIII nur im Einklang mit dem Willen des
Personensorgeberechtigten gewährt werden (1 A 90/2008 2. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz kann zwischen nahen
Angehörigen ein bei der Bundesausbildungsförderung zu berücksichtigender
Darlehensvertrag abgeschlossen sein, an den aber strenge Anforderungen zu
stellen sind (7 A 11375/2007 15. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Dortmund darf ein gewerbliches
Unternehmen mit eigener Rechtsabteilung einen Kraftfahrzeugunfallschaden durch
einen unternehmensfremden Rechtsanwalt (mit Kosten von 101,40 Euro) abwickeln
lassen (420 C 7772/2008 24. September 2008).
2008-12-25 Nach einer Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die Auslegung des § 216 StGB, dass
nur der Mensch zur Tötung bestimmt wird, bei dem das Verlangen des Opfers
handlungsleitend geworden ist, ebenso verfassungsgemäß wie die Bestrafung
desjenigen mit lebenslanger Haft, der zur Befriedigung des Geschlechtstriebs
oder zur Ermöglichung einer anderen Straftat einen Menschen tötet (2 BvR
578/2007 7. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Beschwer
durch eine Entscheidung über eine auf Feststellung der Nichtbeendigung eines
Mietverhältnisses gerichtete Klage nach dem Betrag der auf die gesamte
streitige Zeit entfallenden Miete zu bemessen (XII ZB 75/2008 29. Oktober
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann eine
Beweisvereitelung durch Verletzung einer Kooperationspflicht des Auftraggebers
zu einer Umkehr der Beweislast für das Vorliegen von Mängeln zu seinen Lasten
führen (VII ZR 64/2007 23. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der vom
Komplementär der Alleingesellschafterin einer Gesellschaft mit beschränkter
Haftung Bevollmächtigte die Abberufung des Geschäftsführers und die Kündigung
des Anstellungsvertrags wirksam beschließen (II ZR 107/2007 20. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der
Rechtsanwalt verpflichtet, bei Vorlage der Handakten in Zusammenhang mit der
Abfassung der Berufungsbegründung zu prüfen, ob die Berufung innerhalb der
Frist des § 517 ZPO eingelegt wurde (III ZB 31/2008 16. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein Anspruch
auf Erstattung von Kosten eines vorprozessual beauftragten Privatsachverständigen
auch dann bestehen, wenn bei Erteilung des Gutachtenauftrags ausreichende
Anhaltspunkte für einen versuchten Versicherungsbetrug gegeben waren und das im
Einzelnen nicht angegriffene Gutachten aufzeigt, dass Ersatz von Schäden
begehrt wurde, die durch den Unfall nicht entstanden sein können (VI ZB 16/2008
14. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands setzt sich der
Wohnvorteil an der Familienwohnung nach einem Verkauf des Grundstücks an den
Zinsen aus dem Verkaufserlös und, bei Einsatz des Erlöses für den Erwerb eines
neuen Grundstücks, an dem neuen Wohnvorteil fort, wobei notfalls eine
Obliegenheit zu einer Vermögensumschichtung bestehen kann (XII ZR 62/2007 1.
Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der Vermieter
zur Begründung einer Mietpreiserhöhung für ein Einfamilienhaus auf einen keine
Angaben zu Einfamilienhäusern enthaltenden Mietspiegel jedenfalls dann Bezug
nehmen, wenn die geforderte Miete innerhalb der Mietpreisspanne für Wohnungen
in Mehrfamilienhäusern liegt (VIII ZR 58/2008 17. September 2008).
2008-12-24 Nach einer Entscheidung des
Bundesarbeitsgerichts Deutschlands verletzt das den zentralen Vortrag einer
Partei nur mit der formellen Wendung, hinreichende Anhaltspunkte für die
geltend gemachte Rechtsfolge seien nicht ersichtlich, behandelnde Gericht den
Anspruch der Partei auf rechtliches Gehör (5 AZN 842/2008 5. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands gilt zwar
das Äquivalenzprinzip für Sondernutzungsgebühren, doch lässt sich aus ihm kein
bestimmter, an gewerblichen Mieten für feste Verkaufslokale außerhalb
öffentlicher Verkehrsflächen ausgerichteter Gebührenhöchstsatz für alle Arten
von Sondernutzungen herleiten (9 B 24/2008 17. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist die
Übernahme eines durch § 78a BetrVG geschützten Auszubildenden dem Arbeitgeber
nicht allein deshalb unzumutbar, weil er sich entschlossen hat, einen Teil der
in seinem Betrieb anfallenden Arbeitsaufgaben künftig Leiharbeitnehmern zu
übertragen (7 ABR 13/2007 16. Juli
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann ein
Grundlagenwissen und berufsbezogenes Spezialwissen vermittelnder Lehrgang zur
Persönlichkeitsentfaltung beruflich veranlasst sein und ist der Teilnehmerkreis
eines Lehrgangs für Anforderungen an Führungskräfte auch dann homogen
zusammengesetzt, wenn die Teilnehmer Führungspositionen in verschiedenen
Berufsgruppen innehaben (VI R 35/2005 28. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bremen bemisst sich bei
Unterhaltsverpflichtungen gegenüber einem geschiedenen und einem neuen
Ehegatten der den beiden Ehegatten zustehende Bedarf aus einem Drittel des sich
aus dem (um den Erwerbstätigenbonus gekürzten) Einkommen des
Unterhaltspflichtigen und der Unterhaltsberechtigten ergebenden
Gesamteinkommens (4 WF 74/2008 8. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf sind bei Beauftragung
eines Rechtsanwalts nach Klagerücknahme die Kosten des Rechtsanwalts nicht mehr
notwendig und deswegen auch nicht erstattungsfähig, wobei es auf eine
Unkenntnis der beklagten Partei von der Klagerücknahme nicht ankommt (10 W
74/2008 21. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Göttingen darf das Insolvenzgericht
Maßnahmen (z. B. formlose schriftliche Androhung eines Zwangsgelds) ergreifen,
um einen Insolvenzverwalter zur Zusammenarbeit mit einem
Sonderinsolvenzverwalter anzuhalten (10 T 106/2008 20. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Duisburg darf ein Tierarzt wegen
seines Honoraranspruchs einen behandelten Hund nicht wie eine andere Sache
zurückbehalten, weil die Trennung des Tieres vom Halter eine kaum
wiedergutzumachende Charakterveränderung bewirken kann (77 C 1709/2008 28. Juli
2008).
Geserich, Stephan und Ratschow, Eckart sind zu Richtern am Bundesfinanzhof
ernannt.
Frohe Weihnacht.
2008-12-23
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main hat Waltraud
Storck einen Anspruch auf 20000 Euro Schmerzensgeld gegen den
Landeswohlfahrtsverband Hessen als landeseigenen Träger des Landeskrankenhauses
in Gießen wegen fehlerhafter Behandlung in der psychiatrischen Klinik durch
Verabreichung von Psychopharmaka.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln darf der Verein Polnische
Treuhand ein Erika Steinbach neben einem Offizier der SS und einem Ordensritter
zeigendes Plakat nicht veröffentlichen (15 U 93/2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main hat ein Reisender
keinen Anspruch auf Ersatz des Organisationsaufwands für die Beschaffung eines
vertragswidrig ausgefallenen Mittagessens (2-24 S 25/2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Magdeburg sind zwei Ärzte vom Vorwurf
des Totschlags oder der Beihilfe zum Totschlag an dem im Koma liegenden Timothy
S. durch Zulassung der Abschaltung der Beatmungsgeräte seitens des Bruders des
unumkehrbar Sterbenden freigesprochenen.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Ludwigsburg kann ein Reisender bei
Vorverlegung des Rückflugs um 11 Stunden den Reisepreis (um den Wert eines
Reisetags) mindern (10 C 1621/2008).
Im Fall des niedergestochenen Passauer Polizisten muss zum zweiten Mal ein
Haftbefehl mangels dringenden Tatverdachts aufgehoben werden.
Verschiedene Geldgeber stellen der Universität Witten-Herdecke Geld bis Mitte
Januar 2009 zur Verfügung.
In Moskau beraten gasexportierende Länder über einen Zusammenschluss zu einem
Verband.
Der Euro hat einen Wert von 1,3953 Dollar.
Der deutsche Aktienindex schließt bei 4629 Punkten.
Der Umsatz von Champagner sinkt im Oktober 2008 im Vergleich zum Vorjahr um
16,5 Prozent.
2008-12-22
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist Österreich wegen
rechtswidriger Genehmigungsverfahren für Unternehmen aus Mitgliedstaaten der
Europäischen Union in Osteuropa verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main muss die Deutsche
Bank einem Maschinenbauer aus Emmerich 371000 Euro Schadensersatz nebst Zinsen
wegen mangelhafter Beratung in einem Swap-Geschäft zahlen (2-19 O 99/2008).
Die Erben des Stifterehepaars Robertson einigen sich mit der Universität
Princeton außergerichtlich über den Stiftungszeck für 880 Millionen Dollar und
erhalten 100 Millionen Dollar zurück, die sie für eine andere Stiftung
verwenden wollen.
Das Bundeskartellamt Deutschlands lehnt einen Zusammenschluss von TÜV Rheinland
und TÜV Süd ab.
Das Bundeskartellamt Deutschlands hat Bedenken gegen eine Beteiligung ENBWs bei
Ewe.
Die Lufthansa bietet für Streuaktien der Austrian Airlines 4,49 Euro.
Wegen eines Vetos Russlands muss die Organisation für Sicherheit und
Zusammenarbeit ihr ziviles Personal und ihre Militärbeobachter aus Georgien
abziehen.
Die Regierung Irlands beschließt 5,5 Milliarden Euro Eigenkapitalzuschuss für
die drei wichtigsten Banken Irlands.
Deutschland setzt die Verhandlungen über eine Kreditbürgschaft für den Bau des
Ilisustaudamms in der Türkei wegen bisher nicht erfüllter Umweltauflagen aus.
Der König Belgiens nimmt den Rücktritt des Premierministers Yves Leterme an.
Nach einer Entscheidung des internationalen Reiterverbands ist der norwegische
Springreiter Tony Andre Hansen wegen Verwendung unerlaubter Mittel zu
viereinhalb Monaten Sperre, 2000 Euro Geldstrafe und Tragung der
Verfahrenskosten von 5200 Euro verurteilt.
Der deutsche Aktienindex erreicht 4639 Punkte.
Nach einer Mitteilung des Bundesverbands deutscher Banken werden rund 1000
Großkunden für ihre Verluste bei Lehman Brothers entschädigt.
Die Notenbank Chinas senkt den Leitzins auf 5,31 Prozent.
2008-12-21 Nach einer Entscheidung des Landgerichts
Coburg muss ein Absender eines nicht angekommenen Goldbarrens bei Fehlen einer
Versicherung den Schaden des Adressaten in Höhe des bereits gezahlten
Kaufpreises ersetzen.
Das Oberlandesgericht Stuttgart schlägt (dem württembergischen Fußballverband)
die Übertragung (nur) kurzer Szenen von Kreisligaspielen ohne
Ergebnisveröffentlichungen durch die Internetseite www.hartplatzhelden.de vor.
Der Bundesrat Deutschlands stimmt mit 35 zu 34 Stimmen dem geänderten Gesetz
über das Bundeskriminalamt zu.
Das Kindergeld in Deutschland wird für die ersten beiden Kinder um 10 Euro auf
164 Euro steigen, für das dritte Kind um 16 Euro auf 170 Euro und für jedes
weitere Kind um 16 Euro auf 195 Euro.
Zum 1. Januar 2009 wird in der Slowakei der Euro eingeführt.
Xing kauft Socialmedian.
Die Nationalbank der Schweiz übernimmt von UBS illiquide und andere Aktiva im
Wert von 16,4 Milliarden Dollar.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht verlängert das Verbot
bestimmter Leerverkäufe bis 31. März 2009.
Das Parlament Polens überstimmt ein Veto des Präsidenten gegen ein Gesetz zur
Reform des Rentensystems.
Das bei der Eröffnung zusammengebrochene Bibliotheksportal europeana ist wieder
eröffnet.
Sachsen, Portugal und Infineon stützen das Halbleiterwerk Quimonda in Dresden
mit 150, 100 und 75 Millionen Euro Darlehen (vorübergehend).
In Deutschland soll die Teilnahme an Terrorausbildungen strafbar werden.
2008-12-20 Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Großbritanniens ist
Rangzieb Ahmed wegen Mitgliedschaft bei Al Qaida und Vorbereitung eines
terroristischen Anschlags zu lebenslanger Haft verurteilt, Habib Ahmed zu zehn
Jahren Haft.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Spaniens ist Abdelila Hriz
wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und Komplizenschaft
bei den Attentaten auf Züge in Madrid im Jahre 2004 zu zwanzig Jahren Haft
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika hat (Richter) Roy Pearson keinen Anspruch auf ein neues Verfahren auf
54 Millionen Dollar Schadensersatz wegen einer in der Reinigung Soo Chungs und
Jin Chungs vertauschten Hose.
Die Europäische Kommission genehmigt die Übernahme von Martinair durch Air
France-KLM.
In Santander wird das letzte Reiterstandbild Francisco Francos auf einem
öffentlichen Platz in Spanien eingelagert.
Der Jahrestat des Westdeutschen Rundfunks beträgt 1,39 Milliarden Euro.
Die Donnerstagfrühabendausgabe der Berliner Zeitung fällt einer Konferenz zu
Stellenkürzungen zum Opfer.
Heizöl kostet in Deutschland derzeit durchschnittlich 0,54 Euro pro Liter.
Der deutsche Aktienindex erreicht 4697 Punkte.
† Henke. Horst-Eberhard 02. 04. 1927-05. 12. 2008.
*Hübner, Heinrich, Erbschaftsteuerreform 2008, 2009
*Leistikow, Michael, Das neue GmbH-Recht, 2009
*Stummel, Dieter, Standardvertragsmuster zum Handels- und Gesellschaftsrecht
Deutsch-Englisch, 4. A. 2009
*Münchener Anwalts-Handbuch Gewerblicher Rechtsschutz, hg. v. Hasselblatt,
Gordian N., 3. A. 2009
*Hentschel/König/Dauer, Straßenverkehrsrecht, 40. A. 2009
*Grashoff, Dietrich, Steuerrecht 2009, 5. A. 2009
*Pahlke/König, Abgabenordnung, 2. A. 2009
*Schauhoff, Stephan/Cordewener, Axel/Schlotte, Carsten, Besteuerung
ausländischer Künstler und Sportler in der EU, 2008
*Vogelsang, Norbert/Stahl, Rudolf, BP-Handbuch, 2008
*Münchener Prozessformularbuch Arbeitsrecht, hg. v. Zirnbauer, Ulrich, 3. A.
2009
*Doucet, M./Fleck, K., Französisch-Deutsch, 6. A. 2009
2008-12-19
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Revision
der Geschäftsführer des VIP 3 Mediafonds gegen ihre Verurteilung wegen
Steuerhinterziehung durch das Landgericht München als offensichtlich unbegründet
verworfen (1 StR 322/2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands besteht bei
gesetzlicher Überleitung eines Arbeitsverhältnisses (z. B. Umstrukturierung des
öffentlichen Dienstes) kein Widerspruchsrecht des Arbeitnehmers gegen den
Übergang des Arbeitsverhältnisses (8 AZR 660/2007 18. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist die
Nichtberücksichtigung der im September 2005 Elternzeit in Anspruch nehmenden
Arbeitnehmer bei der Besitzstandszulage nach § 1 TVÜ-VKA rechtswidrig (6 AZR
287/2007 18. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Bremen dürfen Versuche mit
Affen an der Universität Bremen fortgesetzt werden (5 V 3719/2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln muss die Deutsche Telekom
AG Strafverfolgungsbehörden und Sicherheitsbehörden Auskünfte über Inhaber
eines Internetanschlusses mit dynamischen IP-Adressen erteilen (21 L 1398/2008
18. Dezember 2008).
In Deutschland ist das vierte Gesetz zur Änderung
verwaltungsverfahrensrechtlicher Vorschriften in Kraft getreten.
Christian Klar ist aus der Strafhaft entlassen.
George Walker Bush stellt den Automobilunternehmen der Vereinigten Staaten von
Amerika 17,4 Milliarden Dollar Kredit zur Verfügung.
Die Europäische Kommission genehmigt die Übernahme Continentals durch
Schaeffler.
Im Jemen werden drei entführte Deutsche gegen 70000 Euro Lösegeld freigelassen.
2008-12-18
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands reicht für die Nutzung
eines Musikwerkes als Klingelton für Mobiltelefone grundsätzlich eine Lizenz
der GEMA aus, doch ist eine der GEMA das Recht zur einseitigen Änderung des
Vertrags einräumende Bedingung unwirksam (I ZR 23/2006 18. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein den
Durchschnittspreis eines Baumaterials in einem Einheitspreis bei
Mengenmehrungen um das 800fache überschreitender Preis (Kilopreis für
Betonstahl von 1000 Euro bei Wettbewerberpreisen von 40 Cent bis 3 Euro)
sittenwidrig (VII ZR 201/2006 18. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein
Mineralölunternehmen einem Kraftstoff an feste Kunden auf Kredit verkaufendem
Tankstellenpächter nicht ohne Abmahnung kündigen, wenn es zuvor den Verkauf auf
Kredit gefördert oder geduldet hat (VIII ZR 159/2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss eine Bank (z.
B. Hypo-Vereinsbank) einen Kunden auf das ihr bekannte Missverhältnis von Wert
und Preis einer von ihr vermittelten Eigentumswohnung aufklären (XI ZR
221/2997(.
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands muss ein
Asylbewerber, der selbst die Umstände schafft, die ihn in seinem Ursprungsland
der Gefahr der politischen Verfolgung aussetzen, gute Gründe vorweisen, um die
Missbrauchsvermutung des § 28 II AsylVerfG zu widerlegen (10 C 27/2007 18.
Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Brandenburg ist das
Finanzausgleichsgesetz Brandenburgs verfassungswidrig, so dass bis 2010 eine
Neuregelung erforderlich ist (15. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist eine
Flugkunden, die den Hinflug nicht antreten, vom Rückflug ausschließende
allgemeine Geschäftsbedingung rechtswidrig (16 U 76/2008).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg ist die
vom Arbeitsminister der Bundesrepublik Deutschland ausgesprochene
Allgemeinverbindlichkeitserklärung für Mindestlöhne (der Post AG) im auch die
Wettbewerber (z. B. TNT, PIN AG) erfassenden Briefzustellbereich rechtswidrig.
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Hessen muss eine gesetzliche
Krankenversicherung nicht in jedem Fall die Kosten einer künstlichen
Befruchtung zahlen.
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Wiesbaden hat eine wegen
Diskriminierung nach Mutterschutz auf 434000 Euro Schadensersatz von der
R+V-Versicherung klagende türkischdeutsche Angestellte einen
Schadensersatzanspruch von rund 11000 Euro.
Nach einer Entscheidung des Tribunals der Vereinten Nationen wegen des
Völkermords in Ruanda sind Theoneste Bagosora, Aloys Ntabakuze und Anatol
Nsengiyumva wegen Völkermords zu lebenslänglicher Haft verurteilt, während
Gratien Kabiligi freigesprochen wurde.
Die Europäische Kommission genehmigt 30
Milliarden Euro staatliche Finanzhilfe an die Bayerische Landesbank zwecks
notwendiger Verhinderung einer schweren Beeinträchtigung der deutschen
Wirtschaft.
Bosch verkauft Blaupunkt an den Finanzinvestor Aurelius.
Anteile an Editions Albert-René (Asterix, 33 Alben mit 325 Millionen
Exemplaren) werden an Lagardère verkauft.
Das Parlament Argentiniens beschließt die Verstaatlichung der
Fluggesellschaften Aerolíneas Argentinas und Austral.
2008-12-17
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs dürfen (z. B. in
Finnland) zu journalistischen Zwecken die Namen und Vornamen von natürlichen
Personen, deren Einkommen bestimmte Werte überschreiten, durch Unternehmen in
Zeitschriften und auf Handys veröffentlicht werden (C-73/2007 16. Dezember
2008).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist der ausnahmslose
Ausschluss von öffentliche Bauaufträge durchführenden und im Sektor der
Informationsmedien engagierten Unternehmern von der Vergabe öffentlicher
Aufträge (z. B. in Griechenland) europarechtswidrig (C-213/2007 16. Dezember
2008).
Nach einer Entscheidung des Gerichts erster Instanz der europäischen
Gemeinschaften ist die Einordnung von Vorteilen Ryanairs in der Region
Wallonien und in Charleroi durch die Europäische Kommission als rechtswidrige
staatliche Beihilfe nichtig (T-196/2004 17. Dezember 2008).
Nach Entscheidungen des Gerichts erster Instanz der europäischen Gemeinschaften
ist die Zurückweisung der Widersprüche von Budejovicky Budvar gegen die
Anmeldungen von BUD durch Anheuser-Busch seitens des Harmonisierungsamts für
den Binnenmarkt rechtswidrig (T-255/2006 16. Dezember 2008 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die in einem
Gasversorgungssondervertrag enthaltene Preisanpassungsklausel „der vorstehende
Gaspreis ändert sich, wenn eine Änderung der allgemeinen Tarifpreise eintritt“
wegen objektiver Unklarheit hinsichtlich der Höhe nach § 307 I 1, 2 BGB
unwirksam (VIII ZR 274/2006 17. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands entfällt die
an die offensichtliche Unbegründetheit eines vorangegangenen Asylantrags
anknüpfende gesetzliche Sperre für die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis
nach § 10 III AufenthG nicht durch die Rücknahme des Asylantrags (1 C 37/2007
16. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands berechtigt die
Leistungsbeschreibung „für technische Beratung und Kontrolle im Jahr 1996“
wegen mangelnder Konkretisierung nicht zum Vorsteuerabzug (V R 59/2007 17. Dezember
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands befreit ein Antrag
auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens einen Geschäftsführer einer Gesellschaft
mit beschränkter Haftung nicht von der persönlichen Haftung für die Abführung
der Lohnsteuer (VII R 27/2007 23. September 2008).
Nach Entscheidungen des Oberlandesgerichts Hamburg sind die Berufungen
Grünenthals und anderer gegen die Abweisung
von Klagen wegen der Ausstrahlung des Fernsehfilms Contergan
zurückgewiesen (7 U 47/2008 u. a. 16. Dezember 2008, 7 U 49/2008).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Niedersachsen fehlt für die
Datei Gewalttäter Sport der Zentralstelle bei dem Bundeskriminalamt
Deutschlands eine ausreichende Rechtsgrundlage.
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz dürfen
kirchliche Bedienstete gegen dienstrechtliche Maßnahmen der Kirche die
Verwaltungsgerichte anrufen, doch ist deren Überprüfung wegen des kirchlichen
Selbstbestimmungsrechts auf die Einhaltung des Willkürverbots, des allgemeinen
Gleichheitssatzes und des Rückwirkungsverbots eingeschränkt (2 A 10495/2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main darf auf Grund eines
Widerspruchs Leo Kirchs die im Mai 2008 von der Hauptversammlung der Deutschen Bank
beschlossene Kapitalerhöhung vorläufig nicht in das Handelsregister eingetragen
werden.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Stuttgart sind die Jahresabschlüsse
der Landesbank Sachsen für die Jahre 2004 bis 2006 nichtig.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Augsburg muss Fernsehrichter
Alexander Hold künftig für seine Kraftfahrzeuge Fahrtenbücher führen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Großbritanniens ist Bilal
Abdulla wegen versuchten Anschlags zu mindestens 32 Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Chinas sind zwei Männer wegen
eines Attentats auf Polizisten zum Tode verurteilt.
2008-12-16
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs kann das Recht eines
Mitgliedstaats (z. B. Ungarns) die Verlegung des Sitzes einer nach seinem Recht
gegründeten Gesellschaft (z. B. Cartesio) in einen anderen Mitgliedstaat (z. B.
Italien) der Europäischen Union verhindern, doch kann die Gesellschaft sich
ohne Auflösung in eine Gesellschaftsform des Aufnahmestaats umwandeln, wenn das
Recht des Aufnahmestaats dies zulässt (C-210/2006 16. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs darf ein zentrales
Ausländerregister nur die zur Anwendung aufenthaltsrechtlicher Vorschriften
unbedingt erforderlichen personenbezogenen Daten der Unionsbürger enthalten,
wobei die Daten nicht zu statistischen oder kriminalitätsbekämpfenden Zwecken
verarbeitet oder gespeichert werden dürfen (C-524/2006 16. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs verletzt die Richtlinie
über ein System für den Handel mit Treibhausgasemissionszertifikaten der
Europäischen Gemeinschaft wegen sachlich gerechtfertigter Nichteinbeziehung des
Chemiesektors und des Nichteisenmetallsektors nicht den Gleichheitsgrundsatz
(C-127/2007 16. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung Bundesverfassungsgerichts Deutschlands muss ein Halter
von Giftschlangen erst den Rechtsweg erschöpfen, ehe er eine
Verfassungsbeschwerde gegen § 43a HSOG erheben kann (1 BvR 2639/2008 2.
Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der Erwerber
eines Erzeugnisses auf Grund der deliktischen Herstellerhaftung regelmäßig
nicht verlangen, dass der Hersteller eines mit Sicherheitsmängeln behafteten
Erzeugnisses ihm die Kosten erstattet, die ihm dadurch entstehen, dass er das
Erzeugnis zur Beseitigung der Mängel nachgerüstet hat (VI ZR 170/2007 16.
Dezember 2008).
Nach Entscheidungen des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands verliert ein
Arbeitnehmer sein Widerspruchsrecht bei einem Betriebsübergang, wenn er durch
sein tatsächliches Verhalten den neuen Arbeitgeber akzeptiert (8 AZR 174/2007
u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands gibt es bei einem
Ein-Euro-Job keine zeitliche Grenze für die Inanspruchnahme des Arbeitslosen,
so dass eine wöchentliche Arbeitszeit von 30 Stunden verlangt werden kann (4 AS
60/2007 R 16. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Nordrhein-Westfalen ist die
Sperrklausel des Landeskommunalgesetzes Nordrhein-Westfalens verfassungswidrig
(16. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin kann ein Steuerberater zu
Schadensersatz verpflichtet sein, wenn das Finanzamt gegen seinen Mandanten
eine zu hohe Geldstrafe verhängt, weil der Steuerberater entlastende Umstände
nicht vorgetragen hat (27 U 112/2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe darf Strom aus der
Steckdose als 100 Prozent Ökostrom beworben werden, obwohl er sich stets aus verschiedenen
Quellen speist, weil der verständige Verbraucher die Werbung nicht wörtlich
versteht (6 U 140/2008).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Münster kann Erbschaftsteuer
erlassen werden, wenn ihre Festsetzung zu einer wirtschaftlichen Notlage führen
würde (3 K 1892/2007 Erb).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin darf Volker Kühn behaupten,
Johannes Heesters sei 1941 bei einem Besuch im Konzentrationslager Dachau vor
Wachmannschaften aufgetreten.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Coburg muss ein Finanzberater, der
eine Kapitalanlage im Vorfeld der Vermittlung als absolut sicher und mit einer
Rendite von mehr als 100 Prozent jährlich anpreist, für den durch die falschen
Angaben entstehenden Schaden (z. B. 17200 Euro) einstehen (21 O 135/2008 25.
Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Göttingen sind gemeinnützige
Einrichtungen für Behinderte zwar von den Rundfunkgebühren für Geräte in den
Räumen ihrer Einrichtungen befreit, nicht aber von den Rundfunkgebühren für
Geräte in ihren Fahrzeugen (27. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Karlsruhe begründet eine
(bloße) Schwangerschaft keine Befreiung (z. B. einer Medizinstudentin) von der
Studiengebühr für das betreffende Semester (7 K 2783/2007 15. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Speyer muss ein Sozialhilfeträger
die Bestattungskosten eines Ehemannes tragen, wenn die unterhaltspflichtigen
Kinder des Verstorbenen die Erbschaft ausgeschlagen haben und die danach (allein)
erbende Ehefrau mittellos ist (3 SO 15/2007 24. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Bremen werden drei Hells Angels wegen
Überfalls auf Bandidos (gefährliche Körperverletzung) zu Haft zwischen 30 und
34 Monaten, elf Hells Angels zu kurzen Haftstrafen auf Bewährung verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Belgiens ist Johan Museeuw
wegen Verletzung des Betäubungsmittelgesetzes zu zehn Monaten Haft auf
Bewährung und 15000 Euro Geldstrafe verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Großbritanniens ist Sean
Mercer wegen Ermordung Rhys Jones’ zu lebenslanger Haft (mindestens 22 Jahre)
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Großbritanniens ist Bilal
Abdulla des versuchten Mordes in einer Vielzahl von Fällen schuldig.
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichts Ungarns ist das Gesetz über die
eingetragene Lebenspartnerschaft für Homosexuelle verfassungswidrig und
aufgehoben.
Nach einer Entscheidung des obersten Gerichts Israels ist die bisherige Planung
der Sperranlage gegenüber den Palästinensern (erneut) rechtswidrig.
Nach einer Entscheidung der Kartellbehörde Frankreichs muss eine französische
Tochtergesellschaft der Klöckner & Co SE wegen wettbewerbswidriger
Preisabsprache 169 Millionen Euro Bußgeld zahlen.
Die Notenbank der Vereinigten Staaten von Amerika senkt den Leitzins von 1
Prozent auf 0-0,25 Prozent.
Die Europäische Kommission beschließt eine Vertragsverletzungsklage gegen das
sektorale Fahrverbot für Lastkraftwagen in Tirol, hebt es aber nicht mit
sofortiger Wirkung auf.
Staatanwältin Margrit Lichtinghagen
(Zumwinkel-Steuerhinterziehungsstrafverfahren) in Bonn wird Amtsrichterin.
2008-12-15
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm darf zweieinhalb Jahre nach
einer Verkehrsstraftat kein dreimonatiges Fahrverbot mehr verhängt werden (4 Ss
21/008 7. Februar 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichthofs Baden-Württemberg ist die
Verordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe über das Verbot der Prostitution
in Weinheim vom 5. März 2007 teilweise rechtswidrig und darf auf dem Gebiet der
Hildebrandschen Mühle in Weinheim ein Bordell errichtet werden 8 (1 S 2256/2007
15. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg hat ein
Lehrer keinen Anspruch auf einen räumlich abgegrenzten Arbeitsplatz in seiner
Schule (4 S 659/2008 27. November 2008).
Nach einer Eilentscheidung des Oberverwaltungsgerichts Weimar darf im Landkreis
Gotha ein privates Entsorgungsunternehmen blaue Tonnen aufstellen und Papier,
Pappe und Kartonagen aus Privathaushalten sammeln und entsorgen (1 EO 566/2008
1. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Nürnberg-Fürth ist ein den Liebhaber
seiner Schwester hinrichtender Kosovare zu lebenslanger Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Stuttgart ist ein
Zweiundfünfzigjähriger wegen Mordes an einem anderen Stammgast einer Wirtschaft
zu lebenslanger Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Landgerichts Deutschlands ist eine
ihren Säugling tötende Achtzehnjährige wegen Totschlags zu vier Jahre
Jugendstrafe verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Ansbach ist ein Eilantrag
sieben konfessionsloser Hochschullehrer Erlangen-Nürnbergs auf Aussetzung des
Besetzungsverfahrens eines sogenannten Konkordatslehrstuhls als unbegründet
abgewiesen.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Augsburg ist die Wahl in Füssen
wegen eines Wahlfehlers des Füssener Bürgerblocks ungültig und muss wiederholt
werden.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Frankreichs müssen der
Vorsitzende des Verwaltungsrats Rhodias und sein Stellvertreter 2,1 Millionen
von ihnen genehmigte Abfindung an den früheren Konzernleiter Jean-Pierre
Tirouflet an das Unternehmen zurückzahlen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Frankreichs sind Antonio
Ferrari und 18 Gehilfen wegen Ausbruchs aus einem Gefängnis in Fresnes zu bis
zu 17 Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika haben Sanofi-Aventis und Bristol-Myers Squibb für Plavix Patentschutz
bis November 2011.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Russlands sind sieben
Mitglieder einer Organisation wegen zwanzigfachen Mordes und zwölffachen
Mordversuchs an Menschen nichtslawischen Aussehens zu bis zu 20 Jahren
Strafkolonie verurteilt.
Siemens zahlt außergerichtlich rund 1 Milliarde Euro wegen zwischen 2000 und
2006 erfolgter Zahlung von rund 1,3 Milliarden Euro Bestechungsgeldern.
Montenegro beantragt den Beitritt zur Europäischen Union.
Bernard L. Madoff (Nasdaq) soll weltweit ein betrügerisches Schneeballsystem
mit einem Schaden von 50 Milliarden Euro betrieben haben.
Bei Oldenrode bei Kalefeld bei Northeim in Niedersachsen sind am sogenannten
Hrzhorn etwa 500 römische Fundstücke (meist Waffen) aus der Zeit um 250 n. Chr.
gefunden worden.
Die Bundesregierung Deutschlands will die geschädigten Anleger der insolventen
Investmentgesellschaft Phoenix entschädigen.
2008-12-14 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands muss der Versicherer den einen
Versicherungsfall anzeigenden Versicherungsnehmer auf die Obliegenheit der
Einreichung einer Stehlgutliste bei der Polizei hinweisen und darüber belehren,
dass der Versicherungsnehmer bei Verletzung der Obliegenheit den
Versicherungsschutz verlieren kann (IV ZR 317/32005 17. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind die neben einem
ernsthaft und nachhaltig betriebenen Studium erzielten Einkünfte aus einer
Vollzeiterwerbstätigkeit bei der Prüfung, ob der Jahresgrenzbetrag
überschritten wird, einzubeziehen (III B 64/2007 31. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands liegen bei
Einbringung von Miteigentumsanteilen von Miteigentümern mehrerer Grundstücke in
eine Personengesellschaft Anschaffungsvorgänge nur insoweit vor, als sich die
Anteile der Gesellschafter an den jeweiligen Grundstücken gegenüber den
bisherigen Beteiligungsquoten erhöht haben (IX R 18/2006 2. April 2008).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin gibt ein Rechtsanwalt Anlass
zur Sorge, er werde die Verteidigung nicht sachgerecht führen, wenn er
gegenüber dem Beschuldigten eines Sicherungsverfahrens zunächst ankündigt, er
werde die Revision ungeachtet bestehender Auffassungsgegensätze noch begründen,
kurz vor dem Ablauf der Revisionsbegründungsfrist jedoch mitteilt, er werde
dies unterlassen (2 Ws 362/2008 24. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bamberg muss ein Urteil in
Bußgeldsachen aus sich heraus verständlich und nachvollziehbar sein, so dass
der Einwand der übergangenen Einlassung des Betroffenen bereits auf die
Sachrüge hin zu berücksichtigen sein kann (2 Ss OWi 87/2008 27. Mai 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bremen steht nach Veräußerung
eines beiden Ehegatten hälftig gehörenden Hausgrundstücks ein auf einen
Ehegatten laufender, der Ablösung der gemeinsamen Hausdarlehen dienen sollender
Lebensversicherungsvertrag jedem Ehegatten zur Hälfte zu (4 W 6/2008 23.
September 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist eine mit zwei geraden
Strichen und einem Haken unterzeichnete Berufungsschrift nicht wirksam
unterschrieben und ist ein Berufungsgericht auch bei einer unzulässigen
Berufung nicht gehindert, in eine Sachprüfung einzutreten und die Berufung bei
fehlender Erfolgsaussicht durch einstimmigen Beschluss zurückzuweisen (2 U
49/2008 11. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe kann auch bei
fehlendem Zusammenleben eines unterhaltsberechtigten geschiedenen Ehegatten mit
einem neuen Partner eine verfestigte Lebensgemeinschaft gegeben sein, wenn
beide beispielsweise seit mehr als drei Jahren in der Öffentlichkeit wie ein
Paar auftreten (2 UF 219/2006 15. Mai 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln sind laufende Wohngeldzahlungen
einschließlich künftiger Abrechnungsspitzen Ausgaben im Sinne des § 155 I ZVG,
so dass der betreibende Gläubiger insoweit auch vorschusspflichtig ist (6 T
437/2008 16. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Lüneburg kann die
Staatsangehörigkeit eines Menschen als Guineer nicht mit Hilfe der Kopfform
ermittelt werden, weil man die in Guinea lebenden Ethnien in allen
westafrikanischen Staaten antrifft (1 B 55/2005 22. Oktober 2008).
Die Übernahme der Alitalia durch die Compagnia Aerea Italiana für nominell 1,5
Milliarden Euro ist abgeschlossen.
2008-12-13 Nach einer Entscheidung des Europäischen
Gerichtshofs ist es einem Mitgliedstaat nicht verwehrt, in seinem Hoheitsgebiet
die Anerkennung einer Fahrberechtigung abzulehnen, die sich aus einem in einem
anderen Mitgliedstaat ausgestellten Führerschein ergibt, auf dessen Inhaber im
erstgenannten Mitgliedstaat eine Maßnahme des Entzugs der Fahrerlaubnis, wenn
auch erst nach der Erteilung des fraglichen Führerscheins, angewendet wurde,
sofern dieser Führerschein während der Dauer der Gültigkeit einer Maßnahme der
Aussetzung der im erstgenannten Mitgliedstaat erteilten Fahrerlaubnis
ausgestellt wurde und sowohl diese Maßnahme wie auch der Entzug aus zum
Zeitpunkt der Ausstellung des zweiten Führerscheins bereits vorliegenden
Gründen gerechtfertigt sind (C-1/2007 20. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein Rechtsanwalt
nicht die Ausführung einer Anweisung zur Korrektur der falschen Bezeichnung
eines Berufungsgerichts gegenüber einer zuverlässigen Kanzleiangestellten
überprüfen und muss das zuständige Rechtsmittelgericht nicht im Fristenkalender
eingetragen sein (III ZB 54/2008 30. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Ergänzung
einer Zurückweisung der Berufung durch Beschluss nicht anfechtbar, auch wenn
das Berufungsgericht die Rechtsbeschwerde zugelassen hat (V ZB 109/2008 28.
Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands verletzt, wenn der
Beklagte jeglichen persönlichen Kontakt zur Klägerin bestreitet, die Annahme
einer Innengesellschaft den Anspruch des Beklagten auf rechtliches Gehör und
den Beibringungsgrundsatz (II ZR 207/2007 20. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kommt die
Aufspaltung einer sittenwidrigen Vertragsklausel in einen wirksamen Teil und
einen unwirksamen Teil nur in Betracht, wenn die Aufspaltung mutmaßlich dem
entspricht, was die Parteien bei Kenntnis der Nichtigkeit ihrer Vereinbarung
geregelt hätten (V ZR 14/2008 17. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands beginnt mit der
Abnahme von Mangelbeseitigungsleistungen die neue Gewährleistungsfrist des § 13
Nr. 5 S. 3 VOB/B (VII ZR 32/2007 25. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands können bei
gleichberechtigter Mitnutzung eines Grundstücks (z. B. als Parkplatz)
Grundstückseigentümer und Grunddienstbarkeitsberechtigter eine
Ausübungsregelung verlangen und die daraus folgenden Ausübungsbeschränkungen
mit Unterlassungsansprüchen geltend machen (V ZR 164/2007 19. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands kann eine
Einlegung einer Berufung in einen Antrag auf Zulassung der Berufung umgedeutet
werden, wenn der Antrag noch innerhalb der Frist des § 124a IV VwGO gestellt
worden ist (6 C 32/2007 27. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann das
Präsidium eines Landesarbeitsgerichts in dem richterlichen
Geschäftsverteilungsplan die bei dem Gericht berufenen ehrenamtlichen Richter
allen Kammern zu weisen (7 AZN 427/2008 16. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands wird das
Widerspruchsrecht eines Arbeitnehmers gegen den Übergang eines
Arbeitsverhältnisses nicht dadurch ausgeschlossen, dass zum Zeitpunkt der
Widerspruchserklärung das Arbeitsverhältnis des Arbeitnehmers bereits beendet
ist (8 AZR 755/2007 24. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München kann ein Betreuer
mündlich (z. B. in einem Telefonat) bestellt werden, wobei die Bestellung mit
dem Telefonat wirksam wird (33 Wx 179/2008 24. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Saarbrücken besteht für den
unterhaltsrechtlichen Kostenerstattungsanspruch eine Annexkompetenz des
Familiengerichts (9 WF 85/2008 13. Oktober 2008).
*Hailbronner, Kai, Asyl- und
Ausländerrecht, 2. A. 2008
*Marko, Volker, Private
Krankenversicherung, 2009
*Voit, W./Neuhaus, K.,
Berufsunfähigkeitsversicherung, 2. A. 2009
*Gosch, Dietmar,
Körperschaftsteuergesetz, 2. A. 2009
*Römermann, Volker/Hartung, Wolfgang, Anwaltliches Berufsrecht, 2. A. 2008
2008-12-12 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands ist das Landgericht München II für ein
Strafverfahren gegen John Demjanjuk zuständig (2 ARs 536/2008 9. Dezember
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands sind
vertraglich begründete Kirchenbaulasten der ehemaligen Gemeinden in der
späteren Deutschen Demokratischen Republik nicht auf die seit 1990 errichteten
Gemeinden übergegangen, sondern mit dem Inkrafttreten des Einigungsvertrags
erloschen (7 C 1/2008 11. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands muss sich ein
Arbeitnehmer die Fristversäumnis seines Rechtsanwalts für die
Kündigungsschutzklage zurechnen lassen (2 AZR 472/2008 11. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz sind die Kosten
eines Toupets für einen Fünfundsechzigjährigen keine außergewöhnliche
Belastung, weil ein haarloser Fünfundsechziger keine aufsehenerregende
Besonderheit ist (2 K 1928/2008 12. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin sind die Nennung von
Sponsoren und die Einbindung der Logos in der TV total WOK-WM-Show Stefan Raabs
rechtswidrig (27 A 132/2008 11. Dezember 2008)..
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Mainz ist ein Terminal an einer
Apotheke, über das auch verschreibungspflichtige Arzneimittel ohne persönlichen
Kontakt mit dem Kunden ausgegeben werden können, zulässig, wenn ein Drucker
integriert wird, mit dem auf den Originalverschreibungen die gesetzlich
geforderten Angabenaufgebracht werden (4 K 375/2008 21. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart können die Bezüge
eines wegen Dienstunfähigkeit vorzeitig in den Ruhestand versetzten Beamten (z.
B. Realschullehrerin) gekürzt werden (12 K 1044/2008 17. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Innenministeriums Brandenburgs ist der Landrat des
Kreises Oberspreewald-Lausitz wegen des Vorwurfs des Besitzes
kinderpornographischer Schriften vom Dienst suspendiert.
Niedersachen verordnet wegen des Ausbruchs von Vogelgrippe eine Stallpflicht
für Geflügel.
Im Jahr 2007 waren in Deutschland 196000 Menschen nicht krankenversichert.
Die Zahl der Verkehrstoten wird 2008 in Deutschland bei voraussichtlich 4600
liegen.
Rospatent lehnt den Antrag eines Unternehmers aus Russland auf Patentierung des
Smiley-Symbols ab.
2008-12-11
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs gilt das Verbot des ne
bis in idem (z. B. zweites Strafverfahren in Deutschland) auch dann, wenn ein
in Abwesenheit (z. B. gegen Klaus Bourquain in Frankreich) ergangenes Urteil
nicht vollstreckt wurde und so auch nie vollstreckbar ist (C-297/2007 11.
Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts wird die Pressefreiheit
nicht unangemessen beschränkt, wenn einem Journalisten (z. B. im
Holzklotzwerferprozess) zu Gunsten des Angeklagten die Teilnahme an der
Hauptverhandlung mit Laptop oder Notebook untersagt wird (BvQ 47/2008 3.
Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein
Telekommunikationsunternehmen nur dann mit kostenfreiem Telefonieren werben,
wenn aus der Werbung deutlich erkennbar ist, dass das Angebot nur in Verbindung
mit einer monatlichen Grundgebühr gilt (I ZR 139/2005 17. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Revision
Ingolf Roßbergs gegen seine Verurteilung wegen Beihilfe zum Bankrott durch das
Landgericht Dresden verworfen.
Nach Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands kann eine in
einem anderen Mitgliedsstaat der Europäischen Union für einen Deutschen mit
Wohnsitz in Deutschland ausgestellte Fahrerlaubnis (bei weiterhin mangelnder
Fahreignung) entzogen werden (3 C 26/2007 u. a. 11. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist die
Streichung des Weihnachtsgelds bei einer einzelnen Beamtengruppe (z. B. die von
der Deutschen Telekom AG übernommenen Bundesbeamten) verfassungswidrig (2 C
121/2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands nimmt eine
Verweisungsklausel in einem Arbeitsvertrag des Diakonischen Werkes in Hessen
und Nassau hinreichend transparent auf die Arbeitsvertragsordnung für
Angestellte Bezug, wenn als Bezugnahmeobjekt der Bundesangestelltentarif in der
jeweiligen Fassung des Diakonischen Werkes in Hessen und Nassau genannt ist (4
AZR 801/2007 10. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands lässt eine in
einer Gesamtbetriebsvereinbarung vorgesehene Nachwirkung das Recht des
Arbeitgebers zum vollständigen Widerruf von Leistungen der betrieblichen
Altersversorgung unberührt (3 AZR 384/2007 9. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands dürfen
Krankenhäuser oder Vertragsärzte keine Patientendaten der gesetzlich
Krankenversicherten an private Dienstleistungsunternehmen zur Erstellung von
Leistungsabrechnungen übermitteln, doch gilt bis 30. Juni 2009 eine
Übergangsregelung (6 KA 37/2007 10. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Sachsen ist die vom Landtag
gegen Volker Külow erhobene Abgeordnetenklage auf Aberkennung des
Landtagsmandats wegen formaler Mängel verworfen.
Nach Entscheidungen des Verfassungsgerichtshofs Thüringen verletzt ein
uneingeschränktes Rauchverbot in Spielhallen die Landesverfassung (26/2008 5.
Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main können die
Minderheitsaktionäre der Deutschen Hypothekenbank durch übernahmerechtliches
Squeeze-out zwangsausgeschlossen und abgefunden werden, wobei die
Unangemessenheit der Abfindung gerichtlich festgestellt werden muss (WpÜG
2/2008 9. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin muss ein Buchhändler erst dann
als mittelbarer Störer für Urheberrechtsverletzungen einstehen, wenn er durch
einen Hinweis im Einzelfall oder durch die einschlägige Fachpresse auf die
Verletzung aufmerksam gemacht wird (14. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Dresden ist Carsten D. wegen besonders
schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern, Vergewaltigung und Körperverletzung
zu 11 Jahren Haft verurteilt.
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Oldenburg sind Klagen Borkums und
Wangerooges gegen Windkraftwerke (Nordergründe, Riffgat) vor ihren Küsten
abgewiesen.
Nach einer Entscheidung des Sportgerichts des deutschen Fußballbunds muss Felix
Magath wegen unsportlichen Verhaltens 10000 Euro Geldstrafe zahlen.
Nach einer Entscheidung des Bundeskartellamts Deutschlands ist die Übernahme
der Dresdner Bank durch die Commerzbank rechtmäßig.
Bionade und Bios beenden ihre Rechtsstreite um behauptete Nachahmung
einvernehmlich.
Die Neufassung des Gesetzes über Volkswagen ist in Kraft getreten.
Der Landtag Sachsens beschließt ein nur bei extremen Einnahmeausfällen oder
Katastrophen aufhebbares Neuverschuldungsverbot.
Europas Lampenlobby löscht mit Ökogründen die Edison-Glühlampe langsam aus.
2008-12-10
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs muss Frankreich wegen
trotz eines Vertragsverletzungsurteils nicht rechtzeitig erfolgter Umsetzung
einer Richtlinie 10 Millionen Euro zahlen (C-121/2007 9. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kommt nicht allein
durch die Belieferung eines Grundstücks mit Wasser und durch Entsorgung des
anfallenden Abwassers ein Vertragsverhältnis zwischen einem
Versorgungsunternehmen und dem Grundstückseigentümer zustande, weil auch eine
Vertragbeziehung zwischen Versorgungsunternehmen und Grundstücksmieter
zustandegekommen sein kann (VIII ZR 293/2007 10. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat ein örtlicher
Erdgasversorger in seinem angestammten Versorgungsgebiet eine
marktbeherrschende Stellung und unterliegt deswegen der Missbrauchsaufsicht der
Kartellbehörden (KVR 2/2008 10. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands genügt für eine
Zustimmungsverweigerung des Betriebsrats zu einer Umgruppierung die Textform
des § 126b BGB, so dass eine eigenhändige Unterschrift entbehrlich ist (1 ABR
79/2007 9. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist bei
Vereinbarung einer Beschäftigungsgarantie bis zum Rentenalter und einer
Gehaltserhöhung in einem Vertrag zur Übertragung einer Steuerberaterpraxis im
Wege der Auslegung zu ermitteln, ob die Verpflichtung zur Gehaltserhöhung mit
der Beendigung des Arbeitsverhältnisses fortbesteht oder nicht (3 AZR 431/2007
9. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist die Betreuung,
Schulung und Überwachung nachgeordneter Vermittler von Fondsanteilen
umsatzsteuerpflichtig (V R 44/2007 30. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind kommunale
Krematorien in Nordrhein-Westfalen körperschaftsteuerpflichtig und
gewerbesteuerpflichtig (I R 51/2007 29. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands muss bei nicht
ganzjährig vermieteten Ferienwohnungen die Einkünfteerzielungsabsicht durch
eine Prognose überprüft werden (IX R 39/2007 19. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Trier muss eine in Tschechien
mit einem Wohnort in Deutschland ausgestellte Fahrerlaubnis in Deutschland
nicht anerkannt werden (1 L 768/2008 8. Dezember 2008).
Der früher die Krone Bayerns zierende, abhanden gekommene blaue Diamant wird
für 16,4 Millionen Pfund versteigert.
Das Hotel Alpenkönig in Reith bei Seefeld beantragt die Eröffnung eines
Konkursverfahrens.
2008-12-09
Nach Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die 2007
erfolgte gesetzliche Einschränkung der Pendlerpauschale verfassungswidrig (2
BvL 1/2007 9. Dezember 2008 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine
Verfassungsbeschwerde eines mehr als 500 Schafe und 200 Rinder schächten wollenden
Beschwerdeführers gegen die Beschränkung auf diese Zahlen wegen fehlender
Erschöpfung des Rechtswegs nicht zur Entscheidung angenommen (1 BvR 3396/2008
8. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind 5 Gramm
Metamfetaminbase oder 6,2, Gramm Metamfetaminhydrochlorid eine nicht geringe
Menge (unerlaubt eingeführter Betäubungsmittel) (2 StR 86/2008 3. Dezember
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Verurteilung des Bäckers von Siegelsbach zu lebenslanger Haft durch das
Landgericht Stuttgart rechtmäßig.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Verurteilung eines Afghandeutschen wegen eines Attentats auf einen Rabbi zu
dreieinhalb Jahren Haft ohne Bewährung durch das Landgericht Frankfurt am Main
rechtmäßig (2 StR 471/2008).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands haben behinderte,
im Arbeitsbereich einer Werkstatt für behinderte Menschen teilstationär
eingesetzte und bedürftige Menschen einen Anspruch gegen den Träger der
Sozialhilfe auf Übernahme der Kosten für ein in der Werkstatt angebotenes
Mittagessen (8/9b SO 10/2007 R 9. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist Youssef Mohamad
El Hajdib wegen vielfachen versuchten Mordes durch in Zügen in Koffern
versteckte Bomben und versuchter Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion zu
lebenslanger Haft verurteilt (9. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main darf ein
Satire- und Lifestylemagazin auf Grund der Meinungsfreiheit missbilligend
darauf hinweisen, dass in Rüsselsheim im April und Oktober 2007 zwei
Kundgebungen rechtsradikaler Gruppierungen abgehalten werden durften (22 U
23/2008 8. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Hessen muss Pflegegeld zwar
bis zum Monatsersten angewiesen, aber nicht auch bereits beim Empfänger
eingetroffen sein (8 P 19/2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Heilbronn muss die Kreissparkasse
Heilbronn Visakreditkarten an ihren Geldautomaten zulassen.
Nach einer Eilentscheidung des Verwaltungsgerichts Karlsruhe darf die
ARETE-Schule e. V. in Mannheim keine Schüler aufnehmen, die an der Schule ihre
Schulpflicht erfüllen wollen, weil sie keine entsprechende Genehmigung hat (11
K 2899/2008 12. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Innsbruck ist ein Achtzehnjähriger
wegen Nötigung eines Mopedfahrers durch wiederholtes plötzliches Bremsen zu 900
Euro bedingter Geldstrafe verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Innsbruck muss die Tiroler
Landeskrankenanstalt einem Patienten wegen mangelhafter Aufklärung über eine
Zelltherapie 5934 Euro Schadensersatz zahlen.
2008-12-08
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschland ist die
Verurteilung dreier Jugendlicher wegen
versuchten Totschlags bzw. gefährlicher Körperverletzung eines Vaters eines
Schülers rechtskräftig (5 StR 495/2008 27. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm muss ist bei erbgutgleichen
Brüdern der Ehemann der Frau Vater eines unentscheidbar von ihm oder seinem
Bruder gezeugten Kindes (9 UF 132/2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin darf Evelin Hecht-Galinski
Henryk M. Broder auf Grund der Meinungsfreiheit einen Pornoverfasser nennen
(25. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Coburg begründen Beleidigung von
Mitmietern und Lärm eine Kündigung eines Mieters ohne Abmahnung (32 S 85/2008
17. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Dessau sind zwei Polizeibeamte aus
Mangel an Beweisen vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung des vor vier Jahren in
seiner Zelle bei einem Brand versterbenden Afrikaners Oury Jalloh
freigesprochen.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Greifwald ist die Wahl des
Landrats von Ostvorpommern rechtmäßig (2 A 1267/2008 2. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Münster hat auch ein Lehrer als
Mitglied eines Personalrats Anspruch auf Dienstbefreiung für Personalratssitzungen (22 K 2137/2008.PVL
24. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Neustadt an der Weinstraßen ist
die höchstens zwei Werbeanlagen pro Ladeneinheit zulassende Werbeanlagensatzung
der Stadt Neustadt an der Weinstraße rechtswidrig (5 K 532/2008 21. Oktober
2008).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Düsseldorf sind Fettaugen auf einem
Swimmingpool, schwarze Verfärbungen an den Badezimmerverfugungen älterer
südlicher Hotels und sechs bis acht größere Spinnen pro Zimmer keine
Reisemängel (27 C 8283/2008).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Köln ist Fäkaliengeruch trotz Lüftens
eine Mangel eines Ferienappartements (133 C 56/2005).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Irlands ist Michael Stone
wegen versuchter Ermordung von Gerry Adams und Martin McGuinness zu 16 Jahren
Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Rumäniens darf ein erwiesener
Mitarbeiter des Geheimdiensts nicht als Kollaborateur des Geheimdiensts
bezeichnet werden, wenn sein Verhalten nicht nachweislich gegen Menschenrechte
und Freiheiten verstoßen hat, die es in Rumänien zu dieser Zeit nachweislich
nicht gegeben hat.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist O. J. Simpson wegen
bewaffneten Raubüberfalls zu mindestens 15 Jahren Haft verurteilt.
Liechtenstein erteilt den Vereinigten Staaten von Amerika künftig auf Grund
einer Vereinbarung auch bei Steuerhinterziehung Auskunft.
2008-12-07
Nach Entscheidungen des
europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ist im Verfahren Großbritanniens
gegen O’Halloran und Francis das Recht des Angeklagten, zu schweigen und sich
nicht selbst zu beschuldigen nicht in seinem Wesensgehalt angetastet worden
(15809/2002 29. Juni 2007, 25624/2002 29. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des europäischen Gerichtshofs ist ein Diensteanbieter
verpflichtet, den Nutzern des Dienstes vor Vertragsschluss mit ihnen neben
seiner Adresse der elektronischen Post weitere Informationen zur Verfügung zu
stellen, die eine schnelle Kontaktaufnahme und eine unmittelbare und effektive
Kommunikation ermöglichen, ohne dass dies eine Telefonnummer sein muss
(C-298/2007 16. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist es nicht
zu beanstanden, wenn die Frage nach der Wirtschaftlichkeit einer Leistung im
Sinne von § 12 I SGB V mit den Anforderungen des Arzneimittelrechts verknüpft
und deshalb verneint wird, weil das Arzneimittel nicht oder noch nicht
zugelassen ist (1 BvR 1665/2007 30. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands verletzt die
Pflicht zur Entrichtung einer Pauschgebühr nach § 184 SGG private Unternehmen
der Pflegeversicherung ebensowenig in Grundrechten wie der Ausschluss der
Möglichkeit, die eigenen Aufwendungen bei der Rechtsverfolgung auf die
unterlegenen Beteiligten abzuwälzen (1 BvR 1806/2002 31. Januar 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands haftet der wegen
Vorenthaltung von Arbeitnehmerbeiträgen zur Sozialversicherung schadensersatzpflichtige
Geschäftsführer einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung nicht für
Säumniszuschläge gemäß § 24 I SBG IV, weil diese Vorschrift kein Schutzgesetz
im Sinne des § 823 II BGB ist (II ZR 238/2007 14. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands hat eine
Ballungsraumzusage Entgeltcharakter und betrifft die Hauptleistungspflicht des
Arbeitgebers aus dem Arbeitsverhältnis, so dass sie nicht der Schriftform
bedarf und bei einem Betriebsübergang auf den Erwerber übergeht (4 AZR 421/2007
4. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands unterliegen die Bewirtungsaufwendungen eines leitenden
Arbeitnehmers mit variablen Bezügen für Arbeitskollegen und unterstellte
Mitarbeiter nicht der Abzugsbeschränkung gemäß § 4 V 1 Nr. 2 i. V. m. § 9 V
EStG (VI R 33/2007 19. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main muss die
Eingabe einer Frist durch eine Anwaltsgehilfin über die Tastatur von einer
zweiten Person überprüft werden (9 U 50/2008 28. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München bildet bei Einlegung
eines Rechtsmittels durch den Verteidiger und Zustellung des Urteils nur an den
Angeklagten das Fehlen einer Benachrichtigung des Verteidigers einen Wiedereinsetzungsgrund
(5 St RR 200/2008 27. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Saarbrücken muss ein
Kaufinteressent bei einem älteren Gebäude mit einem gewissen Maß an
Feuchtigkeit rechnen, nicht aber mit einer extremen nicht mitgeteilten
Durchfeuchtung der Kellerwände (4 U 90/2008 5. August 2008).
2008-12-06 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands kann nach rechtskräftiger Entscheidung über
eine Widerklage keine Widerwiderklage erhoben werden (III ZR 253/2007 16.
Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist für das
Begehren nachträglichen Rechtsschutzes gegen Postbeschlagnahme in den Fällen,
in denen bereits Anklage erhoben wurde, die ausschließliche
Entscheidungszuständigkeit des nunmehr mit der Sache befassten erkennenden
Gerichts begründet, was zu einem Zuständigkeitswechsel führen kann (StB
12-15/2008 8. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der Anspruch
des Versprechensempfängers, der auf Leistung an einen bereits benannten oder
noch zu bestimmenden Dritten gerichtet ist, durch eine Vormerkung gesichert
werden, wobei sich auf die relative Unwirksamkeit eines vormerkungswidrigen
Erwerbs nur der Vormerkungsberechtigte berufen kann (V ZR 137/2007 10. Oktober
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands lässt eine
Übernahme einer Mietgarantie durch einen Verkäufer von Wohnungseigentum nicht
die Verpflichtung zur Aufklärung darüber entfallen, dass das zur Vermögensbildung
bestimmte Kaufobjekt leer steht und nicht vermietet ist (V ZR 175/2007 10.
Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands wird dadurch, dass
der Geschäftsführer einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung die
Geltendmachung von Rückzahlungsansprüchen der Gesellschaft gegen einen
Zahlungsempfänger bis zum Eintritt der Verjährung der Ansprüche unterlässt,
nicht eine weitere Schadensersatzverpflichtung gemäß § 43 II GmbH mit einer
erst von da an laufenden Verjährungsfrist gemäß § 43 IV GmbHG ausgelöst (II ZR
234/2007 29. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein nach einem
Vermittlungsauftrag geschlossener Architektenvertrag nicht nach Art. 10 § 3
MRVG unwirksam (VII ZR 174/2007 25. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands erfasst eine
Unfallversicherung nicht einen (nach Einschlafen in der Sonne) durch
Kreislaufstörungen verursachten Strandunfall (IV ZR 219/2007 24. September
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands hat ein
Arzneimittelgroßhändler keine Betriebsstätte im Sinne des § 52a II Nr. 1 AMG,
wenn er im Geltungsbereich des Arzneimittelgesetzes lediglich Arzneimittel bei
einem Drittunternehmen in dessen Betriebsstätte zwischenlagert (3 B 36/2008 26.
September 2008).
*Fromm/Nordemann, Urheberrecht, 10. A. 2008
*Reichold, Hermann, Arbeitsrecht, 3. A. 2008
*Jaletzke/Veranneman, Finanzmarktstabilisierungsgesetz, 2009
*Hay, Peter, US-amerikanisches Recht, 4. A. 2008
2008-12-05 Nach einer Entscheidung des europäischen
Gerichtshofs für Menschenrechte ist das Kopftuchverbot an den Schulen
Frankreichs rechtmäßig (27058/2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die (zweite)
Verurteilung eines Mannes wegen Tötung von Frau und Tochter durch das
Landgericht Freiburg im Breisgau wegen Verfahrensfehlern und Sachfehlern
aufgehoben (1 StR 327/2008 4. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands steht eine
tarifliche Schicht- und Wechselschichtzulage Teilzeitbeschäftigten nur anteilig
in Höhe der Quote zwischen vereinbarter und regelmäßiger tariflicher
Arbeitszeit zu (10 AZR 634/2007 24. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist ein sog.
Anschlussverbot nur verletzt, wenn der neue befristete Arbeitsvertrag mit
derselben natürlichen oder juristischen Person abgeschlossen wird, mit der das
frühere Arbeitsverhältnis bestanden hat (7 AZR 278/2007 16. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Bayern ist die Auffassung,
dass die allgemeinen Geschäftsbedingungen einer Bank dadurch in einen
Bankvertrag einbezogen worden seien, dass der beim Vertragsabschluss
eingesetzte Bote die Möglichkeit der Kenntnisnahme in den Geschäftsräumen
gehabt habe, wegen objektiver Willkürlichkeit verfassungswidrig (104-VI/2007
15. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main kann für eine
krankheitsbedingt einwilligungsunfähige Schwangere ein Betreuer mit dem
Aufgabenkreis der Entscheidung über einen Schwangerschaftsabbruch bestellt
werden (20 W 354/2008 1. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster kann
unaufgeforderte Werbung mittels Telefon ein beachtlicher Verstoß im Rahmen des
§ 67 I 1 TKG sein (13 B 1395/2008 26. September 2008).
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Hannover sind Eilanträge abgelehnt,
die sich gegen die in der Umweltzone Hannovers angeordneten Fahrverbote richten
(4 B 521/2008 4. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dresden darf das Arbeitslosengeld II
nur gekürzt werden, wenn der Betroffene zuvor klar und eindeutig auf die
drohende Kürzung hingewiesen wurde (6 AS 2026/2006 7. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Tiergarten verwirklicht sich bei der
Beschädigung eines Personenkraftwagens beim Beladen eines danebenstehenden
Lastkraftwagens kein typisches Unfallrisiko des Straßenverkehrs, so dass ein
unerlaubtes Entfernen vom Unfallort ausscheidet (([290 Cs] 3032 PLs 5850/2008
[145/2008]).
Der Europäische Gerichtshof feiert das Ende des Umbaus seines Gebäudes.
2008-12-04
Nach einer Entscheidung des europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte
verletzt die Speicherung genetischer Fingerabdrücke Unschuldiger (z. B. in
Großbritannien) die europäische Menschenrechtskonvention.
Nach einer nach einer Beratung von einem Tag ergangenen Eilentscheidung des
Gerichts erster Instanz der europäischen Gemeinschaften darf die Europäische
Union die Volksmudschahedins Irans nicht auf einer Liste von
Terrororganisationen führen und ihr Vermögen nicht einfrieren.
Nach Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
Begünstigung vor dem 1. Januar 1942 Geborener mit 45 Pflichtbeitragsjahren in
der Rentenversicherung verfassungsgemäß (1 BvL 3/2005 11. November 2008 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Verurteilung eines Irakers wegen Werbung für Al-Quaida zu drei Jahren Haft
rechtmäßig (StB 28/2008 25. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands darf ein
Arbeitgeber einen einzelnen Betrieb nicht aus einer allgemeinen Lohnerhöhung in
seinem Unternehmen ausnehmen (5 AZR 74/2008 3. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz ist eine in Polen
erworbene Fahrerlaubnis eines Deutschen auch bei bloßem Scheinwohnsitz
anzuerkennen (10 A 10851/2008 3. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I muss Gary Moore wegen
Plagiats (Still got the Blues) an Jürgen Winter (Nordrach) Schadensersatz
zahlen (21 O 23120/2000 3. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Berlin ist eine Klage einer Witwe
eines Offiziers des Staatssicherheitsdiensts der ehemaligen Deutschen
Demokratischen Republik auf Rentenerhöhung abgewiesen (3. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Türkei ist Leyla Zana
wegen Eintretens für die verbotene Kurdische Arbeiterpartei (erneut) zu zehn
Jahren Haft verurteilt.
Die Europäische Zentralbank senkt die Leitzinsen von 3,25 auf 2,5 Prozent.
Lufthansa erwirbt die Staatsanteile an Austrian Airlines.
2008-12-03
Nach Entscheidungen des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind zwei Eilverfahren
über die Anerkennung der Verluste von Filmfonds an das Finanzgericht zur
weiteren Aufklärung des Sachverhalts zurückverwiesen (IV B 126/2007, IV B
127/2007 6. November 2008).
Nach Entscheidungen des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist bei einem in
Deutschland ansässigen, für jeweils mehrere aufeinanderfolgende Tage in der
Schweiz tätigen Arbeitnehmer nicht jeder dieser Tage als jeweils ein Tag zu
zählen, an dem der Arbeitnehmer aus beruflichen Gründen nicht an seinen
Wohnsitz zurückkehren kann, so dass eine Besteuerung in der Schweiz und eine
Steuerfreiheit in Deutschland nur schwerer erreicht werden können (I R 10/2007,
I R 64/2007 27. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist die höhere
Besteuerung umwandlungssteuerrechtlicher Übernahmegewinne im
Veranlagungszeitraum 1999 möglicherweise verfassungswidrig (27. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist das Fusionsverbot
des Bundeskartellamts Deutschlands gegen Springer und Pro Sieben rechtmäßig.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe muss ein
Kraftfahrzeugkäufer die Anfänglichkeit eines Mangels nicht beweisen, wenn der
Verkäufer vorbehaltlos mehrere kostenlose Mangelbeseitigungsversuche an einem
neu gekauften Kraftfahrzeug vornimmt (8 U 34/2008 25. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Heidelberg ist Franz G. wegen
fahrlässiger Tötung Susann Steiners durch zu schnelles und unaufmerksames
Fahren zu zehn Monaten Haft auf Bewährung und 2400 Euro Bußgeld verurteilt.
Nach einer Entscheidung des bayerischen Reit- und Fahrverbands ist das
Ermittlungsverfahren gegen Max Kühner wegen Übens mit Stolperdraht an einem
Wassergraben wegen geringer Schuld eingestellt.
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Innsbrucks ist das sektorale
Fahrverbot für Lastkraftwagen in Tirol rechtmäßig.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts des Irak sind Ali Hassan
al-Madschid und Abdelghani Abdelghafar wegen Beteiligung an der Niederschlagung
eines Aufstandes im Jahre 1991 (erneut) zum Tode verurteilt.
Als Folge einer verlorenen Stichwahl in Georgia bleibt den Demokraten die
angestrebte 60-Sitze-Mehrheit im Senat der Vereinigten Staaten von Amerika
versagt.
Die fünf Mitglieder des Vorstands der Volkswagen Aktiengesellschaft haben aus
dem Verkauf von Aktienoptionen auf dem Höhepunkt des Aktienkursanstiegs 25
Millionen Euro erzielt, von denen sie zehn Prozent an die Bürgerstiftung
Wolfsburg spenden.
Der Großherzog Luxemburgs verweigert aus Gewissensgründen die Unterzeichnung
eines Gesetzes über Sterbehilfe.
Der Nationalrat Österreichs beschließt die Aufhebung der Immunität Peter
Westenthalers (BZÖ).
2008-12-02
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands sind
männliche und weibliche Gefangene bei Telefongesprächsmöglichkeit und
Einkaufsmöglichkeit (z. B. von Kosmetika) grundsätzlich gleich zu behandeln (2
BvR 1870/2007 7. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine
Meinungsäußerung (z. B. gegen einseitige Vergangenheitsbewältigung) unabhängig
von ihrer inhaltlichen Richtigkeit oder ihrem ethischen Wert grundrechtlich
geschützt.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei einer
Steuerhinterziehung in Millionenhöhe grundsätzlich nur eine Freiheitsstrafe
ohne Bewährung (bzw. ab 50000 Euro eine Freiheitsstrafe auf Bewährung)
schuldangemessen und bei der Berechnung des Hinterziehungsbetrags aus dem
tatsächlichen gezahlten Nettolohn ein fiktiver Bruttolohn zu berechnen und § 14
II 2 SGB IV zugrundezulegen (1 StR 416/2008 2. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Verurteilung dreier Angeklagter wegen der Schändung der Gedenktafel für Michéle
Kiesewetter durch das Landgericht Heilbronn im Mai 2008 rechtmäßig (1 StR
621/2008 18. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln darf die Vergütung für
Geschäftsführer einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung analog § 87 II AktG
herabgesetzt werden, wenn sich die Verhältnisse des Unternehmens wesentlich
verschlechtert haben und die ungekürzte Weiterzahlung eine schwere Unbilligkeit
wäre (18 U 131/2007).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Sachsen-Anhalt ist ein
Sportunfall im Sportunterricht in einer Kinder- und Jugendsportschule der
ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik gesetzlich unfallversichert (6 U
143/2003 17. April 2008).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Leipzig hat ein Anleger einen
Schadensersatzanspruch gegen die Citybank wegen fehlerhafter Beratung bei
Anlage in ein Zertifikat der Citygroup (115 C 3759/2008).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichts Thailands ist der
Ministerpräsident entlassen und die Regierungspartei PPP wegen Wahlbetrugs
aufgelöst, nicht aber das Parlament, in dem die Abgeordneten sofort eine neue
Partei gründen können.
Nach einer Entscheidung des Tribunals der Vereinten Nationen wegen des
Völkermords in Ruanda ist Simon Bikindi wegen Aufrufs zu Gewalt durch Lieder zu
15 Jahren Haft verurteilt.
Mehr als 100 Staaten unterzeichnen das Verbot von Streubomben.
2008-12-01
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands verletzen
Aufsichtsratsmitglieder einer Aktiengesellschaft nicht schon dann ihre
organschaftlichen Pflichten, wenn sie ihrer Mehrheitsaktionärin Darlehen in
erheblicher Höhe ohne Sicherheit zu marktgerechten Zinsen unter vollwertigem
Rückzahlungsanspruch gewähren (II ZR 102/2007 1. Dezember 2008).
Das Verfassungsgericht des Saarlands lockert zwecks Vermeidung der
Existengefährdung kleiner Gastwirtschaften das Rauchverbot.
Nach einer Entscheidung des
Oberlandesgerichts München kann der Ausgleichsverpflichtete nach § 426 I 1 BGB
dem vorleistenden Gesamtschuldner grundsätzlich nur solche Einwände aus dem
Grundverhältnis entgegenhalten, die bei Zahlung offensichtlich und so gewichtig
waren, dass das Begleichen der Forderung einen Rechtsmissbrauch darstellt (7 U
3972/2007 16. Januar 2008).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz ist ein
Streit unter Arbeitnehmern (z. B. einer Betriebsrätin und einem
Betriebsratsvorsitzenden über die Erledigung privater Angelegenheiten während
einer Betriebsratssitzung und über die Benutzung eines Betriebskraftfahrzeugs)
bei innerem Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit ein arbeitsrechtlicher
Streit mit Zuständigkeit der Arbeitsgerichte (11 Ta 154/2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Siegen ist eine drei Säuglinge
tötende Mutter wegen Totschlags in zwei minder schweren Fällen durch
Unterlassen zu 51 Monaten Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Düsseldorf stehen Teilnehmer an vom
Arbeitgeber bezahlten Motivationsförderungsveranstaltungen nicht unter dem
Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung (6 U 29/2008 28. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des
Amtsgerichts Emmendingen ist das Verstecken des Zündschlüssels eines
Rettungswagens im Einsatz (z. B. durch einen frustrierten Obdachlosen) ein
Beeinträchtigen einer Funktion des Rettungswagens (5 Cs 350 Js 459-AK 19/2008
26. Februar 2008).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München muss eine Versicherung
bei einer Erweiterung der versicherten Leistungen innerhalb eines bestehenden
Versicherungsvertrags eindeutig zum Ausdruck bringen, dass es sich um einen
vollständigen Tarifwechsel handelt, oder die Geltung der Wartezeiten und
summenmäßigen Beschränkungen nur für den neu hinzugekommenen Teil hinnehmen
(212 C 22552/2007 9. April 2008).
Nach einer Entscheidung des Sportgerichts des deutschen Fußballbunds muss der
Hamburger Sportverein wegen eines Wurfes einer Batterie gegen Frank Baumann
35000 Euro zahlen.
Das Bundeskartellamt Deutschlands bringt 29 Gasversorger zu Gutschriften,
Preissenkungen und Verschiebung von geplanten Preiserhöhungen.
Die Schweizer entscheiden sich bei Volksentscheiden für die
Nichtverfolgungsverjährung von Kinderschändung und die Strafbarkeit des
Rauschgiftgebrauchs (30. November 2008).
Nach einer Entscheidung des europäischen Patentamts sind nur durch Zerstörung
menschlicher Embryonen gewinnbare Stammzellkulturen nicht patentfähig (G2/2006
25. November 2008).
China richtet Wo Weihan wegen Spionage
für Taiwan hin (27. November2008).
Nach Ansicht eines hochrangigen Mitarbeiters des Bundesnachrichtendiensts
Deutschlands hat sich die Bundesregierung von einem Land, in dem organisierte
Kriminalität die Staatsform ist, am Nasenring durch die Weltpolitik führen
lassen.
2008-11-30 Nach einer Entscheidung des Europäischen
Gerichtshofs verlangt Art. 3 I der Richtlinie 2001/23/EG Art. 1 I lit. a, 2, 3,
4 I, 5 nicht, dass in einem Mitgliedstaat (z. B. Spanien) beim Übergang eines
Unternehmens ein Vertrag des Unternehmers über die Miete eines Geschäftslokals
eines Dritten fortgeführt wird (C-313/2007 16. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist Art. 3 I der
Richtlinie 2004/38 dahingehend auszulegen, dass sich ein
Drittstaatsangehöriger, welcher der Ehegatte eines sich in einem Mitgliedstaat
ohne dessen Staatsangehörigkeit aufhaltenden Unionsbürgers ist und diesen
Unionsbürger begleitet oder ihm nachzieht, auf die Bestimmungen dieser
Richtlinie unabhängig davon berufen kann, wann und wo die Ehe geschlossen wurde
oder wie der betreffende Drittstaatsangehörige in den Aufnahmemitgliedstaat
eingereist ist (C-127/2008 25. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands kann die
Weitergabe der von einem Beamten im Rahmen einer Selbstanzeige offenbarten
Steuerdaten (z. B. Nichtversteuerung von Einkünften in Höhe von 589329 DM)
durch die Finanzverwaltung an seinen Dienstherrn und die Verwertung in einem
anschließenden Disziplinarverfahren gerechtfertigt sein (2 BvR 336/2007 6. Mai
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Bewertung
der im Fachlehrgang angefertigten Klausuren einer fachlichen Überprüfung durch
die Rechtsanwaltskammer (z. B. Bewertung als noch genügend) entzogen (AnwZ [B]
62/2007 21. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist für auf eine
Eigentumsverletzung gestützte Beseitigungs- und Schadensersatzklage nicht der
ausschließliche Gerichtsstand des Art. 22 Nr. 1 S. 1 EuGVVO gegeben (V ZR
11/2008 18. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss eine Partei im
Rahmen eines Antrags auf Wiedereinsetzung in die versäumte Frist die
tatsächlichen Abläufe verständlich und geschlossen schildern (IX ZB 169/2007 3.
Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei Erbringung
von Leistungen gegenüber mehreren der Gesamtanspruch durch den Gläubiger in
einem Mahnantrag unzureichend bezeichnet, wenn nur die Leistung an den
Schuldner genannt ist und eine Mithaftung für die Schuld anderer nicht
behauptet wird (IX ZR 160/2007 10. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands läuft in einem
Wiedereinsetzungsverfahren gegen die Versäumung der Einlegungsfrist und
Begründungsfrist für eine Rechtsbeschwerde die Frist für die Begründung ab
Bekanntgabe der Gewährung von Prozesskostenhilfe, nicht ab Bekanntgabe der
Bewilligung von Wiedereinsetzung gegen die Versäumung der Einlegungsfrist (IX
ZB 197/2007 29. Mai 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands wird mit dem
Abschluss eines schriftlichen Geschäftsführerdienstvertrags ein bisheriges
Arbeitsverhältnis beendet und lebt nach Verlust der Organstellung nicht (ohne
Weiteres) wieder auf (2 AZR 754/2006 5. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands wird bei
Erhebung einer Kündigungsschutzklage gegen eine Kündigung eine auf dieselben
Gründe gestützte, spätere, zum gleichen oder einem früheren Termin
ausgesprochene Kündigung nicht nach § 7 KSchG deswegen wirksam, weil der Kläger
sie nicht innerhalb der dreiwöchigen Klagefrist (auch) ausdrücklich angegriffen
hat (2 AZR 699/2006 23. April 2008).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Bayern verletzt die
Tariftreueregelung des Art. 3 I BayBauVG weder die negative Koalitionsfreiheit
noch die Handlungsfreiheit und kann nur in krassen Fällen über das
Rechtsstaatsprinzip angegriffen werden (14-VII/2000 20. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Berlin kommt ein Anspruch
für eine Gegendarstellung einer Behörde (z. B. Polizeipräsident) nur bei
ähnlich schwerwiegendem Eingriff in ihre Rechtsstellung in Betracht wie bei
einem Einzelnen (VerfGH 22/2008 20. August 2008).
2008-11-29 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs
Deutschlands ist für die Beurteilung der Rechtmäßigkeit eines Pfändungs- und
Überweisungsbeschlusses die Sachlage und Rechtslage zum Zeitpunkt der
Entscheidung über das gegen den Beschluss eingelegte Rechtsmittel maßgebend
(VII ZB 16/2008 23. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss bei Rücktritt
der Rückgewährschuldner eine von ihm begründete Belastung des empfangenen
Gegenstands beseitigen und kommt Wertersatz
nur bei Unmöglichkeit der Beseitigung in Betracht (V ZR 131/2007 10.
Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands können in der
Insolvenz eines selbstschuldnerischen Bürgen von ihm erbrachte Leistungen
gegenüber dem Gläubiger angefochten werden (IX ZR 205/2006 9. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands wird ein objektiv
nicht zur Verkürzung des von § 85a ZVG intendierten Schuldnerschutzes
geeignetes Gebot nicht dadurch rechtsmissbräuchlich, dass auf der Grundlage
rechtsirriger Vorstellungen des Gläubigers von einer Verkürzung des
Schuldnerschutzes auszugehen wäre (V ZB 21/2008 9. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands können in der
Insolvenz eines selbstschuldnerischen Bürgen von ihm erbrachte Zahlungen gegenüber
dem Gläubiger angefochten werden (IX ZR 59/2007 9. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist § 623 II 3 ZPO
zur Vermeidung eines Widerspruchs zu § 628 S. 1 Nr. 4 ZPO einschränkend
auszulegen, so dass eine Abtrennung abzulehnen ist, wenn sie nur dazu dienen
kann, eine Vorabentscheidung über die Ehescheidung zu ermöglichen (XII ZB
90/2008 1. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der Einwand
des Schuldners, dass aus einem gegen ihn ergangenen Urteil wegen Erteilung der
Restschuldbefreiung nicht mehr vollstreckt werden könne, nur im Wege der
Vollstreckungsgegenklage nach § 767 ZPO verfolgt werden (IX ZB 205/2006 25.
September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlandsmuss der wirksame
Vertretungsmacht bei Vertragsabschluss bestreitende Bereicherungsgläubiger die
tatsächlichen Voraussetzungen des Fehlens der Vertretungsmacht oder einer
Rechtsscheinvollmacht darlegen und beweisen (XI ZR 253/2007 23. September
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands verlängert sich bei
der zeitgleichen Versteigerung mehrerer Grundstücke die Bietzeit in dem
Verfahren, in dem Gebote abgegeben werden, nicht, wenn in dem anderen Verfahren
in der gleichen Zeit keine Gebote abgegeben werden (V ZB 18/2008 18. September
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei mehreren
Streitgenossen mit unterschiedlichem allgemeinem Gerichtsstand ohne Begründung
eines gemeinschaftlichen besonderen Gerichtsstands für die
Gerichtsstandsbestimmung das als erstes angerufene Oberlandesgericht zuständig
(X ARZ 105/2008 21. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern müssen Tankstellen
und Drogeriemarktfilialen in Bayern den Verkauf von Lottoscheinen einstellen.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern ist eine
Demonstration in Landsberg am Lech rechtmäßig.
Nach Entscheidungen des Oberverwaltungsgerichts Schleswig-Holstein haben Beamte
mit mehr als zwei unterhaltsberechtigten Kindern Anspruch auf eine höhere
Vergütung (3 LB 8/2007 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München sind zwei in Weßling für kurze
Zeit 1,2 Millionen Euro erbeutende Bankräuber zu 8 bzw. 7,5 Jahren Haft
verurteilt.
Nach einer Entscheidung der Bundesnetzagentur Deutschlands darf die Deutsche
Telekom die Netzgebühren für Wettbewerber um durchschnittlich 4,4 Prozent
erhöhen.
Premiere erwirbt die Übertragungsrechte für die Bundesligafußballspiele von
2009 bis 2012.
Deutschland erreicht die für 2012 vereinbarten Klimaziele für 2007.
Nach Ansicht der Welthandelskonferenz ist die Zollfreiheit des Verkaufs von
Bananen aus früheren Kolonien in die Europäische Union rechtswidrig.
*AGB-Recht, hg. v. Wolf, Manfred, Lindacher, W./Pfeifer, T., 5. A. 2009
*Nielsen, Jens, Richtlinien für Dokumentenakkreditive, 3. A: 2008
*Diegmann/Hoffmann/Ohlmann, Praxishandbuch für das gesamte Spielrecht, 2008
*Münchener Anwalts-Handbuch Straßenverkehrsrecht, hg. v. Buschbell, Hans, 3. A.
2009
*Lewinski, Kai von, Grundriss des anwaltlichen Berufsrechts, 2. A. 2008
2008-11-28 Nach einer Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands darf das Gesicht des wegen Werfens eines
Holzklotzes von einer Autobahnbrücke auf einen Personenkraftwagen Angeklagten
im Fernsehen (z. B. NB 24) nur verfremdet gezeigt werden (1 BvQ 46/2008 27.
November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind drei
Angeklagte wegen Betrugs zu Lasten des FC Energie Cottbus rechtskräftig zu Haft
auf Bewährung bzw. Geldstrafen verurteilt (5 StR 96/2008 27. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands führt die
Vollstreckung eines Verwaltungsakts durch Ersatzvornahme nicht zu dessen
Erledigung, so dass dieser Bestandskraft erlangen kann, wobei Einwendungen
gegen seine Rechtmäßigkeit im Anfechtungsverfahren gegen den
Kostenerstattungsbescheid unbeachtlich sind (7 C 5/2008 25. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist eine Steuerhinterziehung
keine vorsätzlich begangene unerlaubte Handlung im Sinne des § 302 Nr. 1 InsO
und § 370 AO kein Schutzgesetz im Sinne des § 823 II BGB. so dass auch
hinterzogene Steuern in die Restschuldbefreiung einbezogen werden können (VII R
6/2007 19. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann der
Arbeitgeber eine übertarifliche Zulage mangels anderweitiger Abrede bei
Tariflohnerhöhungen auch rückwirkend verrechnen (5 AZR 820/2007 27. August
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands wirkt bei einer
Änderung der Entlohnungsgrundsätze in einem Betrieb durch Kündigung einer
Betriebsvereinbarung über einen Vergütungsbestandteil die Betriebsvereinbarung
nach § 77 VI BetrVG nach (1 AZR 354/2007 26. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München bedarf bei Herausnahme
eines Deliktsvorwurfs aus der Verfolgung durch das Berufungsgericht ein gleich
hoher Schuldausgleich eingehender Begründung (5 St RR 130/2008 15. Oktober
2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Saarbrücken bestimmt sich die
örtliche Zuständigkeit für die 2008 erhobenen Klagen des Versicherungsnehmers
gegen den Versicherer nach § 215 I VVG 2008 (5 W 220/2008 23. September 2008).
Nach einer Eilentscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern kann die
Internetwerbung für öffentliche Glücksspiele im Internet mit räumlicher
Beschränkung auf Bayern verboten werden (10 CS 2399/2008 20. November 2008).
Nach Entscheidungen des Oberverwaltungsgerichts Thüringen kann die
Rosa-Luxemburg-Stiftung nicht die gleichen staatlichen Zuschüsse verlangen wie
die Friedrich-Ebert-Stiftung (3 KO 363/2008 26. November 2008 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Düsseldorf ist der Betreiber einer
Internetseite für den Verkauf von Domains nicht für Markenrechtsverletzungen
Dritter verantwortlich (14 c O 146/2008 14. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main muss die Sparkasse
Frankfurt an Main Anleger bei Lehman Brothers nicht entschädigen.
Der Bundestag Deutschlands beschließt das Jahressteuergesetz 2009, das etwa die
Verjährung für Steuerhinterziehung im besonders schweren Fall auf zehn Jahre
verlängert.
Der Bundesrat Deutschlands stimmt dem Gesetz über das Bundeskriminalamt nicht
mit der der erforderlichen Mehrheit zu.
2008-11-27
Nach einer Entscheidung des europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ist
die Klage eines Sikh aus Frankreich auf ein Passfoto mit Turban abgewiesen.
Nach Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist das geltende
Konzept der Zwischenlagerung von Atommüll am Standort der Kernkraftwerke (z. B.
in Bayern) verfassungsgemäß (1 BvR 2458/2006 27. November 2008 u. a.).
Nach Entscheidungen des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind Haftbefehle gegen
Daniel P. und Harun Can A. wegen des Verdachts der Verbreitung islamistischer
Internetpropaganda bestätigt, teilweise nach einem Geständnis aber bereits
außer Kraft gesetzt.
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands ist das
Ausrutschen eines Lehrers (z. B. einer Lehrerin) unter einer Dusche bei einer
Klassenfahrt kein Arbeitsunfall, sondern Verwirklichung eines allgemeinen
Lebensrisikos (2 U 31/2007 26. 11. 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen endet die
Erschließung nicht an der Stadtgrenze, so dass auch Anliegergrundstücke in die
Verteilung eines Erschließungsaufwands für eine Straße einbezogen werden
können, die nicht auf dem Gebiet der beitragerhebenden Gemeinde liegen (5 UE
291/2007 26. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen darf ein dem
Selbstbedienungsverbot unterfallendes Pflanzenschutzmittel nicht frei
zugänglich im Regalverkauf angeboten werden (6 A 694/2008 26. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Berlin-Brandenburg hat eine
Abteilungsleiterin GEMAs wegen Geschlechtsdiskriminierung bei einer
Beförderungsentscheidung Anspruch auf Schadensersatz (15a 517/2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin ist ein Barbetreiber wegen
sexuellen Missbrauchs Minderjähriger zu 63 Monaten Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hannover sind Klagen Porsches wegen
der Beschlüsse der Hauptversammlung der Volkswagen AG abgewiesen (21 O 52/2008
u. a.).
Nach Entscheidungen des Verfassungsgerichtshofs Österreichs sind zwei
Entscheidungen des Asylgerichtshofs rechtswidrig.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist Lori Drew am Tod einer Dreizehnjährigen durch Mobbing schuldig.
Der Bundestag Deutschlands beschließt eine Erbschaftsteuerreforn, welche die
weitgehend steuerfreie Weiterführung von Unternehmen ermöglicht, die nahe
Angehörigen begünstigt und entferntere Verwandte schlechter stellt.
Die Schweiz ist in das Schengen-System aufgenommen und gibt am 12. Dezember
2008 die Personenkontrollen an den Grenzen auf.
Woolworth meldet in Großbritannien Konkurs an.
2008-11-26
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein
Verbraucher bei Kauf einer mangelhaften Ware (z. B. Quelles) und
Ersatzlieferung kein Entgelt für die Zeit der Nutzung der mangelhaften Ware
zahlen (VIII ZR 200/2005 26. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist der
Widerruf der Flüchtlingsanerkennung eines ehemaligen Funktionärs der verbotenen
Kurdischen Arbeiterpartei möglicherweise europarechtsgemäß (10 C 46/2007 25.
November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands muss ein verdienten
Lohn bei einer betrieblichen Losveranstaltung Einsetzender den gewonnen Preis
selbst bei Weiterveräußerung im gleichen Jahr nicht als Betriebseinnahme
versteuern (X R 8/2006 2. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist der aus einem für
Erzielung bestimmter Umsätze erhaltenen Los erzielte Gewinn eines
Vertriebsmitarbeiters als betriebliche Einnahme zu versteuern (X R 25/2007 2.
September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands können nach einer
öffentlichrechtlichen Satzung an politische Mandatsträger (z. B.
Kreistagsabgeordnete) geleistete angemessene pauschale Reisekostenvergütungen
auch ohne Einzelnachweis gegenüber dem Finanzamt steuerbefreit sein (VIII R
58/2006 8. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Kiel ist Christine W. wegen Tierquälerei
von Pferden zu 21 Monaten Haft auf Bewährung, dreijährigem Pferdehaltungsverbot
und 150 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München kann die Beschreibung eines
Bandscheibenvorfalls als eingeklemmten Ischiasnerv durch einen
Krankenversicherten zum Verlust des Versicherungsschutzes und der Kündigung des
Krankenversicherungsvertrags führen (281 C 9541/2007).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Berufungsgerichts Italiens ist ein
griechisches Urteil von 1997 gegen Deutschland wegen Entschädigungszahlungen
für Kriegsverbrechen in Distomo (50 Millionen Euro wegen 218 Opfern) in Italien
wirksam.
Das Verfassungsgericht Tschechiens sieht den Vertrag von Lissabon als nicht
verfassungswidrig an.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist das Adoptionsverbot Floridas für Homosexuelle verfassungswidrig.
Nach einer Entscheidung des Richters im Prozess um die Ermordung Anna
Politkowskajas ist er nicht befangen.
Im Streit wegen Prämien für die Gewinnung neuer Käufer von
Blutzuckermessgeräten zahlt Bayer auf Grund eines Vergleichs 97,5 Millionen
Dollar.
Die Europäische Kommission stellt das laufende Kartellverfahren gegen Eon ein.
76 Prozent der rund 40000 Stimmberechtigten Grönlands entscheiden sich für mehr
Unabhängigkeit von Dänemark und die Anerkennung der Inuitsprache Grönländisch
als amtliche Landessprache.
2008-11-25
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands können Porträts
berühmter Personen (z. B. Marlene Dietrich) grundsätzlich im Markenregister
eingetragen werden (I ZB 21/2006).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main ist eine
Anfechtungsklage gegen eine Aktiengesellschaft wegen Rechtsmissbrauchs
abgewiesen (3-5 O 11/2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München ist ein Teil der
Schadensersatzansprüche Leo Kirchs gegen die Deutsche Bank wegen der Äußerungen
Rolf Breuers durch Versäumnisurteil abgewiesen.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hildesheim wird das Strafverfahren
gegen Prinz Ernst August von Hannover wegen gefährlicher Körperverletzung
wieder aufgenommen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist ein professioneller Spamversender (Atlantis Blue Capital mit Adam
Guerbuez) zu 873 Millionen Dollar Schadensersatz an Facebook verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika sind fünf Mitglieder der Holy Land Foundation for Relief and
Development der finanziellen Unterstützung von Terroristen schuldig.
Siemens einigt sich mit dem Insolvenzverwalter BenQMobiles und zahlt 300
Millionen Euro.
Wolfgang Clement tritt aus der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands aus.
Der Bezirk Hessen-Süd der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands hebt den
Entzug der Mitgliedsrechte Carmen Everts’ und Jürgen Walters auf.
Heinrich, Manfred wechselt von München nach Kiel.
Jäger, Christian wechselt von Trier nach Bayreuth.
Nolte, Martin wechselt von Kiel an die private Hanseuniversität Rostock.
Schaub, Renate wechselt von Göttingen nach Bochum.
Schenke, Ralf wechselt von Münster nach Bochum.
2008-11-24 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein Geschädigter die erkennbar überhöhten
Kosten eines Unfallersatzwagens (täglich 180 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer)
selbst tragen (VI ZR 210/2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands beginnt die
Verjährung der Schadensersatzansprüche von Aktionären gegen Vorstandsmitglieder
(z. B. EM.TVs) mit der Veröffentlichung von Pressebereichten über
Anklageerhebungen zu Strafverfahren (II ZR 235/2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München verletzt ein seinem
Artikel über rechtswidrige Kopiersoftware einen Link zur Herstellerseite
anfügender Redakteur das Urheberrechtsgesetz, obwohl jeder Leser auch auf Grund
des Artikels die Herstellerseite finden kann (29 U 5696/2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württembergs ist die
Satzung Baden-Badens über den Fremdenverkehrsbeitrag wegen Verletzung des
Gebots der Abgabengerechtigkeit (z. B. durch Nichteinbeziehung von Ärzten und
Rechtsanwälten) rechtswidrig (2 S 669/2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Nürnberg-Fürth ist Johannes Feldmayer
(Siemens) wegen Untreue und Steuerhinterziehung zu zwei Jahren haft auf
Bewährung und 360 Tagessätzen a 80 Euro Geldstrafe verurteilt, Wilhelm Schelsky
wegen Beihilfe zur Untreue und Steuerhinterziehung zu 54 Monaten Haft.
Nach einer Entscheidung des
Landgerichts Potsdam müssen zwei Bildagenturen die Veröffentlichung von Bildern
der Potsdamer Welterbestätten unterlassen und Schadensersatz zahlen.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Rottweil ist eine Einundzwanzigjährige
(Jennifer R.) wegen Totschlags ihres Neugeborenen in der Gefriertruhe zu drei
Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Wiesbaden begründet die
gewerbliche Nutzung eines internetfähigen Rechners mangels notwendiger
Rechtsgrundlage keinen Gebührenanspruch der Gebühreneinzugszentrale der öffentlichrechtlichen
Rundfunkanstalten (5 E 243/2008 19. November 2008).
Nach einer Entscheidung des zuständigen
Gerichts Spaniens müssen Kruzifixe aus der öffentlichen Schule Macías Picavea
entfernt werden.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist die Freilassung fünfer Gefangener auf Guantánamo angeordnet.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Kanadas haben fette
Flugpassagiere als Behinderte bei Inlandsflügen Anspruch auf zwei Sitze zum
Preis eines Sitzes.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Thailands ist Christopher Neil
zu weiteren sechs Jahren haft wegen Kindesmissbrauchs verurteilt.
Christoph Flügge wird als Nachfolger Wolfgang Schomburgs als Richter bei dem
Tribunal der Vereinten Nationen wegen Kriegsverbrechen in Jugoslawien vereidigt
(20. November 2008).
Das Parteiausschlussverfahren der SPD gegen Wolfgang Clement wegen
parteischädigenden Verhaltens ist eingestellt.
Schweden ratifiziert als 25.
Mitgliedstaat den Vertrag von Lissabon.
Claudia Bandion-Ortner folgt Maria Berger als Justizministerin
Österreichs nach.
Michael Spindelegger wird Minister für europäische und internationale
Angelegenheiten Österreichs.
Ringier stellt die Verteilung der Gratiszeitung 24 hodin in Tschechien ein.
Die Vereinigten Staaten von Amerika stützen Citigroup mit 20 Milliarden Dollar
Beteiligung und 306 Milliarden Dollar Bürgschaft.
Christian Klar wird nach 26 Jahren Haft am 3. Januar 2009 ohne Distanzierung
von der Roten Armee Fraktion aus der Haft entlassen.
Der wegen Scheckbetrugs und Drogenvergehen bestrafte Läufer Tim Montgomery gibt
Doping vor den Olympischen Spielen 2000 zu.
Der deutsche Aktienindex steigt auf 4554 Punkte.
Nach einer Entscheidung des
Bundeskartellamts Deutschlands darf Rewe 328 Plus-Filialen Tengelmanns
übernehmen.
CAI erwirbt vom Insolvenzverwalter Alitalia für 427 Millionen Euro und 625
Millionen Euro Übernahme von Schulden.
Die Deutsche Post AG zieht nach Verkauf von 1000 Gedenkmünzen zur
Zwangsvereinigung von SPD und SED die Gedenkmünze zurück.
2008-11-23 Nach einer Entscheidung des europäischen
Gerichtshofs für Menschenrechte haben die Behörden Österreichs mit der
Durchsuchung und Beschlagnahme elektronisch gespeicherter Daten in der Kanzlei
des Rechtsanwalts Gottfried Wieser in dessen Recht auf Achtung seiner
Korrespondenz eingegriffen, so dass Österreich 2500 Euro für
Nichtvermögensschaden und 10000 Euro für Ersatz der Kosten und Auslagen zahlen
muss (74336/2001 16. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte hat
Frankreich durch eine Verurteilung zweier Journalisten wegen der
Veröffentlichung eines Buches über die geheime Telefonüberwachung von
Journalisten und Rechtsanwälten durch die Antiterrorabteilung die Freiheit der
Meinungsäußerung verletzt (1914/2002 7. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands übt ein Gläubiger
einer Kommanditgesellschaft sein Recht nicht unzulässig aus, wenn er die
Kommanditisten in Anspruch nimmt, obwohl er weiß, dass sie der Gesellschaft
gegenüber nicht zur Erstattung der an sie zurückgezahlten Einlagen verpflichtet
sind (II ZR 204/2007 14. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat der
Rechtsanwalt eine Pflicht zur eigenverantwortlichen Prüfung, ob das Fristende
von seiner Fachangestellten richtig ermittelt worden ist, wenn ihm die Akten
zur Bearbeitung vorgelegt werden (VI ZB 2/2008 10. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands führt die
Unwirksamkeit einer unbestimmten Zinsänderungsklausel bei auf längere Laufzeit
angelegten Sparverträgen nicht dazu, dass der im Vertrag genannte
Anfangszinssatz für die gesamte Laufzeit geschuldet wird, wobei die
Vereinbarung von Zinsvariabilität in einer allgemeinen Geschäftsbedingung einer
Bank wirksam ist (XI ZR 211/2007 10. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Werbung
eines Verbrauchers zu einem Fondsbeitritt durch seinen langjährigen
Steuerberater in einer Haustürlage einer kreditgewährenden Bank nicht
zuzurechnen, wenn zwischen ihr und dem Vermittler kein Naheverhältnis bestand
(XI ZR 348/2007 10. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs ist ein die
Wahrnehmungssituation nur abstrakt ausreichend beschreibender Beweisantrag
nicht ausreichend konnex, wenn eine Beweisaufnahme stattgefunden hat, deren
vorläufiges Ergebnis gerade auch die mögliche Wahrnehmungssituation des
benannten Zeugen zum Gegenstand hat (5 StR 38/2008 10. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands fällt bei
Rücknahme einer Rechtsbeschwerde durch den Beschwerdeführer eine Gebühr von 40
Euro an und muss bei Nichtzulassung der Rechtsbeschwerde nicht dahin belehrt
werden, dass ein Rechtsmittel nicht gegeben ist (3 AZB 31/2008 8. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Berlin wird eine wegen der
Nichterschöpfung des Rechtswegs unzulässige Verfassungsbeschwerde nicht durch
Rücknahme der Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs und Vorbringen der
Rüge der Verletzung des Willkürverbots zulässig (140/2005 27. Mai 2008).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Berlin verletzt ein
Amtsgericht den Anspruch auf den gesetzlichen Richter, wenn es die Berufung
gegen seine Entscheidung nicht zulässt, obwohl zu der streitigen
entscheidungserheblichen Rechtsfrage divergierende veröffentliche
Entscheidungen vorliegen und auf sie in einem führenden Kommentar hingewiesen
wird (VerfGH 203/2006 1. April 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Aachen ist Bernd Dieter Kramer wegen
Geldwäsche für den Entführer Thomas Drach zu sechs Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Augsburg ist Ignaz Walther zu einem
Jahr Haft auf Bewährung und Zahlung einer halben Million Euro an gemeinnützige
Einrichtungen verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Burmas ist U Maung Thura nach
Folterung zu 45 Jahren Haft verurteilt.
† Raisch, Peter 19. 04. 1925-18. 11. 2008.
2008-11-22 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine elektronische Bekanntmachung eines
Versteigerungstermins (z. B. in Nordrhein-Westfalen) erfolgt, wenn die
Bekanntmachungsdaten auf dem Server des betreffenden Portals (z. B.
http://www.justiz.de) abgelegt, zum Abruf bereitgestellt und verlinkt sind (V
ZB 94/2008 16. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands bestimmt sich die
Auflagenerstattungspflicht eines Verurteilten nach der für das gesamte weitere
Verfahren geltenden gerichtlichen Bestimmung eines Rechtsanwalts als Beistand
eines Nebenklageberechtigten (1 StR 497/2008 8. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
vorgerichtlich entstandene Geschäftsgebühr auch auf die verminderte
Verfahrensgebühr anteilig anzurechnen, eine Bindung des Gerichts an ein
Gebührengutachten der Rechtsanwaltskammer aber nicht gegeben (IX ZR 133/2007
25. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine
Verkaufsförderungsmaßnahme nicht zeitlich zu begrenzen, doch ist auf eine
bestehende zeitliche Begrenzung hinzuweisen (I ZR 120/2006 11. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss, wenn für die
Vermögenssorge eines Schuldners ein Vertreter bestellt, nicht aber ein
Einwilligungsvorbehalt nach § 1903 BGB angeordnet ist, das
Vollstreckungsgericht nach pflichtgemäßem Ermessen bestimmen, ob der Vertreter
oder der Schuldner die eidesstattliche Offenbarungsversicherung abzugeben hat
(I ZB 20/2008 14. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein das Recht
als für sich nicht verbindlich ansehender Bewerber nicht als Rechtsanwalt
zugelassen werden (AnwZ [B] 12/2008 21. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin ist eine
Vollzeitbeschäftigung einer Mutter zweier (z. T. grund-)schulpflichtiger Kinder
auch bei bestehender Möglichkeit einer Volltagsbetreuung durch staatliche
Stellen nicht ohne Weiteres zumutbar (13 WF 111/2008 18. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg sind
überdurchschnittliche Prüfungsnoten in den beiden juristischen Staatsprüfungen
als Voraussetzung für die Aufnahme in die Vorauswahlliste der
Insolvenzverwalterbewerber ungeeignet (2 Va 4/2007 8. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg ist das Fehlen der im
Prospekt angekündigten Durchquerung meterhohen Packeises bei einer Reise ein
Reisemangel (9 U 92/2008 14. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz muss ein Bauherr bei
falscher Auskunft über einen ihm verbundenen Schädiger der Werkleistung einem
Bauunternehmer die notwendigen Prozesskosten eines Schadensersatzprozesses des
Bauunternehmers gegen den vermeintlich Verantwortlichen ersetzen, doch kann der
Unternehmer eine Vergütung erst verlangen, wenn er die Werkleistung unter
Beseitigung des Schadens vertragsgemäß fertigstellt (5 U 550/2008 25. September
2008).
*Rechtsdienstleistungsgesetz, hg. v. Grunewald, Barbara/Römermann, Volker, 2008
*Föhrig, Friedrich-Karl, Kleines Strafrichter-Brevier, hg. v.
Basdorf/Harms/Mosbacher, 2008
2008-11-21 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Rabattaktion Praktikers „20 Prozent auf
alles außer Tiernahrung“ irreführend und damit rechtswidrig (I ZR 122/2006 20.
November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands entspricht die
Zugewinnausgleichsforderung eines weder Erbe noch Vermächtnisnehmer gewordenen
überlebenden Ehegatten bei einem Erben eine Nachlassverbindlichkeit in der Form
einer Erblasserschuld, die bei der Ermittlung des steuerpflichtigen Erwerbs mit
ihrem Nennwert abzuziehen ist (II R 71/2006 1. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichts Brandenburg ist die gesetzlich
vorgesehene Beteiligung volljähriger Schüler an den Kosten des Schülerverkehrs
entgegen der kommunalen Verfassungsbeschwerde des Landkreises
Ostprignitz-Ruppin rechtmäßig (30/2007 20. November 2008).
Nach einer auf Antrag eines Wettbewerbers ergangenen Entscheidung des
Oberlandesgerichts Karlsruhe darf DaFax Energy GmbH nicht mit aggressiven und
unlauteren Praktiken um Kunden werben (6 U 111/2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München ist die auf einem
Notizzettel eigenhändig geschriebene und unterschriebene Aufforderung,
anliegende Unterlagen dem Notar zu geben, damit „der Erbschein für Dich
ausgestellt werden kann“, mangels sicher feststellbaren Testierwillens keine
formwirksame letztwillige Verfügung (31 Wx 42/2008 25. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim kommt bei einer
rechtswidrig in einem anderen Mitgliedstaat der europäischen Union erworbenen
Fahrerlaubnis in bestimmten Fällen der Erlass eines feststellenden
Verwaltungsakts hinsichtlich des § 28 IV FeV in Betracht, in anderen Fällen eine
Entziehungsverfügung (10 S 1688/2008 17. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Niedersachsen durfte der
Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Lüneburg sofort abberufen
werden (8 ME 51/2008 20. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz hat eine Gemeinde
keine Zuständigkeit für den Erlass einer Friedhofssatzung, nach der nur solche
Grabdenkmäler aufgestellt werden dürfen, die nachweislich ohne ausbeuterische
Kinderarbeit hergestellt wurden (7 C 10771/2008 6. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz ist die
Beschränkung der Gebührenfreiheit von Zweitstudien auf ein dem Bachelorstudium
folgendes Masterstudium ebenso verfassungsgemäß wie die Beschränkung der
Verwendung eines Restguthabens eines Erststudiums auf die Gebühren eines
Zweitstudiums auf Absolventen von Hochschulen Rheinland-Pfalzs (2 A 11200/2007
30. April 2008).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Hessen muss eine gesetzliche
Krankenkasse die Kosten der Verkleinerung einer großen Brust nicht tragen, wenn
die Größe nicht entstellt und die Funktion der Brust nicht beeinträchtigt (1 KR
7/2007 19. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Itzehoe ist bei Parteiverrat das
Interesse einer Partei subjektiv von ihrem verfolgten Ziel her zu bestimmen,
doch ist die subjektive Bestimmung dadurch objektiv einzuschränken, dass das
Interesse nur in einem Ziel bestehen kann, das jedenfalls in irgendeiner Weise
der Wahrung der persönlichen Rechtsstellung der Partei dient (1 Qs 22/2008 19.
Februar 2008).
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Hannover hat ein homosexueller, in
einer eingetragenen Lebenspartnerschaft lebender Beamter (z. B.
Steueramtsinspektorin, Postbeamtin, Pastor) keinen Anspruch auf
Verheiratetenzuschlag oder Beihilfe (2 A 2293/2008 20. November 2008, 2 A
7737/2005, 2 A 1057/2007).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Frankfurt am Main ist das
Nichtraucherschutzgesetz Hessens auch auf als Raucherclubs geführte Gaststätten
anwendbar, wenn sie jedermann zugänglich sind und man auch ohne Erwerb einer
kostenlosen Mitgliedschaft bedient wird (941 OWi - 152 Js 14719/2008 14. Mai
2008).
Mercedes-Benz zieht seine Berufung gegen das einem Verbraucher günstige Urteil
des Oberlandesgerichts Stuttgart zurück und zahlt Schadensersatz für den
Kraftstoffmehrverbrauch des Kraftfahrzeugs (im Vergleich zu den Angaben
Herstellers) und eine Einmalzahlung von 2500 Euro.
2008-11-20
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs kann eine interkommunale
Kooperation unter bestimmten Voraussetzungen auch ohne europäischen Wettbewerb
erfolgen (C-324/2007 13. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands verletzt auch die
Entnahme kleinster Tonstücke von einem fremden Tonträger das Urheberrecht des
Herstellers (z. B. Musikgruppe Tonwerk), doch ist die Verwendung bei Schaffung
eines eigenen Werkes mit ausreichendem Abstand erlaubt (I ZR 112/2006 20.
November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands können die
Teilnehmer an einem unerlaubten Autorennen auf einer Straße wegen fahrlässiger
Tötung strafbar sein (4 StR 328/2008 20. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Sachsen darf in Spielhallen
in abgetrennten Nebenräumen geraucht werden.
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichtshofs Hessen sind die
Linienverkehrsgenehmigungen Grünberg/Fernwald und Biebertal/Heuchelheim
rechtswidrig (2 UE 1476/2007, 2 UE 1481/2007 18. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln verfällt bei Nichtinanspruchnahme
eines Hinflugs ein Rückflugticket nicht ohne Weiteres (26 O 125/2007 19.
November 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Lübeck ist eine Mutter wegen
Totschlags an ihrem Sohn durch Ertränken zu sieben Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München darf Petra Reskis Buch Mafia
wegen der Rechte Spartaco Pitantis nur mit Schwärzungen erscheinen.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin war die Rückforderung
von Bürokostenentschädigung der Gerichtsvollzieher in Berlin 2001 rechtswidrig
(7 A 114/2008 19. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts München ist die Kündigung eines
Managers durch Siemens wegen Schmiergeldzahlungen treuwidrig (13 Ca
17197/2007).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Belgiens sind zwei
Niederländer wegen Verherrlichung des Nationalsozialismus auf einem deutschen
Militärfriedhof zu je 1100 Euro Bußgeld verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofs in Lausanne muss
Atletico Madrid gegen PSV Eindhoven ohne Zuschauer spielen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist Alberto Vilar der Geldwäsche, des Wertpapierbetrugs und des Postbetrugs
schuldig.
Walisisch ist Minderheitensprache der Europäischen Union.
Die Europäische Kommission will den
Nacktscanner vor dem Einsatz weiter erproben.
Der Preis für ein Fass Rohöl der Sorte Brent sinkt (von 146 Dollar) auf weniger
als 50 Dollar.
Der deutsche Aktienindex fällt auf 4245 Punkte.
2008-11-19 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein Arbeitnehmer auch bei einer nur
angedrohten Kündigung des Arbeitgebers (z. B. Hewlett-Packard GmbH) Leistungen
seiner Rechtsschutzversicherung verlangen (IV ZR 305/2007 19. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein Gericht
nach § 315 BGB nur einzelne Gaspreiserhöhungen eines Gasversorgers prüfen,
nicht den durch das Betriebsgeheimnis geschützten allgemeinen Tarif (VIII ZR
138/2007 19. November 2008, 13. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei Rücktritt
vom Vertrag wegen Zahlungsverzugs und Unmöglichkeit der Rückgewähr der
gelieferten Leistung (z. B. eines Pferds an einen Fahrlehrer) wegen
Weiterveräußerung der Wertersatz nach § 346 II 2 BGB nach dem Wert der
Gegenleistung zu bemessen (z. B. Übernahme der Aufwendungen für eine
Fahrausbildung) (VIII ZR 311/2007 19. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands haben
Straßenbahnführer im Straßenbahnverkehr mit einer Linienstrecke bis zu 50
Kilometern keinen Anspruch auf 45 Minuten Lenkzeitunterbrechung nach 4,5
Stunden Fahrzeit (9 AZR 737/2007 18. November 2008).
Nach zwei Entscheidungen des Bundesfinanzhofs sind Vorlagen an des
Bundesverfassungsgerichts wegen Bedenken hinsichtlich der rückwirkenden
Änderung des Gewerbesteuergesetzes zurückgezogen, weil die betreffenden
Finanzämter inzwischen den entsprechenden Bedenken Rechnung getragen haben (IV
R 59/2005 30. Oktober 2008, IV R 4/2006 30. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist ein Legen eines
Hausanschlusses durch ein Wasserversorgungsunternehmen gegen gesondert
berechnetes Entgelt eine Lieferung von Wasser, die mit dem ermäßigten
Umsatzsteuersatz zu versteuern ist (8. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist eine vom
Arbeitgeber übernommene Geldbuße oder strafrechtliche Geldauflage des
Arbeitnehmers grundsätzlich ein zu versteuernder Arbeitslohn (VI R 47/2006 22.
Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Bayern sind berufstätige, ihr
Kind auf dem Weg zur Arbeit in eine (z. B. musikalisch ausgerichtete)
Spielgruppe bringende Eltern gesetzlich unfallversichert (17 U 45/2007 28.
Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin ist ein Krankenkassen um 700000
Euro betrügender Apotheker zu 84 Monaten Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg ist eine 34jährige ihre
Approbation fälschende Frau wegen Urkundenfälschung und Betrug zu 18 Monaten
Haft auf Bewährung verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I dürfen wichtige Werke Oskar
Schlemmers (1888-1943) aus dem Nachlass versteigert werden (25 O 18965/2007 17.
November 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München sind zwei Angestellte von
Siemens wegen Beihilfe zu Untreue und Bestechung zu zwei Jahren Haft auf
Bewährung und 12000 Euro Geldstrafe bzw. neun Monate Haft auf Bewährung und
20000 Euro Geldauflage verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Aachen muss die Bundeswehr
Deutschlands der Witwe eines wahrscheinlich durch Radarstrahlenbelastung
erkrankten Soldaten Rente zahlen.
Nach einer Entscheidung des Supreme Court der Vereinigten Staaten von Amerika
ist ein Klageverbot eines Gerichts Kaliforniens gegen den querschnittsgelähmten
Berufskläger Jarek Molski nicht verfassungswidrig.
Nach Entscheidungen des zuständigen Gerichts Burmas sind mehrere buddhistische
Mönche zu Haftstrafen von 9, 11, 12 und 35 Jahren verurteilt.
Die Leiche Friedrich Karl Flicks ist samt Sarg in Velden am Wörthersee zwei
Jahre nach dem Tod gestohlen.
Der Landtag Hessens beschließt einstimmig seine vorzeitige Auflösung.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Sportgerichts Deutschlands darf der
Wuppertaler SV bei seinem Spiel gegen Regensburg höchstens 2000 Zuschauer
zulassen.
Der Handballbundesligist HSG Nordhorn verliert wegen
Lizenzierungsauflagenverletzung vier Punkte.
Hans-Peter Kaul wird Ehrendoktor der juristischen Fakultät der Universität
Köln.
Unter http://www.europeana.eu sind 2
Millionen Bücher, Landkarten, Fotografien, Gemälde und Filme digital
zugänglich.
Der deutsche Aktienindex fällt auf 4367 Punkte.
2008-11-18 Nach einer knappen Mehrheitsentscheidung des
Internationalen Gerichtshofs ist die Klage Kroatiens gegen Serbien als
Rechtsnachfolger Jugoslawiens wegen Völkermords zugelassen.
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist die
Voraussetzung eines fünfjährigen Aufenthalts eines ausländischen (z. B.
deutschen) Studierenden in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union (z. B.
Niederlande) für eine Ausbildungsförderung europarechtmäßig (C-158/2007 18.
November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands darf ein
Zivilgericht (z. B. Oberlandesgericht Zweibrücken) eine Berufung in einer
höchstrichterlich noch nicht geklärten Rechtsfrage von allgemeiner Bedeutung
(z. B. Entbehrlichkeit einer Anhörung bei Verdachtskündigung nach Haftbefehl
und Bestreiten des Beschuldigaten) nicht durch eine unanfechtbare Entscheidung
zurückweisen (1 BvR 2587/2006 4. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist der nicht
ausgezahlte Teil erzielter Scheinrenditen steuerpflichtig (VIII R 36/2004).
Nach Entscheidungen des Verfassungsgerichtshofs Rheinland-Pfalzs verletzt das
Rauchverbot an Schulen Lehrer nicht in ihrer allgemeinen Handlungsfreiheit (B
21/2008 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main muss Enwag
wegen Preismissbrauchs die Trinkwasserpreise für Wetzlar rückwirkend bis Mai
2007 senken (11 W 23/2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln darf eine
Rechtsanwaltskanzlei in ihrem Internetauftritt nicht von Wettbewerbern (z. B.
durch Gliederung oder Auswahl) bearbeitete Leitsätze (unbearbeitet)
veröffentlichen (6 W 110/2008).
Nach einer Entscheidung des
Finanzgerichts Köln bleibt der Kindergeldanspruch für ein in Mutterschutz und
anschließender Betreuungszeit befindliches erwachsenes Kind auch dann bestehen,
wenn das Kind sich in dieser Zeit nicht um einen Arbeitsplatz bewirbt (10 K
64/2008 25. September 2008).
Nach Entscheidungen des Finanzgerichts Münster ist die 2005 erfolgte Änderung der
Rentenbesteuerung rechtmäßig (14 K 2406/2006 E 14. Oktober 2008, 14 K 3990/2006
E 14. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Cottbus ist ein früherer
Kanutrainer wegen sexuellen Missbrauchs minderjähriger Sportlerinnen zu zwei
Jahren Haft mit Bewährung verurteilt.
Nach einer Entscheidung des
Landgerichts Traunstein ist der Konstrukteur des unter einer Schneelast
zusammengebrochenen Dachs der Eissporthalle Bad Reichenhalls wegen fahrlässiger
Tötung zu 18 Monaten Haft verurteilt. während zwei andere Angeklagte
freigesprochen sind.
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Berlin ist ein Ärzte
bevorzugt auf Medikamente bestimmter Hersteller leitendes Computerprogramm
nicht durch die kassenärztliche Bundesvereinigung genehmigungsfähig (79 KA
498/2008).
Nach einer Entscheidung des
Amtsgerichts München kann ein Rechtsanwalt bei mehrfachem unvernünftigen
Hinwegsetzen des Mandanten über einen vernünftigen Rat des Rechtsanwalts das
Mandatsverhältnis kündigen und sein Honorar verlangen (222 C 30394/2007 28. Mai
2008).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Österreichs ist
Wolfgang Kulterer nach seinem Geständnis der Bilanzfälschung zu 140000 Euro
Geldstrafe verurteilt.
Nach einer Entscheidung des
Fußballverbands Englands ist Didier Drogba wegen Zurückwerfens einer Münze in
die Zuschauerränge für drei Spiele gesperrt.
Vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag wird der Prozess
gegen Thomas Lubanga Dyilo beginnen.
Um seiner Ablösung zuvorzukommen gibt Baltasar Garzón seine Ermittlungen zur
Aufklärung von Tötungen im Bürgerkrieg Spaniens und unter der Herrschaft
General Francos ab.
Das Europäische Parlament hebt mit 564 gegen 61 Stimmen die Immunität Frank van
Heckes auf.
Die Post Italiens verbietet die Nutzung Facebooks am Arbeitsplatz.
Baden-Württemberg wird in einem Versuch die elektronische Fußfessel einführen.
Opel beantragt eine staatliche Bürgschaft von 1,8 Milliarden Euro.
2008-11-17
Nach einer Entscheidung des europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ist
Österreich wegen einer Geldstrafe gegen die Kronenzeitung zu 14500 Euro
Entschädigung verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist das
Kammergericht Berlin für Verfahren gegen die Beschlagnahme von an vier Berliner
Zeitungsverlage gerichteten Briefe zuständig (StB 12-15/2008 8. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz können Schuldzinsen
für Darlehen zu einer Ausbildung als Pilot nicht berücksichtigt werden, wenn
der Ausbildung eine Anstellung im Ausland folgt (3 K 2129/2006 28. Oktober
2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Aachen ist ein seinen Nachbarn wegen
Lärms erschießender Mann wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt, weil
eine Notwehrlage nur vorgetäuscht wurde.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Cottbus ist ein 1,4 Millionen Euro
veruntreuender Finanzbeamter in Brandenburg zu fünf Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Lübeck ist die Sperre der
Internetseite wikipedia infolge Rücknahme des Antrags des Antragstellers wieder
aufgehoben.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Stuttgart ist ein in 47 Fällen
Pflegeheimbewohner ohne rechtliches Gehör mit Bauchgurten und Bettgittern
ruhigstellen lassender ehemaliger Vormundschaftsrichter wegen Rechtsbeugung und
Freiheitsberaubung zu 42 Monaten Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main sind am
Arbeitsplatz (z. B. bei Merck KGaA) empfangene e-mails nicht mehr durch das
Fernmeldegeheimnis geschützt, wenn sie abgespeichert und archiviert sind (1 K
628/2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Gießen hat ein muslimischer
Metzger aus Aßlar keinen Anspruch auf eine generelle Erlaubnis zum Schächten
von Tieren.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln darf eine deutsche
Lehrerin muslimischen Glaubens keine Baskenmütze (als Ersatz für ein verbotenes
Kopftuch) im Unterricht tragen (3 K 2630/2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart kann die Ernennung
zum Polizeimeisteranwärter zurückgenommen werden, wenn der Betreffende Fragen
nach einer Operation oder einem Krankenhausaufenthalt oder einem Kuraufenthalt
wahrheitswidrig beantwortet hat (9 K 1476/2008 31. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft Leipzig ist das Zeigen von
Kampfhund- und Schlachthofvideos im Fliegenden Holländer in Leipzig keine
Straftat.
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft Stuttgart ist das
Ermittlungsverfahren gegen Dieter Zetsche (Daimler) wegen angeblich falscher
eidesstattlicher Versicherung vor Gericht eingestellt.
In Deutschland wurden 2007 rund 28200 Kinder vorsorglich aus ihren Familien
genommen und 10800 Sorgerechte entzogen.
61,2 Prozent der Deutschen sind Christen (25,46 Millionen Katholiken, 24,83
Millionen Protestanten).
Der deutsche Aktienindex erreicht 4557 Punkte.
2008-11-16
Nach einer Entscheidung des
Europäischen Gerichtshofs umfassen Vergabe und vergeben nicht eine Anpassung
des ursprünglichen Vertrags an veränderte äußere Umstände (C-454/2006 19. Juni
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands begründet der
Umstand, dass bei der Formulierung der Revisionsbegründung zur Unterstützung
des Angeklagten sachkundiges Justizpersonal (z. B. ein Rechtspfleger)
mitgewirkt hat, keinen Anspruch auf Fehlerfreiheit der Dienstleistung (5 StR
192/2008 11. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands unterliegt eine
Vollstreckungsunterwerfungserklärung nicht dem Zustimmungserfordernis des §
1365 BGB (V ZB 6/2008 29. Mai 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands wird der Verkehrswert
eines Mietwohngrundstücks (auch) durch ein dinglich gesichertes Veräußerungs-
und Belastungsverbot gemindert (III R 48/2005 29. Mai 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle besteht bei weitgehender
Verhinderung des beigeordneten Vertrauensanwalts an der Terminswahrnehmung in
einem Umfangsverfahren in der Regel keine Verpflichtung, einen zusätzlichen
weiteren Pflichtverteidiger zu bestellen, sondern kommt vorrangig die Entpflichtung
des Vertrauensanwalts und die Beiordnung eines anderen Verteidigers in Betracht
(2 Ws 175/2008 20. Mai 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm muss eine Revision zu § 81a
StPO ausführen, dass die Blutprobenentnahme nach § 81a StPO angeordnet wurde
und eine Verwertung des auf dieser Blutprobe beruhenden
Sachverständigengutachtens bis zu dem Zeitpunkt nach § 257 StPO in der
Hauptverhandlung widersprochen wurde (3 Ss 318/2008 25. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist der Einsatz eines
Mobiltelefons während des Führen eines Kraftfahrzeugs auch als Navigationshilfe
verboten (81 Ss OWi 49/2008 26. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hildesheim muss der Geschädigte eine
gleichwertige preiswertere Reparaturmöglichkeit auf Grund seiner
Schadensgeringhaltungspflicht nutzen (7 S 68/2008 22. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Hannover muss bei Ablehnung der
Fremdunterbringung eines Kindes durch den personensorgeberechtigten Elter der
Jugendhilfeträger unter den verbleibenden geeigneten Hilfen die wirksamste
auswählen (3 A 6111/2007 4. März 2008).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Rosenheim ist der unbefugte Gebrauch
einer Eisenbahn durch einen Lokomotivführer zum Holzholen wegen der
abschließenden Regelung des § 248b StGB nicht nach § 242 StGB strafbar (7 Cs
450 Js 16852/2007 8. September 2008).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Italiens darf die nach einem
Verkehrsunfall seit fast 17 Jahren im Koma liegende Eluana Englaro sterben.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Italiens sind wegen der
Ausschreitungen in Genua 2001 13
Polizisten zu bis zu vier Jahren Haft verurteilt, 16 andere Polizisten
freigesprochen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Irlands ist Michael Stone
wegen versuchter Ermordung irischer Politiker schuldig.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Russlands ist die Verhängung
einer zwölftägigen Einzelhaft gegen Michail Chodorkowski wegen eines Interviews
rechtswidrig.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Birmas sind Min Ko Naing und
weitere acht Aktivisten zu je 65 Jahren Haft verurteilt.
Opel will eine staatliche Finanzhilfe von einer Milliarde Euro.
2008-11-15 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands setzt die Verwendung einer Waffe oder eines
anderen gefährlichen Werkzeugs (z. B. Pfefferspray) nach Vollendung einer
Raubtat zur Verwirklichung der Qualifikation nach § 250 II Nr. 1 StGB
Beutesicherungsabsicht voraus (5 StR 445/2008 1. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands enthält ein Urteil,
mit dem einem Auftraggeber Vorschuss auf Mängelbeseitigungskosten zugesprochen
wird, regelmäßig die Feststellung, dass der Auftragnehmer verpflichtet ist, die
gesamten Mängelbeseitigungskosten, gegebenenfalls auch die den gezahlten
Vorschuss übersteigenden Selbstvornahmekosten zu tragen (VII ZR 204/2007 25.
September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine auf einer
unvorhergesehenen Erkrankung eines Rechtsanwalts beruhende Versäumung der
Berufsbegründungsfrist unverschuldet (V ZB 32/2008 18. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist das
Rechtsmittelgericht auch dann an die vom Erstgericht stillschweigend bejahte
Zulässigkeit des Rechtswegs gebunden, wenn das erstinstanzliche Gericht mangels
Rüge einer Partei von einer Vorabentscheidung über die Zulässigkeit des
Rechtswegs durch Beschluss nach § 17a GVG absehen durfte (V ZB 40/2008 18.
September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf bei einer
unzutreffenden Angabe des erstinstanzlichen Prozessbevollmächtigten über den
Ablauf der Berufungsfrist in den Handakten der zweitinstanzliche
Prozessbevollmächtigte die Berechnung der Berufungsfrist seinem Büropersonal
nicht ohne deutlichen Hinweis auf die falsche Fristberechnung zur selbständigen
Erledigung überlassen (VI ZB 8/2008 9. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands muss ein
Planbetroffener die Planfeststellungsbehörde auf eine erst beabsichtigte
Nutzung bestimmter Grundstücksteile besonders hinweisen, wenn er einen
Einwendungsausschluss vermeiden will (9 PKH 2/2008 9. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands gebietet es
der Anspruch auf rechtliches Gehör nicht, dass das Rechtsmittelgericht auf
seine vom Erstgericht abweichende Auffassung in einer entscheidungserheblichen
Rechtsfrage hinweist, wenn die angefochtene Entscheidung in diesem Punkt vom
Rechtsmittelführer mit vertretbaren Ausführungen angegriffen wird (6 PB 18/2008
24. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann eine
Betriebsvereinbarung den Arbeitgeber dazu berechtigen, den Wunsch eines
Arbeitnehmers auf Neuverteilung der Arbeitszeit abzulehnen (9 AZR 313/2007 24.
Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands verwirklicht sich bei
insolvenzfreier Liquidation einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung der
durch eine eigenkapitalersetzende Finanzierungshilfe als nachträgliche
Anschaffungskosten bedingte Veräußerungsverlust eines ehemals wesentlich
beteiligten Gesellschafters bereits in dem Zeitpunkt, in dem er erklärt, mit
seiner Forderung gegenüber allen gegenwärtigen und künftigen Verbindlichkeiten
der vermögenslosen und überschuldeten Gesellschaft aus einer bankmäßigen
Geschäftsverbindung im Rang zurückzutreten (IX R 79/2006 22. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf führt eine falsche
Angabe einer Kartenlegerin über eine besondere Macht über die Karten
Verbraucher der angesprochenen Verkehrskreise irre (20 U 123/2008 9. September
2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs München ist der
Heldengedenkmarsch Ruhm und Ehre dem deutschen Soldaten in München am 15.
November 2008 rechtmäßig und damit erlaubt.
Nach einer Eilentscheidung des Landgerichts Lübeck auf Antrag Lutz Heilmanns
ist es dem deutschen Wikipedia-Verein untersagt, über die Startseite
wikipedia.de auf Wikipedia weiterzuleiten.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Ansbach ist ein Beamter aus
Nürnberg wegen unbegründeter Nichtteilnahme an der Stimmenauszählung bei der
Kommunalwahl zu 100 Euro Ordnungsgeld verurteilt (4 K 00840/2008).
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Göttingen sind 800 Anträge auf
einen Studienplatz abgewiesen, während drei Erfolg hatten (8 C 601/2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Würzburg können
Grundstückseigentümer nicht aus ethischen Gründen die Nichteinbeziehung ihrer
Grundstücke in einen Jagdbezirk verlangen.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Würzburg ist die Wahl des
Bürgermeisters in Bergtheim rechtmäßig.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Hainichen ist Rebecca K. wegen
Vortäuschens einer Straftat (durch Einritzen eines Hakenkreuzes in ihre Haut)
zur Leistung gemeinnütziger Arbeit im Umfang von 40 Stunden verurteilt.
*Neumann/Biebl, Arbeitszeitgesetz, 15.
A. 2008
*Dietlein/Hecker/Ruttig, Glücksspielrecht, 2008
2008-11-14 Nach einer Entscheidung des Europäischen
Gerichtshofs enthält das Gemeinschaftsrecht kein Verbot der Diskriminierung aus
Gründen des Alters, wenn die möglicherweise diskriminierende Behandlung (z. B.
durch die Bosch und Siemens Hausgeräte Altersfürsorge GmbH) keinen
gemeinschaftsrechtlichen Bezug hat (C-427/2006 23. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind die Revision
eines wegen Einsturzes eines Teiles einer Schule mit Todesfolge verurteilten
Bauunternehmers und die Revisionen eines Nebenklägers gegen die Freisprüche
zweier Mitangeklagter verworfen (4 StR 252/2008 13. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Verwendung
eines von der verbotenen Volkssozialistischen Bewegung Deutschlands/Partei der
Arbeit als Kennzeichen benutzten stilisierten Keltenkreuzes (gleichschenkliges
Balkenkreuz mit Ring um den Schnittpunkt) (auch) ohne Hinweis auf diese
Gruppierung nach § 86a StGB strafbar (3 StR 164/2008 1. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein Überbau
entsprechend § 912 BGB nicht geduldet werden, wenn er den Regeln der Baukunst
nicht entspricht und deshalb über die Grenzverletzung hinausreichende
Beeinträchtigungen des Nachbarn zu besorgen sind (V ZR 152/2007 19. September
2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe muss eine Tätowiererin
bei einem zugesagten, sich entgegen der Zusage aber nicht von selbst auflösenden
Bio-Tattoo dem eine Laserbehandlung benötigenden Opfer wegen Körperverletzung
die Behandlungskosten und ein Schmerzensgeld zahlen (7 U 125/2008 22. Oktober
2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München ist eine
teilrechtsfähige Wohnungseigentümergemeinschaft jedenfalls dann Verbraucher,
wenn an ihr nicht nur Unternehmer beteiligt sind (32 Wx 118/2008 25. September
2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I verletzt eine die Anzeigen
von Wettbewerbern wörtlich verwendende Partnervermittlerin das Urheberrecht der
Verfasser (21 O 3262/2008 13. November 2008).
Der Bundestag Deutschlands beschließt ein Volkswagengesetz, das von Porsche und
der Europäischen Kommission abgelehnt wird (13. November 2008).
Jürgen Walter, Carmen Everts, Silke Tesch und Dagmar Metzger verzichten auf
eine Kandidatur als Abgeordnete des Landtags Hessens.
Die Satzungsversammlung der Bundesrechtsanwaltskammer Deutschlands beschließt
die Einführung eines Fachanwalts für Agrarrecht.
2008-11-13
Nach Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands muss ein
Dienstherr den erhöhten Familienzuschlag dann nicht zahlen, wenn der Beamte ihn
nicht zeitnah (z. B. binnen Jahresfrist) verlangt (2 C 16/2007 13. November
2008 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands ist es nicht
verfassungswidrig Asylbewerber und geduldete Ausländer auf die Leistungen nach
dem Asylbewerberleistungsgesetz zu beschränken und ihnen Hartz IV-Leistungen zu
versagen (14 AS 24/2007 R 13. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands hat ein in einem
Ein-Euro-Job und damit nicht in einem Arbeitsverhältnis (120 Stunden für 130
Euro monatlich) tätiger und deshalb keinen Lohn sondern eine Sozialleistung
erhaltender Arbeitslosengeld II-Empfänger (z. B. in Iserlohn) keinen Anspruch
gegen seine Arbeitsgemeinschaft auf zusätzliche Fahrtkostenerstattung, wenn er
eine die Fahrtkosten (von z. B. 52 Euro) deckende Mehraufwandsentschädigung
erhält (14 AS 66/2007 R 13. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands hat ein
13jähriges, mit seiner Mutter und deren Lebenspartner in einer
Bedarfsgemeinschaft lebendes Kind keinen Anspruch auf Grundsicherung, weil das
Einkommen des Lebenspartners trotz Fehlens eines Unterhaltsanspruchs des Kindes
gegen ihn in voller Höhe berücksichtigt wird (z. B. gegen die Stadt Hamm) (14
AS 2/2008 R 13. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands muss der
Sozialhilfeträger (z. B. Jobcenter) Kosten von mehrtägigen Klassenfahrten (z.
B. nach Florenz) von Kindern von Hartz IV-Empfängern in voller Höhe übernehmen
(14 AS 36/2007 R 13. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg hat ein
alleinstehender Steuerpflichtiger, zu dessen Haushalt mindestens ein Kind (z.
B. mit Nebenwohnsitz und Anwesenheit an Wochenenden oder in den Ferien) gehört,
Anspruch auf einen steuerlichen Entlastungsbetrag von derzeit 1.308 Euro im
Jahr, wenn das Kind gleichzeitig einen Kinderfreibetrag oder Kindergeld
beanspruchen kann und der andere Elter nicht auch Anspruch auf diesen
Entlastungsbetrag hat (7 K 7038/2006 B 13. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Leipzig muss der Betreiber eines Thor
Steinar-Ladens die gemieteten Räume wegen arglistiger Täuschung des Vermieters
bei Vertragsabschluss (Outdoor-Bekleidung) räumen.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main muss die
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht keine Einsicht in die in
Zusammenhang mit Verzögerungen bei der Fertigstellung des Großraumflugzeugs
A380 entstandenen Untersuchungsakten wegen möglicher Verletzungen des Verbots
des Insiderhandels gewähren (7 E 1675/2007 11. November 2008).
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Neustadt an der Weinstraße ist ein
Verbot (z. B. der Stadt Frankenthal) rechtmäßig, zwischen 22 Uhr und 6 Uhr an
Tankstellen alkoholische Getränke in unbegrenzter Menge abzugeben (4 K 797/2008
13. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundeskartellamts Deutschlands hat der
Bundesverband deutscher Milchviehhalter das Boykottverbot verletzt.
Nach einer Entscheidung des Sportgerichts des deutschen Fußballbunds muss
Jürgen Klopp wegen unsportlichen Verhaltens 12000 Euro zahlen.
Nach einer Entscheidung des Rechtsausschusses des deutschen
Behindertensportverbands ist Ahmet Coskun wegen grober Fahrlässigkeit bei der
Verwendung Finasterids für neun Monate gesperrt.
Nach einer Entscheidung des obersten Gerichtshofs der Vereinigen Staaten von
Amerika hat die Landesverteidigung Vorrang vor dem Tierschutz, so dass von
Umweltschützern erstrittene Einschränkungen der Verwendung von Sonorgeräten der
Marine in der Nähe von Walen aufgehoben sind.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Kaliforniens ist eine
47jährige Anhängerin Sandra Bullocks wegen Stalkings zu drei Jahren Haft auf
Bewährung verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Russlands ist Aleksej Frenkel
wegen Beteiligung an der Ermordung des stellvertretenden Leiters der
Zentralbank Russlands Andrej Kolsov im September 2006 zu 19 Jahren Haft
verurteilt.
In Rügen überlebt ein Betrunkener trotz einem Blutalkoholgehalt von 7,67
Promille.
2008-11-12
Der Bundestag Deutschlands beschließt mit Mehrheit ein Gesetz über das
Bundeskriminalamt, das die heimliche Durchsuchung privater Rechner ermöglicht.
Nach einer Entscheidung des Gerichts erster Instanz können die Legosteine nicht
als europäische Gemeinschaftsmarke eingetragen werden, weil das europäische
Markenrecht nicht den Zweck hat, Hersteller nach Auslaufen des nationalen
Patentschutzes zu sichern.
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands müssen Rentner
den vollständigen Krankenkassenbeitrag auch bei Ansparen der Direktversicherung
aus eigenen Mitteln nach Arbeitsplatzverlust zahlen (12 KR 6/2008 12. November
2008 u. a.).
Nach Entscheidungen des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands darf ein Sozialplan
für Arbeitnehmer mit Anspruch auf eine vorgezogene Altersrente niedrigere
Abfindungsansprüche auch dann vorsehen, wenn der Rentenbezug mit Abschlägen
versehen ist (1 AZR 475/2007 11. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands können Renditen aus
Gutschriften aus Schneeballsystemen zu Einnahmen aus Kapitalvermögen führen
(VIII R 36/2004 28. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist ein
Erstattungsbetrag aus Vorauszahlungen von Eheleuten ohne Zuordnung zur
Steuerschuld nur eines Ehegatten auch dann hälftig auf die Eheleute zu
verteilen, wenn über das Vermögen eines Ehegatten ein Insolvenzverfahren
eröffnet ist (VII R 18/2008 30. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands liegt eine
steuerbegünstigte Betriebsveräußerung auch vor, wenn der Übertragende nach der
Veräußerung des Betriebs als selbständiger Unternehmer für den Erwerber tätig
wird (X R 40/2007 17. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf hat Jan Ulrich auf
Grund seiner eidlichen Behauptung (zwischen dem 1. 1. 2003 und dem 31. 3. 2003)
nicht gedopt zu haben, einen Anspruch auf 340000 Euro (nebst Zinsen) Vergütung
gegen seinen damaligen Rennstall Team Coast Günther Dahms’.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist die
Auslieferungshaft gegen die einem Haftbefehl des Tribunal de Grande Instance
unterfallende Politikerin Rose Kabuye aus Ruanda angeordnet (2 Ausl A 193/2008
11. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe haftet ein
Pharmaunternehmen nicht für Schäden durch bekannte, als vertretbar beurteilte
Nebenwirkungen eines zugelassenen Arzneimittels (7 U 200/2007 8. Oktober 2008).
Nach Entscheidungen des Oberverwaltungsgerichts Berlin Brandenburg ist zwei zu
Beginn des Schuljahres 2008/2009 von Frankfurt an der Oder nach Brandenburg
versetzten Lehrern vorläufiger Rechtsschutz gegen die Versetzung gewährt (4 S
38/2008 6. November 2008 u. a.)
Nach einer Entscheidung des Jugendschöffengerichts Auerbach sind vier
Beteiligte eines Brandanschlags auf ein Restaurant in Reichenbach zu 36 bzw. 30
Monaten bzw. 24 Monaten Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts München darf die Meiserstraße
auf Grund antisemitischer Äußerungen des früheren Landesbischofs Hans Meiser
(1881-1956) gegen den Willen des Enkels in Katharina von Bora-Straße umbenannt
werden.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts München ist das Verbot einer
Demonstration der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands in München am 15.
November 2008 rechtmäßig (M 7 S 5531/2008).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Connecticuts sind
gleichgeschlechtliche Ehen erlaubt.
Nach einer Entscheidung des Bundeskartellamts Deutschlands muss Südsalz wegen
rechtswidriger Preisabsprache 15,6 Millionen Euro Geldbuße zahlen.
Die Bundesregierung Deutschlands beschließt eine auf ein Jahr befristete
Verordnung über die Verlängerung des Kurzarbeitergelds auf 18 Monate.
In der Metallindustrie Baden-Württembergs einigen sich die Tarifpartner auf
eine Lohnerhöhung von 4,2 Prozent.
Nach einer Entscheidung der Europäischen Kommission müssen Saint-Gobain, Asahi,
Pilkington und Soliver wegen rechtswidriger Preisabsprachen bei Autoglas 1,38
Milliarden Euro Geldbuße zahlen.
Die Europäische Kommission billigt den Verkauf Alitalias an CAI, rügt aber eine
Staatshilfe von 300 Millionen Euro im April 2008.
Siemens verliert durch die Korruptionsaffäre etwa 2,5 Milliarden Euro.
Die Hypo Real Estate verliert im dritten Quartal 2008 rund 3 Milliarden Euro.
Der deutsche Aktienindex sinkt auf 4621 Punkte.
Die Europäische Union hebt das Verbot des Verkaufs krummer Gurken auf.
2008-11-11
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat ein Käufer
eines Gebrauchtpersonenkraftwagens einen Anspruch auf Rückerstattung eines ihm
vom Verkäufer in Rechnung gestellten Reparaturkostenbetrags für die Behebung
eines Getriebeschadens aus Bereicherungsrecht, wenn er nach Bezahlung der
Rechnung erkennt, dass der Verkäufer gewährleistungsrechtlich zur kostenlosen
Beseitigung des Schadens verpflichtet gewesen wäre (VIII ZR 265/2007 11.
November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf sich E.ON
nicht an den Stadtwerken Eschwege beteiligen, weil E.ON zusammen mit RWE
bereits eine marktbeherrschende Stellung hat (KVR 60/2007 11. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist das
Auslaufen eines befristeten Auftrags allein grundsätzlich kein Grund für die
Kündigung von Arbeitnehmern (2 AZR 543/2006).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg war das
Vertragsverhältnis zwischen den Brüdern Klitschko und der Universum
Box-Promotion Hamburg am 30. April 2004 beendet.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm nimmt eine
Rechtsanwaltskanzlei nicht unbedingt eine örtliche Spitzenstellung ein, wenn
sie die Internetadresse anwaltskanzlei-ortsname.de verwendet (4 U 63/2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart ist die Anklage gegen
Thomas K. wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung zugelassen.
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Darmstadt sind bei der Wahl
einer stationären Rehabilitation berechtigte Wünsche des Versicherten zu
berücksichtigen, so dass das Auswahlermessen der Krankenversicherung entfallen
kann (1 KR 2/2005 28. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg sind freiwillige
Toilettenentgelte Einkünfte, keine Trinkgelder (7 V 7342/2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Ansbach ist die im Juli2005
erlassene Elektro- und Elektronikgeräte-Kostenverordnung keine wirksame
Rechtsgrundlage für die Gebührenerhebung zur Entsorgung von Altgeräten der
Stiftung Elektro-Altgeräte Register mit Sitz in Fürth (11 K 01161/2008 29.
Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München ist die Beschäftigung
osteuropäischer Haushaltshilfen als selbständige Pflegekräfte rechtswidrig.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Großbritanniens ist ein
dreizehnjähriges Mädchen nicht zur Annahme einer Herztransplantation
verpflichtet.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Birmas ist der über die
Lebensbedingungen im Internet berichtende Nay Phone Latt zu 20 Jahren Haft
verurteilt, während 14 Mitglieder der Gruppe 88erStudentengeneration eine
Strafe von je 65 Jahren erhalten haben..
2008-11-10
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind die
Verurteilung des Angeklagten C. zu lebenslanger Haft und der Freispruch des
Angeklagten B. wegen der Ermordung eines Fotografen im Hiltonhotel in Köln
rechtmäßig (2 StR 378/2008 31. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands müssen Banken
Anleger bei der Beratung auf Pressekritik an empfohlenen Kapitalanlagen
hinweisen, nicht aber auch die (noch nicht allgemein anerkannte) Kritik eines
Brancheninformationsdiensts berücksichtigen (XI ZR 89/2007 7. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München hat Andreas Hoppe
Anspruch auf Schadensersatz gegen die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Condor
wegen mangelhafter Anlageberatung (III ZR 81/2007).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz ist ein
ehemaliger Aktivist der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei als Flüchtling
anerkannt (10 A 10474/2008 19. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Neustadt an der Weinstraße darf
eine Sauna mit Holzofen nur bei Einhaltung eines Grenzabstands von drei Metern
in Rheinland-Pfalz betrieben werden (4 K 788/2008 20. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Hamm ist die fristlose
Kündigung des Fanprojektleiters des 1. FC Schalke 04 wegen außerdienstlicher
Organisation von Musikveranstaltungen mit möglicherweise rechtsextremen
Musikgruppen ohne vorherige Abmahnung wirksam (14 Sa 157/2008 4. November
2008).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Gießen ist die zu den vier Abweichlern
der SPD im hessischen Landtag „vielleicht stimmen die Silberlinge ja“
erklärende Bundestagsabgeordnete Helga Lopez wegen Steuerhinterziehung zu 90
Tagessätzen Geldstrafe verurteilt (und damit nicht vorbestraft).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München muss ein Patient nach Ablauf
einer Verordnung für ein nicht zurückgegebenes medizinisches Gerät Miete zahlen
(112 C 35214/2007 4. April 2008).
Gegen Zahlung hoher Auflagen werden zehn Ermittlungsverfahren wegen
Steuerhinterziehung in Liechtenstein eingestellt.
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Österreichs hat die
Freiheitliche Partei Österreichs in Kärnten auch nach der Abspaltung des
Bündnisses für die Zukunft Österreichs Anspruch auf Parteienförderung.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Österreichs sind zwei
17jährige Serben wegen Erpressung zu
fünf bzw. 10 Monaten bedingter Haft verurteilt.
Nach einer Vereinbarung zwischen Deutscher Rentenversicherung Bund und
Arbeitsgemeinschaft berufsständischer Versorgungswerke können alle
Syndikus-Steuerberater von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht befreit
werden.
In Indonesien sind drei Beteiligte der Terroranschläge von Bali hingerichtet.
2008-11-09 Nach einer Entscheidung des
europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ist Art. 2 Zusatzprotokoll zur
europäischen Menschenrechtskonvention verletzt, wenn die vorgesehene
Möglichkeit einer teilweisen Befreiung vom Religionsunterricht in ihren
praktischen Auswirkungen (z. B. in Norwegen) nicht mit dem Recht der Eltern auf
Achtung ihrer Überzeugung vereinbar ist (15472/2002 29. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte nimmt
die Rücknahme einer Berufung (z. B. in Deutschland) dem staatlichen Gericht die
Möglichkeit, einer behaupteten Verfahrensverzögerung abzuhelfen, so dass der
innerstaatliche Rechtsweg nicht erschöpft ist (14374/2003 3. April 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands kann eine in
keiner Weise nach außen dokumentierte Willensbildung des Richters nicht
tauglicher Anknüpfungspunkt für den Lauf der im Rahmen des § 117 IV 2 VwGO
maßgeblichen Monatsfrist sein, doch steht die Möglichkeit des Nachweises dieses
Zeitpunkts der Willensbildung außerhalb des Einflussbereichs der Prozessbeteiligten
(2 BvR 482/2007 30. April 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat ein Gläubiger
ein rechtliches Interesse an der Feststellung der Wirkungslosigkeit eines
Widerspruchs eines Insolvenzverwalters gegenüber der Anmeldung einer Forderung
(z. B. aus vorsätzlicher unerlaubter Handlung) (IX ZR 100/2007 12. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist auch im Rahmen
des schuldrechtlichen Versorgungsausgleichs für die Ermittlung der
Ausgleichsrente nach den §§ 1587g II 1, 1587a BGB grundsätzlich auf die
Wertverhältnisse bei Ende der Ehezeit abzustellen, wobei nachehezeitliche
Wertveränderungen zu berücksichtigen sind, wenn sie dem Versorgungsrecht schon
latent innewohnten und nur zu einer Aktualisierung des bei Ehezeitende
bestehenden Wertes geführt haben (wie z. B. in Fällen vorzeitigen
Rentenbeginns) (XII ZB 154/2007 11. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine in
Kenntnis eines in einem anderen Mitgliedstaat (z. B. Großbritannien) eröffneten
Hauptinsolvenzverfahrens eröffnetes Insolvenzverfahren zumindest schwebend
unwirksam, doch kann ein Scheinverwalter eine Zwangsvollstreckung wegen
vermeintlicher Masseverbindlichkeiten im Wege der Vollstreckungserinnerung
abwehren (IX ZB 102/2007 29. Mai 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist es
rechtsmissbräuchlich, einen Arbeitnehmer durch die Bildung separater
betrieblicher Organisationsstrukturen bei unverändertem Beschäftigungsbedarf
aus dem Betrieb zu drängen, und reicht der Umstand, dass ein Gesellschafter
erheblichen Einfluss auf andere Gesellschaften einer Gruppe ausüben kann, nicht
aus, um eine ausnahmsweise Erstreckung des Kündigungsschutzes auf den gesamten
Konzern anzunehmen (2 AZR 1110/2006 23. April 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist es dem
Tatrichter nicht verwehrt, den einer Partei obliegenden Nachweis eines
bestimmten übereinstimmenden Parteiwillens auf Grund unstreitiger oder erwiesener
Indiztatsachen als geführt anzusehen (3 AZR 636/2006 13. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Braunschweig darf ein
Rechtsanwalt die im Wege der Akteneinsicht erlangten Kenntnisse (z. B. über
Schrottimmobilien) zur zu dem Zweck verwenden, für den die Akteneinsicht
gewährt wurde, so dass bei Verstößen ein Anspruch auf Unterlassung
anderweitiger Verwendung besteht (2 U 82/2007 3. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Schleswig kann die verspätete
oder unvollständige Deckungsanfrage bei einer Rechtsschutzversicherung zu
Schadensersatz verpflichten (11 U 27/2007 17. Januar 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Magdeburg hat ein
Widerspruch gegen einen Kostenbeitragsbescheid gemäß den §§ 91ff. SGB VIII nach
§ 80 II 1 Nr. 1 VwGO keine aufschiebende Wirkung (3 M 169/2006 21. Mai 2008).
2008-11-08 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands bemisst sich die Geschäftsgebühr für die
Vertretung im vergaberechtlichen Nachprüfungsverfahren vor der Vergabekammer
für den bereits im Vergabeverfahren tätig gewordenen Rechtsanwalt nach RVG-VV
Nr. 2301 (X ZB 19/2007 23. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands genügt für die
Mitwirkung bei der Erledigung des Verfahrens gebührenrechtlich jede zur
Förderung der Verfahrenseinstellung geeignete Tätigkeit des Verteidigers (IX ZR
174/2007 18. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands richtet sich, wenn
in der Vorinstanz mehrere Streitgenossen obsiegt haben, das gegen dieses Urteil
gerichtete Rechtsmittel im Zweifel gegen alle gegnerischen Streitgenossen,
sofern nicht die Rechtsmittelschrift eine Beschränkung der Anfechtung auf die
obsiegenden Streitgenossen erkennen lässt (VI ZB 53/2007 9. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands führt die
Zurechnung fiktiven Einkommens allein nicht dazu, dass eine Mithaftung im
Rahmen der anteiligen Unterhaltspflicht nach § 1606 III 1 BGB entfällt, und
kann in dem Umstand, dass der unterhaltsverpflichtete Ehegatte nach Eintritt
der Volljährigkeit der gemeinsamen Kinder den Kindesunterhalt geleistet hat,
ohne den anderen Ehegatten in Anspruch nehmen zu wollen, eine stillschweigende
Freistellungsabrede der Parteien gesehen werden (XII ZR 126/2006 30. Juli
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands setzt eine
Haftungsprivilegierung eines Geschäftsführers einer Gesellschaft mit
beschränkter Haftung eine sorgfältige Ermittlung der Entscheidungsgrundlagen
und eine sorgfältige Entscheidung voraus und setzt ein Zurückweisen neuen
Vorbringens in der Berufungsinstanz trotz eines Verfahrensfehlers in der
Erstinstanz den Verfahrensverstoß des Erstgerichts fort und verletzt selbst den
Anspruch auf Gewährung rechtlichen Gehörs /II ZR 202/2007 14. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands darf die
tarifvertragliche Regelung einer besonderen Leistung die Zeiten eines
Erziehungsurlaubs unberücksichtigt lassen (5 AZR 187/2007 21. Mai 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg kann, wenn in den
Nachlass eine im Zeitpunkt der Testamentserrichtung noch nicht bezifferte
Entschädigungsforderung fällt, die Zuwendung von Grundstücken, die zusammen mit
der Entschädigungsforderung den größten Wertanteil des Nachlasses darstellen,
als Erbeinsetzung angesehen werden (13 U 77/2007 18. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kommt bei Rüge der
gleichheitswidrigen Vorzugsbehandlung von Abgeordneten eine Vorlage an das
Bundesverfassungsgericht zur Überprüfung der Verfassungsmäßigkeit mangels
Entscheidungserheblichkeit nicht in Betracht (VI R 13/2006 11. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin ist eine Verteidigung notwendig,
wenn es um die Anwendung des § 201 StGB auf eine mit einem sichtbar verwendeten
Diktiergerät gefertigte Tonaufzeichnung geht (2 Ws 363/2008 30. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist gegen ein
ohne Vorabentscheidung über die Zulässigkeit des Rechtswegs ergehendes
erstinstanzliches Sachurteil die sofortige Beschwerde nicht statthaft und
findet die Meistbegünstigungsklausel keine Anwendung (19 W 60/2008 3. September
2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main begründet der
Erwerb eines Grundstücks in der Zwangsversteigerung keine Provisionspflicht für
das vom Makler benannte Grundstück, es sei denn, der Erwerb in der
Zwangsversteigerung wird durch Individualvereinbarung dem Abschluss eines
Grundstückskaufvertrags gleichgestellt (19 U 34/2008 20. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Saarlouis verletzt ein
Rechtsanwalt seine Überwachungspflicht, wenn er billigend zur Kenntnis nimmt,
dass seine Bürokraft den Erledigungsvermerk bereits vor der Fristennotierung
anbringt und sich in der Folge nicht mehr vergewissert, dass die Frist
nachträglich im Fristenbuch eingetragen wurde (1 A 229/2008 12. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Schleswig ist als
Bevollmächtigter einer Partei auch ein Rechtsanwalt anzusehen, der als
Angestellter bzw. freier Mitarbeiter des Prozessbevollmächtigten von diesem mit
der selbständigen Bearbeitung eines Rechtsstreits betraut worden und nicht nur
als bloßer Hilfsarbeiter tätig geworden ist (2 LB 15/2008 2. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Baden-Württemberg ist
Prozesskostenhilfe zu gewähren, wenn vor Fertigstellung eines Gutachtens
zumindest die Möglichkeit besteht, dass der Beschwerdeführer mit seinem
Begehren Erfolg hat (9 R 3719/2008 9. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln verwirkt ein Wohnungseigentümer
sein Beschlussanfechtungsrecht, wenn er es in Ansehung der zu kennenden
Teilungserklärung und des darin vereinbarten Kostenverteilungsschlüssels zehn
Jahr lang unterlässt, die Jahresabrechung wegen Fehlern im Umgang mit dem
vereinbarten Verteilungsschlüssel anzufechten (29 T 10/2008 1. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Hildesheim darf ein Fahrzeugführer bei
einem Wechsel der Verkehrsampellichtzeichen von Gelb auf Grün auch dann ganz
plötzlich abbremsen, wenn hinter ihm ein weiteres Fahrzeug fährt (47 C 119/2008
7. August 2008).
*Reinking, K./Eggert, C., Der Autokauf, 10. A: 2009
*Staub, Hermann, HGB Großkommentar, 5. A. Band 2 2008
*Baumbach, A./Hueck, G., GmbH-Gesetz, 19. A. 2009
*Roth, Günter/Altmeppen, Holger, GmbHG, 6. A: 2009
*Michalski, Lutz, GmbH-Gesetz, 2. A. 2008
*Münchener Kommentar GmbH-Gesetz, hg. v. Fleischer, Holger/Goette, Wulf, Band
1ff. 2009ff.
*Goette, Wulf, Einführung in das neue GmbH-Recht, 2008
*Erfurter Kommentar zum Arbeitsrecht, hg. v. Müller-Glöge, Rudi u. a., 9. A:
2009
2008-11-07 Nach Entscheidungen des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands sind die § 100a II, IV, 160a StPO wegen
der unabweisbaren Bedürfnisse einer wirksamen Strafverfolgung rechtmäßig (2 BvR
236/2008 15. Oktober 2008, 2 BvR 237/2008 15. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands darf im Rahmen
der Sozialauswahl das Lebensalter der Betroffenen trotz der §§ 1, 10 AGG
berücksichtigt werden (2 AZR 701/2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern ist ein nicht an
weitere Spiele gebundenes Bonussystem in Spielhallen zulässig (10 BV 351/2008
15. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Straflandesgerichts Wien ist ein fünf Menschen mit
der Axt Ermordender zu lebenslanger Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Frankreichs ist ein
Arbeitsleser wegen des Ausspruchs Hau ab, du Idiot gegenüber Nicolas Sarkozy zu
30 Euro Geldstrafe mit Bewährung verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Spaniens darf die von
Untersuchungsrichter Baltasar Garzón verfügte Öffnung von Massengräbern derzeit
nicht ausgeführt werden.
Die Staatsanwaltschaft Bochum erhebt Anklage gegen Klaus Zumwinkel wegen des
Verdachts der Steuerhinterziehung (in Höhe von 1,8 Millionen Euro).
Nach einer Entscheidung des Bundesdenkmalamts Österreichs darf das Rundgemälde
in Innsbruck nicht vom bisherigen Standort an einen neuen Standort verlegt
werden.
Nach einer Einigung der Regierungsparteien soll die Erbschaftsteuer bei
selbstgenutzten Einfamilienhäusern für Witwer, Witwen und Kinder und bei zehn
Jahre ohne wesentliche Verkleinerung fortgeführten Unternehmen entfallen.
Der Bundesrat Deutschlands stimmt der wegen wachsender Aufgaben und neuer
Anforderungen vom Bundestag beschlossenen Erhöhung der jährlichen
Staatsleistung Deutschlands an den Zentralrat der Jeden von 3 Millionen Euro
auf fünf Millionen Euro zu.
Nach einem Angriff auf den Schiedsrichter ist ein Fußballspieler in Mannheim
für ein Jahr gesperrt.
2008-11-06
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
umstrittene Vorratsdatenspeicherung von Telekommunikationsverkehrsdaten stärker
auf sehr wichtige Fälle eingeschränkt (1 BvR 256/2008 28. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands ist der
Ausschluss rezeptfreier Arzneimittel aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen
Krankenversicherung rechtmäßig und müssen Krankenkassen deren Kosten nicht
erstatten (1 KR 6/2008 R).
Nach einer Entscheidung des Bundeskartellamts Deutschlands ist der Erwerb der
SimonsVoss AG Unterföhring durch die Assa Abloy-Gruppe zwecks Verhinderung
einer marktbeherrschenden Stellung untersagt (5. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Kempten ist ein Arzt wegen Ausstellung
falscher Gesundheitszeugnisse (Flugtauglichkeitsbescheinigungen ohne vorherige
ärztliche Untersuchung) in 278 Fällen zu vier Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Irlands ist ein Engländer
wegen Beihilfe zum Kokainschmuggel mit einem Hochseekatamaran zu zehn Jahren
Haft verurteilt.
Der Landtag Baden-Württembergs beschließt eine Novellierung des
Landespolizeigesetzes.
München untersagt die für den 15. November angekündigte Demonstration Ruhm und
Ehre dem deutschen Soldaten.
Der Innenminister Spaniens lehnt einen Asylantrag Omar Usama Bin Ladins ab.
Der Ringerweltverband sperrt Ara Abrahamian wegen Wegwerfens einer
Silbermedaille für internationale Veranstaltungen in den kommenden zwei Jahren.
Der Leichtathletikweltverband sperrt acht russische Leichtathleten wegen
Dopings für zwei Jahre.
Die Europäische Zentralbank senkt den wichtigsten Leitzins um 0,5 Punkte auf
3,25 Prozent.
Der deutsche Aktienindex fällt auf 4814 Punkte.
Deutsche Banken sollen Forderungen von 21 Milliarden Dollar gegen Island und
Islands Banken haben.
2008-11-05
Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein Käufer an seinem Rücktritt vom
Kaufvertrag wegen eines wesentlichen Sachmangels (z. B. Undichtigkeit eines
Kraftfahrzeugs) festhalten, wenn die Mangelursache nach der Rücktrittserklärung
gefunden und beseitigt wird (VIII ZR 166/2007 5. November 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind Geländewagen und
Kombinationskraftwagen kraftfahrzeugsteuerrechtlich grundsätzlich als
Personenkraftwagen (§ 4 IV Nr. 1 PBefG) einzustufen (II R 63/2007 1. Oktober
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands gehört auch ein vom
Gesellschafter zur Sanierung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung
gegebenes Darlehen zu den Anschaffungskosten der Beteiligung, so dass der durch
Nichtrückzahlung entstehende Verlust einkommensteuerrechtlich berücksichtigt
werden kann (IX R 63/2005 19. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist ein ehemaliger
Funktionär der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei wegen Mitgliedschaft in
einer kriminellen Vereinigung zu zwei Jahren Haft mit Bewährung verurteilt.
Nach Entscheidungen des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen hat Airdata
AG keinen Anspruch auf Verlängerung der Frequenzzuteilung im 2,6 GHz-Band (30.
Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Baden-Württemberg ist
Gesprächstherapie kein durch den gemeinsamen Bundesausschuss für die
Leistungserbringung in der gesetzlichen Krankenversicherung anerkanntes
Behandlungsverfahren, so dass ein Gesprächstherapeut nicht gegenüber einer
Krankenkasse abrechnen kann (5 KA 2851/2006 29. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Baden-Württemberg ist der
Honorarverteilungsvertrag der kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württembergs
wegen Verletzung des § 85 IV SGB V rechtswidrig (5 KA 2054/2008 29. Oktober
2008).
Barack Obama gewinnt mit 52 Prozent der Stimmen mindestens 328
Wahlmännerstimmen in 28 Bundesstaaten, John McCain mit 47 Prozent der Stimmen
mindestens 189 Wahlmännerstimmen.
Bei einer Volksabstimmung in Kalifornien spricht sich eine knappe Mehrheit für
ein verfassungsrechtliches Verbot gleichgeschlechtlicher Ehen aus.
Bisher haben 3920 Ausländer in Deutschland den Einbürgerungstest bestanden.
2008-11-04
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln liegt eine
Urheberrechtsverletzung in gewerblichem Ausmaß bereits bei einer einzigen
offensichtlichen Verletzung vor, so dass sich auch ein unbeteiligter
Anschlussinhaber mit der Weitergabe seines Namens und seiner Anschrift an den
Verletzten abfinden muss (6 Wx 2/2008).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz darf ein
deutscher Wein als Réserve, Grande Réserve oder Privat-Reserve bezeichnet
werden (8 A 10809/2008 22. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Thüringen darf ein
Thüringer Schüler trotz Wechsels seines Förderschwerpunkts weiter eine
Förderschule in Niedersachsen besuchen (1 EO 637/2008 27. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Neustadt an der Weinstraße darf
der Verkauf alkoholischer Getränke für einen Euro in einer Diskothek verboten
werden (4 L 1225/2008 30. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Saarlouis kann ein Wechsel
eines Studienfachs auch dann unverzüglich sein, wenn ein Student sich zwar
nicht sofort aus seinem ersten Studium exmatrikuliert, aber das neue Studium so
rasch wie möglich tatsächlich ernsthaft aufnimmt (11 K 1996/2007 19. September
2008).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist ein Helfer Osama bin Ladens wegen Aufruf zum Mord, Unterstützung
einer Terrororganisation und Verschwörung zu lebenslanger Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Türkei hat Franziska Kobal
kein Sorgerecht für ihre in die Türkei gebrachte Tochter Yasemin.
Nach Ansicht des Innenministeriums Bayerns ist ein Volksbegehren für einen
Mindestlohn in Bayern rechtswidrig.
Barack Obama (Demokrat) gewinnt mit den Stimmen der Frauen, Schwarzen, Latinos
und Erstwähler die Wahl zum nächsten Präsidenten der Vereinigten Staaten von
Amerika gegen John McCain (Republikaner).
Tusem Essen stellt einen (zweiten) Antrag auf Eröffnung eines
Insolvenzverfahrens.
Siemens gibt für 450 Millionen Euro seine Beteiligung an Fujitsu-Siemens an Fujitsu ab.
Baden-Württemberg will Schloss Salem für etwa 60 Millionen Euro von (den
Markgrafen von) Baden kaufen.
Der Euro hat einen Wert von 1,3012 Dollar.
Der deutsche Aktienindex steigt auf 5278 Punkte.
2008-11-03
Carmen Everts, Silke Tesch, Jürgen Walter und Dagmar Metzger wählen Andrea
Ypsilanti nicht zur Ministerpräsidentin Hessens.
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist das
Verbot der Veranstaltung und Vermittlung von Onlineglücksspielen im Internet
durch den Glücksspielstaatsvertrag rechtmäßig (1 BvR 928/2008 14. Oktober
2008)).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs München erhalten die Grünen
wegen der fehlenden Eindeutigkeit eines Stimmzettels im Stadtrat von Senden nur
drei Sitze (4 ZB 2434/2008 29. Oktober 2008).
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichtshofs München verletzt die Vergabe
von Werbenutzungsrechten ohne Prüfung des Einzelfalls durch die Stadt Augsburg
das Straßen- und Wegegesetz Bayerns (8 B 1468/2005 29. Oktober 2008 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern kann ein Verlag von
einer Berufsgenossenschaft nicht auf Grund des Informationsfreiheitsgesetzes
die Namen aller bei ihr versicherten Personen verlangen (5 BV 2161/2007 7.
Oktober 2010).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz ist ein
Ausschluss glänzender Dachziegel in einem Bebauungsplan (z. B. Winningens) ohne
Abwägung der Eigentümerinteressen mit den Allgemeininteressen rechtswidrig (1 A
10362/2008 1. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Coburg ist es einem Versandhaus unter
Androhung eines Ordnungsgelds von 250000 Euro verboten, private
Telefonanschlüsse von Verbrauchern ohne Zustimmung der Betroffenen zum Angebot
von Kaufverträgen zu verwenden (1 HK O 37/2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz muss der
Rhein-Hunsrück-Kreis einem Taxiunternehmer eine Konzession am Flughafen Hahn
erteilen, weil er in der Gemeinde noch
keine Konzession hat und deswegen nicht Altunternehmer sondern Neuunternehmer
ist (4 K 1786/2007 20. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund ist ein überflüssiger
Krankenhaustag trotz Fallpauschale nicht vergütungsfähig, so dass eine
Krankenkasse bei einem operationsvorbereitenden Tag und Nichterreichung der unteren
Grenzverweildauer einen Abschlag von der Fallpauschale vornehmen kann (S 48
[44] KR 307/2005 12. August 2008).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Jemens ist Ali Hamza al Bahlul
der Verschwörung, Anstiftung zum Mord und Unterstützung des Terrorismus
schuldig.
Das Justizministerium Österreichs genehmigt ein Verfahren gegen vier
Sachverständige Österreichs im Prozess
um die Brandkatastrophe von Kaprun.
Österreich verstaatlicht seine achtgrößte Bank Kommunalkredit.
Die HSH Nordbank will einen Garantierahmen von 30 Milliarden Euro beantragen.
Die Commerzbank erhält 8,2 Milliarden Euro in Form stiller Einlagen aus dem
Sonderfonds Finanzmarktstabilität und eine bis Ende 2012 gültige Garantie für
Schuldverschreibungen bis zu 15 Milliarden Euro.
In den Vereinigten Staaten von Amerika sollen 1800 Banken an staatlichen Hilfen
interessiert.
2008-11-02 Nach einer Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die Besteuerung privater
Spekulationsgewinne gemäß § 23 I 1 Nr. 4 EStG für den Veranlagungszeitraum 2002
verfassungsgemäß, ebenso die Verwendung des Kontenabrufverfahrens (2 BvR
2392/2007 7. Mai 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands kann ein
Gericht von einer früheren Rechtsprechung jedenfalls dann abweichen, wenn sich
die Abweichung im Rahmen einer vorhersehbaren Entwicklung hält, und der
Dienstherr eine Einstellung in den öffentlichen Dienst in ein
Angestelltenverhältnis mit Verbeamtungszusage oder in ein Beamtenverhältnis
durchführen oder Lehrkräfte im Angestelltenverhältnis auf Teilzeitstellen
beschäftigen (2 BvR 1926/2007 6. Mai 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss der
Kreditgeber ein im Darlehensvertrag entgegen § 4 I 4 Nr. 1g VerbrKrG nicht
angegebenes, vom Verbraucher aber gleichwohl bestelltes vollstreckbares
Schuldversprechen, das eine bestehende Verbindlichkeit sicher, nicht
zurückgewähren (XI ZR 389/2007 22. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei einer
Prozessbürgschaft der Nachweis der Sicherheitsleistung gegenüber dem Schuldner
erbracht, wenn der Gerichtsvollzieher ihm die Bürgschaftsurkunde zugestellt
hat, während ein Nachweis der Bürgschaftsbestellung gegenüber dem
Prozessbevollmächtigten des Schuldners nicht erforderlich ist (I ZB 14/2007 10.
April 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Abgabe
jeder einzelnen unrichtigen Steuererklärung grundsätzlich als selbständige Tat
zu werten, so dass nur ausnahmsweise Tateinheit in Betracht kommt, und scheidet
eine Annahme einer Beschwer allein im Hinblick auf die ungesicherte Möglichkeit
einer künftigen Anwendung des § 57 StGB aus (5 StR 62/2008 2. April 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts löst der Arbeitnehmer das Beschäftigungsverhältnis
durch die Vereinbarung über die Hinnahme einer Kündigung auch dann, wenn diese
Vereinbarung im Rahmen eines arbeitsgerichtlichen Vergleichs geschlossen wird
(11a AL 51/2006 17. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf kann bei nichtigen
Wohnungseigentümeraltbeschlüssen im Rahmen ordnungsgemäßer Verwaltung ein
Mindestaufwand einzelner Benachteiligter zu erstatten sein (3 Wx 271/2007 26.
Mai 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe ist eine Anfrage einer
Gläubigerbank an andere Gläubiger eines Bankschuldners auf teilweisen Verzicht
nicht ohne Weiteres eine unerlaubte Rechtsberatung bzw. Rechtsdienstleistung (6
U 51/2008 9. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt liegt die Grenze zur
Geringwertigkeit einer Sache im Sinne von § 248a StGB bei 50 Euro (1 Ss 67/2008
9. Mai 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Rostock handelt ein nachts auf
der Autobahn mit 150 Stundenkilometern nach einer Minute Erkennungszeit auf
einen mit 62 Stundenkilometern vorausfahrenden Lastkraftwagen ungebremst
auffahrender Kraftfahrzeugführer (24 W 17/2008 9. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hildesheim wird Karl-Heinz Weis
(Heros) wegen Untreue und persönlicher Bereicherung zu elf Jahren Haft
verurteilt.
Als 17.
von rund 8400 Banken der Vereinigten Staaten von Amerika wird die
Freedom Bank in Florida insolvent und von Fifth Third Bancorp übernommen.
Libyen überweist die letzte Rate von 1,5 Milliarden Dollar zur Entschädigung
amerikanischer Opfer von Terroranschlägen mit Verwicklung Libyens.
2008-11-01 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands beginnt nach Wiedereinsetzung in den vorigen
Stand gegen die Versäumung der Frist zur Einlegung der Revision die Frist zur
Ergänzung der abgekürzten Urteilsgründe mit dem Eingang der Akten bei dem für
die Ergänzung zuständigen Gericht (2 StR 134/2008 10. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat bei Beantragung
einer Anordnung der Haft zur Erzwingung der Abgabe einer eidesstattlichen
Versicherung das Amtsgericht über das Vorliegen eines Haftgrunds hinaus auch
das Bestehen einer Verpflichtung zur Abgabe der eidesstattlichen Versicherung
zu prüfen (I ZB 10/2007 14. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands wird die
Entscheidung eines Oberlandesgerichts zum Versorgungsausgleich, auch wenn sie
die Rechtsbeschwerde nicht zulässt, erst dann rechtskräftig, wenn die
Rechtsbeschwerdefrist abgelaufen und binnen dieser Frist kein Rechtsmittel
eingegangen ist (XII ZB 25/2007 6. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein
vorläufiger Insolvenzverwalter mit Zustimmungsvorbehalt einer im
Einzugsermächtigungsverfahren erfolgten Belastungsbuchung auf dem
Schuldnerkonto innerhalb der Frist des Nr. 7 III der allgemeinen
Geschäftsbedingungen der Banken widersprechen, um ein Eintreten der
Genehmigungsfiktion zu verhindern (XI ZR 283/2007 10. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands müssen für
eine Klagebefugnis einer Gemeinde gegen die Planfeststellung für den Rückbau
eines Bahnübergangs Tatsachen dargelegt werden, die es denkbar und möglich
erscheinen lassen, dass die Gemeinde durch den Planfeststellungsbeschluss in
einer eigenen rechtlich geschützten Position beeinträchtigt ist (z. B.
nachhaltiges Betreffen des Gemeindegebiets, Beeinflussung der Entwicklung) (9
VR 12/2008 4. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands sind
Streitigkeiten zwischen Bund und Ländern nichtverfassungsrechtlich, wenn sie
den Anspruch auf Erstattung von Zweckausgaben der Höhe nach oder die
Begründetheit entsprechender Einreden und Einwendungen betreffen (7 A 2/2007
24. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin muss jedenfalls zur
Vollstreckung eines erwirkten Titels einer Gesellschaft des bürgerlichen Rechts
diese als Berechtigte im Grundbuch eingetragen werden können (1 W 319/2006 6.
Mai 2008).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin lässt die unsachlich
spöttische Befragung einer Entlastungszeugin, die deren Aussagen auf eine Spur
mit überzeichneten und unrealistischen Comicfiguren stellt, die gebotene
Sachlichkeit vermissen, gibt die Zeugin der Lächerlichkeit preis und erweckt
beim Angeklagten aus verständiger Sicht die Besorgnis, der Richter habe sich
schon ein abschließendes negatives Bild über den Wahrheitsgehalt der
Zeugenaussage gemacht ([3] 1 Ss 354/2007 10. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle setzt die Entstehung einer
Einigungsgebühr auf beiden Seiten ein Mindestmaß an Nachgeben voraus und
umfasst die Bewilligung von Prozesskostenhilfe für ein gerichtliches
Sorgerechtsverfahren nicht den Abschluss eines Vergleichs zum gerichtlich
anhängigen Umgangsrecht (17 WF 110/2008 8. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf bestimmt sich der
Gegenstandswert eines Vergleichs danach, worüber (und nicht worauf) sich die
Parteien verständigen (z. B. Jahresmiete eines bisherigen bestrittenen, für
beendet erklärten Mietverhältnisses) (24 W 17/2008 9. Juni 2008).
Das geänderte Recht der Gesellschaft mit beschränkter Haftung ist seit 1.
November 2008 in Kraft.
*Schmitt, Joachim/Hörtnagl, Robert/Stratz, Rolf-Christian, Umwandlungsgesetz
Umwandlungssteuergesetz, 5. A. 2009
*Wertpapierhandelsgesetz, hg. v. Fuchs, Andreas, 2008
*Waclawik, Erich, Prozessführung im Gesellschaftsrecht, 2008
*Becker/Kingren, SGB V Gesetzliche Krankenversicherung, 2008
*Joecks, Wolfgang, Studienkommentar StPO, 2. A. 2008
*Eisenberg, Ulrich, Jugendgerichtsgesetz, 13. A. 2008
*Fischer, Thomas, Strafgesetzbuch, 56. A. 2009
2008-10-31 Nach einer Entscheidung des
Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist § 5 I des Tarifvertrags zur Überleitung
der Beschäftigten der kommunalen Arbeitgeber in den Tarifvertrag für den
öffentlichen Dienst und zur Regelung des Übergangsrechts rechtmäßig (6 AZR
682/2007 30. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands hat ein unter
den BAT-O fallender Arbeitnehmer (z. B. Forschungsprojektmitarbeiterin) nach §
4 I, II des Tarifvertrags zur sozialen Absicherung bei Kündigung aus Gründen
des Personalabbaus einen Anspruch auf eine Abfindung in Höhe eines Viertels der
letzten Monatsvergütung für jedes volle Jahr der Beschäftigungszeit (6 AZR
738/2007 30. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands muss eine vor
Insolvenz und Betriebsübergang nach dem Blockmodell freigestellte ehemalige Chefsekretärin
ihre ausstehenden Vergütungsansprüche als Insolvenzgläubigerin geltend machen
(8 AZR 54/2007 30. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist die
Übertragung bisher von der Bundeswehr durchgeführter militärischer
Instandsetzungsarbeiten auf eine neu gegründete Gesellschaft mit beschränkter
Haftung kein Betriebsübergang, wenn die bisherige Instandsetzungseinheit durch
die Bundeswehr aufgelöst wird (8 AZR 855/2007 30. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe kann, wenn das
unterhaltsrelevante Einkommen überwiegend nicht auf einer Erwerbstätigkeit
beruht im Einzelfall allenfalls in Betracht kommen, dem Unterhaltspflichtigen
einen Selbstbehalt zu belassen, der sich zwischen dem ihm im Regelfall zu
belassenden Selbstbehalt für Nichterwerbstätige und dem Selbstbehalt für
Erwerbstätige bewegt, wobei eine gemeinsame Haushaltsführung regelmäßig zu
einer hälftig entlastenden Kostenersparnis führt (2 UF 31/2008 4. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist die ordentliche
Kündigung des früheren Intendanten der Bundeskunsthalle Jürgen Wenzel
Jacobunwirksam (18 U 21/2008 30. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Kölb ist die Postgewerkschaft GNBZ
keine Gewerkschaft (14 BV 324/2008 30. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund kann die Deutsche
Rentenversicherung bei illegalen Beschäftigungsverhältnissen (Schwarzarbeit)
Sozialversicherungsbeiträge auf der Grundlage einer fiktiven
Nettolohnvereinbarung nacherheben, wobei die hinzuzurechnende Lohnsteuer
mangels Steuerkarte nach Steuerklasse VI zu berechnen ist (25 R 129/2006 8.
September 2008).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Mannheim ist für Streitigkeiten über
die Tarifgestaltung des öffentlichen Nahverkehrs der Zivilrechtsweg eröffnet
und sind unterschiedliche Tarife für Schüler und Senioren sachlich
gerechtfertigt, wenn der Nahverkehrsbetreiber damit den Effekt einer besseren
Auslastung des Nahverkehrs in Nebenzeiten verfolgt (10 C 34/2008 6. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Marl kann die Umsatzsteuer auch elf
Monate nach dem Verkehrsunfall verlangt werden, wenn und soweit sie zur
Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands durch Reparatur oder
Ersatzbeschaffung auch tatsächlich anfällt, das heißt wenn und soweit sie der
Geschädigte zur Wiederherstellung aus seinem Vermögen aufgewendet oder sich
dazu verpflichtet hat (3 C 120/2008 26. Juni 2008).
2008-10-30
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands muss
Beratungshilfe auch in Angelegenheiten des Kindergelds nach dem
Einkommensteuergesetz gewährt werden, weil § 2 II BerHG den
Gleichheitsgrundsatz verletzt (1 BvR 2310/2006 14. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
Bezeichnung der deutschen Nationalfarben Schwarz-Rot-Gold als Schwarz-Rot-Senf
keine Straftat, sondern durch die Meinungsfreiheit gerechtfertigt (1 BvR
1565/2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist im
unternehmerischen Bereich eine allgemeine Vertragsbedingung rechtswidrig, die
den Rücktritt für den Fall ermöglicht, dass der Leasinggeber selbst oder sein
als Erfüllungsgehilfe tätiger Lieferant die Verzögerung der Erstellung und Abnahme
des Leasinggegenstands über den vertraglich vereinbarten Zeitpunkt hinaus zu
vertreten hat (VIII ZR 258/2007 29. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands besteht bei einer
auch als Hühnerunterstand dienenden Fotovoltaikanlage kein Anspruch auf erhöhte
Einspeisevergütung, weil die Anlage nicht ausschließlich an oder auf einem
Gebäude errichtet ist (VIII ZR 313/2007 29. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist die
Klage der Deutschen Telekom gegen die Vorauswahl eines Betreibers
(Preselektion) abgewiesen und muss sich die Deutsche Telekom dem
Kontrollverlangen der Bundesnetzagentur in Bezug auf die Anschluss- und
Verbindungsentgelte unterwerfen (6 C 38/2007 29. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln hat der Fliesenleger Josef
Hoss einen Anspruch auf Ersatz seiner materiellen Schäden und (nur) 30000 Euro
Schmerzensgeld gegen das Land Nordrhein-Westfalen (7 U 53/2008 30. Oktober
2008).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Sachsen-Anhalt besteht bei
einem durch Alkoholeinfluss verursachten Arbeitsunfall auf dem Weg zur Arbeit
kein Anspruch gegen die gesetzliche Unfallversicherung (6 U 39/2004 17. April
2008).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Hessen sind die
Regelleistungen nach Hartz IV unter dem soziokulturellen Existenzminimum von
Familien und deswegen verfassungswidrig (6 AD 336/2007 29. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Dresden ist eine Klage gegen
den Bau der Waldschlösschenbrücke abgewiesen.
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund hat ein ohne Zustimmung des
Grundsicherungsträgers umziehender Langzeitarbeitsloser einen Anspruch auf
volle Übernahme der höheren Mietkosten, wenn der Umzug erforderlich war und die
Miete angemessen ist (31 AS 282/2007 20. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Innsbruck ist ein wegen eines
Fußballspiels einem Anderen das Nasenbein Brechender zu 7200 zur Hälfte
bedingter Euro Geldstrafe und 2080 Euro Schmerzensgeld verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Burmas sind Min Ko Naing und
acht andere Dissidenten wegen Missachtung des Gerichts zu 6 Monaten Haft
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Indonesiens ist ein Muslim
wegen Aufhetzung zur Gewalt zu 18 Monaten Haft verurteilt.
Der Flughafen Tempelhof in Berlin ist geschlossen.
Neuwagenkäufe sollen in Deutschland durch Kraftfahrzeugsteuerbefreiung
erleichtert werden.
Die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen Deutschlands sinkt auf 2,997 Millionen.
Delta und Northwest sind zur Fluggesellschaft mit der größten Zahl an
Passagieren zusammengeschlossen.
† Hanisch, Hans 6. November 1923-Genf 19. Oktober 2008.
2008-10-29
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist ein
Unterbringungsbefehl in Zusammenhang mit der Anordnung nachträglicher
Sicherungsverwahrung in einem Einzelfall Gerd W. verfassungswidrig (2 BvR
749/2008 22. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands hat ein mit 55
Jahren aus dem Unternehmen ausscheidender Arbeitnehmer im Rahmen seiner
erworbenen unverfallbaren Versorgungsanwartschaft Anspruch auf so genannte
Übergangsbezüge auch, wenn der Anspruch nach einer besonderen Richtlinie bei seinem
Ausscheiden vor Vollendung des 60. Lebensjahres entfallen soll (3 AZR 317/2007
28. Oktober 2008).
Nach Entscheidungen des Bundesfinanzhofs Deutschlands können Aufwendungen für
NLP-Kurse und Supervisionskurse für leitende Angestellte steuerlich absetzbar
sein (VI R 44/2004 28. August 2008, VI R 35/2005 28. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands können anerkannte
ambulante Pflegedienste auch dann von der Umsatzsteuer befreit sein, wenn sie
im Sinne des § 38 SGB V Kinder versorgen, weil der den Haushalt führende Elter
hierzu krankheitsbedingt nicht in der Lage ist (XI R 61/2007 30. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist die Wahl
Clemens Börsigs zum Aufsichtsratsvorsitzenden der Deutschen Bank rechtswidrig,
während zehn weitere Klagen Leo Kirchs gegen Beschlüsse der betreffenden
Hauptversammlung auch in der Berufungsinstanz abgewiesen sind.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München verletzt Bully als Bezeichnung
eines Computerspiels nicht die Rechte des Künstlers Bully (Herbig) (33 O
24030/2007 28. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Frankreichs darf eine
Voodoopuppe Sarkozy weiter gehandelt werden.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Italiens ist Rudy Hermann
Guede wegen Ermordung Meredith Kerchers zu 30 Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika hat der Vater von Britney Spears die uneingeschränkte Kontrolle über
die persönlichen und geschäftlichen Angelegenheiten seiner Tochter auf
unbestimmte Zeit.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Syriens sind zwölf
Menschenrechtler wegen Schwächung des Nationalgefühls und Verbreitung falscher
Nachrichten zu je 30 Monaten Haft verurteilt.
Internationaler Währungsfonds und Europäische Union wollen mit der Weltbank
Ungarn mit 20 Milliarden Euro stützen.
Hypo Real Estate beantragt Garantien von 15 Milliarden Euro aus dem
Rettungspaket Deutschlands.
Die Gletschermumie aus dem Ötztal gehörte der genetischen Gruppe K1 in einer
heute wohl nicht mehr vertretenen Vererbungslinie an.
2008-10-28
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat Bild durch eine
Veröffentlichung eines Fotos vom Freigang des verurteilten Karsten Speck nicht
das Persönlichkeitsrecht des Schauspielers verletzt, weil das
Informationsinteresse der Öffentlichkeit überwiegt (VI ZR 307/2007 28. Oktober
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind nicht alle
ausländischen Gesellschaften aus Drittstaaten (z. B. Schweiz) mit
Verwaltungssitz in Deutschland (z. B. als Vermieterin einer Trabrennbahn) in
ihrer jeweiligen Rechtsform (z. B. als Aktiengesellschaft, sondern z. B. nur
als rechtsfähige Personengesellschaft) anzuerkennen und ist eine Vollmacht, für
eine nordrhein-westfälische Stadt Erklärungen in allen
Grundstücksangelegenheiten abzugeben, unwirksam (II ZR 158/2006 27. Oktober
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands darf eine
zum Daueraufenthalt berechtigende Niederlassungserlaubnis nach § 26 IV
AufenthaltsG nicht erteilt werden, wenn der Lebensunterhalt eines Ausländers
nicht gesichert ist, weil er wegen Pflege eines kranken Ehepartners und eines
schwer behinderten Sohnes an einer eigenen Erwerbstätigkeit gehindert ist (1 C
34/2007 28. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Berlin ist der
Volksentscheid gegen die Schließung des Flughafens Tempelhof rechtmäßig
abgelaufen und muss nicht wiederholt werden.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Naumburg muss der
Thor-Steinar-Bekleidungsladen in Magdeburg im Hundertwasserhaus wegen
Verletzung einer Aufklärungspflicht (über die Marke des [als
rechtsextremistisch angesehenen] Warensortiments) geräumt werden (9 U 39/2008
28. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg verletzt
das im Glückspielstaatsvertrag festgelegte staatliche Monopol für die
Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten weder europäisches Recht noch Verfassungsrecht
Deutschlands (6 S 1288/2008 16. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen darf Tierfett als
abfallähnlicher Stoff in einem Wärmeboiler einer Tierkörperbeseitigungsanstalt
verbrannt werden (6 UE 2399/2007 22. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Düsseldorf muss Franz-Joseph Pooth an
die Commerzbank 1,8 Millionen Euro Darlehen seines Unternehmens Maxfield auf
Grund Bürgschaftsvertrags zahlen.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz rechtfertigt eine
Verweigerung einer Entschuldigung seitens eines Polizeibeamten nicht eine
dienstliche Missbilligung, wenn sich bereits seine Dienststelle bei dem
Betroffenen entschuldigt hat, dieser aber ohne nachvollziehbaren Grund auf
einer persönlichen Entschuldigung des Beamten besteht (6 K 231/2008 14. Oktober
2008).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dresden hat ein Empfänger von
Arbeitslosengeld II in einer Wohngemeinschaft Anspruch auf Übernahme des vollen
Mietzinses, wenn der Mietzins unter dem für einen Einpersonenhaushalt
anzuwendenden Richtwert liegt (20 AS 5022/2008 ER 22. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Innsbruck ist ein Einmietbetrüger zu
elf Monaten Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Innsbruck ist ein Marihuanaanbauer
aus Osttirol zu 5120 Euro Geldstrafe verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten ist
Senator Ted Stevens der verschwiegenen Annahme von Zuwendungen in Höhe von
250000 Dollar schuldig.
Christof Schmid und Reto Schumacher erklären sich vor dem Landgericht
Baden-Baden zur Zahlung von 13000 und 6500 Euro bereit, um die Verfahren wegen
des umstrittenen teueren Empfangs anlässlich des 60. Geburtstags Peter Voß’ zu
beenden.
Zur Beilegung eines Wettbewerbsstreits zahlen Mastercard und Visa an Discover
Financial Services 2,75 Milliarden Dollar.
Die Finanzaufsicht Deutschlands stellt den Entschädigungsfall für die deutsche
Tochter von Lehman Brothers (mit einem zu erwartenden Höchstumfang von 6
Milliarden Euro) fest.
Die Europäische Union billigt das Bankenrettungspaket Deutschlands.
Die Zentralbank Islands erhöht den Leitzins von 12 auf 18 Prozent.
Die Deutsche Bank verliert am Finanzplatz London mit Wetten auf
Aktienterminkontrakte 300 Millionen Euro.
Der Wert der Aktie der Volkswagen AG steigt als Folge verfehlter Leerverkäufe
zeitweise auf mehr als 1000 Euro, womit das Unternehmen vorübergehend zum
wertvollsten an den Weltbörsen gehandelten Unternehmen wird.
Google zahlt an Authors Guild und Association of American Publishers 125
Millionen Dollar für die Urheberrechte bzw. die Digitalisierungsrechte an nicht
mehr verlegten Büchern.
In Somalia wird eine Frau wegen Ehebruchs gesteinigt.
2008-10-27
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Bayern ist die seit Juli
2007 in Bayern geltende teilweise Abschaffung bzw. nur fakultative Geltung des
Widerspruchsverfahrens nicht verfassungswidrig (10-VII-2007 23. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen muss
eine Bewohnerin eines Altenheims vor Inanspruchnahme von Pflegegeld nicht ein
größeres, ihrer Tochter gegebenes Geschenk klageweise zurückfordern (14.
Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Saarland darf Sankt Ingbert
gegen den Widerspruch eines konkurrierenden Unternehmers für Papier, Pappe und
Karton blaue Sammeltonnen aufstellen (3 B 279/2008 22. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hannover hat Prinz Ernst August von
Hannover keine Schadensersatzansprüche gegen seinen früheren Strafverteidiger
wegen einer nicht mit seinem Mandanten abgesprochenen Prozesstaktik.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Potsdam darf Frank-Walter Steinmeier
seine Zweitwohnung in einem Bauernhaus in Brandenburg betreten, weil eine
Räumung einer Wohnung in einem Eilverfahren grundsätzlich nicht möglich ist.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Hannover darf einem nicht
nachweisbar erkrankte Personen
kontaktierenden, die Impfung gegen Masern verweigernden Schüler (z. B. in
Wennigsen) nicht das Betreten der Schule untersagt werden (7 A 3697/2007 23.
Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz darf die beim Kauf die
Sanierungsbedürftigkeit des Klosters Marienberg in Boppard kennende
Eigentümerin das denkmalgeschützte Bauwerk nicht abreißen (1 K 415/2008 9.
Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Münster muss die Stadtsparkasse
Rheine in Höhe von sechs bis acht Millionen Euro zur Stabilisierung der WestLB
beitragen.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Tiergarten ist Jörg Hähnel (NPD) wegen
Billigung der Tötung Rosa Luxemburgs zu 4500 Euro Geldstrafe verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Spaniens müssen die Erben
eines Mannes 30000 Euro Entschädigung an dessen Geliebte zahlen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Afrikas muss Niger an
Adidjatou Mani Koraou 15000 Euro wegen Unterlassung des Schutzes vor Sklaverei
zahlen.
Der weitere Fall des deutschen Aktienindexes wird nur durch die Steigerung des
Wertes der Volkswagenaktie um mehr als 200 Prozent verhindert.
Horst Seehofer wird zum Ministerpräsidenten Bayerns gewählt und will dem
Rechtsanwalt Martin Zeil (FDP) das Wirtschaftsministerium übertragen.
Die zweite, seit 2005 bearbeitete Auflage der Deutschen Biographischen
Enzyklopädie ist mit 63000 Personen fertiggestellt.
Die Justizminister der Mitgliedstaaten der Europäischen Union einigen sich
darauf, dass Unterhaltsansprüche in der Europäischen Union künftig
grenzüberschreitend eingeklagt und eingetrieben werden können.
Die Südtiroler Volkspartei erringt bei den Landtagswahlen (nur noch) 48,1
Prozent der Stimmen und 18 von 35 Abgeordnetensitzen.
Die Verkehrsbetriebe Wiens entlassen einen Sieg Heil durchsagenden
Straßenbahnführer.
2008-10-26 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands liegt, wenn ein in den Tatsacheninstanzen auf
Insolvenzanfechtung gestützter Zahlungsanspruch im Revisionsrechtszug nur aus
der wirksamen Leistungsannahme durch einen Nichtberechtigten (§ 816 II BGB)
hergeleitet wird und die Leistungsannahme erst im Revisionsrechtszug genehmigt
wird, eine Klageänderung vor, deren Verfolgung mangels einer Beschwer nicht
alleiniges Ziel der Revision sein kann (IX ZR 172/2007 16. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der Ausschluss
des Versorgungsausgleichs zur Gesamtnichtigkeit eines Ehevertrags führen, wenn
die Ehefrau bei dem Abschluss im neunten Monat schwanger ist und ihr der
Vertragsentwurf erstmals in der notariellen Verhandlung bekannt gegeben wird
(XII ZR 6/2007 9. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands müssen
Aufsichtsratsmitglieder, Geschäftsführer und Vorstandsmitglieder bei ihrem
Ausscheiden Auskunft über in ihrem Besitz befindliche Unterlagen der
betreffenden Gesellschaft geben und die Unterlagen einschließlich der Duplikate
und Fotokopien herausgeben (II ZR 71/2007 7. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands erledigt
sich, wenn eine Krankenhausplanungsbehörde ihren Feststellungsbescheid während
des Drittanfechtungsprozesses ändert und damit dem Begehren des Klägers
entspricht, sogleich die Klage, auch wenn der Änderungsbescheid von dem bislang
Begünstigten angefochten wird (3 B 37/2008 9. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands kann ein
Laientheater umsatzsteuerbefreit sein, wenn es sich in der Regel an eine
unbestimmte Zahl von Zuschauern wendet und der Öffentlichkeit Theaterstücke in künstlerischer
Form nahebringen will (9 B 80/2007 31. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands spricht, wenn
die in einem Kündigungsschreiben angebotene Abfindung in der Höhe deutlich von
dem gesetzlich vorgesehenen Betrag abweicht, vieles dafür, dass der Arbeitgeber
ein vom Gesetz abweichendes individuelles Auflösungsangebot abgegeben hat (2
AZR 209/2007 10. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann sich schon
eine beabsichtigte Betriebs- oder Abteilungsstilllegung ausnahmweise als ein
dringendes betriebliches Erfordernis im Sinne von § 1 II KSchG darstellen, wenn
die für den künftigen Wegfall der Beschäftigung de Arbeitnehmers maßgeblichen
Entwicklungen bereits zum Kündigungszeitpunkt feststehen (1 AZR 543/2006 13.
Februar 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands erzielt bei einer
mitunternehmerischen Beteiligung einer Freiberufler-Kapitalgesellschaft an
einer Freiberuflerpersonengesellschaft die Freiberuflerpersonengesellschaft
gewerbliche Einkünfte (VIII R 73/2005 8. April 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bamberg muss ein Absehen eines
Tatrichters von der Verhängung eines Fahrverbots ohne rechtsfehlerhafte
Ermessensabwägung als vertretbar hingenommen werden (2 Ss OWi 953/2007 12.
Dezember 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist ein
Tarifvergleich eines günstigeren Ökostromtarifs mit einem Normaltarif eines
Mitbewerbers irreführend, wenn verschwiegen wird, dass der Mitbewerber auch
einen gegenüber beiden Vergleichstarifen günstigeren Ökostromtarif anbietet (6
U 73/2008 24. Juli 2008).
2008-10-25 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands reicht bei Geschäftsraummiete ein den Betrag
einer Monatsmiete übersteigender Rückstand für eine fristlose Kündigung nur
aus, wenn er aus zwei aufeinanderfolgenden Monaten resultiert oder die Höhe
zweier Monatsmieten erreicht (XII ZR 134/2006 23. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main sind einem der
gerichtlichen Anordnung zur Klageerhebung nicht nachkommenden Antragsteller
eines selbständigen Beweisverfahrens die Kosten eines Streithelfers des
Antragsgegners auch dann aufzuerlegen, wenn von der Klage nur wegen zwischenzeitlich
eingetretener Insolvenz des Antragsgegners und dessen daraus folgendem
Unvermögen zur Mängelbeseitigung abgesehen wird (1 W 50/2008 23. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm hat ein für einen
Verurteilten ohne Bevollmächtigung oder gegen den Willen ein erfolgloses oder
später zurückgenommenes Rechtsmittel einlegender Rechtsanwalt die Kosten zu
tragen (3 Ws 309/2008 14. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe müssen bei Verhängung
eines Fahrverbot auf Grund einer Geschwindigkeitsmessung durch Schätzung
detaillierte Feststellungen über die Umstände getroffen werden (1 Ss 25/2008
19. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz ist ein
Vertragsstrafeversprechen für Wettbewerb auf einem vom Gläubiger bisher und
künftig nicht benutzten Geschäftsfeld unwirksam und Zahlung sowie Empfang einer
Vertragsstrafe sind nicht umsatzsteuerpflichtig (5 U 140/2008 7. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München können Beeinträchtigungen
der Anwohner durch den Schwerlastverkehr einer Großbaustelle eine
Entschädigungspflicht des Vorhabenträgers nach § 906 II 2 BGB begründen, wobei
bei der Nutzungsbeeinträchtigung eines Wohngrundstücks der Maßstab einer
fiktiven Mietminderung verwendet werden kann (23 U 2648/2008 18. September
2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München ist es einem Betroffenen
jedenfalls subjektiv unzumutbar, festzustellen, ob, wenn und in welchem Umfang
die staatliche Lotterieverwaltung zwischen dem 28. März 2006 und dem 31.
Dezember 2007 die vom Bundesverfassungsgericht ordnungsrechtlich
fortbestehenden Maßnahmen zur Ausrichtung des fortbestehenden staatlichen
Wettmonopols an den Zielen der Bekämpfung der Wettsucht und der Begrenzung der Wettleidenschaft
ergriffen und umgesetzt hat (5 St RR 28/2008 17. Juni 2008).
*Schulze zur Wiesche, D., Die GmbH & Still, 5. A. 2009
*Stüer, Bernhard, Handbuch des Bau- und Fachplanungsrechts, 4. A. 2008
*Köbler, Gerhard, Rechtsrussisch, 2. Aufl. 2008
2008-10-24
Nach einer Entscheidung des Internationalen Strafgerichtshofs ist die Berufung
gegen die vorübergehende Aussetzung des Strafverfahrens gegen Thomas Lubanga
Dyilo zurückgewiesen.
Nach einer Entscheidung des Gerichts erster Instanz der europäischen
Gemeinschaften ist der Beschluss der Europäischen Union des Jahres 2007 über
das Einfrieren der Gelder der iranischen Volksmudschahedin nichtig.
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands bedarf ein
Tiere in Privatwohnungen zwecks Vermittlung an neue Tierhalter aufnehmender
Verein keiner Erlaubnis nach dem Tierschutzgesetz (7 C 9/2008 21. Oktober
2008).
Nach einer Entscheidung des
Oberlandesgerichts Nürnberg muss bei der Eröffnung eines Verkehrs auf dem
Heuboden die zugehörige Leiter gegen ein Verrutschen bei der Benutzung
gesichert sein (3 U 1274/2008 12. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Saarbrücken kann die Erstreckung
der Beiordnung eines Rechtsanwalts in einer Ehesache auf den Abschluss eines
Vergleichs in bestimmten Folgesachen nach § 48 III 1 RVG auch dazu führen, dass
dem Rechtsanwalt aus der Staatskasse eine Terminsgebühr zu erstatten ist (6 WF
19/2008 4. April 2008).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Baden-Württemberg darf
ein langjähriger, Trinkgelder für die kostenlose Abgabe von Brauereihefe mit
Wissen einiger Vorgesetzter annehmender Betriebsratsvorsitzender nicht fristlos
entlassen werden (18 TaBV 2/2008 22. Oktober 2008).
Nach Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Schleswig-Holstein ist eine gegen
den Willen des Betriebsrats umgesetzte Form konzerninterner
Arbeitnehmerüberlassung rechtswidrig (3 TAVB 12/2008 18. Juni 2008 u. a.).
Nach einer Entscheidung des
Landgerichts Düsseldorf kann ein Steuerberater aus seinem Berufsstand ausgeschlossen
werden, wenn er seine Steuerpflichten (z. B. durch Nichtabgabe einer
Steuererklärung) verletzt (44 StL 12/2006).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Sachsens muss ein angestellter
Freiberufler (z. B. Rechtsanwalt) Steuern auf Beiträge zahlen, die der
Arbeitgeber für die Pflichtmitgliedschaft in ihrer Berufskammer sowie für eine
freiwillige Mitgliedschaft in einem Berufsverein zahlt (1 K 1262/2007).
50 Cent (Curtis Jackson) einigt sich mit Shaniqua Tompkins über sein
Besuchsrecht für den gemeinsamen Sohn Marquise.
In Texas ist das 12. Todesurteil dieses Jahres vollstreckt.
2008-10-23 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands umfasst der Versicherungsschutz einer
Auslandskrankenversicherung die ersten sechs Wochen auch dann, wenn die Reise
insgesamt dreieinhalb Monate dauert (IV ZR 136/2006).
Nach einer Entscheidung des
Oberlandesgerichts Stuttgart erfüllt das Telefonieren über abgelegtes
Mobiltelefon, Bluetooth-Verbindung und Headset auch dann nicht den Tatbestand
des § 23 I a StVO, wenn das Headset zur Verbesserung der Hörqualität mit der
Hand gegen das Ohr gedrückt wird (1 Ss 187/2008 16. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Düsseldorf berechtigen vier
zeitgleiche Attentate in einem Urlaubsland nicht ohne Weiteres zur fristlosen
Kündigung eines Reisevertrags wegen höherer Gewalt, sondern sind Teil des
allgemeinen Lebensrisikos (22 S 23/2007).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Österreichs erhält Martin
Kerscher Verfahrenshilfe für die Gerichtsgebühren der Berufung im Rechtsstreit
mit Gernot Langes.
Die Gemeinde Rietz verbietet den Innsbrucker Kommunalbetrieben flächendeckend
Pegelmessungen am Inn zur Vorbereitung eines Flusskraftwerks.
Die Wiener Börse setzt kurzzeitig den Handel mit Aktien der Austrian Airlines
aus.
Das Unterhaus Großbritanniens erlaubt die Einpflanzung menschlicher Zellen in
entkernte Eizellen von Tieren.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Elfenbeinküste ist ein
Nigerianer wegen rechtswidriger Lagerung von 500 Tonnen Giftmüll zu 20 Jahren
Haft, ein Schiffsagent im Hafen Abidjans zu 5 Jahren Haft verurteilt.
Die Ministerpräsidenten der Bundesländer Deutschlands stimmen der 12. Novelle
des Rundfunkstaatsvertrags zu.
Frankreich gründet einen Staatsfonds zum Schutz der Industrie vor Übernahmen
aus dem Ausland.
In Thüringen erreicht ein Volksbegehren, dass der Landtag einen vom Bündnis für
mehr Demokratie vorgelegten Entwurf eines Gesetzes für mehr Demokratie in den
Kommunen beraten muss.
Das Zweite Deutsche Fernsehen kündigt nach einer Kritik seinen Vertrag mit der
Moderatorin Elke Heidenreich.
Jena und Dresden sollen wegen Zuschauerausschreitungen bei Fußballspielen 12000
Euro Verbandsstrafe zahlen.
Der Wert des Euro fällt auf 1,2839 Euro.
Der deutsche Aktienindex erreicht einen Wert von 4519 Punkten.
2008-10-22
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein Mieter bei
vereinbarter Farbtonbestimmung die Mietwohnung in dem vereinbarten Farbton
zurückgeben (VIII ZR 283/2007 22. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Verurteilung eines Landwirts wegen Mordes an seinen Eltern zu lebenslanger Haft
rechtmäßig (2 StR 430/2008 15. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist bei Verweis
in einem nach dem 1. Januar 2002 geschlossenen Arbeitsvertrag auf das
einschlägige Tarifvertragswerk in der jeweils geltenden Fassung der Arbeitgeber
grundsätzlich auch nach Austritt aus dem tarifschließenden Verband
verpflichtet, die nach dem Ende der Verbandsmitgliedschaft abgeschlossenen
Tarifverträge anzuwenden (4 AZR 793/2007 22. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann eine Beteiligung
an einer amerikanischen Limited Liability Company eine deutsche Steuerpflicht
für Kapitalgesellschaften auslösen (I R 34/2008 22. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Landesverfassungsgerichts Sachsen-Anhalts ist das
Rauchverbot eine Einraumgaststätten und Diskotheken verfassungswidrig.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg hat Dorothea Sihler als
Person der Zeitgeschichte keine Ansprüche gegen die Bunte auf Unterlassung,
Schadensersatz und Lizenzgebührzahlung wegen der Veröffentlichung von Bildern
ihrer Heirat mit Günther Jauch (7 U 11/2008 21. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe ist eine Bank zu
Schadensersatz verpflichtet, wenn sie eine Scheckbestätigung ungenügend geprüft
und für echt gehalten hat (17 U 212/2007 21. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg ist eine
Universität (z. B. Ulm) grundsätzlich an die Ausstattungszusagen in
Berufungsverhandlungen (z. B. fünf Mitarbeiter) gebunden (9 S 1507/2006 21.
Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen ist die der
Deutschen Touring GmbH erteilte Genehmigung eines Linieverkehrs von Frankfurt
am Main nach Dortmund trotz des Widerstands der Deutschen Bahn AG wegen des
Kostenvorteils rechtmäßig (2 UE 922/2007 21. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgericht Hessen ist die Anfechtung
eines mit Holger Sprenger im November 2006 geschlossenen Vergleichs durch die
Volkswagen AG zurückgewiesen und festgestellt, dass der Rechtsstreit durch den
für Sprenger Ansprüche in Bezug auf seine Patente und Erfindungen offen
haltenden Vergleich beendet ist. (6 Sa 2189/06 - 28. Mai 2008).
Nach Entscheidungen des Landgerichts Hanau muss der Internetanbieter Online
Service Ltd. seinen Gewinn offenlegen (9 O 551/2008 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln ist die die Veröffentlichung
eines an den Betreiber einer Internetseite gerichteten emails auf dieser
Internetseite eine Persönlichkeitsrechtsverletzung (28 O 157/2008 28. Mai
2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart hat ein Bürger bei
Fehlen von Gefahr gegen seine Gemeinde keinen Anspruch auf Winterdienst auf der
öffentlichen Zufahrt zu seinem Grundstück (13 K 1233/2008 7. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft Köln ist das Ermittlungsverfahren
gegen Dietrich Garlichs wegen des Verdachts der Untreue eingestellt.
Nach einer Entscheidung des obersten Gerichtshofs Österreichs hat der
Verfassungsschutz einen unbescholtenen Mitarbeiter der Tyrolean Airlines
rechtswidrig als Sicherheitsrisiko eingestuft.
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Innsbruck ist ein den Waffenpass
eines Verstorbenen mit seinem Foto überklebender Trödler zu 480 Euro bedingter
Geldstrafe und Waffeneinzug mit Waffenverbot verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Italiens ist Deutschland zu
800000 Euro Schadensersatz an die Angehörigen zweier Opfer des zweiten
Weltkriegs in Civitella am 29. Juni 1944 verurteilt, obwohl durch den Vertrag
von Bonn des Jahres 1961 die Reparationsansprüche endgültig geregelt wurden..
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist Trevor Graham wegen Meineids in einem Dopingprozess gegen das
Balco-Labor zu einem Jahr Hausarrest und 5000 Dollar Geldstrafe verurteilt.
In den Vereinigten Staaten von Amerika endete das Strafverfahren gegen Britney
Spears wegen Fahrens mit einem Führerschein Louisianas in Kalifornien mangels
Einigung der Geschworenen ohne Entscheidung.
Nach einer Entscheidung des Sportgerichts der internationalen reiterlichen
Vereinigung ist Christian Ahlmann wegen verbotener Medikamentation seines
Pferdes für vier Monate gesperrt.
Das Europäische Parlament beschließt die Gleichstellung der Beschäftigten mit
Zeitarbeitsverträgen bei Entgelt, Urlaub und Mutterschaftsurlaub mit den
anderen Arbeitnehmern.
Erwin Huber tritt wegen des auf 6,5 Milliarden Euro gestiegenen Defizits der
Landesbank Bayern als Finanzminister zurück.
Wachovia erleidet im dritten Vierteljahr 2008 durch Abschreibung des
Unternehmenswerts um 18,7 Milliarden Dollar einen Verlust von 23,9 Milliarden
Dollar.
Die Europäische Kommission will nach einer Versuchszeit in Amsterdam den
Einsatz von Ganzkörperscannern auf Flughäfen zulassen.
Hochtief will eigene Aktien bis zu 5 Prozent des Grundkapitals zurückkaufen.
Die Spielvereinigung Bayreuth stellt Antrag auf Eröffnung eines
Insolvenzverfahrens.
2008-10-21
Nach Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs ist es allein Sache der
mitgliedstaatlichen Gerichte zu prüfen, ob die Voraussetzungen der Immunität
eines Abgeordneten des Europäischen Parlaments vorliegen (C-200/2007 21.
Oktober 2008 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands verletzt ein
Strafurteil wegen Steuerhinterziehung durch verdeckte Gewinnausschüttung nicht
das Bestimmtheitsgebot des Grundgesetzes (2 BvR 2067/2007 26. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München ist es für bwin als
Inhaber einer Gewerbegenehmigung für Sportwetten unzumutbar, übergangsweise bis
zu einer höchstrichterlichen Klärung der Rechtmäßigkeit von Sportwetten das
Sportwettenangebot im Internet einzustellen.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Schleswig ist ein
Unterbringungsbefehl gegen einen als gefährlich eingestuften Sexualstraftäter
abgelehnt.
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg ist die Stundung
der gesetzlichen Zuzahlung durch eine Versandapotheke rechtswidrig (13 ME
162/2008 16. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln ist die Bewerbung des
langjährigen Ausrichters des Weihnachtsmarkts in Köln wegen Nichterfüllung der
für eine Ausschreibung festgelegten formalen Zulassungskriterien rechtmäßig
abgelehnt (1 K 4507/2008 16. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Niedersachsen begründet das
Nichttragen einer Robe durch einen Rechtsanwalt nicht den Ausschluss aus einer
mündlichen Verhandlung (16 Ta 333/2008 29. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin müssen
Telekommunikationsunternehmen für die vorgeschriebene Vorratsdatenspeicherung
zunächst keine Technik auf eigene Kostenbereitstellen (27 A 232/2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln muss ein alkoholisiert
verletzt Aufgefundener die Kosten eines von ihm abgelehnten Krankentransports
zahlen (38 A 34/2008 15. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Münster hat eine in Frankreich
arbeiten wollende Frau aus Münster keinen Anspruch auf Änderung ihres Vornamens
Beate in Béatrice (17. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München ist ein Gymnasiallehrer wegen
sexuellen Missbrauchs eines Minderjährigen zu zwei Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Jordaniens ist die Todesstrafe
gegen einen wegen Gotteslästerung verurteilten Journalisten auf 20 Jahre Haft
geändert.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts muss die Dresdner Bank einem
Kunden wegen eines Verkaufs eines Zertifikats der Lehmann Brothers 21000 Euro
zahlen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Dänemarks ist ein aus Pakistan
stammender Däne wegen Vorbereitung eines Terroranschlags zu zwölf Jahren Haft
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist die sofortige Freilassung von 17 Uiguren aus Guantánamo abgelehnt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Thailands ist der ehemalige
Ministerpräsident Thaksin wegen Korruption zu zwei Jahren Haft verurteilt.
Die Europäische Kommission stimmt der Sanierung der IKB unter Auflagen zu.
Die Bayerische Landesbank will 5,4 Milliarden Euro Kapitalhilfe beantragen.
Juris und Otto Schmidt bündeln ihre Online-Angebote in Legios.
1860 München entlässt Berkant Göktan wegen des Verdachts auf
Rauschgiftgebrauch.
2008-10-20 Nach einer Entscheidung des Europäischen
Gerichtshofs kann ein nach Belgien verziehender, in den Niederlanden
beschäftigter Niederländer negative Einkünfte in Bezug auf seine Wohnung in
Belgien bei der Berechnung seines Einkommens in den Niederlanden geltend
machen, wenn der Saldo aus dem Mietwert der Wohnung und den gezahlten Raten zur
Abzahlung des Hypothekendarlehens im Wohnmitgliedstaat nicht berücksichtigt
werden kann und der wesentliche Teil der zu versteuernden Einkünfte des
Steuerpflichtigen aus einer abhängigen Beschäftigung im Beschäftigungsstaat
stammt, weil trotz Steuerhoheit die Arbeitnehmerfreizügigkeit nicht verletzt
werden darf (C-527/2006 16. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs können Sportvereinen
erbrachte Dienstleistungen unter bestimmten Voraussetzungen nach der sechsten
Mehrwertsteuerrichtlinie (1977/388/EWG) von der Mehrwertsteuer befreit sein
(C-253/2007 16. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die Prüfung der
Beweiserhebungsvorschriften auf strafprozessuale Verwertungsverbote im
Einzelfall nicht willkürlich (2 BvR 784/2008 28. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf die
Räumungsvollstreckung nicht betrieben werden, wenn ein Dritter, der weder im
Vollstreckungstitel noch in der diesem beigefügten Vollstreckungsklausel
namentlich bezeichnet ist, im Besitz der Mietsache ist (I ZB 39/2008 14. August
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist, wenn die dem
Vertreter erteilte umfassende Vollmacht gegen das Rechtsberatungsgesetz
verstößt, der Kreditnehmer im Alllgemeinen nicht deshalb nach § 242 BGB
gehindert, sich auf die Nichtigkeit des in seinem Namen geschlossenen
Darlehensvertrags zu berufen, weil er auf die Bitte der Bank hin einen eigenen
Kontoeröffnungsantrag gestellt hat (XI ZR 387/2006 29. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands können Beiträge zum
Versorgungswerk der Architektenkammer bei Ermittlung der pfändbaren Einkünfte
eines selbständigen Architekten in der Höhe abzugsfähig sein, in der für einen
Arbeitnehmer, bezogen auf ein entsprechendes Einkommen, Beiträge zur
gesetzlichen Rentenversicherung abzuführen wären (VII ZB 34/2008 24. Juli
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein
Ausgleichsbetrag bei vorzeitigem Ruhestand grundsätzlich im
Versorgungsausgleich zu berücksichtigen (XII ZB 208/2005 2. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist das Handeln eines
Testamentsvollstreckers den Erben auch im Rahmen der Beurteilung der
personellen Verflechtung von Besitz- und Betriebsunternehmen zuzurechnen (IV R
76/2005 5. Juni 2008).
Nach Entscheidungen des Verfassungsgerichts Brandenburg ist eine
Verfassungsbeschwerde mehrerer Potsdamer Stadtverordneter der Fraktion Die
Andere unzulässig, weil die angefochtenen Regeln die Beschwerdeführer nicht als
Bürger, sondern als Stadtverordnete und kommunale Mandatsträger trifft (46/2008
16. Oktober 2008 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Dresden ist ein
unterhaltsrechtliches Abänderungsbegehren unzulässig, wenn die erweiterten
Möglichkeiten einer Unterhaltsbefristung nicht wahrgenommen wurden (20 WF
574/2008 4. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bremen kann eine bestehende
Unterhaltsregelung nicht angepasst werden, wenn sie nach dem 12. April 2006
getroffen wurde und auf mangelnde ehebedingte Nachteile des
Unterhaltsberechtigten im Hinblick auf seine Berufsausübung gestützt wird (4 WF
68/2008 24. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz darf ein Vermieter nach
einer Pfändung des Arbeitseinkommens oder sonstigen
Zwangsvollstreckungsmaßnahmen fragen und haftet ein Arbeitgeber des Mieters für
einen aus Falschauskunft erwachsenden Mietausfallschaden nicht, wenn der
Vermieter den anfechtbaren oder kündbaren Mietvertrag nach Kenntnis des wahren
Sachverhalts durch Fortsetzung des Mietverhältnisses bestätigt (5 U 28/2008 6.
Mai 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Düsseldorf muss
Nordrhein-Westfalen dem Unternehmen markt-intern Auskunft darüber erteilen, zu
welchem Preis es europaweit ausgeschriebene Beratungsleistungen in Zusammenhang
mit seiner Beteiligung an der Westdeutschen Landesbank an Citigroup vergeben
hat (1 K 3286/2008).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Großbritanniens ist Anthony
Morley wegen Ermordung und teilweiser Verspeisung Damian Oldfields zu 30 Jahren
Haft verurteilt.
2008-10-19 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands muss sich ein Bauträger, der vom Erwerber
Vorschuss auf Mängelbeseitigungskosten zurückfordern kann, diesen Anspruch
grundsätzlich nicht nach dem Rechtsgedanken der Vorteilsausgleichung auf seinen
Schadensersatzanspruch gegen seinen Auftragnehmer wegen dieser Mängel am Werk
anrechnen lassen (VII ZR 16/2007 10. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein Antrag auf
Erlass eines ungenügend konkretisierten Teilpfändungs- und
Überweisungsbeschlusses bei einem Titel über mehrere Zug-um-Zug-Forderungen
zurückzuweisen (VII ZB 39/2007 8. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands darf ein
Rechtsmittelführer nicht darauf vertrauen, dass ein unbegründeter Antrag auf
Verlängerung einer Berufungsbegründungsfrist Erfolg hat, wobei auch
Wiedereinsetzung in die versäumte Begründungsfrist ausgeschlossen sein kann (3
B 69/2008 25. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands sind die
Arbeitsgerichte nicht zuständig für eine Auskunftsklage eines Bewerbers gegen
einen Rechtsanwalt, der im Namen eines namentlich nicht genannten Arbeitgebers
eine Stellenanzeige schaltet (5 AZB 71/2008 27. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands haben Gewerkschaftsmitglieder
auch als Betriebsrentner einen Anspruch darauf, an den sie betreffenden
Entscheidungen tarifpolitisch ebenso mitzuwirken wie aktive
Gewerkschaftsmitglieder (3 AZR 409/2008 17. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichts Sachsens ist das
Nichtraucherschutzgesetz Sachsens wegen Verletzung der Berufsfreiheit teilweise
verfassungswidrig.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main liegen
ehebedingte Nachteile nicht vor, wenn die Zeit der Kindererziehung vor der
Eheschließung gelegen hat und die Unterhalt begehrende Ehefrau während der
späteren Ehezeit von knapp 8 Jahren keine beruflichen Nachteile erlitten hat (5
UF 185/2007 13. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm muss ein Radrennfahrer auch
als Einzelner darauf vertrauen können, dass eine Kreuzung bei einem Rundrennen
im gesamten Rennen für alle Teilnehmer gesichert bleibt (9 U 156/2007 11. April
2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln kann eine Auslieferung
eines Verfolgten nach Peru bei Aufhebung eines Freispruchs durch ein
gesichtsloses Gericht ausgeschlossen sein (6 Ausl A 2/2008 22. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München erwirbt ein Knabe, der
seinen Familiennamen von seiner nicht verheirateten, allein sorgeberechtigten,
einen ausländischen, geschlechtsspezifisch abgewandelten Familiennamen seiner
Mutter ableitet, nach § 1617a I BGB den Familiennamen in der von der Mutter
geführten Form, wenn nicht die nun durch Art. 47 II i. V. m. I Nr. 4 EGBGB
eröffnete Option einer Angleichung ausgeübt wird (31 Wx 13/2008 5. September
2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Saarbrücken kann eine
ordentliche Kündigung eines Girovertrags mit einer politischen Partei seitens
einer tatsächlich eine Monopolstellung einnehmenden Bank nach § 242 BGB
unwirksam sein (8 U 39/2008 3. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Magdeburg ist bei einer
Krankenhausbehandlung Erfüllungsort für die Zahlungspflichten des Patienten
dessen Wohnsitz bei Abschluss des Vertrags (9 O 1462/2004 6. August 2008).
2008-10-18
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands erlischt ein als
Grunddienstbarkeit eingetragenes Wegerecht nicht bereits deshalb, weil das
herrschende Grundstück aus baurechtlichen oder bauplanerischen Gründen nicht
mehr in der bisherigen Weise genutzt werden darf und kann auch bei einem grob
fahrlässig errichteten Überbau ein Beseitigungsanspruch des Nachbarn
ausgeschlossen sein, wenn dieser schuldhaft verspätet geltend gemacht wird (V
ZR 171/2007 18. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei der
Übereignung einer Sachgesamtheit durch Besitzkonstitut die Bezugnahme auf ein
Inventarverzeichnis zur Konkretisierung der betroffenen Gegenstände
grundsätzlich ausreichend (IX ZR 96/2006 17. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin ist ein Neunundzwanzigjähriger
wegen versuchter Erpressung der Bundesrepublik Deutschland zur Zahlung von rund
33 Millionen Euro zu 42 Monaten Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Düsseldorf darf eine beantragte
Eintragung einer Zwangshypothek wegen Ansprüchen einer Wohnungseigentümergemeinschaft gegen
einen Miteigentümer für Forderungen, die ein Vorrecht nach § 10 I Nr. 2 ZVG
genießen, nicht unter Hinweis auf ein angeblich fehlendes Rechtsschutzbedürfnis
versagt werden (19 T 113/2008 16. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Freiburg im Breisgau ist ein Priester
wegen Betrugs im Umfang von 270000 Euro und Schlagens seiner früheren Geliebten
zu 20 Monaten Haft mit Bewährung
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Rumäniens sind zwei frühere
Armeegeneräle wegen Beteiligung an der Tötung von 72 Straßenkämpfern zu 15
Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika kann das parlamentarischer Ermittlungsverfahren gegen Sarah Palin zur
Entlastung des Bevollmächtigten für öffentliche Sicherheit Alaskas fortgesetzt
werden.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Chinas ist der ehemalige
Hauptbeauftragte für die Vorbereitung der Olympischen Spiele wegen Annahme von
720000 Euro zum Tode verurteilt.
Im Wintersemester 2008/2009 schreiben sich rund 3000 Studierende an der
Fernuniversität Hagen ein, deren Studierendenzahl damit auf insgesamt 43500
steigt.
Das Hamburger Volksbegehren Eine Schule für alle ist wegen zu geringer
Unterstützung gescheitert.
Die Landesbank Bayern will staatliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Frankreich sieht eine Staatsgarantie von 320 Milliarden Euro für Banken und
einen Rahmen von 40 Milliarden Euro für Kapitalbeteiligungen vor.
Die Staatsbank Russlands übernimmt Globeks Bank für rund 140 Euro.
*Köhler, Helmut, BGB Allgemeiner Teil, 32. A. 2008
*Wiedemann, Gerhard, Handbuch des Kartellrechts, 2. A. 2008
*Höfer, Reinhold, Gesetz zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung,
10. A. 2008
2008-10-17 Nach dem Beschluss des Bundestags (476
Befürwortungen, 99 Gegenstimmen, 1 Enthaltung) und des Bundesrats (einstimmig)
unterzeichnet der Bundespräsident Deutschlands die zur Sicherung des
Finanzmarkts (an einem Tage) beschlossenen Gesetze.
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands darf der
Bundesnachrichtendienst Soldaten der Bundeswehr Deutschlands mit Dienstaufgaben
betrauen, die im Zusammenhang mit der dem Bundesnachrichtendienst übertragenen
Aufgabe der militärischen Auslandsaufklärung stehen (2 A 9/2007 16. Oktober
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands haben zwei
nach dem Modell des Sabbatjahrs teilzeitbeschäftigte Lehrerinnen
Nordrhein-Westfalens Anspruch auf Überprüfung und allenfallsige Änderung ihres
Teilzeitarbeitsumfangs, wenn er ihnen im bisherigen Umfang (z. B. wegen
langfristiger Erkrankung) nicht mehr zumutbar ist und dienstliche Belange nicht
entgegenstehen (2 C 15/2007 16. Oktober 2008, 2 C 20/2007 16. Oktober 2008).
Nach Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands müssen
Pharmaunternehmen gegen die Nachzulassung homöopathischer Kombinationspräparate
bestehende Bedenken gegen die Sinnhaftigkeit von Wirkstoffkombinationen
ausräumen (3 C 23/2007 16. Oktober u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist die von
Anwohnern angegriffene Änderungsgenehmigung der Bezirksregierung Düsseldorf für
den ehemaligen Flughafen Weeze-Laarbruch am Niederrhein rechtswidrig, doch
können die Abwägungsfehler möglicherweise geheilt werden (4 C 3/2007 16.
Oktober 2007 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands soll der
Europäische Gerichtshof entscheiden, ob die Befristung eines
Arbeitsverhältnisses eines älteren Arbeitnehmers (z. B. einer Flugbegleiterin)
europarechtswidrig ist (7 AZR 253/2007 16. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim kann einem
Heilpraktiker, der einen Krebspatienten (z. B. bei Brustkrebs) nicht auf die
Notwendigkeit ärztlicher Behandlung hinweist, die Heilpraktikererlaubnis
entzogen werden (9 S 1782/2008 2. Oktober 2008).
Der Bundestag verabschiedet ein neues Bannmeilengesetz /16. Oktober 2008).
Der Bundestag Deutschlands verabschiedet ein Gesetz über das Rote Kreuz.
Vereinigte Staaten und Irak einigen sich auf den Entwurf eines Abkommens zum
Verbleib amerikanischer Truppen.
2008-10-16
Nach einer Entscheidung des Gerichts erster Instanz der europäischen
Gemeinschaften darf das Europäische Parlament über die Aufhebung der Immunität
eines Abgeordneten (z. B. Neil Mote) entscheiden (T-345/2005 15. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
Verfassungsbeschwerde eines Supermarktbetreibers gegen die Nachzahlungspflicht
von Sozialversicherungsbeiträgen wegen unzureichender Begründung der
Grundrechtsverletzung nicht zur Entscheidung angenommen, weil es verfassungsrechtlich
nicht zu beanstanden ist, wenn für die Festsetzung der Beiträge zur
gesetzlichen Sozialversicherung nach § 22 I SGB IV das tarifvertraglich
geschuldete und nicht das tatsächlich gezahlte Arbeitsentgelt als
Bemessungsgrundlage herangezogen wird (1 BvR 2007/2005 11. September 2008).
Nach einer Entscheidung des großen Senats des Bundesgerichtshofs Deutschlands
kann eine Verjährungseinrede bei unstreitigem Sachverhalt noch erstmals in der
Berufungsinstanz erhoben werden (GSZ 1/2008 23. Juni 2008).
Nach Entscheidungen des Landesarbeitsgerichts Nordrhein-Westfalen in Hamm darf
eine Lehrerin auch dann kein Kopftuch tragen, wenn sie nur muslimische Schüler
auf Türkisch unterrichtet, so dass ihre Kündigung rechtmäßig ist (11 Sa
280/2008, 11 Sa 572/2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg sind Burim O. und Bashkim O.
wegen Betrugs und Beihilfe zur Untreue zu 71 bzw. 45 Monaten Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Österreichs ist ein
Aufenthaltsverbot gegen einen unter falschem Namen Asyl beantragenden, wegen
eines Suchtmitteldelikts bestraften, eine Österreicherin heiratenden Marokkaner
rechtswidrig.
Ferdinand Eberle zahlt zur Vermeidung eines Strafverfahrens wegen Fällung eines
Baumes 2700 Euro Schadensersatz und einen ähnlich hohen Tatausgleich.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Russlands ist das Rechtsmittel
Michail Chodorkowskijs gegen die Ablehnung seiner vorzeitigen Haftentlassung
zurückgewiesen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Chiles sind fünf ehemalige
Offiziere (darunter Sergio Arellano Stark) wegen Beteiligung an Verbrechen zu
Haft zwischen vier und sechs Jahren verurteilt.
ARD und ZDF geben die Liveberichterstattung von der Tour de France 2009 auf.
Die Deutschlandrundfahrt 2009 ist abgesagt.
Der deutsche Aktienindex fällt auf 4622 Punkte.
Die Schweiz unterstützt UBS durch eine Kapitalbeteiligung.
Für einen Blutalkoholgehalt von 1,8 Promille muss ein 70 Kilogramm schwerer
Mann in drei Stunden rund vier Liter Bier oder 21 Schnäpse trinken.
† Stein, Ekkehart 24. 09. 1932-03. 10. 2008.
2008-10-15
Nach einer Entscheidung des internationalen Gerichtshofs in Den Haag ist
jegliche rassisch begründete Diskriminierung im Kaukasus rechtswidrig und muss
die Benachteiligung von Einzelnen und ethnischen Gruppen in Südossetien und
Abchasien unterbleiben.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein Vermieter
von Wohnraum nicht zur regelmäßigen Generalinspektion der Elektroleitungen und
Elektrogeräte in der Mietwohnung verpflichtet, so dass er einen angeblich wegen
unterbliebener Generalinspektion durch ein schadhaftes Elektrogerät ausgelösten
Schaden des Mieters nicht ersetzen muss (VIII ZR 321/2007 15. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind bei der
Ermittlung einer Nachschusspflicht der aus einer Genossenschaft (z. B.
Baugenossenschaft) ausgeschiedenen Genossen stille Reserven der Genossenschaft
nicht zu berücksichtigen, sondern ist die Handelsbilanz maßgeblich (II ZR 227/2007
13. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Duisburg kann ein zwei Doppelzimmer
buchendes, zwei kleine Einzelzimmer erhaltendes Ehepaar den Reisepreis um ein
Viertel mindern (4 O 526/2005).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Bad Homburg darf ein Reisender, der
einen geplanten Anschlussflug nicht mehr erreicht und deshalb zwei Tage auf die
Weiterbeförderung warten soll, mit einem Bussiness-Klasse-Ticket weiterfliegen
(2 C 1195/2007).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Hannover hat ein Urlauber bei groben
Mängeln am Urlaubsort einen Anspruch auf 50 Euro pro Tag und Person wegen ganz überwiegend vertaner Urlaubszeit
(504 C 4712/2007).
Nach einer Entscheidung des Supreme Court der Vereinigten Staaten von Amerika
ist eine Überprüfung der Verurteilung Troy Davis’ zum Tod abgelehnt.
Bei dem tödlich verunglückten Landeshauptmann Kärntens wird ein
Blutalkoholgehalt von 1,8 Promille festgestellt.
Der deutsche Aktienindex sinkt trotz der geplanten Rettungsmaßnahmen für das
Finanzsystem auf weniger als 5000 Punkte.
Das Kindergeld soll in Deutschland ab 1. Januar 2009 auf 164 Euro für das erste
und zweite Kind, auf 170 Euro für das dritte Kind und auf 195 Euro für jedes
weitere Kind erhöht werden, der Kinderfreibetrag auf 6000 Euro.
Die Europäische Kommission verhängt gegen Dole und Weichert (Del Monte) wegen
rechtswidriger Preisabsprachen auf dem Bananenmarkt eine Geldbuße von 60,3
Millionen Euro.
Russland gibt 174 Quadratkilometer auf zwei Inseln am Zusammenfluss von Ussuri
und Heilongjiang an China zurück.
2008-10-14
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs muss Deutschland einen in
Dänemark anerkannten Familiennamen (Doppelnamen) eines deutschen, im anderen
Mitgliedstaat geborenen und lebenden Kindes (z. B. Leonhard Matthias
Grunkin-Paul) trotz entgegenstehenden deutschen Rechtes anerkennen (C-353/2006
14. Oktober 2008).
Nach Entscheidungen des Bundesgerichtshofs Deutschlands haben Presseunternehmen
mit Bildveröffentlichungen über eine Erkrankung Prinz Ernst Augusts von Hannover
(an der Bauchspeicheldrüse) dessen Persönlichkeitsrecht verletzt (VI ZR
256/2006 14. Oktober 2008 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist Utz Classen
(EnBW) im Strafverfahren um die Versendung von Freikartengutscheinen für die
Fußballweltmeisterschaft (wegen Fehlens ausreichender Einflussnahmeabsicht)
freigesprochen (1 StR 260/2008 14. Oktober).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln darf ein einen
Testvorderplatz einnehmendes Unternehmen sich als zu den Testsiegern gehörig
bezeichnen (6 U 19/2008).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Niedersachen muss der
Träger der Straßenbaulast die Kosten der Kampfmittelsondierung (z. B.
Entsorgung von Blindgängern) tragen (12 LC 386/2006 9. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Hessen bleiben bisher
zugelassene Leistungserbringer von medizinischen Hilfsmitteln bis zum 31.
Dezember 2008 zur Versorgung gesetzlich Krankenversicherter berechtigt (8 KR
166/2008 B ER 31. Dezember 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin muss der Betreiber des
Bekleidungsgeschäfts Thor Steinar in Berlin-Mitte den gemieteten Laden wegen
Verletzung einer Aufklärungspflicht räumen.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main darf ein
Börsenhändler nicht ohne Einwilligung über ein Eingabegerät außerhalb seiner
zugelassenen Geschäftsräume auf das System der Börse zugreifen, doch ist ein
gegenüber einem New Yorker Börsenhändler wegen eines Verstoßes hiergegen
verhängtes Ordnungsgeld in Höhe von 150000 Euro rechtswidrig (1 K 1458/2008 F
2).
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft Braunschweig erhält Adriana
Barros, die ehemalige Geliebte des Betriebsratsvorsitzenden der Volkswagen AG,
wegen Beihilfe zur Untreue einen Strafbefehl über ein Jahr Haft mit Bewährung.
Nach einer Entscheidung des Sportgerichts des nordostdeutschen Fußballverbands
muss Lokomotive Leipzig wegen Juden Jena-Rufe der Anhänger 1500 Euro
Verbandsstrafe zahlen und darf im nächsten Heimspiel nur 2000 Zuschauer
zulassen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Schwedens ist eine deutsche
Studentin wegen Mordes und Mordversuchs zu lebenslanger Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Chinas sind acht Mönche in
Tibet zu Haft verurteilt.
Das Oberhaus Großbritanniens lehnt mit 118 gegen 209 Stimmen eine Verlängerung
der Untersuchungshaft gegen Terrorverdächtige ohne Anklage von 28 Tagen auf 42
Tage ab.
In Saudiarabien werden zwei Männer durch Köpfen hingerichtet.
Die Linken benennen Peter Sodann als Kandidaten für die Wahl zum
Bundespräsidenten Deutschlands.
Das Regierungspräsidium Stuttgart wird eine private Bekenntnisschule von
Baptisten in Öhringen unter Auflagen genehmigen.
Das Team Gerolsteiner zieht sich nach den Dopingfällen Stefan Schumacher und
Bernhard Kohl sofort vom Radsport zurück.
2008-10-13
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin ist Rico Nolte wegen
Verleumdung zu 2000 Euro Geldstrafe verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg ist es Google untersagt, fünf
urheberrechtlich geschützte Comiczeichnungen im Internet zu veröffentlichen.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Ulm ist ein für seine Beziehung zu
einer Prostituierten 580000 Euro veruntreuender Beamter zu vier Jahren Haft
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Wittenberg hat im Fall Görgülü der
Vater das Sorgerecht für seinen in Deutschland geborenen Sohn erhalten.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Innsbruck ist ein weiterer
Wiederaufnahmeantrag Inge Bühls abgelehnt.
Nach einer Entscheidung des Präsidenten Frankreichs wird Marina Petrella nicht
an Italien ausgeliefert.
Nach Entscheidungen der zuständigen Gerichte der Vereinigten Staaten von
Amerika darf der 120 Kilogramm schwere Richard Cooey trotz Fettleibigkeit mit
der Giftspritze hingerichtet werden.
Deutschland will den Finanzmarkt mit 500 Milliarden Euro stützen, davon 400
Milliarden Euro Garantien.
Frankreich will den Finanzmarkt mit 360 Milliarden Euro stützen.
Österreich will den Finanzmarkt mit 100 Milliarden Euro stützen.
Matthias Koch soll den Aufbau-Verlag erworben haben.
Die 350 Millionen Euro an die in Auflösung begriffenen Lehman Brothers
überweisende Kreditanstalt für Wiederaufbau erhöht die Zinsen für Kredite zur
Finanzierung von Studiengebühren (von ursprünglich 5,2 Prozent) auf 7 Prozent.
2008-10-12 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands genügt zur Begründung eines Aufenthaltsorts
eine kurzfristige Anwesenheit des Schuldners und ist eine Ausdehnung des
Verfahrens zur Abgabe der eidesstattlichen Versicherung auf weitere titulierte
Forderungen nach einem Offenbarungstermin nicht mehr zulässig (I ZB 80/2007 17.
Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann dem Begehren
des Insolvenzverwalters, die Feststellung einer für unberechtigt gehaltenen
Forderung zur Tabelle abzuwehren, das Rechtsschutzbedürfnis selbst dann nicht
abgesprochen werden, wenn die voraussichtliche Quote Null beträgt (IX ZR
126/2007 17. Juli 2008).
Nacheiner Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss der
Insolvenzverwalter, der die Unzulässigkeit einer Aufrechnung oder Verrechnung
geltend macht, weil ein Insolvenzgläubiger die Möglichkeit hierzu durch
anfechtbare Rechtshandlung erlangt hat, die Anfechtbarkeit von der objektiven
Gläubigerbenachteiligung möglicherweise entgegenstehenden Rechten des
Insolvenzgläubigers nicht innerhalb der Anfechtungsfrist geltend machen (IX ZR
148/2007 17. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Miete eines
Reihenhauses durch eine juristische Person zwecks Erlangung von Büroräumen für
den Geschäftsbetrieb und Wohnräumen für den Geschäftsführer ein der
Kündigungsfrist des § 580a II BGB unterliegender Mietvertrag über
Geschäftsräume (VIII ZR 282/2007 16. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bremen kann die Frage, wer ein
Kind vom Kindergarten oder der Schule abholen und in den Haushalt des
betreuenden Elters begleiten darf, als Angelegenheit des täglichen Lebens von
dem rechtmäßig betreuenden Elter bei gemeinsamer elterlicher Sorge allein
entschieden werden (4 UF 39/2008 1. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle müssen die persönlichen
und wirtschaftlichen Verhältnisse des Betroffenen vom Tatrichter bei Geldbußen
bis zu 250 Euro regelmäßig wegen geringfügiger Ordnungswidrigkeit nicht
aufgeklärt werden (311 SsBs 43/2008 16. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf muss eine Mutter
eines sechsjährigen Kindes nach einer Übergangszeit von 6 Monaten einer
halbschichtigen Berufstätigkeit nachgehen (4 WF 41/2008 2. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist es
gerechtfertigt, von der Verhängung eines Ordnungsgelds gegen einen Zeugen
ausnahmsweise dann abzusehen, wenn das Ausbleiben weder für die Parteien noch
für das Gericht nachteilige Auswirkungen gehabt hat und das Verschulden des
Zeugen gering ist (19 W 54/2008 11. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm führt ein vorläufiges
Tätigkeitsverbot gegen einen Rechtsanwalt zu einer Unterbrechung eines
Zivilprozesses, wobei eine gleichwohl vorgenommene Beweisaufnahme zu
wiederholen und ein ergangenes Urteil auf eine Berufung hin aufzuheben ist (19
U 26/2008 3. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz ist eine ärztlich
fehlerhafte Behandlung eines Verkehrsunfallverletzten haftungsrechtlich auch
dem Unfallverursacher zuzuordnen, wenn nicht der Arzt seine Sorgfaltspflichten
in außergewöhnlich hohem Maß verletzt hat (5 U 1236/2007 24. April 2008).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Ansbach ist ein den Tod fünfer
Menschen durch einen Montagefehler verursachender Gasmonteur zu neun Monaten
Haft mit Bewährung und Zahlung von 1000 Euro Bußgeld an das Rote Kreuz
verurteilt.
2008-10-11 Jörg Haider, Landeshauptmann von Kärnten,
verunglückt bei überhöhter Geschwindigkeit tödlich.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann „früheres
Gutachten“ nach § 244 IV 2 StPO auch ein gemäß § 256 I Nr. 2 StPO verlesenes
ärztliches Attest über eine Körperverletzung sein (2 StR 195/2008 22. August
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann die
Kostengrundentscheidung nach Eintritt der Rechtskraft nicht in entsprechender Anwendung
des § 319 I ZPO geändert werden, wenn der Streitwert des Verfahrens nach § 63
III GKG abgeändert wird und dies zu einer (rechnerischen) Unrichtigkeit der
Kostenquoten führt (II ZB 40/2007 30. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann die nach §
1600e I Nr. 3 BGB sowohl gegen den rechtlichen Vater wie auch gegen das Kind zu
erhebende Anfechtungsklage des leiblichen Vaters im Sinne des § 1600 I Nr. 2
BGB nur Erfolg haben, wenn die Anfechtungsfrist des § 1600b I 1 BGB gegenüber
beiden notwendige Streitgenossen bildenden Beklagten gewahrt ist (XII ZR
18/2007 30. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München ist eine Regelung in den
allgemeinen Versicherungsbedingungen einer Berufshaftpflichtversicherung für
Rechtsanwälte, wonach auch ein angestellter Scheinsozius keinen Deckungsschutz
gegen Schadensersatzansprüche von Mandanten wegen Veruntreuungen von echten
Sozien haben soll, unwirksam (25 U 5188/2007 8. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München kann die Auslegung einer
testamentarisch verfügten Ermächtigung des Testamentsvollstreckers, einen
Nachfolger zu ernennen, ergeben, dass die Ermächtigung dann nicht gelten soll,
wenn der Testamentsvollstrecker wegen Pflichtverletzungen bei der Ausübung
seines Amtes entlassen wird (31 Wx 3/2008 9. Juli 2008).
Nach einer entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg hat ein seine
geschiedene Ehefrau durch Detektive mittels GPS vollständig überwachen
lassender Unterhaltspflichtiger wegen Verletzung des Persönlicjkeitsrechts
keinen Anspruch auf Ersatz der Verfolgungskosten (13 WF 93/2008 20. Mai 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Greifswald kann auch eine
Trunkenheitsfahrt in Polen in Deutschland berücksichtigt werden (1 M 204/2007).
*Günther, Hans-Ludwig/Taupitz, Jochen/Kaiser, Peter, Embryonenschutzgesetz,
2008
*Kloth, Andreas, Private, Unfallversicherung, 2008
*Urhebervertragsrecht, hg. v. Berger, Christian/Wündisch, Sebastian, 2008
*Stober, Rolf, Allgemeines Wirtschaftsverwaltungsrecht, 16. A: 2008
*Schütze, Rolf A., Das internationale Zivilprozessrecht in der ZPO, 2008
*Meyer, Dieter, Gerichtskostengesetz, 10. A: 2008
*Krey, Volker, Deutsches Strafrecht Allgemeiner Teil Band 1 3. A. 2008, Band 2
3. A. 2008, Besonderer Teil Band 1 14. A. 2008, Band 2 15. A. 2008
*Satzger, Helmut/Schmitt, Bertram/Widmaier, Gunter, Strafgesetzbuch, 2008
2008-10-10 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands findet eine gesellschaftsvertragliche
Fortsetzungsklausel auch dann Anwendung, wenn die Mehrheit der Gesellschafter
kündigt und steht bei einer Freiberuflersozietät den ausgeschiedenen
Gesellschaftern das uneingeschränkte Recht zu, um die Mandanten der Sozietät zu
werben (II ZR 181/2004 7. April 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann nach der
Beendigung der Gütergemeinschaft ein Ehegatte die Übernahme von ihm
eingebrachter Vermögensgegenstände auch dann verlangen, wenn das überschüssige
Gesamtgut im Übrigen noch nicht verteilt ist (XII ZR 44/2006 2. April 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands wird, wenn
ein Gesetz einen Subventionsanspruch unter einen Haushaltsvorbehalt stellt,
damit dem Haushaltsgesetzgeber regelmäßig nur die Befugnis eingeräumt, den
finanziellen Rahmen der Förderung zu konkretisieren, ihre näheren Modalitäten
insbesondere in zeitlicher Hinsicht festzulegen und ihre Förderung so mit den
anderen öffentlichen Ausgaben zu koordinieren (3 B 11/2008 19. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands benachteiligt
ein Freiwilligkeitsvorbehalt für Sonderzahlungen in einem vorformulierten
Arbeitsvertrag den Arbeitnehmer nicht unangemessen und ist die Klausel auch
dann wirksam, wenn die Sonderzahlung ausschließlich im Bezugszeitraum
geleistete Arbeit zusätzlich vergütet (10 AZR 606/2007 30. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist eine
Vermietungstätigkeit eines Fonds von 20 Jahren nicht auf Dauer ausgerichtet, so
dass die Einkünfteerzielungsabsicht auf der Ebene der Personengesellschaft wie
auf der Ebene des Gesellschafters überprüft werden muss (IX B 46/2008 2. Juli
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands muss sich ein
volljähriges, noch nicht 21 Jahre altes Kind spätestens nach Ablauf von drei
Monaten erneut als Arbeitsuchender bei der Arbeitsvermittlung der Agentur für
Arbeit melden, da andernfalls der Kindergeldanspruch entfällt (III R 68/2005
19. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist ein
niederländischer Unterhaltszuschuss auf deutsches Kindergeld anzurechnen (III R
36/2005 17. April 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundespatentgerichts Deutschlands ist das Wappen
der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik geeignet, unterschiedliche
Waren nach ihrer geographischen Herkunft und ihrer Art zu beschreiben, so dass
ihm jegliche Unterscheidungskraft fehlt (26 W [Pat] 4/2005 15. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Naumburg lässt sich die Rechtsbeugung
zweier von drei Richtern einer Kammer mit den in Betracht kommenden
Beweismitteln in der Hauptverhandlung nicht führen, weil nur ein Aussagerecht,
nicht auch eine Aussagepflicht besteht (1 Ws 504/2007 6. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin ist die trotz der
Zweifel der Anwendbarkeit des Bundespersonalvertretungsgesetzes auf die
Beschäftigten der Bundestagsfraktion der SPD am 8. Mai 2008 erfolgte Wahl eines
Personalrats nicht unwirksam (72 A 5/2008 30. September 2008).
Montenegro und Mazedonien erkennen Kosovo an.
Die Europäische Kommission legt einen Vorschlag einer Richtlinie für EU-weit
gültige Käuferrechte vor.
Peter Müller wird zum 1. November 2008 als Nachfolger Ole von Beusts Präsident
des Bundesrats Deutschlands.
In Sachsen werden wegen Vogelgrippe auf einem Hof 1400 Tiere getötet.
2008-10-09
Nach einer Entscheidung des europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte sind
die von der Preußischen Treuhand geltend gemachten Schadensersatzansprüche
Vertriebener gegen Polen unzulässig.
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs setzt die Übernahme von
Elementen einer geschützten Datenbank (z. B. der Directmedia Publishing GmbH)
in eine andere Datenbank (z. B. einer Universität) keinen technischen Kopiervorgang
voraus (C-304/2007 9. Oktober 2008).
Nach Entscheidung des Gerichts erster Instanz der europäischen Gemeinschaften
ist das von der Europäischen Kommission 2003 gegen Hersteller
elektrotechnischer und mechanischer Kohlenstoff- und Graphiterzeugnisse (Le
Carbone Lorraine, Schunk, SGL Carbon, Hoffman & Co Elektrokohle, Conradty
Nürnberg) verhängte Bußgeld von 101,44 Millionen Euro rechtmäßig (T-68/2004 8.
Oktober 2008 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands verstößt § 8
III FPersG nicht gegen das Rückwirkungsverbot des Art. 103 II GG, so dass ein
Bußgeld wegen Überschreiten der Tageslenkungszeit auch in der Übergangsphase
verhängt werden darf (2 BvR 1817/2008 18. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist im
Gewerberaummietrecht eine formularmäßige Übertragung der Schönheitsreparaturen
unwirksam, wenn der Mieter danach verpflichtet wäre, die Arbeiten in starren
Fristen und unabhängig vom Erhaltungszustand der Mietsache durchzuführen (XII
ZR 84/2006 8. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin ist sein eigenes Verbot, in
Kiosken das Glücksspielangebot neben herkömmlichen Erzeugnissen wie Süßigkeiten
zu lagern, aufgehoben.
Nach einer Entscheidung des Registergerichts Braunschweig ist ein Antrag der
Volkswagen AG auf Eintragung von Beschlüssen des Aufsichtsrats in das
Handelsregister zurückgewiesen, weil für die Beschlüsse die Hauptversammlung
zuständig ist.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Österreichs muss eine Bank
einem Anleger wegen unterlassener Aufklärung über kick-back-Provisionen 420000
Euro Schadensersatz leisten.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Österreicher ist ein
fünfzigjähriger vorbestrafter Tiroler wegen Vergewaltigung einer elfjährigen
Schülerin zu 15 Jahren Haft und Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme,
aber zurechnungsfähige Rechtsbrecher eingewiesen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Berufungsgerichts der Vereinigten
Staaten von Amerika werden 17 chinesische Gefangene in Guantánamo nicht
freigelassen.
Nach einer Entscheidung der Gefängnisleitung muss Michail Chodorkowskij wegen
Zeitschriftenbeiträgen 12 Tage in Einzelhaft verbringen.
Die Deutsche Bahn AG verschiebt ihr Privatisierungsvorhaben wegen der Finanzkrise
auf unbestimmte Zeit.
Island will die Kontrolle über die Kaupthing Bank übernehmen, deren Konten in
Deutschland und Österreich inzwischen gesperrt sind.
Das Europäische Parlament billigt die Richtlinie zur Zeitarbeit.
Der Wohnwagenhersteller Knaus Tabbert stellt Antrag auf Eröffnung eines
Insolvenzverfahrens.
2008-10-08
Die Vollversammlung der Vereinten Nationen beauftragt den Internationalen
Gerichtshof mit der Erstellung eines Gutachtens über die Unabhängigkeit des
Kosovo.
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands soll der Europäische
Gerichtshof klären, ob die Unterschrift nach Art. 3a der Richtlinie 1979/1072
EWG vom Unternehmer persönlich vorgenommen werden muss oder ob auch ein
Bevollmächtigter unterzeichnen kann (XI R 19/2008 13. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands können Verluste, die
auf einen veräußerten Teilbetrieb entfallen, nicht mehr mit Gewerbeerträgen
späterer Veranlagungszeiträume verrechnet werden (IV R 86/2005 7. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands hat ein Unternehmen
nicht die Pflicht, die in einem Wirtschaftsgut angesammelten stillen Reserven
sofort aufzudecken, wenn dieses Wirtschaftsgurt aus dem Inland in eine
ausländische Betriebsstätte überführt wird (I R 77/2006 17. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann Schulgeld für
den Besuch eines Internats in England unter den Voraussetzungen des § 10 I Nr.
9 EStG als Sonderausgabe vom Einkommen abziehbar sein (X R 62/2004 17. Juli
2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin ist ein dem Freund seiner Frau
die Nase abschneidender Mann zu sechs Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichts der Schweiz dürfen Tierambulanzen
weder Blaulicht noch Sirenen verwenden.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist die Freilassung von 17 Häftlingen aus China in Guantánamo auf Kuba
bis 10. Oktober angeordnet.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika müssen Boston Scientific und Medtronic an Johnson & Johnson 1,2
Milliarden Dollar Schadensersatz aus Patentverletzung zahlen.
Bund und Länder Deutschlands einigen sich auf eine Erhöhung der
Lastkraftwagenmaut auf durchschnittlich 16,3 Cent je Kilometer.
Große Notenbanken der Welt senken den Leitzins um 0,5 Prozent.
Großbritannien stützt Großbanken mit teilweiser Übernahme.
Spanien will einheimische Banken mit 30 bis 50 Milliarden Euro stützen.
Österreich garantiert alle privaten Bankguthaben und verbietet Leerverkäufe.
Der deutsche Aktienindex sinkt auf 5013 Punkte.
2008-10-07
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands können Flugreisende
aus der Verordnung 261/2004 der Europäischen Union zur Erstattung von
Flugreisekosten Ansprüche (z. B. bei einer Wartezeit von 6 Stunden bei einer
Zwischenlandung) nur gegenüber Fluggesellschaften geltend machen, nicht
gegenüber Reiseveranstaltern, und kommt es für eine Anerkennung der Verspätung
als Kündigungsgrund auf Zweck und konkrete Ausgestaltung der Reise im Rahmen
einer Gesamtwürdigung an (X ZR 37/2008 7. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands soll der
Europäische Gerichtshof die Frage entscheiden, ob eine Umbuchung eines
tatsächlich durchgeführten Fluges durch den Reiseveranstalter eine
Beförderungsverweigerung durch die Fluggesellschaft ist (X ZR 96/2006 7.
Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts
Berlin muss eine Bank einem Kunden ein Girokonto auf Guthabenbasis ohne
Überziehungsmöglichkeit gewähren (21 S 1/2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Coburg muss eine
Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung nicht eine beschädigte Sache (z. B. Cello)
eines Beifahrers ersetzen, die dieser ausnahmsweise und nicht nur zufällig bei
sich hatte (32 S 39/2008 24. Juli 2008).
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Stuttgart kann die Vermittlung von
Sportwetten auch dann zulässig sein, wenn die zu Grunde liegende
Gewerbeerlaubnis von einem Hoheitsträger der ehemaligen Deutschen
Demokratischen Republik erteilt ist (4 K 3230/2006 7. Oktober 2008 u. a.).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Österreich ist ein zwölf
500-Euro-Scheine beschneidender und aus den abgeschnittenen Resten 4 weitere Geldscheine herstellender
ehemaliger Bankangestellter zu vier Monaten bedingter Haft und 1680 Euro
Geldstrafe verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Spaniens sind 24 angeklagte
Islamisten freigesprochen, sechs wegen Zugehörigkeit zu einer terroristischen
Vereinigung zu Haftstrafen bis zu 14 Jahren verurteilt.
Mit einem Leitfaden zur Impressumspflicht für Internetauftritte
Gewerbetreibender will die Bundesregierung Deutschlands die Gefahr kostenpflichtiger
Abmahnungen verringern.
Der Haftbefehl gegen zwei am Flughafen Köln/Bonn festgenommene
Terrorverdächtige ist wegen Fehlens eines dringenden Tatverdachts aufgehoben.
Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union garantieren Sparguthaben bis 50000
Euro, Österreich bis 100000 Euro.
Das Parlament Islands erlaubt der Regierung durch ein Notstandsgesetz die
Steuerung des gesamten isländischen, vor dem Zusammenbruch stehenden
Finanzmarkts.
Das Regierungspräsidium in Gießen hebt die Solarsatzung der Stadt Marburg als
rechtswidrig auf.
Bei dem deutschen Sieger der beiden Zeitfahren der Tour de France wird die
Einnahme verbotener Mittel nachgewiesen.
2008-10-06
Nach Entscheidungen des europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte muss
Russland wegen Verletzung des Folterverbots vier Russen ein Schmerzensgeld von
insgesamt 70000 Euro zahlen (5742/2002 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands ist das pauschale
Honorar für einen ärztlichen Befundbericht ohne nähere gutachtliche Äußerung
als umsatzsteuerfreie Zeugenentschädigung anzusehen, so dass der Staat die
Umsatzsteuer dafür nicht erstatten muss (9 SB 7/2007 2. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgericht Saarlouis ist eine
Kinderkrippe in einem reinen Wohngebiet zulässig (2 C 186/2008 11. September
2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Darmstadt ist ein Internethändler aus
Dreieich wegen gewerbsmäßigen Betrugs in 71 Fällen zu 30 Monaten Haft
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Essen ist ein ehemaliger Pfarrer in
Bottrop wegen sexuellen Kindesmissbrauchs zu 45 Monaten Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Münster muss ein Student keine
Rundfunkgebühren für seinen internetfähigen Rechner zahlen (7 K 1473/2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Wien ist die Verurteilung Roland
Horngachers wegen Missbrauchs der Amtsgewalt und Verletzung des
Amtsgeheimnisses zu 15 Monaten Haft bestätigt.
Nach einer Entscheidung des Straflandesgerichts Wien ist Michael Winter (Ring
Freiheitlicher Jugendlicher) wegen Verhetzung zu drei Monaten unbedingter und
drei Monaten bedingter Hat verurteilt.
Erwin Sellering wird zum Ministerpräsidenten Mecklenburg-Vorpommerns gewählt.
Eon muss wegen überhöhter Preise durchschnittlich 35 Euro an Gaskunden
zurückzahlen.
Der Euro fällt auf einen Wert von 1,3472 Dollar.
Der deutsche Aktienindex fällt auf 5293 Punkte.
Die Hypo Real Estate soll mit 50 Milliarden Euro gestützt werden (26,5
Milliarden Bundesbürgschaft).
BNP Paribas erwirbt für 14,7 Milliarden Euro Teile von Fortis.
Die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten der Europäischen Union
wollen alle notwendigen Maßnahmen zur Sicherung der Stabilität des
Finanzsystems ergreifen.
2008-10-05
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts
Deutschlands ist ein Ersatz des bei Durchführung eines
Verfassungsbeschwerdeverfahrens entstandenen Verdienstausfalls nur im Fall der
Terminswahrnehmung rechtmäßig, nicht aber hinsichtlich der Prozessvorbereitung,
der Durcharbeitung des Prozessstoffs oder der Anfertigung von Schriftsätzen,
die dem eigenen Pflichtenkreis der Partei zuzuordnen sind (2 BvR 274/2003 31.
Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands dürfen auf
eine im Zusammenspiel der offenen Aussagen verdeckt enthaltene zusätzliche
Aussage die Verurteilung zu einer Sanktion oder vergleichbar einschüchternd
wirkende Rechtsfolgen nur gestützt werden, wenn sich die verdeckte Aussage dem
angesprochenen Publikum (z. B. in einem Heimatvertriebenenlied) als
unabweisbare Schlussfolgerung aufdrängt und erfüllt selbst eine plakative und
heftige Beleidigung von Teilen der Bevölkerung nicht ohne Weiteres die
Voraussetzungen eines besonders qualifizierten, die Menschenwürde verletzenden
Angriffs auf die Persönlichkeit gemäß § 130 I Nr. 2 StGB (1 BvR 1753/2003 25.
März 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf für Computer
keine pauschale urheberrechtliche Vergütung (z. B. von VG Wort) verlangt
werden, weil Computer grundsätzlich nicht zum Kopieren von Druckwerken bestimmt
sind (I ZR 18/2006 2. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands gilt die
Haftungsprivilegierung im Sinne des § 106 III Alt. 3 SGB VII auch gegenüber dem
geschädigten versicherten Unternehmer, der freiwillig oder kraft Satzung
versichert ist (VI ZR 257/2006 17. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann bei einer
Schmuggelfahrt durch mehrere Mitgliedstaaten der europäischen Union ein Strafklageverbrauch
eintreten (5 StR 342/2004 9. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands bilden die
Vermögensnachteile, die ein Käufer infolge einer arglistigen Täuschung
erleidet, unselbständige Faktoren eines einheitlichen Schadensersatzanspruchs,
weshalb für sie keine unterschiedlichen Verjährungsfristen gelten können (V ZR
52/2007 6. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands führt die
faktische, gegen § 4a II GmbHG verstoßende Verlagerung des Sitzes der
Gesellschaft zu einem nachträglichen Satzungsmangel (Nichtigkeitsgrund), der
die entsprechende Anwendung des § 144a IV Alt. 2 FGG rechtfertigt (II ZB 1/2006
2. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind aus Familiennamen
(z. B. Hansen) gebildete geschäftliche Bezeichnungen unabhängig von der
Häufigkeit des Namens durch § 5 MarkenG geschützt und beeinflusst die
Häufigkeit eines Familiennamens nur die Kennzeichnungskraft und damit den
Schutzumfang der Bezeichnung (I ZR 134/2005 30. Januar 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist eine soziale
Auswahl grob fehlerhaft , wenn ein evidenter, ins Auge springender schwerer
Fehler vorliegt und der Interessenausgleich jede Ausgewogenheit vermissen lässt,
wobei der Arbeitgeber dann darlegen muss, weshalb trotz der gegen § 1 III KSchG
verstoßenden Überlegungen im Ergebnis soziale Gesichtspunkte ausreichend
berücksichtigt sein sollen (2 AZR 879/2006 3. April 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bamberg bestehen, wenn ein
Bauträgervertrag auch hinsichtlich einer erst bei Fertigstellung fälligen
Zahlung eine wirksame Unterwerfungsklausel des Erwerbers enthält, bei Vorlage
einer öffentlich beglaubigten Fertigstellungsbescheinigung zum Zwecke des
Nachweises des Bedingungseintritts keine Bedenken gegen die Zulässigkeit einer
Klauselerteilung (1 U 189/2007 13. März 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe hat der
Bundesgerichtshof Deutschlands den Instanzgerichten die Möglichkeit eröffnet,
auf Grund des Schwacke-Mietpreisspiegels den Normaltarif nach § 287 ZPO zu
schätzen (1 U 17/2008 17. März 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz führt bereits die
Einreichung eines reinen Prozesskostenhilfeantrags für eine Folgesache (mit
bloßer Ankündigung einer Antragstellung nach Bewilligung der
Prozesskostenhilfe) zur Herbeiführung des Scheidungsverbunds (7 UF 812/2007 29.
Mai 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Greifswald beschränkt sich
die Maßgeblichkeit der Streitwertfestsetzung für die Gebühren des Rechtsanwalts
nicht auf denjenigen Prozessbevollmächtigten, der die Wertfestsetzung beantragt
hat (2 O 24/2008 4. April 2008).
Nach einer Erklärung des Oberverwaltungsgerichts Niedersachsen hat die
Landesschulbehörde Niedersachsens wider Treu und Glauben den Rechtsschutz eines
Beamten (Rektor der Realschule Ahlem) vereitelt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Regensburg ist die Anfechtung
der Kreistagswahl Kelheim wegen angeblicher Tarnliste der CSU abgewiesen.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Köln ist ein rund 36 Liter Benzin an
einer Tankstelle nicht Bezahlender zu einer Geldstrafe von 3150 Euro
verurteilt.
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft Hamburg ist das Verfahren gegen
18 beschuldigte Globalisierungsgegner vom Mai 2007 mangels Tatverdachts
eingestellt.
Nach einer Mehrheitsentscheidung des Supreme Court der Vereinigten Staaten von
Amerika ist die Verhängung der Todesstrafe gegen Vergewaltiger von Kindern (bzw.
die Hinrichtung) rechtswidrig (Verfassungswidrig).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist O. J. Simpson des bewaffneten Raubüberfalls und der
Freiheitsberaubung schuldig gesprochen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten ist
ein Soldat wegen eines Komplotts zur Erschießung vierer irakischer Gefangener
zu acht Monaten haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika darf die Fusionsvereinbarung zwischen Wachovia Corp. und Wells Fargo
& Co. derzeit nicht ausgeführt werden.
Die Bundeskanzlerin Deutschlands ist bereit, (wie in Irland und Griechenland)
eine Staatsgarantie für alle privaten Spargeldeinlagen, Termineinlagen und
Girokonten (im Umfang von rund 570 Milliarden Euro zu geben.
Die Regierungskoalition Deutschlands einigt sich auf eine Erhöhung aller
Krankenkassenbeiträge auf 15,5 Prozent des Bruttolohns.
Das Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten von Amerika stimmt einer
Rettungsaktion für Banken im Umfang von 700 Milliarden Dollar zu.
Der Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika erlaubt den Nuklearhandel mit
Indien.
Die vereinbarte Sanierung der Hypo Real Estate scheitert wegen neu bekannt
gewordener Risiken.
2008-10-04
SA Nach einer Entscheidung des
Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands bindet die Auslegung eines Bescheids in
einem die Anfechtungsklage gegen den Bescheid abweisenden rechtskräftigen
Urteil die Beteiligten und muss der Halter eines ihm nach dem Tierschutzgesetz
entzogenen Tieres die Kosten der anderweitigen Unterbringung tragen (7 C 7/2008
7. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands sind
Lärmschutzbelange der Nachbarschaft eines Schienenwegs grundsätzlich nur dann
in die planerische Abwägung einzubeziehen, wenn die Lärmbelastung durch das
Planvorhaben ansteigt (9 A 5/2007 9. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands können
Arbeitgeber und Betriebsrat eine Videoüberwachung im Betrieb unter Beachtung
des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes einführen ( (1 ABR 16/2007 26. August
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann der
Betriebsrat die Zustimmung zu einer Versetzung nicht mit der Begründung verweigern,
der Arbeitgeber habe unter Verstoß gegen § 81 I 1 und 2 SGB IX die Möglichkeit
der Stellenbesetzung mit einem schwerbehinderten arbeitslosen oder
arbeitssuchenden Menschen nicht geprüft und sich nicht mit der Agentur für
Arbeit in Verbindung gesetzt (1 ABR 20/2007 17. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands schließt § 10 I 1
ErbStG bei einem Nacherben die steuerliche Erfassung von Vermögenswerten aus,
die er selbst durch Baumaßnahmen auf einem Nachlassgrundstück zu Lebzeiten des
Vorerben in Erwartung der Nacherbfolge geschaffen hat, wobei sich die
Bereicherung des Nacherben um den Betrag mindert, um den die von ihm
durchgeführten Baumaßnahmen den Grundstückswert erhöht haben (II R 38/2007 1.
Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle ist bei Fehlen eines
unbegleiteten Umgangs des Vaters zweier grundschulpflichtiger Kinder ein
verbales Angebot auf künftige Kinderbetreuung während der werktäglichen
Nachmittage zur Ermöglichung der Ausweitung der bereits gut halbschichtig
ausgeübten Erwerbstätigkeit der unterhaltsberechtigten ehemaligen Ehefrau keine
beachtliche alternative Betreuungsmöglichkeit (10 UF 77/2008 12. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle kann in Verfahren betreffend
eine Freiheitsentziehung nach den Nrn. 6300-6303 VV eine Pauschalgebühr nach
den §§ 42, 51 RVG nicht festgestellt werden (22 W 1/2008 4. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln führen bei einer Kreuzfahrt
der Wegfall verschiedener Ausflüge mit Schlauchbooten in der Antarktis und eine
Verkürzung des Kreuzens vor der Küste zu einer Minderung, welche die Beträge
für die mängelbehafteten Einzeltage erheblich überschreitet, wobei eine
erhebliche Beeinträchtigung einer Reise nach § 651f II regelmäßig erst
angenommen werden kann, wenn der Gesamtwert der Reise um mehr als die Hälfte
gemindert ist (16 U 82/2007 14. Juli 2008).
*Dreier, Thomas/Schulze, Gernot, Urheberrechtsgesetz,
Urheberrechtswahrnehmungsgesetz, Kunsturhebergesetz, 3. A. 2008
*Meinel, D./Heyn, J./Herms, S., Teilzeit- und Befristungsgesetz, 3. A. 2008
* Bundesfernstraßengesetz,
hg. v. Müller, Hermann/Schulz, Gerhard, 2008
*Sozialgesetzbuch V Gesetzliche
Krankenversicherung, hg. v. Becker/Kingreen, 2008
*Frege/Keller/Riedel, Insolvenzrecht, 7. A. 2008
*Weiler, Eva/Schlickum, Gunter, Praxisbuch Mediation, 2008
2008-10-03
Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands handelt ein aus Frankreich importierte
Medizinprodukte ohne deutschsprachige Umverpackung und Gebrauchsanweisung an
einen Fachhändler oder Zwischenhändler zwecks Weiterexports in
französischsprachige Länder abgebender Importeur wettbewerbswidrig, wenn er
nicht durch geeignete Maßnahmen sicherstellt, dass sein Abnehmer die Waren
tatsächlich weiterexportiert, sondern an Endverbraucher in Deutschland abgibt
(I ZR 133/2007 17. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands genügt es bei zwei
Heizungsnutzergruppen in gemischt genutzten Gebäuden nicht, dass nur der Anteil
einer Nutzergruppe am Gesamtverbrauch gemessen wird und der Anteil der anderen
Nutzergruppe durch Abzug dieses Anteil vom Gesamtverbrauch errechnet wird (VIII
ZR 57/2007 16. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist es keine
unzulässige Rechtsausübung, wenn der Gläubiger einer Kommanditgesellschaft die
Kommanditisten aus den §§ 171, 172 IV HGB in Anspruch nimmt, obwohl er weiß,
dass diese der Gesellschaft gegenüber nicht zur Erstattung der an sie
zurückgezahlten Einlagen verpflichtet sind (II ZR 204/2007 14. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann sich ein Notar
nicht ohne Weiteres darauf verlassen, dass ein der Seite eines Bauunternehmers
zuzurechnender Bauleiter ihm völlig zutreffende Angaben über den Baufortschritt
als Bemessungsgrundlage für Ratenzahlungen macht (III ZR 292/2007 10. Juli
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands führt das
Ausscheiden des vorletzten Gesellschafters einer Gesellschaft des bürgerlichen
Rechts mit Fortsetzungsvereinbarung zur liquidationslosen Vollbeseitigung der
Gesellschaft und Anwachsung des Gesellschaftsvermögens bei dem letzten
verbliebenen Gesellschafter und ist der Beschluss über die Eröffnung des
Insolvenzverfahrens über das Vermögen eines nicht mehr bestehenden Schuldners
(z. B. einer voll beendeten Gesellschaft des bürgerlichen Rechts) nichtig und
bindet die Prozessgerichte nicht (II ZR 37/2007 7. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss der Schädiger
darlegen und gegebenenfalls beweisen, dass dem Geschädigten ein günstigerer
Tarif nach den konkreten Umständen „ohne Weiteres“ zugänglich gewesen ist (VI
ZR 234/2007 24. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München muss ein eine Tat nicht
als Mittäterschaft sondern als Beihilfe einstufendes, aber gleichwohl dieselbe
Strafe verhängendes Berufungsgericht seine Entscheidung eingehend begründen (5
St RR 149/2008 5. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München besteht ein Anspruch
eines zivilrechtlichen Gläubigers auf eine Unterbrechung der Strafhaft eines
Schuldners zwecks Vollstreckung einer Erzwingungshaft zur Abgabe einer
eidesstattlichen Versicherung t nicht, wenn innerhalb der Frist des § 909 II
ZPO mit dem Ende der Strafhaft zu rechnen ist (4 VAs 17/2008 31. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Nürnberg bemisst sich die
Telekommunikationspauschale des Beratungshilfeanwalts nach der für die
Beratungshilfe anfallenden Festgebühr, nicht nach der fiktiven Gebühr, die ihm
als Wahlanwalt zustehen würde (13 W 882/2008 20. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Berlin-Tiergarten ist der gegenüber
einem Polizeibeamten geäußerte Satz „Herr Oberförster zum Wald geht es da lang“
keine Beleidigung, sondern nur eine spöttische Bemerkung ohne ernstliche
Herabwürdigung ([412 Ds] 2 JuJs 168-2008 [74/2008] 26. Mai 2008).
2008-10-02
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands darf der
Dortmund-Ems-Kanal auf der Stadtstrecke Münster ausgebaut werden (7 VR 172008
30. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands können
Impfschadensopfer wegen eines Impfschadens nur dann Versorgung nach den
Grundsätzen der Kriegsopferversorgung erhalten, wenn eine öffentliche
Empfehlung für die Impfung oder ein von der zuständigen Behörde verursachter
Rechtsschein einer solchen Empfehlung vorliegt, wofür die jahrzehntelange
frühere Werbung nicht genügt (9/9a VJ 1/2007 R 2. Oktober 2008).
Nach Entscheidungen des Bundesfinanzhofs Deutschlands hat der einfache
Steuerpflichtige im Gegensatz zum Abgeordneten keinen Anspruch auf
Steuerfreiheit einer Unkostenpauschale (VI R 63/2004 2. Oktober 2008 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Darmstadt besteht bei nur
mittelbarem Zusammenhang einer Gewalttat mit Folgen und Fehlen eines Nachweises
eines konkreten Eigentumsverlusts kein Anspruch auf Ausgleich nach dem
Opferentschädigungsgesetz (4 VG 4/2008
1. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz kann ein in
Zusammenhang mit einer Schädigung (z. B. Ausschaltung einer Baustellenampel
durch Durchtrennen eines Kabels auf dem Weg zur Arbeit) gezahlter
Schadensersatz nicht als Betriebsausgabe steuerlich geltend gemacht werden (4 K
1928/2007 27. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main ist Jürgen Emig
wegen Untreue, Bestechlichkeit und Beihilfe zur Bestechung zu 32 Monaten Haft
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Karlsruhe ist die Abgabe von
Arzneimitteln durch einen computergesteuerten Apothekenautomaten in Mannheim
rechtswidrig (11 K 4331/2007 2. September 2008).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Frankreichs ist der
Mädchenmörder Pierrot zu lebenslanger Haft verurteilt.
Die Europäische Kommission billigt den Einstieg der Deutschen Telekom bei OTE
in Griechenland.
Unter http://ec.europa.eu/grants/beneficiaries_de.htm stehen
Empfänger von Finanzhilfen der Europäischen Union im Internet.
Österreich liefert Vladimir Zagorec nach acht Jahren an Kroatien aus.
Spanien stellt die Ermittlungen gegen Eufemiano Fuentes ein, weil die dem
beschuldigten Arzt zur Last gelegten Vorwürfe nach damaliger Rechtslage keine
strafbaren Gandlungen waren.
Das Flugzeugwrack des seit einem Jahr verschwundenen Steve Fossett ist in der
Sierra Nevada gefunden.
2008-10-01
Günther Beckstein tritt als Ministerpräsident Bayerns zurück.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands soll der
Europäische Gerichtshof die Frage klären, ob die Kosten der Zusendung der Waren
auch dann dem Verbraucher auferlegt werden können, wenn er den Vertrag
widerrufen hat (VIII ZR 268/2007 1. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands hat ein Lehrling
zur Ausbildungsförderung grundsätzlich keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld II
(4 AS 28/2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann bei einer
Ehescheidung eine laufende Unterhaltszahlungen ersetzende vereinbarte
Einmalabfindung nur eingeschränkt steuerlich berücksichtigt werden (III R
57/2005 1. Oktober 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist ein Einbau eines
Russpartikelfilters vor der erstmaligen Zulassung eines Personenkraftwagens mit
Dieselmotor keine nachträgliche technische und deswegen steuerlich begünstigte
Verbesserung (II R 17/2008 13. August 2008).
Nach einem Vergleich vor dem Oberlandesgericht München veröffentlicht der
Burda-Verlag ein Foto Alexandra Kamps am Grab ihres Vaters nicht mehr und
übernimmt die Kosten des Gerichtsverfahrens.
Nach Ansicht des zuständigen vorsitzenden Richters des Landesarbeitsgerichts
Hamburg hat Eva Herman den Nationalsozialismus nicht verherrlicht.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Düsseldorf darf Franjo Pooth nicht
behaupten, sein Leibwächter habe ihn bestohlen und sei in sein Haus
eingebrochen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Österreichs sind zwei Tiroler
wegen Schwarzarbeit auf Baustellen zu 2400 bzw. 4800 Euro Geldstrafe
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des obersten Gerichts Russlands ist die Zarenfamilie
ein Opfer politischer Repression, nicht nur lokaler Willkür.
McZahn beantragt vor dem Amtsgericht Krefeld die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.
Die Europäische Union verhängt ein Bußgeld von 676 Euro gegen ein
Paraffinwachskartell (Shell, Exxon Mobil, RWE u. a.).
Die Europäische Kommission verhängt ein Bußgeld von 36 Millionen Euro gegen H
& R Wasag wegen rechtswidriger Preisabsprachen.
Die Schweiz erschwert Leerverkäufe.
Die Zentralbank der Niederlande verweigert ihre Zustimmung zum Verkauf des
gewerblichen Bankgeschäfts von ABN Amros durch Fortis an die Deutsche Bank.
2008-09-30
Die Umweltsenatorin Hamburgs aus der Partei der Grünen genehmigt unter
Auflagen das Steinkohlekraftwerk
Moorburg in Hamburg.
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann die
Unrentabilität eines Betriebs der Weiterbeschäftigung (z. B. eines
Küchenhelfers) zu unveränderten Bedingungen entgegenstehen, so dass eine
Änderungskündigung sozial gerechtfertigt ist, auch wenn bereits 97 Prozent der
Belegschaft einem Sanierungstarifvertrag zugestimmt haben (2 AZR 139/2007 26.
Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands muss
Arbeitslosengeld II an einen Hilfsbedürftigen gezahlt werden, der eine an ihn
ausgezahlte Eigenheimzulage in Höhe von 5112 Euro ohne vorherige
Fremdfinanzierung unmittelbar zur Fertigstellung seines Eigenheims verwenden
will (4 AS 19/2007 30. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Rheinland-Pfalz verletzt
das Rauchverbot in Ein-Raum-Gaststätten die Landesverfassung (30. September
2008).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Rheinland-Pfalz verletzt
das Rauchverbot an Schulen nicht die Landesverfassung (30 September 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe darf der
Oberbürgermeister Karlsruhes (Heinz Fenricht) nicht mehr die eindeutig auf
einen Rastatter Rechtsanwalt bezogene Äußerung wiederholen, dass jemand, der
rechtsradikales Gedankengut vertrete oder verteidige, in der CDU nichts zu
suchen habe (6 U 72/2008 29. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Anwaltsgerichtshofs Rheinland-Pfalz muss ein
Syndikusanwalt von seinem Arbeitgeber tatsächlich und rechtlich so gestellt
werden, dass er seine Tätigkeit als Rechtsanwalt ausüben kann (1 AGH 10/2007
1/1 30. Mai 2008).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Berlin-Brandenburg darf eine
Gewerkschaft (z. B. ver.di) im Arbeitskampf zu Flash-Mob-Aktionen (z. B. Kauf
vieler Pfennigartikel, Stehenlassen gefüllter Einkaufswägen in Gängen) aufrufen
(5 Sa 967/2008 29. September 2008).
Nach einer Berufungsentscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main muss ein
den Bundespräsidenten angreifender Ingenieur 2400 Euro Geldstrafe zahlen.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Hannover ist ein Eilantrag UWPs
gegen die Vergabe einer Fensterprogrammlizenz bei RTL an dctp durch die
Niedersächsische Landesmedienanstalt abgelehnt (7 B 3575/2008 29. September
2008).
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Innsbruck ist ein seine Beifahrerin
bei einem Unfall verletzender und zur Falschaussage anstiftender Kraftfahrer zu
1000 Euro Geldstrafe verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Großbritanniens haben alle
früheren nepalesischen Kämpfer in der britischen Armee (Gurkhas) ein Recht auf
Niederlassung in Großbritannien.
Brandenburg wird Beamten in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft den
Familienzuschlag zahlen.
Andrea Ypsilanti erhält bei Probeabstimmungen als Ministerpräsidentin Hessens
die erforderliche Mehrheit.
Erwin Huber und seine Generalsekretärin treten von ihren Ämtern in der CSU
zurück.
In Frankfurt am Main, München, Augsburg und neun Ruhrgebietsstädte dürfen nur
Kraftfahrzeuge mit Umweltschutzplaketten in Umweltzonen einfahren.
Frankreich, Belgien und Luxemburg retten das Bankhaus Dexia.
Die Regierung Irlands spricht eine Staatsgarantie für alle Einlagen und
Verbindlichkeiten der sechs in Irland registrierten Banken und Hypotheken im
Wert von 400 Milliarden Euro aus.
Der Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika lehnt mehrheitlich das
geplante Rettungspaket für Banken ab.
Bill Heard Enterprises (General Motors) beantragen Gläubigerschutz.
2008-09-29
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen ist die Klage einer
Anwohnerin des Industrieparks Höchst gegen die Erhöhung der Kapazität der
Klärschlammverbrennungsanlage wegen Einhaltung der Grenzwerte abgewiesen (6 C
1600/2007 T 29. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts prüfen Arbeitsgerichte die
Verhältnismäßigkeit einer Abmahnung nur hinsichtlich der Form und den Umständen
(2 Sa 66/2008 3. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Landesozialgerichts Nordrhein-Westfalen kommt bei
bewusst falscher Aufklärung über eine Schönheitsoperation ein
Opferentschädigungsanspruch auf Grund vorsätzlicher rechtswidriger gefährlicher
Körperverletzung in Betracht (10 VG 6/2007 29. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main ist eine Klage Leo
Kirchs und Ruth Kirchs gegen die Deutsche Bank wegen ungenügender Beantwortung
von Fragen in einer Hauptversammlung zurückgewiesen (3-5 O 110/2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Koblenz ist der ehemalige Manager
Michael Schumacher ist wegen Anstiftung zur Untreue und vorsätzlichen Bankrotts
zu einem Jahr Haft mit Bewährung und 300000 Euro Geldstrafe verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Frankreichs ist Jean Sarkozy
vom Vorwurf der Fahrerflucht freigesprochen, der ihn Beschuldigende wegen
Missbrauchs des Justizsystems zu 2000 Euro Geldstrafe verurteilt.
Nach einer Entscheidung des italienischen olympischen Komitees wird Riccardo
Ricco für 20 Monate gesperrt.
Der Vorsitzende der Österreichischen Volkspartei (Wilhelm Molterer) wird sein
Amt an Josef Pröll übergeben.
Angelika Gramke (Die Linken) wird Oberbürgermeisterin Schwerins.
Reinhard Marsch-Barner (Deutsche Bank) wird ab 1. Oktober 2008 of counsel
Linklaters’.
KfW entlässt die beurlaubten Vorstandsmitglieder Detlef Leinberger und Peter
Fleischer mit sofortiger Wirkung.
Hypo Real Estate muss durch (überwiegend staatliche) Kredite in Höhe von 35
Milliarden Euro vor der Insolvenz bewahrt werden.
Belgien, die Niederlande und Luxemburg sichern die Geschäftsbank Fortis mit
11,2 Milliarden Euro.
Citigroup übernimmt Wachovia.
Mitsubishi UFJ übernimmt Anteile an Morgan Stanley für 9 Milliarden Euro.
Madeleine Schickedanz gibt 19,5 Prozent des Aktienkapitals Arcandors an Sal.
Oppenheim.
Der deutsche Aktienindex fällt auf 5807 Punkte.
Die Gratiszeitung Dag wird wegen fehlender Anzeigen eingestellt.
2008-09-28 Bei der von der ÖVP getrieben verursachten
vorzeitigen Nationalratswahl Österreichs erringt die SPÖ knapp 30 Prozent der
Stimmen, die ÖVP knapp 26 Prozent, die FPÖ 18 Prozent, das BZÖ 11 Prozent und
die Partei der Grünen 10 Prozent.
Bei der ersten, dem Sturz Edmunds Stobers durch Günther Beckstein, Erwin Huber
und andere verursachten Sturz Edmund Stoibers folgenden Landtagswahl Bayerns
erringt die CSU (nur noch) rund 43 Prozent der Stimmen, die SPD 19, die
Vereinigung der freien Wähler 10 Prozent, die Partei der Grünen 9 und die FDP 8
Prozent der Stimmen.
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist der für
ein Kind die Elternverantwortung wahrnehmende rechtliche Vater des Kindes (z.
B. aus Togo) Träger des Rechtes aus Art. 6 II 1 GG (1 BvR 1624/2006 26. Februar
2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf der
Tatrichter, wenn der biologische Vater keine Umstände dargelegt hat oder auch
sonst keine Anhaltspunkte ersichtlich sind, die gegen eine übernommene und
fortdauernd wahrgenommene tatsächliche Verantwortung des rechtlichen Vaters für
ein Kind sprechen, auch ohne weitere Amtsermittlung davon ausgehen, dass der
rechtliche Vater die von ihm übernommene Verantwortung weiter trägt (XII ZR
150/2006 30. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands steht einer auf
eigenes Recht gestützten Klage die Rechtskraft eines Urteils zwischen denselben
Parteien nicht entgegen, in dem die allein auf abgetretenes Recht gestützte
Klage abgewiesen worden ist (XII ZR 158/2006 23. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der Gläubiger
eines Gesellschafters einer Gesellschaft des bürgerlichen Rechts nach Pfändung
und Überweisung des Auseinandersetzungsanspruchs diesen Anspruch gegen die
anderen Gesellschafter im Klagewege durchsetzen bzw. bei Versilberung des
Gesellschaftsvermögens das ihm zustehende Auseinandersetzungsguthaben
einfordern (II ZR 183/2007 21. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands endet die
Festsetzungsfrist für einen Lohnsteuer-Haftungsbescheid nicht vor Ablauf der
Festsetzungsfrist für die Lohnsteuer und ist für den Beginn der die Lohnsteuer
betreffenden Festsetzungsfrist die Lohnsteueranmeldung und nicht die
Einkommensteuererklärung des betroffenen Arbeitnehmers maßgebend (VI R 5/2005
6. März 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist nicht jede
überhöhte, sondern nur eine auffällig missverhältnismäßige (z. B.
verdoppelte) Handwerkerrechnung ein
versuchter Betrug zum Nachteil des Kunden (1 Ws 167/2007 31. März 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm ist die Anordnung von
Beschränkungen des Schrift- und Telefonverkehrs einer wegen Stalkingattacken
Untergebrachten dem Leiter der betreffenden Klinik vorbehalten (15 W 54,
64/2008 13. März 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist ein Ordnungsmittel das
äußerste Mittel, verletztes Ansehen eines Gerichts wiederherzustellen, und ist
vor Verhängung eines Ordnungsgelds grundsätzlich rechtliches Gehör zu gewähren
(2 Ws 223/2008 7. Mai 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern darf der Betrieb
einesMietbaggerparks fortgeführt werden, weil er keine wesentlichen
Umweltbeeinträchtigungen verursacht.
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster ist bei der
Abweichung einer Gesamtnote von einer rechnerisch ermittelten Note in der
zweiten juristischen Staatsprüfung auch die Leistung im Vorbereitungsdienst zu
berücksichtigen (14 A 3658/2006 9. Januar 2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Coburg müssen Eltern ein achtjähriges
fahrradkundiges Kind nicht während des Radfahrens ständig beaufsichtigen, so
dass der Eigentümer eines durch das Kind beschädigten Kraftfahrzeugs keinen
Schadenseresatzanspruch wegen Verletzung der Aufsichtspflicht gegen sie hat.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Münster ist, wenn der Besteller nach
erfolgreicher Kostenvorschussklage nach § 637 III BGB nachträglich mit dem
Werkunternehmer in einer Haustürgeschäftesituation eine Vereinbarung über die
Berechtigung zur Nachbesserung schließt, der Anwendungsbereich des § 312 BGB
eröffnet (16 O 64/2008 4. April 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln ist der Studiengang
Bachelor of Laws kein Studium der Rechtswissenschaft und berechtigt nicht zur
Zulassung zur ersten juristischen Staatsprüfung (6 L 210/2008 17. März 2008).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Polens ist Lech Walesa wegen
Bezeichnung Krzysztof Wyszkowskis als kranker Volltrottel zu 2200 Euro
Entschädigung verurteilt.
Nach einem außergerichtlichen Vergleich soll Südtirol den Erben des Entdeckers
der Gletscherleiche im Eis (Helmut Simon) etwa 150000 Euro Finderlohn zahlen.
2008-09-27 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands verletzt ein Notar seine Amtspflicht zur
vollständigen Beurkundung, wenn er bei Beurkundung eines Grundstückskaufvertrags
eine Baubeschreibung nicht mit beurkundet und hat ein Käufer keine anderweitige
Ersatzmöglichkeit im Sinne des § 19 I 2 BNotO in Form eines
Schadensersatzanspruchs gegen seinen Rechtsanwalt, wenn er auf dessen Rat zur
Abwehr der restlichen Kaufpreisforderung eine Vollstreckungsabwehrklage erhoben
und sich auf die Formnichtigkeit des Kaufvertrags berufen hat (I ZR 189/2007 3.
Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist, wenn die
Nichtabstammung eines Kindes vom rechtlichen Vater unstreitig ist, eine
Durchbrechung der Rechtsausübungssperre des § 1599 I BGB regelmäßig in Betracht
zu ziehen (XII ZB 163/2006 25. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands handelt es sich bei
der Planungsgesellschaft Bahnbau Deutsche Einheit GmbH um eine sonstige Stelle
im Sinne des § 11 Nr. 2 lit. c StGB (3 StR 490/2007 19. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands darf eine
Berufung nicht schon dann als unzulässig verworfen werden, wenn das
Berufungsgericht den Inhalt der zur Einhaltung einer Berufungsbegründungsfrist
abgegebenen eidesstattlichen Versicherung nicht für glaubhaft hält (9 B 41/2007
24. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands hat der
Arbeitnehmer einen Anspruch auf eine Beurteilung der mit seiner Beschäftigung
verbundenen Gefährdung, kann aber nicht verlangen, dass sie nach von ihm
vorgegebenen Kriterien erfolgt (9 AZR 1117/2006 12. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands sind im
arbeitsgerichtlichen Verfahren materielle Einwendungen gegen den Klageanspruch
vor oder in der Güteverhandlung noch kein rügeloses Einlassen nach Art. 24 S. 1
EuGVVO (10 AZR 355/2007 2. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands bedarf es nach
erfolgreicher Nichtzulassungsbeschwerde einer eigenständigen
Revisionsbegründung oder Rechtsbeschwerdebegründung, doch kann dafür eine
ausdrückliche Bezugnahme auf die Begründung der Nichtzulassungsbeschwerde
genügen(1 ABR 56/2006 8. Mai 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln haftet ein
Reiseveranstalter einer Naturreise, wenn ein Reiseteilnehmer auf einem
unbekannten und zur Unfallzeit unbeleuchteten Weg zum Treffpunkt einer angesagten
Wanderung ohne Begleitung des Veranstalters zu Fall kommt, für den Sachaden,
wobei ein Mitverschulden des Reiseteilnehmers in Betracht kommen kann (16 U
3/2008 30. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg ist eine Berufungsschrift
ohne Bezugnahme auf ein Urteil inhaltlich sowie bei Übersendung durch
unsigniertes e-mail eines Internet-Diensts förmlich unwirksam (1 Ws 465/2008
14. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart ist ein Vertrag, durch
den sich ein Call Center verpflichtet, Verbraucher ohne vorher erteilte
Einwilligung zu akquirieren, nichtig (6 W 55/2008 26. August 2008).
*Meyn, Christian/Richter, Andreas/Koss, Claus, Die Stiftung, 2. A. 2008
*Joussen, Jacob, Schuldrecht I Allgemeiner Teil, 2008
*Schwarze, Roland, Das Recht der Leistungsstörungen, 2008
*Familienrecht, hg. v. Schulz, Werner/Hauß, Jörn, 2008
*Lang, J./Weidmüller, L., Genossenschaftsgesetz, 36. A: 2008
*Kühl, Kristian, Strafrecht, 6. A: 2008
*Abkürzungsverzeichnis der Rechtssprache, begr. v. Kirchner, Hildebert, 6. A:
2008
2008-09-26 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands lässt die nach Vertragsschluss einsetzende
defizitäre Entwicklung eines Mietpools allein nicht den Schluss auf einen
Beratungsfehler des Verkäufers zu (V ZR 70/2007 18. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein den
Beitritt zu einem Mietpool empfehlender Verkäufer den Käufer nicht über die
allgemeine Möglichkeit einer defizitären Entwicklung des Mietpools aufklären (V
ZR 71/2007 18. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands steht der in
allgemeinen Verzeichnissen eingetragene Telefaxanschluss eines Unternehmens (z.
B. des Autohandels) im Rahmen seiner unmittelbaren geschäftlichen Bestimmung
auch gewerblichen Wiederverkäufern für Kaufanfragen zur Verfügung (I ZR 75/2006
17. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der
Inlandsbezug eines Folgerechtsanspruchs des Künstlers gegen einen Kunsthändler
(z. B. im Falle der `Kunstsammlung Ahlers) bei Unterzeichnung des Kaufvertrags
im Inland gegeben (I ZR 109/2005 17. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Partei im
Arzthaftungsprozess berechtigt, ihre Einwendungen gegen ein gerichtliches
Sachverständigengutachten zunächst ohne Hilfe eines privaten Sachverständigen
vorzubringen und darf noch im zweiten Rechtszug ein solches Gutachten vorlegen
(VI ZR 259/2006 8. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein
Taschenmesser grundsätzlich ein gefährliches Werkzeug, auch wenn der Dieb es
nicht allgemein für den Einsatz gegen Menschen (sondern z. B. zum Entfernen von
Sicherungsetiketten) vorgesehen hat (3 StR 246/2007 3. Juni 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein Arzt bei
klarer zeitlicher, organisatorischer, wirtschaftlicher und rechtlicher Trennung
neben seiner freiberuflichen ärztlichen Tätigkeit eine gewerbliche
Ernährungsberatung in den Räumen seiner Praxis durchführen (I ZR 75/2005 29.
Mai 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands besteht zwischen
dem Anspruch auf Zahlung einer Vertragsstrafe und dem Anspruch auf Ersatz der
durch die Geltendmachung der Vertragsstrafe entstandenen Rechtsanwaltskosten
keine Interessenidentität, so dass die Vertragsstrafe nicht auf den
Schadensersatzanspruch anzurechnen ist (I ZR 88/2006 8. Mai 2008).
Nach Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands hängt die
Möglichkeit eines Führerscheininhabers, seinen Punktestand im
Verkehrszentralregister durch die Teilnahme an einem Aufbauseminar zu
verringern, davon ab, wie viele Verkehrsverstöße er zum Zeitpunkt der
Ausstellung der Teilnahmebescheinigung begangen hat, ohne dass es auf eine
rechtskräftige Ahndung ankommt (3 C 3/2007 25. September 2008 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands dürfen
Denkmalschutzbehörden eines Landes hoheitlich genutzte Anlagen der
Bundeswasserstraßenverwaltung förmlich unter Denkmalschutz stellen, doch
benötigen Wasser- und Schifffahrtsbehörden des Bundes für die Änderung,
Instandsetzung oder Beseitigung eigener Anlagen keine denkmalrechtliche
Genehmigung der zuständigen Landesbehörde (7 A 4/2007 25. September 2008).
Nach einer Entscheidung des
Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist die Vergabe eines Auftrags zur Bewachung
eines Truppenübungsplatzes an ein anderes Bewachungsunternehmen ohne Übernahme
eines nach Zahl und Sachkunde wesentlichen Teiles des bisherigen Personals oder
identitätsprägender Betriebsmittel keine Betriebsübernahme (8 AZR 607/2007 25.
September 2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart ist für die Frage, ob
nach § 103 I ZPO die Kostengrundentscheidung einen zur Zwangsvollstreckung geeigneten
Titel darstellt, nur das deutsche Zivilprozessrecht entscheidend und ist die
Vollstreckungsfähigkeit des im Höheverfahren geschaffenen Kostentitels im
Ausland in diesem Verfahrensstadium nicht zu überprüfen (8 W 289/2008 15. Juli
2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Rostock werden vorformulierte, bewusst
unauffällig in allgemeine Geschäftsbedingungen eingefügte Entgeltregelungen
nach § 305c I BGB nicht Vertragsbestandteil (1 S 174/2007 28. Mai 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin darf die Polizei ei
Gelände einer Vereinigung (z. B. eines Motorradclubs) grundsätzlich nicht ohne
richterliche Anordnung betreten (1 A 300/2007 3. September 2008).
2008-09-25
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist die Regelung
des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst, dass Teilzeitbeschäftigte das
Arbeitsentgelt und alle sonstigen Entgeltbestandteile (z. B. Schichtzulage,
Wechselschichtzulage) grundsätzlich in dem Umfang erhalten, der dem Anteil
ihrer individuell vereinbarten durchschnittlichen Arbeitszeit an der
regelmäßigen Arbeitszeit vergleichbarer Vollzeitbeschäftigter entspricht,
rechtmäßig (10 AZR 634/2007 24. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands können auch die
im Rettungsdienst üblichen Bereitschaftszeiten in Wechselschicht geleistet
werden, so dass Ansprüche auf eine monatliche Zulage von 105 Euro und auf
Zusatzurlaub entstehen können (10 AZR 669/2007 24. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz muss ein Unternehmer
bei Bezug der in Rechnung gestellten Bauleistungen für ein Wohngebäude
entscheiden, ob und inwieweit er den Vorsteuerabzug geltend macht (6 K 2333/2006
5. August 2008).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Stuttgart ist eine Mitwisserin wegen
versuchter Strafvereitelung betreffend die Ermordung Yvan Schneiders zu 100
Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Thailands ist der ehemalige
Ministerpräsident Samak wegen Verleumdung zu 2 Jahren Haft verurteilt.
Im Bundestag Deutschlands stimmt die CSU gegen einen von der Partei die Linken
eingebrachten Antrag auf Wiedereinführung der Pendlerpauschale.
Die Deutsche Lufthansa schafft Freiflüge für Aufsichtsratsmitglieder (z. B.
Frank Bsirske) ab.
Die Deutsche Fußballliga beendet die Partnerschaft mit der Sportrechteagentur
Sirius (Leo Kirch).
Holtzbrinck kauft vom Insolvenzverwalter 12 Gesellschaften derPin Group.
KanAm Grundinvest kauft von Tishman Speyer den im Bau befindlichen Opernturm in
Frankfurt am Main.
Der Umweltausschuss der Europäischen Union lehnt die Lockerung der Vorschriften
über die eine Senkung der Grenzen für den Ausstoß von Kohlendioxid (deutscher
Kraftfahrzeuge) ab.
Der Euro hat einen Wert von 1,4730 Dollar.
2008-09-24
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Startgutschriftenregelung der neuen Satzung der Versorgungsanstalt des Bundes
und der Länder für rentennahe Pflichtversicherte wirksam (IV ZR 134/2007 24.
September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein Mieter
grundsätzlich den Anschluss der Wohnung an das aus Anlagen der
Kraft-Wärme-Koppelung gespeiste Fernwärmenetz als Modernisierungsmaßnahme zur
Einsparung von Energie gemäß § 554 II BGB (mit der Folge von
Mieterhöhungsmöglichkeiten ohne Rücksicht auf einen eigenen Vorteil für seine
Wohnung) dulden (VIII ZR 275/2007 24. September 2008).
Nach Entscheidungen des Bundessozialgerichts Deutschlands ist der Arbeitgeber
auch für nicht arbeitende (z. B. freigestellte) Arbeitnehmer
sozialversicherungspflichtig (12 KR 22/2007 R 24. September 2008, 12 KR 27/2007
R 24. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist ein Mitglied
eines allgemeinen Studentenausschusses Arbeitnehmer der Studentenschaft im
Sinne des Einkommensteuerrechts, so dass die Aufwandsentschädigung
einkommensteuerrechtlich als Lohn anzusehen ist (VI R 51/2005 22. Juli 2008).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Sachsen-Anhalt liegt kein
Arbeitsunfall vor, wenn ein Mitarbeiter bei einem bewaffneten Überfall verletzt
wird, bei dem ein persönliches Tatmotiv aus dem Umfeld des Opfers zum Überfall
geführt hat (6 U 32/2004 17. April 2008).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Karlsruhe kann die allgemeine
Schulpflicht in der Regel nicht durch den Besuch einer staatlich nicht
anerkannten privaten Grundschule erfüllt werden (11 K 922/2008 15. Juli 2008).
Nach Entscheidungen des Sozialgerichts Berlin muss ein Kassenarzt mit
Vollendung des 68. Lebensjahrs seine Zulassung abgeben (83 KA 354/2008 ER u. a.
24. September 2008).
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Innsbruck haftet Martin Kerscher
Gernot Langes für 1,8 Millionen Euro Bankgarantie für den FC Tirol.
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Innsbruck ist ein einem Streitgegner
den Schädel mit einem Stein zertrümmernder Angeklagter zu acht Monaten Haft
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Frankreichs ist Mohamed
Bourokba (Hamé) erneut vom Vorwurf der Verleumdung der französischen Polizei
freigesprochen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika verliert Sharon Stone das Sorgerecht für den achtjährigen Sohn Roan an
ihren ehemaligen Ehemann Phil Bronstein.
Die Regierung Deutschlands beschließt die Mehrwertsteuerpflicht der Deutschen
Post für Geschäfte mit Großkunden ab 2010.
Im (überteuerten) öffentlichen Dienst Deutschlands sind von 1991 bis 2006 rund
2,1 Arbeitsplätze entfallen, davon mindestens 600000 ohne private
Arbeitsersatzplätze.
Durchschnittlich erhalten Arbeitslose in Deutschland jährlich 17900 Euro.
EDF kauft für 15,8 Milliarden Euro British Energy.
Warren Buffett investiert fünf Milliarden Dollar in Goldman Sachs.
Über den vor allem durch Steuernachforderungen mit 3,1 Millionen Euro
überschuldeten Nachlass Jürgen Möllemanns ist das Insolvenzverfahren eröffnet.
Der Stadtsenat Innsbrucks beschließt ein Alkoholverbot am Bozener Platz.
Der Bürgermeister Merans verbietet das Betteln in der Stadt.
Heike Makatsch und der Heinrich Bauer Verlag einigen sich außergerichtlich auf
eine Entschädigung (von schätzungsweise 15000 Euro) für rechtswidrig
veröffentlichte Bilder von Mutter mit Kind.
Der abberufene Rektor der Medizinischen Universität Innsbruck (In Innsbruck ist
der Teufel los) legt Berufung gegen seine Abberufung ein.
Der Nationalrat Österreichs beschließt unmittelbar vor der vorgezogenen Neuwahl
die Abschaffung der (an die Universitäten fallenden) Studienbeiträge, findet
für die Halbierung der die staatlichen Steuereinnahmen vermehrenden
Mehrwertsteuer auf Lebensmittel aber keine Mehrheit.
Der innere Blausteinkreis in Stonehenge wird auf um 2300 vor Christi Geburt
datiert.
2008-09-23
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Verurteilung eines afrikanischen Tänzers wegen Körperverletzung mit Todesfolge
durch eine Messerattacke zu 51 Monaten Haft rechtskräftig (5 StR 399/2008 16.
September 2008).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin ist der Zwangsausschluss der
restlichen Kleinaktionäre Scherings rechtmäßig (14 W 44/2008).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Dortmund muss eine das Alter der
Kinder bei Reisen mit TUI unrichtig angebende Familie rund 6000 Euro
Reisekosten nachzahlen.
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Berlin darf die
Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen
Finanzdienstleistungsunternehmen vorerst nicht zu Sonderbeiträgen zur
Finanzierung der Entschädigung von Anlegern wegen der so genannten
Phoenix-Pleite heranziehen (1 A 74/2008 17. September 2008 u. a.).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Österreichs hat die Tiwag
keinen Anspruch gegen Markus Wilhelm auf Unterlassung einer Internetmitteilung
über Cross-Border-Deals.
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Innsbruck ist ein einen Birkhahn
wildernder Tiroler zu 1200 Euro bedingter Geldstrafe und Einziehung des
Tatwerkzeugs verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika dürfen Bilder über Misshandlungen irakischer und afghanischer
Gefangener durch amerikanische Soldaten nicht mit Hinweis auf Furcht vor Rache
der Veröffentlichung vorenthalten werden.