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Em.
o. Univ.-Prof. Dr. Gerhard Köbler |
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Universität
Innsbruck |
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Tel.
+43/512/507/ |
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Gerhard.Koebler@uibk.ac.at |
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OLAF ist gegen Kollusion, Erpressung, Betrug, Raub, Treubruch eins: Spitze!
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Im Milleniumsspiel lautet die Millionenfrage … … …
.. ……..?
und die Tausendeurofrage Warum gibt es
nicht mehr solche Professoren?
2007-12-30 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts
Deutschlands ist eine wegen Untätigkeit eines Gerichts erhobene Verfassungsbeschwerde auch ohne vorherige
Erhebung einer Untätigkeitsbeschwerde zulässig (1 BvR 775/2005 20. September
2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine
allgemeine, die Leistungspflicht des Garantiegebers bei Nichtvornahme der vom
Hersteller vorgeschriebenen oder empfohlenen Wartungsarbeiten entfallen
lassende Gebrauchtwagengarantievertragsbedingung (z. B. bei einem
Kurbelwellenschaden nach geringfügiger Laufleistungsüberschreitung) wegen
unangemessener Benachteiligung des Kunden unwirksam (VIII ZR 251/2006 17.
Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein sein
Fahrrad zum allein Rollen loslassender Achtjähriger beim Rollen auf ein
vorbeifahrendes Kraftfahrzeug haftungsprivilegiert gemäß § 8282 II 1 BGB (VI ZR
42/2007 16. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist das
Vollstreckungsgericht an die von ihm getroffene Festsetzung des Verkehrswerts
gebunden (V ZB 178/2006 11. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein
mandatsniederlegender Prozessbevollmächtigter Zustellungen für die Partei
wirksam entgegennehmen, doch ist der Partei ein Versäumnis ihres früheren
Prozessbevollmächtigten nicht zuzurechnen (VIII ZB 44/2007 19. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei Übernahme
einer Pflicht zur Verpackung des Gutes durch den Spediteur auf Grund einer
selbständigen Abrede Werkvertragsrecht anzuwenden, bei einer Nebenverpflichtung
aus dem Speditionsvertrag Speditionsrecht (I ZR 207/2004 13. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands setzt ein
Entschädigungsanspruch für den Verlust des Bestandsschutzes neben der
Anwendbarkeit des Kündigungsschutzgesetzes voraus, dass der Arbeitgeber im
Zeitpunkt der Arbeitnehmerkündigung das Arbeitsverhältnis nicht selbst hätte
kündigen können (8 AZR 796/2006 26. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands tritt eine
Strafbefreiung nicht ein, wenn vor Eingang der strafbefreienden Erklärung ein
Amtsträger der Finanzbehörde in erkennbarer, ernsthafter Absicht der
angeordneten steuerlichen Prüfung erschienen ist (VIII R 99/2004 19. Juni
2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg mindern
Ausbildungsvergütungen und gezahlte Erstattungen für ausbildungsbedingte Kosten
(z. B. Pendlerpauschale) unmittelbar den Bedarf eines zu Hause lebenden, nicht
privilegierten Volljährigen (9 UF 108/2007 9 UF 108/2007 31. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm schränkt eine die
Schädigung geschützter Bäume verbietende Baumschutzsatzung das Nachbarrecht (z.
B. Zweigabschneidungsrecht) ein (3 Ss OWi 494/2007 6. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe unterfällt ein nur
Tabakwaren anbietender Online-shop nicht dem Werbeverbot nach Art. 3
TabakwerbeRL (19 U 184/2006 18. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Naumburg reicht die Möglichkeit
der Speicherung und Reproduzierung einer im Internet veröffentlichten
Widerrufsbelehrung für die Wahrung der Textform des § 126b BGB (10 U 14/2007
13. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg ist der Verkauf geringwertiger
Weihnachtsartikel in einer Apotheke ein zulässiges Nebengeschäft und allenfalls
eine unerhebliche Wettbewerbsbeeinträchtigung (1 U 49/2007 22. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Schleswig kann eine Gesellschaft
des bürgerlichen Rechts nicht unter ihrem Namen in das Grundbuch eingetragen
werden (2 W 212/2007 29. 10. 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Saarlouis kann durch eine
zu niedrige Streitwertfestsetzung auch ein nicht kostenpflichtiger obsiegender
Verfahrensbeteiligter beschwert sein (2 E 151/2007 12. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main ist ein
Hauptversammlungsprotokoll nicht mit der Unterzeichnung durch den Notar
abgeschlossen, wenn der Notar das erste Schriftstück als reines Internum ohne
Außenwirkung errichtet (5/31 Qs 27/2007 29. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln muss eine Krankenkasse nicht die
Kosten des Einsetzens einer befruchteten Eizelle einer anderen Frau tragen, weil
eine solche Behandlung in Deutschland verboten ist und ein Behandlungsvertrag
über eine solche Behandlung im Ausland in Deutschland nach § 134 BGB nichtig
ist (23 O 347/2006 4. Juli 2007).
Die Wahlkommission Kenias erklärt den bisherigen Präsidenten Mwai Kibaki zum
Sieger der Präsidentschaftswahlen, die Opposition Raila Odinga.
Die Volkspartei Pakistans wählt den 19jährigen Sohn Benazir Bhuttos als
Nachfolger seiner getöteten Mutter zum Vorsitzenden.
Der Innenminister Sachsen-Anhalts will die Bestellung eines rechtsextremen
Schornsteinfegers widerrufen, weil es nicht sein dürfe, dass ein
Rechtsextremist sich überall Zugang verschaffen könne.
China lehnt freie Wahlen in Hongkong für 2012 ab.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Australiens ist David Hicks
nach Abmilderung seiner in Guantánamo verhängten siebenjährigen Haftstrafe auf
neun Monate Haft aus der Haft entlassen.
ING Group NV verkauft NRG an Berkshire Hathaway (Warren Buffett) für 300
Millionen Euro.
Kirk Kerkorian erwirbt für 684 Millionen Dollar Anteile an Delta Petroleum.
Netscape Navigator endet.
*AGB im Spannungsfeld zwischen Kautelarpraxis und Rechtsprechung, hg. v. Abels,
Michael/Lieb Manfred, 2007
*Schwerdtner, Peter/Hamm, Christoph, Maklerrecht, 5. A. 2008
*Nieder, Heinrich/Kössinger, Winfried, Handbuch der Testamentsgestaltung, 3. A.
2008
*Claussen, Carsten Peter, Bank- und Börsenrecht, 4. A. 2008
*Hromadka, Wolfgang, Arbeitsrecht für Vorgesetzte, 2007
*Richardi, Reinhard, Betriebsverfassungsgesetz, 11. A. 2008
*Dahs/Dahs, Die Revision im Strafprozess, 7. A. 2008
*Bohl, Werner, IAS/IFRS für Juristen, 2008
2007-12-29 Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs
Deutschlands ist die Nichtzulassungsbeschwerde eines Hochschullehrers gegen die
Ablehnung seiner auf das Grundrecht der Selbstbestimmung gestützten
Geltendmachung von 5900 Euro Werbungskosten für ein Arbeitszimmer
zurückgewiesen (XI B 12/2007 22. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle ist ein Gläubiger nicht
gehindert, seine materiellen Ansprüche (z. B. auf Betrieb eines Geschäfts in
einem Einkaufszentrum) unabhängig von der Leistungsfähigkeit des Schuldners (z.
B. Mieters) gerichtlich geltend zu machen (1 W 56/2007 3. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster ist das Interesse
eines einzelnen Hochschullehrers daran, von der Vollziehung einer
Übernahmeverfügung vom Land auf die Universität einstweilen verschont zu
bleiben, gegenüber dem öffentlichen Interesse an der sofortigen Vollziehung
nachrangig (6 B 715/2007 27. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster ist bei einer
Stellenbesetzung eine Gleichstellungsbeauftragte von Seiten einer Universität
auch dann zu beteiligen, wenn nur Frauen in der engeren Wahl sind (6 A
5030/2004 13. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Frankfurt am Main erhält eine
46jährige Stewardess wegen Verweigerung eines unbefristeten Arbeitsvertrags
wegen zu hohen Alters durch die Lufthansa auf Grund ungerechtfertigter
Benachteiligung 4000 Euro Schadensersatz (11 Ca 8952/2006 25. Juni 2007).
Bechtold, Stefan ist Professor für Intellectual Property an der Eidgenössischen
Technischen Hochschule Zürich.
Schäfer, Frank wechselt von Frankfurt am Main nach Kiel.
Storr, Stefan wechselt von Dresden nach Graz.
Staatssekretär im Innenministerium Deutschlands Hahlen tritt in den Ruhestand.
2007-12-28 Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Düsseldorf muss
ein Reisender einen Reisemangel an Ort und Stelle (z. B. in Brasilien)
anzeigen, um dem Reiseveranstalter die Möglichkeit einer Abhilfe zu geben (26 C
5498/2006).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Österreichs haben Pensionisten
mit Pensionsbeginn ab 1. Januar 2007 einen Anspruch auf eine einmalige
Nachzahlung (z. B. in Höhe von 45 Euro).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Niederlande ist Willem
Holleeder wegen Erpressung zu neun Jahren Haft verurteilt.
Die sechs wegen versuchter Kindesentführung im Tschad verurteilten Franzosen
sind auf Grund eines Abkommens nach Frankreich ausgeflogen worden, wo die
verhängte Zwangsarbeit voraussichtlich in Haft umgewandelt wird.
Bozen verbietet durch Verordnung das Abschießen von Feuerwerkskörpern.
In Deutschland sind die Preise 2007 um 2,2 Prozent gestiegen.
Der deutsche Aktienindex steigt auf 8067 Punkte.
Der durchschnittliche Preis für 100 Liter Heizöl steigt in Deutschland auf
74,50 Euro.
Die Europäische Zentralbank entzieht dem Kapitalmarkt weitere 150 Milliarden
Euro.
In Uruguay haben länger als fünf Jahre ununterbrochen zusammenlebende
gleichgeschlechtliche Partner Rechte und Pflichten wie Ehegatten.
Nepals Parlament beschließt die Abschaffung der Monarchie.
2007-12-27 In Pakistan ist Benazir Bhutto durch ein Attentat
getötet worden.
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist die
Klage einer jüdischen Alleineigentümerin eines in einem neuen Bundesland
gelegenen, 1997 zwangsversteigerten Grundstücks auf Rückübertragung abgewiesen
(8 C 4/2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Bremen ist eine Klage bwins gegen die
Stadt Bremen über 6 Millionen Euro wegen des Verbots der Werbung auf den
Trikots der Spieler des SV Werder Bremen als unbegründet zurückgewiesen.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Worms muss ein seine Reise selbst
Organisierender (z. B. Kenianerin) auch selbst die Notwendigkeit eines Visums
(z. B. nach Südafrika) überprüfen.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Erfurt ist bei einem Rail &
Fly-Ticket die Eisenbahn nur Erfüllungsgehilfe des Reiseveranstalters, so dass
sie nicht für Verspätungen haftet (5 C 36/2007).
Die Medienaufsichtsbehörde Großbritanniens verhängt wegen betrügerischer Shows
eine Geldbuße von 1,5 Millionen Pfund gegen Channel 4, von zwei Millionen Pfund
gegen GMTV und von 350000 Pfund gegen BBC.
Die Europäische Zentralbankermöglicht die Anlegung von bis zu 150 Milliarden
Euro für einen Tag zum Zinssatz von 4 Prozent durch Banken.
Malta und Zypern ersetzen Lira bzw. Pfund am 1. 1. 2008 durch den Euro.
Das Pfund fällt auf seinen niedrigsten Stand gegenüber dem Euro.
Die Regierung der Niederlande beschließt die Streichung des
Sozialhilfeanspruchs für junge Erwachsene bis zu 27 Jahren.
2007-12-26 Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der
Vereinigten Staaten von Amerika erhält der auf einer verschmutzten Treppe
verletzte Shelton Stewart von der New Yorker Verkehrsgesellschaft 6,13
Millionen Dollar Schadensersatz.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Tschads sind sechs Franzosen
wegen versuchter Kindesentführung zu acht Jahren Zwangsarbeit verurteilt.
Der Bundespräsident Deutschlands unterzeichnet das Gesetz zur
Vorratsdatenspeicherung und zur Telekommunikationsüberwachung.
In Deutschland sind 2007 mit voraussichtlich 11000 rechtsextremen Straftaten
etwa 10 Prozent weniger rechtsextreme Straftaten bekannt geworden.
In Deutschland haben 2007 rund 76000 Jugendliche die Schule ohne
Hauptschulabschluss verlassen.
Die Regierung Österreichs beschließt das Ende der Erbschaftsteuer zum 31. Juli
2007.
Zum 31. Dezember 2007 endet in Österreich die Verpflichtung, bei jedem Wetter
tagsüber Kraftfahrzeuge mit eingeschaltetem Licht zu betreiben.
Die Beteiligten einer Allparteienregierung beschließen den Übergang Nepals von
der Monarchie zur Republik.
Berkshire Hathaway (Warren Buffett) erwirbt für 4,5 Milliarden Dollar 60
Prozent von Marmon Holdings.
Air France-KLM übernehmen von Panta Holdings VLM Airlines.
Max Jet meldet Insolvenz an.
Die Verwaltung der Vereinten Nationen weist einen das Kosovo betreffenden
Beschluss des Parlaments Serbiens zurück.
2007-12-25 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts
Deutschlands ist eine Verfassungsbeschwerde einer wirtschaftswissenschaftlichen
Fakultät Nordrhein-Westfalens gegen das die Diplomstudiengänge auslaufen
lassende Landeshochschulgesetz nicht zur Entscheidung angenommen, weil durch
das Gesetz die Lehrfreiheit nicht verletzt ist.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle ist der Halter eines
Tieres hinsichtlich eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz nicht Verletzter
im Sinne von § 172 I StPO (1 Ws 1/2007 10. Januar 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz bestimmt sich der
Ehezeitanteil einer vorzeitig in Anspruch genommenen Beamtenversorgung nach dem
Verhältnis der ruhegehaltsfähigen Dienstzeit während der Ehezeit zu sämtlichen
(fiktiven) ruhegehaltsfähigen Dienstzeiten bis zur Vollendung des 65.
Lebensjahrs (13 UF 726/2006 5. Februar 2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen gilt im
Vergütungsfestsetzungsverfahren der Verhandlungsgrundsatz (7 TJ 1217/2007 19.
Juli 2007).
Bausback, Winfried wechselt von Würzburg nach Wuppertal.
Hein, Jan von wechselt vom Max-Planck-Institut in Hamburg nach Trier.
Körner, Marita wechselt an die Universität der Bundeswehr in München.
Langenbucher, Katja wechselt von Marburg nach Frankfurt am Main.
Anzinger, Heribert M. ist Juniorprofessor für Finanzrecht und Steuerrecht der
Technischen Universität Darmstadt.
Halfmeier, Axel ist Professor für deutsches Privatrecht, internationales
Privatrecht, deutsches Wirtschaftsrecht und internationales Privatrecht an der
Frankfurt School of Finance & Management.
2007-12-24 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs
Deutschlands muss eine Änderung im Bestand der zum Sondereigentum gehörenden
Räume auf dem Grundbuchblatt selbst vermerkt werden und muss ein
Grundstücksverkäufer im Rahmen des Erforderlichen und Zumutbaren auch einen
Dritten zur Aufgabe einer Buchstellung bewegen (V ZR 211/2006 19. Oktober
2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine Invaliditätszusatzversicherungsklausel
„Versicherungsschutz besteht nicht für Invalidität, die ganz oder überwiegend
eingetreten ist auf Grund angeborener oder im ersten Lebensjahr in Erscheinung
getretener Krankheiten“ unwirksam (IV ZR 252/2006 26. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein in einem
selbständigen Beweisverfahren eingeholtes Sachverständigengutachten kein
zulässiges Beweismittel im Urkundenprozess, soweit dadurch der Beweis durch
Sachverständige ersetzt werden soll (XI ZR 211/2006 18. September 2007).
Nacheiner Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands bleiben
Altausweisungen von Unionsbürgern auch nach dem Inkrafttreten des
Freizügigkeitsgesetzes/EU wirksam (1 C 21/2007 4. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann eine
Beschränkung eines vertraglichen Weihnachtsgeldes auf bestimmte
Arbeitnehmergruppen den Gleichbehandlungsgrundsatz verletzen (10 AZR 569/2006
26. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind Leistungen zur
Ablösung einer freiwillig begründeten Rentenverpflichtung keine
Veräußerungskosten (X R 2/2006 20. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands beginnt bei
Kenntniserlangung von einer vollzogenen Schenkung mehr als drei Jahre nach
Steuerentstehung die Festsetzungsfrist mit Ablauf des Jahres der
Kenntniserlangung (II R 54/2005 6. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin muss sich ein früherer
Beschuldigter das Verschulden seines Verteidigers im Verfahren nach dem Gesetz
über die Entschädigung für Strafverfolgungsmaßnahmen zurechnen lassen (2 AR
57/2007 23. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe ist ein
zusammenveranlagter Ehegatte Mittäter oder Teilnehmer einer Steuerhinterziehung
nicht schon durch das bloße Unterschreiben einer unrichtig oder unvollständig
ausgefüllten Steuererklärung (3 Ws 308/2007 16. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg besteht kein
Auskunftsrecht gemäß § 1686 BGB, wenn sich der an sich berechtigte Elter die
erforderlichen Auskünfte anderweitig verschaffen kann, wobei auch die Ablehnung
von Kontakten zu den Kindern durch den Auskunftsberechtigten zu berücksichtigen
ist (9 UF 87/2007 26. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm ist ein durch weit
überhöhte Geschwindigkeit beim Anfahren entstandener Kraftfahrzeugschaden durch
grobe Fahrlässigkeit verursacht (20 U 218/2006 10. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Saarbrücken beträgt der
Streitwert für ein einstweiliges Verfügungsverfahren wegen Verstoßes gegen § 1
Gewaltschutzgesetz 500 Euro (5 W 175/2007).
2007-12-23 Nach einer Entscheidung des europäischen Gerichtshofs
für Menschenrechte muss der Richter (z. B. in Großbritannien) den
Festgenommenen selbst anhören und die Entlassung anordnen, wenn die
Voraussetzungen für eine Haft nicht gegeben sind, doch ist es nicht
erforderlich, dass der Richter, dem der Festgenommene zuerst vorgeführt wird,
auch dazu befugt ist, die Entlassung gegen Sicherheitsleistung anzuordnen
(543/2003 3. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs findet Art. 85
EWG-Vertrag (81 EG) auf einen zwischen einem Lieferanten und einem Tankstellenbetreiber
geschlossenen Alleinvertriebsvertrag über Kraft- und Treibstoffe Anwendung,
wenn der Betreiber in einem nicht unerheblichen Umfang eines oder mehrere
finanzielle und kommerzielle Risiken des Absatzes an Dritte trägt (C-217/2005
14. Dezember 2006).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands besteht das
Mietverhältnis in der Insolvenz nur dann mit Wirkung für die Insolvenzmasse
fort, wenn die Mietsache im Zeitpunkt der Eröffnung des Insolvenzverfahrens dem
Mieter bereits überlassen worden ist (IX ZR 185/2006 5. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands begründet eine
Schwangerschaft ein Entlassungsverbot nur, wenn sie im Zeitpunkt der
Entlassungsverfügung besteht, wobei eine zwischen Entlassungsverfügung und
Widerspruchsbescheid eingetretene Schwangerschaft von der Widerspruchsbehörde
bei der Ausübung des in § 22 III DRiG eingeräumten Ermessens zu berücksichtigen
ist (RiZ [R] 1/2007 5. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands fällt bei Stellung
eines Zurückweisungsantrags vor Zustellung der Berufungsbegründung
grundsätzlich nur eine 1,1 Verfahrensgebühr nach Nr. 3201 Nr. 1 VV RVG an (VI
ZB 21/200´6 3. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sollte das bei den
zuständigen Stellen eine Unterbringung des Schuldners anregende
Vollstreckungsgericht darauf hinweisen, dass die staatliche Aufgabe des
Lebensschutzes nicht in einer dauerhaften Einstellung der Vollstreckung gelöst
werden kann und dass daher die Zwangsvollstreckung fortzusetzen sein wird, wenn
die für den Lebensschutz primär zuständigen Stellen Maßnahmen zum Schutz des
Schuldners nicht für notwendig erachten (V ZB 28/2007 14. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind
Mehraufwendungen eines mit der Überwachung eines Bauvorhabens beauftragten
Architekten wegen Bauzeitverzögerung belegt, wenn der Architekt die Vergütung
und Löhne für zwei Bauleiter darlegt und vorträgt, die Bauleiter seien mit
ihrer gesamten Arbeitskraft für das Bauvorhaben tätig gewesen (VII ZR 288/2005
10. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei
übereinstimmender Erledigterklärung eines gerichtlich angeordneten, nicht zu
Ende geführten selbständigen Beweisverfahrens ohne Hauptsacheverfahren kein
Raum für eine Kostenentscheidung (IV ZB 26/2006 9. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist der
öffentliche Arbeitgeber frei, zwischen Umsetzungen, Versetzungen und Beförderungen
zu wählen, und kann durch eine Dienstvereinbarung das sich aus Art. 33 II GG
ergebende grundrechtsgleiche Recht auf rechtsfehlerfreie Durchführung eines
Bewerberauswahlverfahrens nicht eingeschränkt werden (9 AZR 492/2006 21. Januar
2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist die Rückzahlung
ursprünglich als laufender Arbeitslohn gezahlter Beträge erst im Kalenderjahr
des tatsächlichen Abflusses einkünftemindernd zu berücksichtigen (VI R 2/2005
7. November 2006).
2007-12-22 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts
Deutschlands ist höhere Gewalt im Sinne des § 60 III VwGO gegeben, wenn ein an
einen in einer Justizvollzugsanstalt Einsitzenden gerichteter Bescheid des
Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge von der Poststelle der
Justizvollzugsanstalt nicht angenommen und mit dem Vermerk unbekannt wieder im
Original zurückgesandt wird, so dass Wiedereinsetzung in den vorigen Stand
wegen Versäumung der Klagefrist auf Grund des Eintritts der Zustellungsfiktion
nach § 10 II AsylVfG geboten ist (2 BvR 51/2006 16. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands lässt sich aus dem
Grundsatz der Wirtschaftlichkeit eine Verpflichtung des Vermieters zur
Modernisierung einer vorhandenen alten, die Wärmeversorgung einer Wohnung
sicherstellenden Heizungsanlage nicht herleiten (VIII ZR 261/2006 31. Oktober
2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands begründet die
Übersendung einer Rechnung mit der einseitigen Bestimmung eines Zahlungsziels
durch den Gläubiger ohne erforderliche Belehrung des Verbrauchers einen Verzug
des Schuldners nicht (III ZR 91/2007 25. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Saarbrücken begründet ein bloßes
Auskunftsverlangen eines geschiedenen Ehegatten hinsichtlich des nachehelichen
Ehegattenunterhalts keinen Verzug (9 UF 105/2006 10. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Saarlouis handelt ein
Rechtsanwalt schuldhaft, wenn er einen fristwahrenden Schriftsatz am letzten
Tag der Frist an eine falsche Telefaxnummer faxen lässt und eine Auszubildende
nicht sorgfältig kontrolliert (1 A 119/2007 28. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Karlsruhe scheidet bei fehlendem
Nachweis des Versicherers, dass ausreichende Maßnahmen gegen das Wegrollen
eines Kraftfahrzeugs (z. B. Einlegen des ersten Ganges, Anziehen der
Handbremse) nicht getroffen wurden, eine Haftungsbefreiung wegen grober
Fahrlässigkeit aus (3 O 93/2006 12. Januar 2007).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Köln hat ein Flugreisender bei
Verweigerung des Rückflugs wegen Versäumnisses des Hinflugs einen
Schadensersatzanspruch in Höhe der Kosten eines Ersatzflugs (28 C 633/2006 15.
Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Staatrats Frankreichs ist eine Verwaltungsklage
gegen die Staatsbahn SNCF wegen der Deportation von Juden im zweiten Weltkrieg
wegen Unzuständigkeit abgewiesen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika erhalten Kevin Fox und seine Ehefrau 15,5 Millionen Dollar
Entschädigung für 8 Monate rechtswidrige Untersuchungshaft wegen des Todes
ihrer Tochter.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts in Guantánamo ist Salim Ahmed
Hamdan ein ungesetzlicher feindlicher Kämpfer, kein Kriegsgefangener.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Kanadas ist die Klage
Karlheinz Schreibers gegen Brian Mulroney auf Rückzahlung von 300000
kanadischer Dollar (Schmiergeld) wegen örtlicher Unzuständigkeit abgewiesen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Australiens war der Entzug des
Visums Mohamed Haneefs rechtswidrig.
Philips erwirbt für 3,6 Milliarden Euro Respironics.
Allianz SE verkauft für 110 Millionen Euro die Deutsche Gesellschaft für
Immobilien an Aberdeen.
Die Environmental Protection Agency der Vereinigten Staaten von Amerika
verbietet Kalifornien und 16 weiteren Bundesstaaten den Erlass eigener
Abgasvorschriften für Kraftfahrzeuge.
*Handbuch des Erbrechts, hg. v. Hausmann, Rainer/Hohloch, Gerhard, 2008
*Hefermehl, Wolfgang/Köhler, Helmut, Bornkamm, J., Gesetz gegen den unlauteren
Wettbewerb, 26. A: 2008
*Jagow, J./Burmann, Michael/Heß, Rainer, 20. A. 2008
*Germelmann, C./Matthes, H./Prütting, H./Müller-Glöge, R.,
Arbeitsgerichtsgesetz, 6. A. 2008
*Deutschsprachige Zivilrechtslehrer des 20. Jahrhunderts in Berichten ihrer
Schüler, Bd. 1 hg. v. Grundmann, S. u. a., 2007
2007-12-21 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs
Deutschlands muss sich das Landgericht Köln wegen nicht ausreichender Würdigung
belastender Tatumstände mit der Verurteilung achter Jugendlicher zu zur
Bewährung ausgesetzter Jugendstrafen nochmals befassen (2 StR 372/2007 21.
Dezember 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein
Wohnungsmieter seine Mietkaution in der Insolvenz des Vermieters nur dann
vollständig herausverlangen, wenn sie gesetzmäßig getrennt von dem sonstigen
Vermögen des Vermieters angelegt wurde (IX ZR 132/2006 20. Dezember 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg ist die
Eheaufhebungsklage eines Mannes abgewiesen, weil der von ihm behauptete
Informantenstatus seiner Ehefrau aus den Akten des Staatssicherheitsdiensts der
ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik nicht eindeutig nachgewiesen
werden kann (10 UF 161/2007 13. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen darf durch die
Frühbereitschaft die Lehrern abverlangte Arbeitszeitleistung unter
Berücksichtigung der jährlichen Gesamtarbeitszeit den Rahmen der regelmäßigen
wöchentlichen Arbeitszeit der übrigen Beamten nicht überschreiten (1 ZU
2770/2006 28. März 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I ist eine Schadensersatzklage
der EM.Sport Media AG gegen Florian Haffa und Thomas Haffa wegen des Erwerbs
der Verwertungsrechte für fünf Zeichentrickserien abgewiesen (5 HK O
18272/2005).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Konstanz kann ein Wohnungseigentümer
gegenüber einem ihn beeinträchtigenden beschlossenen Balkonanbau mit der
Beschlussanfechtungsklage vorgehen, wenn der Balkonanbau zusätzlichen Luxus
darstellt, weil die Oberliegerwohnung bereits eine Dachterrasse hat (12 C
10/2007 25. Oktober 2007).
Der Bundesrat Deutschlands befürwortet die Zusammenlegung der
Verwaltungsgerichtsbarkeit und der Sozialgerichtsbarkeit.
Japan verzichtet auf internationalem Druck für ein bis zwei Jahre auf die Jagd
von Buckelwalen.
Die Südwestdeutsche Medienholding (Dieter Schaub) erwirbt nach Einigung mit der
Familie Schwingenstein für vermutlich 620 Millionen Euro seine Beteiligung am
Süddeutschen Verlag von 18,75 Prozent auf 81,25 Prozent auf.
BMW will 8000 Stellen streichen.
Erstmals ist das Genom eines Mooses entziffert.
2007-12-20 Nach Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts
Deutschlands ist die Verpflichtung der Landkreise zur Aufgabenübertragung auf
Arbeitsgemeinschaften bei der Hartz IV-Mischverwaltung wegen Verletzung des
Selbstverwaltungsrechts der Kommunen verfassungswidrig und muss bis 31.
Dezember 2010 gesetzlich neu geregelt werden (2 BvR 2433/2004 20. Dezember 2007
u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss das
Kammergericht Berlin die Zulässigkeit des von DocMorris betriebenen
Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln nochmals prüfen (I
ZR 205/2004 20. Dezember 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf bei
vereinbarter Chefarztbehandlung und Fehlen einer individuell vereinbarten
Vertretungsregelung die Ausführung der Leistung nur ausnahmsweise bei
unvorhersehbarer Verhinderung einem Vertreter übertragen werden, weil eine
entsprechende allgemeine Vertragsbedingung den Patienten unangemessen
benachteiligt (III ZR 144/2007 20. Dezember 2007).
Nach Entscheidungen des Oberlandesgerichts Düsseldorf gilt das Vergaberecht
auch für Verträge zwischen gesetzlichen Krankenkassen und Pharmaunternehmen
über die Gewährung von Preisnachlässen auf bestimmte Arzneimittel
(VII-Verg-44/2007 18. Dezember 2007 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München hat Barbara von Johnson
als Zeichnerin Pumuckls weitere Ansprüche auf Entschädigung für die Nutzung
ihrer Zeichnungen durch den Bayerischen Rundfunk und einen Filmhersteller.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main bleibt bei
Nichtantritt eines Hinflugs ein Flugzeugticket für den Rückflug gültig (2-2 O
243/2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Neuruppin sind zwei Männer wegen
gefährlicher Körperverletzung eines Inders zu 37 bzw. 18 Monaten Haft und 12000
Euro Schadensersatz verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Arnsberg hat ein Kläger auf
Grund des Umweltinformationsgesetzes Nordrhein-Westfalens einen umfassenden
Anspruch auf Einsicht in die gutachterliche Bewertung der Standsicherheiten von
Gebäuden im Siegener Stadtteil Rosterberg (7 K 3982/2006 29. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München ist der Inhaber eines
Reinigungsunternehmens wegen Hinterziehung von Steuern und
Sozialversicherungsbeiträgen in Höhe einer halben Million zu 35 Monaten Haft
verurteilt.
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft Berlin sind die Ermittlungen
wegen der Weitergabe von Akten aus dem
Bundesnachrichtendienstuntersuchungsausschuss eingestellt.
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Wien im Falle Amis sind Dietmar
Böhmer und Harald Loidl wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs zu 66 Monaten
Haft, Thomas Mitter wegen Beitrags zum Betrug zu 42 Monaten Haft und wegen
Abgabenhinterziehung zu einer Geldstrafe von 1 Million Euro und Alban Kuen
wegen Abgabenhinterziehung zu einer Geldstrafe von 53000 Euro verurteilt.
Der Bundesrat Deutschlands billigt den Bundeshaushalt 2008, den
Nachtragshaushalt 2007, die zehnprozentige Erhöhung der
Bundesausbildungsförderung, die Erhöhung der Bundestagsdiäten, den
Postmindestlohn und die Beitragssenkung in der Arbeitslosenversicherung sowie
die Speicherung der Fluggastdaten.
Deutschlands Grenzen zu Polen und Tschechien öffnen sich auf Grund des
Schengenabkommens in der Nacht vom 20. auf den 21. Dezember.
Die Umweltminister der Mitgliedstaaten der Europäischen Union einigen sich über
eine (abgaben)rechtliche Regelung der Luftverschmutzung durch den Flugverkehr
ab 2012.
Nach einer Entscheidung der Kontrollkommission der Kartellbehörde
Großbritanniens soll sich BSkyB (Robert Murdoch) vom Privatsender ITV
zurückziehen.
Yamaha kauft von Bawag für etwa 15 Millionen Euro Bösendorfer.
2007-12-19 Nach Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs dürfen
vertriebene Deutsche nicht deswegen weniger Rente erhalten, weil sie nicht in
Deutschland wohnen, so dass die entsprechende Sonderbestimmung einer Verordnung
der Europäischen Union freizügigkeitsrechtswidrig ist und z. B. in Rumänien
erworbene Rentenversicherungszeiten auch für im Ausland lebende Vertriebene bei
der Rentenbemessung anerkannt werden müssen (C-396/2005 18. Dezember 2007 u.
a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine
Verfassungsbeschwerde gegen die Erhöhung der Mehrwertsteuer zum 1. Januar 2007
von 16 auf 19 Prozent nicht zur Entscheidung angenommen (1 BvR 2129/2007 6.
Dezember 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind eine eine
Mindestvertragsdauer von 10 Jahren für die Miete eines
Energieverbrauchserfassungsgeräts vorsehende allgemeine Vertragsbedingung und eine Rücknahmeklausel bei Verkauf von
Waren unter Eigentumsvorbehalt unangemessen (XII ZR 61/2005 19. Dezember 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands darf ein
Anstellungsvertrag eines Lehrers auf die Schulzeit befristet werden, so dass
keine Vergütungspflicht für die Ferienzeit besteht (5 AZR 260/2007 19. Dezember
2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist die in
Deutschland geltende pauschale Einkommensbesteuerung ausländischer Künstler und
Sportler europarechtskonform (I B 181/2007 29. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind Aufwendungen
eines Unternehmers für die Verpflegung freiberuflicher Mitarbeiter nur anteilig
als Betriebsausgaben von der Einkommensteuer abziehbar (I R 75/2006 18.
September 2007).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Schleswig-Holstein bindet das
Mitbestimmungsrecht des Betriebsrats bei der Festlegung der konkreten
Arbeitszeiten für einen seinen Anspruch auf Teilzeit geltend machenden
Arbeitnehmer den Arbeitgeber bei seiner Entscheidung, doch ist die Entscheidung
des Betriebsrats gerichtlich überprüfbar (4 Sa 242/2007 4. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts München müssen auf Grund des
Gleichheitssatzes einem jetzt von München nach Berlin wechselnden Mitarbeiter
des Bundesnachrichtendiensts dieselben Vergünstigungen gewährt werden wie den
bis Frühjahr 2006 wechselnden Mitarbeitern.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Landau ist Kai Schürholt wegen
Titelmissbrauchs (des Doktortitels) zu 4500 Euro Geldstrafe verurteilt.
Max von Kienlin und Reinhold Messner vergleichen sich vor dem Oberlandesgericht
wegen der Passagen über den Tod Günther Messners in Max von Kienlins Buch.
Angelica von Arnim und Markus Meckel vergleichen sich vor dem Amtsgericht
Neuruppin wegen des angeblichen Diebstahls einer Zaunlatte.
Nach einer Entscheidung des Bundeskartellamts Deutschlands müssen sechs
Flüssiggashersteller rund 208 Millionen Euro Bußgeld wegen verbotener
Absprachen zahlen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Italiens darf ein Kind nicht
Venerdi (Freitag) genannt werden, sondern Gregorio.
Nach Entscheidungen des zuständigen Gerichts Spaniens sind 47 Angeklagte wegen
Verbindungen zur baskischen Untergrundorganisation Eta zu Haft zwischen 2 und
24 Jahren verurteilt.
Der Systemwechsel vom Amtsnotariat in Baden-Württemberg zum freiberuflichen
Notariat soll zum 1. Januar 2018 vollzogen sein.
Die Bundesregierung Deutschlands stimmt dem Vertrag von Lissabon zu.
Carl Eduard Graf von Bismarck legt sein Mandat als Abgeordneter des Bundestags
Deutschlands nieder.
Die Deutsche Bank zahlt 25 Millionen Dollar zur Beilegung eines Rechtsstreits
in Zusammenhang mit dem Zusammenbruch Enrons.
Die Generalversammlung der Vereinten Nationen verlangt mit Mehrheit (104 gegen
54 bei 29 Enthaltungen) eine weltweite Beendigung aller Hinrichtungen.
Eine 1297 geschriebene von etwa 20 Handschriften der Magna Charta Englands wird
für 21 Millionen Dollar versteigert.
2007-12-18 Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs
ist der Grundsatz des freien Kapitalverkehrs nicht verletzt, wenn ein
Mitgliedstaat der Europäischen Union einen Steuervorteil an Voraussetzungen
knüpft, die nur durch Auskünfte eines Drittlandes nachprüfbar sind, und den
Steuervorteil nicht gewährt, wenn der Erhalt der Auskünfte unmöglich ist
(C-101/2005 18. Dezember 2007).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs können Kampfaktionen von
Gewerkschaften gegen Sozialdumping mit dem europäischen Gemeinschaftsrecht
vereinbar sein, müssen aber verhältnismäßig sein (C-341/2005 18. Dezember
2007).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin kann ein Rechtsanwalt auch
bei einer einverständlichen Ehescheidung bei Beratung und Vertretung beider
Ehegatten widerstreitende Interessen vertreten (16 U 62/2006 12. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Berlin ist die Blockade des
Kassenbereichs durch Streiksympathisanten (flashmob) rechtswidrig (34 Ga
20169/2007).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München verletzen Eltern nicht ihre Aufsichtspflicht,
wenn sie ein siebenjähriges, seit vier Jahren radfahrendes Kind im Bereich von
Wohnung und Hof gelegentlich beobachten und das Kind bei einer spontanen
Fehlreaktion einen Schaden von 1640 Euro an einem parkenden Kraftfahrzeug
verursacht (322 C 3629/2007).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Libanons ist einer der beiden
Kofferbomber von Köln zu zwölf Jahren Haft, der andere in Abwesenheit zu
lebenslanger Haft verurteilt.
Der König Saudiarabiens begnadigt ein neunzehnjähriges Vergewaltigungsopfer das
wegen Begleitung eines fremden Mannes zu 6 Monaten haft und 200 Peitschenhieben
verurteilt war.
Matthias von Wulffen ist als Präsident des Bundessozialgerichts in den
Ruhestand verabschiedet (31. Dezember 2007).
Die Landesregierung Hessens stimmt dem Bau einer dritten Landebahn und
Startbahn des Flughafens Frankfurt am Main zu, was Auswirkungen auf die
bevorstehende Landtagswahl haben dürfte.
Tolksdorf, Klaus wird neuer Präsident des Bundesgerichtshofs Deutschlands.
Nach Ansicht einer Sachverständigenkommission ist der Großteil der Kulturgüter
des früheren Hauses Baden Eigentum Baden-Württembergs.
Timoschenko, Julia wird mit einer Stimme Mehrheit zur Ministerpräsidentin der
Ukraine gewählt.
2007-12-17 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs
Deutschlands ist der Ausschluss Martin Hohmann aus der Christlich
Demokratischen Union rechtmäßig und rechtskräftig (II ZR 296/2006 10. Dezember
2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands sind Klagen
gegen die zivile Nutzung des früheren NATO-Militärflughafens Memmingen
verworfen (4 C. 9/2006 13. Dezember 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf dürfen in einem
Verfahren nach § 11 RVG nur offenbar haltlose und unverständliche
materiellrechtliche Einwendungen des Auftraggebers außer Betracht bleiben (24 W
73/2007 30. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Saarlouis ist die
Durchsuchung friedlicher Fußballanhänger nach verbotenen Gegenständen zur
Verhinderung von Ausschreitungen grundsätzlich rechtmäßig.
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Hessen ist ein gemeinsames
Bankkonto nicht zwangsläufig ein Beweis für das Bestehen einer
Bedarfsgemeinschaft (z. B. zwischen einer Vermieterin und einem Arbeitslosen) (7
AS 282/2007 ER).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin-Mitte muss TV21 (Sabine
Christiansen) an MedienKontor (früherer Ehemann Sabine Christiansens) 1,1
Millionen Euro Honorar (für die Talkshow Sabine Christiansen) zahlen.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Mosbach sind drei Männer wegen Quälens
und Ertränkens einer behinderten Frau zu lebenslanger Haft bzw. 111 Monaten
Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin ist eine nach Entzug der
deutschen Fahrerlaubnis in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union
(z. B. Tschechien) erworbene Fahrerlaubnis nicht in jedem Fall geeignet, die
deutsche Sperre zu umgehen (11 A 707/2007 12. Dezember 2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin muss ein
Telekommunikationsbetreiber keine Vorkehrungen zu so genannter
Auslandskopfüberwachung einrichten (27 A 315/2007 8. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Österreichs ist Jörg
Haiders Zusatztafel Zvabek zur Ortstafel von Schwabegg rechtswidrig.
Nach Entscheidungen des Landesgerichts Innsbruck sind zwei Drogenhändler zu 30
bzw. 18 Monaten Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika darf Kalifornien strengere Standards für Luftreinhaltung festlegen als
das Bundesgesetz zur Reinhaltung der Luft.
Das Olympische Komitee Italiens verhängt eine lebenslängliche Sperre gegen den
Arzt Carlo Santuccione wegen Dopingunterstützung.
Die Agrarminister der Mitgliedstaaten der Europäischen Union beschließen
mehrheitlich einen Schutz für die Bezeichnung Jagatee für Erzeugnisse
Österreichs.
Nach einer Entscheidung der Europäischen Kommission darf Akzo Nobel unter
Auflagen ICI übernehmen.
2007-12-16 Nach Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs ist
ein nationales Gericht nach Feststellung einer gemeinschaftswidrigen
Diskriminierung (z. B. von Frauen und Männern in der Rentenversicherung in
Belgien) gehalten, solange keine Maßnahmen zur Wiederherstellung der
Gleichbehandlung durch den dazu verpflichteten Gesetzgeber erlassen worden
sind, eine diskriminierende nationale Bestimmung außer Anwendung zu lassen,
ohne dass es ihre vorherige Aufhebung durch den Gesetzgeber beantragen oder
abwarten müsste, und auf die Mitglieder der benachteiligten Gruppe eben die
Regelung anzuwenden, die für die Mitglieder der anderen Gruppe gilt (C-231/2006
21. Juni 2007 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands darf die
öffentliche Verwaltung bei der Besetzung der Stelle eines Richters am
Amtsgericht auf zur Ernennung als Richter auf Lebenszeit anstehende
Proberichter beschränken und Versetzungsbewerber ausschließen (2 BvR 2494/2006
28. Februar 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hält eine von einem
Netzbetreiber gestellte allgemeine Netzanschlussvertragsbedingung, wonach der
Anlagenbetreiber für die Bereitstellung der Netzanlagen zur Eigenversorgung
seiner Anlage mit Betriebsstrom ein einmaliges Entgelt in Gestalt eines
Baukostenzuschusses zu zahlen hat, der Inhaltskontrolle nach § 307 I 1, II Nr.
1 BGB nicht stand (VIII ZR 149/2006 27. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei
vollstreckbarer Verpflichtung des Schuldners, die Zwangsvollstreckung in sein
Grundstück wegen eines zuletzt zu zahlenden Teilbetrags einer Grundschuld zu
dulden, zur Befriedigung des Gläubigers nur die Zahlung dieses Teilbetrags und
der Kosten, nicht die vollständige Ablösung der Grundschuld erforderlich (V ZB
160/2006 29. März 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist auch derjenige
zum Schadensersatz verpflichtet, der schuldhaft den unrichtigen Schein eines
von einem Dritten begangenen Wettbewerbsverstoßes erweckt (I ZR 276/2003 23.
November 2006).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist die Verwendung
unwirksamer allgemeiner Geschäftsbedingungen ohne Hinzutreten besonderer
Umstände kein Ausnutzen der Leichtgläubigkeit von Verbrauchern oder
irreführende Werbung (6 U 249/2006 30. März 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bremen bedarf es zur Beantragung
eines Kinderausweises nicht der Zustimmung des anderen, ebenfalls
sorgeberechtigten Elters (5 UF 34/2006 8. August 2007).
Nach Entscheidungen des Oberlandesgerichts Hamm setzt die Beiordnung eines
Notanwalts im Klageerzwingungsverfahren voraus, dass der Antragsteller darlegt
und glaubhaft macht, dass er alle ihm zumutbaren Bemühungen unternommen hat,
die Übernahme des Mandats durch einen Rechtsanwalt zu erreichen (2 Ws 207/2007
2. August 2007 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Schleswig verletzt ein Notar
nicht ein Mitwirkungsverbot, wenn er einen Kaufvertrag über den Verkauf einer
im Miteigentum geschiedener Eheleute stehenden vermieteten Doppelhaushälfte
beurkundet, nachdem er zuvor als Rechtsanwalt im Scheidungsverfahren und im
Unterhaltsprozess, dessen Gegenstand unter anderem die Mieteinnahmen waren, die
Ehefrau vertreten hat (Not 4/2006 5. März 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg ist bei einer
Fahrtenbuchauflage Ersatzfahrzeug auch jedes andere Fahrzeug des Halters, das
im Zeitpunkt einer Veräußerung des Tatfahrzeugs von ihm betrieben wird und
demselben Nutzungszweck zu dienen bestimmt ist (12 ME 225/2007 17. September
2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Düsseldorf ist eine ausländische
Mutter wegen Zustimmung zu einer unrichtigen und durch Geldzahlungen
herbeigeführten Anerkennung der Vaterschaft durch einen deutschen
Staatsangehörigen zwecks Aufenthaltserlaubniserlangung strafbar (1 Qs 51/2007
20. Juli 2007).
2007-12-15 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts
Deutschlands sind bei jugendlichen Ersttätern im pubertären Alter bei der
Abwägung hinsichtlich eines genetischen Fingerabdrucks nach § 81g StPO auch die
Erkenntnisse der Kriminologie über jugendtypische Delikte, die in der
Jugendlichkeit des Täters begründeten Umstände der Tat, das Verhalten nach der
Tat und die möglichen Auswirkungen einer Erfassung und Speicherung von
Genmerkmalen auf die weitere Entwicklung des Jugendlichen zu berücksichtigen (2
BvR 2577/2006 18. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der Erwerber
eines Grundstücks in der Zwangsversteigerung den Zuschlag nicht nach § 119 II
BGB wegen Irrtums über eine verkehrswesentliche
Eigenschaft anfechten, sofern das Fehlen der Eigenschaft einen
Sachmangel begründet (V ZB 44/2007 18. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann in der
Weigerung von Eltern, Kinder einer anerkannten Schule zuzuführen, ein
Missbrauch der elterlichen Sorge liegen und kann die Bestellung eines Pflegers
im Einzelfall rechtsfehlerhaft sein (XII ZB 42/2007 17. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands fehlt die für die
Bewilligung von Prozesskostenhilfe erforderliche Erfolgsaussicht, wenn die
beabsichtigte Revision zwar zugelassen ist, aber nach § 552a ZPO zurückzuweisen
wäre (V ZR 113/2007 27. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der Ausgleich
von Versorgungsansprüchen bei langer Trennungszeit vor Eheende zu einer groben
Unbilligkeit führen, wenn der ausgleichspflichtige Überschuss an
Versorgungsanrechten nicht auf einer höheren wirtschaftlichen
Leistungsfähigkeit während der Ehezeit beruht, sondern auf dem Umstand, dass
der andere Ehegatte nach der Trennung auf Grund seines Alters- und damit nicht
ehebedingt - keine Versorgungsanwartschaften mehr erworben hat (XII ZB 107/2004
11. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind unanfechtbare
Entscheidungen über Ablehnungsgesuche wegen Besorgnis der Befangenheit der
Anhörungsrüge nicht zugänglich, wobei für eine Gegenvorstellung neben der
Anhörungsrüge nach § 321a ZPO kein Raum ist (AnwZ [B] 102/2005 25. April 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zu gewähren, wenn eine Fristversäumnis
eines fehlerhaft vorgehenden Antragstellers letztlich auf einem zusätzlichen
Fehler des Gerichts beruht (2 WDB 1/2007 25. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist mit dem 31.
Dezember 1998 die arbeitsrechtliche Möglichkeit entfallen, eine
Versorgungszusage wegen wirtschaftlicher Notlage zu widerrufen (3 AZR 373/2006
31. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands berechtigt § 8 V
4 TzBfG den Arbeitgeber nur, eine im Geltungsbereich des § 8 TzBfG
einvernehmlich oder kraft Fiktion verteilte Arbeitszeit einseitig zu ändern (9
AZR 819/2006 17. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands können Aufwendungen
für ein Schadstoffgutachten als Werbungskosten bei den Einkünften aus
Vermietung und Verpachtung abziehbar sein (IX R 2/2005 17. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen sind Beiträge zur
gesetzlichen Rentenversicherung auch nach Inkrafttreten des
Alterseinkünftegesetzes nur beschränkt als Sonderausgaben abziehbar (15 K
30254/2006 28. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe begeht der Versicherte
eine Aufklärungsobliegenheitsverletzung, wenn er Angaben bewusst und für den
Versicherer nicht erkennbar ins Blaue hinein macht und Falschangaben billigend
in Kauf nimmt (12 U 9/2007 18. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz ist bei Vorrang des
Kindesunterhalts ein entstehender Mangel des Ehegattenunterhalts in einem
mehrstufigen Verfahren zu behandeln (7 UF 455/2007 8. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz ist die Frage der
Konkurrenz vertraglicher und deliktische Ansprüche nach der lex fori zu
entscheiden (12 U 1717/2005 24. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg darf die
Berliner Sparkasse der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands die Eröffnung
eines Girokontos nicht verweigern (3 B 7/2006).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Österreichs ist die
Abberufung Martin Hirners als Arbeiterkammerdirektor wegen nicht bescheidgemäßer
Ausführung aufgehoben.
Pervez Musharraf hebt den Ausnahmezustand in Pakistan auf.
*Braun, Johann, Einführung in die Rechtswissenschaft, 3. A. 2007
*Damm, Renate/Rehbock, Klaus, Widerruf, Unterlassung und Schadensersatz in den
Medien, 3. A. 2008
*Kalthoener, E./Büttner, Helmut/Niepmann, Birgit, Die Rechtsprechung zur Höhe
des Unterhalts, 10. A. 2007
*Berlit, Wolfgang, Markenrecht, 7. A. 2008
*Meixner, Oliver/Steinbeck, René, Das neue Versicherungsvertragsrecht, 2008
*Schack, Haimo, Urheber- und Urhebervertragsrecht, 4. A: 2007
*Fälle aus der Rechtsgeschichte, hg. v. Falk, Ulrich/Luminati,
Michele/Schmoeckel, Mathias, 2008
2007-12-14 Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs
kann die Verpflichtung für Kabelnetzbetreiber, bestimmte Fernsehsender in ihre
Verbreitungsprogramme aufzunehmen, durch kulturpolitische Ziele gerechtfertigt
sein, wenn sie einem transparenten Verfahren unterliegt und auf objektiven,
nicht diskriminierenden Kriterien beruht (C-250/2006 13. Dezember 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands kann eine
von der Widerspruchsbehörde zur Erteilung verpflichtete Gemeinde im Rahmen
ihrer Anfechtungsklage gegen den Widerspruchsbescheid eine nach Erlass des
Widerspruchsbescheids von ihr herbeigeführte, dem Bauherrn nachteilige Änderung
des maßgeblichen Bebauungsplans geltend machen, weil maßgeblicher Zeitpunkt für
die Beurteilung der Sach- und Rechtslage der Zeitpunkt der letzten mündlichen
Verhandlung ist (4 C 9/2007 13. Dezember 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands verletzt ein
Besitzer privater Haushaltsabfälle seine Überlassungspflicht nicht, wenn er
oder ein von ihm beauftragter Dritter aus einem auf seinem Grundstück stehenden
Restabfallbehälter vor der Überlassung an den öffentlichrechtlichen
Entsorgungsträger werthaltige Abfälle entnimmt und der ordnungsgemäßen
Entsorgung zuführt (7 C 42/2007 13. Dezember 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann ein
Arbeitgeber bei deutlichem Hinweis ein geringeres Abfindungsangebot machen, als
es § 1a KSchG vorsieht (2 AZR 807/2006 13. Dezember 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist bei Erhebung
einer Kündigungsschutzklage trotz Klagerücknahme ein Abfindungsanspruch nach §
1a KSchG ausgeschlossen (2 AZR 971/2006 13. Dezember 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands schließt eine
Abmahnung wegen einer Pflichtverletzung durch den Arbeitgeber dessen Verzicht
auf Kündigung wegen der abgemahnten Pflichtwidrigkeit ein (6 AZR 145/2007 13.
Dezember 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands verfällt ein
Anspruch auf kinderbezogenen Ortszuschlag nach Ablauf der tarifvertraglich
vereinbarten Ausschlussfrist (6 AZR 222/2007 13. Dezember 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann es für den
Betriebsübergang eines Lagerbetriebs auf Lagerhaltung und Lagerordnung
ankommen, nicht nur auf die sächlichen Betriebsmittel (8 AZR 924/2006 13. Dezember
2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Wien müssen Otis, Kone,
Schindler, Haushahn und Doppelmayr 75.5 Millionen Euro wegen Preisabsprachen im
Aufzugsmarkt zahlen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Großbritanniens muss der Daily
Telegraph an Nicole Kidman wegen Verbreitung eines Gerüchts über Werbung für
einen vertragsfremden Duft eine Entschädigung zahlen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Türkei ist der wegen des
Verdachts sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen seit 8 Monaten in
Untersuchungshaft befindliche Marco W. aus Uelzen aus der Untersuchungshaft
freigelassen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist ein Strafverfahren wegen eines geplanten Anschlags auf den Sears
Tower an der Uneinigkeit der Geschworenen gescheitert.
Der Bundestag Deutschlands beschließt den Mindestlohn für Briefzusteller.
Der Bundestag Deutschlands beschließt für staatliche Behörden die Möglichkeit
der Anfechtung missbräuchlicher Vaterschaftsanerkennungen.
New Jersey hebt als 14 Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika die
Todesstrafe auf.
Japan Tobacco zahlt in 15 Jahren 400 Millionen Euro an Staaten zur Vermeidung
von Gerichtsverfahren wegen Zigarettenschmuggels.
2007-12-13 Die Staats- und Regierungsoberhäupter der
Mitgliedstaaten der Europäischen Union unterzeichnen den Vertrag von Lissabon,
der noch von allen Parlamenten ratifiziert werden muss.
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs müssen öffentlichrechtliche
Sender Aufträge, die nichts mit dem Programm zu tun haben (z. B. für
Gebäudereinigung), europaweit ausschreiben (C-337/2006 13. Dezember 2007).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs kann ein durch einen
Verkehrsunfall Geschädigter als sozial Schwächerer an seinem Wohnort (z. B. in
Deutschland) gegen eine in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union
(z. B. in den Niederlanden) ansässige Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung
klagen (C-463/2006 13. Dezember 2007).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs kann die Verantwortung
(und damit auch die Kartellsanktion) für eine Zuwiderhandlung von einer
wirtschaftlichen Einrichtung auf eine Nachfolgeeinrichtung übergehen, wenn
beide derselben öffentlichen Stelle unterstehen (C-280/2006 11. Dezember 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann ein
gesondert festzulegende Ziele erreichender Arbeitnehmer von einem Arbeitgeber
Schadensersatz wegen verschuldet nicht getroffener Zielvereinbarung verlangen
(10 AZR 97/2007 12. Dezember 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf muss eine städtische
Grundstücke mit Bauverpflichtung verkaufen wollende Gemeinde die Vorschriften
des Vergaberechts einhalten (VII – Verg 30/2007 13. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz muss ein einen
Gefangenenausbruch durch mangelhafte Untersuchung mitverursachender
Justizvollzugsbeamter den hierdurch entstandenen Schaden anteilig ersetzen (2 A
10499/2007 23. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz kann ein einen
1-Euro-Job ausführendes Kind arbeitsplatzsuchend und damit kindergeldberechtigt
sein (5 K 2580/2006 27. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main muss Arcor die
Internetseiten Google.com und Google.de nicht sperren.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Magdeburg ist ein seine Freundin mit
einer Kettensäge zerstückelnder Vierundzwanzigjähriger wegen Mordes zu
lebenslanger Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin dürfen Kinobetreiber zu
einer Filmabgabe nach dem Filmförderungsgesetz zwecks Förderung des deutschen
Films herangezogen werden (22 A 5/200520. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz kann das Bundesamt für
Zivildienst bis zur Klärung von Rechtsfragen einen jungen Unternehmer trotz
Finanzierungsschwierigkeiten und drohender Bedürftigkeit von Angehörigen
einberufen (7 L 1837/2007 23. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund dürfen
ArbeitslosengeldIIleistungen für Heizkosten (z. B. Fernwärme) nur nach
vorherigem Hinweis auf unwirtschaftliche Heizkosten gekürzt werden (32 AS
14/2007 19. November 2007).
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft Nürnberg ist ein
Ermittelungsverfahren gegen Konstantin Wecker wegen Bezeichnung der
Nationaldemokratischen Partei Deutschlands als braunes Pack eingestellt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika muss eine Ärztin einer 45jährigen Patientin wegen neun Jahre dauernder falscher Behandlung als
HIV-Infizierte 2,5 Millionen Dollar Schadensersatz leisten.
Der Landtag Niedersachsens beschließt ein Justizvollzugsgesetz.
Der Landtag Schleswig-Holsteins beschließt die Errichtung eines
Landesverfassungsgerichts in Schleswig.
Everline Widmer-Schlumpf (SVP) nimmt die Wahl zur Justizministerin der Schweiz
ab und Christoph Blocher geht mit der Schweizer Volkspartei in die Opposition.
† Stickler, Alfons Maria Neunkirchen/Niederösterreich 23. August 1910-Rom 12.
Dezember 2007 (als ältester Kardinal).
2007-12-12 Nach einer Entscheidung des Gerichts erster Instanz der
europäischen Gemeinschaften ist BASF zur Zahlung einer Geldbuße von mehr als 35
Millionen Euro wegen rechtswidriger Wettbewerbsabsprachen auf dem
Cholinchloridmarkt verurteilt (T-101/2005 12. Dezember 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein Vermieter
bei einem Mieterhöhungsverlangen aus einem qualifizierten Mietspiegel nicht die
konkrete Spanne mitteilen (VIII ZR 11/2007 12. Dezember 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein
Kraftfahrzeughersteller (z. B. Daimler) eine freiwillige Garantie (z. B. auf 30
Jahre gegen Rostschäden) an die Bedingung der regelmäßigen Wartung des
Kraftfahrzeugs in Vertragswerkstätten binden (VIII ZR 187/2006 12. Dezember
2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein
Ehegattenunterhaltsschuldner zur Sicherung des Vorrangs der
Unterhaltsverbindlichkeiten vor anderen Schulden nicht die Einleitung eines
Verbraucherinsolvenzverfahrens beantragen XII ZR 23/2006 12. Dezember 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Nichtzulassungsbeschwerde des Insolvenzverwalters der Babcock Borsig AG
bezüglich der Abweisung seiner Zahlungsklage aus einer
Schuldübernahmevereinbarung mit der Howaldtswerke-Deutsche Werft GmbH
zurückgewiesen (XI ZR 342/2006 11. Dezember 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands sind bei einer
Theaterbetriebszulage zur pauschalen Abgeltung von Sonntagsarbeit und
Feiertagsarbeit und Wahlfreiheit des Betroffenen zur Gewährung von
Freizeitausgleich bei Wahl der Zulage auch die Ansprüche auf Freizeitausgleich
abgegolten (4 AZR 991/2006 12. Dezember 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands gilt das
allgemeine Gleichbehandlungsgesetz auch für die betriebliche Altersversorgung
(3 AZR 249/2006 11. Dezember 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands hatten behinderte
Menschen in einer stationären Einrichtung auch für das Jahr 2005 im Rahmen der
ihnen gewährten Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung einen Anspruch
auf eine einmalige Weihnachtsbeihilfe in Höhe von mindestens 36 Euro, die erst
ab 2007 nicht mehr zu gewähren ist (8/9b SO 22/2006 11. Dezember 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands hat ein
ArbeitslosengeldIIbezieher keinen Anspruch auf Übernahme der Kosten einer
Haushaltshilfe gegen den Sozialhilfeträger (8/9b SO 12/2006 R).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands hängt die Möglichkeit
eines Grundsteuererlasses für einen Grundstückseigentümer allein vom Verhältnis
der tatsächlichen Einnahmen zur vereinbarten oder ortsüblichen Miete ab (II R
5/2995 24. Oktober 2007).
Nach Entscheidungen des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann ein Arbeitnehmer bei
Versteuerung des Vorteils aus der privaten Nutzung eines Dienstkraftfahrzeugs
nach der Ein-Prozent-Regelung nicht einzelne Fahrzeugkosten als Werbungskosten
geltend machen (VI R 96/2004 18. Oktober 2007 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Hessen ist die Unterzeichung
einer Erklärung vor einer Sozialverwaltung durch einen des Sprechens und
Schreibens des Deutschen Unkundigen Ausländer ohne Beiziehung eines
Dolmetschers wirkungslos (6 AL 19/2005).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München kann sich ein Reiseteilnehmer
bei einer schweren Krankheit (z. B. Lungenentzündung) nicht darauf verlassen,
dass er innerhalb siebener Wochen wieder ganz gesund wird, sondern muss von der
Reisevereinbarung sofort zurücktreten (232 C 2634/2006).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Neumarkt in der Oberpfalz ist
Karl-Heinz Kago wegen Verletzung des Kriegswaffenkontrollgesetzes zu 18 Monaten
Haft mit Bewährung und Zahlung von 100000 Euro Geldbuße verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Tribunals der Vereinten Nationen in Den Haag ist
Dragomir Milosevic wegen Kriegsverbrechen bei der Belagerung Sarajewos zu 33
Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Perus ist Alberto Fujimori in
einem von vier Verfahren wegen Amtsmissbrauchs durch Anordnung eines
Einbruchdiebstahls zu sechs Jahren Haft verurteilt.
Das Europäische Parlament unterzeichnet die Grundrechtecharta (mit Ausnahmen
für Polen und Großbritannien).
Das Parlament Bayerns beschließt das Verbot des Rauchens in öffentlichen
Gebäuden, Wirtschaften und Bierzelten ab 1. Januar 2008.
Das Parlament der Schweiz wählt Christoph Blocher (SVP) durch Wahl der
Abgeordneten Eveline Widmer-Schlump aus der Regierung.
Mit Hilfe eines Gentests sind die wahren Eltern zweier in einem Krankenhaus in
Deutschland vertauschter Säuglinge gefunden.
† Vogel, Klaus, Hamburg 9. Dezember 1930-München 10. Dezember 2007.
2007-12-11 Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs
können kollektive Maßnahmen zwecks Veranlassung eines ausländischen
Unternehmens zum Abschluss eines Tarifvertrags niederlassungsfreiheitswidrig,
aber bei Verhältnismäßigkeit gerechtfertigt sein (C-438/2005 11. Dezember
2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
Organklage eines ehemaligen Landtagsabgeordneten Schleswig-Holsteins gegen die
Aufhebung eines Gesetzes zur Erhöhung der Abgeordnetendiäten mangels Rechtsschutzbedürfnisses
abgewiesen (2 BvK 1/2003 27. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Nordrhein-Westfalens ist
die Beteiligung der Gemeinden an der Finanzierung der deutschen Einheit auf die
bundesrechtlich vorgegebene Obergrenze von 40 Prozent des Landessolidarbeitrags
begrenzt (10/2006 11. Dezember 2007).
Nach Entscheidungen des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main dürfen
Internetportale (z. B. Perlentaucher) Buchrezensionen aus Tageszeitungen (z. B.
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Süddeutsche Zeitung) verkürzt wiedergeben (11 U
75/2006 11. Dezember 2007 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Darmstadt ist eine privat mit
ihrem ehemaligen Freund fahrende und bei einer Streitigkeit verletzte
Taxilenkerin nicht unfallversichert (3 U 265/2006).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Memmingen ist Khaled el-Masri wegen
Brandstiftung in einem Metromarkt zu zwei Jahren Haft mit Bewährung verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I muss ein das Gütesiegel GS –
Geprüfte Sicherheit rechtswidrig verleihender Technischer Überwachungsverein
das Gütezertifikat zurückfordern und dem Hersteller die verfehlten Aufwendungen
z. B. für Werbung ersetzen (14 HK O 7323/2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Minden darf die Einbürgerung
einer Deutsch weder lesen noch schreiben könnenden syrischen Zweitfrau
abgelehnt werden (11 K 812/2007 5. Dezember 2007).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist Conrad Black wegen Betrugs zu 66 Monaten Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist Michael Vick wegen der Organisierung und Finanzierung von
Hundekämpfen zu 23 Monaten Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung der zuständigen Behörde Norwegens muss Siemens wegen
betrügerischer Rechnungen für die Streitkräfte Norwegens rund 1,1 Millionen
Euro Bußgeld zahlen.
Im Parlament der Ukraine erhält Julia Timoschenko nur 225 von 450 Stimmen.
Bolivien beschließt eine neue, Ureinwohnern Autonomie gewährende, die Amtszeit
des Präsidenten begrenzende Verfassung.
Springer verkauft seine Beteiligung an Pro Sieben Sat.1 für 0,5 Milliarden
Euro.
2007-12-10 Nach einer Entscheidung des europäischen Gerichtshofs für
Menschenrechte hat Griechenland die Meinungsfreiheit durch Verurteilung einer
einen Untersuchungsrichter Eidbrecher und Clown nennende Journalistin verletzt
(19331/2005 6. Dezember 2007).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs unterliegen Einkünfte
deutscher Unternehmer aus einer Niederlassung in einem anderen Mitgliedstaat
der Europäischen Union (z. B. Belgien) der deutschen Besteuerung, doch muss die
im Ausland gezahlte Steuer angerechnet werden (C-298/2005 6. Dezember 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine
Einlagenzahlung an deine Komplementärgesellschaft mit beschränkter Haftung
zwecks Darlehensgewährung an die von den Inferenten beherrschte GmbH & Co.
KG unwirksam (II ZR 180/2006 10. Dezember 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands haften Vorstände
eingetragener Vereine (z. B. Kolping-Bildungswerk Sachsen) bei einer
zweckwidrigen unternehmerischen Betätigung (z. B. in beruflicher Ausbildung)
(unterhalb rechtsmissbräuchlicher Trennung) nicht persönlich (II ZR 239/2005
10. Dezember 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands sind die
örtlichen Betriebsräte eines Unternehmens auch für die Kürzung einer bereits
eingeführten Leistung zuständig (1 AZR 454/2006).
Nach einer Entscheidung des Staatsgerichtshofs Hessens ist das gesetzliche
Verbot des Tragens von Kopftüchern durch Lehrer nicht verfassungswidrig.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg kann ein
Student als Inhaber eines Bankkontos nur unter besonderen Umständen die
Rückzahlung von Bundesausbildungsförderungsleistungen mit der Begründung
verweigern, er halte das Konto nur als Treuhänder (12 S 2539/2006 17. September
2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Bochum ist ein Dreiundsiebzigjähriger
32 Jahre nach der Ermordung einer Millionärswitwe zu lebenslanger Haft
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Stuttgart ist ein
zweiunddreißigjähriger Serbier wegen Ermordung seiner ehemaligen Ehefrau zu
lebenslanger Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Traunstein ist eine
Einundzwanzigjährige wegen Misshandlung Schutzbefohlener zu 45 Monaten Haft
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Kanadas ist Robert William
Pickton wegen second-degree murder in sechs Fällen verurteilt.
Nach einer Entscheidung der Bundesanwaltschaft Deutschlands ist der 1992 zu
lebenslanger Haft und Mindestverbüßungszeit von 23 Jahren verurteilte
Mykonosattentäter Kazem Darabi zwecks Ausweisung vorzeitig aus der Haft
entlassen.
Berlin beschließt ein Jugendstrafvollzugsgesetz.
Die neue Regierung Polens stimmt einem europäischen Tag gegen die Todesstrafe
an jedem 10. Oktober zu.
Zwischen 1971 und 2006 hat sich in Österreich die Zahl der Katholiken von 6,5
auf 5,6 Millionen verändert, die der Protestanten von 447070 auf 326117 und die
der Muslime von 22267 auf schätzungsweise 400000.
2007-12-09 Nach einer Entscheidung des europäischen Gerichtshofs
für Menschenrechte ist eine Beschwerde 60er Opfer der Seilbahnkatastrophe von
Kaprun mangels einer Verletzung der europäischen Menschenrechtskonvention
zurückgewiesen.
Nach einer Entscheidung des europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte
rechtfertigen Feststellungen eines Richters in einem Urteil über einen Mittäter
zur Beurteilung des Verhaltens eines späteren Beschwerdeführers keine Zweifel
an der Unparteilichkeit des Spruchkörpers (75737/12001 10. August 2006).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs sind die Art. 43 und 48
EG dahin auszulegen, dass sie nationalen Rechtsvorschriften (z. B. Frankreichs)
entgegenstehen, die eine gebietsfremde Muttergesellschaft mit einer Steuer auf
Dividenden belasten, gebietsansässige Muttergesellschaften aber fast völlig
davon befreien und dadurch eine diskriminierende Beschränkung der
Niederlassungsfreiheit sind (C-170/2005 14. Dezember 2006).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist ein
Beschluss, mit dem ein Antrag auf Abtrennung des Strafverfahrens abgelehnt
wird, als eine der Urteilsfällung vorausgehende Entscheidung (§ 305 S. 1 StPO)
grundsätzlich nicht mit der Verfassungsbeschwerde isoliert anfechtbar (2 BvR
1277/2007 9. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands sind eine
Nachholung rechtlichen Gehörs ablehnende Entscheidungen mangels eigenständiger
Beschwer nicht mit einer Verfassungsbeschwerde angreifbar (2 BvR 746/2007 20.
Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands begründet eine auf
ein Sportereignis hinweisende Werbeanzeige eines Herstellers eines Luxusguts
(z. B Rolex) nicht die Erwartung des Verkehrs, dass die betreffenden
Fachgeschäfte mindestens ein Ansichtsexemplar vorrätig haben (I ZR 120/2004 26.
April 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein
Betroffener die gerichtliche Anordnung einer psychiatrischen Untersuchung
jedenfalls dann mit der Beschwerde angreifen, wenn das Vormundschaftsgericht
die Anordnung trifft, ohne den Betroffenen vorher persönlich gehört oder sonstige
die Annahme der Betreuungsbedürftigkeit begründende Feststellungen getroffen zu
haben (XII ZB 201/2006 14. März 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands darf bei der
Sozialauswahl nicht ohne Weiteres die besonders hohe Krankheitsanfälligkeit
eines Arbeitnehmers zu seinen Lasten
berücksichtigt werden (2 AZR 306/2006 31. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann bei
vorzeitiger Auflösung eines Berufsausbildungsverhältnisses nach der Probezeit
der Auszubildende bei Vertretenmüssen des Ausbildenden Schadensersatz verlangen
(z. B. Ausbildungsvergütung), muss sich aber das durch anderweitige Tätigkeit
Erworbene auf seinen Anspruch anrechnen lassen (9 AZR 527/2006 8. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main begründet eine
Bescheidungsveranlassung durch den nicht sorgeberechtigten Vater eines noch
nicht einwilligungsfähigen (z. B. zwölfjährigen) Kindes ohne Einwilligung der
sorgeberechtigten Mutter einen Schmerzensgeldanspruch des Kindes (z. B. in Höhe
von 10000 Euro) wegen Persönlichkeitsrechtsverletzung (4 W 12/2007 21. August
2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin muss der Kläger im Rahmen eines
Arzneimittelprozesses Tatsachen vortragen, die den Schluss zulassen, dass die
Anwendung des konkreten Arzneimittels (z. B. Vioxx) als ernsthafte
Schadensursache in Betracht kommen kann (22 O 75/2006 18. Oktober 2006).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin ist § 84 I 2 Nr. 1 AMG
dahingehend teleologisch zu reduzieren, dass für Schäden aus der Einnahme eines
Medikaments (z. B. Vioxx), die sich in einem vertretbaren Maß bewegen, nicht
nach dieser Norm gehaftet werden soll (22 O 102/2006 18. Oktober 2006).
2007-12-08 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts
Deutschlands muss eine gewissenhafte und kundige Prozesspartei auch unter
Berücksichtigung der Vielfalt vertretbarer Rechtsauffassungen nicht damit
rechnen, dass ein Senat am Oberlandesgericht über einen Befangenheitsantrag in
einem Berufungsverfahren unter Verkennung des Art. 101 I 2 GG selbst
entscheidet und gleichzeitig eine unanfechtbare Endentscheidung in der Sache
selbst trifft (1 BvR 2228/2006 20. Juli 2007).
Nach Entscheidungen des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann die Unterlassung
der Belehrung eines Festgenommenen mit fremder Staatsangehörigkeit über sein
subjektives Recht auf unverzügliche Benachrichtigung seiner konsularischen
Vertretung nicht zu einem Beweisverwertungsverbot führen, aber zu einer
Kompensation derart, dass ein bestimmter Teil der verhängten Freiheitsstrafe
als verbüßt anzurechnen ist (5 StR 116/2001 25. September 2007 u. a.)
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine
allgemeine, die Haftung des Klauselverwenders auch für Körperschäden und
Gesundheitsschäden sowie sonstige Schäden bei grobem Verschulden ausschließende
Geschäftsbedingung eines Gebrauchtwagenverkäufers auch gegenüber einem
Unternehmer wegen unangemessener Benachteiligung des Vertragspartners unwirksam
(VIII ZR 141/2006 19. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der Umstand,
dass sich die Ausgleichspflicht eines Ehegatten im Wesentlichen aus
Anwartschaften ergibt, die auf Kindererziehungszeiten beruhen, ist für sich
allein gesehen kein Grund für einen Ausschluss des Versorgungsausgleichs (XII
ZB 262/2004 11. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Zustellung
einer nur paraphierten Zustellungsurkunde nicht unwirksam und kann die fehlende
Unterschrift nachgeholt werden, wobei die ergänzte Zustellungsurkunde nach §
419 ZPO frei zu würdigen ist (I ZR 136/2005 19. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands können
unterschiedliche Vergütungssysteme den Ausschluss von Versorgungsleistungen
rechtfertigen, wenn die ausgeschlossene Arbeitnehmergruppe durchschnittlich
eine erheblich höhere Vergütung als die begünstigte Arbeitnehmergruppe erhält
(3 AZR 269/2006 21. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands muss ein
Arbeitgeber im Zweifeldarlegen, dass seine einer Verringerung der Arbeitszeit
entgegenstehenden betrieblichen Gründe nicht durch Ausübung seines
Weisungsrechts bei der Verteilung der Arbeitszeit nach § 106 S. 1 GewO beseitigt
werden können (9 AZR 1112/2006 8. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin verletzt die gewerbliche
Vermietung von Kraftfahrzeugen ohne Eintragung des Vermietungszwecks im
Kraftfahrzeugschein § 4 Nr. 11 UWG in Verbindung mit § 6 IV Nr. 2 FZV (oberhalb
der Bagatellschwelle des § 3 UWG) (5 W 66/2007 16. März 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bamberg kann aus einem
einmaligen Verstoß gegen das Verbot des Telefonierens im Kraftfahrzeug bei der
Beurteilung einer wiederholten Geschwindigkeitsüberschreitung als beharrlich
nicht ohne Weiteres auf den für einen beharrlichen Pflichtenverstoß
unabdingbaren inneren Zusammenhang im Sinne einer auf mangelnder
Verkehrsdisziplin beruhenden Unrechtskontinuität geschlossen werden (3 Ss OWi
1364/2007 4. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München kann unabhängig von
Kausalitätsgesichtspunkten im Einzelfall die Unrichtigkeit einer
Ad-hoc-Mitteilung insgesamt Feststellungsziel im Rahmen eines Kapitalanleger-Musterverfahrens
sein (W [KAPMU 10/2007 1. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg kann ein
Pass wegen steuerlicher Verpflichtungen bereits bei Vorliegen eines
vollziehbaren, nicht offensichtlich rechtswidrigen Steuerbescheids versagt
werden (5 S 56/2007 11. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Lübeck darf eine (z. B. in Irland
ansässige) Fluglinie die Beförderung nicht verweigern, wenn der Passagier ein
von der Bundespolizei ausgestelltes Ersatzdokument vorlegt, das im
Einreisestaat (z. B. Schweden) als Ausweis akzeptiert wird (28 C 331/2007 13.
September 2007).
*Messerschmidt, Burkhard/Voit, Wolfgang, Privates Baurecht, 2008
*Arbeitsrecht - Individualarbeitsrecht mit kollektivrechtlichen Bezügen, hg. v.
Däubler, Wolfgang, u. a., 2008
*Kopp, Ferdinand/Ramsauer, U., Verwaltungsverfahrensgesetz, 10. A. 2008
*Der Vertrag von Lissabon, hg. v. Fischer, Klemens H., 2007
2007-12-07 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs
Deutschlands sind für Drucker (und Plotter) keine urheberrechtlichen
Gerätevergütungen nach § 54a I 1 UrhG zu entrichten (I ZR 94/2005 6. Dezember
2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Klage eines
bekannten Parfümherstellers gegen einen Anbieter preiswerter Parfümerzeugnisse
mangels Vorliegens vergleichender Werbung abgewiesen, obwohl die verwendete
Bezeichnung den Endverbraucher nicht deutlich auf eine Nachahmung hinweist (I
ZR 169/2004 6. Dezember 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München sind die
Schadensersatzansprüche einiger geschädigter Anleger gegen die frühere EM.TV AG
und deren damalige Unternehmensführung in Zusammenhang mit falschen
Ad-hoc-Mitteilungen nicht verjährt (5 U 3524/2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg ist ein
Lehrer auf einer Klassenfahrt 24 Stunden im Dienst, so dass ein Duschunfall ein
Dienstunfall ist (4 S 516/2006 28. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg hindert die pauschale
Berechnung der Privatnutzung eines Unternehmensfahrzeugs nach der
Einprozentregelung nicht die Geltendmachung der Fahrzeugkosten als
Betriebsausgaben (6 K 1170/2006 7. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg muss Stefan Niggemeier
Leserkommentare vorab kontrollieren und darf in seinem Weblog keine
rechtswidrigen Leserkommentare verbreiten.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Trier ist eine
Untätigkeitsklage der Ortsgemeinde Neunkirchen gegen die Verbandsgemeinde
Thalfang auf Entfernung von Bahnschwellen von einem Privatgrundstück unzulässig
(5 K 326/2007 21. November 2007).
Die Justizminister der Mitgliedstaaten der Europäischen Union einigen sich auf
eine grenzüberschreitende Überwachung von Bewährungsauflagen bei Straftätern.
Im dritten Viertel 2007 wurden in Deutschland rund 28100 Abtreibungen
vorgenommen.
Die Justiz Polens stellt die Ermittlungen gegen die Lech Kaczynski Polens neue
Kartoffel nennende Tageszeitung ein.
In New York wird eine kleine mesopotamische Kalksteinlöwin für 57 Millionen
Euro verkauft.
2007-12-06 Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs
kann bei schlechterer Vergütung von Mehrarbeit bestimmter Teilzeitbeamter (z.
B. Lehrer in Deutschlands) eine Diskriminierung auf Grund des Geschlechts
vorliegen, die möglicherweise sachlich nicht gerechtfertigt ist (C-300/2006 6.
Dezember 2007).
Nach Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs kann eine unmittelbare
Bestellung von Verwaltungsratmitgliedern einer Aktiengesellschaft durch eine
öffentliche Einrichtung (z. B. in Mailand) eine Einschränkung der
Kapitalverkehrsfreiheit sein (C-463/2004 6. Dezember 2007 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind vollständig
vom Gegenstandswert gelöste Zeitgebühren und Pauschalgebühren in der
außergerichtlichen Beratung zulässig (I ZR 137/2005 3. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands darf ein
arbeitsloser Hauseigentümer als Empfänger von Arbeitslosengeld II sein
Grundstück behalten, wenn es (z. B. wegen des Wohnrechts der Mutter) nicht
(sofort) verkauft oder vermietet werden kann (14/7b AS 46/2006 R 6. Dezember
2007).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands ist einem
Arbeitslosen auch ein Betrag von 3,52 Euro an Fahrtkosten zu ersetzen (14/7b AS
50/2006 R 6. Dezember 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands ist es
Doppelförderung, wenn ein Hartz-IV-Empfänger neben dem Arbeitslosengeld II noch
Hilfe für Kleinunternehmer bezieht (14/7b AS 16/2006 R 6. Dezember 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands ist eine
Verletztenrente auf Arbeitslosengeld II voll anzurechnen, weil sie dem
Lebensunterhalt dient (14/7b AS 62/2006 R).
Nach einer Entscheidung des Staatsgerichtshofs Niedersachsen verletzt das
Lüchow-Dannenberg-Gesetz durch Konzentration staatlicher Aufgaben bei dem
Landkreis die kommunale Selbstverwaltungsgarantie.
Nach Entscheidungen des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg ist die Übernahme von
Hochschulpersonal durch eine rechtsfähige Stiftung des öffentlichen Rechts als
Trägerin einer Universität rechtmäßig (5 LB 342/2007 5. Dezember 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Bonn ist der (homosexuelle)
Vergewaltiger und Mörder der 14jährigen Hannah zu lebenslanger Haft verurteilt.
† Mayer-Maly, Theo Wien 16. August 1931-Salzburg 6. Dezember 2007.
2007-12-05 Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am
Main ist ein Werbeanruf bei einem Verbraucher ohne Einwilligung des Betroffenen
wettbewerbswidrig (2-18 O 26/2007 30. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München ist ein auf Befehl innerer
Stimmen seiner Freundin den Hals aufschlitzender Student schuldunfähig und in
ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Düsseldorf ist die Aufnahme der
Bürgerbewegung Pro Köln in die Verfassungsschutzberichte 2005 und 2006
Nordrhein-Westfalens nicht rechtswidrig (22 K 1286/2006 4. Dezember 2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main hat ein
Frau-zu-Mann-Transsexueller aus gesundheitlichen Gründen keinen Anspruch auf
Einstellung in den Polizeidienst Hessens und ist dadurch nicht diskriminiert (9
E 5697/2006 4. Dezember 2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Mainz ist ein fehlender Hinweis
darauf, dass lose angebotenes Fleisch aufgetautes Tiefkühlfleisch ist, eine
Irreführung des Verbrauchers (6 K 224/2007 19. November 2007).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist Kiefer Sutherland wegen Trunkenheit am Steuer zu 49 Tagen Haft
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Philippinen sind 14
Entführer zu lebenslanger Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Radsportverbands Kasachstans ist Aleksandr
Winokurow wegen Dopings bis Juli 2008 gesperrt.
Auf einer Skala von 1 (nicht korrupt) bis 5 (höchst korrupt) hat Österreich
einen Wert von 3,2 (ziemlich korrupt?).
2007-12-04 Nach drei Verfassungsbeschwerden nicht zur Entscheidung
annehmenden Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands muss der
Staat für eine menschenwürdige Unterbringung im Strafvollzug und im
Maßregelvollzug sorgen, doch verletzt eine beengte Unterbringung (z. B. dreier
Insassen eines Zweibettzimmers mit 14,5 Quadratmetern Größe, separater Toilette
und weiteren Aufenthaltsräumen) bei ausreichendem Schutz der Intimsphäre nicht
die Menschenwürde (2 BvR 2354/2004 13. November 2007 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschland darf der Flughafen
Berlin-Tempelhof zum 31. Oktober 2007 geschlossen werden (4 B 22/2007 31.
Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Bayern muss das
Finanzausgleichsgesetz bis Ende 2009 durch Verfahrensregeln zur kommunalen
Bedarfs- und Einnahmenermittlung ergänzt werden (15-VII-2005 28. November
2007).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg ist die im
Verwaltungsverfahren angefallene Geschäftsgebühr nach RVG VV Nr. 2300 nicht auf
die Verfahrensgebühr anzurechnen (10 OA 201/2007 8. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz darf ein
Mitarbeiter (z. B. Autokranfahrer) nicht wegen Arbeitsverweigerung fristlos
entlassen werden, wenn er eine Überschreitung der gesetzlich zulässigen Arbeitszeit
(z. B. Tagesarbeitszeit von zehn Stunden) ablehnt (6 Sa 53/2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Dresden hat für einen von einem
Verkäufer eingeleiteten Kaufvertrag in einer Einkaufspassage der Käufer ein
Widerrufsrecht (13 S 299/2006).
Nach einer unter Aufhebung einer anders lautenden einstweiligen Verfügung
erfolgenden Entscheidung des Landgerichts Hamburg darf T-Mobile iphone mit
einem Zweijahresvertrag und einer technischen Sperre für andere Netze anbieten
(315 O 923/4. Dezember 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Oschatz ist ein Dreiundzwanzigjähriger
wegen Volksverhetzung in Mügeln zu 6 Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Innsbruck ist ein Kokainhändler zu
20 Monaten Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Handelsgerichts Wien hat Mirko Kovats gegen Wilhelm
Rasinger keinen Anspruch auf Unterlassung angeblich ehrenrühriger Äußerungen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist ein ehemaliger Priester wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger
zu 124 Monaten Haft verurteilt.
Die Deutsche Bahn wird mit der Gewerkschaft deutscher Lokführer voraussichtlich
neben einem sachlich begrenzten Basistarifvertrag (z. B. Urlaub) einen
eigenständigen Resttarifvertrag (z. B. Lohn) schließen.
2007-12-03 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs
Deutschlands ist ein Emissionsprospekt (z. B. der Göttinger Gruppe fehlerhaft,
wenn bankrechtliche Zweifel an der propagierten ratierlichen Auszahlung der
späteren Guthaben nicht erwähnt werden, wobei die zivilrechtliche
Prospekthaftung (z. B. der früheren Vorstandsmitglieder) in einem solchen Fall
auch zu Gunsten eines stillen Gesellschafters der Anlagenaktiengesellschaft
greifen kann, mit dem eine solche Auszahlung nicht vereinbart worden ist und
der den Prospekt auch selbst nicht erhalten hat, sondern nur durch ihn nutzende
Vermittler unterrichtet wurde (II ZR 21/2006 3. Dezember 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands genehmigt ein nach
Eröffnung des Insolvenzverfahrens das Schuldnerkonto für eingehende
Gutschriften weiternutzender Insolvenzverwalter konkludent die auf diesem Konto
im Einzugsermächtigungsverfahren ergangenen Lastschriften, wenn er sie nicht
widerruft (IX ZR 217/2006 25. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Mainz darf der Arbeitgeber
einem Arbeitnehmer aus betrieblichen Gründen den Urlaub auch dann versagen,
wenn der Arbeitnehmer bereits eine Reise gebucht hat (9 SaGA 8/2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Leipzig ist der Haftbefehl gegen den
Immobilienkaufmann Jürgen Schlögel aufgehoben, weil die Staatsanwaltschaft dem
Gericht und dem Verteidiger wichtige Unterlagen vorenthalten hat.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München dürfen sich Autofahrer beim
Einparken nicht ohne Weiteres auf elektronische Abstandswarner verlassen (275 C
15658/2007 19. Juli 2007).
Das Landgericht Frankfurt am Main schlägt im Streit um die Komplettintegration
von T-Online in die Deutsche Telekom eine zusätzliche Zahlung von 5,25 Euro pro
Aktie von T-Online (d. h. von insgesamt 600 Millionen Euro) vor.
Die Bundesnetzagentur Deutschlands senkt die Mobilfunkterminierungsentgelte um
10 Prozent.
Udo Steiner wird als Richter des Bundesverfassungsgerichts verabschiedet.
Hugo Chávezs Verfassungspläne für Venezuela werden mit knapper Mehrheit
abgelehnt, doch sieht er selbst darin nur eine vorläufige Niederlage.
Die Christlich Demokratische Union Deutschlands hat 541289 Mitglieder die
Sozialdemokratische Partei Deutschlands rund 543000.
2007-12-02 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs
Deutschlands führt die in Vorbemerkung 3 IV zu Nr. 3100 VV RVG angeordnete
Anrechnung der Geschäftsgebühr auf die Verfahrensgebühr eines nachfolgenden
gerichtlichen Verfahrens zu einer Verringerung der Verfahrensgebühr und ist die
Anrechnung erst im Rahmen des Kostenfestsetzungsverfahrens zu berücksichtigen
(VIII ZR 310/2006 11. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sieht die Bundesrechtsanwaltsordnung
für das anwaltsgerichtliche Verfahren einen Antrag auf gerichtliche
Entscheidung mit dem Ziel der Feststellung eines Rechtsverhältnisses nicht vor
(AnwZ [B] 40/2006 16. April 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann die
gesellschaftsrechtliche Pflicht des Geschäftsführers zur Sicherung der Masse im
Sinne des § 64 II GmbHG die Verpflichtung zur Vollabführung der Lohnsteuer
allenfalls in den drei Wochen suspendieren, die dem Geschäftsführer ab Kenntnis
der Überschuldung bzw. Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft mit beschränkter
Haftung nach § 64 I GmbHG eingeräumt sind, um die Sanierungsfähigkeit zu prüfen
und Sanierungsversuche durchzuführen (VII R 67/2005 27. Februar 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg ist ein aus seinem
Amt entlassener Nachlasspfleger den Erben zur Herausgabe des von ihm in Besitz
genommenen Nachlasses verpflichtet, wobei der Besitz bei Beendigung der
Nachlassverwaltung maßgeblich ist und der Nachlasspfleger sich einer
Verpflichtung nicht durch Weitergabe des Nachlasses an Dritte entziehen kann
(13 U 81/2006 8. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle ist das dauerhafte
Verwahren des Kraftfahrzeugscheins im Kraftfahrzeug eine grob fahrlässige
Gefahrerhöhung, welche die Leistungsfreiheit des Versicherers zur Folge hat (8
U 62/2007 9. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm wird die Wirksamkeit einer
Urkunde durch eine Ausschneidung nicht in Frage gestellt, doch wird der
Beweiswert beeinträchtigt, und ist beispielsweise zu prüfen, ob sich
feststellen lässt, ob eine Ausschneidung von einem Erblasser vorgenommen oder
von seinem Willen getragen wurde (15 W 331/2006 14. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe ist eine Verzögerung
der Beschleunigung um mindestens zehn Sekunden nach dem automatischen
Gangwechsel vom zweiten in den dritten Gang eines Geländewagens ein Sachmangel
(9 U 239/2006 28. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz verletzt bei einer
Rentenversicherung gegen Einmalbetrag der Ausschluss der ordentlichen Kündigung
seitens des Versicherungsnehmers während der Rentenbezugszeit nicht die §§ 165
VVG, 305ff. BGB (10 W 368/2007 4. Juni 2007).
Nach Entscheidungen des Oberlandesgerichts Köln ist die wiederholte Festsetzung
von Ordnungsgeld gegen einen wiederholt unberechtigt die Aussage verweigernden
Zeugen unzulässig, während Beugehaft (bis zur Höchstgrenze) mehrfach angeordnet
werden kann (2 Ws 169/2007 30. März 2007 u. a.)
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München ist die unterlassene
Einholung der vormundschaftsgerichtlichen Genehmigung vor einem
Behandlungsabbruch kein Pflichtverstoß des Betreuers, wenn der Arzt die weitere
Behandlung nicht für medizinisch indiziert hält und deshalb nicht anbietet (33
Wx 6/2007 25.Januar 2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart kann ein
ausländischer (z. B. kurdisch-türkischer) Mieter den Umzug in eine keine
Parabolantennen ermöglichende, aber mit Kabelanschluss ausgestattete
Ersatzwohnung nicht unter Berufung auf das Grundrecht der Informationsfreiheit
ablehnen.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Linz sind Schleppliftbetreiber
zur Vermeidung oder Abmilderung von Verletzungen zur Polsterung der
Bügelauffangrampen von Schleppliften verpflichtet.
Die Partei Wladimir Putins erreicht bei den Wahlen Russlands eine
Zweidrittelmehrheit.
2007-12-01 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs
Deutschlands konnte für in der Vergangenheit abgeschlossene Mietverträge der
Fristenplan des Mustermietvertrags des Bundesministeriums der Justiz 1976 auch
kraft allgemeiner Geschäftsbedingung wirksam vereinbart werden (VIII ZR
143/2006 26. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine
Rechtsmittelrücknahme auch bei einem offensichtlichen Motivirrtum
unwiderruflich und unanfechtbar (XII ZB 80/2007 26. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann in der
Berücksichtigung einer vom Unterhaltsschuldner getragenen Gesamtschuld bei der
Bemessung des Kindesunterhalts regelmäßig keine anderweitige Bestimmung gesehen
werden, die Ausgleichsansprüche zwischen den Ehegatten nach § 426 I 1 BGB
ausschließt (XII ZR 90/2005 26. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein Notar
grundsätzlich nicht zu Hinweisen auf die steuerrechtlichen Folgen eines
beurkundeten Geschäfts verpflichtet (III ZR 233/2007 20. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands dürfen
Gemeinden Spielgeräte in Spielhallen wegen des unterschiedlichen Sachverhalts
anders besteuern als Spielgeräte in Spielbanken (9 B 14/2007 28. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann die Tätigkeit
eines Beamten als Opernstatist als nebenberufliche künstlerische Tätigkeit
steuerfrei sein (XI R 21/2006 18. April 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg kann der
Unterhaltsberechtigte auf Einkünfte des Unterhaltsschuldners aus Nebentätigkeit
keinen Zugriff nehmen, wenn dessen notwendiger Selbstbehalt nicht gewährleistet
ist (10 UF 157/2006 6. Februar 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster dürfen
Rechtsreferendare bei Einlasskontrollen hinsichtlich mitgeführter Fotohandys anders behandelt werden als andere
Justizmitarbeiter und dürfen bei Fehlen körperlichen Kontakts männliche
Rechtsreferendare durch weibliche Justizwachtmeister durchsucht werden (1 A
749/2006 12. Februar 2007).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Mainz hat der Mieter bei Fehlen einer
Briefkastenaußenanlage gegen den Vermieter einen Anspruch auf Überlassung
zusätzlicher Haustürschlüssel für Briefzusteller und Zeitungsboten (80 C
96/2007 3. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Bielefeld ist die Angabe einer
erfundenen unverbindlichen Herstellerpreisempfehlung eines im Internet
verkaufenden Herstellers grundsätzlich eine arglistige Täuschung (20 S 136/2006
15. Mai 2007).
*Beck’sches Formularbuch Familienrecht, hg. v. Bergschneider, Ludwig, 2. A.
2008
*Münchener Anwaltshandbuch Familienrecht, hg. v. Schnitzler, Klaus, 2. A. 2008
*Hamm, Monika, Strategien im Unterhaltsrecht, 2008
*Jung, Peter, Handelsrecht, 6. A. 2007
*Hermann, Arnold/Marwitz, Christian, Sponsoring, 3. A. 2008
*Frotscher, Werner, Wirtschaftsverfassungs- und Wirtschaftsverwaltungsrecht, 5.
A. 2007
*Schaller, Hans, Verdingungsordnung für Leistungen (VOL) Teile A und B, 4. A:
2007
*Adomeit, Klaus/Frühbeck, Guillermo, Einführung in das spanische Recht, 3. A.
2007
2007-11-30 Nach einer Entscheidung des europäischen Gerichtshofs
für Menschenrechte hat die Türkei durch den Entzug eines Abgeordnetenmandats
europäisches Menschenrecht verletzt (26733/2002 29. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind
Globalzessionsverträge auch hinsichtlich zukünftig entstehender Forderungen in
der Regel nur als kongruente Deckung gemäß § 30 InsO anfechtbar bzw. ist die
(kreditzinssenkende) Abtretung aller künftigen Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen als kongruent und damit insolvenzfest anzuerkennen (IX ZR 30/2007
29. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern verliert ein
minderjähriger Türke nicht die deutsche Staatsbürgerschaft infolge gesetzlicher
Erstreckung der Einbürgerung seiner Eltern in der Türkei auf ihn (5 B 3039/2005
14. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg wird Eufemiano Fuentes als
Zeuge im Rechtsstreit zwischen Jan Ullrich und Werner Franke in Spanien als
Zeuge geladen.
Nach Entscheidungen des Bundeskartellamts Deutschlands müssen die
Werbezeitenvermarkter RTLs und Pro7Sat.1s 96 Millionen und 120 Millionen Euro
Geldbuße wegen kartellrechtswidriger Rabattvereinbarungen mit Kunden zahlen.
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Innsbruck ist Birgit K. wegen
Förderung der Prostitution zu einem Jahr bedingter Haft, 16200 Euro Geldstrafe
und 30000 Euro Einzug verurteilt.
Nach einer Entscheidung des obersten Gerichtshofs Kanadas ist die Auslieferung
Karlheinz Schreibers bis auf Weiteres verhindert.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts des Sudans ist eine britische
Lehrerin wegen Benennung ihres Teddybären als Mohammed zu 15 Tagen Haft
verurteilt.
Der Bundestag Deutschlands billigt den Bundeshaushalt 2008 mit 283,2 Milliarden
Euro.
Starbucks legt seinen Markenrechtsstreit mit Äthiopien über äthiopische
Kaffeesorten außergerichtlich bei.
Das Europäische Parlament billigt die Charta der Grundrechte.
Der Bund und Berlin schließen einen Hauptstadtvertrag für zehn Jahre mit
Entlastungen für Berlin.
Bayern kauft die von der Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha’schen Stiftung zur
Versteigerung angebotenen 5 Bände der Ottheinrich-Bibel für möglicherweise 2,9
Millionen Euro.
2007-11-29 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts
Deutschlands darf eine Disziplinarmaßnahme (z. B. Zimmerarrest) im
Maßregelvollzug nur bei Vorliegen einer ausreichenden landesgesetzlichen
Rechtsgrundlage verhängt werden (2 BvR 9/2006 12. November 2007).
Nach Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands sind
Verpflichtungsklagen auf Einschreiten der Bundesnetzagentur Deutschlands gegen
die Deutsche Telekom wegen Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Nutzung der
Teilnehmeranschlussleitungen (VDSL-Netz) für den Anschluss des einzelnen Kunden
abgewiesen (6 C 42/2006 28. November 2007 u. a.).
Nach Entscheidungen des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann der dringende
Verdacht eines Versicherungsbetrugs durch vorsätzlich herbeigeführte
Verkehrsunfälle zu Lasten der Haftpflichtversicherung des Arbeitgebers eine
Kündigung des Arbeitsverhältnisses begründen (2 AZR 724/2006 29. November 2007
u. a.).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Brandenburg ist die
kommunale Verfassungsbeschwerde des Landkreises Uckermark gegen Regelungen des
Finanzausgleichsgesetzes Brandenburgs
zurückgewiesen (75/2005 22. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Bautzen ist Leipzigs
Verordnung von Verkaufsstellen an Sonntagen auf Antrag der evangelischen Kirche
vorläufig ausgesetzt, so dass in Leipzig die Geschäfte nicht an allen vier
Adventssonntagen geöffnet sein dürfen.
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz ist ein einem
Gefangenen im geschlossenen Strafvollzug Anstaltsschlüssel überlassender und
während des anschließenden Disziplinarverfahrens trotz Dienstunfähigkeit einer
nicht genehmigten Nebentätigkeit nachgehender Beamter zu entlassen (3 A
10764/2007 15. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Wuppertal muss Nordrhein-Westfalen das
verschwundene, von einer Sportlehrerin in der Sportstunde nur in einer offenen
Kiste verwahrte Handy eines Schülers nicht ersetzen.
Nach einer Entscheidung des Bundeskartellamts Deutschlands darf Rheinland-Pfalz
keine Mehrheitsbeteiligung an der Lotto Rheinland-Pfalz GmbH übernehmen.
Nach einer Entscheidung des obersten Gerichtshofs Österreichs soll der
Europäische Gerichtshof den Streit um die Urheberschaft des Goldhasen zwischen
Lindt und Hauswirth entscheiden.
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Innsbruck sind sechs der elf
Beschuldigten des Innsbrucker Finanzprozesses (Schadenssumme 4,08 Millionen
Euro) vom Vorwurf des Amtsmissbrauchs und der Abgabenhinterziehung
freigesprochen und ein Prokurist zu 20 Monaten Haft und 2,5 Millionen Euro
Geldstrafe verurteilt.
Nach einem Vergleich vor dem zuständigen Gericht der Vereinigten Staaten von
Amerika haben sich drei Bankangestellte der NatWest-Bank mit drei Jahren Haft
und rund fünf Millionen Euro Geldstrafe wegen Veruntreuung einverstanden
erklärt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Russlands ist Boris
Beresowskij wegen Veruntreuung sechser Millionen Euro und der Beteiligung an
Geldwäsche in Abwesenheit zu 6 Jahren Haft verurteilt.
Die Europäische Kommission billigt die Übernahme VDOs durch Continental.
Das Europäische Parlament billigt die angezeigte Schleichwerbung.
Der Arbeitgeberverband Postdienste und Verdi einigen sich auf einen neuen
Tarifvertrag, so dass ein Mindestlohn für Briefzusteller (8-10 Euro) festgelegt
werden kann.
Die Deutsche Bahn einigt sich mit GDBA und Transnet über einen Tarifvertrag mit
Lohnerhöhung von 10 Prozent bis 31. Dezember 2010 sowie Basistarifvertrag und
sechs Bereichstarifverträgen.
Frankreichs Richter streiken wegen der geplanten Schließung 300er ländlicher
Gerichte.
2007-11-28 Nach einer Entscheidung des europäischen Gerichtshofs
für Menschenrechte ist Moldawien wegen Verletzung der Meinungsfreiheit durch
Verurteilung wegen übler Nachrede nach einem Bericht über die Finanzierung von
Luxuslimousinen zur Zahlung von 12000 Euro verurteilt, weil die Verurteilung
nicht notwendig war (42864/2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss der Vermieter
bei der Übertragung der Wärmeversorgung seines Mietshauses auf ein Unternehmen
das Gebot der Wirtschaftlichkeit (Kosten-Nutzen-Verhältnis) beachten (VIII ZR
243/2006 28. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein Verkäufer
bei Rücktritt eines Käufers von einem Kraftfahrzeugkaufvertrag wegen eines
Mangels des Kraftfahrzeugs grundsätzlich auch die Kosten eines zwischenzeitlich
angemieteten Kraftfahrzeugs tragen, allerdings nicht im entschiedenen Fall
eines Gebrauchtwagenkaufvertrags (VIII ZR 16/2007 28. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein
entgeltlicher Vertrag über den Abdruck textbegleitender Fotos zu einem
veröffentlichten Artikel wegen Sittenwidrigkeit nichtig, wenn in der
Veröffentlichung nicht auf die damit verbundene Bezahlung hingewiesen wird
(VIII ZR 133/2006 28. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die militante
gruppe (mg) entgegen der Einschätzung der Bundesanwaltschaft keine
terroristische Vereinigung, weil dafür eine auf die Verübung von
Brandanschlägen gegen Gebäude und Fahrzeuge staatlicher Institutionen sowie
privatwirtschaftlicher und sonstiger Einrichtungen ausgerichtete Tätigkeit
nicht genügt (StB 43/2007 28. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands muss der
Bundesnachrichtendienst Deutschlands einem Berliner Journalisten Auskunft über
ihn betreffende Daten erteilen und damit Akteneinsicht gewähren, wenn dadurch
die Aufgabenerfüllung nicht gefährdet ist (6 A 2/2007 28. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist ein
Gläubiger einer insolventen Personengesellschaft an einen zwischen dem
Insolvenzverwalter und einem persönlich haftenden Gesellschafter über dessen
Haftung für Verbindlichkeiten der Gesellschaft gebunden (6 AZR 377/2007 28.
November 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist eine
Heilbehandlungsleistung einer Personengesellschaft umsatzsteuerfrei, wenn der
ausführende Mensch heilbehandlungsleistungsqualifiziert ist, während die
Gesellschafter diese Qualifikation nicht aufzuweisen brauchen (V R 54/2005 26.
September 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle muss eine Spielbank einem
gesperrten Spieler einen größeren Gewinn auszahlen, wenn sie ihn jahrelang hat
spielen lassen und kleiner Gewinne ausgezahlt hat (4 W 206/2007 20. November
2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München sind die Rechte des von
Kleinaktionären durchgesetzten Prüfers der Unicredit/Hypo-Vereinsbank/Bank
Austria (Thomas Heidel) eingeschränkt (kein Zutritt zur Bank, keine mündliche
Befragung von Mitarbeitern).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz können Aufwendungen
für Rollstuhlrampen, Türvergrößerungen und Duschtrennwände außergewöhnliche
Belastungen sein, wenn sie behinderungsbedingt sind und neuwertige Gegenstände
ersetzt werden (2 K 1917/2006 24. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Karlsruhe ist Utz Claassen (EnBW)
nicht wegen Versendens sechser Freikarten zu Weltmeisterschaftsspielen an
Politiker zu 450000 (!) Euro Geldstrafe verurteilt, sondern freigesprochen (28.
November 2007).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Belgiens ist die Klage Andrej
Kaschetschkins gegen den internationalen Radsportverband wegen Verletzung der
Menschenrechte durch Dopingtests wegen Unzuständigkeit abgewiesen.
Nach einer Entscheidung der Europäischen Kommission sind gegen vier
Flachglashersteller (Asahi, Guardian, Pilkington, Saint-Gobain) Kartellbußen
von 486,9 Millionen Euro verhängt.
40000 mangelhafte Rußpartikelfilter von Dieselkraftstofffahrzeugen sollen nach
einer Vereinbarung kostenlos ausgetauscht werden.
Der Bundestag Deutschlands überstimmt den Einspruch des Bundesrats Deutschlands
zum Volkszählungsgesetz.
Der Präsident Pakistans gibt das Kommando über die Streitkräfte ab.Candover
kauft Stork für 1,5 Milliarden Euro.
2007-11-27 Nach einer Entscheidung des europäischen Gerichtshofs
für Menschenrechte muss Belgien Hans-Martin Tillack wegen Verletzung der
Pressefreiheit durch Durchsuchung seines journalistischen Büros 10000 Euro
Schadensersatz zahlen.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein Aktionär
gegen einen Beschluss einer Hauptversammlung einer Aktiengesellschaft bereits
vor dessen Verabschiedung Widerspruch zu Protokoll erklären (und die Sitzung
verlassen) und danach Anfechtungsklage erheben (II ZR 152/2006).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands führt das
Verschwinden eine Betriebsinhabers unter Hinterlassung einer Nachricht, dass er
nicht mehr wolle und alles verkauft werden soll, nicht zu sofortiger
Betriebsaufgabe (IV R 5/2006 20. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Rheinland-Pfalzs ist die
Broschüre Kommunen gegen Rechtsextremismus nicht verfassungswidrig.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe hat Thermoselect keine
Ansprüche gegen EnBW aus Sabotage und Rufschädigung wegen der stillgelegten
Karlsruher Thermoselect-Müllverbrennungsanlage (8 U 164/2006 27. November
2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln dürfen Lehrbewertungen
durch Schüler auf der Internetseite Spickmich veröffentlicht werden (15 U
142/2007 27. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Düsseldorf ist § 622 II BGB
möglicherweise europarechtswidrig (12 Sa 1311/2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Kiel ist ein Siebenunddreißigjähriger
wegen Raubes mit Todesfolge und gefährlicher Körperverletzung zu lebenslanger
Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung, seine Freundin wegen schweren
Raubes zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Düsseldorf hat ein Vorstand einer
Aktiengesellschaft auch im Einzelfall keinen Anspruch auf Aufnahme in ein
Versicherungspflichtverhältnis gegenüber der Bundesagentur für Arbeit (25 AL
134/2006 27. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Münster können für die Berechnung
des Elterngelds Einmalzahlungen wie Weihnachtsgeld, Provisionen,
Gratifikationen oder 13. Monatsgehalt nicht berücksichtigt werden (2 EG 26/2007
25. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Augsburg sind zwei Fluchthelfer Holger
Pfahls’ wegen Strafvereitelung durch Stellung von Wohnungen, Telefonkarten und
Geld zu 7500 Euro bzw. 1300 Euro Geldstrafe verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Oschatz ist ein Achtzehnjähriger wegen
Volksverhetzung in Mügeln zur Zahlung von 600 Euro an den Kinderschutzbund
verurteilt (26. November 2007).
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft Berlin wird kein
Ermittlungsverfahren gegen Thilo Sarrazin wegen Verletzung des
Steuergeheimnisses eingeleitet.
Israeli und Palästinenser einigen sich auf ein gemeinsames Dokument über
künftige Friedensverhandlungen.
Bei der Industriebank müssen Risiken in Höhe von 4,8 Milliarden Euro
abgesichert werden.
Die Deutsche Telekom zieht sich als Sponsor des Radsports zurück.
Nach einer Entscheidung des Sportgerichts des deutschen Fußballbunds muss der
1. FC Nürnberg wegen Unsportlichkeit in zwei Fällen 6000 Euro Geldstrafe
zahlen.
Hasso Plattner (SAP) spendet 20 Millionen Euro für den Wiederaufbau des
Stadtschlosses Potsdams.
2007-11-26 Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz
kann der Austausch von emails zwischen einem Rechtanwalt und seinem Mandanten
eine Terminsgebühr begründen (14 W 373/2007 18. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Hessen darf eine
Berufsgenossenschaft Verletztengeld nicht willkürlich vor Ablauf von 78 Wochen
unter Verweis auf den allgemeinen Arbeitsmarkt streichen (3 U 24/2007 26.
November 2007).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Köln sind schwere, vorrangig zur
Personenbeförderung ausgelegte und ausgebaute Geländewagen wie
Personenkraftwagen zu besteuern (6 K 2378/2005 13. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Coburg führt die Verletzung der Gebote
zu gegenteiliger Rücksichtnahme und kontrolliertem Skifahren mehrerer an einem
Zusammenstoß Beteiligter zu Mitverschulden (14 O 462/2006 22. Januar 2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Dessau-Roßlau muss das
Umweltbundesamt der Deutschen Umwelthilfe Messdaten zum Funktionieren von
Diesel-Rußfiltern zur Verfügung stellen (23. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Innsbruck ist ein Justizbediensteter
wegen Weitergabe von Akten zu 4800 Euro Geldstrafe und vier Monaten bedingter
Haft verurteilt.
Peter Masuch (gewerkschaftsnah, SPD) soll Präsident des Bundessozialgerichts
werden, nicht Rainer Schlegel (CDU).
50 Staaten einigen sich am 23. November 2007 auf leichtere Durchsetzbarkeit von
Unterhaltsleistungen bei ausländischen Unterhaltsschuldnern.
Exxon Mobile und Royal Dutch Shell verkaufen BEB an Gasunie.
Bei einer Wahlbeteiligung von 60 Prozent wählen 68 Prozent der Abstimmenden
Yvonne Kempen (CDU) (wegen Eigenmächtigkeit und Nichtbeteiligung an
inoffiziellen Absprachen) als Bürgermeisterin Meckenheims ab.
Die Tötung dreier Kinder in Wilten unmittelbar nach der Geburt bleibt wegen
Verjährung unverfolgt.
Bayern will den erschossenen Braunbären präpariert in Schloss Nymphenburg
ausstellen.
2007-11-25 Nach einer Entscheidung des europäischen Gerichtshofs
für Menschenrechte hat Moldau in der Streitsache Oferta Plus SRL/Moldau den
Grundsatz der Rechtssicherheit und das Recht auf ein Gericht sowie das Recht
auf ein faires Verfahren nach Art. 6 I EMRK verletzt, weil der oberste
Gerichtshof Moldaus dem Antrag des Finanzministeriums auf Wiederaufnahme des
Verfahrens und Aufhebung des rechtskräftigen Urteils gegen den Staat
stattgegeben hat und seine Wiederaufnahmefristverlängerungsentscheidung nicht
begründet hat, und hat eine Trennscheibe die Ausübung der Verteidigerrechte
beeinträchtigt, weil zu befürchten war, dass sie eine Abhöreinrichtung enthielt
und keine Öffnung vorhanden war, die den Austausch von Schriftstücken zwischen
Rechtsanwalt und Mandant ermöglicht hätte (14385/2004 19. Dezember 2006).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs steht europäisches Recht
nationalen Vorschriften (z. B. Finnlands) über den Erziehungsurlaub entgegen,
die es, da sie nicht die Änderungen berücksichtigen, die sich aus der
Schwangerschaft für die betreffende Arbeitnehmerin in dem auf mindestens 14
teils vor, teils nach der Entbindung liegende Wochen begrenzten Zeitraum ergeben,
der betreffenden Frau nicht gestatten, auf Antrag eine Änderung des
Erziehungsurlaubs in dem Moment zu erwirken, in dem sie ihre Ansprüche auf
Mutterschaftsurlaub geltend macht, und ihr so mit dem Mutterschaftsurlaub
verbundene Rechte nehmen (C-116/2006 20. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands stellt das
Erfordernis, vor Aufnahme des Straßenverkaufs von Zeitungen (z. B. einer
Sonntagszeitung) eine straßenrechtliche Sondernutzungserlaubnis einzuholen, einen
Eingriff in das Grundrecht der Pressefreiheit dar und ist der Schutz
konkurrierender Gewerbetreibender angesichts von diesen zu entrichtender hoher
Mieten kein rechtfertigender Grund (1 BvR 78/2002 12. April 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands benachteiligt eine
allgemeine Auftragsbedingung, nach der nur die erbrachten Leistungen des
Auftragnehmers vergütet und weitergehende Ansprüche ausgeschlossen werden, wenn
der Auftraggeber ohne besonderen Grund kündigt, den Auftragnehmer unangemessen
(VII ZR 154/2006 12. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat bei
übereinstimmender Erledigungserklärung eines Unterlassungsanspruchs (z. B.
Manfred Stolpes) wegen einer nicht gerechtfertigten Tatsachenbehauptung der
sich Äußernde die Kosten des Verfahrens zu tragen (VI ZR 233/2005 7. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist § 180 III ZVG
auf gemeinsame Pflegekinder nicht anwendbar und § 765a ZPO im Teilungsverfahren
entsprechend anzuwenden (V ZB 152/2006 22. März 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann im Verfahren
über einen Rechtsbehelf nach Art. 43 EuGVVO der Schuldner auf der Grundlage des
§ 12 AVAG einwenden, dass die im Ursprungsstaat titulierte Forderung
nachträglich erfüllt worden sei (XII ZB 174/2004 14. März 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann der
Arbeitgeber eine außerordentliche Kündigung erklären, wenn das Integrationsamt
eine Zustimmungsentscheidung getroffen und innerhalb der Zweiwochenfrist
bekannt gegeben hat (2 AZR 226/2006 19. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands beginnt bei
Mobbing die Ausschlussfrist wegen der sich aus mehreren einzelnen Handlungen
zusammensetzenden Verletzungshandlung regelmäßig mit der zeitlich letzten
Mobbinghandlung (8 AZR 709/2006 16. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I kann sich ein Nachweis der
Erbfolge im Sinne des § 35 I GBO auch aus einer konkludenten Rechtswahl und
einer Erbeinsetzung in einem notariellen Testament ergeben (13 T 13484/2006).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Russlands ist Garry Kasparow
nach einer Demonstration zu fünf Tagen Haft verurteilt.
2007-11-24 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts
Deutschlands ist der Erlass eines streitigen Endurteils bei Nichterscheinen
einer Partei vor dem Amtsgericht nicht objektiv willkürlich (1 BvR 685/2007 7.
August 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein
Unfallersatztarif erforderlich, wenn spezifische Leistungen bei der Vermietung
an Unfallgeschädigte allgemein den Mehrpreis rechtfertigen (VI ZR 27/2007 9.
Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat ein Verteidiger
eines Nebenbetroffenen auch ein Einsichtsrecht in die Bußgeldakten der anderen
Betroffenen und Nebenbetroffenen (KRB 59/2007 4. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein Notar bei
Erhöhung des Stammkapitals einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit
Sacheinlagen auf die Gefahr einer Differenzhaftung des Übernehmers hinweisen
(III ZR 13/2007 2. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands können auf das
Verhältnis zweier Wohnungseigentümer mit ausschließlichem Gartennutzungsrecht
die bundesrechtlichen und landesrechtlichen Vorschriften des Nachbarrechts
entsprechend angewendet werden (V ZR 276/2006 28. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands entspricht bei
Fehlen einer abweichenden Regelung die Verteilung von Kabelanschlusskosten nach
Miteigentumsanteilen ordnungsgemäßer Verwaltung (V ZB 83/2007 27. September
2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind die Grundsätze
des Urteils BGHZ 164, 197 vom 12. Oktober 2005 über die Klauselersetzung nach §
172 II VVG und den Mindestrückkaufwert auch auf die fondsgebundene
Lebensversicherung anzuwenden (IV ZR 321/2005 26. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands bedarf bei Ruhen
der alleinigen elterlichen Sorge der Mutter wegen Zustimmung zur Adoption ein
Antrag des Vaters auf Übertragung des alleinigen Sorgerechts nach § 1672 I BGB
nicht der Zustimmung der Mutter und ist ihm stattzugeben, wenn die Übertragung
dem Wohl des Kindes nicht widerspricht (XII ZB 229/2006 26. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands fällt bei
Kostenentscheidungen gemäß § 91a ZPO grundsätzlich keine Terminsgebühr des Rechtsanwalts
an (VI ZB 53/2006 25. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands tritt bei Rücknahme einer Berufung nach Ablauf der
Berufungsfrist die Rechtskraft des Urteils mit der Rücknahme ein (X ZR 60/2006
25. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein
Kommanditist nicht für ein ungewisses Sanierungskonzept aus Treuepflicht einer
ihn belastenden Abänderung des Gesellschaftsvertrags zustimmen (II ZR 181/2006
2. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein nicht
rechtsfähiger Verein aktiv parteifähig und sind bei ungenauer Bestimmung des
Gegenstandes der Beschlussfassung in einer Einladung zu einer
Mitgliederversammlung die auf der Versammlung gefassten Beschlüsse nichtig (II
ZR 111/2005 2. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands gilt für die
Verjährung von Ansprüchen eines Arbeitgebers gegen einen Handlungsgehilfen die
dreimonatige Verjährungsfrist des § 61 II HGB (10 AZR 511/2006 26. September
2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands bedarf ein in
Zusammenhang mit einer Kündigung abgeschlossener Auflösungsvertrag der
Schriftform (2 AZR 208/26 18. April 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands gehören
Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung eines sozialversicherungsrechtlich
als Arbeitgeber angesehenen Mitunternehmers zu den Vergütungen durch die
Gesellschaft für die Tätigkeit im Dienst der Gesellschaft (IV R 14/2006 30.
August 2007).
*Baumbach, Adolf/Hefermehl, Wolfgang/Casper, Matthias, Wechselgesetz,
Scheckgesetz, Recht der kartengestützten Zahlungen, 23. A. 2008
*Thüsing, Gregor, Europäisches Arbeitsrecht, 2008
*Eicher/Spellbrink, Grundsicherung für Arbeitsuchende, 2. A. 2008
*Plagemann, Hermann/Radtke-Schwenzer, Kerstin, Gesetzliche Unfallversicherung,
2. A. 2007
*Greger, Reinhard/Stubbe, Christian, Schiedsgutachten, 2007
2007-11-23 Nach einer Entscheidung des europäischen Gerichtshofs
für Menschenrechte darf ein Journalist (z. B. in den Niederlanden) nicht
mittels Haft zur Nennung seiner Informationsquelle gezwungen werden (64752/2001
22. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bamberg ist eine nachträgliche
rückwirkende Bestellung eine Pflichtverteidigers in einem abgeschlossenen
Verfahren unzulässig (1 Ws 675/2007 15. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf muss eine Fluglinie
den Kerosinzuschlag in den beworbenen Endpreis einbeziehen (I-20 U 86/2007 30.
Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz ist das Herstellen eines
Ausweises des deutschen Reiches (durch den Polizeipräsidenten von Groß-Berlin)
keine Urkundenfälschung (1 Ss 267/2007 10. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz ist der Wechsel eines
Wohnorts eines allein aufenthaltsbestimmungsberechtigten Elters innerhalb der
Staaten der Europäischen Union gegen den Willen des mitsorgeberechtigten Elters
nicht rechtswidrig (9 UF 450/2007 9. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Saarbrücken begründet eine
Beschädigung der Kaufsache bei Nachbesserung nur einen Schadensersatzanspruch,
kein Rücktrittsrecht (1 U 467/2006 25. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main ist das Anbringen
einer Mustertapete mit Sternchen in einem Kinderzimmer vertragsgemäßer
Mietgebrauch (2-11 S 125/2006 31. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Arnsberg muss die Kreispolizei
Soest einem Arzt einen Waffenschein für das Tragen einer Waffe bei
Patientenbesuchen ausstellen.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Cottbus ist Horst Mahler wegen Zeigens
des Hitlergrußes zu sechs Monaten Haft verurteilt.
Tele2 verpflichtet sich in einer außergerichtlichen Einigung mit einer
Verbraucherzentrale zur Zahlung von 240000 Euro Vertragsstrafe wegen
unerlaubter Telefonwerbung.
Nach Entscheidungen des Kraftfahrtbundesamts Deutschlands ist (nach Einbau von
Filtern in rund 40000 Dieselkraftfahrzeugen) drei Herstellern von
Rußpartikelfiltern die Betriebsgenehmigung entzogen.
Das Commonwealth setzt die Mitgliedschaft Pakistans aus.
2007-11-22 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts
Deutschlands ist eine Verfassungsbeschwerde eines Beamten (z. B. Amtmanns), der
in einem Disziplinarverfahren (z. B. wegen rechtswidriger Erteilung einer
Fahrerlaubnis gegen Entgelt) sein Ruhegehalt verloren hat, nicht zur
Entscheidung angenommen, weil in seinem Fall die Unschuldsvermutung nicht
verletzt worden sei (2 BvR 1461/2006 29. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss eine Spielbank
durch geeignete Maßnahmen sicherstellen, dass ein wegen Spielsucht gesperrter
Spieler nicht bei ihr spielen kann, doch war bis zum Bekanntwerden der
Entscheidung BGHZ 165, 276 ein entschuldbarer Rechtsirrtum möglich (III ZR
9/2007 22. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands muss ein Finanzamt
offensichtlich versehentlich falsche Angaben eines Steuerpflichtigen (z. B.
Nichtgeltendmachung von Vorsteuerbeträgen) auch nach Ablauf der Einspruchsfrist
ändern bzw. rechtfertigen Übertragungsfehler eines Finanzbeamten im Rahmen der
Veranlagung eines Steuerpflichtigen die Änderung eines bestandskräftigen
Bescheids wegen offenbarer Unrichtigkeit (IX R 2/2007 14. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann ein Landwirt
möglicherweise die europarechtlich begründete hohe Abgabe für die Überschreitung
des zugeteilten Milchproduktionskontingents durch zwischenzeitliche Verpachtung
an einen Kollegen vermeiden (VII R 28/2006 25. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist der Zuschlag der
Stadt Krefeld an die Neuss-Düsseldorfer Häfen GmbH & Co KG für eine
Beteiligung an den Krefelder Hafen- und Bahnbetrieben rechtmäßig (VII- Verg
32/2007 21. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz kiann eine
Anstellungsbehörde eine Verbeamtung eines Bewerbers wegen Überschreitung der
Altersgrenze (z. B. 40. Lebensjahr) ohne vorherige Einholung einer ENtscheidung
des Finanzministers ablehnen (2 A 10249/2007 10. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg ist ein Schönheitschirurg wegen
fahrlässiger Tötung einer Patientin bei einer Nasenoperation zu fünf Jahren
Haft verurteilt (20. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München ist die Anfechtungsklage SdKs
gegen die Wahl Ferdinand Piëchs zum Aufsichtsratsvorsitzenden MANs abgewiesen,
weil nicht der Corporate Governance Kodex anzuwenden sei, sondern das
Aktiengesetz.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin ist das Verbot des
Ausschanks unbeschränkter Mengen alkoholhaltiger Getränke nach einmaliger
Entrichtung eines Preises (drink as much as you can) rechtmäßig (4 A 364/2007
16. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dresden begründet
Schwergewichtigkeit (z. B. einer 158 Kilogramm wiegenden arbeitslosen
siebenundzwanzigjährigen Näherin) allein keinen Anspruch auf eine Kur gegen die
gesetzliche Rentenversicherung (33 R 2012/2005 6. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München ist eine allgemeine
Geschäftsbedingung der Münchener Verkehrsgesellschaft, nach der ein für den
Verlust seiner Jahresmarke eine Ersatzmarke erhaltender Kunde das
Jahresabonnement nicht mehr kündigen darf, rechtmäßig (261 C 8730/2006 1.
August 2006).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist ein Sexualstraftätern das Leben in der Nähe von Schulen,
Spielplätzen, Kirchen und ähnlichen Orten verbietendes Gesetz wegen zu starker
Beschränkung des Eigentumsrechts verfassungswidrig.
Nach einer Entscheidung des neu regimetreu besetzten Verfassungsgerichts
Pakistans ist eine sechste Eingabe gegen die Wahl Pervez Musharrafs verworfen.
Nach einer Entscheidung des Bundeskartellamts Deutschlands darf Faber keine
Minderheitsbeteiligung an Langenthal GmbH & Co. KG erwerben.
Nach einer Entscheidung des internationalen Skiverbands sind Roland Diethart,
Johannes Eder und Martin Tauber wegen Dopings in Turin 2006 für zwei Jahre
gesperrt.
Das die Haftung des Verursachers für Umweltschäden festlegende
Umweltschadensgesetz Deutschlands ist am 14. November 2007 in Kraft getreten.
† Heigert, Hans Mainz 21. 03. 1925-München 17. 11. 2007.
2007-11-21 Nach Entscheidungen des Bundesfinanzhofs Deutschlands
muss ein seine Bücher mit Hilfe von Datenverarbeitungssystemen führender
Steuerpflichtiger bei einer Außenprüfung die Daten dem Finanzamt vollständig
zugänglich machen (I B 53/2007 26. September 2007 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist die
Gegenvorstellung als Rechtsbehelf möglicherweise nicht statthaft (V S 10/2007
26. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim darf bwin
Internetsportwetten in Baden-Württemberg nicht mehr anbieten (6 S 2223/2007 5.
November 2007).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Hessen hat ein
Schwerstbehinderter bei Bedarf Anspruch auf eine Doppelausstattung mit
Hilfsmitteln (z. B. Sitzschalen à 4500 Euro) (1 KR 230/2007 ER 21. November
2007).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Hamburg ist die Pauschalierung nicht
abziehbarer Betriebsausgaben im Körperschaftsteuerrecht bei Beteiligung einer
Kapitalgesellschaft an einer Tochtergesellschaft möglicherweise
verfassungswidrig (21. November 2007).
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Dresden kann der Erholungswert
eines Waldes höher einzustufen sein als das wirtschaftliche Interesse an
bergbaulicher Nutzung eines in einem Landschaftsschutzgebiet (z. B.
Westlausitz) liegenden Grundstücks, so dass eine Gemeinde ein Vorkaufsrecht
ausüben darf (13 K 254/2002 13. November 2007 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Main darf ein ein spanisches
Schengenvisum durch Täuschung erlangender fünfzehnjähriger Russe seinen in
Rheinhessen lebenden Vater nur mit einem gültigen Visum besuchen (4 L 638/2007
22. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Dillingen sind drei Angeklagte wegen
des Schleusens der angeblichen Handballnationalmannschaft Sri Lankas im Jahr
2004 verurteilt, während das Verfahren gegen drei weitere Angeklagte gegen
Zahlung einer Geldbuße von 2000 Euro eingestellt ist.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München muss ein 977 Euro netto
verdienender Vater zwecks Sicherung des Unterhaltsanspruchs seiner dreijährigen
Tochter einen 400-Euro-Job zusätzlich annehmen (554 F 10908/2006 29. Februar
2007).
Nach einer Entscheidung des internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag
beginnt das Strafverfahren gegen Thomas Lubanga Dyilo am 32. März 2008.
Nach einer Entscheidung der Finanzmarktaufsicht Österreichs muss Meinl European
Land wegen Aktienrückkäufen 100000 Euro Geldbuße zahlen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist Warren Jeffs wegen Beihilfe zur Vergewaltigung durch Zwangsheirat
zu mindestens zehn Jahren Haft verurteilt.
Gabriele Pauli tritt aus der Christlich Sozialen Union aus.
Olaf Scholz ist zum Bundesarbeitsminister Deutschlands ernannt.
iphone ist (für 999 Euro) auch ohne einen T-Mobile-Vertrag erhältlich.
Am Saum des Palatin nahe des von Kaiser Augustus gestifteten Apollotempels ist
in sechzehn Metern Tiefe eine mit Mosaik ausgekleidete Grotte von 8 Metern Höhe
und 7,5 Metern Durchmesser entdeckt, die
als Lupercale erklärt wird, in dem die Verehrung der Romulus und Remus
säugenden Wölfin stattgefunden haben soll.
2007-11-20 Möglicherweise ist Forschern die künstliche Verjüngung
von Hautzellen gelungen.
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs kann eine gleich lautende
Firma (z. B. Einzelhandelsgeschäft Céline Sarl in Nancy neben Marke Céline in
Frankreich) rechtmäßig sein (C-17/2006).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bamberg ist ein
Gebrauchtwagenhändler zu Auskünften über Vorschäden verpflichtet und kann der
Käufer bei Pflichtverletzung vom Kaufvertrag zurücktreten (6 U 18/2007 21.
September 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe muss ein Kinderarzt
90000 Euro Schmerzensgeld an ein Kind zahlen, weil er es pflichtwidrig nicht an
einen Augenarzt überwiesen hat, der eine drohende Erblindung erkannt hätte (7 U
251/2006 14. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern hat ein Sunnite aus
dem Zentralirak Anspruch auf Abschiebeschutz in Deutschland (23 B 30496/2007
14. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Hessen hat ein Staatsbürger
eines anderen Mitgliedstaats der Europäischen Union (z. B. Litauen) keinen
Anspruch auf eine Sozialleistung in Deutschland (z. B. Hartz IV
Arbeitslosengeld II), wenn er nur Schwarzarbeit ausgeübt hat und sich sein
Aufenthaltsrecht nur aus dem Zweck der Arbeitssuche ergibt (9 AS 44/2007 ER13.
September 2007).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen sind Glücksspiele mit
Geldeinsatz seit Inkrafttreten der Neufassung des § 4 Nr. 9 Buchstabe b UStG am
6. Mai 2006 nicht mehr von der Umsatzsteuer befreit (5 K 137/2007 18. Oktober
2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Chemnitz ist Detlef C. wegen Ermordung
eines Paares auf einer Karibikinsel wegen eines Streits um 135000 Euro zu
lebenslanger Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main ist eine Klage auf
Schadensersatz gegen die Frankfurter Sparkasse wegen Mitwirkung am Betrugsfall
Phoenix Kapitaldienst abgewiesen.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Augsburg darf die
Nationaldemokratische Partei Deutschlands in Günzburg eine Parteiveranstaltung
mit Musik abhalten, da sie nicht verboten ist, die Widmung des Tagungszentrums
nicht eingeschränkt ist und keine Anhaltspunkte für bevorstehende Straftaten
vorliegen.
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Düsseldorf kann ein bei seinen
Eltern mit Hauptwohnsitz gemeldeter Student für sein Studentenzimmer nicht zur
Zweitwohnungsteuer herangezogen werden (25 K 2703/2007 19. 11. 2007 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart ist Prostitution in
Gemeinden unter 35000 Einwohnern verboten (1 K 5339/2007 5. November 2007).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist Mike Tyson wegen Kokainbesitzes und Fahrens unter Drogeneinfluss zu
einem Tag Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung der Europäischen Kommission müssen Sony, Fuji und
Maxell 75 Millionen Euro Buße wegen Preisabsprachen zahlen.
Axa leistet erste Zahlungen auf die in Höhe von 17,5 Millionen Dollar
vereinbarte Entschädigung an Nachkommen lebensversicherter, im osmanischen
Reich ermordeter Armenier.
Khieu Samphan wird in Kambodscha verhaftet und an das zuständige
Völkermordtribunal überstellt.
Bawag verkauft den Hafnersee und den Maltschacher See für 43 Millionen Euro an
das Land Kärnten.
Der Euro erreicht einen Wert von 1,48 Dollar.
Japan sammelt biometrische Daten Einreisender.
2007-11-19 Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe
haftet ein als Heilbehandlungsarzt einer Berufsgenossenschaft zugelassener Arzt
bei Diagnosefehlern persönlich (7 U 101/2006 14. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Arnsberg können Studierende,
die im Rahmen eines Studiums an einer inländischen Hochschule ein
Auslandssemester absolvieren, einen
Anspruch auf Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz für die
Studiengebühren der ausländischen Hochschule (z. B. 7500 australische Dollar)
haben (10 K 2401/2005 24. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main ist eine
Klage eines syrischen Studenten gegen eine Sperre seines Kontos bei einer
Großbank durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht abgewiesen
(1 E 5781/2006 [1]).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Nürnberg ist es für eine Klage der
Deutscher Bahn gegen die Gewerkschaft deutscher Lokomotivführer unzuständig.
Nach Entscheidungen der zweiten Vergabekammer des Bundes sind
Arzneimittelrabattverträge gesetzlicher Krankenkassen öffentliche Aufträge, für
die das Kartellvergaberecht und die Verdingungsordnung für Leistungen zu
beachten sind.
Vodafone D2 erwirkt eine einstweilige Verfügung gegen den ausschließlichen
Vertrieb des iphone durch T-Mobile.
Nach einer Entscheidung des gemeinsamen Bundesausschusses müssen gesetzliche
Krankenkassen die Kosten für Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung von
Hautkrebs übernehmen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika sind die Standards für den Benzinverbrauch von Luxusgeländewagen,
Minivans und Kleintransportern nicht streng genug.
Nach Entscheidungen des Verfassungsgerichts Pakistans sind Klagen gegen die
Wiederwahl des Präsidenten Musharraf abgewiesen.
Ikea ruft die Matratzen Sultan Hamnö und Hasselbäck zurück.
Der Landtag Hessens hat am 14. November 2007 ein zum 1. Januar 2008 in Kraft
tretendes Jugendstrafvollzugsgesetz verabschiedet.
SAB-Miller bietet 816 Millionen Euro für den Bierhersteller Grolsch.
Deutschland stellt 150 Millionen Euro für die Schaffung von Stellen für 200
Professorinnen bereit.
Der deutsche Aktienindex sinkt auf 7512 Punkte.
2007-11-18 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs
Deutschlands richtet sich, wenn das Vollstreckungsgericht den Zuschlag im
ersten Termin nach § 85a I ZVG versagt, obwohl es das Gebot wegen
Rechtsmissbrauchs hätte zurückweisen müssen, das weitere Verfahren nach der
formell rechtskräftigen, wenn auch falschen Zwischenentscheidung (V ZB 118/2006
5. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kommt, wenn die
Hauptsacheklage nach Ablauf der gemäß § 494a I ZPO gesetzten Frist, jedoch vor
einer Entscheidung nach § 494a II ZPO erhoben wird, eine Entscheidung nach §
494a II ZPO nicht mehr in Betracht (VII ZB 118/2006 28. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die in Art. 10
I EGBGB enthaltene Verweisung auf das Heimatrecht des Namensträgers eine
Gesamtverweisung im Sinne des Art. 4 I 1 EGBGB, die auch das Kollisionsrecht
des ausländischen Staates (z. B. Türkei) umfasst, so dass etwaige Rück- und
Weiterverweisungen zu beachten sind (XII ZB 17/2004 20. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat die
Beschlagnahme eines Gegenstands nach § 111c I bis IV StPO im Insolvenzverfahren
keine Wirkung (IX ZR 41/2005 24. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf im Strafverfahren
eine gerichtliche Anordnung, den Betrag
einer beschlagnahmten Forderung an den Verletzten einer Straftat
auszubezahlen, nach dem Gesetz nicht ergehen, doch ist die Anordnung nicht
unwirksam (IX ZR 97/2004 24. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands liegt, wenn bei
Neuvergabe von Schlachtarbeiten in einem Schlachthof Schlacht- und
Zerlegearbeiten nicht in organisatorisch selbständigen Teilbetrieben
durchgeführt werden, ein einheitlicher Betriebsübergang auf einen neuen
Auftragnehmer vor (8 AZR 519/2006 29. März 2007).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin kann ein eine Aufrechnung
gegen den Anspruch seines Mandanten auf Herausgabe in Empfang genommener Gelder
mit eigenen Ansprüchen aufrechnen wollender, aber die Aufrechnung nicht
erklärender Rechtsanwalt wegen Untreue strafbar sein ([4] 1 Ss 186/2005
[94/2005] 23. März 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz kann auch bei einer
Verurteilung zu künftig fällig werdenden Leistungen nur dann gemäß § 524 II 3
ZPO unbefristet Anschlussberufung eingelegt werden, wenn diese auf eine
Änderung der Verhältnisse gestützt wird, die erst während des
Berufungsverfahrens eingetreten ist und innerhalb der Frist nicht mehr geltend
gemacht werden konnte (7 UF 155/2007 14. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Hamburg muss eine über eine
notwendige Taxenordnung hinausgehende Belastung der Taxenunternehmer seitens
eines privaten Flughafenbetreibers durch die spezifischen Bedürfnisse der
Flughafenpassagiere gerechtfertigt sein (1 Bs 182/21006 5. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz ist für die Klage
eines schwerbehinderten Menschen auf Schadensersatz gemäß § 15 I 1 AGG der
Rechtsweg zu den Verwaltungsgerichten eröffnet, wenn der geltend gemachte
Anspruch auf einen Verstoß gegen das Benachteiligungsverbot bei der Bewerbung
auf Einstellung als Richter oder Beamter gestützt wird (2 F 10596/2007 22. Juni
2007).
Nach einer Entscheidung des Berufungsgerichts des Internationalen
Automobilverbands ist die Klage McLaren-Mercedes’ gegen das Urteil der
Streckenkommissare bei dem Formel-1-Rennen in Brasilien aus formalen Gründen
abgewiesen.
2007-11-17 Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs
ist Art. 6 Nr. 1 der Verordnung (EG) Nr. 44/2001 des Rates vom 22. 12. 2000
über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von
Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen dahin auszulegen, dass es seiner
Anwendung nicht entgegensteht, dass gegen mehrere Beklagte erhobene Klagen auf
unterschiedlichen Rechtsgrundlagen beruhen, wenn zwecks Vermeidung
widersprechender Entscheidungen eine gemeinsame Verhandlung und Entscheidung
geboten erscheint (C-98/2006 11. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands lässt sich
für die Abtretung einer Darlehensforderung durch ein Kreditinstitut bei
typisierender Betrachtung nicht feststellen, dass dem Geheimhaltungsinteresse
des Schuldners der Vorzug zu geben ist (1 BvR 1025/2007 11. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands verletzt die
Ablehnung einer Pauschgebühr nicht die Berufsausübungsfreiheit des
Pflichtverteidigers, wenn die gesetzlichen Gebühren dem Pflichtverteidiger
zumutbar sind, d. h. für erbrachte Sonderopfer eine zusätzliche Vergütung
gewähren (2 BvR 51/2007 20. März 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist im
Vaterschaftsfeststellungsverfahren dem Beklagten mit Prozesskostenhilfe auf
seinen Antrag regelmäßig sogleich ein Rechtsanwalt beizuordnen (XII ZB 27/2007
11. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein
Rechtsanwalt mit der Notierung und Überwachung grundsätzlich nicht noch
auszubildende Kräfte betrauen oder muss diese vollständig überprüfen (XII ZB
109/2004 11. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands bewirkt bei von
zwei Prozessbevollmächtigten eingelegten Berufungen die Zurücknahme der
Berufung durch einen Rechtsanwalt den Verlust des Rechtsmittels (XII ZB 82/2006
30. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands sind
Reisekosten eines als Hausanwalt eines Naturschutzverbands für dessen
Regionalverband bei dem Bundesverwaltungsgericht eine naturschutzrechtliche
Verbandsklage erhebenden Rechtsanwalts auch dann voll erstattungsfähig, wenn
der Kanzleisitz weiter von Leipzig entfernt ist als der Regionalverbandssitz (9
KSt 5/2007 11. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist die
Festsetzung eines Ordnungsgeldes gegen eine anordnungswidrig nicht erschienene
Partei ermessensfehlerhaft, wenn in dem Termin keine Fragen zum Sachverhalt
offen geblieben sind und der Rechtsstreit ohne weiteren Tatsachenvortrag durch
Urteil entschieden wird (3 AZB 50/2005 20. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands begründet der
Abschluss eines Aufhebungsvertrags zwischen Arbeitnehmer und Insolvenzverwalter
keine Schadensersatzansprüche gemäß § 113 S. 3 InsO (6 AZR 622/2006 25. April
2007).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin ist § 283 I Nr. 7 lit. b ein
echtes Unterlassungsdelikt, so dass die Strafbarkeit entfällt, wenn der Täter
aus fachlichen oder finanziellen Gründen zur Erstellung einer Bilanz nicht in
der Lage war ([4] 1 Ss 261/2006 [147/2007] 18. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin tritt bei Tod eines sich
selbst vertretenden Rechtsanwalts nach Bestellung eines allgemeinen Vertreters
eine Unterbrechung des Verfahrens erst mit der Löschung in der Liste der
zugelassenen Rechtsanwälte ein (2 W 89/2007 9. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm kann auch ohne Mitwirkung
eines Arztes in Selbstvornahme eine künstliche Befruchtung gemäß § 1600 IV BGB
erfolgen (9 UF 19/2006 2. Februar 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Hamburg kann die Ausübung
eines Zurückbehaltungsrechts einer Behörde an einem sichergestellten Fahrzeug
im Einzelfall gegen das Übermaßverbot verstoßen, wenn der Kostenpflichtige
glaubhaft macht, die Kosten nicht kurzfristig begleichen zu können und das
sichergestellte Fahrzeug aus zwingenden Gründen dringend und unverzüglich zu
benötigen (3 Bs 94/2007 22. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg ist der aus § 19
NdsJAG bei Bestehen der zweiten juristischen Staatsprüfung folgende Ausschluss
einer Wiederholung zwecks Notenverbesserung verfassungsgemäß (2 LA 213/2006 12.
Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Krefeld bezieht sich ein pauschaler
Gewährleistungsausschluss auf Sachmängel, nicht auf die Einstandspflicht für
die vertraglich vereinbarte Sollbeschaffenheit des Kaufgegenstands (z. B.
Goldgehalt einer Münze) (1 S 44/2007 24. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Menden begründet die Entziehung der
vertraglich eingeräumten Mitbenutzung eines Fahrradkellers eine Mietminderung
um 2,5 Prozent (4 C 407/2006).
*Ringleb, Henrik-Michael/Kremer, Thomas/Lutter, Marcus/Werder, Axel von,
Deutscher Corporate Governance Kodex, 3. A. 2008
*Emmerich, Volker/Habersack, Mathias, Aktien- und GmbH-Konzernrecht, 5. A. 2008
*Bauer/Göpfert/Krieger, Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz, 2. A. 2008
*Meyer, Dieter, Gerichtskostengesetz, 9. A: 2007).
*Englisches Gesellschaftsrecht, hg. v. Just, Clemens, 2008
2007-11-16 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts
Deutschlands darf bei Verweigerung der Mitwirkung an der Durchführung einer
fehlerhaft bekannt gemachten Anordnung einer Urinprobe eines des Drogenkonsums
verdächtigen Strafgefangenen keine Disziplinarmaßnahme verhängt werden (2 BvR
1136/2007 6. November 2007).
Nach Entscheidungen des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ihre Kinder aus
Glaubensgründen vom Schulbesuch abhaltenden Eltern das Sorgerecht entzogen
werden (XII ZB 41/2007 11. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein zur
Feststellung der Abstammung die Einholung eines Sachverständigenbeschlusses
anordnender Beweisbeschluss weder mit einer Beschwerde noch mit einer Berufung
angefochten werden (XII ZB 199/2005 4. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind Eintragungen
eines Rechtsanwalts in seinem Fristenkalender auf Grund mündlicher Mitteilung
des Gerichts mit einer anschließenden schriftlichen Mitteilung zu vergleichen
(I ZB 5/2006 14. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bremen sind die
Preisanpassungsklauseln des Gasregionalversorgers SWB AG rechtswidrig (5 U
42/2006).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Sachsen-Anhalt hat eine junge
Witwe auch nach kurzer Ehedauer einen Anspruch auf Hinterbliebenenrente, wenn
der Ehemann ihr eine schwere Krebserkrankung verschwiegen hat (3 RJ 126/2005
20. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main darf ein
Grundstück in Hanau-Wolfgang als Zwischenlager für radioaktive Abfälle benutzt
werden (4 E 3298/2006 14. November 2007).
Der Bundestag Deutschlands beschließt die Senkung des Beitragssatzes zur
Arbeitslosenversicherung on 4,2 auf 3,3 Prozent.
Der Bundestag Deutschlands beschließt eine längere Bezugsdauer des
Arbeitslosengelds I für ältere Arbeitslose.
Der Bundestag Deutschlands beschießt mit 377 gegen 166 Stimmen eine Erhöhung
der Diäten bis 2009 auf 7668 Euro monatlich, womit ein Abgeordneter deutlich
weniger verdiene als ein herausragender Fußballspieler.
Edeka schließt Netto (4 Milliarden Euro Umsatz) mit Tengelmanns Plus (7
Milliarden Euro Umsatz) zu einem Gemeinschaftsunternehmen im Verhältnis 70 zu
30 gegen Aldi (23 Milliarden Euro Umsatz) und Lidl (13,8 Milliarden Euro
Umsatz) zusammen.
Die evangelischen Landeskirchen von Thüringen und Sachsen vereinigen sich.
Die sächsische Akademie der Wissenschaften (Leopoldina) soll die deutsche Akademie
der Wissenschaften werden und Deutschland im Kreis der internationalen
Akademien vertreten.
2007-11-15 Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs
sind Kapseln mit Knoblauchextraktpulver keine verkehrsgenehmigungspflichtigen
Arzneimittel, weshalb das Erfordernis einer Verkehrsgenehmigung eine Verletzung
der Warenverkehrsfreiheit ist, die nicht durch Gründe des Gesundheitsschutzes
gerechtfertigt ist (C-319/2005 15. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Gerichts erster Instanz der europäischen
Gemeinschaften sind Teile der Verordnung der Europäischen Kommission zur
Verschärfung der Interventionskriterien für Mais wegen Verletzung des
Vertrauens von Landwirten durch nicht rechtzeitige Unterrichtung nichtig
(T-310/2006 15. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind mehrere
Entgelterhöhungen vorbehaltende Geschäftsbedingungen des Bezahlfernsehsenders
Paynet wegen mangelnder Durchschaubarkeit rechtswidrig (III ZR 247/2007 15.
November 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein Vermieter
die von einem Abrechungsunternehmen auferlegte Nutzerwechselgebühr nicht auf
einen vor Ablauf der Abrechnungsperiode ausziehenden Mieter abwälzen, weil es
sich um nicht umlagefähige Verwaltungskosten handelt (VIII ZR 19/2007 14.
November 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist für die
Rechtmäßigkeit einer Ausweisung der Zeitpunkt der gerichtlichen Entscheidung
maßgebend (1 C 45/2006).
Nach Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist eine
Beschränkung des Waffenerwerbs für Sportschützen auf regelmäßig nur zwei Waffen
je Halbjahr (Erwerbsstreckungsgebot) rechtsmäßig (6 C 1/2007 14. November 2007
u. a.).
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Innsbruck ist in dem am 27. Mai 2005
im Verlag Berenkamp erschienenen Buch Die Hölle hat viele Namen der objektive
Tatbestand der üblen Nachrede verwirklicht, so dass das Buch eingezogen und der
an der Universität Innsbruck bezahlte Medieninhaber Dr. Wolfgang
Ingenhaeff-Berenkamp zur Zahlung von 2000 Euro und zum Ersatz der Kosten des
Verfahrens verurteilt ist.
Nach einer Entscheidung des Verfassungsrats Frankreichs ist die Erhebung
ethnischer Angaben von Einwanderern verfassungswidrig, die Einführung von
Gentests bei Prüfung der Familienzusammenführung rechtmäßig.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Großbritanniens darf Abu Hamza
al Masri an die Vereinigten Staaten von Amerika ausgeliefert werden.
Die Bundesregierung Deutschlands stimmt dem in Lissabon beschlossenen
europäischen Reformvertrag zu.
Der Bundestag Deutschland stimmt der Verlängerung der Beteiligung Deutschlands
an der Antiterrormission Enduring Freedom zu.
Das Europäische Parlament stimmt der Abschaffung der Grenzkontrollen zu Estland,
Lettland, Litauen, Ungarn, Malta, Polen, Slowenien, Slowakei und Tschechien zu.
Das Europäische Parlament beschließt eine neue Bodenschutzrichtlinie.
Dwe Zwangsausschluss von Minderheitsaktionären der Wella AG ist wirksam.
Michael Rasmussen ist zu Recht von der Tour de France 2007 ausgeschlossen
worden.
† Dyckerhoff, Robert 4. Dezember 1904-12. November 2007.
2007-11-14 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes
Deutschlands darf das Zweite Deutsche Fernsehen mit Bildern von einem Verfahren um den Müllskandal von Köln
gegen Norbert Rüther und Klaus Heugel berichten (1 BvR 2855/2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
Neufassung des Hufbeschlaggesetzes wegen Verletzung der Berufsfreiheit teilweise
verfassungswidrig (1 BvR 2186/2006 3. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Kürzung von
Zusatzrenten im öffentlichen Dienst durch Umstellung seitens der
Versorgungsanstalt für die Angestellten und Arbeiter des öffentlichen Dienstes
teilweise rechtswidrig (IV ZR 74/2006 14. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Haltung
ganz kleiner Haustiere in einer Wohnung zulässig, doch kann der Vermieter die
Haltung von Katzen und Hunden ausschließen (VIII ZR 340/2006 14. November
2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann ein
Anspruch auf Teilzeit auch bei nicht ausgeschöpfter Quote einer tariflichen Härtefallregelung bei
erheblichen Störungen tariflicher Arbeitszeitmodelle abgelehnt werden (9 AZR
36/2007 13. November 2007).
Nach Entscheidungen des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands können
Flugbegleiterinnen einer amerikanischen Fluggesellschaft trotz Vereinbarung der
Geltung des Rechts von Illinois und eines dortigen Gerichtsstands einen
Anspruch auf Verringerung der Arbeitszeit nach deutschem Recht haben, doch hat
§ 8 TzBfG keine zwingende Wirkung (9 AZR 134/2007 13. November 2007 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf dürfen
Fluggesellschaften nur mit einen Kerosinzuschlag einschließenden Flugpreisen
werben.
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Bautzen darf die
Waldschlösschenbrücke im Elbetal bei Dresden gebaut werden, weil eine
Fledermausart durch sie nicht bedroht ist, wenn die Kraftfahrzeuge nachts
langsamer als 30 Stundenkilometer fahren.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz ist ein Unfall bei
einer Morgendusche einer Beamtin während eines auswärtigen Lehrgangs kein
Dienstunfall, wenn die Dusche nicht dienstlich etwa durch schweißtreibenden
Dienstsport, Übungen im Gelände oder Tätigkeiten an Maschinen erforderlich war
(2 K 350/2007 25. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Baden-Württemberg muss eine
gesetzliche Krankenkasse ihren Versicherten die Kosten eines notwenigen
Blindenhundes zahlen (4 KR 5486/2005 26. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München ist Andreas Schmid als Gründer
des VIP-Medienfonds wegen Steuerhinterziehung durch Verschaffung beträchtlicher
Steuervorteile in gesetzwidriger Weise zu sechs Jahren Haft verurteilt, Andreas
Grosch zu zwei Jahren Haft mit Bewährung und zu einer Buße von 30000 Euro.
Nach Entscheidungen der Staatsanwaltschaft Düsseldorf sind Ermittlungsverfahren
gegen Michael Frenzel und andere wegen des Zusammenbruchs Babcock Borsigs gegen
Zahlung von Auflagen von bis zu 750000 Euro eingestellt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika muss die Regierung Kopien aller e-mails bis zur Überprüfung auf ihre
Archivierung aufbewahren.
Das Verkehrsministerium Russlands verlängert vorläufig Überflugrechte der
Lufthansa Cargo über Russland.
Kroeschell, Karl 80.
2007-11-13 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts
Deutschlands ist eine Verfassungsbeschwerde dreier öffentlich geförderter
Altenheimpflegeeinrichtungen eines kirchlichen Trägers in Brandenburg gegen die
gesetzlich vorgesehene Belegung freier Plätze mit sozial bedürftigen Einwohnern
Brandenburgs nicht zur Entscheidung angenommen (2 BvR 1095/2005 17. Oktober
2007).
Nach Entscheidungen des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann (z. B. von
Franziska von Almsick) keine vorbeugende Unterlassungsklage gegen die
Veröffentlichung unbekannter Bilder (aus dem Urlaub) mit unbekanntem Kontext
gegen Zeitschriftenverlage erhoben werden (VI R 265/2006 13. November 2007 u.
a.).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf dürfen Drucker (z. B.
Canons) nicht mit hohen Pauschalabgaben für Urheberrechte (z. B. VG Worts)
belegt werden.
Nach einem Anerkenntnisurteil des Oberlandesgerichts Karlsruhe ist die
Bausparkasse Badenia AG verpflichtet, wegen einer Schrottimmobilie der Klägerin
rund 12000 Euro zu zahlen, sie von allen Verbindlichkeiten aus einem
Darlehensvertrag mit einer Bank freizustellen, ein Angebot der Bank auf
Rückabtretung der abgetretenen Ansprüche herbeizuführen und sämtliche ab Juni
2000 entstandenen und künftig noch entstehenden Schäden in Zusammenhang mit dem
Kauf der Immobilie zu ersetzen (17 U 85/2007).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg darf einem wegen
gewerbsmäßigen Betrugs verurteilten, überschuldeten Inkassounternehmer die
Ausübung seiner Tätigkeit untersagt werden (8 LA 88/2007 8. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Hessen dürfen deutsche
Gerichte Klagen (z. B. auf eine Rentennachzahlung in der Türkei) gegen die
Türkei bzw. eine türkische Sozialversicherung nicht annehmen (2 AR 7/2006 12.
Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg können bis zu
11000mal jährlich durchgeführte Wertpapierkäufe und Wertpapierverkäufe an einem
Tag (daytrading) nichtgewerblich und damit zwar einkommensteuerpflichtig, aber
nicht gewerbesteuerpflichtig sein (3 K 5109/2003 B 29. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Coburg kann unter dem gewöhnlichen
Verkaufspreis eines Kraftfahrzeugs bei der Abrechnung eines vorzeitig beendeten
Personenkraftfahrzeugfinanzierungsvertrags der Händlereinkaufswert und nicht
der Händlerverkaufswert zu verstehen sein (11 O 220/2007 21. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Gießen muss die Universität
Marburg nach einem Eilverfahren Studiengebühren zurückerstatten.
Patrick Sinkewitz’ Testosterondoping soll mit einer Geldbuße von 25000 Euro
belegt werden.
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft Leipzig ist gegen einen
Zweiundzwanzigjährigen wegen der Verfolgung von Indern in Mügeln ein
Strafbefehl wegen Volksverhetzung erlassen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Spaniens sind zwei Zeichner in
El Jueves wegen Beleidigung des Prinzenpaars zu je 3000 Euro Geldstrafe
verurteilt.
In Deutschland kann die Mindesthaftpflichtversicherungssumme von 7,5Millionen
Euro künftig auch von einem einzigen Opfer ausgeschöpft werden
(Mindestsachschädenhaftung 1 Million Euro pro Schadensfall, bei
Gefährdungshaftung bei Personenschäden höchstens 5 Millionen Euro pro
Schadensfall, bei Sachschäden höchstens eine Million).
Fast 10 Prozent der Väter Deutschlands nehmen Elternzeit, meist aber nur die
mindestens vorgeschriebenen 2 Monate.
Ein neuer Text des Abkommens von Lugano über die gerichtliche Zuständigkeit und
die Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen ist
von der Europäischen Gemeinschaft, der Schweiz, Norwegen und Liechtenstein
unterzeichnet.
Seit 13. November 2007 ist ein bundeseinheitliches Rechtsanwaltsregister mit
etwa 150000 Adressen von Rechtsanwälten in Deutschland zugänglich (www.rechtsanwaltsregister.org).
Der Vizekanzler Deutschlands (Franz Müntefering) tritt zurück und wird durch
Frank-Walter Steinmeier als Vizekanzler und Olaf Scholz als Arbeitsminister
ersetzt.
Die Regierung Bayerns beschließt eine Erhöhung seiner Beamtenbesoldung um 3
Prozent.
2007-11-12 Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs
muss die Auslegung nationaler Arzneimittelgesetze unter Beachtung
gemeinschaftsrechtlicher Vorlagen erfolgen und ist eine Auslosung im Internet,
bei deren Teilnahme ein Arzneimittel als Preis ausgelobt wird, auch ohne
ausdrückliche Regelung im gemeinschaftsrechtlichen Arzneimittelwerberecht
verboten (C-374/2005 8. November 2007).
Nach Entscheidungen des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Werbung einer
Kraftfahrzeugreparaturwerkstätte mit einer teilweisen Rückerstattung des
Selbstbehalts bei einer Teilkaskoversicherung wettbewerbsrechtswidrig (I ZR
192/2006 8. November 2007 u. a).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin muss der Halter eines von
einem anderen Kraftfahrzeugführer bei einem Zusammenstoß auf das Kraftfahrzeug
eines Dritten geschobenen Kraftfahrzeugs (z. B. Polizeiwagens) auf Grund der
Betriebsgefahr dem Dritten den entstandenen Schaden ersetzen, kann aber
Rückgriff nehmen (12 U 151/2005 20. November 2006).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster dürfen bei
multiple-choice-Prüfungen nur die auf dem Antwortbeleg vorhandenen Antworten
berücksichtigt werden (14 A 5273/2005 7. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Augsburg sind drei Männer wegen
Sachbeschädigung in rund 80 Fällen zu Haft zwischen drei und vier Jahren
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I muss die Versicherung des
ADAC einem aus den Vereinigten Staaten von Amerika nichtrücktransportierten
Schutzbriefinhaber 2000 Euro Schmerzensgeld zahlen (6 S 20960/2006).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Regensburg ist ein seine ehemalige Freundin und drei
Polizisten verletzender Elektriker wegen versuchten Totschlags und
Körperverletzung zu zehn Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Köln muss RTL für Dieter Bohlen
173000 Euro an die Künstlersozialversicherungskasse zahlen.
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichts Spaniens ist die Bestrafung der
Leugnung des Holocaust wegen Verletzung der Meinungsfreiheit verfassungswidrig.
Nach einer Entscheidung der Vergabekammer bei der Bezirksregierung Düsseldorf
darf die Allgemeine Ortskrankenkasse für 40 Wirkstoffe derzeit keine
Rabattverträge schließen.
Der Bundespräsident Deutschlands hat keine Bedenken gegen die Neufassung des
Verbraucherinformationsgesetzes.
In Bürgerentscheiden lehnen die Bürger Erbachs und Michelstadts den von den
Gemeindeorganen beschlossenen Zusammenschluss ab.
Die NordLB erwirbt die Deutsche Hypothekenbank für 485 Millionen Euro.
Der Senat der Vereinigten Staaten von Amerika bestätigt mit 53 zu 40 Stimmen
die Bestellung Michael Mukaseys als Justizminister.
Epcos von Siemens stellt aus Kostengründen den 1999 Börsenhandel in New York
ein.
2007-11-11 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts
Deutschlands ist ein nach § 6 SpruchG bestellter gemeinsamer Vertreter im
Verfassungsbeschwerdeverfahren grundsätzlich nicht beschwerdeberechtigt, soweit
er die Verletzung materieller Grundrechte von Aktionären rügt und handelt es
sich bei der Verschmelzungsregelung des Umwandlungsgesetzes um eine zulässige
Inhalts- und Schrankenbestimmung des Eigentums (1 BvR 1267/2006 30. Mai 2007 u.
a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist das Eigengebot
des Gläubigervertreters in der Zwangsversteigerung von Grundstücken, das
ausschließlich darauf gerichtet ist, zu Gunsten des Gläubigers und zu Lasten
des Schuldners die Rechtsfolgen des § 85a I und II ZVG herbeizuführen,
rechtsmissbräuchlich und unwirksam (V ZB 83/2006 10. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands wirken
vorprozessual aufgewendete Kosten zur Durchsetzung des im laufenden Verfahrens
geltend gemachten Hauptanspruchs nicht werterhöhend (X ZB 7/2006 30. Januar
2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands richtet sich der
Wert eines Streites über die Höhe der Zwangsverwaltervergütung nach dem
Vergütungsinteresse des Zwangsverwalters (V ZB 63/2006 8. März 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann eine
Entscheidung über die Zulassung der Rechtsbeschwerde auch in den Gründen eines
nicht verkündeten Beschlusses des Landesarbeitsgerichts erfolgen (5 AZB 43/2006
17. Januar 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann eine ein
Haftungsrisiko nicht zu Gunsten des Arbeitnehmers abdeckende Versicherung bei
der Beurteilung des Haftungsumfangs (z. B. eines Wertpapierhändlers gegenüber
einer Bank) nicht berücksichtigt werden (8 AZR 250/2006) 18. Januar 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist der
Veräußerungserlös aus Down-Rating-Anleihen nicht nach § 20 II EStG nach Maßgabe
der Marktrendite steuerbar (VIII R 6/2005 13. Dezember 2006).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind Erträge aus der
Rückzahlung von DAX-Zertifikaten einkommensteuerpflichtig (VIII R 79/2003 13.
Dezember 2006).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind Kursgewinne aus
der Veräußerung von Reverse Floatern nicht nach § 20 II 1 Nr. 4 S. 2 EStG
steuerpflichtig (VIII R 97/2002 20. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kommt ernstlich in
Betracht, § 2 III UStG drittschützende Wirkung zu Gunsten von Wettbewerbern
beizulegen (VII R 24/2003 5. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main besteht für
Beanstandungen hinsichtlich der materiellrechtlichen Richtigkeit der
Überwachungsanordnung im Beschwerdeverfahren eines Telekommunikationsunternehmens
kein Raum (20 W 128/2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm kann eine Unzulässigkeit
der Aufrechterhaltung einer einstweiligen Entziehung der Fahrerlaubnis nur bei
groben Pflichtverletzungen und erheblichen, von der Justiz zu vertretenden
Verzögerungen eintreten (4 Ws 152/2007 21. März 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm bleibt auch bei
zwischenzeitlicher Aufgabe eines Betriebs eine Vorsteuerabzugsberechtigung
einer Partei für einen zur unternehmerischen Tätigkeit gehörenden Gegenstand
eines Rechtsstreits bestehen (23 W 80/2006 20. Januar 2006).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster rechtfertigt die
Durchführung nicht erforderlicher Dialysemaßnahmen die Anordnung des Ruhens der
Approbation als Arzt und deren sofortige Vollziehung (13 B 929/2007 31. Juli
2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Cottbus sind bei Freispruch eines
Betroffenen vom Vorwurf einer Geschwindigkeitsüberschreitung ohne Benennung des
tatsächlichen Fahrzeugführers die Kosten des Verfahrens und die notwendigen
Auslagen des Betroffenen der Staatskasse aufzuerlegen, wenn der Name des
tatsächlichen Fahrzeugführers für Gang und Dauer der weiteren Ermittlungen
bedeutungslos war (24 Qs 66/2007 25. April 2007).
2007-11-10 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts
Deutschlands liegt eine verfassungswidrige Erschwerung des Zugangs zum Gericht
vor, wenn eine wegen Arbeitsüberlastung des Prozessbevollmächtigten erstmals
beantrage Klageerwiderungsfrist nicht verlängert wird (1 BvR 602/2007 26. Juli
2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss der von einer
Gesellschaft mit beschränkter Haftung unterzeichnete Mietvertrag nicht mit
einem Zusatz i. V. unterzeichnet werden (XII ZR 121/2005 19. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein
kartellbedingter Mehrerlös vorrangig an Hand der Preisentwicklung auf
vergleichbaren Märkten zu bestimmen (KRB 12/2007 19. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine Mitteilung
eines Haftpflichtversicherers eines Schädigers an einen Geschädigten über eine
Honorarzahlung an einen Kraftfahrzeugverständigen keine Besorgung einer fremden
Rechtsangelegenheit (I ZR 19/2005 3. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands kann ein
zurechenbares erhebliches Zuwiderhandeln gegen die Grundsätze der
Menschlichkeit oder Rechtsstaatlichkeit regelmäßig angenommen werden, wenn der
Täter sich bewusst zum Vollstrecker nationalsozialistischer Unrechtsmaßnahmen
gemacht hat (5 C 5/2006 3. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist eine Wohnung
ständige Wohnstätte, wenn sie eine in den allgemeinen Lebensrhythmus des
Steuerpflichtigen einbezogene Anlaufstelle darstellt (I R 22/2006 5. Juni
2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Dresden offenbart ein durch eine
eigene Entscheidung ein Amtsgeheimnis Schaffender kein anvertrautes oder sonst
bekannt gewordenes Dienstgeheimnis (2 Ws 163/2007 11. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Dresden ist eine Anordnung der
Auskunftserteilung über Telekommunikationsverbindungen eines Presseangehörigen
in einem nicht gegen ihn gerichteten Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts
der Verletzung von Dienstgeheimnissen verfassungswidrig (2 Ws 164/2007 11.
September 2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim kann aus einer in
Deutschland verbotenen Doppelehe kein Aufenthaltsrecht im Wege des Familiennachzugs
hergeleitet werden (11 S 995/2007 21. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Essen ist der Stromausfall im
Münsterland vom 25. November 2007 nicht von Stromlieferanten verschuldet (3 O
48/2006 4. Mai 2007).
*Aktienrecht im Wandel, hg. v. Bayer, Walter/Habersack, Mathias, 2007
*Greger, Reinhard/Stubbe, Christian, Schiedsgutachten, 2007
*Häberle, P., Europäische Verfassungslehre, 5. A. 2007
2007-11-09 Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts
Deutschlands kann sich ein Arbeitnehmer im Kündigungsschutzverfahren bis zum
Schluss der mündlichen Verhandlung auf bisher nicht geltend gemachte Gründe für
die Unwirksamkeit der Kündigung berufen (z. B. Ausschluss der ordentlichen
Kündigung durch Tarifvertrag), für die aber die rechtzeitige Geltendmachung
nach §§ 4ff. KSchG zu beachten sein kann (2 AZR 314/2006 8. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann der
Arbeitgeber bei Zustimmung des Integrationsamts zur Kündigung eines
schwerbehinderten Menschen innerhalb eines Monats bei unverändertem
Kündigungsgrund mehrfach die Kündigung erklären (2 AZR 425/2006 8. November
2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist Riegeleins
Goldhase nicht mit Lindts Goldhase verwechslungsfähig.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Freiburg im Breisgau ist ein
31jähriger Bauarbeiter wegen Ermordung der 13jährigen Mirjam aus Auggen zu
lebenslanger Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln ist ein 16,5 Millionen Dollar
fälschender Grafiker zu sechs Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts München ist eine
Anfechtungsklage des Axel Springer Verlags gegen ein Expansionsverbot der
Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich bezüglich des
Fernsehgeschäfts abgewiesen.
Der Bundestag Deutschlands beschließt ein neues Unterhaltsrecht, nach dem bei
Trennung der Eltern Kinder den Vorrang haben und unverheiratete Eltern
verheirateten Eltern gleichstehen.
Der Bundestag Deutschlands beschließt die Errichtung eines Denkmals zur
Erinnerung an den Fall der Mauer und deutsche Freiheitsbewegungen.
Woolworth will in Deutschland wegen rückläufiger Umsätze 1650 Stellen abbauen.
Mariann Fischer Boel zerstreut Bedenken hinsichtlich der Beseitigung der
Bezeichnung Äppelwoi für Apfelwein durch die Europäische Kommission.
Merck & Co einigen sich mit einer Klägergruppe wegen Vioxx auf Zahlung von
4,85 Milliarden Dollar.
Benazir Bhutto wird in Pakistan unter Hausarrest gestellt.
2007-11-08 Nach Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs darf
ein Arzneimittelhersteller (z. B. Gintec International Import-Export GmbH)
Äußerungen Dritter (z. B. durch Kundenbefragungen) nicht dazu nutzen, um in
willkürlicher, abstoßender oder irreführender Weise zu behaupten, dass ein
Arzneimittel zur Genesung führe oder zur Unterstützung des allgemeinen
Wohlbefindens beitrage, und darf außerdem auch nicht monatlich ein frei
verkäufliches Ginsengerzeugnis auf seiner Internetseite verlosen (C-374/2005,
C-143/2006).
Nach einer Entscheidung des Gerichts erster Instanz der europäischen
Gemeinschaften ist die Ablehnung der Offenlegung der Namen aller Teilnehmer
eines im Rahmen eines Vertragsverletzungsverfahrens abgehaltenen Treffens durch
die Europäische Kommission rechtswidrig (T-194/2004 8. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands dürfen Ärzte ihre
Leistungen grundsätzlich an der oberen Grenze des Gebührenordnungsrahmens
abrechnen, weil der Gesetzgeber trotz Kenntnis dieser Tatsache bisher nichts
dagegen unternommen hat (III ZR 54/2007 8. November 2007).
Nach Entscheidungen des Bundessozialgerichts Deutschlands kann ein
vorsätzlicher rechtswidriger tätlicher Angriff im Sinne des
Opferentschädigungsgesetzes auch von einem viereinhalbjährigen Kind ausgehen
(9/9a VG 3/2006 R 8. November 2007 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf muss ein
Reiseveranstalter den Eltern eines durch ein unter Strom stehendes Abspannseil
auf einem indonesischen Schiff getöteten Jungen keinen Schadensersatz leisten,
weil die Gefahrenquelle auch bei Beachtung besonderer Sorgfalt nicht erkannt
werden konnte (12 U 222/2006 8. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main darf Henryk M.
Broder Abraham Melzer und Hajo Meyer als Kapazitäten für angewandte Judäophobie
bezeichnen, aber nicht behaupten, sie hätten mit jüdischem Antisemitismus eine
Marktlücke aufgetan, die sie mit braunem Dreck füllten.
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz können Aufwendungen
für die Erneuerung, die Reparatur und den Betrieb von Pumpen zur Verhinderung
der Überschwemmung des eigenen Kellers durch eine im Boden liegende Quelle
nicht als außergewöhnliche Belastung von den Einkünften abgezogen werden (3 K
2646/2005 9. Oktober 2007).
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Neustadt an der Weinstraße darf
eine Jagdbehörde bei erheblichen Waldschäden durch Rotwildverbiss erhöhte
Abschusszahlen festsetzen (4 L 1151/2007 16. Oktober 2007 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Justizministeriums Österreich wird ein Antrag auf
Wiederaufnahme des Strafverfahrens wegen des Gletscherbahnunglücks von Kaprun
nicht gestellt.
Der Bundestag Deutschlands billigt drei Milliarden Euro für
Puma-Schützenpanzer.
Die Schmierfeldzahlungen bei Siemens sollen 1,3 Milliarden Euro umfassen.
Die Universität Innsbruck zählt nicht mehr zu den besten 200 Universitäten.
2007-11-07 Nach einer Entscheidung des Gerichts erster Instanz der
europäischen Gemeinschaften ist die Entscheidung der Europäischen Kommission
gegen die Rechtmäßigkeit der nachträglichen Entziehung bereits erteilter
Verschmutzungsrechte in Deutschland rechtswidrig (T-374/2004 7. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Bestrafung
eines Lebensmittelhändlers mit 2 Jahren Haft mit Bewährung wegen Verletzung des
Lebensmittelrechts und gewerbsmäßigen Betrugs rechtmäßig (3 KLs 52 Js
22405/2004 7. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist eine nach
einem Betriebsübergang erfolgende einzelvertragliche Vereinbarung der Absenkung
einer Vergütung nicht rechtswidrig (5 AZR 1007/2006 7. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands ist die
gesetzliche Begrenzung der Zahlungsverpflichtung der Krankenkassen auf die
Hälfte der Kosten einer künstlichen Befruchtung rechtmäßig (1 KR 6/2007 19.
September 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands können die Kosten der
Unterteilung eines Großraumbüros in Einzelbüros zwecks Vermietung als sofort
abziehbarer Erhaltungsaufwand steuerlich geltend gemacht werden (IX R 39/2005
16. Januar 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands darf das deutsche
Finanzamt auf Welteinkommen eines in der Schweiz Lebenden mit einer mehr als
gelegentlich benutzten Wohnung in Deutschland zugreifen (I R 22/2006).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf sind in der
Öffentlichkeit mit Blick auf die Erfüllung öffentlicher Aufgaben als
Staatsunternehmen wahrgenommene Angestellte eines privatwirtschaftlich
strukturierten Unternehmens (z. B. Düsseldorfer Rheinbahn) Amtsträger (III-5 Ss
67/2007 -35/2007 I 9. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen kann
die Bundesnetzagentur Deutschlands von den Wettbewerbern der Deutschen Post (z.
B. durch einen Fragebogen) Auskunft über Arbeitsbedingungen in den Unternehmen
verlangen (13 B 1428/2007 31. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Hessen ist die seit Anfang 2007 in
Deutschland geltende volle Besteuerung des Bioanteils in gemischten
Kraftstoffen möglicherweise europarechtswidrig (7 V 2274/2007 2. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I sind ein Siebzehnjähriger
und ein Achtzehnjähriger wegen Mordversuchs an einem Taxifahrer nach
Jugendstrafrecht zu 92 und 60 Monaten Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz muss ein
gleichgeschlechtlicher Lebenspartner eines Beamten beihilferechtlich nicht wie
ein Ehegatte behandelt werden (2 K 256/2007 11. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Obergerichts Zürich sind Redakteure Kassensturzs
wegen Verletzung des Persönlichkeitsrechts durch Filmen mit versteckter Kamera
zu Geldstrafen auf Bewährung verurteilt.
Der Landtag Sachsens billigt eine Neuregelung des Landeserziehungsgelds.
Der Landtag Sachsens erhöht die Abgeordnetendiäten auf 4481 Euro, 905 Euro
Altersvorsorge und 1860 bis 2700 Euro Aufwandsentschädigung.
Elf Partner (Michael Oppenhoff, Georg Maier-Reimer, Michael Abels, Harald
Gesell u. a.) und etwa 30 Rechtsanwälte verlassen Linklaters und machen sich
unter Oppenhoff & Partner in Köln selbständig.
Nach den Plänen für eine Erbschaftsteuerreform Deutschlands sollen Geschwister,
Neffen und Schwiegerkinder mindestens 30 Prozent Erbschaftsteuern oder
Schenkungsteuern bezahlen (20000 Euro persönlicher Freibetrag, 12000 Euro
Freibetrag für Hausrat).
Im Jahre 2006 haben 143 Bundestagsabgeordnete Deutschlands Nebeneinkünfte von
5,8 Millionen Euro gemeldet.
In einem Ausschuss des Parlaments Belgiens überstimmen alle Flamen die Wallonen
bezüglich der Abspaltung eines zweisprachigen Wahlbezirks im Großraum Brüssel.
Das Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten von Amerika weist ein Veto
George Walker Bushs gegen ein Gesetz über Wassermaßnahmen mit
Zweidrittelmehrheit zurück.
Die Duma Russlands billigt einstimmig Wladimir Putins Aussetzung des
KSE-Vertrags zum 12. Dezember 2007.
2007-11-06 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs
Deutschlands ergaben sich im konkreten Fall die laufenden Belastungen
ausreichend konkret aus der Zusammenschau von Gesellschaftsvertrag und
Sachverhalt, so dass eine Nachschusspflicht eines Gesellschafters eines
geschlossenen Immobilienfonds rechtmäßig begründet wurde (II ZR 230/2006 5. November
2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands können Ansprüche
auf Auskunft und Schadensersatz wegen Markenrechtsverletzung auch für den
Zeitraum vor der ersten nachgewiesenen Markenrechtsverletzung geltend gemacht
werden (I ZR 93/2004 Windsor Estate).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein
Ermittlungen unterlassender Staatsanwalt wegen Rechtsbeugung und
Strafvereitelung im Amt trotz erheblich verminderter Schuldfähigkeit zu neune
Monaten Haft mit Bewährung verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands muss ein einen
Auftrag eines Kunden nicht ausführender angestellter Wertpapierhändler seiner
zu Schadensersatz in Höhe von 18000 Euro verpflichteten Bank bei wenig
risikobehafteter Tätigkeit den Schaden voll ersetzen (8 AZR 250/2006).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs >Deutschlands sind im
Vorprozess aufgewendete Kosten zur Durchsetzung eines im laufenden Verfahren
geltend gemachten Hauptanspruchs nicht werterhöhend (VI ZB 18/2006 15. Mai
2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bamberg verliert ein
Berufsunfähiger durch Nichtangabe einer Vorerkrankung nicht seinen Anspruch aus
einer Berufsunfähigkeitsversicherung, wenn der Versicherungsvertreter ihm beim
Abschluss erklärt, die Vorerkrankung müsse nicht angegeben werden (1 U
181/2006).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist die Benotung von
Lehrern durch Schüler im Internet rechtmäßig.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen darf bwin in Hessen
vorerst doch Sportwetten über das Internet anbieten (6. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund ist bei einem Streit einer
Grundsicherungsbehörde mit einem Langzeitarbeitslosen um den Abschluss einer Eingliederungsvereinbarung
nach Ersetzung der Vereinbarung durch einen einseitigen Verwaltungsakt die
zusätzliche Absenkung des Arbeitslosenentgelts um 30 Prozent wegen fehlender
Rechtsgrundlage für diese Strafmaßnahme rechtswidrig (28 AS 361/2007 ER 18. September
2007).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München kann ein
Telefonkommunikationsnetzbetreiber die Vergütung eines dritten
Mehrdienstleisters als eigene Forderung bei einem Kunden geltend machen, muss
sich aber eine Täuschungshandlung diese Dritten vom Kunden entgegenhalten
lassen (133 C 27325/2006 12. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Prenzlau sind drei u. A. Sieg
Heil!-Rufer wegen Volksverhetzung, Verwendung von Kennzeichen
verfassungswidriger Organisationen, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und
Beleidigung zu vier Monaten Haft bzw. Jugendarrest von zwei und vier Wochen
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Schiedsgerichts haben Spectrum
Pharmaceuticals keine Ansprüche gegen GPC Biotech wegen des Krebsmittels
Satrapin.
Dell erwirbt Equallogic für 1,4 Milliarden Dollar.
Ab 1. Oktober 2008 sollen die Förderungen nach dem
Bundesausbildungsförderungsgesetz Deutschlands um 10 Prozent erhöht werden.
Das Gesetz über elektronische Handelsregister und Genossenschaftsregister sowie
das Unternehmensregister verpflichtet Unternehmen ihre Jahresabschlussunterlagen elektronisch
bei dem Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers einzureichen.
2007-11-05 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs
Deutschlands steht bei einem kaskoversicherten, durch einen Verkehrsunfall
schwer beschädigten Kraftfahrzeug der Übererlös einer
Kaskoversicherungsleistung über den nicht amortisierten Gesamtaufwand
einschließlich des kalkulierten Gewinns des Leasinggebers dem Leasinggeber als
dem Eigentümer des Kraftfahrzeugs und nicht dem Leasingnehmer zu (VIII ZR
278/2005 31. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf eine Zulassung
eines Rechtsanwalts auch bei vergleichsweise geringer Höhe der für einen
Vermögensverfall maßgeblichen Schulden entzogen werden (AnwZ [B] 75/2006 17.
September 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der äußere
Tatbestand des § 306a I Nr. 1 StGB nicht erfüllt, wenn der Wohnzweck eines
Gebäudes von sämtlichen Bewohnern einschließlich des Sorgeberechtigten eines
Minderjährigen aufgegeben wurde (3 StR 54/2007 28. Juni 2007).
Nach Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands sind Anträge auf
vorläufigen Rechtsschutz gegen Nachtflugverbote für Touristikflüge ab
Leipzig/Halle abgelehnt (4 VR 3000/2007 1. November 2007 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands ist bei der
Berechnung des Zuschlags zum Arbeitslosengeld II das Arbeitslosengeld jedes
einzelnen Mitglieds einer Bedarfsgemeinschaft dem Gesamtbedarf der
Bedarfsgemeinschaft gegenüberzustellen (14/11b AS 5/2007 R 31. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgericht Deutschlands muss eine
Krankenkasse die Verlegung eines Patienten in ein anderes Gründen aus
religiösen Beweggründen nicht bezahlen (1 KR 11/2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg kann eine einem
Unternehmen gewährte Zuwendung bei Europarechtswidrigkeit nicht vom
Gesellschafter-Geschäftsführer zurückverlangt werden (4 U 20/2007 10. Oktober
2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle kann ein bereits vor einem
Verkehrsunfall ein neues Kraftfahrzeug bestellender Geschädigter Ersatz für
einen Mietwagen auch über die übliche Zeit in einem vertretbaren Rahmen
verlangen, doch kann die Nebenkostenpauschale pro Unfallereignis nur einmal
verlangt werden (14 U 85/2007 24. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München ist ein
Klageerzwingungsverfahren gegen einen ehemaligen Gebirgsjäger wegen eines
Massakers auf Kephalonia 1943 gescheitert.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim erfolgt eine
Abgabe einer Prüfungsarbeit dann nicht mehr rechtzeitig, wenn der Prüfling nach
dem erstmaligen und mit der Aufforderung, das Schreiben einzustellen,
verbundenen Erscheinen des Aufsichtführenden am Platz des Prüflings nicht nur
noch auf die Abgabe gerichtete Handlungen vornimmt, sondern die Aufsichtsarbeit
inhaltlich weiter bearbeitet, selbst wenn der Aufsichtführende dann kommentarlos
weitergeht (9 S 3013/2006 22. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Hessen haben nur zeitweise am
ersten Wohnsitz lebende und überwiegend in einem mietfreien Zweitwohnsitz
weilende Hilfsbedürftige keinen Anspruch auf Leistungen für Unterkunftskosten
(7 AAS 249/2007 ER 5. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Karlsruhe haben trotz
unterbliebener Beteiligung der Personalvertretung bei der Erhöhung der
Regelstundenzahl für Lehrer an Gymnasien Baden-Württembergs 2003
teilzeitbeschäftigte Lehrer keinen Anspruch auf Gehaltsnachzahlung (6 K
811/2007 25. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Wiesbaden hat ein
Einundsiebzigjähriger einen Anspruch auf vorläufige Aufnahme in eine gesetzliche
Krankenversicherung (17 KR 248/2007 31. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Niederlande darf der
Pädophilenverein Martijn Kinder der königlichen Familie nicht auf seiner
Internetseite abbilden.
Die Richter am Bundesgerichtshof Joachim von Ungern-Sternberg und Henning
Wassermann sind in den Ruhestand getreten.
2007-11-04 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs
Deutschlands verpflichtet eine allgemeine salvatorische Klausel
(Erhaltungsklausel und Ersetzungsklausel) in einem auf längere Zeit als ein
Jahr geschlossenen Mietvertrag über Gewerberäume die Vertragsparteien nicht zur
Nachholung der nicht gewahrten Schriftform (XII ZR 143/2005 25. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands fällt für die
Beschaffung der Unterlagen für die nach einem Grundstückskaufvertrag
geschuldete Löschung von Grundpfandrechten (z. B. Löschungsbewilligung) eine
Vollzugsgebühr an, keine Betreuungsgebühr (V ZB 113/2006 12. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands dürfen erkennbar
unklare oder ergänzungsbedürftige Angaben, deren Aufklärung nach § 139 ZPO
geboten gewesen wäre, noch nach der zweiwöchigen Wiedereinsetzungsfrist
erläutert und vervollständigt werden (XII ZB 232/2006 13. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands bleibt bei
Unterzeichnung des die Verkündung eines Urteils beurkundenden Protokolls durch
den Vorsitzenden erst fünf Monate nach dem Verkündungstermin die bis zu diesem
Zeitpunkt mangels einer in der Form des § 165 ZPO nachweisbaren Verkündung
fristgerechte Berufung weiterhin zulässig (X ZR 172/2004 31. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands liegt bei der
Hereingabe ungedeckter Schecks zwecks Veranlassung der Akzeptierung weiterer
Scheckbelastungen vollendeter Betrug nur vor, wenn der Kreditnehmer während des
Zeitraums der vorläufigen Gutschrift zumindest auf diese Zugriff hätte nehmen
können, und ist eine nachträgliche Ergänzung eines Feststellungen über die persönlichen
Verhältnisse des Angeklagten nicht aufweisenden Urteils im Wege der
Berichtigung in aller Regel ausgeschlossen (4 StR 558/2006 24. April 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands muss ein Unternehmer,
der im Jahre 2000 die ihm bei der Anschaffung eines sowohl betrieblich als auch
privat genutzten Personenkraftwagens in Rechnung gestellte Umsatzsteuer nur in
Höhe von 50 Prozent als Vorsteuer abgezogen hat und im Jahre 2003 einen Teil
der ursprünglich nicht abziehbaren Vorsteuerbeträge geltend macht, die in
diesem Jahre erfolgte private Verwendung des Personenkraftwagens versteuern (V
R 48/2005 19. April 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bamberg genügt bei der
Verurteilung wegen Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit
regelmäßig die Mitteilung des Messverfahrens und der ermittelten
Geschwindigkeit, doch kann in den Fällen eines echten qualifizierten
Geständnisses ausnahmsweise auf diese Angaben verzichtet werden (3 Ss OWi
1570/2006 17. November 2006).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart kann auch in
Sorgerechtsverfahren grundsätzlich eine Einigungsgebühr anfallen, wofür eine
Protokollierung einer Vereinbarung nicht erforderlich ist (8 WF 92/2007 3. Juli
2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg führt die Ablehnung der
Erfüllung eines Autorenexklusivvertrags, bei dem der Autor der Verpflichtung
zur Erbringung seiner Werke nachgekommen ist, seitens des Insolvenzverwalters
nicht zur Beendigung des Vertrags (308 O 304/2005 27. Oktober 2006).
† Heldrich, Andreas 10. Januar 1935-31. Oktober 2007.
2007-11-03 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs
Deutschlands erfordert der Betriebsbedarf eines Unternehmens eine mindestens
schnell erreichbare Anwesenheit eines Menschen in der betreffenden Wohnung aus
sicherheitsrelevanten oder technischen Gründen (VIII ZR 122/2006 23. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München ist Menderes K. wegen Mordes
an seiner Ehefrau zu lebenslanger Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Osnabrück ist eine Klage Eismanns auf
20 Millionen Euro Schadensersatz wegen Abwerbung von Handelsvertretern durch
TTS Tiefkühl-Top-Service als unbegründet abgewiesen.
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts München ist die Kündigung Matthias
Richter-Turturs als Chirurgiechefarzt der Kreisklinik Wolfratshausen unwirksam.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Düsseldorf ist eine eine
Pauschalgebühr für die Geltendmachung rückständigen Wohngelds vorsehende
allgemeine Geschäftsbedingung eines Verwaltervertrags rechtmäßig (290 II
71/2007 WEG 11. September 2007).
*Geigel, Der Haftpflichtprozess, 25. A. 2008
*Meixner, Oliver/Steinbeck, René, Das neue Versicherungsvertragsrecht, 2008
*Driehaus, Hans-Joachim, Erschließungs- und Ausbaubeiträge, 8. A. 2007
*Recht der elektronischen Medien, hg. v. Spindler, Gerald/Schuster, Fabian,
2008
*Unternehmensteuerreform 2008, hg. v. Schaumburg, Harald/Rödder, Thomas, 2008
*Prozesse in Verwaltungssachen, hg. v. Quaas, Michael/Zuck, Rüdiger, 2007
*Rehbinder, Manfred, Rechtssoziologie, 6. A. 2007
*Seelmann, Kurt, Rechtsphilosophie, 4. A: 2007
2007-11-02 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs
Deutschlands ist ein siebenundvierzigjähriger Türke wegen versuchter Anstiftung
zu einem Ehrenmord und wegen anderer Straftaten zu 66 Monaten Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Chemnitz darf die
Gewerkschaft deutscher Lokomotivführer entgegen einer Erstentscheidung des
Arbeitsgerichts auch den Fernverkehr und den Güterverkehr bestreiken (7 SaGa
19/2007 2. November 2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Gießen muss ein Student
vorläufig die Studiengebühr nicht zahlen, weil das Studienbeitragsgesetz
möglicherweise die Verfassung Hessens verletzt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Niederlande ist das
Konkursverfahren Russlands über das Vermögen von Yukos rechtswidrig.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Großbritanniens muss die
Polizei Londons wegen Erschießung eines unschuldigen Brasilianers im Juli 2005
rund 250000 Euro Strafe zahlen.
Nach einer Entscheidung des nationalen Gerichtshofs Spaniens ist die
Scientology Kirche als Religionsgemeinschaft anerkannt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Tschechiens ist Ludmila
Brozova-Polednova wegen ihrer Anklagen im Schauprozess gegen Milada Horakova
und andere zu acht Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Sportgerichts des deutschen Fußballbunds ist Josip
Simunic wegen Tätlichkeit für vier Pokalspiele gesperrt.
70 Staaten rufen bei den Vereinten Nationen zur Aussetzung der Vollstreckung
verhängter Todesurteile auf.
Martina Hingis erklärt nach positiven Kokainbefunden in Wimbledon ihren
Rücktritt vom Tennissport.
Auf Grund der dritten Geldwäscherichtlinie muss ab dem 15. Dezember 2007 in
Österreich bei Bareinzahlungen auf ein Sparbuch oder Bankkonto ein Ausweis
vorgelegt werden.
Die Europäische Union will den Begriff Wein aus Erzeugnisse aus Trauben
beschränken und damit die Bezeichnungen Apfelwein oder Erdbeerwein verbieten.
Am Tag ihres Inkrafttreten war die Finanzmarktrichtlinie (Markets in Financial
Instruments Directive in 19 der 27 Mitgliedstaaten umgesetzt.
Der Wert der Googleaktie steigt auf 702 Dollar, so dass Google einen Wert von
221 Milliarden Dollar erreicht (Exxon Mobil 510, General Electric 422,
Microsoft 344, AT & T 255, Procter & Gamble 216, Bank of America 214,
Ebay 49, Yahoo 42, Amazon 37).
Auf dem Weltcomputermarkt haben Hewlett-Packard einen Anteil von 18,8 Prozent
(Dell 14,4, Acer 8,1, Lenovo 8,0, Toshiba 4,4, Sonstige 46,3).
Der Preis auf ein Fass Öl steigt in den Vereinigten Staaten von Amerika auf bis
zu 96,24 Dollar.
China verbietet mehr als 700 Spielzeugherstellern die Ausfuhr.
2007-11-01 Nach einer Entscheidung des Landgerichts Bochum sind die
beiden Dieter Bohlen überfallenden Heranwachsenden wegen schwerer räuberischer
Erpressung zu je drei Jahren Jugendstrafe verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main ist die Auszahlung
aus dem Insolvenzplan für Phoenix auf Betreiben der Citco Global Custody
untersagt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln handelt eine Frau gegenüber ihrer
Reiserücktrittskostenversicherung nicht grob fahrlässig, wenn sie nicht sofort
nach Kenntnis einer Schwangerschaft, sondern erst nach einer Überlegungsfrist
ihre Reise (z. B. auf die Seychellen) absagt (24 S 40/2006).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Hannover muss ein durch Armbruch bei
einem Sturz in einer Kinderspielgruppe einer Reiseclubanlage geschädigtes Kind
die behauptete Überwachungspflichtverletzung des Veranstalters beweisen (554 C
10825/2006).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Spaniens sind einige Täter der
Terroranschläge vom 11. März 2007 zu Haftstrafen bis zu 35000 Jahren
verurteilt, einige freigesprochen und erhalten die Opfer bzw. ihre Angehörigen
bis zu 1,5 Millionen Euro Schadensersatz.
Nach einer Entscheidung des Supreme Court der Vereinigten Staaten von Amerika
ist die Hinrichtung Earl Wesley Berrys in Mississippi mittels Giftspritze ausgesetzt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika darf Britney Spears unter Aufsicht ihre beiden Kinder zweimal je Woche
sehen.
Die Deutsche Börse lässt Global Oil & Gas nicht zu.
Electra Partners verkaufen Woolworth an Argyll Partners.
Danone darf Numico unter Auflagen übernehmen.
Die Zahl der MasterCard-Kreditkarten erreicht 878 Millionen.
2007-10-31 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs
Deutschlands können Zuwendungen unter nichtehelichen Lebensgemeinschaftern
nicht ohne Weiteres nach Beendigung der Lebensgemeinschaft zurückverlangt
werden (XII ZR 261/2004 31. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein wegen
Körperverletzung Schadensersatz Begehrender unter Umständen nachweisen, dass
die schadensbegründende Handlung des Täters nicht durch Notwehr gerechtfertigt
war (VI ZR 132/2006 30. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands verlieren Kinder
bei Abweichung vom direkten Schulweg nicht ohne Weiteres ihren
Unfallversicherungsschutz (2 U 29/2006 R 30. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands darf ein Finanzamt
eine Arbeitsagentur über im Besteuerungsverfahren erlangtes Wissen unterrichten
(VII B 110/2007 4. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands können Verluste aus
mit Mieteinnahmen betriebenen Optionsgeschäften nicht von den Einkünften aus
Vermietung und Verpachtung abgezogen werden (IX R 42/2005 18. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf darf eine den
Werkstätten der Benediktinerabtei Maria Laach in der Eifel zugeordnete
Bronzestatue eines Engels nicht ohne Einwilligung nachgebildet werden (I-20 U
64/2007 30. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern sind alle Klagen
gegen den Ausbau der A 94 durch das Isental von Forstinning nach Pasteteten
wegen der Rechtmäßigkeit des Planfeststellungsbeschlusses abgewiesen.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Würzburg sind zwei Männer wegen
gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung eines Zechkumpans mit
Todesfolge zu 96 bzw. 77 Monaten Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz ist eine Klage
einer Ortsgemeinde gegen den von der übergeordneten Verbandsgemeinde
aufgestellten Flächennutzungsplan auch dann unzulässig, wenn der Plan
Konzentrationszonen für Windenergie ausweist (1 C 10138/2007 18. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz steht die Beeinträchtigung
des Ortsbildes auf Grund der Baufreiheit der Erteilung einer Baugenehmigung nur
entgegen, wenn das Ortsbild auf Grund seines besonderen Charakters
schützenswert ist (7 L1610/2007 12. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Mainz kann der Personalrat bei
einer Neubesetzung auch über den Rahmen der Berücksichtigung der bisherigen
Berufserfahrung bei der Einstufung mitbestimmen (5 K 181/2007 30. Oktober
2007).
Ab 1. November 2007 werden in Deutschland Fingerabdrücke auf dem Reisepass
gespeichert.
2007-10-30 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs
Deutschlands darf eine Zweigniederlassung einer englischen Limited in
Deutschland in das Handelsregister nur eingetragen werden, wenn gegen den
Geschäftsführer kein Gewerbeverbot besteht (I ZB 7/2006).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands erhält ein erst
einen Türken schlagender und danach von ihm verteidigungsunfähig am Boden
liegend getretener Straßenfestbesucher 1300 Euro Schmerzensgeld (VI ZR 132/2006).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz darf ein
Lebensmittelunternehmen wegen unhygienischer Zustände (z. B. mehrfaches
Auffinden von Mäusen) geschlossen werden (6 B 10960/2007 25. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln darf Volker Beck Kardinal Joachim
Meisner nicht Hassprediger nennen.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Rostock ist Günther Krause wegen des
Zusammenbruchs seines früheren Baukonzerns zu 14 Monaten Haft mit Bewährung
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München erhöht ein verkehrswidriges
Verhalten eines Radfahrers (z. B. in falscher Richtung einer Einbahnstraße auf
dem Gehweg unter Missachtung eines Warnlichts einer Garagenausfahrt) trotz der
Betriebsgefahr eines Kraftfahrzeugs bei einem Straßenverkehrsunfall den
Mitverursachungsanteil des Radfahrers von einem Drittel auf mehr (344 C
26559/2005 3. August 2007).
Nach einer Entscheidung des nationalen Gerichtshofs Spaniens sind zwei
ehemalige Anführer der ETA wegen eines Terroranschlags
zu je 1253 Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichts Indonesien ist die Todesstrafe
(z. B. wegen Rauschgiftdelikte dreier Australier und zweier Indonesierinnen)
mit der Verfassung vereinbar (30. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundeskartellamts Deutschlands dürfen
Einzelhandelsunternehmen (z. B. Netto) Sonderangebote unter dem Einstandspreis
höchstens drei Wochen je Kalenderhalbjahr verkaufen.
Rund 150000 Menschen sind 2006 aus Deutschland (vor allem in die Schweiz, die
Vereinigten Staaten von Amerika und Österreich) ausgewandert.
2007-10-29 Nach Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts
Deutschlands ist Chemnitz verpflichtet, die Kosten eines Integrationshelfers
für ein schulpflichtiges behindertes Kind (z. B. für den Besuch des
integrativen Unterrichts an einer Montessorischule) zu übernehmen, obwohl das
Kind auch ohne Helfer auf eine öffentliche Förderschule hätte gehen können(5 C
34/2006 26. Oktober 2007 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz ist die Ausweisung
von Konzentrationsflächen für Windenergie im regionalen Raumordnungsplan
Westpfalz wegen Fehlens eines gültigen Beschlusses über den Teil Windenergie
rechtswidrig (8 C 1412/2006 2. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Arnsberg durfte der
Bürgermeister Bad Laasphes eine auf einem Privatgrundstück beigesetzte Urne mit
der Asche der Mutter der Eigentümerin ausgraben und sicherstellen lassen (3 L
751/2007 19. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Innsbruck ist ein auf einen
Polizisten zurasender motorradführerscheinloser betrunkener Motorradfahrer zu
sieben Monaten teilweise bedingter Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung der Bezirkshauptmannschaft Kufstein ist ein zu zehn
Monaten Haft wegen gewerbsmäßigen Diebstahls von Skiern verurteilter
Sechsundvierzigjähriger mit einem Aufenthaltsverbot für sieben Jahre belegt.
Die Peronistin Cristina Fernandez de Kirchner wird als Nachfolgerin ihres
Mannes zur ersten Präsidentin Argentiniens gewählt.
Tunesien entzieht Soha Arafat das Aufenthaltsrecht und beschlagnahmt ihr Haus.
Der Fußballweltverband schafft ab 2018 die Rotation der Austragung der
Weltmeisterschaft unter den sechs Mitgliedsverbänden ab.
In Deutschland wurden 2006 rund 37,6 Millionen medizinische Behandlungen in
Krankenhäusern durchgeführt.
Der Euro steigt in Erwartung einer weiteren Zinssenkung der Notenbank der
Vereinigten Staaten von Amerika auf einen Wert von mehr als 1,44 Dollar.
Die Aktien der Süss Microtec AG fallen um 25 Prozent auf knapp 5 Euro.
Am 21. Dezember 2007 werden alle neuen Beitrittsländer zur Europäischen Union
mit Ausnahme Zyperns dem grundsätzlich schrankenlosen Schengen-Raum beitreten,
am Ende des Jahres 2008 auch die Schweiz.
2007-10-28 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs
Deutschlands bleiben bei der Berechnung der Jahresfrist nach § 558 I 2 BGB nach
Satz 3 auch solche Mieterhöhungen unberücksichtigt, die auf den in § 559 BGB
genannten Gründen beruhen, jedoch einvernehmlich von den Parteien vereinbart
worden sind (VIII ZR 285/20065 18. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der
Schadensersatzanspruch einer Neugläubigerin wegen Konkursverschleppung nicht um
die Beiträge zu kürzen, welche die Gläubigerin zur Begleichung ihrer
Altforderungen im Zeitraum der Konkursverschleppung von der Schuldnerin
erhalten hat, über deren Vermögen das Konkursverfahren mangels Masse nicht
eröffnet worden ist (II ZR 315/2005 12. März 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist im
Revisionsverfahren nicht zu prüfen, ob das Berufungsgericht bei der Zulassung
der erstmals in zweiter Instanz erhobenen Verjährungseinrede die
Voraussetzungen des § 531 II ZPO beachtet hat und kann ein den Erwerb einer Eigentumswohnung
finanzierendes Kreditinstitut vom die Rückabwicklung des nach dem
Rechtsberatungsgesetz unwirksamen Darlehensvertrags begehrenden Erwerber und
Darlehensnehmer nicht die Übereignung der Eigentumswohnung verlangen (XI ZR
56/2006 27. Februar 2007).E
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsge3richts Berlin kann der absolute
Revisionsgrund der nicht vorschriftsmäßigen Besetzung des Gerichts gemäß § 547
Nr. 1 ZPO gegeben sein, wenn eine nach dem Geschäftsverteilungsplan nicht
zuständige Kammer des Landesarbeitsgerichts die Entscheidung trifft (10 AZR
375/2006 20. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin gebietet die
Wahrheitserforschungspflicht die weitere Aufklärung, wenn das in Betracht
kommende Wissen den Bekundungen eines Belastungszeugen gegenübersteht und eine
Nennung des Beweismittels das Ziel hat, dessen Aussage zu widerlegen (2 Ss
80/2007 21. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main erfordert das
Auftreten zweier Staatsanwälte auf der Anklagenseite nicht die Bestellung
zweier Pflichtverteidiger (3 Ws 470/2007 11. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main hat das
Grundbuchamt bei Eintragung einer Zwangssicherungshypothek die
vollstreckungsrechtlichen und die grundbuchrechtlichen Voraussetzungen
selbständig zu prüfen, so dass Beanstandungen des Schuldners im
Beschwerdeverfahren nicht in jedem Fall beachtlich sind (20 W 366/2006 29.
Januar 2007).
Nach einer Entscheidung des
Oberverwaltungsgerichts Hamburg kann bei zweimaliger Unterschreibung desselben
Schriftsatzes und Fehlen einer Unterschrift in einem anderen Schriftsatz keine
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gewährt werden (8 Bf 350/2006 26. Februar
2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Dortmund enthält die auf Grund des
zwischen einem Krankenhaus und dem Verband der privaten Krankenhausversicherung
e. V. abgeschlossenen Krankenhausausweisvertrags ausgestellte Clinic-Card in
der Formulierung, dass der ausstellende Krankenversicherer die abgegebenen
Versicherungsleistungen garantiere, eine Garantieerklärung und damit eine vom
Bestand des Versicherungsvertrags unabhängige Leistungsaussage (2 S 26/2006 8.
März 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Kassel ist die dem Muster der Anlage 2
zu § 14 BGB-InfoV entsprechende Widerrufsrechtsbelehrung grundsätzlich als
wirksam anzusehen (1 S 395/2006 2. Februar 2007).
2007-10-27 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts
Deutschlands kann ein Gehörsverstoß des Berufungsgerichts nach dem Grundsatz
der materiellen Subsidiarität der Verfassungsbeschwerde nicht mehr gerügt
werden, wenn die Rüge im Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren hätte erhoben
werden können (1 BvR 646/2006 9. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sollen bei einer
Kurzbezeichnung einer Rechtsanwaltskanzlei entsprechend viele Rechtsanwälte dem
rechtsuchenden Publikum namentlich benannt werden (AnwZ [B] 51/2006 13. August
2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist, wenn in einer
Hauptverhandlung noch keine fortwirkenden Erträge erzielt sind, das Gericht in
der Entscheidung, ob es die Hauptverhandlung unterbricht oder aussetzt,
grundsätzlich frei (3 StR 96/2007 9. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann bei einer
Ausschreibung das vorvertragliche Vertrauensverhältnis zu einem Hinweis auf für
die Gegenseite nicht erkennbare Umstände verpflichten und gegebenenfalls einen
Aufwendungsersatzanspruch begründen (X ZR 34/2004 27. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist § 243 I 2 ZPO
dahin auszulegen, dass bei versäumter Berufungsfrist die Frist zur Nachholung
der Berufungsbegründung erst ab Mitteilung der Entscheidung über den Antrag auf
Wiedereinsetzung gegen die Versäumung der Berufungsfrist läuft (XI ZB 40/2006
19. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands können dem
frachtbriefmäßigen Empfänger des Transportguts bei Verlust oder Beschädigung
auch gegen den Unterfrachtführer der nicht aufeinanderfolgenden Frachtführer
eigene Schadensersatzansprüche zustehen (I ZR 50/2005 14. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine Haftung
des Transporteurs über eine vereinbarte Wertgrenze bei einem Mitverschulden des
Versenders in der Regel zu verneinen (I ZR 109/2004 3. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss bei einem
Streit über den Verbleib einer Frachtsendung der Anspruchsteller den vollen
Beweis dafür erbringen, dass der nicht beim Empfänger angekommene Teil der
Sendung in die Obhut des Frachtführers gelangt ist (I ZR 31/2005 26. April
2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei mit anderen
Unternehmen im Wettbewerb stehenden Wirtschaftsunternehmen mit dem
Firmenbestandteil „Bundes“ nach der Lebenserfahrung davon auszugehen, dass der
Verkehr im Allgemeinen annehmen wird, die Bundesrepublik Deutschland sei bei
dem Unternehmen mindestens Mehrheitsgesellschafterin (I ZR 122/2004 29. März
2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands kann das
Fehlen eines schriftlichen Empfangsbekenntnisses durch das Einlegen eines
Rechtsmittels unter Bezugnahme auf die Urteilsausfertigung ersetzt werden (2 B
10/2006 17. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist der Verlust eines
zum Betriebsvermögens eines Arztes gehörenden Kraftfahrzeugs durch Diebstahl
bei dem privaten Besuch eines Weihnachtsmarkts nicht betriebsvermögensmindernd
zu berücksichtigen (XI R 60/2004 18. April 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle ist eine
Verzögerungsgebühr gerechtfertigt, wenn eine Partei im Verhandlungstermin in
die Säumnis flieht, um der Zurückweisung verspäteten neuen Vorbringens im Termin
zu entgehen (2 W 70/2007 13. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf kommen bloße
Einzelabrechnungen über Nebenkosten auch unter der Bezeichnung Jahresabrechnung
als Grundlage für einen Anspruch auf Zahlung von Wohngeld nicht in Betracht (3
Wx 84/20076 3. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg kann wie bei dem
Hausrecht das zu Testzwecken gehäufte, Störungen bewirkende Aufsuchen einer
Internetseite eines Internetshops eine zugangsbeschränkende Gegenmaßnahme
rechtfertigen (5 U 190/2006 18. April 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz sind für den
Nachweis des ordnungsgemäßen Eingangs eines mit e-mail übermittelten
Schriftsatzes Erhalt und Kontrolle der dem Versender automatisch zugehenden
Eingangsbestätigung des Gerichts unabdingbar (2 A 10492/2007 27, August 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg kann ein falsch
adressierender Beschwerdeführer nur die Weiterleitung seines Schriftsatzes im
ordentlichen Geschäftsgang erwarten (11 ME 290/2007 9. August 2007).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist das Verfassungsverbot grausamer und ungewöhnlicher Strafen durch
Verurteilung Genarlow Wilsons zu zehn Jahren Haft wegen Oralsexs verletzt.
In Österreich wird ab 1. November 2007 an allen Oberlandesgerichten ein
Justizombudsmann für Probleme bei Gerichten eingerichtet.
Russlands zentrale Wahlkommission lässt elf Parteien für die Parlamentswahl zu
und schließt drei Gruppierungen (Grüne, Volksunion, Partei des Friedens und der
Einheit) wegen mangelnder Unterstützung aus.
*Richardi, Reinhard, Kollektives Arbeitsrecht, 2007
*Richardi, Reinhard/Dörner, Hans-Jürgen/Weber, Christoph,
Personalvertretungsrecht, 3. A. 2007
*Verkehrsrecht, hg. v. Roth, Hartmut, 2007
*Beck’scher Kommentar zum Rundfunkrecht, hg. v. Hahn, Werner/Vesting, Thomas,
2. A. 2008
2007-10-26 Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts
Deutschlands muss die Deutsche Bahn AG die Hunsrückquerbahn zwischen Stromberg
und Morbach trotz Unwirtschaftlichkeit in einen befahrbaren Zustand versetzen
(3 C 51/2006 25. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschland musste bei
Verbleib eines nur teilzeitbeschäftigten Ehegatten im Bundesangestelltentarif
für das Entgelt des in den neuen Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst
übergeleiteten Ehegatten nur der Ortszuschlag der Stufe 1 berücksichtigt werden
(6 AZR 95/2007 25. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands hat ein
Arbeitnehmer nach erfolgreicher Kündigungsschutzklage kein
Sonderkündigungsrecht wegen Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit, sondern nur
ein ordentliches Kündigungsrecht zum nächstmöglichen Termin samt zugehörigem
Wettbewerbsverbot (6 AZR 662/2006 25. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands hat ein durch
Herabwürdigung seitens eines vorgesetzten Chefarzts psychisch erkrankter
Oberarzt Anspruch auf Schmerzensgeld gegen den Arbeitgeber und Anspruch auf
einen anderen Arbeitsplatz, wenn ein anderer Arbeitsplatz vorhanden ist, kann
aber nicht die Entlassung des Chefarzts verlangen (8 AZR 593/2006 25. Oktober
2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands liegt bei
Einstellung der Betriebstätigkeit durch den Insolvenzverwalter, Überlassung der
bisherigen Betriebsmittel an einen Dritten zur Nutzung und Fortführung der
wirtschaftlichten Tätigkeit des Insolvenzschuldners mit den bisherigen
Arbeitnehmern und den überlassenen Betriebsmitteln ein Betriebsübergang (auch
ohne Eigentumsübergang) vor und ist ein Aufhebungsvertrag des
Insolvenzverwalters mit einem Arbeitnehmer eine unzulässige Umgehung des
Kündigungsverbots wegen Betriebsübergangs (8 AZR 917/2006 25. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands sind bei der
Ermittlung der Belastungsgrenze für Zuzahlungen chronisch Kranker nach § 62 SGB
V die zur Erzielung von Mieteinnahmen erforderlichen Werbungskosten zu
berücksichtigen (1 KR 7/2007 R 19. September 2007).
Nach Entscheidungen des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg durfte in
Berlin 2003 die Zahl der wöchentlichen Unterrichtsstunden der beamteten Lehrer
an den Gymnasien und Oberstufenzentren von 24 auf 26 Pflichtstunden erhöht
werden (4 B 4/2007 25. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg besteht für ein
nach Abschluss einer Berufsausbildung ein eigenes gewerbliches Unternehmen
betreibendes Kind kein Anspruch auf Kindergeld (10 K 2162/2003 16. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Stuttgart ist eine Mutter wegen
Totschlags ihrer beiden Kinder zu elf Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Düsseldorf hat eine Krankenkasse (z.
B. AOK Schleswig-Holstein) gegen einen Arzneimittelhersteller bei
Direktlieferung der Arzneimittel vom Hersteller an Ärzte und Krankenhäuser
keinen Anspruch auf Rabatt, weil durch die Lieferung ein Leistungsanspruch des
Versicherten gegen die Krankenkasse erfüllt wurde (4 KR 214/2004 20. Juli
2007).
Random House erwirbt die Rechte an Tony Blairs Memoiren für schätzungsweise
fünf Millionen Pfund.
British Petroleum zahlt 373 Millionen Dollar Strafgeld wegen
Preismanipulationen auf dem Propangasmarkt und Verstößen gegen Umweltgesetze
und Sicherheitsgesetze.
Der Euro steigt auf 1,4393 Dollar.
2007-10-25 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs
Deutschlands kann die Nichtabführung von Sozialversicherungsbeiträgen trotz
Vorlage einer auf Grund eines bilateralen Sozialversicherungsabkommens
ausgestellten Bescheinigung strafbar sein (1 StR 160/2007 24. Oktober 2007 u.
a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist bei
einem dualen Studiengang ein Zurückstellungsgrund erst nach Ablegung zweier
Studiensemester oder nach einem entsprechend langen Abschnitt der praktischen
Ausbildung gegeben (6 C 9/2007 24. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands müssen ausländische
Künstler bei Auftritten in Deutschland ihre Honorare in Deutschland zu einem
pauschalen Quellensteuersatz versteuern, ohne dass sie einen Großteil ihrer
Ausgaben im Voraus geltend machen können (I R 39/2004 24. April 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I ist ein Montenegriner wegen
Fälschens einer Million Dollar zu 69 Monaten Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München ist der Gebietsleiter München
der verbotenen kurdischen Organisation Kongra Gel wegen Verstoßes gegen das
Vereinsgesetz zu acht Monaten Haft mit Bewährung verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin ist das
Kitakostenbeteiligungsgesetz Berlins verfassungsgemäß und sind die auf seiner
Grundlage erhobenen Gebühren rechtmäßig (37 A 265/2005 26. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts München dürfen im Hintergrund
auf die Oberbürgermeisterwahl (in München am 2. März) 2008 hinweisende
Veranstaltungsplakate der Christlich Sozialen Union in München nicht
angeschlagen werden.
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Stuttgart kann die Porsche-Holding
gegründet und in das Handelsregister eingetragen werden, ohne dass im
Aufsichtsrat Mitglieder der Belegschaft der Volkswagen AG vertreten sind.
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dresden ist die durch die Hartz-III-Reform
für bestimmte Fälle eingeführte pauschale Berechnung des Arbeitslosengelds nach
der beruflichen Qualifikation des Betroffenen möglicherweise verfassungswidrig
(29 AL 534/1996 12. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München ist eine in Weichenried eine
Rentnerin überfahrende Erntehelferin wegen fahrlässiger Tötung zu 20 Monaten
Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Justizministeriums Niedersachsens ist gegen eine
Staatsanwältin in Aurich ein dreimonatiges Berufsverbot wegen des Verdachts des
Verrats von Dienstgeheimnissen erlassen.
Nach einem Vergleich bezahlt Bayern wegen eines Umsatzsteuerbescheids über 2,1
Milliarden Euro gegen eine Kioskbetreiberin die Verfahrenskosten und 15000 Euro
Buße an eine gemeinnützige Einrichtung.
Nach einem Vergleich vor dem Oberlandesgericht München zahlt Freilassung einer
Bürgerin 1000 Euro für die Rücknahme einer Berufung gegen die Abweisung einer
Schadensersatzklage über 3000 Euro wegen Umbettung eines Toten in das vorher
versagte Wunschgrab auf dem örtlichen Friedhof.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Italiens ist Silvio Berlusconi
von der Anklage wegen Bestechung (des Richters Squillante durch
Verteidigungsminister Previti mit 434000 Dollar) im SME-Prozess endgültig
freigesprochen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Italiens ist eine Klage gegen
einen an der Tötung eines Begleiters Giuliana Sgrenas im Irak beteiligten
Soldaten der Vereinigten Staaten wegen Unzuständigkeit abgewiesen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Russlands ist ein
Achtunddreißigjähriger (Schachbrettmörder) des 48fachen Mordes schuldig.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist Roche in einem Streit um das Medikament Mircera dem Wettbewerber
Amgen unterlegen.
Nach einer Entscheidung der Europäischen Kommission darf Nordrhein-Westfalen
wegen der Gefahr der Wettbewerbsverzerrung privaten Fernsehsendern nicht einen
Teil ihrer Kosten für das digitale Fernsehen über Antenne erstatten.
Der Bundestag Deutschlands verabschiedet ein neues Naturschutzgesetz (24.
Oktober 2007).
Bei der Abstimmung über die Unabhängigkeit Tokelaus fehlen 16 Stimmen an der
erforderlichen Zweidrittelmehrheit.
Ikea erhöht mit einem Umsatz von 3,2 Milliarden Euro 2006 seinen
Möbelmarktanteil in Deutschland auf 9,05 Prozent.
Microsoft kauft für 240 Millionen Dollar 1,6 Prozent von Facebook.
Intel zahlt 250 Millionen Dollar zur Beilegung eines Patentstreits mit
Transmeta.
Die Bank of America will 3000 Mitarbeiter entlassen.
Frankreich will keine neuen Autobahnen mehr bauen.
In Afghanistan wurden am 8. Oktober 2007 15 Todesurteile vollstreckt.
Armgardt, Matthias wird in Köln für bürgerliches Recht, antike
Rechtsgeschichte, römisches Recht und neuere Privatrechtsgeschichte habilitiert.
Artz, Markus wird in Trier für bürgerliches Recht, Handelsrecht und
Wirtschaftsrecht habilitiert.
Kersting, Christian wechselt von München nach Düsseldorf.
Pahlow, Louis wechselt von Bayreuth nach Mannheim.
Schiek, Dagmar wechselt von Oldenburg nach Leeds.
2007-10-24 Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs
ist der am 12. Juli 2006 vom Rat der Europäischen Union erlassene
Rahmenbeschluss 2005/667/JI über die Bekämpfung von Straftaten gegen die
Meeresverschmutzungsrichtlinie wegen verfehlter Rechtsgrundlage nichtig
(C-440/2005 23. Oktober 2007).
Nach Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands war die
Kostendämpfungspauschale durch Beihilfeverringerung in Niedersachen von 1999
bis 2001 verfassungsgemäß, so dass eine Beschwerde betroffener Beamter nicht
nur Entscheidung angenommen wurde (2 BvR 1715/2003 2. Oktober 2007 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein Haftbefehl
gegen einen Angestellten der Humboldt-Universität Berlin wegen Fehlen eines
gesicherten Haftgrundes aufgehoben (StB 34/2007 18. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann dem
Elternrecht eines leiblichen Vaters (z. B. Görgülü) und dem Wohl seines
nichtehelichen, von Pflegeeltern adoptierten Kindes nur durch eine
kontinuierliche Annäherung (z. B. Umgangsrecht mit dem Ziel einer Übertragung
des Sorgerechts) genügt werden (XII ZB 229/2006).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands haben
Europaunionsbürger keinen Anspruch auf Aufhebung einer rechtswidrigen, aber
bestandskräftigen Ausweisung durch die Ausländerbehörde, aber einen Anspruch
auf Befristung des durch die Ausweisung ausgelösten und weiterhin geltenden
Einreiseverbots und Aufenthaltsverbots (1 C 10/2007 23. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann ein
Arbeitgeber nicht gleichzeitig im Arbeitsvertrag einem Arbeitnehmer die
Teilnahme an einem Bonussystem zusagen und in den allgemeinen
Arbeitsvertragsbedingungen einen Rechtsanspruch auf Zahlung der Boni
ausschließen (10 AZR 825/2006 24. Oktober 2007).
Nach Entscheidungen des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist die
Kraftfahrzeugsteuer des Schuldners in der Insolvenz auch bei Freigabe des
Fahrzeuges aus der Masse durch den Insolvenzverwalter eine Masseverbindlichkeit
(IX R 4/2007 29. August 2007 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist die Auslagerung
eines defizitären Kommunaldaseinsvorsorgebetriebs in eine selbständige
Kapitalgesellschaft bei Verlustausgleich mit Gewinnen anderer Betriebe eine
verdeckte Gewinnausschüttung (I R 32/2006 22. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Berlin-Brandenburg gilt die in
§ 132 SGB III geregelte fiktive Bemessung des Arbeitslosengelds auch, wenn die
Eltern während oder kurz nach der Elternzeit eine gut bezahlte Arbeit verlieren
(12 AL 318/2006 16. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Coburg begründet eine Entsorgung
brandgeschädigter versicherter Gegenstände vor Begutachtung durch den
Versicherer einen Verlust des Versicherungsanspruchs (12 O 951/2005 18. Oktober
2007).
2007-10-23 Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs
ist das Volkswagengesetz Deutschlands vom 21. 7. 1960 wegen Beschränkung des
freien Kapitalverkehrs (Art. 56 I EG) europarechtswidrig (C-112/2005 23.
Oktober 2007).
Nach Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs beschränkt das
Bundesausbildungsförderungsgesetz Deutschlands die Freizügigkeit durch die für
die Förderung eines Auslandsstudiums aufgestellte Voraussetzung eines
mindestens einjährigen Studiums in Deutschland europarechtswidrig (C-11/2006
23. Oktober 2007 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine
Verfassungsbeschwerde der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands gegen die
unvollständige Zahlung aus der Parteienfinanzierung 2006 in Höhe von 277000
Euro wegen fehlender Erschöpfung des Rechtswegs in der Hauptsache nicht zur
Entscheidung angenommen.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Revision
der wegen des Todes des vierjährigen Kindes Mehmet vom Landgericht Zwickau zu
12 bzw. 8 Jahren Haft verurteilten (Stief-)Eltern verworfen.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg ist die allgemeine
Werbeaussage Erdgas statt Heizöl wegen Irreführung des Verbrauchers
rechtswidrig (1 U 106/2006 24. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz rechtfertigt
die Weitergabe der unbewiesenen Behauptung, ein Unternehmen betrüge das
amerikanische Militär, eine fristlose Kündigung (7 Sa 71/2007).
Vor dem Landgericht München I ist ein Streit eines Tattooierers mit einer
Tattooierten über die Zulässigkeit der Verwendung des betreffenden Bildes auf
Werbezetteln durch einen Vergleich beigelegt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Ansbach ist die vorübergehende
Schließung einer entgegen einer Vereinbarung mit dem Betreiber zur Durchführung
von Ein-Euro-Partys dienenden Diskothek in Nürnberg rechtmäßig.
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Innsbruck ist ein sich Kinderpornos
verschaffender Mann zu 5200 Euro Geldstrafe verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Berufungsgerichts Italiens ist Josep
Guardiola nach sechs Jahren wegen unglaubwürdiger Dopinganalysen vom Vorwurf
des Dopings freigesprochen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist die der im achten Monat schwangeren Jo Stinnett das Kind aus dem
Bauch schneidende Lisa Montgomery zum Tod verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landesamts für Denkmalpflege Bayerns wird das
Bürgerhaus Seegasse 8 in Bad Windsheim restauriert.
Ein Einmarsch der Türkei in den Nordirak gilt als Gefährdung des Beitritts der
Türkei zur Europäischen Union.
In Deutschland geben Eltern durchschnittlich 25 Prozent ihres verfügbaren
Einkommens für Nachkommen aus und haben 50 Prozent der Erbschaften einen Wert
von mehr als 50000 Euro.
Der Umsatz der Mafia Italiens wird auf jährlich 90 Milliarden Euro geschätzt.
2007-10-22 Nach einer Entscheidung des europäischen Gerichtshofs
für Menschenrechte ist die Bezeichnung Jean-Marie Le Pens als Chef einer
Mörderbande seitens Mathieu Lindons nicht von dem Recht auf Meinungsfreiheit
gedeckt, sondern rechtswidrig und damit eine Verurteilung des Autors und seiner
Verleger durch die Gerichte Frankreichs rechtmäßig.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Nichtzulassungsbeschwerde gegen eine Verurteilung zum Abriss eines
Erweiterungsbaus der Waldorfschule Berlin rechtmäßig (V ZR 12/2007 18. Oktober
2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein
einundfünfzigjähriger, in einer Gastwirtschaft einen Menschen erschießender und
sechs Menschen verletzender Landwirt zu lebenslanger Haft mit Feststellung der
besonderen Schwere der Schuld verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg muss die
Stadt Rastatt Schulräume für den muttersprachlichen Unterricht ausländischer
Kinder zur Verfügung stellen (1 S 2132/2007 12. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Hessen muss eine
Arbeitsagentur einen Arbeitslosen über mögliche Vorteile eines Aufschubs einer
Arbeitslosenmeldung unaufgefordert unterrichten (7/20 AL 1185/2004 22. Oktober
2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München ist der 92jährige Odoardo M.,
in dessen Zimmer der Brand des Schlosses Elmau ausgebrochen ist, zum Ersatz des
nicht versicherten Brandschadens verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin ist eine Klage gegen
einen Umsetzungsgebührenbescheid einer genau auf einer weißen Begrenzungslinie
parkenden und dadurch eine Verkehrsbehinderung (z. B. des Straßenbahnverkehrs)
verursachenden Kraftfahrzeughalterin abgewiesen, obwohl ein Parken auf der
Markierung oder außerhalb für sich allein genommen keinen Parkverstoß bedeutet
(11 A 884/2006 20. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin darf ein Bezirksamt im
Gegensatz zum Gesetzgeber nicht bestimmte Bereiche von Straßengebiet (z. B.
Kurfürstendamm) von der Möglichkeit des Verteilens von Werbematerial (z. B.
durch einen Cafetier) ausnehmen (1 A 150/2007 26. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts München kann ein wegen Beihilfe
zum gewerbsmäßigen Einschleusen von Menschen und zur verbotenen Prostitution
verurteilter Putzmann des Flughafens München als Sicherheitsrisiko entlassen
werden (24 K 1651/2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts München ist einem 857
kinderpornographische Dateien auf seinem Computer besitzenden Kinderpsychologen
nach Verurteilung zu 6300 Euro Geldstrafe die Zulassung entzogen.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Münster sind Studiengebühren
auch für vor Inkrafttreten der Regelung eingeschriebene Studierende rechtmäßig
(1 K 2077/2006 19. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Jugendstrafgerichts Nürnberg ist ein wegen
Beleidigung und Hausfriedensbruch vorbestrafter Fünfzehnjähriger wegen
vorsätzlicher Körperverletzung zu 18 Monaten Haft verurteilt.
Microsoft will sich den Wettbewerbsvorstellungen der Europäischen Kommission
beugen.
Passau lehnt in einem Bürgerentscheid den Bau eines neuen Konzerthauses in der
Stadtmitte ab.
Bei einer Abstimmungsbeteiligung von 69 Prozent der 42 Millionen Berechtigten
entscheidet sich die Türkei mit 67 Prozent für die Volkswahl des
Staatspräsidenten.
O. J. Simpsons vor fünf Wochen in den Vereinigten Staaten von Amerika unter
Zuteilung der Verwertungsrechte an die Erben des Opfers Ron Goldman
veröffentlichtes If I did it erscheint am 8. November in Großbritannien.
2007-10-21 Donald Tusk gewinnt mit liberalnationaler Politik die
vorgezogenen Parlamentswahlen Polens gegen die nationalkonservative
Regierungspartei.
Die Schweizer Volkspartei gewinnt bei den Parlamentswahlen der Schweiz Stimmen
hinzu.
Nach einer Entscheidung des europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte
verletzt der Ausschluss eines als Beamter auf Lebenszeit tätigen
Hochschullehrers (z. B. in Deutschland) von der Tätigkeit als Rechtsanwalt
nicht rechtswidrig Menschenrechte (6213/2003 22. Mai 2006).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
Regelung in § 96a i. V. m. § 313 I, II Nr. 2, III Nrn. 1 und 2 SGB VI über die
Berücksichtigung eines Hinzuverdienstes bei Leistung einer Erwerbsunfähigkeitsrente
verfassungsgemäß (1 BvR 154/2005 14. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands steht einem
Beschwerdeführer nach Durchführung des Anhörungsrügeverfahrens die mit einer
Verletzung von Art. 103 I GG begründete Verfassungsbeschwerde nur offen, wenn
alle in der Verfassungsbeschwerde dargelegten Gehörsrügen auch Gegenstand der
fachgerichtlichen Anhörungsrüge waren (1 BvR 1470/2007 27. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands berührt auch
eine nur kurzfristige Speicherung von Verkehrsdaten (z. B. bis zum neunten Tag
jedes Monats) das Interesse des Betroffenen an der Wahrung seines
Fernmeldegeheimnisses in nicht ganz unerheblichem Ausmaß und liegt in der
Außerachtlassung des verfassungsrechtlichen Einflusses auf das Privatrecht
durch einen Richter ein Grundrechtsverstoß (1 BvR 1811/1999 27. Oktober 2006).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands wird, wenn sich
eine Berufungsbegründung gegen Rechtsausführungen des Erstgerichts wendet,
denen folgend das Erstgericht Sachvortrag als unerheblich angesehen hat, mit
dem Vortrag zu den Rechtsausführungen des Erstgerichts inzidenter auch der von
dem Erstgericht als unerheblich angesehene Sachvortrag aufrechterhalten und in
Bezug genommen (VII ZR 197/2006 26. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist das
Fehlverhalten einer Hilfsperson dem Handelsvertreter für den
Ausschlusstatbestand des § 89b III Nr. 2 HGH nicht nach § 278 BGB zuzurechnen
(VIII ZR 267/2005 18. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hindert die
grundsätzliche Beweislast des Gesellschafters einer Gesellschaft mit
beschränkter Haftung für die Einzahlung der Stammeinlage den Tatrichter nicht,
den entsprechenden Nachweis auf Grund unstreitiger oder erwiesener
Indiztatsachen als geführt anzusehen (II ZR 222/2006 9. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann die Umlegung
der Wärmelieferungskosten auf den Mieter bei Wechsel von einer häuslichen
Heizungsanlage auf Fernwärmebezug vertragsgerecht sein (VIII ZR 202/2006 267.
Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat ein die
Bereitschaft eines Rechtsanwalts zu einer eidesstattlichen Versicherung im
Rahmen eines Wiedereinsetzungsverfahrens als ungenügendes Beweisangebot
beurteilendes Gericht darauf hinzuwirken, dass Zeugenbeweis angetreten wird (VI
ZB 80/2006 8. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei Streitigkeiten
über die Streichung aus der bei der Justizverwaltung geführten Liste beeidigter
und ermächtigter Dolmetscher und Übersetzer der Rechtsweg zu den
Verwaltungsgerichten eröffnet (IV AR [VZ] 1/2007 28. März 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands unterliegt
der Einsatz erwerbsfähiger Hilfebedürftiger zur Verrichtung von im öffentlichen
Interesse liegenden, zusätzlichen Arbeiten in einer Dienststelle der
Mitbestimmung des dortigen Personalrats bei Einstellungen (6 P 4/2006 21. März
2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind Arbeitnehmer,
wenn für sie Gesamtprämien in Höhe von jeweils mehr als 4200 DM im Kalenderjahr
zu leisten sind, in die Durchschnittsberechnung der Pauschalierungsgrenze gemäß
§ 40b II 2 EStG einzubeziehen, wenn der als Arbeitslohn zu qualifizierende
Anteil diesen Betrag nicht übersteigt (VI R 55/2005 12. April 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bamberg kann ein Irrtum über
eine Wirkung von Zusatzschildern eine Ausnahme von einem Fahrverbot nur
rechtfertigen, wenn die Fehlvorstellung des Betroffenen angesichts der
festgestellten Beschilderung nicht als fernliegend anzusehen ist (3 Ss OWi
924/2007 11. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Koblenz hat ein unentschuldigt einem
Hauptverhandlungstermin fernbleibender, freigesprochener Angeklagter keinen
Anspruch auf Erstattung der auf diesen Tag entfallenden Gebühren und Auslagen
seines Verteidigers (2060 Js 49013/2004 28. Februar 2007).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Münster kann eine Pflicht zur Zahlung
einer vereinbarten Betriebskostenposition Kabelgebühren nur einvernehmlich
durch eine Änderung des Mietvertrags entfallen (7 C 4811/2006 27. Februar
2007).
Bobby Jindal wird in Louisiana der erste indischstämmige Gouverneur der
Vereinigten Staaten von Amerika.
2007-10-20 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts
Deutschlands ist ein Verbot einer Erstausstrahlung eines Spielfilms zu einem
wichtigen Thema (z. B. Contergan) ein schwerwiegender Eingriff in die Freiheit
einer Rundfunkanstalt zur Gestaltung und Verbreitung ihres Programms (1 BvR
1223/2007 29. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist es
verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, wenn Fachgerichte eine richterliche
Entscheidung über die Sicherstellung von Datensicherungsbändern der Server
eines privat genutzten Dienstcomputers sowie über die Beschlagnahme darauf
befindlicher Dateien wegen fehlender Antragsbefugnis des Nutzers gemäß § 98 II
2 StPO ablehnen (2 BvR 2282/2006 25. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands erlischt mit dem
Tod des Berechtigten der Anspruch auf Versorgungsausgleich gemäß § 1587e II BGB
auch dann, wenn das Verfahren nach § 2 I 2 VAÜG ausgesetzt war (XII ZB 64/2006
15. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss sich ein ohne
erheblichen Grund eine Berufungsbegründungsfristverlängerung Beantragender
selbst nach der (erwartungsgemäß ablehnenden) Entscheidung erkundigen (IV ZR
132/2006 18. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind bei der
Bemessung der Haftungsgrenze des § 1586b I 3 BGB auch (fiktive)
Pflichtteilsergänzungsansprüche zu berücksichtigen, die dem
Unterhaltsberechtigten gemäß § 2325 BGB gegen die Erben zustünden, wenn seine
Ehe mit dem Unterhaltspflichtigen erst durch dessen Tod aufgelöst worden wäre
(XII ZR 64/2005 18. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands sind
erbrachte Unterhaltsvorschussleistungen auf die Leistungshöchstdauer nach § 3 I
UVG jedenfalls dann nicht anzurechnen, wenn der zu Grunde liegende
Bewilligungsbescheid aufgehoben worden und die Leistung von dem Berechtigten
oder einem Elternteil, mit dem dieser zusammenlebt, zurückerstattet worden ist
(5 C 40/2006 5. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann der
absolute Revisionsgrund der vorschriftswidrigen Besetzung des Gerichts nach §
547 Nr. 1 ZPO gegeben sein, wenn eine nach dem Geschäftsverteilungsplan nicht
zuständige Kammer des Landesarbeitsgerichts die Entscheidung trifft (10 AZR
375/2006 20. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann ein
Arbeitgeber einen Berücksichtigungsanspruch nicht dadurch umgehen, dass er die
gleiche Tätigkeit auf dem zu besetzenden Arbeitsplatz anders vergüten will (9
AZR 874/2006 8. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm ist bei Bezeichnung eines
Teileigentums als Laden die damit verbundene Verweisung auf die
Ladenöffnungszeiten dynamisch zu verstehen (15 W 205/2006 23. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München versucht einen
Computerbetrug, wer als Inhaber eines Mietkartentelefons mit zu seinen Gunsten
vereinbarter Entgeltgutschrift die unter Verwendung einer gültigen
vorausbezahlten Telefonkarte angewählte Verbindung sofort nach deren
Herstellung und Erfassung des fälligen Gebührenaufkommens, aber vor dessen
Abbuchung von der Telefonkarte durch Ziehen der Karte abbricht, um sich das
Gebührenaufkommen ohne eigene Zahlung zu sichern (2 Ws 494-496 501/2006 27.
Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Rostock kann in einer bei einem
Gebrauchtwagenkauf ohne Einschränkung oder Zusätze abgegebenen Erklärung des
gewerblichen Gebrauchtwagenhändlers zu einer bestimmten Kilometerlaufleistung
des Kraftfahrzeugs die Übernahme einer Beschäftigungsgarantie liegen (6 U
2/2007 11. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen kann eine ärztliche
Erlaubnis für die Tätigkeit als Arzt im Praktikum nur erteilt werden, wenn das
im Ausland mit einer Prüfung abgeschlossene Studium wissenschaftlichen
Kriterien genügt (1 TP 238/2007 14. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster rechtfertigt die
Durchführung medizinisch nicht indizierter Dialysemaßnahmen die Anordnung des
Ruhens der Approbation als Arzt und deren sofortige Vollziehung (13 B 9929/2007
31. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Regensburg handelt ein entscheidende
Hinweise in den allgemeinen Geschäftsbedingungen über Eintragungen in
Gewerbedateien an nicht zu erwartenden Stellen Versteckender mit
Täuschungswillen (2 S 36/2007 26. Juni 2007).
*Schleicher, Hans, Jugend- und Familienrecht, 12. A. 2007
*Beck’sches Formularbuch Zivil-, Wirtschafts- und Unternehmensrecht
Deutsch-Englisch, hg. v. Walz, Robert, 2007
*Due Diligence, hg. v. Beisel, Daniel u. a., 2007
2007-10-19 Die Staatsoberhäupter bzw. Premierminister der
Mitgliedstaaten der Europäischen Union einigen sich unter Zugeständnissen an
Polen (Grundrechte, Mehrheitsentscheidungen), Italien (Abgeordnetensitz),
Bulgarien (kyrillische Eurobeschriftung), Österreich
(Medizinstudienzulassungseinschränkung) und Großbritannien (rote Linien) in
Lissabon auf einen noch anzunehmenden Grundlagenvertrag mit einer
zweieinhalbjährigen Amtszeit des gewählten Ratspräsidenten (des europäischen
Rates) (neben dem weiterhin sechsmonatlich wechselnden Vorsitz in den
Fachministerräten), voraussichtlich 18 Kommissaren ab 2014 (zwei Drittel von
27), mehr Mehrheitsentscheidungen mit doppelter Mehrheit (von 55 Prozent der
Mitgliedstaaten mit 65 Prozent der Bevölkerung der Europäischen Union ab 2014
samt Übergangsregel bis 2017 und aufschiebender, im Vertrag nicht
aufgenommener, aber gleichgestellter Ionnanina-Klausel), mehr Mitspracherechten
des europäischen Parlaments (96 von 750 Sitze für Deutschland, sechs für
Malta), Austrittsklausel, Verbindlichkeit der Grundrechtecharta mit Ausnahme
Polens und Großbritanniens und einem hohen Vertreter für die Außen- und
Sicherheitspolitik.
Nach einer Entscheidung des europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte muss
Russland trotz finanzieller Schwierigkeiten Gefangene in Haftanstalten
menschenwürdig unterbringen und einem Häftling wegen Verletzung dieser
Verpflichtung Schmerzensgeld zahlen (67253/2001 18. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann bei
Bekanntheit aller Umstände im Zeitpunkt einer Verurteilung nicht nachträglich
Sicherungsverwahrung angeordnet werden (3 StR 378/2007 19. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands genügt das führende
System zur Verschließung bestimmter Internetseiten gegenüber Minderjährigen
nicht den jugendschutzrechtlichen Anforderungen und haftet als Täter einer
unlauteren Wettbewerbshandlung, wer Zugang zu pornografischen Internetseiten
vermittelt, ohne durch ein genügendes Altersverifikationssystem Minderjährige
am Zugriff auf diese Angebote zu hindern (I ZR 102/2005 18. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Lüneburg ist die
Untersagungsverfügung der niedersächsischen Landesmedienanstalt gegen einen
Anbieter pornographischer Inhalte ohne genügende Alterszugangsbeschränkungen
rechtmäßig (16. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Stuttgart kann ein zu Unrecht
Abgemahnter gegenüber dem Abmahner kostenpflichtig das Nichtbestehen eines
Unterlassungsanspruchs feststellen lassen (17 O 243/2007 16. Juli 2007).
Die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Weimar gegen die Sperrung von
Verfassungsschutzakten über Bodo Ramelow ist mangels Einlegung von
Rechtsmitteln rechtskräftig.
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichts Tschechiens ist die 2004
angeordnete Überwachung der Telefone des Fürsten Kinsky und seines
Rechtsanwalts rechtswidrig.
Nach einer Entscheidung der Werbeaufsichtsbehörde Italiens sind Plakate nackter
Magersüchtiger (No. Anorexia) wegen Verletzung der Menschenwürde verboten.
Heidelberg, Freiburg im Breisgau, Konstanz, Aachen, Göttingen und Berlin (FU)
werden weitere Eliteuniversitäten Deutschlands.
Die Ausgaben je Student werden auf 22476 Dollar in den Vereinigten Staaten von
Amerika und auf 7723 Dollar in Italien berechnet (Schweiz 21966, Schweden
16218, Dänemark 15225, Norwegen 14497, Australien 14036, Österreich 13959,
Niederlande 13846, Finnland 12505, Deutschland 12255, Japan 12193, OECD 11100,
Frankreich 10668, Irland 10211, Neuseeland 8866, Portugal 7741).
Tokelau (rund 1500 Einwohner auf 12 Quadratkilometern, ohne Hauptstadt, Hafen,
Flughafen, Flagge und Nationalhymne) stimmt mit 789 Wahlberechtigten über seine
Unabhängigkeit von Neuseeland ab.
2007-10-18 Nach Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts
Deutschlands ist die Vorlage des Verwaltungsgerichts Düsseldorf betreffend die
Kürzung des Weihnachtsgelds für Beamte des Landes Nordrhein-Westfalen mangels
ausreichender Begründung der Verfassungswidrigkeit der maßgeblichen
Vorschriften unzulässig (2 BvL 5/2005 29. September 2007 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands tritt bei einem
durch Vergleich endenden Kündigungsschutzverfahrens nicht ohne Weiteres eine
Sperrzeit für das Arbeitslosengeld ein (11a AL 51/2006 R).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands begründet eine
Kündigung eines Beschäftigungsverhältnisses durch eine Arbeitnehmerin mit Kind
zwecks Umzugs zu einem Verlobten nicht ohne Weiteres eine Sperrzeit für das
Arbeitslosengeld (11a/7a AL 52/2006 17. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Berlin-Brandenburg erhalten
Mütter weniger Arbeitslosengeld, wenn sie aus einer mehrjährigen Elternzeit
zurückkehren und vom Arbeitgeber gekündigt werden.
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Hessen darf eine Krankenkasse
bei Vorliegen einer ärztlichen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung Krankengeld
nicht ohne eigene medizinische Ermittlungen durch Befragung des Arztes und
Untersuchung des Patienten verweigern (8 KR 228/2006 19. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz kann Kindergeld
zwischen einer Prüfung und dem Beginn einer Referendarzeit auch dann zu
gewähren sein, wenn sich der Beginn der Referendarzeit verzögert (1 K 2123/2006
16. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Stendal ist eine Achtunddreißigjährige
wegen Tötung dreier Kinder gleich nach der Geburt zu sieben Jahren Haft
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main darf ein
Veranstalter von Pokerturnieren bei der Anmeldung im Internet keine persönlichen
Daten abfragen (7 G 3111/2007 [1] 17. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz muss ein Lehrer ein
Schulbuch nicht selbst bezahlen, sondern kann gegen Eigentumsübertragung die
Kosten von der Schule ersetzt verlangen (6 K 842/2007 18. September 2007).
Nach Rücknahme der Berufung sind die Bewährungsstrafen wegen Verbrennung des
Anne-Frank-Tagebuchs in Pretzien rechtskräftig.
Praktiker zahlt auf Grund eines Vergleichs 250000 Euro wegen einer
Wettbewerbsrechtsverletzung.
2007-10-17 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs
Deutschlands ist ein formularmäßiger Ausschluss einer Reparaturkostengarantie
in einem Gebrauchtwagenreparaturgarantieversicherungsvertrag wegen
Überschreitung eines Wartungsintervalls eines Gebrauchtwagens (z. B. um 841
Kilometer) unwirksam (VIII ZR 251/2006 17. Oktober 2007).
Nach Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands sind Anträge auf
Mehrzuteilung von Emissionsberechtigungen im Wesentlichen abgewiesen (7 C
33/2007 16. Oktober 2007).
Nach Entscheidungen des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz muss ein
Bauherr die Kosten eines durch seine Baumaßnahme verursachten Hangrutsches
tragen (1 A 11507/2006 13. September 2007 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg können
Aufwendungen zur Feier des fünfjährigen Bestehens einer Sozietät eines
Rechtsanwalts und eines Steuerberaters als Betriebsausgaben geltend gemacht
werden, wenn die Einladung an Kollegen, Mandanten und Mitarbeiter nicht auch
aus privaten Gründen ausgesprochen wurde (1 K 1377/2003 B 20. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg können Ehegatten
eine Altersvorsorgezulage beanspruchen, wenn sie einen entsprechend
zertifizierten Vertrag abgeschlossen haben (7 K 5216 B 13. Juni 2007).
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Stuttgart ist die Neuanpflanzung
von Rebflächen an wegen Frostgefahr nicht zur Erzeugung von Qualitätswein
bestimmter Anbaugebiete geeigneten Stellen unzulässig (1 K 27/2006 16. Oktober
2007 u. a.).
Ein Anna Ermakova (Becker) zu einer Nagellackvorführung verwendendes
Unternehmen soll wegen ungenehmigter Kinderarbeit 1300 Euro Bußgeld zahlen.
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Innsbruck ist ein in Indonesien
geborener Arbeitsloser aus Holland wegen gewerbsmäßigen Drogenschmuggels zu
fünf Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Wien ist Landespolizeikommandant
Roland Horngacher wegen Amtsmissbrauchs und Geheimnisverrats zu 15 Monaten
bedingter Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Brasiliens ist Alexander
Bauersfeld vom Vorwurf der Herstellung kinderpornographischen Materials
freigesprochen.
Die Bundesregierung Deutschlands beschließt einen Nachtragshaushalt.
Die Konferenz der Kultusminister Deutschlands beschließt vergleichbare
Anforderungen für das Abitur in Deutsch, Mathematik, Englisch und Französisch
in allen Bundesländern.
Das Parlament der Türkei ermöglicht den Militäreinsatz gegen Kurden im
Nordirak.
Toyota ruft 470000 Kraftfahrzeuge wegen Mängeln an Benzinleitungen und
Kupplungen zurück.
In Frankreich werden mitgliederschwache Gewerkschaften von den Arbeitgebern mit
Geld unterstützt.
2007-10-16 Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs
sind trotz Diskriminierung tarifliche Regelungen (z. B. Spaniens) rechtmäßig,
nach denen Mitarbeiter (z. B. Manager) mit der Vollendung des 65. Lebensjahrs
in Rente gehen müssen (C-411/2005 16. Oktober 2007)).
Nach Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die seit
1999 erfolgende Verminderung der Besoldungs- und Versorgungsanpassungen der
Beamten und Pensionäre zur Sicherung künftiger Versorgungsleistungen verfassungsgemäß (2 BvR 1673/2003 24.
September 2007 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands hat ein
Arbeitnehmer keinen Anspruch auf fortlaufende Paginierung der in seiner
Personakte des Arbeitgebers geführten Unterlagen (9 AZR 110/2007 16. Oktober
2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands haben Lastkraftwagenfahrer
gegen ihre Arbeitgeber keinen Anspruch auf Erstattung der für Fahrerkarte
erforderlichen Aufwendungen (z. B. 58 Euro) (9 AZR 170/2007 16. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf darf ein Golfclub die
Rückzahlung eines bei Eintritt vertraglich vereinbarten Darlehens bei Austritt
nicht mit der Begründung verweigern, es bestehe keine Warteliste von
Beitrittsinteressenten, weil eine entsprechende allgemeine Vertragsbedingung
rechtswidrig ist (I-23 U 36/2007 19. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main ist (Berufskläger)
Klaus Zapf zu Schadensersatz wegen (eine geplante Kapitalerhöhung
blockierender) sittenwidriger Anfechtungsklage an Nanoinvests AG (Real Estate
International Investment AG) verurteilt (3-5 O 177/2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main ist es Arcor (zwecks
Verhinderung des Austausches illegal kopierter Musik, Filme und Bilddateien)
untersagt, auf der Webseite Bitreactor Werbung für sich zu schalten oder
schalten zu lassen (3-08 O 143/2007 9. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Nürnberg ist ein Polizist wegen
Vergewaltigung und sexuellen Missbrauchs Gefangener zu vier Jahren Haft
verurteilt (11. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschafgt München soll Clauss Grossner
wegen Verleumdung (Vermischung von Privatem und Geschäftlichem, strukturelle
Unregelmäßigkeiten) des Suhrkamp-Verlags bzw. Ulla Unseld-Berkéwiczs zu 150000
Euro (30 Tagessätze zu 5000 Euro) Geldstrafe zahlen, Hans Barlach zu 60000 Euro
(30 Tagessätze a 2000 Euro).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München kann bei
Nachbarschaftsstreitigkeiten ein Abwehranspruch wegen jahrelangen Duldens der
beanstandeten Rechtsverletzung verwirkt sein (173 C 23153/2006 24. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist die Hinrichtung William Castillos mittels Giftspritze ausgesetzt.
Nach einer Entscheidung der Revisionskammer des Tribunals der Vereinten Nationen
für das frühere Jugoslawien ist Sefer Halilović vom Vorwurf der Ermordung
Dutzender bosnischer Kroaten freigesprochen.
Nach einer Entscheidung der Antidopingkommission des Nationalen Olympischen
Komitees Italiens ist Danilo Di Luca für drei Monate bis 15. Januar 2008
gesperrt.
Libyen und Vietnam werden in den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen gewählt.
In der Regierung Bayerns sind unter Ministerpräsident Günther Beckstein
Eberhard Sinner Leiter der Staatskanzlei, Markus Söder Minister für Bundes- und
Europaangelegenheiten, Joachim Herrmann Innenminister, Beate Merk
Justizministerin und Thomas Goppel Minister für Wissenschaft, Forschung und
Kunst.
Der Ölpreis steigt auf 88 Dollar pro Fass.
2007-10-15 Nach einer Entscheidung des Gerichts erster Instanz der
europäischen Gemeinschaften muss für die Bekanntgabe von Einzelheiten einer
verfolgungsverjährten Zuwiderhandlung eines Unternehmens diese zumindest im
verfügenden Teil der Entscheidung der Europäischen Kommission angeführt und die
Entscheidung gegen das Unternehmen gerichtet sein (T-474/2004 12. Oktober
2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands muss die
Staatsanwaltschaft für die Frage der Ladung zum Strafantritt in offenen Vollzug
oder in geschlossenen Vollzug auch die Auswirkungen auf ein bestehendes
Arbeitsverhältnis des Verurteilten berücksichtigen (2 BvR 725/2007 27.
September 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein zwecks
Vermeidung von Unterhaltsansprüchen seine ehemalige Freundin mit Kind
ermordender Mann zu lebenslanger Haft verurteilt (3 StR 339/2007 2. Oktober
2007).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Bayern muss das Land Eltern
nicht das volle Schulgeld auf staatlich anerkannten Ersatzschulen (über 66 Euro
monatlich hinaus) ersetzen (14-VII-2006 9. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe haben Banken keine
Schadensersatzansprüche gegen Baden-Württemberg wegen Amtspflichtverletzung der
Betriebsprüfer im FlowTex-Verfahren (12 U208/005 15. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Frankfurt am Main ist die
Altersgrenze von 60 Jahren für Piloten der Lufthansa rechtmäßig (17 Sa 809/2007
15. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Innsbruck ist ein 4500 Euro Schulden
verursachender Zechpreller wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs zu acht
Monaten teilbedingter Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Wien ist Rudolf Hellar (Arbö) vom
Vorwurf der Untreue freigesprochen.
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft Innsbruck ist im Innsbrucker
Finanzskandal schonender Steuerprüfung durch Beamte für von ihnen bei der
Steuererklärung unterstützte Unternehmen in 24 Fällen die Anklage fallen
gelassen.
Nach einer Entscheidung des Wettbewerbsbehörde Frankreichs muss France Télécom
wegen Marktmachtmissbrauchs 45 Millionen Euro zahlen.
Montenegro schließt ein Annäherungsabkommen mit der Europäischen Union.
DocMorris eröffnet mit einer Apotheke in Nürnberg die 53. Niederlassung in
Deutschland.
Deutschlands Unternehmen entsteht durch Wirtschaftskriminalität von
Mitarbeitern und Geschäftspartnern (z. B. Unterschlagung, Produktpiraterie,
Korruption) jährlich ein Schaden von 6 Milliarden Euro (auch in China, Russland
und Indien).
2007-10-14 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs
Deutschlands liegt ein Ermessensfehler vor, wenn ein Gericht bei Vorliegen der
Voraussetzungen des § 142 I ZPO eine Anordnung der Urkundenvorlegung nicht in
Betracht zieht (XI ZR 277/2005 26. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands gibt es bei
Unterbrechung der Hauptverhandlung unmittelbar vor der Urteilsverkündung keine
Verlängerung der Frist zur Urteilsabsetzung (1 StR 58/2007 20. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Fristenregelung des § 268 III 2 StPO für die Urteilsverkündung zwingendes Recht
und ihre Verletzung revisibel (2 StR 22/2007 30. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat, wenn die
Zwangsversteigerung eines Grundstücks aus einem Recht betrieben wird, das einer
vor der Beschlagnahme eingetragenen Auflassungsvormerkung im Rang vorgeht, eine
nach der Beschlagnahme erfolgte Umschreibung des Eigentums auf den
Vormerkungsberechtigten keinen Einfluss auf den Fortgang des Verfahrens (V ZB
125/2005 25. Januar 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands handelt ein den
Wettbewerbsverbotsbruch eines Mitarbeiters eines Wettbewerbers nur ausnutzender
Unternehmer nicht bereits deswegen unlauter, weil er das Wettbewerbsverbot
kennt oder kennen muss (I ZR 96/2004 11. Januar 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands kann sich
eine Gefahrenlage auch aus der Verkehrsbelastung einer Bundesautobahnstrecke
ergeben (3 B 79/2006 4. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main muss ein die
Verwertung einer Zeugenaussage wegen Nichtbelehrung über das
Zeugnisverweigerungsrecht einer Verlobten rügender Angeklagter die Tatsachen
für das Verlöbnis vortragen (3 Ss 70/2007 9. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe darf der Vermieter im
Mieterhöhungsverfahren einen Mietzuschlag verlangen, wenn ihm die
formularmäßige Überbürdung der laufenden Schönheitsreparaturen auf den Mieter
misslungen ist (7 U 186/2006 18. April 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Schleswig muss die
Vertretungsberechtigung für eine juristische Person bei ungewöhnlichen
Umständen eines Kraftfahrzeugverkaufs sorgfältig geprüft werden (14 U 201/2005
1. September 2006).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Bielefeld rechtfertigt die
Kopftuchnichtablegungsabsicht einer Schöffin nicht deren Streichung als der
Schöffenliste (3221 b E H 68 16. März 2007).
In Hamburg scheitert ein Volksentscheid zur Stärkung der direkten Demokratie an
zu geringer Beteiligung.
Ecuador will wieder Mitglied der Organisation erdölexportierender Länder
werden.
2007-10-13 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts
Deutschlands verletzt die Steuerbefreiungsvorschrift des § 4 Nr. 16 lit. b UStG
1980 i. V. m. § 67 I, II AO nicht Art. 3 I GG (1 BvR 1316/2004 31. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die Rechtsprechung
des Bundesgerichtshofs Deutschlands, dass in der Verwendung eines
Rechtsbegriffs (z. B. Vertragsstrafe z. B. durch einen Rechtsanwalt) nur dann
eine Tatsachenbehauptung liegt, wenn die Beurteilung nicht als bloße
Rechtsauffassung kenntlich gemacht ist, sondern beim Adressaten zugleich die
Vorstellung von konkreten, in die Wertung eingekleideten Vorgängen hervorruft,
die als solche einer Überprüfung mit den Mitteln des Beweises zugänglich sind,
wobei es entscheidend auch auf den Verwendungszusammenhang ankommt,
verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden (1 BvR 193/2005 8. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein
Beschwerdeverwerfungsbeschluss wegen Nichtbegründung innerhalb der
Begründungsfrist außer in einem Wiedereinsetzungsverfahren auch im Verfahren
der Rechtsbeschwerde aufgehoben werden (XII ZB 101/2007 15. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist auch bei
Niederlegung des Mandats während der laufenden Begründungsfrist dem
Berufungskläger vor der Verwerfung einer Berufung wegen Versäumung der
Berufungsbegründungsfrist rechtliches Gehör zu gewähren (XII ZB 162/2006 18.
Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands besteht eine
Aufklärungspflicht einer Bank, wenn sie Kenntnis davon hat, dass der Anleger
von den Prospektverantwortlichen über die Werthaltigkeit des Fondsanteils
arglistig getäuscht wird, indem aus seiner Einlage über die im Prospekt
ausgewiesenen Vertriebskosten hinaus weitere Provisionen gezahlt werden (XI ZR
243/2005 10. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist § 108 SGB VII
auch im Rechtsstreit des Arbeitgebers eines geschädigten Versicherten gegen den
Schädiger anzuwenden (VI ZR 70/2006 12. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss der
rechtsanwaltliche Beklagtenvertreter im Zivilprozess in der Eingangsinstanz zum
Schutz seiner Partei auf Schlüssigkeitsbedenken gegen die Klage hinweisen, wenn
er nicht ausschließen kann, dass das Gericht solche Gesichtspunkte übersieht,
und muss seinen Mandanten über hieraus folgende Angriffsmöglichkeiten für ein
Berufungsverfahren aufklären (IX ZR 142/2005 24. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands werden dem Inhaber
eines Unternehmens Zuwiderhandlungen eines Mitarbeiters in seinem privaten
Bereich nicht zugerechnet (I ZR 92/2004 19. April 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine
versehentliche Vertragspflichtverletzung keine unlautere gezielte
Mitbewerberbehinderung (I ZR 164/2004 29. März 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist die für
Richter bestehende Anzeigepflicht genehmigungsfreier vorteilhafter
Nebentätigkeiten rechtmäßig (2 C 3/2006 21. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann ein
Betriebsrat vom Arbeitgeber bei Notwendigkeit für seine Aufgabenerfüllung die
Überlassung eines Personal Computers mit Zubehör und Software verlangen (7 ABR
45/2006 16. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands ist die
Verwertung eines die Angemessenheitsgrenze überschreitenden Hausgrundstücks
nicht schon deshalb eine besondere Härte, weil es bereits vor Eintritt der
Hilfebedürftigkeit vorhanden war (11b AS 37/2006 R 16. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist eine
widerrechtliche Verschaffung von Geldbeträgen aus dem Vermögen einer
Gesellschaft mit beschränkter Haftung durch einen verwandten Geschäftsführer
eines Gesellschafters keine mittelbare verdeckte Gewinnausschüttung an diesen
Gesellschafter (VIII R 54/2005 19. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg gibt ein seine
Vaterschaft vorprozessual nicht anerkennender vermeintlicher Vater Veranlassung
zur Klageerhebung gemäß § 93 ZPO (9 UF 49/2007 3. April 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg kann bei gemeinsamer
elterlicher Sorge ein Elter nur dann die Herausgabe des Kindes von dem anderen
Elter verlangen, wenn ihm das Kind widerrechtlich vorenthalten wird (9 UF
214/2006 5. März 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist ein bloß
rücksichtsloses Überholen in der Regel keine Nötigung (III-5 Ss 130/2007 –
61/2007 I 9. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München kann eine keinen
Wirtschaftsplan mit Vorschussverpflichtungen der Wohnungseigentümer
aufstellende Wohnungseigentümergemeinschaft einen ausgeschiedenen
Wohnungseigentümer weder auf Grund einer nach seinem Ausscheiden beschlossenen
Jahresabrechnung noch aus ungerechtfertigter Bereicherung für die vor seinem
Ausscheiden entstandenen Lasten und Kosten en Anspruch nehmen (34 Wx 27/2007
24. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Saarbrücken muss ein
Wohnungseigentümer psychische Beeinträchtigungen anderer durch seinen
Lebensgefährten unterbinden oder den daraus anderen Wohnungseigentümern (z. B.
durch Auszug von Mietern) entstehenden Schaden ersetzen (5 W 2/2007 4. April 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart ist Thomas Betz wegen
Fluchtgefahr wieder in Haft genommen.
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster kann nach
sorgfältiger Einzelfallprüfung bei charakterlicher Ungeeignetheit einem
Fahrerlaubnisinhaber die Fahrerlaubnis auch ohne Vorliegen der Voraussetzungen
des § 4 III, V StVG entzogen werden (16 B 1071/2007 2. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Lüneburg kann die neue Rechtsprechung
über allgemeine Schönheitsreparaturmietvertragsbedingungen auch auf Altverträge
erstreckt werden (6 S 2/2007 16. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Bergisch Gladbach kann ein
Krankenpflegenachwuchs ausbildendes Krankenhaus mit Genehmigung der
Bezirksregierung einen Ausbildungszuschlag als Teil der Behandlungskosten
verlangen (64 C 65/2007 10. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des obersten Gerichtshofs Österreichs ist die
Aufbewahrung einer Bankomatkarte in einem Rucksack nicht sorgfaltswidrig und
muss ein Bankkunde an einem Bankomaten nicht stets mit Ausspähungsversuchen
seiner Bankdaten rechnen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen (weißen) Gerichts der Vereinigten
Staaten von Amerika sind sieben ehemalige Aufseher und eine Krankenschwester
von einer Schuld am Tod eines in einem Erziehungslager misshandelten
(schwarzen) Jungen freigesprochen.
Frankreich will die Zahl der Überwachungskameras von 300000 auf 1000000
erhöhen.
*Baumbach, Adolf/Hopt, Klaus, Handelsgesetzbuch, 33. A. 2007
*Erfurter Kommentar zum Arbeitsrecht, hg. v. Müller-Glöge, Rudi u. a., 8. A:
2008
*Münch, Ingo von, Die deutsche Staatsangehörigkeit, 2007
*Becker, Bernd, Das neue Umweltschadensgesetz, 2007
*Kopp, F./Schenke, W., Verwaltungsgerichtsordnung, 15. A. 2007
2007-10-12 Nach einer Entscheidung des Gerichts erster Instanz darf die Europäische Kommission über ein
Unternehmen (z. B. Pergan) keine entblößenden unbewiesenen Angaben (z. B. über
kartellrechtswidriges Verhalten auf dem Markt für Peroxide) veröffentlichen,
gegen die sich das Unternehmen nicht wehren kann.
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands haben
eingetragene Lebenspartner keinen Anspruch auf gleiche Beamtenbesoldung
(Familienzuschlag) wie Ehepaare (2 BvR 855/2006 20. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands darf Maxim
Billers Roman Esra wegen Verletzung der Persönlichkeitsrechte seiner ehemaligen
Freundin nicht veröffentlicht werden, weil der Grad der Fiktionalisierung nicht
stark genug ist, um eine Persönlichkeitsrechtsverletzung auszuschließen (1 BvR
1783/2005 13. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main ist ein Anbieter
mehrerer geschlossener Immobilienfonds verpflichtet, einen von mehreren
Gesellschaftern verfassten Brief zur Einberufung einer
Gesellschafterversammlung an die übrigen Ges3ellschafter weiterzuleiten (2-21 O
162/2007 17. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin muss das
Bundeskanzleramt Deutschlands nicht Akten über die Ostseepipeline (North
European Pipeline) der Öffentlichkeit zugänglich machen, weil sie die
Regierungstätigkeit betreffen (2 A 101/2006 10. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Kolumbiens ist der ehemalige
Justizminister Alberto Santofimio wegen seiner Beteiligung an der Ermordung des
Präsidentschaftskandidaten Luis Carlos Galán zu 24 Jahren Haft verurteilt.
Oracle will für 6,7 Milliarden Dollar das Unternehmen Business Objects
erwerben.
Hold verkauft für 310 Millionen Dollar die Supermarktkette Tops Markets an
Morgan Stanley Private Equity.
Deutschland tritt als neunter Staat dem Forum of Federations in Ottawa/Kanada
bei.
Ole von Beust ist 2008 Präsident des Bundesrats Deutschlands.
Caspar von Einem legt sein Nationalratsmandat nieder und wird Vorstandsmitglied
eines Unternehmens.
Die Wolters-Kluwer-Gruppe verkauft durch Carl Heymanns den USB-Stick Meine
Gesetze mit 1000 Gesetzen für 32,80 Euro mit einem Updatepreis von 25 Euro
jährlich.
2007-10-11 Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs
darf ein Grundstückskauf nicht zu Gunsten einer Person vollzogen werden, die in
die sog. Terrorliste der Europäischen Union aufgenommen worden ist (C-117/2006
11. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine Ablehnung
einer nachträglichen Sicherungsverwahrung durch das Landgericht Magdeburg
rechtmäßig (4 StR 246/2007 11. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf der Käufer
eines Gebrauchtkraftwagens grundsätzlich erwarten, dass das Fahrzeug keinen
Unfall mit Nichtnurbagatellschäden erlitten hat (VIII ZR 330/2006 10. Oktober
2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands steht die Angabe
eines pauschalen Betriebskostenanteils im Mieterhöhungsverlangen für eine
Teilinklusivmiete der formellen Ordnungsmäßigkeit des Erhöhungsverlangens nicht
entgegen und kommt es auf die Höhe der in der Miete enthaltenen Betriebskosten
nicht an, wenn selbst die erhöhte Teilinklusivmiete noch unterhalb der
ortsüblichen Nettomiete liegt (VIII ZR 331/2006 10. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Staatsgerichtshofs Baden-Württembergs hat die
Landesregierung Gelder zur Privatisierung der Bewährungs- und Gerichtshilfe
rechtswidrig ohne Nachtragshaushalt vergeben.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München ist ein seine geschiedene
Ehefrau ermordender 36jähriger Iraker zu lebenslanger Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin muss der Bundestag
Journalisten (z. B. der Bildzeitung) Unterlagen zur Bonusmeilenangelegenheit
zugänglich machen (2 A 102/2006 10. Oktober 2007).
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Düsseldorf sind Klagen privater
Wettunternehmer gegen Verbote privater Sportwetten abgewiesen (3 K 1745/2005 9.
Oktober 2007 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund hat ein Hauseigentum im
Ausland habender und keine konkreten Angaben über dessen Wert machender
Sozialhilfeempfänger (z. B. Türke) keinen Anspruch auf Fortzahlung der
Sozialhilfe (47 SO 244/2006 ER 23. Februar 2007).
Nach einer Entscheidung des Generalbundesanwalts Deutschlands werden die beiden
sog. Mykonosattentäter (17. September 1992) Kazem Darabi und Abbas Rhayel
vorzeitig aus lebenslanger Haft entlassen und abgeschoben.
2007-10-10 Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts
Deutschlands ist ein Abschluss eines befristeten Arbeitsvertrags im Anschluss
an eine Ausbildung nur einmal zulässig (7 AZR 795/2006 10. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands begründet eine einmalige
Abfindung von rund 55000 Euro bei vorzeitiger Entlassung nicht den Ausschluss
der Familienversicherung des Ehegatten und der Kinder in den Folgemonaten (5b/8
KN 1/2006 KR R 9. Oktober 2007).
Nach Entscheidungen des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind nur unmittelbare
Unterrichtsleistungen selbständiger Lehrer für allgemeinbildende oder
berufsbildende Einrichtungen umsatzsteuerfrei (V R 10/2005 23. August 2007 u.
a.).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Naumburg ist die Revision Jürgen
Riegers gegen seine Verurteilung wegen vorsätzlicher Körperverletzung
rechtskräftig verworfen.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin ist die Kürzung der
Bankzulage (z. B. eines Beamten der Deutschen Bundesbank) ab August 2006
mangels Verletzung europäischen Rechts rechtmäßig (28 A 73/2007).
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft Mannheim sind die Ermittlungen
gegen Ingo Wellenreuther (CDU) wegen fahrlässiger Körperverletzung durch
Verkehrsunfall gegen Zahlung von 1500 Euro eingestellt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Österreichs ist ein
sechsundfünzigjähriger, seine todkranke Ehefrau bei ihrer Selbsttötung in einer
Euthanasieklinik der Schweiz begleitender Kärntner freigesprochen.
Nach einer Entscheidung des Arbeits- und Sozialgerichts Wien muss der
österreichische Gewerkschaftsbund eine zugesagte Zusatzpension (nach dem
Grundsatz Verträge sind zu halten) an eine ein Abfertigungsangebot
zurückweisende Pensionistin zahlen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika muss der wegen Finanzierung und Organisierung von Hundekämpfen
angeklagte Footballspieler Michael Vick an die Atlanta Falcons 20 Millionen
Dollar zurückzahlen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika darf ein Guantánamo Häftling derzeit nicht nach Tunesien gebracht
werden, weil ihm dort irreparabler Schaden droht.
Kiefer Sutherland stimmt einer Haftstrafe von 48 Tagen wegen Trunkenheit am
Steuer zu.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Argentiniens ist der ehemalige
Polizeikaplan von Wernich wegen Folter, Mordes und Entführungen zu lebenslanger
Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Sondertribunals der Vereinten Nationen in Sierra
Leone sind zwei ehemalige Führungsmitglieder der Civil Defence Force wegen
Kriegsverbrechen zu acht bzw. sechs Jahren Haft verurteilt.
Die Bundesregierung Deutschlands beschließt die Entfristung der Zahlung von
Kinderzuschlag bis zu 140 Euro monatlich.
In Deutschland finden jährlich etwa 20000 Gentests statt.
Das Bundesjustizministerium Deutschlands verweigert dem Arbeitskreis
Vorratsdatenspeicherung gegenüber die Herausgabe der Klageschrift Irlands gegen
die Richtlinie der europäischen Gemeinschaft zur Vorratsdatenspeicherung.
Google kauft den Mobiltelefonsoftwarespezialisten Jaiku in Finnland.
Google hat bereits mehr als eine Million Bücher von rund 10000 Verlagen
digitalisiert, wozu allein in Deutschland durch zunehmende Unterstützung
seitens der Verlage täglich Tausende Bücher hinzukommen (Wettbewerbsvorhaben
des Börsenvereins des deutschen Buchhandels ist Libreka).
In Deutschland zahlt 1 Prozent der Steuerpflichtigen (mit den höchsten
Einkommen ab 162231 Euro jährlich) 19,8 Prozent der Einkommensteuer, 10 Prozent
(mit Einkommen ab 65951 Euro jährlich) 50,7 Prozent, 20 Prozent (mit Einkommen
ab 48960 Euro jährlich) 67,4 Prozent, 50 Prozent (mit Einkommen ab 27216 Euro
jährlich) 92,5 Prozent der Steuern während von 20 Prozent der
Einkommensbezieher mit Einkommen unter 11113 Euro 0,1 Prozent der
Einkommensteuer aufgebracht werden.
2007-10-09 Nach einer Entscheidung des europäischen Gerichtshofs
für Menschenrechte hat eine Familie alevitischen Glaubens in der Türkei das
Recht auf Religionsfreiheit und damit ihr Kind das Recht auf Nichtteilnahme am
Unterrichtsfach Religion (144804).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein 1,3
Millionen Euro an öffentlichen Geldern rechtswidrig erlangender Unternehmer zu
33 Monaten Haft verurteilt (5 StR 467/2006).
Nach Entscheidungen des Bundessozialgerichts Deutschlands darf ein
Antragsteller auf eine Berufsunfähigkeitsrente eine Tätigkeit als
Zigarettenautomatenauffüller nicht ablehnen (5b/B KN 2/2007 R 9. Oktober 2007
u. a.).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz darf ein
Unternehmer Lohnkürzungen erst nach Ausschöpfung aller anderen Mittel
(Sanierungsplan) vornehmen (2 Sa 867/2006).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Koblenz kann ein zu einem kostenlosen
Probetraining in ein Fitnessstudio eingeladener Verbraucher einen dort
abgeschlossenen Mitgliedschaftsvertrag als Haustürgeschäft widerrufen (6 S
19/2007 2. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster ist die Erhebung
von Studienbeiträgen für das Erststudium in Nordrhein-Westfalen rechtmäßig (15
A 1596/2007 9. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg muss der Betreiber eines
Internetforums das Hochladen eines urheberrechtlich geschützten Fotos durch
einen Dritten verhindern und dem Verletzten die Aufwendungen für die
Geltendmachung eines Unterlassungsanspruchs ersetzen (308 O 245/2007 24. August
2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzministeriums Deutschlands ist die vom
Bundesfinanzhof Deutschlands getroffene Entscheidung, dass ein bei einem
Organträger bestehender passiver Ausgleichsposten im Falle der Veräußerung der
Organbeteiligung erfolgsneutral aufzulösen ist, nicht über den entschiedenen
Einzelfall hinaus anzuwenden (IV B 7 – S 2770/2007/0004).
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Salzburg durfte Mateschitz von
Ungereimtheiten Kurt Jaras sprechen.
Nach einer Entscheidung des Supreme Court der Vereinigten Staaten von Amerika
verletzt eine Befassung mit einer Klage Khaled El Masris wegen Verschleppung
durch den Geheimdienst Sicherheitsinteressen des Staates.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist Michael Devlin wegen Entführung und Missbrauchs von Kindern zu
viermal lebenslanger Haft und 60 Jahren Gefängnis verurteilt.
Günther Beckstein wird zum Ministerpräsidenten Bayerns gewählt.
In Deutschland werden 55 Prozent der Bücher über den Buchhandel, 18 über
Verlage, 7 über den Internetbuchhandel, je 4 über Warenhäuser und den
Versandbuchhandel und 3 über Buchgemeinschaften verkauft.
Ein Bieterkonsortium erwirbt Southern Water für 6 Milliarden Euro.
AEP zahlt auf Grund eines Vergleichs 4,6 Milliarden Dollar für Maßnahmen zur
Verringerung von sauren Regen mitverursachenden Emissionen, 60 Millionen Euro
für die Beseitigung von Umweltschäden und eine Geldbuße von 15 Millionen Dollar
und wird den Schadstoffausstoß binnen zehn Jahren um 69 Prozent verringern.
Die Deutsche Fußballliga gibt Leo Kirch die Rechte für die Übertragung der
Fußballspiele von 2009 bis 2015 für mindestens 3 Milliarden Euro.
Das Baureferat Münchens widmet eine Grünfläche in Pasing als Spiel- und
Liegewiese, um sie von Hunden freizuhalten.
Die Allgemeine Deutsche Biographie und die Neue deutsche Biographie sollen frei
zugänglich ins Internet gestellt werden.
2007-10-08 Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts
Brandenburg ist die Terminsgebühr des Unterbevollmächtigten eine nach § 46 RVG
erstattungsfähige Auslage (10 WF 45/2007 5. März 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle kann ein Grundstückskaufvertrag
wegen falscher Angaben über den Tod der Voreigentümer (durch Erhängen)
angefochten werden (16 U 38/2007 18. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg ist ein aus privatem
Interesse zwei Autofahrerinnen an der Grenze zu den Niederlanden anhaltender,
zu Fotos mit ihm, zur Abgabe der e-mail-Adressen an ihn auffordernder und
anzügliche Gesten machender Polizist zu Haft mit Bewährung verurteilt (1 Ss
218/2007 24. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz dürfen trotz der im
Außenbereich an sich fehlenden privilegierten Zulässigkeit von Solaranlagen
Windenergieanlagen im Außenbereich um Photovoltaikanlagen ergänzt werden, um
ihren Nutzen zur Deckung des Eigenenergiebedarfs der Windenergieanlage zu
erforschen (8 A 11166/2006 12. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg haben Kinder im
Libanon ansässiger Kurden mit türkischer Staatsangehörigkeit (des Vaters) kein
Bleiberecht auf Grund des staatenlose Kurden betreffenden Runderlasses des
Innenministeriums Niedersachsens vom 18. Oktober 1990 (1 LB 69/2007 27.
September 2007).
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Innsbruck ist ein Geschäftsführer
wegen Untreue durch Ausstellung fingierter Rechnungen ohne rechtzeitige
Wiedergutmachung zu 30 Monaten teilbedingter Haft verurteilt.
Der Rechtanwalt Karl-Heinz Weis’ versäumt die Revisionsbegründungsfrist.
Pervez Musharraf wird im Parlament Pakistans mit 384 von 702 möglichen Stimmen
zum Staatspräsidenten wiedergewählt.
Die 2004 für 85 Dollar ausgegebene Aktie Googles überschreitet den Wert von 600
Dollar.
SAP will Business Objects für 4,8 Milliarden Euro kaufen.
Nach einer Entscheidung der Europäischen Kommission muss Visa wegen
Wettbewerbsbehinderung zu Lasten der Morgan Stanley Bank 10,2 Millionen Euro
Bußgeld zahlen.
Adil Koauch ist wegen Epo-Dopings für zwei Jahre gesperrt.
Im Blut von Jessica Kürtens in La Baule siegender Stute Maike sind Spuren des
Schmerzmittels Etoricoxib nachgewiesen.
Großbritannien verringert die Zahl seiner im Irak eingesetzten Soldaten (von
ursprünglich 45000 wegen angeblicher Stabilisierung) auf 2500.
2007-10-07 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs
Deutschlands führt auch die materielle Rechtskraft eines im Unterhaltsprozess
ergangenen Anerkenntnisurteils grundsätzlich zur Bindungswirkung und kommt es
bei einem Abänderungsverlangen für die Frage einer wesentlichen Veränderung der
maßgeblichen Verhältnisse auf die dem Anerkenntnisurteil zu Grunde liegenden
tatsächlichen Umstände an (XII ZR 251/2004 4. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann eine
Gefährdung der Interessen der Rechtsuchenden durch den Vermögensverfall eines
Rechtsanwalts ausnahmsweise verneint werden, wenn der Rechtsanwalt nur noch als
angestellter Rechtsanwalt tätig ist, die Abrechnung der Mandate durch den
Arbeitgeber erfolgt und es ausgeschlossen ist, dass der Rechtsanwalt mit
Mandantengeldern in Berührung kommt (AnwZ [B] 101/2005 25. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist auch im
Steuerstrafverfahren die Schätzung von Besteuerungsgrundlagen zulässig, wenn
zwar feststeht, dass der Steuerpflichtige einen Besteuerungstatbestand erfüllt
hat, das Ausmaß der verwirklichten Besteuerungsgrundlagen aber ungewiss ist,
wobei zur Durchführung der Schätzung die auch im Besteuerungsverfahren
anerkannten Schätzungsmethoden in Betracht kommen (5 StR 58/2007 24. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine gemäß dem
Mietvertrag geleistete Mietvorauszahlung in einem Einmalbetrag, die nicht auf
der Grundlage periodischer Zeitabschnitte (etwa Monate oder Jahre) bemessen
ist, dem Grundpfandgläubiger gegenüber gemäß § 1124 BGB wirksam, wenn sie vor
der Beschlagnahme erfolgt (VIII ZR 234/2006 25. April 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands liegen
erhebliche Zweifel an der Richtigkeit der strafgerichtlichen Feststellungen
vor, wenn der betroffene Soldat die Richtigkeit der gegen ihn erhobenen
Vorwürfe dezidiert bestreitet und geltend macht, dem strafgerichtlichen Urteil
liege eine Urteilsabsprache zwischen Gericht, Staatsanwaltschaft und
Verteidigung zu Grunde, die den rechtsstaatlichen Anforderungen an eine
Verfahrensabsprache nicht genüge (2 WD 3/2006 22. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands findet der
allgemeine Gleichbehandlungsgrundsatz auf freiwillige Lohnerhöhungen nach einer
selbst gegebenen Regelung des Arbeitgebers auch dann Anwendung, wenn der Arbeitgeber
zwischen seiner Stammbelegschaft und den auf Grund eines Betriebsübergangs
übernommenen Arbeitnehmern differenziert (5 AZR 420/2006 14. März 2007).
Nach einer Entscheidung des
Oberlandesgericht Brandenburgs gehört die Terminsgebühr des Unterbevollmächtigten
zu den nach § 46 RVG erstattungsfähigen Auslagen (WF 45/07 5. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe kann von der Anordnung
eines Fahrverbots abgesehen werden, wenn zwischen der Tat und ihrer
gerichtlichen Ahndung 23 Monate liegen, der Betroffene verkehrsrechtlich nicht
mehr auffällig wurde und die lange Verfahrensdauer auf von ihm nicht
beeinflussbaren Gründen beruht (1 Ss 44/2007 22. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz muss der Auftragnehmer
bei einem VOB/B-Werkvertrag denkbare Behinderungstatbestände
eigenverantwortlich prüfen und entscheiden, ob eine Verlängerung der
Ausführungsfrist nach § 6 Nr. 2 VOB/B vorliegt (10 U 423/2006 12. Januar 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Hamburg gehören die
Reisekosten eines auswärtigen Rechtsanwalts nur dann zu den erstattungsfähigen
notwendigen Aufwendungen eines Beteiligten, wenn es zur zweckentsprechenden
Rechtsverfolgung notwendig war, den nicht am Sitz des Prozessgerichts
ansässigen Rechtsanwalt mit der Vertretung zu beauftragen (3 So 5/2006 5. März
2007).
Stoffels, Markus wechselt von Passau nach Osnabrück.
Teichmann, Christoph wechselt nach Würzburg.
Englisch, Joachim wird in Köln für Steuerrecht, öffentliches Recht und
Europarecht habilitiert.
Haack, Stefan wird in Leipzig für öffentliches Recht, Europarecht und
allgemeine Staatslehre habilitiert.
2007-10-06 Nach Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts
Deutschlands verletzt die Zustellung amerikanischer class actions
(Sammelklagen) in Deutschland im Wege der Rechtshilfe nach Maßgabe des Haager
Übereinkommens über die Zustellung gerichtlicher und außergerichtlicher
Schriftstücke im Ausland in Zivil- und Handelssachen (HZÜ) nur dann
unverzichtbare Grundsätze eines freiheitlichen Rechtsstaats, wenn das Ziel und
die konkreten Umstände des Klageverfahrens auf einen offensichtlichen
Rechtsmissbrauch schließen lassen (2 BvR 2247/2006 14. Juni 2007 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschland kann ein durch einen
gerichtlichen Hinweis veranlasstes neues Verteidigungsmittel nicht
zurückgewiesen werden (VII ZR 262/2005 26. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands begründet das
Herbeiführen eines Verkehrsunfalls durch ein kurzzeitiges Einschlafen des
Fahrers am Steuer nur dann den Vorwurf eines leichtfertigen und in dem
Bewusstsein eines wahrscheinlich eintretenden Schadens erfolgten Handelns, wenn
sich der Fahrer bewusst über von ihm erkannte deutliche Anzeichen einer Übermüdung
hinweggesetzt hat (I ZR 166/2004 21. März 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands kann eine
Ersatzzustellung nach § 180 ZPO auch erfolgen, wenn das Schriftstück außerhalb
der Geschäftszeit in den Briefkasten eingelegt wird (2 B 20/2007 2. August
2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist eine
Übernachtzustellung von Briefsendungen eine von den
Postuniversaldienstleitungen abtrennbare und deswegen nicht dem Briefmonopol
unterfallende Sonderleistung (6 C 9/2006 27. Juni 2007, 14. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann bei
rechtswirksamer Anordnung von Bereitschaftsdienst im Anschluss an die
Regelarbeitszeit der bereits festgelegte Bereitschaftsdienst für anfallende
Arbeit in Anspruch genommen werden (6 AZR 799/2006 25. April 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands setzt das
rechtliche Interesse für den Antrag eines einzelnen Arbeitgebers, die
tarifliche Unzuständigkeit einer Gewerkschaft festzustellen, voraus, dass die
Gewerkschaft gegenüber dem Antragsteller Befugnisse wahrnimmt oder wahrzunehmen
beabsichtigt, für die es ihrer Tarifzuständigkeit bedarf (1 ABR 24/2006 13.
März 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind
Unterkunftskosten eines alleinstehenden Arbeitnehmers am Beschäftigungsort
notwendig, wenn sie den Durchschnittsmietzins einer 60 Quadratmeter großen
Wohnung am Beschäftigungsort nicht übersteigen (VI R 10/2006 9. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind für eine Wohnung
am Beschäftigungsort mit einem häuslichen Arbeitszimmer entstehende
Aufwendungen nur insoweit von den Einkünften abziehbar, wie sie nicht auf das
Arbeitszimmer entfallen und die durch die Merkmale Wohnfläche und ortsüblicher
Durchschnittsmietzins bestimmte Grenze des Notwendigen nicht überschreiten (VI
R 23/2005 9. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle ist ein Anrecht auf Rente
aus der Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes ohne Umwertung in den
öffentlichrechtlichen Versorgungsausgleich einzubeziehen, wenn die Rente erst
nach Ehezeitende begonnen hat, innerhalb des nach Ehezeitende liegenden
restlichen Anwartschaftszeitraums aber auch die Anwartschaften der gesetzlichen
Rentenversicherung nicht angepasst worden sind (10 UF 83/2007 6. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Dresden darf bei Pfändung und
Überweisung der Ansprüche eines Versicherungsnehmers aus einem Lebensversicherungsvertrag
auch das Bezugsrecht eines Dritten widerrufen werden (4 U 2106/2006 22. Februar
2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart kann bei Werbung für
eine Traumwohnung eine bestimmte Trittschalldämmung erwartet werden, so dass
der Erwerber gegebenenfalls einen individuellen Anspruch auf Mängelbeseitigung
durch Nachbesserung hat (5 U 201/2006 21. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Karlsruhe muss ein nur 20 Meter von
einer Bahnstrecke Baggerarbeiten vornehmendes Tiefbauunternehmen sich bei der
zuständigen Eisenbahnverwaltung nach der Lage von Kabeln in der Erde erkundigen
(10 O 47/2007 4. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika muss McDonald’s an Louise Osborn 5,5 Millionen Dollar Schadensersatz
wegen Unterlassens einer Warnung vor einem falschen Polizisten zahlen, andere
Beteiligte 600000 Dollar.
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft München wird derzeit kein
Ermittlungsverfahren gegen Heinrich von Pierer wegen Untreue eingeleitet.
Die Zahl der Asylbewerber in Deutschland betrug 2006 rund 1660 (Iraker, Serben
u. a.), die Zahl der Asylanerkennungen 41.
In München wird kein Büchergeld mehr erhoben.
Die Klagen auf höhere Hartz-IV-Leistungen sind in den ersten sechs Monaten des
Jahres 2007 auf 45000 gestiegen.
*Brox, Hans/Walker, Wolf-Dietrich, Allgemeines Schuldrecht, 32. A. 2007
*Brox, Hans/Walker, Wolf-Dietrich, Besonderes Schuldrecht, 32. A. 2007
*Frank, Rainer, Erbrecht, 4. A. 2007
*Aktienrecht und Kapitalmarktrecht, hg. v. Heidel, Thomas, 2. A. 2007
*Laux, Helga/Schlachter, Monika, Teilzeit- und Befristungsgesetz, 2007
*Stober, Rolf, Besonderes Wirtschaftsverwaltungsrecht, 14. A. 2007
2007-10-05 Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs
dürfen Miniflaschen mit einem Inhalt von 0,071 Liter (Likör) in Deutschland
verkauft werden (C-457/2005 4. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Chemnitz sind die geplanten Streiks
der Gewerkschaft deutscher Lokomotivführer im Güterverkehr und im Fernverkehr
rechtswidrig.
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Magdeburg ist die fristlose
Kündigung Bernd-Uwe Hildebrandts als Leiter des Olympiastützpunkts Magdeburg
wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung und des Betrugs rechtswidrig.
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Innsbruck ist ein
Fünfundvierzigjähriger wegen Vergewaltigung im Rückfall zu 15 Jahren Haft
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Österreich sind ein
Schlachthofbetreiber und sein Sohn wegen Umstempelung von Kopffleisch zu
hochwertigem Fleisch zu 10 Monaten bedingter Haft und 900000 zur Hälfte
bedingter Finanzstrafe verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika muss eine unter tereastarr rechtswidrig (Kazaa) Musik im Internet
verbreitende Frau in Minnesota 220000 Dollar Strafe zahlen.
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichts Pakistans darf die
Präsidentenwahl am 6. Oktober stattfinden, das Ergebnis aber zunächst nicht
verkündet werden.
Nach einer Entscheidung der Europäischen Kommission müssen fünf
Straßenbauunternehmen Spaniens wegen rechtswidriger Absprachen der
Bitumenpreise 183,7 Millionen Euro Bußgeld zahlen.
ProSiebenSat.1 muss wegen Marktmachtmissbrauchs 120 Millionen Euro Bußgeld
zahlen, RTL 96 Millionen Euro.
Nach dem vorläufigen Endergebnis der Wahl in der Ukraine haben die
prowestlichen Parteien knapp gewonnen.
Novartis hat die Zulassung des Osteoporosemittels Aclasta in der Europäischen
Union erreicht.
Marion Jones war bei ihren Olympiasiegen gedopt.
2007-10-04 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs
Deutschlands dürfen bei Internetversandhandelsgeschäften Versandkosten und
Umsatzsteuer auf von der Warenangebotsseite gesonderten Seiten stehen, obwohl
Angaben zur Umsatzsteuer und zu Lieferkosten deutlich erkennbar sein müssen (I
ZR143/2004 4. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist ein durch die
Ablösung des dem Vorgänger-Handelsvertreter zustehenden Ausgleichsanspruchs
durch Vereinbarung mit dem Geschäftsherrn erworbenes Vertreterrecht ein auf
einen kürzeren Zeitraum als 15 Jahre abschreibbares Wirtschaftsgut (X R 5/2005
12. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands müssen Finanzämter
eine Startphase mit Anlaufverlusten von 5 Jahren für eine
Einkunfterzielungsabsicht anerkennen (X R 33/2004 23. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf hat die E.ON Ruhrgas
AG in ihren Verträgen über die Gaslieferung an Regional- und Lokalsgasunternehmen
Vereinbarung hinsichtlich langjähriger Bezugsverpflichtungen abzustellen und
damit eine Entscheidung des Bundeskartellamts Deutschlands zwecks Enthinderung
des Wettbewerbs auszuführen (VI-2 Kart 1/2006 4. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg ist die Revision gegen
eine die Rechtmäßigkeit der Enteignung des für die Startbahn des Airbuswerks in
Hamburg-Finkenwerder feststellende Entscheidung des Landgerichts Hamburg als
unzulässig verworfen (28. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Naumburg ist die Verurteilung
Jürgen Riegers wegen Körperverletzung durch Faustschlag bestätigt.
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts München fehlt bei einem Verkauf
eines Grundstücks nach zweieinhalb Jahren die für Geltendmachung von Verlusten
aus Vermietung in der Einkommensteuererklärung erforderliche
Einkunfterzielungsabsicht () V 4043/2006).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Bonn sind drei Heranwachsende wegen
Ermordung eines Mithäftlings in Siegburg zu Haft bis zu 15 Jahren verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München muss Siemens wegen
Schwarzgeldkonten für Bestechung 201 Millionen Euro Buße und 179 Millionen Euro
Steuernachzahlung zahlen.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München ist eine Anfechtungsklage
Unicredits gegen von Kleinaktionären durchgesetzte Beschlüsse der
Hauptversammlung der HypoVereinsbank abgewiesen.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main ist der
Versorgungsabschlag für Teilzeitbeschäftigungen vor dem 17. Mai
1990möglicherweise verfassungswidrig (9 E 3021/2005 [2]).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Berlin dürfen Behörden
personenbezogene Daten (IP-Adressen)der Besucher der Internetseiten der
Behörden nicht speichern.
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft München ist das vom Wahlbündnis
Pro München gegen Christian Ude angestrengte Ermittlungsverfahren wegen
mangelnden Tatverdachts eingestellt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Österreichs ist ein mit 2,5
Promille Blutalkohol andere gefährdender Kraftfahrzeugführer zu 6 Monaten Haft
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des obersten Gerichtshofs Kanadas ist der Antrag
Karl-Heinz Schreibers auf Überprüfung seiner Ausweisungsentscheidung
zurückgewiesen.
In Hamburg können Prüflinge der zweiten juristischen Staatsprüfung freiwillig
die Verbesserung ihrer Note versuchen.
Im Jahre 2006 wurden in Deutschland 95887 Fälle von Wirtschaftskriminalität
bekannt.
Die Europäische Kommission billigt die Gründung von Sony BMG.
Die Präsidenten Nordkoreas und Südkoreas unterzeichnen eine gemeinsame
Friedenserklärung.
Potsdam ist die familienfreundlichste Region Deutschlands, Unna die
familienunfreundlichste.
Am 4. Oktober 1957 startete die Sowjetunion den ersten Satelliten (Sputnik) in
den Weltraum.
† Roquette, Klaus H. Königsberg 20. Mai 1926-Frankfurt am Main 26. September
2007.
2007-10-03 Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts
Deutschlands haben Betriebsräte wegen der Weisungsgebundenheit und der
Eingebundenheit in die betrieblichen Tätigkeiten ein Mitbestimmungsrecht bei
der Beschäftigung in Ein-Euro-Tätigkeiten (1 ABR 60/2006 2. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main ist die verfrühte
Weitergabe eines Rückflugs nach Nichterscheinen eines Flugpassagiers bei
Hinflug ein zum Schadensersatz berechtigender Reisemangel (2-24 S 39/2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main ist eine Verspätung
des Abflugs zu einer Kurzreise von einer Woche um mehr als 12 Stunden ein zur
Kündigung berechtigender Reisemangel (2-24 S 289/2006).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Stuttgart ist der wegen des Verdachts
des Sozialversicherungsbetrugs und der Bestechung mehr als zwei Jahre in
Untersuchungshaft befindliche Unternehmer Thomas Betz wegen längerer Krankheit
eines Richters aus der Haft entlassen.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Hannover kann ein sich laut
beschwerender Flugpassagier noch vor der Abreise aus dem Flugzeug gewiesen
werden (568 C 17807/2005).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München ist eine Glasscherbenmauer in
Tunesien eine typische örtliche Abwehreinfriedung, so dass ein sich dort
verletzendes Kind gegen den Reiseveranstalter keinen Anspruch wegen eines
Reisemangels hat (262 C 33474/2006).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist Britney Spears das Sorgerecht für ihre Söhne entzogen.
Telekom Austria kauft für 1,05 Milliarden Euro den Mobilfunkanbieter MDC in
Weißrussland.
SBW Schweizer Beteiligungs-Werte AG erwirbt für 10 Millionen Euro von Albis
Leasing AG 73,2 Prozent der Aktien am Finanzhaus Rothmann.
Die Europäische Union stimmt der Übernahme Alcans durch Rio Tinto für 27,99
Milliarden Euro zu.
2007-10-02 Nach Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts
Deutschlands sind Verfassungsbeschwerden zweier Untersuchungshäftlinge nicht
zur Entscheidung angenommen, obwohl das Bundesverfassungsgericht eine zügige
Durchführung der Hauptverhandlung gegen Beschuldigte in Untersuchungshaft
verlangt (2 BvR 1847/2007 19. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands knüpft die
Rechtsmittelzuständigkeit des Oberlandesgerichts in formaler Weise daran an,
dass eine Partei bei Klageerhebung keinen allgemeinen Gerichtsstand im Inland
hat, auch wenn sich im Einzelfall keine besonderen Fragen des internationalen
Privatrechts stellen (VI ZB 3/2007 19. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main hat ein auf
Grund eines Sachverständigengutachtens rechtswidrig Verurteilter einen
Schmerzensgeldanspruch über 150000 Euro gegen einen die Grenzen der von ihm
vorgelegten Erkenntnisse nicht deutlich machenden Sachverständigen (19 U 8/2007
2. Oktober 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz muss eine Gemeinde
andauernden unzumutbaren Lärm durch spielende Kinder auf einem als Bolzplatz
benutzen Wendehammer verhindern (7 A 10789/2007 12. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Schleswig-Holstein kann ein
ganz grundlegende Sicherheitsvorschriften des Arbeitgebers verletzender
Arbeitnehmer auch ohne vorherige Abmahnung gekündigt werden (5 Sa 150/2007 14.
August 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Regensburg darf ein mit der Behandlung
durch ein erfahrenes Team von Spezialisten werbender Zahnarzt diese Werbung nur
verwenden, wenn er entsprechende Nachweise erbringt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Neustadt an der Weinstraße
begründet ein mehrfacher Verstoß eines Gastwirts gegen Jugendschutzbestimmungen
den Entzug der Gaststättenerlaubnis und die Schließung der Gastwirtschaft (4 L
1016/2007 7. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Gießen ist ein Arbeitnehmer in
eigenem Interesse gehalten, einen erlittenen Arbeitsunfall durch den
Arbeitgeber und den behandelnden Arzt dokumentieren zu lassen, da er gegenüber
der gesetzlichen Unfallversicherung den Unfall nachweisen muss (3 U 226/2006 1.
Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Rostock ist ein einen Stein in Richtung
von Polizisten werfender vorbestrafter Demonstrant wegen versuchter
vorsätzlicher Körperverletzung zu 14 Monaten Haft verurteilt.
Karstadt schließt in 37 von 89 Kaufhäusern die Buchabteilungen.
China siedelt zwecks Verringerung der Umweltbelastung durch Nomadentum in Tibet
100000 Nomaden in Städte um.
Manfred Schmider ist aus der Haftanstalt Freiburg im Breisgau entlassen.
2007-10-01 (Emeritien) Nach einer Entscheidung des
Oberlandesgerichts Brandenburg darf E.ON wegen Irreführung nicht mit der Wendung
„Gelb – nicht wirklich günstiger“ werben (6 U 6/2007 25. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz muss eine Versicherung
die Kosten eines von ihr zwecks Prüfung ihrer Zahlungspflicht in Auftrag
gegebenen Gutachtens grundsätzlich selbst tragen
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts München darf die Stadt München
Leichenüberführungen nur von München und nach München durchführen, nicht
zwischen zwei anderen Orten (12 K 214/2006).
Nach Entscheidungen des Sozialgerichts Berlin verletzt die Kürzung des
Arbeitslosengelds I für ältere Arbeitslose die Grundrechte.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München muss ein gewerblicher
Fahrradvermieter nicht die von Kunden nach Gebrauch auf öffentlichen Straßen
abgestellten Fahrräder zum Schutz anderer Verkehrsteilnehmer überwachen,
sondern erfüllt mit eindeutigen Heinweisen an die Kunden seine
Verkehrssicherungspflichten (121 C 34830/2006 9. März 2007).
Studienabbrüche führen in Deutschland jährlich zu staatlichen Verlusten von 2,2
Milliarden Euro und zu mittelbaren volkswirtschaftlichen Verlusten von 7,6
Milliarden Euro.
Ab 1.Oktober 2007 erhalten Arbeitgeber bei der Einstellung von Arbeitslosen
Zuschüsse.
In Südafghanistan wird ein Fünfzehnjähriger wegen Dollarbesitzes von den
Taliban gehängt.
Adobe kauft Buzzword.
Ebay muss auf den Kauf Skypes hohe Summen abschreiben.
Der deutsche Aktienindex steigt auf 7922 Punkte.
2007-09-30 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs
Deutschlands steht § 27 BORA einer Abrede nicht entgegen, wonach sich die
Vergütung eines Rechtsanwalts, der als freier Mitarbeiter die auftraggebende
Rechtsanwaltsgesellschaft bei dem Aufbau eines bundesweiten Filialnetzes von
Anwaltskanzleien unterstützen soll, am Umsatz der von ihm angeworbenen Partner
orientiert (III ZR 56/2007 1. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der bei einem
besonders groben Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung zulässige
Schluss auf eine verwerfliche Gesinnung des Begünstigten nicht allein deshalb
als erschüttert angesehen werden, weil die benachteiligte Vertragspartei das
Missverhältnis kannte (V ZR 1/2006 29. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands liegt in der auf
Anforderung des Gläubigers erfolgenden Leistung von Abschlagszahlungen ohne
Tilgungsbestimmung regelmäßig ein die Verjährung unterbrechendes bzw. zu einem
Neubeginn der Verjährung führendes Anerkenntnis aller dem Saldo zu Grunde
liegenden Einzelforderungen (VIII ZR 347/2006 9. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein Ehevertrag,
durch den der vereinbarte nacheheliche Unterhalt nach den
Einkommensverhältnissen bei Vertragsschluss bemessen worden ist, nicht deshalb
unwirksam, weil darin eine Anpassung an künftige Einkommenssteigerungen des
Unterhaltspflichtigen ausgeschlossen wurde, und ist auch eine richterliche
Vertragsanpassung nach § 242 BGB im Fall späterer Einkommenssteigerungen nicht
gerechtfertigt (XII ZR 165/2004 28. Februar 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands reicht es für die
Entstehung einer Terminsgebühr gemäß Nr. 3202 in Verbindung mit Vorbemerkung 3
III des Vergütungsverzeichnisses aus, wenn bestimmte Rahmenbedingungen für eine
mögliche Einigung in mehreren Parallelverfahren abgeklärt und/oder
unterschiedliche Vorstellungen der Prozessparteien über die Erledigung der
Parallelfälle unter Einschluss des streitigen Verfahrens ausgetauscht werden
(XI ZB 38/2005 27. Februar 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg hat ein
Konzertveranstalter jedenfalls dann gegenüber einem Vertragspartner nicht für
ein vertragswidriges Nichterscheinen des Künstlers einzustehen, wenn den
Parteien ein Ausfallrisiko (z. B. wegen Drogenkonsums Whitney Houstons) bewusst
war und sie vertraglich Regelungen hierzu getroffen haben (5 U 152/2005 6.
September 2006).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München muss ein Veranstalter
eines Festzugs Dritten für Schäden einstehen, die durch Nichteinhaltung
behördlicher Sicherheitsauflagen entstehen (1 U 5353/2006 28. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Nürnberg muss ein Angehöriger
eines Mitgliedstaats der Europäischen Union, dem die Fahrerlaubnis durch sofort
vollziehbaren Verwaltungsakt einer deutschen Verwaltungsbehörde entzogen worden
ist, zur Vermeidung der damit verbundenen Rechtsfolgen diesen Bescheid mit den
innerstaatlichen Rechtsbehelfen anfechten, soweit jener Bescheid rechtswirksam
und nicht nichtig ist (2 St Ss 50/2007 15. Mai 2007).
Edmund Stoiber gibt den Parteivorsitz der Christlich Sozialen Union und das Amt
des Ministerpräsidenten Bayerns ab.
2007-09-29 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts
Deutschlands ist die (unzutreffende) Mitteilung des Präsidenten eines Verwaltungsgerichts,
ein Urkundsbeamter der Geschäftsstelle des Gerichts könne nicht nach den
Vorschriften über die Richterablehnung abgelehnt werden, keine Maßnahme
öffentlicher Gewalt im Sinne des § 90 I BVerfGG, die mit der
Verfassungsbeschwerde angegriffen werden könnte (1 BvR 1073/2007 15. Juni
2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands verletzt ein
Berufungsgericht, wenn es das Verfahren nach § 522 II ZPO auf Grund einer
willkürlichen Auslegung und Anwendung dieser Verfahrensnorm wählt, den durch
Art. 2 I GG in Verbindung mit dem Rechtsstaatsprinzip (Art. 20 III GG)
verfassungsrechtlich garantierten Anspruch auf wirkungsvollen Rechtsschutz (1
BvR 624/2003 29. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist einem
gesamtschuldnerisch mit einem Unternehmer wegen Bauaufsichtsfehlern haftenden
Architekten in der Regel der Einwand versagt, der Auftraggeber hätte sich durch
rechtzeitigen Zugriff bei dem Unternehmer befriedigen können und müssen (VII ZR
5/2006 26. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands können die Parteien
eines Planungsvertrags durch Bezugnahme auf die Leistungsbilder oder
Leistungsphasen der HOAI diese zum Gegenstand der vertraglichen
Leistungspflicht machen (VII ZR 42/2005 26. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands liegt ein eigenes
Verschulden eines Prozessbevollmächtigten vor, wenn er selbst vor Absendung
eines fristwahrenden Schriftsatzes die Frist als erledigt behandelt und dadurch
eine Kontrollmöglichkeit verhindert (6 AZR 432/20061 9. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss sich ein
Leasinggeber als Eigentümer eines beschädigten Kraftfahrzeugs im Rahmen der
Geltendmachung eines Schadensersatzanspruchs nach § 823 BGB wegen Verletzung
seines Eigentums am Leasingfahrzeug bei einem Verkehrsunfall weder ein
Mitverschulden des Leasingnehmers oder des Fahrers des Leasingfahrzeugs noch
die Betriebsgefahr zurechnen lassen (VI ZR 199/2006 10. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei einer
Streitwertbeschwerde nächsthöheres Gericht im Sinne der §§ 68 I 5, 66 III 2
Halbsatz 1 GKG nicht der Bundesgerichtshof (VIII ZB 27/2007 10. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine notwendige
Beihilferückforderungsverpflichtung eine einfache Insolvenzforderung im Rang
des § 38 InsO (IX ZR 221/2005 5. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands unterliegen Rentenanrechte,
die in einer neuen Ehe durch Entrichtung von Wiederauffüllungsbeiträgen gemäß §
187 I Nr. 1 SGB VI für Zeiten einer früheren Ehe erworben worden sind, dem bei
Scheidung der neuen Ehe durchzuführenden Versorgungsausgleich (XII ZB 126/2004
20. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist Voraussetzung
einer unwiderleglichen Vermutung für eine wirtschaftliche Einheit von
Kreditvertrag und finanziertem Geschäft, dass der kreditgebenden Bank das
Zusammenwirken des für sie tätigen Vermittlers mit dem Verkäufer positiv
bekannt ist (XI ZR 142/2005 19. Juni 2007).
*Köhler, Helmut, BGB Allgemeiner Teil, 31. A. 2007
*Götting, Horst-Peter, Gewerblicher Rechtsschutz, 8. A. 2007
*Püttner, Günter, Verwaltungslehre, 4. A. 2007
*Knemeyer, Franz-Ludwig, Polizei- und Ordnungsrecht, 11. A. 2007
*Herdegen, Matthias, Internationales Wirtschaftsrecht, 6. A. 2007
*Deutsches und internationales Wirtschaftsrecht, hg. v. Stober, Rolf, 2007
*Ziegler, Karl-Heinz, Völkerrechtsgeschichte, 2. A. 2007
*Rehbinder, Manfred, Rechtssoziologie, 6. A. 2007
*Vesting, Thomas, Rechtstheorie, 2007
*Grabenwarter, Christoph, Europäische Menschenrechtskonvention, 3. A. 2007
2007-09-28 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts
Deutschlands darf der Staat Beamte ohne deren Einverständnis nicht in Teilzeit
beschäftigen (2 BvF 3/2002 19. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist die
Weitergabe eines Teiles der Sortieraufgaben in einer Mülldeponie kein Betriebsübergang
(8 AZR 911/2006 27. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist eine mit
Gewinnerzielungsabsicht eröffnete Tätigkeit als Verleger von drei
verlustreichen Büchern in fünf Jahren keine bloße Liebhaberei (X R 33/2004).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Karlsruhe ist ein bei ebay ein neues
Navigationsgerät von einem Verkäufer aus dem Osten für 671 Euro ersteigernder
Käufer nicht ohne Weiteres wegen vorsätzlicher Hehlerei strafbar (28. September
2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Stuttgart ist eine einstweilige
Verfügung gegen die Teilnahme Paolo Bettinis an der Straßenradweltmeisterschaft in Stuttgart
abgelehnt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main ist ein
Pokerturnier unerlaubtes Glücksspiel (7 G 2700/2007 [2]).
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Innsbruck ist eine eine
Omnibusscheibe einschlagende Jugendliche zu 300 Euro Geldstrafe und ist ihr
zwei Türen beschädigender erwachsener Begleiter zu drei Monaten Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Supreme Court der Vereinigten Staaten von Amerika
ist die Hinrichtung Carlton Turners in Texas wegen möglicher Qualen durch die
Giftspritze aufgeschoben.
Udo Steiner scheidet zum 1. Oktober 2007 aus dem Bundesverfassungsgericht
Deutschlands aus.
Rechtsanwalt Jürgen Rieger erwirbt ein altes Bahnhofsgebäude in Melle (als
Schulungszentrum).
Türkei und Irak vereinbaren den gemeinsamen Kampf gegen die kurdische
Arbeiterpartei.
Die Medienaufsichtsbehörde Großbritanniens (Ofcom) belegt den Sender GMTV wegen
betrügerischer Wettspiele mit einer Strafzahlung von 2 Millionen Pfund.
Dominique Strauß-Kahn wird Leiter des Internationalen Währungsfonds.
Lufthansa verzichtet auf das Vorkaufsrecht für Condor.
In Deutschland wurden 2006 rund 19000 Autos gestohlen (1996 rund 76000).
† Stiebeler, Walter 3. November 1919-15. September 2007.
† Laux, Karl Ernst Eberhard Halle an der Saale 24. August 1923-Düsseldorf 20.
September 2007.
2007-09-27 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs
Deutschlands ist die Revision der Eltern der zweieinhalbjährigen Nadine aus
Gifhorn gegen die Verurteilung wegen Körperverletzung mit Todesfolge und
schwerer Misshandlung bzw. unterlassener Hilfeleistung zurückgewiesen.
Nach Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist die Vergabe
von Führungsstellungen (z. B. Schulleiter, Abteilungsleiter einer
Landesanstalt) an Beamte auf Zeit wegen Einschränkung der Selbständigkeit bei
Entscheidungen verfassungswidrig (2 C 21/2006 27. September 2007 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands hat München
Verkehrsbeschränkungen zur Verringerung gesundheitsschädlicher
Feinstaubpartikelimmissionen mit unzutreffender Begründung (Fehlen eines
Aktionsplans) abgelehnt, so dass der Verwaltungsgerichtshof Bayern über die
Rechtmäßigkeit der Ablehnung erneut entscheiden muss (7 C 36/2007 27. September
2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands begründet eine
Zuweisung eines erwerbsfähigen Hilfsbedürftigen an eine Gemeinde nach § 16 III
2 SGB II als Ein-Euro-Jobber kein Arbeitsverhältnis, so dass kein Anspruch auf
übliche Arbeitsvergütung besteht (5 AZR 857/2006 26. September 2007).
Nach Entscheidungen des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands muss ein Arbeitgeber
die Herausnahme einer Gruppe von Arbeitnehmern von einer Sonderzahlung zur
Ausgleichung eines unterschiedlichen Lohnniveaus sachlich mit dem Zweck der
Leistungen begründen (10 AZR 568/2006 26. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands hängt die
Gewährung einer vollstationären Krankenhausbehandlung an einen Versicherten von
den medizinischen Erfordernissen ab, die im Streitfall vom Gericht überprüft
werden dürfen (GS 1/2006 25. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main hat eine Witwe
keine Schadensersatzansprüche gegen den Arbeitgeber ihres bei einer
Betriebsfeier infolge Alkoholgenusses tödlich verunglückten Ehemannes (17 U
11/2007).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Hessen ist hat ein bei
Ausführung einer eigentlich sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit verletzter
Schwarzarbeiter einen Anspruch auf Leistungen aus der Unfallversicherung (3 U
160/2007 ER).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I haben 200 Kläger keine
Ansprüche gegen ihren Gasversorger, weil dessen Preiserhöhungen durch
Kostenerhöhungen begründet seien (12 O 17018/2006 27. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Stuttgart ist Corinna Werwigk-Hertneck
wegen Verrats von Dienstgeheimnissen (an Walter Döring) zu einem Jahr Haft mit
Bewährung und Zahlung von 30000 Euro Geldbuße verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Wiesbaden sind Manfred Kanther und
Horst Weyrauch wegen Untreue zu 54000 Euro (300 Tagessätze zu 160 Euro) bzw.
45000 Euro (180 Tagessätze zu 250 Euro) Geldstrafe verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Arnsberg darf für das evangelische Krankenhaus Hamm ein
Schwerpunkt Autologe Stammzellentransplantation ausgewiesen werden (3 K 4988/2003
27. August 2007, 3 K 5010/2003 27. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Waren an der Müritz sind drei auf
einem Schulhof gegen die Verteilung von Werbematerial der
Nationaldemokratischen Partei Deutschlands vorgehende Landschaftsgärtner zu
2600 Euro Geldstrafe verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika sind Teile des Patriot Act zu Durchsuchungen und Überwachungen von
Verdächtigen verfassungswidrig..
Nach einer Entscheidung des Kriegsverbrechertribunals der Vereinten Nationen in
Den Haag ist Mile Mrksic wegen Beihilfe zum Mord zu 20 Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Bundeskartellamts Deutschlands ist die RWE AG zum
Verkauf von Strom im Umfang von 6300 Megawatt in einem transparenten Verfahren
verpflichtet.
Bayern ändert die Zweigstelle Sonthofen des Amtsgerichts Kempten in ein
selbständiges Amtsgericht Sonthofen.
Ralph Wollburg wechselt von Freshfields zu Linklaters.
2007-09-26 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs
Deutschlands kann auch eine Schönheitsreparaturenquotenabgeltungsklausel mit
flexibler Abgeltungsquote im Einzelfall unwirksam sein (VIII ZR 143/2006 26.
September 2007).
Nach Entscheidungen des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist auch bei langjähriger
Ehe die Befristung des nachehelichen Aufstockungsunterhalts möglich, da es dem
Ehegatten nach einer Übergangszeit zumutbar sein kann, auf den aus den
ehelichen Lebensverhältnissen erwachsenen höheren Lebensstandard zu verzichten
und sich mit dem Lebensstandard zu begnügen, den er aus eigenen Einkünften
erreichen kann (XII ZR 11/2005 26. September 2007 u. a.)
Nach einer Entscheidung des
Bundesfinanzhofs Deutschlands ist der Rechtssatz, dass mit bestimmten
Einkünften aus Kapitalvermögen zusammenhängende Aufwendungen nur zur Hälfte als
Betriebsausgaben oder Werbungskosten abgezogen werden können
(Halbabzugsverbot), verfassungsgemäß (VIII R 69/2005 19. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands dürfen bei der
Verschmelzung von Kapitalgesellschaften wahlweise stille Reserven aufgedeckt
werden (I R 97/2006 5. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands liegt ein für die
wirtschaftliche Identität bei einem Mantelkauf erforderliches überwiegend neues
Betriebsvermögen vor, wenn das zugegangene Aktivvermögen das vorher vorhandene
Restaktivvermögen übersteigt (I R 106/2005 5. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart ist der kurdische
Iraker Burhan B. wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung durch
Überweisung von 13500 Dollar zu 30 Monaten Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Minden rechtfertigt eine
Verurteilung wegen fahrlässigen Eingriffs in den Schienenverkehr in Tateinheit
mit fahrlässiger Straßenverkehrsgefährdung infolge Trunkenheit trotz
Wiedererteilung der entzogenen Fahrerlaubnis den Widerruf der Waffenbesitzkarte
(8 K 570/2007 14. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Supreme Court der Vereinigten Staaten von Amerika
ist die Prüfung der Verfassungsmäßigkeit der Hinrichtung (z. B. Ralph Bazes und
Thomas Clyde Bowlings) mittels Giftspritze zulässig.
Nach dem Urteil eines neu geschaffenen militärischen Berufungsgerichts der
Vereinigten Staaten von Amerika sollen Verfahren gegen mutmaßliche Terroristen
in Guantánamo Bay bald aufgenommen werden.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist Warren Jeffs als Leiter der fundamentalistischen Kirche Jesu
Christi der Heiligen der letzten Tage wegen Beihilfe zur Vergewaltigung durch
Zwangsheirat schuldig.
Nach einer Entscheidung des internationalen Sportgerichtshofs in Lausanne darf
Alejandro Valverde an der Radsportweltmeisterschaft in Stuttgart teilnehmen.
Das Parlament Tschechiens hebt die Immunität des Abgeordneten Vondruška wegen
des dringenden Tatverdachts des Amtsmissbrauchs als Aufseher politischer
Häftlinge auf.
Nach einem Beschluss des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen darf die
Europäische Union Schutztruppen in Tschad und in der Zentralafrikanischen
Republik einsetzen.
Klaus Fleischmann wird als Nachfolger Jörg Schwalms Generalstaatsanwalt
Sachsens.
2007-09-25 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs
Deutschlands handeln die Rettungsleitstellen Baden-Württembergs
öffentlichrechtlich, so dass Schadensersatzansprüche als Amtshaftungsansprüche
gegen Baden-Württemberg geltend zu machen sind (KZR 48/2005 25. September
2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat der Axel
Springer Verlag ein berechtigtes Interesse an der gerichtlichen Klärung der
Rechtmäßigkeit des Verbots der Übernahme des Fernsehkonzerns Pro Sieben Sat.1
durch das Bundeskartellamt Deutschlands.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz kann ein durch den
heimlichen Einbau einer Abhöranlage in sein Kraftfahrzeug durch einen Detektiv
belasteter Kraftfahrzeugeigentümer (z. B. Schmuckhändler) auf Grund der
Verletzung seines informationellen Selbstbestimmungsrechts die Entfernung des
Geräts und die Benennung des Auftraggebers verlangen (1 U 1235/2006).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg muss ein Zahnarzt
einem palladoidchloridallergischen Patienten bei Auftreten der
Palladiumchloridallergie Schmerzensgeld wegen Einbringens von Palladiumchlorid
trotz Hinweises auf die Allergieanfälligkeit leisten (5 U 31/2005 4. Juli
2007).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz gilt für über
eine Ernährungssonde verabreichte flüssige Nahrung der ermäßigte Steuersatz von
sieben Prozent (5 KNK 1/2006 2. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Oldenburg hat die
Nationaldemokratische Partei Deutschlands keinen Anspruch auf Benutzung der
Weser-Ems-Halle für ihren Bundesparteitag im Oktober.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart ist ein Eilantrag
zweier Bürger Lauda-Königshofens auf Beachtung des Rauchverbots in der
Festhalle während der Königshöfer Messe abgelehnt, weil grundsätzlich in der
Hauptsache entschieden werden müsse (4 K 4907/2007 14. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München darf ein Vermieter die Kosten
für Oktoberfestgutscheine für einen Hausmeister einer Wohnanlage in die
Nebenkostenabrechnung aufnehmen (424 C 22865/2006 8. Januar 2007).
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft Heilbronn ist das
Ermittlungsverfahren gegen Verantwortliche des Heizlüfterherstellers Fakir
wegen des Standseilbahnunglücks von Kaprun mangels Fehlern des Geräts
eingestellt.
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Innsbruck sind zwei einen
Raubüberfall vorgebende Trafikanten zu sechs Monaten bedingter Haft und 480
Euro Geldstrafe verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Bundesaufsichtsamts für Finanzdienstleistungen muss
bei dem Einstieg eines Unternehmens Russlands bei der Strabag SE den
Streubesitzaktionären eines deutschen Tochterunternehmens kein Übernahmeangebot
unterbreitet werden.
Der Oberste Gerichtshof Österreichs erhöht die gegen Europay Austria/PayLife
verhängte Geldbuße von fünf auf sieben Millionen Euro.
Das Europäische Parlament beschließt einen Schadensersatzanspruch für
Fernreisende von 25 Prozent des Reisepreises ab einer Stunde Verspätung und 50
Prozent ab zwei Stunden.
Norbert Gross ist als Nachfolger Eilert Osterlohs Präsident der
Rechtsanwaltskammer bei dem Bundesgerichtshof Deutschlands.
Reinhard Rumprecht tritt wegen des Besitzes von Kinderpornographie als
Oberbürgermeister von Merseburg zurück.
In Leer überlebt eine Frau mit 6,12 Promille Blutalkohol.
Durch das vor fünfzig Jahren freigegebene Schlafmittel Thalidomid alias
Contergan wurden seinerzeit weltweit rund 10000 Kinder im Mutterleib erheblich
geschädigt.
2007-09-24 Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts
Düsseldorf ist es Sache eines Reisenden, eine Einschätzung seiner Eignung für
einen Abenteuerurlaub vorzunehmen (18 U 9/2002).
Nach Entscheidungen des Oberlandesgerichts Köln darf der Webhostingdienst Rapid
Share urheberrechtlich geschützte Musikwerke nicht zugänglich machen, hat aber
keine umfassende eigene Kontrollpflicht, sondern muss nur nach Hinweisen tätig
werden (6 U 86/2007 21. September 2007 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz darf eine
Behörde Namen und dienstliche e-mail-Adresse eines Beamten im Internetauftritt
der Beschäftigungsbehörde veröffentlichen (2 A 10413/2007 10. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz ist ein
gegen die Pflicht zur uneigennützigen Amtsführung verstoßender und
Privatfahrzeuge unter Inanspruchnahme von Behördenrabatten erwerbender
Polizeibeamter aus dem Dienst zu entfernen (3 A 10390/2007 10. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Arnsberg ist eine Jugendherberge mit
zwei Etagentoiletten für 27 Zimmer kein Hotel der untersten Kategorie mehr (5 S
115/2006).
Die deutsche Fußball-Liga lehnt den geplanten Kooperationsvertrag des FC Carl
Zeiss Jena mit Alpha Invest Group Corporation ab.
In Schwingeburg bei Stade wird ein um 670 gebauter Schiffsanleger gefunden.
Im Grab Tuntanchamuns haben Ausgräber 20 intakte Tontöpfe entdeckt.
Der Euro steigt auf einen Wert von 1,4130 Dollar.
Florian Hamm verkauft einen großen Teil seiner Beteiligung an Absolute Capital
Management mit drastischem Kursabschlag an Andreas Rialas.
Die Neuvergabe der Steuernummern in Deutschland wird voraussichtlich erst 2008
erfolgen.
In Deutschland ist das durchschnittliche Nettoeinkommen auf 15845 Euro im Jahr
gesunken.
2007-09-23 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs
Deutschlands ändert bei einem wettbewerbsrechtlichen Unterlassungsantrag eine
Abwandlung der Verletzungsform, auf die sich der Verbotsausspruch nach dem
Willen des Klägers beziehen soll, den Streitgegenstand und setzt deshalb einen
entsprechenden Antrag des Klägers voraus (I ZR 235/2003 29. Juni 2006).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei Anwendung
einer Außenseitermethode grundsätzlich der Sorgfaltsmaßstab eines vorsichtigen
Arztes entscheidend (VI ZR 35/2006 22. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat, wenn ein
Patient zu der Frage, ob er bei zutreffender ärztlicher Aufklärung in einen
Entscheidungskonflikt geraten wäre, (z. B. wegen schwerer Hirnschäden) nicht
persönlich angehört werden, das Gericht auf Grund einer umfassenden Würdigung
der Umstände des Einzelfalls festzustellen, ob der Patient aus
nachvollziehbaren Gründen in einen ernsthaften Entscheidungskonflikt geraten
sein könnte (VI ZR 108/2006 17. April 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle können in einer
Teilungserklärung einer Wohnungseigentümergemeinschaft gemeinschaftsbezogene
Beschlusskompetenzen von der Eigentümerversammlung auf andere Beschlussorgane
(z. B. großer Verwaltungsbeirat) übertragen werden (4 W 57/2007 22. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München ist § 129b StGB
verfassungsgemäß (6 St 172007 8. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Schleswig ist bei einer eine
ordnungsgemäße Instandsetzung überschreitenden baulichen Veränderung ein nicht
zustimmender Wohnungseigentümer grundsätzlich nicht zur Kostenbeteiligung
verpflichtet, auch wenn er unvermeidbar Vorteile daraus zieht (2 W 111/2006 8.
Dezember 2006).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Zweibrücken ist Träger der
Leistungen nach § 6 SGB II und §§ 22, 23 SGB II die nach § 44b I SGB II
errichtete Arbeitsgemeinschaft, die in einem Verfahren auf Umschreibung eines
Vollstreckungstitels auf sie als Rechtsnachfolger parteifähig ist (5 WF 16/2007
18. April 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster muss ein
Fahrerlaubnisbewerber bei einer medizinisch-psychologischen Untersuchung
wahrheitsgemäße Angaben machen (16 B 666/2007 4. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Dresden hat eine Berufshelferin eines
Rechtsanwalts zu Fragen über das Vorliegen eines Mandatsverhältnisses ein
Zeugnisverweigerungsrecht (3 AR 5/2007 14. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Schleswig kann mit einem
Reisepass für Flüchtlinge nach Art. 28 GenKonv. der Nachweis über Ort und Tag
der Geburt geführt werden (3 A 124/2006 22. Januar 2007).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Österreichs dürfen Feriengäste
eines Bauern einen Zubringungsweg auf eine Alm benützen.
2007-09-22 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts
Deutschlands kann es das Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit
gebieten, eine im Zwangsversteigerungsverfahren aufgetretene
Selbsttötungsgefahr auch bei Geltendmachung nach Erteilung des Zuschlags durch
dagegen gerichtete sofortige Beschwerde zu berücksichtigen (1 BvR 501/2007 11.
Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist, wenn es
mit Blick auf die Monatsfrist zur Einlegung der Verfassungsbeschwerde darauf
ankommt, ob ein gegen die Ausgangsentscheidung eingelegter Rechtsbehelf (z. B.
Anhörungsrüge nach § 321a ZPO) offensichtlich unzulässig war, diese Prüfung vom
Bundesverfassungsgericht ohne Bindung an die Entscheidung des Fachgerichts
vorzunehmen (1 BvR 730/2007 14. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind badische
Amtsnotare nicht zur Stellung von Anträgen auf Abbruch des Verfahrens über die
Besetzung von Notarstellen befugt (NotZ 42/2007 23. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands handelt ein einem
fahrbahnquerenden Fuchs ausweichender Kraftfahrer nicht grundsätzlich grob
fahrlässig (XII ZR 197/2005 11. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der
Erbauberechtigte bei Zwangsversteigerung eines mit einem Erbbaurecht belasteten
Grundstücks nicht zur Anfechtung des Beschlusses über die Festsetzung des
Grundstückswerts berechtigt (V ZB 8/2007 5. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine ergänzende
Zulassung der Rechtsbeschwerde analog § 321a ZPO möglich, wenn in der
Beschwerdeentscheidung durch willkürliche Nichtzulassung Verfahrensgrundrechte
des Beschwerdeführers verletzt worden sind (VII ZB 28/2007 4. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind
Schadensersatzverbindlichkeiten eines trotz Alkoholgenusses vorsätzlich ein
Kraftfahrzeug im Straßenverkehr führenden und dadurch fahrlässig Leib oder
Leben eines anderen Menschen gefährdenden Kraftfahrzeuglenkers von der
Restschuldbefreiung nicht ausgeschlossen (IX ZR 29/2006 21. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands bedarf der
Eigentumsübergang eines finanzierten, handgeschenkten Personenkraftwagens
(durch Einigung) nur der Einigung (X ZR 5/2007 19. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist für
einen Schadensersatzanspruch des Bundes gegen ein Land wegen fehlerhafter
Verteidigungslastenverwaltung der Verwaltungsrechtsweg gegeben und gelten für
die Haftung angemessene Regelen (3 A
2/2005 24. Januar 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist ein
Unterstützungsstreik für einen in einem anderen Tarifgebiet geführten
Hauptarbeitskampf rechtswidrig, wenn er zur Unterstützung offensichtlich
ungeeignet, unnotwendig oder unangemessen ist (1 AZR 396/2006 19. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist für
Streitigkeiten über die Rechtmäßigkeit der Bestellung inländischer
Arbeitnehmervertreter eines europäischen Betriebsrats das Arbeitsgericht
örtlich und international zuständig, in dessen Bezirk das nach der Zahl der
wahlberechtigten Arbeitnehmer größte Unternehmen, bei dem ein Gesamtbetriebsrat
gebildet wird, seinen Sitz hat (7 ABR 30/2006 18. April 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands unterliegt die
Übertragung von Vermögen auf eine liechtensteinische Stiftung nicht der
Schenkungsteuer, wenn die Stiftung nicht frei verfügen kann (II R 21/2005 28.
Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München ist
Nacherfüllungsleistungsort grundsätzlich der ursprüngliche Leistungsort (20 U
2204/2007 20. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München ist ein
Wohnungseigentümerbeschluss jedenfalls nicht nichtig, der die Einfahrt und
Ausfahrt zu Stellplätzen, die dem Teileigentümer einer als Laden ausgewiesenen
Einheit zur ausschließlichen Nutzung
zugewiesen sind, ab 21 Uhr beschränkt (34 Wx 25/2007 3. April 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Saarbrücken ist einer Ehefrau
ohne Berufsausbildung auch eine unqualifizierte Berufstätigkeit zuzumuten und
kann es bei 20jähriger kinderloser Ehe angemessen erscheinen, eine
Aufstockungsunterhalt auf zehn Jahre zu befristen (9 UF 163/2006 25. Mai 2007).
*Ferrari, Franco/Kieninger,
Eva-Maria/Mankowski, Peter u. a., Internationales Vertragsrecht, 2007
*Willemsen, H./Hohenstatt, K./Schweibert, U./Seibt, C., Umstrukturierung und
Übertragung von Unternehmen, 3. A. 2007
*Werner, Ulrich/Pastor, Walter, Der Bauprozess, 12. A. 2008
2007-09-21 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs
Deutschlands ist ein unaufgeforderter Werbeanruf eines Suchmaschinenbetreibers
bei einem bei ihm kostenlos eingetragenen Unternehmen zwecks Veranlassung eines
kostenpflichtigen Eintrags wettbewerbswidrig (I ZR 88/2005 20. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main kann wegen
unfreiwilliger Beschneidung ein Schmerzensgeld in Betracht kommen (4 W 12/2007
21. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Erfurt ist eine 21jährige Mutter wegen
Mordes durch Verdurstenlassen ihres Kindes zu 14 Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg ist der Streitwert für jedes
rechtswidrig angebotene Musikstück auf 20000 Euro anzusetzen.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Karlsruhe darf entgegen einem
Verbot der Stadt Karlsruhe von einem Unternehmer in Karlsruhe eine blaue Tonne
zwecks Altpapiersammlung eingerichtet werden (3 K 2219/2007 19. September
2007).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund ist Krankenhaustagegeld
grundsätzlich nicht auf Arbeitslosengeld II anzurechnen (22 [31, 48] AS
532/2005 23. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Innsbruck war die Ausgaben des
Präsidenten betreffende Mitteilung Martin Hirners an die Räte der
Arbeiterkammer rechtmäßig.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Polens in Allenstein hat Agnes
Trawny wegen Verjährung keinen Anspruch auf Rückgabe bzw. Entschädigung wegen
eines 1977 bei ihrer Aussiedelung zurückgelassenen Grundstücks.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist Cordozar Calvin Broadus (Snoop Dogg) wegen rechtswidrigen
Waffenbesitzes zu drei Jahren Haft auf Bewährung, 160 Stunden gemeinnütziger
Arbeit und 10000 Dollar Buße verurteilt.
Nach einer Entscheidung des obersten Gerichts Chiles darf Alberto Fujimori an
Peru ausgeliefert werden.
Nach einer Entscheidung des Stadtrats Merseburgs ist Oberbürgermeister Reinhard
Rumprecht wegen auf seinem Rechner befindlicher kinderpornographischer Bilder
vorläufig seines Amtes enthoben.
Der Bundesrat Deutschlands stimmt dem Versicherungsvertragsgesetz zu.
Der Bundesrat Deutschlands stimmt der Novellierung des Urheberrechts zu.
Der Bundesrat Deutschlands stimmt einer steuerfreien Aufwandsentschädigung für
ehrenamtliche Tätigkeit in Vereinen von bis zu 500 Euro jährlich zu.
Bremen schafft eine Verbandsklage für anerkannte Tierschutzvereine.
2007-09-20 Nach Entscheidungen des Bundesgerichtshofs Deutschlands
verletzen Haribo und ein Molkereiwarenhersteller durch die Verwendung des
Wortes Kinder in Markenbezeichnungen nicht die Rechte Ferreros an der
eingetragenen Marke Kinder (I ZR 5/2005 20. September 2007, I ZR 94/2004 20.
September 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist ein auf
gleiche Entlohnung klagender Leiharbeitsnehmer nur verpflichtet, eine Auskunft
des entleihenden Unternehmens über den von ihm gezahlten Vergleichslohn nach §
13 AÜG) vorzulegen, deren Richtigkeit der Leiharbeitgeber bestreiten kann (4
AZR 656/2006 19. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm ist in einem Fall die
Fortdauer der einstweiligen Unterbringung nach dem Gesetz zur Sicherung der
Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus und in einer
Entziehungsanstalt angeordnet (3 OBL 86/2007 21. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster ist der
Sondertrassenzuschlag der DB Netz AG wegen wettbewerbswidriger Ausnutzung
bestehender Marktmacht rechtswidrig (13 A 108/2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg muss die Mannheimer
Versicherung an Kunden des Geldbeförderungsunternehmens Heros rund eine Million
Euro zahlen (409 O 53/2006 20. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Bremen ist § 6 S. 1 BrStudKontG
möglicherweise verfassungswidrig (17. September 2009).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Speyer darf ein Leistungsträger die
Übernahme der Kosten mehrtägiger Klassenfahrten im Rahmen des
Arbeitslosengeldes II nicht von der Zahl der an der Fahrt teilnehmenden Schüler
abhängig machen, muss Schülern aber kein gesondertes Taschengeld zahlen (3 AS
643/2006 8. August 2007).
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main sind die
Ermittlungen gegen Rolf Breuer wegen angeblicher Untreue mangels Tatverdachts
eingestellt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist die Hinrichtung mittels einer Giftspritze in Tennessee wegen
Verursachung unnötiger Schmerzen verfassungswidrig.
Der Euro steigt wegen der niedrigen Zinsen in den Vereinigten Staaten von
Amerika auf einen Wert von 1,4030 Dollar.
Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verlängert das Mandat für die
Friedenstruppe Isaf in Afghanistan um ein Jahr.
Der allgemeine Ausschuss der Vollversammlung der Vereinten Nationen lehnt (zum
fünfzehnten Mal) die Aufnahme des Antrags Taiwans auf Mitgliedschaft in den
Vereinten Nationen auf die Tagesordnung der Vollversammlung ab.
Floyd Landis wird wegen Dopings zwei Jahre gesperrt.
2007-09-19 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs
Deutschlands kann ein Vermieter trotz Verletzung der Mitteilungspflicht von
bevorstehenden Verbesserungen eines Mietshauses (z. B. Einbau eines Aufzugs)
eine durch die Verbesserung begründete Mieterhöhung verlangen, doch hat der zu
einem Hinweis auf die Pflichtverletzung verpflichtete Mieter eine
Zahlungsfreifrist von sechs Monaten (VIII ZR 6/2007 19. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die gesetzliche
Anzeigepflicht und die damit verbundene Wartefrist des
Arbeitnehmererfindungsgesetzes trotz der Berührung mit der
Wissenschaftsfreiheit auch für Hochschullehrer verfassungsgemäß (X ZR 167/2005
18. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann ein
Luftsportverein die in Zusammenhang mit seinen Aufwendungen gezahlte
Umsatzsteuer als Vorsteuerbetrag abziehen, doch können Mitgliedsbeiträge
Entgelt für steuerbare Leistungen an Vereinsmitglieder sein (V R 27/2004 9.
August 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind Diätkosten nicht
als außergewöhnliche Belastung von den Einkünften abziehbar (III R 48/2004 21.
Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann ein Unternehmer
seine Bilanz berichtigen, wenn sie objektiv unrichtig ist und er den Fehler bei
der Aufstellung der Bilanz hätte erkennen können (I R 47/2006 5. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Hessen können Empfänger von
Bundesausbildungsförderung einen Anspruch auf Mietzuschuss nach § 22 SGB II
haben.
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Innsbruck ist ein 31jähriger
Nigerianer wegen tödlichen Schüttelns seiner schreienden dreimonatigen Tochter
zu 30 Monaten Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist die Abweisung der Klage Kirk Kerkorians gegen DaimlerChrysler auf
1,2 Milliarden Dollar Schadensersatz bestätigt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika hat Kalifornien keinen Schadensersatzanspruch gegen
Kraftfahrzeughersteller wegen der durch sie verursachten Umweltbelastung.
Die Bundesregierung Deutschlands beschließt die Aufnahme der Briefzusteller in
das Entsendegesetz.
Nach einer Entscheidung der Europäischen Kommission müssen
Kraftfahrzeughersteller unabhängigen Werkstätten Informationen für die
Reparatur der von ihnen hergestellten Kraftfahrzeuge zur Verfügung stellen.
Nach einer Entscheidung des Anti-Doping-Ausschusses des österreichischen
Radsportverbandes ist Jörg Jaksche wegen des Gebrauchs von Epo und
Wachstumshormons sowie Blutdopings für ein Jahr gesperrt.
Nach dem Geständnis des Rechtsanwalts William Lerach, Kläger für Sammelklagen
durch Geldzahlungen gewonnen zu haben, soll er mit Haft zwischen einem Jahr und
zwei Jahren und Zahlung von rund 8 Millionen Dollar bestraft werden.
Die Notenbank der Vereinigten Staaten von Amerika senkt die Leitzinsen um einen
halben Prozentpunkt, worauf weltweit die Aktienkurse steigen.
Deutschland kündigt das die Versteuerung des Erbes eines in (dem die
Erbschaftsteuer aufgebenden Land) Österreich wohnenden Deutschen in Österreich
ermöglichende Abkommen zum 1. Januar 2008.
Die Bank Austria streicht den Markennamen CA (Creditanstalt).
2007-09-18 Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs
muss bei einem Wechsel eines Arbeitnehmers von einem
Arbeitnehmerüberlassungsunternehmen zu einem mit diesem wirtschaftlich und
persönlich eng verbundenen anderen Arbeitnehmerüberlassungsunternehmen das neue
Unternehmen auch für die ausstehenden Arbeitsentgelte des früheren Unternehmens
einstehen (C-458/2005 13. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Revision
des wegen Volksverhetzung, Beleidigung und Verunglimpfung bestraften Ernst
Zündel verworfen (1 StR 337/2007 12. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands darf ein
Arbeitgeber flexibleren Arbeitnehmern eine Gesamtzusage auf Zahlung höherer
Prämien geben (3 AZR 639/2006 18. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen besteht nur
ausnahmsweise ein Anspruch auf Aufnahme in eine zweisprachigen Unterricht
anbietende Schule (7 TG 1718/2007 11. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Köln darf ein Sozialplan für
Arbeitnehmer mit der Möglichkeit des vorzeitigen Ruhestands geringere
Leistungen vorsehen (14 Sa 201/2007 4. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg ist eine ihr Kind durch Wurf
aus einem Hochhaus tötende und den Tatverdacht auf den Vater lenkende Mutter
wegen Totschlags in einem minder schweren Fall und falscher Verdächtigung zu 45
Monaten Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln soll ein Kunde sein von einem
Berufsfotografen hergestelltes Bewerbungsfoto nicht ohne Zustimmung des
Fotografen im Internet veröffentlichen dürfen (28 O 468/2006).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts München ist für die Umbenennung
einer Straße (z. B. der von-Trotha-Straße Trudering-Riems in Hererostraße) der
Stadtrat zuständig, nicht der Bezirksrat des Stadtteils.
Nach einer Entscheidung des obersten Gerichtshofs Österreich muss eine
Sparkasse die Rechte einer mit Sparbüchern unter Mitteilung des Losungswortes
beschenkten Lebensgefährtin eines Sparers anerkennen.
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Innsbruck ist ein bei einem Bankraub
30000 Euro an sich nehmender Filialleiter wegen Untreue zu zwei Jahren
teilbedingter Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Friedensgerichts Bozen ist ein
Schadensersatzanspruch eines Lastkraftwagenfahrers gegen eine
Autobahngesellschaft wegen nicht rechtzeitiger Warnung vor einem Verkehrsstau
in Höhe von 200 Euro begründet.
Yahoo übernimmt Zimbra für 350 Millionen Dollar.
Der Ölpreis steigt auf Dollar pro Fass.
Das Finanzministerium Großbritanniens und die Bank von England sichern die
Einlagen der Kunden Northern Rocks und anderer Banken der gegenwärtigen
Finanzkrise.
Jäger, Marc aus Luxemburg ist als
Nachfolger Bo Westerdorfs neuer Präsident des Gerichts erster Instanz der
europäischen Gemeinschaften.
2007-09-17 Nach einer Entscheidung des Gerichts erster Instanz der
europäischen Gemeinschaften ist das von der Europäischen Kommission gegen
Microsoft wegen Marktmissbrauchs verhängte Bußgeld in Höhe von 497 Millionen
Euro rechtmäßig (17. September 2007).
Nach Entscheidungen des Gerichts erster Instanz der europäischen Gemeinschaften
darf der Informationsverkehr zwischen Geschäftsführern eines Unternehmens und
ihren hausinternen Juristen von Ermittlungsbehörden beschlagnahmt werden
(T-125/2003 17. September 2007 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg kann ein
Krankenhäuser beliefernder Cateringservice nicht den ermäßigten
Umsatzsteuersatz von 7 Prozent für Partyservices beanspruchen (5 K 7285/2001 B
10. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz können die Kosten
der Überwachung (z. B. der ehemaligen Ehefrau) durch Detektive nicht als
außergewöhnliche Belastung vom Einkommen abgesetzt werden.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München muss eine beim Schunkeln auf
dem Oktoberfest von einer Bierbank einem gerade zum Trinken ansetzenden
Besucher auf den Rücken fallende und damit eine Zahnverletzung verursachende
Besucherin 500 Euro Schmerzensgeld zahlen.
Nach Entscheidungen des Landesgerichts Innsbruck sind zwei Bulgaren wegen
Inverkehrbringens von Falschgeld zu 30 Monaten Haft verurteilt.
Nach Entscheidungen des zuständigen Gerichts Weißrusslands sind vier ehemalige
Heeresangehörige wegen Spionage für Polen zu Haft zwischen sieben und zehn
Jahren verurteilt.
Der Trainer der Baltimore Ravens ist wegen heimlichen Filmens der
Defensivsignale des Gegners mit einer Videokamera zur Zahlung von 500000 Euro
verurteilt.
Der Leichtathletikverband Frankreichs sperrt Florent Lacasse wegen Dopings für
zwei Jahre.
Filges, Axel C. ist als Nachfolger Bernhard Dombeks Präsident der
Rechtsanwaltskammer Deutschlands.
Die Deutsche Telekom kauft Suncom Wireless für 2,4 Milliarden Euro.
Verunsicherte Kunden ziehen von der Hypothekenbank Northern Rock weitere zwei
Milliarden Pfund ab, worauf der Aktienkurs weiter um 34 Prozent sinkt.
In Deutschland sollen elektrische Nachtspeicheröfen wegen schlechter
Umweltbilanz mit einer Übergangszeit von zehn Jahren verboten werden.
Für (rund 270000) Elektriker gelten rückwirkend ab 1. September 2007 in
Deutschland Mindestlöhne.
2007-09-16 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs
Deutschlands wird das bisherige Konzept einer eigenständigen Haftungsfigur, die
an den Missbrauch der Rechtsform anknüpft und als Durchgriffs(außen)haftung des
Gesellschafters gegenüber den Gesellschaftsgläubigern ausgestaltet ist,
aufgegeben und die Existenzvernichtungshaftung des Gesellschafters an die
missbräuchliche Schädigung des im Gläubigerinteresse zweckgebundenen
Gesellschaftsvermögens angeknüpft und in § 826 BGB als eine besondere
Fallgruppe der sittenwidrigen vorsätzlichen Schädigung eingeordnet (II ZR
2/2004 16. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der Schuldner,
wenn der Gläubiger den dem Schuldner gemäß § 667 BGB zustehenden
Auszahlungsanspruch gegen den Drittschuldner wegen der auf ein Konto des
Drittschuldners eingehenden, dem Schuldner zustehenden Sozialleistungen
pfändet, unter den Voraussetzungen des § 765a ZPO Vollstreckungsschutz
beanspruchen (VII ZB 15/2007 4. Juli 2007).
Nach Entscheidungen des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann, wenn im Rahmen
einer werkvertraglichen Leistungskette feststeht, dass ein Nachunternehmer von
seinem Auftraggeber wegen Mängeln am Werk nicht mehr in Anspruch genommen wird,
der Nachunternehmer nach dem Rechtsgedanken der Vorteilsausgleichung gehindert
sein, seinerseits Ansprüche wegen dieser Mängel gegen seinen Auftragnehmer
geltend zu machen (VII ZR 81/2006 28. Juni 2007 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Revision
zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung zuzulassen, wenn ein absoluter
Revisionsgrund nach § 547 Nrn. 1-4 ZPO geltend gemacht wird und vorliegt (X ZR
20/2005 15. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist eine
Rechtsauffassung (z. B. über die Streitwertfestsetzung) nicht allein deshalb
unrichtig, weil sie offensichtlich nicht herrschend ist (2 AZB 53/2006 16. Mai
2007).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands ist eine
Nichtbesetzung der Stelle eines vorsitzenden Richters sechs Monate nach seinem
planmäßigen Ausscheiden keine vorübergehende Verhinderung mehr (6 KA 34/2006 B
29. November 2006).
Nach Entscheidungen mehrerer zuständiger Oberlandesgerichte sind auf einer
Globalzession beruhende Forderungsabtretungen bei einer Insolvenz des
Bankkunden anfechtbar.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main gehört zur
ordnungsgemäßen Begründung eines Wiedereinsetzungsgesuchs die Darlegung der
Nichtkenntnis der Rechtsmittelfrist (3 Ws 159/2007 12. Februar 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Rostock erwächst die
Terminsgebühr dem Rechtsanwalt auch bei dem Mitvergleich einer anderen Sache
unter Beteiligung des Gerichts (11 WF 109/2006 15. August 2006).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs München kann ein bereits im
Verfahren nach § 80 V VwGO tätig gewordener Rechtsanwalt für das
Abänderungsverfahren nach § 80 II VwGO nicht erneut Gebühren verlangen (22 M
40006/2007).
Die Justizverwaltung Sachsen-Anhalts verwertet verfallene und eingezogene
Gegenstände statt durch Versteigerung durch den örtlichen Gerichtsvollzieher
durch Versteigerung über eBay.
2007-09-15 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts
Deutschlands dürfen Fristen für die Übermittlung fristwahrender Schriftsätze
per Telefax aus dem Fristenkalender erst gelöscht werden, wenn durch
Überprüfung des Sendeprotokolls feststeht, dass der Schriftsatz vollständig
gesendet worden ist (1 BvR 756/2007 30. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands dürfen
Gerichte bei verfahrensbestimmenden Schriftsätzen eine eingescannte
Unterschrift bei einem Computerfax genügen lassen und bei einem herkömmlichen
Fax eine eigenhändige Unterschrift auf dem Original verlangen (1 BvR 110/2007
18. April 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands dürfen einem
Rechtsmittelführer Verzögerungen der Briefbeförderung oder Briefzustellung
durch die Deutsche Post AG nicht als Verschulden angerechnet werden, doch muss
er ein Schriftstück rechtzeitig und ordnungsgemäß aufgeben (XII ZB 32/2007 18.
Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei
Weiterbenutzung eines totalgeschädigten, teilreparierten Kraftfahrzeugs von den
fiktiven Wiederbeschaffungskosten der in einem Sachverständigengutachten für
den regionalen Markt ermittelte Restwert abzuziehen (VI ZR 217/2006 10. Juli
2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann bei
voraussichtlichen Reparaturkosten eines unfallgeschädigten Kraftfahrzeugs von
130 Prozent des Wiederbeschaffungswerts nur der Wiederbeschaffungswert als
Schadensersatz vom Schädiger verlangt werden (VI ZR 258/2006 10. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands berechtigt der
Eigenbedarf eines einzelnen, bei Mietvertragsabschluss vorhandenen
Gesellschafters einer Gesellschaft des bürgerlichen Rechts zur Kündigung eines
Mietverhältnisses der Gesellschaft über Wohnraum (VIII ZR 271/2006 27. Juni
2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine die
Zulässigkeit der Aufrechnung mit unbestrittenen Forderungen von der Zustimmung
des Verwenders im Einzelfall abhängig machende allgemeine Geschäftsbedingung
auch im Unternehmerverkehr nach § 309 Nr. 3 BGB rechtswidrig (XII ZR 54/2005
27. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann bei einer
Nutzungsausfallentschädigung bei einem Unfallersatztarif ein Aufschlag zum
Normaltarif zuzubilligen sein (VI ZR
163/2006 26. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein
Wohnungseigentümergemeinschaftsverwalter eine gerichtliche Ungültigerklärung
seiner Bestellung anfechten (V ZB 20/2007 21. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist die
Beurteilung eines Weines durch eine Behörde auf Fehlerfreiheit in Aussehen,
Geruch und Geschmack gerichtlich nur eingeschränkt nachprüfbar (3 C 8/2006 16.
Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands steht § 118 I
BetrVG dem Recht des Betriebsrats auf Einblick in die Liste der Künstlergagen nicht
entgegen (1 ABR 14/2006 13. Februar 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind
Pflichtteilsverzichte gegen Abfindung beim Tod des letztversterbenden Ehegatten
keine wirtschaftliche Belastung dieses überlebenden Ehegatten (II R 30/2005 27.
Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Saarbrücken ist ein
Rechtsreferendar (z. B. im Saarland) mangels betrugsspezifischer
Garantenpflicht nicht wegen Unterlassens der Mitteilung von einer
gleichzeitigen zweiten Referendarstätigkeit in einem anderen Bundesland (z. B.
Hessen) wegen Betrugs strafbar (Ss 18/2007 13. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster berechtigen Art. 6
I GG und Art. 8 EMRK nicht zur Beendigung einer ehelichen Gemeinschaft durch
Selbsttötung eines Ehepartners und zum Erwerb von Arzneimitteln für
Selbsttötungszwecke (13 A 1504/2006 22. Juni 2007).
*Ebenroth/Boujong/Joost/Strohn, Handelsgesetzbuch, 2. A. 2007
2007-09-14 Nach einer Entscheidung des Gerichts erster Instanz der
europäischen Gemeinschaften dürfen sich Organe wie das Europäische Parlament,
der Rat oder die Kommission weigern, in Gerichtsverfahren ihre Schriftsätze
ohne konkrete inhaltliche Prüfung derselben freizugeben, wenn die mündliche
Verhandlung noch nicht stattgefunden hat, müssen nach der mündlichen
Verhandlung konkret prüfen, ob die Freigabe von angeforderten Dokumenten das
laufende Verfahren beeinträchtigen würde und können in einer abgeschlossenen
Rechtssache die Verweigerung des Zugangs zu den Dokumenten nicht damit
begründen, dass noch nicht alle im Anschluss an dieses Verfahren zu
ergreifenden Maßnahmen erfüllt wurden oder eine zweite Klage anhängig sei
(T-36/2004 12. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Gerichts erster Instanz der europäischen
Gemeinschaften ist Grana keine Gattungsbezeichnung, so dass die
Ursprungsbezeichnung Grana padano der Eintragung der Marke grana biraghi
entgegensteht (T-291/2003 12. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern hat der Landesverband
Bayern der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands keinen Anspruch auf
Überlassung der Bamberger Stadthalle zur Abhaltung eines Landesparteitags (4 VA
2292/2007 14. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Lübeck ist ein seinen 22jährigen Sohn
erstechender Vater wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichte München I ist die Klage des
Insolvenzverwalters der Taurus-Holding gegen Leo Kirch und fünf ehemalige
Geschäftsführer über 9,3 Millionen Euro wegen fehlenden Nachweises des zur
Begründung vorgetragenen Sachverhalts abgewiesen (14 HK O 1877/2007 14.
September 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundeskartellamts Deutschlands kann die
DVB-H-Kooperation gegen verbindliche Verpflichtungszusagen von T-Mobile,
Vodafone und O2 erfolgen.
Die Deutsche Telekom übernimmt für 360 Millionen Euro Immobilienscout 24.
Der Krieg bzw. Einsatz der Vereinigten Staaten von Amerika gegen den oder im
Irak hat bisher 3800 Amerikanern das Leben gekostet und erfordert monatlich 12
Milliarden Dollar.
Edmund Stoiber übernimmt eine Teilzeitaufgabe bei der Europäischen Union gegen
Überbürokratisierung.
Das Bundesverteidigungsministerium Deutschlands erlaubt Tom Cruise Dreharbeiten
im Bendlerblock.
2007-09-13 Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs
ist das Gengetreideanbauverbot Oberösterreichs europarechtswidrig.
Nach Entscheidungen des Gerichts erster Instanz der europäischen Gemeinschaften
ist das von der Europäischen Kommission gegen Prym und Coats 2004 verhängte
Bußgeld wegen Marktaufteilung in den Jahren 1994 bis 1999 von je 30 Millionen
Euro auf 27 Millionen bzw. 20 Millionen Euro herabgesetzt (T 30/2005 12.
September 2007, T-36/2005 12. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Gerichts erster Instanz der europäischen
Gemeinschaften ist eine Entscheidung der Europäischen Kommission zu staatlichen
Beihilfen für Olympic Airways im Jahre 2002 teilweise nichtig (T-68/2003 12.
September 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein
Tankstellenhalter für seinen Anspruch auf Handelsvertreterausgleich den
Stammkundenanteil auf der Grundlage repräsentativer Umfragen schätzen (VIII ZR
194/2006 12. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München hat die Witwe des
Architekten des Schulzentrums Johanneskirchen keinen Anspruch auf
Aufrechterhaltung der Baueinstellung, weil der geplante Anbau sich der
Linienführung des ursprünglichen architektonischen Werkes anpasst (6 U
5041/2006).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Hessen darf das einem
Empfänger von Arbeitslosengeld II für eine Mietkaution für eine angemessene
Wohnung gewährte Darlehen nicht mit den Grundsicherungsleistungen aufgerechnet
werden, so dass es zinsfrei und tilgungsfrei bleibt (6 AS 145/2007 ER 13.
September 2007).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Sachsen-Anhalt müssen
gesetzliche Krankenkassen die Kosten einer Brustvergrößerung nur bei
entstellender anatomischer Abweichung übernehmen (4 KR 38/2004 16. November
2006).
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft Kempten ist ein Strafverfahren
gegen einen Gleisbauer wegen fahrlässiger Tötung gegen Zahlung von 150 Euro
Geldbuße eingestellt.
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Feldkirch sind zwei einen Jugendlichen zum Pflegefall
tretende Skinheads zu neun und acht Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich wird keine
Berufung gegen 19 Freisprüche von Mitarbeitern der Swissair wegen des
Zusammenbruchs der Fluglinie durch das Bezirksgericht Bülach eingelegt.
Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union einigen sich auf die Möglichkeit der
einzelstaatlichen Einführung einer Farbkennzeichnungspflicht für minderwertiges
Fleisch.
Microsoft und Sun vereinbaren eine Zusammenarbeit.
Woco Michelin AVS wird von Arques übernommen.
McLaren-Mercedes müssen wegen Spionage 100 Millionen Dollar zahlen und
verlieren alle Wertungspunkte für die Konstrukteursweltmeisterschaft der
laufenden Rennsaison.
Die Vereinten Nationen beschließen ein Recht der Naturvölker auf
Selbstbestimmung.
† Naendrup, Peter-Hubert um 1940-24. August 2007.
2007-09-12 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs
Deutschlands sind allgemeine Mietvertragsbedingungen mit isolierten
Endrenovierungsklauseln ohne Rücksicht auf den tatsächlichen Zustand der
Wohnung wegen unangemessener Benachteiligung des Mieters unwirksam (VIII ZR
316/2006 12. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist eine vom
Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gegenüber einem Asylbewerber
ausgesprochene Androhung der Abschiebung in sein Heimatland aufzuheben, wenn
nachträglich im gerichtlichen Verfahren ein Abschiebungsverbot wegen
erheblicher konkreter Gefahr für Leib, Leben oder Freiheit festgestellt wird
(10 C 8/2007 11. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann eine
Ansparabschreibung für eine Neugründung eines Betriebs und für eine wesentliche
Erweiterung eines bestehenden Betriebs nur für bereits verbindlich vorbestellte
Wirtschaftsgüter gebildet werden (R 104/2005 11. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands geht eine
Aussagepflicht (z. B. eines Steuerberaters) als Zeuge anderen Pflichten vor (B
55/2007 9. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann sich ein wegen
schuldhaft an das Finanzamt nicht abgeführter Lohnsteuer in Anspruch genommener
Geschäftsführer einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung nicht darauf
berufen, dass der Insolvenzverwalter die Lohnsteuer nach Anfechtung der Zahlung
wieder vom Finanzamt zurückgefordert hätte (VII R 65/2005 5. Juni 2007).
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Berlin muss sich ein Dienstherr auf
Grund der Fürsorgepflicht an den Kosten seiner Beamten für nicht
verschreibungspflichtige Medikamente mittels Beihilfe beteiligen (28 A 49/2006
11. September 2007 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Berlin-Tiergarten ist Rechtsanwalt Günter Freiherr von Gravenreuth
zu Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Philippinen ist der
ehemalige Präsident Joseph Estrada wegen Korruption zu lebenslanger Haft
verurteilt.
Die Finanzverwaltung Deutschlands erkennt unter Vorbehalt die Pendlerpauschale
vom ersten Kilometer an wieder an.
Russland zündet eine Vakuumbombe.
Moritz Hunzinger vergleicht sich mit Action Press Holding (Hunzinger
Information) auf eine Altersrente von 220000 Euro jährlich.
Der Euro steigt auf 1,3914 Dollar.
Die Europäische Zentralbank stellt weitere 75 Milliarden Euro Kredit zur
Verfügung.
Nach einer Entscheidung des Kartellamts Russlands darf Siemens nicht Power
Machines übernehmen.
Der weiße Industriebereich RAGs nimmt den Namen Evonik Industries an.
In Tennesee wird der vierfache Kindermörder Daryl Holton nach eigener Wahl auf
dem elektrischen Stuhl hingerichtet.
In China wird Wen Mengjie nach Verurteilung wegen Bestechlichkeit und
Veruntreuung von 1,45 Millionen Euro hingerichtet.
Im Iran werden sieben Rauschgifthändler und ein Mörder durch Hängen
hingerichtet.
2007-09-11 Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs
sind die Rechtssätze Deutschlands über den steuerlichen Abzug von (bis zu 38000
Euro jährlich hohen) Schulgeldzahlungen (z. B. Herbert Schwarzs und Marga
Gootjes-Schwarzs für eine Privatschule in Cademuir/Schottland) wegen Verletzung
der Dienstleistungsfreiheit und der Freizügigkeit europarechtswidrig (C-76/2005
11. September 2007 u. a.).
Nach Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands war die hinter
den Vorschlägen der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs um 28 Cent pro
Teilnehmer (1958 3,58 Euro, 2005 17,03 Euro) zurückbleibende Entscheidung des
Gesetzgebers über die Finanzierung der öffentlichrechtlichen Rundfunkanstalten
für die Zeit vom 1. April 2005 bis 31. Dezember 2008 wegen unzureichender
Begründung rechtswidrig, doch erhalten die Rundfunkanstalten keine
Nachzahlungen (1 BvR 2270/2005 11. September 2007 u. a.).
Nach Entscheidungen des Oberlandesgerichts Dresden dürfen Ermittlungsbehörden
(z. B. Staatsanwaltschaft Chemnitz) keine Telefonverbindungsdaten von
Journalisten ausspähen, um an Wissen zu gelangen(2 Ws 164/2007 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist eine
Rechtsanwaltsberatung in einem Café (coffee and law) wettbewerbsrechtswidrig
und vertraulichkeitsrechtswidrig (I-20 U 54/2007 17. Juli 2007).
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichtshofs Hessen darf die Vermittlung
privater Sportwetten von den zuständigen Behörden untersagt werden (7 TG
616/2007 30. August 2007 u. a.).
Nach Entscheidungen des Oberverwaltungsgerichts Münster ist die
Kostendämpfungspauschale nach § 12a der Beihilfeverordnung Nordrhein-Westfalens
seit 2003 verfassungswidrig (1 A 4955/2005 10. September 2007 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Bonn ist ein zweiundsechzigjähriger
Geschäftsmann wegen Bestechung von Amtspersonen und Beihilfe zum Betrug bei der
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zu 41 Monaten Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Leipzig ist Uwe K. wegen sexuellen
Missbrauchs und Mords an dem neunjährigen Mitja zu lebenslanger Haft
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Linz ist Otto Gumpinger (ÖVP) wegen
Schlepperei und Veruntreuung zu zwei Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist Hamid Hayat wegen des Besuchs eines Ausbildungslagers in Pakistan,
Unterstützung von Terroristen und Falschaussage zu 24 Jahren Haft verurteilt.
Rational und Food Automation Service Techniques vergleichen sich durch
Rücknahme aller Klagen.
Arcor sperrt den Zugang zu zahlreichen Pornowebseiten.
Klaus-Dieter Lehmann wird ab 1. April 2008 als Nachfolger Jutta Limbachs
Präsident des Goetheinstituts.
2007-09-10 Nach einer durch Entscheidung des Bundesgerichtshofs
Deutschlands rechtskräftig gewordenen Entscheidung des Amtsgerichts München
finden auf Leistungen eines Verkäufers im Bereich Freizeitgestaltung die
Rechtssätze des Fernabsatzrechts bei telefonisch oder mailisch bestellten
Veranstaltungstickets keine Anwendung (182 C 25144/2005 2. Dezember 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands sind für im Jahre
2003 bestellte, auf Grund eines Lieferengpasses aber erst im Jahre 2004
gelieferte Brillen Festbeträge von den Krankenkassen zu zahlen (3 KR 20/2006 R
6. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle ist das eine Verurteilung
Prinz Ernst August von Hannovers zu 445000 Euro Geldstrafe verursachende
Strafverfahren wegen Körperverletzung eines Hoteliers in Nairobi
wiederaufzunehmen.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main sind Werner Mauss
betreffende Textteile in Wolfram Baentschs Der Doppelmord an B(arschel)
rechtswidrig (2-03 O 880/2006 7. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main darf Colt Telecom
Telefonanschlüsse (auch über Vermittler wie z. B. Starcom) nicht ohne
Einverständnis der Kunden (wettbewerbsrechtswidrig) auf sein Netz umstellen
lassen (3-11 O 227/2006).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Neustadt an der Weinstraße muss
eine Grundstückseigentümerin für die Durchführung von
Straßenunterhaltungsmaßnahmen (z. B. Sanierung einer Stützmauer) das Betreten
ihres Grundstücks dulden (4 K 819/2007 27. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Neumünster ist ein bei Kontrollen ein
Ehepaar bedrängender Gebührenbeauftragter des Norddeutschen Rundfunks wegen
versuchter Nötigung zu 1200 Euro Geldstrafe verurteilt (590 Js 4920/2007).
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Innsbruck ist ein
Neunundzwanzigjähriger wegen Speicherung von Kinderpornographie zu 10800 Euro
teilbedingter Geldstrafe verurteilt.
Nach einer Entscheidung des obersten Gerichtshofs Indonesiens ist Time wegen
Verleumdung Suhartos zu 77 Millionen Euro Schadensersatz verurteilt.
Die Europäische Union und Serbien eineigen sich auf ein Abkommen über die
Annäherung Serbiens an die Europäische Union unter dem Vorbehalt
uneingeschränkter Zusammenarbeit mit dem Kriegsverbrechertribunal in Den Haag.
Wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass die Lichtpflicht Österreichs für
Kraftfahrzeuge im Straßenverkehr keine Vorteile
mit sich bringt, so dass sie nach der üblichen Geschäftemacherei zum
Jahresende 2007 wieder aufgehoben werden soll.
2007-09-09 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs
Deutschlands entsteht die Terminsgebühr für die Berufungsinstanz nicht, wenn
das Berufungsgericht die Berufung durch einstimmigen Beschluss nach § 522 II
ZPO zurückweist (V ZB 170/2006 15. März 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands unterbricht ein
allgemein gegen Verantwortliche im Verkauf, Kalkulation und Akquisition
gerichteter Durchsuchungsbeschluss die Verjährung gegen den Täter nur, wenn
sich aus den Ermittlungsakten ergibt, dass der Täter zu diesem Zeitpunkt
bereits bekannt war und sich die Durchsuchung auch gegen ihn richten sollte
(KRB 1/2007 6. März 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands soll die
Formunwirksamkeit eines unter nahen Angehörigen geschlossenen Vertrags Indizwirkung
für eine steuerrechtliche Nichtanerkennung haben (IX R 45/2006 22. Februar
2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz sind auch Schulden, die
bereits zu einer Reduzierung des Unterhaltsanspruchs des Ehegatten geführt
haben, vom Endvermögen als Verbindlichkeit abzuziehen und ist ein
Doppelverwertungsverbot nicht anzuerkennen (9 UF 45/2007 30. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart verwirklicht ein bei
unklarer Verkehrslage unter Überfahrung der Fahrstreifenbegrenzung Überholender
nicht die Tatbestände der Nr. 19.1 und 19.1.1 des Bußgeldkatalogs (4 Ss
132/2007 4. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart entsteht bei einer
vorläufigen Einstellung der Staatsanwaltschaft nach § 153a I StPO ein bedingtes
Verfahrenshindernis (2 Ws 41/2007 11. April 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin handelt eine zahlreiche
Kinderkleidungsstücke bei eBay kaufende und verkaufende Mutter vierer Kinder
unternehmerisch (103 O 75/2006 5. September 2006).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg können Graffiti
ein Mangel der Mietsache sein und vom Vermieter beseitigt werden müssen (233 C
47/2006 22. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika muss der Iran 2,65 Milliarden Dollar Schadensersatz an Opfer und
Hinterbliebene eines im Libanon 1983 verübten Terroranschlags mit 241 Toten
zahlen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Südkoreas ist die dreijährige
Haftstrafe Chung Mong-Koos (Hyundai) wegen Veruntreuung in Haft mit Bewährung
umgewandelt.
Die Diözese San Diego verpflichtet sich zu Schadenersatz in Höhe von etwa 200
Millionen Dollar an 144 möglicherweise von Geistlichen sexuell missbrauchte
Kläger.
Der Norddeutsche Rundfunk entlässt Eva Herman wegen Äußerungen über gute
Familienpolitik des Nationalsozialismus.
In Nittenau und Bruck werden zur Abwehr der Vogelgrippe 200000 Enten getötet.
Zwanzig Regalmeter neues deutschsprachiges Schrifttum erscheinen jeden Tag.
In Ungarn werden acht Tonnen echten gestohlenen Banknotenpapiers für
50-Euro-Scheine und 200-Euro-Scheine sichergestellt.
2007-07-08 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts
Deutschlands ist Art. 2 II 2 GG verletzt, wenn Gerichte verkennen, dass der für
die Genehmigung einer geschlossenen Anstaltsunterbringung nach § 1631b BGB
erforderliche Antrag nur wirksam sein oder werden kann, wenn und sobald der
Antragsteller Träger des Aufenthaltsbestimmungsrechts ist (1 BvR 338/2007 14.
Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands dürfen nicht
Vermögenseinkünfte als eheprägende zu Grunde gelegt werden, die auch nach einem
objektiven Maßstab nicht für die allgemeine Lebensführung verwendet worden
wären, und sind Erträge aus einem im Zugewinnausgleich erworbenen Vermögen
eheprägend, wenn sie zuvor als Erträge des ausgleichspflichtigen Ehegatten die
ehelichen Lebensverhältnisse geprägt hatten (XII ZR 141/2005 4. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
rechtsgeschäftliche Übertragung eines Miteigentumsanteils unter Miteigentümern
ein Verkehrsgeschäft, so dass der Erwerber durch den öffentlichen Glauben des
Grundbuchs geschützt werden kann (V ZR 5/2007 29. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands wird im
Anwendungsbereich des Luganer Übereinkommens die internationale Zuständigkeit
des angerufenen Gerichts begründet, wenn sich der Berufungsbeklagte zur Sache
einlässt, ohne die Zuständigkeitsrüge der Erstinstanz zu wiederholen (X ZR
15/2005 27. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss der
Anfechtungsgegner zur Widerlegung der Vermutung des § 133 I 2 InsO Umstände für
seine Nichtkenntnis des Gläubigerbenachteiligungsvorsatzes des Schuldners
darlegen und beweisen (IX ZR 97/2006 24. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands setzt § 11 I 1 Nr.
4 HWG voraus, dass die Heilmittelwerbung (z. B. mit bildlichen Darstellungen
von Menschen) geeignet ist, das Laienpublikum unsachlich zu beeinflussen und
dadurch zumindest eine mittelbare Gesundheitsgefährdung zu bewirken (I ZR
51/2004 1. März 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist das
Verbreitungsrecht eines in Deutschland geschützten Urhebers auch bei
Veräußerung des geschützten Werkes der angewandten Kunst (z. B.
Wagenfeld-Leuchte) im nichtschützenden Ausland (z. B. Italien) verletzt (I ZR
114/2004 15. Februar 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist eine
Kündigung bei lang anhaltender Krankheit sozial gerechtfertigt, wenn eine
negative Prognose hinsichtlich der voraussichtlichen Dauer der Arbeitsfähigkeit
vorliegt, eine darauf beruhende erhebliche Beeinträchtigung betrieblicher
Interessen festzustellen ist und eine Interessenabwägung ergibt, dass die
betriebliche Beeinträchtigung zu einer billigerweise nicht mehr hinzunehmenden
Belastung des Arbeitgebers führt (2 AZR 239/2006 19. April 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe müssen Nachbarn eines
Pflegheims eine erhöhte Toleranzbereitschaft aufbringen (14 U 43/2006 30. März
2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg kann auch bei einem
Kraftfahrzeug mit einer Laufleistung von mehr als 195000 Kilometern ein
ersatzfähiger Minderwert bestehen (8 U 246/2006 1. März 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart kann ein seinen
Internetaccount einem anderen zum Betrieb von Handelsgeschäften Überlassender
wegen Rechtsverletzungen des anderen auf Unterlassung in Anspruch genommen
werden (2 W 71/2006 16. April 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin verletzt eine
Bildveröffentlichung eines bekannten Prominentenrechtsanwalts in einer
überregionalen Zeitung ohne Einwilligung das Persönlichkeitsrecht (27 O
1208/2006 8. März 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Dresden sind Buchführungsunterlagen
während des notwendigen Gewahrsams eines Steuerberaters beschlagnahmefrei (5 Qs
34/2006 22. Januar 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München II ist ein einen Landsmann aus
schlechter Laune von einem Balkon stoßender Spätaussiedler aus Russland wegen
versuchten Totschlags und schwerer Körperverletzung zu acht Jahren Haft
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Osnabrück verletzt die Herausnahme
rentennaher und sozial abgesicherter Arbeitnehmer aus der Sozialauswahl § 7 AGG
(3 Ca 199/2007 3. Juli 2007).
Das allgemeine Gleichstellungsgesetz Deutschlands hat im ersten Jahr die
Unternehmer Deutschlands mit 1,73 Milliarden Euro Kosten belastet.
*AGB-Recht, hg. v. Wolf, Manfred/Lindacher, Walter/Pfeiffer, Thomas, 2007
*Aust, Manfred/Jacobs, R./Pasternak, Dieter, Die Enteignungsentschädigung, 6.
A. 2007
*Götting, Horst-Peter, Gewerblicher Rechtsschutz, 8. A: 2007
*Staupe, Jürgen, Schulrecht von A-Z, 6. A. 2007
*Rolfs/Giesen/Kreikebohm/Udsching, Sozialrecht, 2007
*Musielak, Hans, Grundkurs ZPO, 9. A: 2007
Amend-Traut, Anja wird in Frankfurt am Main für deutsche Rechtsgeschichte,
bürgerliches Recht, Zivilprozessrecht und Rechtsvergleichung habilitiert.
Haratsch, Andreas wird an der Fernuniversität Hagen zum Professor für deutsches
und europäisches Verfassungs- und Verwaltungsrecht ernannt.
Musil, Andreas wird in Potsdam zum Professor für öffentliches Recht, insbesondere
Verwaltungsrecht und Steuerrecht ernannt.
Rixen, Stephan wechselt von Köln nach Kassel.
Schlinker, Steffen wird in Würzburg für mittelalterliche und neuzeitliche
Rechtsgeschichte, bürgerliches Recht, Zivilprozessrecht und Kirchenrecht
habilitiert.
Spiecker gen. Döhmann, Indra, wird in Osnabrück habilitiert.
2007-09-07 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts
Deutschlands ist das Verbot der Veröffentlichung des Buches Heinrich Willes
über Uwe Barschel nicht verfassungswidrig.
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist ein
formularmäßiger Verzicht auf eine Kündigungsschutzklage ohne Gegenleistung
regelmäßig unwirksam (2 AZR 722/2006 6. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands hat ein nach
Wechsel des Studienfachs am Ende des siebten Semesters weitere Leistungen des
Bundesausbildungsförderungsgesetzes aus subjektiven Gründen nicht mehr
erhaltender Student wegen abstrakter Förderungsfähigkeit keinen Anspruch auf
Arbeitslosengeld II (14/7b AS 36/2006 R 6. September 2007).
Nach Entscheidungen des Landgerichts Saarbrücken sind alle Angeklagten im
Prozess um den verschwundenen fünfjährigen Pascal aus Mangel an Beweisen
freigesprochen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika sind Teile des Patriot Act verfassungswidrig.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika dürfen Klagen von Krankenversicherungen gegen Merck & Co. wegen des
Schmerzmittels Vioxx nicht in einer Sammelklage zusammengefasst werden.
Nach einer Entscheidung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
müssen Daimler-Chrysler wegen verspäteter Mitteilung des Rücktritts des
Aufsichtsratsvorsitzenden ein Bußgeld zahlen.
Nach Aussage Peter-Jürgen Boocks sollen Rolf Heißler und Stefan Wisniewski
Hanns-Martin Schleyer erschossen haben.
Radfahrer Jörg Jaksche soll vom Spiegel für Dopinggeständnisse 25000 Euro
erhalten haben.
2007-09-06 Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands
hat ein in einer sozialen Einrichtung lebender Arbeitsloser (z. B. eine
Siebenundzwanzigjährige) einen Anspruch auf Arbeitslosengeld II, wenn der
Einrichtungsalltag mit einer Erwerbsarbeit vereinbar ist (14/7b AS 16/2007 R 6.
September 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands darf ein Hartz
IV-Empfänger ein Kraftfahrzeug im Wert von bis zu 7500 Euro haben, ohne
deswegen Arbeitslosengeld II-Leistungen zu verlieren (14/7b AS 66/2006 R 6.
September 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands ist eine
Verletztenrente aus der gesetzlichen Unfallversicherung bei dem
Arbeitslosengeld II zu berücksichtigen (1b AS 15/2006 R 5. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I müssen Unicredit und
Hypo-Vereinsbank die Arbeit Thomas Heidels als eines besonderen Vertreters der
HVB-Minderheitsaktionäre zulassen.
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund ist ein Auslandsaufenthalt
eines jüdischen Verfolgten bis zum 31. Dezember 1949 bei der Berechnung der
Rentenzeit zu berücksichtigen (10 R 370/2005 24. April 2007).
Die Armee der Vereinigten Staaten von Amerika rügt wegen eines Massakers an 24
Zivilisten in Haditha/Irak einen General und zwei Offiziere.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika sind alle Vorwürfe gegen den Investmentbanker Frank Quattrone
aufgegeben.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Polens war die Festnahme des
ehemaligen Innenministers Kaczmarek rechtswidrig.
Nach einer Entscheidung der Europäischen Kommission darf SCA das
Haushaltshygienepapiergeschäfts Procter & Gambles übernehmen.
Ein zweiundfünzigjähriger Professor der Rechtswissenschaft in Hannover ist auf
Grund von Fluchtgefahr wegen des Verdachts der über ein Beratungsunternehmen
vermittelten Bestechlichkeit durch Studierende und Doktoranden (4100 Euro pro
Doktortitel bzw. sexuelles Entgegenkommen der Bestechenden, Gesamtschaden in 78
Fällen zwischen 1996 und 2005 rund 184000 Euro) verhaftet.
2007-09-05 Nach Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts
Deutschlands darf der Spielfilm des Westdeutschen Rundfunks über die
Contergan-Affäre im November 2007 ausgestrahlt werden (1 BvR 1223/2007 29.
August 2007 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands erhält eine Frau
Hinterbliebenenrente, wenn ihr wegen Selbstmordgefahr behandelter Ehemann aus
nicht aufklärbarer Ursache als Montagearbeiter von einem 40 Meter hohen
Arbeitsplatz zu Tode stürzt (2 U 28/2006 R 4. September 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist die
Verfassungsmäßigkeit der Kürzung der Pendlerpauschale Deutschlands ernstlich
zweifelhaft (VI B 42/2007 23. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann ein Importeur
von mit Antidumpingzöllen belasteten Waren nicht geltend machen, dass die
Antidumpingverordnung Welthandelsorganisationsrecht verletzt, wenn das
Exportland im Einfuhrzeitpunkt noch nicht Mitglied der Welthandelsorganisation
war (VII R 59/2005 12. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist für ein mit
Straßengrund fest verbundenes Toilettenhäuschen Grundsteuer zu zahlen (II R
68/2005 24. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind die Aufwendungen
einer unverheirateten Frau für künstliche Befruchtung eine außergewöhnliche
Belastung (III R 47/2005 10. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann der Diebstahl
eines Betriebspersonenkraftwagens bei einem Besuch einer Privatveranstaltung
nicht als Betriebsausgabe verbucht werden (XI R 60/2004 18. April 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle muss die Jade-Weser-Port
Realisierungs GmbH das Angebot der von ihr zunächst ausgewählten
Bietergemeinschaft um Hochtief vom Vergabeverfahren für das erste Baulos des
Container-Tiefwasserhafens JadeWeserPort ausschließen und das Angebot der
beschwerdeführenden Wettbewerberin neu werten (13 Verg 9/2007).
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichtshofs Hessen ist er für die
Entscheidung über die Klage der Betreiberin des Kernkraftwerks Biblis auf
Zustimmung des Bundesumweltministeriums zur Übertragung von Reststrommengen auf
das Werk Biblis A zuständig (6 A 883/2007 31. August 2007 u. a.).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Südafrikas ist ein 68jähriger
Deutscher wegen Atomtechnologieschmuggels nach Libyen zu drei Jahren Hausarrest
mit 18 Jahren Bewährung bei Übergabe seines Vermögens in Höhe von 3,4 Millionen
Euro verurteilt.
Das zuständige Gericht Iraks bestätigt das Todesurteil gegen Ali Hassan
al-Madschid.
Hochtief kauft Aurelis für 1,64 Milliarden Euro.
Mattel ruft erneut rund 800000 Spielwaren aus China wegen bleihaltiger Farbe
zurück.
Der Umweltminister Bayerns Werner Schnappauf wird Geschäftsführer des
Bundesverbands der deutschen Industrie.
† Kaiser, Günther 27. Dezember 1928-3. September 2007.
2007-09-04 Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts
Deutschlands hat eine vor dem 1. Januar 2005 erfolgte Ausweisung (z. B. eines
von Trier 1995 wegen verschiedener Vermögensstraftaten ausgewiesenen Franzosen)
auch nach Inkrafttreten des Einwanderungsgesetzes am 1. Januar 2005 Bestand (1
C 21/2007).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands müssen
Jahresendprämien der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik bei der
Ermittlung der Rente berücksichtigt werden (4 RS 4/2006 R 23. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Hessen ist die Entlassung
eines Personalleiters einer Gebietskrankenkasse wegen Zusage zu hoher Gehälter
und Anmietung zu teuerer Räume rechtswidrig, wenn der Unternehmensvorstand den
Handlungen zustimmt (1/12 Sa 389/2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart ist das von der Stadt
Stuttgart erlassene vollständige Berührungsverbot von Kontakttieren der
Ausstellung Land der Reptilien (z. B. Boa constrictor, Tigerpython, Alligator)
durch Besucher wegen Unverhältnismäßigkeit rechtswidrig (5 K 4687/2007 28.
August 2007).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Hof ist der Verkauf von Zahngold durch
Krematoriumsmitarbeiter in 600 Fällen zwar unanständig, aber nicht strafbar (3.
September 2007).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Österreichs ist Ioan Holender
vom Vorwurf der gefährlichen Drohung freigesprochen, weil seine Sätze als
unbedachte Unmutsäußerungen im Zorn eingestuft wurden.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Österreichs ist der ehemalige
Leiter eines Veranstaltungszentrums in Graz wegen Unzucht mit Unmündigen zu 30
Monaten teilbedingter Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Österreich wurde ein auf der
Flucht einen Polizisten durch Überrollen des Armes schwer verletzender Dieb zu
17 Monaten Haft verurteilt.
Nach Entscheidungen des zuständigen Gerichts der Schweiz sind vier Mitarbeiter
Skyguides wegen des Flugzeugzusammenstoßes von Überlingen zu Haftstrafen bis zu
12 Monaten mit Bewährung verurteilt.
Nach einer Entscheidung des obersten Gerichts Israels muss der Grenzzaun zu den
palästinensischen Gebieten bei Bilin auf einer Länge von 1,7 Kilometern verlegt
werden.
Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di und AGV Postdienste einigen sich (zu Lasten
kostengünstiger arbeitender Wettbewerber) auf Mindestlöhne für Postbedienstete
zwischen 8 und 9,80 Euro.
Craig Venter lässt sein Erbgut im Internet vollständig sequenzieren.
40 Millionen Deutsche haben einen Internetzugang.
Über das Vermögen des Möbelherstellers Flötotto ist ein Insolvenzverfahren
eröffnet.
2007-09-03 Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg
ist eine dem Käufer nicht bekannte zehntägige Kurzzulassung eines
Kraftfahrzeugs für einen Kraftfahrzeughändler kein Sachmangel des
Kraftfahrzeugs (4 U 68/2006).
Nach Entscheidungen der Landgerichte Memmingen, Ulm und Hanau darf ein noch
nicht beschaffbares Kraftfahrzeug (z. B. Alfa Romeo 8 C Competizione) nicht
ohne besonderen Hinweis auf diese Tatsache beworben werden (2 H O 1370/2007, 10
O 86/2007, 6 O 115/2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Hamburg ist ein konsekutiver,
mit Bachelor und Master abschließender, Ziffer 7. 1. 10 der
Verwaltungsvorschrift zum Bundesausbildungsförderungsgesetz entsprechender
Studiengang als einheitlicher Ausbildungsabschnitt im Sinne des
Bundesausbildungsförderungsgesetzes zu behandeln (8 E 1878/2007 7. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Münster kann auch ein nicht von
der gemeindlichen Straßenreinigung begünstigter Grundstückseigentümer von einer
Gemeinde (z. B. Borken) zur Zahlung eines Straßenreinigungszuschlags zur
Grundsteuer verpflichtet werden (9 K 1205/2006 29. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München kann ein Nichtbeachten einer
Gebrauchsanweisung (z. B. einer Kraftfahrzeugbatterie) zum Verlust eines
Ersatzanspruchs für dadurch verursachte Schäden führen (121 C 26450/2006 2.
März 2007).
Das Onlineausspähungen befürwortende Bundesinnenministerium Deutschlands zieht
seinen vor wenigen Tagen veröffentlichten, fast allgemein abgelehnten Vorschlag
der Senkung der Altersgrenze für den Erwerb großkalibriger Waffen von 21 auf 18
Jahren zurück.
Die Bundesregierung Deutschlands beschließt die Überführung des 2002
geschaffenen Verbrechens der gewerbsmäßigen oder bandenmäßigen
Steuerhinterziehung des § 370a AO als Regelbeispiele in die (einfache)
Steuerhinterziehung mit der Möglichkeit der Straffreiheit bei rechtzeitiger
Selbstanzeige.
Die Regierung Hessens beschließt ein Tariftreuegesetz, nach dem Bewerber um
öffentliche Aufträge im Wert von mehr als 50000 Euro die Bezahlung der
Mitarbeiter nach Tarifverträgen nachweisen müssen.
Die Truppen Großbritanniens verlassen Basra.
Gaz de France schließt sich mit Suez zum viertgrößten Energieanbieter zusammen.
Berthold Huber folgt Jürgen Peters als Vorsitzender der IG Metall nach.
2007-09-02 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs
Deutschlands ist die lebenslange Freiheitsstrafe des Todespflegers von
Sonthofen durch ein Urteil des Landgerichts Kempten rechtmäßig.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands wird das Wahlrecht
der Ehegatten für eine Getrenntveranlagung oder Zusammenveranlagung zur
Einkommensteuer in der Insolvenz eines Ehegatten durch den Insolvenzverwalter
bzw. Treuhänder ausgeübt und kann ein vorweggenommener Erlass des
familienrechtlichen Ausgleichsanspruchs bei Zusammenveranlagung insolvenzbeständig
sein (IX ZR 8/2006 24. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ändert sich der
Streitgegenstand nicht, wenn der Kläger seine Aktivlegitimation zunächst aus
einem Pfändungs- und Überweisungsbeschluss und später aus einer Abtretung der
Klageforderung herleitet (XI ZR 278/2006 8. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands schließt ein
Ausschluss der „Haftpflicht als Tierhalter“ die Einstandspflicht der
Versicherung auch außerhalb des § 833 BGB aus Anspruchsgrundlagen aus, auf
Grund derer sich der Versicherte gerade in seiner Eigenschaft als Tierhalter
Haftpflichtansprüchen ausgesetzt sieht (IV ZR 85/2005 25. April 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind bei Nichterreichbarkeit
eines Bereitschaftsrichters um die Mittagszeit eines Feiertags und Anordnung
einer Durchsuchung durch den Staatsanwalt die aufgefundenen Beweismittel
verwertbar, wenn eine gezielte Umgehung des Richtervorbehalts und eine
willkürliche Annahme von Gefahr im Verzug nicht erkennbar sind (1 StR 135/2007
25. April 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands liegt kein
Organisationsverschulden des Rechtsanwalts vor, wenn er den Schriftsatz am
letzten Tag der Frist in einzelnen Teilen diktiert und die Angestellte bei der
Zusammenstellung der Teile Schwierigkeiten bekommt (VIII ZB 40/2006 13. Februar
2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann ein
Geschäftsführer gemäß § 823 II BGB i. V. m. § 263 I StGB persönlich für den
Schaden einstehen müssen, der einem Arbeitnehmer durch die (teilweise)
Nichterfüllung seines erarbeiteten und nicht gesicherten Wertguthabens in der
Insolvenz entsteht (9 AZR 207/2006 13. Februar 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands verstößt eine
Gerichtsentscheidung, in der ein letztinstanzliches Gericht eine mögliche
Vorlage an den Europäischen Gerichtshof abgelehnt hat, nur dann gegen Art. 101
I 2 GG, wenn das Gericht den ihm in solchen Fällen notwendig zukommenden
Beurteilungsspielraum in unvertretbarer Weise überschritten hat.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm hat der in einer privaten
Rentenversicherung mitversicherte Ehepartner bzw. als Ehepartner
Beihilfeberechtigte einen Anspruch darauf, von dem getrennt lebenden Ehegatte,
der Versicherungsnehmer ist bzw. von dem sich die Beihilfeansprüche ableiten,
bevollmächtigt zu werden, Krankheitskosten eigenständig abrechnen zu dürfen (5
WF 9/2007 9. Februar 2007).’
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Hamburg begründet ein
möglicher Zeitverlust von wenigen Monaten nicht die Notwendigkeit einer
einstweiligen Anordnung auf vorläufige Neubewertung einer Examenshausarbeit der
ersten juristischen Staatsprüfung (3 Bs 270/2006 13. Februar 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln liegt eine
Aufsichtspflichtverletzung nicht vor, wenn sich ein zwei- bis dreijähriges Kind
von der Hand seines Vaters losreißt, vom Bürgersteig aus auf die Fahrbahn läuft
und der Vater sofort hinterher eilt, ohne den Unfall noch verhindern zu können
(9 S 15/2007 6. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Bayreuth hat die
Nationaldemokratische Partei Deutschlands wegen einer gleichzeitigen anderen
Veranstaltung keinen Anspruch auf Nutzung der Kongresshalle in Bamberg am 23.
September 2007.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Russlands in Kasan sind sieben
Männer wegen Ermordung des Journalisten Igor Domnikow zu teilweise lebenslanger
Haft verurteilt.
Bertelsmann legt einen Rechtsstreit mit dem Verband amerikanischer
Musikverleger wegen Beteiligung an Napster bei.
Nach einer Entscheidung der australischen Antidopingagentur ist Ian Thorpe
trotz eines auffälligen Testosteronbefundes vom Verdacht des Dopings
freigesprochen.
2007-09-01 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts
Deutschlands kann die Belegung der Äußerung Diese Verhandlung ist eine Farce
mit einer Ordnungsmaßnahme ohne vorherige Abmahnung unverhältnismäßig sein (1
BvR 3174/2006 13. April 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands bestimmt sich ein
geschuldeter Schallschutz nach dem Vertrag und kann der Besteller erwarten,
dass ein besserer Schallschutz geschaffen wird, wenn er ohne nennenswerten
Mehraufwand möglich ist (VII ZR 45/2006 14. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss der sich auf
die ihm günstige Beweislastumkehr gemäß § 476 BGB berufende Käufer (z. B. eines
Zuchtkaters) im Streitfall darlegen und beweisen, dass die für die Anwendung
dieser Vorschrift erforderlichen Voraussetzungen eines Verbrauchsgüterkaufs
nach § 474 BGB erfüllt sind (VIII ZR 110/2006 11. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist auch eine nach
Erlass des erstinstanzlichen Urteils eingetretene rechtsstaatswidrige
Verfahrensverzögerung nur auf Verfahrensrüge hin zu prüfen, wenn das Urteil
erneut zugestellt werden musste und der Revisionsführer dadurch die Möglichkeit
hatte, die ihm bekannte Verzögerung in der Frist des § 345 I StPO geltend zu
machen (2 StR 493/2006 20. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands entsteht die
Aufrechnungslage zwischen dem Vergütungsanspruch des Rechtsanwalts und dem
Anspruch des Mandanten auf Herausgabe eingezogener Gelder frühestens, wenn der
Rechtsanwalt das Geld in Empfang genommen hat (IX ZR 56/2006 14. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs ist bei einfach und zuverlässig
überprüfbarer Beauftragung eines Dritten mit der Registrierung eines Namens als
Internetadresse es für die Priorität der Registrierung gegenüber Gleichnamigen
bedeutungslos, wenn der Beauftragte den Domainnamen abredewidrig auf den
eigenen Namen statt auf den Namen des Auftraggebers hat registrieren lassen (I
ZR 59/2004 8. Februar 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands steht nach dem Tode
eines Ehegatten das Veranlagungswahlrecht seinen Erben zu und ist bis zur
Ermittlung des Erben getrennt zu veranlagen (III R 59/2006 21. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands besteht ein Anspruch
auf Kindergeld für ein verheiratetes Kind nur, wenn die Einkünfte des
Ehepartners für den vollständigen Unterhalt des Kindes nicht ausreichen, das
Kind nicht über eigene ausreichende Mittel verfügt und die Eltern deshalb
weiter für das Kind aufkommen müssen (III R 65/2006 19. April 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm kann eine Verzeihung eines
Pflichtteilsentziehungsgrunds formlos dadurch erfolgen, dass der Erblasser sich
zur Aufnahme eines Kredits (z. B. 80000 DM) zwecks Finanzierung von Umbauten am
Haus des Erblassers durch den Pflichtteilsberechtigten bereiterklärt (10 U
111/2006 22. Februar 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Dresden unterliegen Fragen zum
Vorliegen eines Mandatsverhältnisses dem Zeugnisverweigerungsrecht einer
Berufshelferin eines Rechtsanwalts (3 AR 5/2007 14. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Neumünster ist eine Vereinbarung eines
Internetnutzers über die Nutzung seines Accounts bei einem Internetauktionshaus
zwecks Umgehung der Sperrung eines anderen Accounts sittenwidrig, so dass der
aus diesem Geschäft erzielte Gewinn keinen ersatzfähigen Schaden darstellt (31
C 1338/2006 3. April 2007).
*Handbuch des internationalen Stiftungsrechts, hg. v. Richter, Andreas/Wachter,
Thomas, 2007
*Medicus, Dieter, Schuldrecht II Besonderer Teil, 14. A. 2007
*Der internationale Erbfall, hg. v. Flick/Piltz, 2. A. 2007
*Schmidt, Michael/Kahlen, Hermann, Wohnungseigentumsgesetz, 2007
*Hüffer, Uwe, Gesellschaftsrecht, 7. A. 2007
*Bohnert, Joachim, Ordnungswidrigkeitengesetz, 2. A: 2007
*Czychowski/Reinhardt, Michael, Wasserhaushaltsgesetz, 9. A. 2007
*Brühl, Albrecht/Sauer, Jürgen, Mein Recht auf Sozialleistungen, 20. A. 2007
2007-08-31 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts
Deutschlands ist die Rentenanpassung 2000 verfassungsgemäß (1 BvR 824/2003 26.
Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
Aussetzung der Rentenanpassung 2004 verfassungsgemäß (1 BvR 1247/2007 26. Juli
2007 u. a.)
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin darf eine Redaktion (z. B.
Klartext) eine Gegendarstellung (z. B. Peter-Michael Diestels) mit einer
wertenden Anmerkung versehen (9 U 12/2007 27. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster dürfen
potenzsteigernde Arzneimittel in Nordrhein-Westfalen nicht grundsätzlich von
der Beihilfe ausgeschlossen werden (6 A 2321/2006 31. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz sind für an
eine zentrale Radioanlage angeschlossene, individuell einstellbare
Lautsprechrer in Sonnenstudiokabinen Rundfunkgebhühren zu zahlen.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I ist eine
Zweiundfünzigjährige wegen Ablage von Bombenattrapen in Zügen zu 45 Monaten
Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hildesheim sind zwei ehemalige
Prokuristinnen des Geldtransportunternehmens Heros wegen Veruntreuung zu 45
bzw. 36 Monaten Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart darf der VfB
Stuttgart vorläufig wieder für den Anbieter von Sportwetten bwin werben (4 K
4440/2007 30. August 2007).
Die Bundesregierung Deutschlands untersagt durch Verordnung Rüstungsgeschäfte
mit dem Iran.
Haniel verdoppelt seine Beteiligung an Metro.
Das Bundesinstitut Deutschlands für Arzneimittel verbietet Hustenmittel mit dem
Wirkstoff Clobutinol.
Sachsens Finanzminister kündigt wegen der Krise der Sächsischen Landesbank
seinen Rücktritt an.
2007-08-30 Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts
Deutschlands ist die technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm auch bei einem
Baugenehmigungsverfahren für eine immissionsschutzrechtlich nicht
genehmigungsbedürftige Anlage (z. B. Windenergieanlage) als
Verwaltungsvorschrift auszulegen und anzuwenden (4 C 2/2007 29. August 2007).
Nach Entscheidungen des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands gilt eine durch eine
kleine dynamische Klausel einbezogene Tarifregelung bei einem
Teilbetriebsübergang mit Branchenwechsel fort (4 AZR 765/2006 29. August 2007
u. a.).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz kann eine
Internetforennutzerin von einem Internetforenbetreiber nicht die Unterlassung
der Veröffentlichung der auf Erfahrungen beruhenden Meinungsäußerungen (z. B.
Betrüger) eines anderen Internetforennutzerin verlangen.
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz kann eine Gemeinde
Investitionsaufwendungen für Regenüberlaufbecken bei einem
Mischwasserkanalsystem mit an das betreffende Land zu zahlenden Abgaben für
Schmutzwasser verrechnen, weil der durch Regenüberlaufbecken auch bei starken
Regen gewährleistete Zufluss von Schmutzwasser in die Kläranlage zu einer
Entlastung der Gewässer von Schadstoffen führe (7 A 10366/2007 17. August
2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main soll der Europäische
Gerichtshof über den Rechtsweg bei Urheberrechtsverletzungen durch eine
europäische Institution entscheiden (29. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Handelsgerichts Wien sind Schadensersatzklagen des
österreichischen Gewerkschaftsbunds und der Anteilsverwaltung gegen Helmut
Elsner, Zwettler, Weninger und Verzetnitsch abgewiesen.
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Innsbruck ist ein seinen Gegner von
einem Garagendach stoßender Bauarbeiter wegen vorsätzlicher schwerer
Körperverletzung zu 18 Monaten Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Österreichs ist ein wegen
Scheiterns bei einem Fortbildungskurs Ausbildungseinrichtungen mit dem Platzen einer Bombe drohender
Pensionist zu neun Monaten Haft mit Bewährung verurteilt.
Im Jahre 2006 haben in Deutschland zwei sog. große Lauschangriffe (wegen
Mordverdachts in Bayern und wegen Bestechungsverdachts in Berlin)
stattgefunden.
Ab 1. September 2007 können Verstöße gegen das Rauchverbot in öffentlichen
Verkehrsmitteln, auf Bahnhöfen und in Einrichtungen des Bundes mit Geldbußen
zwischen 5 und 1000 Euro belegt werden.
Im Jahre 2007 beträgt das Durchschnittseinkommen der Professoren in Hessen 82500 Euro, in Schleswig-Holstein
65902 Euro.
Als Folge seiner Verurteilung wegen Untreue hat Peter Hartz sein
Bundesverdienstkreuz zurückgegeben.
2007-08-29 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs
Deutschlands ist ein Freispruch zweier wegen Mordes und versuchter
Strafvereitelung Angeklagter durch das Landgericht Frankfurt am Main wegen
fehlerhafter Beweiswürdigung aufgehoben (2 St 284/2007 29. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Entscheidung des Landgerichts Dresden im Strafverfahren Ingolf Roßbergs vom 4.
September 2006 aufgehoben.
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands waren nach der
bis 31. Dezember 2002 geltenden Rechtslage der Bezug einer
Erwerbsunfähigkeitsrente und der anschließende Bezug von Krankengeld nicht
anwartschaftsbegründend für einen Arbeitslosengeldanspruch (7/7a AL 50/2006 R
28. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands können Wohnungskosten
wegen doppelter Haushaltsführung für eine Wohnung am Beschäftigungsort nur bis
zu einer Größe von 60 Quadratmetern und durchschnittlichen Standards steuerlich
geltend gemacht werden (VI R 10/2006 9. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist der vom
Arbeitgeber bezahlte Beitrag eines Rechtsanwalts zur
Berufshaftpflichtversicherung Arbeitslohn (VI R 64/2006 26. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind Erwerb,
Vermietung und Veräußerung von Flugzeugen gewerbliche Tätigkeit, wenn die Vermietung
mit dem Ankauf und Verkauf auf Grund eines einheitlichen Geschäftskonzepts
verbunden ist (IV R 49/2004 26. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands können Gagen für
kurzfristige Tätigkeiten ausländischer Models in Deutschland als Einkünfte aus
selbständiger Tätigkeit lohnsteuerfrei sein (VI R 5/2006 14. Juni 2007).
Nach Entscheidungen des Oberverwaltungsgerichts Münster können Empfehlung einer
Schule für die für ein Kind geeignete weiterführende Schule und Verpflichtung zur
Teilnahme an einem Prognoseunterricht unabhängig von einander angefochten
werden (19 B 689/2007 28. August 2007 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Koblenz muss ein Krankenhaus in
Koblenz wegen einer durch unsachgemäße Einlagerung nicht wieder einsetzbaren
Schädeldecke einem Patienten 3000 Euro Schmerzensgeld zahlen (10 O 50/2005 22.
August 2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Kassel hat Landrat Eichenlaub
aus Waldeck-Frankenberg keinen Anspruch auf achtzehnmonatigen Sonderurlaub
zwecks Aufnahme einer freiberuflichen Wirtschaftsberatertätigkeit in
Österreich.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Militärgerichts der Vereinigten Staaten
von Amerika ist Oberstleutnant Steven Jordan vom Vorwurf der Zulassung von
Grausamkeiten und Misshandlungen in Abu Ghoreib freigesprochen, aber des
Ungehorsams durch Aussagen schuldig.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist Senator Larry Craig wegen gestandener unzüchtiger Annäherung auf
einer Flughafentoilette zu 500 Dollar Geldstrafe verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Kanadas ist die Verurteilung
Steven Truscotts wegen Mordes im Jahre 1959 wegen Justizirrtums aufgehoben.
Nach einer Entscheidung des obersten Gerichtshofs Chiles ist der ehemalige
Leiter des Geheimdiensts Hugo Salas Wenzel wegen Menschenrechtsverletzungen zu
lebenslanger Haft verurteilt.
Die Bundesnetzagentur Deutschlands legt rechtsverbindlich die Regeln für den
Lieferantenwechsel im Gassektor ab August 2008 fest.
Das dritte Gesetz zur Verbesserung rehabilitierungsrechtlicher Vorschriften für
Opfer der politischen Verfolgung in der ehemaligen Deutschen Demokratischen
Republik ist in Kraft getreten
2007-08-28 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs
Deutschlands ist die Revision der Staatsanwaltschaft gegen die Freisprüche Hans Kremendahls und Uwe
Clees’ in Zusammenhang mit der Finanzierung des Wahlkampfs in Wuppertal
zurückgewiesen (3 StR 212/2007 28. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind die
Freisprüche der beiden älteren Brüder der ermordeten Deutschtürkin Hatun Sürücü
aufgehoben (5 StR 31/2007 28. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands kann eine
fehlerhafte Ausweisung eines Türken nicht durch nachträgliche Ersetzung der
fehlerhaften Verwaltungsvorschrift geheilt werden (1 C 47/2006 9. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg ist die Beschwerde
eines Stromnetzbetreibers wegen eingeschränkter Genehmigung seiner Netzentgelte
für Strom zurückgewiesen (Kart W 3/2006 28. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg darf die Stadtwerke
Oranienburg GmbH die Fernwärmeversorgung gegen unvollständiger Zahlungen
sperren (7 W 82/2007 27. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Cottbus ist die Mutter des
verhungerten sechsjährigen Dennis zu 13 Jahren, der Vater zu elf Jahren Haft
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Innsbruck haften die Söldener
Bergbahnen wegen des Hubschrauberunglücks vom 5. September 2005 nicht wegen
Pflichtverletzung, sondern nur aus Betriebsgefahr.
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Innsbruck ist ein Daten von Einbruchsopfern
einem verwandten Inhaber eines Sicherheitsunternehmens mitteilender Polizist
wegen Verletzung des Amtsgeheimnisses zu 1200 Euro Geldstrafe verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Niederlande ist eine
einstweilige Verfügung gegen den Zusammenschluss von Mittal und Arcelor
abgelehnt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Frankreichs kann François
Hollande nicht wegen eines Berichts über seine neue Partnerin die Einstellung
der Zeitschrift Closer verlangen, doch hat seine neue Partnerin Anspruch auf
15000 Euro wegen Verletzung der Privatsphäre.
Südkorea verspricht gegen Freilassung neunzehner Geiseln den Abzug seiner
Truppen aus Afghanistan.
In Südafrika soll ein Diamant mit etwa 7000 Karat (rund 1,5 Kilogramm) und der
Größe eines Fußballs gefunden worden sein.
Abdullah Gül wird mit 339 Stimmen zum Staatspräsidenten der Türkei gewählt.
Die Lokomotivführer der Deutschen Bahn AG werden tatsächlich einen eigenen
Tarifvertrag erhalten.
In Deutschland werden Rechtsanwaltskosten in 47 Prozent der Fälle von der
Partei bezahlt, in 35 Prozent von einer Rechtsschutzversicherung, in 8 Prozent
vom Staat und in 0,2 Prozent von gewerblichen Prozessfinanzierern.
2007-08-27 Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs
Baden-Württemberg darf der VfB Stuttgart vorerst nicht mehr für betandwin
werben (6 S 2020/2006 26. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Hessen sind Abschläge auf
Erwerbsminderungsrenten vor Vollendung des 60. Lebensjahrs durch die
Rentenversicherung rechtmäßig (5 R 228/2006 24. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Münster sind zwei Bundeswehrsoldaten
wegen Misshandlung Untergebener mit Haft bis zu 18 Monaten mit Bewährung und
Geldstrafe bestraft, zwei Bundeswehrangehörige freigesprochen.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Düsseldorf müssen hauptamtliche
Bürgermeister und Landräte ihre Vergütungen für Nebentätigkeiten in
Beratungsgremien und Aufsichtsgremien des RWE-Konzerns nicht an ihre Kommunen
abführen, weil der entsprechende Erlass des Innenministeriums
Nordrhein-Westfalens nichtig ist (26 K 1044/2007).
Nach einer Entscheidung des Bundeskartellamts Deutschlands darf Cargotec
Corporation wegen erheblicher Auswirkungen auf den Markt in Deutschland die CVS
Ferrari-Gruppe nicht übernehmen (24. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Österreichs ist die
Amtsenthebung Martin Hirners als Direktor der Arbeiterkammer Tirol bis zu einer
endgültigen Entscheidung nicht wirksam.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist die Ausweisung Manuel Noriegas rechtmäßig.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist ein früheres Mitglied des Ku-Klux-Klans wegen eines mehr als 40
Jahre zurückliegenden Doppelmords zu dreimal lebenslänglicher Haft verurteilt.
Justizminister Gonzales der Vereinigten Staaten von Amerika gibt sein Amt auf.
Die Journalistin Anna Politkowskaja soll von einer Bande unter ausländischer
Steuerung mit Beteiligung des Geheimdiensts Russlands ermordet worden sein.
Nach einer Entscheidung des deutschen Fußballbundes muss Trainer Christoph Daum
wegen Äußerungen über einen Schiedsrichter bei zwei Spielen auf der Tribüne
Platz nehmen und 10000 Euro zahlen.
2007-08-26 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs
Deutschlands ist im Fall des § 543 III 1 BGB (z. B. bei Schimmelpilzbefall
einer Mietwohnung) neben der Fristsetzung die Androhung der außerordentlichen
fristlosen Kündigung nicht erforderlich (VIII ZR 281/2006 13. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hält es der Senat
bei der Ablehnung eines zum Zweck der Prozessverschleppung gestellten
Beweisantrags für angezeigt, das objektive Kriterium, dass die zu erwartende
Verfahrensverzögerung zusätzlich wesentlich sein muss, deutlich restriktiver
auszulegen, wenn nicht sogar aufzugeben (1 StR 32/2007 9. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands müssen im
Kostenfestsetzungsverfahren die für die Festsetzung der beantragten Gebühren
maßgeblichen Tatsachen sich nicht ohne weitere Erhebungen aus der Gerichtsakte
ergeben oder unstreitig sein (III ZB 79/2006 4. April 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands haben kroatische
Versicherungszeiten keinen Einfluss auf die Höhe der deutschen Rente (XII ZB
168/2001 17. Januar 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands sind die
Verwaltungsgerichte auch nach dem Übergang der Zuständigkeit für
Sozialhilfesachen auf die Sozialgerichte für die Vollstreckung aus
verwaltungsgerichtlichen Titeln in Sozialhilfesachen zuständig (5 AV 1/2007 1.
März 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist eine
Teilkündigung eines Arbeitnehmers hinsichtlich der Aufgaben des
Datenschutzbeauftragten zulässig (9 AZR 612/2005 13. März 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main kommt für den
Kauf eines Teppichs in Verkaufsräumen eines Verkäufers in der Türkei durch
einen Deutschen bei Rücktritt vom Kaufvertrag türkisches Recht zu Anwendung (9
U 12/2007 22. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München ist eine gerichtliche
Erweiterung der gesetzlichen Zuständigkeiten eines Verwalters ohne sachliche
Notwendigkeit rechtswidrig (34 Wx 43/2007 11. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Saarbrücken gelten bei einer
Vermietung eines Festzelts die für Tiefbauarbeiten entwickelten Grundsätze auch
für die Befestigung eines Festzeltes mit 80 Zentimeter in die Erde getriebenen
Erdnägeln (4 U 437/2006 27. März 2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg darf eine
Aussage eines Betroffenen über die Häufigkeit von Cannabisverbrauchs ohne
vorherige Belehrung über das Schweigerecht zur Begründung einer
Fahrerlaubnisentziehung herangezogen werden (10 S 608/2007 16. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg ist es für den
unbestimmten Rechtsbegriff der unbilligen Härte aus persönlichen, finanziellen
Gründen im Allgemeinen unerheblich, worauf die finanzielle Leistungsunfähigkeit
beruht (2 ME 419/2007 29. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Schleswig-Holstein fällt die
Aktenversendungspauschale gemäß Nr. 9003 KV GKG nicht an, wenn die Akte in ein
Gerichtsfach oder in ein Gerichtsfach eines nahegelegenen anderen Gerichts
eingelegt wird (1 Ta 62/2006 9. Februar 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München muss der Vermieter den Mieter
nach Einbau isolierverglaster Fenster sachgerecht und genau auf die neuen
Anforderungen an dessen Heizverhalten und Lüftungsverhalten im veränderten
Raumklima hinweisen (31 S 14459/2006 8. März 2007).
Die Landesbank Baden-Württemberg übernimmt für möglicherweise 300 Millionen
Euro die in wirtschaftliche Schwierigkeiten geratene Landesbank Sachsen.
In Wachenroth in Mittelfranken werden 160000 Enten wegen des Verdachts auf
Vogelgrippe getötet.
Schulte-Noelle, Henning 65.
2007-08-25 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts
Deutschlands ist eine Verfassungsbeschwerde wegen § 27l BEEG mangels
Erschöpfung des Rechtswegs unzulässig (1 BvR 1075/2007 14. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine
Belegung des Telefaxempfangsgeräts des Bundesverfassungsgerichts durch andere
eingehende Sendungen ein gewöhnliches Ereignis, so dass auch noch nach 18.15
des letzten Tages einer Frist weitere Übertragungsversuche durchgeführt werden
müssen (2 BvR 359/2007 16. April 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein
Kapitalanlagevermittler Risiken nicht positiv abweichend von einem
Beteiligungsprospekt darstellen (III ZR 83/2006 12. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands müssen
Anlageberater und Prospekt einen Anlageinteressenten auf die eingeschränkte Möglichkeit der
Veräußerung eines Kommanditanteils an einem geschlossenen Immobilienfonds hinweisen
(III ZR 145/2006 12. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kommt eine
Leistungsfreiheit eines Versicherers wegen Verletzung einer Aufklärungspflicht
des Versicherten nicht in Betracht, wenn der Versicherer einen verschwiegenen
Vorschaden selbst reguliert hat (IV ZR 332/2005 11. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei einem
Vaterschaftsanfechtungsstreits des Kindes, der Mutter oder des rechtlichen
Vaters der mögliche biologische Vater nicht von Amts wegen beizuladen, kann
aber dem Rechtsstreit als unselbständiger Nebenintervenient beitreten und im
Namen der unterlegenen Hauptpartei Berufung einlegen (XII ZB 68/2004 4. Juli
2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der zur
Feststellung einer Abstammung die Einholung eines Sachverständigengutachtens
anordnende Beweisbeschluss weder mit einer Beschwerde noch mit einer Berufung
angefochten werden (XII ZB 199/2005 4. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann in einem
postmortalen Vaterschaftsanfechtungsverfahren der mögliche Erzeuger nicht als
Nebenintervenient mit dem Ziel der Abweisung der Klage teilnehmen und gegen die
stattgebende Entscheidung Beschwerde einlegen (XII ZB 224/2003 4. Juli 2007).
Nacheiner Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine
Aufklärungspflicht eines Kraftfahrzeugvermieters über die Erstattungsfähigkeit
eines Unfallersatztarifs zu bejahen, wenn der angebotene Unfallersatztarif
deutlich über dem Normaltarif liegt (XII ZR 53/2005 27. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf eine als wahr
unterstellte Beweistatsache nicht ohne Hinweis an den Angeklagten im Urteil als
erwiesen angesehen und zum Nachteil des Angeklagten verwertet werden (5 StR 198/2007
21. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind
Rückverweisungen des internationalen Privatrechts im Rahmen der objektiven
Anknüpfung nach Art. 10 I EGBGB auch dort zu beachten, wo ein fremdes
Kollisionsrecht diese auf Grund einer abweichenden Qualifikation der
Namensfrage ausspricht (z. B. Namensführung der geschiedenen türkischen Ehefrau
als Scheidungsfolge gemäß Art. 13 türkisches IPRG) (XII ZB 17/2004 20. Juni
2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands bedarf der Antrag
eines Ehegatten auf Anordnung der Teilungsversteigerung von Miteigentum an
einem Grundstück dann der Zustimmung des anderen Ehegatten, wenn der
betreffende Miteigentumsanteil das ganze Vermögen eines im gesetzlichen Güterstand
lebenden Ehegatten ist (V ZB 102/2006 14. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann auf eine
Prüfung, ob im Einzelfall besondere Leistungen bei der Vermietung eines
Ersatzkraftfahrzeugs an Unfallgeschädigte allgemein einen Aufschlag
rechtfertigen, nicht verzichtet werden (VI ZR 161/2006 12. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein Ehegatte
einer Zusammenveranlagung zur Einkommensteuer bei Vorliegen der Voraussetzungen
dann nicht zustimmen, wenn er hierdurch einer zusätzlichen steuerlichen
Belastung ausgesetzt wird, die er nicht zu tragen hat (XII ZR 250/2004 23. Mai
2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind Kontoauszüge
einer Bank irreführend, wenn bei der optisch hervorgehobenen Angabe des
Kontostands am Ende des Kontoauszugs nicht deutlich darauf hingewiesen wird,
dass darin auch noch nicht wertgestellte Beträge enthalten sein können, über
die bis zur Wertstellung noch nicht ohne Belastung mit Sollzinsen verfügt
werden kann (I ZR 87/2004 11. Januar 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands begründet eine
tatsächliche Schichtplangestaltung an Feiertagen nicht ohne Weiteres eine
betriebliche Übung (5 AZR 849/2006 13. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist eine nicht
im Tarifvertrag vorgesehene Zulage eines Arbeitgebers für Tagesarbeitsstunden
eine außertarifliche Zulage (5 AZR 41/2006 7. Februar 2007).
*Handbuch des Vereins- und Verbandsrechts, hg. v. Reichert, Bernhard, 11. A.
2007
*Meinel/Heym/Herms, Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz, 2007
*Redeker, Helmut, IT-Recht, 4. A. 2007
2007-08-24 Nach einer Entscheidung des Landgerichts Coburg kann ein
Versicherter bei (um mehr als 10 Prozent) falschen Angaben über die
Laufleistung seines gestohlenen Personenkraftwagens den Versicherungsschutz
verlieren (14 O 122/2007 23. März 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln ist die Benotung von Lehrern
durch Schüler auf der Internetseite spickmich.de als Werturteil grundsätzlich
rechtmäßig (28 O 333/2007 24. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Karlsruhe ist die Altersgrenze
der Vollendung des 45. Lebensjahrs am 31. Dezember 2004 für die Aufnahme als
Pflichtmitglied in die Versorgungsanstalt für Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte
Baden-Württembergs rechtmäßig (5 K 2394/2005 26. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Berlin hat eine im 34. Semester
evangelische Theologie studierende Studentin keinen Anspruch auf Weiterzahlung
der seit 1986 gewährten Waisenrente (6 R 2323/2007 31. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Innsbrucks ist ein
Wiederaufnahmeantrag Robert Hochstaffls abgelehnt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika muss British Airways wegen unerlaubter Absprachen über
Flugbenzinzuschläge in den Vereinigten Staaten von Amerika 300 Millionen Dollar
Strafe zahlen.
Nach Entscheidungen der zuständigen Gerichte Großbritanniens, der Europäischen
Kommission und der Kartellbehörde der Vereinigten Staaten von Amerika darf
Heidelberg Cement das Baustoffunternehmen Hanson für 14 Milliarden Euro
übernehmen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Pakistans darf der ehemalige
Premierminister Sharif in seine 1999 verlassene Heimat zurückkehren.
Der deutsche Fußballverband verlängert trotz eines besseren Angebots Nikes den
Ausrüstungsvertrag mit adidas.
In Malaysia wird der Tageszeitung Makkal Osai wegen einer Jesuskarikatur für
einen Monat die Lizenz entzogen.
Kai Schürholt, ehemaliger Pressesprecher des deutschen Brauerbundes und
Kandidat der Christlich Demokratischen Union für die Bürgermeisterwahl in
Landau, hat nicht promoviert, sondern sich zur Promotion nur angemeldet und
einen Gehirntumor möglicherweise nur angegeben.
Im zweiten Wahlgang der Präsidentenwahl der Türkei erhält Abdullah Gül 337 von
550 Stimmen.
Astronomen entdecken ein unerklärbares Nichts im Universum.
2007-08-23 Nach Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts
Deutschlands sind Feststellungsklagen ausländischer Getränkeimporteure gegen
Bundesländer Deutschlands wegen Pfanderhebungspflichten und
Rücknahmeverpflichtungen bei Einwegverpackungen zulässig (7 C 13/2006 23.
August 2008 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg kann ein nicht
hinreichend bestimmter Entscheidungstenor nicht Vollstreckungsgrundlage für
einen Bestrafungsantrag sein (5 W 23/2007 7. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München muss Boris Becker an den
Insolvenzverwalter des insolventen Internetportals Sportgate 114175 Euro (von
1,5 Millionen verlangten Euro) zahlen (19 U 1887/2004 19 U 1887/2004 23. August
2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Karlsruhe darf die Polizei bei
häuslicher Gewalt zum Schutz des Opfers einen Wohnungsverweis gegenüber dem
Täter nur so lange aussprechen, bis das Opfer Maßnahmen nach dem
Gewaltschutzgesetz bei dem Amtsgericht beantragen kann (6 K 2446/2007 16.
August 2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Münster darf die Stadt Gescher
Rottweiler mit der erhöhten Hundesteuer von 240 Euro veranschlagen (9 K
3426/2004 8. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Innsbruck ist eine einem
ermittelnden Polizisten die Türe auf den Fuß schlagende Geheimprostituierte
wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt durch Widersetzung gegen die
Feststellung der Personalien zu 360 Euro Geldstrafe verurteilt, obwohl der
unabhängige Verwaltungssenat den polizeilichen Fuß in der Haustüre als
Verletzung des Hausrechtes rügte.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Schwedens muss eine Raucherin
zum Schutz ihrer Nachbarn in ihrem Garten eine Nichtraucherzone einhalten.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika muss die Regierung zwei noch ausstehende Berichte zur Klimaerwärmung
nachreichen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Türkei sind auf eine Klage
des Freistaats Bayern Druck und Verkauf von Adolf Hitlers Mein Kampf in der
Türkei verboten.
Auf Grund der Steuererhöhungen verfügen die öffentlichen Haushalte Deutschlands
über einen Überschuss.
In München bedürfen Straßenmusiker ab Oktober für Auftritte an Sonntagen und
Feiertagen einer Sondernutzungserlaubnis und dürfen in der Fußgängerzone an erst
ab 15 Uhr beginnen.
Nach einer Entscheidung der Europäischen Kommission dürfen Fleisch und Milch
aus Großbritannien wieder ausgeführt werden.
Das Parlament Venezuelas billigt die Wiederwahl des Präsidenten ohne
Wiederholungsbegrenzung.
Der Verlust des Einzelhandels Deutschlands durch Kartenbetrug beträgt jährlich rund 40 Millionen Euro.
2007-08-22 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts
Deutschlands ist eine Beschwerde des Verlags M. DuMont Schauberg wegen der
Gratiszeitung 20 Minuten Köln des Schibsted-Verlags auf Grund deren Einstellung
nicht zur Entscheidung angenommen.
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands liegen bei einer
Fahrt mit dem Taxi zu und von einer Krankenbehandlung zwei getrennte
Beförderungsleistungen vor, wenn das Taxi während der Behandlung nicht wartet
(V R 18/2005 31. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands können
Wirtschaftsteilnehmer, die alle Maßnahmen treffen, die vernünftigerweise von
ihnen zur Verhinderung der Einbeziehung ihrer Umsätze in einen Betrug getroffen
werden können, auf die Rechtmäßigkeit der Umsätze vertrauen (V R 48/2004 19.
April 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist die von § 4 IVa
EStG geregelte Hinzurechnung betrieblicher Kreditzinsen bezogen auf die
einzelnen Gesellschafter vorzunehmen, wobei der Mindestabzug von derzeit 2050
Euro nur einmal für alle Gesellschafter insgesamt gewährt wird (IV R 72/2002
29. März 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands war die in
Berlin für Mai 2003 geplante Veranstaltung gegen die Militärintervention im
Irak und anderswo eine rechtmäßige Versammlung (6 C 22/2005 22. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern darf ein mit Billigangeboten
und Tiefpreisen werbender Diskothekenbetrieb zwecks Verhinderung von
Alkoholmissbrauch untersagt werden (22 CS 1796/2007 21. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz soll ein besonders
hohes Schulgeld für den Besuch einer Privatschule im Ausland nicht als
Sonderausgabe steuerlich zu berücksichtigen sein (2 K 1741/2006 11. Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hof ist der frühere Bankier Karl
Gerhard Schmidt (SchmidtBank) wegen schwerer Untreue zu einem Jahr Haft mit
Bewährung und Zahlung einer Auflage von 250000 Euro verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Mosbach muss Rupert Scholz zwei
geschädigten Kapitalanlegern aus Werbung für den Investmentfonds Master Star
Fund rund 35000 Euro zahlen.
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Leoben sind drei die Vergewaltigung
und Tötung einer Frau planende Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren zu
teilweise bedingter Haft zwischen 6 und 18 Monaten verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Südkoreas muss der Staat an
die Angehörigen achter vor 32 Jahren rechtswidrig hingerichteter Dissidenten
rund 19,2 Millionen Euro Schmerzensgeld leisten.
Nach einer Entscheidung des Bundeskartellamts Deutschlands kann Air Berlin
Belair übernehmen.
Der Multimilliardär Sam Zell kauft die Zeitungsgruppe Tribune (Chicago Tribune,
Los Angeles Times).
Tschechien führt (nach der Slowakei, Rumänien, Lettland und Litauen) einen
einheitlichen persönlichen Einkommensteuersatz (von 15 Prozent, ab 2009 12,5
Prozent) ein.
2007-08-21 Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs
ist die Vermittlung von Krediten auch dann von der Umsatzsteuer befreit, wenn
der Vermittler weder mit dem Kreditgeber noch mit dem Kreditnehmer in einem
Vertragsverhältnis steht und auch nicht in unmittelbaren Kontakt zu dem
Kreditgeber tritt (C-453/2005 21. Juni 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands kann bei nur
zehn Verhandlungsterminen in fünf Monaten eine siebzehnmonatige
Untersuchungshaft aufgehoben werden müssen (2 BvR 1609/2007 8. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main müssen
Unternehmen Fehler in der Rechungslegung auf Anordnung der Bundesanstalt für
Finanzdienstleistungsaufsicht veröffentlichen.
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz darf ein Antrag auf
Übernahme in das Beamtenverhältnis wegen Überschreitung der Altersgrenze
abgelehnt werden (2 A 10294/2007 10. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Hessen darf die Bundesagentur
für Arbeit arbeitslose, mit einem ärztlichen Beschäftigungsverbot belegte
Schwangere nicht auf das Krankengeld der Krankenversicherung verweisen und vom
Bezug des Arbeitslosengelds ausschließen, sondern muss als Ersatzarbeitgeber Mutterschutz
leisten (9 AL 35/2004 20. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Kassel ist eine den Kläger nur mit
einer Postfachadresse kennzeichnende Klage mangels ladungsfähiger Anschrift
unzulässig (3 K 1997/2005 26. April 2007),
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I sind zwei eine
Siebzehnjährige bei einem Drogenkauf mehrere Stunden festhaltende Frauen wegen
Freiheitsberaubung und versuchter Nötigung zu zwei Jahren Haft mit Bewährung
und zu regelmäßigen Drogentests verurteilt.
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Hannover darf die Spielbank
Niedersachsen ein Onlinecasino betreiben (10 A 1224/2007 20. August 2007 u.
a.).
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Hannover ist das Verbot des
Anbietens des Lottoblocks 6/49 an Kundenserviceterminals von Sparkassen ohne
Genehmigung des Landes Niedersachsen rechtmäßig (10 A 3139/2007 20. August 2007
u. a.).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Münster dürfen Wiederkäuerfette
enthaltende Mischfuttermittel im Kreis Warendorf an Wiederkäuer verfüttert
werden (6 K 1923/2005).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Frankreichs ist der Bruder der
Justizministerin (Rachida Dati) wegen Rauschgifthandels zu einem Jahr Haft ohne
Bewährung verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Australiens darf der
vorübergehend wegen Terrorverdachts festgenommene Arzt aus Indien
weiterarbeiten.
Der Deutsche Anwaltverein befürwortet die Beibehaltung der grundsätzlichen
Unzulässigkeit anwaltlicher Erfolgshonorare.
Bundespräsident Köhler unterschreibt das geänderte Zuwanderungsgesetz.
† Müller-Freienfels, Wolfram Konstanz 2. Juni 1916-Freiburg im Breisgau 19.
August 2007.
2007-08-20 Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs
Baden-Württemberg muss der bei dem Erwerb eines Grundstücks von einer Belastung
wissende Eigentümer die Kosten der Abfallentsorgung bis zur Höhe des
Verkehrswerts und der Mieteinnahmen tragen (10 S 1184/2004 3. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern ist eine inzwischen
trotz Verbots durchgeführte Versammlung zum Gedenken an Rudolf Heß verboten (24
CS 2063/2007 17. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz darf das Ruhegehalt
eines wegen Dienstunfähigkeit vorzeitig in den Ruhestand versetzten
Landesbeamten wegen regelmäßigen Einkommens als Fremdenführer gekürzt werden (2
A 10264/2007 10. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I erhält eine durch eine
Laseroperation Geschädigte wegen eines Behandlungsfehlers des Arztes – nach elf
Jahren – 30000 Euro Schmerzensgeld nebst 4 Prozent Zinsen (9 O 11447/1998).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund ist ein in den
Betriebsablauf eingebundener Tontechniker der Radio NRW GmbH Oberhausen ohne
eigenes Unternehmerrisiko sozialversicherungspflichtig (26 [25] R 48/2005 26.
Juli 2007).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München handelt ein sich auf eine
Einparkhilfe uneingeschränkt Verlassender fahrlässig (275 C 15658/2007 19. Juli
2007).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist Jose Padilla mit zwei weiteren Angeklagten wegen Unterstützung
einer Terrororganisation schuldig gesprochen.
Im Parlament der Türkei verfehlt Abdulla Gül im ersten Wahlgang als Kandidat
für das Präsidentenamt die erforderliche Zweidrittelmehrheit, wird aber im
dritten Wahlgang gewählt werden.
Die Regierungsparteien Deutschlands nehmen nach allgemeinen Protesten Abstand
von einer am Vortag angekündigten gesetzwidrigen Wahlkampfkostenerstattungserhöhung
um 20 Prozent als Ausgleich für den Mitgliederschwund (!).
Eine der Rosa-Luxemburg-Stiftung verbundene Stiftung kauft den Karl
Dietz-Verlag.
2007-08-19 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts
Deutschlands bedingt die Übung einer polizeilichen Vernehmung eines
Beschuldigten vor einer Vorführung weder einen Auftrag noch eine ausdrückliche
oder eindeutig stillschweigende Billigung einer Übersetzertätigkeit durch einen
Dolmetscher (2 BvR 189/2007 29. März 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands verletzt es
den Anspruch auf Rechtsschutzgleichheit (Art. 3 I i. V. m. Art. 20 III GG),
wenn Prozesskostenhilfe mangels Erfolgsaussicht verneint wird, obwohl die
zwischen den Beteiligten in einem sozialhilferechtlichen Verfahren streitige
Rechtsfrage in der höchstrichterlichen Rechtsprechung noch nicht entschieden
worden ist und die Vertretung durch einen Rechtsanwalt erforderlich scheint (1
BvR 955/2006 30. August 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands finden die Regeln
des § 3 II Nr. 2 VerbrKrG auch dann Anwendung, wenn das zur Kreditsicherung
vorgesehene Grundpfandrecht nicht bestellt oder nachträglich darauf verzichtet
worden ist (XI ZR 34=72005 24. April 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands beseitigt die
einseitige Erklärung eines der Urkundsbeamten die Beweiskraft des Protokolls
nicht, wenn damit die tatsächliche Grundlage für eine Verfahrensrüge entfällt
(3 StR 108/2007 11. April 2007).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands verletzt ein
Gericht seine Hinweispflicht aus § 139 II ZPO, wenn es ohne vorherigen Hinweis
eine Klage mangels Aktivlegitimation des Klägers abweist, nachdem es zuvor
durch eine Beweisaufnahme zu erkennen gegeben hat, dass es die Klage für
schlüssig hält (VIII ZR 19/2004 27. September 2006).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann, wenn ein
Gespräch allein zwischen Parteien stattgefunden hat, die für den Inhalt des
Gesprächs beweisbelastete Partei Beweis antreten, indem sie ihre eigene
Anhörung oder Vernehmung beantragt (3 AZN 1155/2006 22. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München darf bei gegenteiliger
Teilungserklärung die Eigentümergemeinschaft eine Mangelbeseitigung (z. B. an
Wohnungstüren) nicht gegen den Willen des betroffenen Wohnungseigentümers an
sich ziehen (32 Wx 30/2007 23. Mai 2007).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz gilt die
Aktenversendungspauschale für das Bußgeldverfahren nach § 107 V OWiG auch für
die Akteneinsicht eines Dritten und selbst dann, wenn die Aktenversendung nach
Rechtskraft des Bußgeldbescheids erfolgt (7 A 10110/2007 24. Mai 2007).
Nach einer Eilentscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main darf Xdream nicht
mehr behaupten, ein Blutwert Lothar Leders sei nur durch Manipulation
erreichbar.
Nach einem Vergleich vor dem Landgericht Hamburg darf Sylvia Schenk nicht mehr
behaupten, Olaf Schumacher habe 2004 gewisse Hinweise auf mögliches Doping ein es
deutschen Radfahrers verschwiegen.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Lübeck muss ein Omnibusfahrer einen
Fahrgast nur bei offensichtlicher Behinderung (z. B. Amputation, Blindheit)
bes