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o. Univ.-Prof. Dr. Gerhard Köbler |
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Universität Innsbruck |
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Tel. +43/512/507/8050 Fax +43/512/507/2826‚ 2840 |
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Gerhard.Koebler@uibk.ac.at |
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OLAF ist einsame
Spitze im Kampf gegen arme Lügner, dumme Schmierer, üble Fälscher, arge
Betrüger und ihr kollusives Umfeld.
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Im Milleniumsspiel lautet die Millionenfrage
… … … . …….?
und die Tausendeurofrage Warum
gibt es nicht mehr solche Professoren?
Was ist
Wann wird auch in den Sümpfen Recht
gegen Unrecht siegen?
Wo ergaunern gerissene Ganoven
gemeinschädliche Gefälligkeitsnetzwerke?
Wie teilen Lügner und Konsorten
selbstbedienend und betrügend?
Warum verliert eine Fakultät mit
schlechten Noten das Gesicht?
2005-12-31 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands können der
Kondiktionssperre nach § 817 S. 2 BGB ausnahmsweise (z. B. bei einem
Schenkkreis) der Grund und der Schutzzweck der Nichtigkeitssanktion (§ 138 I
BGB) entgegenstehen (III ZR 72/2005 10. November 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein
Geschäftsführer einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung unter einer
auflösenden Bedingung bestellt werden (II ZR 55/2004 24. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann die
Entscheidung des selbstnutzenden Wohnungseigentümers, die rechtliche und
wirtschaftliche Stellung eines Eigentümers statt eines Mieters zu wählen, in
der Rückabwicklungssituation nicht übergangen werden, indem der ihm
zuzurechnende Nutzungsvorteil aus der (ortsüblichen) Miete berechnet wird (VII
ZR 325/2003 6. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein Miterbe an
der Verfügung über ein Nachlassgrundstück (z. B. Veräußerung) mitwirken (IV ZR
82/2004 28. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist Schadensersatz
wegen schuldhaft verweigerter Wiedereinstellung tarifbegünstigt zu versteuern
(XI R 46/2004 6. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln begründet eine acht Tage
nach dem Verlust eines mit 42000 DM versicherten Ringes erfolgende Anzeige
wegen Obliegenheitsverletzung die Leistungsfreiheit des Versicherers (9 U
175/2004 14. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart kann die Anbringung
eines gekreuzten Klebebandes vor einem Kühlregal eines Supermarkts durch eine
Umweltschutzorganisation ein gerechtfertigter Eingriff in den Gewerbebetrieb
sein (2 U 60/2005 15. September 2005).
Nach Entscheidungen des Oberlandesgerichts Hamm kann bei Überschreitung der
zulässigen Höchstgeschwindigkeit mit einem Mercedes Sprinter je nach den
Umständen ein unvermeidbarer oder ein vermeidbarer Verbotsirrtum vorliegen (1
SS OWi 272/2005 22. August 2005, 1 SS OWi 402/2005 21. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Bonn ist eine unzutreffende Weitergabe
von Testurteilen nicht ohne Weiteres bedingt vorsätzlich erfolgt (12 O 33/2005
12. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankenthal kann der Inhaber der
Domain guenstig.de nicht die domain günstig.de verhindern (2 HK O 55/2005 29.
September 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Freiburg darf eine Bank keine
Rechtsberatung für ein eine Testamentsvollstreckung anordnendes Testament
durchführen (10 O 37/2005 28. Oktober 2005).
Kallwass, Wolfgang, Privatrecht, 18. A. 2006
Dreier, Thomas/Schulze, Gernot, Urheberrechtsgesetz, 2. A. 2006
Haas, Helmut, Körperschaftsteuer, 8. A. 2006
Roxin, Claus, Strafrecht Allgemeiner Teil Band 1, 4. A. 2006
Beck’sches IFRS-Handbuch, 2. A. 2006
2005-12-30 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands gelten die
Grundsätze für die Bemessung des Vergütungsanspruchs eines Pflichtverteidigers
für besonders umfangreiche oder besonders schwierige Verfahren auch für die
Bewilligung eines angemessenen Vorschusses (2 BvR 896/2005 23. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein
Schadensersatzanspruch aus § 823 II BGB, § 399 I Nr. 4 AktG nicht darauf
gestützt werden, dass im Fall eines Unterbleibens einer Registereintragung
gemäß § 189 AktG ein Anspruch auf Rückabwicklung eines Zeichnungsvorvertrags
entstanden wäre (II ZR 380/2003 26. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist in den Fällen
des § 1374 II BGB bei der Ermittlung des Anfangs- und Endvermögens ein
bestehendes Leibrentenversprechen zu berücksichtigen (XII ZR 209/2002 7.
September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands zählen zur
ruhegehaltsfähigen Dienstzeit nach § 1587a II Nr. 1 BGB auch Ausbildungs- und
sonstige nach den §§ 11, 12 BeamtVG zu berücksichtigende Zeiten (XII ZB 21/1999
20. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts scheidet die
Festsetzung eines Rückgriffsanspruchs gegen den Erben eines Betreuten nach
Vergütung des Betreuers aus der Staatskasse nicht allein deshalb aus, weil dem
Betreuten auch Sozialhilfe gewährt wurde und der Sozialhilfeträger den Erben
auf Ersatz der Sozialhilfekosten in Anspruch nimmt (3 Z BR 192/2004 3. März
2005).
Nach Entscheidungen des Kammergerichts Berlin ist ein noch nicht vollzogener
Arrest nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens aufzuheben (5 Ws 299-307/2005 6.
Juli 2005 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München ist die Erteilung einer
Prokura durch eine Partnerschaftsgesellschaft nicht zulässig und kann nicht im
Partnerschaftsregister eingetragen werden (31 Wx 60/2005 5. September 2005).
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichtshofs München ist der
Landesjustizminister zur Errichtung und Aufhebung amtsgerichtlicher
Zweigstellen (z. B. in Füssen) ermächtigt und hat dabei ein weites, nur durch
das Willkürverbot begrenztes Organisationsermessen (20 N 1221/2005 28. Juni
2005 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Hamburg ist eine seit
dreieinhalb Jahren mit zwei Kindern in einem Studentenheim wohnende Studentin
nicht vorübergehend vom Haushalt der Eltern abwesend (9 K 255/2005 11. Mai
2005).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Berlin ist ein sog. Eineurojob ein
privatrechtliches Beschäftigungsverhältnis eigener Art und der Hilfebedürftige
eine arbeitnehmerähnliche Person (75 Ca 10146/2005 25. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Düsseldorf dürfen Arbeitsagenturen
und Sozialämter bei der Überprüfung der Hilfsbedürftigkeit von Antragstellern
nicht Nachbarn befragen (35 AS 343/2005 ER).
2005-12-29 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs kann der Inhaber einer Marke
(z. B. Colgate Palmolive) nicht einer im Rahmen des Zollverfahrens erfolgten
bloßen Verbringung von mit der Marke versehenen Originalmarkenwaren in die
Gemeinschaft widersprechen, die nicht schon vorher von ihm oder mit seiner
Zustimmung in der Gemeinschaft in den Verkehr gebracht worden sind (C-405/2003
18. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein schmaler
und kurzer Stichweg siebener kleingärtnerisch genutzter Grundstücke keine
gemeinschaftliche Einrichtung, die allein geeignet ist, den Gärten den
Charakter einer Kleingartenanlage zu verleihen (III ZR 31/2005 27. Oktober
2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein einfacher
Streitgenosse mit einer allein von ihm eingelegten Beschwerde gegen eine
Rechtswegverweisung nicht die Überprüfung einer Entscheidung bezüglich der
anderen Streitgenossen erreichen (III ZB 66/2005 27. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein
Steuerberater auf ein mit der ungewissen Beurteilung einer Rechtslage
verbundenes Risiko hinweisen (IX ZR 127/2004 20. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss eine
Berufungsbegründung ein auf mehrere rechtliche Erwägungen gestütztes Urteil in
allen Punkten angreifen (VI ZB 81/2004 18. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein
Berufungsgericht eine Berufungsschrift nicht im Interesse des Berufungsführers
unmittelbar nach Eingang prüfen (VIII ZB 125/2004 5. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands bedarf eine
wesentliche Veränderung einer gemeldeten Diensterfindung bei Veränderung der
Anteile von Miterfindern der erneuten Meldung (X ZR 26/2003 5. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat eine
nachträgliche mündliche Individualvereinbarung auch vor Schriftformklauseln in
Formularverträgen über langfristige Geschäftsraummietverhältnisse Vorrang (XII
ZR 312/2002 21. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann eine rechtswidrig
erworbene Droge tauglicher Gegenstand eines Eigentumsdelikts sein (3 StR
295/2005 20. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands wird ein Anspruch
aus ergänzendem wettbewerbsrechtlichem Leistungsschutz nicht durch Schutz für
ein nicht eingetragenes Gemeinschaftsgeschmacksmuster ausgeschlossen (I ZR
151/2002 15. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg gefährdet die
unzureichende Fähigkeit zur Anhaltung von schulpflichtigen Kindern zur
Teilnahme an der allgemeinen Schulausbildung das Kindeswohl (9 UF 68/2005 14.
Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln kann ein ökologischen Anbau
betreibender Landwirt nicht einen herkömmlichen Landbau betreibenden Landwirt
als Richter wegen Befangenheit ablehnen (23 WLw 9/2005 27. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs München ist die
Versteigerung apothekenpflichtiger Arzneimittel im Internet ein Verstoß gegen §
43 I 2 AMG (25 CS 1427/2005 10. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main begründen eine
Anfrage bezüglich einer Hotelreservierung und eine daraufhin erfolgende
Reservierungsbestätigung (ohne Vereinbarung eines Zimmerpreises) einen
Beherbergungsvertrag (2/1 S 52/2004 18. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Frankfurt am Main kann ein Versicherer
bereits bei Anzeichen für einen Versicherungsbetrug vom Versicherten seine
Versicherungsleistung zurückverlangen (32 C 266/2005-48).
Nach einer Entscheidung des obersten Gerichts der Türkei ist die Regierung für
die Entscheidung über die Verfolgung einer Verunglimpfung der türkischen Nation
(z. B. durch Orhan Pamuk) zuständig.
Der Basiszinssatz Deutschlands steigt am 1. Januar 2006 von 1,17 Prozent auf 1,37
Prozent.
Der deutsche Aktienindex steigt auf 5458 Punkte.
Doc Morris steigert 2005 den Umsatz auf 150 Millionen Euro.
Hilton Hotels Corp. übernimmt nach 40 Jahren für rund 4,8 Milliarden Euro
(wieder) die Hotels der Hilton Group Plc.
Die Stadt Wien schreibt für alle nach dem 1. Januar 2006 geborenen Hunde eine
Haftpflichtversicherung mit einer Mindestdeckungssumme von 730000 Euro vor.
Hwang Woo Suk hat alle Ergebnisse seiner Stammzellenstudie gefälscht.
2005-12-28 Nach
einer Entscheidung des Landgerichts Karlsruhe muss der im Versandhandel
bestellende und sein Widerrufsrecht wahrnehmende Verbraucher die Kosten der
Rücksendung der Ware nicht tragen.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Koblenz sind fünf Angehörige der
Kameradschaft Westerwald zu Freiheitsstrafen und einer Geldstrafe verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Münster sind Anklagen wegen
Misshandlung von Rekruten zum Teil zugelassen.
Nach einer Einigung mit der zuständigen Staatsanwaltschaft zahlt Ajax Amsterdam
500000 Euro Geldstrafe wegen Steuerhinterziehung.
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Deutschlands darf Spar in
Linz an Sonntagen nur auf 13 Prozent seiner Verkaufsfläche öffnen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Usbekistans sind elf Angehörige
der Sicherheitskräfte wegen ihres Verhaltens bei Unruhen mit mehr als 700 Toten
zu Haftstrafen bis zu elf Jahren verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Innenministers Bayerns ist der Verein
Multi-Kultur-Haus verboten und sein Zentrum in Neu-Ulm geschlossen.
DaimlerChrysler verkaufen MTU an EQT.
Wegen eines Softwareproblems muss die Agentur für Arbeit Deutschlands rund 300
Millionen Euro Schaden hinnehmen.
Die Zahl der Bewohner Islands wird demnächst 300000 überschreiten.
Jürgen Chrobog ist mit seiner Familie im Jemen entführt.
Das (auf Meter genaue) Navigationssystem Galileo Europas wird in einer Höhe von
23000 Kilometern getestet.
Der deutsche Aktienindex erreicht 5447 Punkte.
2005-12-27 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands kann eine
Demonstration auf einem Weihnachtsmarkt wegen der dortigen höheren Gefährdung
der Sicherheit verboten werden (1 BvQ 35/2005).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz muss der
Polizeischutz eines Hausmitbewohners (z. B. eines Staatsanwalts) hingenommen
werden (12 A 10951/2004).
Nach Entscheidungen des zuständigen Gerichts Kuweits sind sechs Angeklagte
wegen Verbindungen zu Al Quaida zum Tod verurteilt und sieben Angeklagte
freigesprochen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Chinas ist Tian Fengshan wegen
Bestechlichkeit zu lebenslanger Haft verurteilt.
Die Vereinigten Staaten von Amerika beschließen Sanktionen gegen Lieferanten
des Iran.
Douglas will durch Thalia Gondrom übernehmen.
Gruner + Jahr will die Magazine Burdas in Kroatien, Serbien/Montenegro und
Slowenien übernehmen.
Nordrhein-Westfalen will die Strompreiserhöhungen RWEs mit Einschränkungen
genehmigen.
Proton Holdings Bhd. verkauft MV Agusta S. p. A. für einen Euro an Gevi S. p.
A.
Die arabischen Staaten bilden ein gemeinsames Parlament (ohne Befugnisse).
Die Ergebnisse der Maßnahmen von Hartz I bis III werden als ungenügend
beurteilt.
Die Marke Spar wird überwiegend durch die Marke Edeka ersetzt.
2005-12-26 Die
Vollversammlung der Vereinten Nationen beschließt eine Ausgabenbeschränkung von
950 Millionen Dollar für die kommenden sechs Monate.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands benachteiligt eine
zeitanteilige Schönheitsreparaturverpflichtung mit Möglichkeit der Wahl zwischen
Kostenbeteilung und tatsächlicher Ausführung in einer allgemeinen
Mietvertragsbedingung den Mieter nicht unangemessen (VIII ZR 77/2003 26. Mai
2004).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands berechtigt ein
vertragswidriges Verhalten grundsätzlich nicht ohne weiteres zur fristlosen
Kündigung (z. B. eines Mietverwaltungsvertrags) (XI ZR 288/2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt können bei jahrelanger
Zahlung des Pachtzinses in Kenntnis der gleichzeitigen Zulassung eines anderen
Wettbewerbers die Minderungsansprüche und Schadensersatzansprüche eines
gewerblichen Pächters verwirkt sein (11 U 27/2003 15. November 2004).
Nach einer Entscheidung des Sportgerichts des deutschen Fußballbunds muss
Dynamo Dresden wegen unzureichenden Ordnungsdiensts 20000 Euro Geldbuße zahlen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist das Schulamt Tonganoxie wegen nicht unterbundener
Persönlichkeitsverletzungen des angeblich homosexuellen Schülers Dylan Theno zu
440000 Dollar Entschädigung verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist das den Verkauf gewaltverherrlichender Computerspiele untersagende
Gesetz Kaliforniens wegen Einschränkung der Freiheit suspendiert.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Ägyptens ist Ayman Nur wegen
Vorlage einer gefälschten Unterschriftenliste zu fünf Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Libyens sind die Verurteilungen
eines Arztes und fünfer Krankenschwestern zur Todesstrafe wegen angeblicher
vorsätzlicher Infizierung von Kindern mit Aids durch Blutübertragungen
aufgehoben.
Nach einer Entscheidung des obersten Gerichtshofs Chiles ist Augusto Pinochet
verhandlungsfähig.
Microsoft und Google beenden ihren Rechtsstreit um die Dienste des von
Microsoft zu Google gewechselten Kai-Fu Lee.
2005-12-25 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann eine allgemeine
Geschäftsbedingung eines Flüssiggaslieferanten bei einseitiger Wahrung der
Interessen des Unternehmens rechtswidrig sein (VIII ZR 38/2005 21. September
2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf müssen
Wohnungseigentümer unter dem Tagesordnungspunkt Hausgeldabrechnung nicht mit
einem Beschluss über die Beschränkung der Belastung eines einzigen Hauses einer
Mehrhausanlage mit Aufzugskosten rechnen (I-3 Wx 79/2005 28. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln bedarf der Beschluss über
den Anschluss an eine Fernheizung statt der bisherigen Ölheizung nicht in jedem
Fall der Einstimmigkeit der Wohnungseigentümer (2 Wx 18/2004 21. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz genügt bei einem
Mietvertrag die Unterzeichnung durch Vertreter einer Kommanditgesellschaft ohne
weiteren Zusatz oder mit dem Zusatz ppa. (1 W 10/2005 28. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Neuruppin kann der Austausch einer
freistehenden Küche und Badewanne durch eine Einbauküche und Einbaubadewanne
wegen der stärkeren Geräuschübertragung Minderungsansprüche des Nachbarmieters
begründen (42 C 263/2004 12. November 2004).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Wetzlar müssen Mieter die Beseitigung
von Mietsachmängeln durch nicht ausreichen qualifizierte Hilfskräfte nicht
annehmen, sondern können ihrerseits unter Umständen die Zahlung eines
Vorschusses verlangen (38 C 2034/2004 11. August 2005).
Georg Bitter wechselt von Bonn nach Mannheim.
Markus Kaltenborn wechselt von Bonn nach Siegen.
Sebastian Müller-Franken wechselt von Passau nach Münster.
Martin Schermaier wechselt von Bonn nach Münster.
2005-12-24 Nach
einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle genügt in einem Reisekatalog
bei Betroffenheit eines ganzen Ortes von Baulärm ein allgemeiner Hinweis
hierauf in der allgemeinen Ortsbeschreibung (11 U 268/2004).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm muss einer behaupteten
gesundheitlichen Beeinträchtigung einer von einem durch
Eigentümerversammlungsbeschluss festgelegten Hundehaltungsverbot betroffenen
Miteigentümerin durch nähere Ermittlungen nachgegangen werden (15 W 507/2004
24. Februar 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist eine Vereinbarung einer
Anzahlung von 20 Prozent auf den Reisepreis nicht rechtswidrig (16 U 12/2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München ist ein
Wohnungseigentümer zur Anfechtung von Beschlüssen zur ergänzenden Tagesordnung
wegen Einberufungsmangels berechtigt (34 Wx 76/2005 19. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Tübingen kann ein Reisender im Ausland
einen dort geschlossenen Kaufvertrag nach deutschem Recht widerrufen, wenn der
Reiseveranstalter enge Beziehungen zu örtlichen Geschäften unterhält und dort
entsprechende Verkaufsveranstaltungen durchführt (5 O 45/2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg scheidet eine stillschweigende
Änderung des Verhältnisses von Nettomiete zu Betriebskosten auch bei einmal
erfolgter Änderung der Mietstruktur aus (311 S 4/2005 10. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Duisburg besteht ein Anspruch auf
Entschädigung wegen vergeudeten Urlaubs infolge verspäteten Abflugs in den
Urlaub nur, wenn die Abflugzeit im Reisevertrag festgelegt ist (53 C
5163/2004).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Duisburg hat ein Reisender bei
Sturmschäden an einem als feinsandig beschriebenen Stand einen
Rückerstattungsanspruch (z. B. von 20 Prozent) (35 C 210/2004).
Robert Freitag wird in Bayreuth für bürgerliches Recht, internationales
Privatrecht, internationales Verfahrensrecht, Rechtsvergleichung, deutsches
Handelsrecht, deutsches Gesellschaftsrecht, europäisches Handelsrecht und
europäisches Gesellschaftsrecht habilitiert.
Harald Sippel wird in Bayreuth für bürgerliches Recht, Rechtsvergleichung, internationales
Privatrecht, neuere Rechtsgeschichte und Rechtssoziologie habilitiert.
Reimann, Mathias/Zekoll, Joachim, Introduction to German Law, 2. A. 2006
Hacks, Susanne/Ring, Ameli/Böhm, Peter, Schmerzensgeldbeträge (2006), 24. A.
2006
Wandtke/Bullinger, Urheberrecht, 2. A. 2006
Hüttenbrink, Jost, Sozialhilfe und Arbeitslosengeld II, 9. A. 2005
Hauck, Friedrich/Helml, Ewald, Arbeitsgerichtsgesetz, 3. A. 2006
Eine frohe Weihnacht!
2005-12-23 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands darf ein
vorläufiges Berufsverbot wegen des Grundrechts der Berufsfreiheit vor Abschluss
eines Strafverfahrens nur unter engen Voraussetzungen verhängt werden (2 BvR
673/2005 15. Dezember 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands darf eine
ältere (z. B. 1992 rund 70000 DM zusprechende) Entscheidung nicht mehr
vollstreckt werden, wenn sie nach neuerer Rechtsprechung des
Bundesverfassungsgerichts zur Auslegung eines unbestimmten Rechtsbegriffs (z.
B. zum Bürgschaftsrecht) verfassungswidrig wäre (1 BvR 1905/2002 6. Dezember
2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine
lebenslange Haftstrafe eines Mannes wegen Ermordung einer Zehnjährigen
bestätigt (2 StR 474/2005 7. Dezember 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands muss im Streit
um einen Aufhebungsvertrag für ein Arbeitsverhältnis der Arbeitgeber dem
Arbeitnehmer nur Entlohnung fortbezahlen, wenn der Arbeitnehmer weiterhin
Arbeitsbereitschaft zeigt (5 AZR 19/2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands können Ehegatten
nicht auf die Eigenheimzulage für ein Erstobjekt zu Gunsten einer Förderung für
ein neues Objekt verzichten (IX R 74/2003 7. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Nürnberg sind bei der
Festsetzung des Gegenstandswerts eines Verfahrens zur Ersetzung der Zustimmung
des Betriebsrats die wirtschaftliche Bedeutung und die Besonderheiten des
Falles angemessen zu berücksichtigen (9 Ta 137/2005 21. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I müssen Intertainment GmbH
und Intertainment AG 10 Millionen Euro Kredit an die HypoVereinsbank AG
zurückzahlen (3 HK O 17547/2005 22. Dezember 2005).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Stuttgart ist Walter Döring wegen
uneidlicher Falschaussage vor dem Flowtex-Untersuchungsausschuss zu neun
Monaten Haft mit Bewährung und einer Geldauflage von 20000 Euro verurteilt.
In Niedersachen übernehmen zwei Fachsenate des Oberverwaltungsgerichts die
Aufgaben des niedersächsischen Disziplinarhofes.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika muss WalMart rund 116000 Mitarbeitern rund 172 Millionen Dollar
Schadensersatz wegen Verweigerung angemessener Mittagspausen zahlen.
Die Arbeitsgemeinschaft deutscher Rundfunkanstalten verlangt (und erhält) von
Bavaria außergerichtlich 2,5 Millionen Euro Schadensersatz wegen
Schleichwerbung.
In Italien tritt das Gesetz zur Wiedereinführung des Verhältniswahlrechts in
Kraft.
2005-12-22 Der Europäische
Gerichtshof für Menschenrechte fordert die Türkei auf, umgehend das
Eigentumsrecht der griechisch-stämmigen Zyprioten im Nordteil Zyperns zu achten
und ein Entschädigungsverfahren einzurichten.
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands muss bei der
Abschiebung eines ausländischen Vaters die familiäre Bindung an sein in
Deutschland lebendes Kind (zweiwöchentliches Besuchsrecht) angemessen
berücksichtigt werden (2 BvR 1001/2004 8. Dezember 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands bleiben nach den §§
104 I 2, 105 I 3 SGB VII bei einem Geschädigten die Ansprüche gegen den ihn
schädigenden Unternehmer bzw. Mitbeschäftigten, die wegen vorsätzlicher
Schädigung oder wegen eines Schadensfalls auf einem versicherten Weg von der
Haftungsbeschränkung nicht erfasst werden, und ist ein Unfall auf einem
Hotelparkplatz ein Arbeitsunfall, wenn sich die Beteiligten wegen eines
Putzauftrags ihres Arbeitgebers auf dem Hotelparkplatz befunden haben (VI ZR
334/2004 25. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann bei der
Ermittlung des geldwerten Vorteils eines einem Arbeitnehmer verbilligt
überlassenen Kraftfahrzeugs der übliche Marktpreis für Gebrauchtwagen verwendet
werden (VI R 84/2004 17. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Braunschweig hat die neue kurze
Verjährungsfrist von drei Jahren bei Anlegern der Göttinger Gruppe erst mit
Kenntnisnahme von zwei Grundsatzurteilen des Bundesgerichtshofs Deutschlands
vom März und Juli 2005 zu laufen begonnen.
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Nürnberg ist eine
Kündigungsschutzklage eines Arbeitnehmers grundsätzlich nachträglich
zuzulassen, wenn der Arbeitnehmer urlaubsbedingt weniger als sechs Wochen im
Ausland war (6 Ta 136/2005 5. November 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I ist die Entlastung des
Aufsichtsrats der Hypovereinsbank durch die Hauptversammlung am 12. Mai 2005
nichtig (5 HK O 9885/2005).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Düsseldorf muss sich ein gekündigter
Arbeitnehmer auch bei längeren Kündigungsfristen erst drei Monate vor dem Ende
des Beschäftigungsverhältnisses bei der Agentur für Arbeit melden (25 AL
344/2004 18. November 2005).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Kambodschas ist Sam Rainsy
wegen Verleumdung des Ministerpräsidenten und anderer zu 18 Monaten Haft
verurteilt.
Matthias Ruete wird Leiter der Generaldirektion für Verkehr und Energie der
Europäischen Kommission.
Der seit 8 Monaten ohne richterliche Entscheidung auf dem Flughafen München
festgehaltene Burhan Zangan ist von der zuständigen Verwaltungsbehörde in sein
Herkunftsland ausgewiesen.
Der Internationale Währungsfonds erlässt 19 armen Ländern 3,3 Milliarden Dollar
Schulden.
Nach einer Entscheidung der Europäischen Kommission darf Oracle Siebel Systems
übernehmen.
Nach einer Entscheidung der Europäischen Kommission darf die deutsche Lufthansa
Eurowings und Germanwings übernehmen.
Der Senat der Vereinigten Staaten von Amerika lehnt Ölbohrungen in einem
Naturschutzgebiet Alaskas ab.
2005-12-21 Als
Folge der von den Medien als glänzend beurteilten Vermittlungsstrategie Angela
Merkels erhöht sich der Nettobeitrag Deutschlands zum Haushalt der Europäischen
Union für die Jahre von 2007 bis 2013 stark (glänzend).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist eine Anmeldepflicht
für Kaufverträge über Freizeitwohnsitze von Ausländern in Tirol
europarechtswidrig.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind die
Freisprüche des Mannesmannprozesses (gegen Esser, Ackermann, Zwickel u. a.)
aufgehoben, weil eine nachträgliche Sonderzahlung ohne erkennbaren Nutzen für
das Unternehmen eine treupflichtwidrige Schädigung des anvertrauten Gesellschaftsvermögens
ist (3 StR 470/2004).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands hat ein
unternehmerisch tätiger, einen Teil eines gemeinschaftlich errichteten Gebäudes
ausschließlich für seine unternehmerischen Zwecke (z. B. als Arbeitszimmer)
verwendender Ehegatte ein Recht auf anteiligen Vorsteuerabzug aus den bezogenen
Bauleistungen, soweit der seinem Unternehmen zugeordnete Anteil am Gebäude
seinen Miteigentumsanteil nicht übersteigt (V R 40/2001 6. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist eine Veräußerung
mehrerer Baugrundstücke durch einen Landwirt kein gewerblicher
Grundstückshandel (IV R 38/2003 8. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist die Besteuerung
von Einkünften aus Kapitalvermögen nicht verfassungswidrig (VIII R 90/2004 7.
September 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart ist ein früheres
Vorstandsmitglied der kurdischen PKK wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen
Vereinigung zu 18 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main ist die
Anfechtungsklage Leo Kirchs gegen die Beschlüsse der Hauptversammlung der
Deutschen Bank des Jahres 2003 abgewiesen (3-09 O 98/2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Osnabrück kann ein nichtgewerblicher
Verkäufer seine Gewährleistungspflichten grundsätzlich durch Vereinbarung
ausschließen (12 S 555/2005 25. November 2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Karlsruhe dürfen Urnen nicht
wegen Erleichterung des Besuchs der Grabstätte umgebettet werden (11 K
1007/2005).
Der zu lebenslanger Haft verurteilte Libanese Mohammed Ali Hamadi ist nach 19
Jahren Haft entlassen.
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichts Russlands ist die Abschaffung
der Volkswahl der Gouverneure verfassungsgemäß.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist Intelligent Design (Lehre von der Erschaffung des Lebens durch ein
intelligentes Wesen) keine wissenschaftliche Alternative zur Evolutionstheorie.
Premiere verliert die Übertragungsrechte für Spiele der Fußballbundesliga
Deutschlands an Unity Media.
Das Parlament der Niederlande verbietet das Tragen der Burka Afghanistans in
der Öffentlichkeit.
† Charles Edmund de Chapeaurouge 3. Juli 1812-Hamburg 19. Dezember 2005.
† Renate Käppler Wiesbaden 4. Januar 1950-Berlin 18. Dezember 2005.
2005-12-20 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist eine
Reiseorganisationsleistung für Auslandsaufenthalte von Schülern und Studenten
wie eine Leistung eines Reisebüros oder Reiseveranstalters zu besteuern
(C-200/2004 13. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
Regelung des Transsexuellengesetzes über den Verlust des geänderten (z. B.
weiblichen) Vornamens (z. B. eines in eine Frau umgewandelten Mannes) bei
Eheschließung (z. B. mit einer lesbischen Frau) verfassungswidrig (1 BvL 3/2003
6. Dezember 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands übt der
geschäftsführende Gesellschafter einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung
eine selbständige wirtschaftliche Tätigkeit aus und begründet die Tätigkeit
eines geschäftsführenden Alleingesellschafters einer Gesellschaft mit
beschränkter Haftung bei Insolvenz ein Regelinsolvenzverfahren, kein
Verbraucherinsolvenzverfahren (IX ZB 55/2004 22. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands bemisst sich der
Streitwert im Verfahren gegen einen Kindergeldaufhebungsbescheid nur nach dem
umstrittenen Kindergeldbetrag, nicht nach mittelbaren Auswirkungen bezüglich
der Kindergelder weiterer Kinder (III S 20/2005 20. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg ist das
Nichtversperren einer Eingangstüre mit Glasfenster im Versicherungsrecht grob
fahrlässig.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Augsburg ist Jürgen Maßmann wegen
Steuerhinterziehung und Untreue zu 30 Monaten Haft verurteilt.
Arnold Schwarzenegger entzieht Graz Rechte zur Verwertung seines Namens und
kommt damit der Umbenennung des Arnold-Schwarzenegger-Stadions zuvor.
In Deutschland bestehen rund 24500 katholische Kirchengebäude, von denen
demnächst 700 anderen Zwecken dienen sollen.
2004 wurden in Deutschland 28674 gestohlene Kraftfahrzeuge durch Versicherungen
ersetzt.
† Friedhelm Hilterhaus 24. August 1928-Leverkusen 10. Dezember 2005.
2005-12-19 Nach
Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs hat die Europäische Kommission
rechtmäßig rechtswidrige Beihilfen Italiens in der Bankumstrukturierung der
neunziger Jahre zurückgefordert (C-66/2002 15. Dezember u. a.).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs darf ein
Arbeitnehmervertreter (z. B. in Dänemark) Unternehmensinformationen nur bei
Unerlässlichkeit an einen Vorsitzenden der Arbeitnehmerorganisation weitergeben
(C-384/2005 22. November 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann die Form des
Porsche Boxster als dreidimensionale Marke eingetragen werden (I ZB 33/2004 15.
Dezember 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist eine
Erhöhung der Pflichtstundenzahl für angestellte Lehrer (z. B. der Sonderschulen
Nordrhein-Westfalens) rechtmäßig (6 AZR 227/2005 15. Dezember 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands ist das Skifahren
in einer Betriebssportgemeinschaft mangels zeitlichen und örtlichen Bezugs zur
versicherten Tätigkeit kein Betriebssport und damit nicht gesetzlich
unfallversichert (B 2U 29/2004 R).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands können Einnahmen
eines angestellten Chefarzts aus wahlärztlichen Leistungen ohne
Unternehmerrisiko und Unternehmerentscheidung lohnsteuerpflichtiger Arbeitslohn
sein (VI R 152/2001 5. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist auch eine von
einem Diskjockey mittels Mischpults, Plattentellers und CD-Players hergestellte
Sendung ein Konzert mit Umsatzsteuerermäßigung (V R 50/2004 18. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist die Ablösung
eines Darlehens für Herstellungskosten eines Vermietungsobjekts durch eine
Lebensversicherung ein marktgerechtes Konzept, so dass es nicht die Überprüfung
der Einkünfteerzielungsabsicht rechtfertigt (IX R 15/2004 19. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin hat ein Strafgefangener
keinen Anspruch auf einen Christbaum in der Zelle (5 Ws 654/2004 Vollz).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Brandenburg soll der Europäische
Gerichtshof über die Umsatzsteuerfreiheit selbständiger Kreditvermittler
entscheiden (1 K 692/2005 23. November 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I ist Ladislav Niznansky vom
Vorwurf des Mordes an 164 Zivilisten in der Slowakei 1945 mangels Beweises
freigesprochen.
Im Tarifstreit um die Arbeitszeit von Ärzten in Hamburg einigen sich die
Tarifpartner auf ein neues Arbeitszeitmodell.
RAD erwirbt von Eon Degussaaktien für 2,8 Milliarden Euro.
Die Regierungen Österreichs und Ungarns halten am 20. Dezember 2005 ihre erste
gemeinsame Sitzung seit 1918 ab.
Der Richter des größten Finanzstrafprozesses Tirols ist wegen naher Kenntnis
eines Angeklagten befangen.
Ab 2006 erhält ein Au-pair-Mädchen in Deutschland 260 Euro monatlich
Taschengeld.
2005-12-18 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist die Ordnungsgemäßheit der
Zustellung eines verfahrenseinleitenden Schriftstücks an einen Beklagten, der
sich auf das Verfahren nicht eingelassen hat, bei Vertragsstaaten des EuGVÜ
grundsätzlich ausschließlich nach den Bestimmungen dieses Übereinkommens zu
beurteilen (C-522/2003 13. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands verlangt
der Schutz des Eigentums vom Ermittlungsrichter und dem Rechtsmittelgericht,
dass sie die tatsächlichen Grundlagen einer Arrestanordnung selbst ermitteln
und ihre rechtliche Auffassung unabhängig von der Exekutive gewinnen und
begründen und findet die pauschale Annahme eines Vermögensvorteils auch bei
einem Organ einer durch eine Tat begünstigten Gesellschaft in § 73 I, III StGB
keine Stütze (2 BvR 1378/2004 3. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands steht die Einrede
nach § 529 II BGB nicht dem Rückforderungsanspruch an sich, sondern nur dessen
gegenwärtiger Durchsetzung entgegen (X ZR 51/2003 6. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf eine
Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus nur angeordnet werden, wenn
eine Wahrscheinlichkeit höheren Grades neuerlicher schwerer Störungen des
Rechtsfriedens zumindest im Bereich der mittleren Kriminalität besteht (4 StR
223/2005 28. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands hat ein
Satzungsgeber die Pflicht zur Überprüfung der sachlichen Richtigkeit einer
Gefährlichkeitsliste von Hundesrassen (10 B 34/2005 28. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands gilt für seit
dem 1. Januar 2002 abgeschlossene Arbeitsverträge ein Verweis auf den jeweils
gültigen Tarifvertrag auch dann weiter, wenn das Unternehmen dem Tarifvertrag
nicht mehr unterliegt (Gleichstellungsabrede) (4 AZR 536/2004).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin ist der Zeitpunkt der
Bestellung des Rechtsanwalts bei Bestellung eines Pflichtverteidigers der
Zeitpunkt der Unterzeichnung der diesbezüglichen Verfügung durch den
Vorsitzenden (3 Ws 383/2005 13. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Dresden ist die
Unterschiedlichkeit der Entscheidung einer Frage durch zwei verschiedene
Instanzgerichte kein Indiz für eine schwierige Rechtslage (2 Ss 173/2005 1.
Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist bei
Bekanntgabe des vorgesehenen Abschlusses des Darlehensvertrags und Mitwirkung
am Zustandekommen durch Unterzeichnung der Kontoeröffnungsvollmacht von einer
Duldungsvollmacht für das Treuhänderhandeln auszugehen (23 U 143/2004 13. April
2005).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika bleibt der Patentschutz für Lipitor zu Gunsten Pfizer Inc. bis 2011
aufrecht.
Hessen lehnt die Genehmigung höherer Strompreise ab.
Die Rhön-Klinikum AG übernimmt die Klinik Gießen/Marburg.
Die Europäische Kommission anerkennt Mazedonien als Beitrittskandidat.
Die deutsche Geisel Susanne Osthof ist (wohl gegen Lösegeld) im Irak
freigelassen.
2005-12-17 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei Klarheit über
Autorschaft und Zweckbestimmung ein großzügiger Maßstab an die Unterschrift
eines Rechtsanwalts anzulegen (II ZB 4/2005 17. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands haftet ein
Anlagenbetreiber nach § 2I 1 HPflG Dritten für alle Wirkungen der von einer
Rohrleitungsanlage ausgegangenen Flüssigkeiten auch soweit der Schaden auf der
Beschaffenheit des Transportguts beruht (z. B. Schäden durch Aushärten eines
dem Wasser zugefügten Spezialbindemittels (III ZR 346/2004 13. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine geladene
Schreckschusswaffe mit nach vorn austretendem Explosionsdruck eine Schusswaffe
nach § 30a II Nr. 2 BtMG (2 StR 298/2005 12. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein
Mitverschulden der Mandantschaft bei Nichteinlegung einer Berufung gegenüber
dem Verschulden des Rechtsanwalts zu verneinen sein (IX ZR 111/2002 6. Oktober
2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs besteht zwischen der
Wortbildmarke coccodrillo und der ein Krokodil enthaltenden Bildmarke für
Bekleidungsstücke keine Verwechslungsgefahr, wenn dem Bildbestandteil nur
untergeordnete Bedeutung zukommt (I ZB 40/2003 22. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei
Unkenntnis über die Person des Vermieters nach dem Tod des bisherigen
Vermieters die Nichtzahlung von Miete vom Mieter nicht zu vertreten (VIII ZR
24/2005 7. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands braucht ein
Soldat einen Befehl nicht zu befolgen, wenn er sich auf den Schutz der Gewissensfreiheit
berufen kann (2 WD 12/2004 21. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle ist eine bereits in der
Ehe angelegte nacheheliche Gehaltsentwicklung in die Unterhaltsberechnung
einzubeziehen (15 UF 222/2004 12. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt kommt ein infolge
einer neuen Ehe höheres Arbeitslosengeld nicht dem Ehegatten der früheren Ehe
zugute (5 WF 146/2005 6. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Nürnberg besteht kein
Herausgabeanspruch hinsichtlich eines einem Ehegatten zuzuweisenden, von diesem
durch verbotene Eigenmacht an sich gebrachten Haushaltsgegenstandes (7 UF
382/2005 5. August 2005).
Handbuch des Vorstandsrechts, hg. v. Fleischer, Holger, 2006
Hefermehl, Wolfgang/Köhler, Helmut/Bornkamm, Joachim, Wettbewerbsrecht, 24. A.
2006
Lange, Paul, Marken- und Kennzeichenrecht, 2006
Prechtel, Günter, Erfolgreiche Taktik im Zivilprozess, 3. A. 2006
Eichele, Karl/Hirtz, Bernd/Oberheim, Rainer, Handbuch Berufung im Zivilprozess,
2006
Hay, Peter, Law of the United States, 2. A. 2005
2005-12-16 Nach
einer Entscheidung des Gerichts erster Instanz der europäischen Gemeinschaften
ist eine Entscheidung der Europäischen Kommission zur Fernsehberichterstattung
zu sportlichen Großereignissen in Großbritannien (keine ausschließliche
Übertragung durch pay-TV) europarechtswidrig und nichtig (T-33/2001 15.
Dezember 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands darf eine
gesetzliche Krankenversicherung einen lebensbedrohlich Erkrankten bei nicht
ganz entfernt liegender Aussicht auf Heilung oder spürbare positive Einwirkung
auf den Krankheitsverlauf und Fehlen einer allgemein anerkannten, medizinischem
Standard entsprechenden Behandlung nicht von der Leistung einer von ihm
gewählten, ärztlich angewandten Behandlungsmethode ausschließen (1 BvR 347/1998
6. Dezember 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat ein
Theaterbetreiber wegen der Unwahrscheinlichkeit des Eintritts von Gehörschäden
keine Verkehrssicherungspflicht zur Warnung von Zuschauern vor Schreckschüssen
in einer Theateraufführung (VI ZR 332/2004 8. November 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands darf eine Klage
eines Arbeitgebers wegen Nichteinhaltung der Kündigungsfrist des Arbeitnehmers
auch außerhalb der Kündigungsfrist des § 4 KSchG erhoben werden (2 AZR 148/2005
15. Dezember 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands darf nach Sinn
und Zweck des § 9 I MuSchG auch nach einer medizinisch indizierten vorzeitigen
Beendigung der Schwangerschaft einer Frau nicht vor Ablauf von vier Monaten
gekündigt werden (2 AZR 462/2004 15. Dezember 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist die soziale
Auswahl bei einer betriebsbedingten Kündigung auch dann auf den betreffenden
Betrieb beschränkt, wenn der Arbeitgeber nach dem Arbeitsvertrag den
Arbeitnehmer auch in einen anderen Betrieb versetzen könnte (6 AZR 199/2005 15.
Dezember 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands hat ein
Arbeitnehmer bei vorübergehender Übertragung einer anderen höherwertigen
Tätigkeit keinen Anspruch auf eine bessere Eingruppierung, sondern nur auf eine
persönliche Zulage (4 AZR 474/2004 14. Dezember 2005).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Brandenburgs darf entgegen
dem Wortlaut des insofern verfassungswidrigen Schulgesetzes Brandenburgs auch
eine Weltanschauungsgemeinschaft (z. B. Humanistischer Verband) an Schulen
Werteunterricht erteilen.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe bleibt Ernst Zündel
wegen Fluchtgefahr in Haft (3 Ws 506/2005 14. Dezember 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München ist die Erhebung einer
pauschalen Urheberrechtsabgabe von 12 Euro auf jeden Personal Computer (Fujitsu
Siemens’) rechtmäßig.
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz muss ein
Arbeitgeber nicht die Kosten eines Seminars über Abmahnung (z. B. 946 Euro) für
einen Betriebsrat tragen, deren Kenntnis für die Tätigkeit im Betriebsrat nicht
benötigt wird.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Stuttgart ist ein 25 Samuraiamokläufer
wegen religiösen Wahns in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Frankfurt muss eine bei einem
Flugzeugbordverkauf einen 500-DM-Geldschein in Zahlung nehmende Stewardess den
dadurch entstehenden Schaden ersetzen und kann die entsprechende Lohnkürzung
nicht erfolgreich angreifen (1 Ca 3602/2005).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Frankfurt rechtfertigt eine eine
Operation erfordernde Tätlichkeit eines Arbeitnehmers (z. B. eines
Gepäckfahrers auf dem Frankfurter Flughafen) eine fristlose Kündigung ohne
vorherige Abmahnung (1 Ca 2236/2005).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Regensburg muss der Landesbischof
Bayerns für den Fall der Nichtrückversetzung des Pfarrerehepaars Haußner auf
seine alte Pfarrstelle 10000 Euro Zwangsgeld zahlen.
Nach einer Entscheidung des Bundessortenamts Deutschlands sind drei
gentechnisch veränderte Maissorten der Linie MON 810 zugelassen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Niederlande ist ein
Dolmetscher wegen Weitergabe von Geheimdienstkenntnissen an die Hofstad-Gruppe
zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt.
† Karl August Bettermann 4. August 1913-Hamburg 11. Dezember2005
† Friedrich Vogel Hahnenknoop 2. Juni 1929-9. Dezember 2005
† Friedrich Ebel Göttingen 18. Juli 1944-Berlin 11. Dezember 2005
2005-12-15 Der
Bundestag Deutschlands beschließt die Abschaffung der Eigenheimzulage, reiner
Steuersparfonds und weiterer Steuervergünstigungen.
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist ein
Bußgeld für einen ohne Meistertitel ein Handwerk betreibenden Zimmerergesellen
verfassungswidrig (BvR 1730/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein trotz
freiwilliger schriftlicher Sperre in einem Casino spielen Dürfender unter
Umständen sein verspieltes Geld (wegen mangelhafter Aufsicht) zurückverlangen
(III ZR 65/2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein
Grundstückseigentümer nicht aus Gewissensgründen die Unterlassung des Baus von
Hochsitzen auf seinem Grundstück verhindern (III ZR 10/2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Verurteilung Claus Cremers wegen Volksverhetzung durch Angriff auf die
Menschenwürde von Juden rechtmäßig (4 StR 283/2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist eine
Weiterleitung vorformulierter Erklärungen zum Schutz vor Scientology an
Unternehmen durch Hamburg rechtswidrig (7 C 20/2004).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist die
Ausgleichszahlung eines Arbeitgebers bei einem Wechsel zu einer anderen
umlagefinanzierten Zusatzversorgungskasse kein steuerpflichtiger Arbeitslohn
(VI R 148/1998).
Die Bundesregierung Deutschlands beschließt das elektronische Handelsregister,
Genossenschaftsregister und Unternehmensregister (14. Dezember 2005).
Der Landtag Baden-Württembergs beschließt Studiengebühren.
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichts Spaniens sind Standesämter zur
Vollziehung von Ehen gleichgeschlechtlicher Partner verpflichtet.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika hat Altria Group nicht rechtswidrig für leichte Zigaretten geworben und
ist deshalb nicht zu 10,1 Milliarden Dollar Schadensersatz verpflichtet.
Das Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten von Amerika billigt ein Gesetz
zum Verbot von Folter und grausamer unmenschlicher oder entwürdigender
Behandlung von Gefangenen in amerikanischem Gewahrsam.
2005-12-14 Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist die
Klage der Aktionsgemeinschaft Recht und Eigentum e. V. auf Nichtigerklärung
einer Entscheidung der Kommission über die Genehmigung staatlicher Beihilfen im
Zusammenhang mit dem Ausgleichsleistungsgesetz von 1994 mangels unmittelbarer
Betroffenheit unzulässig (C-78/2003 P 13. Dezember 2005).
Nach Entscheidungen des Gerichts erster Instanz der europäischen Gemeinschaften
haftet die Europäische Gemeinschaft (nur) grundsätzlich für den von ihren
Organen auch durch rechtmäßige Maßnahmen verursachten außergewöhnlichen und
besonderen Schaden (T-69/2000 u. a.).
Nach Entscheidungen des Gerichts erster Instanz der europäischen Gemeinschaften
ist die Untersagung der Fusion von General Electric und Honeywell rechtmäßig
(T-209/2001 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands entfällt das
Rechtsschutzinteresse an einer gerichtlichen Entscheidung über die
Rechtmäßigkeit einer Haft nicht mit der Beendigung der Haft (2 BvR 1514/2003
23. November 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist die Überlassung
von Wohnraum an einen Arbeitnehmer innerhalb der Mietpreisspanne des örtlichen
Mietspiegels kein steuerpflichtiger geldwerter Vorteil (IX R 10/2005 17. August
2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann der Betreiber
einer Tankstelle Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer auch dann nicht
unbegrenzt als Betriebsausgabe geltend machen, wenn er seine Tätigkeit in
zeitlicher Hinsicht überwiegend dort ausübt, weil Mittelpunkt der beruflichen
Tätigkeit bei einem Tankstellenbetreiber die betriebene Tankstelle ist (bzw.
sein muss) (XI R 87/2003 6. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz kann sich die
Arbeitsverwaltung bei einem Anspruch auf Beitragserstattung nach unrichtiger
Einstufung durch die Arbeitsverwaltung nicht auf Verjährung berufen, wenn bei
der Betriebsprüfung unzulässig nur Stichproben durchgeführt wurden (1 AL 5/2005
28. August 2005).
RTL muss wegen Nichttrennung von redaktionellen Inhalten und Werbung in der
Sendung Nutella 45000 Euro Buße zahlen.
177 der 614 Abgeordneten des Bundestags Deutschlands sind Mitglied einer
Gewerkschaft.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Italiens ist Juventus Turin
von dem Verdacht des Dopings von Spielern freigesprochen.
Der Senat Italiens stimmt den Wahlrechtsänderungen in Richtung auf das Verhältniswahlrecht
zu.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Indonesiens ist der
Vorsitzende der nationalen Wahlkommission wegen Korruption zu 7 Jahren haft
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Venezuelas ist Carlos Ortega
wegen zivilen Aufstands und Anstiftung zu Verbrechen bei einem Generalstreik zu
rund 16 Jahren Haft verurteilt.
2005-12-13 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs verletzt ein Verbot einer
Eintragung einer Verschmelzung zweier Gesellschaften in ein Handelsregister
wegen Fehlens eines Sitzes einer Gesellschaft im Inland durch einen
Mitgliedstaat (z. B. Deutschland) die Niederlassungsfreiheit (C-411/2003).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs verletzt das (grundsätzliche)
Verbot der Anrechnung der Verluste von Auslandstöchtern eines Unternehmens im
Inland die Niederlassungsfreiheit, wenn die Muttergesellschaft nachweisen kann,
dass die steuerliche Berücksichtigung der Verluste im Staat des Sitzes der
Tochtergesellschaft nicht möglich ist (C-446/2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
Ersetzung der Einwilligung des leiblichen Vaters zu einer Adoption eines Kindes
durch den Stiefvater nur zulässig, wenn die Adoption für das Kind einen so
erheblichen Vorteil hat, dass ein verständig sorgender Elter nicht auf Erhalt
des Verwandtschaftsbands bestehen würde (1 BvR 1444/2001 29. November 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands haftet ein neu in
eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts eintretender Gesellschafter für die ihm
bekannten (oder auch nur leicht erkennbaren) Altschulden mit seinem gesamten
Vermögen (II ZR 283/2003 12. Dezember 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein an einem
Tag mehrfach Fahrerflucht nach Kraftfahrzeugunfällen begehender Versicherter
die Unfallschäden nur teilweise bezahlen und die Selbstbeteiligung nur einmal
tragen (IV ZR 146/2004).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Verurteilung
der Mutter eines dreijährigen getöteten Kindes und ihres ehemaligen Freundes
durch das Landgericht Memmingen als zu mild aufgehoben, weil bei hemmungsloser
systematischer Misshandlung auf bedingten Tötungsvorsatz geschlossen werden
kann (1 StR 410/2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist in
Deutschland eine Erteilung eines Reiseausweises nach der Genfer
Flüchtlingskonvention (Flüchtlingsausweises) auch nach bestandskräftiger
Ausweisung und anschließender Duldung des Aufenthalts des Flüchtlings zulässig
(1 C 36/2004).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Bayerns kann eine Ernennung
zum Beamten bei falschen Angaben zu den politischen Verbindungen zu einer
rechtsextremen Organisation zurückgenommen werden (15 BV 3017/2003 24. November
2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern kann eine unter
Verschweigung eines laufenden strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens
erschlichene Staatsbürgerschaft Deutschlands auch bei folgender Staatenlosigkeit
zurückgenommen werden (5 B 2462/2003 25. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Köln ist ein Streik der Ärzte
in den Kliniken der Stadt Köln rechtswidrig (2 Ta 457/2005 12. Dezember 2005).
Das Bundeskartellamt Deutschlands mahnt Eon Ruhrgas wegen langfristig bindender
Lieferverträge mit Stadtwerken ab.
Der oberste Gerichtshof Österreichs spricht die Verfasserin der Todesdrohungen
von Umhausen vom Vorwurf der Brandstiftung frei.
Der Ministerrat Österreichs beschließt (nach Beendigung der letzten anhängigen
Klagen) die Rechtssicherheit im Zusammenhang mit Entschädigungen für Opfer der
nationalsozialistischen Herrschaft.
Die Europäische Kommission leitet ein Vertragsverletzungsverfahren gegen
Italien wegen des Vorgehens der Notenbank bei dem Kauf zweier italienischer
Banken (z. B. Banco Antonveneta) durch Ausländer ein.
Die Europäische Kommission beschließt (gegen die Ablehnung durch
Zeitungsverleger) die Zulässigkeit vermehrter Werbeeinschaltungen und Product
Placements in Fernsehsendungen.
Die Stallpflicht für Hühner, Enten und Gänse in Deutschland ist aufgehoben.
In den letzten fünf Jahren sind 7,9 Millionen Menschen in die Vereinigten
Staaten von Amerika eingewandert, davon 3,7 Millionen unerlaubt (meist aus
Mexiko).
In Kalifornien wird nach Ablehnung eines Gnadengesuchs das Todesurteil gegen
Stanley Tookie Williams vollstreckt.
Indien verbietet durch Gesetz das Anbringen der Nationalflagge auf Unterwäsche
und auf Kissen.
2005-12-12 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist eine Klage der
Europäischen Zentralbank auf Erstattung von Umsatzsteuer gegen Deutschland
abgewiesen (C-220/2003 8. Dezember 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat ein
Rechtsanwalt nach einem schriftlichen Vergleich in einem anhängigen
Zivilprozess Anspruch auf 1,2 Terminsgebühren (III ZB 42/2005 27. Oktober
2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist für eine
(kirchensteuerpflichtige) Zugehörigkeit zu einer Kirche ein formalisierter
Eintrittsakt nicht nötig (I R 85/2003 3. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands begründet ein
zusammengerechneter Aufenthalt eines Geschäftsführers aus Portugal von 43 Tagen
im Jahr in Deutschland keine Betriebsstätte(nfiktion) in Deutschland (I R
87/2004 3. August 2005).
Nach einer Mehrheitsentscheidung des Staatsgerichtshofs Hessens ist der
Nachtragshaushalt des Landes Hessen für 2002 verfassungsgemäß.
Nach einer Entscheidung des Staatsgerichtshofs Hessens ist die Verfassungsbeschwerde
eines deutschen Studenten gegen die Rasterfahndung mangels unmittelbarer
Betroffenheit unzulässig.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle muss ein
Kraftfahrzeugführer auch während des Wartens auf die Grünphase an einer Ampel
angegurtet sein und darf nicht mit dem Handy telefonieren (211 Ss 111/2005
[Owiz] 24. November 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz begründet ein Tinnitus
als Unfallfolge eine Leistungspflicht der Unfallversicherung (10 U 1406/2003 8.
Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart ist die Benennung des
Internationalen RettungsFlug e. V. mangels Betreibens von Flugrettung
rechtswidrig (2 U 57/2005 8. Dezember 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz muss ein
Arbeitgeber die Kosten der Abschiebung eines die freiwillige Ausreise
verweigernden und danach von ihm rechtswidrig beschäftigten ausländischen
Arbeitnehmers tragen (7 A 10817/2005 29. November 2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart ist die Erhebung von
Jagdsteuer in Baden-Württemberg verfassungsmäßig (11 K 3740/2004 7. November
2005).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Jugoslawiens
(Serbiens-Montenegros) sind zwölf Serben wegen Ermordung kroatischer
Kriegsgefangener zu Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist ein Verfahren um das Schmerzmittel Vioxx Merck & Co.s wegen
Nichtentscheidung durch die Geschworenen beendet.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist der Vergleich zwischen Intershop und seinen Gläubigern genehmigt.
2005-12-11 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
Beschränkung der Befugnis zur Führung von Fachanwaltsbezeichnungen auf
höchstens zwei Fachgebiete (§ 43c I 3 BRAO) mit Art. 12 I GG vereinbar (1 BvR
1188/2005 13. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands gibt es
keinen hergebrachten Grundsatz, wonach der Höchstversorgungssatz des
Berufsbeamten mindestens 75 Prozent der ruhegehaltsfähigen Dienstbezüge
betragen müsste, und ist das Bemühen, Ausgaben zu sparen, in aller Regel für
sich genommen keine ausreichende Legitimation für eine Kürzung der
Altersversorgung (2 BvR 1387/2002 27. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands schließt § 95 I 3
InsO die Aufrechnung des Insolvenzgläubigers mit einem während des
Insolvenzverfahrens fällig gewordene Schadensersatzanspruch auf Ersatz der
Mängelbeseitigungskosten gegen den vorher fällig gewordenen Werklohnanspruch
des Insolvenzschuldners nicht aus (VII ZR 117/2003 22. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands besorgt ein die ihm
durch Abtretung eingeräumten Sicherheiten verwirklichen wollendes
Mietwagenunternehmen keine Rechtsangelegenheit des geschädigten Kunden (VI ZR
251/2004 20. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands bedarf die
Gefährlichkeitsprognose dann besonderer Prüfung, wenn es sich um eine eher
geringfügige Anlasstat handelt (4 StR 135/2005 14. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann die in einem
digitalen Datenbestand verkörperte Vorstufe für einen Stadtplan ein
urheberrechtlich schutzfähiges Werk sein (I ZR 227/2002 23. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschland kann eine
bloße Teilnahme an Demonstrationen ein Ausweisungsgrund sein (1 C 26/2003 15.
März 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands wird eine
mündlich formnichtig vereinbarte Befristung eines Arbeitsverhältnisses durch
nach Vertragsbeginn erfolgte schriftliche Niederlegung nicht rückwirkend
wirksam (7 AZR 289/2004 16. März 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands bedeutet die
Zustimmung der Empfängerin von Unterhaltszahlungen zum Antrag auf Abzug der
Zahlungen als Sonderausgaben keine Zustimmung für die Folgejahre (XI R 33/2003
14. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart ist eine etwaige
Pflichtverletzung von Pflegeeltern bei der Betreuung eines Pflegekinds dem
Träger der öffentlichen Jugendhilfe nicht als Amtspflichtverletzung zuzurechnen
(4 U 81/2005 20. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz kann die
Ausstrahlung eines dem Menschenbild des Grundgesetzes krass widersprechenden
Wahlwerbespots abgelehnt werden (2 B 11269/2005 7. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Mönchengladbach kann bei
Nichtnachweisbarkeit eines Diebstahls und Nichtfeststellbarkeit der fehlenden
Berechtigung des Verkäufers die nicht durchgeführte Nachforschung einem
gutgläubigen Erwerb des Käufers eines Kraftfahrzeugs nicht entgegenstehen (2 O
36/2005 29. August 2005).
Mexiko schafft die seit 1961 nicht mehr vollstreckte Todesstrafe ab.
2005-12-10 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine
Strafbarkeit wegen Aufenthalts ohne Pass in Deutschland ohne Vorliegen eines
unerlaubten Aufenthalts möglich (2 BvR 1361/2005 12. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann in den Fällen
der Freiheitsentziehung (z. B. Beugehaft) trotz der Erledigung der Hauptsache
ein fortwirkendes Rechtsschutzbedürfnis für eine gerichtliche Überprüfung der
Maßnahme auch in den Fällen bestehen, in denen eine solche Überprüfung
typischerweise noch vor Beendigung der Haft erlangt werden kann (2 BvR 431/2002
9. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands kann ein
Pflichtverteidiger Anspruch auf einen angemessenen Vorschuss haben (2 BvR
896/2005 23. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands können auch
Handlungen wie das Festhalten an Gegenständen und das Stemmen der Füße gegen
den Boden, mit denen ein Mensch sein Verbringen an einen anderen Ort verhindern
will, als Widerstandshandlungen mittels Gewalt im Sinne von § 113 StGB
angesehen werden und ist die Praxis der Revisionsgerichte, Verwerfungsbeschlüsse
nach § 349 II StPO nicht zu begründen, verfassungsmäßig (2 BvR 1066/2005 23.
August 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands tritt die
Rechtskraft des Berufungsurteils bei Zurückweisung der
Nichtzulassungsbeschwerde erst mit der Zustellung des Zurückweisungsbeschlusses
ein (VIII ZR 217/2004 19. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands unterliegen
öffentlichrechtliche Gebührenansprüche eines ausländischen Staates (z. B.
Russische Föderation) nicht dem inländischen Vollstreckungszugriff (VII ZB
9/2005 4. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein von einem
Träger der Jugendhilfe als Teil des Pflegegelds an Pflegeeltern für ein in
deren Haushalt aufgenommenes Pflegekind ausgezahlter „Anerkennungsbeitrag
unpfändbar (VII ZB 13/2005 4. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der Schuldner
mit dem Verfahren nach § 732 ZPO nur Einwendungen gegen eine dem Gläubiger
erteilte Klausel erheben, die Fehler formeller Art zum Gegenstand haben (VII ZB
54/2005 4. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands können nicht
existierende Rentenanwartschaften nicht aus Billigkeitsgründen zu Lasten des
Rentenversicherungsträgers als fortbestehend fingiert werden (XII ZB 31/2003
28. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist auch das
Übersehen einer entlegenen Rechtsnorm durch einen Rechtsanwalt eine
Pflichtverletzung (IX ZR 23/2004 22. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann eine
betriebsbezogene Herkunftsangabe (z. B. Königsberger Marzipan – ohne räumliche
Zuordnung der Erzeugnisse zu dem betreffenden Gebiet) nicht als geografische Angabe
und Ursprungsbezeichnung geschützt werden (I ZB 25/2003 15. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist eine
Anordnung von Überstunden oder Mehrarbeit nur dann durch Erfordernisse des
Betriebsablaufs bedingt, wenn unausweichliche wirtschaftliche oder technische
Zwänge vorliegen, welche die Maßnahme für den Dienststellenleiter als
alternativlos erscheinen lassen (6 P 1/2005 12. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann sich ein
Finanzamt bei einem schuldhaften Bearbeitungsfehler des Sachgebietsleiters
nicht durch den Nachweis sorgfältiger Auswahl, Einweisung und Überwachung
entschuldigen (VII R 10/2005 12. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München kann das Ändern einer
Kopie eines eigenhändigen Testaments (z. B. durch eigenhändiges Durchstreichen)
ein Herstellen eines formwirksamen Testamentes sein (31 Wx 72/2005 25. Oktober
2005).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster verletzt das
Verwenden christlicher Symbole beim großen Zapfenstreich nicht das Grundrecht
anderer auf freie und ungestörte Religionsausübung (8 B 1607/2005 19. September
2005).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Detmold kann ein Ehegatte nach der
Ehescheidung zur zeitweisen Überlassung des Kraftfahrzeugs an den andern
Ehegatten verpflichtet sein (16 F 73/2005 24. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Trier ist ein Leinenzwang für alle
Hunde im gesamten Gemeindegebiet unverhältnismäßig (8015 Js 5859/2005 37 OWi
18. Juli 2005).
Martin W. Huff scheidet aus dem Verlag C. H. Beck aus.
Sengler/Zinsmeister, Mein Recht auf Pflegebedürftigkeit, 3. A. 2006
Groß, Wolfgang, Kapitalmarktrecht, 3. A. 2006
Recht und Praxis der GEMA, hg. v. Kreile, Reinhold/Becker, Jürgen/Riesenhuber,
Karl, 2005
Herdegen, Matthias, Internationales Wirtschaftsrecht, 5. A. 2005
2005-12-09 Nach
einer Entscheidung des Gerichts erster Instanz der europäischen Gemeinschaften
sind Cristal Castellblanch und Christal verwechslungsfähig (T-29/2004 8.
Dezember 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands begründet auch
ein Arbeitsunfall im Ausland (z. B. eines auf Ibiza als Tauchassistent
arbeitenden Schreiners) eine deutsche Erwerbsminderungsrente (13 RJ 40/2004 8.
Dezember 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Nürnberg darf eine
Produktempfehlung eine Versandhandelsunternehmens für einen Internetnutzer mit
persönlichen Grüßen an einen wählbaren Empfänger per e-mail nicht zusätzlich
Werbung für einen Sonderverkauf enthalten, weil damit eine unzulässige
Direktwerbung erfolgt (3 U 1084/2005 25. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Schleswig ist die Abstimmung der
Aktionäre über einen Vergleich zwischen Mobilcom und France Telecom unwirksam.
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz darf ein
Steuerberater in seinem Unternehmenskennzeichen einen Paragraphen verwenden (8
LB 50/2003 8. Dezember 2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim ist eine
nachträgliche Sicherheitsauflage des Landes Baden-Württemberg für das
Atomkraftwerk Philippsburg vorläufig ausgesetzt (10 S 644/2005 8. Dezember
2005).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster dürfen Zustellung
bis 12 Uhr des nächsten Tages zusichernde Wettbewerber der Post auch unter das
Briefmonopol der Post fallende Sendungen befördern.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin ist Steffen Karl vom SC
Chemnitz wegen Beihilfe zum gewerbsmäßigen Betrug bei Fußballspielen zu neun
Monaten Haft mit Bewährung verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg ist ein wegen des Strahlentods
einer Krebspatientin angeklagter Arzt freigesprochen.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I ist Prinz Ingo von A. wegen
Betrugs und Urkundenfälschung zu 24 Monaten Haft mit Bewährung verurteilt.
Der Landtag Niedersachsens beschließt 500 Euro Studiengebühr im Semester ab
2006 für alle Studierenden.
Iran schlägt eine Verlegung Israels von Palästina nach Österreich oder Deutschland
vor.
2005-12-08 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ist die
Türkei wegen ungenügender Untersuchung des Todes eines Kurdenführers
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands muss bei
überlanger Verfahrensdauer (z. B. nach 8 Jahren Untersuchungshaft) der
Haftbefehl trotz Tatverdachts aufgehoben werden.
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands hat die
Ungewissheit eines weiteren Strafverfahrensfortgangs (z. B. wegen
Mutterschutzes einer beisitzenden Richterin) die Aufhebung von
Haftentscheidungen zur Folge (2 BvR 1737/2005 29. November 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat ein
Namensträger (z. B. Segnitz) nach dem Grundsatz der Priorität das Vorrecht auf
eine Domain (z. B. segnitz.de) gegenüber einem anderen Namensträger (z. B. die
1142 erstmals urkundlich erwähnte Gemeinde Segnitz) und ist eine für eine
Tochtergesellschaft (z. B. Weinhandelshaus Segnitz) mit deren Zustimmung deren
Unternehmensbezeichnung registrieren lassende Holdinggesellschaft im Streit um
den Domainnamen so zu behandeln, als sei sie selbst berechtigt, die fragliche
Bezeichnung zur führen (I ZR 231/2001 9. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands muss der
Arbeitgeber bei nachträglich festgestellter Unwirksamkeit eines
Aufhebungsvertrags Annahmeverzugsvergütung nur leisten , wenn der Arbeitnehmer
seine Arbeitsleistung angeboten hat (5 AZR 19/2005 7. Dezember 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands darf sich ein
öffentlicher Arbeitgeber (im Gegensatz zur Vereinbarung einer geringeren
Vergütung) von einem Angestellten keine monatliche Zahlung als Gegenleistung
für die Zusage der späteren Verbeamtung versprechen lassen (5 AZR 254/2005 7.
Dezember 2005).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen muss eine
20 Jahre lang die Rente ihres verstorbenen Schwiegervaters beziehende Frau
429000 Euro an die deutsche Rentenversicherung zurückzahlen (14 RA 14/2004).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I ist Christliches und
soziales Management – Freundeskreis mit der Union mit CSU verwechslungsfähig
und daher als Bezeichnung rechtswidrig (15 O 12929/2005 3. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Wuppertal ist der zwanzigjährige Andi
aus Monheim wegen bewaffneten Raubüberfalls zu neun Jahren und drei Monaten
Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Neustadt muss bei Festsetzung
der Grundsteuer nicht nach dem Familienstand (z. B. Eltern mit Kindern in
Vergleich zu kinderlosen Ehepaaren) unterschieden werden (1 K 1285/2005 26.
Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund darf eine
Sozialversicherung (z. B. Deutsche Rentenversicherung) Übergewichtige (z. B.
einen 150 Kilogramm schweren Busfahrer) nicht von medizinischer Rehabilitation
ausschließen (34 R 153/2005 1. Dezember 2005).
Die Hypothekenbank AHBR des deutschen Gewerkschaftsbunds wird an Lone Star
verkauft.
Neben das Rote Kreuz und den roten Halbmond tritt der rote Kristall (Israels)
als drittes Emblem für humanitäre Organisationen im Völkerrecht.
2005-12-07 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands verletzt eine
unzureichende Berücksichtigung des Vortrags einer Beschwerdeführerin zur
mangelnden Rechtsstaatlichkeit eines Strafverfahrens in Vietnam den Grundsatz
des rechtlichen Gehörs, so dass der entsprechende Auslieferungsbescheid
rechtswidrig ist (2 BvR 1090/2005 22. November 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist der
Schuldzinsenabzug ab 1998/1999 in der Art zweistufig zu prüfen, dass zunächst
zu klären ist, ob der betreffende Kredit eine private oder eine betriebliche
Schuld ist, und danach, ob der betriebliche Kredit durch eine Überentnahme
verursacht ist (X R 46/2004 21. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin darf ein Rechtsanwalt nicht
mit einer Liste der Gegner seiner Mandanten werben (9 U 21/2004 30. September
2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim müssen die Kosten
der Rückführung rechtswidrig in den Libanon gebrachter Abfälle von dem Störer
getragen werden (10 S 1208/2004 22. November 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main muss eine
Gemeinde für die Folgen des Sturzes eines Schülers auf einem eisglatten
Zebrastreifen vor der Schule haften, wenn sie einen gegen sie wirkenden
Anscheinsbeweis nicht erschüttern kann (1 U 209/2004 11. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz können Aufwendungen
eines allgemeinen Computerkurses bei Zusammenhang mit der Berufstätigkeit
Werbungskosten sein (5 K 1944/2003 24. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Wuppertal ist Herrmann-Josef Richter
(CDU) vom Vorwurf der Untreue freigesprochen (6. Dezember 2005).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München ist ein Schadensersatzanspruch
gegen EM.TV seit Oktober 2004 (nach 3 Jahren) verjährt.
Nach einer Entscheidung des Jugoslawienkriegsverbrechertribunals in Den Haag
ist Miroslav Bralo wegen schwerer Kriegsverbrechen zu 20 Jahren Haft
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Jugoslawiens ist Sami al
Arians in acht von 17 Punkten freigesprochen, wobei sich die Jury in den weiteren
9 Punkten nicht auf ein Urteil einigen konnte.
Trainer Norbert Meier vom MSV Duisburg ist wegen Kopfstoßes gegen einen ihm
gegenübertretenden Spieler vom Sportgericht des deutschen Fußballbunds
vorläufig seiner Trainerberechtigung enthoben.
Lastkraftwagenfahrer müssen in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union
künftig täglich mindestens 11 Stunden ruhen und dürfen wöchentlich höchstens 56
Stunden fahren (Überwachung durch Fahrtenschreiber und Kontrollen).
Die A 20 von Lübeck nach Stettin ist für den Verkehr freigegeben.
Moritz Leuenberger ist zum Bundespräsidenten der Schweiz gewählt.
2005-12-06 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands führt eine Verletzung
des postmortalen Persönlichkeitsrechts grundsätzlich nicht zu einem Anspruch
auf Geldentschädigung und hat ein Sohn einer von ihrer psychisch kranken
Tochter getöteten Frau keinen Entschädigungsanspruch wegen Verletzung des
Persönlichkeitsrechts der Mutter, weil die mit einem Entschädigungsanspruch
bezweckte Genugtuung beim Opfer nicht durch eine an Hinterbliebene fließende
Leistung erreicht werden kann (VI ZR 265/2004 6. Dezember 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine den
Eindruck, dass ein Käufer bei Vertragsauflösung nur Anspruch auf eine
Gutschrift des Kaufpreises hat, erweckende allgemeine Vertragsbedingung eines
Internetkaufvertrags unwirksam (VIII ZR 382/2004 5. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Verurteilung des Dreifachmörders von Overath rechtskräftig (2 StR 319/2005 23.
November 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein
Überweisungsauftrag eines vorläufig seines Amtes enthobenen Notars (absolut)
unwirksam (XI ZR 85/2004 11. Oktober 2005).
Nach Entscheidungen des Oberlandesgerichts Karlsruhe sind die von der Sparkasse
Rhein Neckar am Anfang des Jahres 2004 mit Käufern von Schrottimmobilien
geschlossenen Vergleiche nicht wegen arglistiger Täuschung anfechtbar (17 U
169/2005 6. Dezember 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe ist ein
Informatikprofessor aus Konstanz wegen Vorteilsannahme und Erpressung eines
Diplomanden in Höhe 1500 Mark bei Betreuung einer Diplomarbeit zu einer
Geldstrafe verurteilt (3 Ss 217/2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim ist der
Zahlungsbescheid Baden-Württembergs für die EnBW Kraftwerke AG wegen der
Entnahme von Rheinwasser und Grundwasser rechtswidrig (8 S 314/2003).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Baden-Württemberg muss ein Verein
für den durch Ausstellung einer Spendenquittung bei Abgabe eines Tieres an
einen Tierschutzverein gegenüber dem Abgebenden erteilte Spendenquittung dem
Land entstehenden Steuerausfall haften (10 K 29/2003 22. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Halle ist ein eine Gasexplosion
herbeiführender Hauseigentümer wegen Versicherungsbetrugs zu 15 Jahren Haft
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg haftet ein Anbieter von
Leserforen im Internet als Mitstörer für rechtswidrige Äußerungen von
Teilnehmern auf Grund seiner vorangehenden Verpflichtung zur Prüfung von
Beiträgen auf Rechtmäßigkeit des Inhalts (324 O 721/2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Wiesbaden ist das Strafverfahren gegen
Casimir Prinz von Wittgenstein wegen dauerhafter Nichtverhandlungsfähigkeit
eingestellt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin muss ein bei
Schulanmeldung eine falsche Adresse Angebender die Kosten der Klagen anderer
Schüler auf einen Schulplatz tragen und damit rechnen, dass er unter seiner
richtigen Adresse nicht berücksichtigt wird (14 A 62/2005 30. November 2005 u.
a.).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Augsburg ist Willy Martens vom
Volleyballclub Augsburg wegen Betrugs zu drei Jahren Haft verurteilt.
In Großbritannien sind zahlreiche homosexuelle Partnerschaften registriert
worden.
Der Europäische Rat der Verkehrsminister einigt sich auf
Schadensersatzansprüche bei Verspätungen im grenzüberschreitenden Bahnverkehr
(25 Prozent des Reisepreises bei bis zu zwei Stunden Verspätung, 50 Prozent bei
mehr als zwei Stunden).
2005-12-05 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deu5tschlands muss ein zwei
Geschäftsbedingungen (Trunkenheitsfahrtverbot, Fahrerfluchtverbot) verletzender
Kraftfahrzeugführer zweimal den Selbstbehalt (von 5000 Euro) tragen (IV ZR
216/2004).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz darf eine
Abmahnung keine falschen Behauptungen enthalten (10 SA 197/2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin darf eine Schule einen
während des Unterrichts unvermutet Mitschüler schlagenden Schüler (happy
slapping) zeitweilig vom Unterricht ausschließen (3 A 930/2005 2. Dezember
2005).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz muss der
Schornstein einer modernen Gaszentralheizung nicht mehr zwingend jährlich
gereinigt werden (6 A 10105/2005 15. November 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg kann ein Steuern
hinterziehender, anderen in Steuersachen unbefugt helfender pensionierter
Steuerbeamter sein Ruhegehalt verlieren (1 NDH L 6/2004 1. Dezember 2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Mainz darf ein ohne vorherige
Erlaubnis auf einer öffentlichen Straße aufgestelltes (Bürgermeister kritisierendes)
Plakat einbehalten werden (6 L 927/2005).
Bayern zahlt einem Verteidiger auf Grund eines Vergleichs 130000 Euro für
Rufschädigung und Umsatzschädigung.
Führende Politiker Deutschlands sind für die Verlängerung von Wahlperioden (und
die damit verbundene Verkürzung der Rechte des Bürgers).
RTL zahlt 50000 Euro Bußgeld wegen Schleichwerbung für DHL.
Der Ölpreis erreicht wieder 60 Dollar pro Fass.
Die Telekom Aktie fällt auf 13,87 Euro.
Europäisches Wörterbuch der Arbeitbeziehungen www.eurofound.eu.int/areas/industrialrelations/dictionary/index.htm.
2005-12-04 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann die Abgabe einer
Erklärung des Verteidigers in Anwesenheit des Angeklagten nur bei
ausdrücklicher Bevollmächtigung oder nachträglicher Genehmigung als Einlassung
des Angeklagten gewertet werden (3 StR 176/2005 26. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein Notar den
Erwerber eines Erbbaurechts auf drohende Gefahren und Möglichkeiten ihrer
Vermeidung hinweisen (III ZR 306/2004 2. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands war die
Landesausstellung im Rahmen des Hessentags 2000 keine Freizeitveranstaltung des
Haustürwiderrufsgesetzes (VIII ZR 125/2004 27. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands verletzt das
Verbot der Eigenwerbung an Taxen das Grundrecht der Taxiunternehmer auf freie
Berufsausübung und ist unwirksam (3 C 24/2004 30. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands gilt § 91 SGB IX
auch für eine außerordentliche Kündigung mit notwendiger Auslauffrist gegenüber
einem ordentlich unkündbaren Arbeitnehmer (2 AZR 159/2004 12. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bremen können ein Ehegatte und
ein gemeinsames Kind nach Ermöglichung einer Kreditaufnahme des andern
Ehegatten durch Einräumung dinglicher Sicherheiten und nach Scheitern der Ehe
Erstattung geleisteter Zahlungen nach den Regeln des Auftragsrechts verlangen
(4 U 9/2005 26. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist zwar die
Unterschreitung der angegebenen Höchstgeschwindigkeit eines Kraftfahrzeugs ein
Mangel, doch berechtigt eine unwesentliche Unterschreitung um weniger als 5
Prozent nicht zum Rücktritt vom Kaufvertrag (1-3 U 8/2004 7. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Naumburg kann (derzeit) ein
absoluter Grenzwert für absolute Fahruntüchtigkeit durch Drogenkonsum nicht
begründet werden, so dass ein Leistungsausschluss nur bei Nachweis
drogenbedingter Fahruntüchtigkeit im Einzelfall in Betracht kommt (4 U 184/2004
14. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster ist wirtschaftlich
Beteiligter am Gegenstand des Rechtsstreits auch der, welcher ein eigenes
Interesse am Streitgegenstand hat und als sachlich Betroffener durch die
klagende juristische Person (z. B. einen Verein) repräsentiert wird (15 E
951/2005 16. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin darf ein Verband der
Tonträgerindustrie einen Tonträgerhersteller wegen Manipulation der
Chartermittlung durch Stützkäufe zeitweise aus den Tonträgercharts ausschließen
(16 O 288/2005 7. Juni 2005).
2005-12-03 Nach
einer Entscheidung des Gerichts erster Instanz der europäischen Gemeinschaften
ist die Wortmarke Cloppenburg für Dienstleistungen der Klasse 35
eintragungsfähig, weil der Ortsname Cloppenburg nur eine geringe Bekanntheit
aufweist (T-379/2003 25. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat bei
formunwirksamen Heimverträgen mit Leistungsempfängern der Pflegeversicherung
der Heimträger auch keinen Bereicherungsanspruch wegen der Nutzung einer
Zusatzleistung (III ZR 400/2004 13. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist für eine
Stellungnahme einer im Ausland ansässigen Partei ein Zeitraum von zwei Wochen
nicht ausreichend (IX ZB 417/2005 6. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands unterliegt der
Streit um den Neuwertanteil in einer Feuerversicherung nicht dem
Risikoausschluss der so genannten Baufinanzierungsklausel in § 3 I lit. d, dd
ARB 94 (IV ZR 106/2004 28. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands rechtfertigt bei
sehr kurzem Zusammenleben der Eheleute eine lange Trennungszeit nicht ohne
weiteres den Ausschluss oder die Herabsetzung des Versorgungsausgleichs (XII ZB
177/2000 28. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Abtretung
der durch Bürgschaft gesicherten Werklohnforderung des Bestellers gegen seinen
Auftraggeber an den Unternehmer keine hinreichende Sicherheitsleistung (VII ZR
152/2005 22. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind im
Berufungsverfahren Verkehrsanwaltskosten im Regelfall nicht erstattungsfähig
(IV ZB 11/2004 21. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist zur Bestimmung
des Ausgleichs für die Inanspruchnahme eines privaten Grundstücks für den
Ausbau des Telekommunikationsnetzes auf die üblichen Entgelte für
Versorgungsleitungen (erst) zurückzugreifen, wenn die Verhältnisse des zu beurteilenden
Marktes (auch) eine Schätzung nicht erlauben (V ZR 242/2004 16. September
2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein fiktives
Einkommen des Unterhaltsberechtigten auch dann im Wege der Differenz- oder
Additionsmethode in die Berechnung des nachehelichen Ehegattenunterhalts
einzubeziehen, wenn die Eheleute nur wenige Tage zusammengelebt haben und eine
Versagung, Herabsetzung oder Begrenzung des Unterhaltsanspruchs wegen
Unbilligkeit nur aus Gründen des Kindeswohls ausscheidet (XII ZR 311/2002 7.
September 2005).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Berlin ist es nicht
willkürlich, eine allein auf den Zuschlagsverweigerungsgrund des § 83 Nr. 1 ZVG
gestützte Beschwerde gegen den Zuschlagsbeschluss zurückzuweisen (153/2000 19.
August 1005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm muss ein Rechtsanwalt
wissen, dass für eine Berufung gegen Urteile eines Amtsgerichts in
Streitigkeiten für und gegen eine Partei mit Gerichtsstand im Ausland das
Oberlandesgericht zuständig ist (30 U 134/2005 12. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm lässt der strafbefreiende
Rücktritt von einer versuchten vorsätzlichen Straftat die Leistungsfreiheit des
Versicherers auf Grund der Straftat nicht entfallen (20 W 31/2005 17. August
2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz muss der Betreiber eines
Kinderspielgeräts mit um die feststehende Mittelachse drehender horizontaler
Scheibe nicht damit rechnen, dass der Schnürsenkel eines Kinderschuhs an einem
geringfügig über die Mittelachse hinausragenden Schraubenkopf eingeklemmt
werden kann (5 U 216/2005 20. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist bei Sturz eines
Klettersteigkletterers mit 2,67 Promille Blutalkohol der Unfallversicherer
leistungsfrei (5 W 111/2005 20. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln verletzt eine zeitversetzte
Übermittlung eines Fernsehprogramms an Internetnutzer das Urheberrecht des
Fernsehsenders (6 U 90/2005 9. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Saarbrücken rechtfertigt das
Kindeswohl eine Vaterschaftsfeststellung auch nach dem Tod des möglichen
Erzeugers (9 UF 171/2004 10. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim hat ein
überwiegend in den Vereinigten Staaten ausgebildeter, als solicitor in
Großbritannien zugelassener Österreicher keinen Anspruch auf Zulassung zur
Eignungsprüfung als europäischer Rechtsanwalt in Deutschland (9 S 331/2005 22.
August 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Karlsruhe muss ein Arzt einen
Privatversicherten auf die mögliche Nichtübernahme von vorgeschlagenen
Behandlungskosten durch die Versicherung hinweisen (5 S 124/2004 15. Juli
2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln muss ein Waschstraßenbetreiber in
Bedienungshinweisen deutlich auf die Gefahr einer Beschädigung bei einem
serienmäßig angebrachten, fest installierten Heckspoiler hinweisen (9 S
437/2004 4. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Menden ist ein einen Unfall
verursachender Griff nach einem auf der Mittelkonsole eines Kraftfahrzeugs
liegenden Kaugummi nicht grob fahrlässig (4 C 142/2004 21. September 2005).
Kaser, Max/Knütel, Rolf, Römisches Privatrecht, 18. A. 2005
Strohal, Friedrich, Unterhaltsrechtlich relevantes Einkommen bei Selbständigen,
3. A. 2006
Gräfe, Jürgen/Brügge, Michael, Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung, 2006
Boemke, Burkhard/Lembke, Mark, Arbeitnehmerüberlassungsgesetz, 2. A. 2005
Betriebsverfassungsgesetz, hg. v. Düwell, Franz Josef, 2. A. 2006
Schaub, Günter/Kreft, Burghard, Der Betriebsrat, 8. A. 2006
Stollmann, Frank, Öffentliches Baurecht, 3. A. 2005
Beck’scher VOB-Kommentar, hg. v. Ganten/Jagenburg/Motzke, Teil B, 2. A. 2006
Enders, Horst-Reiner, RVG für Anfänger, 13. A. 2006
Eicken, von/Hellstab/Lappe/Madert/Mathias, Die Kostenfestsetzung, 19. A. 2006
2005-12-02 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die Förderung
des Privatfernsehens durch Bayern wegen Verletzung der Handlungsfreiheit der
Kabelfernsehkunden verfassungswidrig (1 BvR 396/1998 26. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind die Urteile im
Müllskandal von Köln gegen Karl Wienand, Ulrich Eisermann und Sigfrid
Michelfelder größtenteils rechtskräftig.
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz darf ein
Arbeitgeber eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung eines Arztes grundsätzlich
nicht anzweifeln (4 Sa 728/2004).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Hessen darf die Bundesagentur
für Arbeit bei Kündigung einer unbefristeten Tätigkeit zu Gunsten einer
(doppelt so hoch vergüteten) befristeten Tätigkeit nach Auslaufen der
befristeten Tätigkeit nicht in jedem Fall eine Sperrfrist verhängen.
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Köln kann die Nachzahlung eines
Honorars für geleistete Tätigkeiten eine Freiberuflers durch die
kassenärztliche Vereinigung nach einem jahrelangen Rechtsstreit als
außerordentliche Gewinneinkunft der begünstigten Besteuerung unterliegen (2 K
306/2003 31. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln steht das Eigentum an den
kurz vor dem Verbot verkauften Grundstücken des Kalifatsstaats infolge
Einziehung durch das Bundesverwaltungsamt dem Bund zu (20 K 9396/2003 1.
Dezember 2005).
Karstadt Quelle zieht im Streit mit den Erben der jüdischen Kaufmannsfamilie
Wertheim drei Klagen betreffend Grundstücke am Leipziger Platz, in der
Rosenthaler Straße und am Schiffbauerdamm zurück.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Italiens ist Cesare Previti
wegen Bestechung von Richtern zu fünf Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Australiens ist ein
vorsätzlich Aids an Touristinnen verbreitender Familienvater zu zwölf Jahren
Haft verurteilt.
Die Innenminister und Justizminister der Mitgliedstaaten der Europäischen Union
beschließen die Speicherung aller Telefondaten und Internetnetdaten für jeweils
mindestens 6 Monate.
Heinz Uhrlau wird Präsident des Bundesnachrichtendiensts Deutschlands,
Klaus-Dieter Fritsche Koordinator der Nachrichtendienste im Bundeskanzleramt,
Lutz Diwell als Nachfolger Hansjörg Geigers Staatssekretär im
Bundesjustizministerium, August Hanning als Nachfolger Lutz Diwells
Staatssekretär im Innenministerium.
Das Parlament Belgiens beschließt mit 77 gegen 62 Stimmen ein Recht
homosexueller Paare zu Adoptionen.
2005-12-01 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist die Nachtwache eines
Erziehers für Behinderte Arbeitszeit (C 14/2004 1. Dezember 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands muss ein
Unternehmen auch bei Entsorgung gewerblich angefallenen Abfalls durch ein
privates Unternehmen die Mindestgebühr für die Entsorgung des
durchschnittlichen Abfallvolumens Zahlen, weil eine Privatisierung der
Abfallwirtschaft gesetzlich nicht vorgesehen ist (10 C 4/2004).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Köln dürfen Geländewagen und
vergleichbare Kraftfahrzeuge mit mehr als 2,8 Tonnen Gesamtgewicht nach dem
Gewicht besteuert werden (6 V 3715/2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hannover ist ein Erzieher wegen
schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in einer Kindertagesstätte
(Rasselbande) zu 6 Jahren Haft und einem lebenslangen Berufsverbot verurteilt.
Nach einer Entscheidung (Versäumnisurteil) des Landgerichts Potsdam darf das
Zweite deutsche Fernsehen Yacup Tasci nicht als Hassprediger bezeichnen.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Mainz ist ein Anwohner bei
einer vollständigen Erneuerung des Oberbaus und Unterbaus einer Straße
beitragspflichtig (6 L 775/2005 30. November 2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Mainz kann sich ein
Ladeninhaber in einer städtischen Fußgängerzone nicht gegen die Errichtung
einer Weihnachtsmarktbude vor seinem Laden wehren (6 L 897/2005 29. November
2005).
Die Europäische Zentralbank erhöht den Leitzins von 2 Prozent auf 2,25 Prozent.
Deutschland und Österreich arbeiten seit 1. Dezember 2005 polizeilich und
strafrechtlich enger zusammen.
Hubertus Gschwendtner und Rüdiger Freiherr von Schönberg sind als Richter des
Bundesfinanzhofs in den Ruhestand getreten.
Vom 7. Dezember 2005 an können Unternehmen, vom 7. April 2006 an Privatpersonen
Anträge auf Zuteilung einer Domain mit der Kennung eu stellen (www.eurid.eu/de)
(Schlund und Partner, Strato nehmen Voranmeldungen entgegen).
2005-11-30 Nach
Entscheidungen des Gerichts erster Instanz der europäischen Gemeinschaften
müssen Hersteller von Zinkerzeugnissen wegen Kartellbildung 11,9 Millionen Euro
Buße zahlen (T-33/2002 29. November 2005 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf der allein für
den Unterhalt eines volljährigen Kindes aufkommende Unterhaltspflichtige (z. B.
Vater) das volle Kindergeld für das bei dem andern Unterhaltspflichtigen
wohnende Kind von seiner Unterhaltsleistung abziehen (XII ZR 34/2003 26.
Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichts Hamburg muss ein Volksbegehren
(z. B. Bildung ist keine Ware) objektiv unmissverständlich formuliert sein
(HVerfG 16/2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I kann ein Übersetzer eines
belletristischen Textes eine Beteiligung am Umsatz des von ihm übersetzten
Werkes verlangen (7 O 24552/2004 10. November 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Jena kann ein Insolvenzverwalter
vom Staat zurückgezahlte europarechtswidrige Beihilfen an die Insolvenzmasse
herausverlangen (6 U 906/2004).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Düsseldorf müssen Flughafen und das
den Brand verursachende Unternehmen nur die unmittelbaren Schäden des
Flughafenbrands Düsseldorfs ersetzen, nicht die Folgekosten für
Personalaufwendungen des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Bremen verliert der als
mutmaßlicher Terrorist in Guantánamo festgehaltene Murat Kunaz nicht wegen
Abwesenheit seine Aufenthaltserlaubnis in Deutschland.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln kann Beate Uhse nicht die
Fortführung einer 0190-Rufnummer über den 31. Dezember 2005 hinaus verlangen
(11 L 1879/2005 29. November 2005).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund hat ein 58jähriger
Langzeitarbeitsloser keinen Anspruch auf Bezug von Arbeitslosenhilfe unter
erleichterten Voraussetzungen mehr (35 AS 22/2005 23. November 2005).
Nach einer Entscheidung des Kriegsverbrechertribunals in Den Haag ist ein
Kosovoalbaner wegen Mordes, unmenschlicher Behandlung von Gefangenen und Folter
zu dreizehn Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung zuständigen Gerichts der Türkei ist das Metin Kaplan
mit lebenslanger Haft bestrafende Urteil rechtswidrig.
Nach einem Beschluss des Senats Italiens ist das kürzere Verjährungsfristen für
Straftaten festlegende Gesetz befürwortet.
Der zum Tod verurteilte Robin Lovitt ist durch den Gouverneur von Virginia zu
lebenslanger Haft begnadigt.
Nach einem Beschluss der Europäischen Kommission müssen 16 Hersteller von
Plastikverpackungen wegen Verletzung des Kartellverbots 290 Millionen Euro
Bußgeld zahlen.
Ab 1. Dezember 2005 können in Bremen Klageschriften und andere Dokumente in
elektronischer Form über das Internet eingereicht werden.
Brandenburg und Berlin errichten ein gemeinsames Mahngericht bei dem
Amtsgericht Wedding.
2005-11-29 Nach
einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Sachsen muss die Landtagswahl in
Leipzig teilweise wiederholt werden (Vf. 45-V-2005 25. November 2005).
Nach Entscheidungen des Verfassungsgerichtshofs Sachsen sind
Wahlprüfungsbeschwerden gegen die Gültigkeit der Landtagswahl in Sachsen
zurückgewiesen (Vf. 67-V-2005, 60-V-2005 25. November 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz darf einem mehrfach
gegen seine Pflichten als Notarzt verstoßenden und rechtswidrig Arzneimittel
verordnenden Arzt die Approbation entzogen werden (6 A 10556/2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichthofs Mannheim darf das Institut
für Plastination (Gunther von Hagens) die Ausstellung Körperwelten
(grundsätzlich) ohne vorherige Genehmigung durchführen (1 S 1161/2004).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Münster ist der Solidaritätszuschlag
Deutschlands rechtmäßig (12 K 6263/2003 E).
Nach einer Eilentscheidung des Landgerichts Darmstadt wird die Fusion der
Deutschen Telekom mit T-Online nicht sofort wirksam.
Nach einer Entscheidung des obersten Gerichtshofs Schwedens ist Åke Green vom
Vorwurf der Volksverhetzung (Homosexuelle sind ein Krebsgeschwür, sexuell
Verwirrte tendieren zur Vergewaltigung von Tieren) freigesprochen.
Nach einem Beschluss der Bundesregierung Deutschlands endet die Eigenheimzulage
am 31. Dezember 2005.
† Hilmar Noack 25. September 1929-25. November 2005.
2005-11-28 Nach
einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands haften
Geschäftsführer und Gesellschafter einer Mitarbeiterbeteiligungsgesellschaft in
Form einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung bei Insolvenz der Gesellschaft
den Mitarbeitern der Gesellschaft grundsätzlich nicht persönlich (8 AZR 1/2005
24. November 2005).
Nach zwei rechtskräftigen Urteilen des Oberlandesgerichts Celle muss die
hannoversche Wohnungsbaugesellschaft in zwei Fällen den Kauf überteuerter
Immobilien rückabwickeln (16 U 126/2004 7. Dezember 2004 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz musste ein zunächst
als Angestellter tätiger Lehrer für die Gewährung beamtenrechtlicher
Versorgungsanwartschaften vor Übernahme in das Beamtenverhältnis zu Recht 250
DM monatlich zahlen (2 A 10701/2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Augsburg ist Winfried Haastert wegen
Untreue und Steuerhinterziehung zu 22 Monat Haft mit Bewährung verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Hamburg darf ein Unternehmen (z. B.
Axel Springer AG) seine Betriebsrenten nicht in ein dafür zu gründendes
Tochterunternehmen ausgliedern (HRA 100711 1. Juli 2005).
Nach einem Vergleich vor dem Arbeitsgericht Stuttgart verzichtet eine Kopftuch
tragende muslimische Kindergärtnerin der Stadt Ebersbach gegen 8000 Euro auf
ihr Arbeitsverhältnis (27 Ca 373/2005 31. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Österreichs ist die Kürzung
einer Beamtenpension wegen eines vor Vollendung des 65. Lebensjahres bezogenen
Erwerbseinkommens verfassungswidrig.
Ahold legt eine Sammelklage wegen Bilanzstreitigkeiten gegen Zahlung von knapp
1 Milliarde Euro bei.
Die Gesetze des Bundes Deutschlands sind in jeweils aktueller Fassung online
für jedermann zugänglich.
Der Euro fällt unter 1,17 Dollar.
2005-11-27 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte verstößt
die Verletzung einer Person unter außergewöhnlichen Umständen (z. B.
Schusswaffengebrauch der Polizei beim Anhalten eines Fahrers nach einem
Verkehrsverstoß) gegen das Recht auf Leben, wobei die Staaten auch in einem
solchen Fall verpflichtet sind, angemessene und wirksame Ermittlungen
anzustellen (50385/1999 20. Dezember 2004).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands kann unter
Berücksichtigung der Grundrechte (bei Suizidgefahr) in besonders gelagerten
Einzelfällen eine Räumungsvollstreckung auf einige Zeit oder auch auf
unbestimmte Zeit einzustellen sein (1 BvR 224/2005 27. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands entsteht der
Verzögerungszinsanspruch nach § 49a IV VwVfG in dem Zeitpunkt, zu dem die
Leistung nicht alsbald nach Auszahlung bestimmungsgemäß verwendet worden ist,
und wird mit dem Erlass des Feststellungsbescheids grundsätzlich wirksam (8 C
5/2004 27. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands hat die
Sozialauswahl auch dann grundsätzlich betriebsbezogen zu erfolgen, wenn sich
der Arbeitgeber ein betriebsübergreifendes Versetzungsrecht vorbehalten hat (2
AZR 158/2004 2. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts kann ein Arbeitgeber in der
Lohnfortzahlungsversicherung auch die Beiträge erstattet verlangen, die er für
eine berufsständische Alterssicherung seiner Beschäftigten zahlen muss, wenn
diese von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung
befreit sind (1 KR 22/2003 R).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann ein Pauschbetrag
nach § 33b III EStG für ein behindertes Kind nicht nach § 33b V EStG auf einen
im Inland unbeschränkt steuerpflichtigen Elternteil übertragen werden, wenn das
Kind im Ausland außerhalb eines Mitgliedstaats der Europäischen Union bzw. des
Europäischen Wirtschaftsraums seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hat
und im Inland keine eigenen Einkünfte erzielt (III R 15/2004 2. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart ist ein berechtigtes
Interesse an der Werbung mit dem Namen eines früheren Kanzleiinhabers nur bei
Fortführung, nicht bei einer tatsächlichen Neugründung gegeben (2 U 38/2005 4.
August 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz ist Anschrift nach § 355
II 1 BGB die Postanschrift bzw. Postfachanschrift (2 U 44/2005 21. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg ist die Übersendung
einer Postwurfsendung an Mieter einer Wohnanlage durch einen Mieterverein mit
Informationen zu einer möglichen Mietminderung keine geschäftsmäßige Besorgung
fremder Rechtsangelegenheiten (3 U 230/2004 28. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Zweibrücken kann im Rahmen einer
Strafrestaussetzung die Einholung eines Sachverständigengutachtens bei
zweifelsfreier Beurteilungsmöglichkeit der Gefährlichkeit eines Verurteilten
ausnahmsweise entbehrlich sein (1 Ws 205/2005 20. Juli 2005).
Nach einer Volksabstimmung in der Schweiz ist mehrheitlich ein verfassungsmäßiges
Verbot gentechnisch veränderter landwirtschaftlicher Erzeugnisse angenommen.
2005-11-26 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein bei Beurkundung
des Hauptvertrags anwesender, einen eigenen Provisionsanspruch gegen den Käufer
erwerbender Makler auf einen ihm bekannten, vom Verkäufer verschwiegenen Mangel
(z. B. Hausbockbefall einer Jugendstilvilla) hinweisen (III ZR 295/2004 22.
September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein
Kaufinteressent bei einem Nachweis aus dem Bestand eines Maklers und Fehlen
einer ausdrücklichen Provisionsforderung in der Regel davon ausgehen, diese
seien dem Makler bereits vom Verkäufer an die Hand gegeben worden (III ZR
393/2004 22. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands endet eine
Durchsetzungssperre für Eigenkapital ersetzende Darlehen erst in dem Zeitpunkt,
in dem das Stammkapital der Gesellschaft nachhaltig wiederhergestellt ist (II
ZR 229/2003 19. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist § 288 I BGB
auch auf einen auf Herausgabe von Geld gerichteten Anspruch aus § 667 Alt. 2
BGB anzuwenden (III ZR 28/2005 15. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands benutzt ein seine
für entsprechende Waren eingetragenen Marken nur auf und in seinen Katalogen
und auf seinen Versandtaschen von Waren unterschiedlicher, nur durch den
einheitlichen Vertriebsweg zusammengefasster Hersteller verwendender
Versandhandel diese Marken nicht rechtserhaltend (I ZR 293/2002 21. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind umso höhere
Anforderungen an die einen wirtschaftlichen Vorteil aus einer Kartellabsprache
verneinen wollende Darlegungen eines Tatrichters zu stellen, je länger und
nachhaltiger das Kartell gehandhabt wurde und je flächendeckender es angelegt
ist (KRB 2/2005 28. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs ist ein Hinweis auf eine
entgeltliche 0190-Telefonnummer-Gewinnauskunft an einen Verbraucher innerhalb
einer Gewinnmitteilung irreführend, wenn die Gewinnauskunft die Gewinne nur
allgemein beschreibt (ZR 279/2002 9. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main muss bei einem
kurz vor dem Stichtag vorhandenen, in der Bilanz des Endvermögens nicht mehr
erscheinenden größeren Geldbetrag der Ausgleichsschuldner den Verbleib des
Betrags nachvollziehbar und plausibel erklären (2 UF 119/2005 8. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm können übertriebenes
Anlocken und Zeitdruck für eine Kaufentscheidung einen unangemessenen
unsachlichen Einfluss auf den Verbraucher bewirken (4 U 22/2005 7. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist der Schutzumfang einer
Wurstformmarke wegen der geringen Spielräume für die Formgestaltung einer zum
Aufschneiden bestimmten Wurst begrenzt (6 U 23/2005 2. September 2005).
Lang, Johann/Weidmüller, Ludwig, Genossenschaftsgesetz, 34. A. 2005
Wlotzke, Otfried/Preis, Ulrich, Betriebsverfassungsgesetz, 3. A. 2005
Göhler, Erich, Ordnungswidrigkeitengesetz, 14. A. 2006
Schütze, Rolf A., Deutsches internationales Zivilprozessrecht unter Einschluss
des europäischen Zivilprozessrechts, 2. A. 2005
Heidelberger Kommentar zur Insolvenzordnung, hg. v. Eickmann, Dieter, 4. A.
2006
Meyer, Dieter, Gerichtskostengesetz, 7. A. 2005
Otto, Harro, Übungen im Strafrecht, 6. A. 2005
2005-11-25 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs darf ein Mitgliedstaat (z. B.
Österreich) den Verkauf unverpackten Kaugummis in Automaten aus
gesundheitlichen Gründen verbieten (C-366/2004 24. November 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts ist es verfassungswidrig,
dass ein im Bundesgebiet geborenes Kind unter erleichterten Voraussetzungen
eine Aufenthaltserlaubnis erlangen kann, wenn seine Mutter bereits einen
Aufenthaltstitel hat, während dies bei einem bestehenden Aufenthaltstitel des
Vaters nicht der Fall ist (2 BvR 524/2001 25. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf vor dem Ende
einer Haftstrafe eine weitere Unterbringung des Täters in Sicherungsverwahrung
nur bei Bekanntwerden neuer, im Strafverfahren unbekannter oder nicht
erkennbarer Tatsachen angeordnet werden (2 StR 272/2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist ein
Richter durch die Versagung einer Nebentätigkeitsgenehmigung bei jährlich 30
Prozent eines Richtergrundgehalts übersteigenden Nebeneinkünften in Hessen
nicht in seinen Grundrechten verletzt (2 C 32/2004 24. November 2005).
Nach Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist ein
Einzelhandelsbetrieb bei einer Verkaufsfläche von mehr als 800 Quadratmeters
großflächig und dann nur in Kerngebieten oder Sondergebieten zulässig (4 C
10/2004 24. November 2005 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands besteht bei
Kündigung eines Geschäftsführers einer GmbH & Co. KG und anschließend
vereinbarter Weiterbeschäftigung ohne wesentliche Änderung der Aufgaben von
Anfang des neu begründeten Arbeitsverhältnisses an Kündigungsschutz für den
Arbeitnehmer (2 AZR 614/2004 24. November 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands können Leistungen
der Kriegsopferversorgung auch nach 50 Jahren noch entzogen werden, wenn die
gesetzlichen Voraussetzungen (des 1998 in Kraft getretenen
Bundesversorgungsgesetzes) erfüllt sind (z. B. Zugehörigkeit zur Waffen-SS,
Schwere von Verstößen, nicht schutzwürdiges Vertrauen) (9a/9 V 8/2003 R 24.
November 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands steht eine
frühere Arbeitslosigkeit auf einer anderen Teilzeitarbeitsstelle einem
Teilarbeitslosengeld eines nebeneinander mehrere Teilzeitarbeiten ausführenden
Arbeitnehmers nicht entgegen (B 11a AL 1/2005 R).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichts Sachsen ist das den Abriss des
Dorfes Heuersdorf bei Leipzig zugunsten des Braunkohletagebaus erlaubende
Gesetz verfassungsgemäß.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe legt die von der
Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder erteilte Startgutschrift den Wert
der von dem jeweiligen Versicherten bis 31. Dezember erlangten Anwartschaft auf
eine bei Eintritt des Versicherungsfalls zu leistende Betriebsrente nicht verbindlich
fest (12 U 102/2004 24. November 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg hat (besonders) die
(freiwillige) Feuerwehr für Schäden in Zusammenhang mit einem Brandeinsatz nur
bei grober Fahrlässigkeit einzustehen (6 U 231/2004 18. November 2005).
Nach Entscheidungen des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg ist der
Widerruf der Betriebsgenehmigung des Flughafens Tegel rechtmäßig (12 A 3/2005
24. November 2005).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Mainz darf ein einem
Vorgesetzten mit einer Strafanzeige drohenden Arbeitnehmer nicht in jedem Fall
gekündigt werden (10 Sa 1329/2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg sind die ihr Kind Jessica
verhungern lassenden Eltern wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Hamburg ist der Entzug der
Versorgungsrente eines früheren Angehörigen der Waffen-SS gemäß § 1a
Bundesversorgungsgesetz rechtmäßig (30 V 4/2003).
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft Köln ist das Verfahren gegen
Frank Schätzung wegen Urheberrechtsverletzung durch (noch rechtmäßige)
intensive Recherche im Internet eingestellt.
Das Bundeskartellamt Deutschlands genehmigt die Übernahme des Berliner Verlags
durch Veronis Suhler Stevenson und Mecom.
Bayerische Landesbank und Bernie Ecclestone verkaufen die Formula One an Alpha
Prema.
2005-11-24 Nach
einer Entscheidung des Gerichts erster Instanz der europäischen Gemeinschaften
durfte Großbritannien seinen Plan für die Zuteilung von Treibhausgasemissionen
ändern (T-178/2005 23. November 2005).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ist
Bulgarien wegen Verletzung der Versammlungsfreiheit zu Lasten einer
Organisation der mazedonischen Minderheit verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands kann
rechtswidriges Festhalten in Untersuchungshaft auch nachträglich festgestellt
werden (2 BvR 2233/2004 31. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der Vermieter
den Mieter wegen Eigenbedarfs auch bei Nutzungsabsicht zu (teilweise)
beruflichen Zwecken kündigen (VIII ZR 127/2005 5. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands sind
Fun-Games Geldgewinnspiele und deswegen nur mit Bauartzulassung rechtmäßig (6 C
8/2005 23. November 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands bildet der
Einigungsvertrag keine Rechtsgrundlage für eine Umschreibung des in der
ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik erworbenen Titels Diplomökonomin
in Diplomkauffrau (6 C 19/2004 23. November 2005).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Berlin ist das
Volksbegehren Schluss mit dem Berliner Bankenskandal wegen seiner Auswirkungen
auf den Landeshaushalt unzulässig (VerfGH 35/2004 22. November 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Augsburg muss Holger Pfahls hundert
Stunden gemeinnütziger Arbeit leisten.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I ist der Inhaber der Vacom
GmbH wegen Unterstützung des Atomwaffenprogramms Pakistans durch rechtswidrige
Warenlieferungen im Wert von 400000 Euro zu sieben Jahren und drei Monaten Haft
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Aurich ist bei einer Prüfung der
angemessenen Kosten der Unterkunft nach § 22 SGB II vorrangig auf den aktuellen
örtlichen Mietspiegel abzustellen und nicht auf die Tabelle zu § 8
Wohngeldgesetz (15 AS 159/2005 12. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des obersten Gerichtshofs Österreichs haftet bei einem
Einkauf eines Betrügers mittels Kreditkarte der Verkäufer dem
Kreditkartenunternehmer für die von diesem bezahlten Beträge.
Die Agrarminister der Mitgliedstaaten der Europäischen Union einigen sich auf
eine Senkung der Zuckerpreise von 36 Prozent in vier Jahren unter Abgeltung des
Einnahmeausfalls zu 64 Prozent.
RTL übernimmt n-tv vollständig.
Aero Flight stellt einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens.
Gerhard Schröder legt sein Bundestagsmandat nieder und wird entgeltlicher
Berater des Schweizer Verlegers Michael Ringier.
2005-11-23 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist normaler Verschleiß
bei einem Gebrauchtwagen kein Mangel und muss ein einen mangelhaften Teil
ersetzen lassender Gebrauchtwagenkäufer zu Beweiszwecken den mangelhaften Teil
bis zu einer möglichen gerichtlichen Streitentscheidung aufbewahren (VIII ZR
43/2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist ein nicht
genau die einen Arbeitnehmer beeinträchtigenden Umstände benennende Entscheidung
einer betrieblichen Einigungsstelle wegen Unbestimmtheit unwirksam (1 ABR
50/2004 22. November 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Naumburg ist ein Berliner
Student wegen versuchter Brandstiftung und Mitgliedschaft in einer terroristischen
Vereinigung zu zwei Jahren Jugendhaft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg ist (nach 22 Monaten
Untersuchungshaft) der Haftbefehl gegen Alexander Falk und drei wegen Betrugs
Mitangeklagte aufgehoben, weil nur noch der Verdacht des versuchten Betrugs
besteht.
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Kassel hat ein zum Schein
Sparguthaben und Wertpapiere Angehörigen übertragender Student keinen Anspruch
auf Bundesausbildungsförderung (5 E 1238/2004 u. a.).
Nach einer Entscheidung des
Sozialgerichts Aachen muss ein Empfänger von Arbeitslosengeld II seinen
Mittelklassewagen verkaufen und einen billigeren Kleinwagen erwerben (9 AS
31/2005 27. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Berlin ist die Klage Jürgen Fahrs
gegen seine fristlose Kündigung durch DaimlerChrysler abgewiesen.
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund kann im Wege einer
einstweiligen Anordnung auf Gewährung von Arbeitslosengeld II nur das für den
Lebensunterhalt Unerlässliche erstritten werden, nicht der (um 20 Prozent
höhere) Regelsatz (22 AS 206/2005 17. November 2005).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Chiles ist Augusto Pinochet
unter Hausarrest gestellt.
Als Nachfolgerin Ursula von der Leyens wird Mechthild Ross-Luttmann
Sozialministerin in Niedersachsen.
Die Landesregierungen Nordrhein-Westfalens und Niedersachsens beschließen
Studiengebühren.
In Deutschland verkaufte Elektrogeräte müssen künftig registriert werden.
Die Regierung Frankreichs beschließt eine Abgabe für Flüge zu Gunsten der
Entwicklungshilfe.
2005-11-22 Angela
Merkel wird mit 397 Stimmen zur Bundeskanzlerin Deutschlands gewählt und
Gerhard Schröder gibt förmlich sein Amt an sie weiter.
In der neuen Bundesregierung Deutschlands sind Thomas de Maizière
Kanzleramtsminister, Siegmar Gabriel Umweltminister, Wolfgang Tiefensee Bau-
und Verkehrsminister, Brigitte Zypries Justizministerin, Horst Seehofer
Landwirtschaftsminister, Franz Josef Jung Verteidigungsminister, Wolfgang
Schäuble Innenminister und Frank-Walter Steinmeier Außenminister.
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist eine die unbegrenzte
Beschäftigung älterer Arbeitnehmer (über 52 Jahren) in befristeten Arbeitsverhältnissen
ermöglichende oder vorsehende gesetzliche Regelung eines Mitgliedsstaats der
Europäischen Union (z. B. Deutschlands) wegen Diskriminierung
europarechtswidrig (C-144/2004).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein bewusstes
Weglassen wesentlicher Tatsachen in einem Bericht eines Journalisten einen
Unterlassungsanspruch begründen (VI ZR 204/2004).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist Michael Kölmel
wegen Untreue zu 22 Monaten Haft mit Bewährung und einer Geldstrafe verurteilt
(1 StR 571/2004).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands soll einem
abgelehnten Asylbewerber aus humanitären Gründen eine Aufenthaltserlaubnis
erteilt werden, wenn und solange ein förmlich festgestelltes Abschiebungsverbot
fortbesteht und kein gesetzlicher Ausschlussgrund vorliegt (1 C 18/2004).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Besteuerung
von Zinsen seit 1994 nicht verfassungswidrig (VIII R 90/2004 7. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichts Berlin ist Wolfgang Mleczkowksi
rechtmäßig wegen parteischädigenden Verhaltens aus der Fraktion der FDP des
Abgeordnetenhauses Berlins ausgeschlossen worden (53/2005).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichts Berlin muss der Finanzsenator
Berlin jährlich eine mittelfristige Finanzplanung vorlegen (217/2004).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg sind Deutsche Post AG
und Die grüne Post nicht verwechslungsfähig (U 178/2004).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz ist die Rückfahrt
eines Beamten vom Ort eines auswärtigen Dienstgeschäfts außerhalb der
Regelarbeitszeit kein Dienst (18. 11. 2005 10 A 10727/2005 18. November 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Darmstadt hat British American Tobacco
mit einer Werbekampagne zu den Olympischen Spielen 2004 „Die – aus Lucky
Strike-Schachteln nachgebildeten – Ringe sind schon in Athen“ nicht
Markenrechte des Internationalen olympischen Komitees verletzt.
Nach Entscheidungen des Sozialgerichts Berlin ist die Festbetragsregelung
Deutschlands für Arzneimittel (z. B. Sortis, Lorzaar) rechtmäßig.
Nach einer Entscheidung des obersten Gerichtshofs Österreichs gehört die
Herausgabe des Quellcodes nicht zu den Pflichten aus einem
Softwareerstellungsvertrag (17. November 2005).
Die Deutsche Telekom ist bei Auslandstelefongesprächen nicht mehr
marktbeherrschend.
2005-11-21 Nach
einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist die Abgabe von Speisen
und Getränken in beachtlichem Umfang in einem Musicaltheater keine
steuerbefreite Nebenleistung des Theaterbetriebs (V R 20/2003 18. August 2005).
Nach Entscheidungen des Verfassungsgerichtshofs Bayern sind die Herabsetzung
des passiven Wahlalters auf 18 Jahre und die Einführung des Konnexitätsprinzips
verfassungsgemäß (10-VII-2003 17. 11. 2005, 4-VII-2005 17. November 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Hamburg ist eine höhere
Studiengebühr für Nichthamburger in Hamburg möglicherweise verfassungswidrig (3
Bs 61/2005).
Nach Entscheidungen des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg kann
Schlachtanlagebetreibern nicht die Verpflichtung zur Lagerung von
Schlachtabfällen unter fünf Grad Celsius auferlegt werden (7 LC 161/2003 17.
11. 2005 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I ist Herisch A. wegen Mordes
und Raubes mit Todesfolge mit besonderer Schwere an Rudolph Moshammer zu
lebenslanger Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Wiesbaden darf der Staat eine
stark rauchende und deshalb oft kranke Beamtin in einem rechtmäßigen Verfahren
zu einer Rauchenentwöhnungstherapie zwingen (25 BK 1101/2005).
Das Ermittlungsverfahren gegen Corinna Werwigk-Hertneck wegen des Verdachts der
Verletzung von Dienstgeheimnissen ist eingestellt.
Volker Kauder wird zum Fraktionsvorsitzenden der CDU/CSU gewählt, Peter Struck
zum Fraktionsvorsitzenden der SPD.
Die Außenminister der Mitgliedstaaten der Europäischen Union billigen die
Aufnahme von Verhandlungen über ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen
mit Bosnien-Hercegowina.
Cadbury Schweppes plc will Schweppes an Blackstone Group und Lion Capital für
1,3 Milliarden Pfund verkaufen.
2005-11-20 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
Nichtzulassung der Revision wegen eines offenkundigen und durchgehenden, aber
nicht zugleich zur objektiven Willkürlichkeit führenden Rechtsanwendungsfehlers
nicht verfassungswidrig (1 BvR 85/2004 26. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands können die gegen
eine eingebundene, beherrschte Tochtergesellschaft bestehenden Ansprüche aus
Markenverletzung auch gegenüber der einbindenden, beherrschenden
Muttergesellschaft geltend gemacht werden (I ZR 221/2002 7. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands gilt die 1997
angeordnete Verlängerung der Verjährungsfrist für Kartellordnungswidrigkeiten
auch für vor Inkrafttreten des Verlängerungsgesetzes begangene, noch nicht
verjährte Ordnungswidrigkeiten (KRB 28/2004 22. Februar 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist die
Zustimmung des Rechtsmittelgegners zur Einlegung der Sprungrevision nicht durch
Vorlegung einer Ablichtung der durch Telefax übermittelten Zustimmungserklärung
nachgewiesen (6 C 20/2004 25. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Berlin ist ein
verhältnismäßiges Berufsverbot zum Schutz eines überragenden Gemeinschaftsguts
verfassungsgemäß und dürfen Vollstreckungsgerichte bei einer Entscheidung über
eine Aussetzung eines Berufsverbots die im Erkenntnisverfahren berücksichtigten
oder wegen Beschränkung des Rechtsmittels nicht berücksichtigten Tatsachen
nicht neu bewerten (VerfGH 172/2004 14. Februar 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf kann bei
Vollstreckung in auf Grund eines dinglichen Arrests gesicherte bewegliche
Gegenstände oder Forderungen der Geschädigte einen Rangrücktritt analog § 111h
II StPO bewirken (3 WS 129/2005 18. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln darf die Ausländerbehörde
einen unerlaubt im Bundesgebiet befindlichen Ausländer vorläufig in Gewahrsam
nehmen, um die Fortsetzung einer Straftat zu verhindern (16 Wx 195/2004 1.
Oktober 2004).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist ein (bloßes) Aufnehmen
und Umlegen eines (klappernden) Handys während einer Fahrt mit einem
Kraftfahrzeug (noch) kein Benutzen eines Mobiltelefons (83 Ss-O Wi 19/2005 23.
August 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Zweibrücken ist ein
unzuständiges, vorher mit der Sache nicht befasstes Gericht nicht zur
Verhinderung der Versäumung der Rechtsmittelfrist verpflichtet und muss ein
Rechtsanwalt zumindest eine allgemeine juristische Fachzeitschrift regelmäßig
und zeitnah auswerten (3 W 168/2005 2. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs München besteht keine
verfassungsrechtliche Verpflichtung zu einer versicherungsrechtlichen und
versorgungsrechtlichen Gleichstellung der Lebenspartnerschaft mit der Ehe bei
der Hinterbliebenenversorgung (9 ZB 737/2005).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist ein Antrag der Wertheimerben auf eine neuerliche Verhandlung im
Rechtsstreit mit Karstadt-Quelle auf Entschädigung abgewiesen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika muss Robert Blake vier Kindern seiner ermordeten Frau (wegen
Verwicklungen in den Tod) 30 Millionen Dollar zahlen.
Internationale Geber sagen Pakistan als Erdbebenhilfe 5,8 Milliarden Dollar zu.
Prinz Albert II. von Monaco wird als Fürst inthronisiert.
2005-11-19
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist es
rechtswidrig, einen Nebenkläger mit den Kosten eines von ihm in Auftrag gegebenen
Gutachtens zu belasten, obwohl sich dieses als notwendig für die Wahrung seiner
Rechte erwiesen hat (2 BvR 277/2005 12. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands verletzt die
Nichtanwendung des § 128 I 2 Nr. 4 AFG auf sozial gerechtfertigte
Aufhebungsverträge durch die Rechtsprechung kein Grundrecht des Arbeitgebers (1
BvR 620/2001 9. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind die
erstattungsfähigen Reisekosten eines auswärtigen Rechtsanwalts nicht notwendig
auf die Kosten eines Terminsvertreters beschränkt (X ZB 30/2004 13. September
2005).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Bayern kann sich ein
Beschwerdeführer auf eine von ihm im Abhilfeverfahren nach § 321a ZPO nicht
gerügte Gehörsverletzung im Verfassungsbeschwerdeverfahren wegen
Nichterschöpfung des Rechtswegs nicht berufen und muss ein Gericht
gegebenenfalls selbst für einen Zustellungsnachweis Sorge tragen (Vf
120-VI/2004 15. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin kann ein Steuerberater
grundsätzlich nicht von der Begleichung aller von seinem Mandanten
eingereichten Rechungen über von ihm durchgeführte Arbeiten ausgehen (8 U
56/2004 25. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin erfasst eine Frage eines
Versicherers nach Krankenhausaufenthalten auch der Abklärung von Beschwerden
dienende Krankenhausaufenthalte und ist ein Indiz für eine Täuschungsabsicht
des Versicherungsnehmers die Nennung eines weit zurückliegenden
Krankenhausaufenthalts bei gleichzeitigem Verschweigen eines in einem
versicherungsrelevanten Zeitraum liegenden Krankenhausaufenthalt (6 U 233/2004
11. März 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz bedarf ein die
Haltung gefährlicher Hunde verhindern wollender Steuersatz einer Absicherung in
den Materien des sachlichen Rechts (6 C 10308/2005 14. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Bonn hat ein Rechtsanwalt bei einem
Vergleich nach § 278 VI ZPO Anspruch auf eine Terminsgebühr (8 T 39/2005 29.
April 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Flensburg sind nur bei bestimmter
Windrichtung in den Luftraum eines Nachbargrundstücks ragende Rotorblätter
einer Windenergieanlage kein Überbau, sondern nur eine durch beschränkt
persönliche Dienstbarkeit absicherbare Nutzung (5 T 199/2005 14. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln können die Kosten einer
Bahncard 100 im Rahmen der Erstattung von Fahrtkosten eines
Prozessbevollmächtigten zum Gerichtsort nicht (anteilig) erstattet werden (6 K
2566/2002 9. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Berlin ist der für einen Euro pro
Stunde eine Tätigkeit Ausführende eine arbeitnehmerähnliche Person (75 Ca
10146/2005 25. August 2005).
Lackmann, Rolf, Der Zivilrechtsfall in Prüfung und Praxis, 2006
Beckmann, Heiner, Finanzierungsleasing, 3. A. 2006
GmbHG Großkommentar, hg. v. Ulmer,
Peter/Habersack, Mathias/Winter, Martin, Bd. 1ff. 2005ff.
Hansen/Kelber/Zeißig/Breezmann/Confurius, Rechtsstellung der Führungskräfte in
Unternehmen, 2006
Schmitt, J./Hörtnagl, R./Stratz, R., Umwandlungsgesetz Umwandlungssteuergesetz,
4. A. 2006
Koehl/Spieß, Anwaltliche Tätigkeit im öffentlichen Recht, 2005
Janiszewski, H./Jagow, J./Burmann, M., Straßenverkehrsrecht, 19. A. 2005
Handbuch des Fachanwalts Bau- und Architektenrecht, hg. v. Kuffer,
Johann/Wirth, Axel, 2005
Redeker, K./Oertzen, H. v., Verwaltungsgerichtsordnung, 14. A. 2005
2005-11-18 Nach
einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands steht ein vor der
Eröffnung des Insolvenzverfahrens in einer Standortsicherungsvereinbarung
zugesagter Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen einer vom
Insolvenzverwalter wegen beabsichtigter Betriebsstilllegung ausgesprochenen
Kündigung nicht entgegen (6 AZR 107/2005 17. November 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann eine Zustimmung
zur vorzeitigen Auflösung eines Beratervertrags gegen Zahlung eines
„Schadensersatzes“ eine sonstige steuerbare Leistung im Sinne des § 1 I Nr. 1
Satz 1 UStG 1993 sein (V R 34/2003 7. Juli 2005).
Nach Entscheidungen des Verfassungsgerichtshofs Bayern ist die 42-Stunden-Woche
für Bayerns Beamte verfassungsgemäß (13-VII-2004 20. September 2005 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe ist die
Berichterstattung der Bunten über die Vaterschaft Alberts von Monaco in Form
eines Interviews mit der Kindsmutter rechtmäßig (14 U 169/2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Bautzen ist eine Schadensersatzklage
eines Konzertveranstalters gegen Dieter Bohlen und Thomas Anders wegen eines
gescheiterten Modern Talking-Konzerts abgewiesen.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin ist die Belegung der
Fernsehkanäle im Kabelnetz Berlins grundsätzlich rechtmäßig (VG 27 A 166/2004
17. November 2005).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Hamburg-Harburg darf E.ON Hanse einer
die Zahlung einer Preiserhöhung verweigernden Familie die Gasversorgung nicht
sperren (301 O 118/2005 8. November 2005).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Niederlande ist Samir
Azzous vom Verdacht der Vorbereitung eines Anschlags freigesprochen.
CDU/CSU und SPD schließen einen Koalitionsvertrag über die Bildung einer
Regierungskoalition in Deutschland ab.
† Günther Grethe 26. Dezember 1919-12. November 2005.
2005-11-17 Nach
einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle ist die Tötung einer
Rinderherde (z. B. in Niedersachsen) nach Feststellung des Rinderwahnsinns
eines Rindes dieser Herde rechtmäßig, so dass der Eigentümer keinen
Schadensersatzanspruch gegen den Staat hat (8. November 2005).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz können durch einen
Hangrutsch verursachte, die Bewohnbarkeit eines Hauses wiederherstellende
Aufwendungen außergewöhnliche Belastungen sein (1 K 2507/2004 19. Oktober
2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin ist Robert Hoyzer wegen
rechtswidrig geleiteter Fußballspiele zu zwei Jahren und fünf Monaten Haft,
Dominik Marks zu 18 Monaten Haft mit Bewährung verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Koblenz ist einem Vertreiber einer
Praxissoftware die Einfügung eines die Versandapotheke DocMorris begünstigenden
Moduls untersagt (1 HK.O 165/2005 18. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I haben Anleger des
Babelsbergers Filmfonds Vif 3 keine Ansprüche wegen des Verlustes ihrer
Einlagen, weil der Prospekt auf diese Gefahr hingewiesen habe (32 O 12973/2005
31. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Braunschweig hat die Volkswagen AG
Klaus-Joachim Gebauer rechtmäßig fristlos gekündigt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Ungarns ist die Erbin eines
jüdischen Sammlers Eigentümerin eines unter nationalsozialistischer Herrschaft
gestohlenen, später von einem Budapester Museum in Besitz genommenen Bildes EL
Grecos.
Nach einer Entscheidung des obersten Gerichtshofs Chiles kann Augusto Pinochet
einem Gerichtsverfahren geistig folgen.
Der Bundesrat der Schweiz gibt die auf Betreiben eines Gläubigers in Genf und
Basel beschlagnahmten Bilder des Puschkinmuseums Russlands zur Ausfuhr frei.
Mit 170 gegen 132 Stimmen billigt der Senat Italiens die den
Ministerpräsidenten vom Vertrauendes Parlaments lösende und den Föderalismus
stärkende Verfassungsänderung.
Die Commerzbank Deutschlands erwirbt mit Hilfe einer Kapitalerhöhung Eurohypo.
Das europäische Parlament billigt eine zu Gunsten der Industrie entschärfte
Fassung der Verordnung zur Registrierung von Chemikalien.
2005-11-16 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands darf Manfred
Stolpe (entgegen einem Urteil des Bundesgerichtshofs Deutschlands) mangels
Beweises nicht (persönlichkeitsrechtsverletzend) als informeller Mitarbeiter
des Staatssicherheitsdiensts der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik
bezeichnet werden (1 BvR 1696/1998 25. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist das
Verbot (des Oberlandesgerichts Karlruhe), ein Kind mit den Vornamen Bernd
Anderson Peter zu benennen, wegen ungenügender Berücksichtigung des Kindeswohls
rechtswidrig (1 BvR 691/2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands kann
Unterlassung einer mehrdeutigen persönlichkeitsverletzenden Meinungsäußerung
auch bei Möglichkeit einer rechtmäßigen Deutungsvariante verlangt werden (1 BvR
1696/1998 25. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands kann der
krankheitsbedingt ständige Beobachtung und Betreuung Benötigende von der
Krankenkasse auch während der Beobachtungszeiten die Bezahlung einer
Pflegeperson verlangen (B 3 KR 38/2004 R 10. November 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands hat auch eine
arbeitnehmerähnliche Person Anspruch auf bezahlte Freistellung, der bei
Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses in Geld abzugelten ist (9 AZR
626/2004 15. November 2004).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I ist das Hochschleudern einer
Flasche von der Fahrbahn auf die Motorhaube eines fahrenden Kraftfahrzeugs ein
unabwendbares Ereignis im Straßenverkehr (344 C 1721/2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Braunschweig müssen zwei
Abgeordnete der SPD ihre von der Volkswagen AG ohne nennenswerte Gegenleistung
erhaltenen hohen Nebeneinkünfte an die Staatskasse abführen.
Nach einer Entscheidung des Jugoslawienkriegsverbrechertribunals der Vereinten
Nationen ist General Halilović (mangels Beweises der Beteiligung an
Morden) freigesprochen.
Die CSU überweist 2,3 Millionen Euro aus Strafgeldern der CDU An die CDU
zurück, weil sie sich nicht an der CDU bereichern will.
Auf Grund einer Einigung wird die Baader Wertpapierhandelsbank als zweiter
Skontroführer (Makler zwischen Emittenten und Anlegern) an der Börse Stuttgart
zugelassen.
Nach Rückgabe des Bundestagsmandats durch Edmund Stoiber wird Johannes
Singhammer Mitglied des Bundestags Deutschlands.
2005-11-15 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist das Fahrverbot Tirols für
Lastkraftwagen mit bestimmten Gütern auf der Inntalautobahn zwischen Kufstein
und Innsbruck wegen unverhältnismäßiger Verletzung der Warenverkehrsfreiheit
europarechtswidrig (C-320/2003).
Nach Entscheidungen des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf die Presse über
einen schweren Verkehrsverstoß (z. B. Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit
von 130 Stundenkilometern um 81 Stundenkilometer) eines bekannten Bürgers (z.
B. Prinz Ernst August von Hannover) unter Namensnennung und Abbildung berichten
(VI ZR 286/2004 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der Zwangsausschluss
von Minderheitsaktionären verfassungsgemäß (II ZR 327/2003 25. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine farbliche
Gestaltung (z. B. bei einer dentalen Abformmasse) nur herkunftshinweisend, wenn
die Farbe als Kennzeichnungsmittel verstanden wird (I ZR 188/2002 22. September
2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Tötung
wegen belastender Aussage als Zeuge Tötung aus einem niedrigen Beweggrund (4
StR 290/2005 1. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Köln kann ein einbehaltene
Lohnsteuer vor einer Insolvenzeröffnung nicht an das Finanzamt abführender
Geschäftsführer einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung für die
Lohnsteuerschulden der Gesellschaft in Haftung genommen werden (12. September
2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Rostock ist der Mörder einer
16jährigen Gymnasiastin zu lebenslanger Haft mit anschließender
Sicherungsverwahrung verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main ist der
Abwickler der German Asset Managers AG abberufen und sind die den freien
Zugriff der Gamag auf ihre Konten und Wertpapierdepots im Inland beschränkenden
Verfügungen an Banken aufgehoben.
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Düsseldorf ist die im 30-Tage-Modus
erfolgende, pro Jahr 360 Tage berücksichtigende Abrechnung des monatlichen
Arbeitslosengelds verfassungsgemäß (7 AL 132/2005 5. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Potsdam sind Peter-Michael Diestel und
drei Mitangeklagte vom Vorwurf der Anstiftung zur uneidlichen Faschaussage
mangels Beweises freigesprochen.
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Österreich ist ein
tägliches Verpflegungsgeld für Zivildiener von (nur) 6 Euro verfassungswidrig.
2005-11-14 Nach
einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands sind für
Streitverfahren über Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung die
Sozialgerichte zuständig (B 9b SF 4/2005 R 13. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Nürnberg ist ein durch kurzes
Bedienen des Autoradios verursachtes Auffahren auf eine Verkehrsinsel durch
einen kaskoversicherten Kraftfahrzeugführer nicht grob fahrlässig (8 U
4033/2004).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Zweibrücken ist dem aus einer
Feststellungsklage auf Vaterschaft eines nichtehelichen Kindes Beklagten
grundsätzlich Prozesskostenhilfe zu gewähren (5 WF 75/2005).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Düsseldorf ist die
Liebesbeziehungen unter den Arbeitnehmern verbietende Verhaltensrichtlinie
WalMarts verfassungswidrig (10 TaBV 46/2005).
CDU, CSU und SPD billigen den Koalitionsvertrag zur Bildung einer großen
Koalition in Deutschland unter der Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Christean Wagner wird Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag Hessens.
Jürgen Banzer wird Justizminister Hessens.
2004 sind in den Vereinigten Staaten von Amerika 120 Männer und fünf Frauen zum
Tod verurteilt und 59 (der insgesamt 3315 zum Tod verurteilten) Häftlinge hingerichtet
worden.
Frankreich verlängert den wegen Unruhen Jugendlicher in Städten verhängten
Ausnahmezustand um drei Monate.
Saudiarabien ist 149. Mitglied der Welthandelsorganisation.
Euro = 1,17 Dollar.
Das Deutsche Wörterbuch der Brüder Grimm ist in elektronischer Form für 49,90
Euro erhältlich (http://www.zweitausendeins.de).
2005-11-13 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs schließt Art. 12 EG es aus,
dass die Zulässigkeit der Forderung eines Urhebers auf Schutz in einem
Mitgliedstaat nach dem Urheberrecht dieses Staates (z. B. Frankreichs) von
einem Unterscheidungsmerkmal abhängt, das auf dem Ursprungsland des Werkes
beruht (C-28/2004 30. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist für eine
Erneuerung eines abgelehnten Antrags auf Erlass einer einstweiligen Anordnung
ein Rechtschutzbedürfnis nur gegeben, wenn neu hervorgetretene Gründe
vorliegen, die bei Erlass des vorangegangenen Beschlusses noch nicht
berücksichtigt werden konnten (1 BvR 1139/2003 18. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands müssen zur
Beurteilung der Frage, wie sich ein Mandant bei pflichtgemäßer
rechtsanwaltlicher Beratung verhalten hätte, die Handlungsalternativen geprüft
und ihre Rechtsfolgen unter sich und mit den Handlungszielen des Mandanten
verglichen werden (IX ZR 49/2002 21. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat der an Stelle
des vertragswidrig handelnden Verleihers von Arbeitnehmern zur Entrichtung der
Lohnnebenkosten an die Einzugsstelle verpflichtete Entleiher in der Insolvenz
des Verleihers keine Aufrechnungsmöglichkeit (IX ZR 142/2003 14. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat die auf Antrag
des Gläubigers vom Vollstreckungsgericht gemäß § 850c IV ZPO zu treffende
Bestimmung unter Einbeziehung aller wesentlichen Umstände des Einzelfalls und
nicht nur nach festen Berechnungsgrößen zu erfolgen (VII ZB 28/2005 5. April
2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein Richter
nicht dadurch in seiner richterlichen Unabhängigkeit beeinträchtigt, dass die
Übertragung eines Richteramts mit höherem Endgrundgehalt von der Erprobung bei
einem Oberlandesgericht abhängig gemacht wird (RiZ [R] 2/2004 16. März 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann ein
Arbeitgeber eine freiwillige Abfindungszahlung vom Unterlassen einer
Kündigungsschutzklage abhängig machen (9 AZR 116/2004 15. Februar 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs muss der Staat die Kosten
(Verwaltungskosten und Gerichtskosten) eines Verfahrens tragen, an dessen Ende
das Bundesverfassungsgericht die Verfassungswidrigkeit einer (steuerlichen)
Regelung feststellt, dem Kläger aber ein Sonderopfer in der Form auferlegt,
dass er die Verfassungswidrigkeit für die Vergangenheit hinzunehmen hat (VI R
123/1994 18. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm kann es an der
Erkennbarkeit der Wirkung eines Betäubungsmittels zum Tatzeitpunkt ausnahmsweise
fehlen, wenn zwischen der Einnahme des Rauschmittels und der Begehung der Tat
längere Zeit vergeht (4 Ss O Wi 215/2005 3. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Frankfurt am Main ist ein Vermieter
bei unwirksamer Schönheitsreparaturübertragung auf den Mieter nicht am
Verlangen der Zustimmung des Mieters zu einer entsprechenden Mieterhöhung
gehindert (33 C 2479/2005 16. September 2005).
2005-11-12 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs findet Art. 16 Nr. 1 lit. a
des Übereinkommens vom 27. 9. 1968 über die gerichtliche Zuständigkeit und die
Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen keine
Anwendung auf einen Vertrag über eine Clubmitgliedschaft, der als Gegenleistung
zur Mitgliedschaftsgebühr, die den Hauptbestandteil des Gesamtpreises ausmacht,
den Mitgliedern ermöglicht, das Teilnutzungsrecht an einer lediglich nach Typ
und Lageort bezeichneten Immobilie zu erwerben und der die Aufnahme der
Mitglieder in eine Organisation vorsieht, die einen Tausch ihres Nutzungsrechts
ermöglicht (C-73/2004 13. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann von einer
Vielzahl von Einzelüberweisungen auf ein für einen längeren Zeitraum
eingerichtetes Rubrikkonto nicht auf eine gewerbliche Tätigkeit des
Kontoinhabers im steuerrechtlichen Sinne geschlossen werden (5 StR 65/2005 11.
Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands umfasst die durch
den Meistbegünstigungsgrundsatz des Art. VII Abs. 1 UNÜ gebotene Anwendung
schiedsfreundlichen nationalen Rechts die Bestimmungen zur Anerkennung und
Vollstreckung von Schiedssprüchen und die Kollisionsregeln und können
Rechnungen, die erkennbar über erbrachte Werkleistungen abrechnen, nicht als
kaufmännische Bestätigungsschreiben einer mündlichen Vereinbarung aufgefasst
werden mit der andernfalls möglichen Folge der Wirkungsentfaltung einer
allgemeinen Geschäftsbedingungsschiedsklausel (III ZB 18/2005 21. September
2005).
Nach Entscheidungen des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine einem
Gesellschafter oder einer Gesellschaftergruppe einer Personengesellschaft oder
einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung den Ausschluss eines
Mitgesellschafters aus der Gesellschaft ohne sachlichen Grund ermöglichende Vereinbarung
nach § 138 I BGBG grundsätzlich nichtig, doch kann dies in Sonderfällen auch
anders sein (II ZR 173/2004 19. September 2005, II ZR 342/2003 19. September
2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine in
Liechtenstein nach liechtensteinischen Vorschriften wirksam gegründete
Kapitalgesellschaft in einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den
europäischen Wirtschaftsraum auf der Grundlage der darin garantierten
Niederlassungsfreiheit – unabhängig von dem Ort ihres tatsächlichen
Verwaltungssitzes – in der Rechtsform anzuerkennen, in der sie gegründet wurde,
so dass sie befugt ist, ihre vertraglichen Rechte in der Bundesrepublik
Deutschland geltend zu machen und gerichtlich durchzusetzen (II ZR 372/2003 19.
September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein Gericht
ohne zusätzliche Anhaltspunkte möglichen Gründen für eine fehlerhafte
Stempelung über eine Äußerung der Wachtmeisterei hinaus nicht näher nachgehen
(III ZB 81/2004 15. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands bezweckt das an
Justizvollzugsbedienstete gerichtete Verbot der Überlassung von Waffen,
Ausbruchswerkzeugen und anderen gefährlichen Sachen auch und gerade den Schutz
anderer Justizvollzugsbediensteter (III ZR 408/2004 15. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kommt wegen der
bewussten und eindeutigen Willensentscheidung des Gesetzgebers eine Erteilung
des Namens des nach dem Tode der sorgeberechtigten Mutter das Sorgerecht
erlangenden, mit der Mutter nicht verheirateten Vaters an das Kind nicht in
Betracht (XII ZB 112/2005 10. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf sich der
Tatrichter auch im Bereich der Vertragshaftung nicht unter Hinweis auf die
Unsicherheit möglicher Prognosen vorschnell der Aufgabe der Schadensermittlung
entziehen (X ZR 134/2004 26. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands benachteiligt eine
Schönheitsreparaturen für Küchen, Bäder und Toiletten in der Regel spätestens
nach drei Jahren, für Wohnräume, Schlafräume und Dielen in der Regel spätestens
nach fünf Jahren und für sonstige Räumlichkeiten in der Regel spätestens nach
sieben Jahren vorsehende Wohnraummietvertragsgeschäftsbedingung den Mieter
nicht unangemessen (VIII ZR 351/2004 13. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kommt auch nach
Entzug der Prozesskostenhilfe wegen Nichtzahlung festgesetzter Raten bei
veränderten persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen eine Neubewilligung
in Betracht (VI ZB 72/2003 12. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands handelt ein
niedergelassenen Ärzten die Durchführung von Laboruntersuchungen unter den Selbstkosten
in der Erwartung von Patientenzuweisungen durch diese Ärzte an das Labor
anbietender Laborarzt (Eine Hand wäscht die andere) unlauter (I ZR 201/2002 21.
April 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist bei der
Berechnung von Wohngeld auch eine vom Sozialhilfeträger im Wege der Erstattung
vereinnahmte Rente als Einkommen des Rentenberechtigten zu berücksichtigen (5 C
13/2003 7. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands darf nach
Entzug einer Fahrerlaubnis wegen eines Drogendelikts bei der Neuerteilung der
Fahrerlaubnis die Vorlage eines medizinisch-psychologischen Gutachtens nach
Verwertungsverbot der Tat wegen Zeitablaufs nicht mehr verlangt werden (3 C
21/2004 9. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts kann nicht
unterstellt werden, dass eine überwiegend im Inland Geschäfte betreibende
Auslandsgesellschaft (z. B. eine nach englischem Recht gegründete Limited) ihre
Hauptverwaltung oder ihre Hauptniederlassung im Inland hat (1 Z AR 147/2005 3.
August 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main muss ein
Grundstücksmakler nicht besonders auf den Fertigbaucharakter eines vermittelten
Wohnhauses hinweisen (19 W 26/2005 1. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe darf die Entscheidung
und Beweiserhebung im Arzthaftungsprozess grundsätzlich nicht durch den
Einzelrichter erfolgen (7 W 28/2005 24. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz kann bei
testamentarischer Zuweisung eines Hausgrundstücks ein Vorausvermächtnis nur bei
nachweisbarer Absicht der Begünstigung des Bedachten angenommen werden (5 U
451/2005 13. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln hat ein pflichtwidrig
schuldhaft den Sitzungssaal während laufender Hauptverhandlung verlassender
Verteidiger die dadurch verursachten Kosten zu tragen (1 Ws 237-240,
243-244/2005 15. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Zweibrücken muss ein die
Aufsichtspflicht verletzender Heimträger die von einem dort untergebrachten,
entwichenen Jugendlichen einem Dritten zugefügten Schäden ersetzen (2 S 4/2005
6. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Siegburg muss der Unternehmer bei
Widerruf einer Fernabsatzvertragswillenserklärung des Käufers den Kaufpreis
zurückzahlen (117 C 262/2004 23. Februar 2005).
Sommer, Michael, Die Gesellschaftsverträge der GmbH & Co. KG, 3. A. 2005
Freund, Ri Lydia Jo, Der Rechtsformwechsel zwischen Personengesellschaften,
2005
Nagel/Freis/Kleinsorge, Die Beteiligung der Arbeitnehmer in der Europäischen
Gesellschaft – SE, 2005
Götting, Horst-Peter, Wettbewerbsrecht, 2005
Haberstumpf, Helmut, Wettbewerbs- und Kartellrecht, gewerblicher Rechtsschutz,
3. A. 2005
Erfurter Kommentar zum Arbeitsrecht, hg. v. Dieterich, Thomas/Müller-Glöge,
Rudi/Preis, Ulrich/Schaub, Günter, 6. A. 2006
Köhler, H./Meyer, Abwasserabgabengesetz, 2. A. 2005
Becksches Prozessformularbuch, 10. A. 2006
Knöringer, Dieter, Die Assessorklausur im Zivilprozess, 11. A. 2005
Schomburg, Wolfgang/Lagodny, Otto/Gleß, Sabine/Hackner, Thomas, Internationale
Rechtshilfe in Strafsachen, 4. A. 2006
Weber/Schäfer/Hausmann, Praxishandbuch Public Private Partnership, 2006
2005-11-11 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind auf die stille
Gesellschaft grundsätzlich die Grundsätze der fehlerhaften Gesellschaft
anwendbar und darf eine Beweisaufnahme (z. B. gegen die Göttinger Gruppe) durch
ein Gericht nicht mit dem Hinweis darauf abgelehnt werden, dass die
Staatsanwaltschaft keine Unregelmäßigkeiten entdeckt habe (II ZR 314/2003 26.
September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein unten
stehendes Mitglied eines Schenkkreises das an ein oben stehendes Mitglied
gezahlte Geld aus ungerechtfertigter Bereicherung zurückverlangen (III ZR
72/2005 10. November 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands muss die Frage, ob
ein Kursmakler Einkünfte aus freiberuflicher Tätigkeit erzielt, wegen
ausgelaufenen Rechts nicht mehr geklärt werden (IV B 102/2003 30. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands muss eine
Brieftaubenvereinigung die Wettumsätze voll versteuern (V R 42/2002 18. August
2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern ist die Rücknahme
einer Genehmigung einer Stiftung wegen arglistiger Täuschung bei der Erwirkung
der Genehmigung möglich (5 BV 2841/2003 12. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist die Auslieferung
eines wegen Teilnahme an einer Demonstration zu 20 Jahren Haft verurteilten
Türken in seine Heimat wegen möglicher politischer Verfolgung abgelehnt (III –
A Ausl [A] 43/2003-210/2005 III).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe muss die Neue Woche
eine Gegendarstellung zu Hugo Egon Balder –Geliebte zeigt ihn nach Gewalttat an
veröffentlichen.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz erfasst eine
Autoinhaltsversicherung mit Nachtzeitklausel auch dauerhaft im Kraftfahrzeug
untergebrachte Gegenstände (127 E 2 – 58/5005).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Köln ist bei der Ermittlung des
Gewerbeertrags als Bemessungsgrundlage auch im Rahmen der Ermittlung des
Gewerbeertrags einer Mitunternehmerschaft in Form einer
Personenhandelsgesellschaft § 8b VI KStG anzuwenden (7 K 1000/2004 31. August
2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin ist der Parteiausschluss Martin
Hohmanns aus der CDU nicht rechtswidrig.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Regensburg ist eine einen 13jährigen
Schüler verführende 31jährige Lehrerin wegen schweren sexuellen Missbrauch
eines Kindes in Tateinheit mit sexuellem Missbrauch von Schutzbefohlenen zu
zweieinhalb Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Neustadt an der Weinstraße
besteht für einen Beamten keine Anspruch auf Beihilfe zu den Kosten eines
Mittels gegen Haarausfall (3 K 1353/2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Österreichs darf eine
Dienstbehörde (rechtswidrige) Nebentätigkeiten eines Beamten nicht durch
Bescheid, sondern nur im Rahmen eines Disziplinarverfahrens untersagen.
† Richard Brandt 1903-1. November 2005.
† Rudolf Kuck 8. Dezember 1918-9. November 2005.
2005-11-10 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ist wegen
des höheren Wertes des Schutzes von Pluralismus und Geschlechtergleichstellung
gegenüber der Religionsfreiheit das Verbot des Tragens eines Kopftuchs in
Universitäten der Türkei nicht menschenrechtswidrig (44774/1998 10. November
2005).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist der zigarettenartig
vorportionierte Tabak (z. B. in Deutschland) wie Zigaretten (höher als
Feinschnitt) zu versteuern (C-197/2004 19. November 2005).
Nach Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine
Besteuerung einer aus beruflichen Gründen von einem Verheirateten gehaltenen
Zweitwohnung verfassungswidrig (1 BvR 1232/2000 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind ernsthafte
Verkaufsverhandlungen ein (vollendetes) Handeltreiben nach dem
Betäubungsmittelgesetz (GSSt 1/2005 26. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands gehen
Zweifel darüber, ob in einem Arbeitvertrag bei fehlender Tarifbindung und
Verweisung auf den Inhalt von Tarifverträgen auf einen im Zeitpunkt des
Vertragsschlusses geltenden Tarifvertrag (statische Verweisung) oder auf den
jeweils geltenden Tarifvertrag (dynamische Verweisung) verwiesen ist, zu Lasten
des Arbeitgebers (5 AZR 128/2005 9. November 2005).
Nach Entscheidungen des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands beruhen die im
Rahmen der Tarifreform in der Metallindustrie als Strukturkomponenten
vereinbarten Einmalzahlungen auf einer rechtmäßigen strukturellen Änderung des
Gehaltstarifvertrags (5 AZR 351/2005 9. November 2005 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle muss ein Landkreis die
Vergabe des Schulbusbetriebs an private Unternehmer in einem Vergabeverfahren
durchführen (13 Verg 12/2005 10. November 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main darf ein
Sportverband Werbung auf Hosen von Sportlern (z. B. Arminia Hannovers) wegen
der Sportästhetik untersagen (2-06 O 101/054 9. November 2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin ist ein Leinen- und
Maulkorbzwang für einen einen vorüberlaufenden Fußgänger beißenden Hund
rechtmäßig (11 A 724/2005).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Leipzig ist ein Geschwisterpaar wegen
Inzests zu zweieinhalb Jahren Haft bzw. einer Therapie verurteilt.
In Deutschland haben die Staatsanwaltschaften in 60 Prozent der Fälle des
Verdachts der Erschleichung von Leistungen nach dem
Bundesausbildungsförderungsgesetz das Verfahren eingestellt.
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Österreich ist die
Nichteinbeziehung Homosexueller in die Mitversicherung verfassungswidrig.
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Österreichs ist die
Verwendung von Überschüssen des Pleitenfonds für fondsfremde Abschöpfungen
verfassungswidrig.
In Deutschland gibt es rund 400000 Ärzte (0, 5 Prozent der Bevölkerung).
† Alfred Söllner Frankfurt am Main 5. Februar 1930-Gießen 9. November 2005.
2005-11-09 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs kann der Absender eines in
falscher Sprache versandten Schriftstücks den Mangel durch Übersendung der
geforderten Übersetzung heilen (C-443/2003 8. November 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein
Versicherungsunternehmen (z. B. Hamburg-Mannheimer Versicherung) auf Grund
Anerkenntnisses eine Abzugsklausel vom Rückkaufswert bei Kündigung durch den
Versicherten nicht mehr verwenden (IV ZR 63/2004).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein wirksam
wegen Eigenbedarfs kündigender Vermieter den Mieter nicht über den
nachträglichen Wegfall des Eigenbedarfs unterrichten (VIII ZR 339/2004).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands kann eine
Krankenkasse bei nicht sicher feststellbarer krankheitsbedingter
Arbeitsunfähigkeit die Gewährung von Krankengeld ablehnen (1 KR 18/2004 8.
November 2005)
Nach Entscheidungen des Bundessozialgerichts Deutschlands ist die Art der
Anrechnung von Unfallrenten von Staatsbürgern der ehemaligen Deutschen
Demokratischen Republik auf die Altersrente wegen Verletzung des
Gleichheitssatzes verfassungswidrig (B 4 RA 10/2005 3. November 2005 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf bleibt Heinz Nieder
trotz 8jähriger Untersuchungshaft wegen deren Verhältnismäßigkeit weiter in
Haft.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist ein Fußgänger bei einem
Sturz mit 2,67 Promille Blutalkoholgehalt nicht unfallversichert (5 W 111/2005
20. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster kann einem nach
Entzug des deutschen Führerscheins einen ausländischen Führerschein erwerbenden
Kraftfahrzeugführer wegen des öffentlichen Interesses am Schutz vor
Verkehrsteilnahme Ungeeigneter auch der ausländische Führerschein entzogen
werden (16 B 736/2005 4. November 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Amberg wird ein (als Erzengel Gabriel)
einen (als Teufel erkannten) Waffenhändler mit einem Samuraischwert köpfender
Student dauerhaft in die Psychiatrie eingewiesen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Österreichs sind ein Notarzt
und ein Polizist wegen des Todes Cheibani Wagues während einer Amtshandlung zu
sieben Monaten bedingter Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Frankreichs sind zwei
Mitarbeiter François Mitterands wegen rechtswidrigen Abhörens zu Haft und
Geldstrafen verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Chinas ist ein Bibeln
druckender und verkaufender Pastor einer staatlich nicht anerkannten protestantischen
Kirche wegen illegaler Geschäftspraktiken zu drei Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung der Satzungsversammlung der Bundesrechtsanwaltskammer
Deutschlands dürfen Rechtsanwälte einer Bürogemeinschaft bei Einverständnis der
Mandanten künftig widerstreitende Interessen vertreten.
Die Länder Deutschlands beschließen ein deutschlandweites datenbankgestütztes
Grundbuch.
Das Saarland und der Deutsche EDV-Gerichtstag vereinbaren die Europäische
EDV-Akademie des Rechts in Merzig.
In Deutschland wurden im Oktober 2005 von 3367 bearbeiteten Asylanträgen 22 als
begründet anerkannt.
Das Unterhaus Englands lehnt das Anti-Terror-Gesetz ab.
Nach einer Entscheidung der Regulierungsbehörde Spaniens ist die feindliche
Übernahme Endesas durch Gas Natural rechtmäßig.
Im Bundesstaat Washington der Vereinigten Staaten von Amerika ist nach einer
Volksabstimmung Rauchen auch in der Nähe von Eingängen und
Ventilationsschächten öffentlicher Gebäude und Restaurants verboten.
2005-11-08 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ist die
Ukraine wegen ungenügenden Schutzes des Opfers und wegen ungenügender
Verfolgung der Mörder des Journalisten Georgij Gongadse zu einer Entschädigung
von 100000 Euro an die Witwe verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein
Fußballverein von einem Hörfunksender für die Berichterstattung über Spiele aus
seinem Stadion ein Entgelt verlangen (KZR 37/2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist der Zugewinnausgleich
auch bei einer der Beendigung der Zugewinngemeinschaft folgenden Neubegründung
nicht schenkungsteuerpflichtig (II R 29/2002 12. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle kann ein anonym bleibender
Unternehmer von einem öffentlichen Auftraggeber nicht die Einhaltung der
Bestimmungen für Vergabeverfahren verlangen (13 Verg 8/2005 25. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg ist dba
Luftfahrtgesellschaft außerhalb des Schienenverkehrs nicht mit Deutsche(r) Bahn
AG verwechselbar (5 U 129/2005 22. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg muss die Ferrero Deutschland
GmbH wegen der Rechte des Fußballweltverbandes FIFA in die Löschung der Marken
2006, 2010, Südafrika 2010, Deutschland 2006, WM 2010 und anderer einwilligen
(321 O 353/2005 25. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Rostock müssen drei nackt durch ein
Fußballspiel in Rostock laufende Störer Hansa Rostock 20000 Euro Strafe des
Deutschen Fußballbundes ersetzen.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main ist für ein
Finanzkommissionsgeschäft ein Eigentumszwischenerwerb eines Kommissionärs
erforderlich (1 E 1159/2005 27. Oktober 2005).
Nacheiner Entscheidung des zuständigen Gerichts Frankreichs sind zwei Männer
wegen nächtlichen Sammelns und Verkaufens verschlagener (fremder) Golfbälle zu
einer Geldstrafe von 500 Euro verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Russlands ist die Klage der
Sterndeuterin Marina Bai gegen die Nasa auf 225 Millionen Euro Schadensersatz
wegen Störung des natürlichen Gleichgewichts im Weltall durch Beschuss des
Kometen Tempel-1 abgewiesen.
Die Mehrheit des Bundestags Deutschlands lehnt Lothar Bisky als
Bundestagsvizepräsidenten erneut ab.
Jens Börnsen ist zum Bürgermeister Bremens gewählt.
2005-11-07 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs kann bei identischen Waren
oder Dienstleistungen Verwechslungsgefahr bestehen, wenn ein Kennzeichen aus
einer eigenen Unternehmensbezeichnung und der kennzeichnungskräftigen
eingetragenen Marke eines anderen Unternehmens gebildet wird (C-120/2004 6.
Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs muss ein gegen Zahlung
eines Pauschalpreises eigene und fremde Leistungen anbietender
Reiseveranstalter den seine eigene Leistung darstellenden Teil des
Pauschalpreises nach deren bestimmbaren Marktwert berechnen (C-291/2003 6.
Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands trägt der Mieter
die Darlegungs- und Beweislast für die Aushändigung einer von ihm dem
Veräußerer übergebenen, nach Veräußerung vom Erwerber zurückverlangten Kaution
von dem Veräußerer an den Erwerber (VIII ZR 372/2004 28. September 2005).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Spaniens ist das
Strafverfahren gegen César Alierta wegen Insiderhandels auf Grund Verjährung
eingestellt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Kroatiens ist Pedrag
Matvejević wegen Verleumdung eines anderen Schriftstellers zu fünf Monaten
Haft verurteilt.
CDU/CSU und SPD einigen sich auf die vorläufige Nichtanwendung der
Bolognaregeln auf das Studium der Rechtswissenschaft.
Die Satzungsversammlung der Bundesrechtsanwaltskammer beschließt
Fachanwaltschaften für gewerblichen Rechtsschutz und Handels- und
Gesellschaftsrecht.
Dieter Kley ist vorsitzender Richter am Bundesverwaltungsgericht.
Adolf Claussen ist als Nachfolger Konrad Wessers Direktor des Arbeitsgerichts
Bremen-Bremerhaven.
Der Euro sinkt wegen steigender Zinsen in den Vereinigten Staaten von Amerika
auf einen Wert von 1,1776 Dollar.
2005-11-06 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands lässt sich aus
dem Prozessgrundrecht auf ein faires rechtsstaatliches Verfahren kein
Rechtssatz des Inhalts ableiten, dass im Falle einer rechtsfehlerhaften
Beweiserhebung die Verwertung der gewonnenen Beweise stets unzulässig ist (2
BvR 1502/2004 30. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann eine
Datenbankrechtsverletzung auch gegeben sein, wenn Daten entnommen und auf
andere Weise zusammengefasst werden (I ZR 290/2002 21. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands bewirkt das Fehlen
einer Datumsangabe einer Zustellung gegen Empfangsbekenntnis nicht in jedem Fall
die Unwirksamkeit der Zustellung (NotZ 12/2005 11. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands wird ein in einem
zwischen Privatpersonen geschlossenen Kaufvertrag über ein gebrauchtes
Kraftfahrzeug enthaltener formularmäßiger Gewährleistungsausschluss durch den
handschriftlichen Zusatz gekauft wie gesehen nicht eingeschränkt (VIII ZR
136/2004 6. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der
Schadensersatzanspruch gegen den Vertreter der durch eine notarielle
Amtspflichtverletzung geschädigten Vertragspartei auch dann keine anderweitige
Ersatzmöglichkeit, wenn der Vertreter (zusätzlich) Rechtsanwalt ist (III ZR
374/2004 28. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein Beschluss
eines Notarsenats nicht mit Gründen versehen, wenn er nicht binnen fünf Monaten
nach der mündlichen Verhandlung vollständig schriftlich niedergelegt, von den
Richtern besonders unterschrieben und der Geschäftsstelle übergeben worden ist
(NotZ 23/2004 22. November 2004).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands erfordert
das Bestimmtheitsgebot nicht die Aufnahme allgemeiner oder zusätzlicher
Nebenbestimmungen in einen Bescheid (8 C 8/2004 27. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands erfolgt die
Entscheidung über eine Verrechnung nach § 10 III AbwAG durch Verwaltungsakt (9
C 4/2004 20. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands schließt die
Anordnung eines kommunalrechtlichen Anschluss- und Benutzungszwangs für die
Fernwärmeversorgung nicht die privatrechtliche Gestaltung des
Benutzungsverhältnisses aus (8 CN 1/2004 6. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands gilt bei
Vereinbarung einer längeren Kündigungsfrist für den Arbeitnehmer diese längere
Kündigungsfrist auch für den Arbeitgeber (2 AZR 296/2004 2. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands unterliegen
Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse für eine Ersatzkraft im Rahmen der
Haushaltshilfe an nahe Angehörige nach § 38 IV 2 SGB V nicht dem
Progressionsvorbehalt (VI R 109/2000 17. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Staatsgerichtshofs Hessen geht der Bestandsschutz
nicht so weit, dass er auch die Erhaltung einer in ihrer Substanz vollständig
erneuerten Einfriedung deckt (P. St. 1842 13. Dezember 2004).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart unterliegt eine
Mitteilung einer Justizbehörde an das Kraftfahrtbundesamt zwecks Eintragung in
das Verkehrszentralregister der gerichtlichen Überprüfung im Rechtsweg nach den
§§ 23ff. EGGVG, sofern nicht die Voraussetzungen des § 22 I 2 EGGVG vorliegen
(4 VAs 12/2005 18. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin richtet sich bei Wohnsitz einer
Partei im Inland, Zustellung der Klage im Inland und Verlegung des Wohnsitzes
ins Ausland während des Rechtsstreits die Zuständigkeit des Berufungsgerichts
nicht nach § 119 I 1 Nr. 1 lit. b GVG (65 S 6/2005 14. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Hamburg muss ein eine vorherige
Einwilligung durch Einloggen behauptender Versender eines e-mails die
tatsächlichen Voraussetzungen beweisen (5 C 11/2005 20. Juni 2005).
2005-11-05 Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands beträgt die Schutzdauer eines
vor dem 1. Juli 1988 bei dem deutschen Patent- und Markenamt angemeldeten
Geschmacksmusters höchstens 15 Jahre (I ZB 20/2005 28. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands steht dem Verlangen
eines Mieters einer Eigentumswohnung auf Mangelbeseitigung nicht entgegen, dass
der Vermieter die Zustimmung der anderen Wohnungseigentümer herbeiführen muss
(VIII ZR 342/2003 20. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei einem
europäischen Patent das Nichtigkeitsverfahren (gegenüber dem
Einspruchsverfahren) bis zum Abschluss des Einspruchsverfahrens kraft Gesetzes
ausgeschlossen (X ZR 29/2005 12. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein
Warenkatalog Werktitelschutz nach § 5 III MarkenG haben (I ZR 115/2001 7. Juli
2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann eine
Veröffentlichung von Daten aus einer vom Hersteller veräußerten Datenbank in
einer Zeitschrift ohne Zustimmung des Datenbankherstellers ein Eingriff in das
Recht des Datenbankherstellers nach § 87b UrhG sein (I ZR 1/2002 21, April
2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands darf der
Flächennutzungsplan bei der Darstellung der Art der Bodennutzung nicht über
Grundzüge hinausgehen (4 C 13/2004 18. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands haften auch
Eltern für die (mitverursachten) Kosten der Abschiebung eines minderjährigen
Kindes (1 C 15/2004 14. Juni 2005)
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist eine
Rückstellung einer Einstellung bis zum Abschluss eines Strafverfahrens nicht
rechtswidrig (7 AZR 508/2004).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands liegt ein
Gemeinschaftsbetrieb nicht bei Steuerung des Personaleinsatzes und Nutzung der
Betriebsmittel durch ein einziges Unternehmen vor (7 ABR 57/2004 22. Juni
2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann die bewusste und
objektiv greifbar gesetzwidrige Anwendung von Prozessrecht durch ein
Finanzgericht mit einer außerordentlichen Beschwerde gerügt werden (IV B
42/2005 8. September 2005).
Lindner-Figura/Oprée/Stellmann, Geschäftsraummiete, 2006
Baumbach, Adolf/Hopt, Klaus, GmbH-Gesetz, 18. A. 2006
Schwarz, Günter Christian, SE-VO. Verordnung (EG) Nr. 2157/2001 des Rates über
das Statut der Europäischen Gesellschaft, 2005
Enchelmaier, Stefan, Europäisches Wirtschaftsrecht, 2005
Haarmann, Wilhelm/Schüppen, Matthias, Frankfurter Kommentar zum WpÜG, 2. A.
2005
Moench, Dietmar/Albrecht, Gerd, Erbschaftsteuer, 2005
Eisenberg, Ulrich, Jugendgerichtsgesetz, 11. A. 2006
Heussen, Benno, Zwangsvollstreckung für Anfänger, 8. A. 2005
Depré, Peter, Anwaltspraxis im Insolvenzrecht, 2. A. 2005
Frankfurter Kommentar zur Insolvenzordnung, hg. v. Wimmer, Klaus, 2005
Dahs, Hans, Handbuch des Strafverteidigers, 7. A. 2005
Tröndle, Herbert/Fischer, Thomas, Strafgesetzbuch, 53. A. 2006
2005-11-04 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Abbildung eines
Ferrari mit einem Jägermeister auf der Motorhaube bei einem Preisrätsel
Jägermeisters mit dem Hauptgewinn eines Ferrari rechtmäßig (I ZR 29/2003 3.
November 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein 18jähriger
Mörder eines 17jährigen Mädchens zu 9 Jahren Jugendstrafe und Unterbringung in
einem psychiatrischen Krankenhaus verurteilt (1 StR 412/2005 26. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands muss ein
Entgeltfortzahlung länger als sechs Wochen beanspruchender Arbeitnehmer
nachweisen, dass keine Fortsetzungserkrankung vorliegt (5 AZR 389/2004).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Schleswig-Holstein ist ein
Mitarbeiter kein freier Mitarbeiter, wenn ihm die einzelnen Aufgaben zugewiesen
werden, die Zusammenarbeit mit anderen Mitarbeiter koordiniert wird und er an
einem bestimmten Ort eingesetzt wird, wo er die dort geltenden Bürozeiten beachten
muss (2 Ta 189/2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I ist der Deutsche Fußballbund
nicht zum Ersatz des einem Länderspielbesuchers von einem englischen Hooligan
zugefügten Schadens verpflichtet (34 S 1125/2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main muss ein Arzt
grundsätzlich ohne Vorlage einer Krankenversicherungskarte einen Patienten
nicht behandeln (21 BG 1565/2005 18. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Hamburg ist der von der
Bucerius School of Law ohne Prüfung studienbegleitend verliehene Bachelor of
Law kein berufsqualifizierender, zur Aufnahme eines klassischen juristischen
Berufes berechtigender Abschluss (2 K 5689/2004 30. August 2005).
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Köln ist die Asylanerkennung für
Metin Kaplans Frau und Tochter rechtmäßig widerrufen worden, weil Metin Kaplan
inzwischen verhaftet und verurteilt und damit die Verfolgungsgefahr beseitigt
ist (3 K 7669/2004 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund ist der durch Strahlung
beim Schweißen entstehende Hautkrebs eines Schweißers eine Berufskrankheit (36
U 155/2003 8. Juni 2005).
Der Senat der Vereinigten Staaten von Amerika billigt mit 51 zu 48 Stimmen
Ölbohrungen im Naturschutzgebiet Arctic National Wildlife Refuge.
Die Heizölpreise in Deutschland sinken leicht.
2005-11-03 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist ein Widerruf
einer unanfechtbar gewordenen Haftverschonung nur bei Veränderung der Umstände
zulässig (2 BvR 1618/2005 26. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat die Duales
System Deutschland AG nicht (rechtswidrig) zum Boykott von BellandVision GmbH
und Landbell AG aufgerufen (K RB 24/2005 18. Oktober 2005 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschland kann ein
Prozessvergleich grundsätzlich dem Gericht oder der anderen Vergleichspartei
gegenüber erklärt werden (V ZR 275/2004 30. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschland hat der sich
von der christlichen Kirche lossagende Theologieprofessor Gerd Lüdemann keinen
Anspruch auf Rücknahme seiner Versetzung von dem Fach Neues Testament in das
(kein Prüfungsfach für Theologen und Religionslehrer bildende) Fach Geschichte
und Literatur des frühen Christentums durch die Universität Göttingen und
Gewährung einer theologischen Prüfungserlaubnis (2 C 31/2004).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bamberg muss ein Gläubiger im
Zweifel nachweisen, dass er die Änderung seiner Kontonummer mitgeteilt hat (1 U
123/2005 11. Juli 2005 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München haben zwei Anleger
mangels Ursächlichkeit einer ad-hoc-Mitteilung für ihre Kaufentschlüsse keine
Ansprüche gegen EM.TV und Thomas Haffa (18 U 2605/2005 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs München ist die Entziehung
der Rechtsfähigkeit des Vereins Celebrity Center München durch die Stadt
München rechtswidrig (4 B 99/2582 2. November 2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Kassel ist ein
Normenkontrollantrag Darmstadts gegen die Festlegung so genannter
Siedlungsbeschränkungsbereiche durch den Regionalplan Südhessen 2000 abgewiesen
(4 N 177/2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin darf eine deutsche
Behörde die Anerkennung eines von einem in Berlin wohnenden Deutschen in Polen
erworbenen Führerscheins von einem medizinisch-psychologischen Gutachten
abhängig machen (11 A 690/2005 12. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main muss die
Deutsche Telekom die Kosten für die Neuverlegung ihrer wegen eines Neubaus
einer S-Bahn-Linie entfernten Kabel (grundsätzlich) selbst tragen (10 E
1207/2005 6. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund ist die Stichtagsregelung
der Berufskrankheitenverordnung (31. Dezember 1992) verfassungsgemäß (S 23 [24]
239/2004 U 12. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika in New Jersey sind Merck & Co. in allen wegen des Schmerzmittels
Vioxx erhobenen Anklagepunkten freigesprochen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist ein Verfahren wegen Schadensersatzes gegen ein Unternehmen in Tirol
wegen des Seilbahnunglücks von Kaprun eingestellt.
Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern legen die Mahngerichtsbarkeit im Amtsgericht
Hamburg zusammen.
Thüringen eröffnet ein zentrales Handelsregistergericht in Jena.
Der deutsche Aktienindex erreicht wieder 5011 Punkte.
† Jürgen Brand 15. April 1922-Frankfurt am Main 11. Oktober 2005.
2005-11-02 Die
Bundesregierung Deutschlands legt die Beitragsbemessungsgrenze in der
gesetzlichen Rentenversicherung in den alten Bundesländern auf 5250 Euro und in
den neuen Bundesländern auf 4400 Euro, die Beitragsbemessungsgrenze für die
gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung einheitlich auf 3562,50 Euro
monatlich fest.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein Amtsgericht
nicht zu einem Hinweis auf den Anwaltszwang für ein Rechtsmittel verpflichtet
(VI ZB 19/2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine die
Ablösbarkeit eines Gewährleistungsbareinbehalts auf eine Bürgschaft auf erstes
Anfordern beschränkende allgemeine Geschäftsbedingung unwirksam (VII ZR 56/2004
14. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein Reisender
von einem überbuchenden Reiseveranstalter außer dem Reisepreis auch bei
Zuhausebleiben eine Entschädigung für vertanen Urlaub (in Höhe des halben
Reisepreises) verlangen (X ZR 118/2003).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin kann die
Wohnungseigentümergemeinschaft den internen Umlageschlüssel z. B. für die
Kosten aus einem Kabelvertrag abweichend von der gesetzlichen Regelung
festzulegen (24 W 13/2003 6. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main erhält Magnus
Gäfgen Prozesskostenhilfe für ein Verfahren gegen den ihn als Nichtmensch
bezeichnenden Richter Andreas Ohlsen und ist eine Schmähung dann zu bejahen,
wenn es bei der Äußerung in erster Linie nicht mehr um die Auseinandersetzung
mit der Sache, sondern um die Diffamierung der Person geht und diese mittels
überspitzer Kritik herabgewürdigt wird (15 W 72/2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln müssen mehrere vor der
Neubestellung eines Verwalters eingeholte Angebote allen Wohnungseigentümern
zugänglich gemacht werden (Wx 23/2005 14. März 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Hamburg darf eine
Bauaufsichtsbehörde eine sofort vollziehbare Nutzungsuntersagung wegen der
planungsrechtlichen Unzulässigkeit einer bordellartigen Nutzung von
Räumlichkeiten an den Grundstückseigentümer richten, ohne sich zuvor an den
Mieter als Störer wenden zu müssen (2 Bs 144/2005 10. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln hat ein betrunken in ein
beschädigtes Ablaufgitter einrechender Reisender Anspruch auf Schadensersatz,
weil ihm der Unfall auch nüchtern hätte passieren können (11 S 81/2004).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Münster haben Mieter eines urigen
Bauernhauses wegen der niedrigen Deckenhöhen von 1,75 bis 1,90 Meter ein
Minderungsrecht in Höhe von 5 Prozent des Mietpreises.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Pforzheim ist ein einen am Boden
liegenden Torhüter mit voller Wucht auf die Brust tretender Fußballspieler
Fatihspor Pforzheims zu 10 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.
Nach einer Entscheidung des High Court Großbritanniens ist die Klage der Zwangsverwalter
der ehemaligen Bank of Credit and Commerce International gegen die Bank von
England auf 850 Millionen Pfund als nicht mehr im Interesse der Gläubiger
liegend zurückgewiesen.
Das Arbeitslosengeld II soll (auch) in den neuen Bundesländern Deutschlands auf
345 Euro erhöht werden.
Die vorsitzende Richterin am Landgericht Hamburg Renate Rheineck wird zum 15.
11. 2005 Vizepräsidentin des Landgerichts Hamburg.
In Baden-Württemberg werden 25 Notarstellen ausgeschrieben.
In Deutschland beträgt der Anteil des aus erneuerbaren Energien erzeugten
Stroms 8,48 Prozent der Stromerzeugung.
Die Deutsche Telekom beschließt den Abbau von 32000 ihrer 170000 Arbeitsplätze
(ohne Kündigung).
MME Moviement AG kauft Jörg Pilawas white balance GmbH für geschätzte 5 Millionen
Euro.
Der Euro hat einen Wert von 1,1992 Dollar.
2005-11-01 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein mit dem
Abschluss von Investitionen eines Anlegers beauftragter Geschäftsbesorger den
Interessenten auf eine versteckte überhöhte Innenprovision hinweisen (III ZR
290/2004 28. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist eine
Anerkennung eines Asylantrags zu widerrufen, wenn sich die politischen
Verhältnisse in dem Fluchtland (z. B. Afghanistan) so erheblich verändert
haben, dass eine Wiederholung der für die Flucht maßgeblichen
Verfolgungsmaßnahmen ausgeschlossen ist, wobei es unerheblich ist, dass dem
Antragsteller in seinem Heimatstaat eine sonstige, allgemeine Gefahr (z. B. der
Strafverfolgung wegen Rauschgifthandels) droht (1 C 21/2004).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist bei
Verwaltungsvereinbarungen zwischen Ländern dem Schriftformerfordernis des § 57
VwVfG durch einen Briefwechsel genügt, wenn die Zusammengehörigkeit der
Schriftstücke zweifelsfrei ersichtlich ist (3 A 3/2004 19. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf muss bei
unterschiedlichen Fristen für Schönheitsreparaturen der Vermieter genau
darlegen, welche Schönheitsreparaturen (z. B. in welchen Räumen) nicht
vertragsgemäß durchgeführt wurden (I 10 U 191/2004 7. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München ist ein unter Leitung
eines Rechtsanwalts als Vertreters des Verwalters gefasster Beschluss der
Eigentümerversammlung nicht ungültig, wenn sich die Versammlungsleitung durch
einen Vertreter auf das Beschlussergebnis nicht ausgewirkt hat (32 Wx 032/2005
7. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Schleswig kann ein Mitglied des
Verwaltungsbeirats einer Wohnungseigentümergemeinschaft von den
Wohnungseigentümern Ersatz der Aufwendungen oder Auslagen verlangen (2 W
124/2003 13. Dezember 2004).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs München besteht kein
Anspruch auf Erstellung eines zureichenden Aktionsplans gegen
Feinstaubbelastung in kurzer Zeit und besteht ein Anspruch auf
straßenverkehrsrechtliche Verbote des fließenden Verkehrs nur bei jeweils
besonderen örtlichen Verhältnissen (22 CE 1194/2005 30. Juni 2005).
Das Luftfahrtbundesamt Deutschlands entzieht Aero Flight die
Betriebsgenehmigung.
Thomas Finkenauer wechselt von Trier nach Tübingen.
Ralf Brinktrine ist in Leipzig für öffentliches Recht, ausländisches
öffentliches Recht und Rechtsvergleich habilitiert.
Jan Hecker wird in Frankfurt an der Oder für öffentliches Recht und Europarecht
habilitiert.
Holger Sutschet wird in Trier für bürgerliches Recht und Arbeitsrecht
habilitiert.
2005-10-31 Nach
einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin ist eine von einer
Wohnungseigentümergemeinschaft mehrheitlich beschlossene Androhung einer
Versorgungssperre bei einem Rückstand von mehr als sechs Beitragsvorschüssen
rechtmäßig (24 W 112/2004 8. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz wird bei Leistung an nur
einen von mehreren Miterben eine Nachlassforderung grundsätzlich nicht erfüllt
(12 U 647/2004 11. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln wird bei vorsätzlich
falschen Angaben einer Lebensgefährtin für einen Versicherten (z. B.
hinsichtlich Geschwindigkeit und Fahrbahnzustand) der Versicherer leistungsfrei
(9 U 113/2004 26. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Rostock ist eine Werbung eines
Apothekers mit einem Bonussystem rechtmäßig (2 U 54/2004 4. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Rostock ist ein berühmtes
Unternehmenskennzeichen (z. B. Schöner Wohnen in W.) ein sonstiges Recht im
Sinne des § 823 I BGB, wobei Berühmtheit einen Bekanntheitsgrad von 80 Prozent
der Bevölkerung voraussetzt (2 W 14/2004 19. Januar 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin darf bei einem Erzeugnis, bei
dem die Besonderheiten einer herkunftsgeschützten Zutat nicht erhalten bleiben,
die geografische Angabe der Zutat nicht herausgestellt werden (102 C 60/2005
23. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Bonn wird eine Haftung wegen
Firmenfortführung gemäß § 25 HGB nur noch dann ausgelöst, wenn die Bezeichnung
mit einem Rechtsformzusatz (z. B. e. K.) geführt wird (15 O 193/2005 16.
September 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Lüneburg begründet ein Betreten
der vom Mieter vor Ende des Mietvertrags geräumten Wohnung durch Vermieter und
Interessenten keine fristlose Kündigung des Mietvertrags durch den Mieter (6 S
51/2005 9. Mai 2005).
Hartmut Bauer ist von Dresden nach Potsdam gewechselt.
Karl-Nikolaus Peifer ist von Bochum nach Köln gewechselt.
Matthias Jacobs ist Professor an der Bucerius Law School Hamburg.
Thomas Finkenauer wird in Trier für bürgerliches Recht, römisches Recht und
Privatrechtsgeschichte der Neuzeit habilitiert.
Bernd Kannowski wird in Frankfurt am Main für deutsche und europäische
Rechtsgeschichte, bürgerliches Recht und Zivilprozessrecht habilitiert.
Caroline Meller-Hannich wird in Bonn im Januar 2005 für bürgerliches Recht,
Zivilprozessrecht und europäisches Privatrecht habilitiert.
† Günter Maria Harald Kohlmann 4. Oktober 1933-31. Oktober 2005.
2005-10-30 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte kann eine
Untersuchungshaft von vier Jahren und neun Monaten auf ausreichende Gründe
gestützt sein, doch sind bei fehlender besonderer Förderung des Verfahrens die
Art. 5 III, 6 I EMRK verletzt, so dass Deutschland 1500 Euro (in einem
einzelnen Verfahren) als Ersatz für Kosten und Auslagen zahlen muss (49746/1999
29. Juli 2004).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands erstreckt sich eine
über den Ersatz des so genannten Quotenschadens hinausgehende
Insolvenzverschleppungshaftung des Geschäftsführers einer Gesellschaft mit
beschränkter Haftung aus den §§ 823 II BGB, 64 I GmbHG nur auf den
Vertrauensschaden, der einem Neugläubiger dadurch entsteht, dass er der aktuell
insolvenzreifen Gesellschaft Kredit gewährt oder eine sonstige Vorleistung an sie
erbringt (II ZR 390/2003 25. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der nicht
selbst auf der gemeinsamen Betriebsstätte tätige, als Gesamtschuldner haftende
Unternehmer gegenüber dem Geschädigten nach den Grundsätzen des gestörten
Gesamtschuldverhältnisses von der Haftung für erlittene Personenschäden
freigestellt (VI ZR 25/2004 14. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine
Terminierung einer Strafsache auf einen Tag zwischen zwei ordentlichen, bereits
mit Fortsetzungsverhandlungen in anderen Sachen belegten Sitzungstagen eine
außerordentliche Sitzung, für die Hilfsschöffen heranzuziehen sind (2 StR
21/2005 7. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin muss ein Vermieter eine
Schönheitsreparatur des Mieters in Pastellfarben (z. B. Hellblau) hinnehmen (8
U 211/2004 9. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Dresden sind die
Familiengerichte auch für die Festsetzung einer Nutzungsvergütung für die
Ehewohnung während der Dauer eines Getrenntlebens zuständig (21 ARf 7/2005 10.
Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main sind für den
Anspruch auf Erstattung des beim Erwerb eines in Flaschen abgefüllten Getränks
entrichteten Pfandbetrags Abfüller und Vertreiber des Erzeugnisses
passivlegitimiert und begründet der Besitz einer Pfandflasche die Vermutung,
dass der Besitzer der Pfandflasche Inhaber des Erstattungsanspruchs ist (10 U
274/2004 8. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe liegt eine
rechtfertigende notstandsähnliche Situation vor, wenn ein Vater aus Sorge um
sein verunglücktes Kind die zulässige Höchstgeschwindigkeit im Straßenverkehr
überschreitet und (zumindest) vom Vorliegen einer Gefahrensituation ausgehen
durfte, doch kann auch bei Vorliegen einer solchen notstandsähnlichen Situation
ein Fahrverbot verhängt werden, wenn es sich um einen wiederholt einschlägig
auffällig gewordenen, gegenüber verkehrsrechtlichen Geboten und Verboten uneinsichtigen
Verkehrsteilnehmer handelt (1 Ss 81/2005 8. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz ist ein einem Ehegatten
zufließendes Taschengeld bei der Höhe von Ratenzahlungen zur Rückführung einer
Prozesskostenhilfe zu berücksichtigen (7 WF 192/2005 8. März 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Stuttgart entsteht die Terminsgebühr
bei einem Anerkenntnisurteil auch dann, wenn keine mündliche Verhandlung
durchgeführt wurde (10 T 546/2004 1. Februar 2005).
2005-10-29 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands lässt sich die
Nichtwahrung einer Rechtsmitteleinlegungsfrist nicht damit begründen, dass ein
in ein Gerichtsfach eines Verwaltungsgerichts in einem Amtsgerichtgebäude am
letzten Tag der Rechtsmittelfrist (nach Angaben des Rechtsmittelführers)
eingelegter Schriftsatz vom Absender, einem Dritten oder einem Bediensteten des
Amtsgerichts entfernt worden sein könnte (1 BvR 2138/2003 29. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist bei
einer auch auf eine Auseinandersetzung in der Sache abzielenden ehrverletzenden
Äußerung die Meinungsfreiheit verletzt, wenn das Strafgericht ohne Abwägung der
in Frage stehenden Rechtsgüter wegen Beleidigung verurteilt (1 BvR 1917/2004
23. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands rechtfertigt
das Risiko einer zivilgerichtlichen Inanspruchnahme wegen der Umgehung eines
Kopierschutzes bei CDs und DVDs nicht die Zulässigkeit einer Verfassungsbeschwerde
unmittelbar gegen die §§ 95a I, III, 95b I Nr. 6 UrhG (1 BvR 2182/2004 25. Juli
2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist § 26 Nr. 9
EGZPO nicht verfassungswidrig (XII ZR 14/2003 31. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands lässt das
Nichteingehen eines Gerichts auf den wesentlichen Kern des Tatsachenvortrags
einer Partei in den Entscheidungsgründen auf die Nichtberücksichtigung des
Vortrags der Partei schließen (XII ZR 63/2003 31. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei Nichtigkeit
der Übertragung eines Geschäftsanteils an einer Gesellschaft mit beschränkter
Haftung wegen Verstoßes gegen § 17 IV i. V. m. § 5 III 2 GmbhG das zu Grunde
liegende Verpflichtungsgeschäft auf eine unmögliche Leistung gerichtet und
damit nichtig (VIII ZR 397/2003 20. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei Schenkung
eines Holzeinschlagrechts die Schenkung mit der Einräumung des Rechts bewirkt,
das Holz einzuschlagen und sich anzueignen (X ZR 92/2003 19. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat über ein
Ablehnungsgesuch gegen einen originären Einzelrichter die Zivilkammer in voller
Besetzung ohne den abgelehnten Richter zu entscheiden (14 W 8/2005 15. Juli
2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands wird
Aufstockungsunterhalt gemäß § 1573 II BGB geschuldet, wenn die
Anspruchvoraussetzungen zur Zeit der Ehescheidung vorgelegen haben (XII ZR
211/2002 11. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main darf ein
Buch als buchbindungsfreies Mangelexemplar nur verkauft werden, wenn es einen
tatsächlichen Mangel hat (11 U 8/2005 26. Juli 2005).
Staudinger BGB Eckpfeiler des Zivilrechts red. v. Martinek, Michael, 2005
Führich, Ernst, Reiserecht, 5. A. 2005
Betreuungsrecht, hg. v. Jurgeleit, Andreas, 2005
Baumbach, Adolf/Hopt, Klaus, Handelsgesetzbuch, 32. A. 2006
Raiser, T./Veil, Recht der Kapitalgesellschaften, 4. A. 2006
Münchener Anwaltshandbuch Sanierung und Insolvenz, hg. v. Nerlich,
Jörg/Kreplin, Georg, 2005
Schrödter, Baugesetzbuch, 7. A. 2005
Weber-Grellet, Heinrich, Europäisches Steuerrecht, 2005
Beck’scher Bilanzkommentar, 6. A. 2006
2005-10-28 Nach
einer Entscheidung des Gerichts erster Instanz der Europäischen Gemeinschaften
verletzt die Marke Mobilix für Telekommunikation nicht die Marke Obelix
(T-336/2003 27. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands kann das
Festhalten eines Verurteilten in Organisationshaft verfassungswidrig sein (2
BvR 1019/2001 26. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist eine bewusste
objektiv gesetzwidrige Anwendung von Prozessrecht durch ein Finanzgericht mit
einer außerordentlichen Beschwerde angreifbar (IV B 42/2005 8. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands fließt ein vom
Arbeitgeber zwecks Versorgungsrückstellung einbehaltener Bruttoarbeitslohnteil
dem Arbeitnehmer nicht im Zeitpunkt der Einbehaltung zu (VI R 65/2001 20. Juli
2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist die
Klagerücknahme eines Prozessbevollmächtigten auf Grund eines falschen Hinweises
des Gerichts unwirksam (XI R 15/2004 6. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind Einnahmen eines
Theaters aus der Abgabe von Speisen und Getränken umsatzsteuerpflichtig (V R
6/2003 21. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main muss Thomas
Haffa einem durch Bekanntgabe falscher Halbjahreszahlen für EM.TV geschädigten
Anleger 10000 Euro Schadensersatz zahlen (5 U 133/2003 10. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Düsseldorf verletzt der
Betriebsplan für die Steinkohlegewinnung im Bergwerk Walsum Rechte der Stadt
Voerde nicht (1 A 1751/2004 27. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz begründet die
Nichteinhaltung einer Wiedereinstellungszusage nicht die Wiedereinsetzung in
den vorigen Stand bei Ablauf der Kündigungsschutzklagefrist (4 Ta 224/2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln schuldet Bayer Leverkusen weitere
7,7 Millionen Euro nicht dem Beraterunternehmen GTS, sondern dem dafür
lohnsteuerpflichtigen Fußballspieler Jens Nowotny.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz haben Nutzer des
Flughafens Hahn keinen Anspruch auf Bereitstellung kostenloser Parkplätze in
Lautzenhausen (6 K 3266/2004 13. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Frankfurt am Main rechtfertigen
Kostengründe allein nicht die Ablehnung eines Antrags auf Altersteilzeitarbeit
(1 Ca 5187/2005).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Lüneburg sind die Leistungen des
Arbeitslosengeldes II bei Bedarf einer medizinischen Grundversorgung (z. B.
wegen chronischer Neurodermitis der Tochter) zu erhöhen (30 AS 328/2005 ER).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Ungarns ist die Vereinigung
Ver es Becsület (Blut und Ehre) verboten.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Großbritanniens hat MAN wegen
Bilanzfälschung ERFs Schadensersatzansprüche (von möglicherweise 440 Millionen
Euro) gegen Freightliner (Daimler-Chrysler).
Niederösterreich beschließt die geplante Mobilfunkantennensteuer nicht.
2005-10-27 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofs ist Österreich
wegen Verletzung der Meinungsfreiheit durch (rechtswidrige) Verurteilung des
Verlags von Profil wegen übler Nachrede auf Jörg Haider verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine (nur) eine
Heimkostenerstattung von 40 Prozent bei Abwesenheit von mehr als drei Tagen
(pro Woche) vorsehende allgemeine Geschäftsbedingung eines Altenheims
rechtmäßig (III ZR 59/2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der Freispruch
eines 26jährigen Vaters im Fall eines Kindstods durch das Landgericht
Deggendorf wegen uneinheitlicher Sachverständigengutachten rechtmäßig (1 StR
218/2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine die bei
Nichtbelieferbarkeit mit einer bestellten Ware Belieferung mit einer anderen,
nicht bestellten Ware erlaubende allgemeine Geschäftsbedingung eines
Internetversandhändlers unangemessen und unwirksam (VIII ZR 284/2004 21.
September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein
Berufungsgericht in einem erneuten Berufungsverfahren nicht an seine Billigung
der materiellrechtlichen Beurteilung eines Sachverhalts durch die Vorinstanz in
einem ersten zur Aufhebung und Zurückverweisung führenden Berufungsverfahren
gebunden (XII ZR 97/2002 10. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist eine
nachträgliche Verlängerung der Vertragslaufzeit einer Lebensversicherung
steuerrechtlich ein neuer Vertragsschluss (VIII R 71/2004 6. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund muss die Deutsche
Angestelltenkrankenkasse einem (wegen eines Hirnschlags erwerbsgeminderten)
Empfänger von Arbeitslosengeld II trotz eines schwelenden Zuständigkeitsstreits
Krankenversicherungsschutz gewähren (40 KR 206/2005 20. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Frankreichs ist Michel Roussin
wegen illegaler Parteienfinanzierung zu vier Jahren Haft auf Bewährung und
50000 Euro Geldstrafe verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Japans ist Yoshiaki Tsutsumi
(einst einer der reichsten Männer der Welt) wegen Insiderhandels und
Finanzdatenfälschung zu zweieinhalb Jahren Haft und 36000 Euro Geldstrafe
verurteilt.
† Bernhard Aubin Düsseldorf 1913-Saarbrücken Ende Oktober 2005.
2005-10-26 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat ein eine
Golddollarteilschuldverschreibung Dresdens des Jahres 1925 vorlegender Amerikaner
wegen Verjährung keinen Anspruch gegen die Stadt (XI ZR 353/2004 25. Oktober
2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf sind vier Terroristen
wegen Vorbereitung von Anschlägen auf jüdische Einrichtungen in Deutschland zu
Haft zwischen fünf und acht Jahren verurteilt (III-VI 13/2003).
Nach Entscheidungen des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg hat eine von
der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik erteilte Zulassung eines
Arzneimittels ihre Wirkung verloren (5 B 9/2005 25. Oktober 2005 u. a.).
Nach Entscheidungen des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz ist ein
flächendeckendes Prostitutionsverbot einer Gemeinde wegen der gewandelten
Sexualmoral nicht ohne Weiteres rechtmäßig (12 C 11023/2005 10. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen besteht
bei Vermittlung eines privaten Arbeitsvermittlers an ein wirtschaftlich mit ihm
verflochtenes Unternehmen kein Anspruch auf die Vermittlungsgebühr der
Arbeitsverwaltung (19 [9] AL 151/2004 6. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin ist Jochen Teelen wegen Untreue
zu 52800 Euro Geldstrafe verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Lübeck sind zwei eine Lehrerin im
Streit um eine Schulnote erschlagende Brüder zu 73 bzw. 46 Monaten Haft
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main benötigt, wer
Gesellschafter für eine Gesellschaft des bürgerlichen Rechts anwirbt, die
später in Immobiliengeschäfte investieren soll, keine Erlaubnis nach § 32 KWG,
wenn der Anleger nach seinem Beitritt auf das weitere Geschehen und die zu
tätigenden Investitionen Einfluss nehmen kann (1 G 3155/2005 21. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart ist eine mindestens
40 Liter Restmüll wöchentlich pro Haushalt vorsehende und berechnende
Abfallsatzung eines Kreises (z. B. Hohenlohekreises) rechtswidrig (12 K
1094/2005 29. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Obergerichts Zürich ist der den für den
Flugzeugabsturz von Überlingen verantwortlichen dänischen Fluglotsen
erstechende Vater zweier dadurch getöteter russischer Kinder zu acht Jahren
Zuchthaus verurteilt.
† Klaus Schlaich Stetten im Remstal 1. Mai 1937-Sankt Augustin-Hangelar 23.
Oktober 2005.
2005-10-25 Nach
Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs müssen Kreditinstitute, die einen
Verbraucher bei einem Haustürgeschäft nicht über sein Widerrufsrecht bezüglich
eines der Finanzierung eines Grundstückskaufs dienenden Darlehensvertrag
belehrt haben, das daraus entstehende Risiko tragen, doch erstreckt sich das
Widerrufsrecht nicht auf den Kaufvertrag (C-350/2002, C-229/2004).
Nach Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs ist Feta eine geschützte
Bezeichnung für Weißkäse aus Griechenland, die noch nicht zu einer
Gattungsbezeichnung geworden ist (C-465/2002 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist ein
einmal gezahltes Arbeitsentgelt bei der Bemessung der Arbeitslosenhilfe nicht
zu berücksichtigen (1 BvR 1773/2003 26. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat ein (zumindest
durch Ersitzung Eigentum erlangt habender) Kunstsammler einen Anspruch auf
Unterlassung unzutreffender Eigentumsbehauptungen eines Dritten (z. B. des
Enkels Oskar Schlemmers hinsichtlich des Bildes Rote Mitte) (II ZR 329/2003 24.
Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands stehen
Ansprüche auf Erlöse aus Grundstücksverkäufen ehemaliger Wertheimgrundstücke
(in dreistelliger Millionenhöhe) den Erben und nicht Karstadt-Quelle zu (z B
47/2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann ein
Unternehmen mit einem vertraglichen Verbot der Kündigung vor Arbeitsbeginn und
einer wirksamen Vertragsstrafevereinbarung sichern, dass ein Mitarbeiter seine
Arbeit zum vereinbarten Zeitpunkt aufnimmt und sich nicht an einen anderen
Arbeitgeber bindet (8 AZR 425/2004 21. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts kann eine 1941 in die
Sowjetunion geflüchtete polnische Jüdin sich den Fluchtzeitraum nicht als
verfolgungsbedingte Ersatzzeit für die Regelaltersrente anrechnen lassen (B 13
RJ 20/2005 8. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist eine bloße
Praxisgemeinschaft oder Bürogemeinschaft nicht ohne Weiteres eine
Mitunternehmerschaft (XI R 82/2003 14. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I kann ein Erbenermittler für
seine Tätigkeit eine Vergütung in Höhe von 20 Prozent des Erbes bzw. Erbteils
verlangen und muss der Erbe diesbezügliche Auskunft erteilen (26 O 10845/2005
12. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I hat ein Makler keinen
Anspruch auf Maklerprovision, wenn die Maklertätigkeit von dem Vormieter der
Wohnung erbracht wird (31 S 4814/2005 15. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Leipzig ist ein Musikpirat zu 22
Monaten Haft auf Bewährung und 48000 Euro Geldstrafe verurteilt (105 LS 208 JS
4630/2002 21. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Großbritanniens haben Eltern
eines schwerkranken Kleinkinds das Recht auf lebenserhaltende Maßnahmen für ihr
Kind.
Im Irak nehmen bei einer Beteiligung von 73 Prozent rund 78 Prozent der
Abstimmenden die Verfassung an und lehnen nur zwei der 18 Provinzen mit
Zweidrittelmehrheit die Verfassung ab, so dass die (bewusst) unter der
Bedingung, dass nicht mehr als zwei Provinzen mit Zweidrittelmehrheit ablehnen,
auf den Weg gebrachte Verfassung, (wie angestrebt) angenommen ist.
David Montgomery und Veronis Suhler Stevensson kaufen vom Holtzbrinck-Konzern
den Berliner Verlag mit der Berliner Zeitung.
Die Postbank übernimmt von der angeschlagenen Immobilienbank AHBR (Allgemeine
Hypothekenbank Rheinboden) das Beamtenheimstättenwerk.
2005-10-24 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs hat ein Einzelner auf Grund
einer Verordnung der Europäischen Union zur Etikettierung bestimmter
Weinbauerzeugnisse kein subjektives Recht auf Abwehr einer Diskriminierung bei
einer Weinprämierung (C-379/2004 13. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein
Kostenantrag nach § 494a II 1 ZPO unzulässig, wenn und solange im
Werklohnprozess des Antragsgegners ein auf zu beweisende Mängel bezogener
Gewährleistungsanspruch des Antragstellers zur Aufrechnung gestellt ist (VII ZB
35/2004 25. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein Tierkäufer
in einem dringenden Krankheitsfall die Kosten einer tierärztlichen Behandlung
ohne vorherige Fristsetzung gegenüber dem Verkäufer ersetzt verlangen (VIII ZR
1/2005 22. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist ein Antrag eines
ehemaligen Mitglieds der antiimperialistischen Zellen auf Entlassung auf
Bewährung nach Verbüßung von zwei Dritteln der Strafhaft abgelehnt (19. Oktober
2005).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster müssen Eltern die
Kosten mittäglicher Kinderbetreuung auch bei nur tageweiser Teilnahme der
Kinder an der Betreuung in voller Höhe bezahlen (12 A 2184/2003 30. September
2005).
Nach Entscheidungen des zuständigen Gerichts Italiens sind sechs Radsportler
wegen Dopings bestraft und sechs Radsportler freigesprochen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Großbritanniens muss Charles
Saatchi wegen vorsätzliche Missachtung der Rechte des Verpächters seine
Kunstsammlung aus der County Hall räumen.
Nach einer weiteren Entscheidung eines Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist eine Klage von Wertheimerben gegen Karstadt-Quelle unzulässig.
Mit der Verordnung 805/2004 ist am 21. Oktober 2005 der europäische
Vollstreckungsbefehl in Kraft getreten.
Olaf sucht undichte Stellen in seinem Überwachungsausschuss, durch die
Hauptbeschuldigte in Skandalen Informationen erhalten haben sollen.
2005-10-23 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine Überschreitung
der räumlichen, gegenständlichen und zeitlichen Grenzen eines nachvertraglichen
Wettbewerbsverbots (z. B. einer Rechtsanwaltssozietät) nicht mit dem Wunsch der
Unterwerfung des ausgeschlossenen Gesellschafters unter eine besondere Sanktion
zu rechtfertigen (II ZR 159/2003 18. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann die
Anschlussberufung nach Ablauf der Einlegungsfrist des § 524 II 2 ZPO erweitert
werden, soweit die Erweiterung durch die fristgerecht eingereichte
Anschlussberufungsbegründung gedeckt ist (XII ZR 293/2002 6. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands berechtigt eine
schuldhafte Insolvenzverschleppung durch den Geschäftsführer einer Gesellschaft
mit beschränkter Haftung die Gesellschaft zur Kündigung des Anstellungsvertrags
aus wichtigem Grund, wobei die Ausschlussfrist des § 626 II 1 BGB nicht vor
Beendigung des pflichtwidrigen Dauerverhaltens beginnt und der
Insolvenzverwalter einen wichtigen Grund nachschieben kann (II ZR 18/2003 20.
Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands geht eine
Ungewissheit darüber, ob ein Vorprozess trotz einer anwaltlichen
Pflichtverletzung bei allen rechtlich möglichen Verfahrensweisen zum Nachteil
des Mandanten hätte enden müssen, zu Lasten des Rechtsanwalts (IX ZR 27/2004
16. Juni 2005.)
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist die
Beiordnung eines auswärtigen Rechtsanwalts im arbeitsgerichtlichen Verfahren
bei Bewilligung von Prozesskostenhilfe zu den Bedingungen eines am Ort
ansässigen Rechtsanwalts grundsätzlich zulässig (3 AZB 65/2003 18. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands steht einem bei
einer ganztägigen Klassenfahrt Arbeit wie eine Vollzeitkraft leistendem
teilzeitbeschäftigten Lehrer Anspruch auf entsprechende Arbeitsbefreiung unter
Fortzahlung der Vergütung oder auf zusätzliche anteilige Vergütung zu (5 AZR
566/2004 25. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann der
Arbeitgeber bei rückwirkender Feststellung des Arbeitnehmerstatusses eines
freien-Mitarbeiters die Rückzahlung überhöhter Honorare verlangen (5 AZR
175/2004 9. Februar 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist Unternehmer nach
§ 15 EStG der Urheber des Handels, der Produktion oder der Dienstleistung (X R
39/2003 15. März 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm steht einem
Haftpflichtversicherer bei der Entscheidung über die Entschädigung des
Unfallgegners ein Ermessenspielraum zu (20 W 28/2005 31. August 2005).
Lech Kaczynski wird zum Präsidenten Polens gewählt.
Die Mehrheit Brasiliens lehnt ein Verbot des Waffenhandels ab.
2005-10-22 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann eine Entscheidung
über die Besetzung der großen Strafkammer in der Hauptverhandlung (§ 76 II GVG)
nicht deshalb geändert werden, weil wegen einer Änderung des Geschäftsverteilungsplans
eine andere Strafkammer für den Fall zuständig geworden ist (1 StR 350/2005 23.
August 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main verletzt ein
Herausgeber seine Treuepflicht aus einem Herausgebervertrag gegenüber dem
Verleger, wenn er während der Dauer des Vertrags über den gleichen Gegenstand
in einem anderen Verlag ein sich an den gleichen Abnehmerkreis wendendes und
nach Art und Umfang konkurrierendes Werk erscheinen lässt (11 W 13/2005 18.
Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm ist das spontane Zugehen
auf einen Polizeibeamten mit geballten Fäusten keine ungewöhnliche und
gefährliche Beschäftigung (20 U 48/2005 22. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Jena ist die Werbung eines
Autolackierers als Lackdoktor nicht irreführend (2 U 402/2005 13. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz kann bei
Leistungsfreiheit eines Frachtführers wegen Unvermeidbarkeit eines Unfalls ein
Anspruch gegen den Transportversicherer bestehen, auf den ein
Haftpflichtversicherer verweisen kann (12 U 1602/2003 11. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg ist das
Nichtverschließen einer mit Glasfenstern versehenen Wohnungstüre bei nächtlicher
Abwesenheit eine grob fahrlässige Ermöglichung eines Einbruchsdiebstahls (3 U
34/2005 2. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Aurich liegt ein durch einen Notar
aufgenommenes Nachlassverzeichnis nicht bereits bei bloßer Beurkundung von
Erklärungen des Auskunftspflichtigen über den Bestand durch den Notar vor (5 O
367/2004 7. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Bochum ist ein der deutschen Sprache
nicht hinreichend Mächtiger für ein Schöffenamt unfähig (3221 Haupt 172 12.
August 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Darmstadt ist eine bezüglich einer
Ehewohnung mitverhandelnde Ehefrau aus einem nur vom Ehemann unterschriebenen
Maklervertrag mitverpflichtet (25 S 81/2005).
Die in Großkanzleien tätigen 5 Prozent der Rechtsanwaltschaft Deutschlands
erzielen 20 Prozent des Umsatzes der Rechtsanwaltschaft Deutschlands.
Köhler, Helmut, Allgemeiner Teil, 29. Auflage 2005
Schmittat, Karl-Oskar, Einführung in die Vertragsgestaltung, 2. A. 2005
Nasemann, Andrea, Wohnungsmiete, 2. A. 2005
Gottwald, Peter, Sachenrecht Prüfe dein Wissen, 14. A. 2005
Richardi, Reinhard, Betriebsverfassungsgesetz, 10. A. 2006
Kraft/Wiese/Kreutz/Oetker/Raab/Weber/Franzen,
Gemeinschaftskommentar zum Betriebsverfassungsgesetz, 8. A. 2005
Prinz von Sachsen Gessaphe/Neumaier, Zwangsvollstreckungsrecht, 2006
Stöber, Kurt, Zwangsversteigerungsgesetz, 18. A. 2006
Hartmann, Peter, Kostengesetze, 35. A. 2005
Joecks, Wolfgang, Studienkommentar StPO, 2006
2005-10-21 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist das Überlassen eines
Personal Computers durch eine Fotografin an eine Schule als Gegenleistung für
das Organisieren einer Schulfotoaktion nicht wettbewerbswidrig (I ZR 112/2003
20. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein
bösgläubiger oder verklagter Besitzer das Fehlen seines Verschuldens
hinsichtlich einer unterlassenen Nutzung vortragen (V ZR 106/2004 3. Juni
2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist des
Verbot der Zeitung Özgür Politika rechtswidrig (6 VR 5./2005 18. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands darf (zur
Vermeidung eines falschen Eindrucks) eine (wesentliche) Elternzeit in einem
Arbeitszeugnis erwähnt werden (9 AZR 261/2004).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands ist die
Verweigerung einer amtsärztlichen Untersuchung allein kein hinreichender Grund
für die Aufhebung der Bewilligung von Arbeitslosengeld (7a/7 AL 102 /2004 R).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist bei einem
zinslosen Darlehen Gegenstand der Zuwendung die unentgeltliche Gewährung des
Rechts, das als Darlehen überlassene Kapital zu nutzen, so dass bei einem
Darlehen zur Finanzierung eines Grundstückskaufs keine mittelbare
Grundstücksschenkung vorliegt (II R 52/2003 29. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist ein Abzug
vorweggenommener Betriebsausgaben auch bei einer beabsichtigten, aber nicht
aufgenommenen Nebentätigkeit rechtmäßig (XI R 61/2004 6. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Brandenburg ist das
Dosenpfand nicht rechtswidrig (12 B 3/2005 20. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz muss ein Beamter
die Minderung seiner Beihilfe um die Praxisgebühr und den Eigenanteil an den
Kosten für Medikamente grundsätzlich hinnehmen (10 A 10534/2005 23. September
2005).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz ist eine
Unterschrift unter einem (wegen Fehlens einer Brille) nicht lesbaren Vertrag
wirksam (7 Sa 167/2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I muss ein Vermittler von
Anlagen der Wertpapierhandelsbank Phoenix einem Kunden 25000 Euro Schaden
ersetzen (29 O 12860/2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Düsseldorf durfte der
Verfassungsschutz Nordrhein-Westfalens die Bürgerbewegung Pro Köln beobachten
(1 K 3189/2003).
Nach einer Entscheidung der Europäischen Kommission müssen vier Rohtabakverarbeitungsunternehmen
Italiens wegen rechtswidriger Preisabsprachen 56 Millionen Euro Bußgeld zahlen.
Die Schweiz und Südtirol verordnen die Stallhaltungspflicht für Geflügel.
2005-10-20 Nach
Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs ist die Gebührenpflicht eines
Mitgliedstaats (z. B. Deutschlands) für die Überlassung von Telefonnummern an
Telekommunikationsunternehmen eine Diskriminierung der neueren Unternehmen im
Verhältnis zu ursprünglich gebührenbefreiten Staatsunternehmen (z. B. zur
Deutschen Telekom) (C-327/2003 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Gerichts erster Instanz der europäischen
Gemeinschaften muss ein CD-Presswerk in Suhl Beihilfen in dreistelliger
Millionenhöhe nicht zurückzahlen (T-318/2000 19. Oktober 2005).
Nach Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands muss ein (seit
zwanzig bzw. siebenundzwanzig Jahren) in Deutschland lebender
Einbürgerungswilliger Deutsch lesen können und in der Lage sein, im
geschäftlichen Umfeld und im Umgang mit Behörden und Ämtern (mit Hilfe Dritter)
schriftlich auf Deutsch zu verkehren (C 8/2005 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann der Arbeitgeber
die von ihm bezahlten Kosten einer Auslandsdienstreise in Arbeitslohn und
Zuwendungen im betrieblichen Eigeninteresse aufteilen (VI R 32/200318. August
2008).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main muss ein nach
Einbrechen der Dunkelheit ohne Beleuchtung fahrender Radfahrer den von ihm
verursachten Schaden ersetzen (24 U 201/2003 3. Dezember 2004).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen muss ein
Empfänger von Arbeitslosengeld II bei der Wohnungssuche auch eine schlechte
Wohnlage in Kauf nehmen (19 B 21/2005 1. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen muss einem
wegen Entzugs des Führerscheins gekündigten Berufskraftfahrer nicht zwingend
das Arbeitslosengeld gesperrt werden (12 AL 214/2003 25. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Hessen kann eine Heimbewohnerin bei
Nichtvorlage eines ärztlichen Attests über die medizinische Notwendigkeit ihrer
Unterbringung im zeitlichen Zusammenhang mit dem Umzug in ein Altenwohnheim die
Kosten nicht als außergewöhnliche Belastung geltend machen (13 K 1676/2004 23.
Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München ist ein querschnittsgelähmter
Frührentner wegen Anbaus von Cannabispflanzen zu 1350 Euro Geldstrafe
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Nürnberg ist ein Rechtsanwalt wegen
Volksverhetzung (Leugnung der Ermordung sechser Millionen Juden als
Verteidiger) zu 2250 Euro Geldstrafe verurteilt.
Nach einem Vergleich verbreitet ein Verleger in Polen Adolf Hitlers Mein Kampf
nicht mehr weiter.
Die Abgeordnetenkammer Italiens billigt die Stärkung des Föderalismus und die
Schwächung des Staatspräsidenten zu Gunsten des Ministerpräsidenten.
Österreich verordnet die Stallhaltungspflicht für Geflügel bis 15. Dezember.
2005-10-19 Nach
Entscheidungen des Gerichts erster Instanz der europäischen Gemeinschaften ist
eine Entscheidung der Europäischen Kommission über die Rückzahlung von
Beihilfen an ein CD-Unternehmen in Thüringen teilweise nichtig (T-318/2000,
T-324/2000).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands sind
Bedenken des Verwaltungsgerichts München gegen die Verfassungsmäßigkeit des
Aufnahmegesetzes Bayerns nicht überzeugend begründet (2 BvL 2/2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands müssen
Justizbehörden bei Verlegung Strafgefangener von einer Haftanstalt in eine
andere Haftanstalt auf Arbeitsmöglichkeiten Rücksicht nehmen (2 BvR 1651/2003
26. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind Kosten einer
In-vitro-Fertilisation nur bei Verheirateten als außergewöhnliche Belastung
steuerlich von den Einkünften abziehbar (III R 30/2003 28. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm hat eine beim Verlassen
ihres Personenkraftwagens Fahrzeugpapiere und Ersatzschlüssel zurücklassende
Kraftfahrzeugeigentümerin Anspruch auf Ersatz des Wiederbeschaffungswerts gegen
ihre Versicherung (20 U 226/2004 11. März 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Braunschweig ist eine ihre beiden
Töchter in einem Anfall von Wahnvorstellungen erstickende Mutter in die geschlossene
Psychiatrie eingewiesen.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin hat ein freischaffender
Künstler keinen Anspruch auf Einsetzung einer bronzeummantelten Skulptur in das
Eis der Antarktis am 74. südlichen Breitengrad (10 A 228/2004 14. September
2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Schleswig besteht kein Anspruch
auf individuelle Lehrplangestaltung einer Berufsschule (9 B 70/2005).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund hat eine ihren
langjährigen, unheilbar an Krebs erkrankten Lebensgefährten erst kurz (weniger
als ein Jahr) vor dessen Tod heiratende Frau keinen Anspruch auf Witwenrente
(34 RJ 219/2004 12. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des obersten Gerichtshofs Perus ist Alberto Fujimori
vom Vorwurf der illegalen Vereinigung, des Machtmissbrauchs und der
>Verschwendung öffentlicher Gelder freigesprochen.
Nach einer (Eil-)Verordnung des geschäftsführenden
Bundeslandwirtschaftsministers Deutschlands muss Geflügel in Deutschland zur
Abwehr der Vogelgrippe in Ställen gehalten werden.
Die Post Deutschlands beschließt die Erhöhung des Portos für den Standardbrief
Europa von 55 Cent auf 70 Cent und für den Weltbrief Luft auf 1,70 Euro zum 1.
Januar 2006.
2005-10-18 Der
Bundestag Deutschlands tritt zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen, gibt
sich eine neue Geschäftsordnung (mit neuen Regeln für die Offenlegung von
Nebeneinkünften) und verweigert danach Lothar Bisky die Wahl zum
Bundestagsvizepräsidenten.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein
Energieversorger eine gerichtliche Überprüfung der Höhe des vertraglich
vereinbarten Netznutzungsentgelts am Maßstab guter fachlicher Praxis verlangen
(KZR 36/2004).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist § 1 BetrAVG
a. F. mit höherrangigem Recht vereinbar (3 AZR 506/2004).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands muss jeder
Arbeitgeber jedem Arbeitnehmer vor jeder betriebsbedingten Kündigung
grundsätzlich eine Änderungskündigung (auf eine objektiv mögliche und zumutbare
Beschäftigung) anbieten (2 AZR 244/2004 21. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands hat ein Behinderter
bei Eintritt der Behinderung nach dem 27. Lebensjahr keinen Anspruch auf Kindergeld
(III R 86/2003 2. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichts Brandenburg hat eine Gemeinde
keine Beschwerdebefugnis gegen das Landesentwicklungsprogramm (bezüglich des
Flughafens Schönefeld) (VfGBb 217/2003 7. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I darf ein Jäger bei einer
Treibjagd bei schlechten Sichtverhältnissen mit der Schrotflinte nicht nach
links oder rechts schießen und muss durch Verletzung dieser Pflicht andern
Jägern entstehende Schäden ersetzen (20 O 7772/2004 21. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I hat, wer bei Abschluss einer
Reiserücktrittsversicherung bereits an einer Grunderkrankung leidet, keinen
Anspruch auf Erstattung des Reisepreises bei Rücktritt wegen (Verschlimmerung)
der Krankheit (13 S 10188/2005 21. September 20059).
Nach Entscheidungen des Sozialgerichts Dresden ist einem Langzeitarbeitslosen
eine Teilnahme an einer Maßnahme des Chemnitzer Modells zumutbar (23 AS
870/2005 ER 11. Oktober 2005 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Supreme Court der Vereinigten Staaten von Amerika
ist der Antrag der Regierung auf Wiederaufnahme eines Verfahrens gegen die
Tabakunternehmen abgelehnt.
Eine im Oman wegen Mordkomplotts zu lebenslanger Haft verurteilte Deutsche ist
zur Verbüßung nach Deutschland überstellt.
Zwei Monate nach dem Börsengang stellt der Terminkontrakthändler Refco in New
York einen Antrag auf Gläubigerschutz.
Googles Volltextsuche in europäischen Büchern ist auf Deutsch über
print.google.de zu erreichen.
2005-10-17 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands gilt für das in
monatlichen Vorauszahlungen (jährlich zu leistende) Wohngeld das
Verjährungsrecht der regelmäßig wiederkehrenden Leistungen (V ZR 350/2003 24.
Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands gilt eine
Pensionszusage als schriftlich erteilt, wenn der die Versorgung Zusagende seine
Erklärung schriftlich abgibt und der Empfänger das darin enthaltene Angebot
mündlich annimmt (I R 75/2004 27. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz gefährdet die
Verlängerung der Startbahn des Flughafens Frankfurt-Hahn nicht die
Wasserversorgung Enkirchs (7 C 10123/2005 27. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Nürnberg besteht bei
versäumter Einhaltung einer Widerspruchsfrist eines gerichtlichen Vergleichs
keine Möglichkeit der Wiedereinsetzung in den vorigen Stand (6 Ta 128/2004 1.
August 2005).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Mainz ist der Beweggrund für
einen Beitritt zur freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung (z. B.
Begründung von Krankengeldansprüchen) für die Wirksamkeit des Beitritts
grundsätzlich bedeutungslos (1 KR 54/2004 19. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz muss ein
freiberuflich für ein Kraftfahrzeugunternehmen tätiger, von diesem mit einem
Dienstwagen ausgerüsteter Rennfahrer den Dienstwagen (bei Möglichkeit der
privaten Nutzung) als geldwerten Vorteil versteuern (1 K 26668/2004 14. September
2005).
Nach einer (jetzt rechtskräftigen) Entscheidung des Landgerichts Bonn muss die
Sparkasse Köln/Bonn einem Ehepaar 40000 Euro ersetzen, die ein Dieb unter
Vorlage der gestohlenen EC-Karte und des gestohlenen Personalausweises vom
Konto der Bestohlenen abgehoben hat (3 O 126/2005 23. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main ist ein ehemaliger
Mitarbeiter der Commerzbank wegen Veruntreuung von 15,6 Millionen Dollar zu
sieben Jahren und 8 Monaten Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Wuppertal sind vier wegen des größten
Opiumfunds Deutschlands Angeklagte zu bis zu sieben Jahren und drei Monaten
Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Bremen hat ein eingetragener
Lebenspartner bei Versterben des anderen Lebenspartners (z. B. eines
Bundeswehroffiziers) keinen Anspruch auf Hinterbliebenenversorgung (1 K
2499/2004 13. Oktober 2005).
Bayern verbietet zwecks Vorbeugung gegen die aus Ostasien kommende, in der
Türkei, Rumänien und Griechenland festgestellte Hühnergrippe Geflügelmärkte und
Freilandhaltung von Geflügel.
2005-10-16 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist eine den ambulanten
Verkauf von Zeitschriftenabonnements im Inland ohne vorherige Genehmigung unter
Strafe stellende Bestimmung eines Mitgliedstaats der Europäischen Union (z. B.
Belgiens) (ohne Diskriminierung) nicht europarechtswidrig (C-20/2003 26. Mai
2005).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs verwehrt das
Übereinkommen vom 17. 9. 1968 über die gerichtliche Zuständigkeit einem Gericht
eines Vertragsstaats, seine Zuständigkeit mit der Begründung zu verneinen, dass
ein Gericht eines Nichtvertragsstaats geeigneter ist, um über den betreffenden
Rechtsstreit zu befinden (C-281/2002 1. März 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist das Strafurteil
des Landgerichts Augsburg gegen Max Strauß aufgehoben und das Verfahren an eine
andere Strafkammer des Landgerichts Augsburg zurückverwiesen.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands besteht in der
Wohlverhaltenszeit kein allgemeines Aufrechungsverbot für die
Insolvenzgläubiger (IX ZR 115/2004 21. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein Vermieter
die Attraktivität seiner Wohnungen auch durch eine überdurchschnittliche
Ausstattung (z. B. durch Breitbandkabelanschluss) erhöhen (VIII ZR 253/2004 20.
Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine
Vollstreckung aus materiell unrichtigen Vollstreckungsbescheiden nicht ohne
Weiteres nach § 826 BGB unzulässig (VIII ZR 299/2004 29. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschland kann ein das
Ihmnichtzustehen eines im Grundbuch eingetragenen Rechts geltendmachender Anspruchsteller
nicht die Berichtigung des Grundbuchs verlangen, sondern nur die behauptete
Unwirksamkeit eines der Eintragung zugrundeliegenden Rechtsgeschäfts mit einer
Feststellungsklage verfolgen (V ZR 78/2004 17. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands wird bei
Lastschriftreiterei die erste Inkassostelle (über das erhöhte Widerrufsrisiko)
konkludent getäuscht (2 StR 30/2005 15. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind die von einem
Erben im Rahmen einer Erbauseinandersetzung übernommenen Schulden der
Erbengemeinschaft in ihrer seinen Anteil am Nachlass übersteigenden Höhe
Anschaffungskosten der von ihm übernommenen Nachlassgegenstände (IX R 23/2002
14. Dezember 2004).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg kann der Erwerber von
Eintrittskarten für Bundesligafußballspiele einem Verbot des gewerblichen
Weiterverkaufs unterliegen (5 U 65/2004 3. Februar 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist eine dauernde,
schrankenlose heimliche Videoüberwachung einer Waschküche grundsätzlich
unzulässig (24 U 12/2005 5. Juli 2005).
Die Mitglieder der SPD Bremen sprechen sich mehrheitlich für Jens Böhrnsen als
Nachfolger Henning Scherfs aus.
Nach einer Entscheidung der Europäischen Kommission darf die Bauholding Strabag
Züblin übernehmen.
2005-10-15 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands darf bei der
Beurteilung eines Anspruchs auf Gewährung von Prozesskostenhilfe im
Beschwerdeverfahren nicht auf die (nach einer Beweisaufnahme und einer
mündlichen Verhandlung) ergangene Hauptsacheentscheidung abgestellt werden (1
BvR 175/2005 13. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann auch ein wegen
Geldwäsche nicht strafbarer Beteiligter an einer Vortat einer Geldwäsche
Mitglied einer zur fortgesetzten Begehung von Geldwäsche verbundenen Bande sein
(2 StR 225/2005 26. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands besteht kein
Anspruch auf Überwälzung der Lagerkosten des Staates auf einen Verletzer
zwischen einer zollbehördlichen Beschlagnahme und der Vernichtung eines
beschlagnahmten Gutes (6 U 48/2005 18. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands handelt eine Gemeinde
grundsätzlich nicht unlauter oder kartellrechtswidrig, wenn sie ihren
gewerblichen Bestattungsdienst im Gebäude des städtischen Friedhofs unterbringt
(I ZR 170/2002 21. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann von einem
durchschnittlichen Vertragshändler nicht die Kenntnis der Rechtsprechung des
Bundesgerichtshofs von den sog. Kardinalpflichten verlangt werden (VIII ZR
121/2004 20. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei nur teilweisen
Ausgleichung der nicht volldynamischen Zusatzversorgung des
ausgleichspflichtigen Ehegatten im Wege des 9/9 ½ erweiterten Splittings durch
Umrechnung nach der alten Barwertverordnung im schuldrechtlichen
Versorgungsausgleich der bereits ausgeglichene Teilbetrag grundsätzlich nicht
durch Rückrechnung zu entdynamisieren (XII ZB 107/2002 6. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein auf
verwerflichen Beweggründen oder der Anwendung unlauterer Mittel beruhender oder
ausschließlich zum Zweck der Schadenszufügung abgeschlossener, ein
Vorkaufsrecht vereitelnder Vertrag nach § 138 BGB nichtig (VIII ZR 271/2004).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Jena besteht ein Recht auf
ungestörte Trauer von Eltern über den Tod eines Kindes, doch begründet eine
Presseveröffentlichung nur dann einen Anspruch auf Ausgleich des immateriellen
Schadens, wenn ein schwerwiegender Eingriff vorliegt und die Beeinträchtigung
nicht in anderer Weise befriedigend ausgeglichen werden kann (8 U 910/2004 31.
März 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist ein örtliches Umlagern
eines Mobiltelefons kein Benutzen (83 Ss-OWi 19/2005 5. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln genügt für das nachzuweisende
Bild eines Einbruchsdiebstahls nicht das Fehlen der Schließzylinder ohne Spuren
gewaltsamer Entfernung (9 U 164/2004 5. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Krefeld muss ein Privatkläger nicht
das Geburtsdatum des Privatbeklagten angeben (21 Qs 159/2005 19. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Minden ist eine für Feste den
musikalischen Rahmen liefernde Band nicht (wegen kultureller Darbietung) von
der Umsatzsteuer befreit (11 K 7523/2003 23. Februar 2005).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Lüdinghausen ist einer infolge
Blendung mehrere geschwindigkeitsbegrenzende Verkehrszeichen übersehenden
Lehrerin in einer Doppelverdienerehe mit monatlichem Gesamtnettoeinkommen von
mehr als 7000 Euro die Anstellung eines Fahrers für die Dauer eines Fahrverbots
zumutbar (10 OWI 89 Js 366/2005 – 25/2005 21. März 2005).
Lechner, Hans/Zuck, Rüdiger, Bundesverfassungsgerichtsgesetz, 5. A. 2006
Straßenverkehrsrecht, hg. v. Buschbell, Hans, 2. A. 2006
Renner, Günter, Ausländerrecht, 8. A. 2005
2005-10-14 Nach
Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist seine Anrufung
wegen der Verfassungsmäßigkeit der Kostendämpfungspauschale des § 12a
Beihilfeverordnung Nordrhein-Westfalen unzulässig, weil für Verordnungen die
Fachgerichte zuständig sind (2 BvL 11/2002 27. September 2005 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein Arzt,
dessen deutsche Approbation ruht, wegen der Dienstleistungsfreiheit auf Grund
einer ausländischen Zulassung eines Mitgliedstaats der Europäischen Union in
Deutschland praktizieren (3 StR 385/2004 13. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein Bewohner
eines Pflegeheims einen Einzelzimmerzuschlag nur bei vorheriger schriftlicher
Vereinbarung zahlen (III ZR 400/2004 13. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands muss ein
Unternehmer einen (einen Monat nach der Einstellung gekündigten) Bewerber um
einen Arbeitsplatz erst dann von einem bevorstehenden Stellenabbau
unterrichten, wenn die Entscheidung in ihren Einzelheiten absehbar ist (8 AZR
300/2004 14. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands ist die Kürzung
des Erziehungsgelds für Besserverdienende durch das Haushaltsbegleitgesetz 2004
verfassungsgemäß (10 EG 4/2005 R 13. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist zweifelhaft, ob
eine Abführung von Lohnsteuern in den letzten drei Monaten vor einem Antrag auf
Eröffnung des Insolvenzverfahrens eine nach § 130 I Nr. 1 InsO anfechtbare
Rechtshandlung ist (VII B 244/2004 11. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann eine Abfindung
des Eigentümers an den Mieter zwecks Räumung einer Mietwohnung bei anschließender
Eigennutzung nicht als Werbungskostenbetrag bei den Einkünften aus Vermietung
und Verpachtung abgezogen werden (IX R 38/2003 7. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Frankfurt am Main begründet das
Versenden gewaltverherrlichender Pornovideos auf einem Betriebscomputer an
Kollegen eine fristlose Kündigung (7 Ca 3835/2005).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dresden muss ein Empfänger von
Sozialleistungen nach Hartz IV an einem Fortbildungslehrgang teilnehmen.
Bei einer vorzeitigen Rückzahlung eines Baudarlehens kann eine Bank eine
Vorfälligkeitsentschädigung nur für vertraglich gesicherte Zinserwartungen
verlangen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Frankreichs ist die Strafe des
Hauptverantwortlichen für das Seilbahnunglück bei Grenoble im Jahre 1999 von 30
Monaten Haft auf 24 Monate Haft gemildert.
Peter Harry Carsten ist neuer Bundesratspräsident Deutschlands.
Fresenius AG kauft Helios Kliniken GmbH für 1,5 Milliarden Euro.
Die Arzneikosten in Deutschland steigen (wegen oder trotz der
Gesundheitsreform) 2005 im Vergleich zum Vorjahr um vermutlich 20 Prozent.
Dieter Schormann will die Ferbersche Buchhandlung in Gießen schließen und
Angestellter der in der Nachbarschaft eine Filiale errichtenden Buchhandelskette
Thalia werden.
Das Oberhaus Japans billigt die Postreform.
2005-10-13 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist eine Vergabe einer
Konzession an ein privatwirtschaftlich organisiertes Unternehmen durch eine
öffentliche Stelle ohne Ausschreibung nur bei vollständiger Beherrschung des
Unternehmens durch die Behörde zulässig (C-458/2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist das
Beitragssicherungsgesetz verfassungsgemäß (2 BvF 1/2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist bei einem
Belastungsvergleich zweier geschiedener Eltern das für das Kind an den die
höhere Unterhaltsrente zahlenden Elter gezahlte Kindergeld nicht zu
berücksichtigen (III R 66/2004 2. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands liegt bei einem
Vertrieb von Erzeugnissen einer Schwestergesellschaft eine verdeckte
Gewinnausschüttung dann vor, wenn die Gesellschaft für die Waren Preise
annimmt, die sie einem fremden Unternehmen nicht eingeräumt hätte (I R 22/2004
6. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Baden-Württemberg darf ein
Chefarzt seinen Oberärzten mehr Bereitschaftsdienst zuteilen als sich selbst (3
Sa 30/2004 16. Dezember 2004).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Baden-Württemberg muss eine
gesetzliche Krankenversicherung die Kosten eines Pkw-Kassettenlifts für einen
neunjährigen Tetraspastiker tragen (4 KR 124/2002 24. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Kaiserslautern ist Jürgen Friedrich
wegen Steuerhinterziehung zu zwei Jahren Haft mit Bewährung verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Kleve darf eine Kreishandwerkerschaft
einen Mitgliedsbetrieb gerichtlich vertreten (8 O 11/2005 1. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I müssen Nürnberger Bratwürste
und Nürnberger Rostbratwürste aus Nürnberg stammen und dürfen nicht in München
hergestellt sein (22 O 5401/2005 12. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist der Iran zur Zahlung von 91 Millionen Dollar Schmerzensgeld an die
Angehörigen eines fünf Jahre als Geisel im Libanon festgehaltenen Amerikaners
verurteilt.
Die die Versendung des Originals bei der Einlösung nicht mehr erfordernde
Verordnung über Abrechnungsstellen im Scheckverkehr tritt in Kraft.
Peter Brandis, Roger Görke und Ludwig Kronthaler sind Richter am
Bundesfinanzhof Deutschlands.
2005-10-12 Nach
Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands muss ein Gericht bei
einem unzulässigen Verfahrensablauf auf Grund eines Fehlers der Justiz auf die
Möglichkeit der Wiedereinsetzung in den früheren Stand hinweisen, doch ist
Voraussetzung einer Annahme einer diesbezüglichen Verfassungsbeschwerde zur
Entscheidung die vorherige Ausschöpfung des Verfahrenswegs (2 BvR 172/2004 27.
September 2005 u. a.).
Nach Entscheidungen des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf bei einer
Kapitallebensversicherung bei vorzeitiger Kündigung der Rückkaufwert die Hälfte
der eingezahlten Versicherungsprämien nicht unterschreiten (IV ZR 162/2003 u.
a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands war die (in eine
gesetzliche Regelungslücke eingreifende) Befristung des Umtauschs der auf
Deutsche Mark lautenden Briefmarken der Deutschen Post bis 30. Juni 2003
rechtmäßig, so dass kein Anspruch auf Umtausch nach Ablauf der Frist besteht
(XI ZR 395/2004 11. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands müssen
unterschiedlich hohe Weihnachtsgratifikationen von Arbeitern und Angestellten
sachlich begründet sein (10 AZR 640/2004 12. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands ist eine
Teilnahme an einem der Mitwirkung an einer Jagd als Treiber folgende Teilnahme
an einem sog. Schüsseltreiben (gemeinsame Einnahme von Speisen und Getränken)
keine unfallversicherungsrechtlich geschützte Tätigkeit mehr, so dass ein dabei
erlittener Unfall kein Arbeitsunfall ist (B 2 U 5/2004 R 12. April 2005).
Nach Entscheidungen des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind die Kosten der
Auseinandersetzung des Vermögens nach einer Ehescheidung keine außergewöhnliche
Belastung (III R 36/2003 20. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands steht einer ihre
Tankstellen in den neuen Bundesländern von selbständigen Tankstellenverwaltern
betreiben lassenden Mineralölgesellschaft keine Investitionszulage zu (III R
47/2003 30. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist die Gewährung eines
Gutscheins für freiverkäufliche Artikel beim Kauf eines preisgebundenen
Arzneimittels durch einen Apotheker rechtswidrig (6 W 112/2005 20. September
2005).
Web.de einigt sich mit allen Klägern gegen die Beschlüsse der jüngsten
Hauptversammlung unter Verpflichtung zum Rückkauf eigener Aktien in Höhe von 10
Prozent des Grundkapitals.
Der Stadtrat Leipzigs wählt den wegen wiederholten Fahrens ohne Führerschein
bestraften Ordungsdezernenten der Stadt ab.
Deutscher Aktienindex 4981 Punkte.
2005-10-11 Nach
Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands haben ehemalige
Bedienstete der Deutschen Reichsbahn der ehemaligen Deutschen Demokratischen
Republik keinen Anspruch auf zusätzliche Rentenleistungen (1 BvR 616/1999 30.
September 2005 u. a.).
Nach Entscheidungen des Bundessozialgerichts Deutschlands darf eine
Krankenkasse Deutschlands einem im Ausland lebenden, durch ein ausländisches
Partnerversicherungsunternehmen betreuten Versicherten nicht die Ausstellung
einer Versichertenkarte und die Übernahme der Kosten einer Behandlung in
Deutschland verweigern (B 1KR 2/2004 R u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist eine
Konzessionsabgabe einer Versorgungs-GmbH an eine die alleinige Gesellschafterin
bildende Stadt bis zum preisrechtlich zulässigen Höchstsatz nicht rechtswidrig
(I R 15/2004 6. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz ist die Verbreitung
einer positiven Darstellung der sexuellen Erfahrungen eines Elfjährigen mit
einem Dreißigjährigen im Internet nicht als Verbreitung von Kinderpornographie
strafbar.
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg begründet die
Einführung eines neuen Sitzzuteilungsverfahrens keinen Anspruch auf
Neuzusammensetzung gemeindlicher Fachausschüsse (10 ME 174/2005 10. Oktober
2005).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Düsseldorf ist die fortgesetzte
Vernachlässigung von Steuerpflichten wegen beruflicher oder privater
Angelegenheiten schuldhaft, so dass gegen Versäumung einer Antragsfrist nicht
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand verlangt werden kann (16 K 2522/2001 E 3.
November 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin ist eine die Vorwarnfrist von
drei Monaten für Umbauten zu Lasten des Mieters ausschließende allgemeine
Bedingung eines Mietvertrags unangemessen (63 T 71/2004).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I muss bei gelber Ampel mit
einem unvermittelten Bremsen des vorausfahrenden Kraftfahrzeugs gerechnet
werden (17 S 3311/2005 10. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Dresden hat ein Jäger keinen
Anspruch auf Erteilung einer Ausnahmegenehmigung zum Abschuss eines Wolfes oder
eines Wolfshybriden (13 K 1969/2004).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart dürfen die
Sonderbezüge eines Ruhestandsbeamten in Anlehnung an Regelungen der
gesetzlichen Pflegeversicherung für Rentner gekürzt werden (17 K 1823/2005 9.
September 2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Trier darf einem erhebliche
Steuerrückstände aufweisenden, der Absetzung ins Ausland verdächtigen
Steuerpflichtigen der Reisepass entzogen werden (1 L 935/2005 27. September
2005).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Frankreichs müssen Libération
und Gabriel Cohn-Bendit 1500 Euro wegen der Behauptung zahlen, dass einige
Parteikader von Lutte Ouvrière von einem kapitalistischen Unternehmen bezahlt
würden.
Das Unterhaus Japans billigt ein Gesetz zur Privatisierung der Post.
Ebay kauft den Onlinebezahldienst Verisigns für 370 Millionen Dollar.
Der Deutsche Anwaltverein will mit Hilfe einer Umlage von 30 Euro mit dem
Spruch Vertrauen ist gut, Anwalt ist besser werben.
Thomas Schäfer wird als Nachfolger Herbert Landaus Staatssekretär im
Justizministerium Hessens.
Wolfgang Arenhövel wird als Nachfolger Jörg Bewersdorfs Präsident des
Oberlandesgerichts Bremen.
2005-10-10 Nach Entscheidungen des Bundesgerichtshofs Deutschlands
muss ein Vorstand einer Aktiengesellschaft die Aktionäre nicht schriftlich oder
auf einer Hauptversammlung von der Ausnutzung einer Ermächtigung zu einer
Kapitalerhöhung unterrichten, doch sind vorbeugend eine Unterlassungsklage und
später eine Feststellungsklage gegen Kompetenzüberschreitungen zulässig (II ZR
148/2003 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann sich die Vertretung
eines postulationsfähigen Rechtsanwalt durch einen postulationsunfähigen
Rechtsanwalt auch ohne ausdrückliche Erklärung aus den Umständen ergeben (III
ZB 56/2005 28. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein Rechtsanwalt
seinen Mandanten auf die Möglichkeit der eigenen Haftung und die dafür geltende
Frist hinweisen (IX ZR 197/2001 23. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle kann sich ein Geschädigter
15 Jahre nach der Schadensanmeldung nicht mehr auf dauerhafte Hemmung der
(dreijährigen) Verjährungsfrist berufen (14 U 59/2004 27. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln muss ein Unternehmer die
tatsächliche Menge einer vorhandenen Gratiszugabe (so lange der Vorrat reicht
z. B. für die Zugabe eines Nackenstützkissens zum Matratzenkauf) in einer
Werbeanzeige erkennbar machen (6 U 96/2005 9. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz kann ein trotz
ärztlich festgestellter Innendienstfähigkeit ein Jahr nicht zum Dienst
erscheinender, gleichzeitig aber private Arbeitsleistungen erbringender
Polizeibeamter aus dem Dienst entfernt werden (3 A 10815/2005 16. September
2005).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz ist die
missbräuchliche Kennzeichnung von Privatgesprächen eines Beamten als
Dienstgespräche ein zur Gehaltskürzung berechtigendes Dienstvergehen (3 A
10933/2005 16. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz ist das Sozialgericht
für Klagen eines Hilfsbedürftigen gegen eine Arbeitsgelegenheit zuständig (3 ER
79/2005 AS 12. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Hessen ist eine freiwillige
Einkommensteuererklärung nur wirksam, wenn sie innerhalb der Antragsfrist
abgegeben worden ist (6 K 4235/2002).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Köln ist eine ihren Gewerbetrieb im
Ganzen verpachtende Personengesellschaft nicht werbend tätig und deswegen nicht
gewerbesteuerpflichtig (6 K 2380/2003 21. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Köln ist ein (noch nicht vollständig
aufgebrauchter) Großspendenabzug (z. B. 85000 Euro) von der Einkommensteuer
nicht vererblich (8 K 6211/2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Kaiserslautern kann ein Netzbetreiber
nicht gegen die Anordnung der Telefonüberwachung eines Kunden gerichtlich
vorgehen (1 T 12/2005 14. Februar 2005).
Die Wüstenrot & Württembergische AG übernimmt die Karlsruher
Versicherungsgruppe.
Die reichsten Deutschen sind Theo Albrecht, Karl Albrecht, Susanne Klatten,
Reinhard Mohn und Karl Flick.
2005-10-09 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann bei Fehlen einer
Aufrechnungslage im Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung der auf die
Aufrechnung gestützte Einwand der Erfüllung nicht deshalb ausgeschlossen sein,
weil eine Aufrechnungslage hätte geschaffen werden können (VII ZR 351/1003 7.
Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands fallen
Anleihebedingungen von Inhaberschuldverschreibungen nicht in den
Anwendungsbereich der Regeln über allgemeine Geschäftsbedingungen (XI ZR
363/2004 28. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands handelt es sich bei
einem Versenden eines einheitlichen Rundschreibens eines Rechtsanwalts an
mehrere Gläubiger in der Regel um eine einzige Gebührenangelegenheit mit
mehreren Gegenständen (IX ZR 401/2000 3. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschland ist das
Revisionsgericht nicht an die tatsächlichen Feststellungen des Finanzgerichts
gebunden, wenn diesen eine hinreichende Grundlage fehlt, die das
Revisionsgericht in die Lage versetzt, nachzuvollziehen, wie das Finanzgericht
zu der seine Entscheidung tragenden Überzeugung gelangt ist (VII R 76/2004 17.
Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind die Fahrten
eines Linienbusfahrers zwischen seiner Wohnung und unterschiedlichen Busdepots
Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte (VI R 15/2004 11. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin besteht ein Anspruch
auf Erteilung einer Ausnahmegenehmigung zum Fällen eines geschützten Baumes nur
bei Nachweis der Unmöglichkeit anderer Schadensabwehrmaßnahmen (2 B 2/2002 4.
Juni 2005).
Sachsen-Anhalt will 2007 die Zahl der Landkreise von 21 auf 11 senken.
Nach einer Entscheidung des obersten Gerichts Libyens ist die Revision 85 vor
vielen Jahren zu langen Haftstrafen verurteilter Muslimbrüder zugelassen.
Der größte Autozulieferer der Vereinigten Staaten von Amerika stellt einen
Gläubigerschutzantrag.
In Österreich sollen ab 1. Januar 2006 Unternehmen wegen Straftaten der für sie
handelnden Personen bestraft werden.
Die SPÖ erreicht bei den Landtagswahlen im Burgenland die absolute Mehrheit.
Marokko holt etwa tausend in der Sahara ausgesetzte Flüchtlinge zwecks
Abschiebung in ihre Heimatländer zurück.
2005-10-08 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist die Versagung eines
Freibetrags in einem Mitgliedstaat für einen gebietsfremden Steuerpflichtigen
mit wesentlichem Vermögen im Wohnsitzstaat nicht europarechtswidrig und muss
ein bilaterales Doppelbesteuerungsabkommen nicht auf Staatsangehörige eines
dritten Staates erstreckt werden (C-376/2003 5. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtshofs können fiskalische
Belange nicht zur Rechtfertigung einer Senkung des Streitwerts und damit zur
weiteren Senkung der Rechtsanwaltsvergütung im Prozesskostenhilfeverfahren
verwendet werden (1 BvR 46/2005 23. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine
Gleichstellung eines versäumten mit einem erfolglos durchgeführten
Vorschaltverfahren zur Amtsenthebung eines Notars verfassungswidrig und die
Nichtberücksichtigung späterer Veränderungen nach einer Verwaltungsentscheidung
im Amtsenthebungsverfahren verfassungsrechtlich bedenklich (1 BvR 912/2004 31.
August 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
Versagung eines Zahlungsanspruchs ohne rechtliche Einordnung objektiv
willkürlich (1 BvR 2875/2004 13. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands handelt ein ein
Fahrzeug mit zügigem Tempo durch Caféterrassen und über Gehwege lenkender und
dabei die Zahl der dadurch gefährdeten, verletzten und getöteten Menschen nicht
absehen könnender Kraftfahrzeugführer mit einem gemeingefährlichen Mittel und
ist natürliche Handlungseinheit anzunehmen, wenn sich der Angriff gegen eine
nicht individualisierte Personenmehrheit richtet, der Kreis der Opfer sich
zufällig ergibt und das Geschehen ohne Unterbrechung in einem engen zeitlichen
Rahmen auf der Grundlage eines einheitlichen Tatentschlusses abläuft (4 StR
168/2005 16. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein Verkäufer
eines neuen Supermarkts nicht auf gutachtengemäß nicht zu erwartende
Setzungsgefahren des Gebäudes hinweisen (VII ZR 240/2003 21. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann eine
Versammlung der Wohnungseigentümer einen, mehrere oder alle Wohnungseigentümer
zur Durchsetzung von Ansprüchen des Verbands in eigenem Namen ermächtigen (V ZR
350/2003 24. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands können
prozessordnungsgemäße Maßnahmen der Verhandlungsleitung bei verständiger
Würdigung kein Grund für Misstrauen bezüglich der Unparteilichkeit eines
Vorsitzenden sein (3 StR 446/2004 14. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist eine
Anordnung der Beibringung eines medizinisch-psychologischen Gutachtens über die
Eignung zum Führen eines Kraftfahrzeugs nach Drogenkonsum nicht an eine feste
Frist nach dem letzten erwiesenen Betäubungsmittelmissbrauch gebunden (3 C
25/2004 9. Juni 2005 3 C 25/2004).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands kann ein
Antrag auf Erlaubnis zum Erwerb von Cannabis zur Behandlung von multipler
Sklerose nicht wegen Fehlens öffentlichen Interesses an einer solchen
Behandlung abgelehnt werden (3 C 17/2004 19. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin beträgt die Entschädigung
wegen gemeinsamer Unterbringung von Häftlingen in einem kleinen Haftraum ohne
Abtrennung der Toilette 20 Euro pro Tag (9 W 39/2005 15. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle besteht bei einer sog.
Blutgrätsche ein Schadensersatzanspruch des dadurch verletzten Sportlers
gegenüber dem Verletzer (34 U 81/2005 4. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist eine Anmeldung
eines Kindes zu einem Nachhilfeunterricht nicht von der Zustimmung des
mitsorgeberechtigten Elternteils abhängig und muss der barunterhaltspflichtige
Elter für die nicht aus dem regelmäßigen Unterhaltsbetrag aufzubringenden
Kosten aufkommen (3 UF 21/2005).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster ist das Parken vor
allem zu Werbungszwecken eine Sondernutzung der betreffenden Straße (11 A
4433/2002 12. Juli 2005).
Schlechtriem, Peter, Internationales UN-Kaufrecht, 3. A. 2005
Bork, Reinhard, Einführung in das Insolvenzrecht, 4. A. 2005
Göbel, Klaus, Strafprozess, 6. A. 2005
2005-10-07 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands bemisst sich der
Schadensersatzanspruch eines Fotografen für den rechtswidrigen Abdruck seiner
Bilder in einer Tageszeitung nicht in jedem Fall nach den von der
Mittelstandsgemeinschaft Fotomarketing empfohlenen Honorarsätzen (I ZR 266/2002
6. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands haftet der Staat
nicht für durch nicht zugelassene Impfstoffe verursachte Impfschäden (9a/) VJ
2/2004 R 20. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands steht die
Denkmalseigenschaft eines vermieteten Wohngebäudes (z. B. einer alten Mühle)
der Einkünfteerzielungsabsicht des Vermieters nicht entgegen (IX R 10/2004 19.
April 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe muss der
Hausratsversicherungsnehmer bei einem Versicherungsanspruchs wegen
Einbruchsdiebstahls zumindest das äußere Erscheinungsbild eines
Einbruchsdiebstahls nachweisen (12 U 159/2005 20. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg ist ein Strafverfahren
nach Verlust der Strafakte eingestellt (Ss 408/2004 11. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Köln muss ein wegen
Betriebsstilllegung versetzter Arbeitnehmer auch eine (vom Arbeitgeber
bezahlte,) zwei Stunden dauernde Anfahrt zu einem neuen Arbeitsplatz annehmen
(13 [5] Sa 179/2005).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz kann ein
Arbeitnehmer die Bezahlung von Überstunden nur bei nachvollziehbaren
Aufzeichnungen verlangen (6 Sa 799/2004).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Mannheim ist in einem
Wiederaufnahmeverfahren Harry Wörz vom Verdacht des Totschlags freigesprochen.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I ist die Abberufung Uwe
Sasses als Kampagnechef des deutschen Segelsyndikats durch den Aufsichtsrat
unwirksam.
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dresden hat ein Empfänger von
Arbeitslosengeld II Anspruch auf Heizkostenerstattung in der Übergangszeit (21
AS 701/2005 ER 31. August 2005).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Bosnien-Herzegowinas ist der
ehemalige Präsident wegen Unterschlagung von Hilfsgeldern zu 10 Jahren Haft
verurteilt.
Ab 4. Oktober 1005 gibt es in Deutschland bei Neuanmeldungen von
Kraftfahrzeugen europarechtliche Zulassungsbescheinigungen.
Das Parlament der Schweiz schließt mit 87 gegen 67 Stimmen die Abschaffung der
vergünstigten Besteuerung reicher Ausländer (z. B. Michael Schumachers durch
Beschränkung der Besteuerung auf geschätzten Aufwand) ab.
Die Aufsicht von MTS Italien schließt die Citigroup wegen unfairer Ausnutzung
der Möglichkeiten für einen Monaten vom Anleihehandel der Plattform MTS aus.
Hans Jung scheidet als Kanzler des Gerichtshofs erster Instanz der europäischen
Gemeinschaften nach 16jähriger Tätigkeit aus.
2005-10-06 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs verletzt eine das
Vorsteuerabzugsrechts subventionierter Steuerpflichtiger beschränkende
Vorschrift eines Mitgliedstaats der Europäischen Union (z. B. Spaniens)
europäisches Recht (C-204/2003 6. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist eine mit einer
Schwangerschaft zusammenhängende Fehlzeiten krankheitsbedingten Fehlzeiten
gleichstellende Bestimmung eines Mitgliedstaats der Europäischen Union (z. B.
Irlands) nicht diskriminierend (C-191/2003 8. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte haben
auch verurteilte Straftäter (z. B. Totschläger) ein Wahlrecht.
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ist
eine unzureichende Entschädigung für Vermögensschäden durch fehlerhafte
Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft (z. B. in Frankreich) (als
Eigentumsrechtsverletzung) rechtswidrig.
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist eine
Ausweisung eines Ausländers (z. B. Türken durch Baden-Württemberg) bei Fehlen
einer Widerspruchsmöglichkeit und Stützung auf generalpräventive Gründe
rechtswidrig (1 C 5/2004).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle ist eine Bürgschaft einer
(gering verdienenden) Ehefrau auch bei einem Kreditbetrag des Ehemannes von
(nur) 20000 DM sittenwidrig (3 W 119/2005 24. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist ein Mittel ohne
nachgewiesene pharmakologische Wirkung (z. B. gering konzentriertes
Glucoseaminsulfat) kein Arzneimittel (, sondern nur ein Lebensmittel) (6 U 103/2003
15. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz kann das Sammeln
von Geld für wohltätige Zwecke bei weitgehend anderweitiger Verwendung verboten
werden (12 B 10909/2005 20. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund kann ein Arbeitnehmer (z.
B. Schlosser) nicht auf Umschulung in einen Wunschberuf klagen(34 RJ 296/2004
23. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Frankfurt am Main endet die
Mitgliedschaft eines freiwilligen Mitglieds einer gesetzlichen Krankenkasse bei
Nichtzahlung zweier Monatsbeiträge, wenn der Betroffene rechtzeitig und
vollständig auf die Folgen der Nichtleistung hingewiesen worden ist (30 KR
269/2005 31. Mai 2005).
In einem (zehn Jahre währenden) Verfahren vor dem Sozialgericht Berlin sichern
Vertreter der Rentenversicherung (,weil nach einer Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands die Besoldungshöhe allein eine
Rentenkürzung nicht rechtfertigt,) die ungekürzte Zahlung der Rente eines
Abteilungsleiters des Bauministeriums der ehemaligen Deutschen Demokratischen
Republik zu.
Die Deutsche Telekom will 10000 neue Telefonsäulen aufstellen.
2005-10-05 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist das Gentechnikverbot
Oberösterreichs europarechtswidrig.
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine
Zeitschrift (z. B. die Neue Revue) nicht dadurch in ihrer Meinungsfreiheit
verletzt, dass ein Gericht einen Bericht wegen der blickfangmäßigen
Herausstellung eines einzelnen Unternehmens als wettbewerbswidrig beurteilt (1
BvR 217/1999 21. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands muss ein
Arbeitszeugnis eines wissenschaftlichen Mitarbeiters durch einen ranghöheren
Vorgesetzten unterschrieben werden (als einen Leiter des Verwaltungsreferats)
(9 AZR 507/2004 4. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann ein
schwerbehinderter Arbeitnehmer einen Anspruch auf Schadensersatz wegen
unterlassener behindertengerechter Ausstattung eines Arbeitsplatzes gegen einen
Arbeitgeber haben (9 AZR 632/2004 4. Oktober 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln kann der Inhaber der
Internetdomain schluesselbaender.de nicht verhindern, dass ein anderer (z. B.
der Inhaber der Internetdomain schluesselband.de) die Internetdomain
schlüsselbänder.de erwirbt und benutzt (6 U 39/2005 2. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Naumburg muss der Eigentümer
einer dem geltenden Bauordnungsrecht entsprechenden Außentreppe keine
zusätzlichen Sicherungsmaßnahmen treffen (9 U 132/2004 5. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Nürnberg müssen bei einer
Änderungskündigung alle Punkte der Anpassung des Vertrags an die geänderten
Beschäftigungsmöglichkeiten dienen, weshalb eine nur gleiche Urlaubsansprüche
und Ausschlussfristen anstrebende Änderungskündigung sozialwidrig ist (6 Sa
26/2005 26. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts München liegt eine Arbeitnehmerüberlassung
nur vor, wenn entsprechende vertragliche Beziehungen zwischen Verleiher und
Entleiher einerseits und Verleiher und Arbeitnehmer anderseits getroffen worden
sind (6 Sa 1235/2003 7. Dezember 2004).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Münster hat ein Kind eines
Hartz-IV-Empfängers keine Anspruch auf Erstattung der Semestergebühren eines
Auslandssemesters (16 AS 131/2005 29. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundeskartellamts Deutschlands muss die Invista
Resins & Fibers GmbH wegen vorsätzlich unrichtiger Angaben in einer
Fusionsanmeldung 250000 Euro Bußgeld zahlen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Österreichs muss Frank
Stronach wegen erfolgreicher Anfechtung eines Spielerkaufvertrags an den
Konkursverwalter des FC Tirol 700000 Euro zahlen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Ungarns ist das
Geheimdienstgesetz Ungarns teilweise verfassungswidrig.
Nach einer Entscheidung der Europäischen Kommission muss Peugeot wegen
Wettbewerbsverletzung in den Jahren 1997 bis 2003 49,5 Millionen Euro Geldbuße
zahlen.
Deutschland führt zum 1. November den elektronischen Reisepass mit
biometrischem Foto ein.
An Bayerns Schulen darf ab 206/2007 nicht mehr geraucht werden.
Hans-Joachim Driehaus vom Bundesverwaltungsgericht Deutschlands tritt in den
Ruhestand.
2005-10-04 Nach
einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind Sonderzahlungen von
Sanierungsgeldern zwecks Umstellung der Altersversorgung von einem Umlagesystem
auf Kapitaldeckung nicht steuerbar (VI R 32/2004 14. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle ist das Versprechen eines
Bonusses bei Fahren mit einem Werbeaufkleber durch eine Reparaturwerkstatt
wettbewerbswidrig, weil dadurch zu Lasten des Kaskoversicherers der Geschädigte
einen Nachlass erhält (13 U 113/2005 15. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist die unabhängige
Eigenentwicklung eines verwechselbaren Erzeugnisses nicht unlauter (6 U
221/2004 2. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster durfte die
Bundesnetzagentur Deutschlands die Auskunftsdiensterufnummer 11875 abschalten
(28. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Schleswig-Holstein ist bei
inhaltlich gleichen Begehren eines Arbeitnehmers gegen den bisherigen
Arbeitgeber und einen Betriebsübernehmer der Streitwert gleich und nur einmal
festzusetzen (2 Ta 174/2005 28. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Kaiserslautern ist das Strafverfahren
wegen Untreue gegen Robert Wieschemann, Jürgen Friedrich und Gerhard Herzog
wegen Untreue eingestellt, während das Verfahren wegen Steuerhinterziehung und
verdeckten Lohnzahlungen fortgesetzt wird.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin ist der Alterunterschied
zwischen einem 27jährigen Tunesier und einer 64jährigen Deutschen ein Hinweis
auf das Vorliegen einer Scheinehe, so dass kein Anspruch auf ein Visum besteht
(5 V 67/2004 29. Juli 2005).
Die Bundesländer Deutschlands beenden die erfolglosen Versuche einer Fahndung
mit Hilfe von SMS-Mitteilungen.
Ferdinand Hofmeister vom Bundesfinanzhof tritt in den Ruhestand.
Der Verband deutscher Rentenversicherungsträger tritt der deutschen
Rentenversicherung bei und Bundesknappschaft, Bahnversicherungsanstalt und
Seekasse schließen sich zur deutschen Rentenversícherung Knappschaft-Bahn-See
zusammen.
In den Niederlanden wird ein Mann eingetragener Partner zweier Frauen.
In den Niederlanden wird das Nebeneinander von gesetzlichen und privaten
Krankenkassen abgeschafft und jedermann zur Versicherung gegen Krankheit
verpflichtet.
2005-10-03 Nach
einer Ankündigung der Chefanklägerin des Jugoslawienkriegsverbrechertribunals
über die Zusammenarbeitsbereitschaft Kroatiens erklärt sich Österreich mit dem
heutigen Beginn von Verhandlungen über den Beitritt der Türkei zu Europäischen
Union einverstanden.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands können bei
Versorgung mehrerer Wohngebäude durch eine Gemeinschaftsheizung die Gebäude zu
einer Abrechnungseinheit zusammengefasst werden (VIII ZR 371/2004 20. Juli
2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichthofs Deutschlands kann das Recht zur
fristlosen Kündigung eines Finanzbaubetreuungsvertrags grundsätzlich nicht
durch eine allgemeine Geschäftsbedingung ausgeschlossen werden (III ZR 436/2004
9. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands schließt auch eine
lange dauernde Sanierung einer Mietwohnung Eigenbedarf des Vermieters nicht aus
(VIII ZR 368/2003 18. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts bedarf eine
Vereinbarung der Schuldnerschaft eines Dritten für Wohngeldforderungen der
Mitwirkung aller Wohnungseigentümer (2 ZBR 032/2004 9. Juni 2004).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin bedarf nicht jede
nachträgliche, zeitlich nicht beschränkte Änderung der schriftlich vereinbarten
Miethöhe der Schriftform des § 550 BGB (12 U 74/2003 28. Februar 2005).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin bedeutet die Einräumung von
Sondernutzungsrechten (z. B. an Doppelstockgaragen) nicht ohne Weiteres die
Überbürdung damit zusammenhängender, schwer bestimmbarer und schwer
abgrenzbarer Kosten (24 W 81/2003 7. Februar 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist eine die
Anpassung von Verwaltervergütungen an die Entwicklung der allgemeinen
Verwaltungskosten ermöglichende allgemeine Bedingung eines
Wohnungseigentumsverwaltungsvertrags unwirksam (3 Wx 326/2004 25. Januar 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf bedarf der
nachträgliche Einbau eines Heizkörpers in einen Sondereigentum bildenden
Wintergarten nicht der Zustimmung der übrigen Wohnungseigentümer (I-3 Wx
66/2004 2. Juli 2004).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist eine
Ankündigung eines Ausbaus eines Mietgeländes zu einem Einkaufszentrum in
Vertragsverhandlungen über einen Ladenmietvertrag die Zusicherung einer
Eigenschaft, deren Fehlen bzw. Nichteintreten zur außerordentlichen Kündigung
berechtigt (4 U 71/2004 4. März 2005).
Procter & Gamble übernehmen unter Auflagen Gillette.
Rüdiger Wolfrum wird zum Präsidenten des internationalen Seegerichtshofs
gewählt.
Der wegen seines Spendensammelvereins Pecunia non olet vom Rat abgewählte und
aus der CDU ausgeschlossene Kurt Machens wird von den Wählern gegen den
Kandidaten der CDU zum Oberbürgermeister Hildesheims gewählt.
George Walker Bush nominiert die texanische Rechtsanwältin Harriet Miers für
den Supreme Court der Vereinigten Staaten von Amerika.
2005-10-02 Bei
der Bundestagsnachwahl Deutschlands in Dresden erringt die CDU ein weiteres
Direktmandat und vermeidet durch gezielte Geringhaltung der Zweitstimmen den
Verlust eines Überhangmandats.
Die Österreichische Volkspartei verliert bei der Landtagswahl in der Steiermark
die Mehrheit an die SPÖ.
Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union einigen sich gegen den Widerstand
Österreichs nicht auf einen gemeinsamen Text zur Aufnahme von
Beitrittsverhandlungen mit der Türkei.
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands muss das dem
Bundestagspräsidenten zustehende Ermessen hinsichtlich der funktionsgerechten
Nutzung der Räume des Parlaments auch von den Gerichten berücksichtigt werden
(1 BvQ 16/2005 6. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist der
notwendige Schutz des Eigentumsrechts von Wohnungseigentümern untereinander
durch eine sorgfältige Abwägung im Rahmen des § 22 I WEG sicherzustellen (1 BvR
1806/2004 22. Dezember 2004).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine regelmäßig
zu kontrollierende gesundheitliche Risiken für ein Tier verursachende Operation
zwecks Beseitigung eines körperlichen Defekts keine Beseitigung des Mangels
(VIII ZR 281/2004 22. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei affektiven
Durchbrüchen oder sonstigen heftigen Gemütsbewegungen eine nähere Darlegung
geboten, warum der Täter trotz seiner Erregung die für Heimtücke maßgebenden
Aspekte in sein Bewusstsein aufgenommen hat (1 StR 290/2004 31. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein
Versicherer die vorsätzliche Herbeiführung eines Versicherungsfalls durch den
Versicherten voll beweisen (IV ZR 62/2004 13. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands rechtfertigt ein
üblicher geschäftlicher Kontakt nicht die Besorgnis der Befangenheit eines
Sachverständigen (X ZR 26/2004 1. Februar 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist eine
Befristung der Arbeitsverträge mit studentischen Hilfskräften für die Dauer von
vier Jahren zulässig (7 AZR 293/2004 20. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm setzt eine Verurteilung
gemäß § 263 StGB wegen betrügerisch erlangter staatlicher Ausbildungsförderung
voraus, dass der Tatrichter selbst nach den Grundsätzen des
Bundesausbildungsförderungsgesetzes geprüft hat, ob und inwieweit tatsächlich
kein Anspruch auf die beantragte Förderung bestand (4 Ss 85/2005 28. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Marburg kann die Nichtdurchführung
eines erforderlichen Schlichtungsverfahrens in der Berufungsinstanz nicht mehr
gerügt werden (5 S 81/2004 13. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main können
mindestens 14 Jahre alte Zeugen unmittelbar (ohne über Erziehungsberechtigte)
geladen werden (3 Ws 281/2005 6. April 2005).
2005-10-01 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist Art. 6 Nr. 2 des
Übereinkommens vom 27. September 1968 über die gerichtliche Zuständigkeit und
die Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen auf
eine auf eine Mehrfachversicherung gestützte Klage auf Gewährleistung
anwendbar, sofern zwischen dem Hauptprozess und der Gewährleistungsklage ein
nicht gerichtsstandsmissbräuchlicher Zusammenhang vorliegt (C-77/2004 26. Mai
2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist ein
Langzeitarbeitsloser bei einem Antrag auf Arbeitslosengeld II nicht zu persönlichen
Angaben über Mitbewohner seiner Wohngemeinschaft oder Untermieter, die nicht
Lebenspartner sind, verpflichtet, weshalb es auch an der notwendigen Beschwer
für eine Verfassungsbeschwerde unmittelbar gegen die sonst eine
Auskunftspflicht begründenden gesetzlichen Bestimmungen fehlt (1 BvR 1962/2004
2. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands darf sich
ein Beschwerdeführer einer Verfassungsbeschwerde bei seiner Begründung nicht
mit allgemeinen Erwägungen ohne Bezug zu den tatsächlichen Gründen der
angegriffenen Entscheidung begnügen und beginnt die Monatsfrist für die
nachträgliche Ergänzung der Verfassungsbeschwerde gegen eine
Verweisentscheidung mit dem Eingang der in Bezug genommenen Entscheidung beim
Beschwerdeführer (1 BvR 798/2005 12. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die auf einen
gesamten Lohnsteuerhilfeverein deutende Werbung mit einem auf eine einzelne
örtliche Filiale bezogenen Testergebnis irreführend (I ZR 253/2002 7. Juli
2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein die
dauerhafte Gesundung eines Unterhaltsberechtigten behauptender
Unterhaltspflichtiger konkret vortragen, aus welchen Umständen er auf eine
dauerhafte Gesundung schließen will (XII ZR 145/2003 6. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist Gegenstand
einer Pfändung nach § 857 I ZPO in eine Internetdomain die Gesamtheit der dem
Inhaber der Domain gegenüber der Vergabestelle aus dem der Domainregistrierung
zu Grunde liegenden Vertragsverhältnis zustehenden Ansprüche und kann die
Verwertung der Ansprüche nach den §§ 857 I, 844 I ZPO durch Überweisung an
Zahlungs Statt zu einem Schätzwert erfolgen (VII ZB 5/2005 5. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kommt eine
Untersagung der Fortführung eines Ehenamens nach Eheaufhebung nur in krassen
Einzelfällen wegen Rechtsmissbrauchs noch in Betracht (XII ZR 204/2002 25. Mai
2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist ein
einen nicht postulationsfähigen Prozessbevollmächtigten bestellender
Beteiligter nicht nicht vertreten (1 B 149/2004 10. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Bayern sind das Grundrecht
privater Fernsehprogrammanbieter auf Rundfunkfreiheit und der Grundrechtsschutz
der bayerischen Landeszentrale für neue Medien einem möglichst schonenden
Ausgleich zuzuführen (23-VI/2004 30. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg kann aus der
Gemeinschaftsmarke NEWS eines österreichischen Verlagshauses nicht allgemein
ein Verbot der Verwendung des Titels NEWS für Zeitungen und Zeitschriften in
Deutschland verlangt werden (5 U 9/2005 7. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München besteht kein
Kontrahierungszwang bezüglich der Teilnahme an mit Gewinnmöglichkeiten
verbundenen Quizsendungen eines Privatfernsehsenders (U [K] 1834/2005 28. Juli
2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart ist bei Zahnimplantaten
aus Rinderknochen auf ein Restrisiko der Erkrankung an Rinderwahnsinn
hinzuweisen (1 U 25/2005 12. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Mannheim besteht kein
Gleichstellungsanspruch eines Unionsbürgers mit deutschen Spätaussiedlern
hinsichtlich der Anerkennung von Prüfungen in den Aussiedlungsgebieten (z. B.
betreffend Zulassung für den juristischen Vorbereitungsdienst) (4 S 901/2005 7.
Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Gelsenkirchen rechtfertigt eine entzündliche
Verletzung durch Biss eines Gastes in einen Zeh einer Kellnerin ein
Schmerzensgeld von 400 Euro (32 C 672/2004 23. Juni 2005).
Schwab, Dieter, Familienrecht, 13. A. 2005
Lettl, Tobias, Kartellrecht, 2005
Charta der Grundrechte der europäischen Union, hg. v. Meyer, Jürgen, 2. A. 2005
Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, Zivilprozessordnung, 64. A. 2006
Joecks, Wolfgang, Studienkommentar StGB, 6. A. 2005
Krey, Volker u. a., Strafrecht Besonderer Teil Bd. 1 13. A. 2005, Bd. 2 14. A.
2005
Ambos, Kai, Internationales Strafrecht, 2006
Albrecht, Peter-Alexis, Kriminologie, 3. A. 2005
2005-09-30 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist ein
mutmaßlicher Mörder durch acht Jahre Untersuchungshaft in seinem
Freiheitsgrundrecht verletzt (2 BvR 1315/2005 23. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands umfasst die Haftung
eines Teilnehmers an einer Insolvenzverschleppung nicht in dieser Zeit ohne
sein Wissen durch Handlungen des Geschäftsführers verursachte
Neugläubigerschäden (II ZR390/2003 25. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss bei einem
Kraftfahrzeugunfall der Haftpflichtversicherer einen möglicherweise für das
Unfallfahrzeug erzielbaren höheren Preis auf dem örtlichen Gebrauchswagenmarkt
darlegen und beweisen (VI ZR 132/2004 12. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist die
Revision gegen die Entscheidung der Vorinstanz im Streit um die Zulassung des
Flughafens Lahr als allgemeinen Verkehrsflughafen zugelassen (4 B 39/2005 28.
September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist eine
betriebsbedingte Kündigung eines Insolvenzverwalters wegen beabsichtigter
Betriebsstilllegung bei gleichzeitigem Vorliegen eines später teilweise
erfolgreichen Übernahmeangebots (wegen Fehlens einer tatsächlichen
Betriebsstilllegungsabsicht) unwirksam (AZR 647/2004).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands muss ein
Arbeitgeber einem (rechtswidrig) länger als 48 Stunden wöchentlich arbeitenden
Arbeitnehmer die Überstunden auch dann bezahlen, wenn sie dem Arbeitsvertrag
nach durch das geleistete Bruttoentgelt abgegolten sind (5 AZR 52/2005 28.
September 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München ist ein auf dem Oktoberfest
dreimal mit einem zerbrochenen Maßkrug grundlos auf einen Schüler
einschlagender Türke wegen Mordversuchs zu zwölf Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Uelzen ist ein beim Unterfliegen einer
Brücke den Tod eines Notarztes durch Ertrinken verursachender Hubschrauberpilot
zu 19 Monaten Haft mit Bewährung verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Frankreichs muss Crédit
Lyonnais an Bernard Tapie wegen des Verkaufs von Adidas 135 Millionen Euro
Schadensersatz zahlen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Südafrikas ist ein einen
Arbeiter in ein Löwengehege werfender Farmer wegen Mordes zu lebenslanger Haft
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Japans hat Ministerpräsident
Koizumi mit dem Besuch des Yasukunischreins die Trennung von Staat und Religion
verletzt.
Nach einer Entscheidung der Welthandelsorganisation darf die Europäische Union
wegen rechtswidriger Exportsubventionen der Vereinigten Staaten von Amerika
Strafzölle verhängen.
Arnold Schwarzenegger legt gegen das Homosexuellenehegesetz Kaliforniens ein
Veto ein.
Die Inflationsrate im Euroraum steigt auf 2,5 Prozent.
Liberty Global Inc. kauft Cablecom Holdings AG für 2,83 Milliarden Franken.
Von den 21,6 Millionen Paaren Deutschlands sind 43 Prozent Ehepaare mit
Kindern, 46 Prozent Ehepaare ohne Kinder, drei Prozent Lebensgemeinschaften mit
Kindern und 8 Prozent Lebensgemeinschaften ohne Kinder.
John Roberts ist vorsitzender Richter des Supreme Court der Vereinigten Staaten
von Amerika.
† Lothar Bressel 6. Oktober 1930-16. September 2005.
2005-09-29 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine
Verfassungsbeschwerde einer im Maßregelvollzug der niedersächsischen
Landeskrankenhäuser stehenden Frau gegen die Privatisierung der
Landeskrankenhäuser nicht zur Entscheidung angenommen, weil rechtliche
Ausgestaltung, Zeitpunkt und Modalitäten des Verkaufs noch nicht feststehen (2
BvR 1338/2005 21. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts muss der Arbeitgeber dem
Arbeitnehmer nicht den aus verspätetem Hinweis auf die unverzügliche
Meldepflicht der Arbeitslosigkeit entstehenden Schaden ersetzen (8 AZR
571/2004).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist eine alle
Ansprüche aus einem Arbeitsvertrag nach zwei Monaten ausschließende allgemeine
Arbeitsbedingung unangemessen und unwirksam (5 AZR 52/2005 28. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist die
Industriegewerkschaft IG Metall seit 1995 auch für den Abschluss von
Tarifverträgen für die mit Dienstleistungen der Informationstechnik befassten
Beschäftigten des IBM-Konzerns in Deutschland zuständig (1 ABR 41/2004 27.
September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands muss eine
Krankenkasse für rechtswidrig einer kassenärztlichen Vereinigung vorenthaltene
Teile der pauschalen Vergütung im Streitfall Prozesszinsen zahlen (6 KA 71/2004
R 28. September 2005).
Nach Entscheidungen des Verfassungsgerichtshofs Bayern ist die Auflösung des
Bayerischen Obersten Landesgerichts verfassungsgemäß, zumal dadurch dem
einzelnen Bürger der bestehende Rechtsschutz nicht entzogen, sondern nur
verlagert wird (3-VII/2005 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München muss Focus keine
Gegendarstellung zu seinem Bericht über Beförderungen in den Bundesministerien
kurz vor der Bundestagswahl abdrucken.
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen dürfen die Kosten
einer Adoption wegen fehlender Zwangsläufigkeit nicht als außergewöhnliche
Belastung von den Einkünften steuerlich abgesetzt werden (3 K 635/2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Mannheim ist das von der Stadt
Mannheim verhängte Verbot der Taubenfütterung rechtmäßig (1 S 261/2005 27.
September 2005).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts München ist die Stilllegung
des einzigen Krankenhauses eines Zweckverbandes keine Rationalisierungsmaßnahme
(2 Sa 86/2005 28. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts München hindert die
Zurückweisung eines allgemeinen Weiterbeschäftigungsanspruchs eines
Arbeitnehmers in der ersten Instanz nicht die Geltendmachung eines
betriebsverfassungsrechtlichen Weiterbeschäftigungsanspruchs im
Berufungsverfahren (3 Sa 328/2005 3. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Düsseldorf darf die Nichtzahlung eines
Schuldners von der Schufa bis zur Entscheidung über den betreffenden
Rechtsstreit nicht für eine negative Eintragung verwertet werden (12 O
392/2001).
Nach Entscheidungen des zuständigen Gerichts Spaniens sind 18 Angeklagte wegen
des Terroranschlages auf das World Trade Center vom 11. September 2001 zu sechs
bis 27 Jahren Haft verurteilt.
Humana einigt sich mit durch Kindernahrung geschädigten Familien in Israel auf
die Zahlung von 1,9 Millionen Euro pro Familie.
Bei dem Versuch in spanische Exklaven in Marokko zu gelangen, sterben 5 junge
Afrikaner und werden zahlreiche andere durch die Grenzanlagen erheblich
verletzt.
Henning Scherf kündigt seinen Rücktritt als Bürgermeister Bremens an.
2005-09-28 Der
Bundestag Deutschlands beschließt eine Verlängerung des Einsatzes der
Bundeswehr in Afghanistan.
Das Europäische Parlament stimmt der Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit
der Türkei unter Auflagen zu.
Nach Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs Deutschlands dürfen
mitgliedstaatliche Regelungen für Bioziderzeugnisse nicht strenger sein als
Richtlinien der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (C-281/2003 15. September
2005 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
Arbeitgeber treffende Erstattungspflicht von Arbeitslosengeld bei
ungerechtfertigter Kündigung älterer Arbeitnehmer rechtmäßig (1 BvR 620/2001 9.
September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss sich der
Verkäufer eines nach einem unverschuldeten Verkehrsunfall verkauften
Kraftfahrzeugs nur den unter gewöhnlichen Umständen (z. B. bei einem örtlichen
Gebrauchtwagenhändler) erzielbaren Restwert anrechnen lassen (VI ZR 132/2004).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands sind Arbeitgeber
mit wenigen Vollzeitbeschäftigten und vielen Geringzeitbeschäftigten nach Sinn
und Zweck der Kleinbetriebsklausel umlagepflichtig nach dem
Lohnfortzahlungsgesetz (1 KR 32/2005 R 27. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Jena muss bei einer
einstweiligen Verfügung spätestens im Zeitpunkt des
Kostenfestsetzungsverfahrens eine bis dahin unterbliebene Anhörung des
Antragsgegners durchgeführt werden (9 W 97/2005 30. Juni 2005).
Nach Entscheidungen des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg bleibt die
militärische Nutzung des Bombodroms vorläufig verboten (2 S 99/2005 20.
September 2005 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Nürnberg ist eine übergroße,
aus bloßen Aufwärtslinien und Abwärtslinien bestehende Unterschrift eines
Arbeitgebers unter einem Arbeitszeugnis rechtswidrig (4 Ta 153/2005 29. Juli
2005).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Köln entfällt während der Zeit einer
Vollerwerbstätigkeit eines Kindes zwischen Ausbildung und Studium der Anspruch
der Eltern auf Kindergeld (1 K 1488/2004 10. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen sind Nachzahlungen der
kassenärztlichen Vereinigung an einen Psychotherapeuten für mehrere
Veranlagungszeiträume als außerordentliche Einkünfte begünstigt zu besteuern (2
K 306/2003 31. August 2005).
Polen einigt sich mit einem vertriebenen Ostpolen außergerichtlich über eine
Entschädigung.
Gasprom erwirbt für 11,1 Milliarden Euro die Mehrheit an Sibneft.
† Peter J. Tettinger 1. März 1947-23. September 2005
2005-09-27 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
gesetzliche Absenkung der Beamtenpensionen zum Wohl der Allgemeinheit (durch
das Versorgungsänderungsgesetz 2001 noch) zulässig.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein
Arbeitgeber trotz Insolvenzreife Beiträge an die Sozialversicherung leisten
(und macht sich bei Nichtleistung wegen Vorenthaltens von Arbeitsentgelt
strafbar) (5 StR 67/2005 9. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Linz sind alle im
Kaprunseilbahnprozess angeklagten Verantwortlichen freigesprochen.
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz darf eine
wegen Beißens gefährliche Hündin sichergestellt werden (12 B 11219/2005 20.
September 2005).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Köln können eingetragene
gleichgeschlechtliche Lebenspartner mangels gesetzlicher Regelung keine
Zusammenveranlagung beantragen (15 K 284/2004).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Finanzgerichts Deutschlands sind
Schenkungen von mehr als 20000 Euro keine üblichen Geschenke und deswegen zu
versteuern (1 K 3280/2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Bochum ist Willi Thomczyk wegen
sexueller Nötigung zweier Schauspielschülerinnen zu acht Monaten Haft mit
Bewährung und 10000 Euro Geldbuße verurteilt (und hat danach seine Rolle in
einer Fernsehserie verloren).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Hannover ist die Zulassung
einer Genmaissorte im Eilverfahren abgelehnt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist Lucy England der Gefangenenmisshandlung im Irak schuldig und zu
drei Jahren Haft verurteilt.
Rechtsanwältin Jutta Wagner ist Vorsitzende des deutschen Juristinnenbundes.
Karl-Hans Rotthaug wird zum 1. November 2005 als Nachfolger Dieter Habbes
Vizepräsident des Verwaltungsgerichtshofs Hessen.
Renate Künast bittet nach Wahl zur Fraktionsvorsitzenden der Grünen um
Entlassung als Ministerin.
Die Durchschnittsnote der ersten juristischen Staatsprüfung an der Bucerius Law
School beträgt 11,2 Punkte (sonstiger Durchschnitt 6 Punkte).
In Frankreich lehnt eine Standesbeamtin eine Trauzeugin wegen Tragens eines
islamischen Kopftuchs ab.
Auf Grund eines Vergleichs zahlen die Vereinigten Staaten von Amerika 25,5
Millionen Dollar an die Opfer von Ausplünderungen ungarischer Juden durch die
Armee.
2005-09-26 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands darf ein Gericht
auch bei Prozesskostenhilfe ohne Ratenzahlung für beide Parteien in Ehesachen
den Streitwert höher als den Mindeststreitwert von 2000 Euro festsetzen (1 BvR
46/2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine (auf einen
kostenpflichtigen Telefonrückruf gerichtete) Werbung einer Gesellschaft mit
einer nur allgemein beschriebenen Gewinnauskunft (Sie haben gewonnen) unlauter
und wettbewerbswidrig (I ZR 279/2003 9. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands verdrängt das
Kündigungsrecht des Insolvenzverwalters nach § 113 InsO Unkündbarkeitsklauseln
in Betriebsvereinbarungen (6 AZR 526/2004 22. September 2004).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann ein
Abstandsleistungen für den Auszug des Mieters leistender und danach selbst in
die betreffende Wohnung einziehender Vermieter die Zahlungen nicht als
Werbungskosten von seinen Einkünften absetzen (IX R 38/2003).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz darf eine städtische
Aktiengesellschaft Rückstellungen für die bei ihr tätigen Mitarbeiter bilden,
die als Beamte der Stadt zu Dienstleistungen bei der Gesellschaft freigestellt
wurden (3 K 1039/2001 20. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Halle sind eine Museumspädagogin und
ein ehemaliger Lehrer wegen Hehlerei bezüglich der Himmelsscheibe von Nebra zu
12 bzw. 6 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Innsbruck ist ein mit einem
ungültigen Behindertenausweis Parkgebührenfreiheit erschleichender
Kraftfahrzeugführer zu zwei Monaten Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Italiens ist Silvio Berlusconi
infolge Gesetzesänderung vom Vorwurf der Bilanzfälschung freigesprochen.
Der Europäische Gerichtshof erhält zum 1. Oktober 2005 eine auf Beschleunigung
der Verfahren gerichtete veränderte Verfahrensordnung.
Porsche will für rund 3 Milliarden Euro 20 Prozent der Volkswagen AG erwerben.
Die Irische Republikanische Armee hat ihre Waffen vernichtet.
Brigitte Haar wird Professor in Frankfurt am Main.
Hartmut Oetker wechselt von Jena nach Kiel.
Gralf-Peter Callies wird in Frankfurt am Main für bürgerliches Recht, Handelsrecht,
Wirtschaftsrecht, internationales Privatrecht und Rechtstheorie habilitiert.
Thomas Finkenauer wird in Trier für bürgerliches Recht, römisches Recht und
Privatrechtsgeschichte der Neuzeit habilitiert.
Wolfgang Seiler wird in Oldenburg für bürgerliches Recht, Handelsrecht,
deutsches Wirtschaftsrecht, europäisches Wirtschaftsrecht, Rechtstheorie und
Rechtsinformatik habilitiert.
2005-09-25 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands können
Zufallserkenntnisse aus einer rechtmäßig durchgeführten Maßnahme gemäß § 100a
StPO Grundlage weiterer Ermittlungen zur Gewinnung neuer Beweismittel in einem
anderen gegen den Betroffenen geführten Verfahren wegen einer Nichtkatalogtat
sein (2 BvR 866/2005 29. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann bei
Aufrechenbarkeit in einem Werkvertrag ein Aufrechnungsverbot nicht durch
Annahme eines Verrechnungsverhältnisses umgangen werden (VII ZR 197/2003 23.
Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein Gericht
bei seiner Entscheidung über den Umfang einer Beweisaufnahme das Opfer vor
einem nicht durch rechtsstaatliche Verfahrensgrundsätze gedeckten
Verteidigungsverhalten des Angeklagten schützen (1 StR 152/2005 16. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands erfordert die
Zulässigkeit einer Anhörungsrüge Darlegungen dazu, dass das angerufene Gericht
selbst den Anspruch des Beteiligten auf rechtliches Gehör verletzt hat (B 71 AL
38/2005 B 7. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln handelt ein mit ihm bereits
vertraglich verbundene Privatkunden ohne vorherige Einwilligung über ein Call
Center fernmündlich zu einer Umstellung des bestehenden Normaltarifs auf neue
Tarife zu veranlassen suchender Telefondienstleistungsanbieter unlauter (6 U
155/2004 25. Februar 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Dresden kann bei angeklagten
Serienstraftaten eine Untätigkeitsbeschwerde der Staatsanwaltschaft nur
zulässig sein, wenn eine wesentliche Anzahl der Taten zeitnah zu verjähren
droht und das Unterlassen der Gerichtsentscheidung auf grober Pflichtwidrigkeit
beruht (2 Ws 182/2005 20. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München muss ein Rechtsanwalt
zur Einhaltung von Beschwerdefristen in Wohnungseigentumsverfahren die
allgemeine, stichprobenartig zu überprüfende Anweisung erteilen, dass zuerst
eine Eintragung in Fristenkalender zu erfolgen hat, ehe ein entsprechender
Erledigungsvermerk in den Handakten angebracht wird (32 Wx 27/2005 26. April
2005).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster sind bei
Aktenübersendung durch Verwaltungsbehörden in Bußgeldverfahren Auslagen nur
nach § 107 V OWiG geschuldet (9 A 4592/2003 13. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster ist ein als Anstalt
des öffentlichen Rechts geführtes Universitätsklinikum nicht von
Verwaltungsgebühren befreit (9 A 3590/2003 2. Februar 2005).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Frankreichs muss Hachette
Filipacchi Fürst Albert II. von Monaco 30000 Euro Schadensersatz wegen
Verletzung des Persönlichkeitsrechts durch einen Artikel (Albert sieht sich
seiner Verantwortung gegenüber) zahlen.
Die Schweiz entscheidet sich mit einer Mehrheit von rund 56 Prozent für die
Öffnung des Arbeitsmarktes für die zehn neuen Mitgliedstaaten der Europäischen
Union.
2005-09-24 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine Justizverwaltung
aus verfassungsrechtlichen Gründen nicht verpflichtet, ihr Ermessen bei der
Entscheidung über die Wiederbesetzung einer frei gewordenen Notarstelle durch
einheitliche Richtwerte über das durchschnittlich zu erreichende
Urkundsaufkommen der Notarstellen in einem Amtsbereich zu binden (NotZ 1/2005
11. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands handelt ein
Diabetesteststreifen abgebender und Rezepte für die Teststreifen
entgegennehmender Arzt grundsätzlich rechtswidrig (I ZR 215/2002 2. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin ist die Bezeichnung eines
eine Fahrausweiskontrolle begleitenden Polizeibeamten als Clown (Da kann ja
jeder Clown kommen. Ich möchte Ihren Dienstausweis sehen.) kein Werturteil,
sondern eine Schmähkritik (1 Ss 93/2004 12. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm ist ein Saunabetreiber
einem Besucher grundsätzlich nicht zu Schadensersatz verpflichtet, wenn ein zur
Verfügung gestellter Spind aufgebrochen wird und dort aufbewahrte Wertsachen
entwendet werden (8 U 234/2004 20. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm kann ein Anerkenntnis eines
Haftpflichtschadens in der Inauftraggabe der Reparatur einer Sache liegen (20 U
231/2004 13. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz ist ein bei einem Sprung
von einer 50 cm hohen Transportfläche mit einer 80 Kilogramm schweren
Glasplatte erlittener Muskelfaserriss ein Unfall (10 U 586/2004 19. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München kann eine Darstellung
des Hundertwasserhauses in Österreich urheberrechtlich bedenkenfrei vertrieben
werden, in Deutschland dagegen nicht (6 U 5629/1999 16. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Saarbrücken kann das
Zusammenleben eines Ehegatten mit einem neuen Partner im vormals ehelichen Haus
eine unzumutbare Härte im Sinne des § 1565 II BGB sein (9 WF 111/2004 5.
Oktober 2004).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Siegen kann auch ein geübter
Beobachter in einer Stresssituation eine fremde, sich rasch entfernende
schwarzweiße Katze nicht sicher identifizieren (5 O 31/2005 14. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Duisburg rechtfertigt die
Nichtbenutzbarkeit eines durch Hurrikan verwüsteten Strandes die Minderung des
Reisepreises um 20 Prozent (35 C 210/2004 6. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Lüdinghausen ist bei Vollstreckung
einer Geldbuße von 5 Euro eine Anordnung von Erzwingungshaft eine Verletzung
des Übermaßverbots (10 OWi 22/2005 12. Juli 2005).
Rüthers, Bernd, Rechtstheorie, 2. A. 2005
Locher/Koeble/Frik, HOAI, 9. A. 2005
2005-09-23 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine kostenlose
verhältnismäßig wertvolle Beigabe zu einer Jugendzeitschrift nicht
wettbewerbswidrig (I ZR 28/2003 22. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine Werbung
(z. B. eines Optikers) mit einem sozialen Engagement (z. B. Tierartenschutz)
auch ohne Bezug zu einer beworbenen Ware rechtmäßig (I ZR 55/2002 22. September
2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands läuft bei
treuwidriger Vereitelung des Zugangs einer Kündigung (z. B. durch einen
schwerbehinderten Arbeitnehmer) eine Kündigungsfrist nicht ab (2 AZR 366/2004
22. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschland begründet der
Verdacht der Begünstigung durch einen angestellten Croupier einer Spielbank die
ordentliche Kündigung des Croupiers (2 AZR 189/2004).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe ist die Festsetzung
der Startgutschriften bei der Zusatzrentenversorgung der Versorgungsanstalt des
Bundes und der Länder rechtswidrig und nichtig (12 U 99/2004 22. September
2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen ist die
Oberbürgermeisterwahl in Gießen 2003 rechtmäßig (8 UE 609/2005 22. September
2005).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Köln ist die volle Besteuerung
steuerehrlicher Kapitalanleger wegen Verletzung des Gleichheitssatzes
möglicherweise verfassungswidrig (10 K 1880/2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Dortmund ist ein
Neunundzwanzigjähriger wegen zweimaligen Zeigens des Hitlergrußes zu vier
Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Ludwigshafen sind Arbeitnehmer mit
einem Kind bei einer betriebsbedingten Kündigung besonders zu schützen (8 Ca
2824/2004).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Russlands ist Michail
Chodorkowski zu acht Jahren Straflager verurteilt.
Herbert Landau wird als Nachfolger Hans-Joachim Jentschs
Bundesverfassungsrichter.
Der deutsche Anwaltverein, der deutsche juristische Fakultätentag und der
deutsche Hochschulverband lehnen ein dreijähriges Bachelorstudium aus
Mindestvoraussetzung für die Richteramtsbefähigung ab.
Nach einer Vereinbarung erhalten rund 830000 Anleger Worldcoms rund 6,1
Milliarden Dollar von den beklagten Investmentbanken,
Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und ehemaligen Direktoren Worldcoms.
2005-09-22 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss eine private
Krankenkasse grundsätzlich auch die Kosten einer künstlichen Befruchtung für
ein zweites Kind zahlen (IV ZR 113/2004 21. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle hat ein seinerzeit
vierjähriger Junge gegen 1-2-Fly keinen Schadensersatzanspruch wegen
Verkehrssicherungspflichtverletzung in Zusammenhang mit den Terroranschlägen in
Djerba vom 11. April 2002 (11 U 297/2004).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln kann ein Anlagevermittler
auch bei Hinzuziehung eines erläuternden Dritten zu Schadensersatz wegen
Verletzung von Auskunftspflichten verpflichtet sein (6 U 227/2004 15. Juli
2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln haftet eine
Fluggesellschaft auch für ein Verschulden eines zur Erfüllung ihrer Aufgaben
verwendeten Fundbüros für Fluggepäck (24 U 52/2003 2. Dezember 2003).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Düsseldorf sind Vertragsstrafen
wegen vorzeitigen Arbeitsplatzwechsels Werbungskosten (3 K 4223/2003 E 12.
April 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Stralsund ist der Verursacher eines
schweren Verkehrsunfalls mit vier Toten auf Rügen wegen fahrlässiger Tötung und
fahrlässiger Straßenverkehrsgefährdung zu 39 Monaten Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln kann die Bundesnetzagentur
Deutschlands bei Missbrauch eine Auskunftsnummer widerrufen (11 L 1269/2005 19.
September 2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Neustadt an der Weinstraße muss
ein unter Drogeneinfluss ein Kraftfahrzeug führender Kraftfahrer auch ohne
strafbares Verhalten mit erkennungsdienstlichen Maßnahmen rechnen (7 K 97/2004
13. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Solingen hat Jens Nowotny gegen
Bayer Leverkusen keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung über 6 Wochen hinaus.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Ansbach ist eine neunzehnjährige
Fahrzeugführerin wegen zweifacher fahrlässiger Tötung zu 21 Monaten haft mit
Bewährung verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Spaniens liefert Spanien an
Deutschland keine Straftäter mehr nach dem beschleunigten Verfahren des
europäischen Haftbefehls aus (21. September 2005).
2005-09-21 Nach
Entscheidungen des Gerichts erster Instanz der europäischen Gemeinschaften darf
der Europäische Rat auf Grund eines angenommenen gemeinsamen Standpunktes das
Einfrieren von Konten terrorverdächtiger Personen und Einrichtungen anordnen
und können entsprechende Entscheidungen gerichtlich nur hinsichtlich der
Einhaltung der allgemein anerkannten Menschenrechte überprüft werden
(T-306/2001 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Gerichts erster Instanz der europäischen
Gemeinschaften darf Gas de Portugal nicht von Energias de Portugal und ENI
erworben werden (T-87/2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Zweibrücken muss der Träger eines
Jugendheimes wegen Verletzung der Aufsichtspflicht die von entlaufenen
Jugendlichen verursachten Schäden ersetzten (3 S 4/2005).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz muss ein
Arbeitgeber einem Arbeitnehmer bei rechtswidriger Kündigung den vollen Lohn
zahlen (9 Sa 1026/2004).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Hannover muss einem Bezieher von
Arbeitslosengeld II bei Bedarf ein Darlehen für die Beschaffung von
Schulmaterial für seine Kinder gewährt werden (46 As 431/2005 31. August 2005
u. a.).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I hat ein trotz Hörens des
Martinshorns in eine Kreuzung einbiegender Kraftfahrzeugführer keinen
Schadensersatzanspruch gegen den Haftpflichtversicherer eines Rettungswagens
(17 S 6138/2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I ist ein rauher Umgangston in
einer Dienststelle des Zolles kein Mobbing (15 O 25369/2004 7. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München muss Stefan Raab wegen der
Bemerkung Unfassbar oder die Dealer tarnen sich immer besser über eine eine
Schultüte tragende Mutter wegen Beleidigung 150000 Euro Schmerzensgeld zahlen.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Pegnitz muss ein Frauenarzt 8000 Euro
zahlen, wenn er weiter den legalen Schwangerschaftsabbruch als Leistung im
Internet anbietet.
Die Christlich Demokratische Union Berlin zahlt 23000 Euro Strafe wegen einer
nicht verbuchten Spende Klaus Landowskys.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Islands ist Jón Ásgeir
Jóhannesson vom Vorwurf des Betrugs und der Steuerhinterziehung freigesprochen.
2005-09-20 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands muss ein
Rechtsanwalt wegen rechtswidrigen Angriffs eines richterlichen Hinweises mit
einer Verfassungsbeschwerde eine Missbrauchsgebühr von 500 Euro zahlen (2 BvR
1435/2005 12. September 2005).
Nach Entscheidungen des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind Manager- und
Mitarbeitermodelle, bei denen Manager und Mitarbeiter zeitlich beschränkt an
der sie anstellenden Gesellschaft mit beschränkter Haftung beteiligt werden,
zulässig (II ZR 342/2003 19. September 2005 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind in
EFTA-Staaten gegründete Kapitalgesellschaften in Deutschland rechtsfähig und
parteifähig (II ZR 372/2003 19. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Revision
einer wegen Mordes verurteilten privaten Altenpflegerin verworfen (1 StR
323/2005 8. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg ist ein Kaufvertrag
des Jahres 1962 über ein Grundstück mit Mauer und Todesstreifen der ehemaligen
Deutschen Demokratischen Republik nicht sittenwidrig, so dass ein
Rückübertragungsanspruch der Verkäuferin gegen den Rechtsnachfolger des Käufers
nicht besteht (5 U 78/2003 4. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm ist bei undeutlichen
Radarfotos der Betroffene im Zweifel freizusprechen (2 Ss OWi 274/2005 13. Mai
2005).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen darf
der große Zapfenstreich der Luftwaffe am 21. September 2005 mit traditioneller christlich-religiöser
Beteiligung stattfinden (8 B 1607/2005 19. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Köln darf einem eine
zweifelhafte Quittung über eine Barauszahlung an den Geschäftsführer der
Konzerngesellschaft nicht auf ihre Stichhaltigkeit prüfenden Leiter der
Revision des Konzerns wegen fehlender Eignung gekündigt werden (9 [6] Sa
1059/2004 19. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen ist das
Verwaltungs- und Ermittlungsverfahren zur Überprüfung eines Rentenantrags eines
1942 geborenen Antragstellers aus Spanien vom zuständigen deutschen
Rentenversicherungsträger in deutscher Sprache durchzuführen (8 RJ 141/2004 11.
Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Mainz haftet ein Fußballspieler nicht
für Schäden durch Ballschüsse über einen Ballfangzaun eines Fußballplatzes
hinweg (3 S 89/2005 31. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin ist die Festsetzung
einer Strafzahlung der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands durch den
Bundestagspräsidenten Deutschlands in Höhe von 767000 Euro wegen Annahme von
Spenden in Wuppertal 1999 rechtmäßig (2 A 84/2004).
Nach Entscheidungen des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika sind Dennis Kozlowski und Mark Swartz wegen Betrugs und Bereicherung zu
je 25 Jahren Haft verurteilt.
Die Deutsche Bahn AG stellt auf 8 Bahnhöfen zusätzlich friesische
Namensschilder auf (z. B. Weesterlön/Söl in Westerland/Sylt).
2005-09-19 Nach
einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands darf ein Anspruch auf
eine Leistung nach einem Sozialplan nicht von einem Verzicht auf eine
Kündigungsschutzklage abhängig gemacht werden, wohl aber ein Anspruch auf eine
freiwillige Leistung des Arbeitgebers (1 AZR 254/2004 31. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart haben Staatsangehörige
Iraks keinen Anspruch auf Eröffnung eines Ermittlungsverfahrens gegen Donald
Rumsfeld wegen Misshandlung Gefangener im Irak.
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Köln muss bei der Bildung einer
Ansparrücklage zusätzlich zur Funktion und den voraussichtlichen
Herstellungskosten und Anschaffungskosten des Wirtschaftsguts nicht auch der
Investitionszeitpunkt angegeben werden (7 K 3186/2004 1. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Deutschlands durfte die
Arbeitsgemeinschaft deutscher Rundfunkanstalten bei ihrer Berichterstattung
über die Bundestagswahl Deutschlands das Microsoftzeichen in Grafiken
einblenden.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg darf der Norddeutsche Rundfunk
das Microsoftkennzeichen nicht in Umfragegrafiken von informierenden und
politischen Sendungen einblenden (16. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichts Nepal dürfen Frauen während der
Menstruation nicht in Kuhställe gesperrt werden.
Der Bundesinnenminister Deutschlands verlängert den Versuch biometrischer
Grenzkontrollen auf dem Flughafen Frankfurt am Main um zwei Jahre.
Die Deutsche Post erwirbt Exel für 5,5 Milliarden Euro.
Ernst-Wolfgang Böckenförde 75.
2005-09-18 Bei
den wegen angeblicher Suche nach Vertrauen für den Bundeskanzler vorgezogenen
Bundestagswahlen Deutschlands verweigert der weise Wähler Angela Merkel eine
Mehrheit und dem Bundeskanzler das angeblich abhanden gekommene Vertrauen.
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands kann bei
nicht hinreichender Darlegung der Gründe für eine tatsächliche
Arbeitsüberlastung und Übertragung einer bereits anhängigen Strafsache auf eine
andere Kammer der Angeklagte in seinem Recht auf den gesetzlichen Richter
verletzt sein (2 BvR 581/2003 16. Februar 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine Angabe von
Kooperationspartnern (z. B. eines Architekten) auf einem Briefbogen eines Rechtsanwalts
grundsätzlich zulässig (AnwZ [B] 42/2004 25. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist das
Inverkehrbringen und Bewerben von Arzneimitteln ohne Zulassung unlauteres
Marktverhalten (I ZR 194/2002 23. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands genügt für eine
strafbefreiende Selbstanzeige nicht das Anerkennen der von einem Außenprüfer
erarbeiteten Ergebnisse oder das Einräumen der Unrichtigkeit früherer Angaben
auf Vorhalt (5 StR 118/2005 16. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands besteht bei
Offenbarung einer allgemeinen Straftat (z. B. Urkundenfälschung) im Rahmen
einer Selbstanzeige eines Steuerpflichtigen kein Verwendungsverbot hinsichtlich
der allgemeinen Straftat (5 StR 548/2003 5. Mai 2004).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein Optiker
über die Gefahren der berührungslosen Augeninnendruckmessung und der
Gesichtsfeldprüfung mittels Computermessung nicht schriftlich aufklären (I ZR
190/2002 21. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands entfällt die
Pflicht zur Zahlung einer Entschädigung für die Unerlassung von Wettbewerb
nicht durch Arbeitsunfähigkeit des Verpflichteten (9 AZR 595/2003 23. November
2005).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin darf ein Anstaltsbediensteter
einen Haftraum bei Durchsuchung nur bei unmittelbarer Gefahr für die Sicherheit
und Ordnung der Anstalt entmüllen (5 W 166/2005 12. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main dürfen bei
Voranstellung des Namens eines neu aufgenommenen Partners einer Partnerschaft
die bisher enthaltenen Namen bereits verstorbener Partner nicht länger
beibehalten werden (20 W 396/2004 22. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Fürstenwalde trägt der Versender eines
Verbrauchsgüterversendungskaufs (z. B. über einen Carbonmasten) die
Darlegungslast und Beweislast dafür, dass der Mangel der Kaufsache nicht bei
dem Transport entstanden ist (15 C 147/2004 9. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Köln ist eine bei Benutzung von
Coupons für einzelne Reiseabschnitte in anderer Reihenfolge als vorgesehen
Ungültigkeit des Flugscheins vorsehende allgemeine Geschäftsbedingung einer
Fluggesellschaft unwirksam (117 C 269/2004 5. Januar 2005).
2005-09-17 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine das vom
Betroffenen erkennbar verfolgte Rechtsschutzziel ganz oder in wesentlichen
Teilen außer Betracht lassende Auslegung des Verfahrensgegenstands durch ein
Gericht eine rechtswidrige Rechtswegverkürzung (2 BvR 497/2003 5. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist bei
rechtsfehlerhafter Beweiserhebung die Verwertung des gewonnenen Beweises nicht
stets unzulässig (2 BvR 1502/2004 30. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist das
Verlangen einer ausdrücklichen Darlegung der Kausalität eines geltend gemachten
Verfahrensmangels und der Darlegung eines hinreichend wahrscheinlich
günstigeren Beweisergebnisses durch ein Oberverwaltungsgericht als
Berufungsgericht trotz des offenkundigen Zieles eines nicht auf eine unmögliche
Feststellung gerichteten Beweisantrags rechtswidrig und darf ein
Berufungsgericht einem Antragsteller bei einer berufungswürdigen Sache den
Zugang zur zweiten Instanz nicht nur deswegen versagen, weil der Antragsteller
sich nicht auf den nach Auffassung des Gerichts zutreffenden Zulassungsgrund
bezogen hat (1 BvR 2615/2004 30. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist bei
Entschädigung einer größeren Vielzahl von Versicherten und anschließender
Ablehnung der Entschädigung eines weiteren Versicherten wegen Anwendbarkeit
künftigen nachteiligen Rechts der Rechtsstaatsgrundsatz verletzt (1 BvR
235/2000 23. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine
andersartige Anordnung entnommener Daten durch einen Verwender keine neue
Datenbank (I ZR 290/2002 21. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei einem
Streit über die Verpflichtungen aus einem Kaufvertrag deutsches materielles
Recht anzuwenden, wenn der Verkäufer seinen Sitz in Deutschland hat (VIII ZR
256/2004 1. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands verdrängt ein
vertraglich vereinbarter Firmentarifvertrag einen kraft
Allgemeinverbindlichkeit geltenden Verbandstarifvertrag (4 AZR 203/2004 23.
März 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle begründet ein vom Gericht
in einem Vaterschaftsanfechtungsprozess fehlerhaft eingeholtes
Sachverständigengutachten einen Anfangsverdacht (für fehlende Vaterschaft) im
Sinne des § 1600b I 2 Halbsatz 1 BGB (15 UF 34/2005 4. Juli 2005).
Repenn/Weidenhiller, Markenbewertung und Markenverwertung, 2. A. 2005
Lange, Paul, Marken- und Kennzeichenrecht, 2005
Stumpf, Herbert/Groß, Michael, Der Lizenzvertrag, 8. A. 2005
Bechtold/Bosch/Brinker/Hirsbrunner, EG-Kartellrecht, 2005
Rossi, Matthias, Informationsfreiheitsgesetz, 2005
Berr/Hauser/Schäpe, Das Recht des ruhenden Verkehrs, 2. A. 2005
Frotscher, Gerrit, Internationales Steuerrecht, 2. A. 2005
Hufen, Friedhelm, Verwaltungsprozessrecht, 6. A. 2005
Hay, Peter, US-amerikanisches Recht, 3. A. 2005
2005-09-16 Nach
Entscheidungen des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg dürfen Schüler
grundsätzlich nach der alten Rechtschreibung als von der Gesellschaft allgemein
geübter Schreibweise schreiben (13 LA 209/2005 7. September 2005, 13 MC
214/2005 13. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster war die Sendung
Wahlcheck 05 der Arbeitgemeinschaft deutscher Rundfunkanstalten ohne
Beteiligung der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands rechtmäßig (13 B
1589/2005 14. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Frankfurt am Main kann ein
Arbeitnehmer auch nach 21jähriger Betriebszugehörigkeit gekündigt werden, wenn
er trotz betrieblicher Notlage eigenmächtig Urlaub nimmt (6 Sa 380/2004).
Nach einer Entscheidung des Landesozialgerichts Nordrhein-Westfalen besteht
kein Anspruch auf Arbeitslosengeld II, wenn der Antragsteller eine Erbschaft
und einen Gewerbebetrieb verschwiegen hat (1 B 2/2005 AS ER).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen können Umsätze einer
Krankengymnastin trotz Beschäftigung freier Mitarbeiter umsatzsteuerfrei sein
(5 K 584/2000 7. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen bestehen Zweifel
an der Rechtmäßigkeit der Entlassung eines Stabsunteroffiziers der Bundeswehr
wegen unzureichender Verteidigungsmöglichkeit gegenüber dem Vorwurf der
Misshandlung von Rekruten (12 L 912/2005).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dresden ist die Kürzung des
Arbeitslosengeldes wegen verspäteter Meldung auf Grund unklarer Gesetzeslage
rechtswidrig (29 AL 1680/2004 16. August 2005).
Nach einer Entscheidung des obersten Gerichts Chiles ist die Immunität Augusto
Pinochets aufgehoben.
DaimlerChrysler kann MTU nach Erwerb aller Anteile verkaufen.
Bei der Bundestagswahl vom 18. September 2005 dürfen rund 20000
türkischstämmige Deutsche wegen zusätzlichen Erwerbs der türkischen
Staatsbürgerschaft und damit verbundenem Verlust der deutschen
Staatsbürgerschaft nicht wählen.
Chile gestaltet seine Verfassung um.
Die Heizölpreise gehen zurück.
2005-09-15 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist die 17Jährigen den Erwerb
eines Führerscheins der Klassen C1 und C1E ermöglichende Bestimmung eines
Mitgliedstaats der Europäischen Union (z. B. Deutschlands) europarechtswidrig
(C-372/2003).
Nach einer Entscheidung des Gerichts erster Instanz der europäischen
Gemeinschaften ist eine von der Europäischen Kommission gegen DaimlerChrysler
verhängte Geldbuße von 72 Millionen Euro auf 10 Millionen Euro verringert.
Nach Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands sind die
Organklagen vierer kleiner Parteien gegen das Unterschriftenquorum für die
bevorstehende Bundestagswahl verworfen (2 BvE 6/2005 13. September 2005 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann sich ein
Käufer auch bei einem äußerlichen(, aber nicht offensichtlichen) Fehler der
Kaufsache auf die Beweislastumkehr des § 476 BGB berufen (VIII ZR 363/2004 14.
September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands hat ein als
Angestellter beschäftigter Schulleiter einen Anspruch auf eine Gehaltszulage
nur, wenn ein Beamter in gleicher Lage einen Anspruch auf Zulage hätte (4 AZR
102/2004 14. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands muss ein wegen
Kindererziehung zeitweilig nicht Arbeitender bei späterer Arbeitslosigkeit
seine Rücklagen nicht in vollem Umfang einsetzen (B 11a/11 AL 75/2004 14.
September 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz hat die
Nationaldemokratische Partei Deutschlands keinen Anspruch auf einen dritten
Wahlwerbespot im zweiten deutschen Fernsehen (2 B 11292/2005 13. September
2005).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Sachsen reicht der Vorwurf,
ein Arbeitnehmer habe Kundengutscheine wiederholt eingelöst und Cash-Karten
über fiktive Rückgabevorgänge in Bargeld umgewandelt als Kündigungsgrund nicht
aus (2 Sa 802/2004 8. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Essen darf ein Stromlieferant
künftige Stromlieferungen an Sozialhilfeempfänger nicht von der Begleichung
aller offenen Stromschulden durch einen öffentlichen Sozialleistungsträger
abhängig machen, wenn dieser die geforderten monatlichen Abschlagszahlungen
künftig unmittelbar an den Stromversorger zahlt (1 B 7/2005 SO ER).
Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern verbieten als
Vorsorgemaßnahme gegen die Ausbreitung der Vogelgrippe die Freilandhaltung von
Geflügel bis 30. November 2005.
Nach einer Entscheidung des Bundeskartellamts Deutschlands müssen sieben
öffentlichrechtliche Versicherungsunternehmen Deutschlands und persönlich
beschuldigte Vorstandsmitglieder 20 Millionen Euro Geldbußen wegen
rechtswidriger Absprachen zahlen.
Nach einer Entscheidung des obersten Gerichts Israels ist der Bau eines
Grenzzauns zu palästinensischen Gebieten rechtmäßig, doch muss sein Verlauf an
Gründen der Sicherheit und an militärischen Gründen ausgerichtet sein.
Delta Air Lines und Northwestern Airlines beantragen Gläubigerschutz nach
Kapitel 11 des amerikanischen Konkursrechts.
Im Zuge eines Verfahrens muss der Gasversorger Eon Hanse seine Bezugspreise und
seine Preiskalkulation offenlegen.
2005-09-14 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte darf ein
geschiedener Schwiegervater seine geschiedene Schwiegertochter (mangels
Blutsverwandtschaft) heiraten (36536/2002 13. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Gerichts erster Instanz der europäischen
Gemeinschaften ist eine Gemeinschaftsmarke für eine in einem Mitgliedstaat der
Europäischen Union verbotene Dienstleistung (z. B. Gemeinschaftsbildmarke
Intertops für Wetten) nicht rechtswidrig (T-140/2002 13. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschland kann
Rechtsschutz in einem Wahlverfahren grundsätzlich erst nach Durchführung der
Wahl begehrt werden, so dass kein Recht auf Ermittlung und Bekanntgabe des
Ergebnisses der Bundestagswahl vom 18. September 2005 erst nach Durchführung
der erforderlich gewordenen Nachwahl in Dresden besteht (2 BvQ 31/2005 13.
September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands kann ein
Student, dem zwei Semester angerechnet werden, bis zum Beginn des fünften
Fachsemesters das Studienfach ohne Verlust der Ausbildungsförderung wechseln (1
BvR 309/2003 24. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen kann die islamische
Religionsgemeinschaft Hessen e. V. von Hessen nicht die Einführung islamischen
Unterrichts an staatlichen Schulen Hessens verlangen (7 UE 2223/2004).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Nürnberg kann ein Arbeitgeber
nicht zur Rücknahme einer gegenüber einem Arbeitgeber ausgesprochenen Abmahnung
verurteilt werden, höchstens zum Widerruf (6 Sa 582/2004 14. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankenthal kann die Deutsche Post AG
mangels Verwechslungsgefahr von der Regio Post Deutschland nicht die
Unterlassung des Gebrauchs des Wortes Post verlangen.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main ist Rudolf Zawrel
(von Gigabell) wegen Insiderhandels und Insolvenzverschleppung zu 22 Monaten
Haft mit Bewährung erurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I darf eine
Telefongesellschaft hinsichtlich der Rückwärtsauskunft über Teilnehmer auch
eine strengere datenschutzrechtliche Vorgangsweise wählen, als das Gesetz sie
vorsieht (33 O 4087/2005 13. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Neustadt an der Weinstraße muss
ein im Ausland (z. B. Australien) befindlicher Deutscher für die Briefwahl zum
Bundestag den Stimmzettel selbst ausfüllen und unterschreiben und kann sich
dabei nicht (z. B. von seinem Vater) vertreten lassen (7 L 1580/2005 13.
September 2005).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika darf Kai-Fu Lee unter Auflagen von Microsoft zu Google wechseln.
Nach einer Entscheidung der Europäischen Kommission müssen mehrere Hersteller
von Industriegarnen (z. B. Ammann und Söhne GmbH Bönnigheim) 43,5 Millionen
Euro Bußgeld wegen unzulässiger Preisabsprachen zahlen.
2005-09-13 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs darf die Europäische Union
durch Beschluss des europäischen Rates die Mitgliedstaaten zur Bestrafung von
Umweltstraftaten verpflichten, weshalb der Rahmenbeschluss des europäischen
Rates über den Schutz der Umwelt durch das Strafrecht ohne Beteiligung der
Europäischen Kommission als unzureichend nichtig ist (C-176/2003 13. September
2005).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs dürfen Arbeitnehmerinnen
mit schwangerschaftsbedingten Krankheiten bei Krankschreibungen (z. B. in
Irland hinsichtlich der Kürzung des Entgelts nach Ende der
Entgeltfortzahlungszeit) wie andere Mitarbeiter behandelt werden (C-191/2003 8.
September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands muss das
zweite deutsche Fernsehen einen Wahlwerbespot der anarchistischen Pogo-Partei
Deutschlands nicht ungekürzt senden (2 BvR 1545/2005 12. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine der
Bundesrepublik Deutschland gegen eine Beklagte Schadensersatz in Höhe von 70
Millionen Euro zusprechende Entscheidung wegen nicht ordungsgemäßer Besetzung
des Gerichts der Vorinstanz aufgehoben und das Verfahren zur erneuten
Entscheidung zurückverwiesen (VI ZR 137/2004).
Nach einer Entscheidung des großen Senats des Bundesgerichtshofs Deutschlands
kann eine unberechtigte Verwarnung aus Immaterialgüterrechten (Patent, Gebrauchsmuster,
Geschmacksmuster) einen Schadensersatzanspruch gegen den Verwarner begründen
(GSZ 1/2004 15. Juli 2005).
Nach einer Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands gelten die europarechtlichen
Garantien für Staatsangehörige der Mitgliedstaaten der Europäischen Union bei
behördlicher Beendigung ihres Aufenthalts in Deutschland auch für Arbeitnehmer
aus der Türkei bei einem Aufenthaltsrecht nach dem Assoziationsabkommen (1 C
7/2004).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main dürfen
Unternehmen für Arzneimittel und Medizinprodukte (z. B. digitale Hörgeräte)
keine Rabatte (z. B. Jubiläumsrabatt)gewähren (6 U 53/2005 30. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs München ist der Entzug
staatlicher Mittel für die deutsch-islamische Schule in München rechtmäßig (7
CS 2433/2005 12. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Brandenburg ist ein
Personenkraftwagen der Post mit verblechten Seitenfenstern kein Lastkraftwagen
(4 K 12/2004 7. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin ist der sofortige
Vollzug eines Rückforderungsbescheids von Beihilfe gegenüber der Aker Warnow
Werft in Rostock ausgesetzt (20 A 135/2005 15. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund haben Arzthelferinnen einer
wegen der Geburt eines Kindes zeitweise nicht tätigen Ärztin keinen Anspruch
auf Kurzarbeitergeld (S 22 [35] Al 246/2004 29. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dresden ist die Kürzung des
Arbeitslosengeldes einer Klägerin wegen der unklaren Rechtslage bzw. des
unklaren Gesetzestexts rechtswidrig (29 AL 1680/2004).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München kann bei sehr kleiner Schrift
des Hinweises über die Entgeltlichkeit des Aufrufs einer Internetseite eine
Willenserklärung des Nutzers fehlen (163 C 13423/2005 25. Juli 2005).
Der Bundesinnenminister Deutschlands und Vertreter der Kommunen und
Gewerkschaften unterzeichnen den neuen, den bisherigen
Bundesangestelltentarifvertrag (BAT) ablösenden Tarifvertrag für den
öffentlichen Dienst, bei dem die Bezahlung nach Altersstufen und Familienstand
entfällt, die Trennung zwischen Arbeitern und Angestellten im Tarifrecht
entfällt, aber kein Mitarbeiter schlechter gestellt wird.
† Carl-August Fleischhauer 9. Dezember 1930-4. September 2005
2005-09-12 Nach
einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle müssen alle Wohnungseigentümer
die Instandsetzungskosten für die Hebebühne einer einzelnen Duplexgarage aus
der allgemeinen Instandhaltungsrücklage zahlen (4 W 162/2005 19. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln muss ein Reiseveranstalter
eine (durch die Ansaugkraft des Abflusses einen tödlichen Unfall
mitverursachende) Wasserrutsche eines Hotels auch nach ihrer Inbetriebnahme
regelmäßig auf ihre Sicherheit prüfen (und wegen Pflichtverletzung 80000 Euro
Schmerzensgeld zahlen) (16 U 25/2005).
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichtshofs Hessen bedarf die Kürzung von
Zuwendungen (z. B. Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld) oder anderen Entgeltbestandteilen von
Arbeitnehmern des öffentlichen Dienstes keiner Zustimmung der
Arbeitnehmervertreter (22 TL 111/2005 7. September 2005 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz darf die Zulassung
eines Kraftfahrzeugs von der Erteilung einer Einziehungsermächtigung für die
Kraftfahrzeugsteuer abhängig gemacht werden (7 A 10872/2005 29. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster hat die
Anarchistische Pogo-Partei Deutschlands keinen Anspruch auf eine zweite
Ausstrahlung ihres Wahlwerbespots in der Arbeitgemeinschaft der
Rundfunkanstalten Deutschlands (15 B 1577/2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Bochum ist ein 22jähriger Angeklagter
zu 21 Monaten Haft wegen Volksverhetzung (gegen jüdische Angehörige) verurteilt
(9. September 2005).
Das Ermittlungsverfahren gegen Susanne Riess-Passer wegen Veruntreuung ist
eingestellt.
An die 179 Opfer des Zwangsdopings von Sportlern in der ehemaligen Deutschen
Demokratischen Republik wurden aus einem Hilfefonds der Bundesregierung rund
2,05 Millionen Euro Entschädigung geleistet.
eBay übernimmt Skype Technologies Luxemburg für 4,1 Milliarden Dollar.
Oracle übernimmt Siebel Systems für 5,85 Milliarden Dollar.
Im Roslin-Institut Edinburgh ist die Eizellenteilung ohne Befruchtung künstlich
angeregt worden.
In Olkiluoto in Finnland wird der Grundstein für ein neues Atomkraftwerk
gelegt.
2005-09-11 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein
Mieterhöhungsverlangen nach § 558 BGB nicht deshalb unwirksam. weil sich die
Ausgangsmiete innerhalb der Bandbreite der vom gerichtlichen Sachverständigen
festgestellten örtlichen Vergleichsmiete befindet (VIII ZR 322/2004 6. Juli
2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist das Grundrecht
des rechtlichen Gehörs verletzt, wenn das Berufungsgericht neues Vorbringen
unter offensichtlich fehlerhafter Anwendung des § 531 II ZPO nicht zur
Verhandlung zulässt (V ZR 271/2004 9. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss der
Rechtsanwalt bei Vorlage der Handakten zur Anfertigung der Berufungsschrift
auch prüfen, ob die Berufungsbegründungfrist richtig notiert ist (VIII ZB
77/2004 13. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei nach dem
Wortlaut (scheinbar) widersprüchlichen Bestimmungen eines Gesellschaftsvertrags
einer Auslegung der Vorzug zu geben, bei der jeder Vertragsnorm eine
tatsächliche Bedeutung zukommt, wenn sich die Regelungen andernfalls als ganz
oder teilweise sinnlos erweisen würden (II ZR 194/2003 7. März 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands bedarf es zur
Glaubhaftmachung eines Versehens nicht der Darlegung von das Versehen erklären
könnenden Gründen (VIII ZB 32/2005 16. November 2004).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands wird eine
Behörde nicht im Sinne des § 67 I VwGO ordnungsgemäß vertreten, wenn ein dem
Vertretungszwang unterliegender Schriftsatz nicht von einem zum Richteramt
befähigten Bediensteten oder einem Diplomjuristen unterzeichnet ist (7 B 1/2005
6. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist eine mit der
Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör durch Nichtansprechen einer
Rechtsfrage in der mündlichen Verhandlung begründete Beschwerde nur zulässig,
wenn der Inhalt des gesamten Rechtsgesprächs dargelegt wird (9 AZN 29/2005 1.
März 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann mit der
Anhörungsrüge nicht erreicht werden, dass das Gericht seine Entscheidung in der
Sache in vollem Umfang nachprüft (VI S 3/2005 17. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Zweibrücken verletzt eine
gegenüber der Deutschen Telekom AG angeordnete Bekanntgabe eines bestimmten Telefonteilnehmers
das Unternehmen nicht im Grundrecht des Art. 10 GG (3 W 63/2005 25. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Darmstadt hat bei in allgemeinen
Geschäftsbedingungen vereinbarter monatlicher Rechnungsstellung ein Kunde bei
verspäteter Abrechnung einen Schadensersatzanspruch aus positiver
Vertragsverletzung gegen seinen Internetprovider auf Ersatz der durch einen
unterbliebenen früheren Wechsel zu einem günstigeren Tarif entstandenen
Mehrkosten (25 S 263/2004 20. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Karlsruhe haben Finanzbeamte
grundsätzlich nicht dafür einzustehen, dass von ihnen überprüfte
Steuerpflichtige (z. B. Flowtex) ihre Geschäftspartner nicht (z. B. durch
Verkauf geleaster Geräte) betrügen (2 O 60/2003 26. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Frankfurt am Main begründet ein
Untätigbleiben eines Vermieters zwecks Unterbindung des Fußballspielens auf
einer vor dem Mietgebäude liegenden Grünfläche einen Mietminderungsanspruch um
5 Prozent (33 C 1726/2004-13).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika darf José Padilla ohne Anklage bis zur Beendigung des Kampfes gegen
feindliche Kombattanten in Haft gehalten werden.
In Japan erringt bei vorgezogenen Neuwahlen die regierende Liberaldemokratische
Partei Ministerpräsident Koizumis mit 296 von 480 Sitzen die absolute Mehrheit
im Parlament.
2005-09-10 Nach
einer Entscheidung des Gerichts erster Instanz der europäischen Gemeinschaften
kann der Anspruch auf Zugang zu Dokumenten der Gemeinschaftsorgane ohne
konkrete Prüfung der im Antrag bezeichneten Dokumente nicht verweigert werden
und ist die Verweigerung der Einsicht in Teile einer größeren Akte (z. B. mit
47000 Seiten) nur rechtmäßig, wenn dargelegt wird, aus welchen Gründen die
Alternativen zu einer konkreten und individuellen Prüfung jedes der
betreffenden Dokumente einen unverhältnismäßigen Arbeitsaufwand darstellen
(T-2/2003 13. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kommt es bei einem
Versicherungsfall mit Strafrechtsberührung für die Leistungsfreiheit des
Versicherers gegenüber einem Jugendlichen auch auf dessen Verantwortlichkeit
gemäß § 3 JGG an (29. Juni 2005 IV ZR 33/2004).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands erfüllt ein
Berufungsbegründungsschriftsatz eines Rechtsanwalts nicht die gesetzlichen
Voraussetzungen, wenn er nach stichwortartig fixierten Vorgaben durch einen
Rechtsreferendar überarbeitet und mit einer Blankounterschrift des Rechtsanwalts
versehen wird, ohne dass der Rechtsanwalt die endgültige Fassung kennt (V ZB
45/2004 23. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands setzt ein
gutgläubiger lastenfreier Erwerb einer einem Vermieterpfandrecht
unterliegenden, im Wege des Besitzkonstituts veräußerten Sache die Übergabe der
Sache an den Erwerber voraus, wobei der Verzicht auf das Vermieterpfandrecht
von dem bewiesen werden muss, der ihn geltend macht (II ZR 189/2003 20. Juni
2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist mit der
endgültigen Aufgabe einer Firma grundsätzlich auch der Verlust eines aus dem
Firmenschlagwort gebildeten Unternehmenskennzeichens (z. B. Seicom) verbunden
(I ZR 275/2002 1. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Sachsens verstößt die
akustische Wohnraumüberwachung gegen die Menschenwürde, wenn der Kernbereich
privater Lebensgestaltung nicht berücksichtigt wird und können Daten aus
Maßnahmen der verdeckten Wohnraumüberwachung vom Landesamt für Verfassungsschutz
anderen Behörden nur übermittelt werden, wenn diese Behörden die Daten selbst
von Verfassungs wegen hätten erheben dürfen (VF 67-II/2004 21. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin ist eine ohne Anschrift des
Klägers eingereichte Klage grundsätzlich unzulässig (19 WF 34/2005 10. März
2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bamberg muss ein Arzt bei Gefahr
eines unmittelbar bevorstehenden Herzinfarkts den Patienten unverzüglich zu
einer Herzkatheteruntersuchung in eine Klinik einweisen (4 U 126/2003 20. Juni
2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe umfasst der
Deckungsausschluss der Benzinklausel einer Privathaftpflichtversicherung nicht
einen bei Enteisen von Scheiben mit einem Heizlüfter entstandenen
Kraftfahrzeugbrand (19 U 33/2005 28. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg haftet ein
Fahrradhersteller für fehlerhafte Pedale eines Zulieferers, wenn er keine
stichprobenartigen Materialprüfungen an den Pedalen vorgenommen hat (8 U
301/2004 23. Februar 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Rostock ist ein sich auf die
Bezugnahme auf vorgelegten Anlagen erschöpfender Parteivortrag nicht genügend
(6 U 132/2004 22. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Saarbrücken muss ein
Volkswanderverein bei einer winterlichen Volkswanderung sowohl klar erkennbare
vereiste Stellen wie auch bei einer Kontrollbegehung nicht erkennbare vereiste
Stellen weder vom Eise befreien noch kennzeichnen (4 U 212/2004 25. Januar
2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Bückeburg ist ein von der Polizei
verursachter künstlicher Stau rechtswidrig, wenn dadurch Leben oder Gesundheit
Unbeteiligter erheblich gefährdet werden (Qs 77/2004 5. Januar 2005).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Menden ist Losfahren zu einem
Flugtermin ohne Zeitpolster ein die Haftung eines Unfallverursachers
ausschließendes Mitverschulden hinsichtlich des Ticketverfallsschadens (4 C
53/2005 20. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Saalfeld bewirkt verspätete
Überweisung von Verwarnungsgeld die Unwirksamkeit der Verwarnung nach § 56 I 1
OWiG (OWi 23/2004 15. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Waldbröl ist die Benutzung eines
Kraftfahrzeugs, dessen Kennzeichen durch Übermalen mit rosafarbenem Nagellack
verändert wurde, eine Urkundenfälschung im Sinne des § 267 I 3. Alt. StGB (4 Ds
385/2005 19. Juli 2005).
Schleswig-Holstein will die Amtsgerichte Kappeln, Bad Schwartau, Bad Oldesloe,
Reinbek, Ratzeburg, Mölln und Geesthacht auflösen.
Spahlinger/Wegen, Internationales Gesellschaftsrecht in der Praxis, 2005
Jarass, Hans D., EU-Grundrechte, 2005
Kalthoener/Büttner/Wrobel-Sachs, Prozesskostenhilfe und Beratungshilfe, 4. A.
2005
Herdegen, Matthias, Europarecht, 7. A. 2005
Müller, Ulf/Bohne, Michael, Providerverträge, 2005
2005-09-09 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist eine Arbeitnehmerinnen bei
Vollendung des 50. Lebensjahres und Arbeitnehmern bei Vollendung des 55.
Lebensjahres bei vorzeitigem Ausscheiden aus dem Arbeitsverhältnis eine
Steuervergünstigung auf dafür gezahlte Beträge einräumende Bestimmung eines
Mitgliedstaats der Europäischen Union (z. B. Italiens) wegen Verletzung des
Gleichheitsgrundsatzes europarechtswidrig (C-207/2004 21. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands bedarf es für die
Sicherungsvollstreckung nach den §§ 720a, 750a III ZPO der Zustellung der
Vollstreckungsklausel nur in den Fällen des § 750 II ZPO (titelergänzende oder
titelumschreibende Klausel als qualifizierte Klausel durch den Rechtspfleger)
(VII ZB 14/2005 5. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist ein
Direktversicherungsbeitrag des Arbeitgebers für den Arbeitnehmer mit Erteilung
des Überweisungsauftrags (unabhängig vom Zeitpunkt der Abbuchung) geleistet (IX
R 7/2003 7. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin kann eine besonders positive
Darstellung eines Unternehmens in einem redaktionellen Beitrag Schleichwerbung
sein (5 W 85/2005 29. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm ist ein während der Fahrt
von der Uhr seines Handys (angeblich) die Zeit ablesen wollender
Kraftfahrzeuglenker zu 40 Euro Buße verurteilt (2 Ss Owi 177/2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm darf ein Reiseunternehmer
in einem Pauschalreiseangebot mit einem Besuch eines Teppichknüpfzentrums nur
unabhängig von einer Verkaufsveranstaltung werben (4 U 45/2005 25. August
2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist die dem Verfügungsgrund
innewohnende Dringlichkeit bei Erlass einer einstweiligen Verfügung allein nach
dem Sicherungsbedürfnis des Gläubigers zu beurteilen und nicht nach der
inhaltlichen Sachlage und Rechtslage (6 U 203/2004 18. März 2005).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Frankfurt begründet das
Ohrfeigen eines Mitarbeiters nicht in jedem Fall die außerordentliche
Kündigung, aber grundsätzlich die ordentliche Kündigung(8 Sa 1839/2004).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Nürnberg ist eine zu lange
Zeit (z. B. sechs Monate) nach dem Vorfall erfolgte Abmahnung rechtswidrig (6
Sa 367/2005).
Lidl verpflichtet sich bei Billigticketaktionen nicht mit einem bestimmten
Verkaufszeitraum zu werben, wenn ein ausreichendes Kontingent nicht
sichergestellt werden kann.
Nach einer Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofs erhält der bei
Führung des olympischen Marathonlaufes in Athen von einem Zuschauer
angegriffene Vanderlei de Lima keine zusätzliche Goldmedaille.
Nach einer Entscheidung des obersten Gerichtshofs Israels dürfen im geräumten
Gazastreifen Synagogen abgerissen werden, doch ist der Abriss von Synagogen
vorläufig unterbrochen.
Colin Powell hält seine Rede vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen mit
angeblichen Beweisen für Massenvernichtungswaffen Saddam Husseins im Februar
2003 für einen unverzeihlichen Fehler.
2005-09-08 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist eine Handymastensteuer
eines Mitgliedstaats (z. B. Belgiens) bei Unterschiedslosigkeit für inländische
und ausländische Dienstleistende (, über die z. B. das Höchstgerichts Belgiens
entscheiden muss,) europarechtmäßig.
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist das Begehren,
Deutschland und der Rat und die Kommission der Europäischen Gemeinschaften
mögen verpflichtet werden, die wirtschaftliche Betätigung als deutscher Jurist
im EU-Maßstab unter denselben Voraussetzungen zu ermöglichen wie in anderen
Mitgliedstaaten der Europäischen Union, als unzulässig zurückgewiesen
(C-396/2005 3. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine
nichterteilte Einfuhrgenehmigungen betreffende Verfassungsbeschwerde eines
Textilimporteurs aus China wegen fehlender Rechtswegerschöpfung nicht zur
Entscheidung angenommen (1 BvR 1781/2005 5. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands steht einem Makler
ein Provisionsanspruch auch bei Nichterfüllung (Nichtausführung) des von ihm
vermittelten Vertrags zu (III ZR 45/2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands darf die
Wartungshalle für den Airbus 380 in Frankfurt am Main gebaut werden (4 B
49/2005 7. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist Haribo einem
Konsumenten von Matador-Mix nicht zu Schmerzensgeld wegen Gesundheitsschäden
aus hohem Lakritzverbrauch verpflichtet (27 U 12/2004 7. September 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz ist einem
die Punktzahl von 1,5 Punkten im Durchschnitt der Beurteilungen aller
Sachverständigen nicht erreichenden Qualitätswein (z. B. einem Spätburgunder)
die amtliche Prüfungsnummer nicht zu erteilen (7 A 11902/2004 30. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main ist Andreas Türck
aus Mangel an Beweisen vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main ist ein
Kioskbetreiber wegen Annahme verbotener ausländischer Sportwetten zu 900 Euro Geldstrafe
mit Bewährung verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Mainz muss das zweite deutsche
Fernsehen die Nationaldemokratische Partei nicht an einer Fernsehsendung Berlin
Mitte teilnehmen lassen (4 L 534/2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Mainz muss das zweite deutsche
Fernsehen der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands keinen dritten
Wahlwerbespot einräumen (4 L 525/2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart darf einem eine mit
einem Klebeband an einer Wade befestige Pistole nicht entdeckenden
Luftsicherheitsassistenten die Zulassung mangels Eignung entzogen werden (3 K
342/2005 3. August 2005).
Wegen des Todes einer Kandidatin muss im Bundestagswahlkreis Dresden
nachgewählt werden.
Nach einer Entscheidung des höchsten Gerichts Tschechiens ist das Kinsky-Palais
in Prag auf Grund der Beneš-Dekrete rechtmäßig enteignet worden.
Nach einer Entscheidung der Europäischen Kommission darf Heidelberg Cement Sohn
Cement übernehmen.
2005-09-07 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands hat ein Türke
nach (Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit durch) Wiedererwerb der
türkischen Staatsangehörigkeit kein Wahlrecht in Deutschland (2 BvQ 25/2005 2.
September 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Thüringen darf bei einer
Beratung über die Anlage von Geld zur Altersvorsorge keine spekulative Anlage
verkauft werden (5 U 693/2004 17. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen berechtigt der Bezug
einer Erwerbsunfähigkeitsrente nicht zur Geltendmachung des
Behindertenpauschbetrags nach § 33b EStG (10 K 183/2000 16. Juni 2005).
Nach Entscheidungen des Landgerichts Berlin müssen Bild und Bild am Sonntag
Gegendarstellungen Oskar Lafontaines abdrucken.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg ist ein einen unbewaffneten
Einbrecher tödlich verletzender Polizist zu zwei Jahren Haft mit Bewährung
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Osnabrück ist der 20jährige Täter des
sog. Taximordprozesses von Quakenbrück wegen Mordes (an seiner Mutter) und
Mordversuchs (an einem Kind) zu zehn Jahren Jugendstrafe und Unterbringung in
einer psychiatrischen Klinik verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Verden besteht in einem Schulbus kein
Anspruch auf einen Sitzplatz.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts München ist die Schließung der
islamischen Grundschule in Freimann rechtmäßig, weil der Trägerverein der
Unterstützung islamischer Fundamentalisten verdächtig ist.
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dresden muss eine Krankenkasse (z.
B. Allgemeine Ortskrankenkasse) eine Nebenwirkungen für Patienten verringernde
Krebstherapie zahlen (11 KA 829/2002 6. Juli 2005).
Der deutsche Aktienindex überschreitet kurzfristig den Wert von 5000 Punkten.
DaimlerChrysler erwirbt von einem Teil der Minderheitsaktionäre die Rechte an
MTU.
Nach einer Entscheidung des Bezirksgerichts Den Haag dürfen die Niederlande die
Frauen diskriminierende Staatkundig gereformeerde Partij nicht subventionieren.
Das Kartellamt Italiens genehmigt die Übernahme der Banca Nazionale del Lavoro
durch Unipol.
Das Parlament Kaliforniens billigt die Eheschließung gleichgeschlechtlicher
Partner.
New Orleans wird zwangsweise geräumt.
2005-09-06 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann sich ein seine
Unterhaltspflichten bei einer Ehescheidung durch einen festen Abfindungsbetrag
erfüllender Ehegatte bei Wiederheirat des anderen Ehegatten nicht nachträglich
von der Abfindungsvereinbarung lösen (XII ZR 73/2005 10. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Staatsgerichtshofs Niedersachsen ist die
niedersächsische gesetzliche Einschränkung der Zulassung politischer Parteien
zur Veranstaltung privaten Rundfunks verfassungswidrig (4/2004).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin darf die Fleurop AG von ihren
Vertragsunternehmen keine Ausschließlichkeit verlangen, sondern muss
gleichzeitiges Tätigwerden für Wettbewerber (z. B. Euroflorist) zulassen.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main begründet eine
Zurückweisung eines Antrags auf eine einstweilige Verfügung durch ein Gericht
die Unzulässigkeit eines Antrags auf eine einstweilige Verfügung bei allen
anderen Gerichten (16 U 23/2005 14. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen haben freie
Kindergärten in Hessen den gleichen Anspruch auf Zuschüsse von Landkreisen wie
Kindergärten öffentlichrechtlicher juristischer Personen.
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Köln muss die Zumutbarkeit
einer bei einer Änderungskündigung angebotenen Arbeit im Rahmen einer
Gesamtwürdigung geprüft werden (13 [5] Sa 179/2005 21. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dresden ist die Umstellung der
Arbeitslosengeldbescheide in Deutschland zum 1. Januar 2005 möglicherweise
bundesweit fehlerhaft erfolgt (21 AL 281/2005 23. August 2005).
Nach Entscheidungen des Amtsgerichts Köln hätten Lastkraftwagenfahrer bei
Ausfall ihrer On-Board-Unit zum Anmelden von Fahrten auf den Autobahnen Deutschlands
Automaten an einer Tankstelle oder Raststätte oder das Internet nutzen müssen.
Die Ablehnung von Ansprüchen des Hauses Reuß gegen das Land Thüringen bezüglich
früheren Grundstückseigentums durch das Verwaltungsgericht Gera ist
rechtskräftig.
George Walker Bush schlägt John Roberts als Nachfolger William Rehnquists vor.
Die 14. Novelle des Arzneimittelgesetzes Deutschlands tritt in Kraft.
Das Parlament der Philippinen lehnt eine Beauftragung des Senats mit einem
Amtsenthebungsverfahren gegen Präsidentin Arroyo mehrheitlich ab.
2005-09-05 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands wird eine rechtswidrige
Bestimmung eines Mietvertrags, wonach der Vermieter jeweils nach zwei Jahren
die Miete neu festlegen darf, nicht durch vorbehaltslose Mietzahlung seitens
des Mieters wirksam (VIII ZR 199/2004 20. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main muss eine
Rechtsschutzversicherung einen Rechtsstreit finanzieren, der in Zusammenhang
(mit Finanzierungsfragen) mit dem Beitritt zu einem Immobilienfonds steht.
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz muss eine
ihr Tier bei starker Hitze in ihrem Kraftfahrzeug einschließende
Hundebesitzerin die Kosten der Befreiung des Tieres durch die Polizei tragen
(12 A 10619/2005 25. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Mainz ist eine zwanzigjährige Laufzeit
eines Vertrages über die Errichtung einer Mobilfunksendeanlage auf einem
Gebäude eines Kaufhauses nicht ohne weiteres rechtswidrig (5 O 128/2004 4. März
2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin ist die Bevorzugung von
Frauen bei gleicher Eignung und Befähigung eines männlichen Mitbewerbers auf
eine Beamtenstelle rechtswidrig (7 A 41/2005 15. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Braunschweig kann eine
einmalige Geschwindigkeitsüberschreitung um 45 Kilometer pro Stunde den Erlass
der Führung eines Fahrtenbuchs über 15 Monate rechtfertigen (6 A 156/2005 14.
Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Australian Federal Court verletzt, wer
Internetusern eine P2P-Tauschbörsensoftware zur Verfügung stellt, das
Urheberrecht, wenn urheberrechtlich geschützte Werke damit getauscht werden.
Der Bundesinnenminister Deutschlands verbietet den Spendensammelverein YATIM
Kinderhilfe und die E. Xani Presse- und Verlags-GmbH.
China und die Europäische Union einigen sich auf einen Vergleich bei der
Einfuhr von Textilien aus China in die Europäische Union.
† Georg Bruns (30. Juli 1906-28. August 2005.
2005-09-04 Die
Vereinigten Staaten von Amerika bitten die Europäische Union und die
Nordatlantische Verteidigungsorganisation um Hilfe (z. B. durch abgepackte
Lebensmittel) wegen der Schäden durch den mehrere Tausend Tote verursachenden
Wirbelsturm Katrina.
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ist
die bloße Hoffnung, ein nicht wirklich ausübbares Vermögensrecht werde
anerkannt, kein Eigentum im Sinne von Art. 1 Zusatzprotokoll zur Europäischen
Menschenrechtskonvention (44912/1998 28. September 2004).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ist
ein einem Beschwerdeführer nach polnischem Recht zustehender Anspruch auf
Entschädigung für verlorenes Grundeigentum in der Form eines Rechts auf Erwerb
staatlichen Grundeigentums unter Anrechnung des Werts des verlorenen Eigentums
Eigentum im Sinne von Art. 1 Zusatzprotokoll zur Europäischen
Menschenrechtskonvention (31443/1996 22. Juni 2004).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist das
Grundrecht des gesetzlichen Richters bei Verteilung der Geschäfte nach
objektiven Kriterien (z. B. zeitliche Reihenfolge des Eingangs) nicht verletzt
(2 BvR 26/2002 27. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein
Insolvenzverwalter eines Zwischenmieters die vom Endmieter eingezogene Miete an
den Vermieter weiterleiten (VIII ZR 394/2003 9. März 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist eine
Nachtflugregelung nicht allein deswegen rechtswidrig, weil sie keine
zahlenmäßige Höchstgrenze für Flugbewegungen enthält (4 C 18/2003 20. April
2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands genügt für ein
Kündigungsschreiben einer Gesellschaft des bürgerlichen Rechts die
Unterzeichung durch einen Teil der Gesellschafter nicht ohne Weiteres (2 AZR
162/2004 21. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands haben Versicherte
mit schwerem psychiatrischem Leiden Anspruch auf eine notwendige stationäre
Krankenhausbehandlung (B 1 KR 18/2003 R 16. Februar 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln darf der Dschihad als
Heiliger Krieg übersetzt und ein zur Kindererziehung im Hinblick auf den
Dschihad aufrufender Prediger als Hassprediger bezeichnet werden (15 U 211/2004
17. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs München ist die teilweise
Beseitigung eines lebenden Zaunes von2,2 Metern Höhe zur Freimachung eines
Sichtdreiecks in einem verkehrsmäßig wenig belebten Gebiet in der Regel nicht
erforderlich (8 B 1524/2004 15. Dezember 2004).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Nürnberg-Fürth ist ein Verkäufer in
Fällen der Geltendmachung von Gewährleistungsansprüchen durch den Verbraucher
nach Ablauf von sechs Monaten nicht berechtigt, eine Nutzungsentschädigung vom
Käufer zu verlangen (7 O 10714/2004 22. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Dresden ist bei leichter Löschbarkeit
eines Werbeemails und leichter Abbestellbarkeit weiterer Zusendungen kein
Eingriff in den eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb gegeben (114 C
2008/2005 29. Juli 2005).
2005-09-03 Nach
Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die fehlerhafte
Anwendung von Zuständigkeitsregeln oder Ablehnungsrechten verfassungswidrig,
wenn die Auslegung oder Handhabung willkürlich oder offensichtlich unhaltbar
ist oder wenn die richterliche Entscheidung Bedeutung und Tragweite der
Verfassungsgarantie des Art. 101 I 2 GG grundlegend verkennt ( 2 BvR 625/2001
2. Juni 2005 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei
übereinstimmender Annahme der Widerruflichkeit einer Erklärung gegenüber einem
Gericht ein dem Gericht gegenüber erklärter Widerruf wirksam (VIII ZR 214/2004
22. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein
konkludenter Eintritt eines Ehegatten in einen Mietvertrag durch schlüssiges
Verhalten als Mieter erfolgen (VIII ZR 255/2004 13. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist vor der
Verwerfung einer Berufung wegen Versäumung der Berufungsbegründungsfrist dem
Berufungskläger rechtliches Gehör zu gewähren (XII ZB 80/2005 13. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat eine einen Überweisungsauftrag
durch Einsetzen einer falschen Kontonummer verfälschende Überweisungsbank einen
Anspruch auf Herausgabe gegen den Zahlungsempfänger aus ungerechtfertigter
Bereicherung (XI ZR 152/2004 21. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands liegt ein
ernsthaftes Bemühen eines subjektiv vermeintlichen Anstifters um
Erfolgsverhinderung nur vor, wenn er alle Kräfte anspannt, um den
vermeintlichen Tatentschluss des präsumtiven Täters rückgängig zu machen, und
er dadurch die aus seiner Sicht bestehende Gefahr beseitigt, dass der andere
die Tat begeht (1 StR 503/2004 14. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist eine
Prüfungsfrage nicht ungeeignet, wenn sie auch außerhalb eines vorgegebenen
Antwortschemas mit einer richtigen Antwort beantwortet werden kann (6 C 14/2004
19. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist die
Abgabe eines apothekenpflichtigen Arzneimittels über einen Außenschalter einer
Apotheke kein Verstoß gegen § 17 I ApBetrO mehr (3 C 9/2004 14. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf löst die Einlegung
eines Widerspruchs im Mahnverfahren keine Verfahrensgebühr nach RGV-VV Nr. 3100
aus (10 W 30/2005 3. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main haftet eine
Einzelhandelsmärkte in einen Betriebsorganismus eingliedernde
Muttergesellschaft (z. B. Media-Saturn-Holding) für einen Wettbewerbsverstoß
eines Einzelhandelsmarkts (6 U 199/2001 6. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart ist Schadensereignis
im Sinne der Betriebshaftpflicht die nicht vertragsgemäße Lieferung der
bestellten Ware (7 U 209/2004 28. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Schleiden entsteht eine Terminsgebühr
auch durch die Erledigung eines rechtshängigen Rechtsstreits durch ein
Telefonat (2 C 169/2004 31. Mai 2005).
† William Hubbs Rehnquist (Präsident des Supreme Court der Vereinigten Staaten
von Amerika).
Martis, Rüdiger/Meinhof, Alexander, Verbraucherschutzrecht, 2. A. 2005
Fichtner/Wenzel, Kommentar zur Grundsicherung, 3. A. 2005
Kuhn, Thomas/Weigell, Jörg, Steuerstrafrecht, 2005
2005-09-02 Nach
einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist die Pauschalabgeltung
von Nachtarbeitszuschlägen in einem einheitlichen Gehalt einer Inhaltskontrolle
nach § 307 I 2 BGB zu unterziehen (5 AZR 545/2004 31. August 2005).
Nach Entscheidungen des Bundessozialgerichts Deutschlands kann ein Träger eines
Altersheims nicht die Höherstufung eines Heimbewohners beantragen, sondern nur
Leistungsklage gegen die Pflegekasse auf Zahlung des Kostenanteils nach der
höheren Pflegeklasse erheben (B 3 P 4/2004 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Nürnberg ist der
Klageerzwingungsantrag gegen den ehemaligen Produktionsleiter Mercedes-Benzs in
Buenos Aires wegen Beihilfe zu Mord und wegen Totschlags verworfen.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Saarbrücken kann ein
Erfahrungssatz durch den Nachweis der Möglichkeit eines abweichenden Hergangs
seine Indizwirkung verlieren (4 U 209/2004 19. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Düsseldorf darf die
Sozialauswahl nicht mit der Begründung zu Lasten älterer Arbeitnehmer getroffen
werden, dass sie sowieso bald in den Ruhestand treten (12 Sa 616/2005 13. Juli
2005).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Sachsen begründet eine
nichtöffentliche Stimmenauszählung die Anfechtung einer Betriebsratswahl (2
TaBV 11/2004 14. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Düsseldorf können Tabakwaren nach
Deutschland auch unwissentlich verbracht werden (4 V 2072/2005 1. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz kann eine im 36.
Semester Rechtswissenschaft studierende 54jährige Krankenschwester die
Aufwendungen des Studiums mangels hinreichenden Zusammenhangs mit künftigen
Einkünften nicht als vorweg entstandene Werbungskosten von ihren gegenwärtigen
Einkünften abziehen (1 K 1130/2005 8. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I ist die Werbung für eine
besonders günstige Volksbestattung (zu 569 Euro) wegen falscher Angaben
rechtswidrig (1 HK O 8241/2005 24. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Bayreuth darf die NPD in
Wunsiedel unter Auflagen einen Umzug durchführen.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt kann eine frühere
Unterstützung der Kurdischen Arbeiterpartei PKK einer Einbürgerung
entgegenstehen (11 E 4037/2003 7. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Frankfurt am Main muss ein
Arbeitnehmer bei Verringerung seiner Arbeitszeit nach dreijähriger Elternzeit
einen entsprechenden bestimmten Antrag drei Monate vor Arbeitswiederbeginn
stellen (22 Ga 176/2005).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Frankfurt am Main rechtfertigen 160
Krankheitstage im Jahr (bei der Deutschen Post) (ohne Gutachten eines
unabhängigen Sachverständigen) noch keine Kündigung (18 Ca 13061/2003).
Nach Entscheidungen des Bundeskartellamts Deutschlands sind Bußgelder gegen
Schlecker wegen des Angebots von Fotoarbeiten unter dem Einstandspreis
verhängt.
Die außerordentliche Gesellschafterversammlung DaimlerChryslers beschließt die
Liquidation MTUs, um das Unternehmen als Ganzes zu verkaufen.
Russland will einen Grenzvertrag mit Estland nicht ratifizieren, weil Estland
in einer dem Vertrag beigefügten Erklärung auf einen Friedensvertrag von 1920
Bezug nimmt.
2005-09-01 Über
das im Wasser versunkene New Orleans ist das Kriegsrecht verhängt.
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands darf die
Gewerkschaft ver.di Mitarbeiter gemäß ihrer Herkunft aus verschiedenen
Einzelgewerkschaft ungleich vergüten (5 AZR 517/2000 31. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Rheinland-Pfalz sind
Naturschutzvorschriften im Zweifel gemeindefreundlich auszulegen (N 25/2004).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe erfüllt ein Vermieter
seine Besitzverschaffungspflicht nicht, wenn er einem säumigen Mieter den Zutritt
zu Mieträumen nur während gewisser Stunden oder nur gegen Ausgleich des
Mietrückstandes anbietet (10 U 199/2003 11. Februar 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz berühren inhaltliche
Fehler die Ordnungsmäßigkeit der Nebenkostenabrechnung des Vermieters als
Fälligkeitsvoraussetzung grundsätzlich nicht (12 U 1424/2003 17. Januar 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln ist Norbert Rüther (SPD) wegen
Bestechlichkeit und Beihilfe zur Bestechung (150000 Mark) im Zusammenhang mit
dem Bau der Müllverbrennungsanlage Köln zu zwei Jahren und drei Monaten Haft
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Ravensburg darf DaimlerChrysler bei
der Gesellschafterversammlung am 1. September 2005 keinen Beschluss zur
Veräußerung von MTU fassen.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Mainz muss das zweite deutsche
Fernsehen einen Wahlwerbespot der Anarchistischen Pogo-Partei Deutschlands
wegen Verletzung der Menschenwürde nicht senden (4 L 515/2005).
† Klaus Boisserée Köln 8. Juni 1925-Düsseldorf 31. August 2005.
2005-08-31 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands sind die
Regelungen des Risikostrukturausgleichs in der gesetzlichen Krankenversicherung
verfassungsgemäß (2 BvF 2/2001 18. Juli 2005.)
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin darf e-Bay den Account eines
Mitglieds mit einer Frist von 14 Tagen sperren und den Vertrag einseitig
aufheben, wenn der Inhaber hierüber einem bereits gekündigten Mitglied die
Abwicklung von Geschäften ermöglichen will (AU 13 U 4/2005).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Mainz muss ein Arbeitgeber
die Kosten einer Schulungsveranstaltung des Betriebsrates nur übernehmen, wenn
mehr als die Hälfte der Themen konkret die die Arbeit des Betriebsrats von
Bedeutung ist (1 TaBV 40/2004).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Düsseldorf darf eine zu Unrecht
bewilligte Eigenheimzulage grundsätzlich nicht rückwirkend entzogen werden (14
K 4058/2002 11. November 2004).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln muss die Deutsche Telekom an
telegate AG 65,2 Millionen Euro aus überhöhten Rechnungen zurückzahlen.
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Detmold darf eine Gemeinde die
Zahlung von Arbeitslosengeld II an Hauseigentümer nicht von der Leistung einer
Sicherheit (z. B. Grundsschuldbestellung) abhängig machen (9 AS 123/2005 ER).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgericht Budapest darf der Flughafen Budapest nicht privatisiert und verkauft
werden.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Thailands ist ein Deutscher
wegen Ermordung eines Schweizers zum Tod verurteilt.
Zum 1. September 2005 tritt in Deutschland ein überarbeitetes Reisekostenrecht
des Bundes in Kraft.
Das Parlament der bosnischen Serbenrepublik Bosnien Hercegovinas beschließt die
Auflösung der Armee und des Verteidigungsministeriums als Voraussetzung einer
Teilnahme an der Partnerschaft für den Frieden.
Nach Deichbrüchen infolge des Wirbelsturms Katrina versinkt das unter dem
Meeresspiegel liegende New Orleans im Wasser.
Eine Verfassungsänderung verbietet Klagen gegen Enteignungen von Land in
Zimbabwe.
Mensch und Schimpanse unterscheiden sich in 35 Millionen (von rund 3
Milliarden) (1,5 Prozent) Basenpaaren des Erbguts.
2005-08-30 Nach
einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist abgesehen von
sog. Flughafenverfahren eine Abschiebungsandrohung für den Fall einer
Wiedereinreise (z. B. eines Asylbewerbers) nach Deutschland unzulässig (1 C
29/2004).
Nach einer vorläufigen Einschätzung des Oberlandesgerichts Celle konnte der
Reiseveranstalter den Anschlag von Djerba nicht vorhersehen (11 U 297/2004).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main darf für das
Sammeln von (25) Schokoladenriegeln ein Buchgutschein (5 Euro) versprochen werden,
weil auch Kinder die Vorteile und Nachteile des Angebots abwägen können 6 U
224/2004 4. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz müssen Mitarbeiter einer
Bank einem Kunden nicht mit Nachdruck von gefährlichen Wertpapiergeschäften
abraten (12 U 1183/2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz darf ein Gericht bei
ungeklärter oder schwieriger Rechtslage nicht ohne weiteres Prozesskostenhilfe
ablehnen (12 W 34/2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist ein Aufdruck
Arzneimittel zur Behandlung von Angina pectoris auf einer Packung irreführende
Werbung, wenn das Arzneimittel nicht für alle klinisch bekannten Fälle der
Angina pectoris zugelassen ist (6 U 205/2004 15. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Saarbrücken muss ein
Rechtsanwalt seinen Mandanten auf die Folgen einer unterlassenen
Ablehnungsdrohung hinweisen (4 U 208/2004-92 19. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Augsburg ist der Haftbefehl gegen Holger
Pfahls unter Auflagen aufgehoben.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin muss die Bildzeitung eine
Gegendarstellung Oskar Lafontaines abdrucken.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main muss ein
Rundfunkgeräte und Fernsehgeräte anbietender Supermarktbetreiber (z. B. Aldi)
für die Geräte Rundfunkgebühren (z. B. an den hessischen Rundfunk) zahlen (10 E
4208/2004 25. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Erlangen darf ein Versicherter klagen,
wenn eine Versicherung nicht binnen einer gesetzten Frist von 14 Tagen leistet
(1 C 1787/2004).
Nach einer Entscheidung des Bundeskartellamts Deutschlands darf die Edeka
Zentrale AG & Co. KG die Spar Handels AG und den Discounter Netto Süd
übernehmen.
Die Erben der verstorbenen Lebensgefährtin Rudi Carrells einigen sich mit Rudi
Carrell auf Zahlung von 171000 Euro aus früherer Altersvorsorge.
Premiere kauft die Übertragungsrechte der Spiele der Champions League von
2006/2007 bis 2009/2010.
2005-08-29 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein Anwaltsnotar in
seiner Internetadresse nicht das Wort Notariat führen (NotZ 8/2005 11. Juli
2005).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Bremen müssen muslimische
Lehrerinnen (z. B. als Referendarinnen) im Unterricht auf ein Kopftuch
verzichten (2 B 158/2005 26. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin muss Bild eine Gegendarstellung
zu der Behauptung EU schafft Deutsch ab (24. August 2005) abdrucken.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Bonn sind Klagen von
Radarstrahlenopfern mangels Wissen des Bundes um die Gefährlichkeit von
Strahlen abgewiesen.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Augsburg begründet ein
Alkoholexzess eine medizinisch-psychologische Untersuchung nur bei der Gefahr,
dass der Betroffene Alkoholgebrauch und Verkehrsteilnahme nicht sicher
voneinander trennen kann.
WMC AG zahlt wegen eines behaupteten Optionsvertrags an I. G. Farbenindustrie
(statt verlangter 17 Millionen) 500000 Euro Schadensersatz.
Der Euro ist 1,2289 Euro wert.
Als psychologische Folge eines Wirbelsturms (Katrina) im Süden Amerikas steigt
der Ölpreis auf 70 Dollar pro Fass.
KMPG Amerika zahlt auf Grund eines Vergleichs wegen des Vertriebs
betrügerischer Steuersparmodelle 456 Millionen Dollar.
Nach einer wegen eines Werbevertrags erfolgten Versetzung in die zweite Liga
tritt Pierluigi Collina als Schiedsrichter zurück.
2005-08-28 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein Härtegrund im
Sinne des § 1587c Nr. 1 BGB (gegenüber einem Ausgleichsanspruch) bestehen, wenn
der ausgleichsberechtigte Ehegatte durch Vermögen uneingeschränkt abgesichert
ist und der Verpflichtete auf die von ihm erworbenen Versorgungsrechte dringend
angewiesen ist (XII ZB 135/2002 25. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind nicht auf
Befriedigung der titulierten Forderung gerichteten Aufwendungen des Gläubigers
keine von dem Schuldner zu erstattenden notwendigen Kosten der Zwangsvollstreckung
(V ZB 5/2005 14. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein nach einem
Vergabeverfahren geschlossener Vertrag nur nichtig, wenn ein unterlegener
Bieter in seinen Rechten verletzt ist und ein Nachprüfungsverfahren beantragt
(KZR 36/2003 22. Februar 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann einem
gutgläubigen Patentinhaber nicht Arglist vorgeworfen werden, wenn er von der
verfestigten Rechtslage Gebrauch macht, die ihm das Gesetz im Hinblick auf
seinen gutgläubigen Erwerb zuweist (X ZR 214/2002 1. Februar 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands begründet
die Teilnahme an mehrtägigen Klassenfahrten für teilzeitbeschäftigte beamtete
Lehrer keinen Anspruch auf zusätzliche Vergütung (2 C 61/2003 23. September
2004).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands sind Maßnahmen
der künstlichen Befruchtung nicht erforderlich, wenn die Unfruchtbarkeit des
Ehepaars auf Zeugungsunfähigkeit oder Empfängnisunfähigkeit beruht und insoweit
die Möglichkeit einer Heilbehandlung besteht (B 1 KR 11/2003 R 22. März 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg ist eine starre Fristen zur
Berechnung der Quote für die Abgeltung noch nicht fälliger Schönheitsreparaturen
vorsehende allgemeine Geschäftsbedingung wegen unangemessener Benachteiligung
des Mieters unwirksam (311 S 152/2004 17. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I ist Kleinkindergeschrei am
Frühmorgen im Treppenhaus beim Verlassen des Gebäudes sozialadäquat und kein
Mangel der Mietsache (31 S 20796/2004 24. Februar 2005).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Ibbenbüren ist der Verkauf eines
18bändigen Lexikons an einen nur gebrochen deutsch sprechenden Türken (zum Preis
von 1898 Euro) unwirksam (3 C 514/2004 25. Februar 2005).
Die Schweiz verbessert zum 1. Januar 2006 ihr Stiftungsrecht.
2005-08-27 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Berufungsbegründungsfrist bei Nachholung der Berufungsbegründung nach der
Entscheidung über den Prozesskostenhilfeantrag innerhalb der
Wiedereinsetzungsfrist nicht versäumt (XII ZB 34/2004 22. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss eine für eine
rechtsmissbräuchliche Eheschließung entlohnte Partei von der Entlohnung eine
Rücklage für die Kosten eines Eheaufhebungsverfahrens bilden (XII ZB 247/2003
22. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann das Handeln
eines Geschäftsbesorgers bzw. Treuhänders im Anschluss an einen wegen Verstoßes
gegen das Rechtsberatungsgesetz nichtigen Geschäftsbesorgungsvertrag mit
umfassender Vollmacht dem Vollmachtgeber (Anleger) nicht zugerechnet werden,
weil er die Nichtigkeit der Vollmacht weder kannte noch kennen musste (XI ZR
88/2004 21. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands können ein
besonders grobes Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung und eine
dadurch angezeigte verwerfliche Gesinnung des Begünstigten nicht allein deshalb
verneint werden, weil mehrere Hundert Erwerber einen annähernd gleichen Preis
für den Erwerb ihrer Immobilie gezahlt haben (V ZR 220/2004 17. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs ist ein im Zeitpunkt einer
ärztlichen Behandlung noch nicht bekannter Ehepartner eines Patienten in den
Schutzbereich der Pflicht zur nachträglichen Sicherungsaufklärung über die
Gefahr einer transfusionsassoziierten HIV-Infektion einbezogen (VI ZR 179/2004
14. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kommen
Schadensersatzansprüche wegen Verletzung eines durch die Ausschreibung
begründeten vorvertraglichen schutzwürdigen Vertrauensverhältnisses bei
zwingendem Ausschluss des Schadensersatz begehrenden Bieters aus der Wertung
der Angebote nicht in Betracht (X ZR 19/2002 7. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs ist bei einer länger als drei
Wochen dauernden Liquiditätslücke von mehr als 10 Prozent im Zweifel
Zahlungsunfähigkeit anzunehmen (IX ZR 123/2004 24. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann ein
Rundfunkgebührenbeauftragter arbeitnehmerähnliche Person sein (9 AZR 293/2004
20. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt ist das Umgangsrecht
ein sonstiges Recht des § 823 II BGBG, dessen Verletzung einen
Schadensersatzanspruch begründen kann (1 UF 64/2005 29. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm ist ein formularmäßig
vereinbarter umfassender Haftungsausschluss auch bei einem privaten
Gebrauchtwagenverkauf nichtig (28 U 147/2004 10. Februar 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln fehlt einer Berufung mit
dem alleinigen Ziel der Abänderung der Entscheidung über die vorläufige
Vollstreckbarkeit das Rechtsschutzbedürfnis (20 U 32/2005 31. März 2005).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Siegen entsteht ein
Abfindungsanspruch eines gekündigten Arbeitnehmers nicht vor Ablauf der
Kündigungsfrist, so dass er bei vorherigem Versterben des Arbeitnehmers nicht
auf Erben übergeht (1 Ca 843/2005 9. Juni 2005).
Mes, Peter, Patentgesetz, Gebrauchsmustergesetz, 2. A. 2005
Kühl, Kristian, Strafrecht Allgemeiner Teil, 5. A. 2005
2005-08-26 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands schränken die die
Nichtigkeit eines Plattenvertrags zwischen Pelhams und Xavier Naidoo
feststellenden Entscheidungen das Unternehmen weder in der Kunstfreiheit noch
in der Privatautonomie ein (1 BvR 2501/2005 27. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands Aachen ist nicht
ausreichend aufgeklärt, ob Lutz Drach bei der Beseitigung des Lösegelds aus der
Entführung Reemtsmas gewerbsmäßig oder als Mitglied einer Bande gehandelt hat
(2 StR 225/2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands endete die
politische Verfolgung im Deutschen Reich nicht mit der Aufhebung einer
Vermögensbeschlagnahme (7 C 19/2004 25. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands hat ein
Betriebsratsmitglied auch während der Elternzeit Anspruch auf Erstattung der
Kosten der Teilnahme an Betriebsratssitzungen (7 ABR 45/2004).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Sachsen ist die Übertragung
der Rechtsaufsicht über die kreisangehörigen Gemeinden an die Landratsämter
verfassungsgemäß ((23-III-2004 18. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln Kann sich ein als Anbieter
von Versicherungen für die öffentliche Hand auf dem Markt tätiges Unternehmen
trotz enger organisatorischer und wirtschaftlicher Verflechtung mit seinen
Versicherungsnehmern nicht darauf berufen, dass die Vertragsabschlüsse von den
Vergabevorschriften befreite in-house-Geschäfte seien (6 U 17/2005 15. Juli
2005).
Nach Entscheidungen des Oberverwaltungsgerichts Weimar ist die neue
Schulbuchgebühr der Lehr- und Lernmittelverordnung Thüringens nicht außer
Vollzug gesetzt (1 EN 835/2005 17. August 2005 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz kann ein
Arbeitnehmer infolge einer Abfindung seinen Anspruch auf Prozesskostenhilfe (in
einem anderen Streitpunkt) verlieren (9 Ta 117/2005).
Nach einer Entscheidung des obersten Gerichtshofs Sri Lankas findet die
Präsidentenwahl 2005 statt.
Nach einer Einigung zwischen der Arbeitsgemeinschaft berufsständischer
Versorgungseinrichtungen e. V. Deutschlands und Vertretern der gesetzlichen
Rentenversicherung bleiben Syndikusanwälte von der Versicherungspflicht der
gesetzlichen Rentenversicherung befreit, wenn sie rechtsberatend, rechtsgestaltend
und rechtsvermittelnd tätig sind.
Der Betreiber des Sperrnotrufs 116116 für EC-Karten meldet Konkurs an.
† Günter Renner 1939-26. August 2005.
2005-08-25 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs darf die Höchstarbeitszeit
staatlicher Feuerwehrmänner einschließlich Bereitschaftszeiten 48 Stunden
wöchentlich grundsätzlich nicht überschreiten (C-52/2004 14. Juli 2005).
Nach (7 zu 1) Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands sind
die Organklagen der Bundestagsabgeordneten Schulz und Hoffmann gegen die
vorzeitige Auflösung des Bundestags Deutschlands als unbegründet abgewiesen, so
dass am 18. September 2005 in Deutschland vorzeitige Neuwahlen stattfinden
können (2 BvE 4/2005 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kommt eine
Steuerfreiheit nach § 3b EStG nur in Betracht, wenn für die wegen
Sonntagsarbeit, Feiertagsarbeit und Nachtarbeit gezahlten Zuschläge der
Nachweis tatsächlich erbrachter Arbeitsleistungen geführt ist (IX R 72/2002 25.
Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Braunschweig darf ein
Lagerfahrzeug länger als zwei Jahre in einem Lager gestanden haben (2 U
128/2004 7. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg darf das zweite deutsche
Fernsehen von Tierschützern heimlich erstellte Aufnahmen aus einer
Nerzzuchtfarm nicht senden (23. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Jena haftet eine Gemeinde für
falsche oder unvollständige Angaben des Bürgermeisters zur Höhe von
Erschließungskosten dem Grundstückskäufer (8 U 1045/2004 5. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Saarbrücken verliert ein die
Laufleistung seines gestohlenen Kraftfahrzeugs falsch (z. B. mit rund 80000
statt mit 93000 Kilometern) angebender Versicherungsnehmer seinen Anspruch
gegen den Diebstahlsversicherer (5 U 506/2004-55).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Bautzen darf das jüdische
Begegnungszentrum in Leipzig gebaut werden (1 B 889/2004).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster dürfen
dm-Drogeriemärkte keinen Bestell- und Abholdienst für Arzneien einrichten 13 B 426/2005 19. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Stralsund ist Udo Voigt (NPD)
wegen Volksverhetzung zu vier Monaten haft auf Bewährung verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I darf die Junge Welt nicht
zum Boykott der Gebühreneinzugszentrale für Rundfunkgebühren aufrufen (9 O
7054/2005 24. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Mainz muss die Stadt Bingen
wegen des gesteigerten öffentlichen Interesses an einer flächendeckenden
Versorgung trotz eines entgegenstehenden Bebauungsplans eine D1
Basismobilfunkstation baurechtlich genehmigen (7 K 234/2005).
Klaus Tolksdorf ist von der Vollversammlung der Vereinten Nationen zum
Ergänzungsrichter für das Jugoslawienkriegsverbrechertribunal gewählt.
2005-08-24 Nach
einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands ist die Erhöhung des
Krankenkassenbeitrags auf Betriebsrenten durch das Gesundheitsmodernisierungsgesetz
verfassungsgemäß (12 KR 29/2004 R).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle ist eine Zustellung eines
Versäumnisurteils durch Übergabe an den Hausmeister einer Appartementsanlage in
Mallorca zu Lasten des dort wohnenden Beklagten wirksam (16 U 59/2005 26. Juli
2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Jena muss ein eine Vaterschaft
anerkennender Nichtvater die Kosten des Vaterschaftsanfechtungsverfahrens
selbst tragen (1 UF 55/2001 5. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz haftet der Staat für den
aus einer falschen Auskunft eines Beamten (z. B. über einen Zoll) einem
Fragesteller entstehenden Schaden (1 U 1482/2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz kann eine nach
Verzicht auf die deutsche Fahrerlaubnis zwecks Vermeidung eines Entzuges
erworbene tschechische Fahrerlaubnis von den Behörden Deutschlands nicht
entzogen werden (7 B 11021/2005 15. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Niedersachsen ist an die
Mutter ausgezahltes Kindergeld für volljährige Kinder als Einkommen
bedarfsmindernd zu berücksichtigen (8 AS 118/2005 13. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen sind rechtskräftig
gewordene Umsatzsteuerbescheide trotz Steuerfreiheit von Geldspielautomaten
bestandskräftig (5 K 184/2004 30. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I hat ein Pantomime bei
zusätzlicher Verwendung seines Bildes zu Werbezwecken Anspruch auf ein zusätzliches
angemessenes Entgelt.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Baden-Baden muss Stefanie Tücking für
einen Biss ihres Hundes 1500 Euro zahlen.
Im Jahr 2004 wurde in Deutschland in elf Ermittlungsverfahren die akustische
Überwachung von Wohnräumen angeordnet.
Das Arbeitsamt Berlin Mitte wendet durchschnittlich 38406 Euro zur
Wiedereingliederung eines Arbeitslosen in den ersten Arbeitsmarkt auf.
2005-08-23 Nach
Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts sind die Anträge der kleineren
Parteien wegen der Neuwahlen für den Bundestag abgewiesen, weil die Parteien
nicht in Rechten verletzt sind (2 BvE 5/2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein Arzt keine
Blutzuckerstreifen an einen Diabetiker verkaufen (I ZR 317/2002 2. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München muss eine
Aktiengesellschaft den Dienstvertrag eines Vorstandsmitglieds aus wichtigem
Grund binnen zweier Wochen nach Kenntnisnahme des Aufsichtsrats von dem Vorfall
kündigen und muss die dafür notwendige Sitzung rasch einberufen (6 U 5444/2004
14. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart ist die sofortige
Vollziehbarkeit der Untersagung der Vermittlung oder Veranstaltung von
Oddsetsportwetten vorläufig ausgesetzt (5 K 1054/2005 27. Juli 2005).
Am Ende des Monats August endet die Frist für die Beantragung der einmaligen
Tilgung von Altschulden der 14 Nachfolgebetriebe ehemaliger
landwirtschaftlicher Produktionsgenossenschaften der Deutschen Demokratischen
Republik.
Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg mahnt zahlreiche Banken wegen
rechtswidriger Geschäftsbedingungen ab.
Im Strafverfahren gegen Mounir El Motassadeq legen Verurteilter und
Bundesanwaltschaft Revision ein.
Israel räumt gewaltsam alle 25 jüdischen Siedlungen im Gazastreifen.
Heftige Regenfälle führen zu erheblichen Überschwemmungen in Süddeutschland.
2005-08-22 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands lebt ein
gegenstandslos gewordener Haftbefehl nicht wieder auf (2 BvR 1357/2005 18.
August 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der sog.
Reiterhofmörder von Großbottwar zu lebenslanger Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist die
einverständliche Auflösung eines bestehenden Arbeitsverhältnisses bei einem
Betriebsübergang unter gleichzeitiger Neubegründung eines Arbeitsverhältnisses
mit dem Übernehmer zwecks Vermeidung der Insolvenz unter Einschaltung einer
Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft rechtmäßig (8 AZR 523/2004 18.
August 2005).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin ist eine die Downloadzeit für
einen Klingelton zu kurz angebende und den Preis sehr klein druckende
Werbeanzeige in einer Jugendzeitschrift rechtswidrig (5 U 95/2005 2. August
2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main bestimmt sich
der Umfang der Aufsichtspflicht von Eltern (z. B. eines 14jährigen
brandstiftenden Kindes) nach der Veranlagung des Kindes und seinem Verhalten in
der Vergangenheit (1 U 185/2004 30. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main muss ein
Grundstücksverkäufer den Käufer ungefragt über einen ungewöhnlich schikanösen
Nachbarn unterrichten (4 U 84/2001 20. Oktober 2004).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Hamburg ist die
Nichteinrichtung von Eingangsklassen der Vorstufe der Oberstufe an einer
Gesamtschule in Hamburg bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen
rechtmäßig (1 Bs 234/2005 5. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Berlin-Brandenburg hat der an
geförderten Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmende Arbeitslose einen Anspruch auf
Arbeitslosengeld II (5 B 52/2005 AS ER 16. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Frankfurt am Main darf einer
56jährigen, siebzehn Jahre tätgerhard.kigen, heimlich rechtswidrig 120 Gramm
Weintrauben essenden Fleischverkäuferin eines Supermarkts nicht fristlos
gekündigt werden (18 Ca 1687/2005).
Veränderungen an den Kilometerständen von Kraftfahrzeugtachometern sind ab 18.
August 2005 gemäß § 22b StVG strafbar.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Innsbruck ist der am 29. Oktober 2001
bei dem tödlichen Unfall Regine Cavagnouds schwer verletzte deutsche Trainer
Markus Anwander zur Hälfte für seine Schäden selbst ursächlich.
2005-08-21 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands liegt
Verhandlungsunfähigkeit auch vor, wenn eine Fortführung eines Verfahrens mit
einer konkreten Lebensgefährdung oder einer schwerwiegenden Gesundheitsgefährdung
verbunden ist (2 BvR 785/2004 8. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands muss bei der
Prüfung eines Schadensersatzanspruchs wegen schuldhafter Pflichtverletzung
durch Kündigung eines Fitnessvertrags wegen Risikoschwangerschaft Art. 6 IV GG
berücksichtigt werden (1 BvR 906/2004 24. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
Aufbewahrung nicht hinreichend sicher richtiger Urinproben eines Soldaten nicht
gerechtfertigt (2 BvR 488/2004 14. Januar 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands muss die
Bergbauberufsgenossenschaft 1544 Betroffenen wegen chronisch obstruktiver
Bronchitis Berufsunfähigkeitsrente zahlen (1 BvR 235/2000).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs rechtfertigt gegenüber einem
Verlangen der Einstellung der künstlichen Ernährung durch den Betreuer und den
behandelnden Arzt der Heimvertrag nicht die Fortsetzung der künstlichen
Ernährung durch den Pflegeheimbetreiber (XII ZR 177/2003 8. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands teilt bei einer
Inhaltskontrolle von Eheverträgen der Krankenvorsorge- und
Altersvorsorgeunterhalt den Rang des Elementarunterhalts, soweit die Unterhaltspflicht
ehebedingte Nachteile ausgleichen soll (XII ZR 22172002 25. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands findet bei
Erzielung eines Übererlöses eines vorrangigen Grundschuldgläubigers infolge
Ablösung des dinglichen Rechts durch einen nachrangigen Grundschuldgläubiger
kein bereicherungsrechtlicher Ausgleich statt (IV ZR 279/2004 11. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands wird das
Zeugnisverweigerungsrecht nach § 53 I 1 Nr, 3 StPO durch die Anzeigepflicht des
§ 11 I 1, III GwG eingeschränkt (1 StR 326/2004 7. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist Wohngeld
sozialhilferechtlich Einkommen dessen, an den es auf Grund seiner
Antragsberechtigung nach dem Wohngeldgesetz ausgezahlt wird (5 C 50/2003 16.
Dezember 2004).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann trotz
langjähriger Verluste die Vornahme geeigneter Umstrukturierungsmaßnahmen ein
gewichtiges Indiz für das Vorhandensein einer Gewinnerzielungsabsicht
darstellen (X R 33/2003 21. Juli 2004).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle ist die Ernennung eines
Insolvenzverwalters im Eröffnungsbeschluss rechtsprechende Tätigkeit (16 VA
3/2005 1. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz ist die Auswahl und
Ernennung eines Insolvenzverwalters ein Justizverwaltungsakt im Sinne von § 23
I EGGVG (12 VA 1/2004 12. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika muss die Merck AG einem vielleicht an einem Medikament Verstorbenen
Schadensersatz in Millionenhöhe zahlen.
Die Landesversicherungsanstalten Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens
schließen sich zum 1. Oktober 2005 zusammen.
2005-08-20 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands verlangt der
Schutz der Vertrauensbeziehungen zwischen Rechtsanwalt und Mandant besondere
Beachtung bei der Prüfung, ob die strafprozessuale Maßnahme der Durchsuchung
von Kanzleiräumen dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit genügt (2 BvR 334/2005
2. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
Nichtberücksichtigung von nicht auf dem Bürgerlichen Gesetzbuchs Deutschlands,
sondern nur auf ausländischem Recht beruhenden Unterhaltszahlungen als
außergewöhnliche Belastungen nicht verfassungswidrig (2 BvR 1683/2002 24. Mai
2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs ist die allgemeine
Geschäftsbedingung „Änderungen der Bauausführung, der Material- bzw. Baustoffauswahl,
soweit sie gleichwertig sind, bleiben vorbehalten“ in einem Bauträgervertrag
unwirksam (VII ZR 200/2004 23. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs gilt ein weder dem Protokoll
noch dem Urteil zu entnehmender richterlicher Hinweis als nicht erteilt (II ZR
366/2003 20. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist § 41 II Nr. 6
Zeichen 265 StVO (Durchfahrhöhe) ein Schutzgesetz im Sinne des § 823 II BGB (VI
ZR 185/2004 14. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein Vorbringen
im frühen ersten Termin nicht als verspätet zurückgewiesen werden, wenn nach
der Sachlage und Rechtslage eine Streitbeendigung in diesem Termin ausscheidet
(VII ZR 43/2004 9. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei Veräußerung
eines unfallbeschädigten, nicht reparierten Kraftfahrzeugs der Schaden in Höhe
des Kaufpreises ausgeglichen (VI ZR 192/2004 7. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei der Prüfung
einer Gebrauchsmusterverletzung eine erschöpfende Erörterung darüber
erforderlich, welche Lehre zum technischen Handeln der Fachmann den
Schutzansprüchen entnimmt (X ZR 198/2001 7. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein durch
Rechtsformwechsel von einer Aktiengesellschaft zu einer GmbH & Co. KG der
Mehrheitsgesellschafterin auf Grund der Steuergesetze entstehender
Steuervorteil kein verbotener Sondervorteil (II ZR 29/2003 9. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm kommt es für die Benutzung
eines Mobiltelefons im Sinne von § 23 I lit. a StVO allein darauf an, ob das
Mobiltelefon in der Hand gehalten wird oder nicht (2 Ss OWi 177/2005 6. Juli
2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main ist das
Nichtentsorgen der von einem Nutzer als vermeintlich noch werthaltig
gesammelten Gegenstände durch einen Grundstückseigentümer eine
Ordnungswidrigkeit (5/33 Ns 8910 Js 219753/2003 8. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Hamburg-Altona ist ein
ehevertraglicher Ausschluss des Versorgungsausgleichs in einer kinderlos
gebliebenen Ehe zweier voll berufstätiger Ehegatten rechtmäßig (350 F 156/2004
17. Januar 2005).
Grüneberg, Christian, Haftungsquoten bei Verkehrsunfällen, 9. A. 2005
Emmerich, Volker/Habersack, M., Konzernrecht, 8. A. 2005
Beck’sches Formularbuch Arbeitsrecht, hg. v. Kornbichler, Hendrik u. a., 2005
Musielak, Hans-Joachim, Grundkurs ZPO, 8. A. 2005
2005-08-19 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands setzt eine Verabredung
zu einer Bande zu künftiger Begehung von Straftaten keine persönliche
Verabredung unter allen Mitgliedern und keine gegenseitige Bekanntschaft aller
Mitglieder voraus (3 StR 492/2004 16. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands haftet ein
Geschäftsführer einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung bei Nichtabführung
von Beiträgen an die Urlaubs- und Lohnausgleichskasse der Bauwirtschaft durch
die Gesellschaft nicht persönlich aus unerlaubter Handlung gemäß § 823 II BGG
(8 AZR 542/2004 18. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands hat ein
Auszubildender als Mitglied eines Betriebsrats nur bei Bestehen eines
Beschäftigungsverhältnisses mit einem Unternehmen dort auch einen Anspruch auf
Weiterbeschäftigung nach Beendigung der Ausbildung (7 AZR 553/2004 17. August
2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands muss ein seinem
Arbeitgeber verbilligt einen Gebrauchtwagen abkaufender Arbeitnehmer den
Unterschied zwischen Kaufpreis und Marktpreis des Kraftfahrzeugs als geldwerten
Vorteil versteuern (VI R 84/2004).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main darf Hans
Magnus Enzensberger wegen seines bestehenden Vertrages mit dem Eichborn Verlag
für die sog. andere Bibliothek bis 2007 nicht gleichzeitig die Frankfurter
allgemeine Bücherei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung herausgeben.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg ist Mounir El Motassadeq
wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung zu sieben Jahren Haft
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Niedersachsen-Bremen darf ein
Existenzgründungszuschuss nicht als Einkunft auf das Arbeitslosengeld II
angerechnet werden (8 AS 97/2005 23. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm ist eine gemeinsam von
Eheleuten nach der Ehescheidung bezogene Wohnung keine Ehewohnung, so dass die
Hausratsverordnung unanwendbar ist (4 WF 86/2005 11. APRIL 2005).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Köln darf ein gestohlene
Sachen (z. B. 30 Drucker und Monitore) des Arbeitgebers hehlender Arbeitnehmer
fristlos gekündigt werden.
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Hessen sind für das Vorliegen
einer eheähnlichen Lebensgemeinschaft nur die im Zeitpunkt der Prüfung
vorhandenen Umstände maßgeblich (7 AS 172005 ER 29. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Sachsen-Anhalt hat ein sein
Studienfach wechselnder und daraufhin seinen Anspruch auf
Bundesausbildungsförderung verlierender Student keinen Anspruch auf
Arbeitslosengeld II (2 B 7/2005 AS ER).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Nürnberg genügt ein einwöchiges
Zusammenleben von Ehegatten in einem Jahr nicht für eine Zusammenveranlagung
(VI 160/2004).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I ist eine Klage der
Bundesregierung Deutschlands gegen Focus auf Abdruck einer Gegendarstellung zu
einem Bericht über Beförderungen in den Bundesministerien aus formalen Gründen
abgewiesen (9 O 12654/2005 20. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart darf eine
minderjährig verheiratete Türkin nach Trennung von ihrem Mann und
Todesdrohungen der Familie nicht abgeschoben werden (16 K 2234/2005 18. August
2005).
In Bundesländern Deutschlands können Modellversuche für die Erteilung des
Führerscheins mit 17 Jahren unternommen werden.
Nach einer Entscheidung der Rundfunkaufsicht Dänemarks ist Radio Holger wegen
Muslimfeindlichkeit die Lizenz für drei Monate entzogen.
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Tschechiens ist die
Ausstellung eines provisorischen Staatsbürgerschaftsbescheids für (Fürst) Hugo
Salm(-Reifferscheidt) im Jahre 1946 rechtmäßig und die Aberkennung der
Staatsbürgerschaft im Jahre 2002 rechtswidrig, so dass die Erb(inn)en (trotz
der Benešdekrete) einen Anspruch auf Rückgabe des Eigentums haben.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist Dennis Rader (bind, torture, kill) wegen zehnfachen Mordes zu
zehnmal lebenslanger Haft verurteilt.
† Günter Christian Schwarz (17. April 1955-10. August 2005).
2005-08-18 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kommt zwischen einem
Mehrwertdiensteplattformbetreiber (0190-Nummer, 0900-Nummer) und einem Nutzer
kein Vertrag mit Entgeltanspruch (z. B. über 1100 Euro) zustande, sondern ist
der Betreiber allenfalls Erfüllungsgehilfe des Mehrwertdienstanbieters (III ZR
3/2005 28. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands hat ein während
der Ausbildung in einer Auszubildendenvertretung tätiger Auszubildender nach
Beendigung der Ausbildung einen Anspruch auf Übernahme in ein unbefristetes
Arbeitsverhältnis (7 AZR 553/2004 17. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind nicht in erster
Linie dem Schutz der Gesundheit dienende Leistungen in Heilberufen nicht von
der Umsatzsteuer befreit (V R 1/2002 30. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg hat ein Brautpaar
keinen Schmerzensgeldanspruch gegen einen Veranstalter wegen einer auf Grund
eines Unfalls abgebrochenen Hochzeitsfeier (7 U 8/2004 15. März 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle schließt ein Getrenntleben
von Ehegatten während der Ehe einen Anspruch auf Trennungsunterhalt
grundsätzlich nicht aus (21 UF 25/2005 15. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg ist gewerbsmäßige
Prostitution in einer Wohnung einer Wohnungseigentümergemeinschaft den anderen
Wohnungseigentümern nicht zumutbar (2 Wx 19/2005 14. März 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz haften Ärzte einer
Gemeinschaftspraxis als Gesamtschuldner unabhängig von ihrer Beteiligung an der
Behandlung des betroffenen Patienten (5 U 349/2004).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist ein Vertrag über die
Teilnahme an einem Schenkkreis wegen Sittenwidrigkeit nichtig, doch kann eine
entrichtete Leitung wegen Sittenwidrigkeit gemäß § 817 S. 2 BGB nicht
zurückverlangt werden (20 U 129/2004 6. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I ist die bloße
Aneinanderreihung von Musiktiteln durch eine Coverband ohne eigenschöpferische
Elemente nicht urheberrechtsschutzfähig (21 O 8437/2005 1. Juni 2005).
Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern vereinbaren ein gemeinsames Mahngericht.
2005-08-17 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist der Aufmarsch
zum Gedenken an Rudolf Hess in Wunsiedel rechtswidrig (1 BvQ 25/2005 16. August
2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist das Fehlen eines
Posteingangsbuchs und Fristenkontrollbuchs kein Indiz für den Zugang eines als
nicht zugegangen behaupteten Steuerbescheids (I R 103/2004 31. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschland mindert die Abfindung
des Pensionsanspruchs eines Gesellschafters anlässlich der Aufgabe des Betriebs
einer Gesellschaft den Aufgabegewinn der Gesellschaft (IV R 22/2003 20. Januar
2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf darf die
Altstadtherbst GmbH die lange verschollene Vivaldioper Montezuma entgegen
früheren Entscheidungen doch mit der ursprünglichen Musik aufführen, weil der
Umstand, dass ein Werk über längere Zeit als verschollen gegolten hat, nicht
die Vermutung begründet, dass es nicht zuvor (bereits einmal z. B. durch
Verbreitung handschriftlicher Vervielfältigungen) erschienen ist (20 U
123/2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe ist ein Vertrag über
eine Sicherung des Bestehens einer medizinisch psychologischen Untersuchung
sittenwidrig, so dass kein Anspruch auf Gewährung von Prozesskostenhilfe für
eine Klage auf Rückzahlung der Kosten einer erfolglosen Beratung besteht (19 W
37/2005 2. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Münster ist die Besteuerung von
Einkünften aus privaten Spekulationsgeschäften auch für die
Veranlagungszeiträume 1994 bis 1996 verfassungswidrig (10 K 6837/2003 E 13.
Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Münster ist die nach dem
Außensteuergesetz Deutschlands vorgesehene Nachversteuerung von Einkünften aus
bestimmten Betriebsstätten möglicherweise wegen Verletzung der
Niederlassungsfreiheit und der Kapitalverkehrsfreiheit europarechtswidrig (15 K
1114/1999 5. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Düsseldorf sind Äußerungen eines
Architekten über eine Bevorzugung des Schwagers des Oberbürgermeisters
Düsseldorfs bei der Vergabe von Bauaufträgen nicht rechtswidrig.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Kaiserslautern kann ein Netzbetreiber
wegen Mangels einer Verletzung eigener Rechte nicht die polizeiliche
Auferlegung der Auskunft über Netzverbindungen eines Kunden gerichtlich
überprüfen lassen (1 T 12/2005 14. Februar 2005).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dresden muss eine Krankenkasse einer
schwerhörigen Frau die Kosten eines Schwerhörigentelefons bezahlen, weil
Telefonieren ein Grundbedürfnis der heutigen Lebensführung darstellt (18 KR
398/2002 28. Juli 2005.
Von 340 Berechtigten auf Zahlung eines Anteils an 40 Millionen Dollar
Ausgleichszahlungen Morgan Stanleys wegen Diskriminierung von Frauen haben
bisher nur 67 Berechtigte ihren Anspruch geltend gemacht.
2005-08-16 Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein Rechtsanwalt einem
Vertragspartner eines verschiedene Unternehmen betreuenden Vermittlers zur
Klage gegen den Vermittler als Vertreter ohne Vertretungsmacht und zur
Streitverkündung an alle in Betracht kommenden Unternehmen raten (IX ZR
193/2001 21. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands benachteiligt ein
einem Gewerberaummieter einen unbeschränkten Anteil an den Nebenkosten für
Gemeinschaftsflächen auferlegende allgemeine Geschäftsbedingung den Mieter
unangemessen (XII ZR 158/2001 6. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist die Antragsfrist
nach dem Umsatzsteuergesetz Deutschlands für im Ausland ansässige Unternehmen
nicht diskriminierende, weil deutsche Unternehmer ebenso behandelt werden (V B
123/2003 8. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichts Hamburg ist die Wahlanfechtung
der Partei Pro Deutsche Mitte wegen Behinderung durch Zerstörung von
Wahlplakaten auf Grund mangelnder Beschwerdebefugnis zurückgewiesen (HVerfG
12/2004 5. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main enthält die
Angabe einer Telefonnummer eines Kunden in einem Versicherungsvertrag noch
keine schlüssige Einwilligung in Werbeanrufe zwecks Vertragsänderung oder
Vertragsergänzung (6 U 175/2004 21. Juli 2005).
Ludwig-Holger Pfahls legt gegen seine Verurteilung Revision ein.
Der Senat Bremens beschließt eine Normenkontrollklage wegen Bremens
Haushaltslage.
Die Frist zur Umsetzung der Elektroschrott-Richtlinie ist zum 13. August 2005
abgelaufen, wobei deutsche Verbraucher erst ab 24. März 2006 ihre alten Geräte
kostenlos entsorgen können.
Nach einem Vergleich erhält ein eine Busfahrerin in einem Schulbus in den Vereinigten
Staaten von Amerika angreifender und daraufhin von der Polizei in Handschellen
abgeführter Fünfjähriger eine Entschädigung von schätzungsweise 15000 Dollar.
2005-08-15 Nach
einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts kann eine in der
Gemeinschaftsordnung vorgenommene Ermächtigung des aufteilenden Eigentümers zur
Neubegründung von Sondernutzungsrechten ohne Zustimmung der dinglich
Berechtigten nicht in einer die dinglich berechtigten bindenden Weise als
Inhalt des Sondereigentums vereinbart werden (2 Z BR 150/2004 27. Oktober
2004).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts rechtfertigt
der Anspruch auf erstmalige Herstellung eines ordnungsgemäßen Zustands einen
Eingriff in ein Sondernutzungsrecht eines Wohnungseigentümers nur, wenn der
Zustand nicht ohne den Eingriff hergestellt werden kann (2 ZBR 020/2004 23.
Juni 2004).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin entfällt bei Ausübung des
Vermieterpfandrechts die Räumungspflicht des Mieters (8 U 144/2004 14. Februar
2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist ein Mietvertrag
mit Vorkaufsrecht bei fehlender notarieller Beurkundung des wesentlichen
Vorkaufsrechts nichtig (24 U 100/2001 25. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt können
Minderheitsaktionäre bei Zumutbarkeit des Zuwartens bis zu einer ordentlichen
Hauptversammlung trotz der grundsätzlichen Berechtigung dazu auf Grund ihrer
Treubindung keine außerordentliche Hauptversammlung erzwingen (20 W 1/2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln müssen die übrigen
Wohnungseigentümer hinnehmen, dass der Eigentümer der im obersten Stockwerk
eines Hauses gelegenen Wohnung nach einem Einbruch in seine Wohnung vor der
Wohnungseingangstüre eine zusätzliche Stahlgittertüre anbringen lässt (16 Wx
204/2004 1. Dezember 2004).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Münster muss ein Makler die Angaben
des Verkäufers zu einem Objekt nur unter besonderen Umständen (z. B. sich
aufdrängenden Zweifeln) überprüfen (10 O 737/2003 2. April 2004).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Berlin Mitte sind die Kosten eines mit
dem Müllmanagement beauftragten Unternehmens nur bei Nachweis der Notwendigkeit
zwecks Kosteneinsparung umlagefähig (2 C 109/2004 10. November 2004).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Frankfurt am Main muss ein
Kraftfahrzeugvermieter (z. B. eines Wohnmobils) nach einem Verkehrsunfall
unabhängig von der Schuldfrage und den polizeilichen Erkenntnissen ein
Ersatzfahrzeug am Aufenthaltsort des Kunden zur Verfügung stellen (30 C
606/2005-25).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Frankfurt am Main ist ein
Wohnraummietvertrag über drei Jahre und zusätzlichem Kündigungsverzicht des
Mieters für weitere drei Jahre rechtmäßig (33 C 1980/2004-29 19. Oktober 2004).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Saarbrücken darf der Vermieter einer
älteren Wohnanlage die Mieträume zwecks Untersuchung auf mögliche Gefahren oder
verborgene Mängel jährlich betreten (4 C 365/2004 22. Dezember 2004).
Der Ministerpräsident Japans (Koizumi) entschuldigt sich für die militärische
Aggression Japans vor dem zweiten Weltkrieg und im zweiten Weltkrieg.
2005-08-14 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist für ein Begehren des
Unterhaltsschuldners wegen eines inzwischen eingetretenen Rentenbezugs des
Unterhaltsberechtigten die Abänderungsklage gemäß § 323 ZPO eröffnet (XII ZR
294/2002 8. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands setzt eine
Haftungsfreistellung des nicht selbst auf der gemeinsamen Betriebsstätte
tätigen Unternehmers wegen Störung des Gesamtschuldverhältnisses mit einem nach
§ 106 III Alt. 3 SGB VII haftungsprivilegierten Verrichtungsgehilfen voraus,
dass der Verrichtungsgehilfe nachweislich schuldhaft gehandelt hat (VI ZR
366/2003 10. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands bewirkt eine
fehlerhafte Auswahl der richterlichen Mitglieder eines Richterwahlausschusses
nicht, dass von diesem gewählte und danach ernannte Berufsrichter nicht
gesetzliche Richter sein können und der mit ihnen besetzte Spruchkörper nicht
ordnungsgemäß besetzt ist (X ZB 17/2004 26. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands haftet die
Insolvenzversicherung der Reiseveranstalter nicht für Ansprüche aus sonstigen
Reisemängeln (IV ZR 275/2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands wird bei
mündlicher und damit unwirksamer Befristung und zusätzlicher Unterzeichnung
eines Arbeitsvertrags nach Vertragsbeginn die Befristung nicht rückwirkend
wirksam (7 AZR 198/2004 1. Dezember 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands bestehen gegen die in
§ 10d II i. V. m. § 2 III EStG angeordnete Beschränkung des Verlustvortrags
grundsätzlich keine verfassungsrechtlichen Bedenken (XI B 127/2004 29. April
2005).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin ist das bei nicht
einverständlicher Veröffentlichung des Wohnsitzes einer bekannten
Persönlichkeit unter Namensnennung (z. B. in Heim und Welt) grundsätzlich das
Persönlichkeitsrecht des Betroffenen verletzt (10 U 103/2004 14. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts hat ein sich trotz eines
angekündigten Wasserballspieles in einen Swimmingpool begebender Reisender keinen
Anspruch auf Schadensersatz wegen einer Körperverletzung (z. B. 1700 Euro
Schmerzensgeld für vier ausgeworfene Zähne) durch Wasserballspieler gegen den
Reiseveranstalter (1-12 U 49/2004).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe ist ein auf einem
Privatparkplatz abgestelltes Kraftfahrzeug (z. B. Wohnmobil) nicht im Betrieb
im Sinne der §§ 7, 18 StVG, so dass sein Halter nicht für einen Schaden an
einer darauf aufstoßenden automatisch ausfahrenden Sonnenmarkise haften muss (1
U 247/2004 29. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Duisburg kann ein trotz eines
verfügbaren Sitzplatzes freiwillig im Cockpit Platz nehmender Reisender nicht
Ersatz des dadurch entstehenden Schadens verlangen (6 U 2662/2004).
2005-08-13 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein Gericht ein
Opfer hinsichtlich einer Beweisaufnahme vor einem nicht durch rechtsstaatliche
Verfahrensgrundsätze geschützten Verteidigungsverhalten des Angeklagten
schützen (1 StR/2005 16. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands rechtfertigt ein
nachhaltiger Zahlungsrückstand des Mitglieds einer
Wohnungseigentümergemeinschaft die Verhängung einer Versorgungssperre (IX ZR
22172003 2. Juni 2005, V ZR 235/2004 10. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands besteht der Schaden
eines Kunden bei mangelhafter Beratung und rechtswidrigem formularmäßigem
Haftungsausschluss mindestens in den Provisionsansprüchen des Beraters (III ZR
309/2004 19. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss bei
rechtswidriger Nichtanhörung eines Sachverständigen im ersten Rechtszug das
Berufungsgericht die erneut beantragte Ladung (und Anhörung) des
Sachverständigen durchführen (VI ZR 245/2004 10. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann bei
persönlicher Haftung eines Vorstandsmitglieds einer Aktiengesellschaft aus §
826 BGB wegen fehlerhafter ad-hoc-Mitteilung Naturalrestitution in Form der
Erstattung des Kaufpreises gegen Übertragung der Aktien oder Anrechung des an
ihre Stelle getretenen Veräußerungspreises verlangt werden (II ZR 287/2002 9.
Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs ist bei einem vielseitig
verwendeten Hund wie bei einem vielseitig verwendeten Pferd vor allem auf die
hauptsächliche Zweckbestimmung abzustellen (VI ZR 238/2004 3. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands setzt die
Zulage für die Wahrnehmung eines höherwertigen Amts die Vakanz der dem
übertragenen Dienstposten zugeordneten Planstelle voraus (2 C 29/2004 28. April
2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist der an die
Wiedergabe einer Presseerklärung eines Unternehmens angefügte Zusatz Kommentar
Lügen haben kurze Beine eine grundrechtlich gestützte und deshalb nicht
zurückzunehmende Meinungsäußerung (16 U 201/2004 30. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München ist bei Nichterscheinen
eines nicht ordnungsgemäß geladenen Verteidigers einem Antrag des Angeklagten
auf Aussetzung der Hauptverhandlung stattzugeben (4 St RR 41/2005 31. März
2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Rottweil muss ein Mobilfunkunternehmen
bei Versendung einer Telefonkarte zusammen mit der PIN-Nummer angemessene
Schutzmaßnahmen gegen eine unkontrollierte Aushändigung an Nichtberechtigte
durchführen (1 O 26/2004 21. Januar 2005).
Möllers, Thomas J., Juristische Arbeitstechnik und wissenschaftliches Arbeiten,
3. A. 2005
Berlit, Wolfgang, Markenrecht, 6. A. 2005
Rechtshandbuch der Personalpraxis, 14. A. 2005
Robbers, Gerhard, Verfassungsprozessuale Probleme in der öffentlichrechtlichen
Arbeit, 2. A. 2005
Schnellenbach, Helmut, Beamtenrecht in der Praxis, 6. A. 2005
Knöringer, Dieter, Die Assessorklausur im Zivilprozess, 11. A. 2005
Ernemann/Fuhse/Johannsen/Krak/Palder/Pfordte/Westphal, Die Station in
Strafsachen, 7. A. 2005
2005-08-12 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein Anspruch aus
schuldrechtlichem Versorgungsausgleich nicht von dem Vollstreckungsprivileg des
§ 850d I 1 ZPO erfasst, weil er kein Unterhaltsanspruch ist (VII ZB 11/2005 5.
Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist die
Erhaltung einer ausgewogenen Altersstruktur der Arbeitnehmer ein für die
Sozialauswahl rechtmäßiger Auswahlgesichtspunkt (2 AZR 201/2004).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlandskönnen die
Vermietungsleistungen eines Studentenwerks an im Wohnheim tätige Bedienstete
nach der sechsten Umsatzsteuerrichtlinie (1977/388/EG) umsatzsteuerfrei sein (V
R 32/2003 19. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe darf ein Elter bei
seiner Fahrt zu seinem Kind nicht bereits bei Sorge um das Leben des Kindes
Geschwindigkeitsbegrenzungen missachten, sondern erst bei einer
notstandsähnlichen, die Hilfe zwingend erfordernden Lage (1 Ss 81/2005 8.
August 2005).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Bremen muss ein erkrankter
Arbeitnehmer für eine ausreichende Betreuung seines Briefkastens sorgen, so
dass er die Folgen einer Fristversäumnis wegen Nichtöffnung eines
Kündigungsschreibens tragen muss (3 Ta 22/2005).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Hessen darf ein das
Anfertigen und Zitieren von Gesprächsvermerken als Stasi-Methoden bezeichnender
Arbeitnehmer des öffentlichen Dienstes abgemahnt werden (3 Sa 1072/2004).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Augsburg ist Holger Pfahls wegen
Annahme von rund zwei Millionen Euro zu zwei Jahren und drei Monaten Haft
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts sind die Besetzungsrügen im Verfahren
gegen 13 ehemalige Manager der Berliner Bankgesellschaft zurückgewiesen.
Zu der für den 18. September geplanten vorzeitigen Bundestagswahl Deutschlands
sind insgesamt 34 Parteien zugelassen.
In Deutschland werden bis 2015 rund 2,3 Billionen Euro vererbt werden.
Der Preis für ein Fass Öl steigt auf 66 Euro.
2005-08-11 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein geschlossener
Immobilienfonds von seinen Anlegern nur bei entsprechender vorheriger
Vereinbarung eine zusätzliche Sonderzahlung (z. B. Nachschuss) verlangen (II ZR
354/2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands bestehen bei
Verbindung der Klage auf Zustimmung zu einer Mieterhöhung und der Klage auf
Zahlung der erhöhten Miete nach der in Rechtskraft erwachsenen Verurteilung zur
Erteilung der Zustimmung in der ersten Instanz in der anschließenden
Berufungsinstanz gegen die Zulässigkeit der Zahlungsklage keine Bedenken (VIII
ZR 5/2004 4. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Dresden haften bei
Rechtsformmissbrauch eines rechtswidrig wirtschaftliche Geschäfte tätigenden
Idealvereins (z. B. Kolping-Bildungswerk-Sachsen e. V.) die Vereinsmitglieder
(z. B. Diözesanverbände) für die Schulden des Vereins (2 U 897/2004 9. August
2005)
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main hat ein Labor
für anonyme Vaterschaftstests gegen die Zeitschrift Öko-Test keinen
Schadensersatzanspruch wegen eines angeblich einseitigen Testvergleichs (16 U
24/2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm darf ein Zahnarzt mit einem
Kussmund mit strahlend weißen Zähnen für sich werben (4 U 34/2005 7. Juni
2005).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz kann sich der
Inhaber eines dinglich gesicherten Wohnrechts in baurechtlichen
Nachbarschaftsstreitigkeiten nicht auf das drittschützende Rücksichtnahmegebot
des § 34 I 1 BauGB berufen (1 A 10305/2005 21. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz bleibt der
Kindergeldanspruch trotz erfolgreichen Abschlusses eines Hochschulstudiums
bestehen, wenn eine Arbeitsstelle nur bei Erwerb weiterer Befähigungen erlangt
werden kann (6 K 2422/2004 7. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Potsdam kann in einem
Gewerbemietvertrag die Vorverauslagung der Betriebskosten durch den Vermieter
vereinbart werden und ist der Mieter auch bei fristloser Kündigung bis zur
Herausgabe der Mietsache zur Stellung der vereinbarten Kaution verpflichtet (3
O 101/2003 13. April 2005).
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft Berlin sind die Ermittlungen
gegen gen zurückgetretenen Bausenator Peter Strieder in Zusammenhang mit dem
Bau des Veranstaltungshauses Tempodrom eingestellt.
In den ersten sieben Monaten des Jahres 2005 haben in Deutschland 16712
Menschen Asyl beantragt.
Nach Ansicht Francesco Cossigas sind Südtiroler und Österreicher Deutsche.
Die Genehmigung eines Besuchs eines Freundes durch den zu lebenslanger Haft
verurteilten 92jährigen Erich Priebke löst in Italien Empörung aus.
2005-08-10 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein in einem
Krankenzimmer abgehörtes und aufgezeichnetes Selbstgespräch nicht im Verfahren
gegen einen mutmaßlichen Mörder verwertet werden (1 StR 140/2005 20. August
2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands können Arbeitnehmer
die Entfernungspauschale nur für fortdauernd und wiederholt aufgesuchte, nicht
aber für ständig wechselnde oder wegen Beförderung durch den Arbeitgeber ohne
eigenen Aufwand erreichte Arbeitsstätten geltend machen (VI R 70/2003 11. Mai
2005 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands können bei
Hilfsbedürftigkeit eines Ehegatten auch bei nur einem Kind Aufwendungen für
hauswirtschaftliche Beschäftigungsverhältnisse als Sonderausgaben geltend
gemacht werden (XI R 63/2000 23. Februar 2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern ist die
Gedenkkundgebung für Rudolf Hess in Wunsiedel rechtswidrig.
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz ist das bei
Sonderaktionen ohne Prüfung oder Vorprüfung originalverpackte
Rundfunkempfangsgeräte anbietende Unternehmen Aldi deswegen nicht
rundfunkgebührenpflichtig (1 A 10203/2005 18. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Nürnberg kann ein
Kostenfestsetzungsbeschluss zwecks Vollstreckung in das Gesamtgut der in
Gütergemeinschaft lebenden Ehegatten nicht auf den Ehemanneiner Schuldnerin
umgeschrieben werden (2 TA 118/2005 8. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I kann eine
Wohnungseigentümergemeinschaft durch Mehrheitsbeschluss die Ersetzung einer die
Fassade beeinträchtigenden Parabolantenne und die Nutzung einer entgeltlichen
anderen Empfangsanlage festlegen (1 T 17467/2004 11. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Nürnberg hat die Zeitschrift Bunte die
Persönlichkeitsrechte des vierjährigen Sohnes Roberto Blancos nicht durch
Veröffentlichung von Bildern verletzt.
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft hat der Betriebsratsvorsitzende
Daimler-Chryslers das Unternehmen bei den Verhandlungen um die
Zukunftssicherung weder erpresst noch genötigt, sondern nur die gesetzlichen
Möglichkeiten des Betriebsverfassungsgesetzes wahrgenommen.
Fast alle der 389 Millionen DNA-Bausteine des Reises sind entschlüsselt.
Am Amtsgericht Stuttgart beginnt die elektronische Erfassung der
Registersachen.
† Wolfgang Schmalenbach 29. 08. 1927- 08- 08. 2005.
2005-08-09 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf sich ein
Versicherer nicht auf eine Frist berufen, bezüglich deren er selbst Unklarheit
bei dem Versicherten verursacht hat (IV ZR 225/2004 8. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschland darf ein Zulieferer
(z. B. von Staubsaugerfiltertüten) auf seinen Artikeln das Markenzeichen des
Herstellers (z. B. der Staubsauger) anbringen (I ZR 34/2002 20. Januar 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind Kosten der Unterbringung
eines Jugendlichen in einer sozialtherapeutischen Wohngruppe nur bei vorheriger
ärztlicher Bescheinigung der Notwendigkeit der Unterbringung steuerlich als
Sonderausgaben von den Einkünften absetzbar (III R 45/2003 21. April 1005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm hat ein Ebaykäufer bei
versteckt angebrachter Widerrufsbelehrung ein zeitlich unbefristetes
Widerrufsrecht (4 U 2/2005 14. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München müssen zwei benachbarte
konkurrierende Unternehmer aufeinander angemessene Rücksicht nehmen (6 U
4627/2004 22. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Nürnberg-Fürth ist die falsche
Angabe des Baujahrs eines Gebrauchtwagens ein Sachmangel (8 U 2366/2004 21. März
2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim muss die Flughafen
Stuttgart GmbH ihr Personal vor Betreten des Sicherheitsbereichs selbst
überprüfen (8 S 775/2005 19. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I hat ein gegen seinen Willen
in einer Münchener Boulevardzeitung als homosexuell kund getaner Mann Anspruch
auf Schmerzensgeld wegen Persönlichkeitsverletzung (7 O 4642/2005 21. Juli
2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I wird ein Kraftfahrzeugversicherer
bei unzutreffender Leugnung einer Schädigung von seiner Leistungspflicht
gegenüber dem rechtswidrig leugnenden Versicherungsnehmer frei (30 S 1016/2005
20. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Oldenburg darf Landesrecht
bestimmen, dass der auf die Gemeinden entfallende Anteil an der Spielbankabgabe
seiner Höhe nach hinter dem Betrag zurückbleibt, den die Gemeinde an Steuern
verlangen könnte, wenn Spielbanken wie andere Gewerbebetriebe besteuert würden.
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Berlin muss ein Arbeitsloser eine
sinnlose Arbeit nicht ausführen (37 AS 4801/2005 ER).
Nach einem Schreiben des Bundesfinanzministeriums Deutschlands ergehen
Steuerbescheide hinsichtlich der Nichtabziehbarkeit von Beiträgen zur Rentenversicherung
als vorweggenommene Werbungskosten nur noch vorläufig.
2005-08-08 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist auf eine
Rundfunkübertragung, bei welcher der Satellit eines französischen Senders
Signale an eine in Deutschland befindliche Sendestation überträgt, damit diese
die Programme per Langwelle an die Öffentlichkeit weiterleitet, die Richtlinie
93/83/EWG betreffend Satellitenrundfunk nicht anwendbar, so dass Vergütungen
für die Nutzung von Tonträgern nach dem Recht Deutschlands und Frankreichs zu
entrichten sind (C-192/2004 14. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs hat ein auf Grund einer
Inhaftierung und einer anschließenden Langzeitdrogentherapie längere Zeit vom
Arbeitsmarkt abwesender Türke auf Grund des Assoziierungsabkommens weiter ein
Recht auf Zugang zum Arbeitsmarkt und damit auch ein Aufenthaltsrecht
(C-373/2003 7. Juli 2005).
Nach Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist ein Beitritt
der Allianz für Gesundheit, Frieden und soziale Gerechtigkeit, der
Familien-Partei Deutschlands und der Ökologisch-Demokratischen Partei zu dem
gegen die vorzeitige Auflösung des Bundestags gerichteten Organstreitverfahren
der Bundestagsabgeordneten Werner Schulz und Jelena Hoffmann unzulässig (2 BvE
7/2005 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands darf ein
Steuerpflichtiger die an einzelnen Tagen die Entfernungspauschale
übersteigenden Kosten der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel für diese Tage
statt der Entfernungspauschale als Werbungskosten geltend machen (VI R 40/2004
11. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz kann ein von einem in
Haus kommenden Bankvertreter zum Beitritt in einen geschlossenen
Immobilienfonds gebrachter Verbraucher den entsprechenden Vertrag wegen
fehlender Belehrung über sein Widerrufsrecht ohne zeitliche Begrenzung
widerrufen (3 U 822/2004).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Saarlouis muss ein
Eigentümer eines mutmaßlich belasteten Grundstücks eine bodenschutzrechtliche
Sanierungsanordnung auch dann befolgen, wenn er gleichzeitig einer Anklage
wegen Umweltstraftaten ausgesetzt ist (3 Q 10/2005 3. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin können die drohenden
mittelbaren ausländerrechtlichen Folgen einer strafrechtlichen Verurteilung (z.
B. eines möglicherweise eine Scheinehe eingegangenen Chinesen) eine Beiordnung
eines Pflichtverteidigers erforderlich machen (528 Qs 50/2005 28. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main muss ein
Sozialamt einem Sozialhilfeempfänger einen von der Behörde verlangten Umzug in
eine günstigere Wohnung bezahlen (10 E 1324/2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Karlsruhe darf durch die Farbe
eines Nachbargebäudes ein denkmalgeschütztes Gebäude nicht beeinträchtigt
werden (10 K 3296/2004 5. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Frankfurt am Main muss ein Vermieter
unmittelbar nach Ende der Mietzeit Ansprüche gegen den Mieter geltend machen
und ein als Kaution hinterlegtes Sparbuch herausgeben (33 C 3762/2004-93).
Nach einer Entscheidung des Bundeskartellamts Deutschlands sind
Missbrauchsverfahren wegen überhöhter Netzentgelte gegen E.ON edis, E.ON.Mitte
und E.ON Avacon eingestellt.
Die Europäische Kommission lässt die gentechnisch veränderte Maissorte Mon863
als Futtermittel zu.
Die Sanofi-Aventis-Tochter Hoechst AG verkauft ihre Beteiligung von 44,4
Prozent an der Wacker-Chemie GmbH an die von der Familie Wacker kontrollierte
Blue Elephant Holding.
Heiner Kamps erwirbt (mit den rund 60 Millionen aus dem Verkauf seiner
Bäckereikette an Barilla erzielten Euro) mit Unterstützung von Nomura die
Fischrestaurantkette Nordsee von Apax Partners.
Der Preis für ein Fass Rohöl West Texas Intermediate erreicht 63,99 Dollar.
Christian Bunke wechselt von Augsburg nach Hamburg (Bucerius Law School).
Wolfgang Kaiser wechselt von Tübingen nach Freiburg im Breisgau.
Frank Saliger wechselt von Frankfurt am Main nach Hamburg (Bucerius Law
School).
Georg Bitter wird in Bonn für bürgerliches Recht, deutsches und europäisches
Handels- und Wirtschaftsrecht und für Zivilprozessrecht habilitiert.
Martin Eifert wird in Hamburg für Staats- und Verwaltungsrecht,
Verwaltungswissenschaft und Rechtsvergleichung habilitiert.
Jens Füller wird in Berlin (FU) für bürgerliches Recht, Handels- und
Gesellschaftsrecht, Wirtschaftsrecht und Recht des geistigen Eigentums
habilitiert.
Thomas Gergen wird in Saarbrücken für deutsche und europäische
Rechtsgeschichte, bürgerliches Recht , Urheberrecht, Rechtsvergleichung und
Kirchenrecht habilitiert.
Mathias Mahlmann wird in Berlin (FU) für öffentliches Recht, Europarecht,
Rechtsphilosophie und Rechtssoziologie habilitiert.
Veit Mehde wird in Hamburg für Staats- und Verwaltungsrecht, Verwaltungswissenschaft,
Europarecht und Rechtsvergleichung habilitiert.
Miloš Vec wird in Frankfurt am Main für neuere Rechtsgeschichte, Rechtstheorie,
Rechtsphilosophie und Zivilrecht habilitiert.
2005-08-07 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte muss
Georgien die frühestmögliche Haftentlassung eines vom obersten Gerichtshofs
Adjariens Verurteilten, vom Obersten Gerichtshof Georgiens aber
Freigesprochenen sicherstellen, weil übergeordnete Behörden verpflichtet sind,
Konventionsverletzungen auf unterer Ebene zu verhindern oder abzustellen
(z1503/2001 8. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs steht Art. 49 EG einer
eine Steuervergünstigung für Forschung den im Gebiet dieses Mitgliedstaats
ausgeführten Forschungstätigkeiten vorbehaltende Regelungen eines
Mitgliedstaats (z. B. Frankreichs) entgegen (C-39/2004 10. März 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands führt das Fehlen
eines Nachweises einer innergemeinschaftlichen Lieferung jedenfalls dann nicht
zu einer Steuerbefreiung, wenn dadurch das Steueraufkommen in einem anderen
Mitgliedstaat der Europäischen Union gefährdet ist (5 StR 36/2005 12. Mai
2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist auf den Anspruch
auf Freistellung von Steuernachteilen eines unterhaltsberechtigten Ehegatten
infolge Zustimmung zu begrenztem Realsplitting § 1585b III BGB nicht anwendbar
(XII ZR 108/2002 11. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein
Geschädigter bei Erwerb eines Ersatzfahrzeugs die Kosten der Ersatzbeschaffung
bis zur Höhe des (Brutto-)Wiederbeschaffungswerts des unfallbeschädigten
Kraftfahrzeugs – unter Abzug des Restwerts – ersetzt verlangen (VI ZR 91/1004
1. März 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann eine
unrichtige Rechtsmittelbelehrung durch das Gericht berichtigt werden, wobei bei
ordnungsgemäßer Zustellung der zutreffenden Rechtsmittelbelehrung die
Rechtsmittelfrist in Gang gesetzt wird (5 AZB 76/2004 13. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Staatsgerichtshofs Hessen ist nach einem
Abhilfeverfahren Entscheidung des höchsten in der Sache zuständigen Gerichts
Hessens die nicht anfechtbare Entscheidung in der Fassung der Abhilfeentscheidung
(P. St. 19´885 13. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin darf ein von einem Kollegen
wettbewerbsrechtlich abgemahnter Notar bei fehlender ausdrücklicher Androhung
gerichtlicher Schritte von einem gütlichen Einigungsversuch vor Inanspruchnahme
gerichtlicher Schritte ausgehen (5 W 70/2005 24. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist der nicht völlig
bündige Türschluss eines Kleinwagentyps (zu 15200 Euro) kein den Rücktritt von
einem einzelnen Neuwagenkaufvertrag rechtfertigender erheblicher Mangel (I-3 U
12/2004 8. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen ist eine
eheähnliche Gemeinschaft eine Lebensgemeinschaft eines Mannes und einer Frau,
die auf Dauer angelegt ist, daneben keine weitere Lebensgemeinschaft gleicher
Art zulässt und sich durch innere Bindungen auszeichnet, die ein gegenseitiges
Einstehen der Partner für einander begründen (9 B 6/2005 SO ER 21. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Aachen ist die Lieferung eines
Fahrzeugs im Schwarzton mit erheblicher Blaustichigkeit nicht die Lieferung
eines vereinbarten schwarzen Fahrzeugs (12 O 493/2004 26. April 2005).
Die Europäische Kommission dehnt wegen der Vogelgrippe das Einfuhrverbot für
Vögel und Geflügel auf Russland und Kasachstan aus.
2005-08-06 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands muss ein
Dienstherr auf Grund von Art. 33 V GG bei einer Abordnung eines Beamten
substanziierte Anhaltspunkte für eine mögliche Gesundheitsschädigung des
Beamten angemessen berücksichtigen (2 BvR 583/2005 23. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands müssen die
Gerichte das Hausrecht des Bundestagspräsidenten bezüglich des Bundestagsgebäudes
gegenüber Ansprüchen aus Kunstfreiheit angemessen berücksichtigen (1 BvQ 6. Mai
2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands benachteiligt eine
wegen verfrühter Leistung inkongruente Zahlung den Gläubiger in voller Höhe,
wenn noch vor Eintritt der Fälligkeit ein vorläufiger Insolvenzverwalter mit
Zustimmungsvorbehalt bestellt worden ist (IX ZR 152/2003 9. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands wird ein auf
Drängen des Auftragnehmers vertraglich vereinbarter Baustoff nicht vom
Auftraggeber vorgeschrieben (VII ZR 45/2004 12. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands gehören zu den
dem Betriebsrat vorzulegenden Bewerbungsunterlagen auch die vom Arbeitgeber
anlässlich der Bewerbung über den Bewerber erstellten Unterlagen (1 ABR 55/2003
14. Dezember 2004).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart ist ein Bauherr ohne
besondere Anhaltspunkte für Mängel der Bauausführung nicht zur Überwachung des
für die Bauausführung ausgewählten Unternehmens verpflichtet (und umgekehrt) (5
Ss 12/2005 5. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Essen ist für Gesichtsverletzungen
eines Kleinkinds durch Hundebisse ein Schmerzensgeld von 18000 Euro angemessen
(12 O 307/2003 17. März 2005).
Nach einer Entscheidung des internationalen Strafgerichtshofs für Ruanda
bewirkt eine Nichtgewährung grundlegender Verfahrensrechte eine Verwirkung des
Strafverfolgungsrechts, aber im Falle einer Verurteilung eine Strafminderung
(ICTR-98-44-A-A 23. Mai 2005).
Anthony Salz verlässt Freshfields Bruckhaus Deringer.
Finkelnburg/Ortloff, Öffentliches Baurecht Band 2, 5. A. 2005
Hauth, M., Vom Bauleitplan zur Baugenehmigung, 8. A. 2005
Stüer, Bernhard, Handbuch des Bau- und Fachplanungsrechts, 3. A. 2005
Verfassungen der EU-Mitgliedstaaten, hg. v. Kimmel, A., 6. A. 2005
Just, Clemens, Die englische Limited in der Praxis, 2005
2005-08-05 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist die von einem beamteten
Notar (des Oberlandesgerichtsbezirks Stuttgart) für die Beurkundung eines unter
die Richtlinie 1969/335 EWG fallenden Rechtsgeschäfts erhobene Gebühr eine
Steuer im Sinne dieser Richtlinie (C-165/2003 30. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein wie ein
Mieter Handelnder (z. B. in einer Mietwohnung zurückbleibender, eine
Mieterhöhung annehmender Ehegatte des Mieters auf Grund stillschweigenden
Vertragsbeitritts z. B. hinsichtlich der Pflicht zu Schönheitsreparaturen) wie
ein Mieter behandelt werden (VIII ZR 255/2004).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe kann ein trotz
Vereinbarung der Zuständigkeit deutscher Gerichte ergangenes Versäumnisurteil
eines Gerichts Frankreichs in Deutschland vollstreckt werden (9 W 8/2005 8. Juli
2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz ist eine die
Kostenerstattungsklausel wegen Abwesenheit eines Altenheimbewohners erst vom
vierten Tag der Abwesenheit an vorsehende allgemeine Geschäftsbedingung nicht
unangemessen (2 U 736/2004 17. Februar 2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen ist nach
Inkrafttreten des Bundesbodenschutzgesetzes ein gesonderter
Feststellungsbescheid über das Vorhandensein von Altlasten auf einem Grundstück
unzulässig (6 UE 1672/2004 3. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Niedersachsen darf ein mit
einer unwahren Behauptung (z. B. des Mitschnitts eines inhaltlich streitigen
Gesprächs) seinem Vorgesetzten drohender Arbeitnehmer fristlos entlassen werden
(5 Sa 561/1994).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen unterliegen im
Insolvenzgeld enthaltene Zuschläge für Sonntagsarbeit, Feiertagsarbeit oder
Nachtarbeit in voller Höhe dem Progressionsvorbehalt (16 K 20150/2003 17. Mai
2005).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen können nur die Kosten
tatsächlich ausgeführter Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte als
Werbungskosten von den Einkünften abgezogen werden (11 K 11705/2003 19. April
2005).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen darf ein Finanzamt den
Namen eines Informanten verschweigen, wenn diesem andernfalls eine Gefahr droht
(6 K 865/2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Düsseldorf ist ein Geschäftsführer
einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung nur bei unverantwortlicher
Überspannung der Risikobereitschaft zu Schadensersatz verpflichtet (39 O
73/2004 27. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main ist die
Abwahl der Oberbürgermeisterin Hanaus (Margret Härtel) rechtmäßig (7 E
2234/2004 3. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Dresden darf auch bei
Nichtzahlung des Abwasserbeitrags und der laufenden Abwassergebühren die
Abwasserentsorgung eines Grundstücks nicht eingestellt werden (4 K 1362/2005
22. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Frankfurt am Main begründet eine
Aufforderung zum Betrug durch Arbeitszeitnachweise eine fristlose Kündigung (19
Ca 2975/2004).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dresden muss die
Bundesversicherungsanstalt für Angestellte die Kosten einer
Vollkeramikzahnkrone einer Opernsängerin nicht zahlen (14 RA 427/2002 4. Juli
2005).
Die Canadian Imperial Bank of Commerce zahlt in einem
Enron-Sammelklagenvergleich 2,4 Milliarden amerikanische Dollar zur Beilegung
der Klagen.
Springer erwirbt von Chaim Saban ProSieben-SAT1.
2005-08-04 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann die Zusammenarbeit
eines Beschuldigten mit den Ermittlungsbehörden zur Strafmilderung nach § 31
Nr. 1, 2 BtMG führen, auch wenn die Sicherstellung von Betäubungsmitteln von
dem Tatbeitrag des Beschuldigten unabhängig ist (1 StR 187/2005 28. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat (der zum 1.
August 2002 in Kraft gesetzte) § 828 II BGB nicht zur Folge, dass bei
Schadensereignissen vor dem 1. August 2002 abweichende Beweislastregeln gelten
(VI ZR 181/2004 14. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein
Erwerbsunfähigkeitsversicherer gegenüber einem verletzten 15jährigen Beifahrer
eines ohne Führerschein fahrenden Fünfzehnjährigen nicht auf Grund der
vorsätzlichen psychischen Beihilfe zu Fahren ohne Führerschein leistungsfrei(IV
ZR 33/2004).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist die
Revision gegen das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Frankfurt an der Oder zum
Landesentwicklungsplan mit planerischen Vorgaben zum Ausbau des Flughafens
Berlin-Schönefeld zulässig (4 BN 28/2005 3. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Nordrhein-Westfalen ist
Hardy Leonhard Fuß durch die Aufhebung seiner Immunität als
Landtagsabgeordneter nicht in seinem Recht aus Art. 48 I 1 in Verbindung mit
Art. 30 II der Landesverfassung verletzt (8/2005 29. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg darf Peek &
Cloppenburg Düsseldorf im Stammgebiet von Peek & Cloppenburg Hamburg nicht
werben (AZ 3 U 12/2004).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm kann ein durch unfaires
Spielverhalten einen Mitspieler verletzender Sportler auf Schadensersatz in
Anspruch genommen werden (34 U 81/2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern hat die
Beratungsstelle Fürstenfeldbruck von Pro Familia Anspruch auf Förderung durch
das Land Bayern, weil sie zur Sicherstellung eines ausreichenden
Beratungsangebots in ihrem Einzugsbereich notwendig ist (M 9 K 1775/2001).
Die Bundesnetzagentur (ehemals Regulierungsbehörde für Telekommunikation und
Post) Deutschlands senkt das einmalige Entgelt für den Zugang zur
Teilnehmeranschlussleitung sowie die Entgelte für den gemeinsamen Zugang zur
Teilnehmeranschlussleitung.
Frank Böger ist seit 3. August 2005 Vizepräsident des Landesarbeitsgerichts
Sachsen-Anhalt.
Nach Ansicht der Europäischen Kommission hat der sog. Volmer-Erlass
Deutschlands in Teilen das Abkommen von Schengen verletzt, doch sind die
Verletzungen seit 26. Oktober 2004 beseitigt, so dass ein
Vertragsverletzungsverfahren nicht mehr begründet ist.
2005-08-03 Nach
einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist eine aus einer nach
Eröffnung eines Insolvenzverfahrens neu aufgenommenen Erwerbstätigkeit
geschuldete Umsatzsteuer keine Masseschuld (V R 5/2004 7. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundespatentgerichts Deutschlands darf der
Weltfußballverband Fifa entgegen einer Entscheidung des deutschen Patent- und
Markenamtes für einige Waren und Dienstleistungen (z. B. Sporttaschen,
Schirmmützen, Trainingsanzüge, Babynahrung und Makeupentferner) die Marken WM 2006
bzw. Fußball WM 2006 beanspruchen (32 W [pat] 237/2004).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz muss ein
unterhaltspflichtiger Elter die Kosten des vom anderen sorgeberechtigten Elter
für das unterhaltsberechtigte Kind gewollten Besuchs einer Privatschule tragen,
obwohl er den Besuch einer Privatschule ablehnt (11 UF 27/2004).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg ist das Einstellen
einer Ware (z. B. eines 7000 Euro werten Kraftfahrzeugs mit einem Startpreis
von einem Euro) bei einer online-Auktion ein verbindliches Verkaufsangebot des
Anbieters, so dass auf Annahme eines Höchstbieters der Kaufvertrag (von z. B.
4500 Euro) auch dann zustande kommt, wenn die Internetauktion wegen
(angeblicher) Mängel der Ware vom Verkäufer vorzeitig abgebrochen wird (8 U
93/2005 28. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands fließt einem nicht
handelbare Wandelschuldverschreibungen des Arbeitgebers erwerbender
Arbeitnehmer (z. B. Vorstandsvorsitzenden) ein geldwerter Vorteil nicht bereits
mit dem Erhalt, sondern erst durch Ausübung des Wandlungsrechts zu, so dass er
den in der Zwischenzeit entstandenen Wertzuwachs (z. B. eine halbe Million
Euro) versteuern muss (VI R 124/999 23. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Baden-Württemberg ist bei der
Berechnung des Arbeitslosengelds II die Eigenheimzulage kein anrechenbares
Einkommen und sind eine selbstbewohnte Eigentumswohnung von 120 Quadratmetern
und ein Gebrauchtwagen im Wert von 10000 Euro grundsätzlich nicht unangemessen
(7 AS 2875/2005 1. August).
Nacheiner Entscheidung des Landessozialgerichts Hamburg darf das Einkommen des
nichtehelichen Lebenspartners eines Elters eines Empfängers von
Arbeitslosengeld II bei dessen Berechnung nicht berücksichtigt werden (5 B
186/2005 ER AS 2. August 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Coburg kann ein Geschäftsführer einer
Gesellschaft mit beschränkter Haftung bei zweckwidriger Verwendung von Baugeld
und Insolvenz der Gesellschaft vor Begleichung der Bauforderungen für die
Forderungen verantwortlich sein (22 O 313/2004 22. Februar 2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin ist ein
Kraftfahrzeugführer nach 99 Ordnungswidrigkeiten innerhalb dreier Jahre geistig
und charakterlich zum Führen von Fahrzeugen nicht geeignet (11 A 544/2005 27.
Juli 2005).
Nach der Aussage Helmut Kohls im Strafverfahren gegen Ludwig Holger Pfahls
erhebt die Staatsanwaltschaft nicht mehr den Vorwurf der Bestechlichkeit.
Adidas erwirbt Reebook und schließt damit zu Nike auf.
Karstadt-Quelle verkauft 74 Warenhäuser.
Time Warner zahlt 2,4 Milliarden Dollar für den Abschluss von Gerichtsverfahren
wegen Bilanzfehlern bei America Online.
2005-08-02 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands mindert die Beauftragung
eines zweiten Rechtsanwalts zur Überprüfung der Tätigkeit eines ersten
Rechtsanwalts nicht die Schadensersatzansprüche des Mandanten gegen den ersten
Rechtsanwalt (IX ZR 276/2003 24. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bamberg muss der eines
Versicherungsbetrugversuchs Verdächtige einen behaupteten Diebstahl oder Raub
nachweisen (1 U 41/2005 1. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz kann ein
Arbeitsloser im Rahmen des Arbeitslosengeldes II auch Anspruch auf einmalige
Hilfe für ein gebrauchtes Kinderbett und einen gebrauchten Kinderwagen haben (3
ER 45/2005 AS).
Nach Entscheidungen der Landgerichte Berlin, Heidelberg und Saarbücken waren
die von Media Markt unter dem Motto Deutschland zahlt keine Mehrwertsteuer
durchgeführten Aktionen rechtmäßig (101011/2005 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin muss Werbung auch in
Onlinemedien (z. B. Bild-online) klar erkennbar vom redaktionellen Teil
getrennt sein.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz ist ein gemeinnütziger
Verein zur Erhaltung eines stillgelegten unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes
durch die Genehmigung des Abrisses des Bauwerks nicht in seinen Rechten
verletzt (1 K 45/2005 21. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Berlin ist die Höhe des
Arbeitslosengelds II verfassungsgemäß und verletzt (trotz ihrer Geringheit)
nicht die Menschenwürde (63 AS 1311/2005).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Düsseldorf muss eine Krankenkasse
die Kosten einer Wellness-Matratze auch für einen Wirbelsäulenkranken nicht
tragen, weil die Kosten für Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens allgemein
nicht von Krankenkassen übernommen werden (müssen) (8 KR 210/2003 23. Juni
2005).
Nach einer Entscheidung des Verbraucherschutzamts Ungarn ist für eine Abbildung
eines rauchenden Autors (András Réz) auf seinem Buch (Orr) eine Geldbuße von
1600 Euro zu zahlen.
2005-08-01 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist die Nichtabsetzbarkeit von
Unterhaltszahlungen an eine im Ausland lebende frühere Ehefrau von der
Steuerschuld in Deutschland nicht europarechtswidrig (C-403/2003 12. Juli
2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der Tatbestand
des § 180 I StGB auch erfüllt, wenn der Täter nicht nur fremden sexuellen
Handlungen Vorschub leistet, sondern zugleich auch eigene sexuelle Handlungen
an der minderjährigen Person vornehmen will (4 StR 28/2005 21. Juni 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe darf eine Anhörung des
Verurteilten im Verfahren über die Aussetzung des Strafrestes gegen den Willen
des Betroffenen nicht per Videokonferenz durchgeführt werden (3 Ws 218/2005 28.
Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Frankfurt am Main muss der
Insolvenzverwalter fünf von jedem Mitarbeiter der Philipp Holzmann AG zwecks
vergeblich versuchter Rettung des Unternehmens geleistete Überstanden nicht
vergüten (7 Sa 1416/2004).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I kann eine Internetdomain
auch für einen Lebensgefährten angemeldet werden (34 S 16971/2004 28. April
2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Neustadt an der Weinstraße kann
bei Gefahr der Begehung von Straftaten einem Menschen der Besuch einer
„Weinkerwe“ untersagt werden (7 L 1215/2005 14. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Trier verletzt eine Gemeinde
(z. B. Stadt Trier) durch eine Erteilung einer Baugenehmigung zur Sanierung und
Modernisierung eines Wohnhauses einschließlich der Errichtung zweier
Stellplätze nicht die Rechte von Nachbarn (5 K 405/2005 20. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Schiedsgerichts gewährt der von der
Europäischen Kommission geplante Einfuhrzoll von 230 Euro je Tonne Bananen den
Herstellern aus Lateinamerika keinen ausreichenden Marktzugang.
Nach einem von einem Selbstmörder herbeigeführten Flugzeugabsturz vor dem
Bundestag Deutschlands wird für das Regierungsviertel bzw. das Gelände
innerhalb des S-Bahn-Ringes Berlins ein Flugverbot verhängt.
Nach dem Tod König Fahds von Saudiarabien steigt der Ölpreis auf mehr als 61
Dollar pro Fass.
2005-07-31 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs kann eine nach Art. 12 Nr. 3
EuGVÜ vereinbarte Gerichtsstandsklausel dem aus dem Versicherungsvertrag
begünstigten, ihr nicht ausdrücklich zustimmenden Versicherten in einem anderen
Mitgliedstaat nicht entgegengehalten werden (C-112/2003 12. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands reicht bei
Bezugnahme einer angegriffenen Entscheidung auf eine vorangegangene andere
Entscheidung das Vorlegen der angegriffenen Entscheidung allein für eine
hinreichend substanziierte Verfassungsbeschwerde nicht aus (1 BvR 1333/2004 7.
April 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands handelt ein
eine streitige Äußerung durch eine auf Grund einer Beweisaufnahme gewonnene
eigene Tatsachenfeststellung anderen Inhalts ersetzendes Gericht objektiv
willkürlich (1 BvR 113/2001 18. März 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist das
Tatbestandsmerkmal geringes Angebot nicht gegeben, wenn der Wohnungsmarkt für
vergleichbare Wohnungen nur in dem betreffenden Stadtteil angespannt, im
übrigen Stadtgebiet aber entspannt ist (VIII ZR 44/2004 13. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist auch bei Miete
von Geschäftsräumen die Unterschreitung der vereinbarten Mietfläche um mehr als
10 Prozent ein erheblicher Mangel (XII ZR 254/2001 4. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle ist § 49b II BRAO (Verbot
eines Erfolgshonorars) nicht verfassungswidrig (3 U 250/2004 26. November
2004).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main muss einem
infolge Trunkenheit zunächst unerkannt verhandlungsunfähigen Angeklagten
Wiedereinsetzung in den früheren Stand gewährt werden (3 Ws 224/2005 4. April
2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart kann bei Ausschluss
des erbrechtlichen Zugewinnausgleichs durch ausländisches Erbstatut (z. B.
Österreichs) ein schuldrechtlicher Zugewinnausgleich erfolgen (8 W 06/2004 8.
März 2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Braunschweig kann eine
Kindergartengebührensatzung gesamtschuldnerische Verpflichtung der
sorgeberechtigten Elternteile vorsehen (5 A 319/2004 21. Februar 2005).
Die Übergangsfrist für die neue Rechtschreibung endet in Deutschland mit
Ausnahme Bayerns und Nordrhein-Westfalens.
2005-07-30 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts
Deutschlands ist die Notwendigkeit der Konkretisierung eines
Pflichtteilsentziehungsgrundes im Testament verfassungsgemäß (1 BvR 62/2000 11.
Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist
Voraussetzung für die Zulässigkeit einer Verfassungsbeschwerde auch die
Einlegung des statthaften Rechtsbehelfs der Anhörungsrüge nach § 321a ZPO (1
BvR 644/2005 25. April 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands können Zeitungen
auch wöchentlich oder monatlich erscheinende Periodika sein, die nach ihrem
Gesamtcharakter im Wesentlichen lediglich der aktuellen Information dienen ( I
ZR 119/2002 27. Januar 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands muss ein
Arbeitnehmer eine erhebliche, nicht erklärbare Mehrzahlung dem Arbeitgeber
anzeigen (6 AZR 27/2004 10. März 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands verletzt
Weitergabe von Daten durch eine unzuständige Behörde das informationelle
Selbstbestimmungsrecht (6 C 3/2004 9. März 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands liegt eine
unzulässige Austauschkündigung vor, wenn die bislang von den Arbeitnehmern des
Betriebs ausgeführten Tätigkeiten nicht zur selbständigen Erledigung auf ein
anderes Unternehmen übertragen werden (2 AZR 66/2004 16. Dezember 2004).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin sind nach § 2 VI des Gesetzes
über Pflegeleistungen begründete Altersanwartschaften in die Berechnung des
Versorgungsausgleichs einzubeziehen (16 UF 22/2005 26. Mai 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist eine Abtretung
einer Honorarforderung einer Partnerschaft von Rechtsanwälten an eine in der
Partnerschaft mitarbeitende Rechtsanwältin wirksam (23 U 190/2004 8. 4. 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist ein die
Nachbildung eines urheberrechtlich geschützten Schmuckstückes einer breiten
Öffentlichkeit vorstellendes Auktionshaus Täter (11 U 49/2003 22. März 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Nürnberg birgt eine Aufspaltung
von Fristenberechnung, Fristennotierung und Fristeneintragung die Gefahr von
Versehen bei der Fristbehandlung in sich (6 U 2657/2004 20. Januar 2005).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Bonn ist vergleichende Werbung für
digitales Fernsehen dann irreführend, wenn der geringere Leistungsumfang
gegenüber Kabelnetzbetreibern für den Verbraucher nicht erkennbar ist (14 O
175/2004 9. Dezember 2004).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Regensburg ist die Vertretung zweier
Beschuldigter in identischen Verfahren durch verschiedene Rechtsanwälte
derselben Rechtsanwaltskanzlei kein Verbot gegen das Verbot der
Mehrfachverteidigung nach § 146 StPO (2 Qs 77/2005 13. Juni 2005).
Renner, Günter, Ausländerrecht, 8. A. 2005
Knöringer, Dieter, Freiwillige Gerichtsbarkeit, 4. A. 2005
Grabenwarter, Christoph, Europäische Menschenrechtskonvention, 2. A. 2005
2005-07-29 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine
Verfassungsbeschwerde gegen die Verurteilung Josef Reichertzs wegen Bezeichnung
Michel Friedmanns als Zigeunerjude nicht zur Entscheidung angenommen (1 BvR
2097/2002 12. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein Ehevertrag
mit Unterhaltsverzicht für den Fall des Scheiterns trotz Hochschwangerschaft
der beteiligten Frau nicht in jedem Fall sittenwidrig (XII ZR 296/2001 25. Mai
2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands darf eine
Klausel eines Pensionssicherungsvereins eine Mindestdauer einer Spätehe von 10
Jahren zur Voraussetzung einer Rente machen (3 AZR 457/2004 28. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands sind
einzelvertraglich vereinbarte Altersgrenzen auf den Zeitpunkt des Erreichens
der sozialversicherungsrechtlichen Regelaltersgrenze (z. B. bei einem
Journalisten) zulässig (7 AZR 443/2004 27. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist die nicht als
Vorsteuer abgezogene hälftige Umsatzsteuer auf den Erwerb eines sowohl privat
wie auch unternehmerisch genutzten Personenkraftwagens Anschaffungskost und
nicht Betriebsausgabe (III R 72/2003 3. März 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist trotz mehrmaliger
Abtretungsanzeige des Erwerbs von Steuererstattungsansprüchen nicht unbedingt
eine Wiederholungsabsicht gegeben (VII R 54/2004 4. Februar 2005).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München darf ein Internetdienst
(z. B. heise online) über Kopierverhinderungsmechanismen aushebelnde Software
berichten, die Homepage des Herstellers aber nicht durch einen Link leicht
zugänglich machen (29 U 2887/2005 28. Jul 2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern ist die Abdrängung
eines Krematoriums in ein Gewerbegebiet rechtswidrig (15 BV 576/2004 30. Juni
3005).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Düsseldorf darf ein
Arbeitgeber ein laufendes Ermittlungsverfahren wegen Diebstahlsverdachts nicht
in das Arbeitszeugnis des wegen Diebstahlsverdachts gekündigten Arbeitnehmers
aufnehmen (3 Sa 359/2005).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Hessen ist eine Ankündigung
eines Krankenstandes durch Krankmachen nicht in jedem Fall ein Grund für eine
fristlose Kündigung, doch darf wegen hoher Fehlzeiten gleichzeitig fristgemäß
gekündigt werden (11 Sa 1073/2004).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz muss ein
Arbeitgeber bei der Planung der Schichten familiäre Interessen der Arbeitnehmer
(z. B. Kindererziehung) berücksichtigen (10 Sa 820/2004).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Düsseldorf kann ein Arbeitnehmer nur
bei umsatzabhängigen oder erfolgsanhängigen Einkünften die Kosten von Arbeitsessen
von seinen Einkünften abziehen (14 K 657/2000 E.).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Dresden ist Ulrich Vogel wegen
mehrfachen versuchten Mordes und versuchter schwerer räuberischer Erpressung
(mittels eines Bombenkoffers auf dem Hauptbahnhof Dresdens) zu 12 Jahren Haft
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main sind die Beschlüsse
der Hauptversammlung des Eichborn Verlages aus dem Jahre 2004 rechtswidrig.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München II hat die Allianz Arena
München gegen Karl-Heinz Wildmoser junior einen Anspruch auf Herausgabe von
rund 2,8 Millionen Euro (28. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin darf ein Lehrer einem
Schüler keinen schriftlichen Verweis wegen des Hörens einer zu dieser Zeit im
Handel frei erhältlichen CD der Gruppe Aggro Berlin während einer Klassenfahrt
erteilen und auch die CD nicht beschlagnahmen (3 A 152/2003 18. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Leipzig müssen in der gesetzlichen
Krankenversicherung pflichtversicherte Rentner den vollen Beitragssatz von 1,7
Prozent für die Pflegeversicherung zahlen (12 RJ 297/2004 27. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Frankfurt am Main dürfen
Unternehmen bei turnusmäßigen Gehaltserhöhungen nicht einzelne Mitarbeiter
ausschließen (1 Ca 7342/2004).
2005-07-28 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofs muss die Türkei
den Angehörigen von 17 getöteten alawitischen Muslimen mehr als 500000 Euro
wegen unzureichenden Schutzes von Demonstranten in Gaziosmanpasa und Ümraniye
zahlen.
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs kann sich bei noch nicht
erfolgter Umsetzung einer Richtlinie (z. B. der Anerkennungsrichtlinie
1989/48/EWG der Europäischen Union für Hochschuldiplome z. B. durch
Griechenland) der Einzelne (z. B. wegen der Anerkennung eines
Fachhochschuldiploms Deutschlands zwecks Zulassung zur Ingenieurkammer
Griechenlands) unmittelbar auf die Bestimmungen der betreffenden Richtlinie berufen
(C-141/2004 14. Juli 2005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der Gebrauch
des Phantasiespruches Ruhm und Ehre der Waffen-SS nicht (als Verwenden von
Kennzeichen ehemaliger nationalsozialistischer Organisationen strafbar (3 StR
6071005).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein grob
unverhältnismäßiger Preis (z. B. einer Wohnimmobilie mit Erbbaurecht) nicht
allein deswegen nicht sittenwidrig, weil insgesamt 232 Kunden das Angebot
annehmen (V ZR 220/2004).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands unterliegt bei
unbefristeter Einstellung von Teilzeitarbeitskräften die Vereinbarung einer
befristeten Arbeitszeiterhöhung bei Bedarf einer Inhaltskontrolle nach den §§
305ff. BGB (7 AZR 486/2004 27. Juli 2005).
Nach Entscheidungen des Bundessozialgerichts haben Versicherte ein Wahlrecht,
ob Pflegeleistungen, die sowohl als Grundpflege wie auch als medizinische
Behandlung angesehen werden können, der Pflegeversicherung oder der Krankenversicherung
zugerechnet werden sollen (B3 KR 8/2004 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist ein Erlass von
Säumniszuschlägen aus Billigkeitsgründen nichterforderlich, wenn vor Ergehen
eines Urteils des Europäischen Gerichtshofs unklar war, inwieweit Art. 13 Teil
B Buchstabe f der Richtlinie 197