|
|
o. Univ.-Prof. Dr. Gerhard Köbler |
|
|
Universität Innsbruck |
||
|
Tel. +43/512/507/8050 Fax +43/512/507/2826‚ 2840 |
||
|
Gerhard.Koebler@uibk.ac.at |
||
|
|
||
|
interlex
juslinks a-jur-di-bank |
OLAF ist einsame Spitze im Kampf gegen arme Lügner, dumme Schmierer, üble Fälscher, arge Betrüger und ihr kollusives Umfeld.
|
jusnews |
|||||||||||||
|
jusnews |
|||||||||||||
|
jusnews |
...jusnews: in 24 Sekunden die news im jus von 24
Stunden ... senden Sie hier jusnews – Ihre news...
Im Milleniumsspiel lautet die Millionenfrage und die Tausendeurofrage Warum gibt es nicht mehr solche Professoren?
Was? Wann? Wo? Wie? Warum? – Grundfragen dargestellt an
Grundlagen:
Was ist schöner als ein Leistung, Wahrheit und Freiheit förderndes, Inzucht,
Betrug und Korruption ablehnendes Zentrum integrativer europäischer Legistik?
Was ist
Wann wird auch in den Sümpfen Recht
gegen Unrecht siegen?
Wo ergaunern gerissene Ganoven
gemeinschädliche Gefälligkeitsnetzwerke?
Wie teilen Lügner und Konsorten
selbstbedienend und betrügend?
Warum verliert eine Fakultät mit
schlechten Noten das Gesicht?
2002-06-30 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind die auf
Grund gegenseitiger Verträge (z. B. Werkverträge) geschuldeten Leistungen
regelmäßig teilbar, wenn sich die vor und nach Eröffnung des
Insolvenzverfahrens erbrachten Leistungen feststellen und bewerten lassen (IX
ZR 313/1999 25. April 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands geht bei in der Absicht
der Gläubigerbenachteiligung vorgenommenem Rechtsgeschäft das Recht der
Insolvenzanfechtung bzw. Gläubigeranfechtung den allgemeinen Regeln des § 138 I
BGB vor, sofern nicht das Rechtsgeschäft besondere, über die
Gläubigerbenachteiligung hinausgehende Umstände aufweist (XI ZR 136/2001 23.
April 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands beginnt in
Familiensachen aus dem Bereich der freiwilligen Gerichtsbarkeit die
Rechtsmittelfrist für einen nicht verkündeten Beschluss mit dessen Zustellung
an den Rechtsmittelführer (XII ZB 186/2001 17. April 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist das
Vertragsverhältnis zwischen Kreditkartenunternehmen und Vertragsunternehmen
kein Forderungskauf, sondern ein abstraktes Schuldversprechen (XI ZR 375/2000
16. April 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands steht dem zu
Abschlagszahlungen verpflichteten, vor Fälligkeit der jeweiligen Rate auf die
spätere, im Umfang der Zahlungen tatsächlich bestehende Werklohnschuld
zahlenden Besteller ein Anspruch auf Ausgleich der damit verbundenen
angeblichen Nutzungsvorteile gegen den Unternehmer nicht zu (X ZR 125/2000 19.
März 20002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands begründet
eine Bund-Länder-Streitigkeit über eine verschuldensunabhängige Haftung der
Länder für eine nach Gemeinschaftsrecht dem Bund auferlegte Belastung eine
Streitigkeit verfassungsrechtlicher Art im Sinn von § 40 I 1 VwGO (3 A 1/2001
8. Mai 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands verletzt der
Dienstherr den Bewerbungsverfahrensanspruch eines Bewerbers auf einen
Beförderungsdienstposten, wenn er dessen verspätet eingegangene Bewerbung ohne
Sachprüfung ablehnend bescheidet, obwohl er die Auswahlentscheidung unter
Abweichung bzw. Lösung von dem bei der Stellenausschreibung festgelegten
Anforderungsprofil für den in Rede stehenden Dienstposten zu treffen
beabsichtigt oder bereits getroffen hat (1 B 1133/2001 5. April 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist eine
Entscheidung durch Beschluss ohne mündliche Verhandlung im vereinfachten
Berufungsverfahren zu Lasten des Klägers unzulässig, wenn der Klage in erster
Instanz durch Gerichtsbescheid stattgegeben wurde (1 C 510/2001 14. März 2002).
Die Deutsche Telekom AG vereinbart mit Verdi 4,1 Prozent höhere Einkommen ab 1.
Juli 2002.
2002-06-29 Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin ist der zugleich als
Verwalter tätige Mehrheitseigentümer bei der Abstimmung über die gegen ihn und
ohne wichtigen Grund ausgesprochene Abberufung und Kündigung nicht vom
Stimmrecht ausgeschlossen (24 W 66/2002 29. Mai 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf haftet ein
Verbandsvertreter im Sinne des § 11 ArbGG dem Mitglied für Verfahrensfehler
nicht persönlich, weil das Mandatsverhältnis nur zwischen Verband und Mitglied
besteht (24 U 104/2001 19. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist das selbständige
Beweisverfahren mit der Niederlegung des schriftlichen Gutachtens in der
Geschäftsstelle des betreffenden Gerichts noch nicht abgeschlossen (5 W 47/2001
6. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart ist ein PIN-gestützter
ec-Karten-Zugriff durch Unberechtigte grundsätzlich nur bei sorgfaltswidrigem
Umgang des Berechtigten mit der Personal Identification Number möglich, doch
kann der Kontoinhaber die ernsthafte Möglichkeit eines vom Gewöhnlichen
abweichenden Verlaufs bzw. einer andern Ursachenkette darlegen (9 U 63/2001 13.
März 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Zweibrücken ist dem in der
Vorinstanz siegenden Berufungsbeklagten Prozesskostenhilfe in der
Berufungsinstanz erst zu gewähren, wenn der Berufungskläger sein Rechtsmittel
begründet hat (4 U 156/2001 18. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Nordrhein-Westfalen kann ein
auf Kosten der Sozietät einen Fachanwaltslehrgang für Arbeitsrecht erfolgreich
absolvierender angestellter Rechtsanwalt einen Anspruch auf Übertragung
arbeitsrechtlicher Streitigkeiten zwecks Nachweises praktischer Erfahrungen
haben (8 Sa 620/2001 18. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Bonn ist eine isolierte
Drittwiderspruchsklage gegen einen bisher am Rechtsstreit nicht beteiligten
Gesellschafter einer Gesellschaft des bürgerlichen Rechts zulässig, wenn dieser
den Kläger zur klageweisen Geltendmachung seiner Gesellschafterrechte gegen den
beklagten Mitgesellschafter nach Auflösung der Gesellschaft ermächtigt hat und
er mit der Widerklage auf Auszahlung des Auseinandersetzungsguthabens in
Anspruch genommen wird (2 O 111/2001 20. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Darmstadt wird ein drucktechnisch
hervorgehobener, eine rechtsgeschäftliche Bindung ausschließender Hinweis „Dies
vorerst eine Umfrage“ eines auf der Seite eines Internetauktionsdiensts
veröffentlichten Artikels nicht von den allgemeinen Geschäftsbedingungen des
Internetauktionsdiensts wirkungslos gemacht (3 O 289/2001 24. Januar 2002).
Alfred Dregger Münster 10. Dezember 1920-Fulda 29. Juni 2002.
Mäschle, Walter, Maklerrecht, 2. A. 2002
Handbuch des Vertragsarztrechts, hg. v. Schnapp, F./Wigge, P.,
2002
Möbius, Walter/Kroiß, Ludwig, Zwangsvollstreckung, 4. A. 2002
Schlegelberger, Franz/Friedrich, Walther, Das Recht der Gegenwart, 29. A. 2002
Sartorius, Carl, Verfassungs- und Verwaltungsgesetze (Lbl.), 69. A. 2002
Landmann, R. v./Rohmer, G.,
Gewerbeordnung (Lbl.), 41. A. 2002
2002-06-28 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei der
Frage, ob ein Bürge krass überfordert ist, auch zu berücksichtigen, dass seine
Grundstückswerte dinglich belastet sind (XI ZR 50/2001 14. Mai 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist nach
Ausschöpfung aller Möglichkeiten einer Weiterbeschäftigung in Ausnahmefällen
auch eine außerordentliche betriebsbedingte Kündigung (eines Trompeters nach
Schließung der städtischen Musikschule) mit einer Auslauffrist wirksam, obwohl
§ 55 BAT dies seinem Wortlaut nach ausschließt (2 AZR 367/2001 27. Juni 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands muss bei gemeinsamer
Nutzung eines Dienstkraftwagens durch mehrere Arbeitnehmer nicht jeder von
ihnen ein Prozent des Listenpreises monatlich als geldwerten Vorteil versteuern
(VI R 132/2000 15. Mai 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main kann die
Beobachtung des Betriebsgeländes eines Wettbewerbers zwecks Überwachung der
Vertragstreue eigener Mitarbeiter nicht untersagt werden, doch verletzt die
Übermittlung von Fotografien eines Repräsentanten des Unternehmens das Recht am
eigenen Bild (6 U 104/2001 16. Mai 2002).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Berlin muss eine Krankenkasse
die Behandlung mit einem nicht zugelassenen Arzneimittel bezahlen, wenn für
eine schwere Erkrankung kein anderes Arzneimittel verfügbar ist und die
künftige Zulassung des Arzneimittels nicht ausgeschlossen erscheint (B 1 KR
37/2000 R).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz ist es nicht
verfassungswidrig, dass ein Erbe sich eine im Ausland gezahlte Erbschaftsteuer
nur bis zur Höhe der entsprechenden deutschen Erbschaftsteuer auf die deutsche
Steuerschuld anrechnen lassen kann (4 K 2643/2000 6. Juni 2002).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Kronach muss der Tourist, dessen Reise
(nur) an der Ungültigkeit seines Passes scheitert, den Reisepreis bezahlen (1 C
0069/2001).
Der Bundestag Deutschlands beschließt eine Verschärfung des Melderechts für Futtermittel.
Ludwig Schick wird Erzbischof von Bamberg.
Rank Xerox soll sechs Milliarden Dollar Umsatz falsch verbucht haben.
Die Deutsche Fußballliga vergibt die Fernsehübertragungsrechte der
Fußballspiele der Bundesliga in den beiden kommenden Jahren für 270 Millionen
Euro an eine Tochtergesellschaft der insolventen Kirch Media AG und damit an
den Bezahlfernsehsender Premiere.
2002-06-27 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands sind
Beschwerden mehrerer Getränkeunternehmen und Einzelhandelsgesellschaften gegen
das Dosenpfand wegen Nichterschöpfung des Rechtswegs nicht zur Entscheidung
angenommen.
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts ist die
Beschränkung des Musizierens durch eine Hausordnung ohne Ausnahme für
Berufsmusiker in einer großen innerstädtischen Wohnanlage nicht ordnungsgemäße
Verwaltung (2 Z BR 141/2001.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln kann von der anteiligen
Umlegung der Kosten eines Aufzugs auf alle Wohnungseigentümer einer
Mehrhausanlage in der Teilungserklärung abgewichen werden (16 Wx 181/2000 17.
Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Leipzig ist bei Vereinbarung einer
Nebenkostenabrechnung nach Mietfläche eine davon abweichende Abrechnung nach
Verbrauch grundsätzlich rechtswidrig (12 S 600/2001 10. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Hamburg-Wandsbek kann ein
schriftliches Mietangebot eines Mieters unter entsprechenden Umständen vom
Vermieter bis zum Tag der Wohnungsübergabe angenommen werden (714 B C 621/2000
27. Juni 2001).
Nach einer mehrheitlichen Entscheidung des Supreme Court der Vereinigten
Staaten von Amerika entspricht es der Verfassung, dass arme Schüler in
Ohio/Cleveland Gutscheine für die Gebühren privater (d. h. überwiegend
kirchlicher) Schulen erhalten.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika verletzt das Beten von Pledge of Allegiance im Schulunterricht die von
der Verfassung gebotene Trennung von Staat und Kirche.
Nach einer Entscheidung der Europäischen Kommission darf die Europäische
Fußballunion verbieten, dass mehr als ein Verein desselben Eigentümers in einem
Europapokalwettbewerb teilnehmen kann.
Russland wird in den damit auf 8 Staaten erweiterten Kreis der Großen (Staaten
bzw. Industrienationen) aufgenommen.
Das Ermittlungsverfahren gegen Glogowski wegen des Verdachts des Meineids und
der Falschaussage ist mangels hinreichenden Tatverdachts eingestellt.
54 Prozent der Aktionäre des Unternehmens Kamps nehmen das Angebot Barillas
(12,54 Euro pro Aktie) an.
Stralsund, Wismar und der mittlere Rhein sind als Weltkulturerbe anerkannt
(insgesamt 26 deutsche Kulturstätten und Naturstätten).
2002-06-26 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine
einem Leasingnehmer bei Kündigung wegen Nichtzahlung der Leasingraten nur 90
Prozent des Verkaufspreises (Restwerts) anrechnende allgemeine
Geschäftsbedingung wegen unangemessener Benachteiligung unwirksam (VIII ZR
147/2001).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim sind
elektromagnetische Strahlen aus einer Mobilfunkstation keine konkrete Gefahr
für die Gesundheit der Nachbarn (3 S 590/2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Siegen darf die Brauerei Krombacher
wegen unerlaubten moralischen Kaufzwangs nicht damit werben, dass Kunden mit
dem Kauf eines Kastens Bier einen Quadratmeter Regenwald schützen (7 O 75/2002,
7 O 80/2002).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Belgiens ist eine Anklage
gegen Scharon wegen eines Massakers in zwei palästinensischen Flüchtlingslagern
im Jahr 1982 in Belgien wegen Nichtanwesenheit Scharons in Belgien unzulässig.
Die Duma Russlands beschließt die Zulässigkeit des Erwerbs von Eigentum an
Ackerland durch Inländer.
Platzeck wird als Nachfolger Manfred Stolpes Ministerpräsident Brandenburgs.
Der Landtag Nordrhein-Westfalens beschließt die europarechtsgemäße Änderung des
Sparkassengesetzes.
Nach Bekanntwerden erheblicher Bilanzfälschungen Worldcoms (3,8 Milliarden
Dollar) sinken die Aktienkurse um bis zu 6 Prozent.
Der Wert des Euro steigt auf 0,99 Dollar.
Leo Kirch und Friede Springer werden auf der Hauptversammlung der Axel Springer
Verlag AG nicht entlastet.
2002-06-25 Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist zwar Parmesan
(noch) keine Gattungsbezeichnung, doch dürfen deutsche Molkereien unter der
Bezeichnung Parmesan Hartkäse verkaufen.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist auch eine
rechtswidrige Verweisung an ein Gericht eines andern Rechtszugs nach Rechtskraft
grundsätzlich bindend (X ARZ 314/2001 12. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands müssen
ausländische, gewerbliche Mitarbeiter nach Deutschland entsendende
Bauunternehmen aus Polen, Rumänien und der Slowakei für diese Beschäftigten
Beiträge an die Urlaubs- und Lohnausgleichskasse der Bauwirtschaft leisten (9
AZR 106/2001 und andere).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann eine
unzulässigerweise Arbeitsentgelte regelnde Betriebsvereinbarung nachträglich
wirksam werden, wenn in den entsprechenden Tarifvertrag eine rückwirkende
Öffnungsklausel aufgenommen wird (1 AZR 267/2001 29. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle darf ein Gericht
(Amtsgericht Winsen) trotz Vorwarnung einen Rechtsanwalt nicht von einem
Strafverfahren ausschließen, weil er ohne Krawatte auftritt.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main muss ein
Schweizer Unternehmen 30000 DM Gewinnversprechen an eine Verbraucherin erfüllen
(8 U 228/2001 6. März 20002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Bonn darf der Finder des Waldrands von
August Macke das Bild behalten, weil die Erben des früheren Eigentümers eine
widerrechtliche Beschlagnahme durch Nationalsozialisten nicht nachweisen
konnten.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln ist es Kaufhof bei Androhung
eines Ordnungsgelds von 250000 Euro untersagt, Preisnachlässe von 20 Prozent
beim Kauf fast aller Waren zu geben.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I darf der Stern (wegen
Herabwürdigung von Wettbewerbern) nicht mit einer Anzeige werben, in der eine
große Dogge (Stern) mit dem Sinngehalt Fass neben zwei kleinen Hunden
(Pinschern) (Focus, Spiegel) mit den Sinngehalten Sitz bzw. Platz dargestellt
ist (7 O 3275/2002).
Gegen die Nichtigerklärung des Nahverkehrsvertrags der Deutschen Bahn AG mit
Sachsen-Anhalt durch die Vergabekammer ist keine Beschwerde eingelegt.
Nach einer Entscheidung des Schiedsgerichts des Internationalen
Sportgerichtshofs in Lausanne ist die sechsmonatige Sperre Frank Vandenbrouckes
wegen Drogenbesitzes aus juristischen Gründen vorzeitig ausgesetzt.
Gegen Manfred Roeder ist wegen Nichterscheinens vor Gericht Haftbefehl
erlassen.
2002-06-24 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands muss
ein mit einem kindschaftsrechtlichen Eilverfahren (für sieben Kinder) befasstes
Gericht alle Aufklärungsmöglichkeiten ausschöpfen und darf sich nicht allein
auf Angaben eines Jugendamts verlassen (1 BvR 605/2002 21. Juni 2002).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München muss ein unter einer
langwierigen oder chronischen (psychischen), nicht ausgeheilten Krankheit
leidender, wegen eines Rückfalls einen gebuchten Urlaub stornierender Urlauber
trotz Reiserücktrittsversicherung die Stornogebühr (1000 Euro) entrichten, weil
die Prämie der Reiserücktrittsversicherung für das hohe, nicht offengelegte
Risiko zu niedrig ist und für ein solches Risiko eine besondere Versicherung
abgeschlossen werden muss (163 C 8893/2002).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Österreichs ist § 209 StGB
(Homosexuellenparagraph) wegen Verletzung des Gleichheitsgrundsatzes
verfassungswidrig.
Nach einer Entscheidung des Supreme Court der Vereinigten Staaten von Amerika
darf ein nur von Richtern (ohne Geschworene) verhängtes Todesurteil nicht
vollstreckt werden.
Der Kurs des Euro steigt auf 0,98 Dollar.
Das Konkursverfahren über das Vermögen des FC Tirol in Innsbruck wird eröffnet.
In Italien wird es Pflicht, beim Fahren von Kraftfahrzeugen auf Autobahnen
Licht einzuschalten.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika muss R. J. Reynolds wegen Leugnens der Suchtgefahr von Zigaretten 15
Millionen Dollar Strafe zahlen.
Der Anteil der Ausländer an der Bevölkerung der Schweiz beträgt 19,8 Prozent.
Ein Dekan erteilt eine Weisung, die Bezeichnung „Zentrum integrativer
europäischer Legistik“ im Zusammenhang mit der Universität Innsbruck zu
unterlassen.
2002-06-23 Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist die Bevorzugung
von berufstätigen Müttern bei der Vergabe staatlicher Kindertagesstättenplätze
(eines Ministeriums) gegenüber nicht allein erziehenden Vätern durch einen
Mitgliedstaat der Europäischen Union (Niederlande) nicht europarechtswidrig (C-476/1999
19. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs schreibt Art. 50 VI
TRIPS-Übereinkommen Mitgliedstaaten weder vor noch untersagt es ihnen, den
Gerichten die Befugnis zur Festsetzung der Frist einzuräumen, innerhalb deren ein
Hauptsacheverfahren anhängig zu machen ist (C-89/1999 13. September 2001).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist die Eintragung der
Bezeichnung Spreewälder Gurken nicht europarechtswidrig (C-269/1999 6. Dezember
2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands kann der
sorgeberechtigte Elternteil anteilig zur Übernahme der für das Holen und
Bringen eines Kinds erforderlichen Kosten des nur umgangsberechtigten
Elternteils verpflichtet sein (1 BvR 2020/2000 5. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist ein
verfassungsmäßiges Recht durch eine von der Mutter erreichte
Zwangsgeldandrohung (jeweils 10000 DM) zur Erzwingung des Umgangs eines
nichtehelichen Vaters mit seinem nichtehelichen Kind verletzt (1 BvR 2222/2001
30. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
Nichtanfechtbarkeit der Kostenentscheidung bei Unstatthaftigkeit der Anfechtung
der Entscheidung in der Hauptsache nach § 464 III 1 StPO nicht
verfassungswidrig (2 BvR 1965/2001 29. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann bei Haftung
des Käufers wegen ungerechtfertigter Bereicherung der das Grundstück zu Gunsten
des Darlehensgebers des Käufers mit einer Grundschuld belastende Verkäufer die
Aufhebung oder Übertragung der Grundschuld verlangen, wenn der Gläubiger zu
deren Ablösung bereit ist (V ZR 396/2000 15. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat der
Ersatzpflichtige gegenüber dem Sozialhilfeträger keine günstigere
Rechtsstellung hinsichtlich der Verjährung als gegenüber dem Geschädigten, der
über die Schadensersatzansprüche ein rechtskräftiges Feststellungsurteil
erwirkt hat (VI ZR 442/2000 5. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann bei einem
bereits vollzogenen Dauerschuldverhältnis (Entwicklungsvertrag) ein Rücktritt
auch dann in Betracht kommen, wenn eine vollständige Rückabwicklung unschwer
möglich und nach der Interessenlage der Beteiligten sachgerecht ist (X ZR
166/1999 19. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands macht eine
aufschiebende Befristung eine Unterlassungserklärung unwirksam, wenn die Angabe
des Anfangstermins Zweifel an der Ernsthaftigkeit des Unterlassungsversprechens
begründet (I ZR 82/1999 31. Mai 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands verletzt die
unterschiedliche Prüfungshäufigkeit verschiedener Betriebsgrößenklassen nicht
den Gleichheitsgrundsatz (IV R 9/2001 7. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Jena kann sich ein
Strafverteidiger bei haltloser Beleidigung des Staatsanwalts nicht auf die
Wahrnehmung berechtigter Interessen berufen (1 Ss 157/2001 4. Juli 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz sind die Surrogate des
Wohnwerts (z. B. Zinsertrag) beim Verkauf des Familienhausgrundstücks bei der
Ermittlung des Ehegattenunterhalts auf beiden Seiten in die
Unterhaltsberechnung einzubeziehen (11 UF 671/2000 19. März 2001).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Berlin-Köpenick ist ein
Anzeigenvertrag einer Begleitagentur (über 5597 DM) nicht wegen
Sittenwidrigkeit (der dadurch erkennbar beworbenen Prostitution) nichtig (14 C
180/2000 7. Juni 2001).
Der höchste Gerichtshof Griechenlands will die Zwangsversteigerung des
Goethe-Instituts Deutschlands in Athen von einer (bereits mehrmals
ausgeschlossenen) Zustimmung des Justizministeriums Griechenlands abhängig
machen.
Manfred Stolpe tritt als Ministerpräsident Brandenburgs zurück.
2002-06-22 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands
erledigt sich ein Rechtsstreit über die Verleihung einer Fachanwaltsbezeichnung
nicht durch den Wechsel des Antragstellers von einer Rechtsanwaltskammer zu
einer andern Rechtsanwaltskammer (1 BvR 1487/2001 20. April 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichts Deutschlands steht einem
Sachverständigen für die Kosten der Entscheidung, ob er zur Erstellung eines
Gutachtens in der Lage ist, grundsätzlich keine Entschädigung zu (X ZR 83/2001
23. April 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf aus dem
Schweigen eines aussagenden Angeklagten zu einem Punkt, zu dem Äußerungen zu
erwarten gewesen wären, unter bestimmten Voraussetzungen ein für ihn
nachteiliger Schluss gezogen werden (3 StR 370/2001 18. April 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands umfasst die Gefahr
einer schweren Gesundheitsbeschädigung bei einem Raub auch die konkreten Gefahren,
denen das Opfer allein wegen seiner individuellen Schadensdisposition
ausgesetzt ist (3 StR 52/2001 18. April 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei einer
Grundschuldbestellung die allgemeine Geschäftsbedingung, wonach die Grundschuld
am eigenen Miteigentumsanteil auch alle bestehenden und künftigen
Verbindlichkeiten eines andern Miteigentümers sichert, grundsätzlich
überraschend und damit unwirksam (IV ZR 93/2001 20. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss bei Einwänden
gegen ein Ergänzungsgutachten eines Sachverständigen der Sachverständige zur
mündlichen Verhandlung geladen oder zur ergänzenden Stellungnahme aufgefordert
werden (V ZR 361/2000 1. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist für die Frage
der Irreführung durch Werbung mit einem wissenschaftlichen, zwei Präparate
unter einem Gesichtspunkt vergleichenden Gutachten vor allem darauf
abzustellen, ob der Beitrag wissenschaftlichen Anforderungen genügt (I ZR
161/1999 17. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf führt ein
Versicherungsnehmer einen Versicherungsfall grob fahrlässig herbei, wenn er
einen Lastkraftwagen unmittelbar neben einer stark abschüssigen Abfahrtrampe
abstellt, ohne die Handbremse anzuziehen oder einen Gang einzulegen (4 U
119/2001 18. Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf beweist der
Einlieferungsbeleg für ein Einwurfeinschreiben nicht den Zugang innerhalb der
gewöhnlichen Postlaufzeit (4 U 78/2001 18. Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg besteht bei
offensichtlicher Unvollständigkeit einer Auskunft kein Anspruch auf Abgabe
einer eidesstattlichen Versicherung über die Richtigkeit der abgegebenen
Erklärung, sondern nur ein Anspruch auf Ergänzung (3 U 72/2001 31. Januar
2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm sind die
Kostenerstattungsansprüche einer Gesellschaft des bürgerlichen Rechts ohne die
Erhöhungsgebühr in § 6 I 2 BRAGO zu ermitteln.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München sind
Verfassungsschutzberichte nicht öffentliche Urkunden im Sinn von § 415 ZPO und
begründen deswegen nicht eine offensichtliche Unwahrheit der Gegendarstellung und
soll der Setzer eines Hyperlinks eine Internetverkehrssicherungspflicht tragen,
weil er bewusst das Risiko eingeht, dass die Verweisungsseite später geändert
wird (21 U 1914/2002 15. März 2002).
Hessen hält die Erprobung der elektronischen Fessel für erfolgreich.
Kropholler, Jan, Studienkommentar BGB, 5. A. 2002
Ferid/Firsching/Dörner/Hausmann,
Internationales Erbrecht (Lbl.), 47. A. 2002
HGB-Bilanzrecht,
hg. v. Ulmer, Peter, 2002
Rowedder, Heinz/Schmidt-Leithoff, Christian, GmbHG, 4. A. 2002
Ehlers, Harald, Die Stilllegung einer Betriebsabteilung, 2002
Dütz, Wilhelm, Arbeitsrecht, 7. A. 2002
Handbuch des Ausländer- und Asylrechts, hg. v. Huber, Bertold, 16. A. 2002
Handbuch des öffentlichen Baurechts, hg. v. Hoppenberg, Michael, 11. A. 2002
Furtmayr, Heinz L., Das neue Altersvermögensgesetz, 2002
Völker, Stefan, Preisangabenrecht, 2. A. 2002
Meincke, Jens Peter, ErbStG Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz, 13. A.
2002
Witte, Peter, Zollkodex, 3. A. 2002
Korintenberg, Werner/Lappe, Friedrich/Bengel, Manfred/Reimann, Wolfgang,
Kostenordnung, 15. A. 2002
Madert, Wolfgang, Die Honorarvereinbarung des Rechtsanwalts, 2. A. 2002
Anwaltsverzeichnis 2002/2003, 2002
Bindemann, Reinhard, Handbuch Verbraucherkonkurs, 3. A. 2002
Stöber, Kurt, Zwangsversteigerungsgesetz, 17. A. 2002
Ernst Georg Kleinert Agneshütte/Kattowitz 4. November 1915-Bad Nauheim 22. Juni
2002.
2002-06-21 Die Außenminister der Mitgliedstaaten der Europäischen Union vereinbaren
in Sevilla Maßnahmen gegen rechtswidrige Zuwanderung.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Mainz darf ein freier Autohändler mit
einer dreijährigen Garantie für die von ihm verkauften Kraftfahrzeuge werben
(10 HK.O 15/2001).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen ist das
durch eine Straftat (Kokainhandel) erworbene Vermögen (11000 Euro) eines
Arbeitslosen bei der Berechnung der Arbeitslosenhilfe anzurechnen (L 1 AL
85/2001).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Norwegens haben (sieben von
insgesamt rund 10000) norwegisch-deutsche Kriegskinder(n) (deutscher Soldaten)
wegen Verjährung keinen Anspruch auf Entschädigung für die ihnen durch Trennung
von ihren norwegischen Müttern (1945) und harte Behandlung (u. a. auch mit LSD)
zugefügten Schäden.
Der Bundesrat Deutschlands stimmt der Aktienrechtsreform zu (Zustimmung des
Aufsichtsrats zu wichtigen Geschäften des Vorstands, Ausschüttung von Anteilen
an Tochtergesellschaften als Dividende u. a.).
Der Bundesrat Deutschlands stimmt der Verschärfung des Waffenrechts zu.
Der Bundesrat Deutschlands stimmt der Verschärfung der Vorschriften gegen
Geldwäsche zu.
Der Bundesrat Deutschlands stimmt der Aufnahme des Tierschutzes in die
Verfassung (Art. 20a GG) zu.
Der Bundesrat Deutschlands stimmt der rückwirkenden Steuerbefreiung von Trinkgeldern
zu.
Der Bundesrat Deutschlands stimmt der Steuerbefreiung von Biokraftstoffen zu.
Der Bundesrat Deutschlands stimmt der Erhöhung der Renten der (760000)
Kriegsopfer zum 1. Juli 2002 zu.
Der Bundesrat Deutschlands stimmt der Möglichkeit der Auszahlung gesparten
Vermögens in einer größeren Teilsumme durch Pensionsfonds zu.
Das Parlament der Schweiz und der Bundesrat Deutschlands lehnen den Vertrag
zwischen Deutschland und der Schweiz zur Verringerung des Fluglärms des
Flughafens Zürich ab.
Henning von Olenhusen 4. März 1941-21. Juni 2002.
Franz Schmidt-Knatz gestorben.
2002-06-20 Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist die Befreiung
entgeltlicher Forschungsarbeiten von Hochschulen für Unternehmen von der
Umsatzsteuer durch einen Mitgliedstaat der Europäischen Union (Deutschland)
europarechtswidrig (C-287/2000).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts dürfen bei Einstellung
eines Strafverfahrens oder Freispruch aus Mangel an Beweisen Daten eines
Verdächtigen gespeichert werden, wenn eine Wiederholungsgefahr (z. B. eines
Sexualdelikts) besteht
Der Bundespräsident Deutschlands unterzeichnet das Einwanderungsgesetz, weil er
nicht zu der Überzeugung gekommen ist, dass die Bundesratsentscheidung vom 22.
März 2002 zweifelsfrei und offenkundig die Verfassung verletzt.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss eine Mutter,
die Flugtickets für ein zum Vater zu fliegendes Kind nicht verwendet, dem Vater
die deswegen nutzlosen Aufwendungen und die durch zusätzliche Autofahrten zum
Abholen erforderlichen Mehrkosten ersetzen (XII ZR 173/2000).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands benötigt eine
Gesellschaft mit beschränkter Haftung für den Abschluss von
Grundstücksgeschäften der Kunden einer Bank eine Erlaubnis zur Besorgung
fremder Rechtsangelegenheiten nach dem Rechtsberatungsgesetz, so dass bei
fehlender Erlaubnis die abgeschlossenen Verträge nichtig sind und darauf
aufbauende Darlehensverträge rückabgewickelt werden müssen (XI ZR 148/2001 14.
Mai 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf kann die Anbringung
eines Wärmedämmverbundsystems zum Zweck der Sanierung einer erhebliche Risse
aufweisenden Fassade eine Instandsetzung sein (3 Wx 13/2002 15. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Lüneburg muss der Vermieter sich wegen
seiner Schadensgeringhaltungspflicht umso stärker um die Neuvermietung einer
Mietsache bemühen, je länger die vorzeitige Beendigung eines befristeten
Mietverhältnisses durch fristlose Kündigung zurückliegt (6 S 201/2001 9. April
2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin muss die Bundesrepublik
Deutschland an die Hinterbliebenen eines im Ausland tödlich verunglückten
Soldaten keine einmalige Entschädigung wegen besonderer Gefahrenlage im Ausland
bezahlen, wenn der Schaden in gleicher Weise auch in Deutschland hätte
eintreten können (z. B. Verkehrsunfall) (5 A 173/2000).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Trier ist eine einmalige rechtswidrige
Störung eines Mietverhältnisses durch Musiklärm grundsätzlich nicht genügend
für eine fristlose Kündigung (8 C 49/2002 21. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Supreme Court der Vereinigten Staaten von Amerika
ist die Hinrichtung geistig behinderter Straftäter verfassungswidrig.
Die Europäische Kommission genehmigt eine Kapitalerhöhung der Alitalia von 1,4
Milliarden Euro, womit die staatliche Beteilung auf 62 Prozent steigt.
Das Bundeskartellamt Deutschlands stimmt der Verschmelzung der Hypothekenbanken
der Deutschen Bank AG, der Dresdner Bank AG und der Commerzbank AG zur Eurohypo
AG zu.
Andersen Luther und Menold & Aulinger schließen sich zu Luther Menold
zusammen (rund 350 Rechtsanwälte).
Der Deutsche Aktienindex sinkt auf 4199 Punkte, während der Euro auf einen Kurs
von 0,96 Dollar steigt.
2001 erfolgten in Deutschland 2143 Habilitationen (368 Frauen, 108 Ausländer)
(1992 1311 Habilitationen).
Klaus Landowsky 60.
Die Verpappung der Türschlösser des Zentrums integrativer europäischer Legistik
durch eine Schlüsselfigur der Pappkameraden der Schmierpalmenbande
(Pappe-Bertie?) ist wieder professionell beseitigt.
Erhard Denninger 70.
2002-06-19 Nach einer Entscheidung der Europäischen Kommission muss die Deutsche
Post AG wegen Verletzung europäischen Wettbewerbsrechts durch Quersubvention
der Paketbeförderung mit Erlösen aus der Monopolstellung bei der
Briefbeförderung 572 Millionen Euro an die Bundesrepublik Deutschland
zurückzahlen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts darf 1 & 1 Internet als
Verwalter von 2,6 Millionen Internetadressen das von Strato (Verwalter von 2
Millionen Internetadressen) gemietete Karlsruher Rechenzentrum der insolventen
KPNQwest Deutschland nicht erwerben.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main hat Finanzsenator
Sarrazin keinen Anspruch auf Weiterzahlung seiner Bezüge als Vorstandsmitglied
der Netz AG, weil ihm zur Wahrung seiner Unabhängigkeit eine anderweitige
bezahlte Tätigkeit untersagt ist.
Thüringen, Bayern und Sachsen beantragen ein abstraktes Normenkontrollverfahren
vor dem Bundesverfassungsgericht Deutschlands gegen das Hochschulrahmengesetz
wegen formeller und materieller Verfassungswidrigkeit (Zustimmungsgesetz,
Wissenschaftsfreiheit).
Nach einem Beschluss der Regierung Deutschlands sollen Beamte künftig häufiger
nach Leistungskriterien befördert werden können.
Gegen Offenlegung des Verbleibs von 3 Millionen Euro Schmiergeldzahlungen und
Zahlung einer Sicherheitsleistung von 500000 Euro ist der möglicherweise mit
9,5 Millionen DM geschmierte frühere Leiter der Kölner
Abfallverwertungsgesellschaft aus der Untersuchungshaft entlassen.
Der Vorstand der Deutschen Fußballliga verweigert Eintracht Frankfurt die
Lizenz für die Spielzeit 2002/2003.
Der Kurs der Aktie der Foris AG liegt (nach zeitweise 45 Euro inzwischen) unter
einem Euro.
Die zu Lycos-Europe gehörige Netzeitung bietet zusätzlich zu unentgeltlichen
Nachrichten einen kostenpflichtigen leichteren Zugang zu diesen Nachrichten (7
Euro monatlich, 30 Euro halbjährlich).
Die Verkehrsminister der Mitgliedstaaten der Europäischen Union beschließen die
Gründung einer Europäischen Agentur für Flugsicherheit.
2001 erfolgten in Deutschland rund 178000 Einbürgerungen ansässiger Ausländer.
Deutschland und Polen schließen ein neues Abkommen zur Bekämpfung der Kriminalität
(Geldwäsche, Computerkriminalität, Menschenschleusung).
2002-06-18 Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs muss auch die
Entscheidung eines Auftraggebers (Stadt Wien in Österreich), von der
Ausschreibung eines Dienstleistungsauftrags durch Widerruf nachträglich
abzurücken, gerichtlich nachgeprüft und gegebenenfalls aufgehoben werden können
(C-92/2000).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs kann die Form einer Ware
(Rasierapparat) von der (Wettbewerber wie Remington ausschließenden) Eintragung
als Marke (dreieckige Anordnung von drei Scherköpfen durch Philips) ausgenommen
sein, wenn die Gestaltung der Ware nur auf ihrer technischen Wirkung beruht
(C-299/1999).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss der eine
Fehlbildung während der Schwangerschaft übersehende Arzt Unterhalt für ein
schwerstbehindertes Kind zahlen, weil bei einer Gefahr für Leben und Gesundheit
der Mutter ein Schwangerschaftsabbruch auch noch in der 22. Woche möglich ist
(VI ZR 136/2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz kann bei zwecks
arglistiger Täuschung falschen Angaben eines Versicherten über seinen
Gesundheitszustand bei Abschluss des Versicherungsvertrags der Versicherer den
Vertrag anfechten und bereits übernommene Behandlungskosten (34768 Euro)
ausgeglichen verlangen (10 U 407/2001).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I muss Bayern einem
Roulettespieler 11000 Euro zahlen, weil ein Croupier in der Spielbank
Garmisch-Partenkirchen den Einsatz des Spielers verfrüht vom Tisch genommen
hat, so dass der Spieler den Höchstgewinn nicht erreichen konnte (9 O
20237/2001).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Nordrhein-Westfalen kann ein
Arbeitnehmer eine Kürzung der Arbeitszeit nach dem Teilzeit- und
Befristungsgesetz nur unter besonderen Umständen (wesentliche Nachteile bei
Fehlen betrieblicher Gegengründe) mit Hilfe einer einstweiligen Verfügung
durchsetzen (10 Ta 50/2002 5. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg müssen
Eltern Kinder auch dann zur Schule schicken, wenn dies ihrem Glauben (als
bibeltreuer Christen) widerspricht (S 24441/2001).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Karlsruhe müssen Gemeinden
(Wurmberg, Wiernsheim) erst auf ihr (erhebliches) Wertpapiervermögen zugreifen,
ehe sie sich Investitionen (Hauptschule) aus dem Ausgleichsstock des Landes
finanzieren lassen können (9 K 1976/2001, 9 K 1081/2001).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Brandenburg soll ein Bankkaufmann
den Bezug einer täglich erscheinenden Wirtschaftszeitung (Handelsblatt) nicht
(einmal anteilig) von der Einkommensteuer absetzen können (3 K 2613/2001).
Sozialdemokratische Partei Deutschlands und Christlich Demokratische Union
Deutschlands einigen sich in Brandenburg über ein neues Schulgesetz.
Telesens KSCL AG Köln stellt einen Antrag auf Eröffnung des
Insolvenzverfahrens.
Carla del Ponte kündigt 35 neue Anklagen wegen Kriegsverbrechen im ehemaligen
Jugoslawien an.
Rüdiger Dorn ist Präsident von Haus & Grund Deutschland.
Gerhard Goll 60.
2002-06-17 Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München ist eine nicht den
anerkannten Regeln der Technik und nicht den gesetzlichen Vorschriften
entsprechende Ware wertlos, so dass sie auch nicht teilweise bezahlt werden
muss (141 C 887/2001).
Nach einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs Österreichs muss Österreich
gegen Entgelt Daten aus öffentlichen Registern (Firmenbuch) an Übernehmer zur
Weitergabe abgeben.
Gegen die Nichtzulassung der Revision hat der (1968 die Deutsche Demokratische
Republik verlassende) Kläger des Rechtsstreits um die Rückübertragung der Villa
Manfred Stolpes Beschwerde bei dem Bundesverwaltungsgericht Deutschlands
eingelegt.
Electronic von A-Z beantragt (zum zweiten Mal) die Eröffnung des
Insolvenzverfahrens.
Libro AG ist in Konkurs, wobei Günther Viehböck als Masseverwalter vorgesehen
ist..
FC Tirol verliert die Lizenz für die Spielzeit 2002/2003.
Im Finanzamt Innsbruck wird aufgedeckt, dass Bedienstete Steuererklärungen für
Unternehmer (z. B. Steuerberater des FC Tirol) erstellt und anschließend
überprüft haben.
Das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Kirch Media GmbH & Co KGaA ist
eröffnet.
In Deutschland gingen 2001 rund 15000 Beamte vorzeitig in Pension, während rund
23000 Beamte bis zur Errichtung der Altersgrenze arbeiteten.
In Ruanda sollen 260000 Laienrichter in 11000 Gacacagerichten
(Dorfgemeinschaftsgerichten) über 100000 Inhaftierte Verfahren wegen
Völkermords durchführen, nachdem in den seit 8 Jahren laufenden Verfahren bisher
nur 5000 Verdächtige verurteilt wurden.
http://europa.eu.int/vies
kostenlose Überprüfung von Mehrwertsteuernummern von Kunden
2002-06-16 Die Schmierpalmenbande verpappt durch den weltweit bekanntesten Nachtwächter
(Pappe-Bert) die Türschlösser des Zentrums integrativer europäischer Legistik.
Israel beginnt mit der Errichtung eines elektronischen Zauns gegenüber
Palästinensergebieten.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist Arthur Andersen LLP der Behinderung der Justiz im Fall der Enron
Corp. schuldig.
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands beruht die
Auffassung des Bundesverwaltungsgerichts, dass § 17 V BDO (bzw. 14 II BDG) nicht
bei vom objektiven Tatbestand und vom subjektiven Tatbestand losgelösten
Umständen (z. B. persönlichem Strafaufhebungsgrund) anwendbar ist, nicht auf
Willkür (2 BvR 1566/2000 8. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands haben bei der
Vereinbarung des einheitlichen Bewertungsmaßstabs für die ärztlichen Leistungen
durch den Bewertungsausschuss die von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung
entsandten Mitglieder Amtspflichten gegenüber den Vertragsärzten, soweit es um
die Beachtung und Wahrung ihres Zulassungsstatus geht (III ZR 302/2000 14. März
2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann sich der den
Eingang eines Schecks wahrheitswidrig bestreitende Gläubiger nicht auf
Fristversäumnis des den Scheck daraufhin sperren lassenden Schuldners berufen
und können bei Verzicht des Gläubigers auf die Rechte aus dem Pfändungs- und
Überweisungsbeschluss die Beteiligten dessen Aufhebung bei dem
Vollstreckungsgericht beantragen (IX ZR 293/2000 7. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der Tatrichter
bei Unmöglichkeit genauer Feststellungen die Zahl von Einkäufen und die
Verteilung der Verkäufe von Betäubungsmitteln schätzen, wobei er die Grenze zur
nicht geringen Menge nur auf Grund einer ausreichenden Tatsachengrundlage als
überschritten ansehen darf (3 StR 491/2001 5. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann sich ein
Unterhaltsschuldner nach Treu und Glauben dann nicht auf seine durch eine
Strafhaft bedingte Leistungsunfähigkeit berufen, wenn die Strafhaft auf einer
Unterhaltspflichtverletzung gegenüber dem Unterhaltsgläubiger beruht (XII ZR
104/2000 20. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands bedarf es zur
Beurteilung der Glaubhaftigkeit der Angaben eines Zeugen der besondern
Sachkunde eines Psychiaters allenfalls dann, wenn die Zeugentüchtigkeit dadurch
in Frage gestellt ist, dass der Zeuge an einer geistigen Erkrankung leidet oder
sonst Hinweise darauf vorliegen, dass die Zeugentüchtigkeit durch aktuelle
psychopathologische Ursachen beeinträchtigt sein kann (1 StR 5/2002 19. Februar
2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts ist eine tarifliche, das
Entgeltfortzahlungsgesetz verletzende Vereinbarung (Verpflichtung zu Nacharbeit
von 1,5 Stunden für jeden Tag der Entgeltfortzahlung) unwirksam (5 AZR 539/2000
26. September 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands ist der Anspruch
auf implantologische Leistungen in der gesetzlichen Krankenversicherung
regelmäßig ausgeschlossen (B 1 KR 4/2000 R 19. Juni 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands wird durch einen
Antrag auf Aufhebung eines die Änderung eines Steuerbescheids ablehnenden
Bescheids eindeutig erkennbar, dass der Kläger den Ablehnungsbescheid dem Grund
nach angreift (VI B 114/2001 17. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs ist eine unentgeltliche
Wohnungsüberlassung nur gegeben, wenn keinerlei Gegenleistung erbracht wird (IX
R 9/1999 31. Juli 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist für die Anordnung
der molekulargenetischen Untersuchung der Speichelprobe der Ermittlungsrichter
des Amtsgerichts zuständig, in dessen Bezirk die Körperzellenentnahme
stattgefunden hat (3 Ws 553/2001 28. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg ist die Behinderung
eines Arzneimittelherstellers durch ein das eingegebene Originalarzneimittel
bei bloßem Betätigen der Eingabetaste durch ein Parallelimportprodukt
ersetzendes Computerprogramm wettbewerbswidrig (3 U 126/1999 15. Februar 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Saarbrücken betreibt ein
eingetragener Verein rechtswidrige gewerbliche Rechtsberatung, wenn er gegenüber
Krankenhäusern Ansprüche der Mitglieder anmeldet und um eine gütliche Einigung
unter Aufwandsentschädigung bittet (1 U 60/2001-15 26. September 2001).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I kann von einer
gesellschaftsrechtlichen Beteiligung nicht ausgegangen werden, wenn im
Vergleich zur Gesamtaktienzahl nur wenige Aktien erworben werden (4 O
18021/2001 28. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen kann der
Schulträger die Erstattung der von einem Lehrer für einen zu einer Klassenfahrt
angemeldeten Schüler vorgestreckten Kosten nach den Regeln über die
Geschäftsführung ohne Auftrag verlangen (4 K 4627/1999 30. Juli 2001).
2002-06-15 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands begründen die
Ablehnung der Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen des
Vermieters und die Löschung des Vermieters im Handelsregister wegen
Vermögenslosigkeit kein Recht des Mieters zu außerordentlicher Kündigung (XII
ZR 37/2000 23. Januar 2002, XII ZR 37/2000 10. April 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein durch
Betrug zu einer Zahlung ohne Gegenleistung veranlasster Rauschgiftkäufer einen
Schadensersatzanspruch aus den §§ 823 II BGB, 263 StGB haben, dem bei
Durchsetzung mit Nötigungsmitteln ein Einwand entgegenstehen kann (3 StR 4/2002
12. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands kann eine
wegen rechtswidrigen Berufungsausschlusses rechtswidrige Entscheidung über eine
Nichtzulassung einer Revision in entsprechender Anwendung des § 133 VI VwGO
aufgehoben werden (3 B 19/2002 13. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist ein Film
pornographisch, wenn sein Inhalt unter Hintansetzung sonstiger menschlicher
Bezüge sexuelle Vorgänge in grob aufdringlicher, anreißerischer Weise in den
Vordergrund rückt und ausschließlich oder überwiegend auf die Erregung
sexueller Reize abzielt (6 C 13/2001 20. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts kann über die
Verpachtung einer im Gemeinschaftseigentum stehenden Fläche einer
Wohnungseigentumsanlage grundsätzlich durch Mehrheitsbeschluss entschieden
werden und ist das Aufstellen von Biertischen, Bierbänken und Sonnenschirmen
zum Betreiben eines Ausschanks keine bauliche Veränderung (Z BR 182/2001 28.
März 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf kann ein
Wohnungseigentümer trotz einer einstimmigen Bestellung eines Jahresabrechnungen
nicht vorlegenden Verwalters bei weiterer Nichtvorlegung die Abberufung des
Verwalters aus wichtigem Grund verlangen (3 Wx 8/2002 17. April 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg ist ein seit Gründung
dauerhaft im Ausland (Türkei bzw. Iran) befindlicher Alleingeschäftsführer
einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung für Schutzrechtsverletzungen durch
die Gesellschaft wegen deliktischer Organisationspflichtverletzung auch ohne
eigene Kenntnis persönlich haftbar (5 U 24/2001 17. April 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm ist der Rückgriffsverzicht
eines Gebäudeversicherers gegenüber einem leicht fahrlässig handelnden Mieter
unabhängig von einer Haftpflichtversicherung des Mieters wirksam (20 U 58/2001
9. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Jena haften alle Gesellschafter
einer trotz Scheiterns der Eintragung als Gesellschaft mit beschränkter Haftung
in Gründung firmierenden offenen Handelsgesellschaft gemäß § 128 HGB als
Gesamtschuldner (4 U 663/2001 27. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankenthal verjährt der
bodenschutzrechtliche Ausgleichsanspruch zwischen früher mietrechtlich
verbundenen Sanierungspflichtigen innerhalb sechser Monate (5 O 208/2001 27.
Februar 2002).
Schimmel, Roland/Buhlmann, Dirk, Frankfurter Handbuch zum neuen Schuldrecht,
2002
Wirtschaftlichkeitsprüfung, hg. v. Ehlers, Alexander, 2. A. 2002
Korte, Benjamin, Das Recht auf Gegendarstellung im Wandel der Medien, 2002
Kloepfer, Michael, Informationsrecht, 2002
Anwaltformulare, hg. v. Heidel, Thomas/Pauly, Stephan/Amend, Angelika, 2002
Schröder, Christian, Europäische Richtlinien und deutsches Strafrecht, 2002
2002-06-14 Der Bundestag Deutschlands beschließt die Strafbarkeit der Mitglieder und
Unterstützer ausländischer terroristischer Organisationen in Deutschland (§
129b StGB).
Der Bundestag Deutschlands beschließt die Verschärfung des Waffengesetzes (u.
a. Erwerb scharfer Waffen erst mit Vollendung des 21. Lebensjahrs,
Notwendigkeit eines medizinisch-psychologischen Gutachtens für Erwerber unter
25 Jahren).
Der Bundestag Deutschlands beschließt das Gesetz zur Steuerfreistellung von
Arbeitnehmertrinkgeldern (, um die Stimmen rund einer Million Beschäftigter im
Gastgewerbe für dies fördernde Parteien zu gewinnen).
Der Bundestag Deutschlands beschließt das Gesetz zur Preisbindung von
Verlagserzeugnissen (zur Sicherung der Vielfalt und Qualität des Buchangebots).
Der Bundestag Deutschlands beschließt die Ausdehnung der Aufzeichnungspflichten
und Meldepflichten größerer Geldgeschäfte auf Rechtsanwälte, Steuerberater,
Notare, Wirtschaftsprüfer, Immobilienmakler und Händler hochwertiger Güter
(Feststellung der Identität eines Kunden und Aufbewahrung der Personalien bei
Bargeschäften über mehr als 15000 Euro).
Der Bundestag Deutschlands beschließt eine Änderung des Jugendschutzgesetzes
zum Schutz vor Computerspielen, Videos und CDs.
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann der
Beschäftigte einer Konzernholdinggesellschaft mit weniger als 6 Beschäftigten
keinen gesetzlichen Kündigungsschutz beanspruchen (2 AZR 372/2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands genügt für die
Mitteilung der Verweigerung der Zustimmung des Betriebsrats zu einer
Einstellung (rechtsgeschäftsähnliche Handlung) die Übermittlung durch Telefax
(1 ABR 43/2001 11. Juni 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg kann sich ein Hersteller
gegen den Vertrieb decodierter Ware durch Außenseiter wehren, wenn er
ausnahmsweise einmal Waren (im Wert von 1,2 Millionen DM) an einen Außenseiter
abgegeben hat (3 U 171/2001 11. April 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Itzehoe ist Bauschutt im Boden eines
Grundstücks, sofern es sich nicht um umweltschädlichen Sondermüll handelt, kein
Sachmangel des Grundstücks (2 O 355/2001).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Amberg ist der die Anlegung seines
Gartens als Straßenbau aus öffentlichen Mitteln verwirklichende Bürgermeister
von Wackersdorf wegen Betrugs und Untreue zu 2 Jahren und 8 Monaten Haft
verurteilt.
Der Deutsche Aktienindex sinkt auf 4252 Punkte, der Index der 282 Unternehmen
des neuen Markts auf 700 Punkte (38 Milliarden Euro).
2002-06-13 Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs haben die
Niederlande Tankstellen an der Grenze zu Deutschland rechtswidrig Beihilfen
gewährt und kann ein Mitgliedstaat der Europäischen Union eine Beihilfen
beanstandende Entscheidung der Europäischen Kommission nicht unter Hinweis auf
zuvor verschwiegene Tatsachen vor Gericht anfechten (C-381/1999).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind zwar Geschenke
und Zugaben im Handel grundsätzlich zulässig, doch ist das Verbraucher über den
wirklichen Wert täuschende oder unzureichend aufklärende Angebot z. B. eines
Fernsehgeräts zu 1 DM bei gleichzeitigem Abschluss eines
Stromlieferungsvertrags über 24 Monate (undurchsichtiges Koppelungsgeschäft)
rechtswidrig (I ZR 71/2001, I ZR 72/2001, I ZR 173/2001).
Der Innenminister Tschechiens wendet das (von Edvard Beneš verfügte) Dekret Nr.
33/1945 vom 2. August 1945 an, um die Erben des Grafen Hugo von
Salm-Reifferscheidt von der Rückgabe enteigneter Güter auszuschließen.
Die Abgeordnetenkammer Italiens beschließt das Verbot künstlicher Befruchtungen
mit Samen anonymer Spender und der künstlichen Befruchtung allein stehender
Frauen und gleichgeschlechtlicher Paare.
Die Innenminister und Justizminister der Mitgliedstaaten der Europäischen Union
einigen sich auf einen gemeinsamen Stufenplan zum besseren Schutz der
Außengrenzen (Zusammenarbeitsnetz, Eingreiftruppe, Abschiebung).
Nach einer Verordnung der Europäischen Union müssen neue Omnibusse und
Lastkraftwagen über ein elektronisches Gerät zur Aufzeichnung wesentlicher
Daten verfügen.
Nach Ansicht sachverständiger Gutachter entsprach die Bewertung der Grundstücke
der Deutschen Telekom AG in der Eröffnungsbilanz vom 1. Januar 1995 den damals
geltenden Vorschriften.
Rund 3 Prozent der Bausumme von 800 Millionen Mark für Abfallentsorgungsanlagen
sollen von 1994 bis 1997 als Schmiergelder in Köln an den früheren
Geschäftsführer der Bundestagsfraktion der Sozialdemokratischen Partei
Deutschlands (Wienand) und andere gegeben worden sein.
Der Euro steigt auf einen Wert von bis zu 0,947 Dollar.
Der Deutsche Aktienindex fällt auf 4484 Punkte.
In Deutschland sinkt 2001 die Zahl der Geschäftsvorgänge mit Kreditkarten auf
225 Millionen, während die Zahl der Geschäftsvorgänge mit EC-Karten auf 98
Millionen steigt.
In Deutschland sind bisher für die betriebliche Altervorsorge 10 Pensionsfonds
und vier Pensionskassen für die betriebliche Altervorsorge zugelassen und
liegen insgesamt noch weitere 37 Anträge auf Zulassung vor.
Im Verfahren des Justizministeriums der Vereinigten Staaten von Amerika gegen
Arthur Andersen LLP haben sich die Geschworenen bisher auf keine Entscheidung
einigen können.
Die zuständige Richterin im Kartellverfahren gegen Microsoft weist Microsofts
Antrag auf Einstellung des Verfahrens zurück.
Edward Schaumburg 25. April 1909-Kassel 13. Juni 2002.
2002-06-12 Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands können Kosten
für Schönheitsreparaturen und sonstige Instandsetzungsarbeiten (z. B. Fenster,
Installationen) nach dem Erwerb eines Grundstücks sofort als Werbungskosten von
der Steuer abgesetzt werden (IX R 52/2000, IX R 39/1997).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin muss die Christlich
Demokratische Union Deutschlands (unter Nichtzulassung der Revision) 21
Millionen Euro staatlicher Parteifinanzierung (doch) zurückzahlen.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts München ist, wer Munition in
einem Koffer aufbewahrt und den Schlüssel zum Waffenschrank am Schlüsselbund
trägt, waffenrechtlich unzuverlässig (M 7 K 53333/2001).
Nach einer Entscheidung des Bundeskartellamts Deutschlands muss ein
Transportbetonkartell in Niederbayern 1,8 Millionen Euro Geldbuße zahlen.
Nach einer Entscheidung der Regulierungsbehörde Deutschlands muss die Deutsche
Telekom andern Netzbetreibern einen Großhandelspauschalpreis für den
Internetzugang durch ihr Telefonnetz (Vorleistungsflatrate im
Schmalbandbereich) anbieten.
Die Sperrfristen Deutschlands für das Steuergeheimnis, das
Sozialversicherungsgeheimnis und das Bankgeheimnis betreffende Unterlagen in
Archiven Deutschlands sind zwecks leichteren Zugriffs auf die Zeit des
Nationalsozialismus (ab 2009) von 80 Jahren auf 60 Jahre (nach dem 23. Mai
1949) verringert.
Niedersachsen beschließt eine Neufassung des Hochschulgesetzes (z. B. Stärkung
der Präsidien, Entstaatlichung, Entbürokratisierung).
Die Schweiz erhöht das Mindestalter für den Militärdienst von 15 Jahren auf 18
Jahre.
Die Taurus Holding AG und die Beteiligungsgesellschaft Kirch stellen Antrag auf
Eröffnung des Insolvenzverfahrens.
Die Deutsche Post AG erhöht die Preise für die Beförderung von Paketen (z. B.
von 5,62 Euro auf 5,90 Euro) und stellt die Beförderung unverpackter Fahrräder
wegen unzureichender Nachfrage ein.
Die CAA AG Filderstadt wechselt aus dem neuen Markt in den geregelten Markt.
Das Bundesamt für Finanzdienstleistungsaufsicht leitet eine Voruntersuchung
wegen des Verdachts verbotener Insidergeschäfte im Zusammenhang mit Mobilcom
und der am 11. Juni 2002 um 17.52 Uhr veröffentlichten Nachricht der Kündigung
eines Rahmenvertrags durch France Télécom ein.
Die Börsenaufsicht der Vereinigten Staaten von Amerika genehmigt die Übernahme
von Powergen durch Eon unter Auflagen.
Entlassene Mitarbeiter des insolventen Unternehmens Enron erhalten 34 Millionen
Dollar Entschädigung.
Vermutlich ist 2001 rund eine Milliarde Raubkopien von Musikcompactdiscs (vor
allem aus China, Indonesien, Russland, Mexiko und Brasilien) verkauft worden.
2002-06-11 Nach einer Entscheidung des Europäischen Parlaments ist nach 2004 (in
Großbritannien und Irland nach 2009) eine gleichzeitige Tätigkeit als
Abgeordneter des Europäischen Parlaments und als Abgeordneter eines Parlaments
eines Mitgliedstaats unzulässig.
Nach einer Entscheidung der Europäischen Kommission müssen acht Banken
Österreichs (Erste Bank der österreichischen Sparkassen, Bank Austria,
Raiffeisen Zentralbank Österreich u. a.) wegen verbotener Kartellabsprachen
124,3 Millionen Euro Geldbuße bezahlen.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss auch einem
Rechtsanwalt (als Konkursverwalter für eine Anfechtungsklage) nach Bewilligung
von Prozesskostenhilfe in einem Anwaltsprozess ein Rechtsanwalt seiner Wahl
beigeordnet werden (IX ZB 106/2002 25. April 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Nichtermittlung der für eine Entscheidung maßgeblichen Bestimmungen eines
ausländischen Rechts (Partnership Law einschließlich Rechtsprechung und
Rechtsanwendung z. B. des Staates New York der Vereinigten Staaten von Amerika)
durch ein entscheidendes Gericht (Oberlandesgericht Celle) eine
Pflichtverletzung (XI ZR 136/2001 23. April 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main darf ein
Autohändler in einer Zeitungsanzeige ausschließlich Fahrzeuge eines einzelnen
Herstellers (BMW) anbieten, ohne autorisierter Vertriebshändler des Herstellers
zu sein (6 U 58/2001 18. April 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen kann
einem wegen sexueller Übergriffe auf Fahrschülerinnen verurteilten Fahrlehrer
die Ausbildungserlaubnis wegen fehlender Zuverlässigkeit entzogen werden (8 B
636/2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Karlsruhe ist ein Dieb einer
plutoniumhaltigen Flüssigkeit und radioaktiv verseuchter Wischtücher wegen
Freisetzung ionisierender Strahlen, unerlaubten Umgangs mit radioaktiven
Stoffen und gefährlicher Körperverletzung zu viereinhalb Jahren Haft
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Neustadt an der Weinstraße ist die
Erstellung von (nicht ganz einfachen) Programmen (auch bei Anwendersoftware)
freiberufliche Tätigkeit und nicht gewerbliche Tätigkeit (4 K 1375/2001 16. Mai
2002).
Nach einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft Freiburg im Breisgau ist Jan
Ullrich wegen eines Verkehrsunfalls im alkoholisierten Zustand zu rund 666000
Euro Geldstrafe und einem Jahr Fahrverbot verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Stadtrats Saarbrückens wird wegen fehlender
Zweidrittelmehrheit Oberbürgermeister Hoffmann nicht abgewählt.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat für die BkmU Bank AG
nach Schließung wegen Geldmangels den Entschädigungsfall festgestellt.
Türkisch soll mit der Aufnahme Zyperns in die Europäische Union Amtssprache
werden.
2002-06-10 Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm sind
Schadensersatzansprüche von Beifahrern gegen den Fahrzeuglenker um den
Mitverschuldensanteil der Beifahrer zu kürzen, doch ist ihr Beitrag bei einer
gemeinsamen Entwendung nicht auf die Beherrschung der Gefahr bei der Fahrt
gerichtet (6 U 239/1999).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I ist ein in einem
Pressearchiv (der Jungen Union) gespeichert einsehbarerer, als rechtswidrig
verbotener Boykottaufruf (gegen die Scientology Church) kein der
Unterlassungsklage zugänglicher verbotener Boykottaufruf (30 O 21972/2000).
Nach Aufdeckung erheblicher Wahlfälschungen bei der Kommunalwahl in Dachau
tritt die Ortsvorsitzende der Christlich Sozialen Union in Übernahme der
politischen Verantwortung zurück.
Nach einem Vorschlag der Europäischen Kommission für eine neue
Kraftfahrzeugversicherungsrichtlinie sollen u. a. Kraftfahrzeughalter künftig
im EU-Ausland leichter vorübergehenden Versicherungsschutz erhalten, weil im
Binnenmarkt ein umfassender grenzüberschreitender Versicherungsschutz
erforderlich ist.
Die Deutsche Post tauscht alle am 30. Juni 2002 ungültig werdenden, auf Mark
und Pfennig lautenden Briefmarken bis 30. September 2002 in ihren Filialen
kostenlos in neue Briefmarken um.
Ein Aktionär der EM.TV & Merchandising zeigt Werner Schmidt wegen Beihilfe
zur Untreue an.
Die Helkon Media AG wechselt zum 28. Juni 2002 aus Kostengründen vom neuen
Markt in den geregelten Markt.
Bis 1. Januar 2002 haben nur Deutschland, Österreich, Italien und Finnland die
1999 verabschiedete Richtlinie der Europäischen Gemeinschaft über
Verbrauchsgüterkauf und Verbrauchsgütergarantien in einzelstaatliches Recht
überführt.
Die Dividenden der im Deutschen Aktienindex aufgenommenen Unternehmen fallen
gegenüber dem Vorjahr um 26 Prozent.
Heinrich de Wall wechselt von Halle nach Erfurt.
Stefan Grundmann wechselt von Halle nach Erlangen-Nürnberg.
Andreas Hoyer wechselt von Regensburg nach Kiel.
Heinrich Menkhaus wird Professor für japanisches Recht in Marburg.
Jörg Neuner wird Professor in Augsburg.
Mathias Ruffert wechselt von Trier nach Mainz.
Anja Steinbeck wechselt von Mainz nach Köln.
Martin Führ wird in Frankfurt am Main für öffentliches Recht, Rechtstheorie und
Rechtsvergleichung habilitiert.
Lothar Michael wird in Bayreuth für öffentliches Recht und Rechtsphilosophie
habilitiert.
Andreas Thier wird in München für bürgerliches Recht, deutsche
Rechtsgeschichte, neuere Privatrechtsgeschichte, Verfassungsgeschichte,
Kirchenrecht, Rechtstheorie habilitiert.
2002-06-09 Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte
ist eine Beschwerde der von Deutschland nach der Herstellung der Einheit
Deutschlands ohne Entschädigung hinsichtlich ihres geerbten Bodenreformlands
enteigneten Bürger der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik ganz
offensichtlich begründet und einstimmig zur Entscheidung angenommen
(46720/1999).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann die Leistung
einer Bareinlage aus einer Kapitalerhöhung, durch die der Debetsaldo eines
Bankkontos zurückgeführt wird, auch dann zur freien Verfügung erfolgt sein,
wenn das Kreditinstitut der Gesellschaft mit Rücksicht auf die Kapitalerhöhung
auf einem andern Konto einen Kredit zur Verfügung stellt, der den Einlagebetrag
mindestens erreicht (II ZR 363/2000 18. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ruht die Verjährung
nach § 78b I Nr. 1 StGB auch bei in der ehemaligen Deutschen Demokratischen
Republik begangenen Sexualstraftaten (5 StR 476/2001 6. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss, wer als
(angeschlossenes) Mitglied der GEMA Anspruch auf Beteiligung als Komponist am
Wertungsverfahren der Sparte E geltend macht, gegebenenfalls nachweisen, dass
er in der Lage ist, wirtschaftlich verwertbare Werke dieser Sparte zu schaffen,
und dass die Aufführungen seiner Werke, auf die er seinen Anspruch stützt,
Werke dieser Art zum Gegenstand hatten (I ZR 41/99 13. Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann in einem
Verfahren gegen einen Jugendlichen der Angeklagte auch nach § 51 I 1 JGG
ausgeschlossen werden (4 StR 215/2001 15. November 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die in Fällen
so genannter greifbarer Gesetzwidrigkeit eine außerordentliche Beschwerde
zulassende Rechtsprechung auf das Urteilsverfahren nicht anwendbar (IX ZB
101/2001 27. September 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands schließen
Gleichheitssatz und Äquivalenzprinzip eine dreifach höhere Gebühr für die
nachträgliche Genehmigung eines Schwarzbaus nicht aus (9 B 51/2001 21.
September 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands können
haushaltsrechtliche Gründe (Prognose nur vorübergehender Verfügbarkeit von
Mitteln) die Befristung eines Arbeitsvertrags rechtfertigen (7 AZR 542/2000 14.
Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist eine betriebliche
Veranlassung von Pensions- und Tantiemezusagen an als Arbeitnehmer beschäftigte
nahe Angehörige des Arbeitgebers nicht allein deshalb zu verneinen, weil keine
fremden Arbeitnehmer mit vergleichbaren Tätigkeitsmerkmalen im Betrieb
beschäftigt sind und auch bei andern Unternehmen gleicher Größenordnung keine
vergleichbaren Beschäftigungsverhältnisse ermittelt werden können (VIII R
69/1998 18. Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands setzt die Beurteilung
des einem Arbeitnehmer geleisteten Ersatzes für entgangene oder entgehende
Einnahmen als Entschädigung im Sinn der §§ 24 Nr. 1 lit. A, 34 I, II EStG die
Beendigung des zu Grunde liegenden Arbeitsverhältnisses voraus (XI R 54/2000
10. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin rechtfertigt ein Hinweis
eines Richters auf eine mögliche Verjährung nicht die Besorgnis seiner
Befangenheit (19 Abl 3/2002 5. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm muss ein Wohnungseigentümer
die durch die Errichtung einer Mobilfunkantenne entstehende Benachteiligung
nicht hinnehmen (15 W 287/2001 3. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin sind 14 x 6 Meter
große, elf Monate lang hindurch an einem Gebäude angebrachte Werbeplanen (der
Sozialdemokratischen Partei Deutschlands in Berlin) keine Wahlwerbung für die
Dauer eines Wahlkampfs (2 SN 30/2001 7. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hechingen begründet das Mitverschulden
des Rauschgiftlieferanten am Tod des Rauschgiftverbrauchers eine Verpflichtung,
den Erben die Hälfte der Beerdigungskosten zu ersetzen (3 S 100/2001 20. März
2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen tritt die Rechtsfolge
eines gesetzlichen Forderungsübergangs nach § 28 II BSHG zu Gunsten des Trägers
der Einrichtung eines Pflegeheims auch ein, wenn Sozialhilfeträger und
Heimträger als Körperschaft identisch sind (19 K 6382/1999 19. Oktober 2001).
Philipp Jenninger 70.
2002-06-08 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann das
Streben nach Stärkung der Stellung des Zessionars gegen ein geschäftsmäßiges
Handeln bei der Einziehung einer abgetretenen Forderung sprechen (X ZR 228/2000
9. April 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs kann eine allgemeine
Geschäftsbedingung nicht wegen Unklarheit unwirksam sein, wenn sie von den
Beteiligten übereinstimmend verstanden wird (V ZR 405/2000 22. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf der
Beweisantritt zu einer Haupttatsache nicht auf Grund der Würdigung von
Indiztatsachen übergangen werden (XI ZR 183/2001 19. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der Strohmann
für einen gewerblichen Kredit grundsätzlich kein Verbraucher (VIII ZR 292/2000
13. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der Eintritt
der Unfähigkeit eines beklagten Rechtsanwalts zur Fortführung des Rechtsstreits
in jeder Lage des Verfahrens von Amts wegen zu beachten und kann noch im
Revisionsverfahren als neue Tatsache vorgebracht werden (IX ZR 235/2001 7. März
2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der Urheber
bei greifbaren Anhaltspunkten für einen Vergütungsanspruch vom
Nutzungsberechtigten Auskunft über den Umfang der Verwertung und die erzielten
Verkaufspreise verlangen, wobei auch eine branchenübliche Vergütung grob
unverhältnismäßig sein kann (I ZR 44/1999 13. Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands kann ein
Antrag auf Erteilung einer Ausnahmegenehmigung für die Ausstattung eines
Kraftfahrzeugs mit Kennleuchten für blaues Blinklicht abgelehnt werden, wenn
der angestrebte Zweck mit einfacheren Mitteln ebenfalls erreicht werden kann (3
C 33/2001 21. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist
eine Anhörungsbehörde im luftverkehrsrechtlichen Planungsfeststellungsverfahren
(Flughafen Schönefeld) auch zur Abhaltung eines Termins und zur Ergreifung
sitzungspolizeilicher Maßnahmen auf dem Gebiet eines benachbarten Landes befugt
(9 A 20/2001 30. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts ist bei
Ausweisung einer Grundstücksfläche einer Wohnungseigentümergemeinschaft zur
Sondernutzung als Kraftfahrzeugstellplatz eine andere Nutzung ausgeschlossen
und bedarf die Eintragung des Sondernutzungsrechts in das Grundbuch der
Bewilligung eines vorhandenen Kinderspielplatzmitnutzungsberechtigten (2 Z BR
30/2002 9. April 2002).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin ist die allgemeine
Geschäftsbedingung eines Mietvertrags „Der Mieter kann gegenüber dem Mietzins
oder sonstigen Forderungen des Vermieters aus dem Vertrag weder ein Minderungs-
oder Zurückbehaltungs/Leistungsverweigerungsrecht ausüben noch mit einer
bestrittenen oder nicht rechtskräftig festgestellten Gegenforderung aufrechnen“
wirksam (8 U 8203/2000 14. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg sind Vobis und Foris
nicht verwechselbar (3 U 265/2001 14. April 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg sind die Kinderbuchtitel
Tiger und Tom bzw. Gut gemacht Tigertom verwechslungsfähig (3 U 168/2001 13.
Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm ist bei Kündigung eines
Krankenversicherungsverhältnisses durch einen Versicherten der Versicherer nur
zur Erstattung der in die Versicherungszeit fallenden Krankenhauskosten
verpflichtet (20 U 84/2001 9. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München hat ein Träger des
Familiennamens Duck ein Vorrecht an der Internetadresse duck.de im Verhältnis
zu einem Informationsportal über die Ente (6 U 3512/2001 10. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Zweibrücken schließt die
rechtskräftige Aufhebung einer Prozesskostenhilfebewilligung eine
Neubewilligung im gleichen Verfahren nicht aus (5 WF 15/2002 8. April 2002).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz setzt eine
krankheitsbedingte Kündigung objektiv eine negative Prognose hinsichtlich der
künftigen Entwicklung voraus (3 Sa 651/2001 16. November 2001).
Fromm, Rüdiger/Vogt, Hans, Richtig schenken und vererben, 5. A. 2002
Heiß, Beate/Heiß, Hans, ABC der unterhaltspflichtigen Einkünfte, 2002
Himmelsbach, Gero, Das Mandat im Wettbewerbsrecht, 2002
Das Arbeitsrecht im BGB, hg. v. Schliemann, Harald, 2. A. 2002
Köster, Hans-Wilhelm/Pogge, Beate, Frühverrentung, Altersteilzeit,
Arbeitslosengeld, 4. A: 2002
Kröger, Detlef, Informationsfreiheit und Urheberrecht, 2002
Nordemann, Wilhelm, Das neue Urhebervertragsrecht, 2002
Troll, Max/Gebel, Dieter/Jülicher, Marc, ErbStG, 24. A. 2002
2002-06-07 Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands kann ein Behinderter
(Mutter zweier Kinder) von der Krankenkasse die dem neuesten Stand der Technik
entsprechenden Hilfsgeräte (elektronisch gesteuerte Beinprothese für 20000
Euro) verlangen (B 3 KR 68/2001 R).
Nach einer gerichtlichen Erledigterklärung des entsprechenden
Rechtsstreits mit der Lufthansa darf Ryanair den Flughafen Hahn als
Frankfurt-Hahn bezeichnen, weil inzwischen jeder weiß, dass Hahn nicht in
Frankfurt liegt.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main kann der
Grundstückseigentümer Verkehrssicherungspflichten an Mieter oder Hausverwalter
nur durch eindeutige Vereinbarungen übertragen (3 U 93/2001).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Oldenburg ist eine 2001 abgeschlossene
Partnerschaft Ende Mai 2002 ohne Trennungsjahr als Härtefall ohne Erhebung von
Unterhaltsansprüchen aufgehoben.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika muss Reynolds Tobacco Holdings Inc. 20 Millionen Dollar Strafe wegen
rechtswidriger Werbung für das Rauchen gegenüber Jugendlichen zahlen.
Der Bundestag Deutschlands beschließt die Möglichkeit nachträglicher Anordnung
einer Sicherungsverwahrung bei besonders schweren Straftaten (bei vorheriger
gerichtlicher Anordnung von Sicherungsverwahrung unter Vorbehalt).
Der Bundestag Deutschlands beschließt die Möglichkeit des Widerrufs von
Verbraucherdarlehen für den Grundstückskauf binnen zwei Wochen.
Der Bundestag Deutschlands beschließt die Verschärfung des Geldwäschegesetzes.
Nach einem Beschluss des Bundestags Deutschlands scheitert der Entwurf des
Gesetzes zur Einführung plebiszitärer Elemente in das Grundgesetz in das
Grundgesetz an der fehlenden Zweidrittelmehrheit.
Nach einem Beschluss des Bundestags Deutschlands wird die Donau zwischen
Straubing und Vilshofen ohne Staustufen ausgebaut.
Die Wirtschaftsminister der Mitgliedstaaten der Europäischen Union einigen sich
auf die Zulässigkeit von Beihilfen für den Steinkohlebergbau bis
2007(Stilllegung und Betrieb) bzw. 2010 (Betrieb).
Als Nachfolger Burkhard Jähnkes ist Joachim Wenzel Vizepräsident des
Bundesgerichtshofs Deutschlands, Ruth Rissing-van Saan vorsitzende Richterin.
Die Deutsche Börse schließt die Softmatic AG zum 30. Juni 2002 vom neuen Markt
aus.
Der Kurs der Aktie der Deutschen Telekom sinkt auf 10,15 Euro.
Wolfgang Kartte 75.
2002-06-06 Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs darf ein
Mitgliedstaat der Europäischen Union (Deutschland) Staatsbürgern anderer
Mitgliedstaaten keinen schlechteren Urheberrechtsschutz (kürzere Dauer der
Urheberrechte) gewähren als den eigenen Staatsangehörigen (C-360/2000).
Nach einer Entscheidung des Gerichts erster Instanz der europäischen
Gemeinschaften ist das Verbot des Zusammenschlusses von Airtours mit First
Choice Holidays durch die Europäische Kommission wegen fehlenden Nachweises der
Wettbewerbsbeeinträchtigung nichtig (T 342/1999).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine sofortige
Mängelbeseitigung durch den Besteller gerechtfertigt, wenn von einer Behörde
für den Fall der Nichtbeseitigung der Mängel die sofortige Schließung eines
Geschäftsbetriebs angedroht wird (X ZR 233/2000 15. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kommt ein
Maklervertrag mit Provisionszahlungspflicht nicht dadurch zustande, dass ein
Makler einem Interessenten ein Grundstück zum Kauf anbietet und der Kunde dem
Makler mitteilt, dass er den Hinweis nicht benötige, weil er den
Verkaufsgegenstand bereits kenne (III ZR 37/2001).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts kann bei
Vereinbarung einer einheitlichen Gestaltung eines Gesamtgrundstücks einer
Wohnungseigentümergemeinschaft ein Verbot des Anbringens von Blumenkästen auf
Dachterrassen beschlossen werden (2 Z BR 20/2001 22. März 2001).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Chemnitz kann der nachträgliche
Entfall einer besonders günstigen Belieferungsmöglichkeit ein Minderungsrecht
eines Mieters begründen (8 O 453/2001 28. September 2001).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Pinneberg, kann ein Mieter einer
frei von Baumängeln überlassenen Wohnung die Miete nicht mindern, wenn nach
baulichen Veränderungen durch ihn Smogerscheinungen auftreten (68 C 346/1999
19. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung der Vergabekammer Magdeburg darf Sachsen-Anhalt Beförderungsleistungen
im Nahverkehr nicht ohne durchschaubares Verfahren an die Deutsche Bahn AG
vergeben.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Österreichs kann ein
Sportlehrer die Kosten für Sportkleidung nicht von der Steuer absetzen, weil sich
Sportkleidung nicht klar von der in der privaten Lebensführung verwendeten
Kleidung unterscheiden lässt.
Nach Ansicht der Innenminister der Bundesländer Deutschlands besteht kein
dauerhaftes Aufenthaltsrecht für Minderheiten aus dem Kosovo in Deutschland.
Der Reichstag Schwedens beschließt ein uneingeschränktes Adoptionsrecht für
gleichgeschlechtliche Lebenspartner.
Die Wirtschaftsminister der Mitgliedstaaten der Europäischen Union beschließen
die Rechnungslegungspflicht nach internationalen Rechnungslegungsstandards für
börsennotierte Unternehmen ab 2005.
Die Deutsche Bahn AG schreibt vor, dass große Hunde im Zug künftig einen
Maulkorb tragen müssen und kleine Hunde in besondern Tragetaschen oder
Transportboxen befördert werden sollen.
Die Regierungsfraktionen Deutschlands einigen sich auf ein
Antikorruptionsregister.
McDonald’s will 10 Millionen Dollar an Stiftungen Indiens für die unrichtige
Behauptung vergeben, mit Rinderfett gefrittete Pommes seien vegetarisches
Essen.
Der Kurs der Aktie der Deutschen Telekom sinkt auf 10,51 Euro.
Der Senat fünf der Fußballbundesliga Österreichs entzieht dem dreimaligen
Fußballmeister FC Tirol in Innsbruck wegen Überschuldung die Lizenz für die
kommende Spielzeit.
Nach Untersuchungsergebnissen der Arizona State University reichen knapp
20 Nervenzellen (von Affen) in der motorischen Hirnrinde aus, um einen Cursor
auf dem Bildschirm über Hirnelektroden ähnlich genau und schnell zu bewegen wie
über Muskeln von Arm und Hand.
2002-06-05 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine die
Haftung auch bei grober Fahrlässigkeit auf eine Obergrenze im
Paketbeförderungsdienst (UPS) festlegende allgemeine Geschäftsbedingung
unwirksam (I ZR 158/1999 15. November 2001).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln besteht aus dem Grundrecht
auf Information und dem Gleichheitsgrundsatz kein Anspruch eines Eigentümers
einer digitalen Satellitenempfangsanlage gegenüber der Arbeitsgemeinschaft
deutscher Rundfunkanstalten auf Übertragung aller Spiele der Fußballweltmeisterschaft
in Südkorea bzw. Japan (6 L 1308/2002).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Köln erhält eine Lehrerin 2550 Euro
Schmerzensgeld wegen Verletzung ihres Persönlichkeitsrechts durch eine
Fernsehsendung Stefan Raabs (Bimmelbingos nächtliches Zerren von Menschen im
Schlafanzug vor die Kamera) (134 C 604/2001).
Nach einer Entscheidung des Schiedsgerichts der Deutschen Börse wird In-Motion
nicht vom neuen Markt ausgeschlossen.
Nach einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs Österreichs darf ein
Großhändler auch Erzeugnisse von Wettbewerbern Sonys als Walkman im Sinne einer
allgemeinen Bezeichnung für tragbare Kassettenspieler benennen
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Italiens ist ein seine Ehefrau
während der Entbindung endgültig verlassender Ehemann auch zu 5160 Euro
Schadensersatz wegen seelischer Grausamkeit verurteilt.
Die Bundesregierung Deutschlands beschließt einen verstärkten Schutz der
Telefonkunden gegenüber schädigenden Handlungen mit (0190-)Rufnummern (unverlangte
Werbung, Aufspielen unerkannter Einwählprogramme, Kassieren von hohen
Telefongebühren mittels Scheinangeboten) durch Sperrvorschriften und
Kennzeichnungsgebote.
Der Finanzausschuss des Bundestags Deutschlands beschließt Steuerbefreiung für
alle Biokraftstoffe.
Die Europäische Union weist 15 Milliarden Euro Überschuss für den Haushalt 2001
auf.
Die gemeinschaftsrechtlichen Vorschriften der Europäischen Union haben derzeit
einen Umfang von etwa 80000 Seiten.
Die Europäische Kommission leitet ein Prüfungsverfahren gegen Frankreich wegen
der Verlängerung der Beihilfen für Luftfahrtgesellschaften Frankreichs ein.
Die Präsidenten der Obergerichte der ordentlichen Gerichtsbarkeit Deutschlands
sprechen sich für die öffentliche Ausschreibung der Stellen für Bundesrichter
aus.
Nach Ansicht des Bundesrechnungshofs Deutschlands sind die Transrapidvorhaben
Deutschlands unter dem Gesichtspunkt der sparsamen Verwendung öffentlicher
Mittel nicht verwirklichungswert.
George Walker Bush bezweifelt, dass die vom Menschen verursachte Klimaerwärmung
zu erheblichen Veränderungen in den Ökosystemen Nordamerikas führt.
2002-06-04 Königin Elisabeth II. von Großbritannien feiert ihr 50jähriges
Thronjubiläum unter Zustimmung von 80 Prozent der Briten zur Monarchie.
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs darf der Erwerb von
Aktien durch Ausländer (Staatsangehörige eines andern Mitgliedstaats) in
Mitgliedstaaten der Europäischen Union durch Gesetz eines Mitgliedstaats
(Frankreich, Portugal, Belgien, sog. goldene Aktie) wegen der
Kapitalverkehrsfreiheit nur eingeschränkt werden, wenn an dem verfolgten Ziel
ein allgemeines oder strategisches Interesse eines Mitgliedstaats besteht,
wofür Gründe wirtschaftlicher Art nicht genügen.
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands muss ein durch
Klage die gerichtliche Feststellung, dass er nicht freier Mitarbeiter, sondern
Arbeitnehmer war, erreichender Beschäftigter den den üblichen Arbeitslohn
übersteigenden Teil seines Entgelts an den Arbeitgeber zurückzahlen (5 AZR
680/2000 29. Mai 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands hat ein auf dem
Weg zur Arbeit bei Dunkelheit vor einer Bergkuppe und einer Rechtskurve eine
Fahrzeugkolonne überholender Kraftfahrzeugführer Anspruch auf Leistungen der
gesetzlichen Unfallversicherung (B 2 U 11/2001 R).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands ist ein beim
Abduschen von Arbeitsschmutz in einem Hotelzimmer eines Montagearbeiters
entstehender Körperschaden (Armbruch) kein Arbeitsunfallschaden, so dass die
gesetzliche Unfallversicherung nicht leistungspflichtig ist (B 2 U 21/2001 R).
Nach einer erneuten Entscheidung des Landgerichts Kempten ist Hermann Reichertz
wegen der Bezeichnung Michel Friedmans als Zigeunerjude zu 3000 Euro Geldstrafe
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Koblenz hat ein Schuldner
grundsätzlich keinen Anspruch auf Beiordnung eines Rechtsanwalts in einem
Verbraucherinsolvenzverfahren (2 Z 88/2002).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Frankfurt am Main darf ein
Verkaufsleiter eines Kommunikationsunternehmens während der Probezeit mit der
(pauschalen) Begründung, er habe sich ruppig und unverschämt verhalten,
entlassen werden (4 Ca 8374/2001).
Das Disziplinarverfahren gegen Ministerialdirigent Hammes wegen Löschung
elektronischer Daten nach dem Regierungswechsel in Deutschland 1998 ist ohne
Verhängung einer Disziplinarmaßnahme eingestellt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg haben
Nachbarn des Flughafens Lahr keinen Anspruch auf Unterlassung von Nachtflügen,
weil die Lärmbelästigung nicht unzumutbar ist.
Der Supreme Court der Vereinigten Saaten von Amerika lehnt eine Entscheidung
über eine Klage der Erben Heinrich Hofmanns über die Herausgabe verschiedener
1945 auf Grund einer politischen Entscheidung von den Vereinigten Staaten von
Amerika erworbenen (beschlagnahmten bzw. enteigneten bzw. konfiszierten)
Bildern und Fotos Adolf Hitlers ab.
Das Amtsgericht Charlottenburg wird das Insolvenzverfahren über das Vermögen
der Herlitz AG eröffnen.
Die Buchhandelskette Libro muss mit einem Insolvenzverfahren rechnen.
Der Landesvorstand Nordrhein-Westfalen der Freien Demokratischen Partei
Deutschlands lehnt den Ausschluss des der Regierung Israels Nazimethoden
gegenüber den Palästinensern vorwerfenden Politikers Karsli aus der
Landtagsfraktion ab.
Die Abgeordnetenkammer Italiens stimmt mehrheitlich einem neuen
Einwanderungsgesetz zu.
Der Manager des mit 16 Millionen Euro verschuldeten dreifachen Fußballmeisters
Österreichs (FC Tirol in Innsbruck) ist wegen des Verdachts des schweren
Betrugs verhaftet.
Der Deutsche Aktienindex fällt auf 4585 Punkte.
2002-06-03 Die Europäische Kommission gewährt den Fußballverbänden eine Ausnahme
für die Vermarktung der Übertragungsrechte an den Spielen der Champions League.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München haftet eine mit 25
Prozent an einem Unternehmen des Ehemannes beteiligte, für Unternehmensschulden
bürgende und damit finanziell krass überforderte Ehefrau wegen Sittenwidrigkeit
des Rechtsgeschäfts nicht (23 U 4461/2001).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München ist das Fehlen der im Katalog
aufgeführten Geräte auf einem Reisesegelschiff ein Reisemangel, nicht dagegen
das Vorhandensein üblicher Geräusche (191 C 3764/2001).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Österreichs sind
Verzugszinsen von Schadensersatzansprüchen als Einkommen zu versteuern.
Der Ministerrat der Europäischen Union einigt sich über den Schutz von
Arbeitnehmern vor den Gefahren von Asbest.
Microsoft vergleicht sich mit der Wertpapieraufsichtsbehörde Securities and
Exchange Commission auf die Anwendung aktionärsfreundlicherer
Rechnungslegungsmethoden.
Die Flender Werft AG beantragt bei dem Amtsgericht Lübeck die Eröffnung des
Insolvenzverfahrens.
Napster Inc. beantragt Gläubigerschutz.
Israel beginnt den Bau der Siedlung Goldene Aussicht in Ostjerusalem.
Der Deutsche Aktienindex sinkt auf 4747 Punkte.
Die Volkswagen AG ruft fast eine Million Personenkraftwagen wegen Schwächen in
der Zuleitung des Bremskraftverstärkers zurück.
Nach einer Entscheidung der Regulierungsbehörde Deutschlands für
Telekommunikation und Post muss die Deutsche Telekom Vertragsstrafen bezahlen,
wenn sie Wettbewerbern bestellte Mietleistungen nicht rechtzeitig zur Verfügung
stellt.
2002-06-02 Die Schweiz nimmt in einer Volksabstimmung mit einer Mehrheit von 70
Prozent den Abbruch der Schwangerschaft während der ersten 12 Wochen bei
schriftlicher Geltendmachung einer Notlage nach einem Gespräch mit einem Arzt
an.
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist eine von einem
(deutschen) Arbeitnehmer (mit Wohnsitz in Krefeld) über dem Festlandsockel (der
Niederlande) verrichtete Arbeit als eine im Hoheitsgebiet des Staats
(Niederlande) verrichtete Arbeit anzusehen und ist der Ort, an dem ein
Arbeitnehmer gewöhnlich seine Arbeit verrichtet, der Ort, an dem oder von dem
aus er unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls den wesentlichen
Teil seiner Verpflichtungen gegenüber seinem Arbeitgeber (während des größten
Teils der Arbeitszeit) tatsächlich erfüllt (hilfsweise Klage am Ort der
einstellenden Niederlassung oder am Ort des Wohnsitzes des Arbeitgebers)
(37/2000 27. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die in §
145a StPO bestimmte Mitteilungspflicht an den Angeklagten eine die Wirksamkeit
der Zustellung an den Verteidiger unberührt lassende Ordnungsvorschrift (2 BvR
1356/2001 20. Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist es einem
vorsätzlichen Schädiger nicht in jedem Fall verwehrt, sich auf ein
Mitverschulden des Geschädigten zu berufen, und kommt ein Anscheinsbeweis für
die vorsätzliche Verwirklichung einer Straftat grundsätzlich nicht in Betracht
(VI ZR 398/2000 5. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat ein
Urkundsnotar bei einer aus von ihm zu vertretenden Gründen inhaltlich
fehlerhaften Urkunde den Eintritt eines Schadens durch umgehende Nachbesserung
ohne zusätzliche Gebühren zu vermeiden (IX ZR 434/2000 17. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann Mitglied einer
Bande auch sein, wer nur eine Gehilfentätigkeit ausführen soll (4 StR 499/2001
15. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands reichen die
Beweislastregeln des CISG nicht weiter als sein materieller Geltungsbereich
(VIII ZR 304/2000 9. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands besteht die
Amtspflicht zu richtiger, klarer, unmissverständlicher und vollständiger
Auskunft gegenüber jedem Dritten, in dessen Interesse oder auf dessen Antrag
die Auskunft erteilt wird, und kann hinsichtlich eines aus einer behaupteten
Falschauskunft hergeleiteten Amtshaftungsanspruchs eine Feststellungsklage
erhoben werden (III ZR 191/2000 3. Mai 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands schließt der
Anspruch eines Sozialhilfeträgers auf Erstattung überhöhter, an einen
Heimträger auf Grund einer Kostenverpflichtungserklärung erbrachter Zahlungen
Verzugszinsen nicht ein (5 C 5/2000 20. September 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands führt eine
gebotene Besitzstandswahrung bei einem Betriebsübergang grundsätzlich nur
insoweit zu einem erhöhten Versorgungsanspruch, wie die Ansprüche aus der
Neuregelung im Versorgungsfall hinter dem zurückbleiben, was bis zum
Betriebsübergang erdient war (3 AZR 660/2000 24. Juli 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands überlässt der
Arbeitgeber dem Arbeitnehmer auch dann ein Kraftfahrzeug unentgeltlich zur
privaten Nutzung, wenn der Arbeitnehmer das Kraftfahrzeug auf Veranlassung des
Arbeitgebers least, der Arbeitgeber sämtliche Kosten des Kraftfahrzeugs trägt
und im Innenverhältnis zum Arbeitnehmer allein über die Nutzung des
Kraftfahrzeugs bestimmt (VI R 62/1996 6. November 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist bei der
Ermittlung der Einkünfte des Kinds im Sinn von § 32 IV 2 EStG ein Verlustabzug
nicht zu berücksichtigen (VI R 169/2000 24. August 2001).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts kann ein
Rechtsanwalt eine Betreuertätigkeit nach anwaltlichem Gebührenrecht abrechnen,
wenn die Tätigkeit rechtsanwaltsspezifisch ist (3 Z BR 268/2001 17. Dezember
2001).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts liegt eine
konkrete Förderung oder Erleichterung der Haupttat durch die Bestärkung des
Tatentschlusses des Haupttäters regelmäßig nicht vor, wenn bei einem
Dauerdelikt wie dem Vergehen des unerlaubten Aufenthalts der (kroatische) Täter
zur Fortsetzung seines Verhaltens unter allen Umständen entschlossen ist (4 St
RR 77/2001 25. Juni 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg sind für einen
Rechtsstreit eines Rechtsanwalts gegen einen als Arbeitnehmer beschäftigten
Rechtsanwalt über die Herausgabe von Mandantenakten die Arbeitsgerichte
zuständig (14 W 10/2001 7. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Bautzen kann die
Bewilligung von Prozesskostenhilfe nicht zu Gunsten einer verstorbenen Partei
oder ihres Prozessbevollmächtigten erfolgen (5 BS 272/2000 18. Januar 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster kann Pflegegeld für
einen in der Vergangenheit liegenden Zeitraum gewährt werden, wenn der Hilfe
Suchende nur deshalb zunächst untätig geblieben ist, weil ihm der
Sozialhilfeträger eine falsche Rechtsauskunft erteilt hat (12 A 3386/1998 20.
Juni 2001).
Nach einem Beschluss des Parlaments des Irans erhält der Vater das Sorgerecht
über den Sohn nicht mehr nach Vollendung des zweiten, sondern erst nach
Vollendung des siebten Lebensjahrs, doch kann nach einem Gespräch mit dem Kind
das Sorgerecht auch danach noch bei der Mutter verbleiben.
2002- 06-01 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein
privatschriftliches, als sofortige und weitere Beschwerde bezeichnetes, beim
Landgericht gegen die Zurückweisung einer Beschwerde gegen einen
Kostenfestsetzungsbeschluss eingelegtes Rechtsmittel nicht in eine vom
Bundesgerichtshof zu entscheidende Rechtsbeschwerde umgedeutet werden (XII ZB
27/2002 20. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Ausfallhaftung des § 31 III GmbhG (auch der nur durch Einverständnis mit dem
Vermögensabzug an der Existenzvernichtung der Gesellschaft mitwirkenden
Gesellschafter) auf den Betrag der Stammkapitalziffer beschränkt (II ZR
196/2000 25. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist das Festhalten
am Vertrag trotz Unwirksamkeit einer allgemeinen Geschäftsbedingung für den
Verwender unzumutbar, wenn feststeht, dass er den Vertrag ohne die Klausel
nicht geschlossen hätte (V ZR 26/2001 22. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands besteht die
Klagebefugnis einer Rechtsanwaltskammer gegen einen ihr angehörenden
Rechtsanwalt trotz der Möglichkeit berufsrechtlicher Mittel (z. B. belehrender
Bescheid, Rüge) und entfällt die Vermutung der Wiederholungsgefahr nach
klarstellender Gesetzesänderung über die Verbotenheit eines beanstandeten
Verhaltens (I ZR 29/1999 25. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann ein Unternehmer
einen zur gemischten Nutzung erworbenen Gegenstand (Personenkraftwagen) seinem
Unternehmen ganz oder teilweise zuordnen, wobei die Geltendmachung des
Vorsteuerabzugs ein Indiz für die Zuordnung zum Unternehmen ist (V R 25/1996
28. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe schließt ein einen
Maklervertrag ablehnender Kunde nicht dadurch konkludent einen Maklervertrag,
dass er dem Makler gestattet, für einen Erwerbsinteressenten eine
Wohnungsbesichtigung vorzunehmen (15 U 9/2001 30. März 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München werden Pflichtangaben im
Internet nicht geboten, wenn sie nur durch mehrere Schritte erforderliche Links
erreichbar sind (29 U 5688/2001 7. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Trier ist bei einem Vergleich
hinsichtlich der Berechtigung der Kostenregelung auf die Vergleichssituation
abzustellen (3 S 171/2001 7. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz spricht die
räumliche Zuordnung eines Personal Computers zu einem steuerlich bereits anerkannten
Arbeitszimmer für eine überwiegend berufliche Nutzung (6 K 1960/1998).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz kann bei
feststehender beruflicher Nutzung eines privaten Personal Computers der
berufliche Anteil auf 35 Prozent geschätzt werden (5 K 1249/2000).
Herbert Schnoor 75.
Einführung in das neue Schuldrecht, hg. v. Schwab, Martin/Witt, Carl-Heinz,
2002
Vygen, Klaus/Schubert, Eberhard/Lang, Andreas, Bauverzögerung und
Leistungsänderung, 4. A. 2002
Schumann, Gerhard, Erbvertragsrecht, 2002
The German Takeover Law, hg. v. Apfelbacher, Gabriele/Barthelmess,
Stephan/Buhl, Thomas/Dryander, Christof von, 2002
Markenrecht, hg. v. Schultz, Detlef von, 2002
Römer, Wolfgang/Langheid, Theo, Versicherungsvertragsgesetz, 2. A. 2002
Henrici, Horst, Der rechtliche Schutz für Scheinselbständige, 2002
Pfeiffer, Gerd, Strafprozessordnung und Gerichtsverfassungsgesetz, 4. A. 2002
Bockemühl, Jan, Handbuch des Fachanwalts, 2. A. 2002
Mock, Peter, Zweifelsfälle im Gebührenrecht, 2. A. 2002
Selbmann, Ralf H., Das Mahnverfahren, 2. A. 2002
In veritate libertas!
Ceterum censeo corruptionem esse delendam! Faustus felixque veridicus!
In der Wahrheit die Freiheit! Im übrigen bin ich
dafür, die Verderbnis zu beseitigen! Glücklich, wer die Wahrheit auf seiner
Seite hat!