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o. Univ.-Prof. Dr. Gerhard Köbler |
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Universität Innsbruck |
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Tel. +43/512/507/8050 Fax +43/512/507/2826‚ 2840 |
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Gerhard.Koebler@uibk.ac.at |
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OLAF ist einsame Spitze
im Kampf gegen arme Lügner, dumme Schmierer, üble Fälscher, arge Betrüger und
ihr kollusives Umfeld.
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Im Milleniumsspiel lautet die Millionenfrage und die Tausendeurofrage Warum gibt es nicht mehr solche Professoren?
Was? Wann? Wo? Wie? Warum? – Grundfragen dargestellt an
Grundlagen:
Was ist schöner als ein Leistung, Wahrheit und Freiheit förderndes, Inzucht,
Betrug und Korruption ablehnendes Zentrum integrativer europäischer Legistik?
Was ist
Wann wird auch in den Sümpfen Recht
gegen Unrecht siegen?
Wo ergaunern gerissene Ganoven
gemeinschädliche Gefälligkeitsnetzwerke?
Wie teilen Lügner und Konsorten
selbstbedienend und betrügend?
Warum verliert eine Fakultät mit
schlechten Noten das Gesicht?
2002-05-31 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands bewirkt die
Widerrufbarkeit eines an der Haustüre geschlossenen
Immobilienfinanzierungsvertrags nicht ohne weiteres die Unwirksamkeit des
zugrunde liegenden Grundstückskaufvertrags (XI ZR 91/1999 9. April 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf eine
Rechtsanwaltskanzlei den Namen eines ursprünglich damit einverstandenen,
ausgeschiedenen Rechtsanwalts (Patentanwalts) auch dann (unter Hinweis auf das
Ausscheiden auch in einer Partnerschaft) fortführen, wenn der ausgeschiedene
Rechtsanwalt unter seinem Namen eine neue Rechtsanwaltskanzlei eröffnet ( I ZR 195/1999 28. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands darf eine Zeitung
(Handelsblatt) von einem Redakteur ohne Mitwirkung des Betriebsrats den Verkauf
der Aktien der Unternehmen verlangen, über die der Redakteur regelmäßig
berichtet (1 ABR 32/2001 4. Juni 2002).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Düsseldorf ist der Mindeststeuersatz
Deutschlands von 25 Prozent für beschränkt Abgabenpflichtige (Niederländer) in
Deutschland wegen Verletzung der Niederlassungsfreiheit (bzw. Diskriminierung)
europarechtswidrig (11 K 5753/1999 E).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist die
Verweigerung vollständiger Reiseunterlagen durch einen Reiseveranstalter
gegenüber unter dem Vorbehalt rechtlicher Nachprüfung den Reisepreis zahlenden
Kunden wettbewerbswidrig (6 U 50/2001 21. März 2002).
Der Bundesrat Deutschlands stimmt dem Stammzellgesetz, dem Gesetz zur Änderung
schadensersatzrechtlicher Vorschriften (Haftung von Kindern für von ihnen
verursachte Verkehrsunfälle ab Vollendung des 10. Lebensjahrs, Schmerzensgeld
unabhängig von Verschulden, Beweislast bei Arzneimittelschäden bei dem
Hersteller), der Erleichterung von Stiftungen und dem Regionalisierungsgesetz
zu.
Der Bundesrat Deutschlands ruft wegen des Waffengesetzes, wegen des Verbots von
Studiengebühren, wegen des Tariftreuegesetzes und wegen vieler
steuergesetzlicher Änderungen den Vermittlungsausschuss an.
Die Ford AG will ihre freien Aktionäre abfinden.
Die Kartellbehörde der Vereinigten Staaten von Amerika genehmigt die Übernahme
der Aventis Crop Science durch die Bayer AG unter Auflagen.
Die Cargolifter Development AG stellt einen Antrag auf Eröffnung des
Insolvenzverfahrens bei dem Amtsgericht Cottbus.
Der Deutsche Gewerkschaftsbund will nicht mehr am Beschäftigungspakt Bayerns
teilnehmen.
Christian Rollmann wird alleiniger Vorstand der Foris AG.
2002-05-30 Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz ist eine einem
Makler Doppeltätigkeit erlaubende allgemeine Geschäftsbedingung neben einem
Makleralleinauftrag über 6 Monate ohne das Hinzutreten sonstiger Umstände nicht
rechtswidrig (5 U 707/2000 22. Februar 2001).
Nach einer Entscheidung des Präsidenten des deutschen Bundestags muss die
Sozialdemokratische Partei Deutschlands 493000 Euro Strafe für 482000 DM nicht
ordnungsgemäß verbuchte und damit unerlaubt angenommene Spenden zahlen.
Das Europäische Parlament stimmt der Öffnung des Automarkts zu, so dass die
Niederlassungsfreiheit für Autohändler vom 1. Oktober 2002 bis 31. Mai 2010
durch Verordnung der Kommission geregelt wird.
Nach einer Entscheidung der Bundesregierung Deutschlands wird der Einsatz
deutscher Soldaten in Mazedonien um 4 Monate verlängert.
Sieben Verträge der Schweiz mit der Europäischen Union treten in Kraft, nach
denen u. a. nach einer Übergangsfrist von zwei und drei Jahren Deutsche in der
Schweiz ähnlich wie in Mitgliedstaaten der Europäischen Union arbeiten und
wohnen dürfen.
Christian Rollmann scheidet aus dem Vorstand der Foris AG aus.
Der Kurs der Aktie Deutschen Telekom sinkt auf 11,48 Euro, der Kurs der Aktie
von MLP auf 42 Euro, der Kurs des DAX auf 4749 Punkte.
Israel dringt auf der Suche nach Straftätern immer wieder in unterschiedliche
autonome Gebiete der Palästinenser ein.
2002-05-29 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist
ein Vorlagebeschluss eines Gerichts (Bundessozialgerichts) wegen möglicher
Verfassungswidrigkeit einer Rückwirkung einer neuen Gesetzesbestimmung
unzulässig, wenn das Gericht nicht hinreichend geprüft hat, ob eine
rückwirkende Anrechnung nicht bereits durch das geltende Verfahrensrecht
ausgeschlossen ist (1 BvL 19/1997 20. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands kann die
Erschöpfung des Rechtswegs in der Hauptsache geboten sein, wenn nach der Art
der gerügten Grundrechtsverletzung das Hauptsacheverfahren die Möglichkeit
bietet, der verfassungsrechtlichen Beschwer abzuhelfen (1 BvR 13/2002 18.
Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist
eine sexuelle Beziehung eines Soldaten zur Ehefrau eines Kameraden oder
Untergebenen auch in einem Musikkorps ein grober, zu Unruhe führender Verstoß
gegen die Kameradschaftspflicht (2 WD 42/2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist für die
Erforderlichkeit einer mündlichen Verhandlung im verwaltungsgerichtlichen
Normenkontrollverfahren maßgebend, ob die angegriffene planerische Festsetzung
auf das Eigentum eines Eigentümers außerhalb des Plangebiets unmittelbar
einwirkt und welche konkreten Beeinträchtigungen beispielsweise erst in einem
nachfolgenden Baugenehmigungsverfahren zu beurteilen sind (4 BN 41/2001 30.
Juli 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg ist die im Hinblick auf
eine nur geplante internationale Expansion veröffentlichte Werbung eines in
Deutschland bekannten Onlinediensts als „kommende Weltmarke im Internet“ wegen
Irreführung des Verbrauchers wettbewerbswidrig (3 U 295/2001 21. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm begründet das auf
einzeitlich befristetes Visum begründete Studium eines Kinds im Ausland
regelmäßig keinen Wohnsitz am Studienort, aber einen gewöhnlichen Aufenthalt (8
WF 27/2001 2. Mai 2001).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern ist die die
gesetzliche Grundlage für die Gartenstadtsatzung Münchens darstellende Verordnung
über Mindestabstandsflächen von Gebäuden in besondern Siedlungsgebieten nicht
am 31. Dezember 1999 außer Kraft getreten, weil die Übergangsregelung der
bayerischen Bauordnung nur das Außerkrafttreten des Ortsrechts aus der Zeit vor
1962 regelt (2 B 3340/1999).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Bautzen ist die
Erforderlichkeit dreier mindestens mit 4,00 Punkten bewerteter Klausuren für
das Bestehen der juristischen Staatsprüfung verfassungsgemäß und sind
Skizzenblätter einer Klausur nur dann Bestandteil einer Bearbeitung, wenn sie
nach ihrem Inhalt geeignet sind, die Bearbeitung zu ergänzen (4 BS 156/2001 11.
September 2001).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Köln sind Aufwendungen für ein
Auslandsstudium zum Erwerb des Master of Law im
Anschluss an die erste juristische Staatsprüfung als vorweg genommene
Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit als Referendar
absetzbar (10 K 9033/1998 9. November 2001).
Die Verordnung der Europäischen Gemeinschaft 1346/2000 vom 30. Juni 2000
betreffend das Insolvenzrecht (Eröffnung des Insolvenzverfahrens vor den
Gerichten des Mitgliedstaats, in dem der Schuldner den Mittelpunkt seiner
hauptsächlichen Interessen hat) tritt am 31. Mai 2002 in allen Mitgliedstaaten
der Europäischen Union (mit Ausnahme Dänemarks) in Kraft.
Dietrich Ranft Großdeuben bei Leipzig 27. April 1922-München 29. Mai 2002.
2002-05-28 Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands
können sich Richter der Heranziehung als Wahlhelfer nicht mit der Begründung
entziehen, dass sie als Angehörige der rechtsprechenden Gewalt nicht Aufgaben
der vollziehenden Gewalt ausführen dürften, weil Aufgaben ehrenamtlicher
Wahlhelfer keine Aufgaben vollziehender Gewalt sind (6 C 22/2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist Microsoft für die von
einem privaten Internetnutzer in einem Forum verbreiteten Fotomontagen des
Kopfes Steffi Grafs auf verschiedenen nackten Körpern verantwortlich, weil es
die Plattform für diese Bilder zur Verfügung gestellt und Links zu eigenen
Erzeugnissen angeboten hat.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I hat ein Pauschalreisender
Anspruch auf Schadensersatz, wenn das für ihn bestimmte Ferienhotel bei seiner
Ankunft überbucht ist und ein gleichwertiges Ersatzhotel nicht tatsächlich zur
Verfügung gestellt wird (15 S 12104/2000).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Australiens hat ein 77jähriger
Kläger keinen Anspruch auf Ersatz von 605700 Euro psychischen Schadens infolge
der Innehabung aller führenden Posten der Regierung New South Wales’ durch
Frauen.
Die IG Metall klagt gegen drei Betriebsräte Opels in Bochum wegen mutmaßlichen
Stimmenkaufs mittels fingierter Schuldscheine.
Eon Energie AG übernimmt die Mehrheit an dem Regionalversorger EAM.
Saarland und Thüringen verhängen Haushaltssperren.
Peguform GmbH & Co KG stellt bei dem Amtsgericht Freiburg im Breisgau
Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens.
CargoLifter AG teilt ihre Zahlungsunfähigkeit mit.
Hajo Hoffmann tritt als Präsident des deutschen Städtetags zurück.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Düsseldorf hat anscheinend die Balli-Gruppe
56,5 Millionen Euro aus dem Klöckner-Konzern abgezogen und damit anschließend
die Übernahme des Konzerns finanziert, während der Verbleib weiterer 63,5
Millionen Euro ungeklärt ist.
2002-05-27 Das Bundeskartellamt Deutschlands untersagt die Übernahme der Minol
Messtechnik W. Lehmann GmbH & Co KG durch die Viterra Energy Services AG
wegen der marktbeherrschenden Stellung des Übernehmers in der
Wärmekostenabrechnung.
Hessen verhängt eine Haushaltssperre (mit Ausnahme der Schulen und
Hochschulen).
Der Deutsche Aktienindex liegt bei 4944 Punkten.
Der Kurs des Euro liegt bei 0,92 Dollar.
Die Aktie der Deutschen Telekom wird angesichts ihres derzeitigen Tiefststandes
langfristigen Anlegern empfohlen.
Die Verordnung der Europäischen Union zur Einführung der Domain eu ist im
Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften unter dem 30. April 2002 erschienen.
Die Sparkasse Frankfurt am Main übernimmt die Konten der Gontard &
Metallbank AG Frankfurt am Main.
Nur 5 Prozent der Unternehmen Deutschlands geben an, gemeldete Stellen mit
Hilfe des Arbeitsamts besetzen zu können.
Eberhard Schulte-Wissmann ist als Oberbürgermeister Wiesbadens wieder gewählt.
Der Vertrag des Intendanten Christoph Nix in Kassel wird nicht über 2004
verlängert.
2002-05-26 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kommt eine
Übertragung der Untersuchung und Entscheidung in einer Strafsache an ein anderes
als das an sich zuständige Gericht nur dann in Betracht, wenn die Gefährdung
der öffentlichen Sicherheit ihren Ursprung in der Durchführung der Verhandlung
gerade vor dem zuständigen Gericht hat und nicht auf andere Weise als durch
einen Eingriff in das gesetzliche Zuständigkeitssystem beseitigt werden kann (3
Ars 17/2002 4. April 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands bewirkt die
Leistung eines Schuldners mit darlehensweise in Anspruch genommenen Mitteln
gegenüber einem späteren Insolvenzgläubiger regelmäßig eine
Gläubigerbenachteiligung, wenn das Schuldnervermögen nach der
Verfahrenseröffnung nicht zur Befriedigung aller Forderungen ausreicht (IX ZR
115/1999 7. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der Eigentümer
von dem mittelbaren Besitzer einer Sache mit Rücksicht auf § 283 BGB Herausgabe
nur verlangen, wenn der mittelbare Besitzer sein Unvermögen zur Herausgabe zu
vertreten hat (II ZR 253/2000 28. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands verliert der Zedent
durch eine Sicherungsabtretung regelmäßig nicht die Befugnis, eine Nachfrist
zur Erfüllung des Vertrags mit Ablehnungsdrohung zu setzen, und haftet der zur
Beschaffung der Baugenehmigung verpflichtete Unternehmer für die von ihm zu
vertretende Verzögerung der Baugenehmigung und der Baufreigabe (VII ZR 490/2000
17. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands berührt ein
Verwirkungstatbestand im Verhältnis zu einem Gesamtschuldner für sich allein
nicht den Anspruch des Gläubigers gegenüber einem andern Gesamtschuldner und
kann die Weggabe eines wertvollen Vermögensgegenstands ein Indiz für die
Gläubigerbenachteiligungsabsicht des Schuldners ein (IX ZR 158/2000 6. Dezember
2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine Berufung
nicht hinreichend begründet, wenn nur die Gründe des angefochtenen Urteils
wiederholt und als unzutreffend bezeichnet werden oder andere angemessene
Verhaltensweisen nicht beachtet werden (X ZR 196/1999 18. September 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands trifft die
Passivlegitimation für die Erstattung der Nothilfekosten den Sozialhilfeträger,
der bei rechtzeitiger Kenntnis die Sozialhilfe zu gewähren gehabt hätte (5 C
21/2000 14. Juni 2001).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin ist die Klausel eines
Internetauktionsplattformanbieters „Mit Ablauf der vom Verkäufer bestimmten
Zeit kommt zwischen dem Verkäufer und dem Höchstanbieter ein Kaufvertrag zu
Stande“ nicht rechtswidrig (29 U 30/2001 15. August 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg sind die Partner
einer eheähnlichen Lebensgemeinschaft mit einem gemeinsamen Kind
Familienangehörige im Sinn des § 67 II VVG oder zumindest wie solche zu
behandeln (14 U 104/2001 6. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg ist Privatperson im
Sinne des § 475 StPO auch ein Zeuge, soweit er nicht wegen einer gleichzeitigen
andern Verfahrensstellung vorrangigen Regelungen des Auskunftsrechts oder
Akteneinsichtsrechts (z. B. als Nebenkläger oder Verletzter) unterfällt (2 Ws
258/2001 3. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm besteht im
Zivilprozess kein Recht auf Beiziehung von Strafakten, wenn die Parteien selbst
zur Akteneinsicht berechtigt sind und dem Gericht wegen des Umfangs der Akten
eine Beiziehung nicht zuzumuten ist (9 U 98/1994 31. Juli 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster ist ein
Pensenschlüssel für Richter keine verbindliche Aussage über das normale
Arbeitspensum eines Richters, sondern nur Anhaltspunkt für die
verwaltungsinterne Berechnung des Richterbedarfs (1 A 4816/2000 19. Dezember
2001).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster kommt eine
Ergänzung von Ermessenserwägungen gemäß § 114 S. 2 VwGO nicht mehr in Betracht,
wenn der Rechtsstreit um die Aufhebung eines Verwaltungsakts in der Hauptsache
erledigt ist und über einen Fortsetzungsfeststellungsantrag zu entscheiden ist
(18 A 1520/1992 20. Februar 2001).
An seinem letzten Arbeitstag als Beauftragter der Staatengemeinschaft in
Bosnien-Herzegowina entlässt Wolfgang Petritsch (Nachfolger Paddy Ashdown) elf
Richter wegen des Verdachts der Korruption und erlässt 42 Gesetze und Dekrete.
Michaela Schreyer entlässt die in der Europäischen Kommission für den
Haushaltsplan zuständige Direktorin Marta Andreasen wegen öffentlicher Kritik
bzw. grundsätzlicher Meinungsunterschiede (Warnung vor Irrtümern und Betrügereien).
2002-05-25 Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands
besteht kein Recht auf Erlass einer einstweiligen Anordnung zur Verhinderung
der Beratung und Verabschiedung einer Neuregelung und erneuten Festschreibung des
Unterrichtsfachs Lebenskunde-Ethik-Religion im Schulgesetz Brandenburgs (1 BvR
1412/1997 23. April 2002, 1 BvQ 14/2002 23. April 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands beginnt die
Verjährung von Ansprüchen auf Invaliditätsleistungen aus einer
Unfallversicherung grundsätzlich nicht, bevor der Versicherungsnehmer die nach
den Versicherungsbedingungen für den Eintritt der Fälligkeit erforderlichen
Mitwirkungshandlungen vorgenommen hat (IV ZR 40/2001 13. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands begegnen
erstmalige Darlegungen des Berufungsklägers in der Revision zur Vollmacht
seines Berufungsanwalts nicht dem Einwand der Verspätung (VII ZR 193/2001 7.
März 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der den
Baubeginn nach Veräußerung eines abgetrennten Grundstücksteils des Bestellers
vorsehende Bauvertrag dann nicht beurkundungsbedürftig, wenn der Besteller
nicht auf diese Art der Finanzierung beschränkt wird (VII ZR 434/1999 28.
Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Frist zur
Vornahme einer Frist wahrenden Handlung unverschuldet versäumt, wenn die
Handlung auf Grund wirtschaftlichen Unvermögens unterbleibt und die Partei bis
zum Ablauf der Frist oder gegebenenfalls auch noch danach Prozesskostenhilfe
beantragt (IX ZA 10/2001 21 Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist es
grundsätzlich zulässig, in Eilfällen eine zivilrechtliche Unterbringung anzuordnen,
ohne gleichzeitig einen Betreuer zu bestellen (XII ZB 191/2000 13. Februar 2002
unverzügliche Bestellung eines vorläufigen Betreuers genügt).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands sind auch bei
grober Fahrlässigkeit des Arbeitnehmers Haftungserleichterungen nicht
ausgeschlossen, wenn das Entgelt des Arbeitnehmers in einem deutlichen
Missverhältnis zum verwirklichten Schadensrisiko der Tätigkeit steht (8 AZR
95/2001 15. November 2001 Schaden übersteigt drei Bruttomonatseinkommen).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands soll der Europäische
Gerichtshof darüber entscheiden, ob eine allein mit dem Ziel der Gründung einer
Kapitalgesellschaft errichtete Gesellschaft (Personengesellschaft) zum Abzug
der Vorsteuer für den Bezug von Dienstleistungen und Gegenständen berechtigt
ist, wenn sie nach Gründung der Kapitalgesellschaft die bezogenen Leistungen in
einem Akt gegen Entgelt an die später begründete Kapitalgesellschaft veräußert
(V R 25/1996 28. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts darf das
Beschwerdegericht nach Aufhebung des erstinstanzlichen Beschlusses die Sache
ausnahmsweise dann an die erste Instanz zurückverweisen, wenn das
erstinstanzliche Verfahren an einem schweren Mangel leidet, der zum Verlust der
ersten Tatsacheninstanz führen würde (z. B. Entscheidung durch einen mit Erfolg
abgelehnten Richter 3 Z BR 34/2002 20. Februar 2002)
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts erstreckt sich
die Bindungswirkung eines Verweisungsbeschlusses auf alle Zuständigkeitsfragen,
die das verweisende Gericht erkennbar geprüft und bejaht hat (2 Z AR 1/2001 1.
Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist die Verpflichtung
eines Vermieters einer Eigentumswohnung zur Beseitigung von
Feuchtigkeitsschäden nicht im Wege der Ersatzvornahme vollstreckbar, wenn
zunächst die in Gemeinschaftseigentum stehende Fassade abzudichten ist und
darüber die Eigentümergemeinschaft zu beschließen hat (3 W 404/2001 13. März
2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg wird ein Verbraucher
durch Waren mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum ohne aufklärenden Hinweis in
Verkaufsregalen irre geführt (3 U 187/1999 1. Februar 2001).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main hat der
Versicherungsnehmer einer privaten Krankenversicherung Anspruch auf
Versicherungsleitungen für medizinisch notwendige Behandlungskosten auch dann,
wenn der behandelnde Arzt fachfremde Leistungen durchgeführt hat (2-21 O
151/1999 14. Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt an der Oder ist die
Einstellung der Versorgung eines Mehrfamilienhauses durch ein
Versorgungsunternehmen wegen Zahlungsverzugs des Vermieters keine verbotene
Eigenmacht (6a S 75/2001 1. Februar 2002).
Dörner/Ebert/Eckert/Hoeren/Kemper/Saenger/Schulte-Nölke/Schulze/Staudinger,
BGB, 2. A. 2002
Schwab, Dieter/Wagenitz, Thomas, Familienrechtliche Gesetze, 4. A. 2002
Bullerdiek, Thorsten/Greve, Manfred/Puschmann, Werner, Verwaltung im Internet,
2. A. 2002
Verwaltungsgerichtsordnung (Lbl.), hg. v. Schoch, Friedrich/Schmidt-Aßmann,
Eberhard/Pietzner, Rainer, 7. A. 2002
Kuhla, Wolfgang/Hüttenbrink, Jost, Der Verwaltungsprozess, 3. A. 2002
Handbuch Mediation, hg. v. Haft, Fritjof/Schlieffen, Katharina Gräfin von, 2002
Serwe, Andreas, Gütestellen- und Schlichtungsgesetz Nordrhein-Westfalen, 2002
Doucet, Michel/Fleck, Klaus E. W., Deutsch – Französisch, 6. A. 2002
Romain, Alfred/Byrd, B. Sharon/Thielecke, Carola, Deutsch – Englisch, 4. A. 2002
2002-05-24 Die Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika und Russlands
unterzeichen einen Abrüstungsvertrag zur Verringerung der nuklearen
Gefechtsköpfe ihrer Interkontinentalraketen (von etwa 6000) um etwa zwei
Drittel (auf etwa 1700 bis 2200).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands sind die
Arbeitsgerichte zur Entscheidung über Ersatzansprüche (der Bundesanstalt für
Arbeit gegen die Geschäftsführer eines Unternehmens) wegen
Insolvenzverschleppung nicht zuständig (5 AZB 25/2001 20. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands ist ein
Rentenberater nicht auch zur Vertretung eines Sozialversicherten gegenüber der
Bundesanstalt für Arbeit nach Ablehnung eines Antrags auf eine Zeitrente wegen
Erwerbsunfähigkeit befugt (B 7 AL 64/2001 R 21. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe muss die in einem
nachehelichen Unterhaltsstreit wegen Lebens in einer gefestigten nichtehelichen
Lebensgemeinschaft mit einem andern Mann gescheiterte Ehefrau dem ehemaligen
Ehemann auch die zum Nachweis erforderlichen Detektivkosten (6650 Euro)
ersetzen (11 WF 70/2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Nürnberg muss ein Frauenarzt
nicht auf den Abbruch einer Schwangerschaft hinwirken, sondern nur die Eltern
über eine vorhandene Behinderung angemessen aufklären.
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz darf eine
Verbandsgemeinde die Berechnung eines Beihilfeanspruchs eines Beamten im Krankheitsfall
nicht auf ein privates Unternehmen auslagern (2 A 10209/2002).
Nach einer Entscheidung der Vergabekammer Rheinland-Pfalz ist die Vermutung,
dass verwandtschaftliche Verhältnisse die Unbefangenheit bei der Vergabe
öffentlicher Aufträge beeinträchtigen, nur unter engen, ganz besonderen
Umständen zu entkräften (VK 6/2002 30. April 2002).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Frankfurt am Main hat ein
Arbeitnehmer auch nach drei unzulässigen, auf falscher rechtlicher Beurteilung
beruhenden Kündigungen nicht ohne weiteres ein Recht auf Auflösung des
Arbeitsverhältnisses unter Zahlung einer Abfindung (4 Ca 6885/2001).
Nach einer mehrheitlich getroffenen Entscheidung des zuständigen Gerichts der
Vereinigten Staaten von Amerika hat ein Strafgefangener (William Gerber) in
Kalifornien kein verfassungsmäßiges Recht auf Fortpflanzung durch Versendung
von Sperma an seine Ehefrau zwecks künstlicher Befruchtung.
Nach Ansicht der Regierung Tschechiens gehören die Dekrete des Präsidenten der
Republik aus den Jahren 1940-1945 (Beneš-Dekrete) zur europäischen
Nachkriegsordnung, so dass die Forderung nach ihrer Aufhebung den Gedanken der
europäischen Integration in Frage stellt.
Microsoft wird das Betriebssystem Windows XP so ausliefern, dass Hersteller und
Anwender Microsoftprogramme auf einfachem Weg durch Programme von Wettbewerbern
ersetzen können.
Die Europäische Kommission hat keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken gegen die
Rückversicherungsonlineplattform Inreon.
Unter Humboldtstipendiaten der letzten vier Jahre sind die Universitäten in
München, Berlin und Heidelberg absolut und die Universitäten in München, Ulm,
Heidelberg, Bayreuth, Karlsruhe, Stuttgart und Konstanz verhältnismäßig
beliebtesten.
Das Parlament Finnlands beschließt mehrheitlich die Errichtung eines neuen
Atomkraftwerkes (bei derzeit weltweit 438 in Betrieb befindlichen
Atomkraftwerken).
Die Kultusminister der Länder Deutschlands einigen sich auf einheitliche
Bildungsstandards für den Abschluss der Grundschule, Hauptschule und Realschule
sowie für den Übergang in die gymnasiale Oberstufe.
Viktor Weidner 2002 verstorben.
2002-05-23 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands macht sich
wegen Vorteilsannahme grundsätzlich strafbar, wer sich bei Bestellung von
Herzklappen und Herzschrittmachern als Universitätsprofessor (Hagl in
Heidelberg) fünf Prozent des Kaufpreises zurück überweisen lässt, um dieses
Geld über einen von ihm gegründeten Verein (in Drittmittelschattenwirtschaft)
wieder der Forschung zufließen zu lassen (1 StR 372/2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands muss
entweder die Technik eine jugendsichere Verschlüsselung pornographischer
Sendungen über die geschäftsmäßige Codierung des Bezahlfernsehens hinaus
erreichen oder muss das Gesetz so gestaltet werden, dass der Schutz Kinder und
Jugendlicher vor pornographischen Sendungen gesichert ist.
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts kann ein
Sondernutzungsrechte an Kraftfahrzeugstellplätzen besitzender Wohnungseigentümer
(aus Treu und Glauben) verpflichtet sein, die Stellplätze gegen
Ausgleichszahlung andern Wohnungseigentümern als Besucherparkplätze zu
überlassen (2 Z BR 126/2001 5. Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Naumburg kann ein Anspruch des
Vermieters gewerblicher Räumlichkeiten auf Nachzahlung von Betriebskosten trotz
Nebenkostenvorauszahlung ausgeschlossen sein, wenn die Nachforderung die
Vorauszahlung um das Achtfache übersteigt (9 U 171/2001 23. November 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Nürnberg muss ein
Lokomotivführer nicht schon deswegen bremsen, weil sich ein Fußgänger in der
Nähe des Gleises aufhält, und muss die Deutsche Bahn keine Absperrungen
errichten, um die Gleise vor unbefugtem Überschreiten zu sichern (4 U
2450/2001).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Nürnberg-Fürth kann ein Bauunternehmen
im Rahmen eines Vertrags nach der Verdingungsordnung über Bauleistungen von dem
Auftraggeber auch für Mehrmengen allgemeine Geschäftskosten (von 5 Prozent)
verlangen (18. April 2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts München ist das vom Patentamt
Deutschlands angeordnete Verbot des digitalen Pressespiegels Presse-Monitor
Deutschland (Springer, Burda, FAZ u. a.) rechtswidrig, weil die Presse-Monitor
Deutschland keine erlaubnispflichtige Verwertungsgesellschaft ist.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Gifhorn können von einem Supermarkt
ausgehende Lärmstörungen und Geruchsemissionen ein Mietminderungsrecht
gestörter nahe liegender Wohnungsmieter begründen (33 C 426/20000 7. März
2001).
Die e.multi Digitale Dienste AG stellt bei dem Amtsgericht Karlsruhe Antrag auf
Eröffnung des Insolvenzverfahrens.
Die Gesundheitsministerin Deutschlands hält die dem Protest gegen den
Arzneimittelversandhandel dienende Ankündigung von Apothekern für rechtswidrig,
(Mitgliedern der Schwäbisch Gmünder Ersatzkasse) Arzneimittel nur noch auf
Privatrezept und damit gegen Vorkasse auszuhändigen.
Der Kurs der Aktie der Deutschen Telekom fällt auf 11,76 Euro.
Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union vergaben 2001 rund 82 Milliarden
Euro an Beihilfen (etwa 1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts der Europäischen
Union, Deutschland 25 Milliarden, Frankreich 16 Milliarden, Italien 10
Milliarden, 93 Prozent aller Anmeldungen bewilligt).
2002-05-22 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands genügt für
eine wirksame Mieterhöhung nach Wohnungsmodernisierung zur nachhaltigen
Einsparung von Heizenergie eine Darlegung der Baukosten, während eine Darlegung
der individuellen Kostenersparnis des einzelnen Mieters durch Energieeinsparung
nicht erforderlich ist (VIII ARZ 3/2001 10. April 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Nürnberg muss ein
ältere Gebrauchtreifen verkaufender Reifenhändler einen Teil des durch
einen Reifenschaden verursachten Verkehrsunfallschadens tragen (3 U 3149/2001).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I muss eine Tierhalterin ihren
zu Panikreaktionen neigenden Hund besonders sichern, um der Haftung wegen
Tiergefahr bei einem Verkehrsunfall zu begegnen (19 S 16841/2001).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts München muss die Stadt München
eine als Unterstand für einen Kinderwagen errichtete Hütte befristet
genehmigen, weil die Unversehrtheit des beförderten Kindes Vorrang vor einem
ästhetischen Ortsbild hat (M 8 K 603/2002).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Schwerin ist die Kündigung Ronald
Klingers durch den Arbeitsminister von Mecklenburg-Vorpommern rechtswidrig,
weil das Land durch fortdauernde Zusammenarbeit trotz drängender Anzeichen von
Verbindungen zum Staatssicherheitsdienst der ehemaligen Deutschen
Demokratischen Republik selbst zum Ausdruck gebracht habe, dass es der
Verstrickung keine grundsätzliche Bedeutung beigemessen habe.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Lüneburg sind vier den Transport von
Atommüll durch Anketten an Bahngeleise behindernde Menschen wegen
gemeinschaftlicher Störung öffentlicher Betriebe zu je 525 Euro Geldstrafe
verurteilt.
Die Europäische Kommission beantragt ein Zwangsgeld von rund 250000 Euro
täglich gegen Frankreich wegen Nichtumsetzung zweier Richtlinien zum
Versicherungsrecht.
Die Europäische Kommission hält Beihilfen Spaniens in Höhe von 61 Millionen
Euro für ein Werk der Volkswagen AG in Pamplona wegen fehlender
ernstzunehmender Planungen für ein Alternativwerk in Pressburg für
rechtswidrig.
Die Europäische Kommission erhebt keine Einwände gegen das Gesetz Deutschlands
zur Förderung erneuerbarer Energien.
Das Sozialministerium Bayerns hat den Landesverband Bayern der
Betriebskrankenkassen verpflichtet, den mit DocMorris abgeschlossenen Vertrag
aufzuheben und jegliche Werbung für die Versandapotheke zu unterlassen.
Von 100 Internetnutzern sind zur Zahlung von Entgelt bereit bei Software 50,
bei Musik 34, bei Kommunikation 29, bei Film 26, bei Fachartikeln 19, bei
Büchern 16, bei Zeitungen 15, bei Bildern 12, bei Nachrichten 10 und bei keinem
dieser Güter 28.
2002-05-21 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands verhält sich
eine an
Haartransplantationen einer mit der Wendung „ ein erfahrenes Team von Ärzten
und Haarästhetikern“ werbenden Gesellschaft mit beschränkter Haftung
mitwirkende Ärztin nicht rechtswidrig (I ZR 283/1999 28. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands ist der
Urlaubsabgeltungsanspruch eines ausscheidenden Arbeitnehmers auf Grund des §
184 SGB III nicht durch das Insolvenzgeld gesichert (B 11 AL 71/2001 R 20.
Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist die Telefonwerbung auch
eines Herausgebers eines Branchenfernsprechbuchs (für entgeltliche
Zusatzaufträge) nur zulässig, wenn sich der Angerufene ausdrücklich oder
konkludent mit ihr einverstanden erklärt hat (6 U 165/2001 8. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München hat die Zeichenkette
Slow food ausreichende Kennzeichnungsfunktion (Unterscheidungskraft) für einen
Vereinsnamen und beschreibt nicht nur, was der Namensträger tut (6 U 4008/2001
28. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Schleswig-Holstein ist
Mobbing die systematisch mit dem Ziel der Ausschließung gegen Einzelne
gerichtete konfliktbelastete Kommunikation am Arbeitsplatz (3 Sa 1/2002 19.
März 2002).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Wiesbaden müssen portugiesische,
Beschäftigte auf Baustellen in Deutschland entsendende Bauunternehmer wegen des
geringen für die Beschäftigten damit verbundenen Vorteils keine Einzahlungen in
die Urlaubskasse des deutschen Baugewerbes leisten (7 Ca 2536/1997 17. Mai 2002,
7 Ca 2634/1998 17. Mai 2002).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Frankreichs ist Scientology
wegen Zusendung von Briefen an ausgeschiedene Mitglieder gegen deren Willen zur
Zahlung einer Geldstrafe von 8000 Euro verurteilt.
Carlsen stellt gegen Saturn einen Bestrafungsantrag wegen Zuwiderhandlung gegen
eine die kostenlose Abgabe des Bands eins der Harry-Potter-Buchausgabe an die
Käufer der DVD untersagende einstweilige Verfügung.
Die Monopolkommission Deutschlands lehnt eine Ministererlaubnis für den
Zusammenschluss Eons mit Ruhrgas mit drei gegen eine Stimme ab.
Merrill Lynch erreicht in einem Vergleich gegen Zahlung von 100 Millionen
Dollar an Bundesstaaten der Vereinigten Staaten von Amerika und die Zusage von
Organisationsveränderungen die Einstellung der Verfahren wegen Irreführung von
Anlegern durch falsche Angaben.
Die Mitglieder der Internationalen Walfangkommission lehnen die von Japan
verlangte Aufhebung des Walschutzgebiets im Indischen Ozean ab und nehmen das
walfangfreundliche Island nicht als Vollmitglied auf.
Leo Kirch erhält keinen Beratervertrag mit den neuen Geschäftsführern der
insolventen Kirch Media.
2002-05-20 Gespräche des
Premier Ministers Großbritanniens und des Ministerpräsidenten Spaniens über die
Zukunft Gibraltars enden ohne greifbares Ergebnis.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist, wenn das
Berufungsurteil in einer Kostenentscheidung von einer übereinstimmenden
Erledigungserklärung ausgegangen ist, während in Wirklichkeit der Kläger die
Hauptsache einseitig für erledigt erklärt hat, auch dieser Teil des Urteils mit
der Revision anfechtbar und gelten für die Frage übereinstimmenden
Geschäftswillens der Parteien die allgemeinen Beweislastregeln (IX ZR 306/2000
13. Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands können
sexuelle (homosexuelle oder heterosexuelle) Beziehungen zwischen männlichen und
weiblichen Soldaten innerhalb der Bundeswehr nicht geduldet werden, weil
dadurch der Zusammenhalt der Truppe empfindlich gestört werden würde (2 WD
10/2001 9. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist für die
Erforderlichkeit einer mündlichen Verhandlung mit einem Grundstückseigentümer
außerhalb des Plangebiets maßgebend, ob die angegriffene planerische
Festsetzung auf sein Grundeigentum unmittelbar einwirkt und welche konkreten
Beeinträchtigungen beispielsweise erst in einem nachfolgenden
Baugenehmigungsverfahren zu beurteilen sind (4 BN 41/2001 30. Juli 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist eine auf Grund
privatrechtlicher Vereinbarungen zur kurzfristigen Vermietung an ständig
wechselnde Feriengäste bestimmte Wohnung auch in einem Sondernutzungsgebiet
eine die Anwendung von § 10e EStG ausschließende Ferienwohnung (X R 27/2001 28.
November 2001).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts hat die
Wohnungseigentümergemeinschaft keine Rechtsfähigkeit, und verletzt eine
Vereinbarung mit einem behinderten Wohnungseigentümer, bei Empfang von 20
Programmen über eine Gemeinschaftsantenne eine private Parabolantenne
abzubauen, nicht die guten Sitten (2 Z BR 184/2001 14. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin gehören Streitigkeiten
zwischen Krankenkassen und Vertragsärzten wegen Äußerungen von Ärzten über
Kassen auch dann vor die Sozialgerichte, wenn die Äußerungen als
wettbewerbswidrig beanstandet werden (5 W 24/2001 29. Juni 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg sind für Klagen pharmazeutischer
Unternehmen gegen Verordnungsempfehlungen für Arzneimittel nach dem 1. Januar
2000 die Sozialgerichte zuständig (3 W 7/2001 3. Mai 2001).
Nach einer Entscheidung
des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim ist die Zwangsvollstreckung in das
bewegliche Vermögen im Ausland dann nicht aussichtslos, wenn die Staatskasse
dem Kostenschuldner die Kostenrechnung nebst Zahlungsaufforderung ohne größeren
Aufwand übersenden kann oder wenn sie die deutsche Auslandsvertretung ersuchen
kann, den Kostenschuldner zur freiwilligen Zahlung anzuhalten (11 S 999/2001 6.
Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim kann ein
Prozessbeteiligter in jedem Zeitpunkt eines verwaltungsgerichtlichen Verfahrens
einen Rechtsanwalt mit seiner Vertretung beauftragen, wobei ein bereits
bestimmter Termin zur mündlichen Verhandlung bei angemessener Begründung zu
vertagen ist, und muss ein anwaltlich nicht vertretener Beteiligter jedenfalls
in der Regel keinen Antrag auf Wiedereröffnung der mündlichen Verhandlung
stellen (7 S 2589/2000 23. Januar 2001).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika dürfen Abtreibungsgegner Abtreibungsärzte nicht zur Fahndung
ausschreiben.
Bertelsmann kauft die Vermögenswerte Napsters einschließlich der Marke (ohne
den juristischen Mantel des Unternehmens) für 8 Millionen Dollar.
2002-05-19 Nach einer
Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts
Deutschlands verletzt es nach Abwägung mit dem Tierschutzrecht das Grundrecht
der Berufsfreiheit, wenn eine Verwaltungsbehörde in Deutschland einer
juristischen Person des Privatrechts, deren sämtliche Gesellschafter türkische
Staatsangehörige sind, eine (anderen Religionsgemeinschaften ohne weiteres
erteilte) Ausnahmegenehmigung zum Schächten von Tieren ohne Betäubung
verweigert, obwohl die Religionsgemeinschaft der Mitglieder des Vereins diesen
dieses Vorgehen zwingend vorschreibt (1 BvR 2284/1995 18. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands dürfen die
Gerichte bei der Auslegung einer Kennzeichnung (Warenkennzeichnung biobronch)
nicht in erster Linie auf den für sich betrachteten Wortlaut abstellen, sondern
müssen die Vorgaben von Art. 2 EG-Öko-Verordnung zu Grunde legen (1 BvR
1542/2000 30. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
Auffassung, dass § 406g StPO im Strafverfahren gegen Jugendliche wegen des
Ausschlusses der Nebenklage nicht anwendbar ist, nicht verfassungswidrig (2 BvR
1235/2001 23. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der aus einer
Bürgschaft auf erstes Anfordern in Anspruch Genommene Einwendungen aus dem
Verhältnis des Gläubigers zum Hauptschuldner nur geltend machen, wenn der
Gläubiger seine formale Rechtsstellung offensichtlich (offenkundig bzw. sofort
klärbar) missbraucht (XI ZR 113/2001 5. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann die
Vereinbarung der Bauvertragsparteien über die Anrufung der VOB-Schiedsstelle
bei dem Innenministerium zur Hemmung der Verjährung führen (VII ZR 455/2000 28.
Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine
Treuhandvereinbarung, die auf Grund einer von den Beschränkungen des § 181 BGB
befreienden Vollmacht zum Nachteil des Vertretenen durch Insichgeschäft
betroffen wird, wegen Missbrauchs der Vollmacht nichtig (II ZR 374/2000 25.
Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands setzt der
Versicherungsfall Vandalismus nach einem Einbruch nicht voraus, dass ein
Diebstahl begangen oder versucht worden oder der Einbruch in Diebstahlsabsicht
erfolgt ist (IV ZR 106/2001 6. Februar 2002).
Baurecht aktuell: Neue VOB in 2002 Beck-Seminare D 80791 München Fax
089/38199/457
Schuldrechtsreform: Weitreichende Auswirkungen auf das Arbeitsvertragsrecht
Beck-Seminare D 80791 München Fax 089/38199/457
Schuldrechtsreform: Auswirkungen auf die Vertrags- und AGB-Gestaltung
Beck-Seminare D 80791 München Fax 089/38199/457
Geschäftsraummiete aktuell: Mietrechtsreform – Schuldrechtsreform –
Schuldrechtsreform – Vertragsgestaltung Beck-Seminare D 80791 München Fax
089/38199/457
2002-05-18 Nach einer
Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist die Klage Deutschlands gegen die
Tabakrichtlinie der Europäischen Gemeinschaft wegen (um einen Tag) verspäteter
Erhebung offensichtlich unzulässig (C-406/2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands bewirkt die
Leistungsablehnung des Versicherers, dass der ihm zur Prüfung seiner
Leistungspflicht eingeräumte Aufschub endet, nicht aber dass ein noch nicht
entstandener Anspruch fällig wird (IV ZR 238/2000 27. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein
Grundurteil über einen mit der Teilklage verfolgten Zahlungsanspruch bei
gleichzeitiger negativer Feststellungswiderklage des Beklagten hinsichtlich des
Restes nur zugleich mit einem Endurteil über die Widerklage ergehen (V ZR
296/2000 22. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands endet das
selbständige Beweisverfahren mit dem Zugang des Sachverständigengutachtens an
die Parteien, sofern weder das Gericht eine Frist zur Stellungnahme gesetzt hat
noch die Parteien Einwendungen, Anträge oder Ergänzungsfragen mitgeteilt haben
(VIII ZR 228/2000 20. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs ist eine Berufung nicht allein
deswegen unzulässig, weil eine Partei fälschlich als Berufungsbeklagte statt
als Berufungskläger bezeichnet wird (VII ZR 363/2001 14. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs werden die Zinsen eines einem Kind
eines beherrschenden Gesellschafters zugewendeten, von diesem sofort der
Gesellschaft wieder als Darlehen zur Verfügung gestellten Geldbetrags nicht als
Betriebsausgaben der Gesellschaft anerkannt (VIII R 46/2000 22. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundespatentgerichts gibt es keine Rechtsgrundlage
für die Bewilligung von Verfahrenskostenhilfe in markenrechtlichen Verfahren
vor dem Patentamt und dem Patentgericht (24 W [pat] 98/2001).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts ist
Erfüllungsort für Schadensersatzansprüche wegen Schlechterfüllung anwaltlicher
Vertragspflichten regelmäßig der Ort der Kanzlei des Rechtsanwalts (1 Z AR
17/2002 21. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts ist eine im
Gesetz nicht vorgesehene und in der angefochtenen Entscheidung auch nicht
zugelassene Rechtsbeschwerde unstatthaft und daher als unzulässig zu verwerfen,
worüber das Bayerische Oberlandesgericht neben dem Bundesgerichtshof
Deutschlands entscheiden kann (VIII R 46/2000 22. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle bewirkt die versehentliche
Nichteinladung einzelner Wohnungseigentümer zu einer Wohnungseigentümerversammlung
nicht die Nichtigkeit eines dort gefassten Beschlusses, sondern nur die
Anfechtbarkeit (4 W 310/2001 15. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Dresden kommt es bei einer
Entscheidung über einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung auf
Grund mündlicher Verhandlung nicht darauf an, ob die Verhandlung
prozessordnungsgemäß durchgeführt wurde und alle Beteiligten hierzu rechtzeitig
geladen wurden (22 WF 88/2002 22. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf kann ein für die
Dauer eines gerichtlichen Verfahrens im Wege einstweiliger Anordnung bestellter
Notverwalter einer Wohnungseigentümergemeinschaft nicht durch
Mehrheitsbeschluss abberufen werden (3 Wx 392/2001 18. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung
des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist eine Vollstreckungsklausel in einer
allgemeinen Geschäftsbedingung eines Generalunternehmervertrags unwirksam, wenn
sich der Auftraggeber wegen der ratenweise zu zahlenden Vergütung der sofortigen
Zwangsvollstreckung unterwirft und der Notar jederzeit vollstreckbare
Ausfertigungen der Urkunde ohne besonderen Fälligkeitsnachweis erteilen kann
(23 U 190/2000 20. August 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm ist § 10 AHB unwirksam,
soweit eine fristwahrende Erhebung der Klage verlangt wird und ist eine auf die
Klageerhebung abstellende Belehrung des Versicherers unrichtig und unwirksam
(20 U 177/1999 9. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe unterfällt ein auf
Verletzung von Nebenpflichten des Kreditgebers in Bezug auf die
Renditemöglichkeiten einer zu erwerbenden, noch nicht ganz fertiggestellten
Immobilie gestützter Schadensersatzprozess nicht der Baurisikoausschlussklausel
des § 4 I lit. T ARB 75 (12 U 284/2001 21. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München ist der liquide
beweisbare Erfüllungseinwand des Schuldners im Verfahren nach § 887 I ZPO zu
berücksichtigen (7 W 691/2002 26. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Niedersachsen steht die
Einstellung des Strafverfahrens gegen den Arbeitnehmer der Kündigung wegen
schwerwiegender arbeitsvertraglicher Pflichtverletzung nicht entgegen, doch ist
der Arbeitgeber verpflichtet, sich einen persönlichen Eindruck von
Belastungszeugen zu verschaffen (10 Sa 1570/2001 15. März 2002).
Laufs, Adolf/Uhlenbruck, Wilhelm, Handbuch des Arztrechts, 3. A. 2002
Hölters, Wolfgang/Deilmann, Barbara/Buchta, Jens, Die kleine
Aktiengesellschaft, 2. A. 2002
Weichmann/Block, J., Versicherungsgesetze, 3. A. 2002
Bülow, Arthur/Böckstiegel, Karl-Heinz/Geimer, Reinhold/Schütze, Rolf A.,
Internationaler Rechtsverkehr in Zivil- und Handelssachen, 4. A. 2002
Detterbeck, Steffen, Allgemeines Verwaltungsrecht, 2002
Gilbert, Hubertus/Hesse, Gerd, Die Versorgung der Angestellten und Arbeiter des
öffentlichen Dienstes (Lbl.), 36. A. 2002
Gesetze des Landes Brandenburg (Lbl.), hg. unter Beratung v. Knöll,
Hans-Jochen, 32. A. 2002
Boruttau, Grunderwerbsteuergesetz, 15. A. 2002
Frege, Michael C./Keller, Ulrich/Riedel, Ernst, Insolvenzrecht, 6. A. 2002
Eisenberg, Ulrich, Beweisrecht der StPO, 4. A. 2002
2002-05-17 Der Bundestag
Deutschlands erweitert mit 543 von 577 Stimmen Art. 20a GG um die Wörter „und
die Tiere“ und nimmt damit den Tierschutz in die Verfassung auf.
Der Bundestag Deutschlands stimmt dem Staatsvertrag über den Fluglärm mit der
Schweiz zu.
Der Bundestag Deutschlands stimmt dem Verbraucherinformationsgesetz zu, das dem
Verbraucher Auskunftsrechte gegenüber Behörden einräumt.
Der Bundestag Deutschlands stimmt dem Gesetz zur Einführung der vorbehaltenen
Sicherungsverwahrung zu, das Sicherungsverwahrung nach Verurteilung ermöglicht.
Der Bundestag Deutschlands beschließt die Aufhebung aller 50000 Urteile gegen
Homosexuelle und aller 22000 Urteile gegen Fahnenflüchtige aus der Zeit der
nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland als rechtswidrig.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine allgemeine
Geschäftsbedingung eines Kreditkartenunternehmens unwirksam, die Unternehmen
die Gefahr der missbräuchlichen Kreditkartenverwendung ohne weiteres aufbürdet
(XI ZR 375/2000 16. April 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands müssen die
Arbeiten an der Autobahn zwischen Kassel und Eisenach eingestellt werden.
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands müssen auch
Radfahrer mit Liegefahrrädern vorhandene Radwege benützen (3 B 183/200).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands bedeutet „im Anschluss
an“ so viel wie „unmittelbar folgend“, so dass einem Mitarbeiter kraft
Firmentarifvertrags eine Zuschusszahlung nur zusteht, wenn er dem Unternehmen
am Ende der gesetzlichen Gehaltsfortzahlung die vorgesehene Zeit angehört hat
(5 AZR 238/2000 12. Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm ist das Nichttragen eines
Schutzhelms durch einen Fahrradfahrer keine Mitverursachung eines Schadens bei
einem von einem Kraftfahrzeuglenker verursachten Unfall (27 U 93/2000).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz kann der selbst
mitarbeitende Inhaber eines Betriebs (Metzgermeister) dann nicht (wegen
Bandscheibenvorfalls) als berufsunfähig eingestuft werden, wenn er seinen
Betrieb in zumutbarer Weise umorganisieren kann (10 U 786/2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Zweibrücken entfällt der
Zahlungsanspruch eines Zahnarzts, wenn seine fehlerhafte Leistung (einer
Prothese) für den Patienten letztlich ohne Interesse ist (5 U 20/2001).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz kann auch ein von
den Eigentümern nur zur Erholung genutztes Ferienhaus (in der Eifel) mit einer
Zweitwohnungssteuer (von 10 Prozent des fiktiven Mietwerts) belegt werden (6 A
11634/2001).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin ist den
Gründungsgesellschaftern Condats die Durchführung des bereits abgeschlossenen
Verkaufs an Texas Instruments verboten, solange nicht die Hauptversammlung
darüber abgestimmt hat (91 O 58/2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Ellwangen können die beiden
unselbständigen Handelsgesellschaften (Zeiss, Schott) der Carl Zeiss-Stiftung
entsprechend dem mutmaßlichen, auf Erhalt von Arbeitsplätzen gerichteten
Stifterwillen Ernst Abbés in selbständige Aktiengesellschaften umgewandelt werden
(2 O 313/2001).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg darf die Nachrichtenagentur
ddp (wegen unzureichender Recherche) nicht mehr verbreiten, Gerhard Schröder
färbe oder töne sich die Haare.
Der Finanzminister Schleswig-Holsteins verhängt angesichts zu erwartender
Steuerausfälle eine Haushaltssperre, während eine Arbeitsgruppe der
Abgeordneten sich auf eine Erhöhung der Grunddiäten von 5745 Euro auf 7145 Euro
einigt.
Nach einer Entscheidung der Europäischen Kommission darf RWE (für 8,4 Milliarden
Euro) Innogy Holdings übernehmen.
60 Prozent der Tschechen halten die Vertreibung der Sudetendeutschen nach dem
zweiten Weltkrieg für gerecht.
Nach gentechnischen Untersuchungen besteht auffallende genetische Ähnlichkeit
der Juden mit den Arabern (im Nordirak) und stammen die Ahnfrauen der
Diasporajuden vermutlich aus den Gebieten der jeweils heute lebenden
Diasporagruppen, während die Gründerväter offenbar Zugereiste aus der
arabischen Welt sind.
2002-05-16 Das Parlament
Belgiens stimmt einem in gewissen Fällen Sterbehilfe erlaubenden Gesetz zu.
Der Bundestag Deutschlands beschließt die Zulässigkeit des Auftretens eines
Rechtsanwalts vor jedem Oberlandesgericht ohne besondere Zulassung bei diesem
Oberlandesgericht.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands soll der
Europäische Gerichtshof über einen Ersatzanspruch von Bankkunden (der BVH Bank
für Vermögensanlagen und Handel AG Düsseldorf) gegen Deutschland aus
Amtshaftung wegen verspäteter Umsetzung von europäischen Schutzvorschriften
(Betriebserlaubnis ohne Zugehörigkeit zu einem Sicherungsfonds) entscheiden
(III ZR 48/2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann die Benennung
der Gesamtjahresnettomietzinseingänge mit einem bestimmten Betrag in einen
Grundstückskaufvertrag eine zugesicherte Eigenschaft sein, obwohl der Käufer
von Anfang an eine andere Art der Vermietung plant (V ZR 295/2000 5. Oktober
2001).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts kann ein
Software entwickelnder Ingenieur trotz der grundsätzlichen Zugehörigkeit der
Ingenieure zu den freien Berufen als Kaufmann im Handelsregister eingetragen
werden (3 Z BR 57/2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf kann mit der
Zweckbestimmung Ausübung eines beliebigen Gewerbes oder Berufs die Vermietung
eines Teileigentums zum Zweck der Einrichtung einer städtischen
Methadonabgabestelle vereinbar sein (3 WX 336/2001 14. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf wächst der Anteil eines
ausscheidenden Gesellschafters einer Wohnungseigentum habenden Gesellschaft des
bürgerlichen Rechts den verbleibenden Gesellschaftern mit dem Ausscheiden an,
ohne dass es auf die Änderung des Grundbuchs ankommt (16 Wx 123/2000 24.
November 2000).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Karlsruhe bedarf die Haltung eines
Kampfhunds in einem Mehrfamilienmietshaus auch ohne Vorbehalt im Mietvertrag
des Einverständnisses des Vermieters (5 S 121/2001 4. Februar 2002).
Der Kurs von MLP fällt wegen des Gerüchts unangemessener
Bilanzierungshandlungen um fast 20 Prozent.
2002-05-15 Nach einer
Entscheidung des Landgerichts Bochum ist Roland Ernst wegen Untreue, Bestechung
und Beihilfe zur Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit Bauvorhaben der
Deutschen Bundesbahn zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Saarbrücken ist Oberbürgermeister
Hoffmann wegen Untreue in Zusammenhang mit dem Bau seines Hauses zu 25000 Euro
Geldstrafe verurteilt.
Die Arbeitgeber und die Arbeitnehmer der Metall- und Elektroindustrie
Baden-Württembergs einigen sich auf eine Lohnerhöhung von 4 Prozent bei einer
Laufzeit von 22 Monaten.
Bei Ablauf der Amnestie Italiens für Steuerdelikte sind anscheinend 50
Milliarden Euro von insgesamt vermutlich 500 Milliarden Euro nicht angegebener
Auslandsguthaben in Italien offengelegt (weißgewaschen) worden.
2002-05-14 Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands verletzt die Werbung des
Axel-Springer-Verlags für eine Ausgabe der Bildzeitung (mit dem Sonderteil 50
Jahre Deutschland im Jahr 1999) mit einem Bild Marlene Dietrichs und Hildegard
Knefs aus dem Jahr 1959 infolge Vorrangs der Pressefreiheit nicht das
Persönlichkeitsrecht Marlene Dietrichs (VI ZR 220/2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands haftet der wütende
Ehemann, dessen Ehefrau sich erschreckt aus dem Fenster stürzt, für einen (Teil
des) Schaden(s) der Ehefrau (VI ZR 227/2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine 0,7
Prozent der Auftragssumme als Verzugsvertragsstrafe für jeden Werktag
enthaltende allgemeine Geschäftsbedingung eines Bauvertrags über ein
Heizkraftwerk unwirksam (VII ZR 41/2001 7. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist eine Universität
nicht verpflichtet, einem Absolventen des Studiums der Rechtswissenschaft den
Titel Diplomjurist zu verleihen (6 C 11/2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg ist der Abdruck eines
Teilnahmescheins an einer Gratisverlosung auf der Rückseite eines
Bestellscheins wettbewerbswidrig (3 U 228/2001 28. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist die rechtswidrige
Nichtangabe eines Grundpreises für einen Liter oder ein Kilogramm einer Ware
nicht wettbewerbswidrig, weil der Rechtsverstoß dem Händler keinen greifbaren
Wettbewerbsvorsprung verschafft und der Händler damit keinen günstigeren Preis
vorspiegelt (6 U 152/2001 22. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I verletzt die Nachzeichnung
eines Fotos der Illustrierten Bunte von Rudolf Scharping und Gräfin Platini
durch den Spiegel (planschend in einem Bundeswehrhelm) das Urheberrecht des
Fotografen bzw. der Illustrierten.
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz kann ein Finanzamt
einen trotz fehlender Unterschrift der Ehefrau auf Zusammenveranlagung
beruhenden Steuerbescheid nicht nachträglich durch einen auf getrennter
Veranlagung der Ehegatten beruhenden Steuerbescheid ersetzen (5 K 2245/2002 4.
Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Düsseldorf muss eine den geplanten
Flug erst sieben Stunden später ausführende Fluggesellschaft einer daraufhin
nicht mitfliegenden Urlauberfamilie mit Kleinkind den Flugpreis zurückzahlen,
weil sie ihre eigentliche Verpflichtung nicht erfüllt hat (52 C 93/2001 3. Juli
2001).
Nach einer Entscheidung des Kassationsgerichts Italiens muss ein das
Apertsyndrom eines werdenden Kinds übersehender Arzt 360000 Euro Schadensersatz
an Kind und Eltern zahlen.
Die Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika und Russlands vereinbaren
ein neues Abrüstungsabkommen.
Die Außenminister der Mitgliedstaaten des Nordatlantischen Verteidigungspakts
und Russlands vereinbaren die Bildung eines neuen Gremiums für
gleichberechtigte, partnerschaftliche Beratungen und Entscheidungen in Fragen
der gemeinsamen Sicherheit.
Karlheinz Schreiber bietet den nach Toronto gereisten Mitgliedern des
Untersuchungsausschusses des Bundestags Deutschlands keine Beweise für seine
(widersprüchlichen) Behauptungen über rechtswidrige Zahlungen an Parteien und
Politiker.
Phenomedia AG (Moorhuhn) stellt Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens
vor dem Amtsgericht Bochum, Artstor AG vor dem Amtsgericht Hamburg.
Die Europäische Kommission mahnt Deutschland, Frankreich und Italien wegen zu
hoher Staatsdefizite.
Curt Becker wird Justizminister Sachsen-Anhalts.
Hans von der Groeben 95.
Nach neuen medizinischen Forschungen ist vermutlich der Wille nicht Ursache
einer körperlichen Bewegung des Menschen, sondern nur ein die Handlung
begleitendes Gefühl, weil anscheinend die Hirnströme der Handlungsabsicht
zeitlich um Sekundenbruchteile vorausgehen und das Bewusstsein vielleicht nur
eine Art Vetorecht hat.
2002-05-13 Leo Kirch und
Taurus Holding klagen auf Feststellung eines Schadensersatzanspruchs gegen Rolf
Breuer.
Norbert Rüther sagt aus, dass die Sozialdemokratische Partei Deutschlands in
Köln im Anschluss an die Vergabe eines öffentlichen Auftrags zwischen 1992 und
1999 in 30 bis 35 Fällen Dankeschönspenden bedachter Unternehmen erbeten und
erhalten habe.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht Deutschlands schließt die
Berliner BkmU Bank AG wegen Überschuldung.
Markus Scheer und Björn Denhard geben zu, die Bilanzen der Phenomedia AG
(Moorhuhnjagd) durch nicht bestehende Forderungen in Höhe von 10 Millionen Euro
gefälscht zu haben.
Osttimor wird am 19. Mai 2002 unabhängig.
Die neun gegen Microsoft klagenden Bundesstaaten der Vereinigten Staaten von
Amerika ziehen ihren Belastungszeugen für die Eignung von Windows XP Embedded
für den Betrieb in Personal Computern zurück.
Die Zahl der Asylanträge in Deutschland beträgt im April 2002 rund 6000 (vor
allem aus Türkei und Irak), die Zahl der Entscheidungen über Asylanträge 14500
(davon 260 Anerkennungen eines Asylrechts).
Der Beirat der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post Deutschlands
beschließt eine Vertragsverlängerung für Vizepräsident Gerhard Harms um ein
Jahr.
Carsten Peter Claussen 75.
2002-05-12 Nach einer
Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs kann bei einer geographisch
unbegrenzt geltenden Unterlassungspflicht (Verletzung einer
Ausschließlichkeitsklausel) die Zuständigkeit nur nach dem allgemeinen
Zuständigkeitskriterium gemäß Art. 2 I EuGVÜ bestimmt werden (C-256/2000 19.
Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist eine Regelung und
Verwaltungspraxis eines Mitgliedstaats (Italien) der Europäischen Union
europarechtswidrig, wonach es dem öffentlichen Auftraggeber erlaubt ist,
Angebote, die einen die Ungewöhnlichkeitsschwelle überschreitenden
Preisnachlass aufweisen, ausschließlich unter Berücksichtigung der beigegebenen
Erläuterungen als ungewöhnlich niedrig abzulehnen, ohne Gelegenheit zur
Anhörung zu geben (C-285/1999 27. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist Voraussetzung
für eine Zuständigkeit nach § 32 ZPO die Darlegung einer unerlaubten Handlung
durch den Kläger (X ARZ 334/2001 19. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist gegen die
Versäumung der Rechtsmittelfrist wegen Rechtsmittelverzichts nach Beratung
durch einen nicht zugelassenen Rechtsanwalt Wiedereinsetzung in den vorigen
Stand möglich (5 StR 617/2001 5. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands tritt bei
Unterbreitung eines ungünstigen Vertragsangebots der Vermögensschaden erst mit
Annahme des Angebots ein (IX ZR 228/2000 24. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann die vom
gemeinsamen Tatplan umfasste Bewaffnung eines Täters seinen Mittätern nach
allgemeinen Grundsätzen (zum mittäterschaftlichen bewaffneten Handeltreiben mit
Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge) zugerechnet werden (3 StR 369/2001
14. Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands stehen die
Teilnehmer einer Betriebsratsfeier nicht unter Versicherungsschutz, wenn der
Unternehmer in keiner Weise an Zustandekommen, Ablauf und Finanzierung
beteiligt ist (B 2 U 7/2000 R 20. Februar 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands setzt die
Steuerbegünstigung nach § 10h EStG für eine unentgeltlich an Angehörige zu
Wohnzwecken überlassene Wohnung im eigenen Haus weder einen schriftlichen
Nutzungsvertrag noch ein überwiegendes Aufhalten des Angehörigen in der
überlassenen Wohnung voraus (X R 74/1997 5. September 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg ist durch das aus
einer größeren Menschengruppe heraus gegrölte „Ausländer raus“ eine
Verwirklichung des Tatbestands der Volksverhetzung gegeben (1 Ss 52/2001 28.
November 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln weist eine Beschwerde gegen
eine Prozesskostenhilfeentscheidung dann besondere Schwierigkeiten auf, wenn
sie die Erfolgsaussicht der Rechtsverfolgung oder Rechtsverteidigung betrifft
und über die Berufung in der Hauptsache das Beschwerdegericht in voller
Besetzung entscheiden müsste (14 WF 20/2002 14. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart ist ein siebenjähriges
Wettbewerbsverbot (bezüglich jedes Mandanten einer Rechtsanwaltskanzlei) nach
Ausscheiden in einem Sozietätsvertrag zwischen Rechtsanwälten sittenwidrig und
nichtig (20 U 55/2001 1. August 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart ist die Werbung einer
größeren Rechtsanwaltskanzlei (mehr als 100 Rechtsanwälte) in einer
Tageszeitung (Handelsblatt) mit Kompetenzfeldern rechtmäßig, die Aussage „Es
gibt Unternehmen, die uns kennen und überhaupt nicht mögen - nur weil wir
Anwälte der Gegenseite sind“ als subjektive Fremdeinschätzung unzulässig (2 U
4/2001 15. Juni 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster ist die
geschäftsmäßige Beratung Hilfe Suchender in sozialhilferechtlichen
Widerspruchsverfahren durch Mitarbeiter eines kirchlichen Zentrums nicht
erlaubnisfreie Rechtsberatung (12 A 100/1999 29. November 2001).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika erhält Lawrence Wollersheim wegen psychischer Misshandlung 8,7
Millionen Dollar Schadensersatz von Scientology.
Die Weltkinderkonferenz der Vereinten Nationen stimmt nach langen Verhandlungen
dem durch weiche Wendungen zustimmungsfähig gemachten Aktionsplan Eine
kindgerechte Welt zu.
Waldemar Ernst 27. April 1909-Heidelberg 12. Mai 2002.
2002-05-11 Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind die Voraussetzungen für
die vorläufige Amtsenthebung eines Anwaltsnotars nur gegeben, wenn die
Ausschließung aus der Rechtsanwaltschaft, die Verhängung eines Berufsverbots
oder eines Vertretungsverbots oder ein Vertretungsverbot für Zivilrecht zu
erwarten ist (NotSt [B] 6/2001 18. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands lässt die Belastung
eines Wohnungseigentums mit einem Nießbrauch das Stimmrecht des
Wohnungseigentümers grundsätzlich unberührt, doch kann aus dem zwischen
Wohnungseigentümer und Nießbraucher bestehenden Begleitschuldverhältnis der
Wohnungseigentümer dem Nießbraucher gegenüber zur Wahrung von dessen Interessen
verpflichtet sein (V ZB 24/2001 7. März 2002).
Nach einer Entscheidung
des Bundesgerichtshofs Deutschlands können sich Anlagegesellschafter bereits
existierender geschlossener, als Gesellschaft des bürgerlichen Rechts
ausgestalteter Immobilienfonds aus Gründen des Vertrauensschutzs auf eine im
Gesellschaftsvertrag vorgesehene Haftungsbeschränkung berufen, wenn die
Haftungsbeschränkung dem Vertragspartner mindestens erkennbar war (II ZR 2/2000
21. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands ist eine
Behinderung eines Kinds für seine Unfähigkeit zum Selbstunterhalt grundsätzlich
gegeben, wenn im Schwerbehindertenausweis das Merkmal hilflos eingetragen ist
oder der Grad der Behinderung mindestens 50 Prozent beträgt und besondere
Umstände hinzutreten, und soll für ein behindertes Kind, dessen Einkünfte und
Bezüge den Jahresgrenzbetrag nicht übersteigen, Kindergeld nicht mit der
Begründung versagt werden können, die Behinderung stehe einer normalen
Berufsausbildung nicht im Wege (VI B 178/2001 14. Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung
des Oberlandesgerichts Dresden kann der Vermieter die mangels Aufschlüsselung
nicht prüffähige Betriebskostenabrechnung während des Rechtsstreits prüffähig
machen, doch kann bei Anpassung von Vorauszahlungen auf der Grundlage einer
nicht prüffähigen Abrechnung der Mieter erhöhte Vorauszahlungen verweigern
(5/23 U 2557/2001 12. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist der
Mehrheitsbeschluss einer Wohnungseigentümergemeinschaft über die Wiederherstellung
einer ursprünglich losen Verlegung der Bodenbeläge auf Balkonen wegen nicht
vorhandener Zuständigkeit nichtig (3 Wx 348/2001 27. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf muss ein
Internetportalbetreiber sich in seinem Auftrag von einem Dritten erstellte
Nachrichten als eigene Inhalte zurechnen lassen, wenn ein unbefangener Nutzer
den Eindruck gewinnen muss, der Internetportalbetreiber wolle für den Inhalt
Verantwortung übernehmen, und können sachlich zutreffende Hinweise auf
Preiserhöhungen eines Mitbewerbers wegen der Art der Darstellung
wettbewerbswidrig sein (2 U 4 8/2001 4. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln können Gesellschafter
einvernehmlich auf die Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Form der
Ladung zu einer Gesellschafterversammlung und der Zusendung der
Tagesordnungspunkte verzichten und soll eine Gesellschafterversammlung
grundsätzlich auch dann beschlussfähig sein, wenn nur ein Gesellschafter
erschienen ist (2 Wx 59/2001 21. Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung
des Oberlandesgerichts Stuttgart liegt keine von einem Rechtsanwalt
unterzeichnete Schrift vor, wenn der Rechtsanwalt nur unter einer von einem
Gefangenen verfassten Schrift vermerkt, er mache sich die Beschwerde seines
Mandanten zu eigen und berufe sich zur Begründung auf die Ausführungen des
Mandanten (4 Ws 164/2001 13. Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Zweibrücken ist bei Schäden
durch infolge außergewöhnlicher Sturmböen herabfallende Dachziegel der Beweis
des ersten Ascheins, dass die Fehlerhaftigkeit des Dachs dafür ursächlich ist,
erschüttert (3 W 11/2002 29. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Berlin-Mitte sind Hausmeisterkosten
von 45000 DM in der Betriebskostenabrechung neben Kosten von 22000 DM für
Winterdienst und Hausreinigung erläuterungsbedürftig (18 C 259/2001 31. Oktober
2001).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Dortmund ist ein vereinbarte
Zusatzleistungen und das dafür zu zahlende Entgelt nicht enthaltender
notarieller Vertrag über den Erwerb einer zu errichtenden Eigentumswohnung
nichtig (125 C 5471/2001 5. Februar 2002).
Nach Mitteilung des Präsidenten der Bundesrechtsanwaltskammer Deutschlands
beträgt das monatliche Nettoeinkommen des Rechtsanwalts in der Einzelkanzlei
(55 Prozent) 3695 DM (Jahresumsatz 150000 DM), in der örtlichen Sozietät (35
Prozent) 6765 DM) (Jahresumsatz 286000 DM) und in der Großkanzlei (10 Prozent)
10055 DM (Jahresumsatz 420000 DM).
Köbler, Gerhard, Juristisches Wörterbuch, 11. A. 2002
Münchener Anwaltshandbuch Wohnraummietrecht, hg. v. Hannemann, Thomas/Wiegner,
Michael, 2002
Medicus, Dieter, Grundwissen zum bürgerlichen Recht, 5. A. 2002
Wörlen, Rainer,
Schuldrecht AT, 5. A. 2002
Wörlen, Rainer, Schuldrecht BT, 5. A. 2002
Steck, Dieter, Handelsrecht für Wirtschaftsjuristen, 2002
Goette, Wulf, Die GmbH, 2. A. 2002
Hubmann Heinrich/Götting, Horst-Peter, Gewerblicher Rechtsschutz, 7. A. 2002
Linhart, Helmut, Der Bescheid, 2. A. 2002
Decker, Andreas/Konrad, Christian, Bayerisches Baurecht, 2002
Mrozynski, Peter, SGB IX Teil 1 Regelungen für behinderte und von Behinderung
bedrohte Menschen, 2002
Stickelbrock, Barbara, Inhalt und Grenzen richterlichen Ermessens im
Zivilprozess, 2002
Kloepfer, Michael/Vierhaus, Umweltstrafrecht, 2. A. 2002
Pawlik, Michael, Der rechtfertigende Notstand, 2002
Krimphove, Dieter, Europäisches Werberecht, 2002
Hoeren, Thomas, Grundzüge des Internetrechts, 2. A. 2002
Handbuch Multimedia-Recht (Lbl.), hg. v. Hoeren, Thomas/Sieber, Ulrich, 3. A. 2002
Irlbeck, Computer-Lexikon, 4. A. 2002
2002-05-10 Nach einer
Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands wird nach einer Entlassung
für die Dauer der Nachwirkung (von einem Monat) eine Familienversicherung nicht
begründet (B 1 KR 24/2001 R 7. Mai 2002 u. a.).
Nach einer Entscheidung des
Bundessozialgerichts Deutschlands entfällt trotz vereinbarter Auflösung des
Arbeitsverhältnisses die Sperrzeit für Arbeitslosengeld, wenn der Arbeitnehmer
bei Verweigerung der Auflösung mit einer rechtmäßigen Kündigung rechnen muss (B
11 AL 100/2001 R 25. April 2002).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin darf die Senator AG die für
die Deckung einer Mehrzuteilung benötigten Aktien nicht durch eine
Kapitalerhöhung beschaffen (23 U 6712/1999 22. August 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle kann der Käufer eines
Kraftfahrzeugs den Kaufvertrag wegen einer um 7,7 Prozent geminderten
Motorleistung nicht wandeln (7 U 13/2000).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz kann ein
langjährig beschäftigter, durch Mobiltelefon eine Auszubildende direkt zum
Sexualverkehr auffordernder Maschinenführer fristlos gekündigt werden (9 Sa
853/2001).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Paderborn, muss ein Handynutzer keine
Gebühren (1325 Euro) für Leistungen (Kurznachrichten SMS) bezahlen, die
(infolge Löschung) vom Telekommunikationsunternehmen nicht im Einzelnen
nachgewiesen werden können (54 C 572/2001.
Elf der 24 Mitglieder des Exekutivkomitees des Internationalen Fußballverbands
zeigen den Präsidenten Joseph Blatter wegen Machtmissbrauchs und Misswirtschaft
bei dem Leitenden Oberstaatsanwalt Zürichs an.
Die juristischen Fakultäten der Universitäten Berlin, Hamburg, Kiel, Köln und
Salzburg bieten ein gemeinsames Zertifikatsprogramm osteuropäisches Recht an (http://www.uni-kiel.de
0431/880/2172).
Lettland hebt vor dem Außenministertreffen der Mitgliedstaaten der NATO die
Voraussetzung guter lettischer Sprachkenntnisse für Wahlbewerber (zugunsten der
russischen Minderheit von 37 Prozent) auf.
Die Kommission gegen Folter der Vereinten Nationen in Genf beanstandet, dass
Schweden bei den Krawallen in Göteborg 2001 übertriebene Polizeigewalt
zugelassen hat.
Nach Illinois setzt Maryland die Vollstreckung von Todesurteilen aus, weil
Zweifel bestehen, dass es bei der Verhängung gerecht zugeht.
Der Kurs der Telekomaktie sinkt auf 12,32 Euro, der Kurs des Deutschen
Aktienindexes auf 4889 Punkte.
2002-05-09 Köbler,
Gerhard, Who is who im deutschen Recht? wird unter Beck Online auf dem
Deutschen Anwaltstag in München präsentiert.
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte
verletzt die Verweigerung der Genehmigung der Adoption eines Kinds durch einen
homosexuellen Mann seitens der zuständigen Behörde (Frankreichs) kein
Menschenrecht (36515/1997 26. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ist
die Verurteilung eines Journalisten der Zeitschrift TATblatt wegen
rassistischer Agitation (der Rassismus hat einen Namen und eine Adresse)
gegenüber der Freiheitlichen Partei Österreichs durch ein Gerichts Österreichs
unverhältnismäßig, so dass Österreich 16821 Euro Schadensersatz und
Gerichtskostenersatz leisten muss (26. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist die
Direktverkaufsabgabenbefreiung für Großhändler von Humanarzneimitteln
(Frankreichs) als Ausgleich für eine gemeinwirtschaftliche Verpflichtung
(Bevorratungspflicht und Sofortlieferungspflicht) keine rechtswidrige Beihilfe
(C 53/2000 22. November 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands verletzt die
Regelung der vertragsärztlichen Zulassungsbeschränkung bei Überversorgung nicht
die Berufsfreiheit und den allgemeinen Gleichheitssatz (1 BvR 1282/1999 27.
April 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist Verabredung zu
einem Verbrechen nicht gegeben, wenn der Beteiligte nur als Gehilfe tätig
werden will, und reicht für eine Tatbeteiligung als Mittäter ein auf der
Grundlage gemeinsamen Wollens die Tatbestandsverwirklichung fördernder Beitrag
aus (z. B. grundsätzlich Beschaffen und Fahren des Fluchtfahrzeugs) (2 StR
315/2001 31. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands fügt ein auf
Fotos vor NS-Symbolen posierender Soldat dem Selbstverständnis der Bundeswehr
Deutschlands schweren Schaden zu und ist ein Vorgesetzter nicht berechtigt,
einen im Unterricht unaufmerksamen Untergebenen durch Anfassen am Kinn zur
Aufmerksamkeit zu ermahnen (2 WD 2001, 1413 7. November 2000).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Zweibrücken ist ein von einem
international und damit zugleich örtlich unzuständigen Gericht Deutschlands
erteilter unbeschränkter Erbschein auf Grund ausländischen Rechts (Irans)
unrichtig und auf Beschwerde hin vom ausstellenden Gericht einzuziehen (3 W
124/2001 27. September 2001).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Gießen hat bei Scheitern einer
Abstimmung zwischen Systembetreiber und Entsorgungsträger der Betroffene einen
öffentlichrechtlichen Unterlassungsanspruch gegen die Änderung des betreffenden
Sammel- und Verwertungssystems (6 E 1972/1997 31. Januar 2001).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Minden hat ein Referendar aus
Bielefeld während einer Wahlstation bei der Außenhandelsabteilung der Deutschen
Bank in Hamburg Anspruch auf Trennungsentschädigung (4 K 1158/1999 16. November
2000).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist der von Sulzer Medica AG vorgeschlagene Schadensersatz (200000
Dollar pro Person) für rund 3500 gelenkoperierte Patienten fair, angemessen und
vernünftig ist.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika darf James Bach darüber aussagen, dass Windows Embedded für den Einsatz
auf Personal Computern geeignet ist.
2000 haben Hochschulen Deutschlands 27,5 Milliarden Euro ausgegeben (62 Prozent
Personalausgaben, 44 Prozent medizinische Einrichtungen).
Petra Buck wechselt von Tübingen nach Hannover.
Peter Malanczuk wechselt von Rotterdam nach Hongkong.
Dr. Uwe Kischel wird in Mannheim für öffentliches Recht, Völkerrecht,
Europarecht und Rechtsvergleichung habilitiert.
Reiner Schreiber gibt zu, als ehemaliger Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion in
Bonn 1,45 Millionen DM an rechtswidrigen Zahlungen angenommen zu haben.
Die Regelstudienzeit um mehr als vier Semester überschreitende
Langzeitstudierende müssen in Niedersachsen ab Sommersemester 2003 500 Euro
Studiengebühren pro Semester zahlen.
2002-05-08 Nach einer
Entscheidung des Gerichts erster Instanz der Europäischen Gemeinschaften ist
eine Eilentscheidung über die Wiedereröffnung gesperrter Konten mutmaßlicher
Unterstützer der Talibanbewegung abgelehnt (T-306/2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands muss eine Sparkasse
der Steuerfahndung auf ein Sammelauskunftsersuchen über Spekulationsgewinne der
Kunden (aus 2329 Wertpapiergeschäften) Auskunft erteilen, weil die Beamten
bereits über sparkasseninterne Informationen über einen Kaufboom und
anschließende Gewinnmitnahmen verfügt haben (VII B 152/2001 21. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Hamburg muss der Halter
eines Kraftfahrzeugs mit Saisonkennzeichen auch außerhalb des Betriebszeitraums
für das Bestehen einer Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung sorgen (3 Bf
385/2000 14. August 2001).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Schleswig-Holstein muss der
Arbeitgeber tarifliches Urlaubs- und Weihnachtsgeld auch nach Kündigung eines
Tarifvertrags und Austritt aus dem Arbeitgeberverband leisten, solange die
Bestimmungen des Tarifvertrags nicht durch eine andere Vereinbarung ersetzt
sind (3 Sa 534/2001 12. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Nordrehein-Westfalen liegt
eine Wegeunfall auch vor, wenn ein Arbeitnehmer sich an einen andern Ort
(Motorradreparaturfachwerkstatt) begibt, an dem er sich mindestens zwei Stunden
aufhält (L 17 U 161/2000), während danach für die Weiterfahrt nac Hause kein
Versicherungsschutz mehr besteht.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Coburg kann eine
Anleger nicht (144000 Euro) Schadensersatz verlangen, weil die anlageberatende
Bank nicht zum Verkauf der Anlage geraten hat (12 O 644/2001).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Kleve ist nicht das Reisebüro, sondern
der Reiseveranstalter verpflichtet, die Teilnehmer einer Pauschalreise über
eine Visumspflicht (für Indien) zu unterrichten (6 S 85/2000).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln darf Telegate wegen Verletzung
des Urheberrechts der Deutschen Bahn Anrufern keine Auskünfte über
Zugverbindungen der Deutschen Bahn aus der frei zugänglichen Internetseite der
Deutschen Bahn AG vorlesen (28 O 180/2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin kann eine
Waffenbesitzkarte mit Munitionserwerbsberechtigung widerrufen werden, wenn der
Inhaber Waffen und Munition offen in seiner Wohnung lagert und einen zur
Aufbewahrung vorgesehenen Stahlschrank nicht fest in der Wand verankert (1 A 99/2002).
Die Europäische Kommission leitet ein Kartellverfahren gegen die Deutsche
Telekom AG wegen des Verdachts der Erhebung wettbewerbswidriger Preise für den
Zugang zum Ortsnetz für Wettbewerber ein.
Die Bundesregierung Deutschlands beschließt Nahverkehrszuschüsse des Bundes für
die Länder Deutschlands.
Die Bundesregierung Deutschlands beschließt eine Verordnung über das
Nachweisverfahren zur Begrenzung elektromagnetischer Felder durch eine
Standortbescheinigung über die Einhaltung der Grenzwerte.
Die Kirch PayTV beantragt bei dem Amtsgericht München die Eröffnung des
Insolvenzverfahrens, ohne dass der Abonnementsender Premiere davon unmittelbar
betroffen ist.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München ist das Insolvenzverfahren
über Kinowelt Medien AG eröffnet.
Der Streik in der Metallbranche wird auf mittelständische Betriebe erweitert.
Der Bundesumweltminister Deutschlands widerspricht Gerüchten über die Erhebung
von Pfand auf Milchverpackungen.
Horst Waffenschmidt gestorben.
2002-05-07 Nach einer Entscheidung
des Bundesgerichtshofs Deutschlands haftet eine Gemeinde nicht aus Amtshaftung
auf Schadensersatz für eine missverständliche Auskunft über die Bebaubarkeit
eines Grundstücks (unerschlossenes Bauland), wenn die Unzulänglichkeit der
Auskunft offen zu Tage liegt (III ZR 97/2001 11. April 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein Gericht
auf Grund von Zweifel an den Behauptungen des Klägers (über seine
Gewinnaussichten beim Weiterverkauf nicht vermittelter Aktien) rechtfertigenden
Indizien nicht auf die Beweiserhebung verzichten (XI ZR 183/2001 19. März
2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann eine
Zahlungseingänge für einen Kunden in dessen Kontokorrentkonto einstellende Bank
bei späterer Insolvenz des Kunden das Geld an den Insolvenzverwalter
herausgeben müssen, wenn sie durch Saldierung einen ungekündigten Kredit
zurückführt (IX ZR 223/2001 7. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bremen ist die Unterrichtung von
Unternehmensgründern durch Unternehmensberater über öffentliche Fördermittel
einschließlich der Unterstützung in einem Antragsverfahren zwar eine Besorgung
fremder Rechtsangelegenheiten, aber als Hilfstätigkeit einer
betriebswirtschaftlichen Beratungstätigkeit erlaubt (2 U 121/2000 28. März
2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln darf das Duale System den
Herstellern von Schlauchbeuteln für Fugendichtungsmittel nicht die Verwendung
des grünen Punkts erlauben, weil solche Schlauchbeutel nicht wiederverwertet
werden und deshalb der Verbraucher durch den grünen Punkt irregeführt wird (6 U
29/1995 22. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln muss ein Unternehmen
rechtswidrige Prospektwerbung (von den verkaufenden Sanitätshäusern)
zurückrufen (6 W 14/2002 31. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz muss ein
Professor der Fachhochschule Worms 318000 DM von insgesamt 330000 DM im Rahmen
einer beratenden Tätigkeit einer Wirtschaftsprüferkammer in Düsseldorf
verdienter Einkünfte aus nicht genehmigter Nebentätigkeit (jährlich zunächst
130000 DM, später 180000 DM) an seinen Dienstherrn abführen und darf nur
jährlich 12000 DM brutto behalten (2 A 11842/2001.OVG).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz muss ein an
einer andern Hochschule (in Berlin) als Vertreter 1500 Euro monatlich
zusätzlich verdienender Professor den die Freigrenze (von 6000 Euro)
überschreitenden Teil der Einkünfte an seinen Dienstherrn abführen (2 A
11037/2001.OVG).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Karlsruhe kann einem kein
medizinisch-psychologisches Gutachten vorlegenden Radfahrer der Führerschein
wegen Trunkenheit am Lenker (1,68 Promille) entzogen werden (12 K 436/2002 25.
März 2002).
Die Finanzminister der Mitgliedstaaten der Europäischen Union stimmen
grundsätzlich Mindestvorschriften zum Schutz der Anleger vor Insidergeschäften
und Marktmanipulationen zu (Marktmissbrauchsrichtlinie mit der Verpflichtung zu
einer Regulierungs- und Aufsichtsbehörde in jedem Mitgliedstaat).
Die Europäische Kommission hat keine Veranlassung mehr zu einem weiteren
Tätigwerden gegen die geltende Buchpreisbindung Deutschlands.
Die Europäische Kommission hat keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken gegen die
Übernahme der Saarbergwerke AG und der Preussag Anthrazit GmbH durch die RAG
Aktiengesellschaft (Kohlefusion 1997).
Die Zahl der Arbeitslosen Deutschlands liegt mit 4,024 Millionen um 156000 über
dem Vorjahresstand.
Arthur Andersen zahlt an die insolvente Baptist Foundation auf Grund eines
Vergleichs 217 Millionen Dollar zum Ausgleich für Fehler bei der
Wirtschaftsprüfung.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht schließt die Gontard &
Metallbank AG Frankfurt am Main vorläufig für den Kundenverkehr.
In Pakistan ist die Vollstreckung eines Todesurteils gegen eine wegen Ehebruchs
verurteilte Frau ausgesetzt worden.
2002-05-06 Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist das (von Teleflash gegen
eine Einmalgebühr von 19 Euro betriebene) kostenlose, werbefinanzierte und
durch Werbeeinblendungen unterbrochene Telefonieren nicht wegen unzulässiger
Belästigung des Angerufenen wettbewerbswidrig (I ZR 227/1999 20. Dezember
2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle verletzt, wer ohne
Freisprechanlage telefonierend bei Rot über eine Kreuzung fährt, das Verbot des
Überfahrens einer Kreuzung bei Rot vorsätzlich und kann deshalb mit 300 DM
Geldbuße und einem Fahrverbot von einem Monat belegt werden (333 Ss 38/2001
[OWi]).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Koblenz ist Christoph Daum vom
Verdacht verschiedener Rauschmitteldelikte frei gesprochen und ist das
Verfahren wegen des Vorwurfs unerlaubten Drogenbesitzes gegen Zahlung einer
Geldbuße von 10000 Euro vorläufig eingestellt.
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft Augsburg ist gegen Gerhard
Harlos und Alexander Häfele Anklage wegen Kursbetrugs, Insiderhandels und
Verstoßes gegen das Aktiengesetz erhoben (möglicher Gesamtschaden 250 Millionen
Euro).
Nach einem Erlass Nordrhein-Westfalens gelten strengere Vorschriften für
Windkraftstromerzeugungsanlagen.
Die Regierungen der Mitgliedstaaten der Europäischen Union und das Europäische
Parlament einigen sich auf besseren Schutz vor sexueller Belästigung am Arbeitsplatz.
Die vom Oberbürgermeister Erfurts verfügte Anordnung, die Beisetzungen der
Opfer des Schulmords vom 26. April 2002 nicht durch gewerbliche Foto- und
Videoaufnahmen zu stören, ist tatsächlich weitgehend beachtet worden.
In Baden-Württemberg streiken 50000 Arbeitnehmer der Metallbranche für ihre
Lohnforderung von 6,5 Prozent.
2002-05-05 Nach einer
Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands wird nur eine
uneingeschränkte gerichtliche Kontrolle des Merkmals der Gefahr im Verzug bei einer
von der Kriminalpolizei angeordneten Wohnungsdurchsuchung (wegen des Verdachts
der Entwendung von 20 Metern verzinktem Zaun von einem jüdischen Denkmal) der
Bedeutung des Grundrechts aus Art. 13 I GG für den Schutz der persönlichen
Lebenssphäre des Einzelnen und der grundrechtssichernden Funktion von Art. 13
II GG gerecht (2 BvR 1473/2001 22. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands verletzt ein
Berufungsgericht den Anspruch auf rechtliches Gehör, wenn es im Verfahren nach
der Hausratsverordnung unter Abänderung des erstinstanzlichen Urteils ein
unentgeltliches unbefristetes Nutzungsverhältnis hinsichtlich einer Wohnung
begründet, obwohl der sich am Verfahren nicht beteiligende Wohnungseigentümer
auf Grund der Unterrichtung durch das Gericht mit dieser Möglichkeit nicht
rechnen musste (1 BvR 1079/1996 25. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind die Grundsätze
zu einem Schuldbekenntnis am Unfallort im Vertragsrecht nicht anwendbar (VII ZR
206/2000 24. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kommt bei Erfüllung
der gesetzlichen Anforderungen an eine Berufungsschrift die Deutung, dass der
Schriftsatz nicht als unbedingte Berufung bestimmt war, nur dann in Betracht,
wenn sich dies aus den Begleitumständen mit einer jeden vernünftigen Zweifel
ausschließenden Deutlichkeit ergibt (VI ZB 51/2001 22. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind dem
Angeklagten die notwendigen Auslagen des Nebenklägers auch aufzuerlegen, wenn
der Anklage statt wegen Totschlags wegen unterlassener Hilfeleistung verurteilt
wird (4 StR 392/2001 22. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der Einzug
eines anfechtbar begebenen Schecks über das Konto eines andern zu dessen
Gunsten Einzelrechtsnachfolge (IX ZR 61/1999 10. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann die Einfuhr
echter irakischer Dinare (11 Millionen) nach Deutschland ein nach § 34 IV AWG
strafbarer Embargoverstoß sein (2 StR 358/2001 19. Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind nach Abschluss
des Vorschaltverfahrens über die Feststellung eines Amtsenthebungsgrunds eingetretene
Umstände bei der Entscheidung über die Amtsenthebung eines Notars zu
berücksichtigen und sind nach der Amtsenthebung eingetretene Umstände im
Verfahren über einen Antrag auf gerichtliche Entscheidung gegen die
Amtsenthebung nicht zu berücksichtigen (NotZ 16/2001 3. Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss der die
Übernahme einer Bürgschaft für Gesellschaftsschulden allein aus enger
persönlicher Verbundenheit zu einem Dritten behauptende Bürge diese Tatsache
und die Kenntnis des Gläubigers von ihr beweisen (IX ZR 183/2000 18. September
2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands endet die
Rechtskraftwirkung eines Urteils nach § 121 VwGO, wenn neue erhebliche
Tatsachen eingetreten sind, die sich so wesentlich von den ursprünglich
gegebenen Umständen unterscheiden, dass auch unter Berücksichtigung des Zwecks
der Rechtskraft eine erneute Sachentscheidung gerechtfertigt ist (1 C 7/2001
18. September 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands entfällt bei
Beantragung von Insolvenzgeld das Vorzugsrecht der Arbeitsentgeltansprüche der
von einem vorläufigen Insolvenzverwalter mit Verwaltungsbefugnis
weiterbeschäftigten Arbeitnehmer als Masseverbindlichkeit (9 AZR 301/2000 3.
April 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands steht der
Pflegekasse bei der Entscheidung über den Antrag auf Anerkennung als Härtefall
kein Ermessen zu (B 3 P 2/2001 R 30. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands ist die
stationäre Notfallbehandlung eines Versicherten in einem nicht zugelassenen
Krankenhaus eine Sachleistung der Krankenversicherung, wobei der
Vergütungsanspruch des Krankenhauses sich gegen die Krankenkasse richtet (B 1
KR 6/2001 R 9. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands mindert sich der
Abzugsbetrag nach § 33a I EStG nur dann um Ausbildungsbeihilfen, die das Kind
anlässlich einer Ausbildungs- oder Weiterbildungsmaßnahme des Arbeitsamts
bezogen hat, wenn die Ausbildungshilfe Leistungen abdeckt, zu denen die Eltern
gesetzlich verpflichtet sind (III R 47/2000 4. Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist der Selbstbehalt
eines seinerseits pflegebedürftigen, stationär untergebrachten
unterhaltspflichtigen Ehegatten wie der Bedarf des Unterhaltsberechtigten nach
den konkret entstehenden Kosten zuzüglich eines Taschengelds zu bestimmen (1 UF
63/2001 21. August 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm ist bei der Begründung
einer formellen Rüge dem Schriftformerfordernis genügt, wenn einkopierte
Schriftstücke zwar nicht vollständig lesbar sind, ihnen der Inhalt der
abgegebenen Erklärung aber ausreichend deutlich entnommen werden kann (2 Ss 688/2001
24. August 2001).
Nach einer Entscheidung
des Oberlandesgerichts Köln kann es (bei einem Sachschaden von 400 DM an einem
Zaun) für die Wartezeit am Unfallort in einer Stadt gegen 13.30 Uhr ausreichen,
dass der Kraftfahrzeugführer 15 Minuten benötigt, um sein Fahrzeug aus der
durch das Unfallgeschehen eingetretenen Lage zu befreien (Ss 64/2001 6. März
2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart begründet eine
Änderung der Rechtsprechung zur Berechnung des Ehegattenunterhalts einen
Anspruch auf Änderung eines auf der aufgegebenen Rechtsprechung aufbauenden
Unterhaltsvergleichs (16 WF 548/2001 28. Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Bautzen kann eine
Gesellschaft des bürgerlichen Rechts als solche Bauherrin sein (1 B 113/2001
16. Juli 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen können
Wettbewerber der Deutschen Telekom AG einen verfahrensrechtlichen Anspruch
gegen die Regulierungsbehörde geltend machen, dass diese ermessensfehlerfrei
darüber befindet, von Amts wegen über die Genehmigung bzw. Festsetzung zuvor
vom Marktbeherrscher beantragter Entgelte für den Zugang zur
Teilnehmeranschlussleitung zu entscheiden (13 A 5146/2000 4. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Schleswig ist die
Übersendung eines Bescheids mit einfacher Postsendung an eine nicht mehr
zutreffende Anschrift auch dann keine wirksame Bekanntgabe des Verwaltungsakts,
wenn die Anschrift ordnungswidrig noch im Melderegister geführt ist (1 M
24/2000 28. März 2001).
Schlecker bietet auf seiner Internetseite keine Kraftfahrzeuge mehr an.
Arthur Büsing 14. Februar 1928-Bremen 5. Mai 2002.
Gerhard Paulus 13. Februar 1922-München 5. Mai 2002.
2002-05-04 Nach einer
Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs sind bei der Beurteilung der Frage,
ob eine Einrichtung ohne Gewinnstreben handelt, sämtliche Tätigkeiten der
Einrichtung zu berücksichtigen und kann eine Einrichtung als Einrichtung ohne
Gewinnstreben eingestuft werden, auch wenn sie systematisch nach
Erwirtschaftung von Überschüssen strebt, die sie anschließend für die
Durchführung ihrer Leistungen verwendet (C-174/2000 21. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs darf die Erhebung von
Sozialversicherungsbeiträgen durch einen Mitgliedstaat (Belgien) von einem in
einem andern Mitgliedstaat (Frankreich) Sozialversicherten
(Vorstandsvorsitzenden) nicht erfolgen, falls der Wanderarbeitnehmer dadurch
keinen zusätzlichen sozialen Schutz erhält und die Wanderarbeitnehmerverordnung
den Arbeitnehmer schlechter stellt als ein schon vorher geltendes bilaterales
Abkommen (C-393/1999 19. März 2002, C-394/1999 19. März 2002).
Nach einer Entscheidung
des Bundesgerichtshofs Deutschlands entfällt das vereinbarte nachvertragliche
Wettbewerbsverbot eines Geschäftsführers einer Gesellschaft mit beschränkter
Haftung nicht durch Freistellung von den Dienstpflichten mit ordentlicher
Kündigung und entfällt die vereinbarte Entschädigungspflicht nicht mit dem
Verzicht der Gesellschaft auf das Wettbewerbsverbot, wenn der Verzicht nach
ordentlicher Kündigung erst zu einem Zeitpunkt erklärt wird, in dem der
Geschäftsführer sich bereits auf die mit dem Verbot verbundenen Einschränkungen
seiner neuen beruflichen Tätigkeit eingerichtet hat (II ZR 77/2000 4. März
2002).
Nach einer Entscheidung
des Bundesgerichtshofs Deutschlands beschränkt sich bei Zurückbleiben des
Patents hinter dem technischen Gehalt der Erfindung der Schutz auf das, was
noch mit dem Sinngehalt der Patenansprüche in Beziehung zu setzen ist (X ZR
135/2001 12. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts entspricht es
grundsätzlich ordnungsgemäßer Verwaltung, ein selbständiges Beweisverfahren
einzuleiten, wenn für eine Schimmelbildung Baumängel ursächlich sein können und
sind die Kosten des Beweisverfahrens von allen Wohnungseigentümern zu tragen,
sofern nicht ein einzelner ursächlicher Wohnungseigentümer schuldhaft gehandelt
hat ( (2 ZBR 57/2001 31. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin kann eine weitere
Vollstreckung aus einem Vollstreckungstitel dann ausnahmsweise unzulässig sein,
wenn die durch Vollstreckung eingetriebenen Beträge die ursprüngliche
Hauptforderung übersteigen (7 U 9169/1999 25. Juli 2000).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main beseitigt der
vergebliche Versuch einer Benachrichtigung der Polizei durch Handy während
einer nächtlichen Vergnügungsfahrt zwischen Frankfurt am Main und Köln nach
Verkehrsunfallflucht nicht die in der Verkehrsunfallflucht enthaltene
Aufklärungspflichtverletzung gegenüber der Versicherung (3 U 99/2001 21.
Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist ein
Ausweichen gegenüber einem die Straße überquerenden Jungfuchs objektiv nicht
geboten und muss der von einer Teilkaskoversicherung zu ersetzende Fahrzeugschaden durch Zusammenstoß (mit dem
Haarwild) entstanden sein (7 U 100/2001 23. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlruhe verletzt die Verwendung
einer Marke eines Kraftfahrzeugherstellers (Ferrari) zur Gestaltung einer
Dachverkleidung eines Abstellplatzes eines auch Fahrzeuge des betroffenen
Herstellers verkaufenden Autohändlers nicht § 24 II MarkenG (6 U 47/2001 7.
Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz darf ein gerichtlicher
Sachverständiger eine Hilfskraft (z. B. Assistenzarzt) zu einzelnen
Untersuchungen heranziehen, wenn er das Gutachten mit einverstanden auf Grund
eigener Untersuchung und Urteilsfindung unterschreibt (10 U 1213/2001 22.
Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Nürnberg muss ein den
Brennvorgang im Ölofen durch Einsprühen brennbarer Flüssigkeiten verstärkender
Versicherungsnehmer oder dessen Betreuer der Brandversicherung diesen
gefahrerhöhenden Umstand anzeigen (8 U 3457/2000 5. April 2001).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Düsseldorf ist die Berufung
auf eine Ansprüche aus einem Arbeitsverhältnis endgültig bereinigende
Ausgleichsklausel gegenüber einem Schadensersatzanspruch rechtsmissbräuchlich,
wenn nachträglich gewerbsmäßiger Betrug des Arbeitnehmers im Umfang von 180000
DM bekannt wird (16 Sa 610/2001 28. August 2001).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Düsseldorf ist bei
ausschließlicher Kündbarkeit eines Arbeitnehmers aus wichtigem Grund an den
wichtigen Grund kein strengerer Prüfungsmaßstab anzulegen als sonst (18 Sa
366/2001 24. August 2001).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Weilburg ist der bei unbeaufsichtigtem
nächtlichem Betrieb einer Spülmaschine als Folge einer Undichtigkeit
verursachte Wasserschaden grob fahrlässig verursacht (5 C 432/2001 6. November
2001).
Claus-Dieter Ehlermann tritt der Anwaltskanzlei Wilmer, Cutler & Pickering
(in Brüssel) bei.
Bayerische Juristenmesse 24. Mai 2002 Künstlerhaus am Lenbachplatz 8 D 80333
München http://www.juristenmesse.de
Das neue Urhebervertragsrecht Beck-Seminare D 80791 München http://www.beck-seminare.de Fax
089/38189/547
Medicus, Dieter, Schuldrecht, Allgemeiner Teil, 13. A. 2002
Praxiskommentar zum Behindertenrecht, hg. v. Kossens, Michael/Heide, Dirk von
der/Maaß, Michael, 2002
Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht (Lbl.), hg. v. Hoeren,
Thomas/Holznagel, Bernd/Geppert, Martin, 2. A. 2002
Blümich, W., EStG – KStG – GewStG- Nebengesetze (Lbl.), 73. A. 2002
Steuergesetze (Lbl.), 133. A. 2002
Römermann, Volker/Hartung, Wolfgang, Anwaltliches Berufsrecht, 2002
Maßregelvollzugsrecht, hg. v. Kammeier, Heinz, 2. A. 2002
Handbuch Wirtschaft und Recht in Osteuropa (Lbl.), hg. v. Breidenbach, Stephan,
43. A. 2002
Systemwechsel im europäischen Kollisionsrecht, 2002
Rolf Friedemann Pauls 26. August 1915-Bonn 4. Mai 2002.
2002-05-03 Nach einer
Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs gelten die Vorschriften der
Richtlinie der Europäischen Union über Pauschalreisen auch für (portugiesische)
Reisende , deren Reise (nach Griechenland in ein von Wespen beeinträchtigtes
Feriendorf) nach ihren eigenen Wünschen zusammengestellt worden ist (C-400/2000
30. April 2002), weil im Anhang zu der Richtlinie bestimmt ist, dass zu den
erforderlichen Angaben im Reisevertrag auch die vereinbarten Sonderleistungen
zählen.
Nach Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs gewährt die Richtlinie der
Europäischen Union zur Haftung für fehlerhafte Produkte den Mitgliedstaaten
(Frankreich und Griechenland) keinen eigenen Gestaltungsspielraum bei der
Übernahme in mitgliedstaatliches Recht (z. B. durch Verzicht auf eine
Selbstbeteiligung des Geschädigten in Höhe von 500 Euro) (C-52/2000 25. April
2002 u. a.)
Nach einer Entscheidung des Gerichts erster Instanz der Europäischen
Gemeinschaften ist wegen des grundlegenden Rechts auf wirksamen Rechtsschutz
unabhängig von individueller Betroffenheit jedermann als klageberechtigt
anzusehen, dem in einer bestimmten Weise Rechtspflichten auferlegt werden (z.
B. ein Fischfangunternehmen Frankreichs durch Zulassung nur bestimmter
Fischfangnetze in den Gewässern südlich Irlands durch die Europäische
Kommission) (T-177/2001).
Nach einer die Annahme einer Verfassungsbeschwerde ablehnenden Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands verletzt eine Grundschule mit festen
Öffnungszeiten (in Sachsen) kein Elterngrundrecht (1 BvR 279/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist (wegen der
wesentlichen Verschiedenheit von Gründung und bloßer Kapitalerhöhung) die
Bareinlage einer Kapitalerhöhung bereits dann ausreichend geleistet, wenn sie
nach dem Beschluss hierüber in den uneingeschränkten Verfügungsbereich der
Geschäftsführung gelangt ist und nicht an den Einleger zurückfließt (II ZR
369/2000 18. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands schließt der
Grundsatz der Verhältnismäßigkeit bei Möglichkeit berufsrechtlichen Vorgehens
einer Rechtsanwaltskammer eine Erhebung einer Unterlassungsklage gegen
wettbewerbswidriges Verhalten eines Mitglieds (z. B. Betreiben eines Büros
einer Rechtsanwalts-GmbH in München ohne dortige Tätigkeit eines
alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführers) nicht aus (I ZR 29/1999 25.
Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe ist das Verfüttern von
Lebensmitteln mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum an Schweine zwar kein rechtswidriger
Betrieb einer Abfallentsorgungsanlage, aber eine Ordnungswidrigkeit wegen
Verletzung der Viehverkehrsverordnung und des Tierseuchengesetzes, die eine
Verfütterung von Speiseabfällen an Klauentiere ohne behördliche Genehmigung
untersagen (1 Ss 222/2001 7. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Köln ist ein
Pensionssicherungsfonds (PSV) dann zur Anpassung der Rentenzahlungen an den
Kaufkraftverlust verpflichtet, wenn er wirtschaftlich zur Anpassung in der Lage
ist (11 Sa 1073/2000).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz darf unabhängig von
einer gegenwärtigen Ansteckungsgefahr eine Schwangere nicht in einem
Kindergarten arbeiten, wenn die abstrakte Gefahr besteht, dass sie dort durch
Mumpserreger mit Mumps angesteckt wird (5 L 789/02.KO).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Berlin ist die Einschränkung des
Verlustausgleichs zwischen Einkünften aus verschiedenen Einkunftsarten
vermutlich verfassungswidrig (6 B 6333/2001 4. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Sportgerichts des Galopprennsports Deutschlands ist
Trainer Andreas Bolte zu einer Sperre von 18 Monaten verurteilt, weil er einen
weiblichen Jockey dazu angestiftet haben soll, mit einem Pferd in einem Rennen
Letzte zu werden.
Nach Entscheidungen der zuständigen Gerichte Deutschlands dürfen
Bunte-Entertainment-Verlag und Ringier-Verlag u. a. nicht mehr behaupten
Botschafter (Borer) in Liebesfalle getappt und Botschaftergattin verzeiht
Sexaffäre.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist Diana Brooks von Sotheby’s wegen verbotener Preisabsprachen zu
350000 Dollar Geldstrafe und 1000 Stunden Sozialdienst sowie einem halben Jahr
Hausarrest an elektronischer Fessel verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist R. J. Reynolds wegen der Verteilung von kostenlosen Zigaretten an
Jugendliche zu 14,8 Millionen Dollar Geldstrafe verurteilt.
Die Regierungen der Mitgliedstaaten der Europäischen Union stimmen entgegen
Vorschlägen der Europäischen Kommission Steuererleichterungen für Spediteure in
Frankreich, Italien und den Niederlanden in der Erwartung zu, dass Deutschland,
Spanien, Österreich und Belgien dafür andere Zugeständnisse bei
Steinkohlesubventionen, Alpentransit und Versicherungssteuern erhalten.
36 Mitgliedstaaten des Europarats vereinbaren ein Zusatzprotokoll zur
europäischen Menschenrechtskonvention zwecks Abschaffung der Todesstrafe auch
im Kriegsfall oder während einer besonderen Kriegsgefahr.
Bernhard Servatius gibt demnächst den Vorsitz im Aufsichtsrat des Axel-Springer-Verlag auf.
Der Kurs der Telekomaktie sinkt auf rund 13 Euro.
Der Kurs des Euro steigt nach Bekanntwerden schwacher Arbeitsmarktdaten der
Vereinigten Staaten von Amerika auf 91,40 US-Cent.
Schlecker verkauft für einen Tag zugelassene Kraftfahrzeuge (Ford Ka, Fiat
Punto, Smart Cabrio) (als Gebrauchtwagen) mit 12-24 Prozent Preisnachlass
gegenüber den von den Herstellern empfohlenen Verkaufspreisen.
Über http://www.e-vergabe.bund.de
können Unternehmen Angebote zu öffentlichen Aufträgen des Bunds Deutschlands
abgeben.
2002-05-02 Nach einer
Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands darf der Vermieter dem
ihm in einer Strafanzeige leichtfertig Betrugsabsicht
vorwerfenden Mieter fristlos kündigen (1 BvR 1372/2001 2. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts ist der andere
Wohnungseigentümer schuldhaft durch Lärm aus seinem vermieteten Wohnungseigentum
schädigende Wohnungseigentümer aus positiver Forderungsverletzung zum
Schadensersatz verpflichtet (2 Z BR 120/2001 24. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Dresden ist Sittenwidrigkeit
eines Mietvertrags anzunehmen, wenn der Begünstigte die wirtschaftlich
schwächere Lage des andern Teils und dessen Unterlegenheit bei der Feststellung
der Vertragsbestimmungen bewusst zu seinem Vorteil ausnutzt oder sich zumindest
leichtfertig der Erkenntnis verschließt, dass sich der andere Teil nur auf
Grund seiner schwächeren Lage auf die ihn beschwerenden Bedingungen einlässt
(23 U 2407/2000 6. Februar 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf muss Envia Energie
Sachsen Brandenburg AG dem Bundeskartellamt Deutschlands Unterlagen über die
Preisbildung der Netznutzung vorlegen.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main darf Siebel Systems
nicht behaupten, dass bei der Entwicklung von Software für Customer
Relationship Management einer Erfolgsserie Siebel Systems quasi nur gescheiterte Projekte SAPs
gegenüberstünden (2-03 O 227/2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main darf Ferrero auf
Grund gegebener Einwilligung mit Oliver Kahn (und andern
Fußballnationalspielern) werben.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Gießen bedarf die auf einer
Mietvertragsgleitklausel beruhende Mieterhöhungsvereinbarung der Schriftform (1
S 182/2001 12. September 2001).
Nach einer Entscheidung der Reklameaufsichtsbehörde der Niederlande darf die
freikirchliche Gemeinde Eersel nicht mit dem Satz Kommt, dann werdet ihr
geheilt werben.
Deutschland ratifiziert das Stockholmer Übereinkommen der POP-Konvention von
2001 und das Protokoll über persistente organische Schadstoffe (POP) zum Genfer
Luftreinhalteabkommen von 1998.
Thomas de Maizière wird Justizminister Sachsens.
Klaus Müller-Gebel 65.
Der vom zuständigen Gericht Italiens in Abwesenheit zu lebenslanger Haft
verurteilte SS-Wachmann Michael Seifert ist in Haft genommen.
Der Kurs der Telekomaktie fällt mit 13,90 Euro erneut unter den Ausgabekurs.
Heinz Fabian 5. Februar 1927-2. Mai 2002.
2002-05-01 Nach einer
Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts ist der eine Entschädigung
von Minderheitsaktionären prüfende Richter nicht schon deswegen befangen, weil
er Aktionär der beklagten Aktiengesellschaft ist (3 Z BR 362/2002).
Der internationale Leichtathletikverband und Katrin Krabbe einigen sich in
einem Vergleich auf eine angemessene Schadensersatzleistung für eine
Dopingsperre.
Das zuständige Gericht der Vereinigten Staaten von Amerika weist die Klage
Walter Hewletts gegen den Kauf Compaqs wegen unzulässiger Beeinflussung und
Irreführung der Aktionäre vor der Abstimmung ab.
Von den verschwundenen 120 Millionen Euro der Klöckner & Co AG Duisburg sind
bisher 56,5 Millionen Euro sichergestellt.
Niedersachsen genehmigt den Bau des Atomendlagers Schacht Konrad in Salzgitter.
Im Strafverfahren gegen Christoph Daum wegen Rauschgiftgebrauchs hält ein
Gutachter die Haaranalyse wegen möglicher Verunreinigung für wenig
aussagekräftig für intensiven Kokaingebrauch.
Nach der Ernennung des Präsidenten Madagaskars erklären zwei Provinzen die
Unabhängigkeit.
Gegen Überstellung sechser wegen Mords gesuchter Palästinenser nach Jericho
erhält Jassir Arafat von Israel seine Bewegungsfreiheit zurück.
In veritate libertas! Ceterum censeo corruptionem esse delendam! Faustus
felixque veridicus!
In der Wahrheit die Freiheit! Im übrigen bin ich
dafür, die Verderbnis zu beseitigen! Glücklich, wer die Wahrheit auf seiner Seite
hat!