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o. Univ.-Prof. Dr. Gerhard Köbler |
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Universität Innsbruck |
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Tel. +43/512/507/8050 Fax +43/512/507/2826‚ 2840 |
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Gerhard.Koebler@uibk.ac.at |
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OLAF ist einsame Spitze
im Kampf gegen arme Lügner, dumme Schmierer, üble Fälscher, arge Betrüger und
ihr kollusives Umfeld.
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Im Milleniumsspiel lautet die Millionenfrage und die Tausendeurofrage Warum gibt es nicht mehr solche Professoren?
Was? Wann? Wo? Wie? Warum? – Grundfragen dargestellt an
Grundlagen:
Was ist schöner als ein Leistung, Wahrheit und Freiheit förderndes, Inzucht,
Betrug und Korruption ablehnendes Zentrum integrativer europäischer Legistik?
Was ist
Wann wird auch in den Sümpfen Recht
gegen Unrecht siegen?
Wo ergaunern gerissene Ganoven
gemeinschädliche Gefälligkeitsnetzwerke?
Wie teilen Lügner und Konsorten
selbstbedienend und betrügend?
Warum verliert eine Fakultät mit
schlechten Noten das Gesicht?
2002-03-31 Nach einer
Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands kann ein Missbrauch der
Verfassungsbeschwerde vorliegen, wenn leichtfertig unrichtige, Ermittlungen
auslösende Angaben (über angeblich
willkürliche Heranziehung von Beisitzern eines Notarsenats) gemacht werden
(Missbrauchsgebühr von 2000 DM für Anwaltsnotar) (1 BvR 305/2001 11. September
2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands können die
Grundsätze zur Sittenwidrigkeit finanziell überforderter Bürgen bei
Gesellschaftern einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung nur Anwendung
finden, wenn der Gesellschafter Strohmannfunktion hat, die Mithaftung oder
Bürgschaft für Schulden der Gesellschaft aus persönlicher Verbundenheit mit der
hinter ihm stehenden Person übernimmt und diese Umstände der kreditgewährenden
Bank offensichtlich sind (XI ZR 98/2001 15. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss bei einem von
der Auszahlung eines Bausparvertrags oder einer Kapitallebensversicherung
abhängigen Verbraucherkredit die vom Verbraucher zu unterzeichnende
Vertragserklärung den Gesamtbetrag aller von ihm zu erbringenden Leistungen
enthalten (XI ZR 156/2001 18. Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann im
Auswahlverfahren für die Vergabe einer Anwaltsnotariatsstelle die Abwicklung
eines ungeordneten Notariats durch einen Notariatsverwalter berücksichtigt
werden (NotZ 22/2001 3. Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss die
Bevorzugung des fachlich besser geeigneten, die örtliche Wartezeit nicht
erfüllenden Bewerbers bei einer Anwaltsnotarsstellenausschreibung auf Grund
eines außergewöhnlichen Sachverhalts zwingend sein (NotZ 17/2001 3. Dezember
2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Ausübung
des Befriedigungsrechts des Eigentümers nach § 1142 BGB mit dem vom Käufer
hinterlegten Kaufpreis regelmäßig nicht vom Treuhandauftrag des Notars gedeckt
(V ZR 220/2000 12. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Werbung von
nur zu bestimmten Hilfeleistungen in Steuersachen (§ 6 Nrn. 3, 4 StBerG)
befugten Personen mit den Begriffen Finanzbuchführung, Lohnabrechnung und
Einrichtung der Buchführung wegen Irreführung wettbewerbswidrig (I ZR 261/1998
12. Juli 2201).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands leidet eine
Anschuldigungsschrift an schweren Mängeln, wenn sie den Schuldvorwurf nicht
hinreichend präzisiert, wenn dem Angeschuldigten nicht angemessen Gelegenheit
zur Äußerung gegeben worden ist und wenn nur die belastenden Umstände zum
Gegenstand gemacht worden sind (2 WD 42/2000 18. Mai 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist zweifelhaft, ob
Erstjahr (§ 5 EigZulG) das Jahr ist, in dem ein Antragsteller alle
Förderungsvoraussetzungen erfüllt, oder das Jahr, ab dem erstmals der
Gesamtbetrag der Einkünfte den maßgebenden Grenzwert nicht überschreitet (IX B
78/2000 20. Dezember 2000).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands können Einkünfte
eines Rechtsanwalts als Verwalter in einem Gesamtvollstreckungsverfahren
Einkünfte aus Gewerbebetrieb sein (XI R 56/2000 12. Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist der Umrechnung
des Kindergelds in einen Freibetrag das tatsächlich gewährte Kindergeld zu
Grunde zu legen und ist der dadurch errechnete fiktive Kinderfreibetrag mit dem
tatsächlich gewährten Kinderfreibetrag zusammenzurechnen und dem vollen
Jahresexistenzminimum gegenüberzustellen (VI R 30/2001 23. November 2001).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Berlin ist der
großgeschriebene Anfangsbuchstabe eines Namens keine Unterschrift und kommt
eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Versäumung der Berufungsfrist
nicht in Betracht, wenn der Rechtsanwalt das ihm zwecks Zustellung des
angefochtenen Urteils übersandte Empfangsbekenntnis ordnungsgemäß unterzeichnet
hatte, wodurch die einmonatige Berufungsfrist in Lauf gesetzt worden war (6 Sa
1727/2001 12. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf kann der
Auftragnehmer einen Reparaturauftrag eines Geschäftsführers einer mit
Kraftfahrzeugen handelnden Gesellschaft mit beschränkter Haftung über ein nicht
zugelassenes Kraftfahrzeug auf Grund eines früheren Geschäfts als im Namen der
Gesellschaft mit beschränkter Haftung erteilt ansehen (22 U 98/2000 19. Januar
2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart ist nach Aufhebung
eines Sachurteils des Amtsgerichts durch das Rechtsbeschwerdegericht und
Zurückverweisung der Sache die Verwerfung des Einspruchs des ohne genügende
Entschuldigung ausgebliebenen Betroffenen zulässig (1 Ss 185/2001 22. Mai
2001).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Nürnberg-Fürth bedarf es eines gegen
alle Kontoinhaber gerichteten Titels nur, wenn die Kontoinhaber nur gemeinsam
verfügungsberechtigt sind (15 S 10945/2000 30. März 2001).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Großbritanniens erhält, wer durch
Trinken von noch zu heißem Kaffe Verbrennungen erleidet, keinen Schadensersatz
vom Hersteller.
2002-03-30 Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands müssen Zivilgerichte nach
interner Fällung des Urteils, aber vor Verkündung des Urteils eingehende
Schriftsätze zur Kenntnis nehmen und eine Wiedereröffnung der mündlichen
Verhandlung durch die an der mündlichen Verhandlung und der anschließenden
Urteilberatung teilnehmenden Richter prüfen (V ZR 357/2000 1. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist auf
Besetzungsmängel eines später durch einen Ergänzungsrichter abgelösten Richters
der absolute Revisionsgrund des § 338 Nr. 1 StPO nicht anwendbar, ist die
Feststellung der Verhinderung eines Schöffen durch den Strafkammervorsitzenden
mit der Folge des Eintritts des Ergänzungsschöffen vom Revisionsgericht nicht
nur auf Willkür zu überprüfen und bleiben die nicht von einem
Auskunftsverweigerungsrecht eines Zeugen umfassten übrigen Angaben bei
gebotener kritischer Würdigung des Aussageverhaltens verwertbar (5 StR 130/2001
23. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts kann ein
wichtiger Grund zur Versagung der Zustimmung zur Veräußerung von
Wohnungseigentum vorliegen, wenn der als Erwerber vorgesehene Lebensgefährte
des Veräußerers in der Vergangenheit durch provozierendes, beleidigenden und
lärmendes Verhalten immer wieder Streit mit andern Wohnungseigentümern
verursacht hat (2 ZBR 37/2001 31. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Dresden kann Prozesskostenhilfe
für einen ohne Härtegründe vorgetragenen Scheidungsantrag vor Ablauf des
Trennungsjahrs auch bei Vorliegen der Voraussetzungen für eine einverständliche
Scheidung im übrigen nicht bewilligt werden (20 WF
749/2001 6. Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf besteht kein Anspruch
auf Ersatz von Kosten für ein erfolgreiches Verfahren auf Löschung einer
eingetragenen Marke unter dem Gesichtspunkt des Schadens wegen Eingriffs in den
eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb (2 U 93/2001 21. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main kann bei
Verurteilung zur Bucheinsicht durch den Handelsvertreter ein Wirtschaftsprüfer
oder vereidigter Buchsachverständiger zugezogen werden (5 W 2/2002 28. Januar
2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz kann bei Vereinbarung
der Ausstellung einer Abnahmebescheinigung des Auftraggebers nicht stattdessen
auf die Bestimmungen der Verdingungsordnung für Bauleistungen oder des
Bürgerlichen Gesetzbuchs verwiesen werden und muss der Unternehmer den
Auftraggeber auch dann auf die diesem nicht bekannte Anfälligkeit des Bewuchses
von Sandstein mit Moos und Algen hinweisen, wenn der Auftraggeber durch einen
Architekten vertreten ist (5 U 1640/1999 14. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist die Bezeichnung eines
Prozessgegners in einem Internetforum mit einer Verbalinjurie keine Beleidigung
sondern eine pointierte, nicht der Unterlassungsklage zugängliche Äußerung des
Missfallens und können herabwürdigende oder ehrverletzende Äußerungen des
Prozessgegners in einem Schriftsatz nicht Gegenstand negatorischer Ansprüche
sein (28 T 8/2001 19. Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart kann bei Ausrichtung
eines Unterhaltsvergleichs an der höchstrichterlichen Rechtsprechung die
Änderung der Rechtsprechung die Abänderung des Vergleichs begründen (16 WF
548/2001 28. Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg muss
Kurtaxe nicht zahlen, wer sich mindestens überwiegend aus beruflichen Gründen
(zu Seminaren, Tagungen und Konferenzen) in einem Kurort aufhält (2 S 2283/2001
28. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Hessen muss ein Arbeitnehmer
von einem ausländischen Mutterunternehmen den Mitarbeitern deutscher
Tochtergesellschaften unmittelbar zugesagte Aktienoptionen unmittelbar
gegenüber der ausländischen Muttergesellschaft geltend machen (16 Sa 971/2001
19. November 2001).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Duisburg kann der Vermieter Ansprüche
auf Nebenkosten nicht durchsetzen, wenn er dem Mieter nicht die entsprechenden
Unterlagen zugänglich macht (13 S 208/2001 16. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Rostock bewirkt das nachträgliche
Auffinden eines Beweismittels nicht die Unwirksamkeit eines wegen des Mangels
an Beweismitteln abgeschlossenen Vergleichs (4 O 0327/1996 13. Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Winsen an der Luhe kann ein Klinikarzt
nicht die Kosten einer Wahlleistung (950 Euro bzw. 1800 Euro) von einem
Patienten verlangen, wenn er ihn nicht gemäß der Bundespflegesatzverordnung
über die Höhe der Kosten aufklärt (16 C 254/2002).
Die Zahl der Studierenden der Fernuniversität Hagen beträgt derzeit rund 58000.
Beck’sches Handbuch der Personengesellschaften, hg. v. Müller, Welf/Hoffmann,
Wolf-Dieter, 2. A. 2002
Beck’sches Handbuch der GmbH, hg. v. Müller, Welf/Hense, Burkhard, 3. A. 2002
Steindorf, Arne/Regh, Thomas, Arbeitsrecht in der Insolvenz, 2002
Turner, S., Das Restitutionsrecht des Staates nach illegaler Ausfuhr von
Kulturgütern, 2002
Weber, Marc, Unveräußerliches Kulturgut im nationalen und internationalen
Rechtsverkehr, 2002
Handbuch zur Umsatzsteuer 2001, 2002
Schaar, P., Datenschutz im Internet, 2002
Handbuch zur Einkommensteuerveranlagung 2001, 2002
Handbuch zur Gewerbesteuerveranlagung 2001, 2002
Handbuch zur Körperschaftsteuerveranlagung 2001, 2002-
Jürgensen, Andri, Ratgeber Künstlersozialversicherung, 2002
Nehm, K., Die Zuständigkeit des Generalbundesanwalts für die Verfolgung
extremistischer Einzeltäter, 2002
2002-03-29 Nach einer
Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Thüringen kann bei Verfassungswidrigkeit
der wesentlichen Regelungsvorschläge eines Volksbegehrens (wegen Verletzung des
Budgetrechts des Parlaments) die Volksgesetzgebungsinitiative nicht mit den
verfassungsgemäßen Teilen des Volksbegehrens fortgeführt werden, sondern ist
das gesamte Volksbegehren verfassungswidrig (VerfGH 4/2001 19. September 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm darf eine Universität kraft
ihres Hausrechts eine Werbung für private juristische Repetitorien auf ihrem
Gelände (besonders in einem Juridicum) untersagen, doch darf sie nicht
gleichzeitig die Werbung auf Plakattafeln gestatten und die Werbung mittels
Handzettel und Aushängen verbieten (5 U 2/2000 16. November 2000).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim verlagert ein
Studierender den Mittelpunkt seiner Lebensbeziehungen (von Siegen nach Freiburg
im Breisgau) dann nicht allein deswegen, um förderungsrechtlich erhebliche
Tatbestände (Ausbildung im Ausland – Basel – bei Wohnsitz im grenznahen
Bereich) zu schaffen, wenn er am neuen Wohnort auch eine eheähnliche Beziehung
unterhält (7 S 2595/1999 24. September 2001).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim kann es Aufgabe
der Polizei sein, den Schutz des Rechts am eigenen Bild durch Beschlagnahme von
zur rechtswidrigen Verbreitung oder öffentlich zur Schau Stellung vorbereiteten
Fotografien zu sichern (1 S 2219/1999 10. Juli 2000).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster ist die
Beschränkung der Förderung einer weiteren Ausbildung auf Förderung durch
Bankdarlehen verfassungsgemäß (16 A 5005/1999 24. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster ist für eine von
Grund auf neue Bewertung einer Prüfungsarbeit diese ohne Korrekturbemerkungen
befangener Prüfer vorzulegen (14 A 4813/1996 27. August 2001).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main ist gegen die
Meldung eines Gebiets als Fauna-Flora-Habitat-Gebiet an das
Bundesumweltministerium kein einstweiliger Rechtsschutz zulässig (3 G 501/2001
2. März 2001).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Düsseldorf sind Kosten für ein
Erststudium auch dann keine Werbungskosten (Fortbildungskosten), wenn das
Studium nebenberuflich betrieben wird und in dem ausgeübten Beruf nützliche
Qualifikationen vermittelt (4 K 6082/1999 7. Mai 2001).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Kerpen (Familiengericht) sind
Unterhaltsansprüche iranischer, nach deutschem Recht geschiedener Ehegatten
gemäß deutsch-iranischem Niederlassungsabkommen nach iranischem Recht zu
beurteilen (50 F 261/2000 2. März 2001).
Die Staatsanwaltschaft Hamburg erhebt Anklage gegen Friedrich Engel wegen der
Beteiligung an der Erschießung 59 gefangener Italiener im Jahr 1944 in Genua.
2002-03-28 Nach einer
Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands haben die Bundesländer
(Bayern, Baden-Württemberg, Hessen) kein Recht auf Beteiligung an dem bei
Versteigerung der UMTS-Lizenzen von der Bundesrepublik Deutschland erzielten
Erlös von rund 100 Milliarden DM.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf das Hotel
Adlon in Berlin wegen der politisch bedingten Unterbrechung der Markenführung
von 1945 bis 1997 seinen Namen trotz einer 1990 angemeldeten und eingetragenen
Marke Adlon eines anderen Unternehmers wieder führen (I ZR 177/1999 28. Februar
2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands beendet ein die
Schadensregulierung eindeutig abschließender Abfindungsvergleich auch die
Hemmung der Verjährung der im Vergleich vorbehaltenen Ansprüche auf Ersatz erst
in Zukunft möglicher materieller, von der Anspruchsmeldung umfasster Schäden
(VI ZR 206/2000 24. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands finden die
Grundsätze zu einem Schuldbekenntnis am Unfallort im Vertragsrecht keine
Anwendung (VII ZR 206/2000 24. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs Österreichs kann der
Tourismusverband Galtür nicht verlangen, dass ein Dritter unter http://www.galtuer ein touristisches
Informationsangebot über Galtür im Internet unterlässt.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Innsbruck erhält eine
Autofahrerin, die durch den Anblick des Verblutens einer einen Unfall
verursachenden Motorradlenkerin schwere seelische Störungen erlitten hat, 10900
Euro Schmerzensgeld von der Haftpflichtversicherung der Motorradlenkerin.
Nach einer Entscheidung des Handelsgerichts Wien darf die österreichische Post
AG künftig keine unadressierten Massensendungen mehr in Briefkästen zustellen.
Schülerinnen in der Türkei verlangen Visa nach Deutschland, um das Verbot der
Türkei, mit einem Kopftuch im Unterricht zu erscheinen, in Deutschland umgehen
zu können.
Der des sexuellen Missbrauchs von Männern verdächtige Erzbischof von Posen
tritt von seinem Amt zurück.
Die Zahl der Notare Deutschlands ist von 10701 im Jahr 1998 auf 10428 im Jahr
2002 gesunken.
Klaus Hermann Wienhold und Christian Neuling werden gegen eine Kaution von je
950000 Euro aus der Untersuchungshaft entlassen.
Hartmut Perschau 60.
2002-03-29 Nach einer
Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Thüringen kann bei
Verfassungswidrigkeit der wesentlichen Regelungsvorschläge eines Volksbegehrens
(wegen Verletzung des Budgetrechts des Parlaments) die
Volksgesetzgebungsinitiative nicht mit den verfassungsgemäßen Teilen des
Volksbegehrens fortgeführt werden, sondern ist das gesamte Volksbegehren
verfassungswidrig (VerfGH 4/2001 19. September 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm darf eine Universität kraft
ihres Hausrechts eine Werbung für private juristische Repetitorien auf ihrem
Gelände (besonders in einem Juridicum) untersagen, doch darf sie nicht
gleichzeitig die Werbung auf Plakattafeln gestatten und die Werbung mittels
Handzettel und Aushängen verbieten (5 U 2/2000 16. November 2000).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim verlagert ein
Studierender den Mittelpunkt seiner Lebensbeziehungen (von Siegen nach Freiburg
im Breisgau) dann nicht allein deswegen, um förderungsrechtlich erhebliche Tatbestände
(Ausbildung im Ausland – Basel – bei Wohnsitz im grenznahen Bereich) zu
schaffen, wenn er am neuen Wohnort auch eine eheähnliche Beziehung unterhält (7
S 2595/1999 24. September 2001).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim kann es Aufgabe
der Polizei sein, den Schutz des Rechts am eigenen Bild durch Beschlagnahme von
zur rechtswidrigen Verbreitung oder öffentlich zur Schau Stellung vorbereiteten
Fotografien zu sichern (1 S 2219/1999 10. Juli 2000).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster ist die
Beschränkung der Förderung einer weiteren Ausbildung auf Förderung durch
Bankdarlehen verfassungsgemäß (16 A 5005/1999 24. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster ist für eine von
Grund auf neue Bewertung einer Prüfungsarbeit diese ohne Korrekturbemerkungen
befangener Prüfer vorzulegen (14 A 4813/1996 27. August 2001).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main ist gegen die
Meldung eines Gebiets als Fauna-Flora-Habitat-Gebiet an das
Bundesumweltministerium kein einstweiliger Rechtsschutz zulässig (3 G 501/2001
2. März 2001).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Düsseldorf sind Kosten für ein
Erststudium auch dann keine Werbungskosten (Fortbildungskosten), wenn das
Studium nebenberuflich betrieben wird und in dem ausgeübten Beruf nützliche
Qualifikationen vermittelt (4 K 6082/1999 7. Mai 2001).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Kerpen (Familiengericht) sind
Unterhaltsansprüche iranischer, nach deutschem Recht geschiedener Ehegatten
gemäß deutsch-iranischem Niederlassungsabkommen nach iranischem Recht zu
beurteilen (50 F 261/2000 2. März 2001).
2002-03-28 Nach einer
Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands haben die Bundesländer
(Bayern, Baden-Württemberg, Hessen) kein Recht auf Beteiligung an dem bei
Versteigerung der UMTS-Lizenzen von der Bundesrepublik Deutschland erzielten
Erlös von rund 100 Milliarden DM.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf das Hotel
Adlon in Berlin wegen der politisch bedingten Unterbrechung der Markenführung
von 1945 bis 1997 seinen Namen trotz einer 1990 angemeldeten und eingetragenen
Marke Adlon eines anderen Unternehmers wieder führen (I ZR 177/1999 28. Februar
2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands beendet ein die
Schadensregulierung eindeutig abschließender Abfindungsvergleich auch die
Hemmung der Verjährung der im Vergleich vorbehaltenen Ansprüche auf Ersatz erst
in Zukunft möglicher materieller, von der Anspruchsmeldung umfasster Schäden
(VI ZR 206/2000 24. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands finden die
Grundsätze zu einem Schuldbekenntnis am Unfallort im Vertragsrecht keine
Anwendung (VII ZR 206/2000 24. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs Österreichs kann der
Tourismusverband Galtür nicht verlangen, dass ein Dritter unter http://www.galtuer ein touristisches
Informationsangebot über Galtür im Internet unterlässt.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Innsbruck erhält eine
Autofahrerin, die durch den Anblick des Verblutens einer einen Unfall
verursachenden Motorradlenkerin schwere seelische Störungen erlitten hat, 10900
Euro Schmerzensgeld von der Haftpflichtversicherung der Motorradlenkerin.
Nach einer Entscheidung des Handelsgerichts Wien darf die österreichische Post
AG künftig keine unadressierten Massensendungen mehr in Briefkästen zustellen.
Schülerinnen in der Türkei verlangen Visa nach Deutschland, um das Verbot der
Türkei, mit einem Kopftuch im Unterricht zu erscheinen, in Deutschland umgehen
zu können.
Der des sexuellen Missbrauchs von Männern verdächtige Erzbischof von Posen
tritt von seinem Amt zurück.
Die Zahl der Notare Deutschlands ist von 10701 im Jahr 1998 auf 10428 im Jahr
2002 gesunken.
Hartmut Perschau 60.
2002-03-27 Nach einer
Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ist die Klage
Slobodan Milosevics wegen seiner Haft und seines Prozesses vor dem Kriegsverbrechertribunal
für das ehemalige Jugoslawien in Den Haag wegen Nichtausnutzung der
Berufungsmöglichkeiten des niederländischen Verfahrensrechts unzulässig.
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist der ermäßigte
Steuersatz für Entlassungsentschädigungen nicht anwendbar, wenn die
Entschädigungszahlung (in der Form von Zuschüssen von 50000 Euro in den
folgenden Jahren) auf mehrere Veranlagungszeiträume verteilt wird (XI R 2/2001
24. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann der Eigentümer
eines selbstgenutzten Hauses die für die Sanierung einer asbestverseuchten
Fassade erforderlichen Kosten bei entsprechenden Nachweisen als
außergewöhnliche Belastung bei der Einkommensteuer geltend machen (III R 6/2001
9. August 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle kann ein trotz
vereinbarter Betriebspflicht nicht zur Fortführung eines Gaststättenbetriebs
bereiter Pächter den Pachtvertrag nicht fristlos kündigen, wenn er den
Verpächter nur deswegen unter Fristsetzung zur Herstellung des vertragsgemäßen
Zustands der Pachtsache auffordert, um sich unter Hinweis auf die nicht
vollständige Ausführung der erforderlichen Bauarbeiten unter fristloser
Kündigung vom Vertrag zu lösen (2 U 96/2001 31. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist eine Zustimmung
einer Wohnungseigentümergemeinschaft zum Einbau von
Solarenergieflachkollektoren ohne Prüfung der optischen, statischen oder
technischen Folgewirkungen keine ordnungsgemäße Verwaltung (3 Wx 28/2001 17.
September 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf gilt § 544 BGB auch
dann, wenn nur eine Mietvertragspartei die Laufzeit des Mietvertrags auf mehr
als 30 Jahre ausdehnen kann (24 U 214/2000 6. Juli 2001).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Düsseldorf müssen C & A eine
Million Euro Ordnungsgeld wegen Gewährung wettbewerbswidriger Rabatte von 20
Prozent anlässlich der Euroeinführung zahlen.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Charlottenburg kann der Mieter einer
Wohnung vom Vermieter einen Briefkasten mit einer Schlitzbreite von mindestens
325 Millimeter verlangen (27 C 262/2000 16. Mai 2001).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Großbritanniens muss Mirror an
Naomi Campbell rund 5700 Euro wegen Verletzung der Privatsphäre und des
Datenschutzrechts zahlen (Abdruck eines Bilds vom Verlassen einer
Suchtselbsthilfetherapiesitzung, Bezeichnung als Schokoladensoldat).
Die Staatsanwaltschaft Berlin erhebt Anklage gegen Christian Neuling und Klaus
Wienhold von Aubis wegen gemeinschaftlichen Betrugs.
Rechtsanwälte der Vereinigten Staaten von Amerika klagen gegen drei Unternehmen
(Aetna, CSX, FleetBoston) wegen Unterstützung der Zwangsarbeit afrikanischer
Sklaven vor 1865.
Lobster Network Storage AG Berlin wird vom Neuen Markt ausgeschlossen, Heyde
AG, Elsa AG, SER Systems AG Abacho AG wechseln freiwillig vom Neuen Markt in
den geregelten Markt.
Joseph
Berardino tritt als Chief Executive Officer Anderson
Worldwides zurück.
Der Umsatz der Frankfurter Allgemeine
Zeitung GmbH sinkt 2001 um 22,5 Prozent, so dass die Frankfurter Allgemeine
Zeitung mit deutlich geringerem Aufwand hergestellt und vertrieben werden muss.
Die beliebtesten Seiten der Internetnutzer mit Breitbandanschluss sind
t-online.de, google.de, lycos.de, yahoo.,com, msn.de, microsoft.com, ebay.de,
web.de und yahoo.de.
Wolfgang Bernhardt wird Mitglied des Aufsichtsrats der Frankfurter Allgemeine
Zeitung GmbH.
Gerhard Hackmann unterzeichnet eine einstweilige Verfügung und verzichtet damit
auf die Nutzung der von ihm reservierten Internetadresse
www.bayerischer-landtag.de.
2002-03-26 Nach einer
Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind Steuerpflichtige an eine
tatsächliche Verständigung mit dem Finanzamt nur im Rahmen der Abrede gebunden,
so dass sie getrennte Veranlagung verlangen können, wenn diese nicht
ausgeschlossen worden ist (III R 49/2000 24. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg ist die Werbung für ein
homöopathisches Mittel gegen ernährungsbedingte Fettleibigkeit grundsätzlich
nicht schon deswegen rechtswidrig, weil das Mittel in so hoher Verdünnung
angewendet werden muss, dass eine Wirkung von der Schulmedizin nicht erwartet
wird (3 U 351/2001 21. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist eine Banken von ihrer
Schweigepflicht über den Besitz einer Kreditkarte entbindende allgemeine
Geschäftsbedingung eines Mobilfunkanbieters ebenso rechtmäßig wie eine
formularmäßig erteilte Einzugsermächtigung, bei der einem Einzug innerhalb von
sechs Wochen ohne weiteres widersprochen werden kann (6 U 125/2001 11. Januar
2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Wiesbaden ist durch die Verlagerung
von 20,8 Millionen DM der Christlich Demokratischen Partei Hessens ins Ausland
der Partei (mangels Wissens des seinerzeitigen Landesvorstands von dem
Vorhandensein solcher Gelder) kein Schaden entstanden und sind alle Vorgänge
bis 1994 verjährt, so dass gegen Manfred Kanther, Prinz zu Sayn-Wittgenstein
und den Finazberater Weyrauch kein Strafverfahren wegen Untreue eröffnet werden
kann.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I muss eine
Elektrohandelskette 80000 Euro Schadensersatz an Boris Becker wegen Verwendung
eines Bilds als Blickfang ohne Zustimmung des Betroffenen zahlen.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Mannheim ist der ehemalige
Kreditvorstand der Sparkasse Mannheim wegen Untreue (durch Kreditvergabe an
einen Hotelier) zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Frankfurt am Main macht die
Tätigkeit eines leitenden Angestellten im Wahlvorstand einer Betriebsratswahl
die Wahl nur dann ungültig, wenn en Einfluss der Tätigkeit auf das Wahlergebnis
erwiesen werden kann (7 BVGa 76/2002).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Düsseldorf ist eine Pauschalreise
mangelhaft, wenn das Abendessen nur während eineinhalb Stunden eingenommen
werden kann (52 C 2500/2001 1. Juni 2001).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Italiens ist der ehemalige
Vizepräsident der Regionalregierung Trentino-Südtirol Roland Atz wegen
versuchten Betrugs und Falschbeurkundung (eines Unfallschadens an seinem
Personenkraftwagen) zu einem Jahr Haft auf Bewährung, 300 Euro Geldstrafe und
Suspendierung von allen öffentlichen Ämtern verurteilt.
Durch Radarstrahlen geschädigte Soldaten Deutschlands verlangen in mehr als
1500 Fällen Anerkennung einer Wehrdienstbeschädigung und Schadensersatz.
Die Staatsanwaltschaft Münster klagt den früheren Polizeipräsidenten Bielefelds
und zwei Mitarbeiter wegen Strafvereitelung zu Gunsten Rauschgiftsüchtiger an.
Olaf Hoepner will gegen die Wahl Wolfgang Nescovics zum Richter am
Bundesgerichtshof durch Klage vorgehen.
Hermann Maier verlangt rund 5 Millionen Euro Schadensersatz für die am 24.
August 2001 bei einem Verkehrsunfall erlittenen Verletzungen.
Ulrike Wolff-Gebhardt wird Leiterin der Staatskanzlei Schleswig-Holsteins.
24 Politiker der Sozialdemokratischen Partei erstatten bei dem zuständigen
Finanzamt Selbstanzeige wegen Entgegennahme von Spendenquittungen der Partei
ohne Spenden.
Leo Kirch soll bei Sanierung seiner Unternehmensgruppe ausscheiden.
Ison Internet AG Hamburg teilt die Überschuldung mit.
Die Verkehrsminister der Mitgliedstaaten der Europäischen Union beschließen die
Errichtung eines europäischen Satellitennavigationssystems (Galileo) in
Wettbewerb zu GPS der Vereinigten Staaten von Amerika.
Nach dem Hinweis, dass Dienstreisen von Bozen nach Rom nur noch mit der
teilweise dem Land Südtirol gehörigen Air Alps durchgeführt werden, gibt
Tyrolean die Flüge von Bozen nach Rom auf, weil das Unternehmen nur mit 4 bis 5
sonstigen Fluggästen pro Flug rechnet.
2002-03-25 Nach einer
Entscheidung des zuständigen Berufungsgerichts Nigerias ist die wegen
außerehelichen Geschlechtsverkehrs verurteilte Safiya Hussaini von der Strafe
der Steinigung freigesprochen(; weil das Geschehnis vor Einführung der Scharia
liegt, weil es sich um eine ruhende Schwangerschaft nach ihrem verschollenen
Ehemann handelt, weil sie auf ihre Rechte nicht rechtzeitig angemessen hingewiesen
wurde oder weil sei vergewaltigt worden war).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Österreichs ist der
pauschalierte Dienstgeberbeitrag für geringfügig Beschäftigte
verfassungswidrig.
Bei der Abstimmung über das Zuwanderungsgesetz Deutschlands soll der
Bundesratspräsident den Hinweis der Bundesratsverwaltung (Gemäß Art. 51 III 2
GG können die Stimmen eines Landes nur einheitlich abgegeben werden. Ich bitte
deshalb um einheitliche Beantwortung der Abstimmungsfrage, anderenfalls die Stimmabgabe
als ungültig bewertet wird) nicht beachtet haben und soll der Ministerpräsident
Brandenburgs seinem Innenminister zwar die einmalige Verneinung erlaubt, für
den Fall der Wiederholung der Verneinung aber die Entlassung angedroht haben,
weshalb der Innenminister die Nachfrage mit der Wendung, dass seine Haltung
bekannt sei, beantwortet habe.
In inoffiziellen Texten der Europäischen Gemeinschaften soll nach einer
Aufforderung des Leiters der Presseabteilung der Europäischen Kommission statt
der Bezeichnung Europäische Gemeinschaft künftig grundsätzlich die Bezeichnung
Europäische Union gebraucht werden.
Nach einer Entscheidung des Bundessortenamts Deutschlands ist für elf
gentechnisch veränderte Maissorten der zeitlich befristete und mengenmäßig
begrenzte Freilandversuch erlaubt.
Nach einer Entscheidung der für die Telekommunikation zuständigen Minister der
Mitgliedstaaten der Europäischen Union kann .eu künftig als Internetadresse
verwendet werden.
Die Regierung Großbritanniens wird rund 250000 Aktionäre des insolventen
Schienennetzbetreibers Railtrack für Wertverluste mit rund 300 Millionen Pfund
entschädigen.
Der Verdacht der Korruption gegen Mitarbeiter der Münchener Messe verstärkt
sich.
2002-03-24 Nach einer
neuen Entscheidung des Bundesrichters der Vereinigten Staaten von Amerika Louis
Pollak dürfen Fingerabdrücke doch als (den sog. Daubertrichtlinien für
wissenschaftliche Beweise entsprechend) identisch angesehen werden.
Nach einer Entscheidung eines Gerichts der Vereinigten Staaten von Amerika muss
Philip Morris wegen der Werbung für Leichtzigaretten als weniger
gesundheitsschädlich 150 Millionen Dollar Strafe und 168500 Dollar
Schadensersatz zahlen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika sind Klagen der Aktionäre gegen DaimlerChrysler wegen angeblicher
Irreführung bei dem Zusammenschluss der Unternehmen zulässig.
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands verletzt die
Nichterhöhung der Grenzwerte elektromagnetischer Strahlen von Mobilfunkanlagen
derzeit kein verfassungsmäßiges Recht (1 BvR 1676/2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands enthält das
Recht der Europäischen Union keine Aussage dazu, ob und unter welchen
Voraussetzungen eine politische Partei (Nationaldemokratische Partei
Deutschlands) durch einen Mitgliedstaat verboten werden kann (2 BvB 1/2001 22.
November 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist für eine
mögliche Strafmilderung auch das Ausmaß eines Aufklärungserfolgs zu
berücksichtigen (1 StR 444/2001 18. Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands liegt in der
Beauftragung eines Sachverständigen oder Architekten mit der Prüfung der
Abrechung einer Leistung kein konkludentes Anerkenntnis der Leistung (VII ZR
452/2000 6. Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann eine einem
Auftragnehmer mit der Stellung der Bürgschaft auf erstes Anfordern keinen
angemessenen Ausgleich gewährende allgemeine Geschäftsbedingung nicht im Weg
inhaltlicher Änderung aufrechterhalten werden (VII ZR 208/2000 22. November
2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands umfasst die
freie Heilfürsorge für Soldaten derzeit nicht die intracytoplasmatische
Spermainjektion zwecks künstlicher Befruchtung (2 C 36/2000 22. März 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands sind bei
Krankheit ungesicherte Notarassessoren (in Rheinland-Pfalz) beitragspflichtig
für die Arbeitslosenversicherung (B 12 KR 7/2001 R).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist die Festsetzung
eines Verspätungszuschlags auch dann rechtmäßig, wenn das Finanzamt die
Veranlagung erst ein halbes Jahr nach Abgabe der Steuererklärung vornimmt, der
Steuerpflichtige zuvor aber eine großzügig gewährte Fristverlängerung um mehr
als ein Jahr überzogen hatte (IV R 29/2000 26. September 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist eine
Vaterschaftsanfechtung auch bei bewusst falschem Vaterschaftsanerkenntnis eines
Weißen zulässig und ist die Unterlassung einer Prüfung des Wohls eines
(schwarzen) Kinds bei Anfechtung durch den Mann verfassungskonform (14 UF
106/2001 25. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln muss der
Unterhaltsgläubiger auch dann der Durchführung des steuerlichen Realsplittings
zustimmen, wenn er wegen der Wertung von Unterhaltsleistungen als Einkommen
keine Freistellungsbescheinigung des Finanzamts für Geringverdiener erhält (14
WF 150/2001 5. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg ist Gelee royale
ein zulassungspflichtiges Arzneimittel (11 L 1592/2000 5. März 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster verletzt ein
Zahnarzt nicht das Überforderungsverbot, wenn er für die Nichtwahrnehmung eines
vereinbarten Operationstermins durch eine Sozialhilfeempfängerin 250 DM
verlangt (15 A 4950/1998 T 3. Mai 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster begründet die Änderung
der Bezeichnung Arzt für Allgemeinmedizin in Facharzt für Allgemeinmedizin
keinen Anspruch auf eine Übergangsbestimmung auf Anerkennung zum Führen dieser
Facharztbezeichnung (13 A 2267/1999 16. November 2000).
2002-03-23 Nach einer Entscheidung
des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist die Änderung des Namens des
Kinds geschiedener Ehegatten auf den Namen der ihren Geburtsnamen wieder
annehmenden Mutter nur zulässig, wenn sie für das Wohl des Kinds erforderlich
ist (6 C 18/2001 20. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts kann der Zugang
zu einem mit Zählereinrichtungen für Strom und Gas versehenen Raum einer
Wohnungseigentümergemeinschaft von der Mitwirkung des Hausmeisters oder der
Verwaltungsbeiräte abhängig gemacht werden (2 Z BR 167/2001 19. Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz ist auch nach Erhebung
einer Leistungsklage auf Vorlage einer Auseinandersetzungsbilanz einer
beendigten Gesellschaft des bürgerlichen Rechts Klage auf Feststellung der
Auflösung zulässig (5 U 1170/2001 7. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz umfasst der nach
Nichterrichtung eines vom Bauherrn zu errichtenden Gerüsts geltend gemachte
Entschädigungsanspruch des Bauunternehmers bei vom Bauherrn zu vertretender
Unmöglichkeit weder Mehrwertsteuer noch Überstundenentgelt (5 U 1453/2000 20.
September 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz ist die Erteilung einer
Rechnung grundsätzlich keine Voraussetzung der Fälligkeit eines
Werkvertragslohnanspruchs (5 U 219/2001 6. September 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln kann nur bei grober
Unbilligkeit einer bisherigen Warmwasserkostenverteilung eine andere
Kostenverteilung verlangt werden (3 Wx 202/2001 23. November 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg ist die Nichterteilung eines
Therapieschulungszertifikats für Asthmatraining an Heilpraktiker keine
unzulässige Diskriminierung (8 U 189/2001 31. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Zweibrücken kann ein
Wohnungseigentümer von einem andern Wohnungseigentümer nicht die Beseitigung
einer vor Entstehung der Wohnungseigentümergemeinschaft erlaubterweise
vorgenommenen baulichen Veränderung verlangen (3 W 226/2001 23. Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Ravensburg ist Erfüllungsort für die
Honorarzahlungsverpflichtung eines Mandanten eines Rechtsanwalts der Wohnsitz
des Mandanten im Zeitpunkt der Begründung des Schuldverhältnisses (6 O
2342/2001 14. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Rostock trägt die Darlegungslast und
Beweislast für die tatsächlichen Voraussetzungen der Erfüllung der gesetzlichen
Schriftform die Partei, die aus dem formgültig geschlossenen Vertrag eine für
sie günstige Rechtsfolge herleitet (3 U 173/2000 28. Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Brakel ist eine zwecks Umgehung des
Schlichtungsverfahrens durchgeführte Klageänderung nicht sachdienlich (7 C
219/2001 6. Juni 2001).
Micklitz, Hans-W./Tonner, Klaus, Vertriebsrecht, 2002
Die eingetragene Lebenspartnerschaft, hg. v. Schwab, Dieter, 2002
Handbuch des Vertragsarztrechts – Das gesamte Kassenarztrecht, hg. v. Schnapp,
Friedrich/Wigge, Peter, 2002
Peters, Heinz-Joachim, UVPG, 2. A. 2002
Schomerus, Thomas/Schrader, Christian/Wegener, Bernhard W., UIG, 2. A. 2002
SGB IX Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen (Lbl.), hg. v. Bihr,
Dietrich/Fuchs, Harry/Krauskopf, Dieter/Lewering, Eckhardt, 2002
Rudolf Gmür Bern 28.
Juli 1913-Bern 23. März 2002.
2002-03-22 Im Bundesrat
Deutschlands stimmt der Ministerpräsident Brandenburgs bei der Abstimmung über
das Einwanderungsgesetz mit ja, der Innenminister Brandenburgs mit nein,
woraufhin der Bundesratspräsident die Annahme des Gesetzes durch den Bundesrat
feststellt.
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist das
Revisionsbegehren der Landesanwaltschaft Bayern gegen die Entscheidung des
Verwaltungsgerichtshofs Bayern über die Verpflichtung zur Erteilung einer
Aufenthaltserlaubnis für einen straffälligen türkischen Jugendlichen (Mehmet)
wegen grundsätzlicher Bedeutung zulässig.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Zweibrücken ist in die
Berechnung des Ehegattenunterhalts auch das von der Ehefrau offen gelegte
Schwarzgeldeinkommen des Ehemanns einzubeziehen (6 UF 96/2000).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg hat das
Luftfahrtbundesamt Deutschlands bei der Festlegung des Navigationspunkts Rilax
für den Flughafen Zürich die Belange Donaueschingens und
Villingen-Schwenningens nicht ausreichend berücksichtigt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Kassel ist das von der deutschen
Eisenbahnreklame verlangte Überkleben von gegen die Verdrängung Obdachloser aus
den Bahnhöfen protestierender rechtmäßig angebrachter Plakate durch die Pächter
von Werbeflächen der deutschen Eisenbahnreklame rechtswidrig.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main muss die
deutsche Postcode Lotterie des Bundes für Umwelt und Naturschutz und anderer
auch in Hessen genehmigt werden.
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund darf ein wegen falscher
Ermittlung der Pflegebedürftigkeit irrtümlich zu hoch festgesetztes Pflegegeld
(einer 18jährigen geistig behinderten Frau) nach Ablauf von zwei Jahren nicht
verringert werden, wenn nicht eine tatsächliche Verringerung der
Pflegebedürftigkeit festgestellt wird (S 12 149/2000).
Nach einer Entscheidung des High Court Großbritanniens darf eine vom Hals
abwärts gelähmte Britin ihre Beatmungsmaschine abschalten lassen.
Der Bundestag Deutschlands ratifiziert das Kyotoprotokoll zum Klimaschutz
(Verringerung der Treibhausgasse bis 2012 um mindestens 5 Prozent gegenüber
1990).
Der Bundestag Deutschlands beschließt das vierte Finanzmarktförderungsgesetz
(Schadensersatzanspruch bei vorsätzlich falscher Anlageberatung, Zugriffsrecht
der Finanzaufsicht auf Bankkonten zur Ermittlung bei Verdacht rechtswidriger
Finanzgeschäfte).
Der Bundesrat Deutschlands stimmt dem Gleichstellungsgesetz für Behinderte zu
(6,6 Millionen Schwerbehinderte).
Der Bundesrat Deutschlands stimmt nach dem Auszug der Oppositionsländer der
Bundesbankreform zu (achtköpfiger Vorstand, Landeszentralbanken als
Hauptverwaltungen).
Der Bundesrat Deutschlands stimmt nach dem Auszug der Oppositionsländer dem
Finanzmarktaufsichtsgesetz zu (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
mit Sitz in Bonn und Frankfurt am Main unter Jochen Sanio).
Der Bundesrat Deutschlands stimmt nach dem Auszug der Oppositionsländer der
Reform der Bundesanstalt für Arbeit zu.
Der Bundesrat Deutschlands stimmt den Voraussetzungen für die Einführung der
streckenbezogenen Lastwagenmaut auf Autobahnen zu.
Freiwillig krankenversicherte Rentner können in Deutschland ab 1. April 2002
infolge Gleichstellung mit pflichtversicherten Rentnern mit niedrigeren
Rentenbeiträgen rechnen.
Die Europäische Kommission billigt die Buchpreisbindung Deutschlands
(Festpreise für in Deutschland verkaufte Bücher).
Nach einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft Düsseldorf sind die zeitweise
verschollenen 120 Millionen Euro von Klöckner & Co in großen Teilen auf
verschlungenen Wegen auf diverse Konten gelangt oder wurden in diverse Projekte
investiert, ohne dass die Handelnden und ihre Berechtigungen eindeutig
gesichert sind.
In Frankreich zahlt der Staat für jeden in einer öffentlichen Bibliothek
eingeschriebenen Leser einen Euro und geben Buchhändler und Grossisten von
jedem an eine öffentliche Bibliothek verkauften Buch sechs Prozent des
Ladenpreises ab, um mit den erwarteten 22 Millionen Euro teilweise die
Altersvorsorge von Autoren zu sichern.
Mit der erneuten Wahl Wolfgang Neskovics zum Bundesrichter hat sich das
bisherige, in der Hauptsache noch nicht zu einem Widerspruchsbescheid gelangte
Konkurrentenverfahren Hoepner erledigt.
Wünsche AG stellt für die Holding GmbH erneut einen im Dezember 2001
gestellten, im Januar 2002 zurückgezogenen Antrag auf Eröffnung eines
Insolvenzverfahrens.
2002-03-21 Nach einer
Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs darf ein Mitgliedstaat (Österreich)
der Europäischen Union auf Grund der Dienstleistungsfreiheit nicht eine nicht
auf die Zulassungsdauer eines Kraftfahrzeugs abstellende Normverbrauchsabgabe
erheben, nicht die Ummeldungsfrist für ausländische Kraftfahrzeuge auf drei
Tage beschränken und nicht verlangen, dass eine ausländische
Leasingunternehmung eine Hauptniederlassung in dem Mitgliedstaat (Österreich)
errichten oder das Kraftfahrzeug auf den Leasingnehmer ummelden muss.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der
Unterhaltsanspruch einer geschiedenen Ehefrau verringert werden, wenn sie in
einem als eheähnlich nach außen erscheinenden, verfestigten
Verhältnis mit einem homosexuellen Mann zusammenlebt (XII ZR 159/2000).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss eine
Rechtsanwaltssozietät (Lovells Boesebeck Droste) alle Namen aller ihrer bei
einem Gericht Deutschlands zugelassenen Mitglieder auf ihrem Briefbogen
aufführen (AnwZ [B] 75/2000 19. November 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind vorformulierte
Vertragsbedingungen eines Bauvertrags nur dann allgemeine Geschäftsbedingungen,
wenn der Verwender zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses die Absicht der
Mehrfachverwendung hatte (VII ZR 487/1999 13. September 2001).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin kann der Wohnungseigentum an
seiner Mietwohnung erwerbende Mieter aus dem damit aufgelösten Mietverhältnis
nicht länger ein Recht auf Kellernutzung aus Mietvertrag herleiten (24 W
6774/2000 26. November 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Brandenburg ist die
Festlegung des Standorts Schönefeld für einen Flughafen im
Landesentwicklungsplan wegen unzureichender Beteiligung betroffener Gemeinden und
wegen unzureichender Einbeziehung aller sachlich bedeutsamen Belange
möglicherweise verfassungswidrig.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin sind eine Bordüre und ein
lindgrüner Anstrich keine bei Rückgabe der Mietwohnung ordnungsgemäße Renovierung,
so dass der Vermieter Neuausführung der Schönheitsreparatur verlangen kann (64
S 135/2001 21. August 2001).
Der Bundestag Deutschlands beschließt eine Reform der Juristenausbildung,
wonach u. a. ein Rechtsanwalt vor seiner Zulassung neun Monate während des
Referendariats in einer Rechtsanwaltskanzlei gearbeitet haben muss, ein Student
der Rechtswissenschaft auch Fremdsprachenkenntnisse nachweisen muss und Richter
auch über soziale Kompetenzen verfügen sollen.
Der Konvent zur Reform der Europäischen Union beginnt in Brüssel seine Arbeit.
Die Regierung Nigerias erklärt Todesurteile durch Steinigung wegen Ehebruchs
für verfassungswidrig.
Die Ermittlungen gegen Bill Clinton und Hillary Clinton wegen Meineids und
Behinderung der Justiz sind nach 8 Jahren und einem Kostenaufwand von 70
Millionen Dollar eingestellt.
Wolf Weber ist wegen mangelnder Wiederverwendbarkeit als Richter im Rang eines
Staatssekretärs in Niedersachen in den einstweiligen Ruhestand versetzt.
Dirk Brouer soll zum 1. Mai 2002 Nachfolger Georg-Bernd Oschatzs als Direktor
des Bundesrats werden.
Bund und Bundesländer Deutschlands einigen sich über Grundsätze zur Sicherung
der Haushaltsdisziplin zwecks Abbaus des von der Europäischen Kommission
bemängelten Haushaltsdefizits.
Sachsen meldet neun Prozent seiner Landesfläche als Schutzgebiet für seltene
Tiere und Pflanzen bei der Europäischen Kommission an.
Das Bundepatentamt
Deutschlands verzichtet bis zu einer gerichtlichen Entscheidung auf Maßnahmen
gegen den Pressespiegel Presse-Monitor.
Das Unternehmen Philipp Holzmann beantragt wegen Zahlungsunfähigkeit Eröffnung
eines Insolvenzverfahrens.
Die Aktionäre der Compaq Computer Corp. entscheiden sich für einen
Zusammenschluss mit Hewlett-Packard.
Bei Advanced Medien AG wird die Verbuchung von Scheingeschäften im Wert von 39
Millionen Euro behauptet.
RWE kauft für 5 Milliarden Pfund Innogy.
Möglicherweise ist der tödliche Sprengunfall deutscher Soldaten in Afghanistan
dadurch verursacht, dass Soldaten die Raketen entgegen ausdrücklichem Befehl
entschärfen und nicht sprengen wollten, um die Hülle als Erinnerung nach
Deutschland mitzubringen.
Der Pilot eines in Hamburg abgestürzten Bundeswehrrettungshubschraubers hatte
1,5 Promille Alkohol im Blut.
Werner Kohler 70.
Wolfgang Neskovic ist vom Richterwahlausschuss zum zweiten Mal zum Richter am
Bundesgerichtshof gewählt.
2002-03-20 Nach einer
Entscheidung des europäischen Gerichts erster Instanz ist die von der
Europäischen Kommission gebilligte Beteiligung der Deutschen Post AG an dem
Kurier- und Expressdienst DHL trotz der Finanzierung mit Gewinnen aus einer
Monopolstellung nicht europarechtswidrig, solange nicht nachgewiesen ist, dass
die Gewinne aus einem Missbrauch der Monopolstellung erwachsen sind
(T-175/1999).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
(Bestrafung eines vielfach vorbestraften Rauschgifthändlers mit)
Vermögensstrafe nach § 43a StGB wegen Verletzung des Bestimmtheitsgebots durch
den Tatbestand der Strafnorm verfassungswidrig.
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands muss die
gesetzliche Krankenkasse schwer kranken Versicherten in Ausnahmefällen auch ein
zur Behandlung der Krankheit nicht zugelassenes, aber zur Zulassung geeignetes
Heilmittel bezahlen (B 1 KR 3/2002 R).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg ist für
die Errichtung eines (7 Meter hohen) Mobilfunkmasts auf einem
(viergeschossigen) Wohngebäude wegen der Erweiterung des bisher nur Wohnzwecken
dienenden Nutzungszwecks des Gebäudes um eine gewerbliche Nutzung eine
verwaltungsrechtliche Genehmigung erforderlich (8 S 2748/2001).
Die Regierung
Deutschlands beschließt u. a. zur Stützung der Buchhandlungen den Entwurf eines
Gesetzes zur Buchpreisbindung.
Die Regierung Deutschlands entscheidet sich für eine Pfandpflicht für Dosen und
Einwegverpackungen von Getränken (je nach Größe 25 bzw. 50 Cent) zum 1. Januar
2003.
Die Regierung Deutschlands will die Staatshaftung für deutsche
Fluggesellschaften für Terrorschäden um weitere 60 Tage verlängern.
Nach der Rechtsansicht des Sekretariats des Bundesrats Deutschland sind bei
uneinheitlicher Stimmabgabe der Vertreter Brandenburgs zum Einwanderungsgesetz
die Stimmen Brandenburgs ungültig.
Der Geschäftsführer der Stadtratsfraktion Kölns der Sozialdemokratischen Partei
Deutschlands nennt neun Namen von Spendern von 830000 DM, für die nach
Stückelung Spendenquittungen an Parteimitglieder ausgegeben wurden.
Zwei Drittel der Nutzer des Internet wollen für Inhalte des Internet nicht
zahlen, doch erwarten zwei Fünftel eine künftige Zahlungsnotwendigkeit, weil
die Anbieter kostenloser Inhalte weniger und die Anbieter kostenpflichtiger
Inhalte mehr werden.
Der Jahresverlust der SchmidtBank KGaA 2001 wird rund 1,2 Milliarden Euro
betragen, doch soll trotz Aufzehrung des Eigenkapitals der größte Teil des
Bankgeschäfts fortgeführt werden.
Die Europäische Kommission leitet Vertragsverletzungsverfahren gegen
Deutschland, Frankreich, Irland, Niederlande und Portugal wegen der
beherrschenden Stellung der Monopolunternehmen der Telekommunikation ein.
Die Europäische Kommission schlägt gleiches Entgelt und gleiche Vergünstigungen
für Zeitarbeitskräfte (ausgenommen Leihunternehmerzeitarbeitskräfte) mit andern
Arbeitsnehmern nach einer Tätigkeit von sechs Wochen vor.
Nach Ansicht der Bundesvereinigung deutscher Apothekerverbände ist der
Belieferungsvertrag zwischen den Betriebskrankenkassen Bayerns und der
Internetapotheke DocMorris rechtswidrig.
Nach Ansicht des stellvertretenen Ministerpräsidenten Tschechiens war die
Entscheidung der Siegermächte des zweiten Weltkriegs über die Vertreibung von
(zwölf Millionen Deutschen, davon 2,4 Millionen in der Tschechoslowakei)
richtig.
Reinhard Richardi 65.
Wolfgang Blomeyer 25. Mai 1934-Erlangen 20. März 2002.
2002-03-19 Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind Inlineskater Fußgängern,
Rollstuhlfahrern und Kindern mit Tretrollern ähnlicher als Radfahrern, weshalb
sie (bis zu einer anderweitigen gesetzlichen Regelung) Gehwege benützen müssen
und Radwege nicht benützen dürfen (VI ZR 333/2000).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs kann sich ein Versicherer nicht
mit der Begründung von einem Versicherungsvertrag lösen, der Kunde habe
arglistig eine falsche Auskunft erteilt, wenn der Kunde den
Versicherungsvertreter zutreffend unterrichtet hat, der Versicherungsvertreter
aber eine Angabe als unerheblich nicht in das Antragsformular aufnimmt (IV ZR
23/2001 30. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands sind gesetzliche
Krankenkassen nicht verpflichtet, Kosten des therapeutischen Reitens (eines
hirnbedingt Gelähmten im Umfang von 760 Euro jährlich) zu bezahlen, weil der
Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen die Wirksamkeit der Hippotherapie
nicht als erwiesen ansieht (B 1 KR 36/2000 R).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg ist eine Gesellschaft
mit beschränkter Haftung zur Eingehung einer strafbewehrten
Unterlassungsverpflichtung verpflichtet, wenn ihr daraufhin sofort entlassener
Geschäftsführer eine Außenwerbung eines Wettbewerbers zerstört (3 U 181/2000
31. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg kann das von einem
deutschen Unternehmen über ein österreichisches Tochterunternehmen ohne die in
Deutschland erforderliche behördliche Erlaubnis im Internet betriebene
Glücksspiel verboten werden, weil auch die Werbung für auf Deutschland
zugeschnittene, nicht genehmigte Glücksspiele in Deutschland strafbar ist und
eine Lizenz Österreichs daran nichts ändert, weil für Glücksspiele das Herkunftlandprinzip
nicht gilt (3 U 218/2001 10. Januar 2001).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Coburg muss Bayern einem durch Bisse
eines Polizeihunds Verletzten Schadensersatz leisten (11 O 380/2001).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln darf Ryanair den (2001 vom
rheinland-pfälzischen Landesamt für Straßen- und Verkehrswesen
Verkehrsflughafen Frankfurt–Hahn benannten, 120 Kilometer von Frankfurt am Main
entfernten) Flughafen Hahn in Zeitungsanzeigen nicht als Frankfurt-Hahn
bezeichnen, weil dadurch Kunden irregeführt werden (33 O 391/2001).
Nach einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs Österreichs haften vom
Gläubiger über die schlechte wirtschaftliche Lage des Schuldners nicht
angemessen unterrichtete Bürgen nicht.
Die Regierungsparteien Deutschlands einigen sich über die Finanzierung der
Beschaffung der Flugzeuge des Typs A400M.
Wegen der Tötung zweier deutscher Soldaten bei einer Explosion in Afghanistan
ermittelt die Staatsanwaltschaft auf Grund möglicherweise verletzter
Sicherheitsvorschriften.
Der Augsburger Steuerfahnder Winfried Kindler bestätigt die Aussage Brigitte
Baumanns über den Erhalt der 100000 DM-Spende Karlheinz Schreibers durch dessen
Frau in Kaufering.
Die Gläubiger Philipp Holzmanns lehnen das vorgelegte Sanierungskonzept bisher
ab.
Das Commonwealth hebt nach angezweifelten Wahlen die Mitgliedschaft Zimbabwes
für vorerst ein Jahr auf.
Die Deutsche Post AG droht jedem unwahre Behauptungen über die Nichtzahlung von
Umsatzsteuer Verbreitendem rechtliche Schritte an.
Die Europäische Kommission stimmt der Übernahme von 35 Prozent der
Hidroeléctrica del Cantabrico durch die Energie Baden-Württemberg AG unter
Auflagen zu.
2002-03-18 Nach einer
Entscheidung des zuständigen Berufungsgerichts in Nigeria ist die Entscheidung
über die Bestrafung Safiya Hussainis wegen Ehebruchs (durch Steinigung)
verschoben.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Augsburg sind ohne erforderliche
Sicherheit Kredite im Wert von 92 Millionen DM vergebende Bankvorstände wegen
Untreue verurteilt.
Mehr als 20000 Menschen demonstrieren in Gibraltar gegen eine gemeinsame
Souveränität Spaniens und Großbritanniens über das 3,5 Quadratkilometer
umfassende Gebiet mit 27000 Bewohnern.
KPMG und Arthur Andersen verhandeln über einen Zusammenschluss der beiden
Wirtschaftsprüfungsgesellschaften außerhalb der Vereinigten Staaten von
Amerika.
Nach Ansicht des Außenministeriums Tschechiens verletzen die Beneš-Dekrete
nicht Recht der Europäischen Union, so dass sie kein Hindernis für einen
Beitritt Tschechiens zur Europäischen Union sind.
Der Börsenrat der Wertpapierbörse Frankfurt am Main ändert die Regeln für einen
Rückzug aus der Börse dahin, dass die Zulassungsstelle eine Aktie auf Antrag
des Emittenten nach 6 Monaten vom Markt nehmen kann, ohne dass den Aktionären
ein Abfindungsangebot unterbreitet werden muss.
Der Euro erreicht einen Wert von 0,879 Dollar.
Nach einer Entscheidung der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post
Deutschlands müssen Wettbewerber für den für den schnellen Internetzugang
erforderlichen Teil der Telefonleitung 4,77 Euro monatlich zahlen, für die
einmalige Übernahme ohne zusätzliche Schaltarbeiten 85,61 Euro und für die
Kündigung 72,01 Euro.
Nach einem Vorschlag der Europäischen Kommission soll bei kurzen
Arbeitsaufenthalten bis zu 16 Wochen das Gastland auf das bisher erforderliche
Verfahren zur Anerkennung von Berufsqualifikationen mobiler Arbeitnehmer
verzichten.
Das Unterhaus Großbritanniens beschließt ein Verbot der Fuchsjagd.
2002-03-17 Zur Sicherung
der durch die steigende Lebenserwartung gefährdeten Altersversorgung einigen
sich die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten der Europäischen Union
auf eine allmähliche Erhöhung des durchschnittlichen Renteneintrittsalters von
58 Jahren auf 63 Jahre.
Das Direktorium der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (Icann)
will künftig keine Wahlen zwecks Ermittlung neuer Mitglieder mehr durchführen.
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist die Richtlinie zur
Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten der Europäischen Union
über die Wahrung von Ansprüchen der Arbeitnehmer beim Übergang von Unternehmen
bei Übernahme eines erheblichen Teils des von einem Subunternehmer für die
Durchführung des untervergebenen Auftrags verwendeten Personals anwendbar,
wobei das Arbeitsverhältnis nicht fortgesetzt wird, wenn der Arbeitnehmer dem
Übergang des Arbeitsverhältnisses auf einen Erwerber widerspricht (C-51/2000
24. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands vermittelt §
153a StPO (Einstellung eines Ermittlungsverfahrens gegen den Willen eines
Anzeigenerstatters) keine Rechtsstellung, deren Verletzung auf Grund der
grundgesetzlichen Rechtsweggarantie geltend gemacht werden könnte (2 BvR 1551/2001
5. November 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist dem
Grundsatz der Öffentlichkeit der Verhandlung genügt, wenn jedermann die
Möglichkeit hat, sich ohne besondere Schwierigkeiten davon Kenntnis zu
verschaffen, wann und wo ein erkennendes Gericht eine Hauptverhandlung abhält,
und dass der Zutritt im Rahmen der tatsächlichen Gegebenheiten allgemein
eröffnet ist (2 BvR 1620/2001 10. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die öffentliche
Zustellung unwirksam, wenn die Voraussetzungen für eine öffentliche
Bekanntmachung nicht gegeben sind und das die öffentliche Zustellung
bewilligende Gericht diesen Umstand hätte erkennen können (VIII ZR 282/2000 19.
Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann auch ein durch
Verletzung einer Hauptleistungspflicht (Nichtausführung vereinbarter
Kanalvermessungsarbeiten) entstehender Schaden als entfernter
Mangelfolgeschaden den Regeln der positiven Vertragsverletzung unterfallen (X
ZR 39/2000 12. Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands haften die
Mitglieder einer Vorgenossenschaft für die Verbindlichkeiten der
Vorgenossenschaft mit einer Verjährungsfrist von fünf Jahren (II ZR 89/2001 10.
Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei Abschluss
eines Maklervertrags ohne Einigung über die genaue Provisionshöhe Provision in
angemessener Höhe zu zahlen (III ZR 296/2000 6. Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der zur
Abwasserableitung verpflichtete, die Fortleitung des gesammelten
Niederschlagswassers einem Grundstückseigentümer überlassende, ihn aber
pflichtwidrig nicht überwachende Träger einer öffentlichen Verkehrsanlage einem
geschädigten Anlieger zu Schadensersatz verpflichtet (III ZR 322/2000 22.
November 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der Erwerber
eines Miterbenanteils zur Rückübertragung des Miterbenanteils auf die ihr
Vorkaufsrecht ausübenden Miterben auch dann verpflichtet, wenn das
Vorkaufsrecht dem verkaufenden Miterben gegenüber ausgeübt worden war und
dieser den Erbteil erst nach Ablauf der Zweimonatsfrist des § 2034 II 1 BGB
dinglich auf den Erwerber übertragen hat (IV ZR 268/2000 31. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Entfernung
eines Richters aus dem Dienst gerechtfertigt, wenn der Richter sich
pflichtwidrig (mit 850000 DM) erheblich verschuldet, jahrelang ohne
Nebentätigkeitsgenehmigung als Finanzberater tätig ist, für Dritte unerlaubt
Rechtsgutachten erstattet und seine Richteramtsbezeichnung rechtsmissbräuchlich
verwendet (RiSt [R] 1/2000 10. August 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands kann ein
Unionsbürger mit gültiger Aufenthaltserlaubnis-EG grundsätzlich nur nach § 12
AufenthG/EWG ausgewiesen werden (1 B 125/2000 23. Mai 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist die
Berufungsbegründungsfrist versäumt, wenn eine mit dem zutreffenden Aktenzeichen
des Landesarbeitsgerichts versehene, an das Arbeitsgericht adressierte, durch
Telefax an die gemeinsame Briefannahmestelle beider Gerichte gesandte,
geschäftsordnungsgemäß vom Arbeitsgericht an das Landesarbeitsgericht
weitergeleitete Berufungsbegründungsschrift erst nach Fristablauf bei dem
Landesarbeitsgericht eingeht (4 AZR 388/2000 29. August 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann der Zufluss von
Einnahmen durch bloße Zuschrift in den Büchern des Schuldners nur angenommen
werden, wenn der Steuerpflichtige davon ausgehen durfte, dass er bei Wahl der
Auszahlung den betreffenden Betrag vom Schuldner ausgezahlt bekommen hätte
(VIII R 15/2001 30. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind
Besteuerungsgrundlagen auch nach Einleitung eines Steuerstrafverfahrens nach §
162 AO zu schätzen (XI B 6/2001 19. September 2001, Rohgewinnaufschläge bei
Speisewirtschaften durchschnittlich 203 Prozent, bei Pizzerien durchschnittlich
270 Prozent).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart genügt die Angabe des
Vornamens und des Anfangsbuchstabens des Nachnamens nicht für die
Unterzeichnung eines notariell beurkundeten Kaufvertrags (3 U 123/2001 14.
November 2001).
Nach einer Entscheidung des Ärztegerichtshofs Saarland sind die sponsernde
Unterstützung eines Wunschkindfests durch einen Frauenarzt und ein dortiges
Interview nicht rechtswidrig (ÄGH 2/2001 10. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg können unter
besonderen Umständen Miete für eine bereits geräumte bisherige Wohnung und für
eine weitere bereits neu bezogene Wohnung gleichzeitig als Unterkunftsbedarf
anerkannt werden (4 MA 2958/2001 25. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin hat der Herausgeber einer
Fachzeitschrift Anspruch auf kostenpflichtige Übersendung anonymisierter
Entscheidungsabschriften einer Staatsanwaltschaft (510-AR 4/2001 28. Juni
2001).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Köln ist ein Luftbeförderungsvertrag
ein absolutes Fixgeschäft, so dass die Fluggesellschaft bei zu vertretender
Unmöglichkeit dem infolge Ausfalls eines Flugs einen Termin nicht mehr
wahrnehmen könnenden Rechtsanwalt zum Ersatz der Rechtsanwaltsgebühren
verpflichtet ist (117 C 164/2001 20. September 2001).
Werner Doralt 60.
Christian Graf von Krockow Rumbske/Hinterpommern 26. Mai 1927-Hamburg 17. März
2002.
2002-03-16 Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann die durch
Kaufpreishinterlegung bei einem Notar Darlehensmittel aus der Hand gebende Bank
die erbrachten Leistungen grundsätzlich nicht durch einseitige spätere
Verwahrungsanweisungen einschränken (IX ZR 427/1998 25. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist Leistungsort
des Entleihers von Diapositiven einer Bildagentur in der Regel deren Sitz und
die Nichtaufbewahrung von Kopien kein mitwirkendes Verschulden (I ZR 343/1998
19. September 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann der
Arbeitgeber übernommene Arbeitnehmer, in deren früherem Betrieb eine streitige
betriebliche Übung keine Geltung hatte, durch ausdrückliche Erklärung unter
Vorbehalten in die betriebliche Übung einbeziehen (10 AZR 152/2001 14. November
2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist die Tätigkeit
einer freiberuflich und gewerblich tätigen Personengesellschaft insgesamt
gewerblich und erstreckt sich eine Gewerbesteuerbefreiung auch auf den freiberuflichen
Teil (II R 72/1999 17. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundespatentgerichts Deutschlands sind nach
Mandatsniederlegung eines inländischen Vertreters eines ausländischen
Beteiligten Zustellungen weiter an den bisherigen Verfahrensbevollmächtigten zu
richten, solange nicht ein neuer Vertreter bestellt ist (9 W [pat] 53/2000 22.
Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg haftet der den
Beklagten im Berufungsrechtszug vertretende, die Berufungsbegründungsfrist
versäumende Rechtsanwalt dem Mandanten, wenn die Klage unschlüssig ist (11 U
151/2001 12. Juni 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Dresden ist für das Erlöschen
einer Bürgschaft, solange der Unternehmer noch auf Gewährleistung in Anspruch
genommen werden kann, die Wendung „Die Bürgschaft erlischt, wenn sie nicht bis
zum ersten Tag nach Ablauf eines Jahres nach zertifizierter Abnahme gezogen
wird“ nicht ausreichend (11 W 1196/2001 7. September 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz ist der Verkäufer nicht
lizenzierter Erzeugnisse dem Käufer zum Ersatz des durch gerichtliche
Inanspruchnahme seitens der Berechtigten entstehenden Schadens verpflichtet (5 ( 521/2001 29. November 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz scheidet bei
Vermögensschädigung eines scheinbaren Schuldners wegen Vollstreckung aus einem
später aufgehobenen Titel eine Betrugshaftung des Scheingläubigers wegen
fehlender Stoffgleichheit aus und ist eine Schadensfolge durch Stornierung
einer Anstellungszusage nicht mehr vom Schutzzweck des § 717 II ZPO erfasst,
wenn der Gläubiger die Fehlerhaftigkeit des vorläufig vollstreckbaren Urteils
nicht kannte (5 U 433/2000 8. Februar 2001).
Nach einer Entscheidung
des Oberlandesgerichts Köln darf die Zustellung eines Schriftsatzes in einem
Beschlussanfechtungsverfahren nicht von der Vorlage einer vollständigen
Wohnungseigentümerliste abhängig gemacht werden (16 Wx 249/2001 18. Januar
2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Naumburg verliert der Mieter bei
Mangel einer Mietsache sein Recht zur Mietminderung, wenn er in Kenntnis des
Mangels die Miete vorbehaltslos und ungekürzt mindestens sechs Monate
weiterzahlt (9 U 2001 27. November 2001).
In Bayern ist die 1994
begonnene Einführung des maschinell geführten (elektronischen) Grundbuchs (im
Umfang von rund 60 Millionen Seiten) seit 20. Februar 2002 abgeschlossen.
Münch, Eva Maria von, Ehe- und Familienrecht, 15. A. 2002
Münch, Eva-Maria von, Die Scheidung nach neuem Recht, 11. A. 2002
Benkel, Gert Andreas, Der Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, 2002
Pötzsch, Thorsten, Das neue Übernahmerecht, 2002
Herdegen, Matthias, Internationales Wirtschaftsrecht, 3. A. 2002
Häberle, Peter, Europäische Verfassungslehre, 2001
Werner, Ulrich/Pastor, Walter, Der Bauprozess, 10. A. 2002
Sieder, Frank/Zeitler, Herbert/Dahme, Heinz,
Wasserhaushaltsgesetz und Abwasserabgabengesetz (Lbl.), 23. A. 2002
Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz (Lbl.), hg. v. Jarass, Hans/Ruchay,
Dietrich/Weidemann, Clemens, 9. A. 2002
VermG (Lbl.), hg. v. Fieberg, Gerhard/Reichenbach, Harald/Messerschmidt,
Burkhard/Neuhaus, Heike, 16. A. 2002
Schack, Haimo, Internationales Zivilverfahrensrecht, 3. A. 2002
Bienwald, Werner, Verfahrenspflegschaft, 2002
Alkohol und Schuldfähigkeit, hg. v. Schneider, F./Frister, H., 2002
Handbuch des europäischen Rechts (Lbl.), hg. v. Ehlermann, Claus-Dieter/Bieber,
Roland
Beutler, Bengt/Bieber, Roland/Pipkorn, Jörn/Streil, Jochen, Die Europäische
Union, 5. A. 2001
Basistexte zum europäischen Privatrecht, hg. v. Schulze, Reiner/Zimmermann,
Reinhard, 2. A. 2002
Casebook europäisches Gesellschafts- und Unternehmensrecht, hg. v. Saenger, I.,
2002
Europäisches Wettbewerbsrecht im Zeichen der Globalisierung, hg. v. Schwarze,
Jürgen, 2002
Practitioner’s Handbook on International Arbitration, hg. v. Weigand,
Frank-Bernd, 2002
3. MMR-Jahrestagung 25. April 2002-26. April 2002 Berlin Steigenberger Berlin,
Los-Angeles-Platz 1, D 10789 Berlin, Tel. 030/21270, Fax 020/212717, annette.wolfgart@beck.de http://www.beck-seminare.de
Ernst-Friedemann Freiherr von Münchhausen Herrengosserstedt 7. Januar
1906-Kamen-Heeren 16. März 2002.
2002-03-15 Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Verurteilung Manfred
Roeders infolge der ungünstigsten Auslegung der Äußerungen Roeders rechtswidrig .
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Rostock muss das auf Pfändung
eines kleineren Betrags (242,16 DM) das Sparkonto eines Kunden (180000 DM)
vollständig sperrende Geldinstitut dem Kunden den dadurch infolge entgehender
höherer Zinsen entstehenden Schaden unter Berücksichtigung des Mitverschuldens
ersetzen (1 U 33/2000).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Neuruppin sind zwei Heranwachsende zu
neuneinhalb Jahren Freiheitsstrafe wegen Tötung aus Mordlust verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz fällt die
Erbschaftsteuer bei einem Pflichtteilsanspruch erst im Zeitpunkt seiner
Geltendmachung (z. B. durch Erhebung einer Stufenklage) an (4 K 2203/2000 10.
Dezember 2001).
Die Finanzminister der Mitgliedstaaten der Europäischen Union einigen sich auf
eine Verstärkung der Darlehens- und Investitionstätigkeit im südlichen Mittelmeerraum
auf jährlich 1,5-2 Milliarden Euro..
Gertrude Lübbe-Wolff ist zur
Bundesverfassungsrichterin Deutschlands gewählt.
Seit 1996 sind in Wuppertal 635 Ermittlungsverfahren wegen Vorteilsannahme
eingeleitet und 43 Beamte und Angestellte rechtskräftig verurteilt.
Ehemalige Zwangsarbeiter können gegen die Entscheidung der zuständigen Behörde
Beschwerde bei einer Beschwerdestelle der Internationalen Organisation für
Migration in Genf einlegen.
Die Vereinigten Staaten von Amerika klagen Ahmed Omar Sheikh wegen Entführung
und Ermordung Daniel Pearls an.
Möglicherweise ist die Korruption in Nordrhein-Westfalen über die bisher
bekannt gewordenen Fälle hinaus verbreitet.
2002-03-14 Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss die Kassenärztliche
Bundesvereinigung den durch ein vorübergehendes, ohne Rechtsgrundlage und damit
unter Verletzung von Amtspflichten erlassenes Überweisungsverbot geschädigten
Laborärzten den entstandenen Schaden ersetzten (III ZR 302/2000).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts kann bei
Nichterrichtung einer geplanten Tiefgarage der bestehende Rechtszustand in der
Weise bereinigt werden, dass die Wohnungseigentümer ohne Zahlung eines
Wertausgleichs die mit dem Sondereigentum an der Tiefgarage verbundenen
Miteigentumsanteile übernehmen und das Sondereigentum aufheben (2 Z BR 10/2001
7. November 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bamberg muss ein Anlageberater
bei fehlerhafter Beratung (hochspekulatives Investment als sicher dargestellt)
dem Kunden einen Teil des daraus entstehenden Schadens ersetzen, während der
Kunde wegen seines blinden Vertrauens den Rest des Schadens selbst tragen muss
(4 U 204/2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln sind die Sanierungskosten
einer vor Bildung einer Wohnungseigentümergemeinschaft von einem Mitglied der
Bauherrengemeinschaft in Auftrag gegebenen Isolierungsmaßnahme von allen
Mitgliedern der Wohnungseigentümergemeinschaft zu tragen (16 Wx 153/2001 21.
September 2001).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Landau in der Pfalz können aus
jahrelanger vertragswidriger Betriebskostenabrechnung vertragsändernde
Erklärungen oder Rechte nicht abgeleitet werden (1 S 354/2000 28. Februar
2001).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Offenburg ist die Geldstrafe Hermann
Schauflers von 13290 Euro auf 10226 Euro herabgesetzt.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Dortmund ist der in individualisierter
Vereinbarung eines befristeten Mietverhältnisses nur zur Anfangsrenovierung verpflichtete
Mieter auch bei unbefristetem Weiterlauf des Mietverhältnisses nicht zu
Schönheitsreparaturen verpflichtet (125 C 9135/2001 13. November 2001).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichts Russlands darf künftig niemand
länger als 48 Stunden ohne richterliche Entscheidung in Untersuchungshaft
gehalten werden.
Nach einer Empfehlung des Ombudsmanns für die deutsche Versicherungswirtschaft
soll die Allianz Rechtsschutzversicherung die Schadensersatzklage eines
Aktionärs gegen EM.TV und dessen frühere Vorstände finanzieren, weil mangelnde
Erfolgsaussicht bisher nicht erwiesen ist.
Die Fraktionen der Regierungsparteien Deutschlands im Bundestag einigen sich
auf die erweiterte Einführung von Volksinitiativen, Volksbegehren und
Volksentscheiden.
Gegen den sozialdemokratischen Oberbürgermeister Wuppertals ermittelt die
Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Vorteilsannahme in Höhe von 255000
Euro.
Gegen den sozialdemokratischen Bundestagsabgeordneten Eckhard Lewering
ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung
und der Bestechlichkeit (Bau eines Hauses für ein Drittel der tatsächlichen
Kosten).
Max Strauß verweigert vor dem Schreiber-Untersuchungsausschuss des Landtags
Bayerns die Aussage unter Hinweis auf gegen ihn laufende Ermittlungsverfahren.
Montenegro und Serbien einigen sich auf eine zwischen Bundesstaat und
Staatenbund liegende Zwischenlösung unter Aufgabe des Namens Jugoslawien.
Krafft Freiherr Schenck zu Schweinsberg Barcelona 6. Juni 1931-Schweinsberg 14.
März 2002.
2002-03-13 Nach einer
Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands dürfen Forderungen
kaufende und gerichtlich einklagende Inkassounternehmen ihre Kunden auf Grund
der Berufsfreiheit dabei rechtlich beraten, ohne dass der Kauf wegen Verstoßes
gegen das Rechtsberatungsgesetz nichtig ist (1 BvR 423/1999 20. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des großen Senats des Bundesfinanzhofs ist der Verkauf
dreier selbsterrichteter Eigentumswohnungen durch Privatleute noch kein
gewerblicher Grundstückshandel (GrS 1/1998).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands werden die während
eines Teils des Jahres in Deutschland erzielten Einkünfte eines Arbeitnehmers
mit einem Steuersatz belegt, der sich auch nach den im Ausland (Vereinigte
Staaten von Amerika) während des restlichen Jahrs erlangten Bezügen richtet,
sofern nicht ein Doppelbesteuerungsabkommen diesen sogenannten
Progressionsvorbehalt ausschließt (I R 63/2000 19. Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg darf eine zum
Islam übergetretene deutsche Lehrerin in Niedersachsen im Unterricht kein
Kopftuch als Zeichen der Religionszugehörigkeit tragen, weil dadurch das
Neutralitätsgebot verletzt wird.
Die Bundesregierung Deutschlands beschließt die Möglichkeit der Anordnung von
Sicherungsverwahrung auch nach dem Strafurteil.
Die Bundesregierung Deutschlands beschließt den Entwurf eines
Verbraucherinformationsgesetzes, das Auskunftsrechte gegenüber Behörden
festlegt.
Das Europäische Parlament verzichtet auf ein Flugverbot für unzureichend
lärmgeschützte Flugzeuge (der Vereinigten Staaten von Amerika) und billigt
einheitliche Verfahren für die Prüfung der Lärmbelästigung und
Betriebsbeschränkungen für einzelne Flughäfen.
Das Europäische Parlament beschließt die Senkung des Briefmonopols in den
Mitgliedstaaten der Europäischen Union von derzeit 350 Gramm auf 100 Gramm im
Jahr 2003 und auf 50 Gramm im Jahr 2006.
Das Europäische Parlament spricht sich für die Zulassung der Verfütterung von
Fleischmehl und Knochenmehl an Schweine und Geflügel unter strengen
Sicherheitsbestimmungen aus.
Die Summe der zweifelhaften Spenden an die Sozialdemokratische Partei
Deutschlands in Köln steigt auf 424000 Euro.
T-Online eröffnet das Breitbandportal T-Vision.
Werner Hennig Berlin 27. Januar 1906-Frankfurt am Main 13. März 2002.
2002-03-12 Nach einer
Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs hat der Verbraucher (aus Österreich)
nach der Pauschalreiserichtlinie Anspruch auf Schadensersatz wegen entgangener
Urlaubsfreude für auf Grund eines Mangels einer Pauschalreise
(Salmonellenvergiftung in einer Clubanlage) vertanen Urlaub (in der Türkei),
obwohl das Recht des Mitgliedstaats einen solchen Anspruch nicht enthält
(C-168/2000).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist der
Hinweis eines Tierarzts in einer Annonce auf Praxis, Öffnungszeiten und
Röntgenmöglichkeit nicht wettbewerbswidrig (1 BvR 1644/2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main darf der
Importeur eines im Ausland unter einem andern Namen vertriebenen Arzneimittels
dann, wenn er im Inland rechtlich an der Beibehaltung der Zweitmarke gehindert
ist, im Zeitpunkt des aktuellen Vertriebs die Zweitmarke durch die
Inlandserstmarke des Herstellers ersetzen (6 U 6/2001 3. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist der
Hinweis eines Arzneimittelimporteurs „Dieses Arzneimittel wird in Belgien unter
der Bezeichnung Tiapridal und in Deutschland unter der Bezeichnung Tiapridex
angeboten. Hierbei handelt es sich lediglich um einen sprachlichen
Namensunterschied für das gleiche Produkt“ keine unzulässige Benutzung der
inländischen Marke des Herstellers und keine unlautere Rufausnutzung (6 U
3/2001 3. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Schleswig-Holstein wird ein
Rechtsstreit eines Arzts mit der Stadt Kiel um die Bewertung ärztlicher
Bereitschaftsdienste in deutschen Krankenhäusern (mit möglichen Folgewirkungen
von einer Milliarde Euro) dem Europäischen Gerichtshof zur Vorabentscheidung
vorgelegt (3 Sa 611/2001).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz hat der bereits einen
Anwohnerparkausweis besitzende Kraftfahrzeughalter keinen Anspruch auf einen
zweiten Anwohnerparkausweis für einen Zweitwagen (3 K 1835/2001 KO).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Frankfurt am Main darf ein
Unternehmer Teilzeitarbeitsanträge nur ablehnen, wenn die Begrenzung der
Arbeitszeit nachweislich mit unzumutbaren wirtschaftlichen oder
organisatorischen Schwierigkeiten verbunden ist (18 Ca 6836/2001).
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft Augsburg sind die Ermittlungen
gegen Max Strauß und Holger Pfahls wegen des Verdachts der Geldwäsche
eingestellt (, nicht dagegen die Ermittlungen wegen Steuerstraftatbeständen
bzw. Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung).
Mit Hilfe einer DNA-Analyse ist ein am 29. Juni 1996 von einem Freigänger der
Justizvollzugsanstalt Darmstadt-Eberstadt verübter Mord an einem
dreizehnjährigen Jungen aufgeklärt.
Das Europäische Parlament stimmt einer Verordnung zur Aufstellung des
konsolidierten Jahresabschlusses börsennotierter Unternehmen in den
Mitgliedstaaten der Europäischen Union nach den International Accounting
Standards ab 2005 zu.
Bei jedem zehnten Verkehrsunfall in Deutschland wird ein Versicherungsbetrug
begangen.
Seit 1. März 2002 ist das Europäische Gerichtsstands- und
Vollstreckungsübereinkommen durch die Verordnung Nr. 44/2001 der Europäischen
Union (ausgenommen Dänemark) ersetzt.
2002-03-11 Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands setzt erpresserischer
Menschenraub eine eigenständige Bedeutung der Bemächtigungssituation und eine
gewisse Stabilisierung der auszunutzenden Lage voraus, wobei ein funktionaler
Zusammenhang zwischen dem ersten, objektiv verwirklichten Teilakt des
Entführens oder Sichbemächtigens und dem zweiten, in die Vorstellung des Täters
verlagerten Teilakt der angestrebten weitergehenden Nötigung bzw. Erpressung
erforderlich ist (2 StR 240/2001 19. September 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist es
Gemeinden verwehrt, im Gewande des Städtebaurechts Denkmalschutz zu betreiben,
doch kann die Festsetzung privater Grünflächen mit der Zweckbestimmung
Hausgärten auch dazu dienen, die künftige städtebauliche Funktion
ortsbildprägender Freiflächen zu bestimmen (4 CN 4/2000 18. Mai 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands mindern Stipendien
des Erasmus/Sokrates-Programms der Europäischen Union nicht die
einkommensteuerrechtlichen Ausbildungsfreibeträge, weil sie nur den Mehrbedarf
abdecken und eine Anrechnung ihrem Zweck widerspräche (III R 3/2001 17. Oktober
2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Schleswig ist auf den
Scheidungsantrag in Dänemark die Ehe schließender, in Deutschland den letzten
gemeinsamen Wohnsitz habender Argentinier deutsches Recht anzuwenden (12 WF
58/2001 23. April 2001).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Hannover soll ein Referendar
keinen Anspruch auf Erstattung der Reisekosten zu einem Vorstellungsgespräch
vor der zweiten juristischen Staatsprüfung haben (2 A 1814/2000 13. Juni 2001).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Trier muss die Ermittlung der
Kapazität bei zulassungsbeschränkten Studiengängen nach nachprüfbaren objektivierten
Gesichtspunkten erfolgen (6 M 1322/2001 11. Dezember 2001).
Nach einer Verordnung der Landesregierung Sachsen ist die Rechtsanwaltskammer
Sachsen für die Zulassung von Rechtsanwälten zuständig.
Nach Ansicht des Bundesaufsichtsamts für den Wertpapierhandel Deutschlands
wurden auf der jüngsten Emittentenkonferenz der Deutschen Bank keine
Mitteilungspflichten verletzt.
m + s Elektronik und Heyde verlassen wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten den
neuen Markt.
Gabriele Britz wechselt von Frankfurt am Main nach Gießen.
Michael Heghmans wechselt von Erlangen-Nürnberg nach Frankfurt an der Oder.
Michael Fischer wechselt von Bamberg nach Kiel.
Gerd Morgenthaler wechselt von Heidelberg nach Siegen.
Christopf Sowada wechselt von Berlin (FU) nach Rostock.
Claus-Dieter Ehlermann wechselt zu Wilmer, Cutler & Pickering.
Beaste Gsell wird in Bonn für deutsches und europäisches Zivilrecht und
Zivilprozessrecht habilitiert.
Nicola Preuß wird in Bochum habilitiert.
Investments Asa und Aker Maritime Asa schließen sich zusammen.
Nach Mitteilung der Staatsanwaltschaft Düsseldorf sind derzeit die Vorgänge um
den Verbleib von 120 Millionen Euro von Klöckner & Co noch nicht zu
durchblicken.
Walter Asam Augsburg 18.
Oktober 1926-Schrobenhausen 11. März 2002.
2002-03-10 Nach einer
Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine
Verfassungsbeschwerde gegenüber einer letztinstanzlichen Entscheidung im
Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes grundsätzlich wegen Subsidiarität
unzulässig (1 BvR 622/2001 9. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands verletzt der
vorübergehende Aufschub der linearen Erhöhung der Bezüge in bestimmten
(höheren) Besoldungsgruppen nicht die Verfassung (2 BvR 571/2000 2. Juni 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands setzt die Pfändung
einer Forderung einen im Zeitpunkt der Pfändung in der Person des Schuldners
bestehenden Anspruch gegen den Drittschuldner voraus (IV ZR 47/2001 12.
Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands umfasst das
Einverständnis eines Auftraggebers mit einer bestimmten Art der Nachbesserung
(mangelhafter Haustüren) in der Regel nicht einen Verzicht auf bestehende
Gewährleistungsansprüche (VII ZR 19/2000 6. Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands bestimmt sich die
Frage, ob der finanziell überforderte Ehegatte oder Lebensgefährte durch die
Mitunterzeichnung eines Darlehensvertrags (als „Kreditnehmer“) nach dem Willen
der Vertragsschließenden Darlehensnehmer oder Mithaftender wird, allein nach
den Verhältnissen auf Seiten der Vertragsgegner des Kreditgebers (XI ZR 56/2001
4. Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann eine
Widerklage in der Form des Urkundenprozesses gegenüber einer im ordentlichen
Verfahren erhobenen Klage zulässig sein (VIII ZR 75/2000 28. November 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss der
Auftraggeber (der Verkehrssicherung eines Bundesautobahnabschnitts) darlegen,
dass ihm bei rechtzeitiger Ankündigung preiswertere Alternativen zur Verfügung
gestanden hätten, ehe der Auftragnehmer darlegen und beweisen kann, dass seine
rechtzeitige Ankündigung die Lage des Auftraggebers im Ergebnis nicht verbessert
hätte (VII ZR 111/2000 8. November 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei
Ordnungsgeldverurteilung durch ein sachlich unzuständiges Landgericht zur
Verhinderung einer verfassungswidrigen Verkürzung des Rechtsschutzes eine
(ungeschriebene weitere) außerordentliche Beschwerde gegen den Beschluss des
Oberlandesgerichts zulässig (IX ZB 44/2001 8. November 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands verletzt es den
Grundsatz interessengerechter Vertragsauslegung, eine mit
„Bürgschaftsvereinbarung“ überschriebene Abrede ausschließlich nach dem
Wortlaut auszulegen und ihre Wirksamkeit nach formalrechtlichen Kriterien zu
verneinen, wenn nach dem Sinn des Vertrags anzunehmen ist, dass der eine Teil
den andern Teil in jedem Fall von einer Inanspruchnahme durch dessen Gläubiger
freistellen wollte (II ZR 228/1999 9. Juli 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands können Ansprüche
wegen Patentverletzung verwirkt sein, wenn die Umstände des Falls in ihrer
Gesamtheit die Beurteilung tragen, dass Treu und Glauben dem Gläubiger die
Verfolgung des Anspruchs verwehren, mit dessen Geltendmachung der Schuldner
nicht mehr rechnen musste (X ZR 150/1998 19. Dezember 2000).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands wird die
Klagefrist durch den Eingang der Klageschrift bei einem unzuständigen Gericht
(Amtsgericht Neustadt an der Weinstraße) nur dann gewahrt, wenn die Klage
gerade an dieses Gericht gerichtet war (2 C 37/2000 31. Oktober 2001 gerichtet
an Verwaltungsgericht Neustadt an der Weinstraße).
Nach einer Entscheidung
des Bundesverwaltungsgerichts Deutschland kann ein Elternteil das auf
Sozialhilfe anzurechnende Kindergeld nicht dadurch mindern, dass er Teile davon
seinem von Hilfe zum Lebensunterhalt ausgeschlossenen Ehegatten überlässt (5 C
7/2000 21. Juni 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands ist eine
Krankenkasse als letzte Kasse vor Beginn der Versicherungspflicht nur wählbar,
wenn der Versicherte bei dieser Kasse bleiben will (B 12 KR 3/2001 R 6.
September 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands steht dem zu Recht
Steuerbegünstigung für eine am Arbeitsort selbstgenutzte Zweitwohnung in
Anspruch nehmenden Steuerpflichtigen Baukindergeld auch hinsichtlich der
ausschließlich in der Hauptwohnung am Wohnort lebenden Kinder zu (X R 19/1996
18. Oktober 2000).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts kann sich ein
(Bekleidung ohne erforderliche Genehmigung einführender) Unternehmer seiner
Überwachungspflicht nicht dadurch vollständig entziehen, dass er in seinem
Betrieb eine Aufsichtsperson mit der Überwachung der Beschäftigten beauftragt
(3 ObOWi 51/2001 10. August 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Zweibrücken liegt im Fall der
Anordnung des schriftlichen Vorverfahrens ein sofortiges Anerkenntnis nur vor,
wenn es innerhalb der Notfrist von zwei Wochen erklärt wird (4 W 2/2001 19.
Februar 2001).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg gehört
ein Kinderfahrrad in der Regel nicht zum notwendigen Lebensunterhalt eines
Vorschulkinds (7 S 1662/1999 5. Februar 2001).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen kann der notwendige
Lebensunterhalt durch Ermöglichung des Erwerbs eines gebrauchten Kühlschranks
sichergestellt werden (1 TZ 2831/2001 13. November 2001).
Staatsanwaltschaften Deutschlands ermitteln in rund 1000 Verfahren wegen
rechtswidriger Zuwendungen durch Smith Kline Beecham an Ärzte (1000 DM bis
40000 DM) zwecks Erreichung der Verwendung teuerer Arzneimittel.
Ägypten verzichtet gegenüber Deutschland und Italien auf die Passpflicht zwecks
Förderung des Tourismus.
Wilhelm Fritz Würzburg 22. März 1927-München 10. März 2002.
2002-03-09 Nach einer
Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands besteht, wenn mit einer
Verlängerung einer Frist auf schriftlichen ersten und begründeten Antrag
gerechnet werden kann, keine Verpflichtung des Rechtsanwalts für eine Rückfrage
bei dem entscheidenden Gericht vor Fristablauf (1 BvR 1859/2001 16. Januar
2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
Bezeichnung zweier langjährig erfolgreicher Ärzte als Spezialisten für
Operationen am Knie und an der Wirbelsäule
in einem Faltblatt einer Klinik nicht rechtswidrig (1 BvR 1147/2001 8. Januar
2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist, wenn einem
Mandanten aus einer pflichtwidrigen Unterlassung seines Rechtsanwalts ein
Schaden entsteht, der Schaden dem Rechtsanwalt selbst dann zuzurechnen, wenn
der Mandant das Auftragsverhältnis zu einem Zeitpunkt gekündigt hat, zu dem der
Schaden noch vermieden werden konnte (XI ZR 278/2000 29. November 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei einem
früheren Eintreten eines Handlungserfolgs als gewollt die Abweichung des
tatsächlichen Kausalverlaufs vom gewollten Kausalverlauf unerheblich, wenn der
Täter bereits vor oder gerade mit der den Taterfolg verursachenden Handlung die
Schwelle zum Versuch (durch unmittelbares Ansetzen zum Tötungsdelikt)
überschreitet (3 StR 303/2001 12. Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands wird ein
Rückforderungsanspruch des Arbeitgebers wegen geleisteter Überzahlung im Sinne
einer tariflichen Ausschlussfrist erst fällig, wenn feststeht, dass überhaupt
ein Arbeitsverhältnis bestand (4 AZR 152/2000 14. März 2001).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts ist zur
Beseitigung einer baulichen Veränderung nur der sie ausführende Handlungsstörer
verpflichtet, während der Sonderrechtsnachfolger als Zustandsstörer nur zur
Duldung der Beseitigung verpflichtet ist (2 Z BR 163/2001 28. Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist eine Beschränkung
der Berufung auf den Rechtsfolgenausspruch auch dann wirksam, wenn der
Angeklagte fälschlicherweise wegen Erpressung statt richtigerweise wegen
Betrugs verurteilt ist (2a Ss 300/2001-100/2001 II).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg ist ein
CD-Tonträgergegenüber einer Vinyl-Schallplatte nicht eine noch nicht bekannte
Nutzungsart (5 U 23/2001 21. November 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe erstreckt sich bei
Abweichung der vorhandenen Mietfläche von der vereinbarten Mietfläche um mehr
als 10 Prozent die kraft Gesetzes eintretende Mietminderung auf die gesamte
Abweichung ohne Rücksicht auf eine tatsächliche Beeinträchtigung des
Mietgebrauchs (17 U 176/2000 28. Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe sind Einkünfte aus
(unzumutbarer) Betreuung eines Kinds und Studium und Teilzeiterwerbstätigkeit
über einen längeren Zeitpunkt vor der Trennung als eheprägend anzusehen (2 UF
212/2000 14. Dezember 2000).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe muss bei einer
Koppelung zweier Leistungsangebote das zweite Angebot (Stromliefervertrag)
eindeutig dem herausgestellten Preis der ersten Ware (Fernsehgerät) zugeordnet
sein (6 U 105/2001 14. November 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz ist die Kündigung eines
VOB-Pauschalpreisvertrags bei Nichteinigung über nach Vertragsschluss
erkennbare Punkte durch den Auftraggeber erst möglich, wenn der Auftraggeber
dem Unternehmer erfolglos eine Frist zur Vertragserfüllung gesetzt hat (5 U
142/2000 12. April 2001).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Hamm ist die Verwertung einer
unter Verletzung des Persönlichkeitsrechts des Arbeitnehmers erfolgten
Videoaufzeichnung im Kündigungsschutzverfahren zur Begründung der Kündigung und
zu Beweiszwecken unzulässig (11 Sa 1524/2000 24. Juli 2001).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln hat der Betreuer einer Babyklappe
kein Zeugnisverweigerungsrecht oder Auskunftsverweigerungsrecht über die
Gespräche mit einer Mutter (102-57/2001 9. November 2001).
Lehmann, Michael, Electronic Business in Europa, 2002
Privates Baurecht, hg. v. Hertwig, S., 2002
Fabricius, Fritz/Kraft, Alfons/Wiese, Günther/Kreutz, P./Oetker, H./Raab,
T./Weber, C., Betriebsverfassungsgesetz Gemeinschaftskommentar, 7. A. 2002
Kittner, Michael, Arbeits- und Sozialordnung, 27. A. 2002
Grundgesetz, 55. A. 2002
Baugesetzbuch, hg. v. Söfker, Wilhelm, 33. A. 2002
Geppert, Martin/Ruhle, Ernst-Olav/Schuster,
Fabian, Handbuch Recht und Praxis der Telekommunikation, 2. A. 2002
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Germelmann, Claas-Hinrich/Matthes, Hans-Christoph/Prütting, Hans/Müller-Glöge,
Rudi, Arbeitsgerichtsgesetz, 4. A. 2002
Meyer-Ladewig, Jens, Sozialgerichtsgesetz, 7. A. 2002
Janiszewski, Horst/Buddendiek, Hans, Der neue Bußgeldkatalog mit Punktsystem,
8. A. 2002
26. Deutscher Notartag
19. Juni 2002-22. Juni 2002 Dresden Kulturpalast, Bundesnotarkammer, Burgmauer
53, D 50667 Köln, Tel. 0221/256823, Fax 0221/256808, bnotk@bnotk.de, http://www.bnotk.de
2002-03-08 Nach einer
Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands dürfen die vom
Staatssicherheitsdienst der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (über
Helmut Kohl) rechtsstaatswidrig durch unerlaubtes Abhören gesammelten
Erkenntnisse nicht ohne den Willen des Betroffenen veröffentlicht werden.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands beginnt die
Verjährungsfrist für Schadensersatzansprüche wegen mangelnder Aufklärung eines
Anlegers nicht, bevor der Anleger nicht die näheren Umstände kennt, aus denen
sich die Aufklärungspflicht ergibt (XI ZR 86/2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands besteht
Kündigungsschutz wegen Schwerbehinderung, wenn der Arbeitgeber im Zeitpunkt der
Kündigung weiß, dass der Betroffene einen Antrag auf Anerkennung als
Schwerbehinderter gestellt hat (2 AZR 612/2000).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Schleswig darf mangels möglicher
Irreführung mit der Behauptung „und die größte Auswahl der Welt – mindestens“
geworben werden, weil jeder erkennen kann, dass sie unwahr ist (6 U 64/2001).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Nürnberg-Fürth hat keines der bis 2015
durch einen Vertrag verbundenen Eisherstellungsunternehmen Schöller und
Mövenpick einen alleinigen Anspruch auf den Werbespruch „unser Eis des Jahres.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Trier müssen Anrufe (eines Dritten)
bei Telefonsexnummern vom Anschlussinhaber nicht bezahlt werden, wenn die
Telekom den Anschluss entgegen einer Vereinbarung mit dem Anschlussinhaber
nicht sperrt.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Freiburg im Breisgau ist die
Beschlagnahme von Filmmaterial eines SWR-Teams von einer Schlägerei am Rande
des Offenburger Türsteherprozesses wegen Verletzung des
Zeugnisverweigerungsrechts der Presse rechtswidrig.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Trier darf der Mieter ohne Mietzahlung
fristlos kündigen, wenn der Vermieter die Wohnung durch Einsatz eines vom
Hersteller für Wohnräume ausgeschlossenen Insektizids unbewohnbar macht (6 C
549/2000 14. August 2001).
Nach einer Entscheidung des Deutschen Patentamts muss Presse-Monitor wegen
Fehlens der erforderlichen Erlaubnis als urheberrechtliche
Verwertungsgesellschaft den Betrieb einstellen.
Nach einer Entscheidung des Bundeskartellamts Deutschlands darf T-Online 37
Prozent von Bild.de übernehmen, weil kein Zwang mehr besteht, Kunde von
T-Online zu werden, um die kostenpflichtigen Inhalte abrufen zu können.
Nach einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft Düsseldorf ist der Verbleib von
120 zeitweise nicht auffindbaren Millionen Euro der Klöckner & Co. AG
Duisburg aufgeklärt.
Die Vereinigten Staaten von Amerika verlangen vor der Welthandelsorganisation
die Öffnung des Telekommunikationsmarkts Mexikos.
2002-03-07 Nach einer
Entscheidung des Kammergerichts Berlin ist bei Verteilung der
Bewirtschaftungskosten nach anteiligen Wohnflächen bzw. Nutzflächen einschließlich
der Kellerräume und nach Beschluss der genauen Vermessung und der genauen
Festlegung der anteiligen Wohnflächen und Nutzflächen dieser
Verteilungsschlüssel der Jahresabrechnung zugrunde zu legen (24 W 50/20001 26.
November 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf berechtigt die
wiederholte Angabe unrichtiger Umsatzzahlen durch den Pächter den Verpächter
zur fristlosen Kündigung des Pachtverhältnisses (24 U 34/2000).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Leipzig hat der Vermieter nach
durchgeführter Modernisierung der Mietwohnung keinen Anspruch auf Mieterhöhung
aus ungerechtfertigter Bereicherung (01 S 7409/1999 14. März 2000).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Hanau können fünf Chinchillas
gewöhnlich in einer Dreizimmerwohnung in Käfigen gehalten werden (90 C
1294/1999-90 18. Februar 2000).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München ist Thomas Kirch wegen
unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln zu sechs Monaten Freiheitsstrafe auf
Bewährung verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika erhält Rudolph Giuliani kein Sorgerecht für seine beiden minderjährigen
Kinder, weil seine Tätigkeit als Bürgermeister New Yorks der Beziehung zu den
Kindern geschadet hat.
Nach einer Entscheidung des Papstes wird es demnächst auch im Bistum Limburg
keine Schwangerenberatung mehr geben.
Mit einer Mehrheit von 50,42 Prozent lehnen die Iren eine weitere Verschärfung
des strengsten Abtreibungsrechts Europas ab.
Im Streit um die Vermarktung des Krebsmittels Erbitux einigen sich Imclone
Systems Inc. und Bristol-Myers Squibb Co darauf, dass Imclone 100 Millionen
Dollar weniger als bisher erhält.
Die Europäische Kommission klagt vor der Welthandelsorganisation gegen die
Sonderzölle der Vereinigten Staaten von Amerika auf die Einfuhr von Stahl.
2002-03-06 Nach einer
Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
unterschiedliche Besteuerung von gesetzlichen Renten der Rentenversicherten
einerseits und Pensionen der Beamten andererseits zu Lasten der besser
verdienenden Beamten wegen Verletzung des Gleichheitssatzes (seit 1996)
verfassungswidrig und muss bis Ende 2004 durch Wahrung des Gleichheitssatzes
geändert werden (2 BvL 17/1999).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands darf der
Bundesrechnungshof auch (die Rechnung der Bundesmittel verwaltenden)
Finanzbehörden der Bundesländer (Oberfinanzdirektion München hinsichtlich der
rechtmäßigen Befreiung von Diplomaten von der Umsatzsteuer) prüfen (9 A
16/2001).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Schweiz ist das
Ermittlungsverfahren wegen Geldwäsche gegen Pawel Borodin gegen Zahlung eines
Bußgeldes von 300000 Franken eingestellt.
Die Bundesregierung Deutschlands hat erhöht und vereinheitlicht die
Meldefreigrenzen für Direktinvestitionen von deutschen Unternehmen im Ausland
und von ausländischen Unternehmen in Deutschland sowie für Bestandsmeldungen
über Forderungen und Verbindlichkeiten von Unternehmen gegenüber Ausländern.
Die europäische Verordnung über das Gemeinschaftsgeschmacksmuster tritt in
Kraft.
Volker Epping wechselt von Münster nach Hannover.
Wolf Heintschel von Heinegg wechselt von Augsburg nach Frankfurt an der Oder.
Wolfgang Kahl wechselt von Augsburg nach Gießen.
Wolfgang Kaiser wechselt von München nach Tübingen.
Rudolf Meyer-Pritzl wechselt von Heidelberg nach Kiel.
Klaus Stephan von Danwitz wird in Bonn für Strafrecht, Strafprozessrecht und
Kriminologie habilitiert.
Stefan Huster wird in Heidelberg für Staats- und Verwaltungsrecht, Sozialrecht,
Europarecht und Rechtsphilosophie habilitiert.
Eva-Maria Kieninger wird in Hamburg für bürgerliches Recht, Handels- und
Gesellschaftsrecht, Rechtsvergleichung und internationales Privat- und
Prozessrecht habilitiert.
Bernd Müssig wird in Bonn für Strafrecht, Strafprozessrecht und
Rechtsphilosophie habilitiert.
Andreas Wiebe wird in Hannover für bürgerliches Recht, Wirtschaftsrecht,
gewerblichen Rechtsschutz, Urheberrecht, Rechtsvergleichung und
Rechtsinformatik habilitiert.
Ubbo Hahn 16. Februar 1928-Norddeich 6. März 2002.
2002-03-05 Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands besteht für einen Rechtsanwalt
kein Recht auf Zulassung als Rechtsanwalt am Bundesgerichtshof, weil die
Singularzulassung von rund 30 Rechtsanwälten am Bundesgerichtshof der
sachgerechten Wahrnehmung der Interessen der rechtssuchenden Öffentlichkeit
dient (AnwZ 1/2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands unterliegt auch ein
gesetzlicher Sozialversicherungsträger (AOK – Die Gesundheitskasse
Niedersachsen) dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb und darf
Privatunternehmen nicht durch geringere Zahlungen gegenüber den Sozialstationen
der Wohlfahrtsverbände diskriminieren (KZR 5/2000 11. Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg darf Henkel nicht ein
strahlend weißes, mit Persil gewaschenes Wäschestück neben ein stark
vergrautes, mit „manch andern“ Produkten gewaschenes Wäschestück stellen, weil
durch völlig falsche oder derart übertriebene Produktvergleiche auch der an
Übertreibung gewöhnte Verbraucher irregeführt wird (5 U 124/2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln kann ein Unternehmer nicht
beantragen, das Gericht möge bei Unwirksamkeit einer allgemeinen
Geschäftsbedingung (Preiserhöhungsklausel eines Reiseveranstalters) eine
wirksame Gestaltung dieser Klausel festlegen, weil dies nicht Aufgabe eines
Gerichts ist (6 U 124/2001 23. November 2001).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Frankfurt am Main rechtfertigt
das Einlösen von (nicht zur Regulierung offener Lohnforderungen übergebener)
Firmenschecks auf einem Privatkonto zwecks Ausgleichs behaupteter
Lohnforderungen (von 100000 DM) grundsätzlich die fristlose Kündigung einer
Buchhaltungsleiterin (3 Sa 1927/2000).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Frankfurt am Main
rechtfertigen Stolperstellen am Bühnenabgang und ein insgesamt wackeliger
Bühnenaufbau wegen der daraus erwachsenden Gefahren (nach einem erfolglosen
Abmahnungsschreiben) die fristlose Kündigung des Schauspielvertrags durch den
Schauspieler mit der Folge der Lohnzahlungspflicht und Schadensersatzpflicht
des Theaterbetreibers (9 Sa 199/2001).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz muss das
Arbeitsamt einen Arbeitslosen auf naheliegende günstige
Gestaltungsmöglichkeiten (z. B. Meldung der Arbeitslosigkeit nach dem 57.
Geburtstag statt vor dem 57. Geburtstag bei der Behörde) hinweisen und als
Folge der Pflichtverletzung die günstigere Möglichkeit verwirklichen (Zahlung
von Arbeitslosengeld für 720 statt 585 Tage) (L 1 AL 74/2001).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts darf Umweltministein Margit
Conrad von Rheinland-Pfalz nicht behaupten, dass das der mangelhaften
Ausführung von BSE-Tests beschuldigte Institut für klinische Forschung und
Entwicklung in Mainz wegen mangelhafter Tests geschlossen worden ist, und darf
das Landesuntersuchungsamt nicht behaupten, dass keiner der BSE-Fälle
Rheinland-Pfalzs von einem privaten Labor entdeckt worden ist.
Nach einer Entscheidung des Handelsgerichts Zürich entsteht der insolventen
Swissair dadurch, dass Crossair den Namen Swiss und das Schweizerkreuz auf der
Heckflosse ihrer Flugzeuge benutzt, kein nicht wieder gut zu machender Schaden.
In Deutschland nutzten 2001 rund zwei Prozent der Väter die Elternzeit.
Rolf Höfel ist zum Präsidenten des Landgerichts Mainz ernannt.
2002-03-04 Nach einer
Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen kann ein Staatsangehöriger
eines Mitgliedstaats (Portugal) der Europäischen Union aus Deutschland auch
nach rechtskräftiger Verurteilung wegen einer oder mehrerer Straftaten ohne
Berücksichtigung seines familiären Umfelds und seiner konkreten Gefährlichkeit
nicht ohne weiteres ausgewiesen werden.
Die Umweltminister der Mitgliedstaaten der Europäischen Union einigen sich auf
die Bestätigung der 1998 in Kioto vereinbarten Lastenteilung für die
Verringerung der Treibhausgase.
Nach einer Entscheidung des Stadtgerichts Prag ist Michal Zitko wegen
Herausgabe von Adolf Hitlers Mein Kampf zu drei Jahren Haft auf Bewährung und
rund 58000 Euro Geldstrafe verurteilt.
Der Übernahmekodex der Börsensachverständigenkommission ist als Folge des
Inkrafttretens des Übernahmegesetzes außer Kraft gesetzt.
B. Braun Melsungen und sein Importeur in Japan entschädigen zwanzig Kläger in
Japan wegen der Verseuchung mit dem Creutzfeldt-Jakob-Erreger durch ein
Bindegewebspflaster mit rund 10 Millionen Euro.
Der Parteiverband Köln der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands soll
zwischen 1994 und 1999 rund 350000 DM Schmiergelder als zerstückelte
Mitgliederspenden gegen steuermindernde Quittungen erhalten haben.
Vom 1. April 2002 an befördert die Deutsche Post Postwurfsendungen nur noch
nach vorherigem Abschluss eines Rahmenvertrags und nur noch von knapp 800 Stellen
aus.
Auf Grund einer Vereinbarung zwischen Bundesregierung Deutschlands,
Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Deutscher Krankenhausgesellschaft,
Krankenkassen, Deutschem Pflegerat und dem Klinikärzteverband Marburger Bund
soll die Arbeitszeit von Ärzten und Pflegekräften verbessert werden.
Linksverkehr besteht in 63 Ländern.
Die Human Fertilisation and Embryology Authority Großbritanniens lässt zwei
Stammzellenforschungsvorhaben zu.
Herzchirurgen Großbritanniens sollen die Erfolgsraten ihrer Chirurgietätigkeit
veröffentlichen.
Der Ölpreis der Organisation Erdöl exportierender Länder steigt (von 15,85
Dollar im November 2001) auf 20,39 Dollar pro Barrel.
Winfried Brohm 70.
2002-03-03 54,6 Prozent
der abstimmenden Schweizer und 12 von 23 Kantonen (sog. Ständemehr) der Schweiz
sprechen sich für einen Beitritt der Schweiz (als 190. Land) zu den Vereinten
Nationen aus.
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist der
Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit durch Antragserwerb einer ausländischen
Staatsangehörigkeit keine unzulässige Entziehung der Staatsangehörigkeit (2 BvR
2101/2000 10. August 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine Nebenklage
auch im Sicherungsverfahren zulässig (1 StR 268/2001 18. Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat ein auf
Feststellung einer Gewährleistungspflicht gerichteter Feststellungsantrag die
Mängel im Einzelnen so genau zu bezeichnen, dass kein Zweifel darüber entstehen
kann, für welche Mängel die Gewährleistungspflicht besteht (VII ZR 440/2000 6.
Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei Verlangen
der Zustimmung zum Vollzug einer wegen einer umstrittenen Restgegenforderung
verweigerten Auflassung der Gebührenstreitwert gemäß § 3 ZPO unter
Berücksichtigung des Werts der streitigen Gegenforderung zu schätzen (VII ZR
420/2000 6. Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der
Auftraggeber nicht pauschal den Einwand mangelnder Prüfbarkeit der
Schlussrechnung erheben, wenn sein Planungsbüro die Schlussrechnung des
Auftragnehmers über erbrachte Leistungen geprüft und als prüfbar bezeichnet hat
(VII ZR 168/2000 22. November 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Ehe
zwischen einer 1914 geborenen Frau und einem 1970 geborenen Mann nicht schon
dann gescheitert, wenn die Ehefrau infolge Demenz nicht mehr das Bewusstsein
hat, in einer Ehe zu leben (XII ZR 247/2000 7. November 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands handelt eine bei
längerer Abwesenheit ihren beiden minderjährigen, im Reifeprozess hinreichend
fortgeschrittenen Töchtern den Auftrag zur täglichen Öffnung, Lesung und
allenfallsigen Übermittlung der eingehenden Post erteilende Prozesspartei nicht
schuldhaft (VIII ZB 8/2001 6. Juni 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist das
Normenkontrollgericht nicht verpflichtet, jeden von mehreren geltend gemachten
Rechtsfehlern zu ermitteln, wenn es einen Rechtsfehler als durchgreifend
ansieht (4 BN 21/2001 20. Juni 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann die
fehlende Zustimmung des Betriebsrats zu einer Einstellung eines Arbeitnehmers
für diesen grundsätzlich nur dann ein Leistungsverweigerungsrecht begründen,
wenn der Betriebsrat sich darauf beruft und die Aufhebung der Einstellung
verlangt (1 AZR 580/1999 5. April 2001).
Nach einer Entscheidung des Landesverfassungsgerichtshofs Nordrhein-Westfalen
kann sich eine politische Partei vor dem Verfassungsgerichtshof nur durch einen
zugelassenen Rechtsanwalt, einen Rechtslehrer an einer deutschen Hochschule
oder eine als Beistand vom Verfassungsgerichtshof besonders zugelassene Person
vertreten lassen oder durch einen satzungsmäßigen Vertreter oder den Vorstand
handeln (VerfGH 32/2000 28. August 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg ist bei einer
Tankstelle Inhaber des Hausrechts der Eigentümer oder Pächter und muss die
nachträgliche Billigung eines unwirksamen Strafantrags (eines Angestellten)
durch den Antragsberechtigten nach außen deutlich erkennbar sein (1 Ss 16/2001
25. Juli 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main bedarf die Einwilligung
des Betreuers eines irreversibel hirngeschädigten Betroffenen in den Abbruch
der Ernährung durch eine PEG-Magensonde der Genehmigung des
Vormundschaftsgerichts, wobei bei Nichtaufklärbarkeit hinsichtlich einer
mutmaßlichen Einwilligung des Betroffenen die Genehmigung zu versagen ist (20 W
419/2001 20. November 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe/Freiburg bedarf die
Einwilligung des Betreuers eines nicht mehr entscheidungsfähigen, volljährigen,
im Wachkoma ohne feststellbaren mutmaßlichen Willen befindlichen Betroffenen in
den Abbruch der künstlichen Ernährung mittels PEG-Sonde der Genehmigung des
Vormundschaftsgerichts (19 Wx 21/2001 29. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Magdeburg ist bei einer
Klage gegen einen behördlichen Bescheid, mit dem nach Widerruf eines
Zuwendungsbescheids neben der Rückzahlung eines Darlehens eine Zinsforderung
durch Verwaltungsakt auf öffentlichrechtlicher Grundlage geltend gemacht wird,
der Rechtsweg zu den Verwaltungsgerichten eröffnet (1 L 45/2001 2. August
2001).
Nach einer Entscheidung
des Oberverwaltungsgerichts Münster haftet ein in den Nachlass gefallenes
Vermögen für die rechtmäßig innerhalb eines Zeitraums von zehn Jahren vor dem Erbfall
geleistete Hilfe, die vor dem Erwerb des Vermögens durch den Hilfeempfänger
gewährt worden ist, und führt das Erlöschen des Anspruchs nach § 92c IV 1 BSHG
infolge Fristablaufs gegenüber einem Miterben nicht zum Erlöschen des Anspruchs
gegenüber den weiteren als
Gesamtschuldner haftenden Miterben (22 A 2695/1999 20. Februar 2001).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Aschaffenburg ist das
Insolvenzverfahren über das Vermögen von M + S Elektronik eröffnet.
2002-03-02 Nach einer
Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist die ordentliche
Kündigung während eines befristeten Arbeitsverhältnisses grundsätzlich
ausgeschlossen, kann als Möglichkeit aber vereinbart werden (2 AZR 88/2000 4.
Juli 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundespatentgerichts Deutschlands ist ein Muster in
der Form eines Abbildungen von Eurobanknoten enthaltenden Schlüsselanhängers
nicht rechtswidrig (10 W [pat] 02/2000 8. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg erfasst die
Nichtigkeit einer Treuhändervollmacht auch die Erklärung über die Unterwerfung
unter die sofortige Zwangsvollstreckung (11 U 202/2001 15. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs ist die Ausführung von
Sprengstoffanschlägen in Mietnachbarschaft bei beständigem Objektschutz kein
Kündigungsrechtfertigungsgrund für einen langfristigen Mietvertrag ([22 U
2401/1998 11. Juni 1999] XII ZR 187/1999 7. November 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main hat ein durch
unerwünschte Veröffentlichung seiner Telefonnummer Verletzter keinen Anspruch
auf eine strafbewehrte Unterlassungserklärung des
Telekommunikationsunternehmens zwecks Vermeidung einer Wiederholungsgefahr (23
U 140/2001 7. November 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main besteht bei
Nichtaufklärung über eine vertragszweckgefährdende gemeindliche Planung durch
den wissenden Vertreter eines verkaufenden Landes ein Anfechtungsrecht wegen
arglistiger Täuschung und ein Anspruch auf Befreiung von den Verpflichtungen
aus dem Grundstückskaufvertrag aus culpa in contrahendo (17 U 143/1999 7.
Februar 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm entsteht durch eine Bitte
der Eltern eines Spielsüchtigen, die Aufhebung einer Selbstsperre nicht zu
beachten, keine Rechtspflicht der Spielbank, den Spielsüchtigen nicht zum
Spielen in der Spielbank zuzulassen, weil sie für den Schutz des Spielsüchtigen
und seiner Eltern nicht verantwortlich ist (22 U 39/2001 30. August 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München ist die Durchführung
einer offensichtlich unzureichend bevorrateten Verkaufsaktion
wettbewerbsrechtswidrig (6 U 3233/2001 25. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Saarbrücken ist ein Lenken eines
Kraftfahrzeugs mit einem Blutalkoholwert von 1,43 Promille nicht deshalb ohne
Einfluss auf den Versicherungsfall, weil der Beifahrer unversehens auf die
Innenseite des Schenkels der Fahrerin greift (5 U 276/2001-20 14. November
2001).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Nürnberg ist eine Klage
demnächst zugestellt, wenn dem Kläger eine Verspätung von nur elf von insgesamt
60 Verspätungstagen angelastet werden kann, und ist eine gegen die Regierung
von Unterfranken gerichtete Kündigungsschutzklage zu berichtigen (7 Ta 163/2001
8. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Darmstadt handelt der an die
Verfügungsbefugnis des verleasenden Vertragshändlers ohne Briefvorlage
glaubende Kunde nicht grob fahrlässig (8 O 490/2000 30. August 2001).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I kann bei Anspielung auf eine
inhaltlich und kompositorisch gleichartige Werbekampagne eines bekannten
Sportlers ein bereicherungsrechtlicher Anspruch auf Zahlung einer angemessenen
Vergütung bestehen (7 O 24325/2000 21. Juni 2000).
Verträge am Bau nach der Schuldrechtsreform, hg. v. Wirth, Axel/Sienz,
Christian/Englert, Klaus, 2002
Luthin, H., Handbuch des Unterhaltsrechts, 9. A. 2002
Ferid/Firsching/Dörner/Hausmann, Internationales Erbrecht (Lbl.), 46. A. 2002
Schaub, Günter, Arbeitsrecht von A-Z, 16. A. 2001
Arbeitsrecht, hg. v. Nipperdey, Hans, 65. A. 2002
Stollmann, Frank, Öffentliches Baurecht, 2. A: 2002
Steuerrichtlinien, 104. A. 2002
Sozialgesetzbuch, hg. v. Schulin, Bertram, 28. A. 2002
Thomas, Heinz/Putzo,
Hans, ZPO, 24. A. 2002
Österreichische Gesetze, hg. v. Bydlinski, Franz, 28. A. 2002
In Deutschland beträgt die Zahl der Richter 20880, der Staatsanwälte 5044, der
Amtsanwälte 974, der Rechtspfleger 14025, der Anwaltsnotare 8896, der Nurnotare
1665, der Rechtsanwälte 110367, der Amtsgerichte 685, der Landgerichte 116, der
Oberlandesgerichte 24, der Verwaltungsgerichte 52, der Oberverwaltungsgerichte
16, der Finanzgerichte 19, der Arbeitsgerichte 123, der Landesarbeitsgerichte
19, der Sozialgerichte 69 und der Landessozialgerichte 16.
2002-03-01 Nach einer
Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs muss die Europäische Union eine
Geldstrafe von 60 Millionen Euro an Kvaerner Asa Oslo zurückzahlen, weil die
Quotenbeschränkung nur im Durchschnitt der Jahre eingehalten werden muss.
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands werden bei der
Härteregelung der gesetzlichen Krankenversicherung Zuzahlungen anderer
Versicherungssysteme (z. B. Privatversicherung, Beihilfe) nicht angerechnet (B
1 KR 20/2000 R).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen dürfen
Moslems nicht ohne Einwilligung ihres Arbeitgebers zusätzliche Gebetspausen
während der Arbeitszeit einlegen (5 Sa 1782/2001).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Frankfurt am Main darf der
Arbeitgeber eine Lohnerhöhung mit einem übertariflichen Gehalt verrechnen (7 Ca
207/2001).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Frankfurt am Main ist eine mit der
Behauptung, ein Anlageberater komme bei kapitalkräftigen Kunden nicht an,
begründete Kündigung durch eine Bank gegenstandslos (7 Ca 1673/2001).
Der Bundesrat Deutschlands wählt Jürgen Papier zum Präsidenten des
Bundesverfassungsgerichts und Winfried Hassemer zum Vizepräsidenten.
Der Ministerrat der Europäischen Union beschließt einen besseren Schutz
Jugendlicher und Kinder vor pornographischen und gewaltverherrlichenden Video-
und Computerspielen durch Kennzeichnung.
Der Bundestag Deutschlands beschließt das Einwanderungsgesetz (320 ja, 225
nein, 41 Enthaltungen).
Der Bundesrat Deutschlands stimmt der Änderung des § 613a BGB zu (Unterrichtung
der Arbeitnehmer bei Verkauf, Fusion oder Betriebsstättenauslagerung des
Unternehmens).
Der Bundesrat Deutschlands stimmt der Förderung von Kraftwerken auf der
Grundlage der Kraft-Wärme-Kopplung zu.
Der Bundesrat Deutschlands stimmt der Urheberrechtsreform zu.
Der Bundesrat Deutschlands stimmt der Melderechtsreform zu (Anmeldung über
Internet ohne Abmeldung am vorherigen Wohnort unter der Voraussetzung flächendeckender
Verbreitung der elektronischen Signatur).
Der Bundesrat Deutschlands stimmt der Änderung der Versicherungsbilanzregeln
zu.
Der Bundestag Deutschlands beschließt die Reform der Bundesbank (achtköpfiger
Vorstand, neun Landeszentralbanken als weisungsabhängige Hauptverwaltungen) und
die Neuorganisation der Finanzmarktaufsicht. (Allfinanzaufsicht unter
Zusammenlegung der Aufsichtsämter für Versicherungen, Wertpapierhandel und
Kreditwesen).
Die Regierung Deutschlands erlangt von Medianet GmbH die Rechte an der
Internetadresse www.deutschland.de.
Das Amtsgericht Düsseldorf eröffnet das Insolvenzverfahren über das Vermögen
der Kaufring AG.
Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf führt ein Ermittlungsverfahren wegen Untreue
bei Klöckner & Co AG.
Carlsberg und Heineken stehen unter dem Verdacht verbotener
Marktaufteilungsabsprache.
Hubert Schmid 20. Juni 1924-1. März 2002.
In veritate libertas! Ceterum censeo corruptionem
esse delendam! Faustus felixque veridicus!
In der Wahrheit die Freiheit! Im übrigen bin ich
dafür, die Verderbnis zu beseitigen! Glücklich, wer die Wahrheit auf seiner
Seite hat!