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o. Univ.-Prof. Dr. Gerhard Köbler |
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Universität Innsbruck |
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Tel.: +43-512/507-8050 Fax: +43-512/507-2826 |
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Gerhard.Koebler@uibk.ac.at |
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OLAF ist einsame Spitze im Kampf gegen arme Lügner, dumme Schmierer, üble Fälscher, arge Betrüger und ihr kollusives Umfeld.
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Im Milleniumsspiel lautet die Millionenfrage
Darf ein ordentlicher Universitätsprofessor sich seine
Fakultät als Zentrum integrativer europäischer Legistik wünschen?
Darf ein ordentlicher Universitätsprofessor Inzucht, Betrug und Korruption
dankend ablehnen?
Darf ein ordentlicher Universitätsprofessor Internationalität durch interlex
fördern?
Warum gibt es
nicht mehr solche Professoren?
Was ist
Wann wird auch in den Sümpfen Recht
gegen Unrecht siegen?
Wo ergaunern gerissene Ganoven
gemeinschädliche Gefälligkeitsnetzwerke?
Wie teilen Lügner und Konsorten
selbstbedienend und betrügend?
Warum verliert eine Fakultät mit
schlechten Noten das Gesicht?
2001-12-31
Deutsche Mark, Franc, Lira, Gulden, belgischer Franc, luxemburgischer Franc,
Peseta, Escudo, Drachme, Finnmark, irisches Pfund und Schilling verlieren ihre
Gültigkeit als alleiniges amtliches Zahlungsmittel in Deutschland, Frankreich,
Italien, den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Spanien, Portugal, Griechenland,
Finnland, Irland und Österreich.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann tagesgleicher
Handel mit Wertpapieren als Wette rechtlich unverbindlich sein (§ 764 BGB).
In Deutschland sind 53,3 Millionen Kraftfahrzeuge zugelassen.
Stiftungsrecht in Europa, hg. v. Hopt, Klaus u. a., 2001
Rumke, Hans-Georg/Galdia, Wolfgang/Stuhlmann, Wolfgang/Schmitz, Michael,
Aufhebungsvereinbarungen und Abfindungen, 2001
Rechtshandbuch Immobilien (Lbl.), hg. v. Koeble, Wolfgang u. a., 2001
Kanzleiter, Rainer, Vereinbarungen unter Ehegatten, 6. A. 2001
Waldner, Wolfram, GbR, OHG, KG, 5. A. 2001
Scheffler, Eberhard, Bilanzen richtig lesen, 5. A. 2001
Schildbach, Thomas, Der Konzernabschluss, 6. A. 2001
Elster, Nico, Europäisches Kapitalmarktrecht, 2002
Weitnauer, Wolfgang, Handbuch Venture Capital, 2. A. 2001
Homann, Hans-Jürgen, Praxishandbuch Filmrecht, 2001
Schulte, Rainer, Patentgesetz mit Europäischen Patentübereinkommen, 6. A. 2001
Wolters, Gereon/Gubitz, Michael, Strafrecht im Assessorexamen, 2. A. 2001
2001-12-30
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs muss der Europäische Rat
der Öffentlichkeit (bzw. Heidi Hautala) einen möglichst umfassenden Zugang zu
den Dokumenten in seinem Besitz gewähren (6. Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands darf sich
eine Gemeinde bei einer zulässigen in mehreren zeitlich zusammenhängenden
Teilschritten vollzogenen freiwilligen Baulandumlegung nicht einen den
Umständen nach unangemessen hohen Geldbetrag als Vorteilsausgleich nach § 58 I
2 BauGB versprechen lassen (4 B 24/2001 17. Juli 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands endet bei Fehlen
eines die Stilllegung eines Betriebs überdauernden Regelungsbedarfs mit der
tatsächlichen Stilllegung des Betriebs und der darauf bezogenen Beendigung der
Arbeitsverhältnisse der Betriebsratsmitglieder das
betriebsverfassungsrechtliche Rechtsverhältnis der Betriebsparteien (1 ABR
52/2000 14. August 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist bei Herstellung
eines Gebäudes mit Wohnflächen und Gewerbeflächen die Aufteilung der
Vorsteuerbeträge durch den Unternehmer nach dem Verhältnis der Ausgangsumsätze
sachgerecht (V R 52/2000 17. August 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann die
Familienkasse die vorläufige Festsetzung des Kindesgelds in einem
bestandskräftigen Kindergeldbescheid aufheben (VI R 122/1999 1. August 2001).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin kann eine Prokura nicht an
eine juristische Person erteilt werden (1 E 6157/2000 23. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle kann die Vergütung eines
vorläufigen Insolvenzverwalters bei einer Verfahrensdauer von nur fünf Tagen
von 25 Prozent auf 15 Prozent herabgesetzt werden (2 W 92/2001 25. September
2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle begründet eine
zweimonatige Dauer einer vorläufigen Insolvenzverwaltung noch keine
Heraufsetzung der Vergütung (2 W 53/2001 17. September 2001).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin kann der den Mietvertrag nicht
unterschreibende Ehegatte des Mieters durch nachträgliche rechtsgeschäftliche
Erklärungen im Verhältnis zum Vermieter Mitmieter werden und besteht bei Ablauf
der vereinbarten Fristen für Schönheitsreparaturen eine Vermutung für die
Notwendigkeit ihrer Ausführung (64 S 232/2000 24. August 2001).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Darmstadt steht bei fehlendem
Mietkautionsanlagenachweis des Vermieters dem Mieter ein
Mietzurückbehaltungsrecht nur zu, wenn das Mietverhältnis demnächst endet und
dem Mieter der Verlust der Kaution wegen Vermögenslosigkeit des Vermieters droht
(6 S 282/2001 8. November 2001).
Die Europäische Kommission klagt vor dem Europäischen Gerichtshof gegen
Deutschland wegen Diskriminierung ausländischer Wettbewerber durch das
Zwangspfand auf Flaschen.
In Einzelfällen sollen Anträge ehemaliger Zwangsarbeiter auf Entschädigung auch
nach dem 31. Dezember 2001 zulässig sein.
2001-12-29
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf der als
Unternehmer tätige Nießbraucher eines landwirtschaftlichen Hofs einzelne
Betriebszweige aufgeben (V ZR 264/2000 2. November 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist das
Rücktrittsrecht eines Lizenznehmers an Fotomaterial und Drehbüchern für eine
Fernsehserie über die Bibel nicht bereits nach einem Jahr Nichtausübung verwirkt
(I ZR 91/1999 18. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München ist das Verbot der
Verwendung von Daten aus entgeltlich für Kunden hergestellten Marktstudien
eines Marktforschungsunternehmens in einer Fachzeitschrift nach Erschöpfung des
urheberrechtlichen Verbreitungsrechts wegen der Zulässigkeit der Nutzung
unwesentlicher Teile einer Datenbank unwirksam (29 U 2530/2001 25. Oktober
2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann eine
Gesellschaft des bürgerlichen Rechts als Verbraucher zu behandeln sein (XI ZR
63/2001 23. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands können in einer
Versorgungsausgleichsfolgesache im Verfahren der weiteren Beschwerde nach
Erlass der angefochtenen Entscheidung eingetretene Umstände zu berücksichtigen
sein, wenn die zugrundeliegenden Tatsachen als feststehend angesehen werden
können. (XII ZB 161/1997 17. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin wirkt im Bereich der
Gewerberaummiete die nach § 123 BGB erklärte Anfechtung ex tunc (8 U 1086/2000
4. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf muss der gewerbliche
Vermieter weder den bürgenden Vormieter über einen Mietrückstand des Mieters
unterrichten noch zum Schutz des Vormieters den Mietvertrag mit dem Nachmieter
wegen Mietrückstands kündigen (10 U 116/2000 25. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz bleibt der durch
gerichtliche Entscheidung zur elterlichen Sorge berechtigte Elternteil eines
Kinds auch nach Obhutswechsel für Unterhaltsklagen prozessführungsbefugt und
vertretungsbefugt und besteht kein Rechtsschutzinteresse für eine negative
Feststellungsklage gegen eine bestehende einstweilige Anordnung auf Zahlung von
Kindesunterhalt, wenn der Sorgerechtsinhaber erklärt, keine Rechte aus dem
Titel geltend zu machen, solange sich das Kind bei dem andern Elternteil
aufhält (9 UF 164/2001 19. September 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz bleibt der angemessene
zur Vermögensbildung verwendete und daher nicht für die Lebensführung
verfügbare Teil des Einkommens eines Ehegattenunterhaltspflichtigen bei der
Trennungsunterhaltsbemessung außer Ansatz, weil die ehelichen
Lebensverhältnisse durch ihn nicht geprägt wurden (9 UF 140/2001 19. September
2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz sind Ehegatten
verpflichtet, sich mögliche Steuerfreibeträge auf der Lohnsteuerkarte eintragen
zu lassen und ist der Wert der Nutzung eines gemeinsamen Hauses auch nach der
Scheidung mit der ersparten ortsüblichen Miete für eine dem ehelichen
Lebensstandard entsprechende angemessene kleinere Wohnung in die
Differenzberechnung einzustellen, wenn dem in dem Haus verbliebenen Ehegatten
eine Untervermietung, der Auszug und eine Vollvermietung oder eine Veräußerung
des Grundstücks nicht zumutbar sind (9 UF 59/2001 19. September 2001).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Osnabrück ist für die
Ehegeschäftsfähigkeit eines Betreuten maßgebend, ob sich die Beeinträchtigung
der Geistesfähigkeit auch auf die mit der Ehe verbundenen Rechte und Pflichten
auswirkt (T 1160/2000 14. Februar 2001).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München genügt der Aufsichtspflichtige
eines 13jährigen Buben seiner Aufsichtspflicht nicht, wenn er Feuerwerkskörper
nur in einer Vorratskammer verstecken lässt statt sie sicher zu verwahren (213
C 20526/2000).
2001-12-28
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine Berufung
nicht deshalb unzulässig, weil in der Berufungsschrift des Wort
Berufungsbeklagter fehlt (VII ZR 65/2001 8. November 2001).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Köln kann ein Urlauber den Reisepreis
um 40 Prozent mindern, wenn sein Gepäck erst einen Tag vor Ende des Urlaubs
angeliefert wird (135 C 347/2000).
Unmittelbar vor der tatsächlichen Einführung ist der Euro 0,88 Dollar wert.
Media Markt zieht das Plakat mit drei Brüsten einer Frau (Mehr drin, als man
glaubt) zurück.
Schott Sebaldus AG verkauft die restlichen 25 Prozent am Gong-Verlag an die
WAZ-Gruppe.
Der Leiter der Übergangsverwaltung der Vereinten Nationen im Kosovo gibt nach
Antritt eines Kindschaftsurlaubs sein Amt auf.
Der Europäische Rat bekämpft 29 Personen (21 Eta-Mitglieder) und 13 Gruppen
wegen terroristischer Zielsetzung.
Österreich
liefert Peter Paul Rainer an Italien aus.
Brainpool AG wird am 11. Januar 2002 aus dem Neuen Markt ausscheiden.
Die insolvente Brokat AG wird am 28. Januar 2002 aus dem Neuen Markt
ausgeschlossen.
Die Zahl der Ermittlungen des Amts für Betrugsbekämpfung der Europäischen Union
ist in den letzten zwei Jahren von 38 auf 92 gestiegen.
2001-12-27
Kaufring AG stellt einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens.
Der internationale Haftbefehl gegen Dieter Holzer ist außer Vollzug gesetzt.
Das zuständige Gericht in Mailand lehnt einen Freispruch Silvio Berlusconis vom
Vorwurf der Bestechung ab.
Die Europäische Kommission verlangt von Österreich die Senkung der Brennermaut.
Es wird eine Einschränkung der Erdölförderung durch die Organisation Erdöl
exportierender Länder erwartet.
Der Leitzins der Europäischen Zentralbank könnte noch auf 2,25 Prozentpunkte
sinken.
Der Yen sinkt auf mehr als 131 Yen pro Dollar.
Adolph Coors kauft Carling von Interbrew für 1,7 Milliarden Dollar.
Bayern München gibt für Michael Ballack rund 100 Millionen DM aus.
Bertelsmann erhöht seine Beteiligung an RTL Group um 22 Prozent auf 89 Prozent.
Die größten Rechtsanwaltskanzleien Deutschlands sind Freshfields Bruckhaus
Deringer (441 Rechtsanwälte), Clifford Chance Pünder (430), Hasche Sigle
Eschenlohr Peltzer Schäfer (288), Linklaters Oppenhoff & Rädler (340),
Andersen Luther (233), Lovells Boesebeck Droste (227), Haarmann Hemmelrath
& Partner (399), Wessing (212), White & Case Feddersen (181) sowie
Hengeler Mueller Rechtsanwälte (180).
Asylanten versuchen vergeblich über den Tunnel unter dem Ärmelkanal von
Frankreich nach England zu fliehen.
2001-12-26
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs begründen die Art. I und
XIII Allgemeines Zoll- und Handelsabkommen 1994 keine Rechte, auf die sich ein
Einzelner vor einem nationalen Gericht unmittelbar berufen kann, um die
Anwendung einer Verordnung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft über
Bananen zu verhindern (C-307/1999 2. Mai 2001).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs darf ein Mitgliedstaat
der Europäischen Union den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und
Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten nicht Rechnung tragen,
wenn er über die Auswahl und Abgrenzung der Gebiete (der
Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) entscheidet, die der Kommission zur Bestimmung
als Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung vorgeschlagen werden sollen
(C-371/1998 7. November 2000).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Sachsens ist jede
einfachrechtliche Bestimmung, die sich nicht auf notwendige und
verhältnismäßige Regelungen zur konkreten Ausgestaltung des exekutiven
Verfahrens eines Volksbegehrens beschränkt oder eine wirkungsvolle gerichtliche
Kontrolle erschwert, verfassungswidrig (Vf. 59-X-2000 15. März 2001).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts bestimmt sich
bei Schäden aus einer internationalen Luftbeförderung der Gerichtsstand
ausschließlich nach dem Warschauer Abkommen zur Vereinheitlichung des Luftprivatrechts
(4 Z AR 138/2000 22. Januar 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg setzt die
Feststellung von Zwangsmaßnahmen im Bereich der freiwilligen Gerichtsbarkeit
stets eine gerichtliche Verfügung voraus und sind in die Rechte Beteiligter
eingreifende Entscheidungen auf dem Gebiet der freiwilligen Gerichtsbarkeit
grundsätzlich zu begründen (9 WF 178/2000 11. Oktober 2000).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Cottbus besteht während des
Zivildiensts kein Anspruch auf Kindergeld (6 K 320/2000 7. März 2001).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Köln besteht ein Anspruch auf
Kindergeld für vor dem Studium berufstätige Studierende erst vom Zeitpunkt des
tatsächlichen Studienbeginns an (2 K 5912/2000 25. April 2001).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Korbach kann das das Umgangsrecht des
andern Elternteils ablehnende und vereitelnde Verhalten des die Ehescheidung
begehrenden Ehegatten die Abweisung des Scheidungsantrags rechtfertigen (7 F
73/1997 19. Januar 2001).
2001-12-25
Brox, Hans, Allgemeiner Teil des BGB, 2001
Brox, Hans, Erbrecht, 19. A. 2001
Wiedemann, Herbert/Fleischer, Holger, Handelsrecht, 7. A. 2001
Frenz, Walter, Öffentliches Recht, 2001
Rohr, Wolfgang, Staatsrecht, 2001
Ipsen, Jörn, Allgemeines Verwaltungsrecht, 2. A. 2001
Musielak,
Hans, Zivilprozessordnung, 3. A. 2002
Tettinger, Peter/Wahrendorf, Volker, Verwaltungsprozessrecht, 2. A. 2001
http://www.jura.uni-goettingen.de/privat/g.spindler
Medien- und Kommunikationsrecht
2001-12-24
Ab 2002 kann bei Streitigkeiten zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat der
vorsitzende Richter eines Arbeitsgerichts allein über die Besetzung der
Einigungsstelle entscheiden, was er in 14 Tagen nach Eingang des Antrags getan
haben soll und in 4 Wochen getan haben muss.
Als Ausgleich für die gesetzlich zugelassene unentgeltliche Nutzung
europäischer Musik in kleinen Gaststätten der Vereinigten Staaten von Amerika wollen
die Vereinigten Staaten von Amerika europäische Musiker finanziell
unterstützen.
Die Deutsche Post AG muss in allen Gemeinden mit mehr als 2000 Einwohnern eine
(eigene) Filiale oder eine (fremde) Agentur und in allen Landkreisen je 80
Quadratkilometern eine stationäre Einrichtung vorhalten sowie die Entfernung
der Angabe der jeweils nächsten Leerungszeit rückgängig machen.
Recht frohe Weihachten.
2001-12-23
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist das
Arbeitnehmerüberlassungsgesetz Deutschlands in dreifacher Hinsicht (Sitz des
Bauunternehmens, Sitz des Arbeitnehmerübernehmers, Zweigniederlassung)
europarechtswidrig (C-493/1999 25. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist Art. 19
IV GG verletzt, wenn über einen am 28. Februar Morgens gestellten Eilantrag auf
vorläufige Außervollzugsetzung einer auf zehn Tage befristeten
Disziplinarmaßnahme im Strafvollzug vom Gericht erst nach Aufhebung der
Maßnahme am 7. März abschlägig entschieden wird (2 BvR 406/2000 21. August
2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
gerichtliche Überprüfung ablehnender Gnadenentscheidungen durch Art. 60 II GG
ausgeschlossen (2 BvR 1039/2001 3. Juli 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein umfassende
Befugnisse im Zusammenhang mit dem Beitritt des Treugebers zu einem
geschlossenen Immobilienfonds einräumender Treuhandvertrag auf die Besorgung
fremder Rechtsangelegenheiten gerichtet, doch hat ein durch eine umfassende
anderweitige Vollmachtserklärung geschützter Darlehensgeber grundsätzlich keine
Veranlassung, einen Verstoß des Treuhandvertrags gegen das
Rechtsberatungsgesetz anzunehmen (XI ZR 321/2000 18. September 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist, wer die
Beseitigung der Folgen aus einer nach widerrechtlicher Drohung (mit sofortiger
Baueinstellung) eingegangenen Verpflichtung (zur Zahlung von Zusatzkosten)
verlangen kann, grundsätzlich nicht dem Einwand des Mitverschuldens ausgesetzt
(VII ZR 415/1999 13. September 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ohne
Beurkundung des Empfangsanwalts über die Entgegennahme einer von Rechtsanwalt
zu Rechtsanwalt zugegangenen einstweiligen Verfügung eine wirksame Vollziehung
einer Unterlassungsverfügung nach § 929 ZPO nicht herbeigeführt (10 KfH O
75/2001 24. Juli 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss für die
Abfindung eines stillen Gesellschafters berücksichtigt werden, ob mit der
Beendigung einer stillen Gesellschaft auch der Betrieb des Unternehmens endet,
wenn der Gesellschaftsvertrag für jede der beiden Möglichkeiten eine
unterschiedliche Vereinbarung enthält (II ZR 205/1999 9. Juli 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands gilt das
Beschlagnahmeverbot auch, soweit der Verteidiger bei Vorbereitung eines
Wiederaufnahmeverfahrens für den Verurteilten als Zeugenbeistand tätig ist (1
StR 198/2001 28. Juni 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands muss die zu Unrecht
in Rechnung gestellte Mehrwertsteuer (im Billigkeitsverfahren nach § 227 AO
1977) berichtigt werden, wenn der Vorsteuerabzug bei dem Leistungsempfänger
rückgängig gemacht worden ist (V R 77/1999 17. Mai 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands setzt die
Berichtigung eines unrichtig oder unberechtigt berechneten Steuerbetrags
voraus, dass das Steueraufkommen nicht gefährdet wird (V R 11/1998 22. März
2001).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Bayerns können sachlich
nicht zusammengehörige Materien nicht in einem einheitlichen Volksbegehren
verfolgt werden (Vf. 112-IX-1999 24. Februar 2000).
Nach einer
Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts ist die Schongrenze des
vom Betreuten für die Vergütung des Betreuers einzusetzenden Vermögens bei 4500
DM (3 Z BR 98/2001 29. Juni 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist ein seine
eigene Zuständigkeit übergehender Verweisungsbeschluss eines Gerichts unwirksam
(21 AR 65/2001 17. August 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart ist für die
Überprüfung einer Presseerklärung der Staatsanwaltschaft und der Polizei über
ein anhängiges Ermittlungsverfahren der Rechtsweg nach den §§ 23ff. EGGVG
eröffnet (4 VAs 3/2001 21. Juni 2001).
Nach einer
Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Kassel kann in einem komplexen
Strafverfahren mit einer umfangreichen Anklage die Verteidigung des
Beschuldigten (Kanther, Wittgenstein, Weyrauch) aus dem Grundsatz des fairen
Verfahrens einen Anspruch darauf haben, einen Arbeitstag vor einer
Pressekonferenz der Staatsanwaltschaft Kenntnis von dem Inhalt der geplanten
Anklage zu erhalten (10 TZ 1734/2001 15. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster ist für die
Entscheidung über die Rechtmäßigkeit einer Verweigerung der Einsicht in
Ermittlungsakten gegenüber einem Vertreter der Presse durch die
Staatsanwaltschaft das Landgericht zuständig, in dessen Bezirk die Staatsanwaltschaft
ihren Sitz hat (4 E 664/2000 15. November 2000).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster greift die Vergabe
des Umweltzeichens Blauer Engel nicht in die Berufsfreiheit eines Grundstoffe
für nicht gekennzeichnete Geräte herstellenden und vertreibenden Unternehmers
ein (4 A 2560/2000 23. März 2001).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin ist für Streitigkeiten
wegen der Erteilung einer behördlichen Auskunft über den Gegenstand
strafrechtlicher Ermittlungsverfahren gemäß § 4 I BerlPresseG der
Verwaltungsrechtsweg gegeben (27 A 262/2000 5. Oktober 2000).
2001-12-22
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
Vergütung für die Betreuung mittelloser Betreuter durch Betreuungsvereine
seitens des Gerichts unter Berücksichtigung der Betreuung durch qualifizierte
Betreuer festzulegen (1 BvR 325/1994 7. November 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist es nicht
Ziel des Gebots des rechtlichen Gehörs, Verfahrensbeteiligten Zeit zur
Schaffung veränderter Tatsachen (z. B. Erfüllung einer Forderung) und zur
dadurch erreichbaren Beeinflussung der Entscheidung zu ihren Gunsten zu geben
(2 BvR 1338/2001 30. September 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
ungleiche Behandlung von durch nahestehende Menschen gepflegte Pflegebedürftige
gegenüber von besondern Pflegekräften gepflegten Pflegebedürftigen keine
Verletzung des Gleichheitsgrundsatzs (1 BvR 1791/1994 20. September 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands begründet ein von
einem Arbeitnehmer im Arbeitsverhältnis für den Arbeitgeber entwickeltes
Computerprogramm eine Vorzugsstellung nicht schon deswegen, weil dem
Arbeitgeber ein alleiniges Nutzungsrecht zusteht und eine Nachschöpfung aus
tatsächlichen Gründen ausscheidet (X ZR 72/1998 23. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann die
Vertragsübernahme durch einen Dritten unter § 17 KO fallen (IX ZR 493/2000 18.
Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands können in einem
Verfahren der weitern Beschwerde einer Versorgungsausgleichsfolgesache
nachträglich eingetretene Umstände berücksichtigt werden, wenn keine
schützenswerten Belange einer Partei entgegenstehen (XII B 161/1997 17. Oktober
2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands begründet der
Pflichtteilsrechtsverzicht der als Vorerbin eingesetzten Ehefrau des Erblassers
keine Pflichtteilsergänzungsansprüche nach der Ehefrau (IV ZR 198/2000 26.
September 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands können
Einzelmerkmale einer Voranmeldung und einer Patentanmeldung nicht in ein und
demselben Patentanspruch mit unterschiedlicher Priorität miteinander kombiniert
werden (X ZR 168/1998 11. September 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist der
Gleichheitssatz nicht dadurch verletzt, dass ein Tarifvertrag eine Verbesserung
eines neuen Vergütungstarifsvertrags nicht auch den bereits nach einem frühern
Vergütungstarifvertrag zu Flugkapitänen beförderten Mitarbeitern gewährt (4 AZR
762/2000 29. November 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind Einkünfte eines
Kinds aus nichtselbständiger Arbeit der Überschuss der Einnahmen über die
Werbungskosten (VI R 16/2000 24. August 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg ist in einem
Insolvenzverfahren die weitere Beschwerde mit der Begründung der Verletzung des
rechtlichen Gehörs grundsätzlich zuzulassen und ist eine Beschwerde des
Schuldners begründet, wenn er vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens seinen
Antrag auf Eröffnung wirksam zurückgenommen hat (8 W 165/2001 16. Juli 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm sind Forderungspfändung und
nachfolgende Zahlung des Drittschuldners zwei selbständige anfechtbare
Rechtshandlungen und ist für die Anfechtung der Pfändung einer künftigen
Forderung der Zeitpunkt der Entstehung der Forderung maßgeblich (27 U 224/2000
7. Juni 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Jena sind statische Anrechte des
Versorgungsausgleichs am Ende der Ehezeit in dynamische Rentenrechte mit dem
Rentenwert West umzurechnen (1 UF 122/2000 17. Juli 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Zweibrücken kann die bei einem
schuldrechtlichen Versorgungsausgleich zu zahlende Ausgleichsrente auch als
prozentualer Anteil an einer Gesamtbetriebsrente des Ausgleichsverpflichteten
festgelegt werden (2 UF 104/2001 3. September 2001).
In Afghanistan nimmt eine Übergangsregierung ihre Tätigkeit auf.
Das deutsche Bundesrecht (CD-ROM), 2001
Schönfelder, H., Deutsche Gesetze, 2002
Däubler, Wolfgang, BGB kompakt, 2002
Die
Eigentumswohnung, hg. v. Deckert, Wolf, 2001
Groß, Wolfgang, Kapitalmarktrecht, 2. A.
2002
Hansen, Jessica/Kelber, Markus/Zeißig, Rolf,
Neues Arbeitsrecht, 2002
Rundfunkrecht, hg. v. Vesting, Thomas/Hahn,
Rüdiger, 2002
Ausfuhrrecht, hg. v. Hohmann, Harald/John, Klaus, 2002
Briel, Olaf v./Ehlscheid, Dirk, Steuerstrafrecht,
2. A. 2001
Günther/Hein, Familiensachen in der
Anwaltspraxis, 2. A. 2002
Zietsch,
Udo/Roschmann, Kristin, Die Regelungen des vorprozessualen Güteverfahrens, NJW
2001, Heft 51, Beilage 3*
Gogger, Martin, Insolvenzgläubiger-Handbuch, 2002
Sims, Vanessa, English law and terminology, 2001
EG-Verkehrsrecht (Lbl.), hg. v. Frohnmeyer,
Albrecht/Mückenhausen, Peter, 2001
Fischer, Hans Georg, Europarecht, 3. A. 2001
Guide to Legal Studies in Europe 2000/01, hg. v.
The European Law Student's Association, 2001
2001-12-21 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein Rechtsanwalt einen Mandanten über die
Wirkungen eines vom Streitgegner vorbereiteten Abfindungsvergleichs nach
sorgfältiger Prüfung sorgfältig aufklären (IX ZR 64/2001 8. November 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands können Umzugskosten
als Werbungskosten von den Einkünften abgezogen werden, wenn durch den Umzug
die Fahrtzeit zur Arbeitsstelle deutlich verkürzt wird (VI R 189/1997 23. März
2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg ist die Werbeaussage „X
woanders kaufen ist blöd“ wettbewerbswidrig (3 U 39/2001 25. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg ist Ronald Schill trotz für
unwahr gehaltener Aussage nicht der Rechtsbeugung überführt.
Slobodan Milosevic klagt vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte
gegen die Niederlande wegen Verletzung der Rechte auf Freiheit und Sicherheit,
auf ein faires Verfahren, auf Meinungsfreiheit, auf effektiven Rechtsschutz und
auf Nichtdiskriminierung.
Ingrid Biedenkopf muss vor dem Paunsdorf-Untersuchungsausschuss in Sachsen
aussagen.
Christoph Daum gesteht vor dem Landgericht Koblenz freiwilligen Kokainkonsum
auf Grund einer persönlichen Krise in der Weihnachtszeit 1998 und von Sommer
1999 bis März 2000.
Die Verbraucherpreise in Deutschland sind 2001 um voraussichtlich 2,5 Prozent
gestiegen.
Westdeutsche Landesbank und Stadtsparkasse Düsseldorf geben LTU Darlehen zur
Vermeidung der Insolvenz.
Die deutsche Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft und die Stiftung
für polnisch-deutsche Aussöhnung einigen sich auf den Ausgleich der
Umtauschverluste von etwa 100 Millionen DM durch Zinserträge.
Australien zwingt ein Flüchtlingsschiff aus Indonesien zur Umkehr.
Die Vereinigten Staaten von Amerika wollen die Hinterbliebenen jedes der etwa
3200 Opfer des Attentats vom 11. September 2001 mit 1,65 Millionen Dollar
entschädigen.
Franz Heubl gestorben.
2001-12-20 Der Bundesrat Deutschlands
billigt das Unternehmensteuerfortentwicklungsgesetz.
Der Bundesrat Deutschlands billigt das Haushaltsgesetz 2002 (247,5 Milliarden
Euro, davon 21,1 Milliarden Euro Neuverschuldung).
Der Bundesrat Deutschlands billigt das Solidarpaktfortführungsgesetz.
Der Bundesrat Deutschlands billigt drei Verordnungen zu den neuen Pensionsfonds
für die betriebliche Altersvorsorge.
Der Bundesrat Deutschlands billigt die Verbesserung der
Bundesausbildungsförderung für Teilnehmer an beruflichen
Aufstiegsfortbildungen.
Der Bundesrat Deutschlands billigt das Terrorismusbekämpfungsgesetz
(Erweiterung der Rechte der Geheimdienste, des Bundeskriminalamts und des
Bundesgrenzschutzs, Verschärfung des Ausländerrechts, Aufnahme biometrischer
Daten in Ausweispapiere).
Das Bundeskartellamt Deutschlands billigt die Übernahme von RWE/Dea Mineralöl
durch Shell und von Veba-Oel (Aral) durch BP unter Auflagen.
Der Bundesrat Deutschlands billigt die Erweiterung des
Zeugnisverweigerungsrechts für Journalisten auf selbstrecherchierte
Materialien.
Die durch den Anschlag auf das noch bis jetzt im Untergrund brennende World
Trade CenterWorld Trade Center entstandene Schaden wird auf 90 Milliarden
Dollar geschätzt.
Die Europäische Union will zur Gewinnung der Zustimmung Österreichs zur
Neuaufnahme weiterer Mitgliedsländer das Transitabkommen mit Österreich unter
Aufgabe der Umfangsbeschränkungen um drei bis fünf Jahre verlängern.
Die Europäische Kommission verhängt 314 Millionen Euro Bußgeld gegen
Spezialpapierhersteller wegen wettbewerbswidriger Absprachen.
Klaus Hardraht 60.
2001-12-19
Nach einer
Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ist die
Beschwerde jugoslawischer Bürger wegen der Bombardierung eines serbischen
Rundfunksenders durch die Nordatlantische Verteidigungsorganisation im
Kosovokrieg wegen Unanwendbarkeit der Menschenrechtskonvention auf diesen
Vorgang unzulässig.
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands kann die
Zusammenkettung von Demonstranten infolge der dadurch geschaffenen physischen
Barriere (vor dem Tor einer Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf) je nach
den Umständen des Einzelfalls als Nötigung strafbar sein.
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands kann die
Blockade der Autobahn (bei Basel) durch Fahrzeuge zwecks Verhinderung der
Abschiebung je nach den Umständen als Nötigung strafbar sein.
Nach Entscheidungen des Landgerichts Frankfurt am Main sind sechs Eilanträge
von Letsbuyit.com, GfN, WizCom Technology, NSE Software, InfoGenie und e. Multi
Digitae Dienste gegen den Ausschluss vom Neuen Markt durch die Deutsche Börse
abgelehnt, doch soll die Deutsche Börse ihr entsprechendes Regelwerk ändern.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Wiesbaden muss ein Polizist die an
seinem Haus vor dem Schlafzimmer seines Nachbarn brennende Glühlampenbirne
nachts löschen.
Nach einer Entscheidung des Kassationshofs der Türkei darf eine
nichtmuslimische Minderheit weder Vermögen erwerben noch als Schenkung oder
Erbschaft annehmen.
Nach einer Entscheidung eines Bundesrichters in Philadelphia sind die
Geschworenen bei der Verurteilung Mumia Abu-Jamals zur Todesstrafe wegen Mords
an einem Polizisten 1982 nicht ausreichend über die Berücksichtigung
strafmildernder Umstände aufgeklärt worden.
Der Bundesrat Deutschlands billigt die Verrechtlichung der Prostitution.
Der Bundesrat Deutschlands billigt die Änderung des Hochschulrahmengesetzes.
Nach Ansicht des Generalbundesanwalts Deutschlands enthalten die aus der
Schweiz übermittelten Leunaakten keine Anhaltspunkte für eine strafbare
Handlung eines deutschen Politikers in Zusammenhang mit dem Verkauf der
Leunaraffinerie an Elf Aquitaine 1992.
Kinowelt Medien AG stellt bei dem Amtsgericht München den Antrag auf Eröffnung
des Insolvenzverfahrens.
Der Betreiber des den ersten Rinderwahnsinnsfall Österreichs aufweisenden
Schlachthofs ist unter dem Verdacht des gewerbsmäßigen Betrugs verhaftet.
Nach einer Entscheidung der Europäischen Kommission soll Österreich wegen der
Europarechtswidrigkeit der Normverbrauchsabgabe vor dem Europäischen
Gerichtshof verklagt werden.
Nach Ansicht der Europäischen Kommission verletzt die Atomnovelle Deutschlands
europäisches Recht.
Deutschland und Finnland tauschen zur Vermeidung von Wahlkampfschwierigkeiten
die Zeiten ihrer jeweiligen Ratspräsidentschaft in der Europäischen Union 2006
bzw. 2007.
Nach einer Entscheidung der Ethikkommission Neuseelands darf eine Frau das Kind
ihres Bruders und seiner Partnerin als Ersatzmutter austragen.
Nach Ansicht des Innsbrucker Vizepräsidenten des Rats für Forschung und
Technologieentwicklung Österreichs ist die Universität ein krankes Unternehmen,
in das nicht 777 Millionen Schilling investiert werden können.
2001-12-18
Nach einer
Entscheidung des Gerichts erster Instanz der europäischen Gemeinschaften ist „das
Prinzip der Bequemlichkeit“ als Gemeinschaftsmarke (für Möbel) durch das
Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt in Alicante einzutragen (T-138/2000 11.
Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der Zusatz CMS
der Rechtsanwaltskanzlei CMS Hasche Sigle Eschenlohr Peltzer Schäfer rechtmäßig
(AnwZ [B] 12/2001 17. Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Mannheim ist Manfred Schmider wegen
bandenmäßigen Betrugs durch Scheingeschäfte mit Horizontalbohrmaschinen
(Flowtex, 4 Milliarden DM Schaden) zu 12 Jahren Gefängnis verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main sind die Beschlüsse
der MG Technologies AG-Hauptversammlung im März 2001 nicht rechtswidrig.
Die Hauptversammlung der Philipp Holzmann AG stimmt dem außergerichtlichen
Vergleich mit frühern Vorstandsmitgliedern und deren Haftpflichtversicherung
zu.
Die Staatsanwaltschaft Berlin eröffnet ein Ermittlungsverfahren gegen Walter
Leisler Kiep wegen des Verdachts uneidlicher Falschaussage.
Das Gesetz über elektronische Register und Justizkosten für Telekommunikation
ist im Wesentlichen am 15. Dezember 2001 in Kraft getreten.
Do & Co (Attila Dogudan) erwirbt die 1786 gegründete K. u.
K.-Hofzuckerbäckerei Demel in Wien.
Jörg Haider will die Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Österreichs, dass
zweisprachige Ortsschilder in Kärnten bereits bei einem Bevölkerungsanteil an
Slowenen von 10 Prozent angebracht werden müssen, politisch mit allen Mitteln
bekämpfen.
Deutschland will zur Stützung der Rüstungsindustrie 73 Flugzeuge des Typs A 400
M für 17 Milliarden DM erwerben.
2001-12-17
Nach einer
Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands hat der einzelne
Abgeordnete (Pofalla) einen verfassungsrechtlich durchsetzbaren Anspruch nur
darauf, dass sich das Parlament bei seiner Entscheidung über die Aufhebung der
Immunität eines Abgeordneten nicht von offensichtlich sachfremden willkürlichen
Erwägungen leiten lässt, weil die Immunitätsvorschriften vornehmlich das
Parlament als Ganzes schützen (2 BvE 2/2000).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln kann bei Berechnung des
Schmerzensgelds von Verkehrsunfallopfern die Leistungsfähigkeit des Täters nur
innerhalb verständiger Grenzen berücksichtigt werden (19 U 202/1998).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt kann der bei
Verletzung eines Kinds durch notwendige Fahrten der Eltern zu Kliniken und
Ärzten eintretende Zeitverlust schmerzensgelderhöhend zu berücksichtigen sein
(24 U 150/1997).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Limburg ist Wolfgang Klenk wegen
Anstiftung zu schwerer Körperverletzung (Ohrabschneiden durch den früheren
Boxer Silvio Meinel) zu sechs Jahren Haft verurteilt und muss auf Grund eines
Vergleichs 1,8 Millionen DM Schadensersatz und 200000 DM Schmerzensgeld zahlen.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln darf Metin Kaplan infolge
unvollständiger Vorlgae der Unterlagen durch die Ausländerbehörde der Stadt
Köln bei dem zuständigen Verwaltungsgericht nicht sofort ausgewiesen werden.
Bayern München verlangt durch einen Rechtsanwalt von Sebastian Kehl Erfüllung
des (behaupteten) Arbeitsvertrags, weil einiges für eine vertragliche
Verpflichtung spricht.
Der Verteidiger Ronald Schills soll nach Ende des Strafverfahrens (wegen Rechtsbeugung)
in der Innenbehörde Hamburgs Staatsrat werden.
Die Deutsche Börse kann Entory übernehmen.
Die von Finnland, Italien, Frankreich und Spanien begehrte Europäische
Lebensmittelbehörde wird (vorläufig) in Brüssel eingerichtet.
Nach einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs Südafrikas muss der Staat die
Embryos schwangerer Aidskranker mit einem Arzneimittel gegen die Übertragung
der Krankheit schützen.
Die Zahl der Hinrichtungen in den Vereinigten Staaten von Amerika wird 2001
etwas niedriger sein als 2000 (bisher 66 gegenüber seinerzeit 85).
Die Unesco vermehrt die 700 Weltkulturerbedenkmäler u. a. um die Altstadt
Wiens, die Stadt Provins, die Bergwerksregion um Falun, die Zeche Zollverein
XII in Essen, die Friedenskirchen von Jauer und Schweidnitz, das
Jungfrau-Aletsch-Bietschhorngebiet und den Neusiedlersee.
2001-12-16
Die Staats-
und Regierungschefs der Mitgliedstaaten der Europäischen Union einigen sich
nicht auf die Verteilung der Sitze wichtiger Einrichtungen auf die
Mitgliedstaaten ausgenommen Eurojust (Den Haag).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands hat bei der
Bestellung eines Pflichtverteidigers das Recht des Beschuldigten auf einen
Anwalt seines Vertrauens grundsätzlich Vorrang (2 BvR 1152/2001 25. September
2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Anordnung
einer DNA-Analyse auch bei früherer Verurteilung wegen Betrugs rechtmäßig und
begründet eine frühere Führungsaufsicht eine negative Prognose (2 Qs 195/2001
10. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss in einem Fall
(wegen Auslieferungsverbots nach Kosovo) stellvertretender deutscher
Strafrechtspflege das Revisionsgericht nach rechtsfehlerfreier Behandlung der
Sache durch den Tatrichter nicht erneut prüfen, ob er Angeklagte nun
ausgeliefert werden kann (1 StR 171/2001 12. Juli 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands umfasst bei
wettbewerbswidrigen Preisabsprachen einer freihändigen Vergabe (am Flughafen
München) der Betrugsschaden die absprachebedingten Preisaufschläge (1 StR
576/2000 11. Juli 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kommt bei
Nichteinhaltung der Vergabebedingungen durch den Auftraggeber ein
Schadensersatzanspruch wegen Verschuldens bei Vertragsschluss in Betracht, doch
ist das Ausschreibungsverfahrens bei fehlerhafter Einleitung oder Durchführung
nicht ohne weiteres aufzuheben (X ZR 150/1999 12. Juni 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs ist eine Werbung „mit Aussagen
wie ...“ sowie mit „die Jubiläumsschnäppchen warten schon“ jedenfalls unter den
Umständen des besondern Einzelfalls wettbewerbswidrig (I ZR 115/1999 7. Juni
2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann bei Fertigstellung
und Übereignung eines Schiffsbauwerks durch den Konkursverwalter des
Werklieferanten der Besteller mit nichtbevorrechtigten Konkursforderungen aus
einem andern Vertrag gegen den bei Konkurseröffnung bereits werthaltigen Teil
der Baulohnforderung aufrechnen (IX ZR 191/1998 22. Februar 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist, wenn die
Prüfung eines hypothetischen Kausalverlaufs ergibt, dass eine nach andern
Vorschriften erforderliche Genehmigung zwar nicht erteilt worden wäre oder
nicht erteilt hätte werden müssen, die Ablehnung aber einen
Entschädigungsanspruch des Eigentümers gegen den Staat ausgelöst hätte, der
hypothetische Entschädigungsbetrag bei der Berechnung des auf der
Amtspflichtverletzung beruhenden Schadens miteinzubeziehen (III ZR 84/2000 7.
Dezember 2000).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands können die von
einem mit der Wertermittlung von Grundstücken beauftragten Gutachterausschuss
wahrzunehmenden Amtspflichten auch zu Gunsten des Antragstellers eines
Genehmigungsverfahrens als eines geschützten Dritten bestehen (III ZR 193/1999
1. Februar 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts sind auch durch Klage auf
Feststellung eines der Höhe nach bestimmten Erstattungsanspruchs ausgelöste
Prozesszinsen auch bei Erstattungsansprüchen zwischen Jugendhilfeträgern und
Sozialhilfeträgern zu entrichten (5 C 34/2000 22. Februar 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands kann, wer in
Erfüllung einer öffentlichrechtlichen Pflicht Bestattungskosten zu tragen hat,
Verpflichteter im Sinn von § 15 BSHG sein (5 C 8/2000 22. Februar 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln sind neben der Betreuung
von sieben und zehn Jahre alten Kindern erzielte Erwerbseinkünfte der Mutter
(aus unzumutbarer Arbeit) um die Kinderbetreuungskosten und einen
Betreuungsbonus zu bereinigen und mit dem verbleibenden Betrag teilweise bei
der Unterhaltsberechnung zu berücksichtigen (14 WF 107/2001 6. August 2001).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim kommt bei
Verwechslung der Telefaxnummern des Erstgerichts und des Berufungsgerichts eine
Wiedereinsetzung in Betracht und ist eine Berufung gegen ein Prozessurteil
zuzulassen, wenn ein tragender Rechtssatz oder eine erhebliche
Tatsachenfeststellung mit schlüssigen Gegenargumenten erschüttert wird (8 ZU
1816/2000 24. April 2001).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim sind
Häckselmaschinen, Traktoren und Mähmaschinen Anlagen, deren Lärmimmissionen
entsprechend der TA Lärm zu beurteilen sind (10 S 2317/1999 8. November 2000).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg darf eine molekulargenetische
Untersuchung einer Spur eines unbekannten Täters nur durch einen Richter angeordnet
werden (631 Qs 56/2000 4. Oktober 2000).
2001-12-15 Die Staats- und
Regierungschefs der Mitgliedstaaten der Europäischen Union einigen sich auf die
Einsetzung eines Verfassungskonvents unter dem Vorsitz Giscards d’Estaing.
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands wird bei nur
allgemeinem Verlangen eines geladenen Zeugen nach terminlicher Abstimmung durch
die gerichtliche Anordnung der gesetzlichen Rechtsfolgen des Nichterscheinens
kein Verfassungsrecht verletzt (2 BvR 911/2000 30. September 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist vor
Erhebung einer Verfassungsbeschwerde gegen das Gesetz über Fernabsatzverträge
vom 27. Juni 2000 durch Versandhandelsunternehmen zunächst durch die Fachgerichte
zu prüfen, wie die Informationspflichten zu verstehen sind und ob die
Rücksendekostenlast zu einer unbilligen Benachteiligung führt (1 BvR 1082/2001
27. August 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein unter
Angabe eines Mindestbetrages ein angemessenes Schmerzensgeld begehrender Kläger
durch Zusprechung des Betrags unter gleichzeitiger Feststellung eines
Mitverschuldens nicht beschwert (VI ZR 356/2000 2. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands wird die Verjährung
der Gewährleistungsansprüche gegen einen Tragwerksplaner wegen Mängel der
Statik nicht allein dadurch gehemmt, dass der Tragwerksplaner an der
Besichtigung der Mangelerscheinungen teilnimmt, und sind die für die Haftung
eines Architekten entwickelten Grundsätze auf einen zur Erstellung der Statik
und Bewehrungskontrolle verpflichteten Tragwerksplaner nur anwendbar, wenn
dieser besondere Betreuungs- und Aufklärungspflichten vereinbart hat (VII ZR
320/2000 27. September 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann sich beim
finanzierten Kauf der Verbraucher auch gegenüber der
Darlehensrückzahlungsforderung der kreditgebenden Bank auf die gegenüber dem
Verkäufer geltende kurze Verjährungsfrist berufen (XI ZR 109/2001 25. September
2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die allgemeine
Geschäftsbedingung eines Bauträgervertrags „Der amtierende Notar wird
angewiesen, den Antrag auf Umschreibung des Eigentums erst dann zu stellen,
wenn der in bar zu entrichtende Kaufpreis ... voll gezahlt ist“ wegen
unangemessener Benachteiligung des Klauselgegners unwirksam und kann der
Erwerber mit einem Schadensersatzanspruch wegen Mängel des
Gemeinschaftseigentums aufrechnen oder den Preis mindern, wenn der Bauträger
durch Verweigerung der Nachbesserung zu erkennen gibt, dass er nicht bereit
ist, an der Durchsetzung der Gewährleistungsansprüche mitzuwirken (VII ZR
420/2000 7. Juni 2001).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin kommt im Rahmen des durch die
zusätzliche Begründung von Versorgungsanwartschaften durchzuführenden
Versorgungsausgleichs die Anordnung von Beitragszahlungen nur bei vom
Familiengericht positiv festzustellender Zumutbarkeit der Bestreitung aus dem
Stamm des Vermögens in Betracht (3 UF 2491/1999 16. Juli 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Jena ist es wettbewerbswidrig,
wenn im Rahmen eines Abonnements die Gewährung einer wirtschaftlich nicht
umschriebenen Treueprämie mit einer zeitlichen Befristung versehen wird, die
den Durchschnittskunden zwecks Erlangung der Treueprämie zu einer
überdurchschnittlich häufigen Inanspruchnahme einer bestimmten Leistung zwingt
(2 U 362/2001 26. September 2001).
Koch,
Frank, Computer-Vertragsrecht, 6. A. 2002
MietG, 35. A. 2002
Olzen, Dirk, Erbrecht, 2001
Eickhoff, Andreas, Die Praxis der Gesellschafterversammlung bei GmbH & Co
KG, 2001
Umwandlungsrecht (Lbl.), hg. v. Widmann, Siegfried/Mayer, Dieter,
Umwandlungsrecht, 2001
Lüdicke, Jochen/Arndt, Jan-Holger/Götz, Gero, Geschlossene Fonds, 2. A.
2002
Feyocki, Hans/Jacobsen, Peter/Lemor Ulf,
Kraftfahrtversicherung, 2. A. 2002
Verwaltungsvorschriften
zum Staatsangehörigkeits- und Ausländerrecht mit einer Einführung v. Renner,
Günter, 2001
Kuß, Horst, Verdingungsordnung für Bauleistungen
(VOB) Teile A und B, 3. A. 2002
Betriebsprüfungshandbuch (Lbl.), hg. v. Blumers,
Wolfgang/Frick, Jörg/Müller, Lutz, 2001
Gottwald, Uwe, Zwangsvollstreckung, 4. A: 2001
Stöber, Kurt,
Die Forderungspfändung, 13. A. 2002
Eckard Rehbinder 65.
Deutscher Mietgerichtstag 2002 1. März 2002-2. März 2002 Westfalenhallen
Goldssal, Rheinlanddamm 200, D 444139 Dortmund, Fax 030/2232346,
anmeldung@mietgerichtstag.de
2001-12-14
In
Frankreich, Irland und den Niederlanden werden die ersten Euromünzen ausgegeben.
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist die 1997
vorgenommene Einschränkung der betrieblichen Altersversorgung durch den
Deutschen Gewerkschaftsbund wegen triftiger betriebswirtschaftlicher Gründe
rechtmäßig (3 AZR 512/2000, 11. Dezember 2001, 3 AZR 513/2001 11. Dezember
2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist eine
Abmahnung eines Arbeitnehmers durch den Arbeitgeber rechtmäßig, wenn der
Arbeitnehmer trotz einer im Arbeitsvertrag vereinbarten Zustimmungspflicht für
Nebentätigkeiten ohne Zustimmung jahrelang eine Nebentätigkeit ausübt (9 AZR
464/2000 11. Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands ist ein bei der
Benachrichtigung der Ehefrau von der Ermordung des Ehemanns und der
anschließenden Besichtigung des Tatorts entstehender Schockschaden noch
unmittelbar durch die Tat verursacht, so dass Ansprüche nach dem
Opferentschädigungsgesetz bestehen (B 9 VG 1/2000 R 7. November 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs ist die Anmietung des häuslichen
Arbeitszimmers eines Arbeitnehmers durch den Arbeitgeber kein steuerpflichtiger
Arbeitslohn, wenn der Arbeitgeber zu gleichen Bedingungen Räume auch von
Nichtarbeitnehmern anmietet (VI R 131/2000 19. Oktober 2001).
Der Bundestag Deutschlands beschließt das Gesetz zur geordneten Beendigung der
Kernenergienutzung, nach dem das letzte Kernkraftwerk Deutschlands seinen
Betrieb gegen 2022 beenden soll.
Der Bundestag Deutschlands beschließt das Arzneimittelsparpaket und das Gesetz
zur Einführung von Fallpauschalen im Krankenhaus.
Nach einer Entscheidung der Europäischen Kommission dürfen Austrian Airlines
mit Lufthansa nach weitreichenden Zugeständnissen an mögliche Wettbewerber
zusammenarbeiten.
Prinz zu Sayn-Wittgenstein verweigert vor dem Untersuchungsausschuss Hessens
zur CDU-Finanzaffäre die Aussage.
Metin
Kaplan erhebt Anfechtungsklage gegen die Ausweisungsverfügung der
Ausländerbehörde Köln.
Jordanien verbessert die Rechtsstellung der Frau dadurch, dass es Männer vor
Eingehung einer Zweitehe zur Unterrichtung der beteiligten Frauen verpflichtet.
http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/eu_politik/wissenswertes/concours2001_html
Mitteilungen des Auswärtigen Amts Deutschlands über
Stellenbesetzungsauswahlverfahren der Europäischen Kommission
Peter E. Pieler 60.
2001-12-13
Nach einer
auf Antrag der Europäischen Kommission ergehenden Entscheidung des Europäischen
Gerichtshofs ist die Nichtbefolgung der Aufhebung des Embargos für Rindfleisch
aus Großbritannien durch Frankreich europarechtswidrig.
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs steht nach europäischem
Recht in der eigenen Wohnung einen Kreditvertrag zur Finanzierung eines
Grundstücksrechtskaufs abschließenden Verbrauchern (der Bayerischen Hypo- und
Vereinsbank AG) ein bei fehlender Belehrung über das bestehende
Widerrufsrecht noch Jahre nach dem
Vertragsabschluss ausübbares Widerrufsrecht zu (C-481/1999).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs darf ein Mitgliedstaat
(Baden-Württemberg bzw. Deutschland) der Europäischen Union die Möglichkeit der
Abfallbeseitigung in einem andern Staat (Belgien) nicht zu Lasten eines
Betroffenen (Daimler Chrysler) von der Voraussetzung vergleichbarer
Umweltvorschriften im Zielland abhängig machen (C-324/1999).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine
Vorlage an den Europäischen Gerichtshof im Verbotsverfahren betreffend die
Nationaldemokratische Partei Deutschlands nicht zulässig, weil eine
verfassungswidrige Partei ihre Sitze im Europäischen Parlament verliert und der
Europäische Gerichtshof nur für Handlungen eines Organs der Europäischen
Gemeinschaften zuständig ist.
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands kann eine
Krankenkasse die Kostenerstattung stationärer Behandlung nicht pauschal
begrenzen, sondern nur im Einzelfall bestreiten (B 3 KR 11/2001 R).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts kann die
Nutzung eines selbständiges Teileigentum bildenden Speicherraums einer
Wohnanlage als Aufbewahrungsort von
Notariatsakten grundsätzlich nicht untersagt werden (2 ZBR 90/2000 14. Februar
2001).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin muss ein in einem schlechten
Zustand befindliche Wohnungstüren mit nicht ohne Schäden abziehbaren Folien
beklebender Mieter einen Neuanstrich ausführen oder bezahlen (64 O 261/2000 27.
Oktober 2000).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin darf der
Verfassungsschutz die Scientologyorganisation in Berlin nicht mehr durch
Vertrauensleute ausspähen, da die bisherige Beobachtung keine weiteren
Anhaltspunkte für verfassungsfeindliche Bestrebungen erbracht hat (VG 27 A
260.1998).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Unabhängigen Verwaltungssenats Tirols
bedürfen mit heißen Höschen und knappen Oberteilen leicht bekleidete
Tänzerinnen in einer Disco auf einem Podest (in Ischgl) keiner Bewilligung nach
dem Veranstaltungsrecht.
Helmut Kohl verweigert vor dem Parteispendenuntersuchungsausschuss des
Bundestags Deutschlands die Nennung der Namen anonymer Spender und die
Vereidigung, doch wagt der Untersuchungsausschuss keine Sanktionen (z. B.
Beugehaft) gegen ihn wegen dieses Verhaltens.
George Walker Bush kündigt das Raketenabwehrsystembegrenzungsabkommen mit
Russland von 1972 wegen wesentlicher neuer Bedrohung durch Schurkenstaaten mit
Raketen.
Die Finanzminister der Mitgliedstaaten der Europäischen Union erzielen nach
Einlenken Österreichs und Luxemburgs eine vorläufige Einigung über eine
gemeinsame Behandlung von Zinseinkünften.
Nach einer Interpretation der Entscheidung (2360/1995) des
Bundesverfassungsgerichts ist die verfassungsrechtliche Zulässigkeit
zwangsweiser Verabreichung von Brechmitteln an Drogenkuriere noch nicht
abschließend geklärt, doch bestehen keine verfassungsrechtlichen Bedenken gegen
mögliche Verletzungen der Menschenwürde oder des Grundsatzes der
Selbstbelastungsfreiheit.
Der Ständerat der Schweiz entscheidet sich für eine Legalisierung des
Hanfverbrauchs (Anbau von Hanf, Vertrieb von Haschisch und Marihuana).
Der Rechtsausschuss des Bundestags Deutschlands entscheidet sich für eine
Abschaffung des Gebührenabschlags Ost für Rechtsanwälte, Gerichte und
Gerichtsvollzieher in Ostberlin (nicht auch in den fünf neuen Bundesländern).
Das Europäische Parlament stimmt dem Haushalt der Europäischen Union für 2002
zu (99 Milliarden Euro, davon 44 Milliarden für Agrarsubventionen und ländliche
Entwicklung, 34 Milliarden für Strukturvorhaben).
Die Dresdner Bank verlängert einen Kredit für die Kirchgruppe in Höhe von 900
Millionen DM.
Rüdiger Wolfrum 60.
2001-12-12
Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann trotz
Verfassungswidrigkeit der Vermögensteuer (ab 1997) wegen Hinterziehung von
Vermögensteuer bestraft werden, wer bis 31. Dezember 1996 Vermögensteuer
hinterzogen hat (5 StR 395/2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm hat unter Verlagerung der Beweislast auf einen seine
ärztlichen Pflichten schwer verletzenden, inzwischen verstorbenen Arzt eine
Frau wegen Brustamputation einen Anspruch auf 250000 DM Schmerzensgeld (3 U
119/2000).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln kann ein betrunken per
Kreditkarte Zahlungsverpflichtungen in Höhe von 18000 DM in einem Lokal
eingehender Bankkunde nicht Rückerstattung des von der Bank an die Gläubiger
gezahlten Betrags von der Bank verlangen.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin hat die zweijährige Tochter
Caroline von Monacos einen Anspruch auf 150000 DM Schmerzensgeld wegen
Verletzung des Persönlichkeitsrechts durch Veröffentlichung von elf Fotografien
in der Zeitschrift Die Aktuelle.
Die Europäische Kommission verhängt rund 12 Millionen Euro Bußgeld gegen sechs
Unternehmen der Zinkphosphatbranche wegen verbotener Absprachen.
Bayern beschließt die Möglichkeit der Anordnung nachträglicher
Sicherungsverwahrung, wenn sich die Gefährlichkeit eines Straftäters erst im
Strafvollzug erweist.
Die Bundesregierung Deutschlands beschließt neue Vorschriften zur
Luftreinhaltung. (u. a. strengere Immissionsgrenzwerte für bestimmte
Schadstoffe).
Der Vermittlungsausschuss des Bundestag und Bundesrats Deutschlands beschließt
eine Abänderung des Gesetzes zur Fortentwicklung der Unternehmensteuer zu Gunsten
kleiner Unternehmen (steuerfreie Reinvestitionsrücklage für Gewinne aus der
Veräußerung von Anteilen an Kapitalgesellschaften bis zu 500000 Euro) und zu
Lasten großer Unternehmen (Abzugsverbot bestimmter Kreditkosten für Kauf von
Anteilen an andern Gesellschaften, Beibehaltung der Grunderwerbsteuer bei
Grundstücksübertragung innerhalb eines Konzerns).
Hamburg will trotz des Tods eines betroffenen Kameruners auch in Zukunft
Brechmittel bei der Verbrechensbekämpfung einsetzen.
Deutschland verbietet die rund 1100 Mitglieder zählende Vereinigung
Kalifatstaat Metin Kaplans wegen aggressiv-kämpferischer Zielsetzung gegen die
verfassungsmäßige Ordnung und gegen den Gedanken der Völkerverständigung.
Nach Ansicht eines Kommentators der Frankfurter Allgemeinen Zeitung muss dem
Übergang Österreichs von der Neutralität zur Allianzfreiheit ein genialer Plan
zu Grunde liegen, da eine Regierung sich vermutlich nicht freiwillig
internationaler Lächerlichkeit aussetzen würde.
2001-12-11
Italien
stimmt trotz der Bedenken Silvio Berlusconis wegen möglicher persönlicher
Betroffenheit der Einführung eines europäischen Haftbefehls bei schweren
Straftaten (u. a. Korruption, Geldwäsche) unter der Bedingung zu, dass er erst
nach Änderungen des Rechts Italiens in Kraft tritt.
Generalanwalt Dámaso Ruiz-Jarabo Colomer hält die Sitztheorie für rechtmäßig,
weil es nicht Aufgabe des Gemeinschaftsgerichts ist, dem nationalen Recht
vorbehaltene Untersuchungen anzustellen.
Nach einem Vergleichsvorschlag des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands soll
Brandenburg das Lehrfach Religion gegenüber dem Lehrfach Lebensgestaltung,
Ethik, Religionskunde aufwerten und sollen dafür die Verfahrensbetreiber ihre
Verfassungsbeschwerden und Anträge zurücknehmen.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind die Urteile in
den Strafverfahren gegen die Hundehalter bzw. Hundeführer Ibrahim K. und Silja
W., deren Hunde Volkan K. tot gebissen hatten, im Ergebnis frei von
Rechtsfehlern.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein
Rechtsanwalt in der Regel für eine Berufungsbegründungsfrist eine Vorfrist
vermerken, um Wiedereinsetzung in den vorigen Stand bei Versäumung der Frist zu
erhalten (VI ZB 43/2001 30. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann die vor Beginn
der mündlichen Verhandlung zum Akteninhalt gewordene Anhörung eines
Sachverständigen bei einer Entscheidung nach Aktenlage verwertet werden (III ZR
43/2001 25. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist durch das
Verbraucherkreditgesetz auch die Gesellschaft des bürgerlichen Rechts geschützt
(XI ZR 63/2001 23. Oktober 2001).
Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main kündigt die Ablehnung des Erlasses
einer von Foris AG beantragten einstweiligen Verfügung auf Aussetzung der
Regeln der Deutschen Börse AG zum Ausschluss von Billigaktien vom Neuen Markt
wegen Fehlens einer tatsächlichen Gefahr des Ausschlusses an.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart ist eine
Haftungsbeschränkung einer Gesellschaft des bürgerlichen Rechts in allgemeinen
Geschäftsbedingungen unwirksam (2 U 138/2001 9. November 2001).
Nach Entscheidungen des Oberverwaltungsgerichts Münster sind die
Gebührenbescheide der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post
Deutschlands für die Zuteilung von Telefonrufnummern an Viag Interkomm,
Vodafone, Isis und Tesion wegen mangelnder Kostenorientierung rechtswidrig (9 A
589/2001, 9 A 673/2001, 9 A 679/2001, 9 A 596/2001, 9 A 670/2001 6. Dezember
2001).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Frankfurt am Main muss bei mehreren
aufeinander folgenden Kündigungen der Betriebsrat jedes einzelne Mal angehört
werden (9 Ca 3428/2001).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz ist der Hinweis „ohne
Gentechnik“ für Reis irreführend, weil kein Reis mit Gentechnik verkauft wird
(5 K 695/2001).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Schweiz sind sechs
Führungskräfte einer Wassersportgruppe wegen des Tods von 21 Extremsportlern
bei Interlaken wegen fahrlässiger Tötung verurteilt.
Die Regierungsfraktionen Deutschlands einigen sich über ein zweites Bündel von
Antiterrormaßnahmen.
Die Europäische Kommission verhängt Bußgelder in Höhe von 100 Millionen Euro
gegen Commerzbank, Dresdner Bank, Bayerische Hypo- und Vereinsbank, Deutsche
Verkehrsbank und Vereins- und Westbank wegen Gebührenabsprachen bei
Sortenumtausch.
Nach einer Entscheidung der Europäischen Kommission sind die Vorschriften
Deutschlands über die Bildung steuerlich begünstigter Rückstellungen für
Stilllegungen und Endlagerung der
Kernkraftwerksbetreiber europarechtlich rechtmäßig.
China ist 143. Mitglied der Welthandelsorganisation.
Der Euro wird voraussichtlich eine bedeutsame Währung in Russland.
Thüringen will gegen das Hochschulrahmengesetz ein Normenkontrollverfahren
anstrengen.
Nach gewaltsamer Verabreichung eines Brechmittels liegt ein 19jähriger, 41
Rauschgiftkugeln verschluckender Kameruner im Koma.
Als größte bekannte Primzahl ist die Zahl 213466917 – 1 von Michael
Cameron entdeckt.
Otto Seidl 70.
2001-12-10 Nach einer Entscheidung des
Landgerichts Würzburg erhält ein seit einer Verletzung durch einen
Motorradfahrer gelähmter und dauerhaft auf Pflege angewiesener
Zweiundzwanzigjähriger 750000 DM Schmerzensgeld und 450000 DM Schadensersatz
(22 O 713/1999).
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Aachen sind die Anfechtungsklagen
gegen den geplanten Braunkohlebergbau Garzweiler II abgewiesen.
Das Bundeskartellamt Deutschlands stimmt der Übernahme der Egon von Ruville
GmbH durch die FAG Kugelfischer AG zu.
Nach einer Entscheidung der Verkehrsminister der Mitgliedstaaten der
Europäischen Union müssen (neue) Kleinlastkraftwagen mit mehr als 3,5 Tonnen
Gesamtgewicht ab 2004 mit einer Vorrichtung ausgerüstet sein, die verhindert,
dass sie dauerhaft schneller als 90 Kilometer pro Stunde fahren, und muss bei
Transport von acht und mehr Menschen in Bussen eine Höchstgeschwindigkeit von
100 Kilometern pro Stunde eingehalten werden.
80 Prozent der Wähler des von Moldawien abgespaltenen Transnistrien
(Dnjestrrepublik mit 700000 Einwohnern) wählen Igor Smirnow zum drittenmal zum
Präsidenten.
Sibylle Hofer wechselt von Frankfurt am Main nach Regensburg.
Nikolaus Peifer wechselt von Kiel nach Frankfurt an der Oder.
Jens
Petersen wird Professor in Potsdam.
Michael Sachs wechselt von Düsseldorf nach Köln.
Reimund Schmidt-De Caluwe wird C3-Professor in Halle-Wittenberg.
Hans Schulte-Nölke wechselt von Münster nach Bielefeld.
Daniel Zimmer wechselt von Bochum nach Bonn.
Andreas Zimmermann wechselt von Heidelberg nach Kiel.
Florian Faust wird in Regensburg für bürgerliches Recht, deutsches,
europäisches und internationales Handels- und Wirtschaftsrecht sowie
Rechtsvergleichung habilitiert.
Joachim Goebel wird in Regensburg für bürgerliches Recht, Zivilprozessrecht,
Rechtsphilosophie und Rechtssoziologie habilitiert.
Stefan Leible wird in Bayreuth für bürgerliches Recht, Zivilprozessrecht,
Wirtschaftsrecht, internationales Privatrecht, Rechtsvergleichung und
Europarecht habilitiert.
Olaf Sosnitza wird in Bayreuth für bürgerliches Recht, Handelsrecht,
Wirtschaftsrecht, gewerblicher Rechtsschutz und Zivilprozessrecht habilitiert.
Erhard
Busek wird als Nachfolger Bodo Hombachs Koordinator der Europäischen Union für
den Balkan.
2001-12-09 In Österreich und in
Finnland wird ein Fall von Rinderwahnsinn bekannt.
Österreich bezeichnet sich in seiner neuen Sicherheitsdoktrin nicht mehr als
neutral, sondern als allianzfrei.
Der Landesverband der Grünen in Hamburg beseitigt die Trennung von Amt und
Mandat (zu Gunsten Kristin Heynes).
Möglicherweise will Rupert Murdoch die hochverschuldete Kirchgruppe übernehmen.
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands darf auch
bei satirischen Meinungsäußerungen Erklärungen (sollte lieber einen Arzt
aufsuchen) kein Sinn untergeschoben werden, den ihr Urheber ihnen erkennbar
nicht beilegen wollte (1 BvR 1906/1997 1. August 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands kann ein
Gericht die Bearbeitung eines gesetzlich vorgesehenen Rechtsbehelfs wegen darin
enthaltener Beleidigungen nur ablehnen, wenn kein sachliches Anliegen verfolgt
wird, und ist eine Mitteilung der Nichtbearbeitung des Begehrens eine mit der
Rechtsbeschwerde angreifbare Entscheidung (2 BvR 1175/2001 19. Juli 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Sicherungsabrede über einen Sicherungseinbehalt grundsätzlich so auszulegen,
dass der Auftraggeber berechtigt ist, den Sicherungseinbehalt allein für die
vom Sicherungszweck erfassten Gewährleistungsansprüche zu verwerten und muss
der Auftraggeber bei Stellung einer Austauschbürgschaft vor Eintritt des
Sicherungsfalls den Sicherheitseinbehalt auch bei nachträglichem Eintritt des
Sicherungsfalls ausbezahlen (VII ZR 467/2000 13. September 2000).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist es keine
rechtskraftfähige und deshalb mit einer zusätzlichen Beschwer verbundene
Entscheidung, wenn das Gericht eine hilfsweise Aufrechung des Beklagten mit
einer Gegenforderung für unzulässig erklärt (XI ZR 217/2001 31. Juli 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind 30 Gramm
Methamphetaminbase eine nicht geringe Menge (5 StR 183/2001 25. Juli 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist in der
Revisionsinstanz die Rüge der mangelnden Sicherheitsleistung für die Kosten
dieser Instanz nur zulässig, wenn die Voraussetzungen für die
Sicherheitsleistung erst in dieser Instanz eingetreten sind oder die Rüge in
den Vorinstanzen ohne Verschulden nicht erhoben worden ist (XI ZR 243/2000 15.
Mai 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands braucht bei
Voraussetzung der Vorlage einer schriftlichen Bestätigung des Hauptschuldners
über ihm erbrachte Leistungen der Bürge auf erstes Anfordern ohne Vorlage einer
solchen Urkunde grundsätzlich auch bei zwischenzeitlicher Löschung des
Hauptschuldners im Handelsregister wegen Vermögenslosigkeit nicht zu leisten
(IX ZR 317/1998 26. April 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die mangelhafte
Dokumentation von Zahlungen grundsätzlich nur unter weiteren Voraussetzungen
(z. B. Gefahr der doppelten Inanspruchnahme, Gefahr wesentlicher
Rechtsverteidigungserschwerung) Untreue und entfällt während der Anhängigkeit
eines Strafverfahrens wegen Abgabe unrichtiger Umsatzsteuervoranmeldungen die
Strafbarkeit wegen Nichtabgabe der Umsatzsteuerjahreserklärung (5 StR 587/2000
26. April 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands darf die Erweckung
des Verdachts eines Dienstvergehens (unbewiesene Unterschlagung von
Kundengeldern) nicht als Verletzung der Pflicht zu achtungs- und
vertrauenswürdigem Verhalten gewertet werden (1 D 19/2000 BDiszG 4. April
2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist ein
Verpflichtungsantrag auf Erlass eines begünstigenden Verwaltungsakts ohne
beigefügten Widerrufsvorbehalt grundsätzlich zulässig (6 C 5/2000 23. Dezember
2000).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts kann wegen der
damit verbundenen Beeinträchtigung anderer Wohnungseigentümer das Musizieren
über Zimmerlautstärke in der Hausordnung nur in engen zeitlichen Grenzen
zugelassen werden (2 ZBR 96/2001 23. August 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Dresden sind die Polizeigesetze
der Länder als Rechtsgrundlage für die Anwendung unmittelbaren Zwangs zur
Durchsetzung einer rechtmäßig angeordneten Blutentnahme nicht anwendbar (3 Ss
25/2001 1. August 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Hamburg darf ein unter
Hinterlassung einer Handynummer verbotswidrig geparktes Kraftfahrzeug erst
abgeschleppt werden, wenn mindestens ein Anrufversuch unternommen worden ist
und der Betroffene das Kraftfahrzeug nicht innerhalb von fünf Minuten entfernt
hat (3 Bf 429/2000 14. August 2001).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim sind die aus einer
Polizeiverordnung über Kampfhunde für Hundehalter entstehenden Nachteile
grundsätzlich bis zur Entscheidung über einen entsprechenden
Normenkontrollantrag hinzunehmen (1 S 1763/2000 18. Dezember 2000).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Dresden verletzt ein andere Mitglieder
einer Wohnblockselbsthilfegemeinschaft in Fragen möglicherweise überhöhter
Mietzinsforderungen unentgeltlich beratendes Mitglied nicht das
Rechtsberatungsgesetz (12 O 3217/2000 28. November 2000).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Wiesbaden muss bei der
Vorabübermittlung von Schriftsätzen per Telefax die Telefaxfassung mit dem
unverzüglich zu den Akten nachzureichenden Originalschriftsatz identisch sein
(5 S 72/2000 16. Mai 2001).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Saalfeld darf eine Durchsuchung einer
Wohnung zur bloßen Ausforschung nicht angeordnet werden (157/2001 Gs jug. 3.
Juli 2001).
2001-12-08
Nach einer
Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands verletzt eine die
Zumutbarkeit überschreitende Belastung durch Unterhaltszahlungsverpflichtungen
das Grundrecht des Art. 2 I GG (1 BvR 1509/1997 20. August 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der Verkäufer
vereinbarte Fälligkeitszinsen verlangen, wenn der Auszahlung des rechtzeitig
auf dem Anderkonto des Notars eingetroffenen Kaufpreises Auflagen des
Kreditinstituts des Käufers entgegenstehen und der Verkäufer seinerseits die
vom Käufer gesetzten Auszahlungsbedingen erfüllt hat (V ZR 338/2000 12. Oktober
2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann bei
Veräußerung eines unter einem im Eigengrenzüberbau übergebauten Gebäudeteil
liegenden Grundstücks im Regelfall nicht angenommen werden, dass sich die
Übertragung auch auf den übergebauten Gebäudeanteil erstreckt (V ZR 267/2000
12. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat das vereinfachte
Genehmigungsverfahren im öffentlichen Baurecht keine unmittelbaren,
vereinfachenden Auswirkungen auf die vom Architekten geschuldete
Planungsleistung (VII ZR 391/1999 27. September 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Rechtsmissbräuchlichkeit der Verlegung eines Wohnsitzes in das Ausland
allenfalls im Rahmen der deutschen öffentlichen Ordnung zu beachten (IX ZB
51/2000 18. September 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts muss der seine Geldtasche in
einem unverschlossenen Küchenschrank ablegende Restaurantleiter eines
Eisenbahnzugs abhanden gekommene 6368 DM
wegen grob fahrlässiger Verursachung des Verlusts ersetzen (8 AZR
95/2001 15. November 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann ein
Arbeitnehmer nicht trotz fehlender Haushaltsmittel Vollzeitbeschäftigung mit
der Begründung verlangen, dass er bei Vereinbarung einer Teilzeitbeschäftigung
nicht über die Möglichkeit der Befristung dieser Vereinbarung hingewiesen wurde
(9 AZR 442/2000 13. November 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg ist ein schwere
Gewalt gegen Kinder anwendender Elternteil zur Pflege und Erziehung eines Kinds
ungeeignet (29. März 2001 9 UF 8/2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Dresden darf ein die
Verbändevereinbarung II anwendender Netzbetreiber einen Durchleitungspetenten
nicht auf eine Durchleitung nach der Verbändevereinbarung I verweisen (U
1693/2001 13. September 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Dresden verliert der Besteller
durch Nichteinzahlung des Gewährleistungseinbehalts auf ein gemeinsames
Sperrkonto nicht sein Zurückbehaltungsrecht aus Gewährleistung für behauptete,
bereits anerkannte Mängel (11 U 3125/2000 1. August 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln kommt bei langem
Unbemerktbleiben eines für den Hochwasserschutz besonders gewichtigen Bauteils
(des Schürmannbaus in Bonn) auf Grund unzureichender planerischer Vorgaben eine
hälftige Mithaftung des Auftraggebers in Betracht (111 U 6300 27. April 2001).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg ist die Werbemaßnahme Mixpower
Eons wegen Irreführung wettbewerbswidrig.
Lovells Boesebeck Droste schließen sich mit Siméon & Associés zusammen.
Scherer, Stephan, Münchener Anwaltshandbuch Erbrecht, 2002
Steppeler, Wolfgang/Künzle, Johannes, Kommentar zu den Sparkassen-AGB, 2. A.
2001
Olenhusen, Albrecht von, Film und Fernsehen, 2001
Hromadka, Wolfgang/Maschmann F., Arbeitsrecht, Bd. 1f. 2. A. 2001f.
Boemke, B., Fallsammlung zum Arbeitsrecht, 2001
Koberski, Wolfgang/Asshoff, Gregor/Hold, Dieter, Arbeitnehmerentsendegesetz, 2.
A. 2002
Müller, Eugen/Berenz, Claus, Entgeltfortzahlungsgesetz, 3. A. 2001
Richardi, Reinhard, Betriebsverfassungsgesetz, 8. A. 2001
Straßenverkehrsrichtlinien (Lbl.), 2001
Lwowski, Hans-Jürgen/Tetzlaff, Christian, Umweltrisiken und Altlasten in der
Insolvenz, 2002
Sozialgesetzbuch, hg. v. Schulin, Bertram, 27. A. 2001
Schneider, Josef, Lexikon des Steuerrechts, 2001
Seer, Roman, Die Besteuerung der Anwaltskanzlei, 2001
EStG Kompaktkommentar Einkommensteuergesetz, hg. v. Kirchhof, Paul, 2. A. 2002
Stuber, Helmut/Nägele, Günther, Reisekosten, 26. A. 2001
Erbschaft- und Schenkungsteuergesetz (Lbl.), hg. v. Wilms, Heinrich, 2001
Völkel, Dieter/Karg, Helmut, Umsatzsteuer, 11. A. 2001
Gehrlein, Markus, Zivilprozessrecht nach der ZPO-Reform 2002, 2001
Schwarz, Hansjürgen/Schmidt-Liebig, Axel/Bilsdorfer, Peter, Wie führe ich einen
Finanzgerichtsprozess?, 5. A. 2001
Schmeckenbecher, Manfred, Kostenübersichtstabellen, 19. A. 2001
Ignor, Alexander/Rixen, Stephan, Handbuch Arbeitsstrafrecht, 2002
2001-12-07
Nach
Entscheidungen des Bundesgerichtshofs Deutschlands dürfen in Ratgebersendungen
im Fernsehen grundsätzlich allgemeine Hinweise zu Rechtsfragen gegeben werden
(I ZR 316/1998 und andere)..
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein
Arbeitgeber an einen infolge eines Verkehrsunfalls erkrankten Arbeitnehmer
Entgelt fortzahlen, wenn ein ärztliches Attest Arbeitsunfähigkeit bescheinigt,
und kann diese Fortzahlung von einem Schädiger als Schaden ersetzt verlangen
(VI ZR 408/2000 16. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind wichtige
Begünstigungen im Erbschaft- und Schenkungsteuergesetz möglicherweise
verfassungswidrig (II R 61/1999 24. November 2001).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz ist eine
Kündigung wegen Versendung beleidigender Kurznachrichten an eine Auszubildende
auch dann rechtmäßig, wenn der Arbeitnehmer viele Jahre einwandfrei im Betrieb tätig gewesen ist (9
Sa 853/2001).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund muss ein Arzt alle
Krankenkassen und ihre Mitglieder gleich behandeln (S 26 KA 50/2001).
Das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen Deutschlands teilt mit, unter
welchen Voraussetzungen Kreditinstitute wesentliche Aufgabenbereiche an
sonstige Dienstleister auslagern können.
Kurt Beck lehnt die Ernennung Klaus Puderbachs zum Landgerichtspräsidenten von
Mainz ab.
Im November beträgt der Preisanstieg in Deutschland gegenüber dem Vorjahr 1,7
Prozent.
Die Notenbank der Schweiz senkt ihre Leitzinsen auf 1,75 Prozent.
2001-12-06
Nach einer
Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist das Gesetz zur
Bekämpfung gefährlicher Hunde nicht offensichtlich verfassungswidrig (1 BvR
1778/2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine Spende
eines Vorstandsmitglieds einer Aktiengesellschaft Untreue (Hermann Schauflers),
wenn sie durch ein Unternehmen erfolgt, das mit dem Empfänger kaum etwas zu tun
hat, sie im Verhältnis zum Vermögen des Unternehmens unangemessen hoch ist,
einzelne Vorstandsmitglieder weitgehend allein handeln und die Spende für
persönliche Liebhaberei verwendet wird (1 StR 215/2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands verletzt die einen
Aidskranken zeigende, ihn zum Objekt von Gewinnerzielung entwürdigende Werbung
Benettons die Menschenwürde (I ZR 284/2000).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist ein unangefochtener
Mehrheitsbeschluss, einen Wohnungseigentümer zum Abschluss eines
Verwaltervertrags zu bevollmächtigen, nicht nichtig (16 Wx 115/2001 13. Juli
2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln hat der Vermieter ein
Wohnung einen Schadensersatzanspruch gegen den Fußbodenverleger, wenn der
Mieter wegen knarrender Holzböden die Miete mindert (11 U 61/2000 15. Dezember
2000).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln entspricht ein durch
Mehrheitsbeschluss festgelegtes Eigennutzungsverbot und Fremdvermietungsgebot
nicht ordnungsgemäßer Wirtschaft einer Miteigentümergemeinschaft (16 U 47/1999
25. September 2000).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Ansbach erhält ein auf Grund eines
anthropologischen Gutachtens zu Unrecht wegen Bankraubs Verurteilter 30000 DM
Haftentschädigung.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Köpenick darf ein Vermieter die
Erlaubnis zur Haltung eines die Mitmieter nicht belästigenden Schweins in einer
Wohnung nicht verweigern (17 C 88/2000 13. Juli 2000).
Prinz Ernst August von Hannover wird wegen gefährlicher Körperverletzung und
Beleidigung zu 8 Monaten Haft mit Bewährung und 500000 DM Geldstrafe
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Niederlande rechtfertigt
Lebensmüdigkeit nicht die Sterbehilfe durch einen Arzt, doch wird dieser
deswegen nicht bestraft.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Großbritanniens ist eine
Spediteure wegen Einfuhr von Asylbewerbern als blinde Passagiere mit Strafe
bedrohende Verordnung rechtswidrig.
Die Innenminister und Justizminister der Mitgliedstaaten der Europäischen Union
einigen sich auf eine untere Schwelle für die Höchststrafen bei terroristischen
Vergehen.
Die für Telekommunikation zuständigen Minister der Mitgliedstaaten der
Europäischen Union einigen sich darauf, dass Bürger ohne ausdrückliche
Einwilligung nicht mehr durch Werbung von Unternehmen belästigt werden dürfen.
Die Europäische Kommission verhängt 135,2 Millionen Euro Bußgeld gegen 5
Zitronensäurehersteller wegen verbotener Absprachen.
Unternehmen am neuen Markt haben bisher 929000 Euro Bußgeld wegen verspäteter
Pflichtmitteilungen an die Deutsche Börse AG bezahlt.
Nauru wird wegen Nichtinkraftsetzung von Geldwäschebekämpfungsmaßnahmen mit
Sanktionen des Geldwäscheausschusses der reichsten Industriestaaten belegt.
Dieter Baumann darf ab 22. Januar 2002 wieder an Wettkämpfen teilnehmen.
2001-12-05
Nach einer
Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands haben auf Grund des
Gleichheitssatzes auch unter wirtschaftlichem Druck ohne förmliche Enteignung
ihr Eigentum aufgebende Grundstückseigentümer in der ehemaligen Deutschen
Demokratischen Republik Anspruch auf staatliche Entschädigung für ihren
Rechtsverlust (1 BvL 17/2000 10. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist nicht wegen Betrugs
strafbar, wer durch Überkleben der Datumsangabe einen Parkschein verändert,
weil dem Staat keinen Vermögensschaden zufügt, wer nur einer Geldstrafe
entgehen will (Ss 264/2001).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Stockholms wird ein den König
Schwedens mit einer Torte bewerfender Sechzehnjähriger wegen Unfriedens und
Hochverrats mit 100 Tagessätzen zu 6 DM bestraft.
Die Bundesregierung Deutschlands beschließt den Gesetzentwurf zur Ratifizierung
des Kiotoprotokolls für den Klimaschutz.
Die Bundesregierung Deutschlands beschließt die Gewährung von 14 Wochen
Mutterschutz auch bei Geburt des Kinds vor dem errechneten Geburtstermin.
Die Bundesregierung Deutschlands beschließt die kostenlose Rücknahme
gebrauchter Kraftfahrzeuge für Neuwagen ab Juli 2002 und für alle Kraftwagen ab
Januar 2007.
Schwarzgeld oder unversteuerte steuerpflichtige Zinseinkünfte des Erblassers
vorfindende und nicht nachträglich versteuernde Erben begehen Steuerhinterziehung.
Die Staatsanwaltschaft Augsburg erhebt zwecks Verhinderung von Verjährung
Anklage gegen den flüchtigen ehemaligen Staatssekretär Pfahls wegen
Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung.
Der Personalausschuss des Stadtrats Münchens beschließt Maßnahmen gegen
Korruption (u. A. Rotation).
Die Europäische Kommission verhängt Bußgelder gegen Interbrew A. A. und Alken
Maes in Belgien wegen wettbewerbswidriger Preisabsprachen.
Microsoft will zur Wahrung seiner Marktchancen dem Bundestag Deutschlands den
Quellcode von Windows XP offenlegen.
Fernsehsender der Vereinigten Staaten von Amerika verzichten auf Filmvorhaben
über Bestechungsvorwürfe betreffend die Olympischen Winterspiele in Salt Lake
City.
Klaus-Peter Klaiber soll Afghanistanbeauftragter der Europäischen Union werden.
Kaspar Villiger wird zum zweitenmal Bundespräsident der Schweiz.
Hermann
Mosler Heidelberg 4. Dezember 2001 gestorben.
2001-12-04
Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands können Eltern grundsätzlich vom
die Eehlbildung eines Embryos fehlerhaft nicht erkennenden und deshalb die
Mutter nicht aufklärenden Arzt Ersatz der entstehenden Unterhaltskosten
verlangen, wenn die Mutter das Kind bei rechtmäßiger Unterrichtung nicht
ausgetragen hätte, wobei der Unterhaltsersatzanspruch ausscheidet, wenn die
Mutter das Kind (wie z. B. bei einer Zwillingsgeburt wegen der
Verletzungsgefahr des normalgebildeten Zwillings) nicht hätte abtreiben lassen
dürfen (IV ZR 213/2000).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands handelt ein
Rechtsanwalt rechtswidrig, der durch Unterlassen einer Antragstellung in der
Verhandlung ein Versäumnisurteil gegen seinen Mandanten zulässt und gegen
dieses keinen Einspruch erhebt (IX ZR 19/1999 25. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein Anbieter
einem Wettbewerber bei der Vergabe eines öffentlichen Auftrags nicht allein
deswegen vorgezogen werden, weil er bereits früher für den Auftraggeber tätig
war (X ZR 100/1999 16. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine
Erledigungserklärung des Klägers in einem Rechtsstreit frei widerruflich,
solange sich der Beklagte nicht angeschlossen und das Gericht darüber nicht
entschieden hat (I ZR 157/1998 7. Juni 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands muss
Niedersachsen 1,8 Milliarden DM (mit Nebenkosten 2,5 Milliarden DM) von BEB
Erdgas und Erdöl GmbH rechtswidrig erzwungene Förderabgaben zurückzahlen.
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz darf ein
freier, auf die Entlassung eines andern Mitarbeiters hin eine
Mitarbeiterbefragung durchführender Mitarbeiter nur dann fristlos entlassen
werden, wenn seine Weiterbeschäftigung bis zum Ende der regelmäßigen
Kündigungsfrist für den Arbeitgeber unzumutbar ist (5 Sa 1591/2000).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I verletzt grob fahrlässig
eine Obliegenheit aus einem Versicherungsvertrag, wer bei winterlichen
Temperaturen nicht regelmäßig den Lauf der Heizung überprüft (9 O 11282/2001).
Der Vollzug der Steinigung der wegen behaupteten Ehebruchs zum Tod verurteilten
Malama Safyia ist durch ein Berufungsgericht Nigerias aufgeschoben.
Nach Ansicht der Europäischen Kommission ist die steuerliche Anrechenbarkeit
von Rückstellungen der atombearbeitenden Industrie der Mitgliedstaaten der
Europäischen Union keine staatliche Beihilfe.
In Bonn einigen sich die politischen Gruppen Afghanistans über die Grundlagen
für eine gemeinsame Übergangsregierung.
54 Prozent der Deutschen sind für, 38 Prozent gegen einen Einsatz der
Bundeswehr in Afghanistan.
22 Millionen Deutsche sind in Ehrenämtern tätig.
AOL Time Warner, Bertelsmann und EMI lassen für 9,95 Dollar monatlich über
Musicnet aus 75000 Musikstücken im Internet 100 herunterladen und weitere 100
hören.
2001-12-02 Bei Volksabstimmungen in
der Schweiz wird die grundsätzliche Begrenzung der Ausgaben des Bunds auf die
Steuereinnahmen bejaht und werden die Abschaffung der Armee, die Einführung
einer Kapitalgewinnsteuer und eines freiwilligen zivilen Friedensdiensts
dagegen abgelehnt.
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschland wird niemand
in seinen Grundrechten dadurch verletzt, dass Deutschland mit anderen
Mitgliedstaaten der Europäischen Union Sanktionen gegen Österreich wegen der
Beteiligung der Freiheitlichen Partei Österreichs an der Regierung Österreichs
verhängt und verwirklicht (2 BvR 1140/2000 14. August 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei Unmöglichkeit
einer Mandantenbesprechung wegen Terminschwierigkeiten mit einer Verlängerung
der Rechtsmittelbegründungsfrist zu rechnen (VIII ZB 24/2001 1. August 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands muss ein
Rechtsanwalt die Einhaltung der Begründungsfrist für eine Verfassungsbeschwerde
selbst kontrollieren oder durch besondere Anweisung an die zuständige
Büroangestellte sichern (2 BvR 128/2000 30. Juli 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Wiederbesetzung
einer Notarsstelle unzulässig, wenn ein Viertel der Notare des Amtsbereichs auf
Einkommensergänzung angewiesen ist und der Richtwert für das Urkundsaufkommen
nachhaltig und deutlich unterschritten wird (NotZ 7/2001 16. Juli 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
Mitwirkung eines Richters am Erlass einer erstinstanzlichen einstweiligen
Verfügung kein Grund, ihn von der Mitwirkung im Berufungsverfahren
auszuschließen (1 BvR 730/2001 4. Juli 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist Verbreiten im
Internet bei Ankommen der Datei auf dem Rechner des Internetnutzers durch
Übermittlung oder Zugriff gegeben, Zugänglichmachen bei Stellen ins Internet
für den Lesezugriff und Eröffnen der Möglichkeit des Zugriffs sowie sexuellen
Missbrauch von Kindern zum Gegenstand haben gegeben, wenn die Person des
tatsächlichen sexuellen Missbrauchs ein Kind ist (1 StR 66/2001 27. Juni 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann die
Staatsanwaltschaft den Antrag auf Durchführung des Sicherungsverfahrens nach
Ablehnung der Eröffnung des Hauptverfahrens im Beschwerdeverfahren noch stellen
(2 StR 136/2001 6. Juni 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss der
Versicherer halten, was er versprochen hat (IV ZR 138/2000 4. April 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist eine
zweite, nicht lange nach einer ersten außerdienstlichen alkoholbedingten
Straßenverkehrsgefährdung folgende außerdienstliche alkoholbedingte
Straßenverkehrsgefährdung eine außerdienstliche Wohlverhaltenspflichtverletzung
(1 D 20/2000 BDiszG 8. Mai 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands sieht die
Verwaltungsgerichtsordnung eine Verlängerung der Begründungsfrist für eine
Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision nicht vor (8 B 52/2001 28.
März 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle kommt gegen den zugleich
Mitbeschuldigter des Verfahrens seienden Verteidiger eine Zurückweisung seitens
des Hauptverfahrensgerichts in Betracht (3 ARs 25/2001 4. Juli 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist das Beobachten
einer Frau auf der Toilette einer Gaststätte durch den Freiraum unter der
Kabinentür seitens eines Manns (noch) keine Beleidigung (2a Ss 50/2001 –
16/2001 II 29. Mai 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe ist der
Verjährungsablauf bei prozessual eine Wiedereinsetzung rechtfertigenden postalischen
Verzögerungen im Zugang zu den Gerichten durch höhere Gewalt gehemmt (17 U
93/2000 31. Juli 1001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München haftet der
Accessprovider im Internet für Urheberrechtsverletzungen nach den allgemeinen
Urheberrechtsbestimmungen (29 U 3282/2000 8. März 2001).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim kann die
Zustellung an einen Strafgefangenen oder Untersuchungsgefangenen durch
Aushändigung an den Leiter der Justizvollzugsanstalt oder einen besonderen
Vollzugsbediensteten erfolgen, ohne dass der Postzusteller den Adressaten nicht
in der Justizvollzugsanstalt angetroffen zu haben braucht (11 S 2290/2000 25.
Juni 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtshofs Münster sind Wertstoffsammelcontainer
in Wohngebieten auch an einem gepflegten, sozialer Kontrolle unterliegenden
Standort als sozialadäquat und zumutbar hinzunehmen (21 B 1889/2000 28. Februar
2001).
Die evangelische Landeskirche in Braunschweig hält eine kirchliche Segnung
gleichgeschlechtlicher Partnerschaften für möglich.
2001-12-01 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands sprechen ausdrücklich gemachte Angaben über
tatsächlich erzielte Mieterträge auch bei einer freiwilligen Versteigerung
eines Grundstücks für eine Zusicherung einer Eigenschaft (V ZR 275/2000 5.
Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist die
Vereinbarung einer höheren Wochenarbeitszeit ohne Lohnausgleich keine
mitbestimmungspflichtige Änderung der Vergütungsordnung (1 ABR 8/2001 30.
Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands darf ein am 2.
Oktober 1990 im Gebiet der Deutschen Demokratischen Republik wohnhafter
Arbeitnehmer jedenfalls 1996 von einem Arbeitgeber nicht schlechter entlohnt
werden als ein im Gebiet der damaligen Bundesrepublik Deutschland wohnhafter
Arbeitnehmer (1 AZR 672/2000 15. Mai 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann die
Familienkasse auch bei endgültiger Festsetzung von Kindergeld den Bescheid
nachträglich aufheben, wenn sich (selbst erst nach Ablauf des Kalenderjahrs)
herausstellt, dass Einkünfte und Bezüge des Kinds den Grenzbetrag überschreiten
(VI R 55/2000 26. Juli 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann die
Familienkasse Bescheide über Kindergeld aufheben oder ändern, wenn ihr
nachträglich Umstände bekannt werden, nach denen einem Kindergeldempfänger kein
Kindergeld zugestanden hat (VI R 18/1999 25. Juli 2001).
Nach Entscheidungen des Bundesfinanzhofs haben Bescheide, mit denen die
Festsetzung von Kindergeld abgelehnt oder aufgehoben wird, keine
Bindungswirkung für die Zukunft (VI R 78/1998 25. Juli
2001, VI R 164/1998 25. Juli 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg begründet eine
Erweiterung des vereinbarten Leistungsumfangs eines Pauschalpreisvertrags um 10
Prozent einen Anspruch auf erweiterte Vergütung (4 U 184/2000 18. Juli 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Jena begründet die in einem
Wahlkampfprospekt vorgetragene Behauptung, der Kandidat habe Stadteigentum
mitgehen lassen und erst nach Aufforderung durch die Kommunalaufsicht
herausgerückt, (wegen geringer Schwere und Möglichkeit anderweitigen Ersatzes
des Schadens) keinen Anspruch auf (5000 DM) Schmerzensgeld wegen
Persönlichkeitsverletzung (8 U 629/2001 2. Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe muss ein
Kraftfahrzeugführer damit rechnen, dass nach Wegfall eines Überholverbots
Kraftfahrzeuge hinter einem langsam fahrenden Kraftfahrzeug zum Überholen
ausscheren (9 U 195/2000 26. Juli 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe muss ein Führer eines
Kraftfahrzeugs nicht damit rechnen, dass beim Überholen einer aus mehreren
Kraftfahrzeugen bestehenden, langsam fahrenden Kolonne ein weiteres, vor ihm
fahrendes Kraftfahrzeug ohne entsprechendes Anzeichen zum Überholen ausschert
(10 U 77/2001 8. Juni 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe ist ein Zwangsgeld
gegenüber einem Elternteil nicht geboten, wenn ein älteres Kind Umgang mit dem
andern Elternteil ablehnt (2 WF 129/2000 5. Februar 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz ist für den
Versicherungsfall auch ein auslösender Verstoß des Versicherungsnehmers einer
Rechtsschutzversicherung bedeutsam (10 W 146/2001 17. April 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist ein gewerbliche Mieter
übermäßig bevorzugender Mehrheitsbeschluss über die Aufzugsbenutzung in einem
15-stöckigen gemischt benutzten Hochhaus keine ordnungsgemäße Verwaltung (16 Wx
21/2001 25. April 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Zweibrücken können
Rechtsnachfolger auch an eine nicht eingetragene Vereinbarung der
Wohnungseigentümer gebunden sein (3 W 218/2000 11. Juni 2001).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Göttingen beginnt bei einer an alle
Wohnungseigentümer gerichteten Entscheidung der Lauf der Rechtsmittelfrist für
alle Wohnungseigentümer mit der Zustellung an den Verwalter (10 T 42/2001 19.
Juni 2001).
Radarwarngeräte oder ähnliche Einrichtungen für Kraftfahrzeugbenutzer werden in
Deutschland verboten.
Gottschalg, Wolfgang, Die Haftung von Verwalter und Beirat in der
Wohnungseigentümergemeinschaft, 2002
Merkt, H., Unternehmenspublizität, 2001
Gramlich, Bernhard, Mietrecht, 8. A. 2001
Hoyningen-Huene, Gerrit/Linck, Rüdiger, Kündigungsschutzgesetz 13. A. 2002
Leinemann, Wolfgang/Taubert, Thomas, Berufsbildungsgesetz, 2002
Hofmann, Max/Grabherr, Edwin, Luftverkehrsgesetz (Lbl.), 2001
Lohnsteuertabellen 2002
Roth, Wolfgang, Verwaltungsrechtliche Organstreitigkeiten, 2001
Lionnet, Klaus, Handbuch der internationalen und nationalen
Schiedsgerichtsbarkeit, 2. A. 2001
Göttlich/Mümmler, Bundesrechtsanwaltsgebührenordnung, 20. A. 2001
Calliess, Rolf-Peter/Müller-Dietz, Heinz, Strafvollzugsgesetz, 9. A. 2002
Krey, Volker, Deutsches Strafrecht Allgemeiner Teil Bd. 2 2001
In veritate libertas! Ceterum
censeo corruptionem esse delendam ! Faustus felixque veridicus!
In der Wahrheit die Freiheit! Im übrigen bin ich dafür, die Verderbnis zu
beseitigen! Glücklich, wer die Wahrheit auf seiner Seite hat!