Büchner, Georg, Danton’s Tod. Dramatische Bilder aus Frankreichs Schreckensherrschaft (= Juristische Zeitgeschichte 6, 30). BWV Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2007. 7*, 138 S. Besprochen von Gerhard Köbler.

 

Karl Georg Büchner, in Goddelau im Großherzogtum Hessen am 17. Oktober 1813 als Sohn eines Arztes geboren, in Zürich am 19. Februar 1837 mit dreiundzwanzig Jahren verstorben, ist einer der bedeutenden deutschen Schriftsteller des 19. Jahrhunderts. Mit 18 Jahren begann er in Straßburg 1831 das Studium der Medizin, wechselte 1833 aber an die Landesuniversität in Gießen. Dort gründete er eine Gesellschaft für Menschenrechte und trat 1834 mit Friedrich Ludwig Weidig in Verbindung.

 

Im Juli 1834 wurde der von Büchner verfasste und von Weidig überarbeitete hessische Landbote veröffentlicht. Diese Flugschrift rief unter dem Motto Friede den Hütten! Krieg den Palästen! die Bauern Hessens zum Aufstand gegen die obrigkeitliche Unterdrückung auf. 1835 schrieb Büchner innerhalb fünfer Wochen die nach seiner Flucht nach Straßburg am 9. März 1835 im Juli 1835 unter dem Titel Dantons Tod veröffentlichten dramatischen Bilder aus Frankreichs Schreckensherrschaft, in denen er das Scheitern der französischen, vom literarischen Danton von Anfang an als sinnlos erkannten Revolution darstellte.

 

Dieses erfolgreiche Bühnenstück ist nunmehr als Band 30 der Abteilung (6) Recht in der Kunst – Kunst im Recht von Gunter Reiß und Thomas Vormbaum in gefälliger Ausstattung als insgesamt wohl 125. Band der Reihe Juristische Zeitgeschichte erneut publiziert. Sven Kramer und Bodo Pieroth ergänzen die Ausgabe durch sachverständige Kommentare. Damit ist eine gute Grundlage für die eigene Auseinandersetzung mit dem literaturhistorisch bedeutsamen Werk Büchners über die weltbewegenden Ereignisse in Frankreich seit dem 14. Juli 1789 geschaffen.

 

Innsbruck                                                                                           Gerhard Köbler