ARBEITEN
ZUR RECHTS- UND SPRACHWISSENSCHAFT
30
Gerhard Köbler
Sammlung kleinerer
althochdeutscher Sprachdenkmäler
GIESSEN 1986
ISBN 3-88430-050-4
Arbeiten zur Rechts- und Sprachwissenschaft
Arbeiten
zur Rechts- und Sprachwissenschaft Verlag GmbH
6300 Gießen-Lahn
Sammlung kleinerer althochdeutscher Sprachdenkmäler
II
30
Sammlung kleinerer althochdeutscher Sprachdenkmäler
von
Gerhard Köbler
o. Professor in Gießen
Arbeiten
zur Hechts- und
Sprachwissenschaft Verlag GmbH
G300 Gießen-Lahn
HI
1986
(c) Arbeiten
zur Rechts- und
Sprachwissenschaft Verlag GmbH
6300 Gießen-Lahn
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Rechte vorbehalten
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Herstellung: Λ. Wittchen. Hinter
dem Dorfe 14, 3412
Parensen
ISHN :i 88430-0r,0-4
IV
Vorwort
Das
Althochdeutsche steht wie das Altniederdeutsche (Altsächsische,
Altniederf ränkische)
auf der ersten Sprachstufe des Deutschen. Ihm
geht das Germanische und diesem das Indogermanische voraus, ihm
folgt
das Mittelhochdeutsche und diesem das Neuhochdeutsche.
Zeitlich ist es damit zwischen den Ausgang
des Germanischen in der
Völkerwanderung (375-568) und den Beginn des Mittelhochdeutschen (um
1050) zu setzen. Räumlich liegt es südlich des Altsächsischen
und
Altniederf ränkischen, östlich
des Altfranzösischen bzw. Spätlateini-
schen, nördlich des Altitalienischen bzw.
Spätlateinischen und westlich
des Slawischen. Seine wichtigsten Teile sind Altmittelf ränkisch,
Altrheinfränkisch, Altostfränkisch,Altalemannisch, Altbayerisch, Lango-
bardisch und
Altthüringisch.
Überliefert
ist das Althochdeutsche vor allem aus den Schreiborten
Sankt Gallen, Reichenau, Murbach,
Freising, Tegernsee, Regensburg,
Mondsee, Salzburg, Würzburg, Fulda, Köln,
Trier, Mainz, Lorsch und
Weißenburg. Erhalten sind etwa 125 Handschriften (und andere
Denkmäler) (davon 20 Handschriften
von Einhards Vita Karoli) mit
etwa 70 mehr oder weniger langen ganz oder teilweise
althochdeutschen
Texten, welche jeweils nur in einer oder nur wenigen
Handschriften
(durchschnittlich 1,4 Handschriften
pro Text bei Außerachtlassung der
weitaus überdurchschnittlich gut überlieferten Einhardi Vita Karoli)
erhalten sind, in welchen sie recht oft auch nur als
Nachträge auf
freien Stellen Aufnahme fanden, und etwa 1000 hiervon weitgehend
verschiedene Handschriften mit mehr oder weniger häufigen
volksspra-
chigen, überwiegend althochdeutschen Glossen zu Einzel
Wörtern lateini-
scher Texte.
Die etwa 70 Texte, welchen rund 200000, allerdings vielfach nur
Abschriften bzw. Mehrfachüberlieferungen darstellende
einzelne Glos-
senbelege gegenüberstehen, zerfallen in die umfangreichen,
ganz
überwiegend als Übersetzungen entstandenen Werke Notkers
von Sankt
Gallen (um 980 bis 1022), die auch nach
Abzug der nachträglichen,
vielleicht auf Ekkehart IV. zurückzuführenden
Glossen zu lateinischen
Wörtern Notkers mehr als 150000 volkssprachige, auf mehr als 7000
Stichwörter aufzuteilende Wörter umfassen, Otfrids von Weißenburg
gereimte Evangeliendichtung (863-71) mit etwa 60000
Wörtern und die
um 830 in Fulda entstandene Evangelienharmonieubersetzung Tatian mit
etwa 46000 Wörtern sowie 67 (bzw. 69) kleinere Texte mit insgesamt
rund 35000 Wörtern.
Diese
kleineren Texte sind bisher nicht zu einer Einheit zusammenge-
faßt. Eine solche Zusammenfassung würde aber die wissenschaftliche
Beschäftigung mit dem Althochdeutschen erheblich
erleichtern. Deswegen
ist sie hier erfolgt, wobei aus praktischen Gründen weitgehend auf die
vorliegenden älteren Einzelausgaben zurückgegriffen wurde
und diese
in
alphabetischer Ordnung zusammengestellt wurden.
Möge diese
einfache, erstmals in der deutschen Sprachwissenschaft alle
kleineren althochdeutschen Texte zusammenfassende
Sammlung kleinerer
althochdeutscher Texte, bei deren Erstellung mir Monika Frese, Maria
Zaschke und Heidi Goll wertvolle Hilfe leisteten, den
Schatz des
ältesten Deutschen der Öffentlichkeit noch besser
erschließen. Verfaßt
ist sie in Hochachtung vor all jenen bekannten
Germanisten, auf deren
Arbeiten sie sich gründet. Gewidmet sei sie als 50. meiner Bücher
unter der Nummer 30 der Arbeiten zur
Rechts- und Sprachwissenschaft
meinem am 7.3.1906 in Burgsalach
am Limes als siebtes von vierzehn
Kindern des Bauern und Schmiedes Johann Köbler geborenen
Vater
Wilhelm
Köbler zu seinem
80. Geburtstag.
Gießen, den 7.3.1986 Gerhard Köbler
Inhalts- und Siglenverzeichnis*
|
AB |
= 41 |
|
AG |
= 18 |
|
APs |
= 38 |
|
Β |
= 36 |
|
BB |
= 47 |
|
BG |
= 42 |
|
BI |
= 85 |
|
BR |
= 7 |
|
BS |
= |
|
C |
= 37 |
|
Ch |
= 17 |
|
DH |
= 23 |
|
E |
= 9 |
|
EV |
= |
|
FB |
= 48 |
|
FF |
= 68 |
|
FG |
= 11 |
|
FP |
= 8 |
|
FT |
= 4 |
|
G |
= 19 |
|
GA |
= 26 |
|
GP |
= 5
GSch = 83
|
GSp |
= 86 |
|
GV |
= 82 |
|
HH |
= 79 |
|
Hi |
= 1 |
|
HM |
= 12 |
|
I |
= |
|
JB |
= |